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 Innenhof

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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 8:57 pm

Für einen kurzen Moment blinzelte Ileana irritiert über die Aussage ihres momentanen Begleiters und über das Wolkenspiel, das er soeben mit ihr begonnen hatte und mit dem sie überhaupt nicht gerechnet hatte, selbst wenn jetzt der kurze Anflug eines Lächeln über ihre Züge gehuscht war. Schon früher hatte sie gemeinsam mit ihrem Ziehvater oft im Stroh gelegen, wenn sie mittags geruht hatten und er hatte ihr oft Geschichten aus den Wolkenbildern erzählt, die sie auch am Abend noch in den Schlag gewogen hatten - damals, als sie noch klein und die Welt einfach gewesen war. Nichts von alledem hielt jetzt noch Bestand und im Stillen trauerte sie jener alten Zeit für einen kurzen Moment hinterher ehe sie sich selbst eine Närrin schallte. Es war, als beweinte sie vergossene Milch und nichts und niemand würde diese Augenblicke des Friedens und der Unbeschwertheit wieder zurück bringen und so schüttelte sie die Gedanken wieder ab, um sich wieder auf das Gespräch zu konzentrieren.
"Diese Eigenheit kann Euch hier zuweilen den Kopf kosten, Robert. Dass Ihr zuerst sprecht, bevor Ihr über das nachdenkt, was Ihr soeben spracht und ich würde nur sehr ungern dabei zusehen müssen, wie Euch ein wütender Adliger an den Pranger stellen lässt, weil Ihr ihn beleidigt habt", lautete schließlich Ileanas Antwort, welche von einem schmalen Lächeln begleitet wurde und in dem ein gewisser Funken von Wehmut lag, während sie gemeinsam mit ihrem Begleiter durch den Innenhof schritt und schließlich ihren Blick noch einmal hinauf zu den Wolken wandern ließ. "Im Übrigen scheinen mir diese Wolken eher wie die aufgeraute See an den Klippen im Westen des Landes", schickte sie hinterher ehe eine zweite Stimme die Unterredung unterbrach und dazu führte, dass Ileana überrascht inne hielt.
Die Stimme war ihr bislang noch fremd gewesen, ebenso wie jene hochgewachsene Gestalt des Mannes, der jetzt zu ihnen getreten war. Er wirkte sehr jung für die Aufgabe des Kämmerers, insbesondere angesichts des alten Jonathan, welcher wohl weit siebzig überschritten hatte, ehe die Götter ihn zu sich gerufen hatten. Etwas Fremdes lag in den hellen Augen des Neuankömmlings, die sich auf sie gerichtet hatten und derer Blick sie sich nicht einmal sicher sein konnte, so dass ihr letztlich nichts übrig blieb außer sich wieder des Kalkül bewusst zu werden und sacht den Kopf ein Stück weit zu neigen.
"Seid willkommen in der Hauptstadt und am Hofe, Charles Bennain aus dem großen Tal."
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 9:04 pm

"Ihr seid zu freundlich eure Hoheit" erwiderte Charles und schenkte ihr ein Lächeln. Er hatte schon viel über die junge Königin gehört, die mitunter als "die schönste Frau der Welt" bekannt war und er konnte diesen Stimmen nicht widersprechen. "Ich hoffe, dass ich die Erwartungen übertreffe eure Hoheit" fügte er noch hinzu, ehe er sich wieder aufrecht stellte und das Gewicht auf den linken Fuß verlagerte. "Wäre es all zu vermessen wenn ich mich eurem Tross anschließe? Oder wäre es euch lieber zusammen mit eurem Bekannten zu flanieren? Ich habe momentan einiges an Zeit, da ich noch auf die Ankunft einiger meiner Gepäckstücke warten muss und ich würde gerne die Gelegenheit nutzen mit jemanden ins Gespräch zu kommen. Vor allem, da ich demnächst für euer leibliches Wohl Sorge trage. Ser Jonathan hat leider keine Notizen hinterlassen" er fuhr sich durch das dunkle Haar und schrägte den Kopf ein wenig an. Es konnte nicht Schaden ein wenig Zeit mit ihr zu verbringen, wenn er ihre Wünsche und Vorlieben wissen wollte, die seine Arbeit als Kämmerer erleichtern würden.
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 9:29 pm

Ileana wusste nicht so recht, was sie von alledem halten sollte - wusste weder, was sie von den beiden Neuankömmlingen halten sollte, geschweige denn von derer beider Interesse, ihr selbst so nah zu sein, doch letztendlich machte es doch keinen Unterschied. Das, was hier gesprochen wurde, waren Belanglosigkeiten, die keine wirkliche Bedeutung hatte und die frische Luft tat ihr gut, nach all den Stunden, die sie im Inneren des Schlosses verbracht hatte - vielleicht gaben ihr die beiden Neuen eine andere Sichtweise auf andere Angelegenheiten als jene, die sie im Augenblick so sehr beschäftigten. Vielleicht tat ihr der Umgang mit anderen Menschen als jenen, die sie ohnehin um sich hatte, gut und vielleicht lockte es sie ein wenig aus jenem Panzer heraus, welchen sie um sich herum errichtet hatte, um sich vor allen Ereignissen in diesem Schloss zu schützen. "Es sei Euch gewährt, Ser", antwortete sie deswegen und kümmerte sich nicht um die Grabesmiene Roberts, die dieser aufgelegt hatte, nachdem der neue Kämmerer hier erschienen war und langsam setzte Ileana ein paar weitere Schritte nach vorn, wissend, dass sowohl ihre Gesprächspartner, als auch ihre eigene Leibgarde ihr folgen würde, die man ihr zur Seite gestellt hatte.
"Ihr seid sehr jung für die Position eines Kämmerers am Hofe, Ser Charles", bemerkte sie beiläufig, ohne sich diesem wieder zuzuwenden, und um das Gespräch erneut zu beginnen, bevor es einer der anderen tun würde. "Es ist, wie ich erwähnen möchte, nicht allzu üblich, einen so jungen Mann in diese Position zu setzen und umso interessierter bin ich an Eurem Werdegang und jenen Gönnern, die es Euch ermöglicht haben."
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 9:39 pm

