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 Adrianas Zimmer

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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 6:22 pm

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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 6:29 pm

Adriana lächelte leise als sie die Schritte hörte, die sich ihren Gemächern näherten und löste langsam die kleinen Spangen aus ihren Haaren, bis die langen, braunen Locken ihr offen auf die Schultern fielen während im Hintergrund ein Wandteppich zur Seite geschoben wurde und eine hochgewachsene Gestalt offenbarte, die sie selbst in dem Halbdunkel, das nur durch das warme Kerzen- und Kaminlicht erhellt wurde, mehr als gut kannte. Ein feines Lächeln umspielte ihre Züge und ein fröhliches Glimmen tauchte in den Augen der Zauberin auf ehe sie zum Sprechen ansetzte. "Der Kleine hat es geschluckt", flüsterte sie leise und war sich dennoch sicher, dass er jedes einzelne ihrer Worte verstanden hatte, die sie hier gesprochen hatte. "Ich habe ihn vor dem Galgen bewahrt und er ist mir unendlich dankbar für das, was ich getan habe, ebenso wie sein Herr ... und was den König angeht ... nach den Ereignissen scheine ich wohl solange alle Macht am Hofe zu übernehmen, bis die beiden sich besser fühlen ...", setzte sie dann nach einer Weile noch nach und schob sich gelassen eine Strähne hinters Ohr zurück während sie die Schritte ihres Geliebten in der dem Spiegel hinter ihr beobachtete und sich dann doch schließlich halb zu ihm herum drehte. 
"Er wird mein Auge und mein Ohr in der Akademie sein und mir wie ein braves, kleines Vögelchen alles berichten, um Wiedergutmachung zu leisten", beendete sie ihre Ausführungen dann und lächelte noch einmal, als wären ihre Worte nicht viel mehr als die Besprechung eines nächsten Essen, das sie beide miteinander teilen würden.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 6:49 pm

"Sehr gut mein Liebling" lautete Elijahs Antwort, während dieser auf sie zuglitt. "wie es scheint funktioniert unser Plan tadelos. Es war furchtbar einfach den Knappen auf meine Seite zu ziehen und dank deines Hinweis, dass er und die Königin im Konflikt lagen war es auch kein Problem ihn dazu zu bringen etwas unbedachtes auf einem belebten Innenhof zu sagen" er lächelte einnehmend. "Es war geradezu herrlich wie sie alle nach einem Drehbuch gespielt haben, dass sie nicht einmal kannten. Wenngleich es mir auch um die Königin leid tat. Wenn ich gewusst hätte, dass sie schwanger war... nun. Aber das ist nun nicht mehr zu ändern" er hob schließlich die Hand und dort war, in der Handfläche ein Ring mit einer eisernen Spitze zu erkennen. "Als Noah davon gestürmt ist, habe ich ihn noch einmal kurz an der Schulter festgehalten. An dem Dorn war eine Mischung aus verschiedenen alchemischen Zutaten. Das Rezept habe ich in einem der Bücher gefunden. Einmal im Blutkreislauf sorgt es für etwa zwei Stunden für einen enormen Anstieg der Aggressivität sowie zu geringer Paranoia. Danach wird es komplett abgebaut und ist nicht mehr Nachweisbar. Ich wollte nicht alles dem Zufall überlassen, wenngleich ich auch sagen muss das ich von der Brutalität mit der er vorgegangen ist überrascht bin."
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 7:02 pm

Adriana lächelte für sich selbst lediglich leise und stimmte damit Elijahs Worten stumm zu ehe sie sich selbst gänzlich zu ihm herum drehte und die Hand ausstreckte, nur um ihm den Ring wenig später vom Finger zu streifen und diesen im Kerzenschein noch einmal genauer zu begutachten. Es tat ihr um Ileana leid, was geschehen war, darum, dass sie nun so sehr leiden musste, damit sie beide ihren Plan weiterhin hatten durchziehen können und auch die Zauberin war bestürzt über das gewesen, was Aiko ihr berichtet hatte - darüber, dass sie nun ihr Kind verloren hatte. Wenn sie es nur gewusst hätte, hätte sie den Mund gehalten, hätte Elijah aufgehalten als der Noah angehen wollte aber so ... es war so gekommen und alles, was ihr nun übrig blieb, war für das Mädchen da zu sein und ihr ein wenig Halt zu bieten, das so vollkommen erschöpft und schwach gewirkt hatte als sie vor ein paar Stunden dort gewesen war. 
"Sicher, dass wir das nicht auch noch bei ein paar anderen versuchen sollten ...? Graham Drake wäre ein potenzieller Kandidat und ich bin mir sicher, es würde ihn an den Galgen bringen ... wir müssten ihn nur auf dem Herbstfest erwischen", überlegte sie schließlich laut und schrägte den Kopf an, Elijah noch einmal verstohlen zulächelnd ehe sie den Ring auf ihre Kommode sinken ließ. Wenn Drake fiel, wäre damit auch die letzte Stimme ausgelöscht, die gegen sie sprach und ihr nicht vertraute ... alle anderen waren inzwischen nicht viel mehr als Spielfiguren.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 7:14 pm

