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 Innenhof

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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Innenhof   So Aug 24, 2014 8:12 pm

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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Aug 26, 2014 10:49 pm

Eindrucksvoll schritt das große Streitross, welches er sich zuvor in der Stadt gekauft hatte über das Kopfsteinpflaster und klackte bei jedem Schritt mit den Hufeisen. Noch immer pochte das Veilchen, welches Edmure ihm in guter Absicht verpasst hatte. Der Freund hatte die Wange streifen wollen, doch in diesem Moment hatte sich Elijah ob eines lauten Geräusches umgedreht und so war die Faust des Haushofmeisters direkt mit seinem Auge kollidiert. Doch Elijah trug das Veilchen mit so viel Selbstsicherheit und Stolz als wäre es ein Orden, während sein Bart zwar gepflegt, aber nicht gestutz aussah. Seine leicht verbeulte, aber ansonsten gepflegte Rüstung schimmerte im Sonnenschein während er sich mit so viel Selbstsicherheit umsah als gehörte die Burg ihm während zugleich eine leicht geduckte Haltung sein Aussehen dominierte, welche trotz allem von der Unterwürfigkeit sprach welche er an diesem Hof zu empfinden hatte. "Das Königspaar begrüßt die Edlen Johann von Eichenstett und Thomas von Kaltstein" rief eine der Herolde am Tor um allgemein den Anwesenden die Neuankömmlinge bekannt zu machen. Elijah stieg mit Schwung von seinem Pferd und landerte scheppernd und gekonnt auf dem Boden, ehe er einem Jungen der aussah wie ein Page mit schwarzen Locken die Zügel in die Hand drückte. "Junge, bring mein Pferd in den Stall und gib ihm nur den besten Hafer!" erklärte er in Befehlsgewohntem, jedoch sanftmütigen Tonfall den er sich extra für diese Gelegenheit angeeignet hatte.
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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Aug 26, 2014 11:07 pm

Das letzte Jahr hatte dem Jungen mehr als gut getan. Die meisten seiner Flausen, deren Ursprung meist jugendliche Unvernunft waren, hatte ihm Gawain inzwischen ausgetrieben, sodass sein Alltag inzwischen weitaus ruhiger ablief. Das einzige wovon man ihn nicht hatte abbringen können, war die schwarze Haarpracht, die noch immer in Form von wilden Locken auf seinem Kopf zu sehen war. Sein Schwert, das er nach wie vor jeden Abend lang mit Ölen behandelte und polierte, war fachgerecht an seiner Seite verstaut. Um dieses war, rein aus dem Vertrauen das er diesem Hof äußern sollte, ein Schwertknoten gebunden, welchen zu Anfang noch Gawain hatte binden müssen, inzwischen konnte Noah selbst diesen doch mit ein paar schnellen Griffen binden. Natürlich hatte sich seine Ausbildung im vergangenen Jahr unter anderem auf den Kampf bezogen, er hatte von Gawain zahlreiche Hinweise und Finten für den Kampf auf beengten Schlachtfeldern bekommen und dem jungen eingebläut, in ein wahrhaftiges Gefecht nie ohne ein Schild zu gehen. Bei diesen Worten hatte er stets an Caladhiel denken müssen, deren Übungen er noch immer jeden Morgen absolvierte und die vorzugsweise ebenfalls mit einem Schwert gekämpft hatte. Sie hatten inzwischen eine rege Korrespondenz, ebenso wie mit Eärwen und seinem einstigen Grundausbilder.
Doch ein großer Teil seiner weiteren Lehre hatte sich vor allem darauf beschränkt, das höfische Leben kennen zu lernen, zu wissen wie genau man Pferde pflegte, wie man seine Ausrüstung in Stand hielt, Grundzüge der Flakenjagd und sogar der Minne, wobei Noah bei dieser kläglich versagte und sich laut Gawains Worten „noch schlechter anstellen mochte als ein Solandri.“ Der Ehrgeiz war in ihm jedoch noch immer nicht abgeflaut, sodass er noch immer den alten Eifer in sich spürte, den er bereits im ersten Tag bemerkt hatte. „Tut mir Leid Herr, ihr verwechselt mich. Ich bin Knappe, kein Bursche vom Stall. Knappe der Ser Gawain drei Blumen.“ Er neigte kurz den Kopf, wusste er doch das Besuch der hier eintraf in fast allen Fällen einen hohen Titel inne hatte und es so nur löblich war, sich dementsprechend zu verhalten, auch wenn die Personen selbst mehr wie reisende Ritter aussahen, als hohe Adlige. Doch warum sollte man solche Leute einlassen? Doch die Schwerter an ihrer Seite, wie auch die Rüstungen sprachen letztlich für sich, sodass er davon ausgehen konnte, dass er es hier mit baldigen Gleichgesinnten zu tun hatte.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Aug 26, 2014 11:17 pm

