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 Adrianas Zimmer

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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Okt 26, 2014 12:06 am

"Der Turm, in den wir die Magier einsperren ist nichts weiter als ein bloßes Gefängnis für Menschen, die uns nichts getan haben, Castor. Wir entreißen kleine Kinder ihren Familien, weil wir glauben, sie könnten für uns zur Gefahr werden und der einzige Grund, weshalb sie wirklich gefährlich werden, ist weil sie verzweifelt versuchen sich vor ihrem eigenen Tod zu retten. Nenn es eine Lüge, nenn es egoistisch, aber ich werde nicht meine kleine Schwester, deine Tante, dem sicheren Tod im Turm überlassen, obwohl sie nichts getan hat. Wenn es Lucia wäre, hättest du dasselbe getan", war Aurelius Antwort, der sich langsam von seinem Platz erhoben hatte und der sich in diesem Moment nichts weiter gewünscht hatte, als dass Castor verstand, weshalb er getan hatte, was geschehen war. Weshalb er sich Stufe um Stufe weiter nach oben gearbeitet hatte und weshalb er sich nach und nach an jene Länder annähern wollte, in denen die Magie etwas vollkommen Selbstverständliches war - Fyonara musste umdenken, musste sich ändern und die Furcht vor der Magie ablegen, die sie bislang in Atem gehalten hatte. "Ich versuche eine Möglichkeit die Magie zu verbannen. Wir verabscheuen die Gabe, nicht die Unschuldigen, die mit ihr verflucht wurden", schickte er noch nach, wagte es aber nicht sich seinem Ältesten auch nur ein weiteres Stück zu nähern, weil er nicht wusste, womit es enden würde, wenn er es versuchte. Castor war seit Valencia angeschlagen, seine Differenzen mit Gaius schlugen immer wieder Wellen - nun auch noch zu erfahren, dass er eine magisch begabte Tante besaß, die in seiner gesamten Heimat gejagt wurde, war mit Sicherheit nicht das, was er sich vorgestellt hatte.
"Bitte ... schick mich nicht in den Turm zurück ...", wisperte Adriana hinter ihm leise und schüttelte den Kopf, nachdem sie sich weiter zurück gezogen hatte bis ihr Rücken die Lehne des Bettes berührte und ihre Augen fest auf Castor lagen, der in dem Raum stand und nicht so recht zu wissen schien, was er mit ihr oder auch nur sich selbst machen sollte. "Du weißt nicht, wie es ist ... bitte. Wenn du mich verrätst, dann bringen sie mich um und deinen Vater gleich mit. Jeden, der vielleicht davon gewusst hätte ... es ist alles meine Schuld, sie haben mir nur helfen wollen."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Okt 26, 2014 12:17 am

Wollte man den Eindruck vermitteln, wie es in Castors Kopf gerade aussah, so hätte vermutlich der Vergleich zu einem Sturm, zu einem Unwetter oder aber zu einem brennenden Schlachtfeld am ehesten gepasst, denn genau wie auf diesem, zitterte er am ganzen Leibe, sah irritiert hin und her, angesichts all der Umstände unfähig auch nur ein einziges Wort zu sagen. Tante, wie ungemein seltsam sich dieses Wort anhörte, denn es betraf keine normale Frau, es war eine Magierin. Eine Frau die ihr Leben durch ihre Gabe verwirkt hatte. Doch gleichzeitig stand sein Vater, der Mann der das größte und gleichzeitig einzige Vorbild für ihn gewesen war seit er denken konnte, vor dieser Frau, schützte sie und sprach davon das alles was er getan hatte, notwendig gewesen sei um sie zu schützen.
Der rationell denkende Geist hätte die Arbeit für eine solche Tat geschätzt, doch war Castors Geist keineswegs rationell, er war überfordert und aufgewühlt wie Knabe den man im Keller zurückgelassen hatte. Seine Mutter hatte ihm stets vermittelt es sei wichtig auf das zu hören, was die Lehrer im beibrachten, was sie geradezu predigten. Und ein großer Teil eben dessen war der Hass auf alles Magische und eine genaue Erklärung, warum diese so gefährlich war.
Das Schiff, dass in diesem Augenblick vollkommen überladen war mit Empfindungen, Emotionen und Eindrücken kenterte und mit ein paar fahrigen Schritten näherte sich Castor einem Sessel, ehe er auf diesem die Hände gegen die Augen grub und Geräusche von sich gab, die kein Mensch falsch verstehen konnte. Sein Gesicht war durch die Hände verdeckt, was jedoch deutlich zu erkennen war, waren die Tränen.
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Okt 26, 2014 12:27 am

Das hier war der vollkommen falsche Ort für dieses Gespräch, es war das falsche Land, der falsche Raum und die vollkommen falsche Art und Weise wie diese Offenbarung begonnen hatte. Vermutlich wäre es ihm selbst nicht anders ergangen als Castor in diesem Augenblick, über den gerade alles einbrach, was er bislang hinter den Wänden von Zorn und Abscheu vergraben hatte und Aurelius konnte jede einzelne Emotion verstehen, die der Junge gerade zeigte. Er hätte schreien mögen, hätte irgendetwas einschlagen mögen, doch das brachte ihn hier nicht weiter - es änderte nichts mehr und das Einzige, was er jetzt noch tun konnte, war an Castors Seite zu sein, ihn zu beruhigen und ihm dann, nachdem er den ersten Schock überstanden hatte, in Ruhe zu erklären, weshalb er es getan hatte und warum er über all die Zeit nicht ein einziges Wort zu seiner Familie gesagt hatte. Castor würde Zeit brauchen, um damit zu leben, um es zu verkraften und zu verarbeiten und sich vielleicht sogar eines Tages annähern zu können, doch jetzt - jetzt hatte er selbst erst einmal das Vertrauen seines Sohnes zerstört und es würde ebenso Zeit brauchen, dieses wieder zurück zu gewinnen.
Langsam führten seine Schritte ihn zu Castor hinüber, neben den er sich in die Hocke sinken ließ, ihm lediglich schweigend einen Arm um die Schultern legend. Gleichgültig, was er sagte, es würde falsch sein - keine Entschuldigung dieser Welt wäre passend und es war nichts, wofür er sich entschuldigen wollte. Er bereute seine Familie nicht, nicht ein einziges Mitglied davon und Castor nun zu sagen, er solle sich beruhigen, war ebenso falsch. Er hatte ein Recht darauf, jetzt abzulehnen, hatte ein Recht auf die Emotionen und die Gedanken und alles, was ihm selbst jetzt übrig blieb, war dem Jungen zu zeigen, dass er noch immer für ihn da war und dass er über all die Dinge, die er zurück gehalten hatte, nicht die Liebe zu seinen Kindern verloren hatte.
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Okt 26, 2014 12:39 am

