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 Straßen von Feinster

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BeitragThema: Straßen von Feinster   Di Okt 15, 2013 11:59 pm

Die Straßen von Feinster sind breit um den Strom an Menschen auf fangen zu können. Da Feinster eine äußerst reiche Stadt ist, sind alle Straßen fein säuberlich gepflastert und es gibt nur wenige Gassen. Abseits der Hauptstraße, die ein mal durch die Stadt auf den Hafen zuführte, waren vor allem Menschen der Mittel und Oberschicht auf den Straßen.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Mi Okt 16, 2013 8:44 pm

Obwohl rechts und links des Tores Wachen postiert waren, beachteten sie Akkina mit ihrem Hengst nicht obwohl sie nicht gerade gewöhnlich wirkte. Manche Leute wichen ihr aus, musterten sie schief von der Seite, aber nicht nur wegen dem Umhang, der jegliche Gesichtszüge von ihr verhüllte, sondern auch wegen dem aufrechten Gang und zu einem großen Teil auch wegen Masaru. Der Rappe war prächtig. Ein edler Kopf mit kleinen spitzen Ohren, die Nüstern gebläht und ein wohl definierter und dennoch sehr schlanker Körper. Seine kleinen harten Hufe verursachten ein stetes Geräusch auf den säuberlich gepflasterten Straßen der Stadt. Interessiert beobachtete der Hengst die Menschen um ihn herum, aber besonderes Augenmerk legte er natürlich auf sein Artgenossen, nicht recht anders war es bei Akkina. Obwohl es so wirkte als könne sie unter ihrem Umhang nichts mehr erkennen, sah sie weit aus mehr. Jedes kleine Detail der Stadt, des Straßenverlaufs und der wenigen Abzweigungen prägte sich die junge Frau ein und hielt Ausschau nach einer passenden Unterkunft. Sie hasste es wirklich in so voll gestopften Städten zu übernachten, am liebsten war ihr die Ruhe ihres Zuhauses oder eben die Natur, da aber beides im Moment nicht zugegen war, musste sie sich wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden, dass ihr keine andere Wahl bliebe. Diese Stadt war fast akribisch sauber und überall standen oder patroullierten Wachen, immer nur zu zweit oder dritt und dennoch war dies eine Tatsache, die Verwunderung und Argwohn in Akkina hervor rief. In ihrem Kopf ging sie immer wieder die Zeilen ihres Meisters durch und schüttelte dann kaum merklich den Kopf als ich in den Sinn kam, dass er ihr einmal erzählt hatte, dass es hier einen guten Gasthof geben würde. Doch leider wollte ihr der Name nicht mehr einfallen.
Akkina fuhr herum als Masaru zur Seite wich und seine Ohren eng an den Kopf anlegte und kurz davor war, nach einer Katze zu schnappen die es gewagt hatte, ihm zu nahe zu kommen. Missbilligend schnalzte sie mit der Zunge und zupfte etwas an den Zügeln und wiederwillig und doch folgsam fügte sich der Hengst und setzte sich langsam wieder in Bewegung, aus den Augenwinkeln beobachtete er weiterhin dieses dreiste Katzenvieh. Ihre Schritte führten Akkina ein Stück weit in die Stadt Feinster hinein und prüfend blickte sie zum Himmel, doch die Sonne würde noch einige Zeit diesen erhellen und sie hätte noch lange genug Zeit ehe die Nacht herein brach. Schon fast war sie wieder entnervt, denn niemand der Leute um sie herum wirkte so als könne er ihr weiterhelfen. Doch als in das Blickfeld der jungen Frau ein größerer Platz kam, auf dem sich einige Stände drängten und durch die Luft die Rufe der Händler schallten, hellte sich ihre Miene auf. Etwas zog sie das Tempo an und Masaru hatte auf einmal gar nicht mehr so viel Zeit sich um zusehen sondern war mehr darauf konzentriert, seiner Besitzerin zu folgen. Bei den Ständen angekommen verlangsamte Akkina ihr Tempo und betrachtete die Waren eines Händlers, ehe sie sich an den etwa 40 Jahre alten Mann wandte, die Zeit hatte spuren in seinem Gesicht hinterlassen und auch solche, die man nicht durch 40 Jahre Wohlstand erhielt. "Entschuldigt... Könntet ihr mir vielleicht sagen, wo ich hier ein gutes Gasthaus finde, welches einen Stall anbei hat? Und wenn ihr gerade dabei seit... Wärt ihr so freundlich und könntet einer Reisenden etwas über diese Stadt und ihre Herrscher erzählen? Nur wenn es euch nichts ausmacht." Während Akkina gesprochen hatte, hatte sie langsam ihre Kapuze zurück geschoben und ihr Gesicht offenbart, denn schon früh hatte sie bemerkt, dass Menschen verhüllten Gestalten nicht gerade Offenheit entgegenbrachten und gleichzeitig hatte sich ein bezauberndes Lächeln auf ihre Lippen gezaubert. Es war nicht unbedingt ernst gemeint und dennoch, man kannte es ihr nicht an. Sie war eine recht gute Schauspielerin.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Do Okt 17, 2013 4:06 pm

Der Händler hinter seinem Stand, hatte gerade versucht möglichst geschäftig und fachmännisch zu wirken, so wie immer wenn keiner seine Gläser kaufen wollte. Er hatte also eines seiner Kristallgläser gegen das Sonnenlicht gehalten, als Akkina ihn aus heiterm Himmel ansprach. Er schreckte derart zusammen, dass ihm beinahe das Glas aus der Hand gefallen wäre um am Boden in tausend kleine Splitter zu zerspringen. Jerome konnte es gerade noch auffangen und plazierte es sogleich wieder auf dem Tisch vor sich. Gelangweilt wandt er sich dann an Akkina. Sie war offensichtlich nicht daran interessiert hier etwas zu kaufen darum tat er gar nicht erst so als wäre sie ihm nicht vollkommen egal.
Er seufzte und musterte die Frau vor seinem Stand aufmerksam von Kopf bis Fuß. Sie trug ungewöhnliche Kleider, war jedoch eine sehr schöne Frau, mit einem gerade zu absurd langen Zopf. "Nun, es gibt hier einige sehr gute Gasthäuser, es kommt eben darauf an, wie viel ihr zu zaheln bereit seit.", sagte Jerome und grübelte für einen Moment darüber nach. "Also die schlafende Blume, direkt am Chateau LaFleur, ist wohl das beste und teuerste Gasthaus der ganzen Stadt. Die schüchterne Tulpe ist angemessen und sehr günstig. Allerdings... Gute Frau, das ist wirklich die aller beste Ware, besseres Glas... ach verdammt.", Jerom hatte seine eigentlichen Erklärungen einfach unterbrochen, als ein möglicher Kunde an seinem Stand vorbei gegangen war. Zu seinem Pech hatte war er nicht stehen geblieben. Das liegt vermutlich an dem verfluchten Pferd dieses Mädchens! "Wo war ich? Ach ja; Am Hafen sind allerdings auch viele Hafenarbeiter und Seemänner, die teilweise seit Wochen keine Frau mehr gesehen haben. Es ist also ein wenig gefährlich. Zu guter letzt wäre da noch die schwarze Rose im Süden der Stadt. Es ist eine dunkle Gegend, doch das Gasthaus ist das billigste... in allen Belangen.", erklärte Jerome.
Wieder entwich ihm ein Seuftzer, als zwei weitere mögliche Kunden einfach an seinem Stand vorbei gingen. Was haben die Leute heute bloß gegen Gläser!?, dachte sich Jerome und lächelte als ihm ein Gedanke kam. "Nun... zu den Fürsten fällt mir gerade überhaupt nichts ein. Das ich heute noch überhaupt nichts verkaufen konnte, lastet einfach zu schwer auf meinem Gedächtnis. Ach wenn mir doch nur jemand ein paar meiner Gläser abkaufen würde!", jammerte der Händler, offensichtlich gespielt und warf Akkina noch einen verstohlenen Blick zu.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Do Okt 17, 2013 9:22 pm

