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 Ballsaal

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Korgam Goldbreit

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 20, 2014 12:02 am

„Paraderüstung? Beim Barte der unberührten alten Vettel, habt ihr es neuerdings nicht nur mit dem Schneid, sondern auch mit den Augen Herr König?“ Korgam drehte sich in aller Ruhe um, musterte den vor sich stehenden Mann eingehend, ehe er schließlich lachte und dem König kräftig gegen die Seite klopfte, woraufhin dieser ein kleine stück zu Seite taumelte. „Nein eine Paraderüstung hatte ich weder, noch habe ich vor sie zu besitzen. Es gibt’s sie, das ist wahr, doch sind diese verdammten Dinger für nicht mehr als dumme Festivitäten gedacht. Sie bieten nicht einmal einen hinreichenden Schutz und werden heutzutage fast kaum noch hergestellt. Die übrigen werden von Generation zu Generation weitergegeben. Nein was ich bevorzuge, ist ein schweres Kettenhemd, zusammen mit ein paar Plattenpolstern, die mit den Pelz retten, wenn sich eines der verdammten Monster nähert und sich meine Axt im Schädel eines anderen verhakt hat.“ Fast zum Beweis als wäre dies schon einmal passiert, hob er den linken Ärmel seines Hemdes und offenbarte eine lange, tiefe Narbe, die ihm bis zum Ellenbogen ging.
„Aber steht hier nicht und urteilt Herr König, ich habe nichts getan, bin also niemand den man wie einen Angeklagten behandeln muss. Setzt euch stattdessen und trink, oder aber zeigt selbst Narben die beweisen, dass eure größte Verletzung im Kampf bisher ein blauer Fleck am Steiß war, weil man des Nachts aus dem Bett gefallen ist, weil die Liebhaberin zu fett ist.“
Erneut prustete der Zwerg lauthals auf und leerte den, von Coreen erneut gefüllten Krug in einem einzigen Satz.
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 12:32 am

Er sollte ihr aus den Augen gehen - noch nie hatte sie ihm etwas derartiges gesagt. Geschweige denn in solch einem Ton mit ihm gesprochen - er würde ihr Land zugrunde Richten. Erneut fühlte er sich wie vor den Kopf gestoßen. Fühlte sich wie der Fremde, der er ja schließlich auch war. Feindseligkeit war das, was ihm hier aus jeder Ecke entgegen schlug. War er in Aurea noch der gefeierte Kaiser gewesen - hatte man auf seine Meinung Wert gelegt und um seine Gunst gebeten, so war er hier tatsächlich nur eine Karrikatur seiner selbst und mehr denn je erkannte er, dass ihn Aurea zum Kaiser machte. Sobald man aufhörte ihn so zu behandeln, verlor er sein Gesicht.
Während er nun mit großen Schritten den Ballsaal durchmaß und zu Aurelius kam welcher dort über einem Tisch gebeugt über Karten brütete richtete sich seine Gestalt wieder auf. Er hatte versucht demütig zu sein. Er hatte gebuckelt um sich Freundschaft zu erschleichen. Er hatte seinen eigenen Stolz untergeschluckt und sich von anderen setzen lassen - hatte dabei geglaubt dies würde seine Unsicherheit verschwinden lassen. Doch war dies nicht viel mehr als ein erbärmlicher Selbstbetrug gewesen. Hatte er geglaubt, dass er sich Ileana wieder annährte, so erkannte er das sie ihn hier in diesem Land überholt hatte. Er hob den Kopf und kam schließlich neben Aurelius zum stehen. Wenn er sich diese Krone verdienen. Sich dieser Frau als würdig erweisen wollte, dann würde er Akzente setzen müssen.
"Ihr habt mit dem Jäger gesprochen?" fragte er und stütze sich auf dem Tisch ab. Er musste arbeiten, wenn er sich nun zurück zog würde er einen Schritt zurück statt nach vorne gehen. "Ich hoffe für euch, dass er eine verdammt gute Erklärung hatte wieso er in mein Schloss eingedrungen ist und meine Leute angegriffen hat. Die Handlung dieses Mannes wird Fyonara teuer zu stehen kommen. Ich habe die Magierjäger bisher als Teil eurer Kultur geduldet - wenn ich allerdings damit rechnen muss, dass eure Kultur dazu neigt sich auszubreiten. Dann werde ich Konsequenzen ziehen und ich würde unsere Partnerschaft ungern beenden. Ihr könnt euch keinen Zweifrontenkrieg leisten" erklärte er leise
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 12:43 am

Überrascht hob Aurelius den Kopf als Aiko mit einem Mal auf den Plan trat und sich ihm näherte, den Mund öffnete, nur um jene Dinge auszusprechen, von denen er nicht geglaubt hatte, sie von dem jungen König noch einmal zu hören. Er hatte augenscheinlich seinen Mut und seine Stärke wieder entdeckt - ob dies jedoch an der Ohrfeige und den harschen Worten der Drachenreiterin lag, oder aber daran, dass seine junge Frau ihren Mund geöffnet hatte, vermochte er in jenem Augenblick nicht zu sagen und so nahm er die Worte lediglich im ersten Moment schweigend hin, nur um wenig später seinen Blick zurück zu der Karte zu lenken, die vor ihm ausgebreitet lag. "Wir führen bereits einen Zweifrontenkrieg, Aiko, und können ihn uns sehr wohl leisten", verbesserte er ihn lediglich und ließ die wütenden Worte seines Gesprächspartners gegen eine Wand laufen. Seine Gedanken lagen ohnehin momentan auf weit wichtigeren Angelegenheiten als jenen Differenzen, die der Jäger hier mit seiner Anwesenheit in Alagäsia-Aurea hervorgerufen hatte - es gab noch immer Castor, es gab Askari und Valencia, es gab Luminoth und Solandra und seine eigene Heimat, die momentan ebenso Aufmerksamkeit forderten, doch als Aiko wenig später auch noch kein Wort von sich gegeben hatte, seufzte Aurelius schwer und richtete sich zu voller Größe auf, die Arme vor der Brust verschränkend.
"Ihr wollt darüber sprechen, was der Jäger sagte", begann er das Gespräch und schüttelte den Kopf. "Ich habe Euch bereits mitgeteilt, dass ich bin bereit bin, die Konsequenzen des Handeln meines Jägers zu bezahlen. Dass ich sowohl bereit bin, Euch seinen Kopf zu liefern, wie auch dafür zu sorgen, dass Ihr entsprechend entschädigt werdet. Das, was der Jäger mir mitteilte, war, dass es bereits eine Verhandlung gab und er sein Leben sowie seine Freiheit erhält, wenn er behauptet, er sei von einem anderen Reich gesandt worden. Der Grund, aus dem er hier war, war um Ruhm für sich selbst zu ernten, weil ihm ein Ziel entwischt war und er glaubte, es damit wieder gut zu machen. Gibt es noch etwas, das Ihr wissen möchtet?"
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 12:52 am