"Das würde zu viel Aufmerksamkeit verursachen" erwiderte Elijah und schüttelte enttäuscht den Kopf. So gerne er auch ihrem verlockenden Angebot zugestimmt hätte, umso mehr würde es den Blick darauf bringen, dass irgendetwas hier ganz und gar nicht stimmte.
"Der alte Geier ist viel zu reserviert und unterkühlt, als das ein Gefühlsausbruch solch einer größe zu ihm passen würde. Bei einer labilen Person wie Noah? Kein Problem - so sind junge Männer nunmal, vor allem wenn ihnen Druck auf der Leitung liegt. Aber Graham Drake? Nein, es würden Fragen laut werden die keiner von uns beantworten wollen würde" erklärte er ihr und sein Lächeln wurde geheimnisvoller. "Aber wo wir gerade bei Herbstball sind" erklärte er und ließ sich auf das große Himmelsbett fallen. "Hast du dir bereits überlegt wie deine Maske aussehen wird? Also ich habe mir bereits einiges zurecht gelegt. Zusammen mit einer neuen Identität und einem Belatona-Akzent"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 7:22 pm

Enttäuscht stieß Adriana ein leises Seufzen aus und ließ die Schultern sinken, sichtlich frustriert darüber, dass sie den alten Geier wohl doch nicht so rasch loswerden würde, wie sie es sich gewünscht hatte. Drake war noch immer eine Gefahr für Elijah und sie und sie befürchtete, dass der alte Geier sehr schnell auf dieses Spiel aufmerksam werden würde, dass sie trieben, wenn sie sich nur auf dem Herbstfest blicken lassen würde, von dem sie wusste, dass auch Drake eingeladen worden war, so ungern der Alte auch seine Festung verließ. 
"Sprich mit mir, Elijah ... wen habe ich denn dieses Mal davon überzeugen können, mich auf das Herbstfest zu begleiten und vor allem, wie? Wer bist du?", hakte sie dann schließlich nach und erhob sich von ihrem Platz, die Haare mit einer einzigen Bewegung über eine Schulter nach vorn streichend und ihr Schlafzimmer noch einmal durchmessend, weil sie sich noch nicht zu ihm auf das Bett gesellen wollte. Es war noch früh und sie hatten noch viel zu besprechen, viel, dass sie nicht wieder unter den Teppich fallen lassen wollte, weil sie mit anderen Dingen beschäftigt war.
So leiteten ihre Schritte sie stattdessen hinüber zu einem ihrer großen Schränke und mit einem geheimnisvollen Lächeln auf den vollen Lippen schob sie die Schranktür auf, nur um von einem der dort eingesetzten Regalböden eine rötlich-goldene Maske zu greifen, die in dem Schein des Kaminfeuers wie ein eben solches schimmerte. "Was hältst du davon? Wie der Phönix aus der Asche ... ich hielt es für eine passende Thematik insbesondere angesichts der aktuellen Ereignisse, dass das Königspaar nun verhindert ist und mir alles übergeben hat."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 7:33 pm

"Ich bin dein mysteriöser Begleiter. Sie alle werden mich Lord Lupus nennen oder soetwas in der Art. Meine wahre Identität wird ein Geheimnis bleiben und dich dafür wieder ins Gespräch bringen" er schenkte ihr ein sanftes Lächeln. "Ob ich ein adliger oder ein reicher Händler bin, weis niemand so genau. Einige werden auch sagen ich sei ein Held aus dem Scharmützel um Bri - einer Streiterei zwischen zwei Lords vor etwa acht Jahren. Doch was sie wissen werden ist, dass ich äußerst Charmant und wohlhabend bin. Und wir beide werden uns darum bemühen dieses Geheimnis auch aufrecht zu erhalten. Glaub mir, das wird deine Achtung und deinen Ruf nur noch weiter bestärken. Ich lernte dich einst kennen, als du noch neu in diesem Land warst - das wird niemand nachprüfen können. Ich war von deinem Wesen bezaubert und habe seit zwei Jahren versucht deine Aufmerksamkeit zu bekommen, welche du mir nun schließlich für einen Abend gewährst"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 7:43 pm

Sie ließ seine Worte einfach im Raum stehen, nahm sie lediglich als gegeben hin und schob ihre eigene Maske dann schließlich wieder auf eine der kleinen Anrichten, nachdem er nichts dazu geäußert hatte. Ein weiterer geheimnisvoller Begleiter also, der um ihre Gunst buhlte und sie für diesen einen einzigen Abend gewährt bekommen würde ehe sie wieder in der Nacht zurück ins Schloss kehrten und zu denen wurden, die sie doch im Grunde waren. Sie mochte es nicht, ihn stets und ständig geheim halten zu müssen, niemanden wissen lassen zu dürfen, dass sie sich hier trafen und ihrer beider Nächte gemeinsam verbrachten - mochte es nicht stets in dem Wissen zu handeln, dass es Elijah zwar gab, sie ihn aber niemals bestätigen durfte während sie anderen nur noch weitere Hoffnungen machte, um sie um den Finger zu wickeln, aber es würde sich nicht ändern. Es war ihrer beider Geheimnis, diese kleine Affäre, die sie stets aufs Neue in den Mittelpunkt von Gesprächen rückte und die sie dennoch niemals wahr beantworten durfte und den vergeudeten Augenblicken, in denen sie nicht bei ihm sein durfte während andere sich offen zeigten, gemeinsam über Märkte gingen und an Festivitäten teilnahmen. 
"Das klingt sogar, als könnte es wirklich funktionieren", stimmte sie ihm dann lediglich mit einem schwindenden Lächeln zu ehe sie sich auf die Kante ihres eigenen Bettes sinken ließ und ihren Blick noch einmal über Elijahs Gesicht wandern ließ. "Was jetzt, mein Herz? Was tun wir jetzt außer bald an dem Herbstfest teilzunehmen und dort für Gerede zu sorgen?"
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 7:50 pm

