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 Elfengarten Maela Finna

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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 09, 2010 11:28 pm

Es wäre falsch gewesen einfach zurückzukehren, in die Residenz zu gehen und damit so zu tun als sei all das nie geschehen und so hatte Nyarálin sich entschieden an den einzigen Ort zu gehen, mit dem sie nicht all die Erinnerungen verband. Ihre Beine hatten auf halber Strecke nachgegeben und sie war schließlich auf den Knie sitzen geblieben während die blonden Strähnen in wirren Wellen über ihre Schultern fielen.
Ihre Finger hatte sie in der kalten Erde vergraben, hatte den Blick starr auf den dunklen Sand gerichtet während sie nicht einmal mehr merkte, dass sich noch immer ein salziges Rinnsal seinen Weg über ihre Wangen bahnte.
Wenn sie ehrlich zu sich selbst war fürchtete sie sich davor hier allein zu sein, aber einfach wieder aufzustehen schien völlig unmöglich zu sein. Für einen kurzen Moment hatte sie Hoffnung gehabt und erneut war diese zerschlagen worden. So wie es all die Male zuvor gewesen war und so wie es vermutlich immer sein würde. Niemand konnte bei ihr sein ohne aus diesem Grund zu leiden ... sie sah es an Ethra, an Farodin, ihren Eltern ... selbst Alice hatte ihr Leben nur wegen ihr gelassen. Sie brachte nur Unglück.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 09, 2010 11:45 pm

Es hatte nicht viel Kraft und Mühe, um Nyarálin zu folgen. Die Bäume nannten Farodin den Weg, führten ihn immer weiter, damit jene weinende Elfe Trost finden würde. Sicher geleiteten sie ihn und führten ihn schließlich zu dem Garten Maela Finna. Fast lautlos trat der Elf aus dem Schatten der Bäume und betrat daraufhin den Garten. Seine Schönheit lag im Dunkeln verborgen, anders, wie es bei dem Spiegelsee der Fall gewesen war, dennoch... einzelne Blumen blühten auch hier zur Nachtzeit.
Nicht lange suchte der Elf nach Nyarálin, als er sie schließlich unweit vor ihm auf dem Boden kniend entdeckte. Langsam trat er auf sie zu, auch wenn ihm nach Rennen gewesen war. Seine Freundin so zu erblicken, schmerzte ihn schrecklich.
„Elatariel“, sagte er leise und kniete auf einmal neben ihr nieder.
Unglücklich schaute er sie an, lächelte dann mitfühlend und strich ihr das blonde Haar zurück.
„Du bist nicht allein mit deinem Kummer. Du kannst ihn teilen... damit du es nicht so schwer hast“, sagte er und strich ihr über den Rücken.
„Lass mich dir helfen“
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 09, 2010 11:53 pm

Um keinen Laut über die Lippen zu bringen presste sie beide zusammen als sie sich Farodins Anwesenheit gewahr wurde, hob aber langsam den Blick und richtete die Aufmerksamkeit auf den anderen. Es war ein kurzer Moment, in dem alles still schien ehe sie sich einfach gegen ihn sinken ließ und das Gesicht an seiner Schulter verbarg.
Ihre Tränen versickerten in dem Stoff seines Oberteils, bildeten dort dunkle Flecken. Sie hatte schreien mögen, hatte ihm all das erklären wollen, doch nicht ein einziges Wort bahnte sich über ihre Lippen, wurde von dem Kloß in ihrem Hals aufgehalten und in Gewahrsam genommen, auf dass sie niemals das Licht erblicken sollten.
Verzweifelt hob sie die Hände, vollführte eine fahrige Geste und ließ jene dann wieder sinken als sie feststellte, dass es keinen Sinn machte, was sie gerade versuchte. Es würde ihr nicht gelingen und sie begann sich zu fragen, was aus ihr geworden war, dass sie nun so hilflos nach Sicherheit und Vertrauen flehte, das ihr diese Welt verwehrte.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 12:17 am

