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 Adrianas Zimmer

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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Dez 08, 2014 11:08 pm

"Blumen?", echote Adriana lediglich und hob die fein geschwungenen Augenbrauen ein Stück weit empor, während Skepsis in ihre Augen trat, die nur wenig später von einem amüsierten leisen Lachen abgelöst wurde, das die Zauberin zu Stande brachte ehe sie sich von ihrem Platz erhob und ein paar Schritte in ihren Gemächern umher machte. "Welche möchtest du ihr schenken? Gelbe Nelken, um deine Antipathie auszudrücken? Vielleicht ein paar Narzissen, um zu symbolisieren, sie sei nur von sich selbst überzeugt? Vielleicht sogar eine rote Amaryllis, um anzudeuten, dass du sie nur besitzen möchtest, aber nicht mehr?", fragte sie weiterhin und schüttelte abermals den Kopf, eine Geste, die sie während des Gesprächs zuweilen bereits schon zu häufig genutzt hatte. Der Junge wollte Ileana Blumen schenken und wenngleich Adriana auch wusste, dass die Jüngere nicht allzu viel über deren Bedeutung wusste, so wusste sie doch, dass insbesondere Charles keine Gelegenheit auslassen würde, um darauf hinzuweisen, welchen Fehler Robert gemacht hatte und Adriana war sich sicher, dass er Fehler begehen würde.
"Nein, du wirst nicht zu ihr gehen und dich entschuldigen. Damit würdest du riskieren, dich erneut um Kopf und Kragen zu reden und am morgigen Tag nicht an dem Ausritt teilnehmen zu können, womit du deinem Kontrahenten mehr Chancen gibst als dir lieb ist. Übe dich in Zurückhaltung und Demut, solange bis ihr euch wieder trefft", setzte sie noch wenig später hinterher. Eine Entschuldigung und haltloses Stammeln war das Letzte, was Ileana jetzt brauchen würde und wenn sie darüber nachdachte, dass Charles als ihr neuer Kämmerer wohl ohnehin in Hörweite sein würde, um auf die Jüngere einzuwirken, würde es lediglich mit Roberts Selbstmord enden.
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Dez 08, 2014 11:31 pm

„Und wenn ich mich so lange in Demut und Zurückhaltung übe, dann jedoch im Ausritt erneut vorgeführt werde, was bringt mir eben diese dann? Ich bin mir nicht sicher ob es gut ist, mich in ein Gespräch mit einzumischen, in dem Charles zugegen ist. Ich meine das letzte Mal legte er meine Worte derart falsch aus, dass ich einen Moment lang selbst daran zweifelte. Und ich fürchte, dass es morgen nicht anders wird. Das Problem ist das mir die Idee, die Schlagfertigkeit fehlt um etwas Passendes zu antworten was die Königin vielleicht sogar beeindruckt, oder zumindest Charles in ihren Augen schlechter macht.“
Er hatte dieses ganze Spiel noch immer nicht gänzlich verstanden, wobei, verstanden hatte er es. Er kannte inzwischen die Grundlegenden Regeln, doch wie man danach spielte, dass beherrschte er keineswegs. Sein fragender Blick ging erneut zu Adriana. „Und sagtet ihr nicht eben dass die erste Lektion die sei, sich nicht alles sagen zu lassen, da man ansonsten nie voran käme?“ Einen Augenblick dachte er, sie hätte ihn getestet, im nächsten Moment verwarf er diesen Gedanken jedoch wieder und neigte stattdessen nur den Kopf.
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Sa Dez 13, 2014 10:19 pm

»Sie verfügen wahrlich über Stil Mylady Fiorenza« Charles schob langsam einen exorbitanten, güldenen Briefbeschwerer in Form eines Schwans beiseite. Das Tier spreizte die Flügel, blicke nach oben und war derart detailgetreu gestaltet, dass man vermuten mochte, es würde sich jeden Moment in die Lüfte erheben, um durch das Zimmer zu gleiten. Nur um schließlich auf Adrianas Schulter zu landen, welche gerade den Raum betreten hatte.
Charles hatte nicht einmal hingesehen, aber außer ihr und ihm hatten nur wenige Menschen den Schlüssel für diese Räumlichkeiten.
Charles tippte der Ausgeburt des Nippes noch einmal gegen den Schnabel, ehe er zum Fenster trat und von dort hinaus in den Garten sah. »Ich habe euer Bücherregal entstaubt, jetzt da sich eure Sammlung erweitert. Ich hoffe es stört euch nicht - eines eurer Bücher fiel übrigends aus dem Raster. »Die magische Reise der Elfen« stand unter `F` - ich hab das berichtigt.« er drehte sich langsam um, lehnte sich gegen den Schreibtisch und fixierte die mächtigste Frau des Hofes funkelnden Augen. »Euch ist bewusst, dass ihr Ser Jérôme aller Voraussicht nach in den Tod geschickt habt« - eine Feststellung, keine Frage - »Warum?«
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Sa Dez 13, 2014 11:00 pm

