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 Elfengarten Maela Finna

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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Mo Sep 27, 2010 10:58 pm

Leise verklang der Gesang des Elfen und verlor sich in den Tiefen des Gartens, als dieser sein Gesicht der Elfe zu wandte, die dort auf einmal im Garten stand und jede Blume so mühelos an Schönheit und Anmut übertraf. Farodin lächelte sein sanftes, zumeist zurückhaltendes Lächeln, während seine Augen sie wärmstens in Augenschein nahmen. Zum Glück hatten die Zeit und die Heilkünste in der alten Sprache ihr übriges getan, sodass man Nyarálin ihre schwere Wunden nicht mehr ansah.
„Mor´ranr lífa unin Hjarta onr“, sagte Farodin, wobei er ihr matt zu nickte und mit seinen Fingern flüchtig seine Lippen berührte. Als nächstes strich seine Hand über das Gras neben ihm und bot damit der Elfe ohne ein einziges Wort den Platz neben sich an.
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Di Sep 28, 2010 8:03 am

"un du Evarínya ono varda", vollendete sie die Begrüßung und ließ die Hand wieder sinken, deren Finger sie zuvor ebenso zu den Lippen geführt hatte. Für einen kurzen Moment noch lagen ihre Augen auf seiner hochgewachsenen Gestalt, dann setzte sie sich langsam in Bewegung, trat zu ihm hinüber. Die Geräusche, die ihr Kleid auf dem Gras hinterließ, erklangen unnatürlich laut in ihren Ohren, fast als schiene sie damit die Ruhe an diesem Ort vollkommen zerstören.
Gleichzeitig glitten ihre Gedanken zurück an das Gespräch, das sie noch vor kurzer Zeit mit den Heilern geführt hatte, als diese sich davon versichern wollten, dass sie wirklich wieder genesen war. Sie hatten ihr eröffnet, weshalb der Schlag sie so sehr außer Gefecht gesetzt hatte und Nyarálin hatte nach ihrer anfänglichen Überraschung von ihnen Stillschweigen abverlangt. Sie wollte nicht, dass jene Wahrheit in alle Ecken Ellesméras drang bevor sie selbst nicht diese Eröffnung gemacht hatte und mit der einzigen Person gesprochen hatte, die es außer ihr noch etwas anging.
Ihren Augen glitten kurz über jene Blumen neben denen der Gefährte saß, die noch immer begierig nach dem sanften Gesang in der alten Sprache ihre Köpfe ausgestreckt hatten als wollen sie die unsichtbaren Melodien noch immer in sich einschließen, obgleich sie längst verklungen waren. Langsam beugte sie sich zu Farodin hinab, küsste ihn sacht auf die Stirn und nahm anschließend, ohne ein einziges unnötiges Wort, den Platz neben ihm ein.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Di Sep 28, 2010 7:05 pm

Mit einem milden Lächeln im Gesicht, streckte Farodin seine eine Hand nach ihr aus und strich ihr sacht über das Gesicht. Ganz behutsam, als wäre sie eine liebliche Skulptur aus Kristall, die unter seinen Fingern zerbrechen könnte. Flüchtig waren seine Bewegungen dabei, fuhr mit seinen Fingern durch das seidene, blonde Haar und zog seine Hand dann zurück.
„Wie lange es her ist, dass wir uns das letzte Mal hier gesehen haben... als wir das letzte Mal hier zusammen im Garten saßen“, sagte er nachdenklich und atmete leise ein.
„Wie geht es dir, Elatariel? Sind all deine Wunden geheilt?“
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Di Sep 28, 2010 7:48 pm

"Zu viel Zeit ist seit unserm letzten Aufeinandertreffen verstrichen, Elentir", äußerte sie mit einem schwachen Lächeln, nickte dann auf seine Frage hin. Wunden war zu viel gesagt - Julian hatte ihr lediglich sein Schwert durch die Schulter gestoßen aber selbst von jener Verletzung war kaum mehr als eine dunkelrote Linie übrig, die sie daran erinnern würde, was der Reiter getan hatte.
"Es gibt keinen Grund, weshalb du dich nun noch sorgen musst", setzte sie beruhigend hinzu, sehr wohl erkannt habend, dass es jenes Gefühl war, das auf seiner Seele lastete wie ein dunkles Schleier.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Di Sep 28, 2010 8:26 pm