Das weinen war nicht nur das einfacher Trauer, es war krampfartig, denn immer wieder vermengten sich Angst, Hass und Verachtung in seine Gefühlslage, ließen ihn leise schreien, die Hände zu Fäusten ballen und die Augen zusammenkneifen. Er spürte die Hand auf seine Schulter, stieß sie nicht weg, sagte jedoch auch nichts dazu. Was war dies denn? War es ein gutes Zeichen? Ein Zeichen dafür dass sein Vater auf seiner Seite stand? Oder stand er auf der Seite der Magier, was bedeuten würde, dass er weiterhin diese Lüge leben würde?
Seine Erinnerungen kamen ihm brach vor, so brüchig wie Kalkstein und so wacklig wie ein Kartenhaus. Was davon entstammte wirklich der Wahrheit und wie viel hatte sein Vater inszeniert, damit er oder Jemand anderes seiner Familie nicht darüber aufgeklärt wurde, dass sie eine Magierin in der Erblinie hatten? Er konnte ihre Stimme hören, bildete sich dies zumindest ein und mit jeder weiteren Silbe, nein, mit jedem Geräusch nahm die Frau vor seinem inneren Auge Gestalt an. Und in einem dunklen Raum, einem Raum in dem sich niemand außer er und die Hexe befand, spuckte sie auf ihn, denn er lag am Boden. Gebrochen wie man Jemanden brach, der einem im Weg stand, denn hatte er das nicht getan? Hatte er den Weg dieser Hexe nicht unnötig erschwert, oder tat es zumindest in diesem Augenblick durch sein Dasein?
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Septim

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Okt 26, 2014 12:47 am

Septim schloss langsam die Augen und ließ sich auf das Bett sinken. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Dieses ganze Reich - Fyonara, nein vielmehr die Fanatiker welche noch immer glaubten Magier wären für das Böse in der ganzen Welt verantwortlich. Stets war es etwas anderes - Sklaven waren es, welche das Reich in dne Untergang führten wenn man ihnen nur zu viel Leine ließ. Magier sollten es sein, welche ihre Seelen verdarben. All dies waren nur die Ausreden der Mächtigen, welche sich ihrer Verantwortung nicht stellen mochten und ein Feindbild brauchten. Menschen die unter ihnen standen, damit sie sich besser fühlten. Es war Violas Werk, dass Castor der kleine Junge den er als Schüler gehabt, dem er beim erwachsen werden zugesehen hatte nun derart innerlich zerrissen wurde. Es wurde Zeit, dass sie dies beendeten. Wie viele Familien waren unter dieser Belastung zerbrochen? Dutzende? Hunderte? Oder gar tausende?
Er sah zu Adriana und schenkte ihr ein Lächeln. "Niemand wird dich verraten. Du bist sicher" versprach er ihr leise und er warf Aurelius einen kurzen Blick zu und formte stumm einen Satz: Es ist nicht deine Schuld.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Okt 26, 2014 12:54 am

Das war nicht das, was sie gewollt hatte. Das, was sie gerade vor sich sah, war niemals das, was sie gewollt hatte als sie sich all die Jahre nach einer Familie gesehnt hatte und wenngleich sie auch die Überforderung des Jungen verstand, der dort in dem Sessel saß, so verstand sie dennoch nicht, wie es soweit überhaupt hatte kommen können. Sie hatte eine Familie haben wollen, sie hatte jemanden haben wollen, an den sie sich wenden konnte und der ihr etwas über sich selbst erklärte, jemand, der ihr die Wahrheit über das sagte, was sie war, wer sie war bevor man sie in den Turm gebracht hatte und nun zerriss genau dieser Wunsch eine andere Familie, die ohne sie bestanden hatte. Das dort vorn hätte ihre eigene Familie sein können, es hätten lächelnde Gesichter sein können, die sie eines Tages willkommen geheißen hätten, aber nicht in dieser Welt. In dieser Welt war sie nicht mehr als eine Gejagte, eine Abtrünnige, eine Magierin und aufgrund ihrer Gabe nichts weiter als ein Monster - in dieser Welt brachte sie nichts als Unheil über diejenigen, die bei ihr waren und so erhob sie sich langsam von ihrem Platz und trat an Septim vorbei.
"Ich werde kein Wort über das sagen, was wahr ist. Ich gefährde deine Familie nicht, Castor - bring mich zurück nach Fyonara. Sie werden mich hinrichten und du wirst dafür den Ruhm ernten. Damit gibt es mich nicht in deiner Linie und ich werde nie wieder deine Familie belangen können", erhob sie schließlich ihre zitternde Stimme und streckte ihre Hände aus, die Lider niedergeschlagen, weil sie nur so verhindern konnte, dass ihr die Tränen über die Wangen rollen zu begannen, die sie am Liebsten geweint hätte. "Es ist deine Chance, alles für dich wieder gut zu machen und ich werde mich nicht wehren. Ich bin es müde ständig weg zu laufen und das Letzte, was ich wollte, war deine Familie zu zerstören. Es ist deine. Ich habe kein Recht mich dazwischen zu drängen."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Okt 26, 2014 2:35 pm

