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 Ballsaal

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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Ballsaal    So Aug 24, 2014 8:09 pm

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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Re: Ballsaal    So Aug 31, 2014 8:46 pm

„Willkommen meine Freunde, verehrte Gäste und hochgeschätzte Besucher an diesem wundervollen Abend. Das Königspaar ist am heutigen Abend leider nicht zu sprechen, zu sehr geben sie sich das Aufgabe hin, unser Land zu einem Glanz zu führen, der diesem Fest hier gleich, doch darf ich behaupten, das ich jeden einzelnen von ihnen nur die besten und nettesten Grüße entrichten und ihnen einen unvergleichlichen Abend wünschen soll. Nun also, mein Name ist Arthur Devonport und ich begrüße sie nun erneut zu einem Fest, an dem das einfache Volk das Ende der Ernte feiert und wir, nach ihrem Beispiel gemäß die harte Arbeit eben derer Personen schätzen. Sie, die uns die Kammern mit Getreide, geschlachtetem Vieh und Gemüse und Obst füllen.“ Arthur Devonport war ein Mann von recht kleinem wuchs, doch machte er seine geringe Größe durch eine gewaltige Körperfülle wieder wett. Gekleidet war er in feine Stoffe, die in viel zu vielen Schichten übereinander lagen und stets mit verschiedenen Edelsteinen bestückt waren, welche das Licht der Kronleuchter reflektierten und in kasskadenartigen Strömen an die Wand warfen.
Auch die restliche Gesellschaft war in feinste Stoffe gekleidet und die Masken, die die Thematik dieser Veranstaltung bildeten waren fast noch reicher verziert als die Kleidung und bildeten Abbilder verschiedenster Wesen, Fabelwesen ebenso wie die, die aus dem Tierreich stammten. „Ihr erkläre das Fest hiermit für eröffnet!“ Arthur breite feierlich die Arme aus, schlug wenige Augenblicke danach sein Glas sacht gegen ein Tablett, das von einem der Diener vorbei getragen wurde und ein heller, fast schriller Ton verhallte in dem Raum, ehe das nur allzu bekannte Murmeln einer Menge erstarkte.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Sep 01, 2014 10:44 pm

"Nun, wollen wir?"
Der rötliche Schein der Kerzen tanzte über Adrianas Kleid und gab diesem in den eingenähten Pailletten und dank des silbernem Garn den Anschein, es würde tatsächlich in Flammen stehen. Ihre hochgesteckte Perücke, aus der sich einzelne, rote Strähnen wie Flammensäulen lösten. Ihre feingearbeitete Maske aus rotem Draht und verschiedenen Stoffen war unübersehbar direkt für sie angepasst worden, während die bemalten Flammen auf ihrer Haut tatsächlich tänzelten und flackerten - größer und kleiner wurden. Eiljah mochte die Magie nicht, doch dieses Schauspiel welches von ihrer Schulter bis hinunter zu ihrer Brust führte faszinierte ihn.
Und während sie in flammendem Rot auftrat, wirkte er neben ihr wie das Konterpart. Seine eigene Kleidung, im Stil der Valenci geschneidert lies einen eindeutigen Einschlag der alten königlichen Mode erkennen, welche er ebenso in einem alten Buch in seinem Herrenhaus gefunden hatte. Silberne Eistöne und blasses Blau dominierte sein Erscheinen, während sein mit Kreide weiß gefärbtes Haar glatt nach hinten ging und vorne bündig mit der Maske in Form eines Eiswolfs schloss. "Du siehst.. atemberaubend aus"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Sep 01, 2014 11:00 pm

Die rot geschminkten Lippen der Zauberin verzogen sich zu einem feinen Lächeln als sie gemeinsam mit Elijah in den großen Ballsaal eintrat und ihren Blick über die Menge der Gäste wandern ließ, die sich hier versammelt hatten. Die Federn, die an dem Rock des langen Kleides angebracht worden waren, raschelten bei jedem Schritt, den sie setzte und für einen kurzen Moment lang konnte sie sich sicher sein, dass sie hier, gerade in Anbetracht der kirchlichen Abgesandten dieses Reiches, erneut für Aufsehen gesorgt hatte, doch das Königspaar war bislang noch nicht anwesend und Aiko hatte sich nicht dazu geäußert, ob sie nach den Ereignissen der letzten Tage die Kraft finden würden, hierher zu kommen und so hatte Adriana es für sich selbst genutzt, um ihre Position deutlich zu machen. Überall flackerte das Kerzen- und Fackellicht der Beleuchtung des großen Ballsaals, die Röcke de feinen Damen rauschten im Takt der Musik der Spielleute und von den Tiefen der Stadt her hallten die freudigen Stimmen der Bevölkerung wieder, die dort unten ihre eigenen Feste abhielten und so den Einzug des Herbstes und der Ernte feierten.
"Ich dachte, du hattest als Belatona kommen wollen und nicht als Valenci", flüsterte sie ihren Begleiter sanft und leise genug zu, als dass die Worte lediglich an seine Ohren dringen konnten ehe sie ihren Blick zur Seite hin abwandte und ihre geschminkten Augen über seine Gestalt gleiten ließ. Sie selbst hätte ihn anhand seiner Augen überall erkannt, hätte die Stimme aus jeder Menge heraus ausmachen können und dennoch würde er für jeden der Anwesenden hier lediglich ein Mysterium bleiben, über das sie sich das Maul zerreißen würden. Für ihn war es ein angenehmes Spiel, das er hier treiben konnte und mit dem er seine Kontakte ausweiten konnte, bevor er sich am Abend über die Bibliothek hermachte, solange ihm niemand andere Rauschmittel zur Verfügung stellte. "Interessantes Kostüm ...", schickte sie nur wenig später hinterher und ließ ihre schlanken Finger sacht, beinahe beiläufig, über seinen Arm gleiten.
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Sep 01, 2014 11:16 pm

