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 Schlafzimmer des Königspaares

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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Di Dez 16, 2014 1:09 am

Charles drehte langsam einen eigenen Schlüssel im Schloss um, balancierte dabei mit einer Hand das frisch gewaschene Kleid vom Herbstball, welches er in mühevoller Kleinstarbeit selbst gesäubert hatte. Er drückte mit einer Schulter gegen die hohe Tür, ehe diese nach innen aufschwang. «Meine Königin, ich habe euer Kleid mitgebracht nachdem ihr....« er blinzelte als er der seltsamen Szenerie gewahr wurde. Aiko stand nur einen halben Schritt von Ileana entfernt, die Augen zu Schlitzen verengt. «Eure... eure Majestät, ich habe euch nicht derart früh zurück erwartet« erklärte Charles leise und zeigte dem Anderen ein einstudiertes Lächeln. Doch eben dieses schien den König nicht weiter zu beeindrucken. «Ist er es? ist er dein neuer Liebhaber für den ich dein Bett räumen musste, du treulose, falsche Schlange? Verrätst du die Freundschaft meines Volkes für so einen?« Charles verstand nicht woher dieser Vorwurf mit einem mal kam. Sicherlich, er hatte Ileana versucht viel Gutes zu tun aber zu einer wahrhaften Annährung war es bei weitem nicht gekommen. «Eure Majestät, ich bin nur der Kämmerer ihrer Majestät. Ich versichere euch, dass ich« - »Schweigt! Ich kenne meinen Kämmerer und ihr seid es mit Sicherheit nicht, Bastard!« - »Mylord, ich versichere euch ich bin nichts weiter als ein ergebener Diener ihrer« - »SCHWEIGT!« Aikos Schrei riss Charles von den Füßen und er spürte wie sich Blut über seiner Kleidung ergoss sein Gesicht brannte höllisch und er spürte wo das Fleisch über seiner Stirn aufgeplatzt war und Blut in seine Augen lief. Er landete krachend auf dem Rücken, spürte wie die Luft aus seiner Lunge gepresst wurde. Sein Brustkorb fühlte sich an wie eine Mandarine, der man die Haut entfernt hatte und Blut sickerte aus den schmalen Wunden, die sich wie die nicht sonderlich tiefen Schnitte eines Großschwertes anfühlten. Er richtete sich auf, sah wie Aiko in blindem Zorn Ileanas Hals umfasst hielt und zudrückte. «Du liderliches Weib! Ich habe dich geliebt! Ich habe alles für dich aufgegben. Und wofür? FÜR DAS?« Charles kämpfte sich hoch, packte den schmächtigeren und kleineren König bei den Schultern und Riss sie von Ileana fort. «Lasst Sie.. in Ruhe!« er benötigte einen zweiten, festen Ruck um ihn von Ileana zu trennen. Charles verlor den Halt und Aiko stolperte nach hinten, versuchte einen Ausfallschritt jedoch vergebens. Der König fiel, der Hinterkopf schlug direkt im Nacken gegen den Rand eines neidrigen, marmorenen Tisches. Ein knacken ertönte, dann herrschte Stille. Ein kleines Rinnsaal aus Blut ergoss sich auf den Boden, floss durch die feinen Rillen des Holzes. «Majestät?« fragte Charles leise und kreidebleib. Ob des Blutverlusts oder des Schocks konnte er nicht sagen. Doch Aiko rührte sich nicht. «Oh Gott, was hab ich getan.... das... was hab ich getan? Dafür werde ich hängen« mittlerwiele war Charles Aschgrau geworden. Natürlich hatte er vorgehabt Aiko auszubooten, aber ein Mord - direkt vor der Königin. Seine gesamte Zukunft war gerade mit dem König gestürzt. Sein Herz pochte in wildem Stakkato gegen seine Brust, das verbliebene Blut rauschte in seinen Ohren. «Geht es euch gut.... Ileana?« fragte er geistesabwesend, mehr unter Schock als wirklich Bewusst während ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wurde.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Di Dez 16, 2014 1:31 am