"Ja" meinte Aiko und eine Kälte umfing sein Gesicht.
"Wann hattet ihr vor mir von eurer Verbindung zu meiner Hofmagierin zu erzählen? Sie eure Schwester, ihr Geliebter arbeitet für euch. Ich muss euch gratulieren - ihr hattet Alagaésia-Aurea bisher in der Hand. Aber fortan ist das vorbei" erklärte er und legte seine flache Hand auf den Tisch. Er musste endlich Stellung beziehen auch wenn er dabei andere verletzte. Entscheidungen treffen, die schmerzten - das hatte man ihm zu genüge eingebläut.
"Fortan wird Alagaésia-Aurea von euch als Gleichwertig angesehen werden. Und ihr werdet dafür auf eurem Forum vorsprechen. Wir stellen euch Truppen und zerschmettern Valencia Seite an Seite mit euch. Ihr werdet im Gegenzug die Jäger auflösen." erklärte er eisig. "Ich kann euch keine Vorwürfe für euer Vorgehen machen - wäre ich zuvor auch nur halb so klug gewesen ich hätte genauso gehandelt wie ihr. Aber die Spielregeln haben sich nun geändert. Könnt ihr damit leben? Oder müssen wir darüber noch diskutieren?" fragte er und legte dabei die selbe Kaltschnäuzigkeit wie Aurelius an den Tag. Er gestand es nicht gerne, aber der andere war für ihn beinahe ein Vorbild geworden und er hatte von ihm gelernt.
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 1:03 am

"Ich schützte Elijah Chamberlain, weil er meiner Schwester wichtig ist und nicht weil er für mich arbeitete und ich erwähnte nichts von dieser Verbindung, weil sie nichts davon wusste, nachdem ihre Erinnerungen blockiert wurden. Sie erinnerte sich und hatte damit genug zu tun, es zu realisieren und es zu verstehen - Ihr werdet verstehen, dass es letztlich ihre Entscheidung ist, was von alledem sie Euch erzählt und was nicht. Sie gehört Euch nicht, Aiko, und Ihr werdet sie nicht zu Eurer Verhandlungsgrundlage machen. Weder jetzt, noch zu einem späteren Zeitpunkt", lautete Aurelius erste Antwort, in welcher ein deutlich schärferer Tonfall mitschwang, der von einem knappen Blick begleitet wurde, welcher dem anderen signalisieren sollte, dass er hier jetzt besser keinen falschen Schritt wagen sollte. Mochte Aiko von seinem Land und ihm selbst denken, was immer er auch mochte, letztlich war es ihm gleichgültig, aber der Jüngere würde nicht damit beginnen, seine kleine Schwester zu seinem Spielball zu machen, nur weil es ihm damit ermöglicht wurde, sich einen einzigen Sieg auf die Fahne schreiben zu können und langsam löste Aurelius die Arme wieder aus der Verschränkung, stützte seine Hände auf dem Tisch ab.
"Ich bin bereit, Zugeständnisse zu machen und ich bin bereit, die Jägereinheiten endgültig aufzulösen, denn nichts anderes hatte ich auch vor Eurem Einfall vor. Fyonara akzeptiert Alagäsia-Aurea als Bündnispartner und nicht etwa als Vasall, wie es Luminoth, Surda, Solandra und Fyham sind. Wenn Ihr es möchtet, werde ich Euch dies auch schriftlich geben, um Euch zu beruhigen. Es liegt nicht in meiner Absicht, Euer Reich anzugreifen oder unsere Reglementierungen hier durchzusetzen. Ich denke, damit werdet Ihr leben können."
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 1:16 am

"Glaubt nicht, dass mich die Anzahl der lächerlichen Länder die vor euch buckeln einschüchtert" antwortete er und begegnete Aurelius Blick. "Alagaésia-Aurea ist mächtiger und stärker als all diese Länder wie ihr sehr Wohl wisst. Bereitet es schriftlich vor um es als Grundlage für die Verhandlungen zukünftiger Generationen" erklärte er und wischte das Thema vom Tisch. Es machte ihn beinahe rasend mit welcher kühlen Arroganz Aurelius agierte, aber wenn er eines von seinem Vater gelernt hatte dann war es sämtliche Gefühle zu verbergen und sogar aus seinen Augen zu verbannen.
"Nachdem das geklärt ist sollten wir über den genaueren Angriff auf Valencia reden. Ich habe immerhin meinen Teil der Abmachung erfüllt und euch den letzten Grund für einen Angriff geliefert. Auch wenn ich euch bitten würde all eure Spürhunde in Zukunft zurück zu halten. Sei es ob sie auf Magier- oder Skalpjagd gehen"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 1:33 pm

