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 Gästezimmer im zweiten Stock

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Der Erzähler
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BeitragThema: Gästezimmer im zweiten Stock   Fr Feb 24, 2012 1:54 am

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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Mo Jun 23, 2014 12:06 am

Ryan massierte sich die Schläfen. Das konnte doch alles nicht wahr sein, dieses Reich war ein riesiger Haufen Dreck! Wiedergänger, Feinde in der ganzen Welt, Feinde im eigenen Land, unfähige Fürsten, von denen einer sogar Truchsess wurde. Was machte er hier eigentlich noch? Warum ging er nicht einfach, ließ all das hier vor sich hin siechen, wie ein verletztes Tier, bis es dann letzten endes einfach verendete. Wohin sollte das alles bloß führen? Brandon hatte er inzwischen zumindest eine Eskorte gesandt, damit er sicher aus Narda nach Teirm kam, damit Katherine beruhigt werden konnte... Es wäre gelogen, wenn Ryan sagen würde, er wollte Brandon nicht endlich wieder sehen und wieder in die Arme schließen. Doch Katherine konnte das momentan wohl etwas dringender brauchen.
Ryan stand vor der Tür seiner Schwester, der Frau die er mehr als jede andere liebte. Er würde sie für einen Moment aufbauen können und müsste sie dann wieder mit zwei Dingen nieder machen. Dieser Gedanke war schrecklich. Er wollte sie nicht verletzen, wollte nicht dass es ihr schlecht ging. Und doch: Er wusste nach diesem Gespräch würde es ihr sicher nicht besser gehen. Er klopfte an die Tür und trat ein. Das Gästezimmer war das schönste im gesamten Schloss und außer Katherine hatte es in den letzten Jahren keinen anderen Bewohner gesehen. Ryan hatte nicht gewollt, dass jemand anderes ihr Zimmer nutzte. Ryan trat langsam auf seine Schwester zu und versuchte sich an einem Lächeln. "Katherine... ich muss dir ein paar Dinge erzählen...", erklärte Ryan zögerlich.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Mo Jun 23, 2014 12:23 am

Katherine hob langsam den Blick von dem Buch auf ihrem Schoß hinauf und lenkte die blauen Augen hinüber zu der Tür, in der das Gesicht ihres Bruders aufgetaucht war und für den Bruchteil einer Sekunde huschte ein feines Lächeln über das blasse Gesicht der Fürstin. Sie hatte versucht während der letzten Tage einen Ausgleich zu finden, etwas, das sie von alledem ablenkte, was geschehen war und ihre Gedanken nicht immer wieder in das zurückreißen ließ, was ihr Vater ihrer Familie angetan hatte. Thomas mochte tot sein, aber seine Taten spukten noch immer durch die langen Gänge der Festung, welche sie nicht hatte verlassen wollen - unter den Blicken der Wachen fühlte sie sich nicht mehr sicher und wann immer sie nachts schlief, so hielt jener Ruhezustand nur für einige wenige Stunden an, ehe die Erinnerung an die grauenhaft entstellte Leiche ihres geliebten Sohnes sie wieder aus dem Schlaf gerissen hatte. Die engen Räume, die es in der Festung gab, hatte sie nicht länger betreten können, hatte immer wieder geglaubt, die Wände würden auf sie zukommen und sie erdrücken, sie in den steinernen Mauern einschließen, wie es Thomas getan hatte.
"Ryan", begrüßte sie den anderen und erhob sich langsam, machte ein paar Schritte auf ihn zu, doch als ihr Blick auf das Gesicht ihres Bruders fiel, schwand ihr Lächeln und die Farbe ihres Gesichts. Etwas stimmte nicht - sie spürte, dass er beunruhigt war und dass es etwas gab, das ihn sorgte und eben dies war es auch, dass ihr Herz für einen kurzen Moment lang aussetzen ließ. Teirm war beinahe zerstört worden, die Stadt hatte gebrannt und ihr Sohn war von ihrem wahnsinnigen Vater ermordet worden, bevor die Elfen diese Stadt hatten retten müssen - wie viel schlimmer mochte es denn noch kommen? Einmal mehr begann sie sich zu fragen, ob ihre Familie noch nicht genug gelitten hatte während der letzten Zeit. "Was ist es?", fragte sie und griff nach einer seiner Hände, zog ihn behutsam in den Raum hinein und schloss die Tür hinter ihm ehe sie sich dem anderen wieder zuwandte und eine Hand hob, um sie sanft an seine Wange zu legen. "Was macht dir solche Sorgen?"
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Mo Jun 23, 2014 1:11 am

