Foren Rollenspiel

Ein seit 2010 bestehendes Rollenspiel, das von der Vorstellungskraft seiner Nutzer lebt.
 
StartseiteStartseite  PortalPortal  AnmeldenAnmelden  Login  

Austausch | 
 

 Innenhof

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
AutorNachricht
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Okt 08, 2014 9:31 pm

Sie waren einige hundert Meter vor dem Schloss gelandet, da Anwar - jenes riesige und anmutige Geschöpf keinen Platz in den kleinen Festen der Menschen gefunden hätte. Und so waren Sie - Caladhiel, Korgam und er - unter lautstarkem Protest des Kurzbeinigen die letzten hundert Meter gelaufen, ehe Aiko von einer aufgeregten Wache in Empfang genommen wurde, statt wie erwartet von einem kleinen Trupp. "Herr, wie gut das ihr hier seid. Ich habe schreckliche Neuigkeiten Majestät - Brandon Velaryon... er ist in euer Turmzimmer eingebrochen und hat sich von dort hinab gestürzt. Einige der Wachen haben ihn gefunden - er ist sehr schwer verletzt und noch immer nicht erwacht. Die Medicae sagen, dass es nun an den Göttern liegt ob er überlebt. Und die Königin nun... sie ist geschockt. Ser Alvias bewacht sie gerade und sorgt um ihr Wohlergehen"
Alle Farbe war aus Aikos Gesicht gewichen und seine Fingerspitzen fühlten sich seltsam taub an. "Ich muss sofort zu ihr" flüsterte er leise.
Nach oben Nach unten
Elijah Chamberlain

avatar

Anzahl der Beiträge : 172
Anmeldedatum : 24.08.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Okt 13, 2014 12:00 am

"Hey Kleine - beruhig dich erstmal. Vergiss nicht zu atmen, in Ordnung?" fragte Elijah leise und liebevoll. Er konnte sich vorstellen wie glücklich Adriana sein musste. Sie hatte sich ihm offenbart, hatte ihm erzählt was sie wusste, was ihr widerfahren war und nun ihre Hoffnung erfüllt zu sehen erfüllte ihn ebenso mit Freude wie sie. Wenn er sich vorstellte wie er reagieren würde, wenn seine Eltern mit einem Mal die Tür öffnen würden - aber nein, natürlich würden sie nicht die Tür öffnen. Sie waren tot und verdammt. Elijah fuhr sich über den Bart hob dann jedoch langsam die Hand.
"Ich liebe dich und das mehr als alles auf der Welt und glaub mir keiner kann dich besser verstehen als ich" erklärte er ihr und fuhr sich durch die Haare. "Aber wir sollten erst einmal rausfinden was seine Intentionen sind - ich will ihm nciht vorwerfen und ja die Vermutung an alles liegt nahe aber - lass uns erst einmal vorsichtig agieren. Versprich mir das!"
Nach oben Nach unten
Adriana Fiorenza
Nsc
avatar

Anzahl der Beiträge : 304
Anmeldedatum : 22.04.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Okt 13, 2014 12:09 am

"Elijah, er hat es damals versprochen. Er hat versprochen, mich zu befreien und auf mich aufzupassen ...  er hat es versprochen, Elijah. Was ist mit allem, was passiert ist? Da waren Jäger hier, die mich holen wollten und die getötet wurden, weil sich einer von ihnen besonnen hatte - der Attentäter, den wir gesehen haben, unsere Absolution. Das alles kann doch nicht einfach so getan worden sein ... wieso sollen wir vorsichtig sein?", versuchte sie ihm hängeringend klar zu machen, wanderte immer wieder von der einen Seite zur anderen, darum bemüht ihre Stimme so leise sein zu lassen, damit niemand sie hören konnte. Die leise Stimme der Vorsicht ermahnte sie dazu, sich zurück zu halten, es niemanden wissen zu lassen, damit sie selbst nicht zum Spielball wurde und sich nicht zu leicht auf möglicherweise falsche Hoffnungen zu verlassen, aber sie war zu leise als dass ihr Geist sich wirklich auf diese Mahnungen einlassen würde. Alles, was sie wollte, war jetzt dort hinein zu platzen und all das zu offenbaren, ihren wirren Gedanken Raum einzuräumen und zu fragen, ob es die Wahrheit war - ob diese Erinnerungen in ihr echt waren und ob sie nach Hause gehen konnte, gemeinsam mit Elijah, damit dieser Alptraum endlich ein Ende haben würde.
"Elijah ...", begann sie erneut und ließ sich auf eine der Bänke sinken, griff nach den Händen des Geliebten und lächelte ihm zu. "Mein Herz ...Wir können nach Hause. Gemeinsam. Wir müssen nicht mehr weglaufen."
Nach oben Nach unten
Elijah Chamberlain

avatar

Anzahl der Beiträge : 172
Anmeldedatum : 24.08.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Okt 13, 2014 12:16 am