Elijah hob die Brauen, als würde er Noah mit einem Mal erkennen und tatsächlich regte sich so etwas wie eine ferne Erinnerung in ihm. Der Name des Knappen lautete Noah Ronan und auch Adrianas kurze Beschreibung, welche aus einem "Wuschelkopf" bestanden hatte passte perfekt zu dem Jungen. Elijah wusste, dass Gawain der Anführer der Leibgarde ihrer Majestät war und Noah somit, auch wenn er es nicht zu wissen oder gar zu ahnen schien.
"Ihr seid Noah Ronan, nicht wahr?" fragte er schließlich leise und ein schmales Lächeln umspielte seine Lippen, welches zugleich freudig als auch entschuldigend aussah. Eben jenes Lächeln zeigte auch Gaston in dem Stück "Dreierlei Liebelei" als er erkennen muss, dass er stets mit einer anderen Zwillingsschwester das Bett geteilt hatte.
"Verzeiht bitte. Wenn ich euch erkannt hätte, so hätte ich euch nicht derart angeherrscht. Man hört viel über euch, sogar auf den Straßen. Knappe von Ser Drei Blumen zu sein, welch eine Ehre... ich hätte meine Schwerthand für solch eine Gelegenheit gegeben"
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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Aug 26, 2014 11:27 pm

Als er mit einem mal seinen Namen aus dem Mund eines anderen hörte, ohne das er sich auch nur vorgestellt hatte, schlug sein Herz einen Augenblick lang schneller und für einen Moment glaubte er, das er bereits ein vollwertiger Ritter war und das alles was noch fehlte der Schlag zu eben diesem wäre, schließlich erkannten ihn inzwischen sogar Besucher des Schlosses. Doch Gawain hatte ihn immer wieder ermahnt das er seine Höhenflüge für sich behalten sollte, hatten eben diese den alten Ritter doch mehr als einmal in peinliche Situationen gebracht, und so, wenn auch mit Mühe und unter größter Anstrengung, zeigte er nur ein verhaltenes Lächeln, neigte erneut den Kopf und erhob dann die Stimme. „Das ihr mich erkennt ehrt mich Ser Johann von Eichenstett und ebenso freut es mich euch kennen zu lernen, Thomas von Kaltstein.“ Er musterte die beiden Männer einen Augenblick lang, erkannte, durch das bisschen heraldische Wissen das ihm Gawain vermittelt hatte, jedoch keines der großen, bekannten Ritterwappen. „Nun eure Namen wiederum sind mir, so Leid es mir tut nicht bekannt. Ich bin sicherlich nicht der mit dem ihr Sers reden wollt, doch darf ich dennoch fragen warum ihr den weiten Weg hierher in den Norden unternommen habt?“
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Aug 26, 2014 11:39 pm

"Ich nehme es euch nicht übel" erklärte der falsche Von Eichenstett großzügig. "Mein Vater war ein armer Ritter und starb vor etwa einer Spanne doch ehe er ins Jenseits eintrat schlug er mich noch zum Ritter. Doch habe ich sonst nicht Besitz in dieser Welt und hoffe an diesem Hof dank Minne ein wenig Ansehen zu gewinnen" erklärte er dem Jüngeren und fuhr sich über die unrasierte Wange.
"Doch ich bin mir sicher, dass wir viel voneinander lernen können. Ihr scheint kaum Jünger zu sein als ich, wenn mir diese Bemerkung erlaubt ist. Und immerhin lernt ihr unter einem Berühmten Ritter, ich bin mir Sicher ein Erfahrungsaustausch wäre für beide Seiten einträglich" erklärte er dem anderen und klopfte diesem auf den Rücken.
"Aber ansonsten habe ich keine genauen Vorstellungen. Vielleicht kann ich in die Dienste eines Lehnsherren treten, aber dieser Gedanke liegt noch fern. Einige Morgen Land wären schon ausreichen für mich"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Aug 26, 2014 11:52 pm

Es war inzwischen erstaunlich kühl geworden und wann immer sie das Innere des Schlosses verlassen hatte, schauderte Adriana und lenkte den Blick hinauf zu dem trüben Himmel, der über ihnen prangte und an dem die dunklen Wolken das Licht der Sonne verdeckten. Die Zauberin war vor zwei Tagen wieder in Ceunon angekommen und war seither damit beschäftigt gewesen, die Briefe zu beantworten, die liegen geblieben waren und die zu einem großen Teil die Warenlieferungen an die Akademie zu regulieren, neue Vorräte für die kalten Monate dort einzulagern und den Entwicklungsberichten der Schüler zu widmen, die ihr von den Lehrern dort gesandt wurden und aus denen die potenziellen Unterstützer im Kampf heraus gepickt werden sollten. Umso dankbarer war sie nun darüber gewesen, sich selbst ein klein wenig Freiraum nehmen zu können, um hinaus an die frische Luft zu gelangen. Ihr Blick glitt von dem Himmel hinüber zu den Bäumen, die nach und nach ihr grünes Blattwerk verloren und von dem nahenden Winter sprachen, den sie bereits jetzt schon in dem kalten Wind spüren konnte, den sie durch ihre langen Haare streichen spürte.
Dann allerdings drangen leise Stimmen an ihr Ohr - zwei durchaus vertraute Stimmen, die ein Lächeln auf ihre Züge brachten, das nur unter Zwang wieder davon verschwinden wollte und der gewohnt neutralen Miene wich, die sich sonst stets auf ihren Zügen wiederfand, wenn sie mit anderen sprach. Sie hatte damit gerechnet, dass Elijah hier bald auftauchen würde, war allerdings davon überrascht, dass er sich bereits nach einer so kurzen Zeit hier mit ausgerechnet Noah Ronan angefreundet hatte, wenngleich ihm diese Freundschaft wohl auch durchaus zum Vorteil gereichen würde. So lenkte sie langsam ihre Schritte zu den beiden jungen Männern hinüber und neigte sanft den Kopf, um sie zu begrüßen. "Wie mir scheint, zieht die neue Hauptstadt des Reiches zahllose neue Gäste an. Seid willkommen in Ceunon, Ser."
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 12:01 am

