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 Landschaft vor Feinster

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Der Erzähler
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BeitragThema: Landschaft vor Feinster   Mi Jul 09, 2014 10:10 pm

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BeitragThema: Re: Landschaft vor Feinster   Mi Jul 09, 2014 10:20 pm

Die Sonne schien am frühen Abend nur noch mit sanften Strahlen, welche wie lange feingliedrige Finger die Welt in ein sanftes Orange tauchten. Der Wind trug den Geruch von Apfelbäumen mit sich und die roten Mohnblumen wogen sich sacht im Wind zum Takt einer nur ihnen bekannten Musik.
In der ferne stellte ein Eichhörnchen die Ohren auf und die Schwingen eines Falken berührten die Wolken, als ein leises Rascheln die Veränderung der Wirklichkeit ankündigte. Mit einem sirrenden Geräusch, gleich einem Bogenschützen der seine tödliche Munition abfeuert erschienen Ileana und Aiko unter einem kleinen Baum inmitten des Mohnfeldes. Noch leise Funken von Licht schwebten um sie herum, verblassten jedoch schnell und vergingen. Sie beide hatten andere Gesicht angenommen und während Aiko sich noch einmal die Kleidung zurecht rückte schien Ileana damit beschäftigt zu sein ihr Gleichgewicht wieder zu finden. Aiko hielt sie an den Schultern fest um ihr einen Fixpunkt zu bieten. "Alles in Ordnung?" fragte er leise und lächelte. "Das ist ganz normal, jeder der das erste Mal so reißt hat Probleme sich zu orientieren. Ab jetzt reisen wir ja auch zu Fuß weiter..." er küsste sie sanft auf die Wange, richtete sich auf und sah sich zum ersten Mal um. "Hier ist es wunderschön" stellte er fest und besah staunend die Umgebung, die so gänzlich anders aussah wie die Landschaf die er kannte. Keine Reisfelder waren zu sehen, keine Bambuswälder. "Hier hast du deine Kindheit verbracht?"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Landschaft vor Feinster   Fr Jul 11, 2014 12:10 am

Zu Reisen war bislang stets damit bedeutend gewesen, Pferde zu nehmen, Kutschen oder die eigenen Füße aber in keinem einzigen Fall eine seltsame Kraft, die Ileana auch jetzt noch in sich selbst spürte und die sie immer wieder schaudern ließ. Magie mochte inzwischen etwas sein, an dessen Anwesenheit sie sich gewöhnt hatte, aber sie war noch immer gänzlich ohne diese Begabung aufgewachsen - sie kannte Geschichten von großen Magiern und berühmten Zauberern, die einst die Geschicke der Welt beeinflusst hatten, aber in ihrem Leben hatte es niemals Bestandteil gehabt, zumindest nicht bis die Drachenreiter zurückgekehrt waren und selbst jetzt noch ... Adriana, die ihre Hofzauberin war, wirkte Magie nur äußerst selten, die Reiter hatte sie kaum wirklich zu Gesicht bekommen und auch ihre Ahnin hatte niemals jene Gaben vor ihr gezeigt und so war Aiko der Einzige, der diese Gabe einsetzte, als habe er niemals etwas anderes getan und einmal mehr fielen ihr die riesigen Unterschiede zwischen ihrer beider Kulturen auf.
Als sie nun ihren Blick über das Umland Feinsters wandern ließ, fühlte es sich nicht so an, als würde sie an einen Ort zurückkehren, der früher einmal Heimat für sie gewesen war und an den sie sich während der letzten Monate immer wieder zurück gewünscht hatte. Jetzt, wo sie hier stand, fühlte sie sich wie eine Fremde im eigenen Land, als gehöre sie hier nicht mehr wirklich her und sie begann festzustellen, dass es nicht die Stadt war, die sich verändert hatte, sondern sie selbst. Sie war nicht mehr jenes einfache Bauernmädchen, das sie früher gewesen war und das unbeschwert durch die engen Gassen der Stadt hechten konnte, weil es einem Händler einen Apfel abgeluchst hatte - inzwischen war ihre Heimat Ilirea, das Schloss der weißen Stadt und ihre Räume dort und wehmütig dachte Ileana an die alte Zeit zurück, die sie einfach nicht wieder zurückholen konnte. Der kleine Welpe in ihren Armen begann leise zu fiepen und Ileana setzte Fenrir auf dem Boden ab, beobachtete den kleinen Wolf eine ganze Weile lang, wie er in dem roten Mohn umher sprang ehe sie sich wieder Aiko zuwandte.
"Ich bin nicht in einem Feld aufgewachsen, wenn du das meinst", lautete ihre erste Antwort, die sie auf seine Frage gewusst hatte und zuckte dann lediglich mit den Schultern ehe sie den ersten Schritt nach vorn setzte. Wahrscheinlich würde Sancha inzwischen die Kontrolle über die Stadt haben, gemeinsam mit ihrer Familie - ihrer eigenen Tante und Onkel, die sie noch niemals zu Gesicht bekommen hatte.
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BeitragThema: Re: Landschaft vor Feinster   Fr Jul 11, 2014 12:22 am

