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 Küste eine halbe Meile vor Narda

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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Do Okt 17, 2013 7:23 pm

Wenn niemand einen Schwertkampf machen will... dann halt nicht. Davir zuckte nur die Schultern. Dann überprüfte er mit ein paar Worten der alten Sprache, seine Schutzzauber. Als nächstes überprüfte er die Energie in dem Diamanten, der in den Knauf seines Schwertes eingelassen war. Der Elf gesellte sich zu den anderen.
"Ich bin auch bereit!"
dann fiel sein Blick auf ein Schwert und ihm fiel eine Frage ein.
"Wie heißen eure Schwerter eigentlich?", fragte er.
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Ashryn
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Fr Okt 18, 2013 8:53 pm

Hemióne sah überrascht zu Davir, während ihre Magier sich nun auch zu ihnen gesellten. Bisher... hatten sie wohl nur zwei Personen auf den Namen ihres Rapiers angesprochen; Ihr Vater und Coreen. Sie konnte sich noch daran erinnern wie ihr Vater sie danach gefragt hatte, als wäre es gestern gewesen. Er hatte das Schwert in seiner Scheide auf seinen Händen gehalten, behutsam wie einen unglaublichen Schatz. Ganz aufgeregt hatte sie ihre Hand ausgestreckt. Langsam waren ihre filigranen Finger in den schützenden Korb aus Silber gelitten und hatten den, mit weißem Leder umwickelten, Griff genommen. Dann hatte sie es aus der weißen Scheide genommen, die Hemióne noch heute an ihrer Hüfte trug. In einer eleganten Bewegung hatte sie die Klinge von der schützenden Hülle befreit und die schneeweiße Klinge, die zum Vorschein kam, in den Strahlen der Mittagssonne gebadet. Funkelnd waren die Strahlen umher getanzt. Wie willst du es nennen?, hatte ihr Vater sie gefragt. Mit einem Lächeln hatte sie die flache Hand auf den Anfang der Klinge gelegt und gesagt: Hvitr Andlát! Und darauf folgend hatte sie den ersten Spruch gesagt, den sie sich selbst beigebracht hatte, einen Spruch um den Namen in das Metall einzugravieren...
Ihre Augen wurden feucht von Tränen, während sie daran dachte. Doch sie blinzelte sie schnell fort, damit niemand sie sah. "Weißer Tod.", antwortete Hemióne, mit tränen erstickter Stimme auf Davirs Frage. Sie rieb sich mit ihren bleichen Händen die Augen und richtete erneut ihre Kleidung... ehe ihre Finger sich wieder um ihren Anhänger legten. Auch ihr Vater hatte ihn getragen und Macht hinein gelegt. Sie atmete einmal tief ein und aus und wartete darauf, dass die anderen die Namen ihrer Schwerter preis gaben, damit sie endlich von dieser gottverdammten Küste verschwinden konnten. Es geschah hier einfach zu viel, was Hemióne nicht passte und was die Fürstin auch nicht geplant hatte. Je schneller sie hier weg waren, desto besser!

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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Fr Okt 18, 2013 9:34 pm

Aléia warf einen verwunderten Blick auf Hemiòne. Sie hatte sie noch nie so...traurig erlebt. Stets war sie zuversichtlich und hatte ihre wahren Gefühe nicht offenbart. Es war unmöglich zu wissen was sie dachte, ausser in diesem Moment.Das Schwert verbindet sie also mit einer traurigen Geschichte, oder mit jemandem. Vielleicht hatte sie es auch wie ich von meinem Vater bekommen. Aléia musste augenblicklich lächeln als sie an diesen Tag dachte. Es könnte sein, dass diese Person nicht mehr lebt. Das muss es wohl sein! Deswegen ist sie traurig.
Es war einer der schönsten und auch schlimmsten Tage in Aléias Leben. Der erste Tag, an dem sie wieder lachen konnte seit ihre Mutter gestorben war. "Ich habe ein Geschenk für dich. Es ist sehr wertvoll", sagte er zu ihr. Aléia, die schon damals sehr neugierig war, sprang auf und wartete gespannt, dass ihr Vater seine Hand hinter dem Rücken hervorholte und ihr das Geschenk gab. "Was ist es?", fragte sie aufgeregt und versuchte, hinter den Rücken ihres Vaters zu schauen. Langsam nahm er seine Hand hinter dem Rücken hervor und reichte Aléia das schönste Schwert, dass sie je gesehen hatte. Sprachlos starrte sie ihren Vater an."Ich habe es für dich anfertigen lassen. Pass gut darauf auf. Übe jeden Tag damit, du hast das Schwertkämpfen im Blut. Mach mich stolz.", flüsterte er und küsste sie auf die Stirn. Aléia umarmte ihren Vater und dankte ihm von ganzem Herzen. "Ich muss nun gehen. Ich habe einen wichtigen Auftrag ausserhalb Ellesmèras. Stell keine Dummheiten an. Ich werde in ein, zwei Wochen zurück sein. Und so verliess er Ellesmèra. Es war das letzte Mal, dass Aléia ihren Vater gesehen hatte.
Sie lächelte immer noch und antwortete auf Davirs Frage."Es heisst Rosendorn.", flüsterte Aléia und strich über den Knauf ihres Schwertes, der die Form einer Rose hatte. Wann gehen wir denn endlich? Ich will weg von hier. Mir gefällt es hier nicht.