"Ich hatte mich bereits gefragt, wann auch der Dritte der neuen Günstlinge zu mir kommen würde. Ich bin überrascht, dass Ihr euch so viel Zeit dabei gelassen habt, Charles", antwortete Adriana lediglich, auf den Zügen ein sanftes Lächeln während sie seelenruhig in ihre eigenen Gemächer eintrat und den dunklen Mantel von ihren Schultern strich und selbigen wenig später auf dem breiten Bett ablegte. Sie schenkte dem Kämmerer nicht einen einzigen Blick, störte sich nicht daran, dass er hier herein gekommen war, während ihrer Unterredung mit Belatona, geschweige denn, dass es sie beunruhigte, dass Charles bereits von ihrer beider Gespräch wusste. Der andere war der Kämmerer und er war von Graham ausgebildet worden - gewiss wusste er bereits einiges über das, was am Hof vor sich ging und wer sich mit wem über welche Belange unterhielt. Leise und beinahe resigniert seufzend schob sie ihre Hände aus den dünnen Handschuhen, die sie trug und hob schließlich die Hände hinauf zu ihren dunklen Haaren und löste das silbrige Haarnetz daraus bis ihr die dunklen Locken offen auf die Schultern fielen.
Noch einmal schüttelte sie den Kopf, wischte sich ein paar der Strähnen aus der Stirn und schrägte schließlich den Kopf ein Stück weit an, Charles aus wissenden Augen beobachtend und ihr Lächeln undeutbarer werden lassend bis es schließlich gänzlich schwand. "Und ich bin mir nicht sicher, ob ich mich von Euren Vorwürfen geschmeichelt oder beleidigt fühlen soll ...", überlegte sie laut und schritt hinüber zu jener Statue, die der andere soeben beobachtet hatte. Erneut streckte sie ihre Hände aus und ließ die Fingerspitzen darüber gleiten bis die Umrisse der Statue zu verschwimmen begannen und sich schließlich ein kleiner Spatz in die Luft erhob, nur um durch das offene Fenster das Weite zu suchen. Es war ihre Art, ihre Angelegenheiten unter Beobachtung zu halten. "Mir solche Liederlichkeiten vorzuwerfen ..."
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Sa Dez 13, 2014 11:14 pm

»Nur wenn es nicht wahr ist« erwiderte Charles leise und schloss für einen kurzen Moment die Augen. »Und was die anderen beiden betrifft, ich ziehe es vor eine Situation zu analysieren und alle vor und Nachteile abzuschätzen, ehe ich meinen Zug mache.« erklärte er ihr. Der Kämmerer griff gemachsam den weißen König von ihrem Schachbrett und drehte diesen langsam zwischen Daumen und Zeigefinger hin und her.
»Wohin übereilte Handlungen dieses Land führten, sahen wir nur all zu oft in der Vergangenheit« erklärte er bedächtig und betrachtete die Figur eine Weile, ehe er seine Faust um sie schloss.
»Ihr habt mir meine Frage nicht beantwortet Mylady« stellte er schließlich fest und schenkte ihr ein Lächeln. »Ich habe Robert bei Seite geschafft, wäre es da nicht angemessen wenn ihr mir eure Beweggründe offen legt?« seine Stimme hatte einen süffisanten Tonfall angenommen und wurde von einem schiefen, einnehmenden Schmunzeln begleitet.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Sa Dez 13, 2014 11:24 pm

Langsam schritt Adriana hinüber zu dem kleinen Tisch und ließ sich auf einen der nahe stehenden Stühle sinken, ihre Arme auf den Lehnen ablegend während sie die bernsteinfarbenen Augen auf das Schachbrett vor sich gerichtet, auf dem die Figuren noch immer von ihrem letzten Spiel standen, welches sie nie beendet hatte. Es war anstrengender als gedacht gewesen mit Elijah über den Spiegel hinweg dieses Spiel zu spielen und sich dazwischen zu unterhalten, ohne dass jemand etwas davon bemerkt hatte und als sie nun die Hand nach vorn streckte und die Figuren wieder aufstellte, umspielte erneut ein feines Lächeln ihre Züge. "Spielt Ihr, Charles?", fragte sie lediglich und noch bevor der Kämmerer antworten konnte, entschied sie sich weiter zu sprechen. "Die ganze Welt liegt im Schach ... es gibt zwei Arten von Menschen. Die einen beugen sich den Umständen und spielen Karten und jene anderen wollen entscheiden und kontrollieren und spielen Schach ...", setzte sie noch hinterher und beließ es dabei, ihm keine Antwort auf seine Frage zu geben, weshalb sie den jungen Belatona davon überzeugt hatte, sich um die fehlende Entourage Roberts zu kümmern, die sich zuweilen noch immer in der Stadt oder im angrenzenden Umland verborgen hielt und nur auf einen Moment wartete, um zuzuschlagen.
"Bislang habt Ihr Euch gut geschlagen und kluge Entscheidungen getroffen", führte sie fort als ihr Gegenüber den ersten Zug gemacht hatte und sie ihre eigene Hand ausstreckte, um einen Bauern nach vorn zu schieben ehe ihre hellen Augen noch einmal über seine hochgewachsene Gestalt glitten und selbige genauer musterten. "Aber bislang geht auch von niemandem hier eine wirkliche Gefahr aus. Ihr werdet dieses Spiel nur noch bis zur Rückkehr der Soldaten weiterspielen können, danach wird sich einiges verändern."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Sa Dez 13, 2014 11:32 pm