Die Szenerie, die sich vor ihr erstreckte, war grauenhaft und sie mochte sich gar nicht vorstellen, wie es den beiden Menschen ging, die dort in dem Raum am Boden saßen und deren Gesichter gänzlich aschfahl waren. Aiko lag leblos am Boden, Blut verteilte sich über dem steinernen Boden, Charles saß bleich am Boden und Ileana hockte weinend und zitternd ein Stück von dem Blut entfernt und starrte ins Nichts, die Hände um ihren eigenen Hals gelegt, unter dem sie bereits die dunklen Flecken erkennen konnte. Sie brauchte nicht viel Zeit, um zu rekonstruieren, was hier geschehen war und mit ein paar Schritten trat sie nach vorn, ließ sich neben dem leblosen Körper des Königs zu Boden sinken, um zu nachzusehen, ob er noch ein Lebenszeichen von sich gab - es war ein schwaches Atmen, nicht viel mehr als das letzte Aufbäumen vor einem endgültigen Ende und Adriana lenkte ihren Blick hinüber zur Tür, in der noch immer Elijah stand. "Schließ die Tür, Elijah", bat sie den anderen mit tonloser Stimme und erst als sich selbige schloss und sie vor den Blicken des Hofes verborgen hielt, lenkte Adriana ihren Blick zurück zu Aiko, sah das Flirren in seinen Augen als er die Augen ein Stück weit öffnen wollte.
Ihre Finger legten sich um seine Stirn ehe ihre Lippen ein einziges Wort verließ und Energie durch den Leib des Magiers kroch und sein Leben beendete. Es war nicht der Erste, den sie tötete und es würde nicht der Letzte sein, dessen war sie sich bewusst - es würde nicht der letzte Wahnsinnige sein, dessen Leben sie beendete und Adriana bereute ihr Tun in keiner einzigen Sekunde, als sie sich erhob und hinüber zu Ileana trat, neben eben jener in die Hocke sank und sie sanft zu sich zog. "Es war ein Attentäter. Einer jener Männer, die bereits vor ein paar Tagen versuchten, die Königin zu ermorden, Bennain. Ihr habt ihn unterbrochen, als Ihr herein gekommen seid und der König ist gestürzt, dann ist der Attentäter durch das Fenster geflohen. Wohin weiß niemand. Haben wir uns verstanden? Ihr werdet nichts anderes sagen und niemand wird etwas anderes wissen. Es wird keine Fragen geben und ihr werdet euch an diese Geschichte halten, wenn Ihr nicht wollt, dass ich Eurem Leben ein ebenso rasches Ende bereite", sagte sie, die Stimme fest und ruhig, die Worte kontrolliert und befehlsgewohnt ehe sie Ileana sacht mit sich zurück auf die Füße zog und Elijah im Stillen bat, Bennain ebenfalls zu einem Stuhl zu bringen.
Sie hatte damit gerechnet, dass es irgendwann so aussehen würde - dass Aiko sein Leben früher oder später verlieren würde, aber sie hatte nicht damit gerechnet, dass es so früh sein würde. Dass er kaum eine Stunde zurück in Ceunon war, bevor all das geschehen war. Aurea würde sich abspalten, nachdem Aiko tot war und im Grunde konnte Alagäsia nichts Besseres geschehen - das fremde Land hatte niemals zu ihnen gepasst, hatte sich niemals eingliedern können und ihr Bruder würde Alagäsia vor einem Krieg beschützen, der sonst mit den Magiern ins Haus stand. Sie würden mit nicht viel mehr als einem blauen Auge aus diesem Spiel heraus kommen.
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Dez 18, 2014 10:09 pm

Noch immer drehte sich Charles der Magen um - Aikos Blick war nunmehr leer geworden, enthielt nichts mehr von dem Hass und der Verachtung welche noch zuvor in den Augen des Kaisers gebrannt hatte wie glühende Kohlen. Er hatte noch nie einen Menschen getötet - ja natürlich, bei Übungskämpfen hatte es mal eine Verwundung gegeben und auf einem Turnier hatte er einem anderen Ritter beim Tjosten das Auge ausgestochen. Schwere Verletzungen, vielleicht bleibenden Schäden - das blieb nicht aus, wenn man in einem Land lebte in dem jedweder kleine Streit mit dem Schwert, dem Beil oder der Mistgabel ausgefochten wurde - abhängig vom Stand desjenigen, der mit dem verdammten Ding herum stocherte.
Aber jemanden töten? Nein.
Als Graham gesagt hatte, er würde sich als Kämmerer bei der Königin gut machen hatte CHarles niemals diesen Ausgang im Sinn gehabt. Es hatte Andeutungen des alten Grafen gegeben, dass Aiko vielleicht sterben würde - hingerichtet von aufständichen Adligen und wütenden Bürgern. Charles war darauf vorbereitet gewesen, hatte Ileana unterstützen und ihr nahe sein wollen um den Sturz abzufedern und sich selbst gut zu positionieren. Aber das er selbst den Stoß geben würde, das hätte er niemals gedacht.
"Verstanden" wisperte er leise, mehr unbewusst als wirklich im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Er stand auf, wankte und krachte gegen einen der anderen Tische im Raum. Blut troff auf den Boden und alles drehte sich um ihn als der Schmerz zurück kam, der in den letzten Minuten wie weggeblasen schien. "Es tut mir so leid" keuchte er, als ihm Coreen aufhalf.
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Dez 18, 2014 10:20 pm