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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Fr Okt 18, 2013 11:21 pm

Die zwei Elfen sahen aus, als ob eine sehr wichtige Geschichte zusammenhängt, so wie bei ihm.
Er war zum Haus seines Lehrmeisters gelaufen, wie schon die letzten 25 Jahre zuvor. Dort angekommen, hatte sein Lehrmeister ihm etwas verkündet: "Davir, du bist nun so weit! Heute beendest du deine Ausbildung, denn es gibt kaum noch etwas, was du nicht weißt und das kannst du nur durch Erfahrung lernen." Davir war traurig gewesen. Er würde nie wieder zum Haus seines Lehrmeisters gehen. Er hatte seinen Lehrmeister zwar nur fünf Jahre gehabt, doch er hatte ihn sehr gemocht.
Zuerst hatten sie sich noch im Schwertkampf geübt, dann in der Magie und zuletzt im Lexikon.
Als der Tag sich seinem Ende geneigt hatte, trafen sie sich noch ein letztes Mal vor dem Haus.
"Natürlich wirst du nicht ohne Geschenk von hier fortgehen. Als erstes habe ich das hier..." Er hob ein Packet hoch. Davir packte es aus. Zum Vorschein kam eine weiß-silberne Rüstung. "Die hat dein Vater für dich angefertigt! Und ich habe auch noch etwas". Er gab dem jungen Elfen einen länglichen Gegenstand. Davir zog das Tuch weg. Zum Vorschein kam ein langes silbernes Schwert. Es hatte den Anschein, dass es blau leuchtete. Das kam daher, dass blaue Linien das Schwert umgaben. Es hatte einen mit blauem Leder umwickelten Griff und am Ende war ein Diamant in eine Fassung eingelassen worden. Davir kamen Tränen und hatte seinen Lehrmeister umarmt. "Danke", hatte Davir herausgebracht, bevor er losheulte.
Jetzt an der Küste kamen ihm wieder Tränen.
"Es heißt Arget!"
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Sa Okt 19, 2013 12:51 am

Hemióne verdrehte die Augen und schnaubte verächtlich, bei Davirs Namen für sein Schwert. Sie gab ihren Magiern ein Zeichen und sie begannen langsam mit ihrem Gesang. Silber war ein reichlich uninspirierter Name für ein Schwert... nicht nur für ein Schwert, auch für alles andere was bloß aus Silber war war Silber ein uninspirierter, ja eigentlich sogar ein öder Name, außer für Silber an sich. Aber die Benennung lag ja in seiner Hand und wenn er es so wollte, würde sie ihm da bestimmt nicht rein reden, schließlich hatte er nicht nach ihrer Meinung gefragt. Hemióne war der Name für ihr Schwert in einer Eingebung gekommen. Sie hatte es einst anderes nennen wollen, doch als sie es gesehen hatte war der Name Blutender Schnee ihr doch unpassend erschienen.
Hemióne legte erneut die Hand an ihren Anhänger und stimmte allmählich in den Gesang der Magier mit ein, während die die Barriere zu ihrer Magie und der Macht des Saphiers durchbrach. Sie musste aufpassen sie durfte nicht den falschen Moment abpassen um diese Energie zu nutzen. Die Luft um sie herum begann zu flimmern und zu schwingen und Hemióne hatte mit einem Mal das Gefühl Hufgetrappel zu hören. Dann war sie sich sicher sie sah einen-
Die Gruppe aus Elfen und einer Werkatze war verschwunden und sie hatte nichts als verbranntes Gras zurück gelassen.

tbc: Sarai und Kailin retten ^^ Der See Isenstar

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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Di Mai 20, 2014 8:39 pm

Kylian biss in seinen dritten Apfel und hoffte danach endlich satt zu sein. Caladhiel hatte ihn gewarnt, dass die Anwendung von Magie kräftezehrend sein würde. Doch dass es wirklich so anstrengend sein könnte, hätte Kylian nicht erwartet. Aber er nahm diese Strapatzen gerne hin, denn er wusste dass er den Menschen so etwas Gutes tuen konnte. Narda war der perfekte Ort zum üben, denn die Reiter halfen den Menschen hier ohnehin und so war es ihm möglich seine Fähigkeiten bei der Heilung weiter auszubauen. Bisher hatte er nur grundlegende Zauber angewandt und dass immer unter Aufsicht, doch schon diese waren ein Schock für ihn gewesen. Er hätte nicht erwartet, dass er über solche Kräfte verfügte. Ihm wurden auch die Eigenschaften heilender Kräuter, Tinkturen und Elixiere beigebracht, die sehr nützlich waren. Kylian war sich jedoch nicht sicher ob das ausreichte... Er verabscheute Gewalt, doch genügte es für einen Reiter, einen Wächter der Völker, tatsächlich aus, wenn er nur heilen konnte? Die Göttin würde ihm früh genug ihren Plan offenlegen.
Kylian seufzte und sah auf das Meer hinaus, dass tosend gegen die Küste schwappte. Seine feine Nase nahm den Geruch von Fleisch und Blut wahr, der von Nesíreäs letzter Mahlzeit herrührte. Schmunzelnd legte er die Hand auf den Kopf seines weißen Drachen und unterdrückte eine leichte Übelkeit. Es war schon seltsam dass gerade Elfen, die Fleisch nur in größter Not zu sich nahmen, mit Drachen, die einen gewaltigen Hunger auf Fleisch verspürten, in einem so enge Bunde waren. "Wenn ich das Meer sehe, muss ich immer an meine Heimat denken...", sagte Kylian in Gedanken. "Du hast nicht fiel davon gesehen... für dich ist Alagaesia wohl eher dein Zuhause, nicht wahr?"
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Di Mai 20, 2014 9:28 pm

