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 Schlafzimmer des Königspaares

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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Schlafzimmer des Königspaares   So Aug 24, 2014 8:18 pm

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Aug 29, 2014 11:35 pm

Er hatte die Waffe abgeben müssen und wurde von den zwei Wachen die vor der Tür standen mehrmals untersucht worden und nachdem eine von ihnen einen Augenblick lang in dem Raum verschwunden war um Ileana zu fragen, ob sie ein privates Gespräch überhaupt wünschte, hatte er schließlich eintreten dürfen. Das Zimmer war beeindruckend, überall konnte man Gold, Silber, Brokatstoffe und Seide sehen und die Kerzen verströmten einen angenehmen Duft. Durch die Fenster fiel das fahle Licht der untergehenden Sonne und die wenigen Strahlen trafen das reflektierende Metall seines Brustharnischs. „Meine Königin.“ Es war noch immer ungewohnt sie so anzusprechen, doch ziemte es sich nun einmal so und aus der Angst heraus er würde sie in der Öffentlichkeit anders ansprechen, hatte er irgendwann damit begonnen sie auch Privat so anzusprechen, zumindest zur Begrüßung. „Es tut mir Leid das ich dich stören muss, ich weiß dein Tag steckt ohnehin voller Verpflichtungen und Sorgen, nur gibt es etwas, dass ich dir sagen sollte, bevor du es aus dem Munde eines anderen erfährst.“ Er holte tief Luft, als würde ihn gleich ein Hammerschlag treffen, dessen Intensität er noch nicht kannte, doch alles was er in diesem, ersten Moment sah, was das leicht verwirrte Gesicht seiner Königin, seiner Freundin und seiner Bekannten.
Wie sie reagieren würde konnte er nicht abschätzen, denn mit etwas derartigem hatte er sie noch nie konfrontiert. Zumeist waren sie beide es gewesen die etwas angestellt und sich daraufhin rechtfertigt hatten, wobei ihm als Beispiel vor allem der Vorfall in Gil`ead durch den Kopf ging. Doch sie nun vor sich zu sehen beruhigte ihn gleichzeitig. Sie kannten sich bereits seit langem und sie wusste, dass er nie gegen sie agieren würde und dass dies alles nur ein dummes Missverständnis, ein einmaliger Fehler seinerseits war. „Hoffentlich.“
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Aug 29, 2014 11:48 pm

Es war einer der wenigen Momente des Tages, an denen sie Zeit für sich hatte, sich selbst zurückziehen konnte, um ihre Gedanken noch einmal schweifen zu lassen während draußen vor den Fenstern bereits die Bäume ihre Blätter verloren und von dem nahenden Winter verkündeten, der ihnen ins Haus stand. Die Diener hatten ein warmes Feuer im Kamin entzündet, vor dem sie nun saß, beide Hände in Fenrirs weichem Fell vergraben, der vor ihr saß und sie aus klugen Augen ansah, als könne er jeden ihrer Gedanken erahnen und in der Tat war ihr der Wolf seit sie ihn bekommen hatte, ein treuer Freund geworden und hatte sie seither stets begleitet, um über sie zu wachen. Aiko hatte es übernommen, sich des nächsten Höflings anzunehmen, der seine Aufmerksamkeit forderte und hatte es damit seiner jungen Frau ermöglicht, die Stille zu genießen, die während der letzten Stunde in den Räumen geherrscht hatte und die nun unterbrochen wurde als sich die Tür zu ihren Gemächern öffnete und sie Noahs Gestalt erkannte. 
Stirnrunzelnd ließ sie ihren Blick über seine Erscheinung wandern, nahm den fremden und alten Brustharnisch wahr, den er trug, lange bevor sie seinen Worten wirklich Gehör schenkte und als sie sich erhob, um den alten Freund zu begrüßen, begann dieser zu sprechen, als wäre sie wahrlich nicht viel mehr als seine Königin. Ileana blieb angesichts jener Distanz stehen, nachdem sie zuvor beinahe aufgesprungen war, und ließ sich langsam wieder zurück auf ihren Platz sinken, eine Hand hinüber zu Fenrir führend, um den großen Wolf sacht hinter den Ohren zu graulen während sie noch einmal seine Worte rekonstruierte. Es gab etwas, das er ihr sagen sollte, bevor sie es aus anderer Munde erfuhr. "Was ist es, Noah? Was soll ich nur aus deinem Mund erfahren?"
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Aug 29, 2014 11:59 pm

In diesem Moment, in diesem einen Moment in dem er vor ihr stand und in dem er bemerkt hatte, das sie noch immer aufsprang wenn er in den Raum kam, bemerkte er erst wie falsch er mit seiner Aussage gelegen hatte. Wie falsch es war ein solches Urteil über sie zu richten, nur weil sie einen anderen Titel als er innehatte, weil sie inzwischen mehr Zeit mit anderen Dingen verbringen musste. Es wäre eine erwachsene, eine besonnene Art und Weise gewesen mit ihr darüber zu sprechen und eine noch klügere wäre es gewesen, einfach still zu sein und zu akzeptieren, dass sich einige Dinge über die Zeit hinweg änderten. Doch war Noah niemand von der Sorte Mensch, die so etwas einfach hinnehmen konnte, selbst wenn es nichts gab was man daran ändern konnte. Worin diese Einstellung nun geführt hatte, sah er jetzt und er wünschte der Wolf, dessen Ohr noch immer von Ileana gekrault wurde, ruhig und langsam, als wäre es ein Mantra das sie beruhigte, würde ihm an die Kehle, springen, damit aus dieser nicht die folgenden Worte kommen konnten.
„Ich sprach mit einem Ritter, der erst vor ein paar Stunden am Hofe ankam. Wir kannten uns erst ein paar Augenblicke …“ Seine Stimme war brüchig, doch wollte er Ileana nicht auch noch dazu bringen nachfragen zu müssen, als zügelte er sich so gut er konnte. „Wir unterhielten uns eine Weile lang und schließlich kamen wir auf das Thema des Königspaares. Er fragte mich, wenn er vor dir stehen würde, wie er sich wohl am besten verhalten solle. Und ich sagte…“ Er dürfte keine Entschuldigung heran setzen, nichts schönen und nichts rechtfertigen, denn es lag nicht an ihm, das Urteil darüber zu beeinflussen. „Ich sagte dass er nicht mit dir, sondern mit Aiko sprechen solle, da dieser die meisten der Entscheidungen treffe. Das er dein Alter und ebenso wenig die Velaryons ansprechen solle.“ Auf die nun folgende Stille gab es kein Wort, das sein Unwohlsein auch nur ansatzweise beschreiben konnte. Es fühlte sich an als würde die Anspannung ihn zerreißen, gleichzeitig jedoch brachte ihn der Hass über seine eigene Dummheit dazu, vor Zorn ein wenig zu zittern. „Es … tut mir aufrichtig Leid, das ich dies sagte. Es war, unbedacht, voller Zorn aufgrund unseres letzten Gespräches aufgebaut und … unfair.“
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 12:11 am