Die Worte zerrissen sein Herz. Nach Hause wie bitter diese Worte in seinen Ohren klangen. Das Haus seiner Kindheit war zerstört - das Anwesen das er sich aufgebaut hatte hunderte Meilen fort, verlassen und im Nebel versunken und jenes Zuhause von dem Adriana sprach hatte er selbst noch nie gesehen. Er wollte ja auch das es wahr war - vielleicht war es das sogar. Doch was noch viel tiefer in all dem Verborgen lag war das Wissen was geschehen würde, wenn sie sich offenbarten. Alagaésia würde sie als Spielball benutzen wenn es notwendig werden würde - das war so sicher wie kaum etwas anderes. Er küsste sie sanft - wie sollte er ihr es sagen ohne sie zu verletzen.
"Du weißt ich liebe dich" meinte er leise und vorsichtig. "Und ich würde dich niemals aufhalten - dir niemals Steine in den Weg legen wollen. Du bist mein Herz und mein Glück aber bitte hör auf mich - wenn wir jetzt dort hinein gehen könnte das das Ende von allem bedeuten was wir erreichen wollten. Lass mich erst heraus finden was gelaufen ist. Lass uns mit ihm alleine Reden ich weiß, es ist ein großes Opfer aber - du hast 21 Jahre gewartet. Warte bitte noch drei Tage länger"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   Di Okt 21, 2014 7:35 pm

Es gab hier nichts ansehnliches, keine Frauen die besondere Reize hatten, Landschaften die in reizten, Festungen die in irgendeiner Art und Weise und sei es nur deren militärisches Potenzial interessant waren, noch irgendetwas andere. Nur für eines hatte er letztlich Interesse gezeigt und glücklicherweise ging dies auch einher mit einer außergewöhnlich starken Ruhe. Die Pferdezucht. Mochte man über die Leute in Alagäsia sagen was man wollte und wahrlich, man konnte viel über sie behaupten. Das rückständische, aristokratische Verhalten des Adels oder aber der idiotische Aufbau der Rüstungen, der einen mehr zu einer Art Schildkröte machte, auf die man nur ordentlich eindreschen musste, damit sie sich auf dem Boden hin und her rollte und letztlich keinen Mucks mehr von sich gab. Doch sie wussten wie man eine Zucht betrieb, die seinesgleichen suchte.
Er stand vor einem braunen Wallach, dessen Fell bereits so hell war, dass es eine leichte Rostfärbung hatte. Das Tier tänzelte immer wieder unruhig hin und her, wedelte mit dem Schweif und ließ die Ohren nervös hin und her tanzen. Der Blick war starr geradeaus gerichtet und als er das Tier, an den Zügel vorneweg aus dem Stall führte, schnaubte es eindringlich. Das Geld hatte glücklicherweise keine Rolle gespielt, der momentan diensthabende Stallmeister war froh, sich der Gnade der hier befindenden Gesandten ergeben zu können und seinen Teil an einem guten und schönen Aufenthalt leisten zu können.
Das kurze, harte Fell des Tieres wirkte beruhigend, nahm ihm einen Teil seiner inneren Anspannung, doch als das Tier erneut hin und her tänzelte, ertappte sich Castor dabei, wie er fest an den Zügeln zog, ein wenig zu fest, denn beinahe reumütig senkte das Tier daraufhin den Kopf. Er hatte seit seiner Ankunft nur wenig mit den Bediensteten oder den Höflingen gesprochen. Einige notwendige Floskeln, zu mehr jedoch hatte er sich nicht hinreißen können. Er hätte Gaius nicht nur die gesamte Überfahrt über, nein, auch noch jetzt allzu gerne mehrere Schläge auf das selbstgefällige Gesicht gegeben, denn jedes Mal wenn er den Mann sah, sah er den Hohn, den Spott in seinem Ausdruck, mit welchem er ihm bereits damals entgegengekommen war, als sie beide im Hofe des Anwesens seines Vaters gestanden hatten.
Nach oben Nach unten
Gaius Titus

avatar

Anzahl der Beiträge : 147
Anmeldedatum : 27.07.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Di Okt 21, 2014 8:01 pm

"Ruhig, ruhig Junge zieh das Pferd nicht so oder willst du es verletzen? Ruhig - bedächtig sonst wird es noch Scheu und du kannst es für nichts mehr außer Wurst nutzen" drang Gaius Stimme über den Hof. Der Hünenhafte Soldat kam über den Platz und schenkte Castor ein Lächeln. Der Junge war schwierig, allerdings hatte der jüngere bisher während sie sich in diesem eher rückständigem Land aufhielten keinerlei Verhaltensstörenden Merkmale aufgewiesen und das Castor sich nun auch noch um ein Pferd kümmerte gab ihm Grund zu hoffen.
"Hey Castor, wie gehts dir?" fragte er den Jüngeren schließlich und trat neben das Pferd, strich diesem sanft und sacht über die Flanke und sah dem Tier in das große Auge.
"Du bist eine richtige Schönheit nicht wahr? Und bestimmt treu bis in den Tod. Verzeih ihm, wenn er dir weh getan hat. Er hat es nicht so gemeint" erklärte er leise und in beruhigendem Tonfall Castors neuem Reittier.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   Di Okt 21, 2014 8:13 pm