Der weiße Drache schnaubte kurz während sie die gelben Augen hinüber zu der Küste lenkte, vor der Kylian und sie gerade saßen und schwelgte noch einen kurzen Moment lang ihrer letzten Mahlzeit nach, die sie sich in Form einiger Ziegen genehmigt hatte, die in dem hügeligen Gelände des Buckels nach frischem Gras unter all dem Schnee gesucht hatten. Sie hatte durchaus die Melancholie und das Heimweh ihres Reiters gespürt und es stimmte auch Nesíreäs traurig, dass er sich noch immer nicht hier heimisch fühlte, obwohl man ihnen doch bereits schon so viele wunderschöne Gegenden gezeigt hatte, an denen sich der weiße Drache kaum hatte satt sehen können und aus eben dieser Stimmung, die ihr Reiter nun auch an sie weiter trug, hatte sie abgedreht und war schließlich neben Kylian gelandet, ihren Kopf an den seinen schmiegend und die Augen für einen Moment lang schließend. 'Ich weiß nicht. Ich mag dieses Land - es ist ganz neu und frisch und ich finde überall etwas zu Fressen', lautete die Antwort seiner Bündnispartnerin, die in dem Kopf des Älteren wiederhallte und von einem trübsinnigen Seufzen begleitet wurde.
'Aber ich habe das Gefühl, du bist nicht glücklich hier und du hast immer noch Angst vor mir und ich will nicht, dass du Angst vor mir oder vor uns als Partner haben musst ... du weißt doch, dass ich dir nichts tue, oder?', setzte Nesíreä dann wenig später hinterher und schob einen ihrer großen, weißen Flügel um die schlanke Gestalt ihres Reiters, um ihn vor dem kalten Frühlingswind abzuschirmen ehe sie die Schnauze senkte und ihn sacht damit anstupste.
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Di Mai 20, 2014 10:09 pm

Kylian genoss den schützenden Flügel seines Bündnisspartners, der sich schützend um sie legte. Er nahm Nesireäs schon recht großen Kopf zwischen seine Hände und sah ihr in die Augen. 'Natürlich habe ich keine Angst vor dir. Du bist ein Teil von mir, wir gehören zusammen und ich will mich nie wieder von dir trennen.', ließ Kylian sie hören und versuchte dabei so zärtlich zu klingen wie er konnte. Er wollte sich von seinem Drachen nicht mehr trennen, allein der Gedanke erschien ihm völlig absurd. Er wollte es sich nicht einmal vorstellen. Er hatte zwar sein bisheriges Leben ohne sie verbracht, doch seit sie geschlüpft war war er so oft wie möglich in ihrer Nähe gewesen.
Kylian legte seine Stirn an die ihre, schloss die Augen und atmete tief ein und aus. 'Ich will dich nicht mehr missen. Und wenn dir dieses Land am Herzen liegt, will ich hier auch nicht mehr fort. Aber du verstehst; Ich habe bis vor wenigen Monaten in einem vollkommen anderen Land gelebt und auch wenn Alagaesia wirklich schön ist, fühle ich mich hier noch immer fremd.', erklärte er seiner anderen Hälfte und lächelte zögerlich, während er von ihr abließ. Er schmiegte sich an Nesireas warmen Leib und hielt so die Kälte fern. Er genoss es, mit ihr hier zu sitzen, seine Gedanken zu teilen und sicher zu sein, dass sie ihn verstand.
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Di Mai 20, 2014 10:34 pm

'Ich glaube, die anderen meinen es wirklich gut mit uns und wollen uns auch wirklich helfen, damit das hier unsere Heimat werden kann', ließ Nesireä verlauten und übertrug eben jene Worte auf seine Gedanken, damit hoffend, sie könne ihm die Ankunft in diesem fremden Land auch nur ein wenig angenehmer machen als sie es über all die Zeit gewesen zu sein schien. Sie fühlte sich schlecht, wenn sie daran dachte, dass sie über all die neuen Eindrücke vielleicht einfach ihren Reiter übergangen haben konnte, dass sie es über all ihre Euphorie vielleicht nicht bemerkt hatte, wie sehr er darunter litt, dass er aus seiner eigenen Heimat fortgerissen worden war. Leise stieß sie ein Brummen aus, welches an die Ohren ihres Reiters klang und stieß in noch einmal sacht an. 'Wenn ich stark genug bin, dann können wir doch auch wieder zurück fliegen und deine Heimat einmal besuchen', schlug sie dann schließlich vor, in Ermangelung eines bessern Vorschlags während ihre gelben Augen den anderen noch einmal genauer musterten. Sie wusste, wie schwer es für ihn in dem Orden war, wusste, wie sehr er sich davor scheute, Gewalt anzuwenden und ihr selbst war es zuwider sich gegen Menschen in den Kampf zu stürzen, aber sie wusste, dass es keinen anderen Weg gab, wenn sie Kylian beschützen wollte.
'Aber dafür musst du mich genug füttern'
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Di Mai 20, 2014 11:20 pm