Es schmerzte dass sie so herzlich zu ihm war, bedachte er was er ihr nun zu sagen hatte. Ryan hatte in den letzten Tagen in jeder freien Minute an sie gedacht, in jeder Minute die er nicht bei ihr war und sich stets dafür gegrämt, dass er eben nicht bei ihr war! Sie mochte sich auf ihren wahnsinnigen Vater eingelassen haben, sie mochte einen Fehler gemacht haben, doch es war eben auch nur ein Fehler und sie hatte das alles nicht verdient, was Thomas mit ihr angestellt hatte. Es war so widerwärtig was sie alle durchzustehen hatte, ohne dass sie wirklich etwas dafür konnte. Er liebte sie so sehr und wollte nur das beste für sie, auch wenn sie es womöglich nicht so sehen würde. Die Karte in seiner Tasche, die die Königin der Elfen als so schreckliches Omen gedeutet hatte, hätte ihm zuvor noch ein wenige Mut gemacht, doch nun?
Ryan seufzte, drückte Katherines kleine Hand in der seinen und griff nach der an seiner Wange, hauchte auf diese einen Kuss. Es tat ihm so leid. Doch er meinte einen guten Weg gefunden zu haben, ihr alles so schonend wie möglich beizubringen. Er bugsierte seine geliebte Schwester auf ein Sofa und setzte sich zu ihr, hielt ihre Hände bei sich, um ihr Kraft zu geben... und wenn er ganz ehrlich war um sie daran zu hindern, ihm die Augen auszukratzen. "Katherine... ich muss bald gehen.", begann er vorsichtig. "Die Königin bittet mich -", zu seiner Überraschung war es alles andere als eine Bitte gewesen, im Gegenteil war der Brief recht harsch formuliert worden, trotz der Versuche des Schreibers es abzumildern. "Nach Ryanti zu Reisen und mit dem Imperator einen Waffenstillstand auszuhandeln. Außerdem... Soll ich einige Truppen zur Unterstützung nach Dras`Leona senden. Ich werde sie begleiten, um ihnen Mut zu machen und wieder gut zu machen, was hier geschah.", erklärte Ryan dann und ließ bewusst aus, dass sie Ceunon verloren hatten, wobei er nicht gedachte, das Gold der Velaryon in der Schatzkammer zu lassen, und nicht erwähnte dass er eine Zahlung an den Imperator entrichten musste.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Mo Jun 23, 2014 2:42 pm

"Nach Ryanti ...?", echote Katherine fragend und hoffte inständig darauf, dass ihr Bruder sie lediglich an der Nase herumführen würde, wie er es so oft getan hatte als sie noch kleiner gewesen waren, aber es kam kein Lachen von ihm. Nicht ein einziger Hinweis darauf, dass er die Worte nicht so meinte und die Fürstin schluckte schwer, hielt die Hände des anderen umschlossen, in der Hoffnung, sie könne ihn so davon überzeugen bei ihr zu bleiben, sie nicht allein in dieser Welt zu lassen. Dunkel erinnerte sich Katherine an die Erzählungen Adams über das Land des Feuers und die Menschen, die dort lebten, an jenen dunklen Herren, der die Armeen dort führte und alle beherrschte. Nicht zum ersten Mal in den letzten Tagen empfand sie Furcht und Sorge um Ryan, doch das Gefühl war dieses Mal ein anderes - es war die Furcht davor, ihn nie wieder sehen zu können, den geliebten Bruder für immer zu verlieren, nur weil ein junges Mädchen das so wollte. "Du darfst dort nicht hingehen, Ryan ...", flehte sie leise und schüttelte den Kopf, in dem Versuch seinen Widerspruch gleich wieder zu ersticken, der unweigerlich innerhalb der nächsten Sekunden an ihre Ohren gedrungen wäre und alle fragile Hoffnung weiterhin zerstört hätte, die sie noch gehabt hatte.
"Sie werden dich nicht zurückkehren lassen. Die Männer dort werden dich umbringen und dann kehrst du nie wieder zu mir zurück", setzte sie noch nach, selbst wenn sie wusste, dass er sie nicht gewähren lassen würde, sich nicht von ihr überzeugen lassen würde, hier zu bleiben und sein Fürstentum wieder neu zu errichten, wie sie es beabsichtigt haben. Sie wollte ihn nicht verlieren, wollte nicht noch einen Teil ihrer Familie und einen Teil ihres Herzens verlieren, nachdem ihr Vater ihr bereits Brandon genommen hatte. "Du darfst das nicht tun."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Mo Jun 23, 2014 10:29 pm

Ryan spürte ihren Schmerz, teilte ihn. Sie wollten sich beide nicht trennen, sie wollten sich öfter und länger sehen, wollten nicht immer wieder an verschiedene Ecken des Reiches gesandt werden. Doch das war einfach nicht möglich, es war ihr unabänderliches Schicksal. Auch ihre Angst konnte verspürte er. Ryanti war ein grausames Land, mit einer grausamen Religion und einem vermutlich nicht weniger brutalen Imperator. Und mochte Ryan in Alagaesia noch so hoch angesehen und aufgrund seines Einflusses respektiert, zum Teil gar gefürchtet werden, so bedeutete das in Ryanti vermutlich lediglich, dass der Imperator sich nicht beleidigt fühlte. Doch er konnte gut sprechen und er konnte buckeln, mochte ihm das auch noch so zuwider sein. Er würde zurückkommen und seine Schwester wieder in die Arme schließen. Solange ihn dieser Gedanke antrieb, konnte er zurückkehren.
Er lächelte sie an, dieses Mal ehrlicher. "Ich werde die Königin aufsuchen und mit ihr darüber reden ob es wirklich nötig ist, doch ich bezweifle dass sie von ihrer Meinung abrückt. Wenn ich nach Ryanti gehe, werde ich auch zurückkehren.", erklärte Ryan zärtlich und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. Er würde jetzt das Thema wechseln, um sich nicht zu lange an der Sache aufzuhalten, die wohl noch am ehesten von ihr verkraftet wurde. "Außerdem,", erhob er dann wieder die Stimme und lächelte ihr glücklich zu. "wirst du hier nicht allein sein. Die Reiter haben mir eine Nachricht zu kommen lassen: Sie haben Brandon gefunden, im Buckel. Er war unverletzt und ich habe eine Eskorte nach Narda geschickt um ihn abzuholen.", erklärte Ryan glücklich und drückte ihre Hände. "Unser Sohn lebt! Er war nie tot!", fügte er noch in leisem Ton an.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Mo Jun 23, 2014 10:43 pm