Eine ganze Weile lang herrschte Schweigen zwischen den beiden Männern - jenes Schweigen, das Aurelius nutzte, um sich noch einmal einen Überblick über seine eigenen Truppenverfügbarkeiten zu verschaffen und die Männer im Geiste bereits wieder zu koordinieren. Er hatte genug Männer, um den Ausfall auf Valencia auch allein zu bewerkstelligen, aber Alagäsia-Aureas Unterstützung würde es ihm ermöglichen, den Angriff mit weit weniger Verlusten zu überstehen und gleichermaßen dafür zu sorgen, dass Fyham unter fyonarischer Kontrolle blieb und die dortigen Aufstände keinen Umbruch nach sich ziehen würden. Seine Männer waren bereit, es würde eine Woche, vielleicht zwei dauern bis sie alle ausgerüstet waren und sich von ihren Familien verabschiedet hatten, bis die Schiffe im Hafen beladen und die Ausrüstungen verstaut waren - Zeit genug, um vor Valencia zu ihnen zu stoßen und den Valenci ihren König zu präsentieren. Was Aikos Worte anbelangte, so behielt er es sich vor, nichts darauf zu antworten, war es doch letztlich Septims Zutun gewesen, das ihnen den König geliefert hatte und dafür gesorgt hatte, dass Valencia nun nach dem Tod des Flottenadmirals und dem Sklaventum ihres Königs gänzlich kopflos war.
Erst nachdem der Jüngere neben ihm nervös zu werden begann, hob Aurelius noch einmal den Kopf und ließ seinen Blick über ihn wandern ehe ein mildes Lächeln seine Züge erhellte und er ihm knapp zunickte. "Ihr habt Euch nicht schlecht geschlagen, Aiko", kommentierte er das vorherige Geplänkel, wartete jedoch nicht darauf, dass er erneut eine Reaktion seines jüngeren Gesprächspartners zur Antwort erhielt, weil er bereits ahnte, dass seine Worte nicht auf großen Anklang gestoßen waren. Aus eben diesen Gründen wanderte seine Aufmerksamkeit erneut hinunter zu den Karten, die vor ihnen auf dem Tisch lagen und über die nun erneut seine Augen glitten. "Wie sieht es um Eure Männer aus, Aiko? Aus wie vielen Männern besteht Euer Heer und wie erfahren sind sie in Schlachten? Wie ist es um ihre Moral und ihre Ausrüstung bestellt und wie viele von ihnen wollt ihr nach Valencia senden? Ihr werdet hier noch Männer brauchen, die Eure Städte verteidigen und die die Aufstände zerschlagen, von denen ich immer wieder höre. Desweiteren möchte ich Euch bitten, keine Magier zu entsenden. Meine Männer vertrauen den Magiern nicht und ich möchte Ausschreitungen im Lager verhindern."
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 7:17 pm

"Darum werdet ihr euch keine Sorgen machen müssen. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind die Auri sehr wohl in der Lage sich auch ohne Magie zu verteidigen" durchschnitt eine fremde Stimme die Luft. Im Gegensatz zu Aiko war der fremdländische Akzent noch immer deutlich zu hören, während gefütterte und geteilte Schuhe auf dem marmorboden aufkamen. Das Gesicht des Mannes war hart und geschliffen, wies zahlreiche kleinere Narben auf und der Blick seiner Augen war unbeugsam und hart. Wenngleich er auch Aiko auf vielerlei Hinsicht ähnelte - das Haar und die mandelförmigen Augen, ebenso wie die Form des Gesichts - so wirkte er doch gänzlich anders als der jugendliche Herrscher.
Er stand stramm, hielt die offene Hand der linken hin, ehe er mit der rechten Faust hinein schlug. "Shōgun Takai Yamaton eure Hoheit" stellte er sich Aurelius vor. "Ich bin der Militärische Führer der Nation Aurea, welche Teil des Kaiserreiches Alagaésia-Aurea ist. Ich wurde hergeschickt um die Koordination meiner Truppen mit euch zu besprechen. Der Kaiser-König hielt es für angebracht, einen militärischen Taktiker hinzuzuziehen" erklärte er und beugte sich schließlich über die Karte. "Das Heer von Aurea besteht aus insgesamt vierzigtausend Mann, von denen wir im absoluten Notfall dreißigtausend abziehen können. Um sie darauf vorzubereiten und sie bis an die Küste zu bringen benötigen wir in etwa zwei Wochen. Aurea hatte seit über eintausend Jahren keinen Krieg mehr, unsere Kultur und unser Militär besteht jedoch aus ständigen Übungsschlachten mit ungeschärften Metallschwertern. Die Kunst des Krieges ist bei uns ebenso anerkannt wie jede andere Kunst ebenfalls. Jene Männer die sich für den Weg des Kriegers entschieden haben sind entschlossen und gestählt. Jeder Ashigaru - jeder Samurai und jeder Naginata-Mönch behält und pflegt seine eigene Ausrüstung sein Leben lang. Wir sind also voll ausgerüstet und die Waffen und Rüstungen sind in einem hervorragenden Zustand. Desweiteren werde ich meine eigene Einheit aus hervorragend Ausgebildeten Onna-bugeisha in die Schlacht führen"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 9:31 pm