"Du wirst erst einmal gar nichts tun, außer zurück zu treten, Adriana, und mich hier meine Arbeit machen zu lassen", tönte Coreens Stimme von der Tür her, wo die Zauberin kopfschüttelnd Stellung bezogen hatte und ihren Blick noch einmal über die Anwesenden wandern ließ, die sich hier versammelt hatten. Sie machte nicht deutlich, dass sie dieses Gespräch bereits seit einigen Sekunden mitangehört hatte, machte nicht deutlich, dass sie überhaupt etwas von jener Wahrheit wusste, die hier geäußert worden war und dass es vermutlich eben jene Wahrheit war, die den Jungen hier so vollkommen aus der Bahn geworfen hatte, an dessen Seite sie jetzt trat. "Alle hier raus. Jeder von euch - Castor bleibt hier und Elijah braucht Ruhe. Nein, kein Wort - allesamt, raus hier", forderte sie streng und machte mit nur einem einzigen kurzen Blick deutlich, dass sie nicht ein einziges Wort der Widerrede hier gerade hören wollte, das sich aus den anderen hervor bahnen konnte. Der Raum hier war ohnehin durch den Kampf bereits zugerichtet genug, überall perlte noch das Wasser des Zubers über den steinernen Boden, der Schürhaken lag verbogen neben dem Kamin, aus dem einige Steine heraus gebrochen waren und Dutzende von Spiegelscherben lagen daneben, ein stummer Zeuge dessen, was hier vorgefallen war, bevor sie hatten eingreifen können. Es mochte das Glück der anderen sein, dass sie kein Wort mehr von ihnen hörte und dass selbst der Attentäter aus dem Raum verschwand, ohne ihr ein einziges Wort zu geben, geschweige denn einen Dolch, mit dem sie weit eher gerechnet hatte.
"Castor, richtig?", fragte sie und streckte die Hände aus, nur um Castors Handgelenke zu umgreifen und ihm die Hände vom Gesicht zu ziehen, den Blick in die verquollenen, roten Augen suchend, die sich auf sie richteten. "Hör mir mal zu. Ja, es ist furchtbar, was dir passiert und ja, du hast alles Recht der Welt gerade wütend zu sein, aber denkst du nicht, dass du ein klein wenig zu alt dafür bist, um jetzt heulend und schreiend mit deinen Füßen auf den Boden zu stampfen und zu verlangen, dass deine kleine Welt gerade auch deine kleine Welt bleibt. Du kannst nicht alles bekommen, was du willst - gewöhn dich besser dran", führte sie schließlich fort und schlug dem anderen schlichtweg gegen die Schläfe, die Verwirrung nutzend, die sie mit ihren Worten in Castor gesät hatte, um den Arm des anderen zu sich zu ziehen und die Ellenbeuge frei zu legen, nur um wenig später eine Spritze zu setzen. "Keine Angst. Das ist nur ein Beruhigungsmittel. Du wirst ein paar Stunden schlafen und dann wird die Welt wieder anders aussehen. Vielleicht benimmst du dich dann nicht mehr wie ein trotziger Fünfjähriger."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Di Nov 11, 2014 11:43 pm

"Guten Abend Mister Chamberlain!" erwiderte Septim zu Elijah während er zusammen mit Adriana ihr Zimmer betrat. Den ganzen Weg hatte er sämtliche Hilfe ihrerseits abgelehnt und ließ sich schließlich in einen der weichen Sessel sinken, welcher sich nur all zu schnell mit seinem Blut vollsog. Elijah setzte zu einer Antwort an, wurde jedoch von Adrianas strengem Blick zum schweigen gebracht.
Schließlich richteten sich Septims Augen auf Adriana.
"Hattet ihr damit etwas zu tun?" fragte er schließlich und frei heraus, ohne auch nur einen feuchten Kehricht auf zurückhaltung zu geben. "Mittlerweile wissen wir, dass Alejandro entkommen ist welcher immer zu behauptete euer neuer Liebhaber zu sein. Eure Schülerin befreit ihn, ermordet jede Fyonarische Wache die sie auf dem Weg findet ehe sie versucht auch mein Leben zu beenden" er hielt sie mit einer Hand auf Abstand. "Ehe ich dir, der Schwester des Mannes der für mich wie ein Bruder ist weiter vertrauen kann muss ich es wissen. Wusstest du davon?"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Nov 12, 2014 12:00 am

Es war nur eine einzige Regung, die von Adriana folgte und die bestand aus einer lauten, schallenden Ohrfeige, die sie Septim verpasste ehe sie sich herum drehte und ein paar Schritte zu einem Krug mit klarem Wasser zu treten und selbigen hinüber zu dem anderen zu bringen. Das war es also, was sie von ihrer eigenen Familie zu erwarten hatte und wenngleich sie auch das Misstrauen verstand, das Septim ihr hier entgegen brachte angesichts der Ereignisse, so traf es doch einen Teil von ihr schwer. Das plötzliche Siezen, die Abweisung, die er ihr entgegen brachte und das nur aufgrund der Tatsache, dass ihre junge Schülerin selbstständig geworden war und eigene Entscheidungen traf. Sie war noch immer die Aussätzige, noch immer die Verräterin, von der selbst Septim nichts anderes als Intrigen und Angriffe erwartete.
"Wenn ich das wirklich gewollt hätte, hätte ich es selbst getan, Septim, und dann hättet auch Ihr mich nicht aufhalten können, geschweige denn eine andere Eurer Wachen. Lucrezia ist ihre eigene Herrin, sie trifft eigene Entscheidungen und ist alt genug, um nicht stets und ständig alles mit mir besprechen zu müssen, wenngleich ich auch wünschte, sie hätte sich in diesem Falle an mich gewandt. Vielleicht hätte ich sie dann zuvor davon abhalten können", sagte sie dann und schob sich ein paar der dunklen Locken aus dem Gesicht ehe sie den Morgenmantel, den sie am Leib trug, noch einmal fester um sich wickelte und sich dann auf einen der Sessel sinken ließ. Septim wollte ihre Hilfe nicht und ihr selbst blieb keine andere Wahl als genau das zu akzeptieren. Sie würde sich ihm nicht anbiedern und darum betteln, dass er ihr für etwas verzieh, das sie nicht begangen hatte - sie würde nicht erneut den Fehler machen und sich auf einen Menschen verlassen, der in ihr nicht einen einzigen Funken Gutes erkennen konnte. Sie hatte es geahnt, sie hatte geahnt, dass es nur Schwierigkeiten geben würde, wenn all das herauskommen würde - wenn sich Fyonara, Alagäsia und auch noch Valencia an einem Ort treffen würden und nun saß sie hier, Alejandro verschwunden, Lucrezia beinahe ermordet und Septim verletzt. Es wäre besser gewesen, wenn nicht ein einziger von ihnen jemals auf den anderen getroffen wäre und wofür das alles? Aufgrund ihres eigenen Aufenthalts dort.
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Nov 12, 2014 12:06 am