Mit nur allzu deutlicher Missbilligung hatte er gesehen wie sich Gaius ihm genähert hatte und die Hände auf das Pferd gelegt hatte, es beruhigte und auf es einredete. Selbst hier, auf einem, zu dieser Stunde fast menschenleeren Innenhof, führte er sich von dem Mann vorgeführt. „Mein Vater kann euch entbehren?“ Fragte er, wobei er selbst erstaunt war über den, keineswegs sarkastischen, sondern durchweg interessierten Tonfall. „Ich habe euch in letzter Zeit fast in jeder freien Minute an seiner Seite gesehen, verzeiht daher bitte das es mich ein wenig verwundert.“ Doch bereits kurz nachdem er die Worte ausgesprochen hatte, schüttelte er selbst darüber den Kopf und legte dem Tier eine Hand hinter die Ohren.
Was gab er hier von sich? Dumme Feststellungen die niemanden interessierten und die einzig und allein dem zwanghaften Wunsch geschuldet waren, eine Konversation zu führen. Er hatte nichts mit diesem Mann zu besprechen, nicht seit dem Vorfall mit Eleonore, die, trotz seiner Bitte nicht auf diese Reise mitgekommen war. Doch ein Teil von ihm, wenn auch nur ein kleiner bemerkte, wie unglaublich kindisch all dies war, dass es im Grunde nur ein dummer Reflex auf eine Handlung war, in welcher man ihm etwas verwehrt hatte und er konnte sich nur allzu gut denken was sein Vater gesagt hätte, könnte er ihn jetzt sehen. Er würde fragen ob es sich ziemte für einen Soldaten ein derartiges Verhalten an den Tag zu legen und Castor wäre ohne Zweifel in die Verlegenheit gekommen, mit dem Kopf zu schütteln.
Nach oben Nach unten
Gaius Titus

avatar

Anzahl der Beiträge : 147
Anmeldedatum : 27.07.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Di Okt 21, 2014 8:20 pm

"Ich bin durchaus entbehrlich - es gibt über zwanzig von meiner Sorte" erklärte er Schulterzuckend und schüttelte den Kopf. Auf was zur Hölle wollte der Junge eigentlich hinaus?
"Und weshalb euer Vater mich in letzter Zeit sooft an seine Seite bestellt kann ich euch nicht sagen, vielleicht genießt er unsere Konversationen aber das müsst ihr ihn bei weitem selbst fragen" erklärte er und zuckte mit den Schultern ehe er sich den Mantel noch einmal zurecht rückte, welcher zuvor beinahe von seiner Schulter gerutscht wäre.
Er sah Castor eine Zeit lang in die Augen und seufzte schließlich. "Castor - ich nehm dir deinen Vater nicht weg, noch giere ich danach mehr Achtung oder mehr Aufmerksamkeit von ihm zu erhalten als du es tust. Du bist sein Sohn und daher stelle ich wohl bei weitem keine Gefahr für dich da. Mir geht es nicht darum dich zu demütigen oder dir dein Leben schwer zu machen. Also können wir mit dem kindischen Unsinn aufhören?"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   Di Okt 21, 2014 8:34 pm

„Ich hatte keine … es lag nicht in meiner Absicht …“ Er versuchte mehrmals einen Satz zu beginnen, doch jedes einzelne Mal wenn er ihn von neuem begann, hörte er sich noch dümmer an als zuvor. Er hätte es nie zugegeben, doch hatte Gaius damit vermutlich mehr Recht, als er selbst glaubte. Auch wenn es bei weitem nicht alles war was Castor in seine momentane Gemütslage gebracht hatte. „Ihr, ihr habt Recht. Es war dumm anzunehmen dass ihr mir schaden wolltet Gaius. Vielleicht war es Valencia, ich weiß es nicht. Alles was ich weiß ist, dass ich die Gesichter der Menschen die ich an dem Tag unserer Flucht getötet habe, jede Nacht aufs Neue.“
Mit einem Mal von eine plötzlichen Scham ergriffen, wandte er den Blick ab und schüttelte dann den Kopf. „Nein, nein aber ich glaube kaum dass dies etwas ist das euch interessiert Gaius. Wollt ihr den wahren Grund hören warum ich euch zürne? Es ist, natürlich zum Teil der fehlende Schlaf der mit ein allgemeines Unwohlsein bereitet, aber der viel schwerwiegendere Grund ist Eleonore, Gaius. Ihr seht sie als ihr Eigentum an, befehlt anscheinend im Stillen über sie und scheinbar glaubt ihr, dass ich das gleiche tue. Doch alles worum ich sie bat, wurde durch ihren freien Willen erlaubt.“
Nach oben Nach unten
Aurelius de Gaweia

avatar

Anzahl der Beiträge : 155
Anmeldedatum : 23.06.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Di Okt 21, 2014 8:50 pm