Ileana hatte keine weitere Zeit vergeuden wollen, hatte sich nicht länger als unbedingt notwendig mit dem kurzen Gespräch mit Taler aufhalten wollen während ein paar Säle weiter Aiko gemeinsam mit Aureius dabei war, einen Krieg zu planen, den er weder mit ihr abgesprochen hatte, noch von dem sie bislang überhaupt etwas gewusst hatte. Sie hatte so schnell agiert, wie nur irgendwie möglich, hatte Taler hierher beordert und auch Alvias davon überzeugt, dass er ein Teil dieses Gesprächs zu sein hatte, wenn sie ihn weiterhin das Kommando über das Militär lassen sollte, doch als sie nun den Raum betrat, war dort neben den beiden bekannten Gesichtern auch ein vollkommen Neues dabei. Der Mann, der dort stand und welcher sich gerade als militärischen Taktiker bezeichnete, gesandt auf Geheiß des Kaiser-Königs, um das Heer der Auri zu koordinieren. Wie viel wollte Aiko noch vor ihr geheim halten, begann sie sich im Stillen zu fragen - wie viel wollte er noch allein mit Aurea regeln, statt sich auch an Alagäsia zu wenden und von dort ebenfalls einen Taktiker zu Rate zu ziehen. Vierzigtausend Mann, hörte sie den anderen sprechen, hörte ihn von seltsamen Bezeichnungen sprechen, von denen offensichtlich weder sie, noch ein anderer außer Aiko in diesem Raum etwas verstand und letztlich war es das Ende der Worte des Fremden, das sie sich räuspern ließ.
"Wie überaus praktisch, gleich einen militärischen Taktiker Aureas hier vorzufinden, gerade in Anbetracht eines kommenden Krieges. Ich habe es mir indes zur Aufgabe gemacht, einen Vertreter Alagäsias zu finden, sowie auch gleichermaßen den Heerführer unserer eigenen Truppen hierher zu bringen, damit sie ebenfalls an diesem Gespräch teilhaben können", begann sie, ruhige und feste Worte wählend, wenngleich sie auch Aiko nicht einen einzigen Blick zukommen ließ, welcher noch immer am Rande des Gesprächs stand. "Und ich wäre Euch dankbar, wenn Ihr die Bezeichnungen Eurer Truppen so wählen würdet, dass auch Eure Verbündeten es begreifen. Ich würde nur sehr ungern Missverständnisse aufgrund einer anderen Kultur riskieren", setzte sie noch zu dem Fremden hinzu und schenkte ihm lediglich ein knappes Lächeln während ihr eigener Blick über die Karte wanderte, damit sie nicht die Überraschung und das Erstaunen in den Gesichtern der anderen erkennen konnte, die hier standen und deren Gespräch sie offensichtlich so rüde unterbrochen hatte.
"Die Truppen Alagäsias sind nach den Worten Ser von Erlenwalds innerhalb von ein bis zwei Monaten bereit und so lange werdet Ihr auch warten. Ich werde nicht halb ausgerüstete Männer in eine Schlacht schicken, damit sie vor Euren Truppen fallen und für Euch nichts anderes als Schlachtvieh sind, haben wir uns in dieser Hinsicht verstanden?", wechselte ihre Aufmerksamkeit hinüber zu Aurelius, in dessen dunklen Augen ein amüsierter Ausdruck lag, welcher Ileana dazu brachte, die Hände hinter den langen Ärmeln ihres Kleides wütend zu Fäusten zu ballen, doch schließlich erhielt sie jenes Nicken von ihm, das ihr ihren Wunsch bestätigte.
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 9:46 pm

Takai wandte sich umd und begegnete Ileanas Blick, ehe er ihr die gleiche Höflichkeit wie Aurelius zukommen ließ, sich jedoch unweigerlich tiefer verbeugte. "Eure Majestät Ileana-sama" erklärte er und erhob sich langsam. "Es freut mich auch euch kennen zu lernen Ser von Erlenwald-sempai" meinte er noch in Talers Richtung, wenngleich ihm auch die Aussprache des Namens ein paar Probleme bereitete. "Ich sehe unserer Zusammenarbeit mit Freude entgegen - desweiteren möchte ich mich für die aufgekommenen Missverständnisse entschuldigen. Mir lag es fern unsere Truppen aufgrund meiner Fehlleistungen zu gefährden. Ich bin in eurer Sprache leider noch nicht so bewandert wie seine kaiserliche Hoheit" erklärte er.
"Ashigaru sind unsere Fußtruppen und zumeist mit Schwert und Lanze ausgestattet. Samurai sind unsere gepanzerten Krieger, ähnlich euren Rittern Ileana-sama. Die Naginata-Mönchen sind Kriegsmönche, die mit einer... wie sagt ihr? Schwertlanze in den Krieg ziehen und die Onna-bugeisha sind ausgebildete Kriegerfrauen, welche mit zu der Elite unseres Landes gehören. Wer die Schmerzen einer Geburt ertragen hat, den schreckt keine Kriegsverletzung"
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Ser Taler von Erlenwald

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 10:03 pm

Der Ritter vom Erlenwald zog die Luft leise und zischend ein und schüttelte in einem kurzen Moment als die Königin den Blick auf die Karte wandte, vehement den Kopf in Richtung des Ausländers um diesen still darum zu bitten, ein derartiges Thema nicht erneut anzuschneiden. Glücklicherweise hatte Ileana nur den Mund verzogen, einen Augenblick lang inne gehalten, jedoch nichts weiter von sich gegeben. „Nun … es freut mich zu hören das sich unsere Vorhaben im Militär recht gleich sind, denn wenn ihr eine Elite der Fußtruppen und normales Fußvolk, ebenso wie eine Leibgarde habt, gehe ich stark davon aus, dass ihr auch berittene Soldaten euer eigen nennt.“
Auf das Nicken des fremden Mannes hin, wandte er sich an Aurelius. „Kaiser Aurelius, es ehrt mich das ich eure Bekanntschaft machen darf. Ich hörte davon dass ihr hier seid, aber ich bin dennoch erstaunt euch hier persönlich anzutreffen. Meinen Namen habt ihr ja gerade schon gehört. Ser Taler von Erlenwald und seit kurzem einer der Heerführer in diesem Krieg. Nun wenn es mir erlaubt ist, möchte ich euch die gleiche Frage stellen. Wie genau sieht euer Militär aus und worauf haben sich eure Männer spezialisiert? Ich hörte bisher nur Gerüchte, diese sprachen aber vor allem von einen erstaunlichen Zusammenhalt der Truppe. Und, eine Frage an euch beide.“ Er wandte sich an den Heerführer aus Aurea und Aurelius gleichermaßen. „Wie sieht es mit den Vorräten aus und noch viel wichtiger, mit der Konservierung? Kann einer von uns mehr medizinisches Personal stellen als der andere und wurden bereits Spione in dieses Land geschickt, um die größten Wasserquellen zu erschließen damit wir wissen, an welchen Orten wir später Lager beziehen können?“
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 10:46 pm