Einer der wohl bescheidensten Gäste war Noah, doch stach er damit fast noch mehr hervor, als all die anderen Gäste die in so viele teure, schillernde Seide, Brokatstoff, Satin – zumindest war alles noch mit edler, weißer oder gefärbte Spitze abgeschlossen und kündete somit vollends davon das dies hier ein Platz war, an dem nur die Reichsten und höchst angesehensten einen Platz hatten. Der größte Teil des Hofstaates war hier vertreten, natürlich mit Ausnahme der Diener, die bis auf den kurzweiligen Anblick der hübschen Frauen und Männer nur wenig Spaß neben ihrer Arbeit hatten. Alle paar Minuten hörte man eine beschwerte, wie man einem der Diener eine Ohrfeige gab oder böse Worte hinterher warf, ehe sich all diese armen Teufel auf die gleiche Weise, mit gebückter Haltung und eingezogenem Kopf, wieder in die Küche entfernten. Noah trug ein, mit altem Samt bestecktes Wams dessen ordentlich geführte Naht jedoch noch immer unversehrt aussah. An den Enden prangten kleine Steine, wobei er bezweifelte das es sonderlich teure Edelsteine waren, wenn es überhaupt welche waren. Es hätte ebenso Glas sein können, denn durch das Lichtspiel der Fackeln, Kerzen und das Schillern all der anderen Metalle, konnte man ohnehin nur das Farbprisma anderer Gegenstände erkennen. Er trug eine Maske die ebenso wie sein Gewand schlicht war, die man jedoch durchaus noch als feierlich bezeichnen konnte. Einen Teil der Dinge hatte er von Ser Gawain erhalten, ein paar andere auf den örtlichen Märkte, wobei die meisten der Kleidungsstücke nur deshalb für ihn erwerblich geworden waren, weil sie bereits mehrmals getragen wurden und dies eine Größe war, die keine allzu große Abnehmerschaar fand.
Doch schnell bemerkte er, dass es kein sonderlich guter Einfall gewesen war allein hier her zu gehen. Er hatte es sich sehnlichst gewünscht um nach der Zeit in der all diese schrecklichen Dinge passiert waren, an denen er allein die Schuld trug, einen Moment Abwechslung zu finden und vielleicht sogar kurzzeitig vergessen zu können. Doch er kannte niemanden und fand sich nur in die wenigstens der Gespräche ein, bei den meisten nickte er nur beständig und wenn man ihn schließlich bemerkte, so versuchte er in dem gleichen Ton wie die Adligen zu antworten, doch fand er weder die passenden Themen, noch die richtigen Töne. So schritt er langsam durch den Ballsaal, jedoch mit einem druchgedrückten Rücken und einer aufrechten Haltung. Er hatte Ser Gawain geschworen ihm nie wieder eine derartige Schande zu bereiten und selbst wenn er auf diesem Fest nicht viel mehr als Jemand war, der nur unlängst mehr Beachtung fand als die Diener, so wollte er sich doch nicht die Schande bereiten und mit einem Mal verschwinden, doch ebenso wenig dürfte er etwas unbedachtes sagen, wobei vor allem diese Worte ihm immer und immer wieder durch den Kopf gingen. „Verzeiht.“ Murmelte er schließlich als er sich mit einem Mal vor einem eleganten Paar widerfand, das scheinbar die genauen elementaren Gegensätze zur Thematik ihrer Abendgarderobe gemacht hatte.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Sep 01, 2014 11:25 pm

"Vielen Dank" antwortete Elijah mit einem leicht herben Einschlag im "D", so als würde er zuerst darauf herumkauen - ein typisch Belatonischer Akzent. "Aber genau darum geht es doch, ich bin unübersehbar Belaotna zuzuordnen, doch wieso trage ich dann diese Gewänder. Der Hof wird sich auch darüber den Kopf zerbrechen. Lass sie doch, wenn sie dadurch nicht auf andere Gedanken kommen" er lächelte ein wölfisches Lächeln, welches ganz und gar zu seiner Maske passte, ehe sie schließlich beinahe mit Noah zusammen stießen.
"Es gibt nichts zu verzeihen, junger Mann" meinte Lord Lupus, dessen Stimme einen warmen sanften Klang besaß, wie Honig den man in sein Ohr tropfen ließ. Dieser Klang war weitaus näher an Elijahs echter Stimme, als es das bellen von Johann gewesen war, wenngleich auch der Akzent der ganzen Sprache eine gehobene, universitätsnahe Note gab und die klare Aussprache förderte.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Sep 01, 2014 11:34 pm

Sie hatte bereits damit gerechnet, sich allein aufgrund ihres Kommentars wieder Elijahs leise Abhandlung über die Hintergründe seiner Entscheidung anhören zu dürfen und wortlos hatte sie nach einem der Gläser gegriffen, die einer der Diener ihr reichte und dem jungen Mann lediglich sacht zugenickt ehe ein zweiter junger Mann förmlich in sie hinein stolperte und ihr ein leises Lachen entlockte, als sie die Identität hinter der Maske erkannte. "Noah Ronan. Welch unterhaltsame Gäste dieses Fest doch zu so früher Stunde aufweist", führte sie dann mit leiser Stimme an. Die Maske, die der Junge trug, war nicht für ihn geschaffen worden, seine Kleider an ein paar Stellen zu groß, an anderen zu eng für den Körper, den der Junge durch zahlreiche Stunden des Trainings erhalten hatte - alles in allem wirkte er in dieser Maskerade reichlich deplatziert und für einen kurzen Moment keimte beinahe so etwas wie Mitgefühl in der Zauberin auf, insbesondere angesichts der letzten Ereignisse, die ihm deutlich zugesetzt hatten.
Belustigt von dieser Begegnung und taktvoll genug, um jene Belustigung nicht allzu deutlich sichtbar zu machen, hob sie ihr Glas zu den vollen Lippen, nur um einen Schluck des Weins daraus zu trinken und es nur wenig später wieder sinken zu lassen ehe sie ihren zweiten Arm behutsam von Elijahs löste. "Du bist ganz allein hierher gekommen?", fragte sie dann vollkommen lapidar, um das unangenehme Thema für den jungen Knappen zu wechseln und es mochte die Dreistigkeit oder das Gefühl der Sicherheit sein, das sie die nächsten Fragen so einfach in den Raum stellen ließ. "Wo ist dein Ritter? Ertränkt er weiterhin seinen Gram und meidet die Adligen?"
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Sep 01, 2014 11:44 pm