„Schon gut... du musst nicht sprechen. Du musst mir nichts erklären oder zeigen. Nicht jetzt. Auch nicht nachher. Nimm dir so viel Zeit du brauchst. Nimm dir endlich das bisschen Ruhe, dass dir für diesen Moment gegeben ist“, sagte Farodin, der seine Zähne aufeinander biss, eine Geste, die er selten tat und legte seine Arme um die Elfe. Sacht drückte er sie an sich und strich ihr beruhigend über das blonde Haar.
„Ich bin bei dir, Elatairel. Ich lasse dich nicht allein. Nicht jetzt. Und auch nicht nachher. Ich werde bleiben, bis es dir besser geht...“
Und länger, wenn es ihr Wunsch sein wird, doch jetzt zählte nur dieser Augenblick und die Aufgabe, Nyarálin zu trösten und für sie da zu sein, nach dem sie so lange alleine ihren Weg gehen musste, trotz Begleiter.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 12:28 am

Ihre Finger verankerten sich zitternd in dem Stoff seiner Kleider als wolle sie sicher gehen, dass er nicht einfach nur eine Traumgestalt war, welche verschwinden würde, wenn sie sich dessen gewahr wurde. Dass sie dann einfach wieder an einem kalten Ort sein würde, allein wie zu der Zeit in Dras-Leona.
All die Erinnerungen kamen wieder hoch und sie wurde sich erst jetzt dessen bewusst, dass sie jene Gedanken nur vergraben hatte, statt sich jemals damit auseinander zu setzen. Die Wärme, die Farodins Körper ausstrahlte, wirkte einlullend, beruhigend auf ihren so aufgewühlten Geist, der nur langsam zur Ruhe kommen schien.
"Es ... tut mir leid ...", flüsterte sie leise. "... verzeih mir ..."
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 12:44 am

"Es gibt nichts, wofür du dich entschuldigen musst. Nichts, verstehst du?" Farodin lehnte sich leicht zurück, löste seine Arme von ihr, nur um dann sacht ihr Gesicht in seine Hände zu nehmen.
Seine Finger wischten die letzten Spuren ihrer Tränen weg, während er milde lächelte. Sanftmütig und wärmstens blickte er aus seinen grünen Augen sie an, ruhte mit seinem Blick gänzlich auf ihrem Gesicht. „Du bist unglaublich, Elatariel. In jenem Moment, da man dich am meisten verletzt hat, da du schlimmste Qualen erleidest... entschuldigst du dich für das Leid, dass du glaubst selbst verursacht zu haben? Wann fängst du endlich an, ein wenig egoistischer zu werden und einmal auch an dich zu denken?“, fragte er und er seufzte traurig.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 12:52 am

Verständnislosigkeit stand in den rotgeränderten Augen, deren Farbe sonst so hell erschien und nun von einem dunklen Schleier überzogen war, als sie zu ihm aufblickte und sein Gesicht fixierte. Sie brachte ein schwaches, fast bitter wirkendes Lächeln auf ihre Züge ehe sie den Ansatz dazu machte den Kopf schütteln zu wollen.
Vorsichtig, als fürchte sie, ihn im nächsten Moment zu verschrecken hob sie eine Hand, legte sie auf eine der seinen, die noch immer auf ihren glühenden Wangen lagen.
"Aber ... es ist meine Schuld, dass alle dieses Leid geschehen ist", begehrte sie sacht auf, atmete tief durch um ihre Fassung wieder zurückzugewinnen und stellte fest, dass ihr Versuch absolut gar nichts brachte.
"Wäre ich nicht gewesen, wäre all dies nicht so geschehen ..."
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 1:05 am

"Nein, das ist nicht wahr. Dieser... Stein trägt ebenso Schuld. Jene Person, die es dir unmöglich machte, die Wahrheit auszusprechen. Und Ethra. Im Grunde tragen wir alle ein wenig Schuld in aus und niemand ganz allein" Farodin strich ihr sacht über die Wangen und blinzelte. Leicht schüttelte er den Kopf, als würde er damit einer stummen Frage antworten, die nur er kannte. Dann strich er Nyarálin das blonde Haar zurück, während er noch immer das Schweigen hielt.