'Das habe ich vorrausgesetzt!', meinte Kylian lächelnd, ob ihres Vorschlages mit ihm irgendwann seine Heimat zu besuchen. Doch daran wollte er gar nicht all zu sehr denken. Er spürte und wusste, dass seine Trauer auch die ihre war und das wollte er nicht. Nesireä sollte nicht durch ihn deprimiert werden, schon nicht aus dem Grund, dass es dafür eigentlich keinen Grund gab. Er war nun schon länger hier, alle versuchten ihm das Einleben in seine neue Heimat so einfach zu machen wie nur möglich. Er musste zugeben, dass es wirklich süß war, wenn einer der älteren Reiter in einem Gespräch krampfhaft um komplizierte Worte herum zu kommen versuchte. Er würde dieses Land auch noch sein Zuhause nennen können, ebenso wie Nesirea. Irgendwann würde es so weit sein.
Er strich mit seiner Hand über ihren weißen Hals und lachte. 'Ich muss dich füttern? Das schaffst du doch alleine gut genug. Das rieche ich bis hier.', erklärte er mit einem verspielten Lächeln und stieß sie mit dem Ellenbogen an. Er war froh, dass sie in sein Leben getreten war. Um nichts in der Welt würde er diesen Abend missen wollen, oder die Sicherheit dass es noch weitere geben würde. Und auch Caladhiel und Anwar würde er schmerzlich vermissen, wenn er wieder weg müsste... und Vrael natürlich auch. Das einzig gute wäre wohl, dass er Arva nicht mehr begegnen musste. Dieser Mann machte ihm wirklich Angst. Seine brutale und blutrünstige Art war für Kylian etwas völlig unverständliches, etwas dass ihm bis ins tiefste Innere widerstrebte.
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Di Mai 20, 2014 11:34 pm

'Von wegen - ich bin noch ganz klein im Gegensatz zu Anwar', lautete Nesireäs ebenso verspielte Antwort, die von dem dunklen Lachen des Drachen begleitet wurde als jener den Kopf wieder hob und sich die Frühlingssonne auf den weißen Schuppen, die ihren Körper bedeckten, wiederspiegelte und zahlreiche bunte Farbreflektionen auf dem steinernen Boden bildete, auf welchem sie beide saßen. Nesireä mochte dieses Land, sie mochte die verschiedenen Jahreszeiten, die sie jetzt schon hatte miterleben dürfen und sie mochte die Faszination, die ihr die Menschen entgegen brachten, wann immer sie den weißen Drachen am Himmel sahen, so klein sie im Vergleich zu den anderen auch noch sein mochte. 'Und außerdem glaubst du gar nicht, wie schwierig es ist, große Tiere zu erlegen ... wenn ich nicht wachse, dann fressen die mich noch auf', beschwerte sie sich weiterhin, in der Hoffnung, sie könne Kylian damit ein heiteres Lachen entlocken, das sie während der letzten Zeit viel zu selten auf seinem Gesicht hatte sehen dürfen und das sie inzwischen schmerzlich vermisste. Sie würden noch zahlreiche Prüfungen bestreiten müssen, das wusste Nesireä, aber sie wusste ebenso sehr, dass sie an Kylians Seite bleiben würde - dass sie immer bei ihrem Reiter bleiben würde, um ihm zu helfen, wann immer es möglich war und sie wusste, dass sie seine Feinde mit dem ihr angeborenen Feuer der Drachen verbrennen würde, wenn es nötig war.
'Eines Tages werde ich auch so groß sein.'
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Mi Mai 21, 2014 12:01 am

'Dich frisst keiner auf! Ich werde auf dich aufpassen.', sagte Kylian, erneut lachend, etwas dass er viel zu selten getan hatte und wofür Nesireä ihn auch schon getadelt hatte. Er meinte es wirklich so. Mochten er und seine Kultur dem Töten und Verletzen noch so abgeneigt gegeüber stehen, so würde er doch nie zulassen dass seinem Drachen etwas passierte. Sie gehörte zu ihm und er gehörte zu ihr und sie würden keinen etwas daran ändern lassen! So widerwärtig dieser eine kurze Gedanke auch war; Kylian würde lieber mit Nesireä zwischen Leichen stehen, als ohne sie zwischen den Lebenden. Er hoffte dass es nie soweit kam, doch mit Sicherheit sagen konnte er es nicht. Das Leben eines Drachenreiters schien gepflastert mit den Leichen von dunklen und bösen Menschen.
Kylian lächelte Nesireä an, während der Frühlingswind ihm durch die Haare und über ihre Schuppen strich. Die Sonne wärmte ihm die Haut und ließ seinen Drachen funkeln wie frisch gefallenen Schnee. Seine blauen Augen richteten sich auf ihr gelbes, als er dachte: 'Du wirst noch größer werden als Anwar. Dann werde ich mich noch kleiner neben dir fühlen.'
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Mi Mai 21, 2014 12:16 am