Innerlich musste ich schmunzeln, nur mit ein klein bisschen Schadensfreude beobachtete ich wie der Händler bei meinen Worten zusammenzuckte und das Glas, welches er noch kurz davor fast liebevoll von einer Hand in die andere hatte wandern lassen, ihm fast zu Boden fiel. Doch schnell glättete ich meine Gesichtszüge und löschte auch so jeden Beweis über meine Belustigung aus, bevor der werte Herr mir gegenüber davon Wind bekommen könnte. Fast konnte ich sehen wie ihm ein Stein vom Herzen fiel als er sein Schätzchen vorsichtig und noch in einem Stück auf den Stand stellte und dann seinen Blick zu mir anhob. Für einen Moment blieb der freundliche Gesichtsausdruck noch erhalten, dann veränderte sich dieser in eine eher monotone Maske von Desinteresse. Was solls... Sein musternder Blick lies wohl kein gutes Haar mehr an mir, doch das juckte mich so wenig als würde ich eine betrunkene Wache in einem Wirtshaus antreffen. Ein zu häufiges Bild was ich in den letzten Wochen ertragen musste. Die Stimme des Mannes war nicht rau, doch konnte man sie nun auch nicht als wohlklingend bezeichnen und die Art wie er die Lippen bewegte erinnerte mich an einen Fisch. Fast wäre mir entgangen, dass meine Aufmerksamkeit geschwunden war und ich fast desinteressiert eines der Gläser betrachtet hatte. Die Stimme die an mein Ohr drang und eindeutig auf meine Frage antwortete, riss mich dann doch wieder in die Gegenwart. Sofort musste ich mir den Impuls unterdrücken die Augen zu verdrehen. Was für eine höchst intelligente Antwort... Als ob ich nicht selbst wüsste, dass der Preis entscheidend ist. Der Atem meines Hengstes prickelte in meinem Nacken und kurz drehte ich leicht meinen Kopf um zu sehen was Masaru denn so interessierte. Doch da es anscheinend nichts aufregendes war, was mich auch hätte interessieren können, wandte ich mich dem immer noch redenden Mann wieder zu. Leicht räusperte ich mich als die potenziellen Kunden einfach an ihm vorbei liefen, entweder aus dem Grund, weil ich oder besser gesagt, Masaru hier stand oder weil sie eben einfach kein Interesse an Gläsern hatten. "Keine Sorge, um mein Wohlergehen braucht ihr euch keine Gedanken machen." Tat ich einfach ab und nickte abermals bei der Vorstellung des letzten und wohl auch schmuddligsten Gasthaus. Der Blick, den der Händler seinen verlorenen Kunden schenkte, war ja schon fast herzzerreißend, wenn aber auch belustigend. Als er auf einmal seine Taktik änderte, fasste ich den mittel alten Mann wieder genauer ins Auge, musterte genau seine Gesichtszüge und beugte mich dann langsam nach vorne, stütze meine Hände auf dem Stand auf und setzte dann zu einer Entgegnung an. "Und woher soll ich wissen, dass es wirklich an eurem schlecht laufenden Geschäftig liegt und nicht nur daran, dass ihr wirklich nichts wisst?" Ein Stückchen weit legte ich meinen Kopf schief, der Zopf fiel über meine Schulter und nun bohrte sich mein Blick fast in den des Mannes, obwohl ich immer noch nicht unfreundlich wirkte, ein leichtes Lächeln umspielte immer noch meine Lippen, doch ein zusätzlicher Ausdruck war in meine Augen getreten.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Do Okt 17, 2013 10:20 pm

Jerome lächelte. "Du bist klüger als du aussiehst!", bemerkte er halb anerkennend, halb traurig. Nun war er um einen kleinen Verdienst gebracht worden. Er wollte das Mädchen nicht über den Tisch ziehen. Alles was er wusste konnte sie von jedem anderen auf dem Markt ebenso gut erfahren. Er seufzte und sah auf seine Gläser. In Feinster gab es einfach zu viele Glasbläser! In der Stadt selbst wollte sie keiner mehr haben, weil es sie gab wie Sand am Meer und die Preise verfielen zusehns, doch er hatte auch nicht das Geld um mit dem Export der Gläser Geld zu machen, also blieb ihm nichts anderes übrig, als zu hoffen dass jemand mal eines seiner Gläser kaputt machte, damit er es kaufen musste. Er zwang ein schwaches Lächeln auf seine fischig schmierigen Lippen.
"Also gut Mädchen, ich sag dir was ich weiß. Der Fürst der Stadt ist Tristán LaFleur und er ist verheiratet mit Vivianne LaFleur, einer geboren Xeldaric wie es heißt. Sie verlassen das Schloss nur selten und die Stadt noch seltener. Beide haben ständige Angst vor Attentaten und unvorhergesehenen Angriffen.", begann der Händler zu erklären. "Sie haben drei Kinder... ich weiß aber nicht mehr wie sie heißen. Was Diplomatie angeht, nimmt Tristán alles selbst in die Hand, doch Krieg lässt er von seinem Bruder Robert führen, einem wahren Schwerenöter. Was der so für Frauen hatte sag ich dir!", schwärmte Jerome und leckte sich über die Lippen, während ein lüsternes Funkeln in seine blassen Augen trat. Dann schüttelte er den Kopf und die Vorstellungen waren verschwunden. "Was noch interessant wäre ist... der Fürst hat eine Allianz mit Belatona geschlossen und allen gesagt, zur Verteidigung und des Friedens willen. Doch das glaube ich nicht. Es werden immer mehr Soldaten angeworben und die werden ständig trainiert! Sie rüsten für einen Krieg da bin ich mir sicher!", flüsterte Jerome am Ende, als würde er über eine höchst geheime Verschwörung sprechen.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Do Okt 17, 2013 10:35 pm

Immer noch stütze ich mich auf dem Stand ab, die Zügeln von Masaru lagen immer noch in meiner rechten Hand und der Hengst hatte sich Seite treten müssen um nicht von einer Kutsche angefahren zu werden. Aber natürlich interessierte sich der werte Herr nur für die davor angespannte Stute. Männer... Ein Wort und doch spiegelte es so viel wieder. Bei den Worten des Händlers huschte kurz ein echtes Lächeln über meine Lippen, doch in meinem Unterton lag eine Stimmlage, die man fast als etwas herausfordernd werden konnte und dennoch erwartete ich keine Antwort auf meine Frage die ich nun stellte. "Ach? Sehe ich denn etwa so aus als wäre ich beschränkt?" Doch mit einem Kopfschüttelnd tat ich das Thema ab und beließ es einfach dabei. Wieder könnte ich mir das eine Wort von zuvor denken und ich tat es auch, doch mein Augenmerk blieb weiterhin auf dem Händler. Er betrachtete für einen Moment trübselig seine Gläser ehe er wieder aufblickte und ein leichtes Lächeln auf seine Lippen zwang. Als er dann endlich begann zu sprechen, hörte ich genau zu, prägte mir die Informationen ein und überlegte bereits im Hinterkopf wie ich das erreichen sollte, was mir mein Meister aufgetragen hatte. Dafür, dass es meine erste Mission war, die ich alleine außerhalb von Surda erledigen sollte, war sie nicht gerade einfach... Meine Augenbraue wanderte nach oben als der Händler vom Thema abwich, auf die ach so tollen Frauen dieses Adligen zu sprechen kam. Angewidert trommelte ich mit meinen Fingern auf das Holz unter diesen, lies mir aber weiterhin nichts anmerken. Die reine Vorstellung... Ein Schauer lief über meinen Rücken und so war ich heil froh als er endlich weiter sprach, seine Stimme senkte und mir seine Informationen so verkaufte, als seinen sie absolut geheim. Diese Tatsache - nein, nicht die, dass er geheimnisvoller wurde - brachte mich dazu, dass ich doch noch weiter nachhackte. "Und..." Kurz hielt ich inne und ging einfach auf das Spiel dieses Mannes ein und senkte ebenfalls die Stimme, ich konnte mir gut vorstellen, dass ihm dieses Heimliche gefiel. Wie auch immer. Dennoch übertrieb ich bei weitem nicht so wie der Händler. "für welchen Krieg?" Ich stellte mich einfach mal dumm um zu erfahren, was so in diesem Kopf meines Gegenüber vor ging oder wie die allgemeine Wissenslage hier Zulande war.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Fr Okt 18, 2013 8:15 pm

Jerom lachte auf, dann lachte er lauter auf und dann brach er in schallendes Gelächter aus. "Du... du... das meinst du doch wohl nicht...", begann er lachend, doch als er Akkinas ernsten Gesichtsausdruck sah, versteinerte sich seine Miene und das Lächeln wich einem schockierten Gesichtsausdruck. Sie schien tatsächlich nicht zu wissen von welchem Krieg er sprach. Doch wie konnte sie es nicht wissen. Selbst der ärmste Bauer in der einsamten Einöde fürchtete sich doch vor dem nahenden Krieg. Doch sie war viel zu gut gekleidet für ein Bauernmädchen, wie konnte sie es nicht wissen?! Vielleicht war sie einfach nicht an Klatsch interessiert, dachte Jerome und wäre beinahe wieder in Gelächter ausgebrochen. Der Gedanke eine Frau würde sich nicht für anderer Leute Belange interessieren war einfach zu absurd, als dass es wahr sein konnte. Daraüber hinaus, war er auch nicht an Klatsch interessiert und wusste dennoch bescheid. Also warum wusste sie es nicht? Wollte sie ihn vielleicht bei jemandem denunzieren? Aber was sollte es ihr bringen, kein Fürst würde dafür zahlen, geschweige denn ihm etwas tun.
"Du meinst es ernst, du weißt tatsächlich nicht von welchem Krieg ich spreche.", sagte Jerome noch einmal laut, als wüsste er erst dann wirklich was vor sich ging. Er räusperte sich und schmatzte mit seinen schmierigen Fischlippen. "Na gut, also... also... Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wie ich anfangen soll.", erklärte der Händler sein Stottern und kratzte sich am Kopf. "Ich hätte nicht erwartet jemandem erklären zu müssen, um welchen Krieg es geht. Ich denke... Also die Velaryons sind mehr oder weniger die mächtigste Adelsfamilie unter den Fürsten. Sie haben Geld, Einfluss, Freunde und Soldaten. Katherine Valeryon ist Fürstin von Ceunon und ihr Bruder Ryan Fürst von Teirm. Das ist ihnen aber nicht genug wie jed- wie fast jeder weiß. Dras-Leona und Gil`ead waren auch mal durch eine Ehe lose verbunden worden, doch... also irgendwie haben die sich in die Haare bekommen und jetzt sind sie Feinde. Ilirea wird von Fürstin Hemióne geführt, einer Elfe." Und noch dazu einer Frau, genau wie Kathrine!, dachte der Händler hütete sich jedoch davor es vor Akkina laut auszusprechen. "Sie und die Valeryons hassen sich abgrundtief und zu guter letzte, scheinen die Fürsten von Belatona und Feinster inzwischen auch höhere Ambitionen zu haben. Aber welcher Fürst will nicht immer mehr Land und Geld? Die Lage hat sich in den letzten Jahren immer weiter zu gespitzt und inzwischen kann ein Krieg jeden Tag ausbrechen.", erklärte Jerome und seufzte einmal erleichtert.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Sa Okt 19, 2013 10:15 pm