"Es ist genug, Castor!", fuhr Aurelius' Stimme dazwischen, die in diesem Augenblick weit schroffer und härter klang als der Jüngere es sonst von seinem Vater gewohnt war, der sich mit festen Schritten den beiden Männern näherte und den einen wie auch den anderen ins Auge fasste. Valencia hatte seinen Sohn verändert, hatte etwas in ihm zum Vorschein gebracht, von dem er wusste, dass es in nichts Gutem enden würde und mitunter war auch diese Angelegenheit eines jener Dinge, die er diesem schlecht frisiertem Pudel von einem König nicht vergeben würde. Aiko kannte seinen Standpunkt, wusste, dass er nicht ruhen würde bevor der Valenci zur Rechenschaft gezogen worden war - für Castor und Gaius, für Septim und für seine kleine Schwester. Doch in diesem Moment hier und jetzt galt es erst einmal endlich wieder für Ordnung zu sorgen und Castor bewusst zu machen, wo genau die Grenzen lagen, die der Junge inzwischen mehr als nur ein einziges Mal überschritten hatte. Bislang war er nachgiebig gewesen, aber die ständigen Anfeindungen seinerseits in Gaius Richtung, zerrten auch an Aurelius Nerven.
"Du hast dich wohl weitreichend darüber ausgelassen, was du von Gaius Eingreifen gehalten hast und du bist ein zänkisches Weib, das stetig aufs Neue alte Geschichten hervorziehen muss. Eleonore wird auch von dir unangetastet bleiben, auch das habe ich dir bereits gesagt - Freier Wille hin oder her. Haben wir uns in dieser Hinsicht verstanden, Castor?", setzte er nur wenig später nach, seinen Ältesten prüfend musternd und auf die Bestätigung wartend. Er war zu nachsichtig mit ihm gewesen, hatte ihm erst einmal Zeit lassen wollen, um sich wieder an die Heimat zu gewöhnen, doch was daraus entstanden war, hatte selbst er nicht vorausahnen können.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   Di Okt 21, 2014 9:00 pm

Die Stimme seines Vaters war schneidender als jeder Rasierklinge und, wie unter einem plötzlichen Schlag auf den Kopf zuckte er zusammen. „Vater?“ Er konnte es nicht wirklich sein, nein. Sein Vater war über alle Hände mit dem Krieg der Papiere beschäftigt, es konnte unmöglich sein dass er jetzt hier vor ihm stand. Doch aus, vielleicht genau dieser Überraschung heraus saß er von dem Pferd ab, musterte ihn mit einem, nur allzu reumütigen Blick und ging dann langsam auf ihn zu, überließ Gaius ohne einen Ton der Widerworte die Zügel des Tieres.
Es war seit jeher hart gewesen, schmerzhafter als jeder Schlag wenn er Kritik von seinem Vater, seinem Vorbild zu hören bekommen hatte. Der Mann, der so viel für das Volk erreicht hatte, den man liebte und der all diese Liebe, all dieses Vertrauen auch verdient hatte. Der unter schweren Aufgaben nicht einzubrechen, sondern aufzublühen schien. „Bitte verzeiht Vater.“ Murmelte er leise und hoffte im ersten Moment nur, keine weiteren Worte der Kritik zu hören, auch wenn ein Teil von ihm wusste, dass sie berechtigt waren. Seit er aus Valencia zurückgekehrt war, hatte sich an dem familiären Verhältnis zu seinem Vater etwas geändert. Es war die plötzliche Scheu davor, sich ihm anzuvertrauen, doch nicht als einer plötzlichen Furcht vor seinem Vater, nein. Er hätte ihm den linken Arm aus reiner Willkür abtrennen können, mit ein paar wenigen Worten hätte er allein Castor dies als notwendig erklären können. Es war Schmach die ihn zurückhielt, denn er schämte sich. Schämte sich für das, was er getan hatte und dafür, dass er signifikante Probleme damit hatte, mit alle dem umzugehen.
Nach oben Nach unten
Aurelius de Gaweia

avatar

Anzahl der Beiträge : 155
Anmeldedatum : 23.06.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Di Okt 21, 2014 9:15 pm

"Ich bin wohl bei Weitem nicht derjenige, bei dem du dich für dein Verhalten entschuldigen solltest, Castor, und das brauche ich dir nicht zu sagen. Du hast einen Kopf und einen wachen Verstand, benutze ihn statt dich den nächsten Röcken zuzuwenden oder dich in wütenden Racheplänen Gaius gegenüber zu verlieren", lautete Aurelius einzige Antwort, welcher zwar im ersten Moment noch beruhigt davon war, dass der Jüngere sich wenigstens von ihm noch zur Vernunft bringen ließ, in dessen Geist jedoch mehr als genug dunkle Vorstellungen darüber heranreiften, was noch daraus würde entstehen können, wenn er Castor jetzt wieder mehr Raum ließ. Er hatte dem Jüngeren noch nichts darüber gesagt, dass er ihn aus dem Militär herausnahm, um seinen Blutdurst nicht noch weiter zu fördern, wusste er doch, dass er damit alle Hoffnungen des Jungen zerstören würde, die er einst noch gehabt hatte - Castor würde es ihm ebenso wenig verzeihen, wie seine Zusammenarbeit mit den Magiern dieses Landes oder seiner magisch begabten Tante und so gern er auch ehrlich zu seinem Sohn sein wollte, er wusste, dass er ihn endgültig verlieren würde, wenn er ihn nun damit konfrontierte.
"Das ist wohl nicht das, womit du dein Leben verbringen willst, geschweige denn, dass es das ist, was dir beigebracht wurde", schickte er noch nach und schüttelte den Kopf. "Mir ist bewusst, dass dir dieses Land nicht zusagt und dass du am Liebsten wieder zurück nach Hause kehren würdest und das werden wir auch, aber erst sobald die Angelegenheit mit dem Valenci-König beendet ist und solange wirst du dich benehmen und deinem Land keine Schande machen."
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   Di Okt 21, 2014 9:28 pm

