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 Elfengarten Maela Finna

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Nyaralin
Königin der Elfen
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Feb 17, 2011 12:39 am

Wortlos hatte die Elfe den jungen Reiter gewähren lassen, hatte ihn aus klugen Augen beobachtet und wissend über dessen Unruhe gelächelt, doch sie würde ihn selbst kommen lassen - jedes Wort, das sie nun sagen konnte wäre zu viel und würde sein ohnehin aufgewühltes Gemüt noch weiter reizen.
Ihre Gedanken glitten für einen kurzen Moment wieder in Avalees Richtung und sie seufzte leise, spürte die Sorge um die Ziehtochter doch noch immer in ihrer Brust pochen und jene verstärkte sich bei dem Gedanken daran, dass auch dem Mädchen ein ähnliches Schicksal wiederfahren sein könnte wie Astaya. Sie mochte sich nicht ausmalen, welches Übel für das Leid dieser Kinder verantwortlich war.
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Vrael
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Feb 17, 2011 12:47 am

Langsam schritt Vrael auf Nyaralin zu, blieb kurz vor ihr stehen und ging in die Knie.
Den Kopf gesenkt ergriff er langsam das Wort.
"Verzeiht mir meine Respektlosigkeit - meinen Barschen Ton, ja mein ganzes Auftreten. Nichts gab mir das Recht mich derart über die Regeln der Höflichkeit hinweg zu setzen!
Ich hätte eure Autorität und euren Rang nicht durch mein Unreifes Verhalten beschmutzen sollen..."
meinte er leise.
"Ich war von Gefühlen geleitet, spürte Panik und unsäglichen Schmerz - jeder Gedanken.... jede Ausrichtung meines Geistes lag auf Lady Astaya und darüber hinaus vergaß ich alles andere.
Es war ein schwerwiegender Fehler"
meinte er leise und Tränen flossen über seine Wange, tropften zu Boden und benetzten diesen.
"Doch kann ich euch nicht versprechen das es nicht wieder vorkommt - so gerne ich es auch tun würde, denn ich weiß das mich meine Worte lügen strafen. Ich würde jederzeit erneut so handeln wenn es um das Leben Astayas geht.
Und.... ich kann nur um eure Vergebung bitten...
Lasst mein Fehlverhalten nicht auf die Reiter zurückfallen... bitte"
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Nyaralin
Königin der Elfen
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Feb 17, 2011 12:57 am

"Vrael", begann Nyarálin und ließ sich ebenfalls zu Boden sinken. Sie streckte eine Hand aus und legte die Fingerspitzen unter das Kinn des jungen Reiters, jenes sacht hochschiebend bis sie ihm in die rotgeränderten Augen sehen konnte. Abwehrend schüttelte sie den Kopf und lächelte sacht.
"Nichts von alledem werde ich auf die Reiter zurückfallen lassen und für Euer Verhalten braucht Ihr Euch nicht zu entschuldigen oder zu rechtfertigen, denn ich zürne Euch nicht.
Hättet Ihr anders gehandelt, so hätte ich falsch von Euch gedacht. Ihr tatet das, was ein wahrer Reiter und Freund tun sollte in einer solchen Lage"
, erklärte sie mit warmer Stimme.
"Die Politik ist etwas, das ruhig ruhen kann, wenn das Leben eines Wesens in Gefahr ist, das uns etwas bedeutet und Ihr seid ein blühendes Beispiel dafür. Ihr habt das Herz am rechten Fleck und kämpft damit, etwas, das viele andere bereits verloren haben."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Feb 17, 2011 1:01 am

"Was?" Vrael wirkte wie vor den Kopf gestoßen.
Er schüttelte den Kopf.
Was sprach sie da? Noch nie hatte jemand ihn so behandelt, ihn gelobt.
"Aber ich vestoß gegen das Kalkyl!" meinte er verdutzt.
"Ich bin ein Reiter... ich sollte... nein ich muss Objektiv sein!" erklärte er leise.
"Ich muss doch..." wieso tat sie das?
Ihm Mut zusprechen?
Ihn aufmuntern
War sie ihm denn nicht böse?
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Feb 17, 2011 1:11 am

"Das, was Ihr müsst ist Ruhe finden, Vrael", entgegnete sie ihm und zog ihn sacht mit sich zurück auf die Beine, geleitete ihn mit sich zu einer der Bänke, die den Garten Maela Finna säumten und so schienen als haben der Wald sie geradewegs aus sich selbst heraus erbaut.
Nyarálins Blick glitt kurz hinauf zu den hohen Baumkronen, die einige Meter über ihnen einen direkten Blick auf die Sonne verwehrten und diesem Ort eine angenehme Abgeschiedenheit verliehen.
"Ihr mögt ein Reiter sein, da gebe ich Euch Recht aber Ihr seid in erster Linie einer der Nachkommenden und Ihr seid jung. Sehr jung, selbst in den Augen der Menschen.
Diese Welt ist grausam genug und Objektivität von Euch zu verlangen während eine Freundin von Euch im Sterben liegt wäre vermessen und unangebracht. Ob Ihr nun gegen die Regeln Eures Lehrers oder die Regeln des Hochmeisters verstößt ist hier gleichgültig, denn sie sind nicht hier und ich werde ihnen nicht davon berichten, wenn Ihr es nicht wollt.
Kümmert Euch um Eure Freundin und dann, wenn Ihr diesen Wald verlasst, könnt Ihr wieder objektiv sein."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Feb 17, 2011 1:16 am