"Ich ähm" Aiko blinzelte verwirrt ob Ileanas schnippischer Aussage und die röte Schoss ihm ins Gesicht. "Ich habe nicht gemeint... also verzeih, dass ich.... nun ich meinte natürlich" er verstummte und sah zu Boden. "Verzeih, ich wollte dich nicht beleidigen. Und... selbst wenn du auf dem Feld aufgewachsen wärest - es ist das schönste Feld das ich jemals gesehen habe" erklärte er und fuhr sich über den nunmehr kräftigeren Bart, welcher ein leichtes Haselnussbraun inne hatte und das runde Gesicht des einfachen Mannes, dessen Gestalt er angenommen hatte noch weicher wirken ließ.
Er hatte sie nicht bestürzen wollen und war auf die Reaktion seiner zukünftigen Frau nicht vorbereitet gewesen, welche ihn nunmehr peinlich berührte. Er hatte nur die wunderschöne Landschaft loben wollen, doch scheinbar schien die Sprache seiner Liebsten trotz der Jahrelangen übung mehr Stolpersteine zu bieten als er bisher angenommen hatte
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Landschaft vor Feinster   Fr Jul 11, 2014 12:30 am

Leise lachend wandte sich Ileana um und trat zurück zu Aiko, griff nach seinen Händen und hielt selbige mit den ihren umschlossen. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass sie ihn damit dermaßen aus dem Konzept brachte, insbesondere nicht, wenn sie daran dachte, wie souverän er noch vor ein paar Tagen mit dem Abgesandten aus Solandra umgegangen war, welcher ihr ohne Zweifel weit mehr Sorgen bereitet hatte als ihm. "Es war nur ein Scherz", versuchte sie ihm zu erklären, in der Hoffnung, er würde begreifen, dass sie ihm seine Worte nicht zürnte und den Versuch durchaus verstanden hatte, etwas an der Landschaft zu loben, die weit anders aussehen mochte als jene, die er aus seiner eigenen Heimat kannte. "Ich weiß, was du mir sagen wolltest", fügte sie hinzu und lächelte noch einmal jugendlich ehe sie sich kurzerhand nach vorn streckte, um ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen zu hauchen bevor sie sich wieder herumdrehte. "Aber du solltest dich daran gewöhnen, dass die einfachen Menschen hier einen raueren Ton anschlagen. Höflichkeit wirst du in diesem Land nur am Hof finden und selbst dort ist sie größtenteils falsch", beendete sie ihre Worte und setzte die paar Schritte zurück.
Feinster ... sie war wirklich hier. Sie hatte es wirklich über sich gebracht alle Pflichten an einen anderen abzutreten, um sich ein klein wenig Zeit für sich selbst zu nehmen, in der sie selbst das Land kennen lernen durfte, indem sie geboren worden war und das sie trotz alledem doch gar nicht wirklich kannte. Die Luft trug den salzigen Duft der See mit, die die Stadt zu einer der Handelsstädte dieses Landes gemacht hatte - jene See, die Ileana so sehr geliebt hatte und in deren Umarmung sie viele Stunden verbracht hatte, und in Gedanken begann sie sich zu fragen, wie es wohl ihrem Ziehvater ging.
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BeitragThema: Re: Landschaft vor Feinster   Fr Jul 11, 2014 12:36 am

"Verzeih, ich wusste nicht das du scherzt" erklärte er noch, lächelte dann aber als Ileanas Kuss ihn auf den Mund traf. Er würde also keine Höflichkeit beim einfachen Volk finden? Das war eine seltsame offenbarung. Natürlich war auch bei ihm am Hofe alles anders als beim einfachen Volk, doch waren auch die Bauern eine höfliche Gesellschaft, welche wussten wie sie miteinander umgehen mussten um ein friedfertiges Miteinander zu garantieren.
Harmonie und Einklang war Aiko wichtig und wenngleich er auch gewusst hatte, dass er all dies nur in geringen Maßen hier zu finden hoffen durfte, so war es doch niederschmetternd zu erfahren das dies schon beim einfachen Volk anfing. Doch er hatte gesagt, dass sie sich mehr öffnen mussten und auch seine Königin und Gemahlin kam aus dem einfachen Volk - diese mussten also auch in der Lage sein mit die besten Menschen hervor zu bringen
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