„Nein.“ Platzte es aus Noah heraus, aus reinem Schutzreflex seinem Herrn gegenüber, auch wenn er sich noch nicht einmal wirklich überlegt hatte, was er eigentlich entgegnen sollte. Ser Gawain hatte an diesem, wie auch an vielen Abenden zuvor schon Wachen gehalten und achtete, zusammen mit einem Teil der restlichen Königsgarde darauf, dass es Aiko und Ileana an nichts fehlte und niemand, nicht einmal ein Nagetier ohne Erlaubnis in ihre Nähe kam. An diesem Abend, so glaubte er zumindest gehört zu haben, war es besonders heikel, da einige der Adligen ohne Zweifel torkelnd durch die Gänge irren würden, den Kopf voller Dummheiten, daher war heute fast die gesamte Garde anzutreffen, welche sich normalerweise in Schichten abwechselte. „Er muss seine Aufgaben erfüllen, die ihm von der Königin zugetragen wurde.“ Er hielt diese Aussage für vielsagend genug, als das er nicht zu viel preisgab und jeder konnte selbst seine genaue Interpretation in diese Worte hinein fließen lassen, sodass Noah nur eine kurze Zeit lang das Gefühl verspürte, zu viel gesagt zu haben. „Nun … diese Maske erfüllt ihren Zweck nicht wirklich.“ Ein Anflug von Enttäuschung lag in seiner Stimme, doch war es zweifellos klar wer er war, allein an dem schwarzen Schopf an Haaren hatte ihn vermutlich jeder Zweite erkannt.
„Ihr seht wunderschön aus, Frau Fiorenza.“ Er neigte ehrwürdig den Kopf, auch wenn er einen Augenblick lang in an dem Gedanken zweifelte es sei wirklich Adriana, doch allein das Lächeln war, bei erneuter Betrachtung so einzigartig, so keck und doch in einem gewissen Maße tröstend, das es nur ihres sein konnte. „Ihr stellt die meisten anderen der Gäste hier in den Schatten, wenn mir diese Äußerung gestattet ist. Oh und eurer Gefährte, verzeiht, eure Begleitung sieht ebenfalls beeindruckend aus.“
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Sep 01, 2014 11:52 pm

Lord Lupus Lächeln war einnehmend und bedrohlich zugleich. Wenn er die Lippen auch nur ein wenig weiter nach oben gezogen hätte, so hätte er Zähne zeigen müssen. Er strich noch einmal einige kurze Falten aus dem Gewand, ehe seine eisblauen Augen, welche er mithilfe einer leichten alchemistischen Zutat gefärbt hatte. Eine Idee die ihm spät Nachts eingefallen war und von der Edmure garnichts hielt, aber bisher hatten die Farbpigmete, welche er sich direkt über die Iris getröpfelt hatte keinerlei negative Auswirkungen gehabt, wenngleich er am Ende des Abends wohl dank Tränenflüssigkeit seine eigentliche AUgenfarbe zurück erhalten würde.
"Ich danke euch für die wohlmeinenden Worte junger Freund" erklärte er schließlich und neigte kaum merklich den Kopf um somit die denkbar niedrigste Respektbekundung offen zu tun, die überhaupt möglich war. Er warf noch einen kurzen Blick zu Adriana, fuhr ihr langsam am Hals entlang und lehnte den Kopf so, als würde er ihr die Kehle durchbeißen wollen, hauchte ihr einen Kuss auf die Halsbeuge und richtete sich wieder auf. "Ich werde dem jungen Mann dann auch noch ein Glas besorgen" erklärte er schließlich, zwinkerte Adriana zu und verschwand in der Menge.
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 12:02 am

Es war eine so eindeutige Geste, die Elijah wählte, dass selbst junge Männer wie Noah sie nicht missverstehen konnten, wenngleich das auch dem Plan, welchen sie beide gefasst hatten, einen deutlichen Dämpfer verpasste und ihr ein beinahe wehmütig wirkendes Lächeln auf die Züge brachte, das sich nur allzu bald wieder verlor. Über Elijahs spontanen Anflug von besitzergreifenden Verhalten hätten sie vielleicht einen Eklat verursacht, welchen sie sich weder in ihrer momentanen Position leisten konnte, noch dass sie ihn wünschte, aber er war entschwunden, bevor sie etwas dazu hatte sagen können und so blieb Adriana lediglich mit dem jungen Knappen vor ihr zurück. "Vielen Dank, Noah", wandte sie sich wieder an den Jüngeren und überging damit die Reaktion schlichtweg, als hätte sie niemals Bestand gehabt ehe sie im Vorbeigehen einem der Adligen erneut sacht zunickte, welcher offensichtlich hinter ihre Maskerade geblickt und sie erkannt hatte. Gewiss würden es am Ende des Abends alle wissen, auch sie würde ihre Maske zur rechten Stunde lüften, so wie es unzählige andere auch tun würden.
Was Noahs Erklärung und die Rechtfertigung über Gawains Aufenthalt anbelangte, so nahm sie eben diese ebenfalls stillschweigend zur Kenntnis und nickte lediglich seicht darüber, beschloss sich jedwede Worte des Knappen im Hinterkopf zu behalten. Gawain war also an diesem Abend gemeinsam mit der Garde unterwegs, um für die Sicherheit des Königspaares zu sorgen - damit war das Schloss in höchster Alarmbereitschaft, wenngleich sie sich auch darum bemühten, es verborgen zu halten. "Verzeih das Verhalten meines Begleiters. Ihm ist wohl ebenso ein ungestümes Wesen zu eigen, wie ich es ab und an auch in dir wiederfinde."
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 12:15 am

Einen kurzen Augenblick lang hatte er sich dabei ertappt wie er leise in sich hinein gemurmelt hatte, als der Fremde Adriana mit einem Mal so überschwänglich geküsst hatte und sie sich eben diesem Kuss nur allzu gern hingegeben hatte. Ihre Augen sprachen in diesem Augenblick nicht von erschrecken oder gar vor Scham, was vermutlich andere Damen in einer solchen Situation empfunden hätten. Nein ihre Augen zeigten Leidenschaft, eine Leidenschaft die unverkennbar war und die in jeder Geste nachebbte, als der fremde Herr sich langsam in den langen Reihen der Gäste verlor. Ihm war auch dieses Gespräch beinahe zu unangenehm geworden und er war bereits im Begriff gewesen weiterzuziehen um vielleicht einen jungen Ritter oder sogar einen anderen Knappen zu treffen, der mit seinem Herren von fern her hierher gereist war um neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. Doch als Adriana nun die Worte wählte, die keineswegs mit denen seiner Vorstellung überein kamen was sie wohl als nächstes sagen würde, hielt er inne, versuchte hinter sich den Mann zu entdecken um somit festzustellen, dass sie sich beide nur einen schlechten Spaß auf seine Kosten machten, doch war dort niemand, nur die sich immer weiter bewegenden Masse, die sich beinahe wie ein eigener, kleiner Mikrokosmos verhielt. Röte Stieg ihm ins Gesicht als er mit einem Mal bemerkte, dass er Adriana erneut länger ansah als es sich eigentlich schickte und schließlich versuchte er ihren Blick zu erwidern, um nicht wie ein Sittenstrolch zu wirken. „Ihr treibt einen schlechten Scherz mit mir Frau Fiorenza. Euer Begleiter er hat … Leidenschaft, Feuer all die Dinge die eine Frau die restliche Welt vergessen lassen.“
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 12:26 am