"... was ...?" Katherine blinzelte, brauchte einen ganzen Moment bis ihr bewusst wurde, was Ryan da soeben gesagt hatte und hatte sie zuvor noch geglaubt, ihr Herz würde lediglich schlagen, um sie selbst am Leben zu halten, so fühlte sie jetzt, wie es kräftiger und schneller in ihrer Brust zu schlagen begann und wie der Stein davon abfiel, der während der letzten Wochen schwer darauf geruht hatte. Vorüber waren die Sorgen und der Kummer über den Verlust ihres geliebten Sohnes, vorüber die nächtlichen Alpträume und wenngleich sie auch den Jungen bedauerte, der das arme Opfer geworden war, so erschien es ihr nun nicht mehr wichtig. Wenn die Reiter eine Nachricht sandten, dass sie ihn gefunden hatten, dann sprachen sie die Wahrheit, denn wenngleich sie selbst auch nie viel von den Echsenreitern gehalten hatte, so wusste sie doch um die Ehre, die dem Orden inne wohnte und darum, dass sie sich stets für die Menschen eingesetzt hatten und wie viel Vertrauen man in ihre Versprechen legen konnte. Wenn sie Brandon gefunden hatten, dann würde sie ihn bald wieder in ihre Arme schließen können - dann hätte sie ihren geliebten Jungen bald wieder bei sich und niemand würde ihm mehr etwas antun können. Sie würde nie wieder zulassen, dass ihm ein Leid geschah und dass man ihn ihr weg nahm.
"Dem Himmel sie Dank", stieß sie lediglich hervor ehe sie sich zu Ryan hinüber lehnte und sich in seine Arme sinken ließ, ihre Arme um den anderen legte während sie die Erleichterung in sich spürte, spürte, wie selbiges Gefühl dafür sorgte, dass ihr die Tränen in die Augen stiegen und über ihre Wangen rannen. "Er lebt ... unser Sohn lebt. Unser geliebter Sohn", wisperte sie leise. "Er hat ihn nicht töten können."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Mo Jun 23, 2014 11:20 pm

"Nein konnte er nicht.", meinte Ryan mit einem Lächeln und drückte seine Schwester an sich. Eine leise, fiese Stimme irgendwo tief in seinem Kopf, schrie ihm zu er solle diese Umarmung genießen, denn er konnte nicht wissen ob er sie je wieder im Arm halten konnte. Doch er versuchte sie zu verdrängen und sich das Glück über seinen wiedergekehrten Sohn nicht verdürstern zu lassen. Sie würden ihren Sohn wieder bekommen, Katherine würde wieder lächeln und sich freuen können. Sie hätte ihr Kind zurück, ihren Liebling, ihre Stütze in ihrem Leben. Brandon hatte sie immer aufgebaut. Ryan zweifelte daran, auch wenn er es niemals vor ihr sagen würde, dass Katherine noch wirklich glücklich werden könnte, ohne ihren Sohn. Sie hätte vermutlich alles Gute verloren.
Ryan seufzte schwer und löste sich wieder von seiner Schwester und hielt ihre Hände in den seinen, dieses Mal ernsthaft befürchtend, sie könnte ihn schlagen, nachdem was er gleich sagte. Er begann schon ein wenig an seinem Plan zu zweifeln, wie er ihr die guten und die schlechten Nachrichten erklären sollte. Er fasste allen Mut zusammen, machte sich bereit den Kopf vor allem einzuziehen was von Katherine her folgen konnte und hoffte, dass es bald wieder vorbei sein würde. "Ich muss dir noch etwas sagen.", begann Ryan vorsichtig und tastete sich an den Kern dieses Gespräches heran. "Ileana... Die Königin hat dir Ceunon abgenommen. Sie beruft sich auf das Recht des Blutes... und... und... Ich will dass du König Alejandro von Valencia heiratest.", erklärte Ryan, wurde zum Ende hin immer nervöser und konnte den Satz kaum zusammen bringen.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Mo Jun 23, 2014 11:53 pm