Bislang schweigend hatte Aurelius dem kurzweiligen Gespräch zugehört und sich dazu entschieden, sich einstweilen zurück zu halten und all das nur belustigt zu mustern. Es war amüsant, dass hier gerade ein sechzehnjähriges Mädchen stand, das augenscheinlich gemeinsam mit dem alten Ritter und ihrem Vorfahren dafür gesorgt hatte, dass Alagäsia aus seinem Winterschlaf erwacht war, während Aurea sich momentan noch mit seinen Truppen brüstete, die ihm selbst nicht viel mehr als ein müdes Lächeln gebracht hatten. Er erkannte in der Jüngeren den Einfluss seiner Schwester, ihren befehlsgewohnten Ton und den eisernen Willen in den Augen - ein Umstand, welcher ihn dazu bewogen hatte, auf ihre harsche Forderung lediglich mit einem knapp bemessenen Nicken und einem milden Lächeln zu reagieren, bevor er erneut der Auri das Wort ergriffen hatte und ihnen jenen Hintergrund der seltsamen Bezeichnungen seiner militärischen Aufstellung erläutert hatte.
Als sich nun der alte Ritter an ihn wandte, nickte er selbigem zu. "Es freut mich ebenfalls Eure Bekanntschaft zu machen, Ser von Erlenwald. Es wird viel darüber berichtet, was Ihr während des letzten Jahres für die Wachen der Städte getan habt", begrüßte er selbigen ehe das Thema erneut auf die Truppen glitt, welche er für den Krieg gegen Valencia ausgehoben hatte. "Fyonara wird mit insgesamt zehn Legionen in den Krieg gegen Valencia ziehen. Eine Legion umfasst 5000 kampffähige Soldaten, eingeschlossen die Zahlen der Reiterei mit knappen 1000 pro Legion, wobei der Tross die Zahl noch einmal um knappe 6000 steigen lässt, wobei sich in diesem Tross Handwerker, Baumeister, Köche und Mediziner befinden, die für diese Legion verantwortlich sind. Meine Männer sind allesamt ausgebildet und der Krieg ist für sie ihr Beruf, sie sind keine Bauern, denen man Waffen in die Hände gedrückt hat, sondern Soldaten, die ihre Stärke in Formationen und Angriffen besitzen. Surda ermöglicht uns Obst für die Truppen zu beziehen und Luminoth, sowie Solandra werden uns als unmittelbare Nachbarn weiterhin mit Nahrung versorgen, sllten die Valencia die Felder ihrer Bauern niederbrennen, um uns von der Versorgung abzuschneiden.", begann er zu erklären und verschränkte die Arme wieder vor der Brust.
"Valencia besitzt drei Wasseradern, die für uns essentiell sind und über die Vierra als ihre Hauptstadt ihr Wasser bezieht. Mit unseren Truppen haben wir die Möglichkeit diese Wasseradern, die aus den Gebirgen kommen, zu blockieren, um damit die Stadt von der Versorgung abzukapseln. Die Menschen in den Städten leiden ohnehin Hunger. Ihre Städte sind sternförmig aufgebaut, durch starke Mauern geschützt und gut bewacht, ihr Militär liegt bei einer Stärke von knappen 50.000 Mann, sowie einer Einheit, die für Anschläge bekannt ist und auch in anderen Reichen arbeitet. Wir werden auf sie ebenso wie auf die Magier aus den dortigen Akademien Acht geben müssen. Der Flottenadmiral der Valenci ist tot, das heißt auch ihre Flotte ist weitestgehend kopflos, sie wird aktuell von meinen Schiffen unter Kontrolle gehalten, ihr König befindet sich ebenso in unserem Gewahrsam - eine Gefahr geht akut nur von einem einzigen Mann aus Griffith, dem Hauptmann der Garde Vierras und Kommandant der Stadtwache. Ihm gehorchen die Soldaten und er wird Rache für das wollen, was Fyonara getan hat."
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Mo Okt 27, 2014 11:16 pm

"Unsere Hauptversorgung ist ein schier unerschöpflicher Vorrat an Reis - wir stellen jährlich einen riesigen Überschuss her. Reis kann getrocknet und Monatelang aufbewahrt werden. Um ihn genießbar zu machen braucht man nicht viel mehr als heißes Wasser - zur Not kann man es auch ungekocht zu sich nehmen. Es ist sehr Nahrhaft und stopft ziemlich gut, außerdem kann es zu allem anderen gegessen werden. Unsere Staatskassen sind desweiteren gut gefüllt, da wir seit Jahrzehnten kaum große Ausgaben zu verzeichnen haben - unsere Taktik der Abgeschiedenheit mag viele Nachteile mit sich gebracht haben aber wir waren auch nicht in Geschäfte des Geldverleihs involviert" erklärte er und zupfte sich die Rüstung zurecht.
"Auch wir können Köche und vor allem Handwerker wie Pfeilmacher entbehren. Wir können den Generälen eures Landes Schwerter schmieden, welche nur von den Elfen übertroffen werden. Die Schärfe und langlebigkeit unserer Schwerter sucht ihresgleichen. Wir können sie auch in von euch bekannten und gewohnten Formen schmieden"
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Ser Taler von Erlenwald