In den Augen der Zauberin tauchte erneut beinahe ein belustigtes Funkeln auf, das sie nur allzu gut hinter den langen, schwarzen Wimpern zu verbergen wusste, die sie in gespielter Scham nieder schlug und zurück auf ihr Glas richtete, das sie noch immer in den Händen hielt ehe ihr Lächeln brüchiger wurde und schließlich gänzlich schwand. "Feuer, Noah, kenne ich zur Genüge aus Ryanti und es ist bei Weitem nichts, wonach ich strebe. Ich bin es leid verbrannt zu werden", gab sie ihm schließlich lediglich zur Antwort und ließ die Deutung eben jener Worte vollkommen offen in diesem Gespräch verklingen während ihr Blick noch einmal über das gänzlich irritierte Gesicht des jungen Knappen wanderte, der hier nun vor ihr stand und dem die Röte ins Gesicht geschossen war, sich für diesen Augenblick nur allzu deutlich unter der dunklen Maske hervor tat und sie weit mehr amüsierte als sie es in diesem Moment von sich selbst behaupten wollte. Es war bei Weitem wohl nicht die Antwort gewesen, mit der Noah gerechnet haben musste, aber einstweilen die beste Möglichkeit, um dem Jungen zu beweisen, dass sie nicht an den Lippen eines vermeidlich Fremden hing und sich von eben jenen leiten ließ. Wenn sie wollte, dass er dieses Spiel mitspielte, dann würde sie ihm zeigen müssen, dass sie selbst ihre Entscheidungen traf.
Gelassen nahm sie erneut einen Schluck aus ihrem Weinglas und hob sacht wieder den Blick, um jenem des Jüngeren zu begegnen. "Verzeih mir dieses Gespräch, Noah, und verzeih, falls ich dich in Verlegenheit gebracht habe. Das lag in keiner Weise in meiner Absicht", führte sie noch einmal an ehe sie sacht vor ihm den Kopf neigte und dann schließlich an ihm vorbei trat, beiläufig nur kurz mit ihren Fingern die seinen streifend ehe sie in der Masse der Gäste zu verschwinden schien.
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 12:42 am

Als diese feine, warme Haut seine Hand streifte, stellte sich mit einem Mal die feinen Härchen auf seinen Armen auf und ein leichter Schauder, welchen ihn einen kurzen Moment lang zucken ließ durchfuhr seinen Körper. Er sah noch hinter ihr her, doch konnte er nur noch einen kurzen Augenblick lang seine Sicht auf Adriana werfen, deren Augen, so glaubte er zumindest, sich noch einmal zu ihm drehten, die langen, dunklen Wimpern ein Stück weit niedergeschlagen und die Hände knapp über dem Unterleib verschränkt. Ihr markantes, süßliches Duftwasser hing noch immer in der Luft und gönnte ihm eine Augenblicke eine fast genaue Erinnerung an die Frau zu rekonstruieren. Sie hatte Ihn mit dem Mann verglichen, der ihr vollkommen schamlos, als wäre es das natürlichste der Welt gewesen einen Kuss auf die Halsbeuge gegeben hatte, eines der Zeichen für Intimität, für Lust und Leidenschaft wie er aus unzähligen der Bücher über Minne und dergleichen gelesen hatte. Er hatte es in all diesen Texten nie geglaubt, nie verstanden warum sich so viele Poeten Zeile für Zeile an der Vorstellung einer Frau ergötzen, wobei zu großen Teilen nur Ihre Augen oder ihre filigranen Hände erwähnt wurden. Doch in diesem Moment wünschte sich Noah nichts sehnlicher, als selbst etwas Derartiges zustande bringen zu können um den Blick, den Adriana ihm für einen Augenblick geschenkt hatte, niederhalten zu können.
Es lag etwas Magisches in der Vorstellung dass Sie seine Minne nicht nur gefiel, sondern sie sogar beeinflussen konnte, sodass er an Gunst gewinnen konnte. Die meisten der Frauen die es in seinem Alter an dem Hof gab waren brave, stille Frauenzimmer die stets mit kurz geflochtenen Haaren oder Hauben durch den Innenhof gingen und den Kopf ehrerbietungsvoll gen Boden hielten, doch verspürte er, wenn er an einer von Ihnen vorbei ging, nicht einmal ansatzweise einen Reiz, keines jener Gefühl, die gerade seinen Körper durchströmten und die seinen Geist von nichts anderen als den Lippen, den gelockten Haaren, den Augen durchfluten ließen. Sie war selbstbewusst, trug den Kopf ebenso hoch wie alle Männer und allein ihr offenes Haar verlieh ihr eine wilde Ader, die sie anders, interessanter machte als die meisten der Frauen die jeden Tag um Buße bei der Kirche für ihr verfluchtes Geschlecht baten. „Adriana.“ Er machte schließlich, ohne zu wissen wohin er ging ein paar Schritte nach vorn, wandte der Kopf nur immer wieder nach links und rechts in der Hoffnung, sie wieder zu finden.
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Septim