»Da habt ihr Recht«, erwiderte Charles und ließ sich ihr gegenüber auf einen Stuhl sinken. »Allerdings gedenke ich, mir bis dahin, eine solide Struktur aufgebaut zu haben. Schließlich wird der König wollen, dass alles reibungslos funktioniert wenn er wieder da ist. Die hohen Herren tanzen auf ihren Bällen und ich sorge dafür, dass der Boden hält« erklärte er leise und schob einen schwarzen Bauern nach vorne.
»Ich bin mir sicher, dass einiges geschehen wird sobald seine Hoheit aus dem Krieg zurück gekehrt ist. Ich bin sehr gespannt darauf, was er alles mitgebracht haben wird« er seufzte, als Adriana den nächsten Zug vollführte und wartete einen kurzen Moment, ehe er den Läufer aus der entstandenen Lücke zog. »Ich bin mir sicher, er wird mit mehr Erfahrung aus dem Krieg zurück kehren und die Position von vielen Leuten hier bei Hofe überdenken«. Charles lehnte sich zurück und betrachtete für einen kurzen Augenblick das Schachspiel vor sich.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Sa Dez 13, 2014 11:41 pm

Ruhig hatte Adriana die Züge ihres Gegenübers beobachtet, wenngleich auch ab und an ihr Blick hinauf in sein Gesicht gewandert war, wo sie sein Mienenspiel beobachtet hatte und sich jede noch so kleine Geste genau eingeprägt hatte. Es war einfach Menschen einzuschätzen, wenn man sie nur lange genug kannte, damit sie sich für einen Augenblick lang unbeobachtet glaubten - oftmals erfuhr sie damit weit mehr als all die hohlen Phrasen, von denen jeder glaubte, sie würden diese Welt bedeuten. Erneut führte sie einen Bauern nach vorn, hielt sich absichtlich für eine Weile lang in der Defensive während Charles immer wieder versuchte ihr zuzusetzen und das Spiel für sich zu entscheiden - die ganze Welt lag wahrlich im Schach, es sagte ihr so viel mehr als alles, was der andere geäußert hatte.
"Davon bin ich überzeugt", stimmte sie ihm zu, als sie sich zurück lehnte und mit einem einzigen Handwink dafür sorgte, dass die Wasserkaraffe gemeinsam mit zwei Gläsern zu ihnen hinüber schwebten. "Und ich unterstütze seine Majestät bei diesem Vorhaben nach Kräften, denn schließlich ist Stabilität das, was dieses Reich dringend benötigt, gerade angesichts der zahlreichen Feinde, die dem Volk zusetzen und brach liegenden alten Bündnissen, die dringend wieder gestärkt werden müssen", fuhr sie fort und streckte eine Hand nach ihrem Glas aus, welches sich inzwischen wie von selbst mit Wasser gefüllt hatte.
"Denkt Ihr nicht auch, Charles?", fragte sie, als sie das Glas zu den vollen Lippen hob und einen Schluck daraus trank, hinter dem Kristallrand ihr eigenes undeutbares Lächeln verbergend.
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Sa Dez 13, 2014 11:50 pm

»Die Elfen, die Zwerge - die Reiter. Wenn man die alten Geschichten bedenkt. Wenn man zurückdenkt in die Zeiten der ehemaligen Könige. Die Menschen waren vereint, sie stritten Seite an Seite mit allen Wesen dieses Landes. Seine Majestät kennt diese alten Chroniken jedoch leider nicht. Natürlich - er kennt sie aber er ist nicht mit ihnen aufgewachsen, es fällt ihm schwer darauf einzugehen. Ihr kommt auch nicht von hier, nicht wahr Lady Fiorenza?« fragte er leise und hob eine Braue während er seinen nächsten Zug plante. »Ihr bringt unserem Land die erfrischenden Vorteile alternativer Sichtweisen, was ich sehr schätze« erklärte er.
»Ich bin mir sicher, dass auch seine Majestät Aiko eure Anwesenheit zu schätzen weiß, nicht wahr?« er lächelte. »Ihr seid mit Sicherheit unersetzlich für ihn«
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Dez 14, 2014 12:21 am