Zuerst blieb meine Miene unverändert als der Mann vor mir zu lachen begann, doch nachdem sich dieses immer weiter steigerte und sich schon einige Leute umsahen, warum hier jemand wie ein Verrückter lachte, runzelte sich meine Stirn. Das Lächeln verschwand von meinen Lippen, hinterließ eine nichtssagende Miene. Doch in meinen Augen funkelte der Ärger, zwar war ich eine gute Schauspielerin, doch wenn sich jemand über mich lustig machte... Das brachte mich auf die Palme.
Langsam richtete ich mich wieder auf, löste meine Hände vom Stand des Händlers und drückte meinen Rücken durch, gewann meine Haltung wieder. Erst nach und nach wurde mir bewusst, dass es wirklich so absurd sein musste, dass ich diese Frage gestellt hatte, dass es wert war zu lachen und dennoch... Meister, hättest du mir nicht mehr von diesen Leuten hier erzählen können? Musst du mich ins kalte Wasser werfen?! Es kostete mich Überwindung meine Fäuste nicht zu ballen und als endlich das schallende Gelächter verstummte, nur noch ein dumpfer Nachhall in meinem Kopf mich daran erinnerte, beruhigte sich mein Gemüt wieder etwas. Der Ausdruck in den Augen des Händlers eröffnete mir viel über seine Gedankengänge und letztendlich bestätigte mir sein Satz, dass ich eine absolute dumme Frage gestellt hatte, die sonst hier jeder beantworten könnte, wo jeder die Hintergrundinformationen besaß... Naja, zumindest um was es ging.

Dennoch antwortete ich auf seine Frage nicht, es war ja offensichtlich, dass ich keine Ahnung hatte um welchen Krieg es sich hier genau handelte. Nun lenkte er doch ein und räusperte sich, bevor er anfing zu sprechen. In einer flüssigen Bewegung verschränkte ich meine Arme vor der Brust und man sah mir deutlich an, dass diese Reaktion des Mannes mich dazu gebracht hatte kälter zu werden und im Allgemeinen war meine Haltung abweisender geworden, dennoch hörte ich aufmerksam zu und versuchte das Ausmaß zu erfassen, was hier vor sich ging. Für Leute mochte das Tratsch sein, eine entfernte Wahrheit, ein gutes Geschäft oder sonst etwas... Doch die wenigsten verstanden wirklich, was ein Krieger bedeutete.

Als mein Gegenüber geendet hatte und erleichtert seufzte, sei es nun aus dem Grund, dass eine Unwissende endlich belehrt war oder aus einem anderen Grund, hüllte ich mich erstmal in Schweigen. Es verstrichen einige Sekunden ehe ich überhaupt reagierte, mein Blick, der wieder einmal vom Stand in die Menschenmassen hinter mir gewandert war, richtete sich wieder auf den Glasbläser. "Verstehe.  Machtgier, Hass und Ränke. Danke für die Informationen." Entgegnete ich nun auf einmal wortkarg, denn ich Gedanken war ich schon wieder ganz wo anders. In meinen Gedanken überdachte ich meine Vorgehensweise und stellte fest, dass ich handfesteres benötigte als diese vagen Informationen von der Straße. Und wer sollte mir das geben können? Die Adelsfamilie von Feinster. Ich wandte mich bereits zum Gehen als ich nochmal inne hielt und meinen Oberkörper in Richtung des Händlers drehte. Eine Strähne hing mir ins Gesicht und umrahmte meine markanten und doch abgerundeten Gesichtszüge. Meine Hand glitt in eine Tasche und hervor zog ich einen kleinen Stein, in etwa so groß wie das Vorderteil eines Löffels. Er war dunkel, besser gesagt schwarz und glänzte im Sonnenlicht. Mit einer Bewegung warf ich ihn dem Mann zu. "Hier. Verkauf ihn an Magiekundige, Drachenreiter oder Elfen und du wirst einen hohen Preis erzielen." Es war egal, was das für ein Stein war, das hatte diesen Mann nicht zu interessieren. Er würde sowieso den Sinn dahinter nicht verstehen und ich war froh, dass ich das Teil los war. Damit sollte man sich nämlich nicht von den falschen Leuten erwischen lassen.

"Oder schmelzt ihn und stellt daraus Glas her, dass man als Schwert verwenden kann, so widerstandsfähig wird es sein." Mir war es egal ob er mir glauben würde oder nicht, was er mit dem Stein machen würde oder nicht... Sein Problem. Ohne ein weiteres Wort drehte ich mich herum und setzte mich in Bewegung. Meine Schritte waren geschmeidig und obwohl es niemanden auffallen würde in diesem Gedränge, verursachten sie kein Geräusch. Masaru folgte mir und die Sonne stand tief am Himmel, kündigte die nahende Nacht an und warf über die Stadt ein dunkeloranges Licht.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   So Okt 20, 2013 5:02 am

Bloß drei Straßen von Akkina entfernt, ratterte ein edles Vierergespanner die gepflasterte Staße entlang, begleitet von einer Entourag von zehn Rittern mit blauen Umhängen, jeweils fünf vor und fünf hinter der Kutsche. Direkt neben dem Wagen ritten Tristán und Robert LaFleur, gekleidet in besonders teure und exzellent verarbeitete Stoffe. Robert trug darüber eine polierte und leichte Rüstung aus wenigen Teilen, die lediglich das wichtigste schützte. Sie unterhielten sich über die Armee und den nahenden Krieg, während in der Kutsch, gelangweilt auf ihrem Arm gestützt, Akkinas Begehren saß: Vivianne LaFleur-Xeldaric. Ermüdet und entnervt sah sie auf die Straße hinaus, die im Schatten einer Häuserwand lag. Immer wieder blickte sie zu Tristan und Robert auf, die sie überhaupt nicht beachteten, ja sie sogar zu irgnorieren schienen. Fast sechs Stunden hatte sie auf der Feier eines Geldgebers ihreres Mannes die gute Ehefrau gespielt. Sie hatte stets gelächelt, war höflich, hatte sich für ihren Ehemann ausgesprochen und hatte stets getan was von ihr verlangt worden war.
Es gab kaum etwas schlimmeres für sie. Immer nur still da sitzen und nicht für einen Moment tun dürfen was sie wollte. So war es schon immer gewesen, doch sie hatte nie das Gefühl dass sie sich an das Verhalten der gehorsamen und gefügigen Ehefrau gewöhnen konnte. Es war als würde sie versuchen in ein Kleid zu passen, dass nicht das ihre war; Nirgendwo saß es richtig, doch sie schaffte es hinein. Mit einem seuftzer wandt sie sich vom Fenster ab und warf sich auf die gepolsterte Bank. Ihre Augen folgten der Holzmaserung an der Decke des Wagens und mir ihren schlanken Fingern fuhr sie immer wieder über den Bezug der Kissen. Vivianne hatte dunkel braunes Haar, helle graue Augen und ein zartes Gesicht. Sie hatte wundervolle Augen, eine kleine Nase und ihre Lippen hatten einen aufreizenden Schwung. Sie wäre so viel lieber zu hause geblieben! Und noch viel lieber auf Reise! Sie hatte etwas erleben wollen, doch nie die Möglichkeit dazu.
Sie konnte nicht ahnen, dass ein einschneidendes Erlebnis vor ihrer Tür stand.
Mit einem Ruck kam die Kutsche zum stehen und zunächst hoffte Vivianne sie seinen im Schloss angekommen. Doch dann hörte sie schnelles Hufgetrappel, Rufe und das schaben von gezogenen Schwertern. Erschrocken richtete die junge Fürstin sich plötzlich auf und sah aus dem Fenster. Sie konnte nichts sehen. Sie lehnte sich so weit hinaus, wie sie nur konnte, richtete sich am Ende sogar auf und hielt sich am Dach fest. Da nun konnte sie das Hinterteil eines Rappen sehen. Sie wandt sich an Robert und Tristán, din inzwischen in gedämpften Ton miteinander sprachen. "Was ist davorn los? Was ist passiert?", fragte sie mit ihrer zarten Stimme, die so sehr zu ihrem zierlichen Körper passte, dass es schon fast lächerlich war. Tristán sah zu ihr herüber und in seinen smaragdgrünen Augen funkelte Ärger. "Ein Mädchen und ihr Pferd sind vor den Wagen gekommen und Robert meint, sie könnte es auf uns abgesehen haben. Und nun setz dich gefälligst wieder hin!", fuhr er sie an und verzog seine schmalen Lippen erbost. Tristán war kein hässlicher Mann, besonders seine Augen stachen hervor. Doch Robert war ein weitaus stattlicherer Mann.
Vivianna setzte sich gehorsam und sagte stolz: "Ich wünsche, dass dieses Mädchen nicht wie eine Mörderin behandelt wird, sondern hier zu mir ans Fenster kommt! Vermutlich ist sie bloß einem anderen Wagen ausgewichen!". Mit verschränkten Armen sah sie zu Tristán auf und der wusste nun; sie würde nicht einknicken. Er gab einem der Ritter also mit eienr Handbewegung zu verstehen, dass er Akkina an den Wagen bringen sollte. Vivianne richtete ihr Haar und setzte sich vollkommen aufrecht hin, während ein sanftes Lächeln auf ihren Lippen erschien. Kurz darauf tauchte das brünette Mädchen an ihrem Fenster auf, die Zügel ihres Rappen weiterhin in der Hand. "Wie heißt du, wenn ich fragen darf?", war Viviannes erste Frage.

ot: Welch zufall dass sie ausgerechnet vor ihre Kutsche gerät... ich dachte das wäre ganz sinnvoll Smile Ich hoffe übrigens ich habe dir jetzt nicht zu viel vorweg genommen.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   So Okt 20, 2013 2:07 pm

ot: Was für ein Zufall xD Aber ja, es ist echt sinnvoll^^ Danke für den Einfall Smile Gefällt mir und nein, du hast nicht zu viel vorneweg genommen^^ Passt so.