'Du wirst auf meinem Rücken sitzen und dann werden wir beide größer als alle anderen sein und jeder wird zu uns aufblicken', war Nesireäs leise Antwort, die belustigt die Worte ihres Reiters wahrgenommen hatte und erneut leise in seinen Gedanken darüber zu lachen begonnen hatte ehe sie sich ein Stück von ihrem Platz erhob und die großen weißen Schwingen ausbreitete. Bislang hatten Kylian und sie noch kaum mehr als ein paar Meter fliegen können, weil ihr Körper das Gewicht ihres Reiters mitsamt ihrem eigenen nicht in der Luft hatte halten können, aber der weiße Drache wollte es dieses Mal nicht einfach so aufgeben und so beugte sie sich ein Stück weit hinab, um ihn auf ihren Rücken klettern zu lassen. Sie wollte es versuchen - sie wollte gemeinsam mit Kylian durch die Lüfte gleiten, wollte sich die Winde zu Herr machen und die Freiheit des Himmels kennen lernen, wie es die anderen Drachen kannten, die teilweise schon über Jahrhunderte Mitglieder des Ordens waren.
'Steig auf, Kleiner', bat sie Kylian in Gedanken und senkte den Kopf, versonnen aus ihren gelben Augen zu ihrem jungen Reiter blinzelnd und die Lefzen ein Stück in die Höhe ziehend bis die spitzen weißen Zähne des Drachen zum Vorschein kamen und Nesireä beinahe den Ausdruck gaben, sie würde sich wirklich an einem Lächeln versuchen. Wenigstens eine kleine Runde würde es sein, nur über Narda und nicht weiter fort, denn weiter durfte sie nicht fliegen bevor ihr Meister sie wieder zurück auf den Boden rufen würde, aber das würde genügen - das würde genügen, um Kylian näher bei sich zu wissen. 'Ich zeige dir, was wir alles bald haben werden. Wir werden Herren der Lüfte sein.'
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Mi Mai 21, 2014 12:46 am

Kylian sah Nesieä überrascht an. Sie schien schon lange mehr darauf zu zufiebern, sich mit ihm in die Lüfte zu erheben, als er selbst. Er hatte stets Angst gehabt, sie könnte noch nicht stark genug sein, sie könnte abstürtzen oder er könnte sie durch eine unachtsame Bewegung verletzen. Doch alle diese Bedanken schlug er in diesem Moment in den Wind, den Nesireäs Flügel verursachten. Er wollte fliegen! Er wollte den Himmel mit ihr teilen, die Freiheit, die Welt unter sich haben. Er atmete tief ein und aus, fuhr sich durch das blauschwarze Haar und dachte an Caladhiel. Würden sie und Anwar es gutheißen? Durfte er denn überhaupt schon reiten? Sollte ihn das tatsächlich interessieren? Sollte er sich nicht lieber auf diesen Moment einlassen? Und gerade da, zeigte Nesireä ihren bitteren Versuch eines Lächelns.
'Ich will es sehen! Aber bitte versuche nie wieder zu lächelnd.', erklärte Kylian grinsend und fuhr ihr mit der Hand noch einmal über den Kopf. Dann schwang er sich mehr schlecht als recht auf den Rücken seines Drachen und beugte sich weiter vor. "Flieg los! Lass uns den Himmel erobern!", flüsterte er und strich über die weißen Schuppen. Nesireä schlug mit den Flügeln und in diesem Moment fiel ihm wieder eine der Lektionen ein. Reitet man ohne Sattel kann das zu schmerzhaften Verletzungen führen. Doch da war es schon zu spät. Nesireä hob bereits ab und Kylian war es egal was passieren könnte. Sie schien sich noch an das Gewicht mehr gewönnen zu müssen, kam damit allem Anschein nach aber klar. Der Wind wehte Kylian über sein Gesicht und zerzauste sein Haar, während sich die Erde von ihnen entfernte und langsam kleiner wurde. Es war ein atemberaubendes Gefühl und dennoch hielt er sich etwas mehr an Nesireä fest. Fliegen war etwas ganz anderes, als über eine Brüstung zu balancieren. 'Es ist wunderschön! Es ist unfair, dass du das sehen kannst wann du willst.'
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Sa Jun 14, 2014 7:37 pm