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Fr Nov 07, 2014 9:04 pm

„Eine durchaus beeindruckende Vielfalt haben wir hier an unserem Tisch zu sitzen, wahrlich.“ Taler nickte einen Augenblick lang für sich selbst, ging mit den Fingern über den gezwirbelten Bart der über seiner Oberlippe prangte und trommelte schließlich, um die stetig wachsende Kakophonie vom Hofe zu unterdrücken. Vermutlich wurde gerade zum täglichen Apell gerufen, oder aber es gab irgendetwas Wichtiges zu verkünden.
„Unser Militär wird, im Gegensatz zu euren Ländern aus den Landsleuten vieler Adliger gestellt, die dem König untertänig sind. Da viele davon einberufen werden und erst ins Kriegshandwerk einberufen werden müssen, kann man eine genaue Zahl nie festlegen. Fest rechnen können wir wiederum mit den Rittern, adligen Krieger in den besten Rüstungen die unsere Kultur hervor gebracht hat, auch wenn es, da will ich den werten Herren nichts vormachen, Streitigkeiten darüber geben wird, wer mit wem zusammen arbeitet. Was unsere Landwirtschaft wiederum angeht, so können wir eine reichliche Menge an Holz für Kriegsgeräte stellen und die verschiedensten Sorten von Obst, Gemüse und Dörrfleisch. In den letzten Jahren waren die Ernten recht ertragreich, daher sollte es kein Problem darstellen einige Subventionen von ihnen für die Armee zu fordern. Doch bevor die Herren die Hände über dem Kopf zusammenschlage, da wir Knechte und ähnliche einberufen.“ Seine Stimme wandelte sich nach und nach von der kratzigen, rauchigen Männerstimme in einen tiefen, basslastigen Ton.
„So bedenkt folgendes. Unseren Bürgern ergeht es gut, sie lieben den neuen Umschwung, geben sich dem Irrglauben hin alles habe sich geändert und ein dadurch entstandener Patriotismus kann uns eine Truppenzahl einbringen, die höher sein könnte als sie sich jeder von den Herren hier vorstellen kann. Dazu kommt, dass wir einen Teil der Wachen entbehren können, entweder als Fähnriche, Feldwebel oder Ausbilder.“
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Septim

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Fr Nov 14, 2014 9:24 pm

Noch immer schmerzte Septims Schulter, wenngleich sie auch magisch geheilt worden war. Noch immer prickelte die Wunde als würden tausende, kleine Nadeln in die empfindliche Haut stechen. Er konnte die Finger wieder ganz normal bewegen - wenigstens das sprach für die magische Heilung. Als er Lucrezia aufgehalten hatte, musste er befürchten das er die Finger seiner linken Hand nicht mehr bewegen könnte.
Während er noch versuchte sich zu erinnern wie er in den ganzen Schlamassel hinein geraten war trugen ihn seine Füße in den großen Ballsaal, wo sich Aurelius momentan befinden sollte. Der Vollmond schien in weißen schlieren durch die hohen Fenster, deren Glas seltsam verschwommen wirkte, wenn er die Glasbläserkunst seiner Heimat bedachte. "Herr" meinte Septim leise, während vor Aurelius trat. Seine Kleidung war noch immer Blutverschmiert, sein Schulterschutz fehlte und war an den Stellen, die noch vorhanden waren verschmort. Sein Bart war mit getrocknetem Blut verkrustet und er fühlte sich allgemein Elend - mittlerweile wusste er zumindest zu teilen was geschehen sein musste. Er wusste wer der andere Mann gewesen war und dies musste er nun Aurelius mitteilen.
Er sank auf ein Knie, schlug die Kapuze zurück und sah zu Boden. "Ich habe versagt" war das Einzige was er heraus brachte.
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Fr Nov 14, 2014 10:22 pm

Es war mitten in der Nacht. Mitten in der Nacht, dass man ihn von ein paar Wachen hatte wecken lassen. Mitten in der Nacht, dass man ihm berichtet hatte, dass eine Magierin den Valenci-König befreit hatte. Mitten in der Nacht, dass man ihm berichtet hatte, dass Septim von eben dieser Magierin verletzt wurde und Gaius von eben dieser Magierin verletzt wurde und zu allem Überfluss mitten in der Nacht, dass man ihm berichtet hatte, dass diese Magierin nun auch noch ärztlich versorgt wurde, damit sie am Leben blieb. Aurelius hätte sie in jenen späten Stunden am Liebsten bereits jetzt am Galgen baumeln gesehen, nur um zu beweisen, dass Fyonara kein Reich war, das eine solche Schmach einfach akzeptierte, ohne dafür die entsprechenden Konsequenzen nach sich zu ziehen. Aiko hatte sich bislang noch nicht einmal blicken lassen und so war ihm nicht viel mehr übrig geblieben, als sich die Zeit mit innerlichen wüsten Flüchen und stummen Vorstellungen über baldige Hinrichtungen zu vertreiben und sich im Geiste noch einmal zu überlegen, womit er den König dieses Reiches konfrontieren wollte, wenn dieser den Schneid aufzeigte und sich dem Gespräch mit ihm stellen würde. Wach war er ohnehin bereits seit Stunden und es machte nun kaum mehr etwas aus, ob diese Nacht mit jenem Zwischenfall endgültig beendet war. Fakt war, dass für dieses Ereignis Köpfe rollen würden und es lag nun an Aiko selbst, ob der seine dazugehören würde.
Als sich nun die Tür öffnete, wandte Aurelius sich über die Schulter zurück, nur um die Augen für einen kurzen Moment lang zusammen zu ziehen, als sein Blick auf Septim fiel. Der andere hatte selten so erschöpft gewirkt, wie in dem Moment, in dem er vor ihn trat und beunruhigt bemerkte Aurelius die teilweise geheilten Wunden und das getrocknete Blut, das an dem Bruder im Geiste klebte und von dem er nur hoffen konnte, dass es nicht sein eigenes war. Langsam trat er vor ihn und ließ sich auf die Knie hinab sinken, griff nach der Schulter des anderen. "Wie geht es dir?"
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Septim