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 12:44 am

Septim leckte sich langsam über die Lippen, welche unter der großen, gänzlich in Elfenbein gehaltenen Maske verborgen war. Auch ansonsten war er gänzlich in lange, weiße Gewänder gekleidet unter denen zahlreiche Waffen und mehrere, schützende Lagen Stoff verborgen waren. Wie ein Geist huschte er an den anderen Gästen vorbei, seine wachsamen, weiß geschminkten Augen tasteten die Menge ab während er auf der Suche nach seiner Zielperson war. In seiner Hand hielt er den kleinen, schweren Gegenstand welcher Dreh und Angelpunkt seiner baldigen Aktion sein würde.
Er verabscheute die Adligen dieses Landes, verabscheute ihre prunkvolle Feier, die einzig und allein dem Narzissmus und der Selbstbeweihräucherung gedacht war. Sie dienten keinen Göttern und sie feierten oder ehren niemanden außer sich selbst. Wenngleich er auch das Potential in den wenigen, ausersehenen Führern dieses Landes erkannte. Jenes Potential, welches auch seinen Herrn und Meister dazu angehalten hatte dieses Land nicht dem Untergang zu weihen. Doch was auch noch geschehen mochte, sie mussten mehr tun. Mehr Wissen.
Schließlich entdeckte er den Menschen, den er die ganze Zeit gesucht hatte und seine Hand wanderte bereits zu dem kleinen versteckten Messer in seiner Armbeuge, während er langsam nach vorne Glitt, sich wie ein Geist durch die Tanzenden Schob und schließlich stehen blieb. Die Spitze seines Dolches bohrte sich durch Kleidung und fing einen kleinen Blutstropfen auf, während Septim so nahe trat, dass dies nicht mehr sichtbar war. "Fyonarer entsendet seine Grüße, Maestro. Und wir bieten euch ein einmaliges Angebot, dass jedoch nur bis zur morgigen Abenddämmerung gültigkeit besitzt" zischte er und klopfte dem anderen gegen die Brust. In dieser Bewegung ließ er die kleine Schriftrolle in die Wamstasche des Jüngeren fallen. "Morgen Abend findet ihr in einem Fass neben dem Gasthaus "Zum hinkenden Henker" hinterlasst mir dort eure Antwort" erklärte er und trat einige Schritte zurück, wartete noch einmal kurz bis Adriana den Blick schweifen ließ und der weißen Gestalt begegnete, welche für eine kurze Sekunde die Maske ein wenig vom Gesicht zog, ehe er zu verschwinden schien. In Wahrheit hatte er nur ein kleine Seil um die Hüfte herum gelockert und somit war das weite, weiße Gewand umher gewirbel worden, ehe es zu Boden geglitten war und Septim in einem anderen Kostüm in der Menge verschwand, nicht weiter übrig lassend als ein wenig weißer Stoff, gleich der Tischdecke am Rande des Ballsaals.
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 10:36 pm

Der Schwan, er war das unverwechselbare und offensichtliche Thema ihrer Kleidung für diesen Abend. Sie wollte zeigen, dass sie sich nicht weiter verbergen wollte, dass sie sich nicht weiter verbergen musste und offen in ihrer Heimat auftreten wollte, denn eben das war Alagaesia für sie geworden - und sie wollte ihr neu gewonnenes Selbstbewusstsein zeigen. Mochten andere Länder über dieses Reich sagen was sie wollten, dieses Land hatte sie geschützt, hatte sie geschätzt und aufgenommen. Hier war sie willkommen geheißen worden, es gab hier keinen der sie jagte, der sie verbrennen oder auf andere Weise töten wollte. Und das wollte sie nun zeigen.
Ihr Kleid war schneeweiß, der Rock bestand aus Federn, zwischen die die eine oder andere Glasperle genäht worden war, während der obere Teil aus feinster Seide geschneidert worden war und über ihrer rechten Schulter von einer großen Blühte, in mitten dreier Federn gehalten wurde. Ihre Arme, von denen vor allem der linke ihr Sorgen bereitet hatte, hatte sie mit einer Bemalung, ähnlich der Adrianas, versehen, von der sie die Idee auch hatte. Nur züngelten auf ihren Armen keine Flammen, sondern Schwanenfedern legten sich über ihre Haut, die schockierend echt wirkten und sich bis über ihre Handrücken zogen. Ihre Maske zeigte einen Schwan, in verschnörkelten Linien und Schweifen, die in Gold, Silber, Elfenbein und Weiß glitzerte.
Lucrezia ging aufrecht, mit einem Lächeln auf ihren weiß geschminkten Lippen, und einen Arm bei Doyle eingehackt. Sie zweifelte dass viele sie erkannten und das aus zwei Gründen; Zum einen hatte sie sich nie viel zwischen die Adligen gedrängt und sich mehr im Hintergrund gehalten, anderer Seits hatten sich aber auch nie wirklich viele für die Assistentin und Schülerin der Hofmagierin interessiert. Sie war aber auch ganz froh darüber, denn ihr Aufzug lenkte den einen oder anderen Blick auf das Paar und es war ihr ganz recht, dass nicht sofort jemand - was in diesem Saal gleichbedeutend mit allen wäre - bemerkte dass sie mit einem ihrer Schüler ausging. Sie griff nach einem Weinglas, reichte es an Doyle und nahm dann erst ihr eigenes, aus welchem sie sofort einen Schluck nahm. "Wie gefällt dir dieser Ball bis jetzt?", fragte Lucrezia kurz darauf mit einem Lächeln, war sie sich doch nicht sicher, ob er gefallen an einem Fest wie diesem fand.
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 10:51 pm

Die gesamte Maskerade die sich ihm bot, all der Prunk und das Schauspiel waren so einnehmend, so überwältigend das er einen Augenblick lang glaubte, ihm würde die Kehle zugeschnürt, doch war es nur die Aufregung davor, zwischen all diese Menschen zu treten und sich in ihrer Mitte zu befinden. Das man ihn auf diesen Ball eingelassen hatte, lag vermutlich nur an seiner Begleiterin, an welcher er sich auch nach gut einer Stunde noch immer nicht satt gesehen hatte. Es war ein atemberaubendes Schauspiel aus Körperlicher Malkunst und der zahlreicher Schneider, der Gedanke wie viel dieses Kleid wohl gekosten haben musste, blieb ihm jedoch glücklicherweise erspart. Sie hatte sich schließlich bei dem Mann, der in schlichte Kontraste, in Weiß, Schwarz und verschiedene Grautöne gekleidet war, eingehakt. Sein Oberkörper war bedeckt und bis zu den Ärmeln, die eine leichte Spitze aufwiesen, hin verziert mit einem Doublet, welches momentan eines der begehrtesten Kleidungsstücke am Hof war. Dieses war aus schwarzem Stoff gefertigt, das Beinkleid wiederum war, ebenso wie das seiner Begleiterin schneeweiß und die Andeutungen eines Hemdkragens, die beinahe verspielt am Hals empor ragten, hatten einen schlichten, dunklen Grauton inne.
„Ich war mir nicht im Klaren darüber, dass hier derart viele Leute Anwesend sind.“ Murmelte er, zog sie ein Stück näher zu sich und strich bei dieser hektischen Bewegung, in der er sich gleichzeitig davor bewahrt hatte mit einem der Diener zusammen zu stoßen, mit seiner Wange an die Ihre. Er errötete, doch war er klug genug den Blickkontakt nun nicht aufrecht zu erhalten um dies noch zu verdeutlichen. Stattdessen legte er seinen Blick wieder nach vorn, den Mengen entgegen.
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 11:05 pm