"Umso dankbarer bin ich, dass ich die Chance erhalten habe mein Talent zu beweisen" erwiderte Charles und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. "Mein Vater wurde von den Velaryons klein gehalten, da sich mein Großvater stets gegen ihre Ansprüche auf Ceunon aussprach und prophezeihte, dass die wahre Königsfamilie der Xeldaric wieder zurück kehren und das Land heilen würde. Mein eigener Vater indes fuhr eher eine Politik der Duckmäusrigkeit. Nichts desto trotz konnte er meinen Großvater nicht davon abhalten mir die Geschichte der Xeldaric ins Gedächtnis zu schreiben, ehe dieser von Velaryon hingerichtet wurde. Ich habe mich bereits früh als aufgeweckter Junge bewiesen und so investierte mein Vater viel Geld in meine Ausbildung. Ich studierte die Texte der Justiz, sowie die großen Schlachten der Geschichte. Ich las alle Bände von "Schlangennest am Königshof", jenem Zeitgenössichen Werk über die Spiele am Hofe - und das mit zwölf Jahren. Ich ging bei einem Ritter in die Lehre und erlangte den Ritterschlag, ehe ich von meinem Vater nach Gil´ead geschickt wurde um dort seiner durchlaucht Graf Drake bei der Verwaltung seiner Besitztümer zu helfen. Als mein Vater schließlich fürbitte für mich leistete gab Graf Drake nach und schrieb mir eine Empfehlung für den Hof. Und hier bin ich nun"
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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 9:51 pm

Er mochte es weder eine Feindschaft, noch irgendetwas anderes nennen, dafür kannte er den Mann vor sich keineswegs gut genug und wie aus mehreren Schriften alter und ehrwürdiger Männer hervor ging, war das verklärte Feindbild der erste Fehler den man bei einem großen Unterfangen leisten konnte und das letzte was er, in seinem ohnehin missratenen Plan brauchte, war das fokussieren auf eine bestimmte Person die ihm gefährlich werden könnte. Gefährlich konnte ihm schließlich die ganze Welt werden und bei einem Kleinkrieg der beiden Männer würde unweigerlich einer als Verlierer hervor gehen, womit auch die Chance bestand, dass er noch weiter in seinem Unterfangen zurückgeworfen wurde. Dass er etwas plante sah man ihm bereits an der Nasenspitze an, doch sagte Robert nichts weiter dazu, verbeugte sich stattdessen nur und grüßte den anderen, wie er es seinem Stand entsprechend verdiente und stellte sich kurz darauf selbst vor.
„Nun mir scheint der eigene, kleine Kosmos scheint gerade mehrere neue Mitglieder zu bekommen und ich freue mich darauf, euch künftig des Öfteren zu begegnen. Denn wisst ihr, ich bewarb mich kürzlich um die Stelle als Vertreter der königlichen Jagdgesellschaft und vielleicht wird es mir künftig möglich sein, diesen Zeitvertreib unserer Königin näher zu bringen. Ich verbrachte selbst Jahre damit und muss gestehen, dass es belebender sein kann als fast alle anderen, irdischen Beschäftigungen.“ Er neigte erneut den Kopf vor Ileana.
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 10:44 pm

"Die königliche Jagdgesellschaft?" echote Charles interessiert und hob die Brauen. "Ich gehe davon aus, dass ihr dann dafür verantwortlich seid, dass man die Füchse fängt und füttert, so dass sie schwerfällig sind, wenn sie freigelassen und von den Jagdhunden zusammen getrieben werden, ehe sie wenn sie erschöpft sind von den Jägern geschossen werden können?" fragte er und schenkte ihm ein knappes Lächeln. "Eine interessante Tätigkeit, ich könnte das ja nicht. Aber ich nehme an, dass liegt vielleicht auch eher daran, dass dies ein Sport für alte, männliche Adlige ist die schon viel zu lange kein Blut mehr gesehen haben. Ich bin mir sicher, dass meine Freizeitbeschäftigungen Männern wie euch auch nur zum Gähnen bringen würde. Soll ich euch Beinlinge besorgen euer Hoheit? Wenn ihr der Einladung des guten Mannes folgen wollt werdet ihr kaum in einem Kleid daran teilnehmen können"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 10:52 pm

Angewidert hatte Ileana den Ausführungen des neuen Kämmerers zugehört und das Gesicht verzogen, während sich augenblicklich ein eisiger Schauder über ihren Rücken zog, welcher dazu führte, dass sie sich unruhig über die eigenen Arme strich. Die Jagd war stets etwas für die Männer gewesen, niemals hatten Frauen daran teilnehmen dürfen und nicht zum ersten Mal begann sie zu begreifen, aus welchen Gründen dies so war. Ein armes Tier einfach zu ermorden, obwohl es gar nichts getan hatte, gefiel ihr nicht - die Vorstellung von alledem widerte sie an, insbesondere, wenn sie darüber nachdachte, dass die Füchse zuvor gefangen und gefüttert worden waren, damit die Hunde sie später jagen konnten. Es war nichts weiter als Barbarei und Grausamkeit, welche sich nur allzu leicht gegen das eigene Volk richten konnte und wenn sie nur darüber nachdachte, dass es in anderen Ländern beinahe ein Sport war vermeidliche Verbrecher bis zur Erschöpfung zu jagen, dann wurde ihr noch schlechter als ohnehin schon.
"Nein ...", wehrte sie schließlich ab und schüttelte den Kopf, ihren Mantel enger um die Schultern schlingend während sie den Versuch startete, die grausamen Bilder aus ihrem Geist heraus zu bekommen. "Die Jagd klang für mich stets grausam, aber nach Euren Ausführungen, Ser Charles, bezweifle ich, dass ich alledem wirklich etwas abgewinnen könnte. Diese armen Geschöpfe können nichts für die Eintönigkeit der alten Adligen und ich habe es noch nie vermocht, blutigen Spielen auch nur irgendetwas abgewinnen zu können ...", beendete sie schließlich ihre Worte, in der Hoffnung die anderen hatten verstanden, dass es ihr lieber wäre, nicht weiter darüber sprechen zu müssen.
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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 11:02 pm

„Nun was ihr beleuchtet ist nur ein Teil der Jagd eure Hoheit.“ Phillipa würde ihn köpfen wenn sie davon erfahren würde, dessen war er sich sicher und wenn er seine Karten jetzt nicht richtig ausspielen würde, so würde der erste Eindruck, den man nie wirklich abändern konnte, reichlich negativ ausfallen. „Es ist nur ein kleiner Aspekt einer Jagd und ich persönlich zähle die Treibjagd nicht zu den Dingen, die diese Beschäftigung ansehnlich machen. Nein, die Falkenjagd Beispielsweise hat etwas Erhabenes und majestätisches. Ja einige Gelehrte und Historiker gehen sogar soweit, dass sie einzelne Epochen in ihren Büchern nach dem Namen eben solcher Tiere benennen.“
Er sah einen Augenblick lang von Ileana zu Charles, welcher die negative Beleuchtung seines Aufgabenbereiches erst ins Rollen gebracht hatte. „Doch ich kann euch beruhigen, meine Aufgaben würden, sollte man mich einstellen, bei weitem nicht diese sein. Es geht vor allem um die Vorbereitung, um das Abrichten der Tiere zur Jagd und um das Zurechtmachen der Felle, bevor sie an die Schneider gehen.“
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 11:09 pm