"Wärt Ihr es nicht gewesen, wäre es einem anderen Mann gelungen, der den Mut dazu aufgebracht hätte. Das Ende war unvermeidlich", lautete die einzige Antwort, die von Coreen zurück kam, deren dunkle Augen eine Nuance finsterer geworden waren angesichts der momentanen Ereignisse, die sich vor ihr eröffneten. Charles war es also gewesen, der eingegriffen hatte. Es hätte zuweilen weit schlechtere Partien geben können, die diesen Schneid aufwiesen und denen sie aus eben diesem Grund einige Zugeständnisse machen mussten, aber zuweilen sicherlich auch weit bessere Partien als jenen jungen Mann, der sich ihrer Meinung nach bereits zu viel in die aktuellen Geschehnisse eingemischt hatte. "Sitzen bleiben", wies sie mit befehlsgewohnter Stimme an und drückte den anderen unsanft auf einen der Stühle hinunter ehe ihr Blick noch einmal über ihn hinüber wanderte, die einzelnen Wunden wahrnahm, die die Magie des einstigen Königs gerissen hatte und die zuweilen wohl weit schlimmer hätten sein können. Aiko hatte nicht darüber nachgedacht, was er getan hatte, hatte seine Energie weit weniger zielgerichtet genutzt als sie es dem einstigen König zugetraut hatte und vermutlich war genau das Charles' Glück, denn hätte ihn mehr Energie getroffen, wäre er inzwischen wohl ebenso eine Leiche wie Aiko selbst.
"WACHEN!", rief sie, laut genug als dass die Gardisten in den Gängen es hören konnten und richtete sich zu voller Größe auf, als der erste der gerüsteten Männer durch die Tür trat und sich vor der Ansammlung hier verneigte. "Bringt die Leiche seiner Majestät hier hinaus und bahrt ihn in de Kapelle auf. Ruft die Priester für die Totengebete und dann werdet Ihr dafür sorgen, dass die Wachen im Schloss verstärkt werden", wies sie an und wartete bis der Mann auf den Gang hinaus getreten war ehe sie sich wieder Charles zuwandte. "Im Übrigen habt Ihr ihn nicht getötet. Nur verletzt", führte sie noch an und griff nach der Magie in ihrem eigenen Inneren, um sich wenig später um die magischen Wunden des Kämmerers zu kümmern.
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Dez 18, 2014 10:31 pm

Er hatte sich mit seinen Kameraden ausgetauscht, über das für und wider der Situation und darüber wie man diese wohl am besten beurteilen sollte, und was dieses Land wohl noch bereithalten würde. Es hatte sich definitiv von einer seiner unschönsten Seiten gezeigt, denn ein solches Debakel bei dem Auftauchen des Königs. Es war freilich seltsam zu sehen wie man ihn nur anstarrte, als wäre er ein Tier das man in eine Arena gesteckt hatte und das man immer wieder mit Stöcken und Steinen dazu brachte, erneut zu brüllen. Nur war das Brüllen dieses Tieres zu laut gewesen, man hatte es zu sehr in Rage gebracht, sodass letztlich einer der Schaulustigen mit seiner Zunge hatte büßen müssen. Er hatte dem jungen Mann noch eine Weile nachgesehen, doch scheinbar war er von den Magiern gut versorgt worden. Eine Methode, die er selbst für reichlich skurrile hielt, doch wie man mehreren Quellen entnehmen konnte, war dies hier eine durchaus gebräuchliche Methode.
„Alles was bleibt ist der kurze Schmerz, das ewige Mahnen an die dumme Tat, sei es nun das anfassen eines heißen Ofens oder das Brechen eines Fußes weil man falsch gesprungen ist, vergeht jedoch, zu schnell ist der Schmerz gebannt. Nun, außer man verliert eine Zunge. Oder etwas ähnliches, ein ewiges Mahnmal wenn man so möchte, es sei denn die Zauberkundigen dieser Lande können selbst Gliedmaßen nachwachsen lassen.“ Verwundern würde es ihn nicht, denn, wie er die überdachten Wege des Palastes entlang Schritt, fielen ihm allerlei Dinge ein die mit Magie zu bewerkstelligen waren, und Gliedmaßen nachwachsen zu lassen wirkte, damit verglichen noch gänzlich harmlos. Doch sein Spaziergang, welchen er eigentlich nur spontan unternommen hatte um wieder ein wenig Bewegung in die Füße zu bekommen, würde jäh von ein paar Männern unterbrochen, die einen Toten trugen. Doch sie zogen ihn nicht, sie trugen ihn. Und das machte die Tatsache ihn zu identifizieren nur noch leichter. „Der König.“ Noch ehe er wusste was geschehen war ging er den Männern nach, bleib jedoch bei einer Tür stehen, die die Männer halb offen hinter sich gelassen hatten. Darin waren mehrere Personen, eine davon war Frau Fiorenza und wenn er den Geschichten Glauben schenken dürfte, war die jüngste der Damen die Königin.
Der Blick aller beteiligen fiel, bedauerlicherweise wie man dazu erwähnen muss auf Varus, der sich, warum auch immer ertappt fühlte und im ersten Moment nur irritiert drein Blickte, ehe er sich guter Etikette und Manieren entsann und sich tief verbeugte, länger als gewöhnlich. „Ich möchte euch mein tief Empfundenes Beileid aussprechen, Majestät.“
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Dez 18, 2014 10:43 pm