Vrael raufte sich die Haare.
Hatte er nicht sooft die Ordensregeln zitiert?
Sie aufgeschrieben und verinnerlicht?
War es nicht seine eigene Mutter gewesen die ihn verstoßen hatte als er zum Reiter wurde?
Dies alles war elf Jahre her....
Elf Jahre in denen für ihn nur der Orden und der Kodex galt doch nun.
Nun shcien alles auf einmal seinen Händen zu entgleiten.
"Nein... nein..."
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Feb 17, 2011 10:39 pm

"Nein?", echote Nyarálin fragend, verbarg jedoch ihre eigene Überraschung über seine Worte und registrierte erst im zweiten Augenblick die Unsicherheit, welche von dem jungen Reiter Besitz ergriffen hatte. Er war vollkommen überfordert mit der Situation - das war unschwer zu erkennen und sie ließ es taktvoll bleiben noch tiefer in die Wunde einzuschneiden, die ihn in diesem Moment so sehr beschäftigte.
"Es ist Eure Entscheidung und ich werde Euch keine Vorschriften machen, wie Ihr handeln sollt", lenkte sie schließlich ruhig ein.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Feb 17, 2011 11:17 pm

Das Blatt eines Baumes sank langsam danieder und landete auf Nyaralins Schoß
Doch bevor die Elfe jenes wegwischen konnte veränderte es Form und Farbe, glich sich einem Pergament an.
Dort zeichnete sich in der Schnelligkeit einer Feder langsam Wörter ab.


Lady Nyaralin,
Wir hatten über die letzten zwei Jahre mehr als nur einfache Differenzen.
Mein Verhalten war die meiste Zeit über unangebracht, demütigend und in keinster Weise gerechtfertigt.
Ich habe euer Leben zerstört - Ethras Leben zerstört, in der morbiden und geradezu vermessenen Annahme ich würde im Sinne eines höheren Wohles, im Willen eines höheren Zieles handeln.
Was ich euch und eurem Volk antat, die zugleich auch meine Brüder und Schwestern sind - und was ich allen anderen Rassen antat ist mit keinem Wort der Welt zu entschuldigen.
Nichts was ich jemals tun könnte würde diese Schmach, diese Farce und vermessenheit jemals wieder gut machen.
Und dennoch muss ich euch um Hilfe bitten, wie auch ich meine Hilfe anbiete.
Meine Tochter ist verschwunden - entführt worden.
Bei meinem Rettungsversuch wurde ich auch Lady Avalees Gewahr welche für euch meines Wissens nach eine große Emotionale Rolle spielt.
Doch ich wurde aufgehalten, aufgehalten von einem Bösen dessen Macht alles mir bekannte übersteigt.
Hasst mich, diffamiert mich wenn euch das die Genugtuung verschaffen sollte die ihr braucht.
Auch wenn ich mir sicher bin das ihr über derartige Gefühle erhaben seid.
Aber bitte bestraft nicht meine Tochter für meine Vergehen - sie ist noch ein Kind!
Lasst uns zusammenarbeiten, ein letztes Mal um jene Menschen die uns wichtig sind zu retten und diese Welt vor dem hereinbrechen des Bösen zu bewahren.

Kharas Pentragon

PS: Wenn ihr diesen Brief zuende gelesen habt werdet ihr merken das mein Fluch über euch gebrochen ist!
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do Feb 17, 2011 11:29 pm

Schweigend hatte die Elfe die Zeilen gelesen, die aus der Feder des Truchsess stammten und hatte die Augen für einen kurzen Moment verärgert zusammen gezogen. Wie konnte er es wagen? Wie konnte dieser halsstarrige Narr glauben, dass sein Vergehen mit einer einfachen Entschuldigung seiner Fehler abgetan war?
Sie vermied es ihren Emotionen in Gegenwart des jungen Reiters Ausdruck zu verleihen und schob den Brief zur Seite, ein letztes Mal tief durchatmend bevor sie sich wieder an den Reiter wandte.
"Sobald es Eurer Freundin besser geht solltet Ihr zurückkehren. Der Truchsess sorgt sich doch sehr um das Wohl seiner Tochter", äußerte sie dann deutlich ruhiger während sich ihre Miene wieder ebnete, auf keinerlei Gefühlsregung der Elfe hinschließen ließ.
"Seid Euch sicher, junger Reiter, ich werde Euch bei Eurem Vorhaben unterstützen. Um Euretwillen und zum Wohl aller Völker."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Feb 18, 2011 10:38 pm

"Danke.." meinte Vrael langsam und leise.
"Vielen vielen Dank!" er neigte erneut den Kopf.
"Wenn ich jemals etwas tun kann - für euch, dann... dann... sagt mir bescheid, ich will euch helfen mit allem was ich kann!"
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Feb 18, 2011 10:48 pm

"Rettet Eure Welt, junger Reiter und eines Tages, wenn ich Euch brauchen werde, werdet Ihr vielleicht kommen um mich zu retten", gab sie zur Antwort und schüttelte dann sacht den Kopf, wobei ihr ein paar der langen blonden Strähnen über die weißen Schultern nach vorn fielen.
Für einen kurzen Moment noch schweigend richtete sich die Ratsherrin langsam auf und blickte auf den deutlich Jüngeren hinab als überlegte sie, was sie ihm noch sagen könne ohne etwas zu offensichtlich zu machen, was sie verbergen wollte.
"Richtet dem Truchsess nur einige Dinge aus. Lady Aylen ist wieder auferstanden und galt ihre Treue zuvor noch Ethra, so scheint sie sich jetzt wieder dem Dunkel zugewandt zu haben. In ihrer Begleitung befindet sich ein junges Menschenmädchen - Julian Frooks Schwester, der er bereits einmal auf dem Ball in Gil'ead begegnet ist. Beide haben keine guten Absichten und hütet euch vor ihnen solltet ihr ihnen begegnen - sie sind mächtiger als es den Anschein hat", erklärte sie und schloss langsam für einen kurzen Moment die Augen bevor sie jene wieder öffnete und wie für sich selbst nickte.
"Ihr solltet gehen. Eure Freundin wurde soweit behandelt, wie es uns hier möglich ist. Den Rest sollte einer der Euren tun. Ich werde Euch Unterstützung senden, sobald es mir möglich ist."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Feb 18, 2011 10:53 pm