Im ersten Moment war gänzliche Unverständnis in ihrer Miene zu erkennen, dicht gefolgt von einem Funken der Wut, die sogleich wieder in Enttäuschung wechselte - letztlich war es eben jene Emotion, die sich auch weiterhin in ihrem Gesicht hielt. Noah hatte einem fremden Ritter geraten, er solle sich lediglich mit Aiko unterhalten, hatte sie selbst damit vollkommen entmündigt und ihr damit einmal mehr bewiesen, dass sie keinerlei Macht in diesem zusammen geschlossenen Reich mehr inne hatte - dass sie nicht viel mehr war, als das einfache Mädchen, das sie einst gewesen war, zu nichts anderem gut als dazu ihrem Ehemann Kinder zu gebären und scheinbar schien sie noch nicht einmal das wirklich zu beherrschen. War sie denn wirklich so, wie Noah sie hingestellt hatte? Entmündigt und zu jung, um eine wirkliche Entscheidung zu treffen? Nicht mehr als eine der Rüstungen auf den Fluren, die zu nichts anderem gut waren als gut auszusehen? Ein Kind in den Augen so unzähliger Adliger, die sich noch immer das Maul über sie zerrissen und nichts dringender wünschten, als selbst ihre Position einzunehmen, damit sie das Reich in eine goldene Zukunft führen konnten? Sie hielt in den Bewegungen inne, ließ ihre Hand sacht zwischen Fenrirs Schulterblättern ruhen und spürte im selben Moment, wie Anspannung in das Tier einkehrte, das die gelben Augen unlängst auf Noah gerichtet hatte. 
"Ich bin nicht entmündigt, Noah", lautete schließlich ihre erste Antwort, von der sie nicht einmal genauer wusste, weshalb sie sie wählte. "Ich bin verheiratet aber noch lange nicht entmündigt. Ich habe genauso viel Macht in diesem Reich wie er es hat. Ich bin nicht mehr das naive Kind, das ich früher einmal gewesen bin", setzte sie schließlich nach und biss die Zähne aufeinander ehe sie den Kopf schüttelte. Sie wollte ihn fragen, warum er das gesagt hatte, warum er ihren Ruf zerstörte, der ohnehin schon litt, aber wenn sie ehrlich war, dann wollte sie es gar nicht mehr so genau wissen. "Was erwartest du von mir? Dass ich dich jetzt zu Aiko schicke, damit er über dich urteilt - nachdem ich ja scheinbar nichts entscheiden kann, wäre das wohl das Beste, was ich tun kann - vielleicht sollte ich anfangen zu weinen, wie das Kind für das du mich hältst ... Ich dachte, du bist mein Freund!"
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 12:26 am

„Ich bin dein Freund Ileana.“ Bestätigte er ihr, mit nun wieder brüchiger werdender Stimme, die er nur mit Mühe unter Kontrolle behalten konnte. „Ich sprach ohne bedacht, ohne Vernunft und ohne jegliche Kenntnis worüber ich sprach. Ich war erzürnt, über unser Streitgespräch, darüber sich so vieles verändert. Du bist Königin und ich …“ War es Neid? Nein, Neid würde bedeuten dass er selbst auf ihren Platz wollte, oder zumindest dasselbe Maß an Macht innehaben wollte, doch keines von beiden begehrte er auch nur ansatzweise. Alles worüber er zornig war, war vermutlich die Tatsache gewesen das sie Anerkennung erhalten hatte, wohingegen er selbst die gesamte Zeit über gedient und doch nur Kritik geerntet hatte. Das es hinter den Fassadenträchtigen Aussagen über Schönheit, Intelligenz und Anmut weitaus mehr an Kritik über Ileana gab, hätte ihm eigentlich klar sein müssen, doch vermutlich war es die eigene Befangenheit die seinen Blick darüber so stark trübte, das er nichts davon sah. Alles was er sah, war ihr schönes Leben, ihre Ehe mit einem Mann den sie scheinbar liebte, während er noch immer allein und noch immer als Dienender lebte. Ein gewisses Maß von Ungerechtigkeit, das war es schließlich wohl, was all dies ausgelöst hatte.
„Du führst ein so anmutiges, wunderschönes Leben, herrscht über ein Land und entziehst dich mir immer weiter, während ich derjenige bin, der immer und immer wieder fällt, ohne das er ein Ende sieht.“ Sein Blick ging einen Augenblick lang zu dem Fußboden, gleichermaßen um Ileanas enttäuschten, wie auch dem drohenden Blick des Wolfes zu entgehen, der bereits die Reihen spitzer Zähne entblößt hatte. „Ich gab dir alles was ich entbehren konnte und erhielt zur Antwort stets nur Zurückweisung. Vermutlich wählte ich genau deswegen diese Worte.“ Ein Hauch von Zorn, nun jedoch der jungen Königin gegenüber stieg in ihm auf und lies ihn wieder ein wenig mutiger werden, seine Haltung wieder wachsen, während er immer wieder das mahnende Bild von Aiko und Ileana vor Augen hatte, die lobenden Worte ihr gegenüber hörte. Alles Dinge, die er nie haben würde.
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 12:36 am

"Was hast du denn erwartet? Denkst du, ich habe mir gewünscht als die geboren zu werden, die ich bin? Ich würde alles dafür geben, einen einzigen Tag du zu sein und mich so zu benehmen, wie auch immer ich will, während andere Leute den Kopf für mich hinstrecken und alles abfangen, bevor es mich erreicht und mich dann darüber zu beschweren, dass andere Leute keine Zeit für mich haben!", fuhr Ileana auf, die im ersten Moment nach den Worten des anderen still gewesen war, um seine Anschuldigungen zu verdauen. Er war eifersüchtig darauf, dass sie ein Land regierte und gezwungen war, sich gemäß allen möglichen Regeln zu verhalten, einen Mann zu heiraten, den sie bislang kaum gekannt hatte und den sie erst während des letzten Jahres wirklich zu lieben gelernt hatte, immer wieder darauf hingewiesen zu werden, dass sie nun einmal ihrem Reich verpflichtet war und diesem gehörte, nicht mehr einfach irgendwohin gehen konnte, weil es vielleicht Anschläge geben könnte oder andere Menschen vielleicht etwas Falsches davon dachten mochten. 
"Du tust das, weil du zurück gewiesen wurdest, Noah? Du vernichtest meinen Ruf, nur weil ich Aiko geheiratet habe?! Was hast du denn erwartet? Dass du es sein würdest? Du musst sogar vor bezahlten Huren gerettet werden! Noah, zwischen uns wird niemals irgendetwas sein, in keinem einzigen Leben, das ich mir vorstellen kann - du bist ein Freund, zumindest dachte ich das bislang", setzte sie noch nach und verengte für einen kurzen Moment die Augen, Fenrir mit einer einzigen Handbewegung zurückhaltend, der bereits einen Schritt nach vorn machen wollte während sie selbst sich von ihrem Platz erhob.
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 12:46 am