Einen Augenblick lang hatte sich Noah gänzlich dem wunderschönen Wesen der Frau hingegeben, die sich genähert hatte. Er hatte ihr nicht umsonst die Minne dargebracht, nachdem Gawain ihm diese über mehrere Tage hinweg beigebracht hatte, oder zumindest die Grundzüge davon und Noah der festen Überzeugung gewesen war, er müsse dies nun selbst einmal ausprobieren. Er hatte eine Weile lang mit sich gehadert wen er wählen sollte. Natürlich war ihm zu aller erst Ileana in den Sinn gekommen, doch war diese zum einen eine Königin und zum anderen bereits in den Händen eines Mannes und beiden geziemte sich, wie Gawain mehrmals wiederholt hatte nicht. Vermutlich hatte er bereits damit gerechnet das er zuerst auf die derzeit herrschende Königin kommen würde, das er sich nun stattdessen jedoch die Frau heraus gesucht hatte, die derzeit die Magierakademie leitete, war ihm vermutlich genauso wenig in den Sinn gekommen. Doch es machte für Noah nur Sinn, denn sie war, neben Ileana und der einzigartigen Elfenfrau, eine der schönsten Frauen die er bisher gesehen hatte. Zudem war sie nicht verheiratet, noch hatte sie einen Geliebten, Versprochenen oder Angebeteten und sie kannten sich sogar, wenn auch nur flüchtig.
Seine Versuche waren, um es freundlich auszudrücken, redlich gewesen, mehr jedoch nicht. Er hatte das was sein Herr ihn gelehrt hatte versucht mit so viel Anmut und Freude wiederzugeben wie er nur konnte. „Frau Fiorenza.“ Er neigte den Kopf und deutete in die Richtung der Ritter neben ihm. „Darf ich ihnen vorstellen, Johann von Eichenstett und Thomas von Kaltstein.“
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 12:08 am

Elijah verneigte sich bei der Nennung seines falschen Namens und raffte zugleich mit einer beiläufigen Handbewegung den Umhang, welcher einen galanten Faltenwurf zeigte. Es hatte ihn in seiner Kindheit etliche Stunden der Übung gekostet die Verbeugung einzustudieren und ganz besonders Stolz war er auf die Handbewegung - sie war sehr wichtig wenn man seinen Mantel richtig raffen wollte und umso wichtig war es, dass diese Handbewegung nicht verkrampft oder einstudiert wirkte. Eine verteufelt schwere Kunst, wie er sich eingestehen musste.
"Mylady" flüsterte er leise, beinahe Heiser und wagte es ihr nicht in die Augen zu schauen während er ihrem Blick immer wieder galant und höflich auswich. "Es ist mir eine Freude die Hofmagierin kennen zu lernen. Ich habe viel über euch und eure magischen Künste gehört. Doch eure Schönheit konnte in keinem der Berichte auch nur annährend beschrieben werden." erklärte er und lächelte ein schüchternes Lächeln.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 12:18 am

Ihr entging durchaus der Blick nicht, mit dem Noah sie bedachte und den sie wie üblich lediglich mit einem zurückhaltenden Lächeln quittierte. Der Junge hatte sich während der letzten Monate in der Minne geübt und hatte sie zuvor noch geglaubt, sie sei lediglich sein erwähltes Opfer der Übung gewesen, so hatte er sich dennoch keiner anderen Frau zugewandt - im Stillen war sie Ser Gawain dankbar dafür, dass er seinen Knappen zurückhielt und ihn stets erneut darauf aufmerksam machte, dass sie für ihn ebenso wenig erreichbar war, wäre doch sie selbst sonst in die Verlegenheit gekommen, den Jungen davon abzubringen. Sie hatte sich stets bei Noah bedankt, hatte ihn allerdings auch immer wieder höflich und schmunzelnd zurück gewiesen, in der Hoffnung, eines Tages würde eine der anderen jungen Damen seines Alters seine Aufmerksamkeit erregen. Sie war älter als er, er lediglich ein junger Knappe, der in ihren Augen mehr Kind, denn Mann war und nachdem sie Elijah kennen gelernt hatte, der nun als falscher Ritter vor ihr stand und ihr Komplimente machte, war es gänzlich undenkbar für sie geworden, sich für einen anderen zu erwärmen, geschweige denn ihm überhaupt eine Chance zu lassen.
"Wie mir scheint bin ich in diesen Landen weit bekannter, als es mir oftmals lieb ist", lächelte sie lediglich sacht über die Worte des vermeidlich Fremden und neigte noch einmal dankbar den Kopf ein Stück weit während sie sich um Zurückhaltung bemühte. "Allerdings fürchte ich, dass ich hinter den unzähligen Berichten weit zurückbleibe, die Ihr gehört zu haben scheint, Ser Eichenstett", setzte sie noch nach ehe sie sich wieder Noahs erinnerte, welcher noch immer neben ihr weilte und den sie nicht gänzlich aus diesem Gespräch ausschließen wollte, um nicht noch unnötigen Verdacht zu erregen, den sie hier nun wahrlich nicht gebrauchen konnte. "Der junge Ser Ronan wird Euch sicherlich das Schloss zeigen können. Er kennt sich hier aus wie kein anderer, so gern ich auch meine Zeit gemeinsam mit den Herren verbringen würde, so sehr halten mich meine Pflichten im Griff. Ich hoffe allerdings, wir werden Eure Anwesenheit in der Hauptstadt noch ein wenig länger genießen können", setzte sie dann nach ehe sie sich höflich von den beiden verabschiedete, um sich umzuwenden. Elijah würde mit Noah genug zu tun haben, sie musste es ihm nicht noch schwerer machen als es ohnehin schon war.
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 12:28 am