Noch immer steckte der Schock tief in seinen Gliedern. Das plötzliche Auftauchen des fremden Mannes, dessen Akzent ihn zwar nicht verriet, doch dessen Handlung ihm ob Adrianas Erzählungen schrecklich vertraut erschienen, hatte ihn unvorbereitet erwischt. Er blinzelte noch immer gegen die nunmehr trockenen Luft an, während er sich fragte wie es der Fremde geschafft hatte ihn aufzuspüren und unter all den Gästen auszumachen.
Nur langsam kam er voran, bahnte sich einen Weg durch die zahlreichen Gäste und versuchte Adrianas Erscheinung in der Menge auszumachen. Nach wenigen bangen Momenten des Hoffens hatte er schließlich Adrianas Gestalt ausgemacht und sie nach wenigen Sekunden erreicht. Sanft aber bestimmt griff er sie am Arm, während er sich die Lippen leckte und sie mit eindringlichen, noch immer blauen Augen ansah. "Wir müssen reden" sagte er mit Nachdruck und klopfte sich auf seine Brusttasche. "Informationen aus dem Land deiner Geburt, wir sollten uns das an einem ruhigen Ort ansehen...."
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 11:20 pm

Ihr Herz setzte für einige Schläge aus und ihr Gesicht verlor alle Farbe, die zuvor noch darauf gestanden hatte, nachdem ihr bewusst geworden war, was Elijah ihr soeben da mitgeteilt hatte und Furcht glomm in ihrem Geist auf, nahm sie ein und raubte ihr die Luft zum Atmen während ihr Blick hektisch von einer Seite des Raumes zur nächsten huschte. Die Masken und bunten Gewänder der Gäste verschwammen zu einem bunten Farbbrei, hinter jeder Maske glaubte sie den Attentäter erkennen zu können während sie Elijah halb hinterher stolperte, halb selbst ging.
Nur allzu deutlich erinnerte sie sich an die Begegnung mit dem Assassinen auf der Hochzeit, erinnerte sich an seine Worte und wie schnell er im Nichts verschwunden war - ein Jahr lang hatten sie daraufhin Ruhe gehabt und nun hatte er unmittelbar Elijah kontaktiert und die Furcht, die sie empfand und ihren Atem schnell und rasselnd über ihre Lippen gleiten ließ, galt nicht mehr nur allein ihr selbst. Wenn Fyonara wusste, dass sie sich mit Elijah traf, dass sie sich in diesen Mann verliebt hatte, dann würden sie ihn benutzen wollen, damit sie zurück kehrte, wo sie sie hinrichten lassen würden - sie würden niemals ruhen, wurde ihr mit einem Mal wieder schlagartig bewusst und es war eben jene Erkenntnis, die ihr die Tränen in die Augen trieb. Lucrezia und sie würden niemals sicher vor all den Verfolgern sein, gleichgültig in welchem Land sie sich gerade aufhalten mochten - sie würden sie immer finden.
Mit einem Mal waren ihr die Kleider zuwider, die sie am Leib trug, die aufgemalten und magisch lodernden Flammen und die Zauberin glaubte den Reisig unter sich knacken zu hören, die verbrannten Stoffe ihrer eigenen Gewänder zu riechen und sich selbst schreien zu hören, als der Henker die Fackel senkte und das Feuer unter dem Gejohle der Menge zu ihr hinauf kroch. Übelkeit stieg in ihr auf und ließ sie schwer schlucken während sie mit tränen verhangenen Augen einen Gast nach dem anderen zur Seite schob und Mühe dabei hatte, Elijahs schnellen Schritten zu folgen, der ihren Arm noch immer fest umschlossen hielt und weiter zum Ausgang zerrte. "... was ...", fragte sie irgendwann auf halbem Wege heiser. "... was wollten sie ...?"
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 11:31 pm

"Er sprach von einem einmaligen Angebot, dass jedoch nur bis zur morgigen Abenddämmerung gültigkeit besitzt" erklärte er ihr während sie den Ausgang erreichten. Elijah ahnte bereits, welche Worte sich in diesem Schreiben befanden. "Hör mir zu, ich werde dich nicht hintergehen. Niemals - ich liebe dich mit jeder Faser meines Körpers, mit jedem Gedanken" erklärte er ihr, während sie beide in einem kleinen Nebenzimmer verschwanden. Elijah schloss die Tür, drehte den Schlüssel herum und öffnete mit zitternden Fingern den Verschluss der kleinen Rolle, zog das Pergament heraus und las.
Er stockte langsam, griff Fester in das Papier, das nunmehr falten um die Eindrucksstellen warf und seine Augen huschten zu Adriana und dann wieder zurück.
"Das ganze ist in Fyonari geschrieben, verzeih mir also bitte die furchtbare Übersetzung, aber die Aussprache will ich dir nicht antun" erklärte er leise und räusperte sich. "Sehr geehrter Signore Chamberlain.... mhm.... dedede.... ihr mit Madame Fiorenza, et cetera et cetera... ah da - So denn ich euch auch eine Lösung anbieten will, die nicht durch Tod besiegelt werden muss. Wenn Fyonarer Alagaésia weiterhin wohl gesonnen sein will, benötigen wir Informationen - zu dem Schutz meines Volkes und der Ihren... und so weiter und so weiter.... daher biete ich euch und eurer Bekannten Absolution an, so ihr uns denn im Gegenzug mit Informationen versorgt. Solltet ihr euch für die weisere Alternative entschieden haben, so findet ihr an besagtem Ort die Urkunde über eure Absolution. Solltet ihr mir keine Informationen beschaffen oder Vertragsbrüchig werden, so wird diese Urkunde euch nicht mehr weiterhelfen..." er verstummte, sah zu Adriana.
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 11:37 pm