Jeglicher Anschein, der letzte Tropfen von Hoffnung den er bisher noch gehegt hatte, war mit einem Mal vergangen und einen Augenblick lang fühlte er sich leer, vollends. Sie war in ihrer Wortwahl ebenso ungerecht wie er, doch empfand Noah dies als weitaus beleidigender und als Beweis dafür, wie sehr sie sich verändert hatte und wie viel von dem Mädchen übrig geblieben war, das er damals in Gil`ead kennen gelernt hatte. „Natürlich weist du mich zurück Ileana, schließlich bin ich nur ein einfacher Mensch, niemand aus deiner feinen, aristokratischen Gesellschaft der dich mit Geld und Macht überhäufen kann! Du willst einen Tag lang so leben wie ich lebe? Gerne, gewöhne dich bitte daran, jeden Tag in der Kritik über deine Herkunft zu stehen, darüber das deine bisherigen Verfehlungen schon ausreichen könnten um mich jeglichen Titels zu berauben. Gewöhne dich daran das niemals Jemand mit etwas von dir zufrieden sein wird und gewöhne dich daran das du dein Herz einer Frau geschenkt hast, die du kennst bevor sie in all diese Kreise geraten ist und die sich, von einem verdammten Velaryon an bis hin zu Jemand aus einem anderen Land lieber eines Blickes hat würdigen lassen als von demjenigen, der sie seit dem Anfang ihres Weges begleitet!“ Seine Stimme war inzwischen lauter geworden, lauter als er beabsichtigt hatte. Ebenso hatte er in seiner eigenen Beschreibung deutlich übertrieben, denn vor allem die Zeit bei den Reitern hatte ihm, neben Disziplin, vor allem anderen einen Alltag beschert nachdem er sich richten konnte. Doch wollte er nicht mit minder wichtigen und bedeutungsschwangeren Dingen und Tatsachen auftrumpfen.
„Und behaupte nicht du hättest nie etwas davon gewusst, behaupte es nicht! Du wusstest um meine Gefühle und hast mich dennoch einfach stehen lassen, hast mich wie einen dummen Jungen an der Nase herum geführt und mich dann benutzt, wenn es dir gerade in den Sinn gekommen ist und ich zu etwas nutze war.“
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 6:00 pm

"Nur ein Mensch? Das, was ich vor mir sehe ist nichts mehr als ein riesiger Narr, der nicht weiß, wann genug ist und sich selbst vollkommen vergisst! Du bist niemand der aristokratischen Gesellschaft, Noah, das ist wahr aber bislang war ich dankbar darum gewesen, dass du es nicht warst. Jetzt weiß ich, dass du nicht mehr als ein mieser Heuchler bist, der mich genauso ausgenutzt hat wie unzählige andere! Warum warst du denn bei mir? Nur, weil du an mich ran wolltest! Dir ging es niemals um mich, sondern immer nur darum, dass du endlich mit jemandem ins Bett kannst und es tut mir furchtbar leid, wenn dieser Fall niemals eintreffen wird!", fauchte Ileana missgünstig und verengte die Augen ein ganzes Stück weit, ignorierend, dass ihre Stimme lauter wurde, um sich über Fenrirs Knurren hinweg zu setzen, dessen Nackenhaare sich inzwischen gesträubt hatten und dessen Rute eng zwischen seine Hinterläufe geklemmt war während er immer wieder die Zähne entblößte. Ileana wusste selbst nicht mehr, was sie von Noah halten sollte - ein Teil von ihr war traurig darüber, dass aus der Freundschaft, die ihr so wichtig gewesen war, jetzt nicht mehr geworden war als eine bittere Schlammschlacht, die sie hier miteinander ausfochten, doch es war der Zorn, der aus jeder einzelnen Silbe sprach, die ihre Lippen verließ. Jener Zorn, der sie nicht mehr beachten ließ, was sie mit ihren Worten eigentlich ausrichtete, die doch nicht mehr waren als der Versuch sich vor den Anschuldigungen des anderen zu schützen und zu verteidigen. 
"Ich bin verheiratet, Noah! Dachtest du etwa wirklich, dass du irgendwann an meiner Seite sein würdest? Dass ich Aiko wegen dir betrüge, nur weil du es gerade einmal willst? Ich liebe ihn und ich werde ihn bestimmt nicht einfach hintergehen! Schon gar nicht für dich!"
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 6:16 pm

„Schon gar nicht wegen dir.“ Natürlich, solche Worte hatte er bereits erwartet, oder zumindest hatte er mit einer derart harten Zurückweisung gerechnet. Es war nie einfach gewesen über all dies Stillschweigen zu bewahren, weder zu der Zeit, in der Brandon die Königin umflogen hatte wie eine Fliege den Mist, noch in der Zeit, in der Aiko und sie nach und nach einander näher gekommen waren. Er hatte sie letztlich sogar bestärkt die Ehe einzugehen, was an der zwischenzeitlichen Einsicht lag die er in diesem Zeitraum hatte, doch in diesem Augenblick fühlte er sich lediglich benutzt. Als Jemand der, egal zu welcher Zeit für Ileana ein Anker gewesen war, doch er selbst hatte dafür nichts bekommen, außer den Stillen Hohn das sie einen anderen an ihrer Seite hatte und nun auch diese Zurückweisung. Er hatte sich nie eine Gegenleistung für seine Taten gewünscht, zumal diese meist aus der reinen Natur von ihm heraus getan worden waren, doch in eben diesem Augenblick bestärkte es ihn in seiner Meinung, dass er so unglaublich ungerecht behandelt worden war. „Würde ich auf all dies aus sein, nur auf flüchtigen Beischlaf, warum hätte ich dann diese Huren zurückweisen wollen zu denen mich Ser Gawain damals geschoben hat? Du weißt rein gar nichts über mich und meine Absichten, alles was ich tat, tat ich weil ich es mochte dich Lächeln zu sehen, weil es mich selbst zum Lächeln brachte und ich würde alles dafür geben, diese ganzen dummen, selbstlosen Taten rückgängig zu machen denn alles was ich scheinbar war und bin, ist ein Lustmolch der nur auf Schürzenjagd aus ist. Du hast nie etwas für mich getan, außer Ansprüche und Bitten zu stellen!“
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 6:32 pm