"Ich danke euch" erklärte Elijah und verbeugte sich noch einmal tief ehe er Adriana hinterher sah während sich diese langsam entfernte. Ein kurzes, knappes Lächeln spielte sich auf seinem Gesicht ab während er sich noch einmal über die nunmehr ermüdeten Augen fuhr. Ihr nicht in die Augen zu sehen war anstrengender gewesen, als er zuerst vermutet hätte
"Adriana Fiorenza?" fragte er schließlich leise in Noahs Richtung und sah diesen freundlich an. "Welch eine wunderschöne Frau" erklärte er zu dem Jüngeren gewandt und wandte schließlich von ihr ab um sich gänzlich auf den jüngeren Ritter vor sich konzentrieren zu können.
"Sagt hält bereits jemanden für Madame Fiorenza bereits die Minne? Möglicherweise habe ich gerade eine Möglichkeit gefunden wie ich meine Stellung bei Hofe ein wenig festigen kann. Sie scheint mir eine wunderbare Frau zu sein"
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 12:39 am

„Ich selbst biete ihr meine Minne dar.“ Der Tonfall des jungen Mannes wurde mit einem Mal ein Stück weit ernster und auf seinem Gesicht verschwand sein Lächeln, welches er zuvor wegen der netten Worte gezeigt hatte. Doch dann wiederum erinnerte er sich daran, was Ser Gawain ihm immer und immer wieder eingebläut hatte. Dass er die Minne lieber bei einer Frau seines Alters suchen solle. Er verstehe durchaus das Frau Fiorenza eine Frau sei, der Mann allzu leicht erliegen könne, strahle allein ihre Art doch schon eine gewisse Schönheit aus, und sie selbst hatte immer wieder bestätigt wie Schmeichelhaft seine Minne ihr gegenüber war, doch war Ser Gawain ebenso wenig daran müde geworden zu wiederholen, dass allein aufgrund des Altersunterschieses von beiden keine Liebe aufgrund der Minne aufkommen konnte. In gewisser Weise hatte er dies inzwischen akzeptiert, doch wollte er dennoch nicht die Vorstellung in seinem Kopf behalten, das ein anderer statt seiner nun vor der Magierin kniete und Erfolg hatte, wo er gescheitert war.
Der unangenehme Geschmack vergangener Erlebnisse kam in ihm auf, denn ähnliche Situationen hatte er bereits einmal erlebt. Doch von alledem wollte er sich in diesem Moment freisagen. Man hatte ihn damit beauftragt den zwei fremden Rittern das Schloss zu zeigen und eben dies würde er tun. „Und wie mir Frau Fiorenza selbst mehrere Male bestätigte, finde sie durchaus Gefallen daran.“ Warf er schließlich dennoch ein, auch wenn er sich für einen derartigen Hochmut im nächsten Moment bereits auf die Zunge biss.
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 8:53 pm

"Tatsächlich?" fragte Elijah und hob seine Augenbrauen ein kleines Stück, bemühte sich dabei seiner Stimme einen Ton der erfreuten, wenngleich auch unsicheren Überraschung zu verleihen. "Ich würde euch ja beneiden, doch fürchte ich ist diese Art der Minne frustrierend für euch. Ich meine, der Minne der hohen Kunst wegen darzubringen ist schön und gut - aber den wahren Nutzen findet sie doch erst, wenn ihr eine Frau wahrhaft bezirzen könnt. Und ich bin mir sicher, dass sich davon einige am Hof finden lassen" er tippte sich gegen den Mund, so als müsse er ernsthaft nachdenken, ehe sich ein breites Lächeln auf sein Gesicht gesellte. "Ich mache euch einen Vorschlag - ich helfe euch dabei die edlen Damen heraus zu suchen, die euch im Nu verfallen werden und dafür schenkt ihr mir das Geheimnis welche Lieder und Gedichte die Gunst von Frau Fiorenza erhalten haben" er klopfte dem jüngeren auf die Schulter und füllte dabei seine Rüstung mit so viel Selbstsicherheit aus, dass selbst diese schon beinahe zu Klein schien. Dabei war das metallene Gerüst ihm bestimmt einige Centimeter zu groß.
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 9:03 pm