"Ich war noch nie in deinen Gemächern" meinte Elijah mit einem Mal, während der Blick seiner dunklen Augen durch das Zimmer streifte. Ein verträumter Ausdruck lag in diesen Augen, die so tief und dunkel wie ein alter Brunnen waren. Er legte den Kopf leicht schräg und ein bitteres Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. "Ich kenne dich schon so lange. Ich liebe dich und empfange dich stets in meinem Haus. Aber in deinem Reich war ich noch nie..." erklärte er leise und sog den Duft des Raumes ein. Es war ein schöner Duft. Er roch nicht leicht und unbeschwert wie ein Frühlingstag, sondern vielmehr nach... Kastanie, Blättern im Wind, Lavendel und Kerzenwachs. Es war der Geruch eines Zimmers, das ebenso viele Geheimnisse in sich trug wie das Herz einer Frau.
"Komm her" meinte er schließlich und streckte die Arme aus. "Ich will, dass du bei mir bist. Jede Sekunde in der uns dieses Glück vergönnt sein mag"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 8:02 pm

Langsam ließ sie sich zur Seite sinken, legte ihren Kopf auf seiner Schulter ab und schob einen ihrer Arme um ihn ehe sie die Augen schloss und sich seine Worte noch einmal durch den Kopf gehen ließ, dem leisen Herzschlag in seiner Brust lauschend und sich davon gänzlich einnehmen lassend, wie es stets der Fall war, sobald Elijah bei ihr war. So war es auch zu Beginn gewesen - sie hatte ihn kennen gelernt und war seither von dem Geist des jungen Mannes fasziniert gewesen, dem es so leicht gelungen war, sie von sich einzunehmen, alle Furcht vor Verfolgern und Attentätern abzuschalten und ihr etwas zu bieten, mit dem sie sich geborgen und sicher in dieser Welt voller Schlangen fühlen konnte. "Dieser Ort hier ist nicht mein Reich", antwortete sie schließlich leise und schüttelte sacht den Kopf ehe sie selbigen noch einmal hob, nur um sich zu ihm aufzustrecken und ihm einen sanften Kuss auf die Lippen zu hauchen. "Dies hier ist nicht mehr als ein einziger Ort, von dem aus ich zu dir kann und der soweit gesichert ist, dass ich hoffe, hier nicht überrascht zu werden", ließ sie nur wenig später folgen und unterbrach sich selbst wieder als die finsteren Gedanken sie einzuhüllen drohten und ihr erneut von alledem berichteten, was hätte anders sein können, wenn man sie nicht mit dem Fluch gestraft hätte, der hier und in Aurea eine Gabe zu sein schien.
"Mein Heim ist dort, wo du bist. Wo immer das auch sein mag", beendete sie ihre Worte ehe sie sich wieder zurück sinken ließ und ihren eigenen Blick durch das große Zimmer wandern ließ. Es waren so unsagbare viele magische Hilfsmittel, die sie hier nutzte - einen Teil davon, um sich selbst vor neugierigen Blicken, magischen Suchen oder Angreifern zu schützen und ein anderer, um den Zauber aufrecht erhalten zu können, der sie zu Elijah nach Beirland brachte. Bücher über Magietheorien, die sie aus den Kellern der Bibliothek geborgen hatte und die über 120 Jahre alt waren, lagen neben denen der Geschichte des Landes und der Stammbäume der Adligen. "Ich habe noch etwas für dich ...", wisperte sie dann, als wäre es ihr soeben erst aufgefallen und sie löste eine Hand von ihm, nur um nach der dünnen Kette um ihren Hals zu greifen und einen kleinen Schlüssel hervor zu ziehe, der daran befestigt war.
"Der Schlüssel zur Bibliothek."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Aug 31, 2014 8:17 pm

"Edmure würde nun - verleumderisch wie immer - behaupten, dass du da den Schlüssel zu meinem Herzen trägst" erklärte er lachend, nahm den Schlüssel jedoch voller Ehrfurcht und sah ihn für einen kurzen Moment an, als würde er sich überlegen ob er nun sofort aufbrechen und die neu gewonnene Informationsquelle zu nutzen. Dann jedoch steckte er den Schlüssel in seine Brusttasche und ließ sich zusammen mit Adriana nach hinten fallen. "Ich liebe dich" flüsterte er ihr leise ins Ohr und strich das braune Haar zurück. "Und ich danke dir für jede Sekunde, die ich mit dir habe" er atmete den Duft ihres Haares ein, strich ihr sanft über die zarte Wange und konnte sich eines Lächeln nicht erwehren. "Und heute Abend wird die ganze Welt den Atem anhalten. Du wirst wunderschön aussehen und ich wie ein wahrer Edelmann. Alle Damen bei Hofe werden dir Neiden" prophezeite er ihr. "Dieser Abend wir einzig und allein uns gehören und bis dahin" langsam ließ er seine Hand von oben in ihr Kleid wandern und umfasste langsam ihre Brust.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mi Sep 17, 2014 12:00 am

