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 Innenhof

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Der Erzähler
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BeitragThema: Innenhof    Fr Aug 15, 2014 10:44 pm

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BeitragThema: Re: Innenhof    Fr Aug 15, 2014 10:59 pm

Marius hatte den schweren Brustharnisch inzwischen wieder an seinen angestammten Platz gelegt, an den, aus Marmor beschlagenen Körper, an welchem auch sein Schwert und sein Helm postiert waren. Sein Haushalt lebte so wie jeden Tag vor sich hin, die Deiner verrichteten ihre tägliche Arbeit, seine Kinder spielten auf dem großen Hof, bis die Sonne am höchsten Stand und sie sich in die großen Bäder begaben, um sich Abkühlung zu verschaffen. Später am Tag sah er sich die Schulaufgaben der einzelnen Kinder an, ging diese mit ihnen durch und machte kurz darauf seine tägliche Bestandsaufnahem der Post die auf seinen Schreibtisch gefunden hatte. Es wurde jeden Tag ein wenig mehr wie er glaubte, denn der Stapel, der sich jeden Tag aufs Neue bildete, drohte inzwischen beinahe zu kippen. Es waren alle möglichen Dinge die verabschiedet werden musste, die verschiedenen Ämter die besetzt werden mussten, die militärische Aufstellung und die derzeitige Stellung seiner Legion, mögliche Anpassung des Soldes und nicht zuletzt der Erlass von bestimmten Strafen, die das Kriegsgericht nicht hatte bearbeiten können, meist aus bestimmten prekären, politischen Lagen heraus. Zumeist brannte inzwischen eine ganze Kerze herunter, ehe er zu seiner Frau ins Bett steigen konnte, wobei diese dann schon schlief und er, erschöpft von der Arbeit des Tages sich ebenfalls nur noch dazu hinreißen lassen konnte, ihr einen kurzen Kuss zu schenken.
Doch an diesem Tag veränderte sich die alteingesessene Routine und zwei seiner Wachen brachten einen seiner Bastarde, dessen Name ihm im ersten Moment entfallen war, sowie der neue Legatius der 14 Legion, in seinen Innenhof. „Quintus.“ Murmelte er verwundert. „Nun mein Sohn, eine … eine Freude dich zu sehen. Was führt dich her?“
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Innenhof    Fr Aug 15, 2014 11:21 pm

"Tiberius, Herr" Gaius trat neben seinen Freund und schenkte dem anderen ein breites, krudes Lächeln während er den riesigen Stapel an Papierkram durch das Fenster sah und daran dachte, dass er sich ebenfalls bald  mit dem ganzen Papierkram auseinander setzen musste. "Euer Sohn", er genoss es ein klein wenig zu sehr dieses Wort auszusprechen, "hat sich in Fyham seine Sporen verdient und ich glaube er würde gerne das ein oder andere mit euch besprechen vor allem da er in Fyham nicht zu dem Ruhm gekommen ist, der ihm hätte zustehen können" er trat schließlich wieder einige Schritte zurück und klopfte Quintus auf die Schulter. Er hatte ihm versprochen, dass er Rückendeckung bieten würde und nun da er hier war wollte er sich nicht in die Vater-Sohn Geschichte einmischen. Wenngleich er jedoch gespannt darauf war, was Aurelius sagen würde. Er wusste wie nah sich Marius und Aurelius standen und er wollte seine momentane Stellung nicht gefährden indem er durchscheinen ließ, dass all dies seine Idee gewesen war
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Innenhof    Fr Aug 15, 2014 11:33 pm