„Nein Ser, nein vielen Dank auch. Ich weiß euer Angebot durchaus zu schätzen, ja wirklich das tue ich, doch lehrte mich mein Herr dass die Minne etwas ist, das man nicht leichtfertigt nutzt um, wie ihr es ausdrückt, Frauen zu bezirzen. Es ist dazu da um einer Dame eine besseres Gefühl zu geben, sie dazu zu bringen, sich einen Augenblick lang wie eine Dame in den alten Geschichten fühlen zu können.“ Auch wenn das meiste davon mehr eine freie Interpretation als ein wahrhaftiges Zitat von Gawain war, so glaubte Noah trotz allem den Inhalt den er ihm damals vermittelt hatte, gut widergegeben zu haben. Er hatte ihn vor solcherlei Rittern stets gewarnt, oder vielmehr davor gewarnt, selbst zu einem solchen zu werden. Männer, die ihren Titel als Ritter nur dazu nutzten, um schneller zwischen die Schenkel von leichtgläubigen Mädchen zu gelangen, oder aber um Ländereien bitten zu können, im Zuge für ihre Treue, die jedoch meist nicht sonderlich viel wert war. Zwar glaubte Noah nicht das Adriana eine der Damen war die sich leichtfertig auf so etwas einließ, doch keimte dennoch die Wut in ihm auf, über die dreisten Worte und die, sich nun erkennbar machende, arrogante Natur des Ritters neben ihm.
„Die hier sind die Quartiere der Bediensteten, direkt daneben sind die meisten der Gästequartiere, so auch euers nehme ich an. Es gibt noch vereinzelt Quartiere weitaus tiefer im Schloss, doch sind diese in der Regel für Fürsten oder Könige anderer Länder gedacht.“
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 9:12 pm

Elijah hatte nicht schlecht Lust Noah grün und blau zu schlagen, ob des Tonfalls die der andere ihm gegenüber anschlug. Wäre er jemand anderes gewesen, hätten sich seine Augen verengt und er hätte den Jungen am Kragen gepackt. Doch er war nicht jemand anders und so blitzten nicht einmal seine Augen wuterfüllt auf. Er ließ die Schulter hinunter sacken, und sein eigenes Lächeln, welches er zuvor wie einen Orden auf seiner Brust getragen hatte bekam Risse wie ein Ei, ehe es zerbarst. Mit einem Mal wirkte er wesentlich Jünger und er mahlte mit den Zähnen, ehe er - zerknirscht wie er aussah den kurzen Moment des Schweigens unterbrach.
"Bei Gott verzeiht, dass ich euch gekränkt habe. Ihr habt natürlich recht." flüsterte er leise, so das nur Noah ihn verstehen könnte und warf den Mantel des Geheimnis über ihre jetzige Situation, so als würde er Noah ins Vertrauen ziehen. "Meiner Treu, ist mir das jetzt peinlich" die Röte schoss ihm ins Gesicht, wenngleich dies auch nicht sonderlich einfach zu bewerkstelligen gewesen war. "Ich bin erst seit knapp einer Spanne Ritter müsst ihr wissen... mein Vater hat mr auf dem Sterbebett den Ritterschlag erteilt, obwohl ich nicht einmal voll ausgebildet war. Ich habe nicht mehr als das was ich am Leib trage. Ich dachte... das ich hier am Hof mein Glück machen konnte und jetzt führe ich mich hier auf wie der letzte lüsterne Höfling. Das ist wirklich nicht ritterlich... es hätte mir klar sein müssen, dass ihr viel zu Edle dafür seid. Immerhin ist Ser Gawain Drei Blumen euer Ritter" er kaute auf seiner Lippe. "Verzeiht meinen plumpen Versuch euch für mich zu gewinnen Ser" flüsterte er schließlich leise. "Ihr seid der einzige den ich hier kenne und werdet wohl auch der einzige sein, der mich nicht mit verachtung straft - als Ritter ohne Land und Ruf bin ich nicht viel mehr als ein Bettler bei Hofe"
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 9:24 pm

Ser … in Bezug auf ihn nehmend, klang dieses Wort so fremd wie der Titel eines Königs. Er war kein Ser, noch nicht einmal ansatzweise und es würde noch einige Jahre dauern bis er den Ritterschlag erhalten würde. Nur zu seinem besten wie Gawain mehrmals wiederholt hatte, denn würde er ein vollwertiger Ritter sein und sich einen seiner Faux Pas erlauben, so würde er vermutlich nicht einfach Prügel von Jemandem beziehen oder eine Strafarbeit ausführen müssen, sondern er würde in vielen der Fälle Strafzahlungen leiste und gar hängen müssen. Der damalige Vorfall mit Coreen war ein gutes Beispiel für seinen Leichtsinn, denn wäre er zu diesem Zeitpunkt ein vollwertiger Ritter gewesen, so hätte er vermutlich mit einer weitaus härteren Strafe rechnen müssen, vielleicht sogar mit dem Henker. Doch über derart trübe Dinge wollte er sich keine Gedanken machen, viel lieber wollte er diesen Augenblick genießen in welchem man ihm einen Titel einverleibt hatte, den er noch gar nicht besaß. „Ich danke euch für diese netten Worte. Und in Unwissenheit liegt keine Schande, etwas Derartiges kann jedem von uns passieren und eure Aufrichtigkeit zeichnet euch als guten Menschen. Es gibt hier zahlreiche Frauen um deren Gunst ihr bitten könnt, Johann und wenn ich euch dabei helfen kann, so werde ich dies gern tun. Und macht euch keine Sorge, euer Geheimnis ist bei mir sicher aufbewahrt.“
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 9:55 pm