Hatte sie zuvor noch Erleichterung empfunden, so schwand eben dieses Gefühl mit den nächsten zwei Ausführungen ihres Bruders und ließ sie sich zurücklehnen während sie die blauen Augen auf ihn richtete und langsam den Kopf schüttelte. War es das gewesen, was er beabsichtigt hatte? Dass sie sich erst in Sicherheit wog, bevor er ihr mit den Hammerschlägen alle Hoffnung wieder nahm, die er zuvor geschürt hatte? Hatte er sie über die Zeit  nur benutzt? Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, wusste nicht, was sie darüber empfinden sollte und so blieb ihr nichts anderes mehr übrig als ihm ihre Hände wieder zu entreißen und sich von dem Platz zu erheben, auf dem sie gesessen hatte. Unruhig führten sie ihre Schritte durch das große Gästezimmer und immer wieder knetete sie ihre Hände während sie gegen den faustgroßen Kloß in ihrem Hals ankämpfte, der sich darin aufgetan hatte und der ihr hier und jetzt den Atem nahm, doch dieses Mal kämpfte sie gegen die Tränen, die sie weinen wollte. Dieses Mal wollte sie nicht, dass jemand ihre Schwäche sah, dass jemand sah, wie sehr sie mit sich haderte.
"Nein!", fuhr sie schließlich mit einem Mal auf und schüttelte erneut den Kopf. "Nein, Ryan. Ich werde niemanden heiraten! Vater hat genau dasselbe von mir verlangt! Er hat von mir genauso verlangt, diesen Mann zu heiraten!", führte sie fort, versuchte noch einmal ihren Bruder vom Gegenteil zu überzeugen - ihn dazu zu überreden, wieder von seinem Plan abzuweichen und jemand anderen dafür zu finden und ihr damit ihre Ruhe zu lassen. "Habe ich nicht genug mitgemacht, Ryan? Ich war verheiratet! Mein Sohn lebt! Ich muss nicht noch einmal heiraten - ich habe meine Pflicht erfüllt!", setzte sie noch nach als die Wut sie überkam, nachdem ihr bewusst geworden war, dass er vermutlich längst seine Zustimmung gegeben hatte, und mit einem einzigen Ruck ihres Armes fegte sie jedwede kristallene Gläsern von dem Tisch, der hier stand und beachtete die Scherben nicht einmal, die sie dort auf den Teppichen verteilte als das Wasser sich in dem teuren Stoff fest sog und seine Flecken dort hinterließ.
"Was bin ich für dich, Ryan? Ein Pferd, das du einfach so verschachern kannst?! Ich habe dir vertraut! Ich hab dich geliebt - mehr als alles andere und jetzt soll ich gehen? War das etwa alles nur eine Lüge? Alles nicht echt?!"
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Di Jun 24, 2014 12:18 am

"Du weißt dass das nicht wahr ist. Du weißt, wie sehr du mich damit verletzt.", erklärte Ryan mit ruhiger Stimme und erhob sich ebenfalls, wagte es nicht sie anzusehen, wagte es nicht ihr seinen Schmerz und seine Trauer zu zeigen. Es würde sie nur wütender machen, es würde ihr nur zeigen, wie leicht sie ihn würde umstimmen können. Sie alle mussten Opfer bringen und nachdem sie Opfer gebracht hatten, mussten sie nochmehr Opfer bringen. Nur so funktionierte es, nur so blieb ihre Familie am Leben, blieb Reich und mächtig und konnte sich ein möglichst schönes Leben aufbauen. Jedes Opfer legte das Fundament für bessere Tage. Auf jeden Rückschlag folgten drei Schritte nach vorn. So lief es eben und so würde es bleiben. Das Glück wäre kein Glück, ohne Schmerz, Trauer und Pein. Ryan wusste, dass er es ihr so nicht würde erklären können, wusste dass es sie nur noch wütender machen würde, darum behielt er es für sich, tat es als letzten endes hohle Phrasen ab.
Er seufzte schwer und trat von dem Sofa weg. "Ich habe Erkundigungen über diesen König eingeholt. Er ist jung, formbar und freundlich. Man kann es wirklich schlechter treffen und das weißt du besser als ich.", erklärte Ryan langsam und trat auf seine Schwester zu. In ihrem Blick kämpften Wut, Trauer und Schmerz um die Oberhand. Vorsichtig griff er nach ihren Armen. "Ich möchte nur das beste für dich! Ich versuche mein Versprechen zu halten, mein Versprechen dass ich dir in Ceunon gab. Ich will dich und unsere Familie schützen!", erklärte Ryan. "Ich glaube, dass es dir gut tun würde. Ein wenig Distanz zwischen dir und diesem Reich, diesem Chaos, der Zerstörung und dem Tod. Distanz zwischen dir und deinen jüngsten Erlebnissen. Ich bin mir sicher, dass es dir gut tun würde und ich wüsste keinen Ort an dem du sicherer wärst. Ich müsste mir keine Sorgen um dich machen.", versuchte Ryan seiner Schwester klar zu machen.
"Katherine, ich liebe dich, ich liebe dich mehr als alles andere und ich will nicht dass dir nochetwas passiert, ich will nicht dass du weiter unglücklich bist! Bitte glaube mir.", versicherte Ryan ihr wieder. "Ich liebe dich."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Di Jun 24, 2014 2:30 pm