Langsam legte sie den Kopf in den Nacken und schloss die Augen für einen kurzen Moment lang, während eine ihrer Hände an ihrem Hals hinauf wanderte und dort die Wirbel unter der Haut tastete, die unter den langen, dunklen Haaren verborgen waren, die ihr inzwischen offen über die weißen Schultern fielen, die nicht von ihrem Kleid verborgen waren. Bereits seit einer ganzen Weile saß sie bereits auf einem kleinen Hocker vor der Kommode, hatte sich selbst im Spiegel betrachtet und im Stillen immer wieder gehofft, dass ihr eigenes Bild irgendwann verschwinden würde und ihr Elijah zeigen würde, der fern von ihr auf Beirland war und für sie damit unerreichbar schien, doch als auch nach Stunden nichts geschehen war, hatte sie all ihre Hoffnungen begraben und sich wieder ihren eigenen Gedanken zugewandt, die von einem Thema zum Nächsten sprangen und nirgends einen Fixpunkt finden wollten.
Seit dem Überfall auf Hisoka und sie hatte sie sich in ihre eigenen Gemächer zurück gezogen und sich dort eingeschlossen, hatte mit kaum jemandem gesprochen und damit die verängstigte Zauberin gespielt, die jeder von ihr erwartete - die Wahrheit jedoch - der Umstand, dass sie sehr genau wusste, wem dieser Überfall zu verdanken war, hatte sie für sich verborgen gehalten. Es war Elijahs Plan gewesen, Hisoka so anzugehen, es war seine Handschrift - der Umstand, dass ihr nichts geschehen war, dass man sie nicht einmal vom Pferd gezerrt hatte, dass die Männer mit Knüppeln auf Hisoka losgegangen waren und ihm lediglich Knochen gebrochen hatten - es war so eindeutig gewesen, das sie jetzt beinahe darüber lächeln musste, wie banal die Begegnung mit den solandrischen Söldnern gewesen war.
Ein leises Lied summend, das sie aus ihrer eigenen, verschwommenen Kindheit noch zu kennen glaubte, öffnete sie die hellen Augen wieder und griff zur Seite, um einen der Pergamentbögen zu sich zu ziehen und mit der anderen Hand nach der Feder und Tinte zu greifen. Sie erwarteten Bericht, das wusste sie - sie würden nicht allzu lang warten bis sie ihre Konsequenzen ziehen würden und so blieb ihr nichts anderes übrig, als jede noch so kleine Feinheit des Angriffs und der Spannungen mit den Solandri, den Wutausbrüchen Alvias' und Ileanas wüstem Fluchen, auf Papier zu bringen. Jedes kleine Wort schien sich in ihre eigene Seele hinein zu schreiben, während sie mit jedem Satz weiter Verrat an jenen Menschen übte, die für sie eingetreten waren und die sich um sie kümmerten - dieses kleine Lied, das Summen der Melodie, an deren Text sie sich nicht erinnerte und von der sie selbst nur einige Passagen wiederholen konnte, beruhigte sie dennoch auf eine seltsame Art und Weise. Ein schattenhaftes Gesicht sang dieses Lied mit dunkler Stimme, um ihr das Einschlafen zu erleichtern, aber die Stimme war verschwommen, das Gesicht lag im Dunkeln und wann immer sie nach der Erinnerung greifen wollte, sie rann ihr durch die Finger, als bestünde sie nicht aus mehr als dünnem Sand. Sie wusste, dass sie glücklich gewesen war, dass sie sich sicher gefühlt hatte und geglaubt hatte, niemand könne ihr etwas tun - heute, während sie hier saß und ihren Erpressern die notwendigen Briefe verfasste, wusste sie es besser.
Erst nach einer Weile erhob sie sich von ihrem Platz und faltete das kleine Pergament in ihren Händen ehe sie hinüber zu dem Kamin trat, in dem ein warmes Feuer loderte, das einer der Diener entfacht hatte, um sie während den kühlen Stunden des Abends zu wärmen. Ihre Finger zitterten als sie das Pergament in die Flammen hinein fallen ließ und mit Hilfe der Magie dafür sorgte, dass es an seinem Bestimmungsort ankam.
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Alejandro Askari

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Do Okt 09, 2014 9:41 pm

Ein Bote war am morgen gekommen und hatte in Adrianas Zimmer, mitten auf dem Schreibtisch, einen versiegelten Brief platziert. Wenn sie das Siegel brach, würde sie für einen Moment ein leeres Blatt Papier in Händen halten, doch die Berührung ihrer Finger, würden den Zauber lösen und die folgenden Worte offenbaren:

Mi Estrella,

Ich hoffe es geht dir gut. So fern von Dir schmerzt mein Herz vor Sehnsucht und ich wünsche mir den Tag herbei an dem wir beide uns wieder sehen. Ich bin dir für einen plötzlichen Aufbruch keines Falls böse, auch wenn mir die Art und Weise missfiel, wie dieser von Statten ging. Es bedurfte einiger Arbeit einen Sündenbock zu finden, der das Bündnis nicht gefährdete und dich, mi Estrella, in Sicherheit brachte, was mir das größte Anliegen war. Ich bedaure es zutiefst, dass du diese dunkle Seite meiner Heimat hast kennen lernen können, wollte ich dir doch nur das schöne für deine Erinnerungen zeigen. Doch nun würden sie im Schatten dieses Ereignisses liegen.
Mi Estrella, ich kann es nicht erwarten dich wieder zu sehen und auf all die diplomatischen Gepflogenheiten und Pflichten verzichten zu können. Ach, was vermisse ich dich und nichts habe ich gefunden, dass diesen Schmerz zu lindern vermag.... Natürlich hoffe ich, dass du überhaupt geneigt wärst zu mir zurück zu kommen und das deine Empfindungen, wie du sie mir in den viel zu kurzen Tagen offenbartest, nicht bloß einer flüchtigen Verliebtheit entsprangen.
Sehnlichst erwarte ich deine Antwort meine liebste.