"Es tut mir leid" kam es schließlich von Septims Seite, der spürte das er zuweit gegangen war. Ihre Ohrfeige selbst hatte nur wenig geschmerzt, doch der plötzliche Ruck der durch seinen Kopf gegangen war sorgte dafür, dass seine Nase erneut unangenehm pochte und einen stechenden Schmerz bis zur Schädeldecke zog. "Ich habe dir unrecht getan. Es ist nur... Aurelius hat so unendlich an dich geglaubt. Aber ich... ich habe bereits so viele Menschen ermorden müssen von denen ich dachte, dass sie Freunde wären. Ich war heute Abend unvorbereitet und dem Tod näher als ich es mir eingestehen möchte" erklärte er und schloss die Augen. "Ich wurde ausgebildet um Verrat hinter jeder Ecke zu wittern. Ich habe mich im Ton vergriffen" erklärte er und griff noch einmal nach dem Stilett, ehe er es bis zur Hälfte hinaus zog. Keuchend stoppte er, spürte wie warmes Blut seinen Ärmel hinab rann und das kräftige pulsieren ihn beinahe um den Verstand brachte. "Verdammt..." er schüttelte den Kopf. "Ich hätte nicht an dir Zweifeln dürfen"
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Nov 12, 2014 12:16 am

Sich der Tragweite ihres eigenen Handeln plötzlich bewusst werdend, schlug Adriana die bernsteinfarbenen Augen nieder und brachte ein bitteres Lächeln auf ihre Züge, das nur für einige wenige Momente darauf verharren wollte ehe es wieder ins Nichts verschwand. Was brachten denn die Schuldzuweisungen jetzt noch - sie war es gewohnt, wie eine Verräterin behandelt zu werden, wusste noch immer nicht recht, wie sie mit ihrer plötzlichen Familie umgehen sollte und noch immer lag ihr der Streit mit Castor ihretwegen schwer im eigenen Magen. Dass nun auch noch Alejandro, der ihr bislang nur Freundlichkeit hatte zukommen lassen nun auch ihretwegen so übel zugerichtet worden war, kam erschwerend dazu, ebenso wie der Umstand, dass es ihre eigene Schülerin war, die beinahe gestorben war. Alejandro hatte weder Fyonara, noch Alagäsia etwas getan, er hatte nicht einmal gewusst, was in Valencia mit Elijah vorgefallen war, aber so sehr sie auch versucht hatte, ihn zu schützen - es hatte niemand hören wollen und wenn sie ehrlich war, dann verurteilte sie es nicht einmal, dass er hatte fliehen können. Bevor sie als Sklavin nach Fyonara kehren würde, wäre sie vermutlich auch geflohen und hätte irgendwo anders ihre Heimat gesucht.
Langsam erhob sie sich wieder von ihrem Platz und trat hinüber zu Septim, musterte sein blasses, altes Gesicht, das ihr früher einmal Alpträume eingejagt hatte. Dass er jetzt zu ihrer Familie gehört, dass alle ihre Furcht geschwunden war, wirkte noch immer so gänzlich unwirklich, dass sie sich selbst in einem wirren Traum glaubte, sobald sie erneut damit konfrontiert wurde. "Es ist in Ordnung", sagte sie während sie ihre Finger an den Griff des Stiletts legte und ihm ein knappes Lächeln zukommen ließ. "Ich bin es nicht anders gewohnt", vollendete sie ihre Erklärung ehe sie die Waffe mit einer einzigen Bewegung und magischer Nachhilfe aus dem Knochen und Fleisch herauszog, nur um sie auf den Boden fallen zu lassen und ein Tuch auf die blutende Wunde zu pressen.
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Nov 12, 2014 12:21 am

Septim keuchte und spürte wie ihm Schmerzenstränen in die Augen schossen. "Ich werde langsam zu alt für sowas" flüsterte er leise und griff selbst nach dem Tuch welches Adriana festhielt, striff dabei kurz ihre Hand und schenkte ihr ein blutiges Lächeln, ehe er selbst fester drückte. "Es wird sich bald ändern. Wenn Valencia erst einmal gefallen ist brauchst du vor nichts und niemandem mehr Angst zu haben" erklärte er ihr und nahm kurz das Tuch ab. Das Loch in seiner Schulter war tief und er konnte den Knochen sehen, ein grund weshalb er die Wunde schnell wieder bedeckte.
"Dein Bruder und ich werden dafür Sorgen, dass die Jäger abgeschafft werden und nach und nach wird auch der Hass der Fyonarer auf die Magier verschwinden. Wir werden dich beschützen.." versprach er ihr. Wenngleich er auch zu gern wissen würde wer der wahre Drahtzieher hinter Lucrezias Aktion war. "Verzeih mir, dass du dich zu so später Stunde um einen gemeinen Mörder kümmern musst"
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Nov 12, 2014 12:37 am