Charles schenkte Ileana ein kurzes Lächeln, welches ihr symbolisierte das auch er nicht weiter an solch einer Ausführung interessiert war. "Wo wir gerade von Schneidern sprechen, eure Hoheit - ich habe gehört wie einige Hofdamen sich darüber stritten bei welchem Schneider ihr eure Kleider machen lasst. Wenn ich euch einen bescheidenen Rat geben darf - gebt ihnen den Namen dieses Schneiders, so ihr es beliebt. Sie alle werden versuchen eure Kleider nachzuahmen und wenn der Schneidermeister ein Mann von Ehre ist, so wird er ihnen stets Kleider schneidern, die den euren ähneln ohne jedoch je ihre raffinesse zu erreichen. Wenn ihr euch mit eurer Mode positioniert und die adligen Damen es euch nachtun, so wird sich dies verbreiten wie ein Lauffeuer. Sie werden sich mit euch identifizieren, was ihre Treue zu euch steigern wird. Außerdem könnt ihr so auch einige der Tiere schützen. Momentan wird viel Fell und Leder verwendet - solltet ihr dies reduzieren müssen weniger Tiere nur der Mode wegen sterben"
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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 11:21 pm

„Nun ich bin nicht in der Kunst der Schneiderei bewandert, allerdings sind die Alternativen dazu relativ begrenzt, vor allen in den Wintertagen. Stoffe wie Seide und dergleichen bieten recht wenig Schutz vor der Kälte und der einzig andere Stoff der mir einfällt ist Hanf, wobei sich dieser keineswegs Vorteilhaft tragen lässt.“ Das er verbal derart ins straucheln geriet und das in einer so kurzen Zeit hatte er nicht vermutet. Er hatte vermutet das all das hier viel einfacher sein würde, dass er nur ein paar Gespräche über Wochen, vielleicht auch über Monate hinweg zu führen brauchte, doch in diesem Augenblick bemerkte er, wie unsinnig diese Vorstellung eigentlich gewesen war. Jedes Wort war hier ein möglicher Verdacht oder etwas, dass man einem falsch auslegen konnte und wie Charles seine Worte umgedreht und gegen ihn verwendet hatte, grenzte schon fast an ein Kunststück.
Doch wohlgemerkt ein Kunststück, dass er selbst nur allzu gern beherrscht hätte. „Nun ich würde euch eine Treibjagd oder dergleichen niemals zumuten eure Hoheit und zudem steht es nicht fest ob ich diesen Posten überhaupt bekomme. Allerdings würde ich euch später, wenn es euch genehm ist ein paart Bücher bringen. Ich war bereits in eurer hiesigen Bibliothek doch ein paar der Stücke die ich selbst Jahrelang immer und immer wieder gelesen habe fehlen dort. Es sind bei weitem keine bekannten Werke, oft gab es davon nur ein oder zwei Ausführungen, doch spiegeln sie die Wünsche und die Fantasie des einfachen Volkes.“
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 11:40 pm

Einmal mehr bemerkte sie, dass sie in Wahrheit weder eine Ahnung über Stoffe besaß, geschweige denn darüber, dass ausgerechnet ihre Hofdamen ihr nacheiferten und einmal mehr fühlte sie sich wieder wie das einfache Mädchen, das sie einst gewesen war und dem nichts anderes übrig blieb als sanft zu lächeln und sich weitestgehend still zu verhalten. Es gab Gewänder, die aus Hanf waren? Sie erinnerte sich an den scheußlichen faserigen Stoff, den ihr einer der Schneider einmal gezeigt hatte und der auf ihrer Haut so sehr gekratzt hatte. Seide erhielten sie nur aus Aurea und das auch nur in so geringen Mengen, dass es für den restlichen Hofstaat vermutlich zu teuer sein würde, auch nur ein einziges seidendes Gewand zu besitzen und wehmütig dachte Ileana an ihr eigenes weißes Nachtgewand zurück, das Aiko so grob zerrissen hatte und das sie noch immer aufgehoben hatte, weil sie es nicht übers Herz gebracht hatte, es fortzuwerfen. Es war ein Geschenk gewesen und jetzt taugte es zu nichts mehr als einem paar blutige, zerschlissene Lumpen.
"Es gibt zahlreiche andere Stoffe, Ser Robert, außer Seide und ... Hanf ..., von denen ich nicht glaube, dass sie weit besser für die kalten Monate geeignet sind und die wohl trotz alledem nicht implizieren, dass Tiere aufgrund der Vergnügungssucht Adliger sterben mussten", erwiderte Ileana lediglich, die noch immer nicht so recht wusste, womit sie es hier zu tun hatte und weshalb der junge Mann von der Jagd auf Tiere, hin zu Gewändern und letztlich dann bei Büchern hängen blieb. "Von welchen Büchern sprecht Ihr denn, Ser, die noch in der Sammlung des Hofes fehlt und die Ihr dieser zuführen möchtet?"
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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 11:51 pm

„Nun es gibt zahlreiche. Eure Bibliothek beherbergt viele der großen Klassiker, von „einem anderthalben Jahrhundert Poesie“ bis hin zu den „eisernen Tränen“ gibt es alles was der gebildete Geist kennen sollte, allerdings fehlen viele Werke des einfachen Volkes wie Beispielsweise die Geschichte der „Dame des Sees und dem Herrn aus Gold.“ Es würde zu lange brauchen die Geschichte in allen Einzelheiten darzulegen, doch lasst mich euch zumindest einen kurzen Überblick gewähren. Es geht um ein fiktives, kleines Fischerstädtchen in welchem ein Fürst lebt, dessen Herz all die Jahre in denen er regierte durch keine Frau erweicht werden konnte. Doch eines Tages begibt es sich, dass er, als er mit ein paar Gefährten auf das Meer hinausfährt, eine Nixe trifft und sich in sie verliebt. Sie treffen sich häufig, sprechen erstaunlicherweise sogar die gleiche Sprache und werden schnell zu einem Herz und einer Seele. Allerdings lässt die Frage nach dem zusammenleben immer wieder Streitigkeiten aufkommen, denn wo der eine nicht auf seine Füße verzichten will, will die andere nicht auf ihre Schwanzflosse verzichten.
Auch gibt es Werke wie „die Heldentaten des Kamgrad Herzensgut.“ Fehlen, eine Geschichte über mehrere Bände gestreckt in der es um einen jungen Mann geht, der sich in die Welt aufmacht um sein Glück zu finden.“
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Innenhof   So Dez 07, 2014 11:59 pm