Johan Swan verschränkte die Arme und besah sich den jungen Mann, der vor ihm im Sand lag und seine Liebe Mühe hatte sich erneut aufzurichten und die fünfzigste Liegestütze zu vollführen. "Hoch!" brüllte Johan und gab dem Jungen einen kräftigen Tritt in die Seite, las ihn vom Boden auf und riss ihn zurück auf die Füße. Er knirschte mit den Zähnen und besah den ehemaligen Schreiner vor sich. Der Junge war aus Gil´ead nach Ilirea gekommen hatte dort ein Elfenschwert geschenkt bekommen und war in den Status eines Knappen erhoben worden, ehe er aufgrund einer Verfehlung zu ihnen geschickt worden war, das wusste Swan. Er hatte bei ihnen Anstand, Disziplin und Respekt lernen sollen doch er hatte aufbegehrt, mehrere Reiter zur Rebellion angestachelt und einige der Jungreiter dazu gebracht mit ihm in den Buckel zu ziehen wo Sie verwundert worden waren. Swan war seitdem er denken konnte bei den Reitern. Seine Eltern waren Bauern gewesen und hatten wie deren Eltern vor ihnen auf Vroengard gelebt. Johan war der siebte Sohn und da er nichts von dem Erbe gesehen hätte und somit kein Stück Land erhalten hätte, war er als Soldat zu den Kasernen gegangen. Dort hatte man ihn ausgebildet und seitdem die Reiter selbst zurück gekehrt waren sah er zu ihnen auf. Die Alten und Weisen verehrte er und die Jungen, ungestümen waren für ihn wie Kinder. Nun diesen Jungen vor sich zu sehen, der einigen von ihnen ein Leid angetan hatte machte ihn Krank. Und nun war er dafür verantwortliche den Jungen zu bestrafen. Und das würde er.
"Hast wohl bisher gedacht du hättest ein hartes Leben gehabt was?" fragte er leise. "Glaube mir. Das war noch garnichts. Wann immer du nicht deine regulären Lehrstunden nimmst, werden wir beide trainieren. Nachts wirst du nur noch fünf Stunden schlafen und am Morgen weiter trainieren. Wenn dich deine Freizeit dazu bringt den Reitern zu Schaden, dann wirst du eben keine Freizeit mehr haben! Und jetzt runter mit dir und einhundert Kniebeugen!"
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Sa Jun 14, 2014 8:06 pm

Noah keuchte lauthals auf als er erneut den Sand im Mund spürte. Man musste eigentlich davon ausgehen, dass man es nach einer gewissen Anzahl von Fehlschlägen immer und immer wieder den Schmutz geschmeckt hatte, endlich eben still sein würde, anstatt ständig aufzubegehren, doch erst nachdem er einen erneuten Tritt erhielt schwieg er gänzlich.
Er hatte im Grunde nur dazu gehören wollen, sich mit den Reitern gutstellen und sie kennen lernen wollen, doch was war daraus geworden? Er hatte kaum etwas ausrichten können, verdammt der einzige Feind der er besiegt hatte war ein wehrloses, sprechendes Skelett gewesen. War das wirklich das, was sich Ser Gawain von seinem Knappen versprach? Sicherlich nicht, und ebenso beschämt als ihm dieser Gedanke erneut kam, beugte er sich schließlich seinem Schicksal.
Die Frage danach ob man es seinem Herren erzählen würde sparte er sich gänzlich, denn ihm war durchaus bewusst dass die Reiter alles genau im Kopf behielten und nicht das kleinste Detail vergaßen. Immer und Immer wieder, nach und nach fühlten sich seine Arme wie dünne Stäbe die kaum mehr Gewicht halten konnten und alsbald brechen würden und auch wenn er wusste das dies im Grunde gar nicht möglich sei, bangte er doch beinahe bei jedem Liegestützt darum das eben dies geschah. Schließlich kamen die Kniebeuge und bereits nach den ersten sechzig sackte er nach hinten. „Bitte, nur eine kurze Pause.“ Keuchte er und rieb sich mit der Hand über das schweißnasse Gesicht. Er wusste nicht wie lange sie inzwischen trainierten, doch hatte die Sonne bereits einen beachtlichen Weg gemacht.
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Sa Jun 14, 2014 8:18 pm

Swan schnaubte während er auf den Kleineren hinab blickte, ehe sein Blick dann wieder zur Sonne wanderte. Er mochte den Jungen nicht, der hier vor ihm stand, verschmiert mit Matsch welcher von seinem Schweiß und der brennenden Sonne zu berichten wusste, welche sein Training erschwert hatten. "Mach eine Pause du kleiner Scheißer" erklärte er und gab dem Jungen einen Weinschlauch. "Und nun trink - das wird die letzte Pause vor der ABenddämmerung sein! Wenn du umfällst rechne ich dir die Zeit morgen drauf!" er spuckte aus.
Der Junge vor ihm war verweichlicht und schien nicht so recht zu wissen wohin mit sich... aber dennoch, nach allem was er ihm angetan hatte stand er noch immer da.
"Ha, bist schon n zäher kleiner Bastard was? Stehst noch Stramm wien Zinnmänneken" meinte er anerkennend und gab ihm einen freundschaftlichen, aber gewaltigen Klapps auf den Rücken welcher Noah straucheln ließ
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Sa Jun 14, 2014 9:00 pm