Elijah verneigte sich knapp vor Noah und schenkte dem Jungen ein aufmunternd ehrliches Lächeln. "Ich danke euch" erklärte er leise und nickte ehe er einen ausladenden Blick über den großen, geschäftig wirkenden Innenhof warf. Überall liefern Diener und Pagen umher. Ritter übten sich im Schwertkampf, Wachen patroullierten auf den Wehrgängen und warfen allen Leuten auf dem Hof misstrauische Blicke zu.
"Nun, wenn ich euch um einen gefallen bitten dürfte" fragte er und schrägte den Kopf ein wenig an. "Könnt ihr mir möglicherweise einige edle Herrschaften und vielleicht die ein oder andere Dame nennen, welche mir in meiner Not beistehen kann? Vielleicht einige Gepflogenheiten des Hofes oder nunja.... Ratschläge? Vielleicht kann ich auch jemanden den Lehnseid schwören, irgendwo einige Morgen Land bekommen oder ähnliches. Wer könnte mir dabei helfen? Ich bin mit dem Geplänkel der Politik gänzlich unvertraut wenn ich ehrlich sein soll"
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 10:10 pm

Noahs Augen huschten über die Anwesenden Personen, deren Namen er wenn überhaupt nur Flüchtig in seinem Bewusstsein hatte, zu kompliziert waren die meisten der Titel. „An diesem Hof gibt gut zweihundert Adlige, die sich jeden Tag ihre eigenen kleinen Machtkämpfe bieten. Wen genau ihr darum um den Lehnseid bitten solltet … nun ich selbst legte meinen Eid bereits ab, kurz nachdem ich zum Knappen ernannt wurde. Oder … versprach ihn vielmehr, wenn man es legitim ausdrücken möchte.“ Er bedeutete den anderen schließlich mit einer kurzen Handbewegung an ihm zu folgen, doch musste er über das kurze, zögerliche Verhalten des Ritter seinen Augenblick lang schmunzeln. Er wirkte von all den fein gekleideten Leuten ein wenig irritiert, was er selbst nur allzu gut verstehen konnte, hatte er, als er neu am Hof gewesen war, doch ähnliche Probleme gehabt. Nun jedoch war er ein festes Mitglied der Gemeinschaft, viele dieser Leute kannten seinen Namen, nun oder wussten zumindest zu welchem Herren dieses Gesicht hörte. Eärwen hatte in ihrer beider Korrespondenz des Öfteren erwähnt, wenn er ihr über solcherlei Dinge berichtet hatte, das diese Widererkennung einzig und allein an seinem schwarzen Wuschelkopf lag, woraufhin er stets geantwortet hatte, dass dies nur ein weiterer Grund sei die Haare nicht auf eine unangemessene Länge zu kürzen.
„Und wenn ihr einer Dame eure Gunst erweisen wollt, so fangt am besten mit ein paar der Kleinadligen Damen an. Viele ihrer Väter besitzen ganze Ländereien die für diesen Abschnitt des Landes aufgrund der Viehzucht und der Landwirtschaft unersetzlich sind.“
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 10:24 pm

Elijah nickte, schien das ganze Wissen in sich aufzusaugen wie ein Schwamm, während er neben dem Jüngeren einher glitt. In Wirklichkeit jedoch prägte er sich den Grundriss des Gebäudes ein, sollte er einmal in aller Heimlichkeit hier auftauchen oder gar verschwinden müssen. Er besah sich die Stallburschen, welche wohl für ein wenig extra Geld den ein oder anderen Gefallen tuen würden. Es war erstaunlich welche gut funktionierende, eigene kleine Infrastruktur dieses Schloss bildete. Es war die Darstellung der großen Welt draußen - und das in einer kleinen Welt im Inneren.
Beinahe soetwas wie Zweifel kamen in Elijah auf - all dies würde in Folge seiner Pläne in sich zusammen stürzen, dessen war er sich schmerzlich bewusst. Aber andererseits benötigte es diese Opfer und die Menschheit, dessen war er sich sicher, würde wieder aus der Asche ihrer Zivilisation neu entstehen und noch weitaus größere Taten vollbringen als jemals zuvor. Wenn sein Plan erst einmal umgesetzt war, würde es ein Paradies geben. "Sagt" meinte er schließlich zu Noah, "stimmt es das Lady Adriana eine Zauberin ist? Und das sie nicht die einzige Magierin bei Hofe ist? Ich meine, sind es nicht nur Geschichten? Wirken sie richtige, echte Hexerei?" fragte er im Tonfall des naiven Ritters aus der Provinz
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 10:37 pm