"Wenn das so ist..."
Vrael kniete sich vor Nyaralin danieder nahm, sein Schwert auf beide Hände und streckte jenes Nyaralin entgegen.
"Als Dank für eure Hilfe, für eure Weitsicht und für eure Gutmütigkeit schwöre ich euch Treue - ich werde jeden Befehel den ihr mir gebt und der nicht zuwider den Regeln des Ordens läuft oder einen direkten befehl Anurins umgeht ausführen!
Ich werde euch mit Schwert und Mantel schützen.
Seht diesen schwur als Anfang der Annährung und zusammenarbeit der Reiter und Elfen welche durch Verschulden unsererseits ein feindliches Verhältniss leben - auf dass eines Tages unsere beide Völker in Einklang und Harmonie miteinander leben - Seite an Seite Kämpfen - Rücken an Rücken sterben!"
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Feb 18, 2011 11:05 pm

Für einen kurzen Augenblick war die Elfe verwundert über den Schwur, den der junge Reiter tat und ob dessen Bedeutung er sich wohl überhaupt nicht im Klaren war. Dann aber machte sie einen Schritt auf ihn zu und ihre Fingerspitzen fuhren kaum spürbar über das blanke Metall der Schwertschneide und blieben schlussendlich auf dem Griff ruhen während auch sie den Kopf neigte, eine stumme Geste der Anerkennung aus der nur wenige später warme Worte wuchsen.
"So nehme ich jenen Schwur an, werde ihn in Erinnerung halten und sehe ihn als Beginn des ersten Bündnisses zwischen Euch und dem Volk der Elfen an."
Einige Sekunden lang lag Stille über dem friedlichen Ort, die Nyarálin nutzte um ihre Worte von den uralten, magieumwobenen Bäumen gehört werden zu lassen bevor sie erneut die Stimme erhob.
"Auch wir werden Euch stets Schutz und Stärke bieten, sobald Ihr darum bittet - sei dies nun durch die Kraft unserer Krieger oder die Sicherheit, die unsere Städte Euch gewähren können."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Feb 18, 2011 11:09 pm

Vrael hob nun zum ersten Mal den Blick und aus seinen Augen sprach pure Dankbarkeit.
"Noch vor wenigen Stunden habe ich dies nicht für möglich gehalten - sprach Anurin auch in Respekt über euch, so hätte ich aus seinen Erzählungen niemals eure Reaktion erwartet.
Ihr seid anders als man uns erzählt hat - und ich werde das, sobald ich wieder zurück bin klar stellen!"
er stand langsam auf.
"Ich danke euch für alles was ihr mir zukommen gelassen habt.
Mögen wir zusammen das neue Böse in seine Schranken verweisen auf das die Welt endgültig in Frieden ruhen kann!"
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Feb 18, 2011 11:18 pm

"Der Hochmeister sprach also über mich?", echote sie fragend und verbarg ein leises Lachen hinter einer gehobenen Hand, doch diese Geste brachte nicht viel erkannte man doch an den hellen Augen der Elfe, das jenes Interesse auch diese entdeckt hatte.
"Nun ... es würde mich interessieren, was man Euch über mich berichtet hat, dass Ihr diese Berichte doch richtig stellen müsst, sobald Ihr zurück nach Vroengard gereist seid", setzte sie nach ein paar verstrichenen Sekunden hinzu und wehrte im nächsten Moment seine Worte des Dankes mit einer knappen Geste ab.
"Ihr braucht mir in keiner Weise dafür zu danken, dass wir Euch beistehen. Ihr seid es, welcher meine Hoffnungen auf ein friedliches Zusammenleben aller Völker genährt hat - Ihr seid ein Licht der Hoffnung, Vinir Älfakyn"
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Vrael
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Feb 18, 2011 11:21 pm

"Er sagte..." meinte er leise und schrägte den Kopf an,
"das ihr eine sehr herrische Person seid.
Ihr wäret jemand meinte er dem... die Weitsicht fehlt!"
er zog eine Grimasse.
"Und er meinte ebenfalls, dass ihr euch zu sehr von euren Gefühlen leiten lasst - das ihr auf die Worte eines Tieres hört!" er neigte den Kopf.
"Ich entschuldige mich für diese Worte!"
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Sa Feb 19, 2011 5:11 pm

Statt auf dem Ärger der Elfe zu begegnen aufgrund der Worte, die der Hochmeister gewählt hatte, war von dieser nur ein helles Lachen zu vernehmen, das durch den Wald schallte. Sie war ernsthaft von den Worten Anurins amüsiert, machte keinen Hehl daraus, was sie davon hielt als sie den Blick zurück auf Vrael richtete.
"Wisst Ihr", begann sie kichernd. "Euer Meister hat Recht. Aber ich höre ebenso wenig auf die Worte eines Tieres wie Ihr das tut. Jenes Tier, von dem Euer Meister gesprochen hat ist eine Werkatze und stand mir in sehr vielen Belangen helfend zur Seite. Sein Name ist Mhink."
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Ashryn
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Di Okt 25, 2011 11:40 pm