"Ich würde mir nicht anmaßen mich selbst in einer so wichtigen Position zu sehen", antwortete Adriana gelassen, der der Seitenhieb des anderen nicht entgangen war und welchen sie nun mit einem simplen nonchalanten Lächeln abtat. Sollte er nur weiterhin seine Hiebe austeilen und glauben, er hätte sie damit gekränkt oder gar zurück auf ihren Platz verwiesen - in Wahrheit belustigte sie dieses Zusammensein hier mehr als sie es sich selbst eingestehen mochte und Charles war nach all den einfältigen Lebewesen, denen sie hier bereits begegnet war, ein angenehm anspruchsvoller Charakter. Selbst wenn er sie in einigen Momenten weit mehr an seinen Lehrmeister erinnerte, als er wohl selbst vermuten würde. "Aber um auf Euer Thema noch einmal zurück zu kommen, Charles, ich denke, kein lebendes Wesen kann dieser Zeit wahrlich behaupten, die wahre Bedeutung der alten Geschichten zu ergründen. Der Orden der Drachenreiter kehrte erst vor Kurzem zurück in dieses Reich und auch das Volk der Steinernen und das Volk der Sterne nähert sich nur sehr langsam wieder an, nach jenem grausamem Krieg vor über 120 Jahren.", führte sie fort und seufzte leise, schlug die Lider für einen Augenblick lang nieder, um Betroffenheit zu symbolisieren ehe sie wieder unter dichten, schwarzen Wimpern zu ihm hinauf sah.
"Und was mich selbst anbelangt, so bin ich nichts weiter als ihrer Majestät ergebene Dienerin."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Dez 14, 2014 12:44 am

»Wir wissen beide, dass ihr für diesen Hof unersetzlich geworden seid. Und ich bin mir sicher, dass jeder andere König dies genauso sehen würde - es liegt also nicht nur an der Meinung seiner Majestät. Ich könnte mir auch gar nicht vorstellen, wie dieser Hof ohne euch funktionieren sollte« erklärte er leise und schlug ihren Turm mit seinem Läufer.
»Allerdings gibt es Gerüchte - ihr wäret die wahre Macht am Hof, ihr wäret die Mätresse des Königs. Verleumdungen, ganz ohne Zweifel - aber, so ich mich erdreisten darf euch einen Rat zu geben: Ich würde vor dem König knien - einmal und in voller Öffentlichkeit um sämtliche Gerüchte die die Autorität des Königs untergraben beiseite geschafft werden. Wenn die Autorität des Königs leidet, so leiden all seine Diener gleichfalls« er seufzte tief und schwer, während er auf das Schachbrett sah welches bisher keinen Sieger auszeichnete. »Seht ihr das anders?«
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Dez 14, 2014 12:54 am

"Ihr wisst, dass es stets Gerüchte gibt und es sie ohne Zweifel auch stets weiterhin geben wird, gleichgültig, was wir einfachen Menschen davon halten oder wie auch immer wir versuchen, diesen Gerüchten Einhalt zu gebieten", antwortete Adriana lediglich und lehnte sich für einen Moment zurück, nur um das Kristallglas noch einmal in ihren Fingern zu schwenken und einen Moment lang gedankenverloren auf das durchsichtige Innere zu richten und zu beobachten, wie sich der Schein der Kerzen darin verfing und von dem Kristall gebrochen und in bunten Spektralen an die hohen Wände geworfen wurde. Die Gerüchte hatte sie nie gänzlich vergessen können, insbesondere nicht nach all den unzähligen Gesprächen, die sie mit Ileana darüber geführt hatte bis sie ihr hatte versichern können, dass sie Aiko niemals in ihrem gesamtem Leben jemals anrühren würde - nicht einmal mit einer Kneifzange, wenngleich dies auch ein Zusatz war, welchen Adriana nur in Gedanken hinzu gefügt hatte, um die Freundin nicht zu kränken. Aiko war langweilig und nichts weiter als eine weitere Marionette, die zu kontrollieren sie nicht einmal mehr brauchte, weil er ihr jeden noch so kleinen Wunsch von den Augen ablas und diesen in die Tat umsetzte - ob der Krieg es dabei belassen würde, würde sie sehen, wenn er zurück gekehrt war.
"Aber um auf Eure Frage zurück zu kommen, Charles. Nein, gewiss sehe ich diesen Umstand nicht anders als Ihr und ich bin durchaus gewillt vor seiner Majestät in aller Öffentlichkeit meinen Treueschwur zu leisten", führte sie fort während sie ihren Läufer nach vorn schob und Charles noch einmal genauer ins Auge fasste, während das Lächeln zurück in ihr Gesicht kehrte. "Das Einzige, was ich möchte, ist seine Majestät zufrieden zu stellen, auf dass das Reich wieder in neuem Glanz erblühen möge."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Dez 14, 2014 1:10 am

»Nichts anderes habe ich erwartet« erklärte Charles leise und machte noch einen weiteren Zug, ehe er sich wieder Adriana zuwandte. »Ich bin so froh in diesen Hallen noch jemanden gefunden zu haben, den die Zukunft dieses Reiches am Herzen liegt. Wir haben hier zu viele Fremde, die nur ihren eigenen Vorteil durchsetzen wollen ohne zu sehen, dass sie so auf lange Sicht alles verlieren. Die Königslinie muss fortgeführt werden, daher ist es unerlässlich die richtigen Entscheidungen zu treffen und für das richtige einzustehen« er nahm einen Schluck Wasser.
»Wisst ihr, es bedeutet mir sehr viel, dass es Ileana gut geht. Ich habe als Kämmerer jedoch auch die Aufgabe ihr die Wahrheit zu sagen und wenngleich es auch manchmal Schmerzen mag, so weiß ich das es unerlässlich ist auch die Königin in ihrer politischen Rolle zu stützen« er lächelte entwaffnend, während er einen weiteren Zug tat. Er lehnte sich zurück sah seelenruhig zu wie Adriana ihren letzten Zug umsetzte. »Sieht so aus als hättet ihr meinen König matt gesetzt« stellte er fest und stand auf, ehe er sich umwandte. »Ich danke euch für dieses interessante Gespräch. Ich bin mir sicher, wir werden beide viel haben worüber wir nachdenken können«
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   So Jan 11, 2015 11:24 pm

Die zierliche Gestalt einer jungen Frau passierte die Gänge des Schlosses mit ruhigen Schritten und zeigte auf ihren zarten Zügen ein Lächeln, das kaum zu deuten war und nicht Ansatzweise dem ihres Bruders glich. Hinter ihr marschierte ihr Leibwächter, der mit seinen breiten Schultern und über zwei Metern Größe, einen harten Kontrast zu seinem Schützling bildete. Die dunklen Augen, die sie wie ihr blondes Haar mit ihrem Bruder verband, waren strikt nach vorne auf das Ziel gerichtet, dem sie immer weiter entgegen schritt. Sie war am selben Tag angekommen und hatte sehen müssen, wie falsch hier alles lief. Die stürmische Begrüßung ihres Bruders war eine Freude gewesen, doch die kurze willkommens Audienz der Königin hatte ihr gezeigt was sie wissen musste. Nun wollte sie keine Zeit mehr verlieren, um so viel zu retten wie möglich, um mit viel Glück noch alles zu richten und in die rechten Bahnen zu lenken.
Mathilde von Belatona erreichte die Tür der Magierin, Ratsherrin, engsten Beraterin und Vertrauten der Königin Adriana Fiorenza, die hier am Hofe wohl mehr Macht inne hatte als jeder andere. Jeder der sich nicht davor verschloss, also die wenigsten, wusste dass Adriana das Reichen lenken konnte wie sie wollte, wenn sie denn wollte. Und dieses Spiel beherrschte sie so gut und sie agierte so geschickt, dass die Leute die ihr gefährlich werden konnten, sie nicht als Gefahr wahrnahmen. Adriana war Mathildes großes Vorbild, eine Frau, zu der sie aufsehen konnte und die sie bewunderte wie es bisher bei keinem anderen Menschen der Fall war. Und nun stand sie vor ihrer Tür, die sechzehn jährige Tochter einer der letzten Familien des Hochadels. Sie atmete tief durch, festigte erneut das Lächeln auf ihren Lippen, strich über den feinen Stoff ihres Kleides und klopfte an der Tür.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Jan 12, 2015 12:07 am

Überrascht von dem plötzlichen Klopfen hob Adriana den Kopf und runzelte die Stirn, Elijah einen kurzen Blick zukommen lassend ehe sie sich von ihrem Platz erhob. Sie erwartete niemanden zu dieser frühen Uhrzeit hier, insbesondere nicht nachdem der Hof während der letzten Wochen überaus vorsichtig geworden war, nachdem Aiko von einem vermeidlichen Attentäter ermordet worden war und Ileana sich noch immer in gespielter Trauer um ihren Gemahl wähnte. Noch einmal richtete die Zauberin ihre Kleider, strich sich die Falten aus dem Kleid, das sie am Leib trug und straffte ihre Haltung, sich die dunklen Locken zurück über die Schulter streichend ehe sie zu der Tür hinüber trat und eben jene öffnete. Doch statt dort die Gardisten Gawains zu sehen, den alten Ritter oder einen der Diener, die sie vielleicht noch erwartete, um ihr das Frühstück zu bringen, erblickte sie dort ein junges, blondes Mädchen, das in Ileanas Alter zu sein schien und die bernsteinfarbenen Augen der Zauberin glitten über die zierliche Gestalt der anderen. Sie war adlig, daran bestand kein Zweifel und der Mann, welcher hinter ihr stand, war ohne Zweifel ihr Leibwächter - was zumindest hieß, dass das Mädchen vor ihr gut ausgebildet worden war.
"Einen guten Morgen wünsche ich Euch, Lady ...?", begrüßte sie die Jüngere und machte einen halben Schritt zur Seite um dem Mädchen Einlass in ihre Gemächer zu gewähren, selbst, wenn sie dem bulligen Riesen hinter der Fremden mit einer einzigen Handbewegung signalisierte, dass er nicht hier erwünscht war. "Ich hatte nicht damit gerechnet zu so früher Stunde bereits so hohen Besuch zu empfangen", begann sie dann zu sprechen nachdem die Tür geschlossen worden war und mit ruhigen, gleichmäßigen Schritten trat Adriana zurück zu einem der Stühle, die in dem Raum standen ehe sie der Jüngeren ebenfalls einen Platz anbot.
"Nun, wie kann ich Euch helfen?"
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Jan 12, 2015 12:28 am

"Mathilde von Belatona, es ist mir eine große Ehre euch kennen lernen zu dürfen, Mylady.", begrüßte sie die Magierin und verneigte sich leicht vor dieser. Sie trat an Adriana vorbei, als diese ihr bedeutete in das Zimmer zu kommen und blieb nur wenige Schritte von der Tür entfernt stehen. Interessiert sah sie sich in dem Gemach um, erblickte ein Schachspiel, Papiere, einen Spiegel, ein Bett bester Handwerksarbeit und musste sich unwillkürlich vorstellen wie Adriana in diesen vier Wänden Tag für Tag lebte, arbeitete und ihre Macht verwaltete. Es war für sie ein erhabendes Gefühl diese Räumlichkeiten betreten zu dürfen und an dem Ort sein zu können, an dem sich so viel Macht konzentrierte. Sie selbst hoffte eines Tages in einer ähnlichen Position sein zu dürfen und kämpfte dafür, nicht durch eine arrangierte Ehe oder gar Kinder davon abgehalten zu werden.
Fasziniert folgte sie Adrianas Schritte, lauschte ihren Worte und setzte sich, als ihr ein Platz geboten wurde. Sie setzte sich aufrecht auf den Stuhl, in perfekter Haltung, die Beine unter dem Stuhl angewinkelt und die Hände im Schoß gefaltet. "Bitte verzeiht, wenn ich euch gestört habe. Das war nicht meine Absicht.", entschuldigte sich Mathilde höflich und wurde erst in diesem Moment des Mannes gewahr der sich noch in dem Raum aufhielt. Sie schenkte ihm ein freundliches Lächeln, ehe sie sich wieder Adriana zuwandte. "Ich... würde gerne über etwas mit euch sprechen, dass nicht unbedingt jeder hören muss, Mylady.", erklärte die junge Frau vorsichtig, mit einem weiteren kurzen Blick zu dem Fremden.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Jan 12, 2015 12:34 am

"Keine Sorge Mylady, bei mir sind alle Geheimnisse dieser Welt bestens aufgehoben, wahrscheinlich verschweige ich sie sogar besser als ihr selbst. Macht euch um mich keine Sorgen" erwiderte ELijah mit einem lausbübischen Grinsen im Gesicht, welches jeglicher Beschreibung spottete, während er erneut nach einem Kohlestift griff, diesmal jedoch statt des Vogels, den er zuvor auf Papier gebrach hatte, anfing ihre Konturen nachzuzeichnen.
Das Mädchen kam unangekündigt in Adrianas Zimmer und verlangte über geheime Informationen zu sprechen - es war also nicht unwahrscheinlich, dass das Gesicht des Mädchens alsbald für Fahndungsplakate gebraucht wurde. Das Mädchen mit dem blonden, leicht gelockten Haar sah aus wie eine jener schrecklichen Porzellanpüppchen, welche seine Mutter besessen hatte, als er noch klein war. "Kann man euch etwas zu trinken anbieten?"
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Jan 12, 2015 1:03 am