"Ich verletze dich?! Ryan, du willst mich von hier wegschicken! Weg von meiner Familie und fort von meinem geliebten Sohn, den ich gerade erst wieder am Leben weiß! Wie lange wusstest du es schon?! Wie lange hast du mit dieser Nachricht darauf gewartet, um es mir mitzuteilen?!", fuhr sie erneut auf und löste sich grob von ihrem geliebten Bruder, nur um erneut Distanz zwischen sich und ihn zu bringen, sich nicht erneut von seinen Worten weich kochen zu lassen und letztlich dann doch noch zuzustimmen. Sie hatte gedacht, sie hätte nur diese eine Ehe hinter sich bringen müssen, hätte all die Demütigungen nur ein einziges Mal über sich ergehen lassen müssen und wäre dann endgültig und vollkommen frei, frei zu entscheiden, wen sie lieben wollte und wen sie eines Tages heiraten wollte, aber wie es schien, war auch diese Hoffnung gänzlich vergebens gewesen. Sie würde diesen jungen König heiraten müssen, ob sie wollte oder nicht, selbst wenn ihr allein bei der Vorstellung diesen Mann die Liebe vorspielen zu müssen, wieder übel wurde. Sie würde nichts tun können - er würde sich nicht umstimmen lassen und sie würde keine Wahl haben, als sich alledem zu beugen und dennoch schienen seine Worte so vollkommen voller Hohn zu sein.
"Wenn du nicht wolltest, dass ich unglücklich bin, dann würdest du mir das nicht erneut antun", flüsterte sie schließlich mit tränenerstickter Stimme, ihm den Rücken zugewandt. Sie hatte gedacht, eines Tages würden Ryan und sie gemeinsam glücklich werden können und wären mächtig genug, damit sich niemand mehr dagegen auflehnen konnte und Brandon würde seinen wahren Vater kennen lernen, doch auch das war nicht mehr als ein mädchenhafter Wunschtraum gewesen und inzwischen hörte sich ihr geliebter Bruder mehr denn je an wie eine junge Version ihres Vaters. "Ich ... werde es tun, wenn du es willst", gab sie schließlich auf, wenngleich sie sich auch lieber aus einem der Fenster die Klippen hinab gestürzt hätte als auf jenes Angebot einzugehen, aber sie war nur eine Frau in dieser Welt. "Für die Ehre unseres Hauses und unserer Familie ..."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Di Jun 24, 2014 3:14 pm

Sie hasste ihn, sie würde ihm das nicht verzeihen und er konnte es nur zu gut verstehen. Jeden anderen Anwerber hätte er hochkant aus seiner Festung werfen lassen, niemandem hätte er seine Schwester anvertraut und hätte er auch nur eine schlechte Sache über den König von Valencia gehört, so hätte er dieses Gespräch nicht begonnen. Er wollte dass es ihr gut geht, er wollte sie doch auch nicht verlieren, doch... er liebte sie zu sehr um sie egoistischer Weise bei sich zu behalten, sie weiter in Gefahr zu lassen. Es mochte absurd klingen, doch seine Liebe trieb ihn dazu sie fort zu schicken. Sie konnten ihrem Wunsch in aller Öffentlichkeit zusammen zu sein nicht nachgeben, konnte Brandons Leben wie es jetzt war nicht aufs Spiel setzen, nur um sich nach außen sichtbar Lieben zu können.
Ryan seufzte schwer und fuhr sich mit den Händen über sein Gesicht. "Einen Tag. Der Antrag... Das Angebot wurde mir vor einem Tag, mitten in der Nacht unterbreitet. Ich sagte ihm, ich würde erst mit dir reden müssen, ehe ich ihm eine Antwort geben kann.", erklärte Ryan langsam und wusste, dass diese Information den Lauf dieser Diskussion vollständig verändern könnte. Aus dem Schimmer der Hoffnung sie müsste nicht heiraten, könnte sie wieder Kraft schöpfen. "Und ich will dich nicht von Brandon losreißen. Ich würde die Ehe soweit hinaus zögern wie möglich und er würde dich natürlich vorerst nach Valencia begleiten. Ich will nicht dass er deine Hochtzeit verpasst... und besuchen könnte er dich auch, das würden wir alle so oft wie nur möglich tun.", versicherte Ryan seiner Schwester und machte einen Schritt auf sie zu, traute sich jedoch nicht weiter. Sie würde ihn erst Mal nicht mehr an sich heran lassen. "Sollte der König dich schlecht behandeln... Ich würde ihn töten und nie wieder von deiner Seite weichen.", sagte Ryan und blickte zu Boden. "Soll ich gehen?"
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Di Jun 24, 2014 4:26 pm

"Es ist doch gleich, wann diese Ehe stattfindet, Ryan, und es ändert sich daran, wenn du sie nur unnötig länger hinaus zögerst - es ändert doch nichts mehr daran und es ist für unsere Familie und unser Haus. Damit wir unsere Macht und unseren Reichtum wieder zurück erlangen können, der uns genommen worden ist", lautete Katherines Antwort auf die Worte ihres Bruders, der noch immer hinter ihr stand und von dem sie sich im Augenblick nichts mehr wünschte, als sich an ihn lehnen zu können, von ihm zu hören, dass es alles wieder gut werden würde und dass er für sie da sein würde, sie nicht einfach im Stich ließ und sie allein in dieser Pein schwimmen ließ. Nur allzu gut erinnerte sie sich daran, wie ihr Vater mit ihr verfahren war, als sie sich geweigert hatte, den einstigen Fürsten Ceunons zu heiraten, daran, dass sie geschrien und getobt hatte und dass ihr Vater damit reagiert hatte, sie zu ohrfeigen und in ihrem Zimmer einzusperren bis sie sich wieder beruhigt hatte. Heute musste Ryan sie zwar nicht wie Thomas einst einsperren, aber ihre Wut und die Enttäuschung über die Entscheidung ihres Bruders brachten ihr ebenso wenig, wie sie ihr Schicksal ändern würden. Es ging im Hause Velaryon immer nur um das Schicksal der Familie, um deren Ruhm und Reichtum, um deren Macht und diesem Kalkül musste sich nun auch Katherine erneut beugen.
Er würde sie wegschicken, er würde sie im Stich lassen und sie würde dieses Land vielleicht nicht noch einmal sehen, wenn sie erst die Frau dieses jungen Königs war. Man würde sie wohl kaum vom Hof entlassen, würde ihr keine Möglichkeit geben, ein Schiff zu nehmen und von Valencia hinüber in ihre eigentliche Heimat zu segeln, aber wie es schien war es wohl auch das, was Ryan beabsichtigt hatte. "Du solltest alles bereit machen und dem König unsere Antwort übermitteln", sagte sie und wandte sich dann doch wieder zurück zu dem anderen, ihr Gesicht bleich und in Trauer verschlossen. "Tu mir nur bitte den Gefallen und lass dieses Schicksal nicht unnötig lange hinauszögern. Ich kann besser damit leben, wenn ich weiß, dass es zu spät ist als mich mit Befürchtungen zu quälen. Bitte, Ryan - tu wenigstens das für mich."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Fr Jun 27, 2014 12:01 am