"Es war ein Attentäter. Einer jener Männer, die bereits vor ein paar Tagen versuchten, die Königin zu ermorden" sprudelte es aus Charles hervor, während Coreen sich daran machte seine Wunden zu versorgen, deren Wundränder geradezu chirugisch gerade waren und ohne professionelle Hilfe wohl Monate brauchen würden um wichtig zu heilen, wenn nicht zuvor Wundbrand einsetzte und das Opfer dahinraffte. Das Auftauchen des Fremden schien irgendetwas in seiner Schockstarre gelöst zu haben, welche sich nun tiefer denn je in seinen Geist brannte. "Ich habe ihn unterbrochen als ich in das Zimmer kam - er hat mich noch verletzte, ehe er den König von sich stieß und durchs Fenster geflohen ist" erklärte er leise und zitterte noch immer wie Espenlaub.
Er kannte den Mann vor sich nicht, hatte ihn noch nie zuvor gesehen und vielleicht fiel es ihm deshalb so leicht die Geschichte, welche alsbald zur Wahrheit werden sollte vorzutragen und damit ins kollektive Bewusstsein zu schreiben. Der König war tot und wenn Charles die Gedanken für einen kurzen Moment schweifen ließ, dann wurde ihm erst die Tragweite seiner Tat bewusst. Nein, nicht meine Tat - die Tat eines Anderen. Eines großen Unbekannten
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Dez 18, 2014 11:13 pm

"Es ist genug, Charles", unterbrach Coreen den Jüngeren lediglich und legte ihm eine Hand auf die Schulter ehe sie sich hinüber zur Tür wandte und den Mann dort musterte, welcher dort seine Position eingenommen hatte. Er stammte nicht aus Alagäsia, seine Haltung war dafür zu stolz und seine Worte zu selbstbewusst, als dass sie ihm zutrauen würde, eine einfache Wache oder ein Soldat zu sein und seine Ausrüstung stammte ebenfalls nicht aus diesem Reich. Es gab nur wenige Länder, mit denen sie noch im Bündnis standen und die nicht aussahen wie Auri, das, was übrig blieb war Fyonara und genau das war es auch, was ihr ein missbilligendes Schnauben über die Lippen trieb ehe sie den Kopf schüttelte. Das hatte ihr gerade noch gefehlt - die Information an Fyonara, dass der König tot war. Nun galt es, Stärke zu beweisen und so lange die Stellung zu halten bis Ileana sich wieder vollständig erholt hatte.
"Ich danke Euch für Euer Beileid. Allerdings ist ihre Majestät ist momentan unzulänglich, Ser, und ich denke, es befinden sich hier genug Menschen, als dass es gänzlich genügt. Geht in den Thronsaal und wartet dort - wir werden mit Euch sprechen, sobald die Belange hier geklärt sind und die Totenfeiern für den König organisiert wurden", wandte sie sich an den Fremden und schickte ein schmales Lächeln hinterher, von dem sie hoffte, es würde ihre eigenen Worte noch einmal entkräften. Im Grunde wollte sie das hier nicht tun, sie wollte nicht erneut die Stellung halten bis Ileana sich erholt hatte, aber letztlich war sie diejenige gewesen, die dafür verantwortlich war, dass das Mädchen gerade beinahe von ihrem eigenen Ehemann ermordet worden war und sie war nun in der Pflicht, ihrer Ahnin ein stabileres Reich zu hinterlassen als jenes, das sie ihr beschert hatte. "Wir sind hier fertig, Ser. Geht nun."
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Dez 18, 2014 11:30 pm