"Ach wirklich? Du bist noch immer hier, Noah! Du bist noch immer im Schloss und Aiko und ich sind es, die dich versorgen, auf deren Gutdünken du noch immer hier bist, obwohl es wahrhaftig genug Stimmen gibt, die dich von hier fortschaffen wollen! Du bist wegen mir Knappe geworden und nicht weil du mit deinen nicht vorhandenen Fähigkeiten überzeugt hast!", lautete die schroffe Gegenantwort von Ileanas Seite, die zuerst lediglich ein spöttisches leises Lachen hatte verlauten lassen ehe sie den Kopf schüttelte. Sie hätte ihn einfach fortschicken sollen, hätte ihn aus dem Schloss und der Stadt verbannen sollen, damit er endlich lernte, was er denn wirklich von ihnen hatte, aber ein Teil von ihr konnte das einfach nicht, hielt noch immer an dem Gedanken fest, dass der Junge, der sie gerade mit Vorwürfen und Anschuldigungen eindeckte, einmal ihr Freund gewesen war und ihr noch immer wichtig war, selbst wenn jetzt jedes seiner Worte wie eine Wunde schmerzte. Sie wollte nicht vor ihm weinen, selbst wenn ihr der Kloß bereits im Hals steckte und trotzig blinzelte sie die Tränen fort, zwang sich dazu ihre Worte weiterhin fest klingen zu lassen, ihre Stimme nicht an Stärke verlieren zu lassen, wenngleich sie sich doch im Moment nur noch bei Fenrir vergraben und in das Fell ihres Wolfes hinein weinen wollte. 
"Lüstling trifft es doch ganz gut! Sobald irgendwer Röcke trägt und nicht den Namen Velaryon trägt, bist du doch hinterher! Du geierst erst mir hinterher, bevor es die Elfenherrin war und jetzt hechelst du Adriana hinterher als wärst du ein läufiger Köter! Sobald irgendetwas weit außer deiner Reichweite liegt bist du sofort da und wenn es dann nicht funktioniert, weil sie sich nicht mit dir einlassen wollen, beschwerst du dich darüber, wie ungerecht die Welt für dich doch ist! Es geht in der ganzen Sache doch nur darum, dass du dich selbst beweisen willst - weil du ja der unglaublich tolle Noah Ronan bist!"
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 6:45 pm

Das härteste an all diesen Anschuldigungen war, das Noah, auch wenn er im ersten Moment versuchte eine gleichgültige Miene zu zeigen, glaubte, das all dies wahr war. Gawain hatte ihm vor ein paar Stunden selbst bestätigt was für ein unglaublich anstrengender und zugleich unfähiger Knappe er sei, vor allem was das höfische betraf. „Die Königin der Elfen habe ich nur einmal gesehen Ileana und das ich Adriana meine Minne vortrage – mir ist selbst bewusst das sie nie darauf eingehen wird, doch war es zweifelsohne angenehm, trotz alledem zumindest ein Wort des Lobes und der Dankbarkeit zu hören. Alles was ich von dir stets hörte war dein Leiden. Dein Leiden darüber das ein Mann nach dem anderen hinter dir ist und dir seine Gunst beweisen will, oh ja, was für eine Schmach, wahrlich.“ Das Knurren des Wolfes, welcher sich inzwischen in eine weitaus aggressivere Stellung gebracht hatte, schüchterte Noah ein, jedoch nicht so sehr, dass er nun Halt machen und somit seinen Satz abbrechen würde. Er hatte sich stets und ständig niederreden lassen, doch nicht in diesem Augenblick, nein. Er hatte bereits gegen die Königin gesprochen und stritt sich nun lautstark mit ihr, wenn etwas passieren würde, so würde es so oder so kommen.
„Alles was du bist ist verzogen und eingebildet und du wusstest nie auch nur irgendeine Hilfe zu schätzen, alles was ich für dich war, war ein Nutzmittel! Du wusstest um meine Gefühle, und hast trotz allem Stillschweigen über all dies bewahrt und mich zusehen lassen, während du in das Bett eines Ausländers steigst!“
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 6:55 pm

"Bin ich das also, ein Ausländer?" hallte Aikos Stimme durch das Schlafzimmer während der Magier noch auf der Türschwelle stand. "Ich bin ebenso Teil dieses Landes, wie ich Teil des Meinen bin Noah Ronan. Ileana und ich sind uns in Liebe und Herrschaft verbunden. Und das ist weit mehr als pure Körperlichkeit, auf die du all dies zu reduzieren scheinst" erklärte er und machte dadurch deutlich, dass er bereits etwas länger als nur die letzten Sekunden zugehört hatte.
"Ich bin es Leid, dass ständig irgendjemand nach Ileanas Zuneigung giert. Und sie ist es tausend mal mehr Leid als ich. Was glaubst du, welchem Gefühl du sie aussetzt. Du liebst sie nicht um ihretwillen. Es ist die Vorstellung mit ihr zusammen zu sein, in die du verliebt bist du dummer Junge" sein Tonfall war ruhig und gefasst, beinahe so als würde er Noah erklären, welche Kleidung seine Augen besser zur Geltung bringen würde. "Sie hat stets nur in den höchsten Tönen von dir gesprochen. Du warst ihr ein Freund, vor dem sie sich nicht verstellen musste. Neben mir und Fenrir einer der wenigen Personen, zu denen sie ehrlich sein konnte. Doch geliebt hat sie dich nicht - und was? Ist das ein Verbrechen?" er hob die Brauen. "Was wirfst du ihr vor? Das sie dich nie geliebt hat? Auch du hast dich nur in die Vorstellung eine Frau zu haben verliebt. Wirfst du ihr vor? Dass sie nicht mehr das Bauernmädchen von einst ist? Ich sehe an dir eine Rüstung, und ein Schwert statt einem Hemd und einem Hobel. Wirfst du ihr vor, dass sie deine Freundin war? Das du ihr wichtig und wie ein Bruder warst? Wie lautet dein Vorwurf Noah Ronan? Sprich nur frei heraus, ich hoffe ich kann deinen Worten auch als Ausländer folgen!"
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 7:05 pm

Als er mit einem mal die, ihm noch immer fremdartige Stimme hörte, hatten sich seine Nackenhaare aufgestellt und er hatte sich erschreckt umgedreht. Die blanke Verzweiflung war das, was man daraufhin in seinen Augen erkannte. Es war eben der Mann, von dem er eben noch so schlecht gesprochen hatte und was dieser scheinbar sogar gehört hatte. Seine Lippen bebten, vor Wut gleichermaßen wie vor Schreck und er sah irritiert zwischen Ileana und Aiko hin und her, erhoffte, warum auch immer, das Ileana ihm in dieser Situation beistand, doch im nächsten Moment erinnerte er sich daran, worüber sie beide bisher gesprochen hatten und wie eben dieses Gespräch verlaufen war. „Du …“ Er zitterte, maß sich selbst jedoch an, kontrollierter zu wirken, was jedoch zur Folge hatte, das er Stocksteif stand. „Du bist ein Ausländer, gleich was du behaupten magst. Du wurdest nur in dieses Land eingeheiratet, Ileana hatte dich kein einziges Mal gesehen und doch war sie dir bereits versprochen. Wie soll aus so etwas Liebe entstehen? Und urteile nicht darüber, was ich für sie empfinde. Ich kannte sie weit bevor dir, als sie ein Mensch war, der noch nicht von Blaublütern wie dir, von verdammten Teufeln zu einer anderen Person gemacht wurde!“ Am Ende hatte seine Stimme einen halben Schreilaut inne, welcher zum Ende des Satzes hin jedoch bereits abflaute.
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Sa Aug 30, 2014 11:54 pm