Der Elf nickte unmerklich, senkte seinen Blick, nachdem er Nyarálins Gesicht schweigend betrachtete hatte. Farodin schenkte zwar ihren Worten Glauben und würde es auch nie in Erwägung ziehen, dass sie nicht absolut ehrlich mit ihm wäre, doch andererseits hatte er das Gefühl, als wäre da noch etwas. Seine Hand glitt zu der ihren, umfasste ihre Finger, strich über ihren Handrücken.
„Du weißt sicherlich noch, dass ich die gleiche Einstellung gegenüber Kämpfe und Waffengewalt habe, wie du... doch, wenn noch einmal jemand es wagt, dir ein Haar zur krümmen, werde ich meinen Bogen und mein Schwert ergreifen, um dich zu beschützen. Ganz gleich, was es kostet“, sagte er mit ernster Stimme und blickte dabei langsam in ihr Gesicht auf.
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Di Sep 28, 2010 8:36 pm

Vorsichtig strich sie über seinen Handrücken, lächelte schwach und atmete tief durch, für einen kurzen Augenblick nicht wissend, wie sie es überhaupt anstellen sollte ihm das zu erzählen. Er hatte ein Recht darauf es zu wissen.
"Elentir ... nicht nur mich ...", wisperte sie leise und hob den Blick, begegnete seinen Augen und musterte das ernste Gesicht des Gefährten. "Schließ die Augen und streck die geistigen Fühler aus", bat sie leise, lächelte ein wenig ehrlicher und zog seine Hand schließlich zu sich, legte seine Hand auf ihren Bauch und schloss selbst die Augen. Sie selbst spürte den schnellen Herzschlag unter ihrem eigenen, spürte das neue Bewusstsein neben ihrem eigenen.
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Mhink
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Mi Sep 29, 2010 3:03 pm

Mhink saß abseits auf einer Baumkrone und beobachtete still und leise die beiden in der Nähe. Nyaralin wusste nicht das er hier war, und das war auch gut so. Er wollte die beiden nicht stören.
Es würden schwere Zeiten folgen, entscheidungen die ihr gesamtes Leben entscheiden würden. Nyaralin wusste es nicht, doch Ethras Leben würde bald in ihrer Hand liegen. Er hatte es gesehen, hatte alles gesehen, doch sich entschieden zu schweigen. Es war nicht seine Aufgabe im Schicksal mit zu mischen, dies würde er den anderen Überlassen und wie ein sorgender Vater seine Pfote über seine Schützlinge halten, er leckte sich mit der Zunge über sein Nässchen, Nyaralins Kind würde - so hoffte er, in einer friedlicheren Welt aufwachsen.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 2:01 pm

Zunächst verwirrt musterte Farodin, stellte ihre Worte doch in keinerweise in Frage. So schloss der Elf also für einen Moment seine Augen und konzentrierte sich. Es kostete ihn keine Mühe, seinen Geist auszusenden, mit dem er seine Umgebung mit einem Mal viel schärfer und genauer wahrnehmen konnte. Farodin blendete die einzelnen Lebenslichter sämtlicher Insekten aus, die er ebenso einzeln mit seinem Geist aufgespürt hatte. Hinzukamen die der anderen Wesen, bis er nur noch sich selbst, Nyarálin und...
Verwunderung trat auf das Gesicht des Elfen, noch bevor dieser wieder seine Augen aufgemacht hatte.
Konnte es sein? Oder trügt ihn sein eigener Geist? Doch er konnte dieses dritte Leben deutlich spüren. Man konnte es noch nicht wirklich ein Bewusstsein nennen, doch gewiss ein Lebenslicht, das wie eine kleine Flamme noch vorsichtig hin und her flackerte.
Ein Leben... in Nyarálin. Ein Kind.
„Ist es das... was ich denke? Kann es wirklich sein, Elatariel?“, fragte er ein wenig atemlos, das vielleicht einzige Anzeichen, neben dem Glänzen in seinen Augen, das auf seine Gefühle hinführte.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 3:33 pm