Mit langsamen Schritten ging Hemióne durch den Garten Mael Finna. Ihre Schritte wurden durch das wuchernde Gras gedämpft und einige Äste der Büsche, Sträucher und Bäume schienen regelrecht nach ihr zu greifen.
Man sah dem Garten an, dass er lange nicht gepflegt wurde. Die Blumen mussten gestutz, die Bäume und Büsche beschnitten und das Gras gemäht werden.
Viel Energie musste darauf verwendet werden, den gasamten Garten in einen akzeptablen Zustand zurück zu versetzen. Doch Hemióne musste es versuchen, denn es war vielleicht die einzige Chance in den Rat zu gelangen.
Sie suchte sich einen freien Platz etwa in der Mitte des großen Areals und in der Nähe des kleinen Baches.
Hemióne setzte sich und kreuzte die Beine über einander. Dann nahm sie den dunkel blauen Beutel von ihrem Gürtel und breitete ihre vier Diamanten vor sich aus. Sie brachen das Licht und tauchten den Boden in bunte Farben.
Hemióne schloss die Augen und lauschte dem Klang der Vögel. Sie atmete einmal tief die frische, klare Luft ein und begann zu singen. Langsam formte sie die Macht getränkten Worte die diesem Garten zu neuem Glanze verhelfen würden. Ihre sanfte Stimme hallte geheimnissvoll durch den Garten.
Langsam gingen die Äste, von Bäumen und Büschen, zurück. Das Gras wuchs allmählich zurück in die Erde. Die Blumen ordneten sich und erblühten von neuem. Auch die Bänke kamen wieder zum vorschein, während die Energie des ersten Diamanten sich dem Ende neigte.
Den Rest des Tages verbrachte Hemióne im Garten, bis der Mond hoch am Himmel stand und den Garten in schwaches Licht tauchte. Ihr zweiter Diamant war nur noch zu einem Virtel mit Energie gefüllt als Hemióne mit ihrem Werk zufrieden war. Sie stand auf, nahm ihre Diamanten und strich sich die Erde von der Kleidung.
Eine Sache fehlte noch. Sie griff in ihre Tasche, beugte sich zu der Stelle an der sie gesessen hatte und grub ein Loch. Dort legte sie den Samen aus ihrer Tasche hinein, vergrub ihn wieder und setzte erneut zu einem Lied an. Nur wenige Strophen reichten und der weiße, schlanke Baum stand, mit seinen Blauen Blättern, im Garten. Der zweite Fürst von Sílthrim hatte diese gezüchtet.
Kaum stand der Baum, machte Hemióne auf dem Absatz kehrt und verließ Maela Finna.

tbc: Palast der Elfenkönigin - Empfangshalle

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~ Menschen sind böse und sie handeln ihrer unmoralischen Natur entsprechen, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen ~
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr Feb 14, 2014 1:18 am

Lady Nyaralin, aus dem alten und bedeutenden Geschlecht der Nienor, stand vor dem schlanken weißen Baum mit seinen blauen Blättern, welcher vor so langer Zeit von Fürstin Hemióne gepflanzt und zu voller Blüte gesungen worden war. Sie hatte es in der Hoffnung getan in den Hohen Rat der Elfen eintreten zu dürfen. Doch Nyaralin hatte das abgelehnt. Ein derart junges Ding in eine Institution wie den Rat ein zu lassen, war als hätte man einem Menschen den Zutritt in den Wald gewährt. Sie hätte nicht mit dem Wissen leben können ein wertloses Geschöpf wie sie in den Rat gelassen zu haben. Also entsandt sie sie nach Ilirea um sie ruhig zu stellen, los zu werden und vielleicht noch als Mariontte zu nutzen. Zu ihrem Pech hatte Hemióne das nur weiter angespornt und die Königin auf den Plan gerufen, welche Nyaralin wiederum die Fäden aus der Hand gerissen hatte. Hemióne mochte ein Sprössling des großen Hauses Elira von Sílthrim entspringen, aber das gab ihr nicht einfach das Recht in den Rat ein zu treten, oder wie sie es jetzt tat, ihn zu übernehmen!
Es war gerade zu eine Ewigkeit her, dass Nyaralin einer Sitzung beigewohnt hatte, geschweige denn sie geführt. Man verschwieg ihr jedes Treffen, lenkte sie ab oder ließ sie ganz dreist einfach nicht ein. Es war eine Schande was mit dem Hohen Rat geschehen war und was die Königin und Hemióne taten ohne das jemand Aufsicht über sie führte. Nyaralin wäre eine so viel bessere Königin, doch das würde der Rat wohl nicht zu lassen. Dennoch ließ sie es sich nicht nehmen mit Aléia zu sprechen, dem Elfenkind das so viel Aufruhr verursacht hatte und dem man es eigentlich zuschreiben konnte das dieser Krieg ausgebrochen war. Fürstin Nyaralin war sich nie sicher gewesen ob ein Krieg die richtige Lösung wäre, doch der Königin war das ziemlich egal. Und dank Hemióne hatte sie gleich mehrere Gründe geliefert bekommen, die einen Krieg rechtfertigten und dazu die nötigen Verbündeten ihn auch noch zu gewinnen. In einem Anflug von grenzenloser Wut hätte sie den vermaledeiten Baum beinahe in Brandt gesteckt, doch sie hörte Schritte hinter sich.
Sie wandt sich um, wobei ihr Kleid über den Rasen flog und erblickte zunächst nur ihre Wache, welche einen grün goldenen Waffenrock trug und eine Pike in der Hand hielt, aus feinster Schmiedearbeit. Dann trat das Kind hinter einem Gebüsch zum Vorschein. Es war eine zierlicher Gestalt, von überragender Schönheit, doch so ungern Nya es zu gab; Sie suchte bis heute eine Elfe die Hemiónes reiner Schönheit das Wasser reichen konnte. Hör gefälligst auf über diese Frau nach zu denken! So schön ist sie nicht... oder zumindest täuscht ihre Schönheit nicht über ihr dunkles Inneres hinweg!, schallt sich Nyaralin und setzte ein Lächeln auf. "Aléia, ich bin froh dass du so schnell zu mir kommen konntest.", erklärte die Ratsherrin und machte einen Schritt auf die Jüngere zu.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Mo Feb 24, 2014 11:20 pm