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Fr Nov 14, 2014 10:30 pm

"Ich bin erschöpft und habe noch immer das Gefühl, als würde man mir Energiestöße in unregelmäßigen Abständen durch den ganzen Körper jagen. Ich werde auch nicht jünger" stellte er schließlich fest und brachte ein bitteres Lächeln auf seine Lippen, dass seine Augen nicht ganz erreichen konnte. "Die verdammte Magierin hatte biss und hätte mich vielleicht sogar gefährden können, wenn sie nicht auf ein lächerliches Spielzeug sondern auf eine richtige Waffe gesetzt hätte." erklärte er dem anderen und schlug die Augen nieder.
"Ich hätte den König verfolgen sollen Aurelius - aber ich habe ihn aus der Entfernung nicht erkannt. Ich habe nicht gewusst, dass er es war. Ich habe meinem Bauchgefühl gefolgt und nun wissen wir nicht mehr, als das sie es war die ihn hat entkommen lassen. Eine Magierin. Eine Verräterin, welche auch deine Schwester hinters Licht geführt hat. Ich hoffe noch einige Informaitonen aus ihr heraus pressen zu können, ehe sie auf dem Scheiterhaufen landet"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Fr Nov 14, 2014 10:43 pm

"Ob er jetzt hier stirbt oder von uns in dem Krieg mit Valencia hingerichtet wird, macht kaum einen Unterschied, Septim, und die Magierin wird ihre gerechte Strafe erhalten. Du hast dir nichts vorzuwerfen", lautete die Antwort, die Aurelius statt eines Vorwurfs von sich gab. Lucrezia würde ihrem Ende nur allzu bald entgegen blicken und angesichts jener Zeit, die ihm während der letzten Stunden gegeben worden war, hatte er zuweilen unzählige Möglichkeiten gefunden, wie er den Tod der Magierin so unangenehm wie nur irgendmöglich gestalten könne, ohne sie so rasch sterben zu lassen. Es waren eben solcherlei Angelegenheiten, die ihn ab und an an seinem Vorhaben, die Magier freier leben zu lassen, zweifeln ließen - jene Dinge, die eine leise Stimme seines Geistes auf den Plan rief, die ihn zur Vorsicht mahnte, ihm riet, diese Magier nicht zu pauschalisieren und in ihnen zuweilen nicht nur unschuldige Opfer der Gesellschaft zu sehen, sondern explizit auch eine mögliche Gefahr, die von ihnen ausging - insbesondere, wenn sie ihre Gabe aufgeben sollten, die ihnen doch im Grunde Macht verlieh. Lucrezia war ein Beispiel einer solchen Magierin - egoistisch und nicht im Geringsten dankbar für das, was dieses Land für sie getan hatte, dass sie mit ihrem Vorhaben doch so sehr gefährdet hatte Sie gehörte zu den unschuldigen Gesichtern, in deren Augen noch immer die Mordgier loderte, die von anderen falsch gesehen wurde, während andere wahrhaft Unschuldige unter ihrer Gier zu leiden hatten.
"Du solltest dir allerdings die Mühe sparen, etwas aus ihr herauszubringen. Sie wird betonen, wie sehr sie uns hasst für all das Leid, das ihr auf dem Weg hierher zugestoßen ist und wie sehr sie jeden von uns leiden sehen möchte. Sie weiß, dass der Tod auf sie wartet - selbst, wenn sie Mitverschwörer hätte, würde sie sie uns nicht Preis geben", fügte er lediglich hinzu und half Septim dabei, sich wieder aufzurichten. Knien würden noch andere vor ihm, seine Familie gehörte nicht dazu.
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Septim

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Fr Nov 14, 2014 10:54 pm

"Wir könnten mit einigen Seren arbeiten, welche ihre Zunge lockern. Sie mag uns nichts freiwillig mitgeben und wir können ihren Geist nicht durchsuchen, aber es gibt noch immer einige altmodische Methoden den Willen eines Menschen zu brechen. Irgendetwas steckt hinter all dem, alter Freund und ich will nicht erneut zu spät kommen" erklärte er und warf Aurelius einen besorgten Blick zu. Wenn er bedachte wie leichtsinnig er gewesen war den Forderungen des aurischen Kaiser-Königs nachzukommen und in seinem Zimmer zu bleiben. Wenn es Lucrezia Arentinus gelungen war den König von Valencia zu befreien, so wäre es ihr ein leichtes gewesen auch in Aurelius Nähe zu kommen. Was darauf hätte folgen können - er wollte nicht darüber nachdenken.
Er hätte ohne Aurelius keinen Sinn mehr in seinem Leben - was sollte die Hand ohne den Willen?
"Wir sollten von hier verschwinden"
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Gast
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Nov 18, 2014 5:34 pm

Er war kaum zu Atem gekommen, hatte sich kaum angezogen und kaum über das Revue passieren lassen was geschehen war, wenngleiche r auch tief in sich spürte, dass er eine Grenze überschritten hatte die er niemals hatte überschreiten wollen. Er fuhr sich noch einmal mit der Hand durch das dichte schwarze Haar, während er sich auf den Weg zu Aurelius machte. Die Anwesenheit des anderen schien bisher nur Probleme in seine Hallen gebracht zu haben. Er war noch immer angespannt, hatte in keinster Weise die Entspannung oder Erleichterung bekommen die er sich erhofft hatte und als er nun den Ballsaal betrat sah er schon das finstere Gesicht seines Verbündeten - wenngleich es auch fraglich blieb, wie lange diese Bezeichnung noch zutraf.
"Ich bin bereits von den Geschehnissen unterrichtet Aurelius" erklärte er, ehe der angesprochene etwas sagen konnte. "Sie wird ihren Kopf verlieren oder dir ausgeliefert werden, was immer dir beliebt - aber ich kann dir versichern das sie ebenso ohne meinen befhel handelte wie dein Jäger. Ich bin auch bereits Entschädigungen zu zahlen, wenn es das ist was du willst"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Nov 18, 2014 6:03 pm