"Ich kenne diese Geschichten. Es sind vortreffliche Kindermärchen und Possen. Sind "Die Heldentaten des Kamgrad Herzensgut" nicht sogar ein Schwank?" schaltete sich schließlich Charles wieder in das Gespräch mit ein. "Es sind wahrlich hübsche Geschichten des einfachen Volkes, wengleich sie auch alle vor etwa einhundert Jahren geschrieben wurden und so viele Versionen besitzen, dass man sie kaum auf die ursprüngliche zurück führen kann. Aber wenn man Interesse an frühalterlichen Geschichten hat, so gibt es wie Ser Robert bereits sagte kein besseres Buch als "Dame des Sees und dem Herrn aus Gold"" erklärte er und nickte um Roberts Wissen über Kinderbücher und Märchen anzuerkennen.
"Da fällt mir ein, seine Durchlaucht Drake hat mir etwas für euch mitgegeben. Er sagte, ihr hättet danach gefragt. Er sagte, ich soll euch ausrichten, dass es eine ganze Menge arbeit war das Exemplar zu besorgen. Aber er hat es schließlich auftreiben können. Wenn ihr wollt kann ich es euch nachher geben: Das einzige, noch bekannte Exemplar von "Der Zeit des Löwen: Eine Chronik der Xeldaric und deren Vorgeschichte""
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Dez 08, 2014 12:10 am

„Verzeiht Ser Charles, doch ich bin kein Ritter und verdiene daher den Titel mit dem ihr mich ansprecht nicht. Und die literarischen Werke die ihr genannt habt einfach als Kinderdinge abzutun ist, wenn ich es so nennen darf, reichlich kurzsichtig. Bücher die wir unseren Kindern zu lesen geben, sollten sie diese Gabe denn besitzen oder die wir ihnen wenn nicht vorlesen, formt sie. Es formt sie ebenso wie die Erziehung ihrer Eltern und ihre Umwelt. Und mir graut es vor dem Tag an dem Jemand die Kinder vergisst, da jeder die Bücher in denen die Einfachheit für einen kindlichen Geist steckt verschämt. Die wahre Kunst, wie ich festgestellt habe ist es, etwas zu erschaffen, wovon Jung und Alt profitieren. Und genau das sind diese Werke. Dinge die eurer Volk geschaffen hat und die ihre Situation wiedergeben, besser als jede Liste oder Bericht. Es zeigt ihre Nöte, ihre Ängste und ihre Wünsche. Denn geschrieben werden sie von erwachsenen Männern und Frauen, die ihr Leben so gut sie können in Demut und Eintracht führen.“
Erneut spürte er in den Worten von Charles einen regelrechten Blitzschlag und er war noch immer überrascht darüber, wie stark der andere gegen ihn ging und wie sehr er versuchte, ihm jegliche Reputation, nein, jegliche Ernsthaftigkeit vor Ileana zu nehmen und noch immer hatte er Probleme damit, diese entsprechend zu beantworten. „Verdammt Phillipa du hast mir gesagt dass das hier eine Schlangengrube sei, doch das man für jeden einzelnen Blick oder jeden Gang mit der Königin gebissen wird, hast du nicht erwähnt!“ Natürlich war es falsch der Zauberin dafür die Schuld zu geben, doch machte dies die Situation im Augenblick leichter, auch wenn er wusste dass er diesen Gedanken spätestens dann revidieren würde, wenn er sie erneut um Rat fragen würde.
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Dez 08, 2014 12:44 am

"Bücher, die Ihr Kindern zu lesen gebt?", echote Ileana lediglich und verengte für einen kurzen Moment die Augen während ihr Blick hinüber zu Robert glitt und sie den jungen Mann noch einmal genauer ins Auge fasste. Nicht nur, dass er hierher kam und sie zu einer Jagd bringen wollte, dass er ihr Gewänder aus Hanf anziehen wollte, damit sie keinen Tieren etwas antun musste, inzwischen begann er sogar davon, ihr Kinderbücher zu lesen zu geben, weil man das mit Kindern nun einmal so machte und sie davon lernen sollten. Sie schob stolz ihr Kinn ein Stück weiter in die Höhe, während sie im Inneren erneut Grahams Stimme hören konnte, wie er sie schallt, dass sie närrisch sei, dass sie nichts weiter als ein Kind sei, das seinen Platz noch nicht kannte und sie hörte Aikos wütende Worte in ihren Ohren, ihr eigenes Weinen. Sie hatte ihr eigenes Kind verloren, weil es nicht hatte sein sollen, ihre Möglichkeit jemand anderem die Geschichten vorzutragen. Nein, fortan würde sie sicherlich nicht noch einmal vor jemandem zurückschrecken und sich zurückhalten lassen, sie würde sich nie wieder als Kind bezeichnen lassen, weder von Graham, noch von Robert oder irgendjemandem sonst.
"Ist es etwa das, was ich in Euren Augen bin, Robert, da Ihr auch mir diese Geschichten zu lesen geben möchtet? Nichts weiter als ein Kind, welches auf eine solche Lektüre angewiesen ist, damit es geformt wird?", fragte sie, hob aber die Hand, um seine Antwort im nächsten Schritt bereits wieder zu unterbinden und noch einmal den Kopf zu schütteln. Sie hatte genug gehört für diesen Augenblick, genug um ganz genau zu wissen, wo ihr eigener Stellenwert in dieser Unterhaltung lag und wie der andere sie sah. "Die Herren werden mich entschuldigen", beendete sie die Unterhaltung ehe sie sich umwandte und den Innenhof verließ, die Schritte ihrer Garde unmittelbar hinter sich.
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Dez 08, 2014 11:36 pm