Langsam versank die Sonne hinter den Hausdächern von Feinster, die Schatten in den Straßen wurden länger und der Menschenstrom nahm zunehmend ab. Zwar waren immer noch sehr viele Menschen auf den gepflasterten Straßen unterwegs, doch bei weitem stellte das kein so großes Problem wie noch vor ein oder zwei Stunden dar. Masaru ging mittlerweile neben mir, auf Schulterhöhe und lies seinen Kopf halb entspannt etwas absinken, berührte immer wieder mit seinen Nüstern meine Hand in der ich die Zügel hielt, blieb aber stets an meiner Seite und lies sich nicht mehr so leicht von den verschiedenen Reizen in unserer Umgebung ablenken. Mittlerweile hatte ich eine ältere Frau mit einem Einkaufskorb nach dem Weg zu einem mittelmäßigen Gasthaus gefragt und folgte nun der breiten Straße, auf die sie mich verwiesen hatte. Da die Wegbeschreibung recht einfach gewesen war - 'Immer gerade aus.' - machte ich mir keine Sorgen, dass ich mein Ziel verpassen würde und so grübelte ich weiterhin über mein Ziel nach. Wie um alles in der Welt soll ich das denn anstellen?! Egal wie ich es drehte oder wendete, ich wollte keine schnelle und einfache Lösung finden. Alles war mir in den Sinn kam war unglaublich Zeitaufwendig und das Ergebnis war sehr fragwürdig...

So in Gedanken, dass ich mehr blindlings durch die Straßen ging, bemerkte ich den Zug vor mir nicht. Erst als ich aufgeregte und bellende Stimmen vernahm und Masaru erschrocken zurück wich, riss ich meinen Blick in die Höhe und wäre fast noch in einige bewaffnete und berittene Wachen gelaufen. Unwillkürlich prallte ich zurück und sofort waren all meine Sinne auf die aufgebrachten Männer vor mir gerichtet. Die Reiter beschützten eine Kutsche, neben dir noch zwei einzelne Reiter auf ihren edlen Rössern saßen. Die beiden Männer waren in feinen Stoff gehüllt und wirkten wohlhabend. Der eine war schmächtiger, besaß aber auffällige Augen die bestimmt dazu in der Lage waren, einem glauben zu lassen, er könne in deine Seele blickten und der Andere... Gut, der wirkte wie ein Krieger. Die Reiter scherten etwas aus, zogen ihre Schwerter und ehe ich mich versah waren diese auf mich gerichtet.

Meine Hand ballte sich fester um die Zügel von Masaru und ich wich einen Schritt zurück um etwas mehr Freiraum zu bekommen, wurde darauf hin aber sofort von einem der Männer angeblafft, ich solle mich nicht bewegen wenn mir mein Leben lieb sei. So verharrte ich und dachte fieberhaft darüber nach, in was für eine Situation ich hier wohl geraten war. Doch nun änderte sich etwas. Einer der beiden gut gekleideten Männer gab ein Zeichen. Die Leibgarde - oder so etwas in der Art - warf sich kurz einen Blick zu, dann bedeuteten sie mir mit ihren Schwertern, ich solle zu diesen Reitern gehen. Kein Wort war bis jetzt über meine Lippen gekommen, doch das schien sie nicht sonderlich zu stören und so setzte ich mich mit angespannten Muskeln in Bewegung, der Rücken angespannt und der Blick wachsam. Doch es waren nicht die beiden auffälligen Männer die mich hier her bestellt hatten, denn diese betrachteten mich zwar eingehend, machte aber keinen Anschein als wollten sie vorerst zu mir etwas sagen, statt dessen war die Person in der Kutsche diejenige, die mich her beordert hatte.

Mein Blick viel auf eine junge Frau, ihre Gesichtszüge waren fein geschnitten, edel und weiblich. Ihre Augen wirkten intelligent und so als können sie einem Mann recht schnell den Kopf verdrehen. Auch die Frau war in feine Kleider gehüllt und langsam dämmerte es mir, wen ich vor mir hatte. Sollte sich meine Zwickmühle so schnell lösen? Sollte das Schicksal wirklich einmal auf meine Seite geschlagen haben?! Sieht so aus. Eine weiche Stimme, die wirklich absolut zu der wunderschönen Frau passte, fragte mich nach meinem Namen und ein freundliches Lächeln lag auf den wohl definierten Lippen, im Gegensatz zu den Gesichtern der Männer. Diese wirkten unfreundlich und angespannt. Doch da mein Gegenüber anscheinend in der Lage war, dass diese ihre Klappe hielten, warf ich den Herren der Schöpfung nur einen flüchtigen Blick zu, ehe ich meine volle Aufmerksamkeit auf die Dame in der Kutsche richtete.

Leicht deutete ich ein grüßendes Nicken an und brachte ein perfektes verunsichertes Lächeln auf meine Lippen. "Natürlich dürft ihr fragen. Mein Name lautet Akkina, Herrin." Oh Gott, wie ich diese Anreden hasse... Doch von meiner Abneigung den Gesprächsregeln gegenüber lies ich mir nichts an kennen und fuhr dann fort. "Es tut mir wirklich leid, dass ich euren Wächtern Grund zur Aufregung gegeben habe und euch Unannehmlichkeiten bereitet habe, ich war in Gedanken und habe eure Kutsche nicht gesehen. Verzeiht meine Achtlosigkeit." Die Worte kamen flüssig und in einem freundlichen Tonfall über meine Lippen, in meinem Inneren musste ich die Zähne zusammen beißen, so offensichtlich die folgsame Bürgerin zu spielen, doch ich schaffte es in meiner Rolle zu spielen. Kurz drehte ich mich und deutete ebenfalls eine leichte Verneigung gegenüber den beiden Reitern an, die sich in den Gesichtszügen her recht ähnlich sahen und lenkte mein Wort auch an sie. "Auch bei euch entschuldige ich mich aufrichtig." Doch mehr sagte ich nicht. Wartete einen kurzen Augenblick, dann wandte ich mich wieder der Frau zu. "Es lag wirklich nicht in meiner Absicht euch aufzuhalten... Ich bin hier nur auf der Durchreise und versuche gerade eine Unterkunft zu finden." Klärte ich mein Gegenüber kurz über meine Lage auf, dann schloss ich meinen Mund und wartete höflich auf eine Reaktion der Adligen. Es schien wirklich so, als wäre ich meinem Ziel direkt vor die Nase gelaufen...
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   So Okt 20, 2013 8:26 pm