Sprich mit ihr, aber glaub ihr nichts...Sprich mit ihr, aber glaub ihr nichts...Immer wieder wiederholte Aléia diese Worte von Hemiòne in ihren Gedanken. Sie versuchte sich voll und ganz auf diese zu konzentrieren, aber das war nicht einfach. Warum sollte sie der Ratsherrin nicht glauben? Und vor allem: Wieso wollte sie mit ihr sprechen? Wenn so eine hohe Person wie Nyaralin mit einem, jetzt vielleicht nicht mehr, unbedeutsamen Elfenkind sprechen wollte, hat das bestimmt nichts gutes zu bedeuten. Aber Aléia hatte keine Wahl, sich weigern, zu diesem Treffen zu gehen konnte sie ja nicht. Durfte sie nicht. Also lief das Elfenkind mit schnellen Schritten durch Ellesmèra. Eigentlich sollte sie ja schnell da sein, doch sie hatte noch gar keine Möglichkeit, diese Stadt zu geniessen! Erst einen Tag war sie hier, und schon wollen plötzlich manche der höchsten Personen der Elfen mit ihr sprechen. Das war ziemlich seltsam.
Während Aléia den Weg zum Elfengarten Maela Finna entlang ging, erblickte sie zwei weitere Elfenkinder. Sie schienen Aléia nicht zu bemerken, sie waren viel zu sehr damit beschäftigt, zu tanzen und zu singen. Mit einem traurigen Lächeln auf den Lippen blieb sie einen Moment stehen. Sollte ich nicht auch bei ihnen sein und sorglos lachen, tanzen und spielen? Ich bin doch sogar für ein Elfenkind noch sehr jung... Erst vierzehn Jahre alt - für einen Elfen war das praktisch nichts! Doch seit ich abgehauen bin, ist alles anders. Ich sollte doch eine Sorglose Kindheit führen und nichts vom Krieg mitbekommen, so wie die anderen Kinder auch. Doch so wie es  aussieht, bin ich in diese ganze Sache hineingerutscht. Was habe ich nur getan?! Aléia betrachtete die fröhlichen Kindern, unter denen sie eigentlich auch sein sollte, noch einen Augenblick und schüttelte dann leicht den Kopf. Es gab jetzt wichtigeres zu tun - immerhin wollte Nyaralin mit ihr sprechen! Seufzend wandte sich das Mädchen um und schreitete weiter den bekannten weg zum Elfengarten entlang und versuchte, einen klaren Kopf zu bewahren. Doch es gab einfach viel zu viele Dinge, über die sie nachdenken musste! Die ganzen Informationen von Hemióne, Teirm und so weiter....Dazu kamen noch die Kopfschmerzen. Aber das, was Aléia am meisten beschäftigte war die Tatsache, dass sie fast gestorben wäre.Das wird mich noch für so einige Zeit verfolgen...
Aléia versuche, sich nur auf eine Sache zu konzentrieren - nämlich auf das bevorstehende und bestimmt wichtige Gespräch. Und natürlich darauf, Nyaralin nichts zu glauben. Sie wusste nicht sehr viel über diese Elfe, doch man hört, dass sie ziemlich machtigierig sein soll. Als sie dann endlich den Elfengarten betrat, kam auch schon sofort Nyaralin auf sie zugeschritten. Sie sah sehr schön aus und hatte ein freundliches Lächeln auf den Lippen. Aléia zwang sich ebenfalls zu einem Lächeln und führte den elfischen Gruß aus, bevor sie antwortete. "Es freut mich, sie kennen zu lernen...Worüber wolltet ihr denn so dringend mit mir sprechen?", fragte das Elfenkind versunsichert und hoffte, dass die andere ihre Worte nicht als unhöflich verstand. Aber sie wollte doch nur gleich zur Sache kommen, keinesfalls wollte sie unhöflich sein. Dann hätte sie wohl nur noch mehr Schwierigkeiten. Eigentlich hatte sie sich vorgenommen, selbstsicher aufzutreten, aber dies gelang ihr nicht so ganz. Sie war einfach so müde und die Informationen schienen sie zu überfordern. Morgen lag ja noch eni Gespräch mit Hemiòne an. Vielleicht verschafft das ihr ein wenig Klarheit.
Am liebsten wäre sie jetzt gleich nach Hause gegangen und sich in ihrem Bett verkrochen. Aber leider war das nicht möglich, jedenfalls nicht jetzt. Also wartete Aléia geduldig die Worte ihres Gegenübers ab und vergaß dabei auch nicht, sich immer die Worte von Hemióne im Kopf zu behalten.Sprich mit ihr, aber glaub ihr nichts...Sprich mit ihr, aber glaub ihr nichts...
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Do März 20, 2014 3:51 pm