Livia hatte ihrem Mann einen "ehelichen" Besuch abstatten wollen, als seine Frau sollte sie ihn am Tag wohl hin und wieder sehen, doch noch ehe sie ganz zu ihm heran getreten war, hörte sie Worte die ihr ganz und gar missfielen. Sein Sohn! Sie wusste, dass ihre Kinder irgendwo im Haus verstreut verstecken spielten und es darum keines ihrer Kinder sein konnte. Den einzigen Schluss den das zuließ war: Einer seiner Bastarde den er mit einer seiner Huren gezeugt hatte war hier aufgetaucht. Und wie sie aus den Wortfetzen heraus hören konnte, wollte er einen Gefallen von seinem Vater. Livia atmete tief ein und aus und bewegte sich sodann in das Blickfeld der Männer und auf ihren Gemahl zu. Sie trat hinter ihren Mann und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Sie drückte so stark zu wie sie nur konnte, was für eine Frau ihrer Statur beachtlich war und lächelte die beiden Besucher an. "Mein Gemahl, wie ich sehe hast du Gäste, willst du mich ihnen nicht vorstellen?", fragte Livia ihren Mann und aus dem Blick, den sie ihm kurz darauf zuwarf, sprach der pure Hass. Er sollte die nächsten Tage lieber nicht versuchen in ihr Bett zu steigen.
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BeitragThema: Re: Innenhof    Fr Aug 15, 2014 11:47 pm

„Sie dürften dir noch immer bekannt sein Livia, es sei denn deine Erinnerung an sie ist inzwischen gänzlich verblasst. Vor dir steht einer meiner ältesten Bastarde, Quintus Aponius, Zeptos der Armee Fyonaras.“ Er schlug die, zur Faust geballte Hand gegen die Brust und streckte diese daraufhin aus, das typische Erkennungsmerkmal ihrer Armee und zugleich die Bekundung des gegenseitigen Respekts, die Quintus wenige Augenblicke später erwiderte. Der stramme Griff seiner Frau störte ihn nicht weiter, doch al sie anfing die beiden anzustarren, löste er sich mit einem Schritt nach vorn von ihr und packte schließlich Quintus Unterarm, so wie er den seinen packte, um die Begrüßung endlich abzuschließen. „Nun ich bin mir sicher dass du etwas zu sagen hast, andernfalls würdest hier nicht auftauchen. Vespan!“ Er winkte einen der Sklaven zu sich. „Zeig meinem Sohn bitte mein Arbeitszimmer, er wird dort auf mich warten bis ich ihn empfange. Ich hoffe du verstehst das.“ Ein eindringliches Nicken war von der Seite des Zeptos zu sehen, welcher sich in der derzeitigen Situation scheinbar immer noch unwohl fühlte. „Nun ich Ehre die Freundschaft zwischen zwei Männern wie kein zweiter, ich selbst fand im Militär einen Bruder im Geiste, doch bevorzuge ich es allein mit meinem Sohn zu sprechen, Legat.“ Er musterte ihn noch einmal mit einem kritischen Blick.
Das Quintus selbst auf die Idee gekommen war ihn ohne Ankündigung zu besuchen glaubte er nicht, sicherlich hatte noch Jemand anderes seine Finger im Spiel und der Mann der gerade vor ihm stand, hatte in letzter Zeit sehr viele Offiziersränge absolviert und das in einer Zeit, die an die Leistungen von ihm und Aurelius grenzten. „Wenn es euch beliebt auf ihn zu warten, steht es euch natürlich frei euch in einem meiner Gästezimmer bewirten zu lassen.“


Zuletzt von Marius Tiberus am Sa Aug 16, 2014 12:02 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Innenhof    Sa Aug 16, 2014 12:00 am

"Vater?", erklang die dunkle Stimme eines jungen Mannes, der in etwa in Quintus' Alter sein mochte und dessen Gestalt nun in dem Innenhof aufgetaucht war, die dunklen Augen misstrauisch von Gaius' hinüber zu Quintus und seinen Eltern wandern lassend. Lucan war der älteste eheliche Sohn, der aus der Verbindung von Marius Tiberius und Livia hervor gegangen war und hatte seit jeher gewusst, wohin sein Vater ab und an verschwand, wenn die beiden stritten - nun zu sehen, was daraus hervor gegangen war, einen der Bastarde seines Vaters nun vor Augen zu haben, traf ihn wie ein direkter Schlag ins Gesicht. Er selbst war früh zum Militär gegangen, hatte stets Ehre und Ruhm bringen wollen und sich inzwischen in den Rang eines Binders hoch gearbeitet, alles daran gesetzt, dass Quintus - der Bastard - seinen ursprünglichen Rang behielt und als der Zeptos vor dem Lager ausgepeitscht worden war, war es für ihn Genugtuung gewesen. "Legat", begrüßte er Gaius lediglich mit einem knappen Nicken und schlug die geballte Faust gegen die Brust, um wenigstens Gaius die entsprechende Ehre zu erweisen, die er ihm schuldete ehe der Legat von einem der Haussklaven fortgeführt wurde.
"Dein Bastard? In diesem Haus?", setzte er die Fragen fort und verschränkte die Arme vor der Brust, die Augen ein Stück weit verengend und dann doch den Kopf schüttelnd. "Und du nennst ihn auch noch Sohn?"
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BeitragThema: Re: Innenhof    Sa Aug 16, 2014 12:10 am