"Eure Hoheit?" Charles reichte Ileana die Hand um sie die letzte Stufe in den Stall hinab zu begleiten. Normalerweise war es nicht üblich, dass die Königin den Stall betrat - sie bestieg ihr Pferd in der Regel direkt im Innenhof wo ihr Kleid nicht von Stroh und Schmutz bedeckt werden konnte, aber Charles hatte seine Gründe die junge Herrscherin direkt in den Stall zu bitten, der auf dem Weg bis zu dem stolzen Pferd mit Teppich ausgelegt worden war. "Möglicherweise habt ihr euch gefragt wieso ich euch heute morgen ein anderes Unterkleid herausgelegt habe" erklärte er leise und geleitete sie zu dem Pferd, welches bereits gesattelt war. An dem Damensattel war eine seltsame Konstruktion befestigt, die aussah wie ein Holzbein welches den gleichen Strumpf und den gleichen Schuh trug wie Ileana, deren langes Reitkleid von dem Teppich sauber gehalten wurde. "Ich habe mir sagen lassen, dass ihr früher gerne geritten seid, den Damensitz allerdings verabscheut. Da die Hofetikette diesen aber weiterhin verlangt... nun. Ich habe die ganze Nacht an diesem Sattel gesessen. Unter dem langen Reitkleid wird niemand bemerken, dass ihr wirklich reitet und das Holzbein nun, es bewahrt weiterhin das höfische Doktrin." er lächelte schelmisch. "Wenn ihr natürlich die Eleganz einer Dame bevorzugt und den Trab dem Galopp vorzieht, nun so kann ich die Attrappe natürlich gleich abnehmen" er zwinkerte ihr zu.
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mo Dez 08, 2014 11:59 pm

Der Vorschlag auszureiten und ihr damit ein wenig mehr Freiheit zu ermöglichen, kam gänzlich unerwartet und hatte sie in die Bredouille gebracht, kein Pferd zu besitzen, das sie reiten konnte bis Adriana ihr angeboten hatte, ihre eigene Stute Nerva zu nehmen. Sie wusste, dass das große weiße Pferd zahm war und ein ruhiges Gemüt besaß, etwas, das sie vermutlich an diesem Tag mehr als gut gebrauchen konnte, nachdem ihr über all die Zeit hier stets nur mitgeteilt worden war, dass Frauen nun einmal nicht ritten, dass es sich geziemte, sich ohne großes Gefolge vom Hof zu entfernen - heute wieder den Wind in ihren Haaren zu spüren, wissend, dass sie ein einziges Mal nicht ständig von der Hundertschaft an wachsamer Augen würde begutachtet werden, half ihr dabei, sich wieder ein wenig freier zu fühlen als all die Zeit zuvor. Als Charles sie nun jedoch hinunter bis zum Stall geleitete, in welchem die große Frießenstute stand, um ihr seinen Plan zu erläutern, blinzelte Ileana verwirrt, nicht wissend, ob der andere sich dabei nur einen Scherz erlaubte oder ob er es tatsächlich ernst mit seinem Vorschlag meinte. Gedanklich hatte sie sich bereits damit abgefunden, Rücksicht auf Etikette und höfische Doktrin nehmen zu müssen - nun eine Chance zu erhalten, daraus ausbrechen zu dürfen, trieb ihr unweigerlich ein schmales Lächeln auf die Lippen.
"Nein, es ist schon in Ordnung. Vielen Dank für Eure Hilfe", antwortete sie und streckte behutsam eine Hand nach dem großen Tier aus, strich sacht über die samtweichen Nüstern ihres Pferdes und hoffte inständig, dass Adrianas Meinung von dem Tier auch die Richtige gewesen war. Sie war so lange nicht mehr geritten und im Stillen hoffte sie darauf, dass das Tier ihr die Fehler verzeihen würde, die sie machen würde. "Es war eine gute Idee, diesen Ausritt vorzubereiten, umso mehr mir eine Möglichkeit zu geben mit den Männern Schritt halten zu können, ohne sie zu zwingen auf mich Rücksicht nehmen zu müssen."
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Dez 09, 2014 12:07 am

"Wie ich zuvor betonte eure Majestät, ich bin dafür da um euch die Sorgen des Alltags zu nehmen sogut es mir möglich ist. Es ehrt mich, dass ich damit den richtigen Weg eingeschlagen habe" erwiderte er und trat zu einer kleinen Trittleiter, welche er heran trug. Sie war zum Glück besonders breit, so dass es nicht schlimm sein würde, wenn zwei Leute darauf standen. Er streckte der Königin de Hand entgegen, half ihr zuerst auf das Treppchen, ehe er sie an der Hüfte griff und sie mit starkem und sicherem Griff nach oben auf das Pferd hob wo sie sich selbst ordnen konnte. Er zupfte noch einmal an dem langen Reitkleid, gab acht das ihr Bein verdeckt war und das unechte hervor schaute. Er zog das Kleid noch einmal an der Flanke glatt und als er zufrieden war nahm er das Treppchen beiseite und führte sein eigenes Pferd, ein Fuchs dessen charakteristischer, hoher Schweifansatz ihn als Vollblut-Surdaner enttarnte. Er schwang sich ebenfalls auf das stolze Tier und klopfte diesem liebevoll an den Hals. "Wen habt ihr noch zum heutigen Ausritt geladen eure Hoheit?"
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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Dez 09, 2014 12:17 am

Das Tier zog immer wieder an dem Zaumzeug und so oft er ihm auch über den Hals strich, es schien sich einfach nicht zu beruhigen. Den Namen „der Tänzelnde Teufel“ war scheinbar zutreffender als er gedacht hatte, denn ebenso hatte der Stallmeister das Tier genannt, als Robert es aus der Koppel abgeholt hatte. Er war Adriana dankbar dafür dass er überhaupt die Chance an etwas derartigen erhielt, denn es war nicht alltäglich mit der Königin auszureiten, doch weder sein Pferd, noch der Umstand das er in der Ferne Charles erblickte, würden es ihm an diesem Tag erleichtern ein besseres Bild auf ihn zu werfen. „Jetzt sei ruhig verdammt, ich mach das hier genauso ungern wie du!“ Fauchte er sein Tier an in der Hoffnung es könnte ihn verstehen. „Pass auf, wenn du und ich heute Zusammenarbeiten bekommst du einen ganzen Korb Möhren. Du musst sie mit keinem Teilen, mh? Ganz für dich allein mein Guter.“ Und tatsächlich schien das Pferd zu hören, es schnappte nicht nach ihm als er ihm gegen den Hals klopfte und ließ sich sogar bereitwillig in Richtung von Charles und Ileana ziehen, die ihm bereit entgegen kamen.
„Eure Hoheit.“ Er verneigte sich tief und hielt einen Augenblick lang inne, während er immer wieder die Grundregeln durchging, die Adriana ihm aufgeschrieben und er tief bis in die Nacht gelernt hatte. „Ser Charles Bennain.“ Begrüßte er dann wiederum den anderen, doch unglücklicherweise bekam sein Pferd genau in diesem Augenblick eine erneute Laune, schüttelte mit dem Kopf und zog somit Robert, der die Zügel noch immer in der Hand hielt nach hinten, dann nach vorn, ehe es sich schließlich beruhigte. Er versuchte noch die Hand an das Tier zu legen um es so wirken zu lassen, als wäre das beruhigen sein verdienst und nicht die schiere Faulheit des Pferdes, doch ob dies auch so wirkte, dass wagte er zu bezweifeln. „Es freut mich euch zu sehen und ich danke euch dafür, dass ihr mir die Freude zuteilwerden lasst, euch begleiten zu dürfen.“
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Jérôme von Belatona