Schweigend hatte sie neben Farodin gesessen, hatte ihn selbst feststellen lassen, was ihr nur wenige Stunden zuvor eröffnet worden war, doch sie wusste, was er wahr nahm, hatte sie selbiges doch ebenso versucht um sich selbst zu vergewissern, dass es wahr war.
Langsam, fast zögerlich nickte sie, brachte ein schiefes Lächeln auf ihre Züge als sie den Blick wieder hob und seinen grünen Augen begegnete. Sie nahm das Glänzen darin wahr und doch fürchtete sie seine Reaktion, wusste nicht, was er davon halten oder darüber denken würde.
"Es ist wahr", hob sie leise die Stimme und zum ersten Mal seit er sie kannte schwang darin deutlich hörbare Unsicherheit mit, von der sie sich dieses Mal nicht die Mühe macht sie verbergen zu wollen.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 6:03 pm

Noch einem Moment behielt der Elf seine unergründliche Miene bei, dann durchlief ihn ein warmer, unvergleichlicher Schauer. Ein Kind. Sie erwartete ein Kind! Es glich einem kleinen Wunder, wenn man bedachte, wie selten dies vorkam, wie selten einem Elfen ein Kind geboren wurde.
Ihre mit Sicherheit größte Schwäche, doch man konnte dies ebenso als Ausgleich für ihre Langlebigkeit sehen.

Farodins grüne Augen glitten zu ihrem Bauch, der noch in keinerweise erahnen lässt, was dort unter ihrer Brust heranwächst. Wahrhaftig, ein Kind. Der Elf war noch immer so fasziniert von seiner Entdeckung, die er mit seinem Geist gemacht hat, das er gar nicht daran dachte, diesen wieder zurück zu ziehen. „Das ist eine wundervolle Nachricht, Elentariel. Ein Kind...“, sagte er mit warmer Stimme, wobei er an jene Nacht denken musste, zur Zeit der Dagshelgr- Beschwörung. Ob es in jener Nacht...
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 6:38 pm

Die Angst, die sie zuvor noch empfunden hatte, verschwand mit seinen Worten und ließ Erleichterung zurück, die ihr deutlich leichter ums Herz werden ließ. Sie wusste nicht, was sie genau befürchtet hatte nach ihrer Eröffnung, konnte sie sich doch nicht vorstellen, dass er sie fortgeschickt oder deutlich gemacht hätte, dass es einfach nicht ging.
Vorsichtig umgriffen ihre Finger die seinen, strichen sacht über die bleiche Haut des anderen, fast als wolle sie ihn wieder daran erinnern sich nicht zu sehr in jener Neuigkeit zu verlieren, obgleich sie selbst sich nicht eines ehrlichen Lächelns erwehren konnte, das sich auf ihr Gesicht geschlichen hatte.
"Unser Kind", bestätigte sie leise seine Gedanken, die wie sanfte Wellen zu ihr hinübergeschwappt waren bei der Berührung ihrer beider Geister.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 6:48 pm

„Unser Kind“, wiederholte Farodin langsam und schien dabei noch immer leicht verwundert. Sacht umfasste er ihre Hand, zog sie sacht zu sich und küsste jeden Finger einzeln. Flüchtig strichen seine Lippen über ihre zarte und weiche Haut. Der Elf verspürte ein Gefühl, das ein jeder Mensch sicherlich mit Glückseligkeit beschreiben würde. Das höchste Glücksgefühl, das es unter ihnen gab. Ein Kind.... ihr Kind und seines zugleich.
Lächelnd ließ er ihre beiden Hände sinken und lehnte sich dann zu ihr, um sie nun seinerseits auf ihre Stirn zu küssen.
"So soll mein Herz euch beiden gleichsam gehören, dir, Elatariel, wie unserem Kind, und ebenso gehört euch mein schützendes Schwert und mein Bogen"
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 6:59 pm