Ein weiches Lächeln war das Erste, was auf Adrianas Gesicht erschien und behutsam drückte sie seine freie Hand, kaum dass er seine Worte geendet hatte und schüttelte den Kopf. Es war nicht wahr, was er sagte - er war nicht so bösartig wie er sich selbst darstellte, nicht so verabscheuungswürdig, wie er von sich selbst glaubte und es bestürzte sie, dass er sich selbst in einem solch schlechten Licht sah, nur die Morde sah statt den Leben, die er bislang dadurch hatte retten können. Leben unter die auch ihr eigenes fiel. "Du bist kein gemeiner Mörder, Septim. Du hast mich über all die Jahre beschützt und ich habe nur dir mein Leben zu verdanken - ich will nicht wissen, wo ich ohne dich inzwischen wäre", setzte sie ihm dann schließlich entgegen ehe sie ihre eigene Magie noch einmal zusammenfasste, um die Wunde an der Schulter des Älteren heilen zu lassen, die ihm so viele Schmerzen bereitete und beunruhigt beobachtete sie, wie die Wundränder sich nach und nach wieder zusammenziehen zu begannen und der Dreck der Waffe, der in dem Wundwasser und Blut geschwommen war, als gelbliche Flüssigkeit aus dem dünnen Kratzer austrat ehe auch eben dieser Kratzer wieder verschwand und nicht mehr als narbenlose, weiße Haut übrig ließ. Es waren die Momente des Schweigens, die Adriana jedoch noch einmal die Worte des anderen durchgehen ließen und immer wieder blieb sie an einer Aussage hängen, von der sie nicht wusste, wie sie sie einzuordnen hatte. Sie müsse keine Angst mehr haben, nachdem Valencia jetzt angegriffen werden würde.
"Was meinst du mit, ich brauche keine Angst mehr haben, wenn erst Valencia gefallen ist?", hakte sie nach, doch kaum, dass sie die Verwirrung in Septims Gesicht erkennen konnte, verschwand alle Farbe aus ihrem eigenen. Das konnte doch nicht sein Ernst sein! Er konnte doch nicht wilde Lügen erzählen, die jetzt zum Tode Tausender führten, nur weil man sie beschützen wollte! "Septim ... nein. Valencia hat mir niemals etwas getan. Alejandro war immer freundlich und zuvorkommend zu mir - wir waren unterwegs, weil er mir die Insel zeigen wollte und als wir zurückkehrten, erfuhr ich, dass man Elijah eingesperrt hatte. Da ist niemals etwas Furchtbares gewesen, wegen dem ich Valencia fürchten müsse", versuchte sie ihm klar zu machen und ließ sich kurzerhand auf den kalten steinernen Boden sinken.
"Ich hatte Furcht vor Fyonara und den Jägern. Ich hatte Furcht vor dir, bevor ich die Wahrheit erfuhr, aber nicht vor Valencia. Alejandro hätte mir niemals etwas angetan, das weiß ich. Wer hat euch das gesagt? Wer behauptet sowas?"
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Nov 12, 2014 12:44 am

"Das war ich" antwortete Elijah hinter ihr mit tonloser Stimme und schloss für einen kurzen Moment die Augen. "Sie haben einen Grund gebraucht, einen letzten Stein des Anstoßes damit sie Valencia vernichten" erklärte er leise und schüttelte den Kopf. "Ich bin nicht stolz darauf aber es war notwendig. Ich habe das wahre Gesicht Valencias gesehen. Alejandro ist ein schwacher König, der für das Leid seines Volkes verantwortlich ist. Der Prinz der mich gefangen setzte ist eine ekelhafte Karrikatur eines noblen Mannes. Sie haben mich gefoltert und eine Möglichkeit gesucht Fyonara unter Druck zu setzen. Sie sind gierig Menschen, die niemals genug bekommen können. Die Wahrheit, Recht und Freiheit stürzen würden in all ihrer Eitelkeit. Doch sie sind gerissen. Sie hätten sich niemals in die Karten schauen lassen und wo echte Beweise fehlten... musste ich ihnen erfundene präsentieren" erklärte er leise und sah Adriana an. "Aber ich bereue, dass ich dich da mit hinein gezogen habe"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Nov 12, 2014 12:55 am

Es war ein Stein im Magen, ein dumpfes Gefühl in ihrer Brust, das ihr die Luft zum Atmen abschnürte, kaum dass Elijah seine Worte beendet hatte - jene Worte, die ihr endgültig den Boden unter den Füßen wegrissen. Er hatte sie benutzt, weil er geglaubt hatte, sich damit für das rächen zu können, was Valencia ihm angetan hatte - was dieser kleine Herzog getan hatte, mit dem Alejandro noch nicht einmal etwas zu tun hatte und wovon er nicht einmal etwas gewusst hatte, weil er gemeinsam mit ihr unterwegs gewesen war. Er hatte Aikos und Ileanas Zorn über die Lügen genutzt, um sie gegen Valencia aufzubringen und jene Lügen waren es vermutlich auch gewesen, die das Zünglein an der Waage gewesen waren, die dazu geführt hatte, dass ihr Bruder alle Vorsicht hatte fallen lassen und sich nun ebenfalls einem Krieg verschwor, obwohl sein Reich bereits im Kampf gegen Solandra und Luminoth stand. "Du hast sie alle benutzt ... du hast sie alle an der Nase herum geführt und mich damit zum Grund für einen Krieg gemacht, der Tausende von Menschen tötet und wofür? Weil du Alejandro für einen schwachen König hältst und glaubst, es wäre nötig?", fragte sie, ohne sich ihm zuzuwenden und schüttelte den Kopf. Sie musste das richtig stellen, sie musste mit Aiko und Ileana sprechen, mit ihrem Bruder und den militärischen Führern der Länder - vielleicht würde sie noch etwas verhindern können, vielleicht würde sie verhindern können, dass so viele Menschen wegen ihr sterben mussten.
"... ich weiß nicht, was ich noch denken soll ... Elijah, das ... das bist doch nicht du. Ich kenne dich so gar nicht. Du hast sie für etwas verdammt, was sie gar nicht getan haben. Sie führen auch wegen mir Krieg mit einem Land, in dem es genug Unschuldige gibt und sie werden sterben - nicht die Adligen, Elijah. Sie werden wegen mir sterben! Wegen deiner dummen Lügen!", fuhr sie auf und trat zur Tür hinüber, sich noch einmal über die Schulter zurückwendend, weil sie ahnte, dass Elijah sie würde stoppen wollen. "Ich versuche dein Chaos in Ordnung zu bringen und einen Krieg zu verhindern und ich versuche Alejandro zu finden. Ihr habt ihm Unrecht getan. Jeder von euch."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Nov 12, 2014 1:04 am