"Liebe entsteht, wo zwei Menschen" fing Aiko an und begann schon wieder sich zu rechtfertigen, ehe er den Kopf schüttelte. Was tat er denn hier? Er war dem Jungen in keinster Weise irgend eine Rechenschaft schuldig. Dreierlei fürchtet der Weise - Die See bei Sturm. Die Mondlose Nacht. Und den Zorn eines sanftmütigen Mannes."Ich bin dir keine Rechenschaft schuldig" erklärte Aiko nun leise, während Zorn in seinen dunklen Augen aufloderte.
"Und wage es nie wieder in solch einem Ton mit mir zu sprechen, noch solche Verleumdungen auszusprechen. Ich habe mir meinen Stand erarbeitet. Und ich habe es satt, mit ständig von Adligen und nun auch noch von dir Hanswurst hinter hervorgehaltener Hand sagen zu lassen, dass ich Ileana beeinflussen würde. Es ist nicht wahr. Sie ist eine junge Frau, die langsam erwachsen wird - das sich ihre Meinung und ihr Verhalten ändert ist normal!" erklärte er. Die Haare auf seinen Armen stellten sich langsam auf, während er einen Schritt auf Noah zumachte.
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   So Aug 31, 2014 12:08 am

Mehr von der Angst gezwungen, als aus dem eigenen Antrieb heraus machte Noah einen Schritt zurück, hielt den Blickkontakt jedoch so gut er konnte aufrecht. Nichts desto trotz war Aiko von den beiden der weitaus größere und, allein durch sein Alter, auch von der Statur her einschüchternder als er. Mit einem Mal kam er sich albern in seinem Brustpanzer vor, zumal er kein anderes Rüstungsteil trug und noch immer ein Knappe ein. Ein durchaus schlechter, wie ihm nun auch von Ileana bestätigt. „Ihr habt sie nie kennen gelernt als sie jünger war, als sie anders war. Natürlich kennt ihr ihr früheres Ich nicht, oder zumindest wolltet ihr es nie kennen, ich …“ Das Knurren des Wolfes unterbrach ihn in seiner lauten Stimme, während er die Fäuste zusammen ballte und die Teufel aus Aurea nach wie vor versuchte einzig mit seinem Blick in Schach zu halten, doch war dies nur ein armseliger Versuch der bei keinem wahren Mann von Erfolg gekrönt wäre.
Er war hierhergekommen um sich für das gesamte zu entschuldigen, nun jedoch brachte er sich in nur noch größere Probleme, was Ser Gawain sicherlich nur noch weitere Sorgenfalten auf der Stirn bereiten würde. „Ich habe gesagt, was ich zu sagen hatte.“
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   So Aug 31, 2014 12:13 am

"Verschwinde" zischte Aiko leise, ob der weiteren Worte Noahs, die seine Liebe zu Ileana in Frage stellten tief erschüttert. Er war es gewohnt, dass die Adligen tuschelten, da Ileana noch kein Kind geboren hatte. Ihm war dies egal, er liebte sie mit jedem Tag mehr und auch der fehlende Nachwuchs würde dem niemals einen abbruch tun. Aber nun auch noch von Noah, einem ihrer Freunde gesagt zu bekommen er habe sie nicht geliebt. Ja - er hätte sich nicht einmal für sie interessierte - schmerzte auf eine seltsam, taubheitsfördernde Art und Weise.
"Pack deine Sachen und suche dir ein Gasthaus in der Stadt oder wo auch immer du willst! Ich will dich nicht mehr hier sehen..." seine Stimme war ruhig und beherrscht, bebte aber merklich vor unterdrücktem Zorn. "Wie kannst du es wagen..." zischte er noch. "Du wirst niemals nachvollziehen können wie sehr ich diese Frau Liebe. Du wirst niemals verstehen können wieviel sie mit bedeutet. Du hast niemals ihren Kuss gespürt, niemals ihre liebevollen Worte gehört und du wirst es auch niemals!"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   So Aug 31, 2014 1:31 pm

Ileana hatte kaum mehr ein Ohr für den Streit der beiden gehabt und war stattdessen zu Boden gesunken, wo sie, von Tränen gänzlich erschüttert und am ganzen Leib zitternd, ihre Finger um das weiche Fell ihres Wolfes gelegt hatte, dessen Anspannung im selben Moment geschwunden war und der sich nun zu ihr gesellte, seine kalte Schnauze gegen ihre Schulter stupste, in der Hoffnung ihr ein Lächeln zu entlocken. Noah war ihr Freund gewesen, er hatte ihr immer beigestanden und nun hatte er dort gestanden und nichts als Vorwürfe waren über seine Lippen gedrungen - er hatte ihr gesagt, dass sie egoistisch und verzogen wäre, dass sie in ihm nur ein Nutzmittel sah und ihm über all die Zeit nichts gegeben hatte während er immer wieder alles für sie getan hatte. Sie hatte Aiko nun auch noch in all das hinein gezogen, hatte die Wut in seinen Augen gesehen und wenngleich sie gewusst hatte, dass jene Wut nicht ihr selbst galt, so schmerzte es doch zu sehen, was daraus geworden war, was sie sich einst als Leben vorgestellt hatte. Niemand war mehr hier - niemand, mit dem sie einfach so sprechen konnte - niemand mehr, der nicht in alles involviert war und ihr eine objektive Meinung zu alledem geben konnte.
Es brauchte bis ihr erschütterter Geist bemerkte, dass jener Schmerz in ihrem Leib, den sie so deutlich spürte, nicht allein von den Ereignissen herrührte, die sich auf ihren Geist eingelassen hatten und sie gefangen hielten. Sie krampfte und presste die Zähne aufeinander, vergrub ihre Finger in Fenrir und spürte nicht einmal mehr dessen Nervosität, nachdem selbst der Wolf bemerkte, dass es ihr nicht gut ging. Der Schmerz ließ die Emotionen in ihr abflachen, ließ ihr keinen Raum mehr noch zu denken oder auch nur ein einziges Wort über ihre Lippen zu bringen, das nicht das leise Wimmern war, das sie nicht lauter werden lassen wollte, solange Noah noch in dem Raum war. Rasselnd glitt ihr Atem über ihre blass gewordenen, zitternden Lippen während sie sich immer wieder darum bemühte, ihre eigene Fassung zu bewahren, doch wie sehr sie auch versuchte, den Schmerz in ihrem Leib fort zu atmen, es mochte ihr nicht gelingen - jede Sekunde mehr schien es ihr, als ramme man ihr ein Messer in den Bauch und riss es herum, zog es heraus, nur um es an derselben Stelle wenig später erneut in ihr Fleisch zu reißen. Ihr war übel und irgendwo in ihrem benebelten Verstand war sie glücklich darüber, nicht dazu gekommen zu sein, viel zu essen. 
Dann, als die Tür mit einem lauten Knall hinter Noah zuschlug, bemerkte sie das Blut, das sich um sie herum zu verteilen begann und sie schrie auf, brachte es nicht mehr über sich, sich noch weiter zusammen zu reißen und jene Laute zu unterdrücken. Es tat weh - mehr noch als je etwas anderes, das sie sich hatte vorstellen können und als Fenrir sich von ihr entfernte, um hinüber zu Aiko zu traben und diesen auf sie aufmerksam zu machen, sackte sie wimmernd zur Seite während ihr Körper immer wieder krampte, sich immer wieder schmerzhaft zusammenzog, nur um sich für den Bruchteil einer Sekunde wieder zu entspannen und sie weinend und schreiend zurück zu lassen. 