Vivianne hatte jede Bewegung und jedes Wort der Fremden genau beobachtet und war zu einem Schluss gekommen: Akkina verfügte über formvollendetes Verhalten. Jede Bewegung, ob eine Verbeugung oder ein Blick, schien, wie auch jedes Wort aus ihrem Mund, wohl überlegt. Sie redete nicht einfach vor sich hin und hatte keinerlei Zucken, Rucken oder Wanken in ihren Bewegungen. Das war beeindruckend, besonders da das Mädchen wohl nicht dem Adel angehörte. Aber das verhinderte auch, dass die Fürstin ihr gegenüber beurteilen oder durchschauen konnte. Sie wusste nicht was in ihrem Inneren vor sich ging oder wie sie sich wohlmöglich verhielt. Aber was sollte es sie interessieren. Es ging sie ja nichts an was andere denken. Und Akkina würde sich einer Fremden wohl kaum wie ein offenes Buch zeigen, nur Narren taten dergleichen.
"Ich verzeihe euch gar nichts! Wisst ihr nicht vor wem ihr steht?! Ihr habt die Kutsche eines-", ereiferte sich Tristan schneller als Vivianne begreifen konnte, und sah verächtlich zu Akkina herab. Doch das ließ die Fürstin nicht zu. Sie sah gar nicht ein, warum er sich so verhalten dürfen sollte. "Tristán! Sei gefälligst still! Ich habe genug von dem Gebaren, dass du heute an den Tag legst! Es reicht jetzt!", fuhr Vivianne ihren Gatten an und als Robert gerade auch etwas sagen wollte, hob sie drohend den Finger und funkelte ihn wütend an: "Wage es ja nicht!". Robert und Trstán waren still. Vivianne seufzte und richtete ihr gesamte Aufmerksamkeit wieder auf Akkina und ihr fiel auf, dass sie sich recht ähnlich sahen. Doch Akkina schien stärker zu sein und war nicht ganz so feminin wie Vivianne, auch hatte sie nur selten Frauen gesehen die Hosen trugen. Akkina gefiel ihr. Sie hatte ihr interesse geweckt.
"Ich freu mich euch kennen zu lernen, Akkina. Mein Name ist Vivianne LaFleur-Xeldaric.", sagte selbige und nickte ihrem gegenüber respektvoll zu. "Ich verzeihe euch nicht, denn es gibt nichts zu verzeihen. Meine Wächter sind einfach zu nervös und vermuten hinter jeder Ecke eine Gefahr. Und beachtet nicht meinen Mann oder seinen Bruder. Sie meinen bloß stets ihre Aristokratische Autorität unter beweis stellen zu müssen!", fuhr sie fort. "Vivianne, jetzt richt es aber! Ich denke nicht-", setzte Robert an, doch Vivianne unterbrach ihn, wie zuvor seinen Bruder.
"Was habe ich eben gesagt?", fragte sie böse und verengte die Augen. Robert schnaubte wütend und ballte die Hände zu fäusten, doch er war still. "Also Akkina,", setzte Vivianne nun mit einem neckischen Lächeln an. "Wenn ihr eine Unterkunft sucht, dann könnte ich euch eine in meinem Schloss anbieten. Wir haben wahrhaft genügend leere Betten, da sollten wir für euch auch eines finden können. Ich würde euch auch in meine Kutsche einladen, wenn ihr das wünscht... oder ihr reitet, wie es euch gefällt.". Ihr Ehemann und ihr Schwager wirkten beide empört, doch keiner machte mehr den Mund auf und Vivianne achtete gar nicht weiter auf sie.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   So Okt 20, 2013 9:02 pm

Aufmerksam lag mein Blick auf der jungen Frau, ehe ich schnell meinen Kopf wieder in die Richtung der beiden Männer drehte, denn einer donnerte los er würde mich gar nichts verzeihen und ob ich nicht wisse vor wem ich stehe. Tja, jetzt weiß ich das wohl ganz gewiss. Doch ich musste mir gar keine Antwort aus den Fingern saugen, zum Glück, denn das hätte sehr kompliziert werden können. Zwar wusste ich die allgemeinen Gepflogenheiten anzuwenden, doch auf eine Diskussion oder besser gesagt auf eine Verteidigung wäre ich nicht gewappnet. Mein Blick huschte zu der Frau, die nun äußerst energisch eingriff und ihren Begleiter scharf zurecht wies und das in aller Öffentlichkeit.

Einige Bürger drehten ihre Köpfe und als sie entdeckten was oder besser gesagt wer hier so wetterte, machten sie sich schnell daran zu verschwinden, denn keiner schien darauf erpicht zu sein, das aufbrausende Gemüt dieser Männer auf sich zu ziehen. Etwas unruhig war auch ich, doch ich glaubte diese Situation so weit einschätzen zu können, dass diese Frau, die im Übrigen eine gewisse Ähnlichkeit mit mir hatte, so viel Autorität besaß, dass mir nichts passieren würde. Und genau das war der Grund, warum ich doch halbwegs entspannt stehen blieb. Fast konnte ich mir ausmalen wie die beiden Männer kurz vorm Platzen waren, doch fürs erste hielten sie ihren Mund.

Im Gegensatz zu den beiden Männern in feinem Zwirn, die mir absolut unsympathisch waren, wirkte die Frau auf mich freundlich und willensstark. Als sie sich mir vorstellte, bekam ich die letzte Versicherung, dass das Schicksal wirklich mit mir war, mit mein Ziel in die Hände gespielt hatte und ich noch dazu in ein Gespräch verwickelt war... Fast schon zu viel Glück für den Moment... Vielleicht sollte ich nicht immer so misstrauisch sein, doch diesen Gedanken schob ich erstmal zur Seite, denn ich legte wieder ein Lächeln auf meine Lippen. Und als Vivianne LaFleur-Xeldaric mir dann auch noch eröffnete, dass mich keine Schuld träfe und sie ihre Begleiter im Grunde auch noch bloß stellte wuchs mein Respekt vor dieser Frau noch etwas und innerlich amüsierte ich mich köstlich über diese wütenden Gesichter. Wenn ich mich nicht irrte, konnte ich auf der Stirn des Mannes, den Vivianne Robert genannt hatte, eine Ader pochen sehen.

Schnell wandte ich meine Aufmerksamkeit wieder auf Vivianne und glaubte kaum meinen Ohren bei ihren Worten. Hatte ich mich da wirklich nicht verhört? Auf den Lippen der Frau lag ein neckisches Lächeln und irgendwo in meinem Hinterkopf blieb die Erkenntnis, dass sie das vielleicht nur machte um ihren Mann und dessen Bruder zu Ärgern. "Herrin... Ich weiß gar nicht was ich sagen soll." Wich ich erst kurz aus, ob nun gewollt oder unbewusst, das konnte ich mir selber nicht so genau beantworten, doch dann fasste ich mein Inneres wieder und schaltete meinen Kopf wieder ein. Zugreifen, so eine Gelegenheit bekommst du kein zweites Mal! "Es wäre mir eine große Ehre." Nun setzte ich zu einer vollendeteren Verbeugung an und richtete mich dann wieder zu meiner vollen Größe auf. "Ihr seit zu großzügig, aber bei so einem Angebot kann ich nicht nein sagen... " Für einen Moment huschte mein Blick zu den Männern, die mehr als empört wirkten, aber den Mund nicht mehr aufmachten. "Es wäre mir eine wahrliche Freude bei euch mitzufahren, Herrin, solange Masaru in der Nähe bleibt." Ein warnender Blick fiel über meine Schulter zu den Wachen, dann wanderte er kurz über meinen Rappen, hin zu Vivianne. Ich war zunehmend gespannt auf ihre Reaktion.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   So Okt 20, 2013 9:58 pm

Vivianne klatschte einmal freudig in die Hände und strhalte über das ganze Gesicht. "Wie wundervoll!", rief sie aus und öffnete die Tür ihrer Kutsche. SIe war tatsächlich darüber erfreut, dass Akkina ihr angebot annahm und das nicht nur um ihren Mann und seinen Bruder zu ärgern! Nein, sie fühlte sich in diesem großen Schloss und mt nur so wenigen wahren Freunden nur zu oft einsam, kam sich verlassen vor... und langweilte sich wirklich ungemein. Selbst ihre Kinder konnten kaum etwas daran ändern, so traurig das auch war. Doch sie waren die meiste Zeit des Tages damit beschäfigt irgendetwas zu lernen, zu üben oder sich mit ihren Kindermädchen zu amüsieren. Vivianne wusste, dass Tristán das mit absicht machte und nur zu gern würde sie seinen Versicherungen glauben, er täte es nur für die Kinder und auf anraten seines Bruders hin. Doch seine Augen straften ihn jedes Mal aufs neue Lügen. Ändern konnte sie es trotzdem nicht.
Vivianne konnte eine kleine Gruppen von Menschen nicht weit abseits von der Kutsche sehen, die tuschelnd an einer Hauswand stand und immer wieder verstohlen auf ihre Kutsche schaute und herüber deutete. Sie winkte ihnen bloß lächelnd zu und sofort verbeugten sich die Männer und die Frauen kniksten und plötzlich löste sich die Gruppe auch schon auf. Die Bevölkerung von Feinster waren schon seltsame Leute, dachte Vivianne nicht das erste Mal.
"Nein! Das kann ich nicht zu lassen! Sie ist eine Fremde! Ihr könnt doch keine vollkommen Unbekannte in die Nähe eurer Kinder lassen! Seid ihr des wahnsinns?", fragte Robert, wütend doch dieses Mal ruhiger. Tristán nickte nur zustimmend und sah Vivianne mit seinen leuchtend grünen Augen eindrinklich an. Viele Leute brachen unter seinem Blick zusammen und fraßen ihm sofort aus der Hand, wie auch Vivianne bei ihrer ersten Begegnung und auch noch nach ihrer Hochzeit. Erst nach der Geburt ihres dritten Kindes, war ihr klar geworden, wie schrecklich es war wie sehr er sie manipulieren konnte und das stets hinter diesem grün, etwas böses und egoistisches loderte. Von diesem Tag an, hatte sie ihm Paroli geboten. Vollkommen gelassen und mit einem sanften Lächeln entgegnete sie Robert nun also: "Und was ist mit den vielen Fremden die ihr in unser Haus einladet? Den vielen Unbekannten denen ihr das Geld abzuknöpfen versucht? Geht von ihnen nicht die selbe gefahr aus? Und ja, vielleicht bin ich des Wahnsinns, aber zumindest vergesse ich nicht wo mein Platz ist! Also werdet ihr nun eurem Platz gerecht und kümmert euch um Akkinas Pferd!". Etwas herausforderndes lag in Viviannes Stimme und ein silbernes Feuer schien in ihren grauen Augen ausgebrochen, als Robert ihrem Blick zu widerstehen versuchte. Er gab erneut auf und befahl einer Wache das Pferd mit zu führen.
"Nun Akkina, setzt euch doch zu mir!", bot Vivianne mit freundlicher Stimme an und deutete auf die gepolsterte Bank ihr gegenüber. Während Akkina sich setzte, führte der Leibwächter Masura einmal um die Kutsche, sodass der Rappe in Akkinas Sichtfeld blieb. Dann setzte sich die Kolonne wieder in Bewegung. "Also Akkina, sagt mir, wo kommt ihr her?", frage die Fürstin sofort neugierig.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   So Okt 20, 2013 10:22 pm

Die Freude die über das Gesicht von Vivianne huschte war echt, das erkannte ich eindeutig an dem Glitzern in ihren Augen und so fragte ich mich wirklich, was sie dazu bewegte. Doch im Anbetracht der beiden aufbrausenden Männer an ihrer Seite konnte ich es ihr nicht verübeln, dass sie jede Gelegenheit nutzen würde, diesen eines auszuwischen und um andere Gesellschaft zu erlangen. Genau das Gleiche würde ich auch tun. Und doch unterschied uns ein großer Punkt, ich war frei, sie nicht.