"Menschen sterben nun einmal, das tun sie jeden Tag und überall" erwiderte Elijah gereizt und schüttelte den Kopf. "Glaubst du, dass es sie interessiert? Mit dem Angriff auf Alejandro will spätestens er sie alle brennen sehen. Sie alle wollen krieg - ich habe ihnen nur den Grund gegeben nachdem sie gesucht haben. Verstehst du es nicht? Wenn wir keinen Krieg führen werden auf lange Sicht mehr Menschen sterben. Die Maschinerie Staat, die Bestie Königreich will Krieg führen - sie giert danach und sie hätten irgendwann einen Grund gefunden. Nicht du bist der Grund Adriana. Ob du oder jemand anders hätte für sie keine Bedeutung. Was glaubst du wie viele noch sterben werden bis wir unser großes Ziel erreicht haben? Denkst du mir macht das mehr Spaß als dir? Aber so ist die Welt nunmal. Tausende Opfern um Millionen zu retten" er schüttelte den Kopf, blieb jedoch ruhig und argumentierte weiterhin. "Alejandro ist ein toter Mann. So wie ich es in seinen Augen hätte sein sollen. Ob du es aufklärst oder nicht, es wird nichts mehr ändern. Das Einzige was ich bereue ist, dass ich deinen Namen habe fallen lassen" er seufzte.
"Ich habe ihnen nur gegeben was sie wollten. Wenn Valencia fällt, hat Fyonara genug Einfluss um auch unseren Plan umzusetzen - und das wird Millionen retten"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Nov 12, 2014 1:16 am

"Alejandro hatte nichts mit dem Angriff auf dich zu tun, Elijah! Wann will das endlich in deinen Kopf? Er wusste nicht einmal, dass du existierst, bevor man ihn hier mit dir konfrontiert hast!", fauchte Adriana lediglich, die Hand noch auf der Türklinke, die andere zur Faust geballt. Das, was sie von ihm hörte, waren nichts weiter als billige Ausreden für seine Lügen - seine Rechtfertigung bei etwas, das sie nicht unterstützte, weil sie wusste, wie schlecht es den Menschen in einem Krieg ginge und wie angreifbar sich beide Länder machten. Mochte es sein, dass in diesem Krieg Tausende starben und sie vielleicht Millionen retten würden, mochte es sein, dass Fyonara an Einfluss und Macht gewann und sie dadurch ihren Plan leichter umsetzen konnten, aber zu diesem Preis? Sie war sich nicht einmal sicher, ob sie bereit war, diesen so hohen Preis zu bezahlen. "In diesem Krieg sterben auch unsere Leute. In diesem Krieg wird meine Familie sein und ich weiß nicht einmal, ob sie zurückkehren werden oder ob man sie dort umbringen wird ... wenn es dein Ziel war, die Chancen zu steigern, mir meine Familie zu nehmen, dann hattest du damit Erfolg ...", folgte es noch von ihrer Seite ehe sie die Tür öffnete. Sie durfte nicht bleiben, wenn nicht ein Wort das andere geben sollte - sie durfte nicht bleiben, wenn sie nicht weinen wollte und ihn damit den Schmerz sehen lassen wollte, den sie darüber empfand. Nicht einmal so sehr deswegen, weil es Krieg gab, sondern weil sie Angst um ihre Familie hatte, Angst um die Menschen, die ihr eine Heimat und Hoffnung gegeben hatten und zu denen sogar Elijah zählte - Menschen, die sie erst seit einer so kurzen Zeit hatte.
"Du hast mir versprochen, mich niemals anzulügen, Elijah ... und mir nichts zu verheimlichen ..." Und damit fiel die Tür hinter ihr ins Schloss.
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Nov 12, 2014 1:24 am

Septim sah Adriana noch einmal hinterher ehe die Tür ins Schloss fiel. Er hatte sich dazu entschieden die ganze Zeit über ruhig zu bleiben und sich nicht in das Streitgespräch einzumischen, welches ihn in keinster Weise etwas anging. Alejandro hatte also nichts getan. Nun, dies war eine neue Information die alleridngs das geschehene nicht mehr rückgängig zu machen vermochte und so empfand auch Septim keine Reue für seine Tat. Er seufzte schließlich nur und stand langsam auf, ehe er zu Elijah ans Bett ging und ihn für eine ganze Weile betrachtete. Elijah, der sich kaum weg bewegen konnte wurde unter dem Blick des Assasinen sichtlich nervös.
"Solltest du mich jemals wieder belügen oder Adriana in Gefahr bringen schneide ich dir deine Zunge ab und nagel sie dir auf deine Stirn" erklärte er ruhig und gerade so, als wolle er ihm erklären wie man sich die Schuhe band. "Du hast ihr Vertrauen missbraucht, ich hoffe das weißt du" fügte er noch anbei, ehe er sich umwandte und zur Tür schritt. Mit einer Hand am Türgriff blieb er noch einmal stehen. "Desweiteren wirst du ein Kind deines eigenen Planes werden. Aurelius verlang deine Anwesenheit im Heerlager" und mit diesen Worten ließ Septim Elijah allein mit seinen Gedanken zurück.

tbc: Aurelius
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Dez 08, 2014 9:47 pm

Nachdem er einen derart schlechten Start hingelegt hatte, hatte er allerlei Möglichkeiten in Betracht gezogen sich zu entschuldigen, entschieden jedoch hatte er sich schließlich für die einfachste. Doch würde dies noch warten müssen, denn bevor er der Königin erneut unter die Augen treten würde, musste er einen Anstellung haben die davon zeugte, welchen Wert er innehatte. Und wer könnte für eben dies besser geeignet sein als die persönliche Beraterin der Königin? Sie war eine Zauberin und da er selbst Jahrelang mit einer gereist war, kannte er die meisten der heimischen Kräuter die man für Gebräu brauchte das einen in die passende Stimmung versetzte. Zwar war es oftmals nicht nötig, doch für den wirkenden Magier einfacher, so zumindest hatte sie ihm dies immer und immer wieder erklärt. Dazu kam, dass er des Schreibens und des Lesens mächtig war und noch dazu rechnen konnte. Ein paar Wochen lang, in einem größeren Dorf als sie knapp bei Kasse waren, hatte er sogar die Buchführung für ein größeres Gehöft übernommen und dabei erstaunlicherweise sogar seinen Gefallen gefunden.
Doch letztlich war all dies nur eine Vermutung, denn ob Adriana wirklich einen Gehilfen brauchte hatte ihm keiner sagen können. Und so musste er erst allen Mut zusammen nehmen, bevor er gegen die Tür klopfte und dann einen Schritt zurück trat.
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Dez 08, 2014 10:07 pm