Brandon war mit den Männern seines Onkels so schnell geritten wie er nur konnte, um zurück zu seiner Familie zu kommen... und von denen zu Ileana. Er hatte glücklicherweise nur wenig Zeit bei den Reitern verbringen müssen. Sie hatten ihn gut behandelt, doch sie waren nicht seine Familie und der Angriff der Schatten hatten seinen Aufenthalt nicht gerade verschönert. Er war viel zu lange weg gewesen, hatte viel zu lange in Gefangenschaft gelebt. Er wollte jetzt wieder zurück zu denen die er liebte, zu denen die ihn liebten, er wollte wieder unter Menschen. Er hatte gehört, dass Ryan und die Elfen Teirm von Thomas zurück erobert hatten und er wünschte sich nur, dass es allen gut ging. Er hoffte, dass seine Mutter in Ordnung war, dass Ryan nicht verletzt war und Adam wieder auf Seiten seiner echten Familie stand und nicht auf der eines widergekehrten Scheusals!
Auf dem Hof der Festung hatte er Ryan getroffen, der vollkommen fertig, jedoch gesund wirkte. Er hatte sich gefreut Brandon wieder zu sehen, ihm erklärt dass er jedoch eine ganze Weile fort musste und dass es einiges gibt, worüber er mit seiner Mutter sprechen musste. Bevor Ryan aufgebrochen war, hatte Brandon ihm noch einen Brief gegeben, den er in Narda für Ileana geschrieben hatte, mit der Bitte ihn ihr zu bringen. Ryan hatte ihm versichert es zu versuchen.
Brandon hatte sich nur kurz gewaschen und war schnell in neue Kleider geschlüpft, ehe er sich auf den Weg in das Zimmer seiner Mutter gemacht hatte. Jetzt stand er vor ihrer Tür und zögerte für einen Moment, zu klopfen. Er hoffte, dass seine Mutter nicht böse auf ihn war, dass sie es ihm nicht übel nahm, dass er weggelaufen war und sie allein gelassen hatte. Er hätte da sein sollen, er hätte nicht wegglaufen dürfen. Dann wäre Richard noch am Leben und dann hätte Thomas vielleicht nie die Stadt in die Finger bekommen... Brandon klopfte an die Tür, fuhr sich nocheinmal durch das Haar und atmete tief ein, ehe er die Tür öffnete. Er trat langsam in den Raum und schloss die Tür hinter sich. "Mutter... Ich bin wieder da.", erklärte er mit einem bitteren Lächeln.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Fr Jun 27, 2014 10:00 pm

Katherine hatte eine lange Zeit an dem geöffneten Fenster des Gästezimmers gestanden und den Blick starr hinunter auf die tosenden Wellen geworfen, die sich an den steil aufragenden Küstenwänden brandeten und weiße Gischt empor spritzten. Ryan hatte sich ein letztes Mal entschuldigt und war schließlich einfach gegangen und zum ersten Mal hatte sie sich wirklich einsam gefühlt während der Kloß in ihrem Hals ihr immer wieder die Luft zum Atmen genommen hatte. Valencia lag irgendwo weit fern von diesem Ort, den sie noch am Ehesten mit Heimat bezeichnen konnte - der Ort, an dem sie aufgewachsen war und der jetzt, wo sie erwachsen war, mehr denn je ein Gefängnis geworden war, dessen goldene Stäbe sie jetzt zu erdrücken schienen. Sie wollte nicht mehr - nicht mehr, nachdem Ryan sie erneut fortschicken würde, um ihren Platz für jemand anderen frei zu machen und nicht nach allem, was ihr Vater ihr angetan hatte, aber sie fand ebenso wenig den Mut nach draußen zu treten und sich dem kalten Meereswind zu stellen, der sie hinfort tragen würde.
So war ihr letztlich nicht mehr viel übrig geblieben als sich den salzigen Tränen zuzuwenden, die immer wieder über ihre Wangen rollten und sich nicht trocknen lassen wollten. Er hatte sie verraten und verkauft, hatte nicht eine einzige Sekunde darüber nachgedacht, dass sie all das nie wieder gewollt hatte und sie hatte nicht einmal den Mut besessen, ihm zu widersprechen oder ihm die Stirn zu bieten und nun waren all diese Dinge bereits beschlossen und nahmen ihr einmal mehr jede Hoffnung auf einen morgigen Tag.
Als sich nun die Tür öffnete, wollte sie die Lippen öffnen und jeden Neuankömmling sofort wieder hinaus werfen, doch als die geröteten, blauen Augen der einstigen Fürstin auf jene schmale Gestalt, die in dem Türrahmen stand, blieben ihr alle Worte im Hals stecken. Stattdessen trugen sie ihre Schritte nun hastig hinüber zu jenem Jungen, den sie als Einziges sehen wollte und der für den Moment alles war, was ihr etwas bedeutete. "Brandon", stieß sie atemlos hervor als sie ihn umarmt und an sich drückte, nicht willens, ihn in den nächsten Augenblicken wieder aus ihrer Umarmung zu entlassen. "Gott sei gedankt ... ich hatte solche Angst um dich."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Fr Jun 27, 2014 10:48 pm