Nach Elijahs ersten Worten blickte sie unsicher zu Adriana, die dem jedoch zuzustimmen schien. Damit war sie beruhigt. Jemand der sich scheinbar sehr frei in den Gemächern Adrianas aufhalten durfte, konnte man wohl ebenso weit vertrauen wie Adriana selbst. "Das ist sehr freundlich von euch, doch ich brauche nichts. Danke.", lehnte Mathilde höflich das Angebot des anderen ab und entzog ihm sodann die Aufmerksamkeit und richtete diese auf Adriana. In der Theorie und am eigenen Hof in Belatona war mehr als passabel was die Politik, das Ränkespiel und die Intrigen anbelangte, doch nun war sie das erste Mal am Hofe der Königin und das wohl für etwas länger und saß zudem vor Adriana Fiorenza. Es war ein völlig neues Parkett auf das sie sich heute begab, ein sehr viel gefährlicheres und darum musste sie äußerste Vorsicht walten lassen, bei allem was sie sagte und tat.
"Wie ihr wohl besser als jeder andere wisst, buhlt am Hofe jeder um die Gunst der Königin. Und zwei Herren scheinen momentan mehr in ihrer Gunst zu stehen, als andere.", erklärte Mathilde mit sanfter Stimme und einem nicht weichen wollenden Lächeln, das ihre Jugend und Unschuld vor den vielen blinden Höflingen hervor hob. "Wir wissen wohl alle, dass Aiko, möge Gott seiner Seele gnädig sein, für die Königin und das Reich die falsche Wahl war, so gut diese Partie zu beginn gewirkt haben musste.", sprach Mathilde weiter und spürte auf was für dünnes Eis sie sich mit jedem Schritt hinaus begab. "Es ist wohl in niemandes Interesse, dass unsere Königin erneut einen falschen Mann bekommen könnte, da stimmt ihr mir doch sicherlich zu."
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Jan 12, 2015 1:12 am

Für einen kurzen Moment lang hoben sich Adrianas Augenbrauen, kaum dass die Jüngere ihre Worte ausgesprochen hatte und ein mildes Lächeln tauchte auf den Zügen der Zauberin auf. Sie war wahrhaft jung und sie schien noch nicht gänzlich zu begreifen, wie ein Fremder ihre Worte aufgefasst hätte - dass sie gar bei Männern wie Graham bereits als Verrat hätten zählen können. Gelassen lehnte sie sich ein Stück weit zurück und legte ihre Arme auf den Lehnen ihres Stuhls ab ehe sie den Kopf anschrägte und langsam die Augen ein Stück weit senkte.
"Sicherlich liegt es in dem Willen keines aufrechten Dieners ihrer Majestät, dass sie einen falschen Gemahl erhält, welcher dem Reich und all seinen Untertanen schadet, doch im Augenblick befindet sie sich ebenfalls noch in der Trauerzeit. Der Tod ihres Gemahls hat sie mitgenommen und noch immer befinden wir uns auf der Suche nach dem Attentäter", begann sie dann zu erklären, einen kurzen Moment Stille in dem Raum aufrecht erhaltend ehe sie sich dazu entschied weiter zu sprechen. Daher wehte also der Wind - die kleine Belatona mit ihrem Engelsgesicht sollte dafür sorgen, dass ihr Bruder die besseren Chancen bei Ileana erhielt und sie erhoffte sich ausgerechnet von ihr die notwendige Rückendeckung für dieses Vorhaben.
"Wir leben in sehr gefährlichen Zeiten, Milady Belatona. Ein falsches Wort kann gerade jetzt sehr viel Missgunst erregen, allerdings bin ich mir sicher, gerade nachdem ich Euren aufrechten und treuen Bruder kennen lernen durfte, dass die Familie von Belatona nur das Beste für das Reich erreichen möchte. Bislang war es das, was mir am Besten im Gedächtnis geblieben ist."
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Jan 12, 2015 10:47 pm

"Selbstverständlich befindet sie sich noch in der Trauerzeit, doch gerade in diese Zeit ist sie verletzlich und empfänglich für die Annäherungen von skrupellosen Günstlingen, die an nichts als ihrer eigenen Macht interessiert sind.", erklärte Mathilde mit einem besorgten Gesichtsausdruck und wusste wie ironisch es gerade aus ihrem Mund wirken könnte, die den Weg für Jérôme bahnen wollte. Doch dieser hatte sich seit er hier war, ja stets bedeckt gehalten, wenn es um die Königin ging; weder hatte er Aiko versucht Hörner aufzusetzen, noch hatte er sich Ileana während ihrer Trauerzeit an den Hals geworfen und so war er frei von Schuld. Dennoch würden ihre Worte viele zum Lachen bringen. "Es freut mich zu hören, dass ihr so gut von uns denkt und das mit Recht.", bedankte sich Mathilde für die freundlichen Worte und neigte leicht das Haupt vor Adriana. "Meine Familie wünschte seit je her nur das beste für das Reich, auch wenn wir in diesem Bestreben bereits eine Fehlentscheidung trafen.", führte Mathilde entschuldigend fort. "Dennoch wollen wir nur das Beste für das Reich und sind stets bemüht, dafür zu arbeiten und wie ich hörte hat mein Bruder das ja auch schon unter Beweis gestellt. Als Ritter und Mitglied einer Wohlhabenden Familie, ist das wohl auch seine Pflicht.", erklärte Mathilde und zeigte wieder ihr Lächeln.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Jan 12, 2015 11:05 pm