Das leise Klopfen an der Tür ließ Adriana aufhorchen und sie hob eine Hand, ließ ihre Finger über den Spiegel gleiten und das Bild, das sich dort bot, wieder verschwinden bis es nur noch ihr eigenes Spiegelbild offenbarte ehe ihre Lippen ein leises "Herein" verließen. Es brauchte eine Weile bis sich die hölzerne Tür wie von selbst öffnete und die hochgewachsene Gestalt eines jungen Mannes in ihre Gemächer eintrat, welchen sie zum letzten Mal im Thronsaal gesehen hatte, als er verzweifelt versucht hatte, einen Angriff zu verhindern. "Na wenn das nicht der Lebensretter ist ...", begrüßte sie den Jüngeren und erhob sich langsam von ihrem Platz, ihre Hände über ihre Gewänder streichen lassend, um die Falten heraus zu streichen ehe sie die Arme hinter ihrem Rücken verschränkte und ein paar Schritte auf den anderen zuzumachen. Sie hatte darauf gewartet, dass er hierher kommen würde, um sie um Hilfe zu bitten, insbesondere nach dem Zwischenfall vor einigen Tagen, den es im Innenhof mit Ileana gegeben hatte und den die Jüngere dem anderen noch immer nachtrug, selbst wenn ein großer Teil der Wut inzwischen auf andere Dinge hinüber gewandert war.
"Ich habe mich bereits gefragt, wann Ihr hier auftauchen würdet ... Ihr habt Euch Zeit gelassen, Robert", setzte sie hinterher und deutete dem jungen Mann an, Platz zu nehmen ehe sich die Tür zu ihrem Zimmer mit einem einzigen Blick, den die Zauberin zu dieser lenkte, wie von selbst geschlossen wurde. "Also? Ihr wollt etwas von mir, nehme ich an?", nahm sie das Gespräch wieder auf und schrägte den Kopf ein wenig an, nur um die bernsteinfarbenen Augen noch einmal über Robert wandern zu lassen.
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Dez 08, 2014 10:17 pm

Er fühlte sich im ersten Moment wie Vieh das auf dem Markt begutachtet wurde. Und wenn man unbedingt mit Metaphern arbeiten wollte, so konnte dies vermutlich sogar zutreffen, denn der abschätzende Blick der Zauberin, als wolle sie innerhalb weniger Augenblicke seinen Wert bestimmen, war nicht falsch zu deuten. „Ja, ich will euch um etwas bitten.“ Gestand er schließlich und neigte den Kopf. Er fühlte sich als hätte er sich gerade für schuldig befunden, doch die Frage war, wofür genau? „Ich suche eine Anstellung am Hofe Herrin Fiorenza. Meine Mutter wird, so nehme ich doch an für die nächste Zeit hier unterrichten und ich selbst muss mich ebenfalls als nützlich erweisen, wenn ich hier am Hof bleiben will. Und da ich weder ein Handwerk beherrsche, noch ein sonderlich großer Kämpfer bin, bitte ich euch mich als euren Gehilfen aufzunehmen. Ich kenne die Grundlegenden Regeln der Magie von meiner Mutter und bin des Lesens und Schreibens mächtig, ebenso habe ich bereits Buch geführt und weiß mit Zahlen umzugehen.“
Er hielt ihrem Blick einen Augenblick lang stand, ehe er den Kopf neigte und demütig hinzufügte. „Wenn es euch beleibt, Herrin.“
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Dez 08, 2014 10:28 pm

"Daher weht also der Wind ...", äußerte Adriana lediglich, ohne offen zu legen, ob sie wahrhaft auch das damit meinte, was er ihr soeben offenbart hatte und ein undeutbares Lächeln umspielte ihre vollen Lippen für einen kurzen Moment lang ehe sie sacht den Kopf schüttelte, zulassend, dass ihr einige der dunklen Locken über die weißen Schultern fielen, die nicht von dem Kleid bedeckt wurden, das sie am Leib trug. Langsam trat sie zu ihm hinüber und ließ sich auf einen der Sessel sinken, die Arme in den Schoß gelegt und den Blick noch immer auf Robert gerichtet, welcher inzwischen ihr gegenüber saß und sich ganz und gar nicht wohl in seiner Haut zu fühlen schien. "Ihr habt einen einzigen Vorteil gegenüber dem jungen Ser Charles Bennain, Robert. Ihr mögt ebenso manipuliert und kontrolliert sein wie er es ist, allerdings ist Euer Puppenspieler kein alternder Geier, der vergessen hat, wann seine Zeit zu Ende ist", setzte sie ihm entgegen und lächelte als sie sein Erstaunen über ihre eigenen Worte bemerkte, doch noch bevor er eine Frage darüber stellen konnte, hob sie eine Hand und gebot dem Jüngeren damit zu schweigen.
"Ich lebe nun bereits eine ganze Weile am Hof und es ist sehr offensichtlich, dass dies nicht Euer eigener Wunsch war hierher zu kommen, um den Kontakt zu der jungen Königin zu suchen. Ihr mögt in diesem Spiel der Unschuldige sein und genau das ist Eure Lebensversicherung", führte sie ruhig fort und seufzte noch einmal. Vielleicht würde es gar nicht so schlecht sein, wenn sie ein wenig mehr Kontrolle über das bekam, was in der Akademie vor sich ging, vorausgesetzt sie sorgte dafür, dass der Junge sich darüber bewusst wurde, was sie mit ihm tun würde, wenn er die Dinge ausplauderte, die nur sie etwas angingen. Sie würde Informationen filtern müssen, würde Gespräche beachten müssen, aber möglicherweise würde es sich lohnen.
"Also gut. Ich gebe Euch eine Gelegenheit, aber bevor Ihr den Dienst antretet, wird mein Schneider dafür sorgen, dass Ihr standesgemäß gekleidet werdet. Dann werden wir uns um Eure Manieren kümmern und um Euer Verständnis des höfischen Alltags, bevor Ihr mir Schande bereitet und Euch selbst an den Galgen bringt."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Dez 08, 2014 10:40 pm