Sie hatte geweint, das war das Erste was Brandon aufgefallen war. Man sah es an ihren Augen, ihrem Gesicht und er hörte es aus ihrer Stimme, die von dem Kloß in ihrem Hals verändert wurde. Er wusste nicht ob sie sich sorgen um ihn gemacht hatte, oder ob hier etwas ganz anderes im Gange war, das weder sein Onkel noch seine Mutter ihm bis jetzt erzählt hatten. Brandon wurde das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmte, auch wenn seine Mutter ihn so stürmisch begrüßte, auch wenn er wieder da war. Wäre er doch nie gegangen, so wüsste er was hier vor sich ging, so wüsste er was hier passiert war. Doch für einen kurzen Moment verlor er sich in der innigen Umarmung seiner Mutter, legte die Arme ebenfalls um sie und verbarg sein Gesicht und die sich vorkämpfenden Tränen in ihrer Schulter. Er hatte seine Mutter wieder, seine geliebte Mutter. Er war wieder bei seiner Familie, wieder unter seines gleichen und konnte auch wieder zu Ileana zurückkehren, wenn er wollte. Doch sie würde warten müssen, das könnte er seiner Mutter nicht antun.
Nur zögerlich löste er sich wieder aus der Umarmung seiner Mutter, lächelte ihr aufmunternt zu und versuchte seine Tränen fort zu blinzeln, was ihm kaum gelang. Die Sorge packte ihn wieder, die Sorge um seine Mutter und seine Familie, die Angst vor einer ungewissen, schrecklichen Zukunft. Brandon seufzte und das Lächeln auf seinen Lippen erstarb. "Es tut mir leid... ich... ich hätte dich nicht verlassen dürfen, ich hätte dich nicht zurücklassen dürfen. Es war falsch von mir. Es tut mir so leid.", entschuldigte sich Brandon mit brüchiger Stimme und eine Träne bahnte sich ihren Weg über seine Wange. Er wischte sie schnell mit seinem Ärmel fort und glitt mit dem Handrücken über die noch tränenfeuchte Wange seiner Mutter. "Warum hast du geweint? Was ist passiert?", fragte Brandon besorgt und sah ihr tief in die blauen Augen, als suche er dort nach einer Antwort, die er nicht finden konnte.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Fr Jun 27, 2014 11:35 pm

Sacht nur schüttelte Katherine den Kopf, wiegelte die Frage ihres Sohnes schlichtweg ab, weil sie ihn nicht noch weiter beunruhigen wollte, als er es ohnehin bereits war und zog ihn stattdessen noch einmal an sich. All die Sorgen, die sie sich gemacht hatte, all die Ängste, die sie um ihn ausgestanden hatte, waren vorüber und jedwede andere Sorgen, die sie hatte, schienen mit einem Mal nicht einmal mehr ansatzweise die Wichtigkeit zu besitzen, die sie ihnen zuvor eingeräumt hatte, nachdem jetzt ihr Sohn wieder bei ihr war und sie ihn in ihren Armen wusste. Er war dünner geworden und sein Gesicht wirkte erschöpfter, ausgemergelter als es zuvor der Fall gewesen war und sacht führte sie Brandon hinüber zu dem kleinen Sofa, auf dem sie noch vor einer knappen Stunde gemeinsam mit Ryan gesessen hatte. Als sie noch der Meinung gewesen war, ihr Bruder würde sich nur nach ihrem eigenen Wohlbefinden erkundigen, statt ihr zu offenbaren, dass sie erneut heiraten müsse.
"Wir dachten alle, du seist tot ... Thomas hat uns eine Leiche mit deinen Kleidern gezeigt und erzählte uns etwas davon, er könne dich zurückbringen, wenn wir ihm die Kontrolle über Teirm zurückgeben. Die Männer Ryantis haben die Stadt bei dem Angriff zerstört", ließ sie dann schließlich die Kurzfassung all dessen verlauten, was vorgefallen war und rang sich ein weiches Lächeln ab, das ihr jetzt, in der Nähe ihres Sohnes, weit leichter fiel als es das zuvor noch der Fall gewesen war. Brandon war am Leben, er war wieder bei ihr und es schien ihm gut zu gehen. Thomas hatte es nicht vermocht, ihn zu brechen und allein das war Grund genug für sie, um dem nächsten Tag mit weit mehr Licht entgegen zu blicken als es zuvor der Fall gewesen war. Sacht streckte sie die Hand aus und strich sanft über die Wange ihres geliebten Sohnes. "Es gibt nichts, was du dir vorzuwerfen hast, Brandon. Du bist wieder hier und das ist alles, was für mich zählt."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Sa Jun 28, 2014 12:22 am