"Ich bitte dich, Elatariel, ich bitte dich innigst... hör auf, die Schuld für alles bei dir zu suchen. Siehst du nicht, wie es dich auffrisst? Hör auf um deinetwillen. Und wenn dir das nicht genügt, dann um meinetwillen oder für deine Eltern, für wen auch immer, wen er Grund genug ist, dass du dies beendest", sagte der Elf nach einer Weile, die er damit zu gebracht hatte, nach den richtigen Worten zu suchen, doch letztlich hatte er sich für eben jene entschieden.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 1:13 am

Eine Weile lang schwieg Nyarálin, schien ernsthaft über seine Worte nachzudenken. Jeder trug Schuld ... es war unwirklich das zu glauben - die Gedanken waren ihr so fremd. Es war ungewohnt jemanden bei sich zu wissen, dem ihr eigenes Wohl am Herzen lag und der danach fragte, ohne sie zu dulden wie ein einfaches Beiwerk, das nur schön anzusehen aber für sonst nichts nütze war.
"Ich ... will es versuchen ...", gab sie sich schließlich geschlagen, brachte ein kurzes Zucken ihrer Mundwinkel zu Stande, das nur im Entferntesten dem Ansatz eines Lächelns glich.
"... um deinetwillen."
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 1:24 am

Langsam nickte Farodin, ein wenig erleichteter als zuvor, weil er wusste, dass dies der Anfang war. Der Elf ließ seine Hände sinken und fasste sie nun stattdessen sachte an ihren Schultern. "Denkst du, du kannst aufstehen? Du könntest eines der leeren Gästezimmer nehmen, wenn du möchtest. Oder wir bleiben noch ein wenig länger hier... was immer dir mehr zu sagt", gab der Elf ihr zu Auswahl und nickte ihr knapp zu, um sie wissen zu lassen, dass es ihm gleich war, wie sie sich entscheiden würde.
Wichtig war für ihn nur, dass es ihr wieder besser gehen würde.
Der Elf erinnerte sich an die Worte eines Lehrmeisters, der ihn in der Kindheit unterrichtet hatte:
>>Es verändert einen Elfen, ob man will oder nicht. Es spielt keine Rolle, wie viel Schmerz man erlitten hat oder wie sehr man sich selbst hasst.... früher oder später geht das Leben weiter, und wenn es nur in ganz kleinen Schritten ist<<
Er würde seiner alten Freundin bei jedem Schritt helfen, sei er noch so klein, er würde ihr helfen, bis sie wieder alleine gehen konnte. Aufrecht, ohne Tränen, ohne Reue und mit einem klaren Geist.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 1:34 am

Für den kurzen Moment glomm erneut etwas wie Schuld in dem Bewusstsein der Elfenfrau auf als sie den alten Freund erneut musterte. Er hatte sich mit Sicherheit das erste Wiedersehen mit ihr anders vorgestellt als das, in was es geendet war. Sie begann sich zu fragen, ob sie falsch gehandelt hatte, ob sie sich hätte anders entscheiden sollen, aber andererseits ... sie hätte Farodin enttäuscht, wenn sie nachgegeben hätte, hätte damit deutlich gemacht, dass sie nicht wusste, auf welcher Seite sie stand.
"Ich möchte nur nicht allein sein ...", antwortete sie schließlich auf seine Frage, senkte den Kopf wieder, weil es ihr vorkam als habe sie soeben etwas furchtbar Dummes gesagt. Nun, vielleicht war die Wahrheit etwas Dummes, vielleicht war sie auch einfach nur zu sehr an eine Lüge gewohnt, dass es ihr so vorkam.
Das Gefühl der Schuld kehrte zurück, pochte nachdrücklich an die Türen ihres Geistes und mit einer undefinierbaren Kopfbewegung verdrängte sie jenes Gefühl wieder. Sie hatte es versprochen und sie wollte nicht noch ein Versprechen brechen.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 1:50 am

„Das bist du nicht und das warst du auch nie, Elatariel. Wie heißt es doch, Freunde sind wie Sterne. Du kannst sie manchmal nicht sehen, aber sie sind immer da“, antwortete Farodin daraufhin und ließ sich mit einem Lächeln neben sie nieder, nachdem er die ganze Zeit gekniet hatte. Er schaute eine Weile schweigend gen Himmel, berührte die Elfe dann sacht am Arm und deutete hinauf zum Himmel.
„Hier haben wir vielleicht nicht den See... aber der Himmel ist wohl in ganz Ellesmera heute der gleiche. Sternenklar“, sagte er und eine kühles Lüftchen wehte durch den Garten und blies den beiden ins Gesicht. Zur selben Zeit fasste der Elf nach ihrer Hand und drückte diese leicht, wie vorhin. Ich bin da für dich... Jetzt. Nach all der Zeit, bin ich endlich hier bei dir und stehe dir bei... ganz gleich, was noch kommen mag... ich werde dich beschützen, so gut ich kann. Vor was auch immer dir schaden mag, ich werde versuchen das Übel so klein wie möglich zu halten...
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 2:02 am