Nyaralin bemerkte Aléias Ungeduld und dass sie sich nicht besonders wohl fühlte, doch das interessierte sie nicht wirklich. Sie musste mit dem Kind reden und das würde sie jetzt und nicht irgendwann tun! SIe musste in diesen Zeiten wirklich alles sofort erledigen, sie konnte nichts mehr aufschieben, denn in diesem Fall hielten die Königin und Hemióne ihre Angelegenheiten unter Verschluss und Nyaralin hatte keinen Zugriff mehr darauf. Würde sie warten bis Aléia erst einmal angekommen war, so würden die zwei sie mit Sicherheit irgendwo verstecken, an einem Ort an dem Nyaralin sie nicht so schnell wieder finden würde. Das wäre ein Problem. "Begleitete mich doch bitte.", erklärte Nyaralin und setzte sich an Aléias Seite in Bewegung. Während sie langsam einen Weg aus dem Garten suchten, fand Nyaralin die Worte die sie brauchte. "Aléia... ich bin mir sicher, du kennst Lady Elira inzwischen schon länger und wohl besser, als so manch anderer. Doch da täuschst du dich!", begann Nyaralin. Sie führte Gespräche in letzter Zeit nur noch selten an einem Ort, da sie befürchtete belauscht zu werden und unter ständiger Beobachtung zu stehen. Wenn einem jemand folgen musste, fiel er eher auf.
"Ich kenne Hemióne nun seit über einhundert Jahren und achte sehr auf sie. Sie ist eine Meisterin der Täuschung; Ihr warmes Lächeln, ihr glückliches Funkeln in den Augen, ihr Schluchtzen, ihre Wutausbrüche. Jede dieser Gefühle kann sie einsetzen wie es ihr gefällt um ihr Gegenüber zu täuschen und die Situation zu ihren Gunsten aus zu nutzen. Ich bin mir nicht mal sicher ob sie überhaupt noch echte Gefühle zeigen kann!", erklärte Nyaralin und schüttelte den Kopf ob dieser absurden Art und Weise mit seinem Umfeld um zu gehen. Nyaralin konnte sich nicht erklären, warum sie sie nicht früher aufgehalten hatte, anstatt sie nur zu bremsen. Warum hatte sie nicht schon viel früher mit anderen Fürsten über dieses Problem gesprochen? Sie konnte es sich einfach nicht erklären. "Ich finde das solltest du wissen, denn ich bin sicher dass sie dich noch maipulieren wird, oder vielleicht auch schon hat. Sie wird dir irgendwelche Aufgaben geben, dich irgendwo hin schicken oder mit nehmen wollen. Sie wird dich zur Verfolgung ihrer eigenen perfieden Ziele einsetzen und in dem Fall, fand ich dass du alle Seiten kennen solltest.". Nyaralin war sich sicher, dass Aleia ihr wohl nicht glauben würde, geschweige denn sich von Hemióne abwenden. Doch Nyaralin konnte nun von sich behaupten, getan zu haben was sie konnte um Aleia vor Unheil zu bewahren.
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   Fr März 21, 2014 10:18 pm

Aléia zögerte einen kurzen Augenblick bevor sie an der Seite der Ratsherrin den wunderschönen Garten verliess. Schade. Ich dachte, dass wir jetzt in Maela Finna ein bisschen Zeit verbringen! Dann könnte ich während dem Gespräch wenigstens etwas meine Rückkehr in Ellesmera geniessen. Obwohl... geniessen vielleicht nicht wenn man die Umstände bedenkt. Langsam schritten die beiden Elfen näher ins Stadtzentrum. Eine Weile lang schwiegen beide, und als Aléia gerade etwas sagen wollte begann Nyaralin zu sprechen. Was soll das denn bitte bedeuten? Das Elfenmädchen verstand überhaupt nicht, was das jetzt mit Hemiòne zu tun hatte! Sie hätte erwartet, dass die Ratsherrin sie Dinge über ihre...Reise gefragt oder ihr einen Vortrag halten wollte, was sie alles schlecht gemacht hätte. Aber was hatte die andere nur vor? Hemiòne und Nyaralin schienen sich überhaupt nicht zu mögen. Aléia dachte, dass Schweigen vorerst die beste Option war, und da sprach die ältere Elfe auch schon weiter.
"Aber...", begann Aléia und suchte die richtigen Worte. Das war eindeutig zu viel. Die lange Reise, die Schlacht in Teirm, die Sorge um ihre Gefährten und ihre Verletzung. Und jetzt soll sie zusätzlich noch an Hemiòne zweifeln? Das konnte doch nicht sein...das durfte nicht sein! Sie hatte der Fürstin immer vertraut und jetzt soll das alles falsch sein? Vielleicht hatte sie einmal an ihr gezweifelt und sie haben sich gestritten, aber jetzt war doch alles wieder gut!
Aléia holte tief Luft und stellte sich vor Nyaralin, damit sie auch anhalten musste. Wahrscheinlich war das, was sie jetzt tun würde, eine sehr dumme Idee. Doch Aléia konnte einfach nicht anders! Vielleicht würde Nyaralin ihre Reaktion ja verstehen..."Warum sollte ich ihnen glauben? Warum sollte ich überhaupt noch irgendjemanden glauben?! Ihr alle behauptet etwas anderes, ihr alle versucht mir irgendetwas einzureden! Aber ich will doch nur die Wahrheit hören! Bitte versteht mich jetzt nicht falsch, aber ich will diese Sache ein für alle Mal geklärt haben." Mit einem fast flehenden Ton hatte sie diese Worte ausgesprochen, es waren jene Worte, vor denen Aléia immer Angst hatte sie auszusprechen. Es war genug. Sie wollte jetzt nur noch eines - die Wahrheit! "Also sagt mir eins... Wie kann ich mir sicher sein, dass nicht ihr die Meisterin der Täuschung seid? Dass nicht ihr mich manipulieren wollt? Vielleicht stimmt was ihr mir sagt, aber vielleicht erzählen sie mir alles nur Lügen um mich gegen Lady Elira aufzubringen! Bitte sagt mir... kann ich überhaupt noch jemanden glauben? Oder sind nun schon alle Elfen in einem Netz aus Intrigen und Täuschung gefangen?" Was hatte Aléia nur gesagt? Diese Worte werden ihr bestimmt noch viel Ärger einbringen! Aber im Moment war es ihr ziemlich egal. Wenigstens hat sie endlich mal gesagt, wie sie das alles hier sieht! Ob es die Ratsherrin nun interessiert oder nicht.
Verzweifelt raufte sich Aléia durch die Haare. Fing sie jetzt wirklich an, an Hemiòne zu zweifeln? Sie hatte doch gesagt, dass Aléia Nyaralin nichts glauben sollte? Das alles hier war wohl eine sehr viel grössere Sache, als das Elfenmädchen je gedacht hätte! Wo war sie da nur hineingeraten?
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   So März 23, 2014 9:59 pm