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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Dez 09, 2014 12:35 am

Jérôme hatte sein Pferd selbst gesattelt, nachdem er es eine halbe Stunde gestriegelt hatte. Narziss war sein ein und alles und darum bemühte er sich, sich so gut es ging selbst um das Stolze Tier zu kümmern, welches ihn nun schon so viele Jahre begleitete. Jérôme war über die Maßen froh, dass er von der Königin auf diesen Ausritt eingeladen worden war. Seitdem er sie bei ihrer Hochzeit gesehen hatte, hatte sie ihn fasziniert und nun hätte er vielleicht endlich einmal die Gelegenheit sie etwas besser kennen zu lernen und das sogar abseits der nur allzu strikten Regeln und Etikette des Hofes. Bei Hofe wusste man nie, ob man in jemandes Gesicht blickte oder bloß eine Maske betrachtete, die mit Kalkül das Gesicht seines Gegenübers zierte, ganz gleich welche Emotionen darin zu erkennen waren.
Er zügelte seinen Beierländer und neigte sein Haupt tief vor der Königin. "Euer Gnaden.", grüßte er Ileana. "Es ist mir eine große Ehre euch auf diesem Ausritt begleiten zu dürfen. Ich hoffe ihr werdet mich als gute Gesellschaft empfinden.", erklärte Jérôme mit einem jungenhaften Lächeln. "Ser Charles, es ist mir eine Freude euch kennen zu lernen.", grüßte er den Kämmerer und blickte zu einem ihm unbekannten Gesicht herab, das offensichtlich mit seinem Pferd zu kämpfen hatte. Er stieg in einer fließenden Bewegung herab und reichte ihm die Hand. "Ich bin Ser Jérôme von Belatona, es freut mich stets neue Bekanntschaften zu machen. Wie ist euer Name, wenn mir die Frage gestattet ist?", fragte er den Mann höflich und mit einem freundlichen Lächelen.
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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Dez 09, 2014 12:48 am

Robert neigte sein Haupt vor dem Fremden der mit einem Mal zu der kleinen Gesellschaft dazu getreten war. „Ein Ser, natürlich. Und noch dazu von Adligem Geblüt. Es wird von Sekunde zu Sekunde besser – aber, natürlich war es eine grandiose Idee diesen Ausflug zu begleiten Adriana! Bei Gott, ich weiß nicht einmal wie ich in diesen Sattel kommen soll!“ Er war selbst noch nie geritten und hatte sich in den letzten paar Minuten immer wieder dabei ertappt, wie er sich zu fragen begann wofür all die Zaumzeug eigentlich war und wie man das Pferd derart ruhig halten konnte, wie Ileana es tat. „Ro…“ Ein kurzes hin und her schwenken des Pferdeskopfes brachte ihn aus dem Konzept und stieß ihn ein Stück weit nach vorn. „Robert Langton. Weder Ser noch ein anderer Vertreter des Adelsgeschlechtes.“ Nun, sowohl Charles wie auch der Mann, dessen Name er bisher nicht auszusprechen wagte, denn er schien schwerer zu sein als Adrianas höfische Regeln, wäre das alleinstehen des Namens ohnehin aufgefallen und er hatte ihnen zumindest die Möglichkeit nehmen wollen, die Chance zu ergreifen und dies zu kommentieren, und dass indem er es selbst tat.
Sein Pferd hatte sich inzwischen beruhigt, sah nur noch mit den Augen immer wieder zwischen den Anwesenden hin und her, doch abseits dessen verhielt es sich ruhig, wofür er alle Gottheiten die es in dem bekannten Kosmos gab, zutiefst dankte.
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof   Di Dez 09, 2014 1:05 am

Belustigt hatte Ileana bislang Roberts Kampf mit seinem Apfelschimmel vom Rücken ihres Pferdes beobachtet und die behandschuhten Hände sanft um die Zügel gelegt, um das Tier ruhig zu halten, das für einen kurzen Moment lang begonnen hatte zu tänzeln, scheinbar angesteckt von Roberts unruhiger Stute, die weder mit ihrem Reiter zufrieden schien, noch schien es umgekehrt der Fall zu sein. Sacht trieb sie Nerva die Fersen ein Stück weit in die Flanken und brachte das Tier dazu ein paar Schritte nach vorn zu machen, um es ihr zu ermöglichen nach den Zügeln des Schimmels zu greifen, das Robert reiten sollte und diese an sich zu nehmen ehe sie ihre zweite Hand ausstreckte und sanft über die lange Mähne des Tieres strich. "Ihr habt Euch ein unruhiges Tier ausgesucht, Robert, wenn ich das bemerken darf, aber ich schätze, Ihr werdet es gut zu bändigen wissen", äußerte sie mit einem Lächeln auf den Lippen ehe sie die Zügel wieder an den jungen Mann zurück gab und ein leises Seufzen verlauten ließ als erneutes Hufgeklapper erklang, die die Gardisten ankündigten, die sie begleiten und beschützen würden.
"Nun denn, meine Herren, wollen wir?", fragte sie und lenkte ihren Blick noch einmal über die Gesichter ihrer Begleiter, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Dem jungen Belatona war sie bislang nur ein einziges Mal kurz begegnet und im Stillen hatte sie immer wieder bedauert, dass seine Familie so oft in der Kritik gestanden hatte, sich mit dem Feind in ihrer eigenen Familie eingelassen zu haben - Jérôme schien freundlich und sie mochte sein Lächeln. Charles, welcher sich in seiner Position als ihr neuer Kämmerer ohnehin bereits verdient gemacht hatte, weil er wohl einer der einzigen Menschen in ihrem Leben war, die ehrlich zu ihr sprachen und sie nicht fürchteten oder ihr gefallen wollten. Robert, der Neuankömmling an diesem Hofe, dessen Nachnamen sie bislang noch gar nicht gekannt hatte und dessen Tun ihr auch jetzt wieder ein Lächeln aufs Gesicht zauberte, wie es vor dem verhängnisvollen Gespräch im Innenhof der Fall gewesen war.
Erneut drückte sie Nerva die Fersen in die Flanke und trieb das große Tier zu den Eingangstoren hin, ihre Haltung noch einmal korrigierend und das Kinn ein Stück empor streckend. Es würde in jedem Fall ein unterhaltsamer Nachmittag werden.
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Dez 10, 2014 12:33 am