"Danke ...", sagte sie leise und folgte seinem Blick hinauf in den Sternenhimmel. Sie beobachtete die Hundertschaft an Sternen und lächelte sacht, ließ ihren Kopf gegen seine Schulter sinken und bettete die Wange darauf, genoss für einen Moment die Geborgenheit, die er ihr vermittelt hatte.
Sacht gab sie den Druck seiner Hand zurück ehe sie sich von anderen Dingen forttragen ließ, die die Sorgen, die sie hatte für eine kurze Weile in einer Schublade verschlossen mit dem festen Wissen, dass auch am nächsten Tag die Dinge sich nicht geändert hatten.
"Einmal sagte mir ein alter Elf als ich noch ein Kind war - Die Sterne dort oben, jeder einzelne von ihnen, ist das, was von unseren Urahnen übrig geblieben ist. Sie blicken auf uns hinab und beobachten unser Tun. Und eines Tages werden auch wir Sterne sein. Unser Leben entscheidet, wie hell unser Stern leuchten wird ..."
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 2:09 am

"Dann bin ich mir sicher, dass dein Stern ganz hell scheinen wird und so mancher verirrten Seele in der dunkelsten Nacht den Weg weisen wird", sagte Farodin und ließ seinen Blick über die unzähligen Sterne erneut schweifen, mit jenen Worten im Ohr, die Nyarálin so eben erst ausgesprochen hatte.
Wer sich wohl bereits alles dort oben befand? Wer unter ihnen wohl der hellste war? Und was hatte jene Person, die hinter diesem Stern steckte, getan und erlebt, um nun so hell leuchten zu können?
Farodin legte sacht einen Arm um die Elfe, zog seinen Kapuzenumhang um ihre Schultern zurecht und lächelte. Für diesen Moment war er glücklich, bei ihr zu sein. Allein dafür, würde er hell scheinen, wenn er einst am Himmel stehen wird.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 2:17 am

"Nicht einmal annähernd so hell wie dein Licht erleuchten wird", erwiderte sie schlicht ohne den Blick vom klaren Nachthimmel abzuwenden. Ihre Augen wanderten von einem Stern zum anderen, nahmen die verschiedenen Verbindungen zwischen ihnen wahr, die Bilder ergaben und Deutungen ermöglichten.
"Jene Sterne dort", begann sie zu erklären und streckte eine Hand aus, zeigte mit dem Finger eine Linie zwischen ein paar Sternen ehe sie die Hand wieder sinken ließ. "Sie sind miteinander verbunden - dort oben wie sie es hier auf Erden waren. Sie sind unsterblich und mit jedem Wesen, das sich an sie erinnert, überdauern sie weitere Jahrhunderte. Ich glaube, dass auch wir eines Tages solche Sterne sein werden."
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 2:27 am

„Bestimmt“, stimmte Farodin, der nickte und jene Sterne betrachtete, auf die Nyarálin gezeigt hatte.
„Wir werden zu hell leuchtenden Sterne, die für immer mit einander verbunden bleiben. Elatariel... und Elentir. Und viele werden sich uns anschließen... mit der Zeit, ganz gewiss. Ich kenne da einen Zwerg im Beor Gebirge, du würdest ihn sicherlich gut leiden können, sobald du dich an sein Lachen gewöhnt hast. Er... ist sehr laut und trinkt sehr gerne, doch sein Herz ist am rechten Fleck und ich habe ihn die Jahre über schätzen gelernt“, erzählte er und erinnerte sich dabei an eines der Trinklieder, die er immerzu gesungen hatte.
Manchmal hatte er die Zwerge um ihre einfache Art beneidet, auch wenn er das nie so zu geben würde.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 2:33 am

"Ich wäre lieber die Quelle eines kleinen Lichtes, als dass ich durch fremden Schein dunkle Schatten werfe", entgegnete sie seinen Worten mit einem kurzen Schulterzucken, hob dann den Kopf von seiner Schulter und schrägte den Kopf an.
"Erzähl mir von ihnen ... von den Steinernen aus dem Beor Gebirge ... ich habe bisher nur ihren König in einer Versammlung kennen gelernt und er erschien mir ... ein wenig ... ruppig ..."
Für einen Moment fühlte sie sich in alte Zeiten versetzt, in denen sie Stundenlang einfach nur dagesessen und sich unterhalten hatten. Zeiten, in denen noch kein Dunkel ihr Herz verfinstert hatte und der Schatten noch keine Macht über sie gehabt hatte.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 2:44 am