Dein dir ergebenster,
Alejandro Askari
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 10, 2014 12:16 am

"Ich hab bereits davon gehört" waren die Worte mit denen Elijah Adriana begrüßte. Noch immer lag er im Bett. Noch immer dazu angehalten sich nicht von der Stelle zu bewegen. "Die Nachricht über die neue Härte und Unnachgiebigkeit des Königs verbreitet sich schneller als du die Treppen steigen kannst, wirklich erstaunlich" erklärte er und schob sich eine Traube in den Mund, welche er zuvor aus einem nahe dem Bett stehenden Obstkorb geklaubt hatte. "Ist unserem König mit einem mal eingefallen welche Stellung er hat, nachdem ich ihn davor bewahrt habe seine Frau beerdigen zu müssen?" er schüttelte den Kopf und deutete auf den Schreibtisch auf welchem der Brief lag. "Heut morgen kam ein Bote - hab den Brief nicht gelesen, ist ja für dich aber wenn ich raten müsste: Alejandro Askari. Zumindest was das Siegel anbetrifft und wenn ich mich nicht Irre hat er auch noch Parfum darüber sprühen lassen. Können aber auch die Blumen hier sein. Da er dir den Brief persönlich schickt und nicht Aiko kontaktiert nehme ich an, er nimmt es dir nicht übel das du seine halbe Stadt dem Erdboden gleich gemacht hast - wofür ich dir übrigends immer noch sehr dankbar bin" er lächelte, sah ihr in die Augen und ein entschuldigender Ausdruck machte sich auf seinem Gesicht breit, welcher die Schärfe aus den zuvor gesprochenen Worten nahm. "Magst du herkommen? Der Tag muss furchtbar hart gewesen sein"
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 9:24 pm

"Ich gebs auf" meinte Elijah und pfefferte das Barett in eine Ecke des Raumes, wo es wie ein geprügeltes, mit bunten Federn bestücktes Tier liegen blieb. Er zog sich langsam das Wachs vom Gesicht und zischte dabei, als dieses einige Barthaare mitriss, ehe er das vernarbte und knollennasige Gesicht in den Abfall wandern ließ von wo aus es ihn mit leeren Augen anstarrte. "Ich habe ihn die letzten zwei Wochen verfolgt, habe Bedienstete bestochen - ja Gottverdammmich ich habe sogar Kontakte in Fyonara reaktiviert mit denen ich nie wieder etwas zu tun haben wollte. Unter Aurelius de Gaweia wurden keinerlei öffentliche Hinrichtungen von Magiern mehr befohlen - er beschäftigt das Volk viel zu sehr mit hohen Künsten, Blut und Spielen. Seine politischen Gegner halten ihm sogar Magierfreundschaft vor da er sich mit Alagaésia-Aurea eingelassen hat. Und jeder der dieses Wort lauter als im Flüsterton von sich gibt findet sich alsbald in der Arena wieder. Ja, es reicht nicht nur das ich nicht einmal seinen gedungenen Meuchelmörder in seiner Nähe ausmachen konnte - nein, Aurelius de Gaweia wird nebenbei auch noch als größter Herrscher den Fyonara je hatte betitelt. Und was seine Macht angeht? Es heißt, wenn Aurelius de Gaweia inmitten finsterster Nacht behaupte, es sei Mittag so müsse man sich Gedanken über die Zukunft der Sonne machen! Also alles in allem - er hat die Macht, die Befähigung und den Hintergrund dir aus dem Land zu helfen und dich am Leben zu erhalten" er schnaubte offensichtlich unbegeistert keinerlei belastendes Material gefunden zu haben - von toten politischen Gegnern und Löwenfutter einmal abgesehen.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 9:44 pm

Schweigend hatte sich Adriana den Ausfall Elijahs angehört und lediglich still in sich hinein gelächelt. Sie hatte sich bislang zurück gehalten, hatte nichts von ihren Erinnerungen an ein Leben vor dem Turm an eine einzige Seele weiter getragen, solange Elijah seinen Nachforschungen nachging und wenngleich sie auch oft mit ihm darüber gesprochen hatte, dass sie diese Beobachtungen und Bespitzelungen für unsinnig hielt, hatte er sich nicht beirren lassen. Jetzt - mit jener Erkenntnis, aufzugeben - empfand sie beinahe etwas wie Triumph, welchen sie in einem einnehmenden Lächeln äußerte, welches auf ihren Lippen seinen Platz fand und ihr gesamtes Gesicht erhellte ehe sie ein süffisantes "Ich habs dir ja gesagt" hintenan setzte und sich auf ihrem Platz zurücklehnte, die Arme auf den Lehnen ablegte und den Kopf anschrägte, während Elijah sich immer weiter in seinen Worten ereiferte und nicht glauben wollte, dass es wirklich nichts gab, dass auf eine dunkle Absicht hindeutete. "Er will mir nichts Schlechtes, Elijah. Es gibt nichts, worüber du dir Gedanken machen müsstest - keine Gefahr, ein einziges Mal nicht. Wir haben Glück, jemandem, dem wir vertrauen können", versuchte sie ihm deutlich zu machen und lauschte als sie leise Schritte hörte, welche sich ihren Gemächern näherten.
Langsam erhob sich die Zauberin von ihrem Platz und ihre Finger glitten noch einmal über die Kleider, die sie am Leib trug, strichen sorgfältig alle Falten daraus und noch einmal schob sie ihre dunklen Locken über die Schulter zurück ehe sie ihre Haltung straffte, als die Schritte vor ihren Zimmertüren inne hielten. Die bernsteinfarbenen Augen der Zauberin glitten hinüber zu dem dunklen Holz, welches nur wenig später von einer dunkelhäutigen Hand geöffnet wurde und sie hob die fein geschwungenen Augenbrauen ein Stück weit, als sie jenen jungen Mann erblickte, den sie gemeinsam mit Elijah aus Valencia gerettet hatte. "Ihr seid also Elijahs neuer Begleiter, wenn ich mich recht erinnerte, nicht?", lautete ihre Begrüßung. "Es freut mich, Euch auch einmal ohne Ketten und bei Bewusstsein kennen lernen zu dürfen."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 9:56 pm