out: Raphi, wenn du schon meinen Charakter missbrauchst, dann frag mich wenigstens vorher ... aber, da ich Aléia das Tippen und die Situation nicht zerstören will, tippe ich Meinen! Charakter jetzt so wie er wirklich ist und nicht wie er sein sollte ...

in:
"Die Welt hat sich gewandelt seit Lady Elira an die Macht gelangt ist und schon lange verfolgt sie ihre eigenen Pläne, um die Welt wie wir sie kennen zu verändern", lautete die leise Antwort, welche von der Ratsherrin an die Ohren der Elfe drang und die sie mit einem beinahe traurig wirkenden Lächeln auf den Lippen begleitet werden ließ. Sie hatte gehofft, Aléia noch einmal sprechen zu können, bevor die andere auf die Intrigen einer Elfe einging, die für eine viel zu lange Zeit unter den Menschen am königlichen Hofe gelebt hatte - Hermíone hatte vergessen, wie es war, eine Elfe zu sein, hatte das eigene Volk vergessen und stellte nun ihre eigenen Absichten unter die Erklärung, es wäre das, was für ihr Volk am Besten war, doch bislang hatte sie damit lediglich Krieg und Blut hervor gebracht. Den Tod so vieler Unschuldiger und ihre eigene Verbannung aus der Heimat, nachdem sie sich bewusst für die Menschen entschieden hatte. "Ich nehme es Euch den Zweifel nicht übel, denn es ist genau das, was sie gesät hat", sprach sie mit ruhiger Stimme weiter während ihr Lächeln allmählich verblasste und von einem leisen Seufzen begleitet wurde, welches das wohl einzige Zeichen all dessen war, was darauf hindeuten ließ, wie müde die Ratsherrin inzwischen der ständigen Diskussionen um Hermíone war.
"Ich beobachte das Tun Hermíones bereits seit langer Zeit. Einstmals war sie eine Elfe, die während der Belagerung der Stadt Illirea zu mir gelangte und die sich einen Platz in dem Rat erhoffte. Königin Dellanir und ich wiesen sie ab, sandten sie allerdings als Abgesandte nach Illirea, damit es dort einen Rat aus den Völkern geben könnte, die alle Interessen vertraten. Wir ahnten nicht, welche Konsequenzen unsere Entscheidung noch nach sich ziehen würde", lautete die weitere Erklärung der blonden Elfe, deren türkisfarbene Augen sich inzwischen traurig auf die Kronen der dichten Bäume Du Weldenvardens gelegt hatten. Als sie einen Schritt nach vorn machte, raschelte das blaue Kleid, welches sie trug und nur behutsam streckte sie eine Hand aus, um den dicken Stamm eines der Bäume zu berühren, die hier standen und die von den Elfen zu dieser Schönheit gesungen worden waren. In diesem Garten war eins sehr viel geschehen, viele Gespräche waren hier geführt worden und viele Dinge, woran ihr eigenes Herz gehangen hatte, bevor sie es ihrer eigenen Familie gewidmet hatte.
"Ich weiß nicht, was genau Lady Elira Euch von mir berichtet hat, bevor Ihr hierher gelangt seid, aber ich möchte Euch meinen Dank dafür aussprechen, dass Ihr mir die Chance gegeben habt", beendete sie ihre Ausführung ehe sie sich noch einmal zurück zu der jungen Elfe wandte, die während der letzten Minuten ihre neue Gesprächspartnerin geworden war und in die sie die Hoffnung setzte, das Treiben einer grausam gewordenen Elfe zu unterbinden. "Letztlich, Aléia, vermag es niemand, Eure Meinung zu verändern. Sie gebührt Euch allein und Ihr seid diejenige, die in die Spiegel sehen muss, um sich selbst darin zu erkennen."
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Mhink
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   So März 23, 2014 10:25 pm