"Bring dich bitte nicht unnötig in Gefahr, Elentir", bat sie leise, schauderte allein bei dem Gedanken daran ihn eines Tages verletzt vor sich zu sehen. Allein jene Vorstellung war schwer zu ertragen, so dass Nyarálin selbige mit einem kurzen Kopfschütteln wieder weit in ihren Hinterkopf schob und unter der Schublade 'verdrängt & vergessen' ablegte. Sie wollte, dass dieses Kind in einer glücklichen Welt aufwuchs, gemeinsam mit seinen Eltern und fern von allen Kriegen, die sie nun zu bestreiten hatten um die Zukunft zu sichern.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 10:04 pm

„Du weißt, dass ich so etwas nie grundlos tun würde. Ich werde es vermeiden, meine Waffen zu ziehen... doch ich werde niemals zögern, um das zu beschützen, was mir lieb und teuer ist“
Denn dein Leben... und das unseres Kindes, sind mir bereits mehr wert, als das meine, fügte Farodin im Stillen hinzu, wusste aber gut darum, seine Gedanke vor ihr zu verbergen – seinen Geist hatte er bereits wieder zurück gezogen. Er ahnte, dass wenn er eben jene Worte laut aussprechen würde, er damit sie nur unnötig beunruhigen würde. Nein, lieber behielt er es für sich.
„Davon abgesehen, werde ich schon wissen, auf mich aufzupassen... in dem letzten Jahrhundert ist mir das zumindest durchaus gelungen“
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 10:09 pm

Sie schwieg absichtlich über seine Äußerung, kannte sie doch die Gefahr, die insbesondere für ihn in dieser ungewissen Welt ausging. Sie wusste Ethra nicht einzuschätzen, ebenso wenig wie Julian Frook und vermochte auch aus diesem Grund nicht zu sagen, wie rasch Ethra den Plan fassen würde Farodin töten zu lassen, weil ein Teil von ihm nicht wahrhaben wollte, dass ihre Entscheidung eine andere gewesen war.
Sie hob die Hand, fuhr sacht die feinen Linien in seinem Gesicht nach und ließ ihre Finger schließlich auf seiner Wange ruhen. "Und ich bin glücklich darüber, dass dir nie etwas geschehen ist. Ich will nur, dass es auch so bleibt"
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 10:23 pm

„Ich werde mir dir größtmöglichste Mühe geben, um dem gerecht zu werden... und geben acht auf mich“, versicherte der Elf ihr mit beruhigend sanfter Stimme, wobei er seine Hand auf die ihre legte. Kaum merklich atmete er tief ein, roch den Duft der einzelnen Blumen hier im Garten, doch der angenehmste Duft, der lieblichste unter ihnen alle, der verströmte nicht etwa eine Blüte, nein, sondern eben jene Elfe vor ihm, die er so sehr liebte. „Rhunön... wird sich freuen, wenn ich ihr davon erzähle...“, sagte er nach einer Weile nachdenklich und lächelte dabei. „Wissen deine Eltern davon?“
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 10:29 pm

War ihr Herz zuvor noch mit Freude gefüllt gewesen, so zog es sich jetzt bei der Erinnerung an ihre Eltern krampfhaft zusammen und ein dunkles Schleier legte sich über ihre Augen.
"Dort ...", begann sie langsam, schluckte und zwang sich dazu weiterzusprechen. "wo sie sind, werden sie es wissen." Sie hatte dieses Thema in der letzten Zeit vermieden, hatte nicht das Gefühl gehabt mit jedem darüber sprechen zu müssen, zumal es die Elfen hingenommen hatten, nachdem sie erfahren hatten, dass Mayel ohnehin tot war. Niemand hatte genauer gefragt und sie war ihnen dankbar dafür gewesen.
"Sie starben vor einiger Zeit durch einen Angriff", erklärte sie dann, als sie sich sicher war, dass sie nicht im nächsten Moment in Tränen ausbrechen würde, wenn sie nur daran dachte.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 10:40 pm