„Elijah, mit Verlaub ich wusste nicht dass du damals von einer derartigen Schönheit gesprochen hast. Singora, Chem mein Name und mit Verlaub, der erlenste und wohl kühnste seiner bisherigen Kameraden, denn kaum Jemand anderes hätte ihm nach allem was uns beiden passiert ist noch eine heile Nase gelassen.“ Kurz nachdem die Tür hinter ihm geschlossen war, stürzte er bereits auf beide Knie und bat mit einer kurzen Geste um die Hand der jungen Frau, die von so unsagbarer Schönheit war, dass es ihm einen Augenblick lang den Atmen raubte, doch konnte dies auch ebenso gut daran liegen, dass er, nach dem plötzlichen Teleport und dem Vorfall im Kerker von Zeit zu Zeit noch immer Probleme mit der Lunge hatte. „Adriana, nicht wahr? Nun ich muss mich bei eurem Liebhaber entschuldigen, ich hielt ihn für närrisch und dumm einer einzigen Frau wegen all diese Hürden auf sich zu nehmen, doch nun, da ich euch hier vor mir sehe …“ Er betrachtete sie noch einen Augenblick lang, fasziniert von ihren tiefen, vielsagenden Augen, ehe er sich wieder auf beide Beine erhob.
Chem hatte seit jeher eine Recht direkte Art, die viele andere vielleicht plump nennen mochten wenn es um Frauen ging und vor allem darum, ihnen zu schmeicheln. Denn im Grunde waren ihm nur drei Dinge wirklich aufgefallen, das lockige, volle Haar, der stramme, sich auf und absenkende Busen und die elegante Form der Hüfte, die man vermutlich mit zwei starken Händen komplett umschließen konnte. Doch hätte er diese Art der Kategorisierung nun laut ausgesprochen, so hätte ihn Elijah sicherlich vierteilen, oder zumindest den Geschmack des Bodens kosten lassen, sodass er sich schließlich für die, recht ausschweifende Art entschieden hatte, die man in diesen Landen nutzte um einer Frau Komplimente zu machen.
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 10:07 pm

Beschwingt und von Elijah ermuntert raffte sich jenes gefiederte Tier, welches ein Barett darstellen sollte wieder auf und fiel Chem an, den es mit einem leisen flatschen und fluffigen, kitzelnden Federn in Mund und Nase bedeckte. "Genug der schönen Worte Chem aus dir wird ja doch kein Poet. Die Dame ist höhere Lyrik gewöhnt als jenen Wasserfall aus Gülle welcher deinem Mund entfließ, sobald du auch nur die Zähne auseinander machst" erklärte er und schüttelte den Kopf, wenngleich er sich ein Lächeln nicht gänzlich verkneifen konnte.
"Und nun steh wieder auf - du machst ja den ganzen Boden schmutzig und ich fürchte noch auszurutschen wenn ich nachher aus der Tür treten will." er setzte sich auf das weiche Himmelbett und ließ seinen Blick von Adriana zu Chem und wieder zurück wandern. "Nun gut - wie du bereits sagtest... hast du es mir ja gesagt" ergab er sich schließlich seinem Schicksal. "Also wie lauten unsere nächsten Schritte?"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 10:16 pm

Deutliche Belustigung war in Adrianas Augen zu erkennen, die Chem ein weiches Lächeln ob seiner Worte schenkte und schließlich sanft den Kopf ein Stück weit senkte, um wenigstens damit seine Künste zu ehren, für die Elijah überhaupt kein Gehör zu finden schien. Es war nur ein einziger kurzer Blick, den sie in Richtung des Barrets warf, welcher dafür sorgte, dass die Federn, die der Hut verloren hatten, wieder zurück an Ort und Stelle glitten und sich dort wieder befestigten ehe selbiger Hut nur wenig später seinen Platz auf dem Schreibtisch fand und dort neben einem leeren Pergamentbogen liegen blieb. "Du solltest Chem nicht so behandeln, Elijah. Ich denke doch, er wollte nur nett sein", schallt sie Elijah leise, wenngleich auch in ihrer Stimme nur allzu deutlich die Belustigung mitschwang, welche sie noch immer empfand und die ihre Mundwinkel immer wieder zucken ließ, wenn sie daran dachte, dass Elijah, so gleichgültig er auch ab und an schien, hier trotz alledem, was geschehen war, zum ersten Mal wirklich Probleme damit zu haben schien, einem anderen jene Worte zu überlassen.
Ihre Schritte führten sie nur langsam hinüber zu Chem und noch einmal glitt ihr Blick über die Gestalt des Surdaners. Sie bemerkte seinen Blick, wussdte nur allzu gut um dessen Bedeutung und darum, was sie am Besten damit anstellen konnte, selbst wenn sie es hier und jetzt gar nicht darauf anlegte. "Adriana Fiorenza lautet mein Name", stellte sie sich schließlich vor und brachte erneut ein Lächeln auf ihre Lippen. "Ihr glaubt gar nicht, wie erleichtert ich darüber bin, Elijah in so fähigen Händen wie den Euren wieder zu finden und mich darauf verlassen zu können, dass ihm bei Euch nichts zustoßen wird. Ebenso bin ich mir sicher, dass Valencia einfach nur ein furchtbares Unglück war, mit dem wirklich niemand hat rechnen können", schickte sie hinterher und schüttelte den Kopf ehe sie sich umwandte und zurück zu ihrem Platz trat, um sich wieder auf ihren Stuhl sinken zu lassen ehe ihre Aufmerksamkeit hinüber zu Elijah glitt.
"Was hast du vor? Willst du weitermachen?"
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 10:28 pm