„Nun das Wort Hexerei trifft das, was Frau Fiorenza vollführt nicht einmal ansatzweise. Es klingt negativ und boshaft, doch das was diese Dame tut ist den Menschen hier zu helfen. Natürlich ist sie keine Heilerin, sondern in erster Linie Hofzauberin, doch wenn sich Menschen mit allzu schweren Gebrechen anfinden, so hilft sie ihnen nicht selten mit ihrer einzigartigen Kunst der Zauberei. Darüber hinaus hat sie, zusammen mit dem Herrscher dieses Landes die erste Akademie für Magier in diesem Land erbaut.“ Zu Anfang war er selbst noch besorgt gewesen, aufgrund der vielen, ausgebildeten Magier die es einst in diesem Land geben würde, doch hatte seine Minne zu Adriana die Scheu vor der Magie ein Stück weit genommen. Dazu kam der immer stärker werdende, kulturelle Einfluss aus Aurea, was angesichts ihres derzeitigen Herrschers jedoch nur sinnvoll und gleichzeitig abzusehen war. Magie wurde schon früher als Gabe betrachtet, doch als Gabe, die ausgestorben war und die so selten war wie ein Lupenreiner Diamant oder ein vierblättriges Kleeblatt. Durch all diese Neuerungen jedoch hatte man nun eine Gruppe von Menschen gefunden, die behandelt wurden als wären sie die Elite des Landes und als würde auf ihnen die Zukunft aller ruhen.
Vor allem dies ließ ihn immer noch ein wenig stutzig über die Magier denken, die, wenn man sie einmal außerhalb ihrer Akademie antraf, nicht selten mit Arroganz und ihrem verschobenen, kryptischen Wissen auftrumpfen wollten. „Die Akademie befindet sich ein paar Meilen von der Stadt entfernt. Vieles davon ist noch im Aufbau, doch die derzeitige Zahl an Schüler kann man dort bereits unterrichten und in den angrenzenden Gebäuden auch unterbringen.“
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 10:44 pm

Elijah hörte sich die Erklärung des Jungen Gewissenhaft an, nickte wenn es passend war und setzte einen angemessenen, nachdenklichen Gesichtsausdruck auf während sie gemeinsam über den Hof schritten und Noah immer wieder kleine Informationen ob ihres derzeitigen Standorts preisgab. Noah hatte Respekt vor Magiern, das sah man ihm an aber Elijah glaubte einen zittrigen Unterton in seiner Stimme gehört zu haben. Es war keine Verachtung, auch Angst war nicht das richtige Wort. Jener Klang in der Stimme glich einem seltenen Gewürz in einer bekannten Speise. Es war kaum auszumachen, aber dennoch spürte man das etwas anders war und es anders schmeckte als üblich. Schließlich kam Elijah dahinter - dieser Ton in der Stimme war Missbilligung. Wie passend für einen Knappen, der mit siebzehn immer noch weit entfernt vom Ritterschlag war. Doch Johann von Eichenstett dachte nicht derart schlecht über Noah und so wandte er sich an den Jüngeren. "Ich weiß nicht. Die Magie mag von Gott gegeben sein, aber mich fröstelt bei dem Gedanken, dass es dot draußen eine Energie gibt, die unser Leben ändern kann. Es ist gut, dass die Magier damit umzugehen lernen, nicht auszudenken was bei einem Fehlschlag geschehen könnte... wenn ich beim Üben nicht aufpasse kann ich mich mit dem Schwert verletzen, aber die magie - sie erscheint mir schärfer als meine Klinge. Wie seltsam und ungewöhnlich..."
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 10:58 pm

„Nun ich weiß nicht, sicherlich ist es eine Kraft die eigentlich keinem von uns zusteht. Ich meine niemand von uns ist befugt über das Leben oder den Tod eines anderen zu urteilen und Magier, Magier haben die Macht über tausende von Leben und dem Bruchteil von Sekunden zu urteilen. Doch gibt es bei ihnen keine Soldaten, wie etwa bei einem wahnsinnig gewordenem Herrscher, die sich aus ihrer Ehre heraus gegen ihre Befehle auflehnen. Magier müssen niemanden Rechenschaft ablegen, sie haben die Kraft von tausenden Männern in sich. Aber trotzdem..“ Er zuckte mit den Schultern, unwissend ob das was er sagte überhaupt Anklang bei dem anderen finden würde. „Trotzdem sind Sie ein Teil von uns und wir müssen lernen, mit ihnen zu Leben. Es gibt so vieles auf dieser Welt das Menschen dahin rafft und das wir nicht beeinflussen können, die Magie hat noch den Vorteil, dass sie letztlich von Menschen ausgeführt wird und das die Magie somit Gnade kennt. Flutwellen, Beben bei denen die ganze Welt erzittert oder Stürme hingegen schert es wenig wie viele dabei sterben und das Wort „Nächstenliebe“ ist keiner der Naturkräfte bekannt, bis auf die Magie, wenn auch nur durch uns einfache Menschen. Vielleicht … vielleicht fand ich deswegen Gefallen an Frau Fiorenza. Daran ihr die Minne darzubieten, ihre Schönheit und Anmut zu besingen. Zweifelsfrei ist sie eine schöne Frau, doch ihr Mut und ihre Stärke sind das, was wahrhaft einzigartig ist.“ Als er seine Ausführung schließlich beendet hatte, nahm er auf einer der steinernen Bänke, abseits der großen Gärten Platz. „Verzeiht wenn ich über Dinge rede die mich weder betreffend, noch das ich gut genug über sie Bescheid weiß um darüber zu urteilen.“
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 11:08 pm