Lucrezia hatte gelächelt und sich im selben Moment geschämt, als ihr klar wurde wie Doyle sie noch immer ansah und wie nervös er war. Gelächelt hatte sie wegen dieser Dinge, doch geschämt hatte sie sich, weil sie es schrecklich fand, dass es ihr erst jetzt wirklich bewusst bewusst aufgefallen war. Seine Antwort auf ihre Frage, wunderte sie nicht, denn die feste der einfacheren Bevölkerung wurden bei gutem Wetter meist draußen gefeiert, wo die Zahl der Anwesenden nicht so sehr ins Auge stachen wie hier. Als sich sanft ihre Wangen streiften, merkte sie, wie sie leicht errötete, wusste jedoch dass ihr Puder es gut verbergen würde und sah Doyle darum mit einem verliebten Lächeln im Gesicht an. Er jedoch schien sich vehement zu weigern ihr in die Augen zu sehen, was für sie bedeutete, dass er diese leichte Berührung nun bereute, oder sie nicht absichtlich zustande gekommen war. So oder so, sein Verhalten ließ sie sein Gesicht von der Seite sehen und so konnte sie auf seiner Wange den leichten weißen Abdruck ihres Puders ausmachen.
Mit einem leisen Lachen löste sie ihren Arm vom seinen und versuchte zärtlich das Weiß von seiner Wange zu wischen, was mehr schlecht als Recht gelang. Als sie es aufgab, hackte sie sich wieder bei ihm ein. "Das war ich mir bei meinem ersten Fest auch nicht.", erwiderte Lucrezia schließlich, der nur wenige gelockte Stähnen seitlich am Gesicht herunter hingen, der Rest war in einem weißen Netz zusammen gebunden. Sie wollte gerade versuchen, ihn zu beschwichtigen, als Adrianas panische Nachricht in ihren Geist eindrang und sie vor einem Assassinen warnte, dessen Aussehen sie ihr ebenfalls sandte. Nur wenig später, auf ihrer Suche nach diesem Mann, konnte sie Adriana und einen Fremden sehen, die durch die Menge eilten. "Es... Es tut mir leid. Ich muss kurz weg, aber ich bin gleich wieder da. Warte einfach hier, ich werde dich finden.", versicherte Lucrezia ihrem Begleiter mit einem überraschend ehrlichen Lächeln, ehe sie in Adrianas Richtung eilte, doch schon nach wenigen Schritten, wurde ihr klar, dass sie ihre alte Meisterin verloren hatte. Wenige Schritte später, stieß sie auf Noah Ronan. "Herr Ronan, bitte verzeiht dass ich euch so überfalle, doch habt ihr zufällig Lady Fiorenza gesehen. Sie... war mit einem Mann in weiß und blau unterwegs, doch ich habe sie verloren.", erklärte sie dem Knappen, von dem Adriana ihr berichtet hatte, dass er ihr schon mehr als einmal die Minne dargebracht hatte, weshalb die Vermutung nahe lag, dass er immer ein Auge auf sie warf. Doch erst nachdem sie es gesagt hatte, fiel ihr auf, dass er irgendwie neben sich zu stehen schien. "Herr Ronan, ist alles in Ordnung? Ihr wirkt... verwirrt, möchte ich sagen."
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 11:45 pm

In ihr herrschte Chaos - eine Mischung aus Verzweiflung und Schock, die dicht gefolgt waren von der vagen Hoffnung, die man mit diesem Schreien in ihr gesät hatte und von der sie noch nicht wusste, was sie davon halten sollte. Ihre Finger zitterten als sie die Hände nach dem Pergament ausstreckte und es Elijah aus den Händen nahm, nur um es selbst noch einmal lesen zu können, wenngleich sie auch mehrere Anläufe benötigte, um zu begreifen, dass die Nachricht wirklich so dort geschrieben stand. Wenn sie spionierte, dann würde sie Absolution erhalten - sie würde nach Hause können und ein eigenes Leben aufbauen können, gemeinsam mit Elijah, zurück in der Heimat, die sie in der Flucht hatte verlassen müssen, doch dafür wurde von ihr verlangt, dass sie all die neu gewonnenen Freunde verriet, dass sie Informationen an den vermeidlichen Feind lieferte, damit diese über jeden noch so kleinen Schritt Alagäsia-Aureas Bescheid wussten. "... sie werden uns töten, wenn wir es nicht tun ...", wisperte sie und sank dann auf einen der Stühle hinab, die Maske mit einer einzigen Handbewegung lösend und sie zu Boden sinken lassend.
"... wenn wir ablehnen, erleben wir den nächsten Tag nicht mehr ...", fügte sie nur noch leise hinzu und schüttelte den Kopf, verbiss sich abermals jeden weiteren Laut, der sich aus ihrer Kehle empor gebahnt hätte. Adriana war niemals jemand gewesen, der viel auf Emotionen gegeben hatte, sich niemals hatte Schwäche eingestehen oder weinen wollen und dennoch saß sie nun hier und die Tränen, die sie vergoss, sickerten in dem Pergament ein, vermengten sich mit der Tinte darauf und ließen die verhängnisvollen Worte verschwinden, die darauf zu verzeichnen gewesen waren. "... wir haben keine Wahl, Elijah ... wir müssen ... Sie dulden kein Nein, sie dulden kein Versagen - wenn wir sie verraten, werden sie es wissen und dann werden sie kommen und uns töten. Er wird wieder kommen ..."
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 11:54 pm