Sie wusste im Nachhinein nicht mehr, wer sie aufgelesen hatte, erinnerte sich nur noch wage an die unzähligen Stimmen, die sie umgeben hatten. Sie fühlte Schwäche in sich selbst, fiel es ihr doch schwer den Kopf überhaupt zur Seite zu wenden. Das Licht stach in ihren müden, verklärten Augen und als sie die Finger ausstreckte, spürte sie eine weiche Decke, die jemand über sie gelegt hatte und von der sie nicht wusste, woher sie eigentlich gerade kam. Jemand hatte sie in das Bett gelegt und eine herrische Stimme hallte mit einem Mal in dem Raum wieder, schien die anderen hinaus zu scheuchen ehe wieder Ruhe einkehrte und ihr damit die Möglichkeit gab, ihre eigenen Gedanken noch einmal zu sortieren. Da war dieser Streit mit Noah gewesen, der ihr so sehr zugesetzt hatte und dann der Schmerz, das viele Blut - dann war da nichts mehr übrig gewesen außer die grenzenlose Erschöpfung, die sie jetzt in ihrem Geist und Körper spüren konnte und die ihr jede Bewegung, jeden noch so kleinen Gedankenvorgang so sehr erschwerte. Das, was sie jetzt spürte, war eine Hand, die immer wieder über ihre glühende Stirn strich und ihr ein paar der langen, braunen Haare aus dem kalkweißen Gesicht strich, leise auf sie einredete und ihr ein müdes, erschöpftes Lächeln auf die schweißnassen Züge brachte. 
"... was ...?", wisperte sie leise mit heiserer Stimme und wollte eine Hand ausstrecken, nur um im nächsten Moment wieder aufgehalten und sanft zurück in die Kissen gedrückt zu werden ehe sich ihre Gesprächspartnerin zu ihr hinab beugte und ihr einen sachten Kuss auf die Stirn hauchte. Sie hörte die Stimme ihrer Ahnin, dumpf und unverständlich in ihren Ohren, die versuchte, es ihr zu erklären - davon sprach, dass sie sich wohl ausruhen sollte und zum ersten Mal widersprach Ileana nicht, als sie die Augen wieder schloss, nur um wenig später wieder einzuschlafen.
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Sep 11, 2014 9:42 pm

Seit dem Streit der so derart unschön eskaliert war und in dem er, hätte Adriana ihn nicht unterstützt möglicherweise sogar sein Leben verloren hätte, waren inzwischen gut eineinhalb Wochen ins Land gegangen und inzwischen hatte sich zumindest eine Art der Routine wieder bemerkbar gemacht, worum Noah mehr als dankbar war. Er wurde noch immer in der Magierakademie untergebracht, zum Unbill aller anderen Schüler, da er kein Magier war und sich dementsprechend nur selten in Gespräche einmischen konnte, die meist von magischen Übungen oder anderlei Kunststücken handelten, weswegen er schnell zum Außenseiter geworden war und sich meist seinen eigenen Übungen hingab, die momentan daraus bestanden, alle heraldischen Elemente zu lernen. Er wusste noch immer nicht ob Ser Gawain seinen Unterricht überhaupt auf Dauer vorsetzten würde. Er hatte alles Recht dazu ihn zu verstoßen, hatte er ihm doch mehr als einmal Schande bereitet und stets zog er die Luft ein, wenn er Gawain zu einer der Übungsstunden traf, aus der Angst heraus er könnte genau diese Worte nun sagen. Er wählte sie nie, übte ohne ein Wort zu sagen und die Angst flaute langsam ab, verschwand jedoch nicht gänzlich.
Es war nicht unbedingt seine Courage gewesen die ihn vor die Tür des Palastes brachte, vielmehr das zureden von Adriana die ihm eindringlich gesagt hatte, er solle seinen Hintern vor die Königin schleppen und ihr wenn es nötig sei sogar die Füße küssen um Vergebung zu finden. Vielleicht hatte sie es nicht ganz so harsch ausgedrückt, doch war dies der Inhalt, den Noah im Kopf behalten hatte. Die Wachen hatten ihn, nachdem einer von ihnen bei der Königin angefragt hatte vor ihre Tür begleitet und zwei andere Männer hatten ihren Platz am Eingang übernommen. Die Wachen klopften jedoch nicht an, auch dies überließ man ihm. Ein weiter Schritt bei dem er erst sein anfängliches Zögern überwinden musste. „Ileana?“ Fragte er und öffnete dann, nachdem er ein leises Murmeln im Raum gehört hatte, die Tür.
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Sep 11, 2014 9:57 pm