"Es gibt nichts zu verzeihen, junger Freund. Ich bin in keinster Weise befähigter als ihr über solcherlei zu Reden. Wir sind beide ganz normale Menschen. Ich gebiete über mein Schwert und mein Pferd, wenn es einen guten Tag hat. Stürmen oder Erdbeben zu beschwören gehört wahrlich nicht zu meinem Handwerk" erklärte Elijah achselzuckend.
So dachte der Junge also - Magie sollte nächstenliebe kennen. Was für eine Torheit. Magier mochten Nächstenliebe kennen, aber sie kannten auch Hass und Verachtung. Bosheit und unendliche Schrecken. Von allen Tieren auf dieser Erde war der Mensch der einzige, welcher so etwas wie Grausamkeit erschaffen konnte. Ein Löwe wollte fressen und ein Wirbelsturm zerstörte, das war nunmal ihre Natur - doch die Magie. Sie verdarb. Selbst die edelsten Gemüter konnten im Zorn schreckliches beschwören. Niemand war davor gefeit von dem Hass und der Macht verschlungen zu werden. Magie war eine verführerische Frucht - eine Gabe, welche ihren Opfern mehr abverlangte als sie ihnen zurück gab. Und wenn sie in die falschen Hände geriet....
Es mochte stimmen, ein Erdbeben konnte man nicht aufhalten aber einen Magier der finstere Mächte anwandte konnte gezielter und grausamer zuschlagen als jede natürliche Katastrophe. Wenn die Magie verschwand würden sich nicht alle Probleme der Welt in Luft auflösen, aber es würde nicht mehr Möglich sein dunkle Wesenszüge in die Wirklichkeit zu malen. Und immerhin gab es einige Theorien, dass Erdbeben und Wirbelstürme ebenso ein Nebeneffekt der Magie waren - wenn nicht sogar herbei beschworen.
"Erzählt mir von der Königin, wenn dies nicht zu anmaßend ist. Worauf sollte ich achten wenn ich vorspreche?"
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 11:22 pm

„Die Königin…“ Er überlegte einen Augenblick lang und strich sich die wirren Haare, die ihm teilweise bereits in Gesicht gefallen waren zurück, rückte den Schwertgurt an seiner Seite ein wenig zurecht und fing erst dann wirklich an, seine Gedanken zu ordnen. Wenn er ehrlich war konnte er nicht wirklich rational von Ileana sprechen, sie war seit jeher seine Bekannte, seine Freundin gewesen und würde es auch immer bleiben, auch wenn inzwischen eher ihr Titel vorherrschte, zumindest wenn beide sich vor dem Hofstaat sahen. Doch selbst abseits davon hatte ihr Titel Spuren hinterlassen, doch wirklich verdenken konnte er ihr es nicht. Jeder Mensch veränderte sich von Zeit zu Zeit, das einzige was er sich von Zeit zu Zeit wünschte wäre, das damals in Gil`ead einiges anders verlaufen wäre, das sie beide noch immer dort wären und versuchen konnten, aus Vraels Aufsicht zu entkommen. Doch es war unreif gewesen, unreif, dumm, verantwortungsvoll und gefährlich, egal wie sehr er diese verklärte Erinnerung auch schätzte. „Nun sie ist eine barmherzige Frau Johann und allein das ist bereits Einiges Wert wenn man bedenkt in welchem Status sie sich befindet. Nun … ich glaube ich muss euch nicht den üblichen Vortrag über die noblen Charakterzüge nennen die man ohnehin bei seiner Königin erwähnen würde, nein. Ich vertraue euch und erspare euch also diesen Teil der Beschreibung. Was ich euch an Hinweisen geben kann ist … erwähnt nicht ihr Alter, erwähnt nicht die Velaryons und wendet alle wichtigen Fragen an ihren Gatten, so zumindest wurden die meisten der Anfragen in letzter Zeit behandelt.“
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Aug 27, 2014 11:33 pm

"Soso" meinte Elijah und schwieg für einen kurzen Moment. Er solle sich also selbst ein Bild von allem machen während ihr Gatte - der Magier sämtliche Macht auf sich zentriert zu haben schien. Ob dies nun aus seinem Willen geschehen, der Tatsache das er ein Mann, älter oder Magier war vermochte er nicht zu sagen doch genau dies würde er wohl noch herausfinden müssen. Doch auch Noahs Beschreibung, welche wenig schmeichelhaft war merkte er sich bis ins Detail.
"Nun also ich soll weder auf ihr Alter noch auf feindliche Adelshäuser anspielen. Ich denke das wird zu machen sein" erklärte er lächelnd, während sie durch einen der Säulengänge schritten. "Es heißt ihre Gnaden wäre die schönste Frau der Welt" erklärte er und nahm zwei Äpfel aus einem Korb, den ein Diener gerade vorbei trug und reichte einen von den Beiden Noah.
"Wenn auch nur die Hälfte von dem was man über sie sagt stimmt, so müssen sich reihenweise Männer in sie verliebt haben. Man hört, manch ein verschmähter Liebhaber soll sich aus dem Turmfenster gestürzt haben"
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