Er betrachtete die Frau, deren Worte nur allzu offensichtlich von Selbstvertrauen geschmückt waren, so stark, dass er sich das Lächeln verbeißen musste. Es war keineswegs amüsant und er verspürte keinerlei Freude über den Tod des Herrschers, doch stimmte ihn die Tatsache, dass dieses Reich scheinbar und trotz aller desolaten Zustände nichts desto trotz Menschen hatte, die bereit waren die Führungsspitze zu übernehmen. Nein, nicht die Spitze, doch die die Aufgabe übernahmen für ihr Land stark zu sein. Ob nun aus Patriotismus oder aus reinem eigennutzen, die meisten und dessen war er sich sicher, würden wild herum laufen und wie geköpfte Hühner Staub aufwirbeln, ehe sie zur Seite kippen würden. Menschen vom Schlag wie diese junge Frau es einer war, gab es allerdings weitaus seltener. Doch er lachte, schmunzelte und grinste nicht, er nickte nur bedächtig und verneigte sich erneut. „Zu euren Diensten, Majestät, solltet ihr sie jemals benötigen und sie wünschen.“ Er machte zwei Schritte zurück ehe er sich erhob, zuvor schloss er jedoch die Tür, eine Geste die er nur für angebracht hielt.
Als er den Weg durch den langen, bedachten Gang zurückging, hatte er bereits die ersten zwei Exemplare von geköpften Hühnern neben sich. Zwei Frauen die die neuste Mode der valencianischen Adligen mit sich trugen, Fächer die aus feiner Spitze gefertigt waren und die den eigentlichen Nutzen, nämlich das zufächern von Luft, durch den dünnen, in einzelne Muster gestickten Stoff, kaum erfüllten. Es waren vermutlich Frauen eben der Männer, die mit dem Tross des Königs wieder in die Heimat zurückgekehrt waren. Und wie geköpfte Hühner wedelten sie mit den Federn, liefen im Kreis um Boten ein insgesamt ulkiges Bild. Varus lächelte, lange und ausgiebig.
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Do Jan 08, 2015 11:56 pm

"Robert Palancar?" fragte Robert noch einmal ungläubig, während er die Blumen in der Vase richtete, welche er gerade eben erst mitgebracht hatte. Der Strauß aus Feldblumen war nichts besonders, kaum einer Königin würdig aber er passte besser auf den Schreibtisch als ein ausladendes Blumengesteck und außerdem hatte er nichts gekostet. Die Königin war was unnötige Ausgaben betraf in letzter Zeit sehr streng gewesen.
"Unglaublich, dass ich das nicht bemerkt habe. Wenn ich bedenke, was hätte verhindert werden können" er schüttelte den Kopf und fuhr sich durch das pechschwarze Haar. Doch neben Robert Palancar beschäftigte ihn noch etwas anderes und langsam ließ er die Hand von dem Blatt gleiten, dass er eben noch gerichtet hatte.
"Hat... eure Majestät Grund mir zu misstrauen?" fragte er nach einer ganzen Weile leise. "Ich habe vernommen, dass gewisse Leute sich über mich erkundigt haben. Und mir ist aufgefallen das... ich beobachtet werde. Habe ich etwas getan, das euch missfiel?"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Jan 09, 2015 12:10 am

Langsam hob Ileana den Blick, kaum dass seine letzte Frage an ihre Ohren gedrungen war und runzelte für einen kurzen Moment lang die Stirn, in welchem sie sich noch einmal vor Augen führte, was der andere für sie getan hatte. Er hatte sie von dieser grausamen Ehe befreit, er hatte Robert die Möglichkeit genommen, sich einen Namen am Hof zu machen und letztlich war er zu einem der wenigen Vertrauten geworden, die sie an diesem Hof überhaupt noch besaß. Sie hatte mit ihm darüber sprechen wollen, was geschehen war und was ihre Gardisten heraus gefunden hatten, selbst wenn ihr bislang jeder davon abgeraten hatte, der in dieses Geheimnis involviert worden war, aber die Zeit, in welcher sie sich selbst zur Marionette machen ließ, war bereits seit einiger Zeit vorüber. "Wie kommt Ihr darauf, ich würde Euch misstrauen, Charles?", fragte sie schließlich und klappte das Buch auf ihrem Schoß sacht zu ehe sie es zurück auf den Tisch legte, nur um sich ganz dem Gespräch mit dem jungen Kämmerer zu widmen.
"Ich habe dazu keinen Grund und ich sähe auch nicht einen Einzigen, den Ihr mir bislang gegeben hättet. Die Gardisten sind beunruhigt seit den Geschehnissen betreffend Robert Palancar und nun fürchten sie, jeder könne ein möglicher Verräter sein, der mir nahe steht. Lasst sie Euch beobachten, Charles", setzte sie noch nach während ein weiches Lächeln ihre Lippen umspielte, in welchem sich nur wenig später sanfter Spott und Belustigung finden ließen als sie ein leiseres "Ihr habt schließlich auch nichts zu verheimlichen" hinterher schob und leichtfertig mit den Schultern zuckte. Sie hatte Gawain gesagt, dass sie es für unsinnig hielt, auch Charles zu überprüfen, aber der alte Ritter hatte darauf bestanden und sie war irgendwann müde der Diskussionen geworden und hatte ihn gewähren lassen.
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Jan 09, 2015 12:16 am