Ehe ich mich versah, saß ich schon der Adligen gegenüber, auf einem recht weichen Polster und die Tür war wieder geschlossen worden. Aus den Augenwinkeln sah ich Tristan und Robert LaFleur mit finsteren Mienen. Ich musste es wahrlich zugeben, dass mich das sehr amüsierte. Zwar war ich in einer Position, die nicht unbedingt gesichert war und doch fühlte ich mich Sekunde um Sekunde sicherer in diesem Spiel. Auf der anderen Seite der Kutsche hatte einer der Wachen Masaru an sich genommen und ritt neben der Kutsche und zwar so, dass ich einen andauernden Blick auf meinen Hengst werfen konnte, wenn ich wollte.

Sobald die Stimme der jungen Frau wieder an mein Ohr drang, drehte ich meinen Kopf wieder und blickte in das junge Gesicht. Mein Sitz war aufrecht und doch nicht übermäßig gerade und ein leichtes Lächeln umspielte meine Mundwinkel. "Ich wuchs in Surda auf, Herrin." Antwortete ich direkt und freundlich auf die Frage der jungen Fürstin. Mit einer Handbewegung strich ich meinen Umhang zur Seite und offenbarte so etwas mehr von meiner Kleidung, ermöglichte mir so aber auch etwas mehr Freiraum. Sollte ich mich glücklich schätzen, dass mein Schwert und der Bogen am Sattel von Masaru befestigt war? Wahrscheinlich. Einzig und allein der Dolch und die Wurfmesser waren an meinem Körper angebracht, die Wurfmesser konnte man so nicht entdecken, den Dolch nur, wenn der Umhang noch weiter zur Seite rutschen würde.

"Wenn ihr erlaubt, würde ich gerne ebenfalls eine Frage stellen." Kurz hielt ich inne, fuhr dann aber einfach fort. Mein Blick war entschlossen, dennoch verriet er überhaupt nichts von meinen wahren Gedanken. "Wie komme ich zu dieser Ehre?" Ich machte mit meinen Händen eine umfassende Bewegung, die diese Situation umfassen sollte und dabei zog ich leicht fragend eine Augenbraue in die Höhe. "Würdet ihr mir das verraten?"
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   So Okt 20, 2013 11:35 pm

Vivianne machte eine abwehrende Gest. "Ach, lasst doch die Herrin. Ihr dürft mich gerne Vivianne nennen.", erklärte selbige mit einem Lächeln und strich sich eine verirrete braune Haarsträhne aus dem Gesicht hinter ihr Ohr. Vivianne hatte eine perfekte Haltung und ihre weichen Hände, die noch nie eine schwere Arbeit erledigt oder ein Schwert gehalten hatte, faltete sie auf ihrem Schoß. Sie konnte Akkina ansehen, dass sie noch nicht ganz sicher war, was sie von der ganzen Situation halten sollte und so überraschte sie an der Frage bloß, dass sie sie hatte vorher sagen können, obwohl sie noch vor wenigen Augenblicken gedacht hatte, das Mädchen nie durchschauen zu können. Vivianne überging die Tatsache, dass Akkina einfach die Frage gestellt hatte, obwohl sie zuvor noch fragte ob es ihr überhaupt gestattet sei. Sie waren hier allein und Vivianne hätte nichts davon ihr gegenüber zurecht zu weisen, außer Akkina womöglich zu verstimmen oder vor den Kopf zu stoßen.
"Scheut euch nicht mir Fragen zu stellen, die euch auf dem Herzen liegen.", erklärte Vivianne freundlich. Dann wurde sie des Blickes ihres Mannes und ihres Schwagers wieder gewahr. In einer fließenden Bewegung, zog sie den blauen Vorhang ihres Fensters zu und fühlte sich mit einem Schlag erleichtert. Sie atmete einmal tief durch und sah wieder zu Akkina. "Ich halte es nicht mehr aus.", stieß Vivianne nach einem Moment des schweigens hervor und merkte sofort dass es noch Erklärung benötigte. "Ich halte das Verhalten meines Mannes und seines Bruders nicht mehr aus! Sie sind schrecklich! Stets abweisend und aufbrausend. Ich soll am besten nur tun was sie sagen und hübsch aussehen. Und wenn wir im Schloss sind würde es sie wohl am meisten freuen, wenn ich nur in meinem Zimmer säße und vor mich hin starre! Doch das will ich nicht! Darum widersetzte ich mich den beiden heute so vehement und darum sitzt du hier... Außerdem gefällst du mir."
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   So Okt 20, 2013 11:52 pm

Nun gut, ich musste zugeben, dass mich diese Frau irgendwie verwirrte. Nicht so, dass ich nicht mehr wüsste, was ich tun sollte sondern eher in der Art, dass ich nicht schlau aus ihr wurde. Die Adligen Alagaesias hätte ich mir im Großen und Ganzen so vorgestellt wie die beiden Männer außerhalb der Kutsche. Doch diese Frau passte überhaupt nicht in dieses Bild. Leicht nickte ich als sie meinte, ich brauche sie nicht Herrin nennen, ihr Vorname würde genügen. "Soll mir auch recht sein." Meinte ich kurz und lehnte dann meinen Rücken an die Kutschenwand an. Vivianne faltete ihre Hände und es war nicht schwer zu erkennen, dass diese Hände noch nie etwas schwereres als Stickerei verrichtet hatten. Doch das sollte mich im Moment nicht stören.

Mein Lächeln verbreitete sich etwas als die Fürstin meinte, ich könne jede Frage stellen, die mir auf der Seele brenne und diese Tatsache speicherte ich sofort ab. Und wie ich das werde. Doch im nächsten Augenblick antwortete sie mir nicht auf meine Frage, sondern zog den Vorhang zu und sperrte so die wütenden Blicke der beiden Männer aus. Augenblicklich schien eine Last von der Frau zu fallen und sie wirkte etwas gelöster und dennoch breitete sich ein verzweifelter Ausdruck auf ihrem Gesicht aus. Einmal blinzelte ich und wartete den kleinen Aufbrauser ab, ehe ich mir eine Strähne aus dem Gesicht strich und dann zu einer Erwiderung ansetzte. Da die Fürstin so frei redete, obwohl sie mich nicht kannte, nahm ich mir ebenfalls das Recht auf die Gefahr hin, dass die Stimmung umschlagen könnte und ich mich in Schwierigkeiten wieder finden würde, doch das bezweifelte ich vorerst mal.

"Mit Verlaub... Aber ich würde ebenfalls verrückt werden, wenn ich andauernd solche Männer um mich hätte. Ich kenne euch nicht, genauso wenig wie euren Mann oder euren Schwager und doch erkenne ich die Personen, ihren Charakter, wenn sie vor mir stehen und so kann ich sagen... Sie sind besitzergreifend und uneinsichtig." Tief atmete ich durch und blickte kurz aus dem anderen Fenster und erblickte Masaru, der etwas widerwillig neben dem anderen Pferd herging und immer wieder unwillig den Kopf hoch warf. "Aber wie soll ich verstehen, dass ich euch gefalle?" Hackte ich dann noch nach und legte etwas meinen Kopf schief. Betrachtete die Frau, die mir gegenüber saß und versuchte sie einzuschätzen, versuchte ihre Reaktionen auf bestimmte Dinge zu erahnen und ihre Gedanken einzuordnen, doch so einfach war das gar nicht. Zumindest nicht in allen Belangen.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Mo Okt 21, 2013 7:56 pm

Vivianne musste lächeln bei Akkinas Beschreibung der beiden Männer, die ihr Leben so sehr zu kontrolieren versuchten. Doch etwas bitteres mischte sich in dieses Lächeln, als Vivianne daran dachte wie viel Erfolg sie doch damit hatten und wie abhängig sie selbst davon war, dass die beiden zufrieden waren. Sie hatten ihr ganzes Leben in der Hand und konnten sie mit einem Schlag vernichten und dieser Gedanke drängte sich ihr stets auf, wenn sie ein Mal mehr ihr Glück strapaziert hatte. Jedes Mal wenn sie sich widersetzte und derart mit ihrem Mann und ihrem Schwager sprach, brachte sie ihre Kinder, ihre Eltern und auch sich selbst in Gefahr, denn zur Verwirklichung ihrer Ziele waren die Brüder zu allem bereit... vorallem jedoch Robert, Robert der Kriegstreiber, der Blutrünstige, der Wütende, der Frauenheld. Immer wieder viel ihr ein neuer Titel ein, doch sie hatte ihm noch nie einen an den Kopf geworfen. Zum Glück, denn sie konnte nie einschätzen wie er reagieren würde.
Vivianne folgte Akkinas kurzem Blick nach draußen und ihr fiel Masura ins Auge. Es war wirklich ein außergewöhnlich stattlicher Hengst. Er war vermutlich das schönste und stärkste Pferd, das Vivianne bisher sah. Er konnte es mit jedem Pferd in ihren Ställen aufnehmen und das sollte was heißen, denn es waren nicht nur viele, sonder auch edle Pferde. Doch Vivianne konnte sich auch gut vorstellen, dass dieses Pferd sich von keinem anderen als von Akkina reiten ließ, während die meisten Pferde in ihren Ställen immer wieder von einem anderen geritten wurden. Sie sah wieder zu Akkina, als diese ihren Kopf zur Seite neigte und einen interessierten Blick sehen ließ. Vivianne musste einen Moment nachdenken, was Akkina überhaupt gesagt hatte. Als ihr das wieder klar wurde gab sie ein dezentes Lachen von sich, welches sie hinter ihrer Hand verbarg. Es war eine berechtigte Frage, doch vermutlich hätten die meisten diese Äußerung einfach als Kompliment und Schmeichelei hin genommen.
"Nun... du gefällst mir einfach.", antowrtete Vivianne und musste noch ein Mal sanft lachen. Es war ein freundliches und zurück haltendes Lachen. Es war lange her, dass sie vor jemandem schallend ihr glocken klares Lachen preis gegeben hatte, ein Lachen das der wahren und reinen Freude entsprang. "Ich finde das du höfflich, aber eben auch resolut bist. Deine Kleidung, dein Auftreten, das alles ist so ganz anderes als ich es von Frauen gewohnt bin. Das gefällt mir an dir... und darum interessierst du mich auch. Vielleicht... es tut mir leid das sagen zu müssen, aber vielleicht ist es auch mehr mein Interesse an dir das dich in diese Kutsch gebracht hat, schließlich kenne ich dich noch nicht all zu lange.", erklärte Vivianne und hatte am Ende ihres Satzes doch ein wenig die Befürchtung sie könnte Akkina brüskieren. Anderer Seits machte sie sich da vielleicht auch zu viele Gedanken. Nun wollte sie aber auch eine Frage los werden. "Was treibt dich eigentlich in diese Stadt und wie lange willst du bleiben?"
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Mo Okt 21, 2013 8:17 pm

In den Augenblicken, in denen Vivianne mehr mit sich selbst beschäftigt war als mit mir, beobachtete ich sie. Ihr Gesichtsausdruck spiegelte viel von ihren Innerem wieder, auch wenn es vielleicht mehr Ahnung war als Wissen, das ich mir zurecht legte... Denn in irgendeiner Weise verstand ich ihre Lage oder glaubte sie zumindest zu verstehen und wäre mein Wesen nicht so ausgeprägt und wäre ich hier an irgendeinem Hofe aufgewachsen... Dann würde ich wohl ähnlich wie die Fürstin mir gegenüber handeln. Zwar schütze uns der blaue Vorhang vor den Blicken der beiden Männer, doch ich meinte fast zu spüren, wie sie immer wieder giftige Blicke in die Richtung der Kutsche abschossen und das erste Mal kam mir in den Sinn, dass die Entscheidung der Fürstin, mich zu schützen, vielleicht doch nicht so klug gewesen war.

Doch kurz nach meiner Frage änderte sich der Gesichtsausdruck der Frau wieder. Die Besorgnis und der dumpfe, kaum merkliche, Schmerz in ihren Augen verschwand wieder. Dafür trat ein etwas erheiterter Ausdruck in ihre Augen, ihre Mundwinkel zogen sich etwas nach oben und ein leises und eher verhaltenes Lachen drang aus ihrer Kehle. Doch es war ein reines Lachen und ich konnte mir ausmalen wie es klingen würde, würde sie aus aller Kraft lachen. Doch... Das wird wohl so gut wie nie der Fall sein. Fast bedächtig legte sich ein Lächeln auf meine Lippen und ich strich mit meinen Fingerspitzen den Saum meines Umhangs entlang, während ich den Worten der Frau mir gegenüber lauschte. Meine grauen Augen waren auf ihr Gesicht gerichtet. "Ich habe kein Problem damit, dass ihr mich etwas benutzt ich meine... Ich habe auch etwas davon." Mein Lächeln verbreitete sich zu einem Grinsen. "Und außerdem... Ihr seit auch anders für mich. Ich habe noch nie eine Fürstin getroffen und dann auch noch eine, die meine Erwartungen über den Haufen wirft." Kurz blickte ich an mir herunter und lachte ebenfalls kurz leise auf. "Und ja, ich sehe wohl anders aus als die meisten Frauen hier. Zu eurer Frage. Ich will lernen, die Welt kennen lernen und verschiedene Kulturen kennen lernen und ich würde behaupten, ich bin auf einem recht interessanten Weg gelangt. Wie lange ich bleibe? Hängt davon ab, was sich mir hier alles eröffnet, ich bin an keine Zeiten gebunden. Ich bleibe solange ich erwünscht bin, ich Lust habe und sich etwas erleben lässt." Klärte ich die Fürstin über meine Beweggründe auf, auch wenn ich natürlich einen großen Part aussparte, aber das war ja wohl kein Wunder.

"Und macht euch keine Sorgen frei zu sprechen Vivianne, ich bin nicht so leicht zu schockieren wie die Menschen die ihr sonst gewohnt seit. Ich bin hart im Nehmen." Meinen Satz begleitete ein geheimnisvoller Unterton und in meinen Augen lag ein Funkeln, das wohl niemand einzuordnen vermochte. Doch ich wusste was er zu bedeuten hatte, ich verspürte eine Freude in mir, dass niemand wirklich wusste wer ich war, was ich konnte und ich die Akkina sein konnte, die ich im Moment sein wollte oder musste. Ich konnte mein Verhalten beliebig verändern ohne das jemand wüsste, wie ich wirklich war und diese Unterhaltung bereitete mir im Allgemeinen gerade Freude. Das hätte ich nicht erwartet. Als ich aus Surda aufgebrochen bin, verspürte ich zwar keine Angst, aber ich verspürte Heimweh. Dieses Gefühl war immer noch da, aber es war nicht mehr ein stechender Schmerz, nur noch dumpf und pochend. Ertragbar, denn ich wurde mit neuen Dingen konfrontiert, die mich forderten, die mir neue Sichtweisen eröffneten und die Möglichkeiten boten, Neues zu erlernen.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Mo Okt 21, 2013 9:32 pm

Vivianne zeigte ein breites Lächeln, ob der Antwort von Akkina über die Dauer ihres Aufenthalts in der Stadt. "Na ich hoffe ich kann euch all das bieten, um euch möglichst lange hier zu behalten.", erwiderte Vivianne freundlich und ehrlich. Sie würde sich wirklich darüber freuen, endlich jemanden am Hofe zu haben mit dem sie sich unterhalten konnte, jemanden von dem sie die Wahrheit hörte und nicht nur das was sie hören wollte. Vielleicht hatte sie in Akkina tatsächlich wieder eine echte Freundin gefunden und keine dieser heuchlerischen Schlampen, die am Ende doch nur irgendeinen Vorteil aus ihrer Freundschaft mit der Fürstin ziehen wollten. So viele Vorteile ein Leben in Reichtum und Überfluss auch bieten mochte, so viele Nachteile schien es auch für sie bereit zu halten. Für alles gute in ihrem Leben hatte sie allem anschein nach zu bezahlen. Sie wusste nicht warum, schließlich war sie kein böser Mensch, viele hielten sie gar für einen außergewöhnlich guten Menschen, doch das änderte nichts. Das Motto ihres Vaters bewahrheitete sich: Man bekommt im Leben nichts geschenkt.
Vivianne seufzte und ließ so diese trüben Gedanken von sich abfallen. Das Blatt schien sich schließlich wieder zum Guten für sie zu weden, warum also sollte sie weiter traurig sein? Ihr war nicht mehr danach. Wenn sie es recht überlegte war ihr sogar nach feiern. "Vielleicht sollte ich ein Fest ausrichten.", sagte Vivianne halblaut und mehr zu sich selbst als zu Akkina. Sie wusste genau wie unhöflich das war, doch es war ihr einfach raus gerutscht, weil der Gedanke sich ihr so plötzlich aufgedrängt hatte. Sie feierte gerne Feste und richtete sie auch gern aus. Bisher war jedes ihrer Feste ein Erfolg gewesen. Niemand hatte sich verletzt, die Betrunken hatten sich überraschender Weise auch zurück gehalten und die Frauen hatten ihr Röcke nur außerhalb der Hallen gelüftet. "Ja! Ein Fest wäre wundervoll nicht?", fragte Vivianne nun in erhobener Stimme und sah Akkina wieder direkt in die Augen.
Sie spürte wie der Wagen in eine Kurze ging und sah durch das Fenster, hinter Masura und dem Leibwächter, die edlen Häuser des Westbezirks. Hier stand das Schloss mit seiner wunderbaren Aussicht auf das Meer. "Wir sollten im Schloss weiter darüber reden, wenn überhaupt. Gleich sind wir da.", erklärte Vivianne. Sie richtete ihre Haare notdürftig, rückte ihr Kleid zurecht und machte sich bereit aus der Kutsche aus zu steigen. Es dauerte tatsächlich nur noch wenige Augenblicke, bis sie durch das Tor ritten und auf dem Platz hielten. Vivianne zog noch rasch den Vorhang beiseite, ehe die Tür aufging. Sie hob eine Augenbraue, als sie sich gewahr wurde, dass Tristán die Tür geöffnet hatte und ihr nun tatsächlich bei heraus treten helfen wollte. Wie es die Etikette verlangten nahm sie seine Hand und trat ins Freie. Die letzten Sonnenstrahlen tauchten alles in ihr goldenes Licht.