Auch jetzt noch war in dem Gesicht der jungen Königin die Anstrengungen der letzten Tage zu erkennen und als sie die blauen Augen hinüber zu der Tür richtete und dort ausgerechnet Noahs Gesicht erschien, kehrten die alten Erinnerungen wieder zurück, die sie abermals zusammen zucken ließen. Sie erinnerte sich an den Schmerz, den sie empfunden hatte und der auch jetzt noch einen tiefen Stich in ihr eigenes Herz fraß, wann immer sie daran dachte, dass sie ihr Kind durch den Streit mit ihm verloren hatte - dass er derjenige war, der ihr gesagt hatte, sie wäre egoistisch und blind, verzogen und Aiko nicht viel mehr als ein Ausländer. Noah war es gewesen, der Aiko beinahe getötet hatte bei der Auseinandersetzung im Innenhof und Noah war es gewesen, der seither nicht einmal den Schneid bewiesen hatte, zu ihr zu kommen - er hatte sie einfach im Stich gelassen, hatte sie in ihrem Schmerz und in ihrer Trauer um ihr verlorenes Kind allein gelassen, die noch immer tief in ihrem Herzen stand und selbiges für ein paar Schläge aussetzen ließ. Fenrir an ihrer Seite knurrte leise während die goldenen Augen des großen Wolfes zusammen gekniffen auf Noah lagen und sich die Muskeln des großen Wolfes bereits wieder angespannt hatten, bis Ileana ihm sanft eine Hand zwischen die muskulösen Schulterblätter legte, um ihn vom Angriff abzuhalten.
"Was willst du?", fragte sie lediglich und hob die Augenbrauen in Erwartung. Dieses Mal sprang sie nicht auf, wie sie es sonst getan hatte, dieses Mal machte sie sich nicht einmal die Mühe freundlich zu ihm sein zu wollen, denn zu tief noch saß die Erinnerung an seine Worte und die Vorwürfe, die er ihr gemacht hatte. "Aiko ist nicht hier, wenn du dich erneut mit ihm schlagen willst und ich muss dich enttäuschen, es gibt dieses Mal nichts für dich, das du ermorden kannst. Also? Ich denke, zwischen uns ist alles gesagt worden."
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Sep 11, 2014 10:18 pm

Durch die Worte zögerte er einen Augenblick bevor er überhaupt irgendeine Reaktion von sich gab. Das sie ihm vorwarf ihr Kind getötet zu haben war ein, so makaber es auch war, berechtigter Vorwurf. Vielleicht hätte es auch durch andere Dinge passieren können, durch andere Stressfaktoren, denn dies sei für solche Dinge die Hauptursache wie ihm Adriana später erklärt hatte, doch vielleicht hätte es auch alles anders kommen können und das Kind hätte stattdessen überlebt. „Ich will mich entschuldigen.“ Die Worte klangen falsch, falsch und viel zu lapidar für das was er getan hatte, was er gesagt hatte. Er hatte eine Freundin beleidigt, deren Kind getötet und ihren Ehemann attackiert und ihr dazu noch eine deutliche Schwächung am Hof beigebracht. Warum er jetzt noch hier stand und lebte – er begriff es nicht. Wie ihm eine solche Güte hatte widerfahren können, wo doch andere schon wegen ein paar schlechten Worten an dem jeweiligen Herrscher ihren Kopf verloren.
„Ich will nicht um Absolution für das betteln was ich getan habe, darf ich?“ Er deutete auf einen Stuhl der ein paar Meter von Ileana entfernt stand und als diese ein seichtes Nicken von sich gab, spürte er die weichen Kissen unter sich, die vermutlich bereits so viel gekostet hatten wie seine gesamte Habe wert war. „Was ich getan habe war… ich muss denke ich nicht sagen was es war, wir beide wissen das es ungerecht, dumm, arrogant und noch so vieles mehr war. Und ich will das tun was ich so lange Zeit versäumt habe. Mein Beileid für dein verstorbenes Kind aussprechen, um Verzeihung für diese Verleumdungen bitten und … und mich dafür entschuldigen, das ich dich beschuldigt habe du seist diejenige die sich keineswegs freundschaftlich verhält, in Wirklichkeit war ich dies, nur kam mir diese Einsicht erst viel zu spät.“
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Sep 11, 2014 10:43 pm

Schweigend hatte Ileana ihn sich setzen lassen und ihn aussprechen lassen und obgleich ein Teil von ihr glücklich darüber war, dass er sich augenscheinlich wieder besonnen hatte und ihm am Liebsten vergeben hätte - jener Teil, der verletzt war und jener Teil, der noch immer um das verlorene Leben trauerte, war weit größer und es waren eben jene Teile ihrer Selbst, die ihren Geist vor den Worten des anderen sperrten. Sie wollte es nicht hören, sie wollte seine Entschuldigungen, die verzweifelten Wünsche wieder zurück an den Hof zu kehren und alles wieder gut zu machen, nicht hören. Sie wollte nicht wissen, wie furchtbar er sich fühlte, weil sie wusste, dass es ihm auch gleichgültig war, wie es ihr selbst ging - er fragte nicht einmal danach, er hatte kein einziges Wort des Interesses an sie gerichtet - alles, was er wollte, war um Güte und Mitgefühl zu betteln. Er hatte kein Mitleid mit ihr gehabt, hatte kein Mitgefühl für ihre Situation empfunden und wahrscheinlich war es ihm nur recht, dass sie ihr Kind verloren hatte - wahrscheinlich hatte er davon erfahren und es war ihm gerade gelegen gekommen, weil er damit erneut eine Chance sah, wo keine war.
"Du bist genau deswegen hier. Um um deine Absolution zu bitten", erhob sie schließlich die Stimme und schüttelte den Kopf, schaffte es aber weder ein bitteres, geschweige denn ein spöttisches Lächeln auf ihre Lippen zu bringen, von dem sie sich gerade noch erhofft hatte, es zustande zu bringen. Noch immer fiel es ihr schwer, zu schlafen, zu essen oder auch nur sich mit etwas anderem wahrlich zu befassen, als mit dem Verlust - noch immer grämte sie sich in Schande und Schuld, wenn sie den Schmerz auch in Aikos Augen aufblenden sah. "Es interessiert dich nicht, was mit meinem Kind war, Noah. Es hat dich nie geschert und es schert dich ebenso wenig, was mit Aiko oder mir ist. Du bist hier, weil du Schuld fühlst oder weil jemand dich hierher beordert hat, nicht mehr und nicht weniger. Es ist doch nicht einmal dein freier Wille hier zu sein."
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Sep 11, 2014 11:00 pm