Natürlich sagte ihm dieses Land in keiner Art und Weise zu, denn allein die vollkommen andere Kultur war etwas, dass ihn dazu brachte nicht mehr als unbedingt nötig das Haus und den Hof zu verlassen. „Es liegt mir fern dir oder unserem Land Schande zu bereiten, Vater. Ich will tun was ich kann um möglichen Schaden wieder gutzumachen. Und Gaius …“ Er wandte sich, wenn auch ein wenig störrisch und vielleicht und wenig zu ungelenk zu dem Legaten um.
„Ich will mich auch bei euch entschuldigen, dafür dass ich euch Vorwürfe gemacht habe, wo keine vonnöten waren. Ihr hattet Recht, damals als ihr sagtet euch steht jedes Recht zu über mich zu urteilen. Wessen Sohn ich auch sein mag, ihr seid Legat und damit nicht nur befugt, sondern auch fähig solche Taten zu beurteilen.“
Nach oben Nach unten
Gaius Titus

avatar

Anzahl der Beiträge : 147
Anmeldedatum : 27.07.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Di Okt 21, 2014 9:36 pm

"Eher dazu verdam... verpflichtet" antwortete Gaius nur und nickte. Es war immer wieder erstaunlich zu beobachten, was für eine Macht Aurelius ausstrahlte. Nicht weil er über einhunderttausend bewaffnete Männer in der Hinterhand hatte - ja nicht einmal weil er dazu in der Lage war den Handel jedes Landes mithilfe der Marine zum Stillstand zu bringen - es war vielmehr die unerschütterliche und tief in seinem inneren eingebrannte Autorität, welche die Menschen in seiner Umgebung dazu brachten auf ihn zu hören ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden dies nicht zu tun.
"Ich zürne dir nicht Castor. Du hast selbst dein Päckchen zu tragen, mach dir darum keine Gedanken" erklärte er und schüttelte den Kopf. "Aber ich habe mich dazu verpflichtet Gefühlt dir deine Grenzen aufzuzeigen, dass es derart gegipfelt ist lag bei weitem nicht in meinem Interesse"
Nach oben Nach unten
Septim

avatar

Anzahl der Beiträge : 43
Anmeldedatum : 19.08.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Nov 10, 2014 12:16 am

Der Mond beschien die Szenerie welcher Septim von einem Dach aus beiwohnte. Er hatte nicht schlafen können und nachdem die Wachen vor seiner Tür ihn nicht hatten rauslassen wollen, war er durch eines der Fenster gestiegen und auf eines der Dächer geklettert um den Sternenhimmel zu genießen. Erst als er die gurgelnden und leisen Schreie, sowie das bekannte Geräusch von Stahl auf Fleisch vernommen hatte hatte er nach unten geblickt. Er sah noch wie sich zwei Gestalten am Tor aufhielten. Während eine der beiden Gestalten in die Stadt rannte, beeilte sich die andere in die andere Richtung zu entkommen. Septim handelte blitzschnell. Er rannte, rammte seinen Absatz auf eine der Schindeln welche sich löste und mit welcher er Geschwindigkeit aufnahm, ehe er kurz vorm Abgrund absprang, sich abrollte und auf dem unteren Dach zum stehen kam. Er richtete sich wieder auf, orientierte sich und folgte der Gestalt weiter, rannte und holte sie ein, sprang dann auf ein nahe stehendes Scheunendach und konnte nun erstmals die weiße Maske erkennen, welche das Gesicht verbarg. Er rannte erneut auf leisen Sohlen weiter, zog zwei seiner Messer und sprang. Er vollführte im Sprung einen Salto ehe er mit einer dreipunkt Landung vor dem Fremden aufkam. Er nutzte das Überraschungsmoment, sprang auf, ehe er mit einem gezielten Tritt gegen die Schläfe des Maskenmannes stieß.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Nov 10, 2014 1:12 am