Er war erstaunt darüber dass sie sein Angebot so schnell annahm, er hatte erwartet das er schnell gestellte Frage beantworten musste um von seiner Kompetenz zu zeugen oder das sie vielleicht sogar ein Blutopfer fordern würde. Nein, das war dummer Bauernaberglaube, nichts das an den Hof gehörte und nichts, woraus man einen Spaß machen konnte, denn Späße konnten hier schlimmer als alles andere gegen einen selbst verwendet werden. „Ich danke euch.“ Er neigte erneut den Kopf, ehe er sich zu fragen begann, was genau sie damit gemeint hatte, dass es sein Glück war das die Hand die ihn lenkte, Adriana nur besser gefiel als die, die Charles lenkte.
Konnte es wirklich möglich sein das sie in derart kurzer Zeit derart viel durchschaut hatte? „Nun sie ist nicht umsonst die Beraterin der Königin.“ Schloss er schließlich selbst seine Frage, denn sie zu stellen hätte von einer Dummheit gezeugt, wegen der ihn vermutlich selbst die, momentan recht gutmütige Zauberin aus dem Zimmer geworfen hätte. „Alles was ihr befehlt Frau Fiorenza. Es liegt mir fern euch Schande zu bereiten und was ihr auch sagt soll mein Wille sein. Und Herrn Charles den ihr eben anspracht..“ Einen Augenblick lang zögerte er, doch es wäre vollkommen unnütz gewesen etwas abzustreiten, was ohnehin offensichtlich war. „So Danke ich für jeden Vorteil den ich bekommen kann, denn den ersten Eindruck ist er mir bei weitem voraus Herrin.“
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Dez 08, 2014 10:50 pm

"Um aller Götter Willen, Robert, wenn Ihr etwas erreichen wollt, dann müsst Ihr zu allererst lernen, dass Ihr niemals alles erfüllen werdet, was man Euch befiehlt. Ich könnte Euch viele Befehle geben und Ihr würdet sie erfüllen müssen - die Kuhställe auszufegen, die Gänge mit einem Lappen sauber zu wischen - und es würde Euch keinen Deut weiterbringen. Das ist Eure erste Lektion - Ihr folgt nicht mehr blind den Befehlen eines anderen, vorausgesetzt es ist nicht die Königin", lautete Adrianas Antwort, die im ersten Moment lediglich die Augen verdreht hatte und sich nun zurück lehnte, um Robert noch einmal zu mustern. Er war ein Bauernjunge, der hoch hinaus wollte und ihr wurde jetzt erst wirklich bewusst, was sie sich da gerade aufgehalst hatte, aber wenn sie Informationen brauchte, dann war Robert nun einmal der leichteste Weg und er würde ihrem Willen folgen, solange seine Mutter nicht auf andere Gedanken kam und ihr in all das hinein pfuschen würde.
"Was Euren ersten Eindruck anbelangt, so habt Ihr Euch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Königin war alles andere als begeistert von Euren geistigen Ergüssen betreffend der Jagd und des Schneiderhandwerks, geschweige denn, dass sie Eure Andeutung über Kindergeschichten sehr gut aufgefasst hat", führte Adriana fort und schüttelte den Kopf noch einmal, als sie sich an die Frechheit des jungen Mannes erinnerte, der ihr gegenüber saß und nichts über die Welt zu wissen schien, in die er sich selbst hinein gebracht hatte. "Allerdings haben die vergangenen Tage dafür gesorgt, dass sich ihr Zorn wieder gelegt hat. Ihr werdet an einem Ausritt teilnehmen und Ihr werdet Euch nicht erneut solche Faux-pas erlauben."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Dez 08, 2014 10:59 pm

„Ein Ausritt? Frau Fiorenza, es tut mir Leid intervenieren zu müssen aber weder kann ich reiten, noch glaube ich das ich bei einer solchen Tätigkeit wirklichen Gesprächsstoff finden würde. Ich hatte eigentlich geplant mit einem Strauß verschiedener Blumen des Landes heute Abend ihr Zimmer aufzusuchen und sie um Verzeihung für mein Verhalten zu bitten aber …“ Er zog die Augenbrauen fragend hoch, als sich Adriana, schon jetzt leicht genervt, noch ein Stück weiter zurücklehnte und nur langsam mit dem Kopf schüttelte. „Aber denkt ihr das ich morgen … ich meine eine Entschuldigung … aber…“ Doch das Kopfschütteln blieb. Es wurde nicht vehementer, doch auch nicht schwächer und binnen Sekunden verstand Robert, dass er lieber den Mund halten sollte, wenn er seine gerade gewonnene Anstellung nicht wieder verlieren wollte.
Das sie seine eigenen Pläne mit ihm hatte war selbst ihm klar, denn die ersten Worte galten Ileana und dem Einfluss auf sie, nicht etwas seinen künftigen Aufgaben. Das sprach ebenso dafür die Zauberin wie es gegen sie sprach, doch wagte er es nicht sich ein vorschnelles Urteil von ihr zu erlauben, denn schließlich kannte er sie gerade erst einen guten Zentimeter Kerzenwachs lang und eben dieser tropfte, inzwischen an der oberen Seite flüssig, an der Kerze herunter und erstarrte auf der Hälfte. „Ihr denkt also ich sollte sie nicht aufsuchen? Mich nicht entschuldigen? Wirkt das nicht … nun, noch unhöflicher?“
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