Von der Angst, Adriana an diesem Abend nicht mehr zu sehen gepackt, schob er sich möglichst unauffällig an den meisten der Adligen vorbei, die ihn nicht einmal wirklich in ihren Gesprächen bemerkten und wenn doch, so gab es einige wenige die das Glas ihn seine Richtung neigten und den Kopf ein Stück weit zum Gruß neigten, der Großteil der Menge jedoch wandte sich mit einem fast höhnischen Lächeln auf den Lippen wieder ab, oder zeigte gar keine Reaktion. Er rief nicht nach ihrem Namen, war es doch nicht schicklich etwas Derartiges auf einem Fest zu tun, auch wenn man ihn vermutlich nur knapp über der Lautstärke der Musiker gehört hätte, die das rege Treiben des Balls begleiteten. Doch egal wo, er fand sich nicht. Sein Kopf reckte sich immer und immer wieder nach oben um ihre leuchtend hellen Haare zu finden, die eigentlich so bezeichnend waren das man meinen musste, sie würden einem, egal wie dicht die Menge auch war, auffallen müssen. Doch nichts, kein einziges Indiz darauf wo sie sich befand. Er hatte sich bereits einem jungen Diener zuwenden wollen der gerade ein silbriges Tablett mit verzierten Weinkrügen umher trug, in diesem Moment hörte er jedoch wie Jemand seinen Namen rief, jemand eindeutig weibliches. Doch als er sich umdrehte sah er nicht die feuerroten Haare von Adriana Fiorenza, er sah helles, fast silbriges Haar, zusammen mit einem schneeweißen Kleid und Farben, wie Adriana sie auf dem Körper getragen hatte, nur war dies keine rote Farbe. Er kannte sie und als sie ihn mit Herr ansprach, neigte er den Kopf und schüttelte diesen. „Ich bin kein Herr Frau Aretinus, Noah reicht vollkommen aus, oder Knappe, wenn es euch beliebt.“ Sie war die Frau gewesen, mit der Adriana damals angereist war und die nun ein wichtiges Mitglied beim Aufbau der Magierakademie bildete.
„Ich kenne den Mann den ihr meint, er war bei ihr ja doch wo sie ist … nun es tut mir Leid euch das sagen zu müssen Frau Aretinus, doch ich fürchte ich habe sie selbst aus den Augen verloren.“
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Sep 02, 2014 11:55 pm

"Vergieße keine Tränen" antwortete Elijah ihr und ging auf die Knie, umfasste ihre Hände mit den seinen, legte die Maske ab und küsste ihre tränennassen Wangen. "So schwer es dir auch fallen mag, so liegt doch hier in unsren Händen die Erlösung. Was wir planen wird von dem König und seiner Königin auch als Verrat angesehen werden. Als Verleumdung..." er sprach leise, fuhr ihr mit sanfter Geste über die Wange. "Doch dies könnte unsere Chance sein - wenn alle Stricke reißen können wir nach Fyonarer und unser Geschenk an die Menschheit dort abschließen. Außerdem.... dienst du damit auch Alagaésia. Du erkaufst ihnen Frieden - wenn Fyonara weiß, dass sie alles unter Kontrolle haben. Mag auch die Seele dieses Landes verloren sein, so werden tausende von Menschen leben, die durch einen Krieg sterben würden. Tausende von Menschen, die das von uns geschaffene Paradies bevölkern können." erklärte er ihr leise. Er hatte keine Liebe für dieses Land oder irgend ein anderes, aber er wusste wie Adriana fühlte. Und er wusste, wie die Realität aussah, deren kalte Fratze ihn Nächtelang wachhielt.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mi Sep 03, 2014 12:10 am

"Es geht mir nicht um die Königin oder den König! Sie sind mir vollkommen gleichgültig und bedeuten mir gar nichts, Elijah - es sind Kinder mit zu vielen Spielsachen um sich herum, die ihre Worte nachplappern und das, was wir tun, wird nicht für dieses Reich sein. Fyonara wird es überfallen und sie werden jeden einzelnen dieser Menschen hier versklaven oder töten - sie haben keine Gnade mit uns oder irgendeinem anderen Menschen", widersprach Adriana mit bebender Stimme und schüttelte vehement den Kopf, ihre zitternden Finger um die seinen legend während ihre Augen die seinen suchten. Sie wirkten so falsch mit der blauen Farbe, nicht länger wie die Augen jenes Mannes, den sie liebte und für den sie bereit gewesen war, schon einmal Verrat an diesem Land zu begehen - der Mann, der hier vor ihr saß, wirkte selbst für sie fremd und seine Worte klangen beinahe wie Hohn in ihren Ohren, linderten die Angst nicht, die ihr Herz noch immer heftig gegen ihre Brust schlagen ließ. Der Attentäter war hier, dessen war sie sich sicher - er beobachtete sie und wahrscheinlich wusste Fyonara bereits an diesem Abend schon, wie sie sich entschieden hatten. Wenn sie jetzt zu Ileana oder Aiko ging, dann würde er dort sein, er würde ihr auflauern und sie daran erinnern, welche Macht ihr Heimatland hatte.
"... du kennst sie nicht. Du weißt nichts von ihnen außer das, was du aus deinen Geschichten gelernt hast. Du hast keine Ahnung davon, zu was sie im Stande sind, wenn man sie verrät ... Elijah, du weißt es nicht ... sie haben Fyham in einem Jahr übernommen, schenken Alagäsia den Frieden zur Vereinigung zweier Reiche und trotzen Ryanti ... sie fürchten gar nichts. Weder die Magier, noch dieses Land oder den Tod."
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mi Sep 03, 2014 12:17 am

Elijah spürte die Angst seiner großen Liebe, ließ die Schulter sacken und schloss für einen kurzen Moment die Augen. "Du hast recht, ich weiß nichts von ihnen" gab er zu, wenngleich es ihm furchtbar schwer vorkam nun auch nur ansatzweise das Richtige zu sagen. Auch er hatte die Geschichten gehört. Auch er wusste, dass Fyonara ein grausamer Gegner war, wusste das sie diesen Vertrag auch genauso leicht brechen konnten wenn sie wollten ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Sie wurden hier erpresst und wie immer es auch Ausging, Fyonara würde nicht mal ein blaues Augen davon tragen. Doch jeder Mensch hatte eine Schwäche und auch das Land war nichts mehr als eine Ansammlung von Menschen - eine Ansammlung von Schwächen. Die Frage die sich stellte war, wieso sie ihr dieses Angebot stellen würden. Ihr, einer Magierin - da steckte mehr dahinter. "Sie werden mich fürchten" sagte er schließlich mit dunkler, fester Stimme die keinerlei Zweifel hinterließen. "Wenn sie glauben, dass sie uns hintergehen können wird Fyonara fallen" seine Augen blitzten auf, seine Stimme war selbstsicher und bestimmt.
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