„Du bist nicht derjenige der Mich in Frage stellt Lucan.“ Ermahnte er den Jungen und sah ihn mit einem ernsten Blick an, ehe Gaius schließlich von einem der Diener vorbegleitet wurde, weg von dem Innenhof in dem er Dinge man anhören konnte, die ganz und gar nicht für seine Ohren bestimmt waren. „Er tauchte ohne den geringsten Anlass dazu auf Lucan, zusammen mit seinem Kameraden, einem Legatius, welcher dazu einer der jüngsten in seinem Amt ist und somit einen gewissen Einfluss hat. Was glaubst du wird man über mich denken, wenn ich, den von mir gezeugten Mann nicht mit Sohn anspreche?“ Doch die trübe Fassade die sich daraufhin auf dem Gesicht seines Kindes bildete, ließ ihn sich wieder beruhigen. „Gleich was du gehört hast, du bist mein Stammhalter und der erste in meiner Linie, das weißt du.“ Er machte einen Schritt auf ihn zu und packte ihn mit sanftem Druck am Nacken. „Und genauso gut weißt du dass es Unklug ist einen Mann in einer hohen Position in Frage zu stellen, schon gar nicht wenn dieser nicht angemessen darauf antworten kann, ohne dass er damit seinen Sohn beleidigt. Ich weiß nicht was Quintus will, vielleicht braucht er nur Geld oder versucht durch meinen Namen Einfluss zu erlangen, ich werde es bald genug erfahren. Aber du musst dir darüber bewusst werden das du dich, ebenso wie ich zurück halten musst, egal in welcher Situation. Hast du mich verstanden mein Sohn?“
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BeitragThema: Re: Innenhof    Sa Aug 16, 2014 12:18 am

"Er hätte nicht einmal existieren sollen, Vater. Du hast meine Mutter und du hast uns, immer schon gehabt. Ich begreife nicht, wie ein Mann von Ehre, wie du es bist, sich zu so etwas hat hinreißen lassen und nun auch noch duldet, dass er hierher kommt und etwas von dir verlangen kann. Er hat sich in Fyham bereits Schande gemacht, mehr als nur ein einziges Mal - er hat sich von Alagäsia in Ketten ins Lager bringen lassen und wurde offen ausgepeitscht für seine Lügen. Es bringt dich mehr in Verruf ihn Sohn zu nennen, als es nicht zu tun", lautete Lucans Antwort auf die Worte seines Vaters hin, der sich nur mit Mühe ruhig halten konnte. Er glaubte seinem Vater, dass der andere ohne Anlass hier aufgetaucht war, denn genau das war es auch, was er von Quintus erwartete, aber wenngleich sich sein Vater auch um Neutralität bemühte, so stieß es ihm noch immer sauer auf, dass der andere überhaupt hier war und nun auch noch einen Platz hier zu finden schien, nur weil sein Vater ganz offensichtlich betrunken gewesen sein musste, als er zu Quintus' Mutter ins Bett gestiegen war.
Seufzend griff er nach der Schulter seines Vaters und suchte noch einmal dessen Blick. "Ich respektiere dich, Vater, und ich bin stolz auf das, was du in deinem Amt erreicht hast. Lass mich das bitte nicht bereuen - das ist alles, was ich von dir verlangen kann, und wenn ich dafür Grenzen überschreite, dann soll es so sein und ich akzeptiere die Strafe, aber ich bin nicht Binder geworden, weil ich stets und ständig den Mund gehalten habe."
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BeitragThema: Re: Innenhof    Sa Aug 16, 2014 12:26 am

„Und ich erwarte nicht von meinem Sohn dass er derjenige ist, der still und leise alles hinnimmt. Doch auch erwarte ich dass er die Entscheidung seines Vaters respektiert und akzeptiert. Du wirst es verstehen, wenn auch nicht gleich und wenn es soweit sein sollte wirst du mir dafür danken das ich dir ins Gedächtnis geredet habe. Soldaten sprechen immer und immer wieder über Verfehlungen, doch sind es auch diese, die sie letztlich zu einem der einfachen Soldaten machen. Quntius wird das für alle Zeit eher sein, als wir beide. Denn wir nahmen uns zurück um durch Intelligenz, Geschick in Mut zu beweisen. Ich will Quintus nicht den Mut absprechen und auch besitzt er über ein Gewisses Geschick in der Taktik wie ich mir habe sagen alles, doch ist er zu sehr einer der einfachen Soldaten, als das er den Rang eines Celzers oder gar eines Legaten einnehmen könnte. Doch die Anerkennung die ich ihm zuteilwerden lasse, gleich oder gerade über seine Verfehlungen hinweg, wird man auf mich zurückführen ja, gleichwohl jedoch wird man dies als Akt der Güte empfinden.“ Er zerzauste seinem Sohn die Haare, wie er es so oft getan hatte als er noch kleiner war und machte dann ein paar Schritte nach vorn. „Du grämst dich zu viel über Dinge, die erst in meinem Alter wirklich von Belang sind Lucan. Ich habe Dinge getan auf die ich nicht stolz bin, Dinge die deine Mutter entehren. Doch ein wahrer Mann stellt sich dieses Dingen, anstatt sie als etwas abzutun, was nie geschehen wäre. Merk dir das, in Ordnung?“
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BeitragThema: Re: Innenhof    Sa Aug 16, 2014 12:38 am

Lucan runzelte im ersten Moment die Stirn und schien alles andere als begeistert über das zu sein, was sein Vater ihm eben gesagt hatte, wenngleich er es in jenem Moment auch vorzog nichts darüber zu sagen und den anderen einfach gehen zu lassen. Sie hatten diese Diskussionen zu oft geführt und so blieb ihm nichts anderes übrig als ein leises "Irgendeiner dieser Familie muss sich ja Sorgen um solche Dinge machen, wenn du es schon nicht tust" in sich hinein zu grummeln und erneut den Kopf zu schütteln. Wenn sein Vater diese Ratschläge früher beherzigt hätte, wären sie nun nicht in dieser Situation, seine Mutter müsste nicht stets und ständig aufs Neue unter den Eskapaden seines Vaters leiden und der wohl einzige Grund dafür, dass all das hinter verschlossenen Türen gehalten wurde, war die Loyalität seiner Mutter und seinem eigenen Wohlwollen, wie auch der Stellung, die sein Vater bekleidete und die ihn vor vielerlei Veröffentlichungen beschützte.
Es war eine Farce, was sein Vater hier vor hatte - Quintus einen besseren Rang zukommen zu lassen, nur damit er als gütig und groß da stand und Lucan hätte am Liebsten selbst dafür gesorgt, dass seinem Vater ein Denkzettel verpasst werden würde, der schon viel zu lange überfällig war, aber er wollte seiner Mutter nicht noch mehr weh tun, indem er nun auch noch ihr Leben schwerer machte und so blieb ihm nichts anderes übrig als mit Wut im Bauch umzudrehen und zu gehen.
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BeitragThema: Re: Innenhof    Sa Aug 16, 2014 3:10 pm