Lucrezia traf der Tritt völlig unvorbereitet. Sie wurde von den Füßen gerissen und rollte ein Stück über den Boden, ehe sie sich wieder aufrichtete. Sie brauchte einen Moment, ehe ihr wirklich klar wurde was passiert war und sie Septim fixieren konnte. Sie zog einen Stillett unter dem Umhang hervor und machte sich auf einen Angriff bereit. Dieser kam schnell, gekonnt und in Perfektion ausgeführt. Sie konnte die Schläge nur knapp abwehren und dem letzten ausweichen. Jahre der Verfolgung, der Flucht, des Kampfes und des Lernens, sich nie sicher fühlen, immer über die Schulter blicken müssen, hatten sie vieles gelehrt. Sie wusste wie sie sich verteidigte, war lange nicht mehr so unbedarft, wie sie es vor Jahren noch gewesen war. Sie konnte mit der Magie und mit einer Waffe umgehen und das würde ihr heute zugute kommen.
Lucrezia griff auf ihre Magie zu, wie sie es diese Nacht schon häufiger getan hatte. Sie stieß ihre Hand nach vorne und ließ eine gleißende Kugel auf Septims Brust zurasen. Sie traf ihn nur noch an der Schulter, riss ihn aber dennoch von den Füßen und Lucrezia ließ das Stielett auf ihn nieder gehen. Sie wollte, dass es endete, dass diese Angst, die noch immer in ihrem und Adrianas Kopf spuckte, starb. In dieser Nacht.
Nach oben Nach unten
Septim

avatar

Anzahl der Beiträge : 43
Anmeldedatum : 19.08.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Nov 10, 2014 1:20 am

"Hallo kleine Magierin" zischte Septim als er das Mädchen sah, dass über ihm gebeugt war. Er griff nach ihrer Hand und brach diese mit einem gezielten Griff. Noch immer brannte seine Schulter aber er ingoriere das Gefühl. Er stieß Lucrezia von sich trat ihr einmal gegen die Brust und nahm dann eines der Säckchen von seinem Gürtel. Er riss es auf und warf Lucrezia das Pulver entgegen, welches sie direkt über die Lunge aufnahm.
Er bekam wieder einen besseren stand und griff das eine Messer, das er noch hatte fester. Wo das zweite im Laufe des Kampfes geblieben war wusste er nicht. Noch immer brannte seine Schulter und der Schmerz zog sich bin in seinen Arm, wurde mittlerweile jedoch wieder schwächer. "Ich habe gewusst, dass ich dich früher hätte töten sollen. Dieser Fehler wird mir nicht zwei Mal unterlaufen..." meinte er leise und stürzte sich auf sie, rammte ihr den Dolch in die Schulter der nicht gebrochenen Hand und zog ihn wieder heraus, fasste ihn fester und trat ihr von hinten ins Knie.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Nov 10, 2014 1:32 am

Lucrezia kannte das Pulver und sie hatte die Luft anhalten wollen, doch Septim schien damit gerechnet zu haben. Sein Tritt gegen ihre Brust zwang sie dazu einzuatmen. Sie wusste dass sie nun nur noch ihren Dolch hatte und selbst den konnte sie wohl nicht mehr gut nutzen, nach der Wunde in ihrer Schulter. Sie umgriff das Stilett mit so viel Kraft wie sie aufbringen konnte und fixierte Septim. Die Worte prallten an ihr ab, waren ihr egal, während das Adrenalin durch ihre Adern pulsierte und sie auf den Kampf konzentrieren ließ. Sie löste den Umhang und ließ ihn von ihren Schultern gleiten, damit sie mehr Bewegungsfreiraum hatte. Dann stürzte sie auf ihn zu, sie ließ den Dolch von oben auf ihn nieder gehen, er wehrte ab und sie schlug mit dem Ellenbogen ihrer gebrochenen Hand gegen seine verletzte Schulter. Er war aus dem Konzept und sie setzte einen Fuß hinter den seinen und zog ihm das Bein unter dem Körper weg. Er stürzte und sie trat auf sein Gesicht ein.
Nach oben Nach unten
Septim

avatar

Anzahl der Beiträge : 43
Anmeldedatum : 19.08.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Nov 10, 2014 1:38 am

Septim spürte wie seine Nase brach und Blut in sein Gesicht spritzte. Er unterdrückte einen Aufschrei und sprang schließlich auf, nachdem er sich zur Seite gedreht hatte. Sein Gesicht war blutverschmiert, seine Nase pochte und sein Schulterschutz war abgerissen. Das kleine Miststück verstand es wirklich nicht mit Ehre zu kämpfen. Wie eine Furie ging sie Erneut auf ihn los, und er sah ihr Stilett im Schein des Mondes aufblitzen. Er erinnerte sich an ein Gespräch, das er in Valencia belauscht hatte. Einer der Adligen hatte über sein neues Stilett geschwärmt und dabei etwas erwähnt, dass ihn von Anfang an gestört hatte. Das Scheißding ist Spitz und lang, hat aber keine Hebelwirkung
Er blieb stehen, erwartete den Angriff und drehte sich mit einem Seitenschritt nach links, präsentierte damit seine Schulter in welche das Sitlett fuhr. Er spürte, wie es in den Knochen eindrang und biss die Zähne zusammen. Als Lucrezia das Sitlett wieder hinaus ziehen wollte erkannte sie die Schwäche ihrer Waffe - sie blieb im Knochen stecken. Septim griff den Dolch, der wie ein Gladius geformt war fester und rammte Lucrezia, die nun nah genug bei ihm war den Dolch in den Bauch, drehte diesen und riss ihn nach oben, ehe er sie von sich stieß
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   Di Nov 11, 2014 10:52 pm