Aikos Schritte waren bereits von Weitem zu hören und anhand der ungewohnten Festigkeit und Geschwindigkeit konnte Aurelius bereits abmessen, wie es um die Laune des jungen Königs bestellt war, welcher nur wenig später den großen Saal betreten hatte, in welchem Septim und er noch immer standen und in welchem sich inzwischen auch Gaius eingefunden hatte, nachdem der von einem der Ärzte des Landes versorgt worden war und um dessen Stimmung es wohl ebenso schlecht bestellt war, wie um seine eigene. Noch einmal legte er dem anderem eine Hand auf die Schulter und rief ihn damit noch einmal zur Ordnung, bat ihn um die notwendige Stille, die er gerade für dieses Gespräch mit dem König benötigte und als Aiko begann zu sprechen, hob Aurelius die Augenbrauen ein Stück weit empor, die Arme vor der Brust verschränkt während er auf das Ende der kurzen Rede wartete. Der Auri fasste sich zum ersten Mal seit er ihn kannte kurz und allein das rief beinahe soetwas wie Belustigung in ihm hervor, die nur wenig später wieder von den Ereignissen der letzten Stunden getrübt wurde.
"Ich dachte mir bereits, dass man Euch darüber unterrichtet hat, was geschehen ist, Aiko, denn sonst würdet Ihr in diesem Augenblick nicht hier stehen und das Gespräch mit mir suchen", war schließlich die erste Bemerkung, welche Aurelius mit gänzlich ruhiger Stimme tätigte, welcher noch einmal seinen Blick über den Kleineren wandern ließ und die verhärteten Züge in seinem Gesicht registrierte, das dunkle Funkeln in den beinahe schwarzen Augen, welches nur allzu deutlich davon sprach, dass er bereit war, sein Angebot, die Magierin köpfen zu lassen durchaus vorhatte umzusetzen. "Ich dachte mir aber ebenso bereits, dass wir in einem kommenden Krieg genug Ausgaben haben werden, als dass es nun noch sinnvoll erscheinen würde, einen Ausgleich von dir für die Verletzungen meiner Familie zu erwarten. Damit werde ich dir wohl am Ehesten entgegen kommen, ohne die Wirtschaft des Landes zu schädigen", führte er fort und schüttelte dann schließlich den Kopf, um wieder den roten Faden aufzunehmen, welcher sich bisweilen durch die halbe Nacht gezogen hatte.
"Allerdings bin ich durchaus daran interessiert, wie es geschehen konnte, dass besagte Magierin quer durch das gesamte Schloss kam, vorüber an den Wachen des Flügels und gemeinsam mit dem Valenci-König hat fliehen können, ohne aufgehalten zu werden und ohne dass Alarm geschlagen wurde."
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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Nov 18, 2014 6:24 pm

"Oh glaub mir Aurelius, das würde ich ebenfalls sehr gerne wissen antwortete Aiko prompt. "Und es wird dir entgegen kommen, dass ich nicht nur gewillt - nein - sondern gar wild entschlossen bin eben diesen Vorfall aufzuklären" erwiderte Aiko, welchem zwar die Belustigung in der Stimme des anderen aufgefallen war, was er jedoch geflissentlich ignorierte. Er hatte keine Lust mehr sich ein kindisches Machtspielchen oder gar einen Egovergleich mit dem anderen zu beginnen. Er wusste nicht warum, aber die Ereignisse der letzten Zeit hatten ihn irgendwie umdenken lassen.
"Ich befürchte, dass die Einzige Möglichkeit wie ihr all das gelingne konnte weitere Mitverschwörer sind. Sie war ob Adrianas Stellung recht beliebt im Schloss, war Lehrerin in unserer Akademie. Ich werde dafür sorgen, dass wir heraus finden wie ihr das gelungen ist. Und das jeder Mitverschwörer seine gerechte Strafe erhält. Ich bin nicht gewillt meine Sicherheit oder die meiner Gemahlin aufs Spiel zu setzen, indem ich es auf sich beruhen lasse." er schüttelte den Kopf. "Langsam bin ich kurz davor meine Freundlichkeit zu vergessen"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Ballsaal    Di Nov 18, 2014 6:48 pm

"Es wäre wohl weit besser gewesen, wenn du sie bereits zuvor hättest erlernen lassen, was auf ein solches Unterfangen als Strafe steht. Damit wäre dieser Zwischenfall wohl gar nicht erst geschehen", lautete Aurelius Antwort auf die letzten Worte des jungen Königs, welcher mit Grabesmiene vor ihm stand und ganz offensichtlich die Motivation an weiteren Gesprächen verloren zu haben schien, die es bislang noch gab und die sie nur aufgrund mangelnder Zeit nicht geführt hatten. "Lucrezia Arentinus wird von euren Wachen eingesperrt werden und ihr werdet Sorge dafür tragen, dass sie nicht erneut entkommt. Desweiteren werden Wachen ausgesandt um den flüchtigen König zu suchen und diesen ebenfalls wieder zurück zu bringen. Was die Verurteilung der Magierin anbelangt werden wir dafür Sorge tragen, dass nie wieder jemand auf einen solchen Gedanken kommen wird", führte er ruhig fort. Es war bedenklich, was in diesem Reich vor sich ging - bedenklich wie willkürlich die Untertanen hier umgingen und wie selbstverständlich es zu sein schien gegen den Willen des Königs und seiner Frau zu agieren, ohne dafür irgendwelche Konsequenzen in Kauf nehmen zu müssen und es stimmte Aurelius selbst nachdenklich, befürchtete er doch, dass eben jene Welle an Willkür und Selbstverständlichkeit auch nach Fyonara überschwappen und die Menschen dort verderben würde.
"Wir brechen in ein paar Stunden nach Valencia auf. Elijah Chamberlain wird uns begleiten und ich erwarte deine Truppen dort, sobald sich diese Krise geklärt hat und die Männer deinen Befehlen gehorchen", folgte es, während er in Begleitung von Septim und Gaius hinüber zur Tür trat. Sie waren wahrlich schon lang genug hier gewesen und noch mehr Zeit hier zu verbringen würde nichts mehr bringen außer seine eigenen Soldaten in Valencia mürbe zu machen. "Vergiss nicht, woran unser Frieden hängt, Aiko. Du wirst sie nicht mit Verdächtigungen in dieser Angelegenheit belangen."
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