Farodins Schultern zuckte mehrmals, als dieser anfing zu Lachen. Es war ein angenehmes Lachen, aufrichtig, ehrlich. Dabei zeichneten sich kleine Lachfalten auf seinem sonst so makellosen Elfengesicht ab und sein blondes Haar rutschte über seine Schultern.
„Ruppig, ja, das sind sie alle von Zeit zu Zeit. Doch wer hat schon keine Schwächen? Die Zwerge sind... ein sehr amüsantes Völkchen. Ihre Bauwerke sind unglaublich, ihr Stolz kaum zu brechen und ihre Sturheit ist sicherlich etwas, dass die Ewigkeit überdauern wird“, antwortete er schmunzelnd und mit einem lebhaften Funkeln in seinen Augen, als er sich daran erinnerte.
„Viele von ihnen leben erstaunlich unbeschwert. Ich hegte das eine oder andere Mal den Gedanken, dass sie gewiss freier leben, als wir Elfen... von ihrem seltsamen Götterglaube mal abgesehen“ Farodin schüttelte den Kopf und versucht dabei nicht spöttisch zu lachen.
„Sie trinken gerne und viel und schätzen... robuste Kost. Mit anderen Worten... du findest zu jeder Mahlzeit Fleisch auf ihren Teller. Ein... sehr gewöhnungsbedürftiger Anblick, wenn man selbst darauf vollkommen verzichtet. Nun... dennoch, ich mochte ihre freie, ehrliche und sehr direkt Art“
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 2:52 am

"Sie scheinen ... der vollkommene Gegensatz zu uns zu sein, wenn ich dich so sprechen höre", stellte die Elfin fest, versuchte sich all das vorzustellen, was er ihr soeben erzählt hatte und doch fiel es ihr mehr als schwer - zu sehr machte sich ihre fehlende Erfahrung mit anderen Völkern hier bemerkbar.
Als sie ihren Blick über seine Gestalt wandern ließ und an seinen Augen hängen blieb, runzelte sie die Stirn.
"Du warst gern bei ihnen, nicht wahr, Elentir?", hakte sie nach. "Würdest du ... wieder zurückkehren wollen?"
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 3:00 am

"Für längere Zeit? Nein... doch vielleicht besuchen. Irgendwann. Ich habe Zeit und die Zwerge schließlich auch, im Gegensatz zu dem kurzlebigem Menschenvolk", antwortete Farodon, wobei er nachträglich mit dem Kopf schüttelte. Leise raschelten in der Nähe ein paar Sträucher, an denen der Wind zerrte.
"Nein, ich denke, die Jahre die ich dort verbracht habe, reichen für eine lange Zeit. Außerdem war ich an erster Stelle nur dort, weil meine Mutter es einst auch getan hatte. Und sie hatte dort vieles gelernt, weswegen sie es mir früher immer ans Herz gelegt hat", erzählte der Elf und ließ seinen Blick langsam sinken, ehe er Nyarálin von der Seite her betrachtete.
"Wenn ich jedoch wieder zurück kehren sollte, dann wäre es schön, wenn du an meiner Seite wärst. Irgendwann... damit du ihre Städte einmal siehst und ihre Art kennen lernst, nicht nur die des Zwergenkönigs"
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 3:11 am

"Würden sie mich denn akzeptieren?", fragte sie, nickte dann jedoch und lehnte den Kopf wieder gegen seine Schulter. "Ich würde gern irgendwann mit dir zu den Zwergen gehen um ihre Kultur kennen zu lernen. Vielleicht würde es der Politik im Land gut tun, wenn sich die Völkern annähern würden ...", sinnierte sie weiter und schüttelte dann den Kopf, schob die gesamte Politik wieder zurück in den Hinterkopf.
"Du bist bewundernswert ... ich habe noch nie jemanden kennen lernen dürfen, der von allen Völkern geachtet wird."
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 3:19 am