"Eine Fehlentscheidung?" fragte Elijah erstaunt und hob die Brauen. "Ach ihr meint, dass ihr LaFleur unterstützt und gegen jedes Kriegsrecht verstoßen habt? Tut mir leid, normalerweise höre ich das nur unter dem Terminus "Hochverrat", aber Fehlentscheidung trifft es wohl auch" erklärte Elijah und schüttelte den Kopf während er an dem Kohlestift knabberte, welchen er mittlerweile zwischen zwei Zähne geklemmt hatte um weiter an seiner Zeichnung zu arbeiten.
"Aber was für ein Glück, dass euer Bruder nun hier ist um ihre Majestät ritterlich zu schützen und all ihre Bedürfnisse zu befriedigen, solange sich diese auf das Harfenspiel beziehen. Sagt, hatte euer Bruder schon als Kind derart feine Hände und einen Drang zum Saitenspiel? Wisst ihr, ich glaube ja, dass es von der Natur gegeben ist und keine Teufelei, wie von vielen Seiten behauptet, aber was weiß ich schon? Fahrt nur fort"
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Jan 12, 2015 11:26 pm

"Harfe.", erwiderte Mathilde mit einem milden Lächeln in Elijahs Richtung, der sich ihr noch immer nicht vorgestellt hatte und sich nun doch in ein Gespräch einmischte, dass ihn nicht anging. "Mein Bruder spielt Harfe und dass er sowohl dieses feine Instrument spielen, als auch eine Waffe führen kann, ist nicht von der Natur gegeben, sondern ein Geschenk Gottes!", gab Mathilde weiterhin an ihn zurück und blickte dann wieder abwartend zu Adriana, von der sie noch eine Antwort erwartete. Sie würde nicht erneut darum bitten, diesen Mann zu entfernen, geschweige denn dass sie sich offen über ihn beschwert hätte oder ihn zurecht weisen würde. Adriana duldete ihn und es waren ihre Gemächer, es stand Mathilde also keinerlei Urteil zu und die Bitte zu gehen, gerade nach den Worten die Elijah geäußert hatte, wäre unter ihrer Würde gewesen. Also ließ sie sich davon nicht aus der Fassung bringen, sondern wartete weiter Adrianas Worte ab.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Adrianas Zimmer   Mo Jan 12, 2015 11:40 pm

Adriana ließ lediglich ein missgünstiges Schnauben angesichts Elijahs Zwischenworten folgen ehe sie ihm einen kurzen, warnenden Blick zukommen ließ. Er war im Augenblick wenig hilfreich, im Grunde genommen zerstörte er gerade jetzt jede Basis, die sie bei Mathilde zuvor geschaffen hatte und die vielleicht die kleine Belatona dazu gebracht hätte, mehr über das zu berichten, was die wahren Absichten ihrer Familie waren. "Elijah, tu mir bitte einen Gefallen und zeichne einfach weiter. Ich glaube, du hast das Gesicht nicht so richtig getroffen", bemerkte sie dann schließlich mit einem einzigen kurzen Fingerdeut auf das Blatt Papier, das er vor sich hatte und auf dem sie bereits ahnte, was sich darauf fand. Es gab hier nichts Neues, das seine Aufmerksamkeit sonst auf sich hätte ziehen können und dem er es zugestand, ihn einstweilen, wenn auch nur für einen kurzen Moment, soweit zu fesseln, dass er sich damit länger befasste.
"Verzeiht mir bitte den unqualifizierten Einwurf ...", wandte sie sich schließlich wieder an Mathilde und musterte das junge Engelsgesicht, das vor ihr saß noch einmal. Sie hatte ohne Zweifel klug gehandelt, nicht weiter darauf einzugehen, was Elijah ihr und ihrer Familie vorgeworfen hatte - das musste sie ihr zu Gute halten, denn genau das würde dafür sorgen, dass sie an diesem Hof, jener Schlangengrube, in welcher sich zahlreiche Blindschleichen befanden, länger überleben würde. Es würde in jedem Fall interessant werden, das Mädchen hier zu behalten. Ein schmales Lächeln umspielte die vollen Lippen der Zauberin und malte die bernsteinfarbenen Augen heller ehe sie sich dazu entschied weiter zu sprechen. "Euer Bruder genoss ohne jeden Zweifel eine gute Ausbildung, das muss ich ihm zu Gute halten, und ich bin mir sicher, dass er nur lautere Absichten dabei hat, ihrer Majestät dienen zu wollen", setzte sie von Neuem an und legte die Hände in den Schoß während sie einen kurzen Moment lang schwieg ehe sie das Wort erneut aufnahm. "Es gibt zahlreiche schwarze Herzen, von denen ich fürchte, sie könnten ihre Majestät in diesem Moment der Trauer blenden."
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