Vor einiger Zeit? Durch einen Angriff? Die Worte der Elfe drangen nicht so recht zu ihm durch, er verstand sie schlichtweg nicht. Wie konnte ihm dieses Gräuel nur entgangen sein? Hatte es sich zu getragen, als er bei den Zwergen war? Doch ganz gleich, wann, wo oder wie es geschehen ist, das war nicht so wichtig. Nicht jetzt.
Farodin verstand in diesem Moment nur, dass sie zutiefst, dass sie unsagbar unglücklich darüber war.
Da mochte ein 'Es tut mir Leid für dich', oder ein 'mein Beileid' nicht ausreichen. Es gab kein Wort dafür, dass ausreichend ausdrückte, wie Leid es ihm tat, wie er mit ihr das Leid empfand.
Aus diesem Grund lehnte er sich einfach erneut zu ihr herüber und nahm sie in seine Arme.
Dabei öffnete er seinen Geist, sodass sie leicht in diesen einsehen konnte, was in Worte nicht zu fassen war.
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Sep 30, 2010 10:49 pm

Sie hatte ihm erklären wollen, dass es ihre Schuld war, dass sie die Bitte geäußert hatte, weil sie geglaubt hatte, dass ihr Leben eine gänzlich andere Wendung genommen hatte. Weil sie gedacht hatte, sie würde ebenso grausam werden, wie Ethra es nun war und sie ihre Eltern nur vor der Schande in der Gesellschaft bewahren wollte. Nun erschienen ihr all diese Gedanken so furchtbar falsch, dass sie sich zu fragen begann, wie rein ihre eigene Seele noch war und welches Recht sie hatte über Ethra oder Julian zu richten, wenn sie selbst doch keinen Deut besser war.
Langsam schloss sie die Augen, ließ sich in die Sicherheit sinken, die Farodins Arme versprachen und spürte seine Wärme, die sie umfing, ihr Halt und Hoffnung in dieser Zeit gab.
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Mhink
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   So Okt 03, 2010 1:35 pm

Mhink unterbrach ungern die beiden liebenden, vor allem Angesichts der Tatsache, welche Neuigkeiten er mit sich brachte.
Beinahe schämte er sich das junge Glück der beiden derart mit Füßen zu treten. Er sprang von seinem Baum und ging auf Samtpfoten auf die beiden Elfen zu.
Schließlich entschied er sich, es ihnen nicht zu sagen und räusperte sich stattdessen.
Elatariel, der Opernball beginnt heute, und wie ihr wisst ist unser Erscheinen dort unumgänglich!
Er legte den Kopf schräg und zeigte mit einem seltsamen Lächeln seine spitzen Zähne.
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   So Okt 03, 2010 1:40 pm

Die Elfe hob den Kopf und wandte den Blick zu Mhink hinüber, im ersten Moment den Werkater dafür verfluchend sie nun zu stören, doch er hatte Recht, auch wenn sie das ungern zugab. Sie ließ die Pflichten schon lang genug schleifen und nun holten eben jene sie mit einem Vorschlaghammer wieder ein.
Nur äußerst widerwillig hob sie den Blick und schielte entschuldigend zu Farodin hinauf, dachte jedoch im ersten Augenblick gar nicht daran sich aus dessen Armen zu lösen, die sie noch immer fest umschlungen hielten. Ein leises Seufzen entglitt ihr ehe sie in Mhinks Richtung ein knappes Nicken von sich gab. Er hatte leider wirklich Recht.
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Mhink
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   So Okt 03, 2010 1:42 pm

Mhink senkte den Kopf.
Verzeih mir, mir lag es fern dich aus diesem glücklichen Moment zu reißen, doch... es muss sein
Er drehte sich langsam um.
Du hast noch etwas zeit, genieße sie mit ihm, ich warte in Rhunöns Haus auf dich!
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   So Okt 03, 2010 1:54 pm