tbc: Schlossplatz
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 8:59 pm

Es war ein äußerst unangenehmer Flug gewesen. Wäre er dreißig Jahre jünger, so hätte er ihn wohl genossen. Doch unter diesen Umständen. Graham war ein kontrollierter Mann und er war durchaus stolz darauf, dass er sich nicht die Blöße gegeben und sein Frühstück nicht erneut hochgewürgt hatte.
Noch immer war er recht wackelig auf den Beinen, welche geradezu durchgefroren waren und es war ein kleines Kunststück gewesen einigermaßen ehrbar von einem Drachen zu steigen.
Es war unglaublich gewesen - so hoch über der Welt zu schweben und er hatte die Muskeln des riesigen Tieres arbeiten gespürt, während sich die Echse durch die Luft bewegt hatte. Sein Vorteil in dieser Hinsicht jedoch war, dass die Menschen von Feinster hier nur Augen für den Drachen hatten. Auch seine Ankunft mit der Reiterin würde für verdammt viel Gesprächsstoff führen, wenngleich er sich auch gewünscht hätte das ihn seine eigene Armee begleitete. Aber dies war nunmal kaum möglich gewesen. Vorsichtig setzte er einen Fuß vor den anderen, ehe er Caladhiel bedeutete mit ihm zu kommen und sie beide an die Tür eines großen Hauses klopften. Wenige Sekunden später öffnete eine älterer Mann die Tür. Ileanas Ziehvater, welcher ein guter Freund von Grahams verstorbenem Vater gewesen war. Die beiden wechselten einige Worte, ehe der alte Verschwand und Ileana zur Tür holte. "Ileana?" fragte Graham leise und bestimmt. "Ich beanspruche deine Dienste als Zofe auf meinem Schloss" erklärte er.
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 9:19 pm

Vivianne, die in ihrem Alter noch einen recht jugendlichen Charakter bewahrt hatte, eilte hinter ihrer Cousine her, nachdem ihr Ziehvater Ilieana an die Tür gebten hatte. Durch ihre großartige Stellung als Gemahlin des Fürsten der Stadt, hatte es in Viviannes Macht gestanden ihrer Verwandten einen großzügeren und sicheren Aufenthaltsort nahe des Schlosses zukommen zu lassen. Vivianne hatte ihren Mann nun schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen, seit er und sein Bruder mit den Truppen Feinsters und Belatonas gegen Dras`Leona gezogen war. Ihr neuer Titel als Königin war ihr immer noch etwas suspekt, doch ihr war nichts anderes übrig geblieben, denn das war der einzige Grund gewesen aus dem man sie verheiratet hatte. Sie konnte sich kaum vorstellen wie eine Ehe aus Liebe aussehen sollte.... sie war mit Sicherheit schöner als die ihre.
Als sie an die Tür kam, weiteten sich ihre Augen vor Überraschung, über den Besucher und seine Worte. Die bewaffnete Frau hinter ihm, ließ sie im ersten Moment außer acht. "Graham, was sucht ihr den hier? Ich habe euch ja seit einer halben Ewigkeit nicht gesehen!", erklärte Vivianne, ohne ihre Cousine Ilieana zu Wort kommen zu lassen. Sie meinte sich dieses Privileg heraus nehmen zu dürfen. Nun musterte die Königin Drakes Begleiteren. Es war eine Hochgewachsene Frau, eindeutig eine Elfe, mit schönem Gesicht und einem Schwert an ihrer Seite. Sie musste an Akkina denken, die so plötzlich nach ihrem Kennenlernen aufgebrochen war. "Darf ich fragen wer deine Begleiterin ist?"
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 9:25 pm

"Eine wichtige Verbündete in meinem neuen Fürstentum" erklärte Graham leise während er Vivianne kaum eines Blickes würdigte. "Nicht alle haben ein so schlechtes Verhältnis zu anderen Völkern wie die Familien LaFleur und Velaryon" sagte er nur, ehe sein Blick wieder zu Ileana wechselte. Er wusste, dass Sie ihn kannte. Das Sie ihn desöfteren mit ihrem Ziehvater gesehen hatte, wenngleich er auch nur selten mit ihr gesprochen hatte.
"Nun pack deine Sachen Kind" befahl er und seine Stimme ließ keine Widerworte zu. "Es liegt auch im Sinne deines Vaters, dass du zu einer Frau wirst und nicht den Rest deines Lebens hier in Feinster zubringen musst"
"Na los" wiederholte er und warf noch einen Blick zu Caladhiel. "Wir brechen in wenigen Minuten wieder auf Mylady. Das hier wird nicht lange Dauern"
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 9:35 pm

"Halt, halt, halt!", protestierte Vivianne und legte schützend den Arm um ihre geliebte Cousine, überging den Angriff gegen ihre angeheiratete Familie. "Warum sollte sie mit euch kommen? Sie hat es hier gut und ist weit Abseits des Krieges! Warum sollte ich sie mit euch gehen lassen?", verlangte sie zu wissen. Ihre geliebte Cousine war eines der wenigen Dinge die sie diese Tortur genannt Ehe durchhalten ließen! Sie hatte sonst nur noch wenige Verwandte ihrer eigenen Familie und mit denen Verband sie rein gar nichts. Darüber hinaus erschien es Vivianne als nicht gerade angebracht, das junge Ding einfach aus den Armen der Familie zu reißen, aus ihrem Leben, und mit irgendeinem beinahe Fremden mit zu schicken. Dafür wollte sie schon einen triftigen Grund wissen. "Ich sehe gar nicht ein, warum ich sie mit euch gehen lassen sollte, jetzt wo die Zeiten dunkler sind als kaum jemals zuvor!".
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 9:41 pm

"Weil mein Wort mehr wiegt als das eure" meinte Graham und schüttelte nur den Kopf. "Und jetzt geht mir aus dem Weg" er hatte keine Lust auf dieses Spiel und sah es nicht ein sich vor dieser Frau rechtfertigen zu müssen.
"Und was eure angeblich so heile Familie angeht - ihr wart doch niemals bei ihr. Und wenn Sie euch auch nur halb so wichtig wäre wie ihr behauptet, würde Sie wohl eher im Schloss als auf dem Land leben. Woher kommt diese plötzliche Familienliebe Lady LaFleur?" er ließ ihren Zweitnamen ganz Bewusst unausgesprochen. "Doch nicht etwa von eurer Heirat in die Familie LaFleur und deren Lehnsherren oder etwa doch?"
Deswegen hatte er seine Soldaten dabei haben wollen. Es wäre soviel einfacher geworden Vivianne einfach aus dem Weg zu schieben und Ileana zur Not mit Gewalt aus dem Haus zu zerren. In diesem Krieg konnte keine Rücksicht auf die Gefühle anderer genommen werden. Das junge Ding würde es irgendwann verstehen. "Ich wiederhole es kein drittes Mal Vivianne - aus dem Weg"
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 9:54 pm

Vivianne war zunächst völlig vor den Kopf gestoßen, ehe sie sich zu einer Antwort durchringen konnte. "Wie bitte!? Seit wann wiegt das Wort irgendeines dahergelaufenen alten Sacks mehr als das der Fürstin von Feinster und Königin!?", fauchte sie Graham an und bewegte Ileana schützend etwas hinter sich. Wie konnte er es wagen? Wie konnte er so mit ihr sprechen, sich solche Frechheiten heraus nehmen?! Sie war ihre Cousine und sie hatte sie aufwachsen gesehen! Vivianne hatte versucht Ileana so oft es ihr möglich war zu sehen und sie hatte stets versucht sie zu unterstützen und sich nun einen Vortrag anhören zu müssen, sie sei nie da gewesen, war eine bodenlose Frechheit! "Ich bin Vivianne LaFLeur-Xeldaric! Ich stamme vom Blute König Alvias und Königin Coreens ab und ich werde mir solch ein Gebaren von euch nicht bieten lassen! Ileana gehört zu meiner Familie und ich verbiete euch, sie einfach aus der Stadt zu schaffen!", donnerte Vivanne los und funkelte Graham wütend an. Sie wusste dass ihre Wachen hinter ihr im Haus bereit waren sie zu verteidigen, doch sie wollte kein Blut vergießen oder auch nur den Hauch von Gewalt vor ihrer Schwester und hoffte darum Graham würde nun anständig mit ihr reden, oder das Weite suchen! "Erklärt euch nun endlich oder zieht mit eurer Gefährten von dannen!"
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Straßen von Feinster
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