"Nicht, dass ich wüsste, nein" erwiderte Charles ehrlich erleichtert. Er wusste, dass er nichts unternommen hatte um sie zu manipulieren oder sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Natürlich war er hierher geschickt worden um ihr zu dienen und seine Karten auszuspielen. Aber seitdem er hier war, hatte er sich an seine Arbeit gewöhnt und ging dieser mit Feuereifer nach. Er genoss es, in Ileanas Nähe zu sein - genoss das Spiel des Hofes und seine Möglichkeit in diesem Spiel auch für Ileana die richtigen Züge machen zu können. Dennoch hatte ihn die Beobachtung beunruhigt und seltsame, unbegründete Ängste in ihm aufkeimen lassen. "Verzeiht ich war nur... nervös. Wenn ich wenigstens etwas zu verbergen hätte, so hätte ich ja gewusst wie ich das anstellte. Aber. Der unbeteiligte fühlt sich immer am verdächtigsten." er lächelte und erhielt ein Lächeln zurück.
"Darf ich euch sagen, dass ihr das bezauberndste Lächeln habt, das ich jemals sehen durfte?" fragte Charles. "Ihr hättet Verhandlungen mit Aurelius de Gaweia führen sollen - ein Lächeln von euch und seine Verteidigung wäre zerbrochen"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Jan 09, 2015 12:24 am

Ein ehrliches, heiteres Lachen folgte von Ileana zur ersten Antwort auf Charles' Worte hin, kaum, dass er geendet hatte und auch einige Momente später noch hatte sie Mühe damit, ihre Beherrschung wieder über sich zurück zu gewinnen bis sie schließlich fröhlich dem Kompliment abwank. "Ich fürchte, dass Ihr vielleicht bei vielen Recht haben könntet, aber wohl weniger bei Fyonara. Ich wäre wohl allerhöchstens als neue Trophäe im Reich geendet und hätte dort andere entzückt", antwortete sie dann und schüttelte den Kopf, um ihren eigenen Worten die Schärfe zu nehmen, die diesen im ersten Moment noch mitgeschwungen sein mochte. "Aber nichts desto trotz, danke ich Euch für dieses Kompliment, Charles", schickte sie hinterher und lehnte sich in ihrem Stuhl ein Stück weit zurück, ein paar Mal blinzelnd, um ihre Augen wieder zu entspannen, nachdem diese ob der kleinen Schrift der Litaneien, die sie sich zuvor zu Gemüte geführt hatte, zu schmerzen begonnen hatten.
"Auch, wenn ich glaube, dass Ihr bereits vielen Damen solche Komplimente gemacht habt", neckte sie ihn, um die Ernsthaftigkeit aus diesem Gespräch zu vertreiben. Es waren angenehme Gespräche, die sie hier führen konnte - ungezwungene Gespräche, in denen sie nicht länger auf Regeln achten musste und in denen sie in erster Linie nicht Monarchin sein musste, sondern nur diejenige, die sie nun einmal war und die sie viel zu lange unter dem Ballast der Pflichterfüllung und der Schweigsamkeit verborgen gehalten hatte.
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Jan 09, 2015 12:33 am

"Mehr als einem anständigen Mann zustehen würden Mylady" gab Charles zu und zeigte ein charmantes Lächeln. "Jedoch habe ich es noch nie derart ehrlich gemeint" erklärte er und wandte sich dann jedoch um, um die ohnehin perfekt sitzenden Blumen ein weiteres Mal penibel zu richten. Er genoss diese Gespräche mit der Königin, Gespräche in denen auch er bis auf die wenigen Ausnahmen der Höflichkeit nicht darauf achten musste was er sagte.
Er bekam als Kammerdiener viel mit, erfuhr Informationen und Gerüchte manchmal noch vor der Königin und hielt es dann auch für seine Pflicht diese mit ihr zu besprechen. Doch jetzt, wo er zu Ileana diese durchaus persönlichen Worte gesprochen hatte stockte er kurz, ging noch einmal in Gedanken durch, was er gerade gesagt hatte.
"Verzeiht, das war unschicklich"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Jan 09, 2015 12:52 am

Auch jetzt noch war Belustigung in ihrem Gesicht zu erkennen, einmal mehr, weil sie den Rotschimmer auf seinen Wangen erkennen konnte, nachdem ihm bewusst geworden war, was er soeben zu ihr gesagt hatte. Es machte ihr nichts aus, solche Worte von ihm zu hören und es störte sie keinesfalls, dass er derart ehrlich und aufrichtig mit ihr umsprang, selbst wenn sie sich nicht sicher war, wie viel von der Wahrheit sie in dieser Hinsicht hören wollte, doch einstweilen stand genau das nicht zur Debatte und so schob Ileana alles Weitere weiter zurück, Charles Entschuldigung schlichtweg übergehend. Sie wollte sich nicht erneut darüber unterhalten, welche Grenzen für ihn galten, auch das hatte sie ihm bereits mehr als nur ein einziges Mal gesagt und ebenso wollte sie ihm in diesem Augenblick die Peinlichkeit einer Zurechtweisung ersparen. Was ihr also jetzt blieb war die Antwort auf seine vorangehenden Worte, die sie noch nicht vergessen hatte.
"Ich bin mir sicher, dass Ihr auch das schon vielen Damen gesagt habt", schickte sie ihm zur Antwort entgegen, um deutlich zu machen, dass sie in dieser Hinsicht keinerlei Entschuldigung hören wollte. Nicht, solange es hier keine wachsamen Augen und aufmerksamen Ohren gab, die alles auf die Goldwaage legten, was hier vor sich ging und von denen sie letzten Endes mit unzähligen Gerüchten konfrontiert werden würde, von denen nicht ein einziges ein Quäntchen Wahrheit besaß und die sie mehr langweilten, als dass sie sie wirklich interessierten.
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Jan 09, 2015 1:11 am