Charles war dankbar, dass der heutige Herbstabend von mildem Klima war. Keine Wolke verdunkelte den Himmel und so war auch die Gefahr ob des Regens verbannt. Er hatte die letzten Tage damit zugebracht die besten Künstler des Landes zu engagieren sowie die Arbeiter umher zu scheuchen, damit sie Bänke, Bühne und Tribüne zimmerten und den Garten mit Girlanden aus Eicheln und in Glas eingefassten Kerzen geschmückt, welche nun, da der Abend dämmerte den Weg erleuchteten. Es waren mehrere Bühnenbilder erstellt worden und so langsam füllten sich auch schon die Besucherplätze mit Höflingen und Bediensteten, welche natürlich strikt getrennt worden waren. Für Robert und seine Mutter hatte er Plätze bei den Höflingen arrangiert, während Jérôme auf einem leicht  abgesenkten Platz zur Rechten der Königin Platz nehmen würde. Er selbst besaß keinen Stuhl, sondern würde für das leibliche Wohl der Gäste der Tribüne sorgen, zu denen neben Jérôme und Ileana auch Adriana gehörte. Am Eingang zur Tribüne stand Gawain und hielt wie stets Wache. Er hatte Ileana ein neues Kleid in ihr Gemach bringen lassen. Eine Herbstvariation - verziert mit Eicheln und buntem Laub, welches in kleine Haken und Ösen eingearbeitet war, während auch der Stoff rot-gelb und Brauntöne mischte.
"Eure Majestät, Ser Jérôme" begrüßte Charles die Neuankömmlinge und führte sie zu ihren Plätzen. "Ich hoffe, dass die kleine Darbietung welche ich für heute Abend vorbereitet habe euch und den Rest der Gemeinschaft erfreuen werden. Wir haben für den Anfang einige Komödien vorbereitet und werden den Abend mit Tragödien ausklingen lassen. Für warme Getränke und Decken zu den Nachtstunden ist gesorgt" erklärte er und stellte sich schließlich neben Ileana.
Auf die Bühne traten nunmehr einige Schauspieler, sowie auch Musiker mit allerlei Instrumenten. Auch Robert war unter den Schauspielern und trug einen falschen, roten Bart sowie ein Kostüm welches an einen Zwergen erinnerte und mit Sicherheit ausgestopft war. Es hatte einige Zeit gedauert bis Robert sich hatte überreden lassen und nachdem er das Kostüm angezogen hatte, hatte Charles Pflichtbewusst die andere Kleidung einigen Höflingen zum Reinigen mitgegeben.
"Das erste Stück ist das sogenannte "Zwergenlied". Es kommt aus den Südöstlichen Städten und ist eine alte Volkssage welche wir an den heutigen Abend angepasst haben" erklärte Charles ehe die Musik begann.

„Es war mal ein häßlicher, uralter Zwerg, der kam aus ‘nem Reiche, tief unten im Berg, der Zwerg war nicht schön, denn er war ziemlich fett und zu andern Leuten war er gar nicht nett. Sein Bart war echt riesig, rot flammte sein Haar Und ständig besoffen dieser Zwerg war, dann gröhlte er sauer: "Ja wo samma denn hier? Ich will mehr Met und mehr Wein und mehr Bier!“ Sang der Chor und die Bediensteten, welche diese Weise welche Robert selbst ausgesucht hatte kannten, klatschten begeistert mit, einige summten sogar den Refrain mit.

„Haiho, haiho, haiho, haiho Will Wein und Met und Bier sowieso Haiho, haiho, haiho, haiho Denn nur um Suff bin vergnügt ich und froh! Haiho!

Der Zwerg, er soff Bier, er soff Wein, er soff Met, dass soviel Gesöff in ‘nen Zwergen reingeht das konnt keiner glauben, d’rum forschte man nach und so kam die schreckliche Wahrheit zutach! Das Zeug nämlich, so ein Magier rausfand, durch ein Loch in ihm in den Limbus verschwand, der Zwerg aber sagte: "Ja, seid ihr denn bleed? Gebt mir mehr Bier und mehr Wein und mehr Met!"


Haiho, haiho, haiho, haiho Will Wein und Met und Bier sowieso Haiho, haiho, haiho, haiho Denn nur um Suff bin vergnügt ich und froh! Haiho!

Da sprach Adriana: "Wir beenden sein Leiden, ganz einfach indem wir den Bart ihm abschneiden!" Der Zwerg aber sagte: "Wer den Bart mir rührt an, der war für die längste Zeit mal ein Mann!" Da zückte die Hexe selber das Messer, doch das hätte sie gelassen mal besser! Denn der Zwerg, der schenkt ihr so richtig eine ein Und schrie: "Gebt mir mehr Met und mehr Bier und mehr Wein!"


Haiho, haiho, haiho, haiho Will Wein und Met und Bier sowieso Haiho, haiho, haiho, haiho Denn nur um Suff bin vergnügt ich und froh! Haiho!

Ser Gawain sprach: "Ja so geht das nicht! Dass Du eine Frau schlägst, elender Zwergenwicht! So nimm diesen Stich!" – und zu er dann stach, doch der Zwerg seinen Krug überm Kopf ihm zerbrach. Da war der Mann hin, doch der Krug war es auch, da hatte der Zwerg vielleicht eine Wut im Bauch! Doch dann schob er den Zapfhahn einfach in den Mund sich rein: „So krieg ich mehr Met und mehr Bier und mehr Wein!"


Haiho, haiho, haiho, haiho Will Wein und Met und Bier sowieso Haiho, haiho, haiho, haiho Denn nur um Suff bin vergnügt ich und froh! Haiho!

Der Zwerg hing am Bierfaß, da sprach der Graf Grahom: "Das ist kein Problem, hah, den kriegen wir schon!" Er rief seine Garde und sagte nur: "Fass!" Und die sollten holen das Zwerglein vom Faß. Da hat der Zwerg die Garde verdroschen, gab auch dem Gräfchen bös auf die Goschen und als man ihn später in den Kerker war rein schrie er: "Ich will mehr Met und mehr Bier und mehr Wein!"

Haiho, haiho, haiho, haiho Will Wein und Met und Bier sowieso Haiho, haiho, haiho, haiho Denn nur um Suff bin vergnügt ich und froh! Haiho!