Der Vorwurf klang so überdeutlich in der geistigen Stimme Mhinks mit, dass Nyarálin Mühe damit hatte sie auszublenden und bereits in der nächsten Sekunde machte sich das schlechte Gewissen bemerkbar, dass bisher die ganze Zeit über geschwiegen hatte.
"Verzeih, Elentir ...", wisperte sie leise, brachte ein entschuldigendes Lächeln zu Stande ehe sie sich aus seinen Armen löste. Er wusste ebenso gut wie sie, dass ihnen diese Ruhe nicht auf ewig vergönnt gewesen war. Die kurze Zeit, in der sie Zeit für sich hatten - Zeit füreinander musste stets für eine längere Weile genügen, in der andere sie voneinander fern hielten. Die Aufgaben, auf die sie sich damals so gefreut hatte, raubten ihr nun fast jegliche Privatsphäre.
Sie hob langsam die Hand, strich Farodin noch einmal sacht übers Gesicht und streckte sich zu ihm auf. Bedauern stand in ihren Augen, darüber, dass sie ihn nun erneut verlassen musste, nachdem sie zuvor bereits Jahre voneinander getrennt hatten. Vorsichtig, sanft berührten sich ihre Lippen, als fürchte sie jener Kuss würde sie im nächsten Moment zurück in die Realität ziehen - als sei er ein Abschied dieses kurzen entrückten Moments.
Langsam kam sie zurück auf die Füße und blickte dem Werkater nach. "Warte Mhink", setzte sie ihm hinterher und war mit wenigen Schritten neben ihm.

tbc: Wohnsitz


Zuletzt von Nyaralin am So Okt 03, 2010 4:18 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   So Okt 03, 2010 3:08 pm


Die Stimme des kleinen Elfs durchdrang den Wald und die Bäume richteten ihre Aufmerksamkeit auf ihn. Während die Blumen zu wachsen begannen, sang der Elf weiter. Er erzählte die Geschichte, wie die Elfen vor langer Zeit nach Alagaesia kamen, sterblich, schwach aber schön wie kein anderes Volk.
Der Wind nahm seine Wörter auf und schickte sie in allen Ecken des Gartens. Es ist so schön, wieder dort zu sein, wo man hingehört. Meine Reise ist beendet ... ich werde noch vieles lernen müssen und dies steht im Vordergrund.
Die Nachricht, das Ethra von dem Rat verbannt wurde erwärmte sein Herz und auch wenn er wusste, dass dieses Monster versuchen wird sich an den Elfen zu rächen, so wird Kosta nicht tatenlos da stehen. Er wusste, dass durch seine eigenen Adern ein Blut getränkt von Magie fließt.
Lächelnd nahmen ihn die Elfen wieder auf, Kosta würde nicht wieder verschwinden. Er wusste, dass er selbst eine große Macht besitzt, aber diese muss er erst zu bändigen lernen.

Zuversichtlich bat er eine Rose sich vom Boden zu trennen, um mit ihm zu kommen und dies tat sie auch. Wie von Geisterhand blühte die Rose auf, trennte sich vom Stamm und fiel auf die Handfläche des Jungen. Vorsichtig fühlte der Junge das Relief der Rose. Um jene zubekämpfen, die nicht Elfen sind, wurde der Elf, selbst zum Monster. Doch wenn ein Elf sein Ich aufgibt. Was bleibt ihm dann noch, außer dem Wissen um seine eigene nicht wieder gut zu machende Schuld? Und der ewigwerdene Hölle, die man Reue nennt...
Seufzend schloss Kosta die Rose in seine Hand ein und legte sie sanft in seinem Rucksack. Die Welt ist im Wandel, der Wind ist störrisch und die Geschwister Mond und Sonne sind am zerfallen. Etwas schlimmes wird passieren...
Und so setzte er sich auf eine Bank, den Duft des Gartens Maela Finna genießend.
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Vrael
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Feb 17, 2011 12:27 am

Nyaralin hatte Vrael hierher gebracht während Astaya behandelt wurde.
Er solle "seine Nerven beruhigen" hatte sie gesagt.
Aber er fühlte sich nicht sonderlich beruhigt.
Wie ein Tier im Käfig tigerte Vrael auf und ab.
Die Schönheit der Natur konnte und wollte sich in diesen Momenten der Sorgen nicht erschließen
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Elfengarten Maela Finna
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