"Weitermachen? Womit? Mit der Spionage? Nein - ich sehe keinen Nutzen mehr darin dies weiterzuführen. Mit unserer Beziehung? - DIch zu verlassen wäre ein ebenso fruchtloses Unterfangen als würde ich versuchen ohne Luft zu leben. Für einige Minuten mag es funktionieren, aber mein Tod wäre lang und qualvoll" erklärte er und zuckte mit den Schultern. "Mit unserem Plan? Ich werde auch mit diesem weitermachen. Es treibt mich an - zieht mich vorwärts und lässt mich ebenso wie die Liebe zu dir wieder aufstehen wenn ich falle" er lächelte und strich sich durch die mittlerweile wieder kurz geschoren Haare. "Und ansonsten? Wir haben viel was wir uns hier aufgebaut haben. Wir sind Mitglieder des Hofstaates, ich habe ein Haus inmitten einer verwunschenen Insel. Die Frage die sich uns stellt ist - was wollen wir hinter uns lassen und was aufbewahren? Ich habe nur zwei Sachen die ich behalten werde, behalten will. Dich und mein Ziel. Alles andere... ist Verhandlungssache"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 10:37 pm

Adriana seufzte leise, im Stillen bereits wissend, dass sie trotz ihrer Erinnerungen nicht einfach gehen konnte - dass sie hier am Scheidepunkt zwischen ihrer eigenen Familie, etwas, wonach sie sich immer gesehnt hatte und Elijah und ihrer beider gemeinsamer Plan stand. Es würde für Elijah keinen Mittelweg geben, er würde sie nicht begleiten, würde sich niemals darauf verlassen, dass sie in Sicherheit waren und er würde hunderte von Ausreden finden, wie er den Aufenthalt in ihrer eigenen Heimat vermeiden konnte, nur um zurück auf seine einsame Insel zurückkehren zu können, wo er mit nichts anderem außer Tausenden von Büchern, Edmure, einer verdorbenen Krypta und ihr leben wollte. Eine lange Zeit glitten ihre Finger über das abgeschliffene Holz der Armlehnen, ihre Fingerspitzen strichen darüber als wäre es die Haut eines Geliebten während Adriana ihren ganz eigenen Gedanken nachging, darüber nachdachte, wie es sein würde, wenn sie sich für eines von beidem entscheiden musste - wie weh es tun würde, wenn sie all das einfach fortschieben würde, was ihr über ihr gesamtes Leben gefehlt hatte oder wie weh es tun würde, Elijah zu verlieren. Es ging nur eines von beidem und so unfair die Wahl auch sein mochte, sie würde sie treffen müssen.
Noch einmal schwerlich seufzend schlug sie die dunklen Wimpern nieder und wich dem Blick der beiden Männer aus, die hier gemeinsam mit ihr saßen und derer Blicke sie sich gewiss sein konnte. "Wir verfolgen den Plan weiterhin ...", sagte sie dann schließlich und rang sich zu einem halbherzigen Lächeln durch. "Aber vielleicht solltest du Chem die Wahrheit sagen. Du hast lange genug Geheimnisse gehütet und er ist dir trotzdem gefolgt, selbst wenn er bislang von dir noch keinen einzigen Kupfertaler gesehen hat."
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 10:45 pm

Elijah sah Adrianas Ausdruck in den Augen und er erkannte die Wehmut darin, konnte in ihr lesen wie in einem offen Buch wenngleich sie auch für die meisten anderen stets undurchschaubar schien. Er kannte sie, kannte ihr Herz und ihre Wünsche und es schmerzte ihn, dass sie unter all dem litt. "Wenn es eine Möglichkeit gäbe mein Herz... aber. Ich kann nicht ändern wer ich bin. Ich habe versucht zu vergessen aber mir ist als würde ich mir die Lunge aus dem Leib schneiden" flüsterte er leise. Er würde eine Möglichkeit finden - sie würde sich mit Aurelius treffen können ja. Aber... aufgeben? Ein Leben in einem fremden Land wo sie von trügerischer Sicherheit umgeben wären? Ein Leben in Tatlosigkeit zu führen mit belanglosen Dingen? Sie würde sein Lichtblick sein, sein Herz und alles was er hatte, haben konnte, haben wollte. Aber dennoch der Gedanke für kleingeistige Männer ohne Vision zu arbeiten schien ihm als drücke man ihn unter Wasser, beschwere seinen Geist und ließ ihn im Sumpf der Belanglosigkeit ertrinken. "Wenn alles vorbei ist gehen wir weit fort - wohin auch immer du willst" versprach er ihr und wandte sich dann schließlich zu Chem um. Er hatte sich schon oft gefragt wie er es ihm sagen sollte, ob er es ihm sagen sollte. Aber Chem war ein einfacher Mann und einfache Männer neigten dazu die Wahrheit besser zu vertragen als verklausulierte Beschreibungen. "Chem - du warst mir ein guter Gefährte und Begleiter und verdienst die Wahrheit, wenn ich dir auch sonst nichts geben kann. Nun Chem - ich habe vor die Magie aus der Welt zu verbannen"
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 10:57 pm