Der Zwerg saß im Kerker, oh es war ein Graus! Denn der Zwerg wurde nüchtern hielt vor Wut es kaum aus Und als man ihn führte auf das Schafott, da haute er laut fluchend den Galgen zu Schrott! Danach traute keiner sich an ihn mehr ran, so ging zurück zum Wirtshaus der Zwergenmann, er pflanzte sich hin, schrie: "Hey, ich bin wieder hier! So gebt mir mehr Met und mehr Wein und mehr Bier!"

Haiho, haiho, haiho, haiho Will Wein und Met und Bier sowieso Haiho, haiho, haiho, haiho Denn nur um Suff bin vergnügt ich und froh! Haiho!

Der Zwerg war eine Plage, drum sich die Auri trafen, gemeinsam den Zwerg sie in den Limbus reinwarfen, da kamen die Geister und wollten ihn fressen, doch der Zwerg sprach: "Jungens! Das könnt ihr vergessen. Ich will jetzt was trinken!" – doch im Limbus gabs nix! Der Zwerg, der tobte, das sei wohl ein Witz Dann schlug er die Geister einfach kurz und klein Und schrie: "Gebt mir mehr Met und mehr Bier und mehr Wein!"

Haiho, haiho, haiho, haiho Will Wein und Met und Bier sowieso Haiho, haiho, haiho, haiho Denn nur um Suff bin vergnügt ich und froh! Haiho!

Der Zwerg ist noch heute in den Limbus verbannt, vom Volk wird er "der Suffdämon" nun auch genannt, beschwören kann den Zwergen-Dämonen man auch wohl, man braucht nur eins und das ist Alkohol! Der Zwerg tut dem Beschwörer dann auf den Kopfe schlagen Und der darf mit nem dicken Schädel sich dann plagen So trinkst Du viel Met und viel Bier und viel Wein, wird am nächsten Tag das Zwerglein bei Dir sein!

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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Dez 10, 2014 1:00 am

Er hatte nicht erwartet dass die Menge das Stück derart gut aufnehmen würde und sicherlich würde Adriana ihn dafür dass er bei dieser Posse, in der auch sie einen Gastauftritt hatte, mitgespielt hatte, mehrere Wochen lang nur noch Abschriften fertigen lassen, doch den Jubel der Menge und das Klatschen der Königin, die einen Augenblick lang zu dem alten, betrunkenen Zwerg sah, war es wert. Er verneigte sich zusammen mit allen anderen Darstellern die bei diesem Stück ihre Rolle so gut gespielt hatten, wie sie es vermutlich selbst nicht erwartet hatten. Er dankte einigen noch einmal mit einem festen Händedrück, nickte anderen zu und verließ schließlich die hintere Tribüne, die von dem langen Vorhang verdeckt wurde und hinter welcher schon das nächste Bühnenbild aufgebaut wurde.
„Gebt mir bitte meine Kleidung.“ Der Garderobier war ein gestauchter, kleiner Mann dessen Hände fast so groß waren wie sein Kopf und der scheinbar immer streng blickte, denn genau den gleichen Gesichtsausdruck hatte er bereits heute Morgen an ihm entdeckt. „Keyne Kleider da juter Herr, tuts mir aufrichtich Leid.“ „Bitte Entschuldigt aber … ich habe sie vor ein paar Stunden abgegeben, als ich mir mein Kostüm abholte und jetzt.“ „Und jetzt liechst in de Wäscherei!“ Unterbrach ihn der Abgebrochene und scheuchte ihn mit der Hand bereits weg. „Und … wo ist diese bitteschön? Ich …“ „Keynen Zutritt seid so eyn Gipfelstürmer mol n Kleidchn von der Frau Hoheit geklaut hat.“
Und mit diesen, stark akzentuierten Worten wurde er, samt Kostüm und falschem Bart, den er sich inzwischen vom Gesicht gezogen hatte, von der Kulisse geschickt. Einfach neben Philippa setzen konnte er sich jedoch nicht, sodass er versuchte, möglichst unauffällig Adriana auf sich Aufmerksam zu machen.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Innenhof   Mi Dez 10, 2014 1:11 am

Es durfte alles nicht wahr sein. Immer wieder fragte sich die Zauberin, weshalb sie sich noch einmal einen Schützling wie Robert an die Seite genommen hatte und spätestens als sie seine wilden Gestikulierungen erkannte, verdrehte die Zauberin die Augen und entschuldigte sich mit einigen kurzen Worten bei Ileana, nur um ihre Kleider zu raffen. Sie war von der Komödie und ihrem eigenen Gastauftritt darin alles andere als begeistert gewesen, doch angesichts des Lächeln, das sich auf Ileanas Züge gebahnt hatte und das von einem fröhlichen Glitzern in ihren Augen begleitet wurde, hatte sie es vorgezogen, einstweilen den Mund zu halten - ihre Meinung von Charles hatte sich deshalb jedoch nicht gebessert. Es passte ihr nicht, dass der andere so viel Boden gut machte, insbesondere nachdem sie wusste, dass damit auch gleichwohl Grahams Einfluss auf Ileana wieder wuchs und der alte Geier nur allzu gern dafür sorgen würde, dass sie eines Tages den Tod auf einem Scheiterhaufen fand.
Mit einer einzigen Handbewegung rief sie einen der Bediensteten herbei und musterte den jungen Mann, der vor ihr stand prüfend ehe sie die Lippen öffnete, um ihre Anweisungen zu geben. "Geht zu Ser Bennains Gemächern und holt dort eine neue Gewandung für ihn. Seine Letzte ist leider mit etwas Wein bekleckert worden und Ihr wollt doch sicher nicht, dass er so vor die Königin treten muss", sagte sie und nickte noch einmal ehe der junge Mann eilig verschwand und ihr das Gespräch mit Robert ermöglichte. "Du hast es wahrlich darauf verstanden, dich in den Mittelpunkt dieses Abends zu bringen, Robert. Ist dir nicht bewusst, dass fortan der ganze Hof dich nur noch in Gestalt jenes betrunkenen, berauschten Zwerg sehen wird?", fragte sie und schüttelte den Kopf noch einmal ehe ein leises, beinahe resigniertes Seufzen ihre Lippen verließ, als sie ihren Blick über ihn wandern ließ und sie streckte noch einmal die Hand aus, nur um ihn wenig später seines Bartes zu entledigen, den er noch immer umgebunden hielt. Dass die Schnüre in seine Haut schnitten, kümmerte sie in jenem Augenblick nur äußerst wenig.
"Dir wird besser rasch bewusst, wie es hier von Statten geht. Deine Reitstunden beginnen morgen, die Schneider werden deine Gewänder in ein paar Tagen fertig haben und solange wirst du dankbar für deine neuen Gewänder sein."
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