Langsam setzte er eine Tatze vor die andere, spürte das Gras unter seinen Füßen während er auf Nyaralin zu trat. Das linke Auge vom Alter milchig-weiß gezeichnet wirkte geradezu gespenstisch, während das andere noch immer jenes unverkennbare Blau zeigte, welches auch damals vor so vielen Jahrzehnten bereits inne hatte. Hallo Nyaralin meinte Mhink und die Werkatze ließ sich neben die Elfe auf dem Boden nieder. Die einst schwarzen Haare waren mittlerweile bereits zahlreich ergraut und melierten das Fell in unregelmäßigen Abständen. In was für einer Zeit lebten Sie nur?
Mhink schüttelte den Kopf, während er zu der jungen Frau sah. Ihr seid Aléia richtig? Das junge Elfenkind, das so viel... Aufregung verursacht hat, nicht wahr? er lächelte katzenhaft, zeigte dabei einige spitze Zähne, während sein noch gesundes Auge sie nicht außer Acht ließ.
Das ist es also? Kinder retten Teirm? In was für Zeiten leben wir nur? Sag Kind, hat man dir nicht die Geschichte von Ethra erzählt? Der Kampf gegen den finsteren Magier Arash? Der Tyran Vladimir? Geschichten über den Verräter Kharas? Die Magierin Coreen? Sagen dir Namen wie Julian Frook, Anurin oder Caladhiel etwas? Nein. Natürlich tun Sie das nicht. Alles ausgelöscht unter Hermióne. Das dumme Kind verschweigt die Fehler der Vergangenheit um euch dazu zu verleiten sie erneut zu begehen. Sag Kind, wofür kämpfst du? Damit die Elfen mehr Land haben Die Bevölkerung der Elfen ist doch nicht einmal groß genug um Alagaésia auszufüllen. Warum also? Warum braucht ihr all dieses Land? Wozu der Krieg?
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Gast
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BeitragThema: Re: Elfengarten Maela Finna   So März 23, 2014 11:38 pm

out: Das kam ein wenig überraschend...Wenn Nyaralin eigentlich so ist, kann ich mit Aléia auch etwas netter sein. Ich freue mich sehr dass du/ihr (keine Ahnung wer alles dein Chara ist) wieder da bist!

in:
Aléia lauschte den Worten der Ratsherrin aufmerksam, versuchte all diese neuen Informationen zu ordnen und sie zu verarbeiten. Ganz langsam. Nehmen wir mal an, Hemiòne hat recht und Nyaralin ist diese besagte Meisterin der Täuschung und diese... Traurigkeit in ihren Augen ist nicht echt und sie will mich nur gegen Hemiòne aufbringen... Möglich sein könnte es schon, aber irgendwie... Egal. Nun nehmen wir mal an, dass Hemiòne das alles nur geplant hatte, dass ihre netten Gesten und Warnungen und Behauptungen alles falsch waren und sie böse ist. Dann wäre ich ziemlich dumm. Aber was sollte man schon von einem vierzehn Jährigen Kind erwarten? Ich bin nicht ach so weise wie die Älteren. Ich weiß wirklich nicht, wem ich vertrauen soll! Wieso stellt man mich nur vor so eine schwere Entscheidung? Warum hilft mir denn keiner dabei?!
Völlig verunsichert sah Aléia auf, in die traurig wirkenden Augen von Nyaralin und wurde selbst auch ein bisschen traurig. Das Elfenkind wollte ihren Mund öffnen und etwas sagen, nur was sollte sie denn sagen? Sie konnte sich nicht einfach so für eine Seite entscheiden...aber es sah so aus, als ob das jetzt gleich geschehen sollte. Nyaralin hört sich so gerecht und freundlich an. "Ich...", setze Aléia an, doch weiter kam sie nicht. Es fühlte sich so an, als ob ihr jemand den Hals zuschnüren würde und sie kein Wort mehr herausbringen konnte. Angestrengt suchte Aléia in ihren chaotischen Gedanken nach der richtigen Antwort, doch das sollte noch nicht geschehen. Ihr entfuhr ein verzweifeltes Seufzen und sah zu Boden.
Gerade als Aléia den Mut fand, Nyaralin eine Antwort zu geben wurde sie von einer Stimme in ihrem Kopf unterbrochen. Überrascht hob sie ihren Kopf und erblickte eine schwarze Werkatze. Schön öfters hatte sie diese Werkatze mit Nyaralin zusammen gesehen. Sie musste unwillkürlich an Mercin Mondkind, der Werkatze, ihrem ehemaligen Gefährten denken. Sie hatten sich doch so gut verstanden! Hoffentlich geht es ihm gut.
Mit immer noch überraschtem Ausdruck auf dem Gesicht lauschte sie den Worten der Werkatze. "Ja, das bin ich wohl." Der Titel 'das Elfenkind, das so viel Aufregung verursacht hat' gefiel ihr zwar nicht besonders, aber sie wagte es nicht etwas darüber zu sagen."Nein...Mir wurde sehr vieles verschwiegen. Was auch nicht verwunderlich war, ich bin ja nur ein Kind.", flüsterte Aléia und sprach die letzten Worte, die sie schon abertausend mal gehört hatte, wie ein Schimpfwort aus. Etwas benommen lehnte sich Aléia an einen Baumstamm und bemühte sich, nicht schwach auszusehen. "Ich...Ich weiß es nicht. Ich weiß es einfach nicht! Ich habe Hemiòne... ich meine Lady Elira immer vertraut. Das was ihr hier sagt, stellt alles auf den Kopf! Und einen Krieg wollte ich noch nie... Und ich will auch nie einen! Aber Lady Elira sagte, dass die Menschen sich gegenseitig angreifen...wegen mir. Warum wir da eingreifen müssen weiß ich ebenfalls nicht.", sagte Aléia leise und wandte sich wieder an Nyaralin. "Aber wenn ihr die Wahrheit sagt... Was soll ich dann tun? Ich kann doch nicht einfach...Ich meine...Bitte...Was soll ich nur tun?", erwiederte Aléia noch leiser und schlug sich verzweifelt die Hände vor das Gesicht. Ich werde nicht weinen...ich weine nicht. Ich bin stark und zeige keine Schwäche. Es mögen schwere Zeiten sein, aber ich bin stark...Vater wäre stolz auf mich. Also hob Aléia ihren Kopf ein weiteres Mal und biss sich auf die Unterlippe. Sie fürchtete sich trotzdem. Davor, was noch alles geschehen wird und vor allem davor, was hinter ihrem Rücken geschieht...
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