Erneut ein ehrliches Lächeln, welches nun noch ein wenig breiter war als zuvor. "Auch das mag stimmen" erwiderte Charles, neigte den Kopf und nahm einige Blätter zur Hand, welche er Ileana überreichte. "Das hier ist noch ein ganzer Haufen Arbeit, welchen ihr eigentlich noch ausfüllen müsstet" erklärte er leise. "Ich war jedoch so frei es bereits für euch durchzuarbeiten - es war nichts wichtiges, nur die erneute Bestätigung der Wachänderungen und ähnliches. Ich habe alles mit pro consilio imperatum est Ileana Xeldaric, Königin vor Gottes Gnaden, Rechtmäßige Herrscherin etc. etc. unterschrieben. Es waren hauptsächlich Verlängerungen von Befehlen oder Gesetzesvorstöße, welche wir in den letzten WOchen besprochen hatten. Ich wollte sie jedoch nicht abschicken ohne euch die Möglichkeit zu geben noch einmal über alles drüber zu schauen. Normalerweise ist es nicht meine Art, aber ihr hattet in letzter Zeit soviel um die Ohren, dass zermürbende und zwecklose Schreibarbeit das Letzte war, was ich euch antun wollte"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Jan 09, 2015 1:22 am

"Wart nicht Ihr es, den ich noch vor ein paar Tagen schlafen geschickt habe?", fragte sie noch mit erhobenen Augenbrauen, nahm dann jedoch die Briefe entgegen, die er ihr gereicht hatte, nur um noch einmal darüber zu lesen. Es waren in der Tat nur einige wenige Dinge, die sie bislang noch nicht zu Gesicht bekommen hatte, einige davon so unwesentlich, dass sie sich zu fragen begann, aus welchen Gründen man es ihr überhaupt hatte vorlegen wollen, aber die Unterschriften darauf, waren nichts, woran sie Anstoß nahm. Sie hatten lange und breit über derlei Befehle und Gesetze gesprochen und waren sie miteinander durchgegangen, als dass sie es im Moment bei einem einfachen flüchtigen Lesen belassen konnte, darauf vertrauend, dass Charles sie inzwischen gut genug kannte, um ihre Ansichten diesbezüglich zu kennen.
Einen kurzen Moment lang glitt ihr Blick hinüber zu dem großen Fenster, das ihr die Stadt und die Weite davor offenbarte und im Stillen hoffte sie darauf, dass ihre Gardisten Erfolg haben würden, Palancar zu finden und zurück in die Hauptstadt zu bringen, damit er hier gerichtet werden konnte. Sie waren nun bereits seit so langen Tagen fort und je kälter es wurde, umso mehr fürchtete Ileana um das Leben der Soldaten, die sich aufgemacht hatten und die nicht wussten, was sie erwartete. Wenn Palancar inzwischen eine Armee aufgestellt hatte, Spione besaß, die sie geschnappt hätten, würde sie die tapferen Männer nicht wiedersehen, die sich dem Königshaus verpflichtet hatten. Jäh schob sie ihre Gedanken wieder zurück ehe sie Charles die Unterlagen zurückreichte und ihm noch einmal sacht zunickte.
"Ich danke Euch", sagte sie. "Ihr nehmt mir damit wahrlich sehr viel Arbeit ab."
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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Jan 09, 2015 4:03 pm