Lucrezia keuchte und stolperte zurück. Ihr Sichtfeld verschwamm. Sie blickte an sich hinab und sah das Blut, das sich über ihren Händen ergossen hatten und über ihren Leib floss. Sie schmeckte den metallischen Geschmack von Blut in ihrem Mund. Sie schmeckte die salzigen Tränen auf ihren Lippen, während sie Blut spuckte. Krampfhaft versuchte sie ihre Atmung zu beruhigen, doch ihre Lungen sogen sich nur schwach mit Luft voll. Ihr Blick fiel auf Septim, der selbstgefällig vor ihr stand. Die Angst sollte heute enden, wenn auch anders als sie erwartet hätte. Sie sah ihr Ende kommen, wartete darauf, dass ihr Leben an ihr vorbeizog, doch das einzige was sie sah war Blut, Blut und Septim... Und sie spürte Kälte. Sie hatte Fyonara einen Schlag verpasst, doch war das ihr Leben wert gewesen? Hätte sie nicht anders mehr erreichen können? Sie sank auf die Knie und ihr wurde schwarz vor Augen, die Welt verschwand. Das letzte was sie wahrnahm war ein dumpfer Schlag und Stimmen die sich aufgeregt um sie verteilten... Dann Stille... Stille und eisige Kälte...
Nach oben Nach unten
Septim

avatar

Anzahl der Beiträge : 43
Anmeldedatum : 19.08.14

BeitragThema: Re: Innenhof   Di Nov 11, 2014 11:01 pm

Septim keuchte und besah sich das Stilett, welches noch immer in seiner Schulter steckte. Er griff nach dem Griff und zog kurz daran. Eine Bewegung, die er nur zu schnell bereute als der Schmerz durch seinen Körper fuhr und ihm kurz Schwarz vor Augen wurde. Er selbst würde sich das Drecksding so schnell nicht entfernen können. Mit wankenden Schritten nährte er sich Lucrezia und schob sich durch die Menge, welche mittlerweile eine Traube um die Magierin gebildet hatte. "Weckt... Coreen Armar" erklärte er in Befehlsgewohntem Ton und ohne jeden Akzent während er sich hinunter beugte. Wenn man sie falsch trug, würde sie schneller Blut verlieren als er sie zu ihrer Rettung bringen konnte. Er biss die Zähne zusammen und hob sie hoch. Der Schmerz durchzog seinen ganzen Arm bis hinauf zu seiner Schulter wo Blut aus der Wunde sprudelte und mit zitternden Armen hielt er das erstaunlich Mädchen, welches erstaunlich leicht war. "Und weckt auch Aurelius de Gaweia" erklärte er und machte sich auf den Weg um Lucrezia zu jemanden zu bringen, der ihr Leben retten konnte.

tbc: Tatütata
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 7:30 pm

„Ich danke euch noch einmal dafür, dass ihr mich und meine Mutter hier aufgenommen habt. Ich gebe zu ich hatte viel vom Hof erwartet, aber es ist in keiner Weise so, wie ich es mir vorgestellt habe.“ Er war seit ein paar Tagen an dem Königshof und hatte sich, nachdem er die ersten ein, zwei Tage recht ziellos durch die Gänge gestreift war, endlich an den Aufbau dieser Gemäuer gewöhnt und konnte sich allmählich ein Bild von dem genauen Aufbau machen. Er hatte es nicht gewagt nach einer Karte zu bitten, denn für gewöhnlich gab es von solchen nur reichlich wenig und diese beinhalteten meist Dinge wie Fluchttunnel oder ähnliches. Dinge, die Fremde oder Unbefugte keinesfalls sehen sollten und so hatte er sich eine endlos lange Diskussion mit dem Haushofmeister erspart, der für solcherlei Dinge zuständig war.
Dass er Ileana begegnet war, war ein glücklicher Zufall gewesen, aber einen den er durchaus begrüßte. Sie hatten dasselbe Ziel und schon bald waren sie in ein Gespräch vertieft, während ihre persönliche Garde direkt hinter ihnen stillschweigen vor sich hin Schritt, die Augen immer wieder misstrauisch auf Robert gelegt. „Von der Welt gesehen habe ich schon einiges, aber nichts, dass dem hier gleicht. Es wirkt wie ein eigener kleiner Kosmos in dem ganz eigene Regeln herrschen.“
Nach oben Nach unten
Ileana Xeldaric
Mensch
avatar