Es erschien beiden seltsam den jeweils anderen vor sich zu haben, denn ihre letzte Begegnung lag bereits gute zwei Jahre zurück, als er ihn unter dem Vorwand besucht hatte, er wolle sich die einzelnen Zepten genauer ansehen. Und nun lag der, zweifellos strenge Blick des Vaters auf dem ungewollten Sohn. Dieser wiederum wusste nicht wirklich wo er hinsehen sollte, haderte Anfangs mit den Worten und wirkte im Großen und Ganzen etwa so wie ein Kind, das versuchen wollte ein Geständnis über seine soeben begangenen Gräueltaten abzulegen. Doch blieb es nicht lange dabei, denn eine harsche, rasche Geste gebot ihm still zu sein und sich stattdessen ins Gedächtnis zu rufen wer er war und wie sie beide im Verhältnis zueinander standen. Er wusste dass es für seinen Vater keineswegs erfreulich, ja gar unangenehm sein musste seinen Bastard Sohn vor seiner gesamten Familie zu begrüßen. Die Tatsache dass er sich mit dieser Überraschung jedoch einen Vorteil verhofft hatte, behielt er für sich. Nachdem also eine, für Marius eher unpassende Rechtfertigung darüber gefallen war, Quintus wolle zu seinen Wurzeln zurückkehren und ihn hätte das verlangende Gefühl der Familie gepackt, kam er zum eigentlichen Teil seiner Aussage, welche den Grund, warum er eigentlich aufgetaucht war, ausbreitete.
Marius wusste nach den, ja fast fordernden Worten nicht ob er Lachen oder nur den Kopf schütteln sollte, doch die ernste Miene seines Sohnes ermahnte ihn, eher auf die zweite der beiden Möglichkeiten zurück zu greifen. Quintus war ein Mann des einfachen Volkes, er lebte zusammen mit ihnen, benahm sich wie sie, nun er war ein einfacher Bürger, weit entfernt von der Arroganz der Elite des Landes die sich die hohen Positionen aneigneten und Entscheidungen fällten, deren Tragweite Quintus vermutlich noch nicht einmal gänzlich verstehen würde. Ebenso war er Jemand der durchaus Probleme damit hatte Autoritäten anzuerkennen und diese dementsprechend zu behandeln, wobei das letzte, und gleichwohl stärkste Beispiel der Vorfall war, den Aurelius erlebt hatte und über den er Marius in der langen Schleife der Korrespondenz einmal mitgeteilt hatte. Gleichwohl gab es jedoch auch Akten die belegten dass er ein Gespür für Taktik, jedoch vor allem für das Einschätzen gewisser moralischer Entscheidungen hatte. Keine Entscheidungen die das Wählen am Scheideweg beschreiben, vielmehr ging es um die Einschätzung wie man die Moral der Männer am besten halten konnte und den Blutrausch in ihnen nicht abebben ließ, ehe ihre Feinde tot am Boden lagen und an ihrem eigenen, kalt gewordenen Blut ertranken. Natürlich brauchte die Armee keine Barbaren und vor allen weiteren Beschlüssen verdeutliche er diese Aussage fast zehn Minuten lang. Quintus hatte während dieser Zeit aufmerksam zugehört, nun zumindest bis Marius anfing sich zu wiederholen, um dem jungen Mann die Worte auch eindringlich ins Gedächtnis zu reden. Doch auf die geistige Abwesenheit hatte eine rasche Ohrfeige gefolgt, woraufhin er wieder, wenn auch mit Zorn erfülltem Blick, aufgehört hatte.
Wichtigste Bedingung des Paktes den die beiden Männer schlossen, wurde aber schließlich folgendes „Solltest du, egal durch welchen Grund, unehrenhaftes Verhalten an den Tag legen und es wagen dieses auch noch zu verschweigen, so wirst du nicht nur freiwillig dein Amt niederlegen, sondern auch das Exil aufsuchen. Ich verlange keine Heldentaten von dir, weder heute, noch morgen, doch sehe ich den Namen meiner Familie in keiner Zeit im Dreck mit an und wenn du ein Teil eben dieser werden willst, so wirst du lernen, und das wahrhaftig schnell, was elitäres Verhalten in der Armee und Aufopferung für das Land bedeutet.“
Er entsagte mit diesen und weiteren Worten der Wollust und schwor, sich ein anständiges Weib zu suchen, das zerbeißen der eigenen Zunge dem aufbegehren Vorzuziehen und Aurelius sowie seine eigene Familie in jeder Lage unterstützten, auf dass die Götter ihn in die tiefsten Höllen werfen würde, sollte er etwas anderes tun.

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