"Das mache ich gerne und versuche alles stets zu eurer vollsten Zufriedenheit zu erfüllen" erwiderte Charles leise und zog einige Exemplare aus dem Haufen an Dokumenten. "Das hier sind noch einige unklare Gesetzesbeschlüsse, welche ich ausgelassen habe. Ich glaube, dass ihre Majestät sie gerne selbst durchlesen wollen würde und" er spürte wie sein Mund trocken wurde, als er eine Mappe aus der kleinen Tasche nahm, welche er um die Schulter geschlungen trug.
"Und ich habe euch eine Auswahl an hochqualifizierten Persönlichkeiten zusammen gestellt, die meine Aufgabe übernehmen können. Ich... ich muss meinen Dienst quittieren eure Hoheit ´, ich... ich kann so nicht mehr weiter machen, kann diese Lüge nicht aufrecht erhalten" er fuhr sich durch das schwarze Haar. "Mein.... Vater war schon immer ein sehr ehrgeiziger Mann und der Meinung, dass nach all dem Leid, welches er ob seiner Königstreue davon tragen musste es an der Zeit wäre, dass er etwas zurück bekommt er" Charles erlaubte sich nur kurz Luft zu holen, wollte nicht, dass Ileana ihn unterbrach, welche ihn noch immer konsterniert anstarrte. "Mein Vater setzte in den Vergangenen zwei Jahren alles daran mich darauf vorzubereiten. Auf... euch vorzubereiten. Er wollte, dass ich eure Majestät betöre und sie dem ausländischen König entreiße, wenn nötig. Er wollte mich, seinen Sohn als König sehen und sandte mich zu Ser Drake, welcher meine politische AUsbildung übernahm. Ser Drake wusste nur, dass mein Vater ehrgeizig war und mich bei Hofe sehen wollte und so schien er meien Ausbildung zu tolerieren, vor allem, da ich in seinen Augne wohl gut war. Ich.... ich wollte meinen Vater nicht enttäuschen, weder ihn noch Ser Drake. Ich habe das Fest veranstaltet um euch zu gefallen aber.... ich kann mit alle dem nicht weiter machen. Kann eure Hoheit nicht weiterhin belügen und für die überzogenen Wertevorstellungen meines Vaters arbeitne vor allem nicht da.... da ich...." er sah sie an, biss sich auf die Lippe und schwieg. "Es tut mir Leid euer Vertrauen derart missbraucht zu haben. Ich war nur.... mir war nicht klar, dass ich nicht den Wünschen eines anderen entsprechen, nicht die Marionette meines Vaters... aber nein. Nein, es war meine Schuld und ich schiebe sie nicht von mir"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer des Königspaares   Fr Jan 09, 2015 10:25 pm

"Ihr habt ... was?"
Langsam ließ sie die Papiere in ihren Händen sinken und sie glitten ihr aus den schlanken Fingern, segelten zu Boden und verteilten sich dort während sich Ileanas blaue Augen allmählich mit Tränen füllten, die sie nicht bereit war, zu vergießen. Es war, als stäche man ihr einen Dolch in ihr Herz und mit jedem Atemzug spürte sie, wie es sich schwerer damit tat, in ihrer Brust weiter zu schlagen und sie damit am Leben zu halten. Erneut wurde ihr bewusst, wie sehr sie sich in einem Menschen hatte täuschen können, wie sehr ihre eigene Naivität nur erneut gegen sie genutzt wurde und wie leichtfertig sie sich darauf eingelassen hatte. Sie hatte ihm vertraut, sie hatte ihm geglaubt und hätte ihn vor anderen Stimmen in Schutz genommen - jetzt hier zu sitzen und zu hören, dass die anderen Recht gehabt hatten mit ihren Vorwürfen - dass er wahrhaft nur an seinem eigenen Vorteil interessiert gewesen war, riss ihr den Boden unter den Füßen fort. Erneut waren alle Wünsche und Träume, die sie sich errichtet hatte, mit einem Hammer zerstört worden, nur um sie mit jener Offenbarung in die Scherben hinein zu stoßen während Charles zusah, wie sie blutete. Deswegen hatte er ihr die Frage gestellt, ob er etwas getan hatte, dass ihr missfiel - deswegen war diese Offenbarung jetzt gekommen, weil er befürchtet hatte, er könne sonst von einem ihrer Gardisten gestellt werden.
"Raus", flüsterte sie erst mit zitternden Lippen und schüttelte den Kopf. Sie wollte es nicht mehr hören, sie wollte keine Entschuldigungen und keine Rechtfertigungen mehr hören, wusste sie doch inzwischen, woran sie bei dem anderen war. Als er sich nicht rührte hob sie den Blick und biss die Zähne aufeinander, weil es ihr so leichter fiel, die Kontrolle über sich selbst zu behalten. "Ich sagte Raus! Verschwindet, bevor ich Euch deswegen verhaften lasse!", grollte sie finster und mit angehaltenem Atem, den Blick abwendend bis sie hörte, wie sich die Tür hinter ihm schloss. Dann erst brachen die Dämme über ihr selbst ein, als die Tränen über ihre Wangen zu laufen begannen. Es war nicht fair ... bislang gab es kaum jemandem, dem sie noch vertrauen konnte und der sie nicht verraten hatte, bislang hatte beinahe jeder immer nur versucht, seinen Vorteil aus ihr selbst zu ziehen. Und sie lächerliches Ding hatte geglaubt, Charles wäre anders.
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