Anzahl der Beiträge : 234
Anmeldedatum : 25.03.14

BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 7:47 pm

Der Fremde war ihr nur aufgrund des Angriffs während seines Besuchs in ihrer Erinnerung geblieben und vermutlich verdankte sie es Adriana, dass der junge Mann nun neben ihr herschritt und sich über den Palast ausließ, den er gerade erst kennen gelernt hatte. Langsam wanderte Ileanas Blick hinauf zu dem wolkenlosen, blauen Himmel ehe sie die Lider für einen kurzen Moment lang schloss und sich darum versuchte, sich an einen anderen Ort zu träumen, welcher weit entfernt von alledem hier lag. Es waren schon seit Tagen keine Nachrichten mehr vom Krieg in Valencia nach Ceunon gebracht worden und wenngleich sie sich auch wünschte, dass sie so wenig wie nur irgendwie möglich bei den Schlachten verloren hatten, so wusste sie nicht, ob sie sich die Heimkehr der Männer herbeisehnen sollte oder nicht - ihr Sieg würde ohnehin unbestreitbar sein, insbesondere angesichts der hohen Anzahl an Männern, die ihnen nach Valencia gefolgt waren. In Alagäsia waren gerade einmal so viele Männer übrig geblieben, dass die Städte nicht ohne Verteidigung waren, doch wohler hatte sich Ileana dadurch nicht gefühlt - nicht nach dem Attentat, welches nur knapp hatte vereitelt werden können.
"Es ist ein eigener, kleiner Kosmos", bestätigte sie Robert schließlich, als sie sich zu einer Antwort genötigt fühlte, um das Gespräch nicht gänzlich einschlafen zu lassen. Diese Mauern waren für ihn ein eigener Kosmos, eine ganz neue Welt - für sie waren sie nichts weiter als die Mauern ihres eigenen Gefängnisses, in welchem sie nur darauf warten konnte, dass ihr Kerkermeister wieder zurück hierher kehren würde. "Ihr werdet Euch noch sehr schnell daran gewöhnen, wie es hier von Statten geht. Allem voran solltet Ihr lernen hier niemandem zu vertrauen und keinem Wort Glauben zu schenken. Die Menschen, die hier leben, sind besonders gute Lügner."
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 7:56 pm

„Ich vertraue euch.“ Erwiderte Robert mit einem schmalen Lächeln und neigte ehrerbietig den Kopf. „Und eine Person der ich trauen kann, nun das ist mehr als einige andere von sich behaupten können. Ich selbst zu früheren Zeiten mit eingenommen. Meine Mutter war oft auf Reisen und so musste ich schon als kleiner Junge immer wieder mit durch die Lande ziehen. Ich hatte eine Weile lang sogar versucht Tagebuch zu führen, die verschiedenen Orten zu notieren in denen wir manchmal nur zwei oder drei Tage waren, aber weder hatte ich genug Tinte dafür, noch hätte ich genug Papier gehabt. Hätte ich dieses Unterfangen beendet, dann könnte ich heute wohl einen ganzen Raum damit Täfeln.“
Einen Augenblick lang herrschte Stille, er sah Ileana, die ihren Kopf gen Himmel reckte genauer an, ehe er ihrem Beispiel folgte. „Eine … kleine Stadt, dahinter ein Fluss, welcher an einem hohen Berg mündet.“ Als die junge Königin ihn auf seine Worte hin irritiert ansah, musste er unweigerlich lachen. „Verzeiht, eine alte Marotte, noch aus Kindertagen. Ich habe mir früher, wenn wir auf einem Karren oder auf Pferden unterwegs waren eine ganze eigene Welt aus den Bildern gesponnen, die die Wolken für mich gebaut haben. Mhh, und manchmal arbeitet mein Mund noch heute schneller als mein Verstand, sodass ein paar der Bilder direkt Gestalt annehmen.“
Nach oben Nach unten
Charles Bennain

avatar

Anzahl der Beiträge : 56
Anmeldedatum : 07.12.14

BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 8:34 pm

Noch immer konnte es Charles nicht fassen, welch ein Glück er hatte, dass er zum Königshof geschickt worden war. Seine Erlaucht Graham Drake von Gil´ead hatte seinen Einfluss am Hof spielen lassen und nachdem Charles durch eine Vielzahl an Prüfungen gegangen und für würdig befunden war hatte man ihn an den Hof geschickt um den dort vor kurzem verstorbenen Kämmerer des Königspaares zu ersetzen. Er wusste welch eine große Ehre dies war, vor allem in seinem jungen Alter und er wusste ebenfalls mit welchem Versprechen eben jenes Amt an ihn übergegangen war.
Er hatte den Königshof desöfteren besucht, wenngleich er auch den größten Teil seiner Zeit hier verbracht hatte als noch die Velaryons an der Macht waren. Das Schloss nun wieder unter dem wahren Herrscher zu sehen erfüllte sein Herz mit Stolz auf sein Heimatland. Einen Stolz, den er sonst nur selten empfand. Er hatte sich seit seiner Ankunft heute morgen relativ schnell eingefunden, trug nunmehr die Wappen der königlichen Familie, direkt neben seinem eigenen welches weit kleiner auf die neue Kleidung gestickt worden war. Er ging über den Hof um sich die freie Zeit zu vertreiben, als er um eine Ecke bog und Ileana erblickte. "Eure Majestät" meinte er leise, glitt mit dem linken Fuß einen kleinen Schritt zurück, breitete die Arme aus und verneigte sich. "Welch eine Ehre euch bereits jetzt vor der Audienz zu begegnen eure Hoheit. Wenn ich mich vorstellen darf, Charles Bennain aus dem großen Tal. Man hat mich zu euch geschickt um die frei gewordene Stelle als Kämmerer zu besetzen, wenn es euch gefällt"
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Innenhof   

Nach oben Nach unten
 
Innenhof
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 3 von 5Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Foren Rollenspiel :: Alagaesia :: Der Norden :: Ceunon :: Schloss des Königspaares-
Gehe zu: