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 Gemächer des Fürsten

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BeitragThema: Gemächer des Fürsten   Fr Feb 24, 2012 2:30 am

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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Fr Feb 24, 2012 10:23 pm

Die letzten Strahlen der Abendsonne fielen in das Zimmer des Fürsten von Teirm, während dieser über den Tisch gebeugt dasaß und etwas auf ein Stück Pergament kritzelte. Das leise Kratzen der Feder erklang in dem leeren Raum unnatürlich laut. " Aufbauarbeiten der Stadt vorantreiben, neu eingezogene Rekruten ausbilden " Die Gedanken des Fürsten kreisten um die Finanzen der Stadt. Durch die neu eingeführte Pflicht zur Grundausbildung jedes Bürgers hatten sie einige billige Arbeitskräfte gewonnen, die beim Aufbau der Stadtmauer und der zerstörten Gebäude des inneren Ringes gute Arbeit leisteten. Der Neuaufbau Teirms war kostspielig, beinahe zwei Drittel der Einnahmen der Stadt gingen jeden Monat für Rohstoffe zum Bau und die Handerwerker raus. Von dem restlichen Drittel musste Ryan die Armee und die restlichen Ausgaben tilgen. Glücklicherweise lebten in Teirm vor allem Händler, Adlige und reiche Bürger, sodass die Steuereinnahmen nicht ganz unbeträchtlich waren und nach Abzug aller Kosten auch noch ein wenig Geld übrig war, so war Ryan noch nicht gezwungen gewesen, einen Teil seines eigenen Vermögens für die Stadt einzusetzen, zumal Jeremy ihm so bereitwillig den Kredit gewährt hatte. Mit einem leisen Seufzen zog Ryan das nächste Stück Pergament hervor. Auf dem Schriftstück waren 24 Namen aufgeführt, die Spione Jeremys. Vor ein paar Wochen war es Ryans Männern gelungen, einen von Jeremys Spionen gefangen zu nehmen. Die noch recht junge Frau hatte unter der Folter rasch die Namen von ein paar weiteren Spionen ausgespuckt und auch wenn sie nicht alle von Jeremys Häschern gekannt hatte, so war es dem Fürsten im Verlauf der nächsten Wochen gelungen, alle Spione ausfindig zu machen. Einen Großteil von ihnen hatte er im Dienst belassen, eröffnete es ihm doch die Möglichkeit, Jeremy völlig falsche Informationen zukommen zu lassen, aber andere hatte er beseitigen lassen. So war es ihm als ein zu großes Risiko erschienen, den Gehilfen des Koches im Dienst zu belassen. Mit einem Stirnrunzeln strich Ryan weitere drei Namen von der Liste. An seinem Arm trug der Fürst ein ledernes Armband, in welches ein grüner Stein eingelassen worden war. Dieser Stein warnte ihn, wenn jemand im Schloss versuchte, auf magischen Wege zu kommunizieren und ermöglichte es ihm sogar, den Gesprächen zu folgen. Seine eigenen Magier hatten lange daran geforscht, ehe sie es geschafft hatten, einen Zauber in diesen Stein zu weben, aber schließlich war es ihnen gelungen.
Stirnrunzelnd griff Ryan nach dem nächsten Pergament, welches die Befehle für die Spione, die Coreen, die Elfen und die Rebellen beobachteten sollten, thematisierte. Der Fürst konnte es sich nicht leisten, dass es der Königin gelang, einen Brief an irgendjemanden zu schreiben, in dem sie womöglich noch ihren Aufenthaltsort verriet, zu groß war das Risiko, dass diese Person ihn am Ende verriet und auch wenn die Königin Menschen wie die Familie Lancaster momentan noch für ihre Freunde halten mochte, so traute Ryan ihnen nicht.
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   So Feb 26, 2012 2:15 pm

Ungefragt, ohne Klopfen oder irgend eine Ankündigung stürmte ein Soldat herein. Er wirkte leicht neben sich, seine Rüstung war zerbeult als habe ihm jemand mit einem Streithammer das harte Eisen zu einem formlosen Stück Metall zerschlagen. Er hielt sich den Kopf, welcher summte und dröhnte wie ein ganzer Bienenstock und hielt zitternd eine verbogene Klinge in der Hand.
"S... sire..." stotterte er, wankte zu dem Tisch des Fürsten und hinterließ Staubige Fußabdrücke und Stroh auf dem teuren Teppich des Zimmers ehe er sich an dem teuren Mahagonieholz des Schreibtisches festklammerte, als befürchte er die Welt wäre im Begriff zu sinken. Er sah den Fürsten mit festen, ernsten Augen an. "Der.. der Reiter Sire, er ist... also nun ja.... weg" er schluckte schwer und sah unsicher zu dem Fürsten welcher langsam zu ihm aufsah, ehe der Soldat einige stolpernde Schritte nach hinten machte. Er kannte Geschichten vom alten Löwen, wie dieser auf das Versagen seiner Leute reagiert hatte. Er hatte Gerüchte gehört, in denen es hieß Fürst Thomas Velaryon habe einen seiner Kommandanten nach dem Verlust einer Schlacht auf einen hohen Turm sperren lassen, ohne Dach und ohne Wände der Witterung ausgesetzt. Er hatte ihm weder zu essen noch zu trinken gegeben bis der Mann in seiner Verzweiflung vom Turm gesprungen war um sein Leiden zu beenden.
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   So Feb 26, 2012 4:55 pm

Milde überrascht sah Ryan auf, als der Soldat eintrat. " Jaja, ist in Ordnung, du kannst wegtreten " Dann widmete Ryan sich wieder seinen Unterlagen. Ein leises Lächeln spielte um die Lippen des Fürsten, nachdem der Krieger das Zimmer wieder verlassen hatte. Die Flucht des Reiters war kein Zufall, Ryan hatte dafür gesorgt, dass Arva die Möglichkeit bekam, wegzulaufen. Die Drachenreiten würden über Arvas Flucht informiert werden, sodass sie sich des Problems selbst annehmen konnten. Der Elf war nun nicht länger seine Sache. Dadurch, dass der Reiter abgehauen war, konnte ihm Niemand vorwerfen, er hätte seine Pflicht gegenüber dem König vernachlässigt, was konnte er schließlich für das Versagen seiner Männer ?
Grinsend machte sich Ryan daran, einen Brief an die Reiter aufzusetzen.
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Fr Mai 30, 2014 11:43 pm

Thomas hatte sowieso nicht schlafen können doch als er nun sah wie das Feuer sich ausbreitete und er die dunklen Schatten sah, die unter ihm über die Burgmauern liefen und sich nicht gemäß der Wachpatroullien verhielten wusste er, was geschehen war. Sein eigener Sohn hatte sich also entschieden gegen ihn zu ziehen. Er schnaubte und knöpfte sich seinen Reisemantel enger zu ehe er nach dem Kerzenhalter in der Wand suchte und daran zog. Ein Löwe floh nicht, das wusste Thomas doch in diesem Fall was es vielleicht angebracht sich zurück zu ziehen um einen neuen Plan auszuarbeiten. Er konnte sich offenbar nicht einmal auf seine eigenen Leute verlassen. Die Wand vor ihm glitt ein Stück weit auf, doch bevor Thomas hindurch marschierte ging er noch einmal nach vorne, öffnete die eigentliche Tür und Befahl den zwei Soldaten des roten Gottes die sich dort befanden so viele Leute wie möglich hierher zu holen und diesen Raum mit ihrem Leben zu verteidigen. Er schlug die Tür wieder zu und ging zu dem Geheimgang. Er nahm sich eine Kerze von der Wand und schritt hinunter in die Dunkelheit, ehe sich die Wand hinter ihm wieder schloss. Die Geheimgänge waren in den Zwischenräumen der Festung errichtet worden und Thomas kannte sie gut. Wenngleich er auch nie dazu gekommen war seinen Kindern eben jene Wege zu zeigen. Doch dies mochte ihm nun zum Vorteil gereichen. Er hörte das Klirren von Schwertern durch die dicken Mauern hindurch und beschleunigte seine Schritte.
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Mi Jun 04, 2014 9:35 pm

Adam wusste, dass Ryan ihm befohlen hatte Ceunon zu halten. Doch nachdem er die Nachricht von Ryans Verwundung erhalten hatte, hatte er einen seiner besten Männer als Stadthalter eingesetzt und waren sofort losgeritten. Die Elfen waren Ryan bereits in Teirm zu Hilfe geeilt und so nah wie Ceunon am Wald lag würde sich niemand mehr trauen die Stadt anzugreifen. Vor allem nicht jetzt, da Thomas besiegt und Teirm wieder zurück erobert worden war.
Wenn man es denn so nennen konnte...
Adam hatte voller Gram mit angesehen was aus der einst so schönen Handelsstadt, in welcher er seine Jugend verbracht hatte geworden war. Überall waren Elfen zu sehen, die die verwunderten versorgten und den Schutt fort schafften. Er war ihnen aus dem Weg gegangen. Zu groß war die Schmach und die Pein wenn er bedachte, dass es seine Schuld war. Auch er hatte an den roten Gott geglaubt. Er war es gewesen, der die Truppen welche für so viel zerstörung gesorgt hatten in die Stadt geführt hatte. Und er wart es gewesen, der mit Darrel Nautin - dem Attentäter das Brot gebrochen hatte. Er hatte mit jenem Mann gespeist, welcher seinem Bruder schließlich die Klinge in die Seite gestoßen hatte.
Adam öffnete langsam die Tür und trat in das Zimmer, welches sich vor ihm ausbreitete. Ein wohltuender Geruch von verschiedenen Kräutern und Blumen schlug ihm entgegen, die wohl gegen Wundbrand helfen sollten. Ich sehe dich viel zu oft im Krankenbett kleiner Bruder
"Hallo Ryan" flüsterte Adam leise und nahm sich einen Stuhl. "Wie geht es dir?
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Mi Jun 04, 2014 10:51 pm

Ryan konnte sich kaum noch an den Angriff des Attentäters erinnern. Er sah nur noch diesen blanken Stahl und spürte wie der Schmerz sich aus verschiendenen Quellen in seinem Körper ausbreitete, ihn zu verseuchen schien. Als er zu Boden gegangen war, hatte er goldene Haare gesehen und das helle Lachen einer Frau gehört. Dann war alles schwarz geworden, er hatte nichts mehr wahrgenommen, nicht gewusst wo er wahr. Bis er dann in seinem Bett aufgewacht war, bandagiert, den Duft von Kräutern in der Nase und kaum in der Lage sich zu bewegen. Er hatte sich geschwächt gefühlt und Angst gehabt. Er hatte befürchtet verloren zu haben, hatte Angst gehabt dass Thomas ihne besiegt hatte und hier festhielt. Bis ein Diener den Raum betreten hatte, um ihm etwas Wasser zu geben. Er hatte ihm erzählt was passiert war, hatte von allem berichtet was seit dem Angriff geschehen war. Da hatte Ryan gewusst, dass seine Ängste lächerlich gewesen waren, zu dem was tatsächlich geschehen war.
Seine Stadt war von innen heraus angegriffen worden. Die Männer des Roten Gottes, die Männer die sein Bruder mit sich gebracht hatte, hatten sein Volk abgeschlachtet, seine Stadt angezündet. Keiner war verschont geblieben. Männer und Frauen, junge und alte, kräftige und schwache, Soldaten und unbewaffnete. Sie hatten keinen Unterschied gemacht, es war ihnen egal gewesen wessen Blut die Straßen tränkte, sie wollten nur einen roten Fluss, der Teirm mit sich riss. Häuser waren nieder gebrannt, Werkstätten zerstört, Schiffe versenkt worden. Es waren Angst und Trauer im gesamten Volk gesät worden. Und Ryan hatte es nicht verhindern können! Er war nicht fähig gewesen sein Volk und seine Männer zu schützen! Er war unfähig gewesen, hatte Fehler begangen, die ihm nicht hätten unterlaufen dürfen! Es war schrecklich. Warum hatte er die Männer nicht schon früher fort geschickt, sie nicht einfach hängen lassen? Warum hatte er Thomas nicht schon in Ilirea nieder gestreckt oder in den Kerker geworfen? Diese Fragen raubten ihm den Schlaf. Was wäre nicht alles anderes gelaufen, wenn er es getan hätte. Seine Stadt wäre noch rein, sein Volk am Leben, seine Familie kern gesund und beisammen.
Ryan, der 'Fürst' von Teirm, wurde aus seinen Gedanken gerissen, als sein Bruder den Raum betrat. Er sah kurz zu ihm hinüber und blickte dann wieder aus dem Fesnter, vor dem sein Bett aufgestellt worden war. Er hatte die Bezeichnun Fürst kaum mehr verdient. Er hatte sein Volk nicht beschützt und hatte nicht mit seinen Männern kämpfen können. Er war kein Fürst. Ryan fühlte sich kaum mehr als Velaryon, denn welcher Velaryon würde so falsch handeln, würde solche Fehler begehen? Er hatte keine Antworten und versuchte aus diesem Grund, sich diese Fragen nicht mehr zu stellen, versuchte sich selbst gut zuzureden, weil es kein anderer tat. "Wie sollte es mir gehen?", fragte Ryan. Sein Haar war zerzaust, seine Augen waren von dunklen Ringen gezeichnet, sein Oberkörper von Bandagen umschlungen und die Beine waren unter einer Decke. Er lehnte am Kopfende, ein Kissen im Rücken und sah noch einmal zu seinem Bruder. "Die Stadt gehört wieder mir und doch habe ich sie eigentlich erst jetzt verloren.", sagte Ryan melancholisch und fuhr sich mit der Hand über sein Gesicht. "Ich hätte Thomas in Ilirea ein Messer in den Hals rammen sollen."
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Mi Jun 04, 2014 10:59 pm

"Und ich hätte in Ryanti in Feuer und Rauch und Blut mein Leben aushauchen sollen wie jeder anderer meiner Männer" erwiderte Adam. "Aber ich bin zurückgekehrt und habe den roten Tod in deine Stadt gebracht, welcher sich mit Schwert und Feuer verbreitet. Doch nun sind wir beide noch hier. Gebrochen, gezeichnet aber am Leben" er deutete auch auf seinen Körper, welcher noch immer die Zeichen der Verbrennungen trug. "Und auch Katherine lebt noch. Wir sind geschwächt aber nicht geschlagen. Wir müssen nur aufstehen und weiter machen. Es gibt einen Grund weswegen wir noch hier sind. Wir sind noch lange nicht geschlagen Ryan. Du nicht und ich auch nicht" er ballte die Hände zu Fäusten. "Gemeinsam werden wir wieder auferstehen. Es mag sich ein dunkler Schatten über diese Stadt und unsere Familie gelegt haben Ryan. Aber die Velaryons blühen im Schatten! Wir sind am stärksten wenn das Dunkel um uns am finstersten wütet. Wir werden erneut zu alter Stärke gelangen"
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Mi Jun 04, 2014 11:29 pm

"Und finsterer könnten die Zeiten wahrlich kaum sein.", war Ryans vorläufige Antwort, auf die kurze Ansprache seines Bruders. Ihr Motto mochte so lauten, die Velaryon mochten aus der Zerstörung und dem Chaos wie ein Phönix hervor gehen, doch in diesem Moment bedeutete Ryan das nichts. In diesem Moment war er geschlagen, in diesem Moment waren seine Stadt und sein Volk getroffen, seine Familie zerfressen von Zweifeln und Trauer. Sie hatten Brandon noch immer nicht wieder gefunden und Ryan konnte sich vorstellen wie Katherine sich dabei fühlen musste, noch immer annehmen zu müssen ihr Sohn sei tot. Er wusste nicht wo Brandon war, doch er war in keinem Fall glücklich, eher war er verzweifelt und verloren. Auch wenn Ryan es nicht wahr haben wollte, inzwischen könnte er doch gestorben sein, verhungert, gefressen, erschlagen, vergiftet. Der Buckel war gefährlich und Brandon war noch ein Junge, ein verletzlicher Junge.
"Du hättest dort nicht sterben dürfen. Wer hätte mir sonst sagen können, dass alles wieder gut wird?", fragte Ryan und versuchte sich an einem Lächeln, das nur schwach um seine Lippen zuckte und seine Augen nicht erreichte. Er sah wieder aus dem Fenster. Er wollte seine Schwester wieder sehen, wollte sich versichern dass es ihr gut ging, dass sie ihm nichts übel nahm und nichts nachtrug. "Du hast recht.", setzte Ryan dann wieder an. "Wir werden wieder auferstehen, wir werden dieses Mal alle zusammen stehen und allem widerstehen. Brandon wird wieder zu uns kommen, Teirm werden wir wieder aufbauen und das Reich werden wir zum Wohlstand führen. Wir sind Velaryons, wir geben nicht auf.", erklärte Ryan und war sich sicher, er wollte es sich einreden und nicht seinem Bruder erklären. In gewisser weise hatten sie zumindest in einem Punkt glück gehabt: Es war Frühling, sie hatten fast das ganze Jahr um die Stadt aufzubauen, schöner und besser als zuvor. Ihre Schatzkammern waren bis zum bersten gefüllt und zur not stoppten sie den Bau von Caerleon. Wer sollte sie daran hindern die Stadt wieder zu errichten?
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Mi Jun 04, 2014 11:48 pm

Adam nickte. Sein Bruder hatte wahre Worte gesprochen. Wie oft in den letzten Jahren habe ich mir gewünscht du wärest Tod, damit ich rechtmäßig an deiner Stadt diese Familie leite? Und nun bist du hier und ich war niemals glücklicher dich lebend zu sehen. Du bist ein besserer Mann, ein besserer Herrscher und ein besserer Velaryon als ich es jemals sein könnte. Auch wenn du es vielleicht nicht weißt langsam stand Adam auf ging zu einem der Fenster und stieß dieses auf um die frische Meerluft in das Gemach zu lassen, welches vormals von ihrem Vater genutzt worden war.
"Die Elfen sind in die Stadt gekommen. Nicht die Krieger, sondern die Königin meine ich. Überall sieht man wie sie die Stadt von den Spuren des Kampfes befreien und den Menschen helfen. Sobald du wieder auf den Beinen bist sorgen wir dafür, dass die Stadt erneut aufgebaut wird. Mit höheren Mauern und besserer Struktur"
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Do Jun 05, 2014 12:04 am

"Aber dafür müssen wir erst einmal dafür sorgen, dass die Menschen die Richtigen für diesen Anschlag verabscheuen", erklang eine andere Stimme von der Tür her, in deren Rahmen Katherines blasse Gestalt stand, deren lange blonde Haare ihr dieses Mal offen auf die Schultern fielen. Auch in ihrem Gesicht stand die Erschöpfung der letzten Zeit und als sie ein paar Schritte auf ihre Geschwister zumachte und ihre blauen Augen über die Gestalt der beiden anderen glitten, dort die Skepsis und den Zweifel wahrnahmen, blieb sie unvermittelt stehen und senkte den Kopf. All das war im Grunde genommen ihre Schuld, sie hatte ihren Vater begleitet, hatte ihre Unterschrift gesetzt und ihn damit legitimiert und sie war es auch, die dafür gesorgt hatte, dass er aus dem Kerker von Ceunon frei kam und wofür? Für Tote und verbrannte Häuser, für wehklagende Frauen und Kinder und für schwarzen Rauch, der noch immer gen Himmel zog und ihr Mal um Mal aufs Neue die Tränen in die Augen trieb. Wenn sie nicht so naiv gewesen wäre und geglaubt hätte, ihr Vater würde ihr wirklich ihren Sohn zurück bringen, dann wäre all das nicht geschehen und die Truppen des roten Gottes hätten sich niemals gegen die Stadt erhoben. Thomas hatte Recht behalten - sie bekam Brandon nicht einfach so zurück und wann immer sie das Gesicht ihres Sohnes vor ihren inneren Augen sah, trieb es ihr die Tränen in die Augen und ließ sie schwer schlucken.
Der kurze Anflug eines Lächeln, welches ihre Augen nicht erreichen wollte, huschte über ihre blassen Züge während sie die langen Ärmel des Kleides, das sie trug, über die geschundenen Handgelenke zog, als sie auf Ryan zutrat und sich dann schließlich an seine Bettkante sinken ließ. Behutsam tastete sie nach seiner Hand, schloss ihre Finger um die seinen und zog sie schließlich zu sich heran, nur um ihm einen zarten Kuss darauf zu hauchen. "Ich bin so froh, dass du wach bist", flüsterte sie leise, suchte für einen kurzen Moment seinen Blick und erkannte mit Schrecken den Schmerz, den sie darin lesen konnte. Wie hätte es auch anders sein sollen? Ryan war immer ein guter Mensch gewesen, vermutlich sogar der Beste von ihnen allen, er sorgte sich um die Menschen und um die Stadt, darüber, was geschehen war. So war es immer gewesen und es war tröstlich diese eine Konstante behalten zu dürfen. "Ich hätte es nicht ertragen, wenn sie geschafft hätten dich zu ermorden."
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Do Jun 05, 2014 12:24 am

Ryan hatte gehört wie die Tür von neuem aufgegangen war, hatte seinen Blick jedoch zunächst nicht von seiner geschudenen Stadt abwenden können, bis die Stimme seiner geliebten Schwester an seine Ohren gedrungen war. Überrascht und mit einem sanften Lächeln hatte er sich zu ihr umgesehen, hatte in ihre traurigen blauen Augen geblickt, die davon zeugten wie sehr auch sie von den Ereignissen getroffen worden war. Die Rückkehr ihres Vaters, das Verschwinden ihres Sohnes und dessen vermeintlicher Tot und ihre grausame Gefangenschaft in den schrecklichen Worten von Thomas. Natürlich war es ebenso grausam gewesen, sie einmauern zu wollen, um sie zum schweigen zu bringen und aufzuhalten. Doch das war ein körperlicher Schmerz, ein Schmerz der für sie an Bedeutung verlieren musste, in Anbetracht der Tatsache dass sie ihren Sohn verloren hatte. Keiner Mutter sollte soetwas passieren, keine Mutter war darauf vorbereitet und keine Mutter könnte es verkraften. Doch seine Schwester war stark, sie konnte ihre Trauer aufschieben.
Mit einem Seuftzen umschlossen seine Finger die ihren, erwiderten seine Augen ihren Blick und sehnte er sich nach ihrer Nähe. Er liebte sie und würde nie eine Frau wie sie lieben können, geschweige denn eine Frau wie sie finden. Sie war einzigartig, sie war Katherine Velaryon. "Ich sagte dir, ich würde nicht zulassen dass dir etwas passiert.", hauchte Ryan liebevoll. In Ceunon hatte er ihr versprochen, dass er nicht zulassen würde dass ihrem Sohn etwas passiert, dass er ihn schützen würde. Sie hatte ihn angefelht und doch hatte er nichts tun können. Sie hatte gesagt, er sollte nicht zulassen, dass das Xeldaric Schicksal sie ereilte, dass Brandon etwas geschah und sie nur tatenlos zusehen können würden. Er hatte das Versprechen gebrochen. Er seufzte erneut, doch dieses Mal schwerer. "Sie werden Ryanti, Thomas und nicht zuletzt die Schatten dafür verantwortlich machen. Wir müssen ihnen nur sagen warum sie schuld sind."
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Do Jun 05, 2014 12:29 am

"Ich befürchte so einfach ist das nicht" warf schließlich Adam ein, welcher das Thema nur ungerne anschnitt. "Als ich hierher ritt und durch die Stadt kam habe ich andere Worte vernommen. Jedoch nicht vereinzelt sondern... verbreitet. Thomas mag ein Wiedergänger gewesen sein aber diese Tatsache ist den Menschen nicht ins Gedächtnis gebrannt. Für sie hat Thomas Velaryon mit dem Segen seiner Tochter, der Schwester des Fürsten von Teirm die Aufgaben seines Sohnes übernommen während dieser in Ilirea verweilt. Dann kommst du jedoch mit einer Armee an und tötet die Soldaten, welche in Brot und Sold der Velaryons standen und dachten sie täten das richtige. Diejenigen die überlebt haben behaupten, du hättest alle als Verräter bezeichnet die sterben müssten. Die Menschen hassen die Männer des roten Gottes ja. Aber sie führen den Ausbruchd er Gewalt auf dich zurück und sie fürchten, dass du sie auch umbringst da sie nicht gegen Thomas aufbegehrt haben. Der alte Bastard hat das alles gut eingefädelt"
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Fr Jun 06, 2014 9:54 pm

Ryan schüttelte leicht den Kopf und schloss die Augen. Weil Katherine von ihrem Vater dazu gebracht worden war alles zu unterzeichnen, hatte er tatsächlich das Recht besessen über die Stadt zu herrschen und die Soldaten zu befehligen. Die armen Männer hatten nicht wissen können dass sie einem großen Betrug aufgesessen waren. Dennoch hätten nicht so viele sterben müssen, hätten sie sich ergeben als sie das Wappen der Velaryons gesehen hatten. Doch seinem Volk würde das vermutlich nicht viel bedeuten, sie würden nur die Toten sehen, ihre verlorenen Freunde und Familienmitglieder. Und sie würde es ihm vor halten! Er war der Mörder dieser Menschen, er hatte die pflichtbewussten Männer getötet, die ihm nur im Weg gestanden haben, weil sie meinten das Richtige zu tun. Nichts desto trotz war Ryan zwar traurig und bedauerte diese Menschen, doch er war dennoch der Meinung das richtige getan zu haben. Es wäre nur noch schlimmer geworden hätte er seinen Vater nicht zu Fall gebracht. Er blickte wieder zum Fenster hinaus.
Sein Volk kannte ihn, er herrschte schon lange über sie, führte sie und sorgte für sie. Die Ereignisse der letzten Tage waren die erste Katastrophe seit vielen Jahren. Sie würden es ihm verzeihen wenn er ihnen nur die Chance dazu gab, wenn er auch dafür arbeitete, wenn er ihnen zeigte dass er noch immer der richtige Fürst für sie ist. Er seufzte und sah seine Geschwister. Sie würden ihm beistehen, sie würden sich alle wieder gegenseitig stützen. "Ich werde mich unter mein Volk begeben.", begann Ryan. "Sobald es mir besser geht. Ich werde Brot und Decken verteilen, den Männern und Frauen mein Beileid ausdrücken und ich werde ihnen erklären warum es nötig war. Ich werde zwischen ihnen sein müssen, damit sie sehen, dass ich nicht wollte, dass das alles passiert.", erklärte Ryan und sah seine Geschwister noch einmal versichernd an. Er würde mindestens einen, vielleicht zwei Tage brauchen um sein Vorhaben zu bewerkstelligen. Die nächten Wochen, Monate, vermutlich sogar Jahre würden teuer werden, etwas dass er nur sehr ungern hörte. Doch es würde nötig sein. "Und wenn wir die Stadt wieder aufbauen, können wir uns gleich daran machen sie zu verstärken. Die Bedrohung der Schatten scheint ja Tag für Tag zu zunehmen und über die Ziele und Pläne der anderen Reiche wissen wir so gut wie nichts. Wir müssen vorbereitet sein."
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Fr Jun 06, 2014 10:00 pm

"Du wirst die nächsten Tage das Bett hüten" warf Adam ein, welcher seinem Bruder einen äußerst skeptischen Blick zuwarf und sich an der Nase kratzte. "Wenn dich die Menschen so sehen demonstrieren wir nur die Schwäche und die momentane angreifbarkeit der Velaryons. Das können wir uns nicht leisten" er seufzte schwer. Es gefiel ihm ganz und garnicht. Die ganze Entwicklung der Ereignisse hatte ihre Familie geschwächt. Ein Jahrhundert lang hatten die Velaryons niemanden den sie fürchten mussten. Wie es scheint sind die einzigen, die den Velaryons Schaden zufügen können... die Velaryons selbst es war kein sonderlich erbaulicher Gedanke.
"Die Elfen helfen momentan in der Stadt wo sie nur können. Das mag uns zur Hilfe gereichen, aber wenn wir weiter denken... man wird die Elfen als Heiland feiern. Das können wir nicht zulassen. Wir müssen unsere eigenen Männer strategisch positionieren. Sie müssen am meisten bei den Aufbauarbeiten auffallen. Wir müssen die Wahrnehmung der Menschen auf uns richten, wenn wir nicht noch mehr Schaden anrichten wollen. Und jemand sollte mit der Königin der Elfen reden"
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Fr Jun 06, 2014 10:18 pm

Ryan musste lächeln. Obwohl sein Bruder in allen Punkten recht hatte, widerstrebten ihm einige der Gedanken. Es war eigentlich nur recht und billig, dass die Elfen sich nun für die Menschen einsetzten, ihnen halfen. Die Menschen beäugten die Elfen schon zu lange sehr misstrauisch und wenn sie nun sahen dass sie ihnen halfen, würde sie in ihrem Ansehen steigen. Man könnte einige Probleme in der Beziehung zwischen Menschen und Elfen so lösen. "Das die Elfen uns helfen ist gut, aber du hast natürlich recht; Wir dürfen deshalb nicht in den Hintergrund geraten.", erklärte Ryan. "Da ich aber, wie du nun sagst, das Bett hüten musst und ich Katherine das nicht antun will, wirst du dich unter das Volk mischen müssen. Ich denke du wirst dich sicher auch gut um die Postirung der Soldten kümmern können."
Ryan musste unweigerlich an die kryptische Karte denken, die er in Ilirea gefunden hatte, als sein Bruder von Nyaralin sprach. Er hatte ja schon dort mit ihr gesprochen und sich beweisen können. Er wusste nicht ob sie ihn besonders mochte, doch da es seine Stadt war und sie ihm geholfen hatte, wäre es ziemlich unhöflich nicht persönlich mit ihr zu sprechen und sich zu bedanken. "Das Gespräch mit der Königin der Elfen werde ich selbst übernehmen. Wir sprachen bereits miteinander und zu einem Gespräch sollte ich trotz der Verletzungen im Stande sein."
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Di Jun 17, 2014 2:33 am

Ryan schlug die Augen auf und wusste das etwas nicht stimmte. Er lag in seinem Bett, in seinem Zimmer, in seinem Schloss. Durch das Fenster schlich sich das bleiche Mondlicht und der Schein einiger Fackeln von den Mauern. Doch etwas stimmte nicht. Etwas war nicht richtig, doch er wusste noch nicht was. Er versuchte sich an das wenige Licht im Raum zu gewöhnen und seine Hand glitt unter sein Kissen, tastete dort nach seinem Dolch. Wie wohl die meisten Männer die befürchten mussten, ermordet zu werden, hatte er seinen Dolch immer unter seinem Kissen, doch heute war er nicht da. Erschrocken sah er sich um und erblickte auf einem Sessel in der Ecke, eine Gestalt die seinen Dolch in den Fingern hielt. Ryan war im Begriff die Wachen zu rufen, als die Gestalt einen Finger auf die Lippen legte. "Schreit nicht rum. Ich möchte euch nichts tun.", erklang eine ruhige Männerstimme. Ryan konnte einen deutlichen Aktzent in der Stimme wahrnehmen, der ihm bekannt vorkam, von dem er jedoch nicht sofort wusste woher er stammte. Der Mann legte den Dolch auf den Boden und schob ihn über den Boden auf Ryan zu.
"Wer seid ihr? Wie kammt ihr hier rein? Und warum sollte ich nicht die Wachen rufen?", fragte Ryan verwirrt, hob den Dolch vom Boden auf und setzte sich in seinem Bett auf. Er fragte sich warum er nicht nach den Wachen rief.
"So viele Fragen, aber nicht eine davon richtig.", erklärte der Mann und Ryan konnte das feixende Lächeln aus der Stimme heraus hören. "Ich komme aus Valencia und übernehme einen Botengang. Meine Herren wollen nicht zu viel Aufmerksamkeit erwecken, denn sie wissen nicht, wie eure Königin auf das Angebot reagiert, dass ich euch unterbreite.", sagte der Mann und Ryan runzelte nur die Stirn. Nun wusste er woher, er den Akzent kannte.
"Ich werde meine Königin nicht verraten, denn genau danach klingt es für mich bis jetzt!", begehrte Ryan wütend auf.
"Nein, nein, beruhigt euch.", versuchte der vermummte Mann den Fürsten zu beruhigen. "Es ist kein Verrat, das kann ich euch versichern. Hier geht es... um eine Art Geschäft. Selbstverständlich ist bereits eine Delegation auf dem Weg zu eurer Königin, doch was wir erfahren haben, lässt darauf schließen, dass ihr ein gewinnbringenderer Partner wärt.", erklärte der Mann. Als Ryan ihn lediglich schweigend und erwartungsvoll ansah, sprach er weiter. "Die Askari würden sich gerne mit den Velaryon verbinden. Ich soll euch hiermit eine mögliche Verlobung, zwischen König Alejandro und Fürstin Katherine, unterbreiten."
Ryan war überrascht. Valencia hatte bisher höchstens Handel mit Alagaesia getrieben. Bündnisse und Ehen standen bisher nie zu Debatte, was wohl auch daran lag, dass Valenzia recht eingebildet war, oder zumindest als eingebildet galt. Doch es war nicht von der Hand zu weisen, dass eine Ehe in das Königshaus, gerade in dieser Zeit, gewinnbringend wäre. "Ich... ich werde mit meiner Schwester darüber reden müssen... doch ich wäre daurchaus nicht abgeneigt.", antwortete Ryan ruhig. Er wusste das Katherine toben und schreien würde, er wusste dass sie ihm vorwerfen würde wie Thomas zu sein und er wusste, dass er sich wie dieser fühlen würde. Doch einen Versuch war es wert.

Ryan stand vor seinem Spiegel, mit dem aus Silber getriebenen Rahmen. Er trug einfache Kleidung in weiß, aus dem billigsten Stoff denn er hatte finden können. Er wollte heute die Messe besuchen und seinem Volk zeigen, dass er gewillt war Buße zu tun. Adam war nicht all zu gut aus der Sache heraus gekommen, als er sich unter das Volk mischen sollte. Doch Ryan konnte nicht aufgeben. Er würde in der Kathedrale zu seinem Volk reden und er würde das Brot und die Decken verteilen, die Adam dem aufgebrachten Mob nicht hatte geben können. Sein Bruder war inzwischen jedoch zu einer Gefahr für sich und andere geworden. Die Elfen hatten ihm gesagt, dass er von den Schatten korrumpiert worden war und das machte ihn unberechenbar. (ot: falls er es noch nicht weiß, editiere ich es wieder ^^)
Auch musste Ryan immer wieder an die letzte Nacht denken. Der vermummte Mann hatte ihm nur noch gesagt, dass er wieder kommen würde, nicht wann und nicht wo Ryan ihn finden konnte. Doch eigentlich machte er sich auch viel mehr Gedanken darüber, was Katherine über das Angebot sagen würde, dass ihnen unterbreitet worden war. Er musste sie so bald wie möglich darauf ansprechen, denn momentan hatte er noch etwas in der Hand, mit dem er sie besänftigen konnte; Die Drachenreiter hatten einen Brief gesandt, der beinhaltete, dass Brandon von ihnen gefunden worden war. (ot: Falls er dass auch noch nicht weiß, editiere ich auch das.)
Als er Schritte vor der Tür hörte, dominierte ein Gedanke seinen Geist: Würde die Königin der Elfen so wohlwollend auf ihn reagieren, wie bei ihrer ersten Begegnung und könnte er wirklich wieder so überlegt und höflich sein wie damals? Nun inzwischen kannte er zumindest die traditionelle Begrüßung der Elfen und diese würde er anwenden, in der Hoffnung, noch etwas in ihrem Ansehen auf zu steigen.
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Di Jun 17, 2014 6:50 pm

Die Tage waren lang und beschwerlich gewesen, selbst für ihr eigenes Volk, welches sich nun bereits seit Wochen um die armen Seelen der Stadt kümmerte, welche den Brand der Männer des roten Gottes, sowie den Angriff auf die Feste Arac'sil überlebt hatten. Es war so viel Elend, das sie hatten sehen müssen, so viele verletzte Menschen, die ihrer Hilfe bedurften und wann immer sie neue Leichen hatten zu Grabe tragen müssen, war ihr Herz ein Stück schwerer geworden. Immer wieder hatte sie darüber nachgesonnen, weshalb es diesen Angriff gegeben hatte, immer wieder hatte sie versucht zu begreifen, weshalb die Nachkommenden gegen einander vorgingen und einander eine solche Grausamkeit gegenüber brachten, aber es hatte eine Erklärung dafür gegeben und alles, was dem Volk der Sterne übrig geblieben war, war die Wunden all dessen zu schließen, was übrig geblieben war. Die Menschen in den Straßen hungerten und alle Unterkünfte, die sie hatten errichten können, hatten nicht dabei geholfen, die seelischen Wunden des Angriffs zu lindern, die in den Augen der Überlebenden gestanden hatten. Es war so viel Leid gewesen, so viel Elend und so viel Traurigkeit - so viel, zu dem es niemals hätte kommen dürfen.
Als sie nun den langen Gang zu den Gemächern des Fürsten der Stadt durchschritt, war es erneut jenes Unverständnis, das sie tief in sich selbst fand und die Trauer über das Schicksal des Volkes, das dort vor den hohen Mauern der Stadt leben musste und einzig von ihrem eigenen Volk geschützt wurde, nachdem die Soldaten der Stadt gefallen oder desertiert waren, während die Familie des Fürsten sich hierher zurück gezogen hatte und bislang jeden Kontakt zu dem Volk vermieden hatte. Für einen kurzen Moment wanderten die türkisfarbenen Augen der Elfe zu ihrem schweigsamen menschlichen Begleiter und für einen Wimpernschlag nur huschte ein mitleidiges Lächeln über die feinen Züge. Adam Velaryon. Der Älteste der Fürstenfamilie und jener junge Mensch, dem das Volk die Schuld an dem Massaker gab - die Elfen hatten den Einfluss des Schatten in ihm vernichtet, hatten sein Antlitz wieder hergestellt und ihn vor dem rasenden Mob geschützt, doch seit diesem Zeitpunkt hatte er kaum mehr gesprochen, als es notwendig war. Nyaralin hatte ihn gewähren lassen, hatte seinen Gedanken freien Lauf gelassen und ihm die Zeit gegeben, die er gebraucht hatte, doch als nun der Ruf Ryan Velaryons an die Ohren des Volkes der Sterne gedrungen war, war der Moment gekommen, indem sie den Bruder gebeten hatte, sie zu begleiten, wenngleich auch die elfischen Soldaten, welche sie selbst begleiteten, nur wenig Begeisterung darüber gezeigt hatten. Auch jetzt noch erkannte sie Arandurs Hand auf dem Heft seiner Waffe, wusste, dass Raenion bereit war, den Menschensohn zu köpfen.
Die Türen zu dem Gemach des Fürsten wurden von den wachhabenden Soldaten geöffnet und offenbarten den großen Raum, in welchem der junge Fürst die weiße Kleidung angelegt hatte, mit welcher er vor das Volk zu treten gedachte. Erneut glitten die hellen Augen der Elfe über die hochgewachsene Gestalt des Fürsten, über den silber beschlagenen Spiegel vor dem er stand und sie erkannte die Furcht, die in den Augen des Kindes der Nachkommenden stand. Jene Angst, die sie erneut milde lächeln ließ während sie einen Schritt nach vorn setzte und in den Raum hinein trat. "Die Armut findet zuweilen Wohltäter, aber selten Freunde, Fürst Velaryon", begrüßte sie ihn mit leiser Stimme, welche sanft und mit einem zarten Akzent besetzt, durch das Gemach hallte. "Das Volk wird nur auf Eure Taten blicken und all jene Belanglosigkeiten außer Acht lassen, auf die Ihr nun Euer Augenmerk legt."
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Di Jun 17, 2014 9:52 pm

Ryan musste ob der Worte der Königin schmunzeln, die sie an ihn richtete wie eine Mutter an ihr Kind. "Ich ahnte, dass ihr dergleich sagen würdet und dennoch war ich nicht klug genug es anders zu machen.", antwortete Ryan und verneigte sich vor der Elfe, die höflichen Worte ihrer Sprache schon wieder vollkommen vergessend, ob ihrer freundlichen Begrüßung. Sein Blick glitt hinüber zu seinem Bruder und ein glückliches Lächeln zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Die Elfen hatten ihn von seinen Narben und scheinbar auch von dem dunklen Einfluss der auf ihm lag befreit. Adam war wieder ein vollkommenes Familienmitglied, ein Bruder dem man ohne große Bedenken etwas anvertrauen konnte. "Du siehst sehr gut aus Adam.", richtete Ryan die Worte an den älteren und seufzte erleichtert.
Er blickte wieder auf die Königin, diese vollkommene Schönheit, wie nur die Elfen sie hervorbringen konnten. Sie schien zu strahlen und man spürte ihre Güte und Wärme. In ihrer Nähe musste es einem einfach gut gehen. Ryan fiel wieder die Karte ein, welche er in Ilirea gefunden und welche er Nyaralin noch zeigen wollte, um zu hören was sie darüber dachte. Etwas seltsames ging von ihr aus, etwas dass Ryan kaum beschreiben konnte, jedoch verhinderte dass er sie einfach fortwarf. Zunächst würde er jedoch die anderen Angelegenheiten mit ihr besprechen. "Majestät, auch ihr strahlt wieder in der Schöhnheit der Morgenröte.", schmeichelte Ryan ihr und neigte ernuet leicht das Haupt. "Ich möchte euch dafür danken, dass ihr meiner Stadt und meinem Volk so sehr helft, in diesen schweren Zeiten. Ich weiß nicht wie ich das wieder gut machen soll... Doch ich mach mir noch immer sorgen.", erklärte der Fürst und warf einen Blick aus dem Fenster. Es war ein klarer Tag. "Ich weiß nicht wie wir uns vor einem Feind, wie den Schatten schützen sollten... Thomas... er wurde tatsächlich von ihnen gesandt, nicht wahr?"
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Mi Jun 18, 2014 9:12 pm

Sanft neigte sie den Kopf, zeigte still die Dankbarkeit über jene Worte, welche der junge Fürst verlauten ließ und die nun an ihre Ohren gedrungen waren. Der junge Fürst bedankte sich für die Hilfe, welche das Volk der Sterne ihm in jener dunklen Stunde hatte zukommen lassen und bewies ihr einmal mehr, dass das Vertrauen, welches sie in ihn gesetzt hatte, nicht umsonst gewesen war. Die Völker mussten, gerade in diesen dunklen Tagen, erneut zueinander finden und jene alte Feindschaften, welche sie über all die Jahre hinweg gepflegt hatten, hinter sich lassen, um neu beginnen zu können - so wie sie es bereits schon einmal getan hatten, als alte Feinde und dunkle Mächte jenes Land bedroht hatten, welches sie alle als Heimat bezeichneten. So schmerzten die Fragen des jungen Fürsten einmal mehr ihr Herz und Bedauern sprach aus den Augen der Elfe, welche nun erneut einen Schritt nach vorn setzte und sanft den Kopf ein Stück weit senkte, als wolle sie damit das Bedauern ausdrücken, welches sie tief in ihrem Herzen über den unsagbaren Verlust empfand, welchen der junge Menschensohn zu erdulden hatte. "Es war die Finsternis, welche Euren Vater dem Grabe entrissen hat und es war der Schatten, der auch jetzt seinen Geist fesselte", lautete schließlich ihre Antwort auf eben jene Frage, wenngleich sie sich wünschte, sie hätte ihm bessere Nachrichten übermitteln können.
"Doch sorgt Euch nicht, Fürst Velaryon, der Schatten hat keine Macht über Euch. Euer Weg liegt bereits vor Euch", führte sie seicht fort, ließ ihre Stimme in dem leisen Wind mitschwingen, während sich ein feines Lächeln auf ihren Zügen ausbreitete und die hellen Augen erhellte, die sich wieder auf das Kind der Nachkommenden gerichtet hatten und dort jede Regung seines Gesichts registrierten. "Was Euch bleibt, ist die Frage, welche Schwierigkeiten Ihr bereit seid, auf Euch zu nehmen und wen Ihr an Euer Seite dulden werdet", beendete sie ihre Ausführung und trat hinüber zu dem großen Fenster, das ihnen den Blick auf die Stadt ermöglichte, die weit unter der Festung lag, in welcher sie nun ihr Gespräch führten.
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Mi Jun 18, 2014 9:58 pm

Ryan unterließ es die Königin der Elfen fragend anzusehen, wusste er doch, dass er so in keinem Fall einen weiteren Hinweis aus ihr heraus bekam. Doch Fragen wollte er auch nicht, befürchtete er doch, nur noch kompliziertere und verworrenere Antworten zu bekommen, als er sie jetzt hatte. Darum beschloss die Zeit es richten zu lassen, was wohl das klügste war was er tun konnte. Ryan meinte den Grundgedanken ihrer Worte verstanden zu haben, doch wie es bei so vielem war würde die Zeit alles wohl erst in das rechte Licht rücken. Dennoch, die Unwissenheit ärgerte ihn. Stets versuchte er alles über seine Feinde, über Möglichkeiten, Pläne und hin und wieder auch Freunde heraus zu finden, doch nun musste er sich dem Unverständnis hingeben, aufgrund der Worte einer Elfe. Damit hätte er nie gerechnet.
Ryan bewegte sich auf das Fenster zu und stellte sich neben Nyaralin, blickte auf seine Stadt hinaus, die einst ein Abbild vollkommener Schönheit gewesen war und nun ein Mahnmal der Zerstörung. Er musste die Stadt wieder aufbauen, Stein für Stein und dieses Mal wirklich komplet aus Stein. Lieber opferte er das halbe Vermögen der Velaryon, als zu riskieren dass Teirm in der nächsten Zeit erneut nieder gebrannt wurde. Seine Vorfahren und seine Nachfahren würden ihm recht geben. Doch es gab noch etwas, dass er die Königin fragen musste, etwas dass er sie schon seit längerer Zeit fragen wollte. Er zog aus einer seiner Taschen, die Karte, welche er im Zimmer der ehemaligen Fürstin von Ilirea gefunden hatte und zeigte sie Nyaralin. "Majestät, diese Karte fand ich in Ilirea, im Zimmer der ehemaligen Fürstin. Ich hatte gehofft ihr könntet mir ob ihrer Bedeutung womöglich weiter helfen."
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Do Jun 19, 2014 3:01 pm

Der Blick der Elfe fiel auf die kleine Karte, welche Ryan in seinen Händen hielt und deren Abbild sie nur allzu gut kannte. Die Worte darauf waren in derselben Schrift geschrieben, wie es einst vor 120 Jahren der Fall gewesen war und bedrückt schlug sie die Augen nieder, spürte wie ihr eigenes Herz schwerer wurde bei all der Erinnerung, welche sie mit dem Bildnis jener Karte wieder in eine alte Zeit brachten, von der sie glaubte, sie habe sie längst hinter sich gebracht. Es waren jene Karten, die auch sie einst erhalten hatte, bevor Ethra sich gegen sein eigenes Volk gewandt hatte und Kharas sich als Diener des Schicksals für das Verderbnis der Welt eingesetzt hatte - Zeiten, in denen die Furcht über dieses Land regiert hatte und alle Hoffnung verloren schien. Nun schien es beinahe, als würden sich jene dunkle Stunden wiederholen und als sie erneut ihren Blick über die Karte in Ryans Händen gleiten ließ, huschte ein trauriges Lächeln über die Züge der Elfe ehe eben jene die Hände hob und die des jüngeren Fürsten um die Karte schloss. Wenn er wirklich ein Teil des Schicksals sein würde, das dieser Welt drohte, dann würde sie auch ihm zur Seite stehen, bevor seine Gedanken von den dunklen Worten eines alten Ordens verfinstert wurden.
"Diese Karte ist alles, was Euch leiten wird. Sie bestimmt Euer Schicksal und wurde von einem uralten Orden entsandt, welcher sich schwor, dem Schicksal zu folgen", begann sie ihm zu erklären, wenngleich sie auch wusste, dass Ryan den Weg, welchen die Arcanea für ihn ersonnen hatte, längst noch nicht kannte. Er würde ein Kind in dem Netz uralter Prophezeiungen sein, wie es einst auch Ethra gewesen war und die Elfe fürchtete um den jungen Geist des Adligen mehr als sie es jemals zuvor getan hatte. "Arcanea - so nennen sie sich selbst und sie werden versuchen, Euch in ihren Bann zu ziehen. Das haben sie einst bereits mit so vielen getan", führte sie leise fort, lenkte ihre Augen hinauf zu dem Gesicht des jungen Fürsten und ließ ihr Lächeln weicher werden, wenngleich auch der sanfte Zug des Wehmut noch immer in den feinen, hellen Zügen der Elfe stand, deren blondes Haar ihr in langen Wellen über die Schultern fiel.
"Vergesst nicht, wer Ihr seid und vergesst all jene nicht, die Euch zur Seite stehen. Ihr dürft diesem Orden nicht vertrauen."
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Fr Jun 20, 2014 2:22 am

Ryan fühlte sich nicht gerade besser, als er den Blick in den hellen Augen der Elfe sah. Diese Augen hatten einem Mut gemacht, einen aufgebaut und gesagt man würde alles schaffen. Doch in diesem Moment, war ihre Wirkung in das komplette Gegenteil verkehrt. Ryan fürchtete mit einem Mal um das Wohl und Leben seiner liebsten, fürchtete dass er das alles nicht mehr stemmen konnte, hatte Angst dass alles zusammen brechen könnte. Wie schrecklich musste diese Karte sein, dass Nyaralin zu einem solchen Blick fähig war? Der Fürst seufzte und war um die Hände dankbar die sich auf seine legten. Wäre er doch bloß nie in das Zimmer dieser dunklen Fürstin getreten, hätte er diese Karte doch bloß nie an sich genommen. Aber er zweifelte, ob es etwas geändert hätte. Wenn dieser Orden mit dem Schicksal arbeitete, konnte man ihm wohl kaum entgehen... Der Mann, der in sein Turnierzelt gekommen war... Dieser Orden gefiel Ryan schon jetzt nicht.
"Als müssten die Velaryon nicht schon genug leiden.", flüsterte Ryan. Thomas war zurück gekehrt, Brandon verschwunden, Katherine noch immer geschafft von der Zeit in Gefangenschaft, Teirm zerstört, Adam hatte unter dem Einfluss der Schatten gestanden und nun stellte sich auch noch heraus, dass diese Karte wenig gutes zu bedeuten hatte. "Ich werde es nicht vergessen und ich werde ihm nicht verfallen... ich würde es euch schwören, doch ich neige dazu es eher zu hoffen.", erklärte er. Vor anderen hätte er das letzte nur gedacht, doch zum einen würde sie wohl jedes Wort das er nicht aussprech erahnen, auf der anderen Seite, sollte sie wissen dass er es nicht auf die leichte Schulter nahm. "Ich werde euch vertrauen und mich von der Arcanea fern halten... und hoffen, dass diese Karte kein schlechtes Schicksal für mich und die meinen bereit hält."
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BeitragThema: Re: Gemächer des Fürsten   Mo Jul 07, 2014 4:41 pm

"Räumt alles aus" befahl Adam den Dienern, welche gerade dabei waren allerlei Kleinkram aus dem Zimmer zu tragen. Kerzenständer, Gemälde auf welchen sich Ryan hatte verewigen lassen. Geschmeide, feine Kleider welcher sein Bruder nicht hatte mitnehmen können auf seiner langen Reise nach Ryanti.
Die Königin hatte, kaum das sein Bruder die Landesgrenze überschritten hatte einen Reiter zu ihm gesandt und ihm die Adelswürde und alle Titel zurück versprochen, wenn er der Königin Treuer schwören würde.
Adam hatte eine schwierige Zeit hinter sich - er hatte alle seine Männer in Ryanti verloren, war von den verdrehten Spielen des Geistes in die Religion gerissen worden und hatte sich selbst, seine Familie und sein Vaterland verraten. Indes hatte sein Bruder die ganze Macht in der Familie an sich gerissen und dabei stets sein Ziel verfolgt ihre Familie auf den Königsthron zu hieven. Und ebenso wie sein Vater vor ihm hatte auch Ryan alle Gesetzmäßigkeiten verloren und sich in dieses Ziel verbissen. Er hatte Teirm verloren, er hatte Katherine nach Valencia verkauft und sogar die Liebe des Volkes verspielt.
Adam hatte nicht lange überlegen müssen und wenngleich es ihm auch schwer gefallen war, so hatte er doch sein Knie gebeugt. Die Familie Velaryon hatte verloren und das musste sein Bruder endlich einsehen. Andererseits - vielleicht kam er sowieso niemals aus Ryanti zurück - und wenn Adam ehrlich war, dann hoffte er dies beinahe. Er hatte seinen kleinen Bruder geliebt, nicht den Mann zu dem er geworden wurde und der ihn an dunklen Abenden, wenn der Schein der Kerzen richtig viel mehr an Thomas als denn an Ryan erinnert hatte. "Was sollen wir mit den Wertgegenständen machen Herr?" fragte einer der Diener unterwürfig. "Verkauft sie, macht sie zu Geld - verschenkt was die einfachen Bürger gebrauchen können. Doch schafft mir all das aus den Augen! Haben wir eine Antwort von der Zwergenbank erhalten?" - "Noch nicht Herr" Adam schnaubte, winkte jedoch ab. Sein neues Gemach war nunmehr karg, beinahe spartanisch aber Adam mochte es so. Sein Volk litt Hunger und wenngleich die Aufbauarbeiten auch voran gingen, würde noch einige Zeit ins Land ziehen bis alles wieder hergestellt war. Er hatte viel und noch viel mehr verbrochen und hielt es daher für angemessen nicht viel besser zu Leben als der Pöbel. Die Bescheidenheit sollte seine Buße sein. Dabei waren die Zwerge nicht die einzigen, denen er geschrieben hatte. Auch die Kirche hatte einen Brief bekommen mit der Bitte ihm seine Sünden zu vergeben und der Frage wie er Buße tun sollte. Als Adam sich schließlich in den hölzernen Stuhl fallen ließ, ächzte dieser bedrohlich und Adam schloss für einen kurzen Moment die Augen.
Als er sie wieder öffnete war es bereits Abend geworden Ich muss eingeschlafen sein er rieb sich die Schlaf aus den Augen und zündete eine Kerze an, als es an der Tür klopfte. "Herein!"
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