„Das … das ist ein Scherz nicht wahr? Ja, selbstverständlich. Ein erstklassiger du verdammter Irrer, dass muss ich dir lassen. Ich meine ich sicher, du hast allerlei skurrile Ideen und ja, einige davon trotzen der Schöpfung der Götter selbst, wobei trotzen dabei das falsche Wort ist … vielmehr darauf spucken. Aber die gesamte Magier zu verbannen? Und das als Liebhaber einer reizenden Magierin?“ Er schüttelte den Kopf, fest davon überzeugt das all die Faktoren die er aufgezählt hatte und noch viele mehr die er nicht genannt hatte ihm in diesem Punkt zusprachen. Es war eine Irrwitzige Idee die Magie auszurotten, zumal sie mit dieser Welt verankert war, gleich wie man sie nun beschrieb oder nutzte, denn da Unterschied sich ein Land vom anderen. Doch so oder so gab es sie und das Unterfangen das Elijah da gerade spaßeshalber genannt hatte, glich dem Projekt den Himmel abstürzen zu lassen.
Doch selbst nach einer kurzen Bedenkzeit lag noch immer der schwere Blick auf ihm, welcher wohl deutlich machen sollte, dass er mit derartigen Dingen nicht so laut umgehen sollte. Doch warum? Ein Scherz war doch nichts schlimmes, selbst wenn fremde Ohren ihn, ohne den nötigen Kontext zu wissen hörten, oder? Doch genau das war das Problem, es war kein Witz, es war kein Spaß, kein dummer Schelm der zu seinen manchmal so absurden Launen so gut gepasst hätte, nein. „Elijah …“ Fing er nun, in einem deutlich ernsteren Tonfall an. „Das du deinen Hals für eine Frau riskierst mag vieles sein, riskant, mutig, liebestoll, idiotisch, charismatisch, doch die Magier gänzlich zu verbannen … ist lediglich … unmöglich. Bei dem Himmel und der Erde, sie ist selbst Magierin!“ Er deutete auf Adriana, entschuldigte sich kurz darauf jedoch für diese herabwürdigende Geste. „Und dazu kommt das wir uns in einem Land befinden, in dem sie die Zauberer auf ihren Händen tragen und jedem einzelnen die Ärsche polieren, nur damit ein bisschen Licht von der magischen Haut auf sie scheint!“
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 11:11 pm

"Nicht die Magier Chem" meinte Elijah düstert und schüttelte den Kopf. "Die Magie Chem - die reine, pure Magie und glaub mir ich beliebe nicht zu scherzen. Nicht bei diesem Thema. Niemals" erklärte er und seine Hand verkrampfte sich in der Bettdecke und der Universalgelehrte schien weit in die Ferne zu blicken.
"Ich glaube, dass die Magie irgendwann einmal in diese Welt gekommen ist. Ob vor vielen tausend oder gar abertausenden Jahren kann ich nicht sagen, aber... alle Schriften deuten darauf hin. Ich habe alte Aufzeichnungen gefunden die davon berichten, wie die Magie an die alte Sprache gebunden wurde. Gebunden Chem - es gab Menschen, die mit der Magie experimentieren konnten. Und da diese Magie zuvor wild war... ich glaube, dass sie aus einer anderen... Wirklichkeit hier herüber getreten ist. Und wenn es Menschen gab, die eben diese Magie gezähmt haben so muss es auch möglich sein sie wieder zurück zu treiben. Ich habe nachgeforscht Chem. Die Magie... sie hat bisher nur Elend über diese Welt gebracht und dort wo sie Leben schützte, tat sie dies im Kampf gegen andere Magie. Magier werden in den einen Ländern wie Auserwählte behandelt, in anderen wie Aussätzige. Es geht mir um Gleichheit Chem - und die Magie ist der Schritt der gegangen werden muss. Die Hürde, die wir nehmen müssen"
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Fr Okt 17, 2014 11:25 pm

„Aber…“ Das Gegenwort war ihm bei weitem nicht zum ersten Mal herausgerutscht, doch hatte Elijah dieses immer wieder durch einen kurzen, scharfen Unterton unterbunden. „So gut und schön dieser Gedanke von Gleichberechtigung ist. Ich vögelte, die Götter haben sie selig mal eine ganze Weile lang eine Studentin der Akademien Aureas. Kluges Ding das musste man ihr lassen und sie erzählte mir pausenlos davon wie vernetzt unsere Welt mit der Magie sei. Sicher mir ist bewusst, dass das meiste von diesen Lehrinhalten nur geschwollene Esoterik beinhaltet, doch was feststeht ist, dass die Drachen, noch vor allen anderen hier waren. Und diese sind Zweifelsohne magisch. Dazu kommen die Elfen, die ebenfalls magisch sind. Ich selbst habe ihre Heimat nie gesehen, aber wenn du die Magie verbannst, dann wird es sicherlich auch ihre Heimat treffen. Was wird es dann geben, mh? Wenn sie erfahren das ein Mensch ihnen die einzige Gabe genommen haben, wegen der man diese Schlitz … Spitzohren fürchtet? Krieg? Höchstwahrscheinlich.“
Doch genauso schnell wie sein Blutdruck nach oben gegangen war, beruhigte sich dieser nun wieder, wobei essentieller Bestandteil dabei ein Sitzplatz nahe des Fensters war, der die kalte Luft hinein trug und ihm einen angenehmen Schauer bescherte. „Wenn nicht die ganze Welt in einem Stück untergeht.“ Murmelte er noch leise. „Ich will deine Sache nicht schlechtreden, ich finde sie nicht einmal dumm, sogar recht Idealistisch. Gleichberechtigung ist allerdings nicht mehr als ein Wort, eine Eigenschaft die von allen oder vielen gelebt wird, wird es nie sein. Menschen finden immer etwas was sie voneinander abhebt und das sie selbst als besser darstellt, selbst die Farbe der Haut. Was willst du dann tun? Den größten Mehlsack erschaffen den die Welt gesehen hat und alle Menschen in ein schlichtes Weiß hüllen? Nein Elijah, selbst wenn dein Plan aufgehen sollte, selbst wenn die Welt danach nicht untergeht oder zumindest stark aus den Fugen gerät, werden die Menschen genau so bleiben, wie sie auch jetzt sind.“
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