Allein der Ausdruck in ihren Augen verriet ihm mit welcher Abscheu sie ihn in diesem Augenblick sah und er stellte sich einen Augenblick lang vor seinem inneren Auge vor mit welch inbrünstigem Hass sie auf ihn einstach bis er ebenso tot war wie das ungeborene Kind, das wegen ihm nie das Licht der Welt erblickt hatte. „Das Kind wird nicht wieder plötzlich lebendig.“ Wiederholte er immer und immer wieder. Es war nichts das er bereinigen konnte, es war nichts, dem man einfach so vergeben konnte und in diesem Augenblick verfluchte er Adriana dafür das sie ihn hierher geschickt hatte, auch wenn er wusste, dass es das richtige war. „Ja, man hat mich hergeschickt.“ Gab er schließlich mit brüchiger Stimme von sich. „Adriana um genau zu sein. Ich wollte bereits doch, doch hatte ich weder den Schneid noch den Mut um dir vor die Augen zu treten.“ Die Tatsache das seine Aussage vor etlichen Tage, er empfinde immer noch etwas für sie scheinbar unter den Tisch gefallen war, kam ihm nur zurecht, hatte er doch befürchtet das es zu all den Schuldzuweisungen durch diese Worte auch eine peinliche Stille geben würde. Doch als er sich ein Stück nähern wollte, wurde er von Fenrirs lautem Knurren und dem seltsam scheuen Blick von Ileana wieder daran erinnert, dass niemand auch nur eines seiner dummen Worte vergessen hatte.
„Es interessiert mich was mit deinem Kind ist, Ileana, allein schon weil ich es war, der dieses Kind umgebracht hat und weil du mir am Herzen liegst. Auch wenn ich es nie mehr für dich sein mag, so empfinde ich für dich noch immer Freundschaft. Das ich diese mit Füßen getreten habe, zeugt von meiner gnadenlosen Undankbarkeit und Dummheit. Aber ich bin bei weitem nicht hier, weil ich meine Stellung behalten möchte. Um ehrlich zu sein ist erst seitdem alles schwierig geworden.“ Er hatte Ileana als Tischler kennen gelernt und selbst als er das erste Mal mit ihr durch seine Heimatstadt gegangen war, war er ein einfach Handwerker gewesen. Erst in Ilirea hatte er begonnen ein Knappe zu werden, hatte ein Schwert bekommen das ihm nicht einmal Zustand und eine Stellung, mit der er nicht einmal jetzt umgehen konnte. „Verdammt sei dieses Elfenweib das mir so schöne Augen gemacht hat. Hätte sie mir dieses Schwert nicht gegeben dann ... vielleicht hätte sich dieser Gedanke dann nie so stark ausgebreitet.“
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Sep 11, 2014 11:22 pm

Für ihn war es schwierig geworden - beinahe hätte sie über diese Worte gelacht, wären nicht in jenem Moment erneut die Tränen in ihre Augen gestiegen, die ihren Blick glasig werden ließen und tapfer blinzelte sie eben jene Tränen wieder fort. Sie wollte Noah nicht ihre eigene Schwäche zeigen, sie wollte ihm nicht zeigen, dass sie noch immer mit sich selbst haderte - er hatte so viel Angriffsfläche bei ihrem letzten Streit gehabt, er hatte alles ausgenutzt, was er über sie gewusst hatte, hatte ihr so viele Vorwürfe gemacht und noch immer hallten seine Worte in ihren Ohren wieder. Für ihn war es seither schwierig geworden, er empfand noch immer Freundschaft für sie. Nichts von den Worten, die er einst gesprochen hatte, erinnerten sie noch an die Unbeschwertheit, mit der sie miteinander hatten umgehen können, nichts erinnerte sie mehr an das Vertrauen, das sie in ihn gehabt hatte und dass durch den Streit einen herben Schlag erhalten hatte.
"Du hast doch alles, was du willst, Noah. Du warst Tischler - du hast alles bekommen, was sich jeder Mensch nur wünscht. Du bist Knappe eines Ritters, du lebst in einem Schloss, du trägst ein Elfenschwert bei dir und wenn du nur wolltest, würdest du unzählige Frauen besitzen. Du brauchst dir keine Sorgen mehr um dein Geld zu machen, noch um dein Heim, aber alles, was du tust, ist alles mit Füßen zu treten, weil du noch viel mehr willst. Es schert dich einen Dreck, was du inzwischen erreicht hast - es schert dich einen Dreck, was mit uns ist, ob es nun Gawain, Aiko oder ich sind. Es interessiert dich nicht, was du uns antust, weil dein Leben furchtbar schwierig geworden ist und dass du jetzt heuchelnd vor mir stehst und dich erneut darüber beschwerst, wie schrecklich dein Leben ist ... ich würde lachen, wenn es nicht so furchtbar unfair wäre", antwortete sie schließlich und schüttelte den Kopf und das knappe Lächeln, das sie zuvor noch zustande gebracht hatte, brach unter der Trauer, die sich erneut in ihr hervor tat und sie schwer schlucken ließ.
"Wenn du gehen willst, geh. Ich werde dich nicht aufhalten - vielleicht findest du irgendwann einmal etwas, an dem du nichts auszusetzen hast."
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Sep 11, 2014 11:45 pm

„Das habe ich bereits.“ Erwiderte er leise und faltete die Hände ineinander. „Ich habe dich. Gleich was ich auch gesagt haben mag, ich bin dankbar darum dich von Beginn an kennen gelernt zu haben und ich bin auch jetzt noch dankbar darum, dich zu kennen. Alles was ich mir von diesem Gespräch erhoffe ist, vielleicht einen Weg zu finden wie ich dir helfen kann. Ich weiß nicht wie, nicht einmal ansatzweise. Ich habe versucht meine dumme Aussage zu revidieren, ehr steht allerdings nicht in meiner Macht.“ Der frühere Zustand, ja. Das war es, was er sich wünschte. Das und vielleicht noch immer dieses Gespenst von einem Traum der ihm aufzeigte, wie er mit Ileana lebte. Doch würde dieser nie in Erfüllung gehen. Und er hatte es begriffen, hatte es eine so lange Zeit begriffen und sich nicht länger diesen dummen Träumereien hingegeben in der er und die Königin zueinander fanden, doch dieser eine Augenblick, dieses eine Gespräch hatte derart viel zerstört, das er immer und immer wieder über die Möglichkeit nachdachte, einfach zu gehen. Hatte er nicht zu viel zerstört und würde er durch seine Anwesenheit nicht nur weiter andere Menschen verletzen? Was für eine Berechtigung, was für einen Nutzen hatte er an diesem Hof? Schaden war das einzige was er bisher angerichtet hatte. Das und ein reichlich miserabler Freund für die Königin zu sein.
„Ich gehe wenn du mich verbannst Ileana, andernfalls werde ich, so mich niemand anderes hier heraus scheucht, bleiben. Es ist das mindeste was ich tun kann, das mindeste um Buße zu tun und vielleicht … ein Stück weit das wieder gut zu machen was ich getan habe. Dir zu helfen auf …“ Der Wolf unterbrach ihn mit seinem lauten Knurren erneut. Er machte hier erneut ein Versprechen von immenser Wichtigkeit und wenn er darüber nachdachte wie oft er solche bereits ausgesprochen und gebrochen hatte, musste er beinahe lachen. Er war nicht nur ein miserabler Knappe und ein hinterlistiger Freund sondern auch Jemand, der nicht zu seinem Wort stand.
„Ich will dir helfen.“ Murmelte er schließlich erneut, den Kopf zwanghaft nach oben gerichtet, auch wenn alles in ihm schrie, eben diesen wieder dem Boden zuzuwenden.
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