Straucheln war ein sehr netter Ausdruck für das, was gerade mit ihm geschah. Nur mit Mühe konnte er das Gleichgewicht halten, weswegen er wild mit den Armen ruderte und seinen Oberkörper nach hinten warf. Keuchend und hustend sah er schließlich erneut zu dem Hünen, in dem Anscheinend die Kraft von einem Kull steckte. Einem Kull, der schwerer war als seine Artgenossen.
„Nun, danke… ich weiß nicht ob ich irgendwann umfalle aber, ich wird mein Bestes geben um es zu unterbinden.“ Er torkelte noch einmal nach links, noch einmal nach rechts, ehe er sich schließlich setzte und noch einmal an dem Wasserschlauch nippte. „Wenn ich sie etwas Fragen darf… Was genau halten sie von Rittern? Denken Sie die Welt braucht sie mehr als Soldaten, oder braucht die Welt eher Soldaten als Ritter? Ich frage nur weil, mein eigener Herr ist ein vollkommener Ritter, er lebt all diese Ideale und achtet Sie. Aber es gibt ebenso viele, wenn nicht sogar mehr Menschen die all dies nur als Vorwand nehmen um sich mit etwas zu rühmen was sie nicht sind und wenn ich später selbst so Jemand sein sollte … ich will keinen Titel tragen, dem ich nicht gerecht werden kann.“
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Sa Jun 14, 2014 9:14 pm

"Ritter?" echote Johan und hob die Augenbrauen. "Phrasendrescher des hiesigen Königreiches. Adlige, die sich anders nennen um sich von den Soldaten abzugrenzen um einen Grund zu haben wieso die Soldaten im Dreck sterben, während sie selbst hoch zu Ross durch die Feinde hindurch reiten nur um dann irgend ein unnützes Duell einzugehen mit jemand anderen, der sich Ritter nennt" erklärte er und zuckte mit den Schultern.
"Dieses Land sollte weder Ritter noch Soldaten brauchen. Dieses Land braucht Frieden und die Reiter werden diesen Frieden bringen. Denn sie reiten nicht auf Pferden in die Schlacht, sondern fliegen zusammen mit den Partnern ihrer Seele durch die Lüfte. EIn Mann braucht keinen Ritterkodex, sondern nur ein Herz um zu Wissen was gut und richtig oder falsch und verdorben ist. Mehr kann ich dir dazu nicht sagen, wenn du das meinst. Und jetzt tink!"
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Sa Jun 14, 2014 9:48 pm

Noah zweifelte an den Worten, nicht an ihrer Wahrheit, sondern daran einzig und allein weil sie das Bild förmlich zerbrachen, das er bisher von den Rittern in diesem Land hatte. Natürlich war ihm bewusst das es Adligen vorbehalten war und das bei weitem nicht jeder dieser Ehre auch nachkam doch hatte er zumindest gehofft das der Ritterschlag aus einem Adligen einen wahren Streiter für die Unschuldigen machen würde. Jemand, der, gleich wen er vor sich hatte, gerecht handeln würde und sein Leben lassen würde, galt es einen Unschuldigen zu verteidigen.
„Das klingt anders als meine Vorstellung von Soldaten und Rittern aber, nun ich habe ähnliche Worte schon einmal gehört.“ Damit war die Diskussion über das Rittertum beendet, er nahm einen letzten Schluck ehe er erneut auf die Beine kam und wieder mit den Kniebeugen begann. Alsbald fielen ihm erneut schweißnasse Locken in das Gesicht, die er nur mit Mühe verscheuchen konnte.
„Wenn die Reiter so gut sind wie ihr sagt, warum zogen sie dann ihre Truppen aus Ilirea ab? Warum gibt es noch immer so viel Leid in der Welt, wenn es doch derart viele Reiter gibt?“
Erneut gingen ihm die Worte von Gawain durch den Kopf. – Halt dich aus Dingen heraus die du nicht verstehst, denn du wirst damit nichts außer Ärger erreichen. –
„Verzeiht, es stand mir nicht zu …“
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Sa Jun 14, 2014 10:01 pm

"Stand es nicht" stimmte er ihm zu. "Liebe und Freiheit sind die beiden Seiten der gleichen Münze. Zerstört man die eine Seite, wird auch die andere wertlos. Wer den anderen liebt, lässt ihm also Freiheit. Wer ihn dagegen beherrscht, diktiert oder sogar zur Marionette macht, liebt nur sich selbst. Die Reiter wären natürlich in der Lage überall einen Frieden zu erzwingen. Aber was wäre dies für ein Frieden? Mit Gewalt und Hass und Angst erkauft" er schüttelte den Kopf.
"Wer liebt, vertraut, auch wenn er das Verhalten des anderen nicht immer versteht. So müssen auch wir Hochmeisterin Caladhiel vertrauen, dass sie den richtigen Weg für unsere Welt und unser Leben gewählt hat. Am Ende dieser Geschichte werden die Menschen schließlich erkennen, dass ihr Weg der richtige war." erklärtre er dem Jüngeren. "Der Frieden muss aus dem Herzen der Menschen kommen"
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Sa Jun 14, 2014 10:31 pm

„Wenn ich auch nur die Hälfte dessen verstehen würde, würde ich vermutlich freiwillig hier bleiben und fortan als Soldat dienen. Aber ich glaube ich verstehe, was ihr mir sagen wollt.“
Er konnte die Zeitspanne nicht einschätzen in der er erneut auf dem Übungsplatz trainierte. Es waren keine Schwertbewegungen wie die, die er mit Ser Gawain durchging. Leidglich Übungen die Kondition, Stärke und Gleichgewicht stärkten. Als Swan schließlich das Ende verkündete und Noah erlaubte, sich an den Rand des Platzes zu setzen und erneut etwas zu trinken, griff dieser gierig nach dem Schlauch und trank ihn in ein paar schnellen Zügen leer. „Herr Swan.“
Seine Stimme war noch immer keuchend von der Übung, doch wollte er nicht darum bitten dass man ihn entließ und er sich in seiner Stube ausruhen konnte, zumindest noch nicht.
„Wenn ich sie erneut etwas fragen darf. Was halten sie für wahrscheinlicher, das ein einfacher Junge aus einfachem Stand das richtige tut zwischen Adligen und hohen Herren, bis er sich einem davon verpflichtet und für ihn kämpft, oder in dem er einer Einheit betritt und dieser als einer von tausenden dient?“
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   Sa Jun 14, 2014 10:39 pm

"Weder das Eine noch das andere" erklärte er schließlich und zuckte mit den Schultern. Der Junge begann ihn allmählich auf die Nerven zu gehen. Er war nur ein einfacher Soldat, der versuchte das Richtige zu tun und dabei so wenig Schaden wie möglich anzurichten, doch der kleine Wuschelkopf schien es ganz genau wissen zu wollen und Swan wollte ihn auch nicht einfach so stehen lassen.
"Beide dienen Herren deren Wille nicht der Ihre ist, sie beide vergießen Blut. Beide fühlen Schmerz. Beide sterben. Werden beerdigt und die Würmer fressen sie auf ohne einen Unterschied zu schmecken" erklärte er und nestelte an seiner Schwertscheide herum. "Wichtig ist einzig und allein was davor war. Das man mit dem leben kann was man tut. Das man.... an das glauben kann wofür man kämpft zumindest habe ich das immer so gesehen. Und ob ich nun einen Federbusch und ein Ser vor meinen Namen trage oder mit meinen Kameraden Abends in einer Kneipe sitze. Nun man muss das Leben leben, dass man leben will. Denn besser wird es nicht mehr"
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   So Jun 15, 2014 12:22 pm

Das Leben das man leben will? Er hatte sich ab einem gewissen Punkt seines Schicksals nie mehr Gedanken darüber gemacht, doch wäre es falsch zu behaupten dass man ihn auch nur zu einer Entscheidung gezwungen hatte. Selbst den damaligen Ausflug mit Ileana mit welchem erst alles ins Rollen gekommen war, hatte er sich selbst entschieden. Er hatte sich selbst dazu entschieden, sogar darum gebettelt Ser Gawains Knappe zu werden und hatte sein Schwert später der Königin versprochen.
All dies waren Auswüchse seines eigenes Verstand, nicht die Tücke von irgendjemand anderen und ebenso musste er handeln, endlich anfangen beständig in einer Meinung zu bleiben anstatt immer aufzubegehren und zu bocken wie ein kleines Kind, welchem man das Spielzeug entrissen hatte.
„Wie seid ihr zu den Reitern gekommen? Ich meine die Wenigstens werden den gleichen Irrweg wie ich hierher gefunden haben, und laut den Bedingungen der Reiter bin ich hier nur so lange, wie es braucht um mir so viel Verstand einzubläuen, dass ich meine Königin nicht erneut in angebliche Lebensgefahr bringe… Ihr glaubt ich werde ewig hier bleiben, nicht wahr? Allein euer Blick spricht bände..“
Er musste lachen, laut und herzhaft und selbst wenn es nur an der Erschöpfung lag, so tat es dennoch gut den Schleier der Ernsthaftigkeit für einen Augenblick zu vergessen und stattdessen über das Vergangene und über das Kommende zu schmunzeln.
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BeitragThema: Re: Küste eine halbe Meile vor Narda   So Jun 15, 2014 2:23 pm

"Möge Gott mich davor bewahren, dass du ewig hier bleibst" antwortete Johan und schüttelte den Kopf, als wäre dies eine Vorstellung die ihm Magenkrämpfe bereitete.
"Wenn es nach mir geht bist du ganz schnell wieder ganz weit weg. Die Soldaten der Reiter benötigen keine Neunmalklugen Jungen mit Flausen im Kopf!" er gab dem Jungen einen Wink ihm zu folgen. Das Training war vorbei und es war ein ganzes Stück bis zurück nach Narda. "Und was deine andere Frage angeht - meine Familie lebt in Vroengard als Bauern. Ich bin der siebte Sohn meiner Eltern und mein Erbe wäre gerade groß genug gewesen um zwei oder drei Maispflanzen darauf anzubauen. Also habe ich mich entschieden mein Glück in der alten Kaserne zu versuchen, welche in dem verlassenen Schloss der Reiter stand. Dort wurden noch immer SOldaten ausgebildet die dafür sorgten, dass Vroengard stets beschützt werden und Selbstständig bleiben würde - egal was im Königreich passiert. Natürlich hilft auch unsere Lage im Meer diesen Zustand zu erhalten. Wegen all den Strömungen und so. Jedenfalls wurde ich dort ausgebildet"
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