"Werde ich das denn? Manche Zwerge sind da sicherlich anderer Meinung und Menschen... all zu vielen bin ich noch nicht begegnet, wenn man bedenkt, wie viele es von ihnen gibt", wandte Farodin ein und zog, anbetrachts eines weiteren Windstoßes, erneut den dunkelgrünen Umhang zurecht, der Nyarálin wärmen sollte.
"Außerdem kennst du mich doch nun im Grunde eine ganze Weile. Seit unserer Kindheit. Ich bin noch immer derselbe, ich bin nur vielleicht etwas größer geworden", sagte er schmunzelnd und lehnte den Kopf ein wenig zur Seite, während er die Elfe lächelnd betrachtete.
"Bewunderswert ist, wie du mir mit deiner bloßen Anwesendheit das Gefühlt gibst zu Hause zu sein. Endlich angekommen... endlich gefunden. Das ist in meinen Augen bewunderswert" Farodin streckte dabei leicht seine Hand aus und berührte mit seinen warmen Fingern behutsam ihr Gesicht.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 3:32 am

"Zuhause ist, wo das Herz ist", antwortete sie lediglich, gab sein Lächeln zurück und schloss die Augen, genoss die Wärme, die seine Haut abgab und die ihr einen wohligen Schauer über den Rücken jagte. "Das waren damals deine Worte bevor du fort gingst, erinnerst du dich?"
All das Leid, das am Abend geschehen war - all der Grund, weswegen sie fortgelaufen war, schienen jetzt davon zu fließen, wie Wasser einen Berg hinab floss und kaum mehr als ein paar Tropfen zurück ließ, die in der Sonne trockneten. Es waren so einfache Gesprächsthemen - Dinge, über die sie nicht einmal nachgedacht hatte, wenn sie nun ehrlich zu sich selbst war. Sie hatte die Zwerge als Volk geduldet, respektierte deren Arbeiten aber sie wäre niemals von allein auf die Idee gekommen dieses Volk zu besuchen. Farodin hatte die Unbeschwertheit und die Leichtigkeit mit seiner Rückkehr nach Ellesméra mitgebracht.
Sie streckte die Hand aus, griff nach seiner anderen und legte die ihre hinein, lächelte obgleich des Größenunterschieds.
"Ja ... du bist größer geworden ... alles bis auf dein Herz, das nicht mehr wachsen kann, weil es bereits groß genug ist."
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 1:23 pm

Der Mond war inzwischen so weit gewandert, dass er ungehindert in den Garten hinab scheinen konnte,
trotz dessen, dass er an dem heutigen Abend schwindsüchtig dünn war.
„Nun bist du es aber, die schmeichelnde Worte verteilt“, sagte Farodin mit neckendem Unterton und
zog sie sacht an sich, sodass sich ihre Schultern berührten, er einen Moment seinen Kopf gegen den ihren lehnte.
„Wenn du dich an meine Worte von damals erinnerst, weißt du, wo mein Zuhause all die Jahre war, und das es nicht schöneres für mich gegeben hat, als zu dir zurück kehren? Einzig und alle aus diesem Grund, ist mein Herz vermutlich so groß... deinetwegen, Elatariel. Nur deinetwegen“, kam es leise über seine Lippen, während seine Hand sacht um ihre schloss.
Er hatte das nicht das Gefühl, als müsse er die direkten Worte wählen, um ihr begreiflich zu machen, was er für sie empfand. Nein, die brauchte er nicht, denn in jedem Worte, in jedem Blick und in jeder Geste, die er wählte, schwang eine unausgesprochene Liebeserklärung mit.
Gewebt aus Wärme, Glück und tiefer Zuneigung...
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Sep 10, 2010 1:59 pm

"Weißt du ... einst lernte ich von einem Elfen, der sich in mein Herz geschlichen hat, dass ich stets die Wahrheit sprechen soll ...", erinnerte sie ihn und ein Anflug von Schalk ging mit ihrer leisen Stimme einher, die sich kaum unter dem Rascheln des Blätterdickichts abhob. "Und ich hielt mich all die Jahre daran, wollte ich jenen Elfen doch niemals vergessen", folgte es schließlich noch während ihre Fingerspitzen sacht über die Haut seiner Hände strichen, jede Schwiele bemerkten, die er dem Schmiedehandwerk zu verdanken hatte.
Sie erinnerte sich wieder an seine Worte am Spiegelsee - dass sie immer gefunden werden würden und damit ihren Weg weiter fortsetzen konnten, gemeinsam, zusammen mit demjenigen, der verloren ging und der jenen Verlorenen wieder gefunden hatte.
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