Brandon ließ sich von seiner Mutter auf das Sofa bugsieren. Erst nachdem sie es gesagt hatte, fiel ihm auf, dass die Stadt tatsächlich zerstört war. Er hatte nicht darauf geachtet, denn er war nur darauf ausgewesen ins Schloss und zu seiner Familie zu kommen. Er hatte nicht darauf geachtet, dass Häuser abgebrannt waren, die Menschen versuchten alles wieder aufzubauen und sogar Elfen durch die Stadt liefen. All das war passiert, weil seine Familie gemeint hatte er wäre tot, weil er gegangen war! Die Worte seiner Mutter, die darauf abgezielt hatten ihn zu beruhigen, vermochten das nicht wirklich. Sie sagte, er brauche sich nichts vorzuwerfen, doch in den letzten Tagen und Wochen - wie lange war er eigentlich nicht hier gewesen - hatte er kaum etwas anderes getan, als sich Vorwürfe zu machen. Doch er war sich im klaren darüber, dass er damit aufhören musste.
Doch er nahm es seiner Mutter einfach nicht ab, dass alles in Ordnung war. Sie wäre nicht so vollkommen aufgelöst, wenn nicht gewesen wäre, wenn sie nichts bedrücken würde. Natärlich die Zerstörung der Stadt war tragisch und dass Ryan sie jetzt verließ traurig, doch keines von beiden würde seine Mutter derart auflösen. Wegen der Stadt würde sie sagen, dass ließe sich schon wieder aufbauen und von Ryan wusste sie, dass er stets zurückkehrte. Was war also los? Er konnte es sich beim besten Willen nicht erklären, denn er konnte sich nicht erinnern sie je so gesehen zu haben. "Ich weiß... Ich habe dich lieb.", erwiderte Brandon auf ihre letzten Worte, zeigte ein Lächeln und lehnte sich sacht gegen ihre Schulter. Wie erfuhr er bloß, was noch passiert war. Was würde sie so aus der Fassung bringen? Sie hatte von seinem Onkel und, zumindest in Bruchstücken, auch von seiner Mutter erfahren, dass ihre Ehe sie so sehr getroffen hatte, doch wieso sollte sie sich das freiwillig nocheinmal antun? "Mutter, was ist los? Teile bitte deine Sorgen mit mir... Ich will mir keine schrecklichen Dinge einreden, die doch nur Hirngespinste sind, nachdem ich heute erst hier ankam.", erklärte Brandon und blickte flehend hinauf in ihre blauen Augen.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Di Jul 01, 2014 11:57 pm

Behutsam legte Katherine den Arm um ihren Sohn und drückte ihn an sich, während sie im Stillen immer noch mit sich haderte. Sie wollte Brandon nicht weiter beunruhigen, als er es ohnehin im Moment war, insbesondere nachdem er so eine lange Zeit fort gewesen war und sie sich jeden Tag aufs Neue wieder gewünscht hatte, er wäre bei ihr - nun zu sehen, dass ihr kleiner Junge erwachsen wurde, schmerzte mehr, als sie es sich selbst eingestehen wollte. Mit jedem Jahr, das verstrich, verlor sie mehr von dem kleinen Jungen und erhielt dafür einen jungen, aufrechten Mann zurück, der seine Lasten begann allein zu tragen und der eines Tages auch ihre Hilfe nicht mehr brauchen würde, so sehr sie jenen Tag auch fürchtete. Es würde auf ewig so sein, dass sich ihre Welt einzig und allein um ihn drehen würde, sein Wohlergehen an ihrer ersten Stelle stand bevor eine lange, leere Liste folgte, an deren unteren Ende sich erst andere Menschen angliederten, die ihr wichtig waren. "Ich hab dich lieb, mein Schatz", flüsterte sie leise und beugte sich ein Stück zu ihm hinunter, um ihn sacht auf die Stirn zu küssen und den Griff um ihn sacht zu festigen. Er war alles, was sie jemals wirklich gut und richtig gemacht hatte und alles, worauf sie in ihrem Leben jemals wirklich stolz gewesen war und in einer Sache hatte er Recht - er verdiente die Wahrheit, so sehr sie ihn auch schmerzen würde.
"Ich ... werde wieder heiraten müssen", presste sie langsam über die blassen Lippen und schluckte jeden Schmerz hinunter, welcher sich in ihr auftun wollte und den sie nicht vor ihrem Sohn zeigen wollte. Sie war seine Mutter und was immer es kostete - sie würde für ihn stark sein, all die Gefahren dieser Welt überstehen, solange sie nur wusste, dass es ihm gut ging. "Dein Onkel Ryan entschied, dass es für unsere Familie besser sei, wenn ich den König von Valencia heirate und dorthin reise ... sobald es möglich ist", setzte sie nach und verfluchte sich im Stillen Mal um Mal wieder, dass ihre Stimme leiser und brüchiger wurde, mit jedem Wort, das sie in dieserlei Hinsicht aussprach.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Mi Jul 02, 2014 12:49 am

"Was?", fragte Brandon völlig verblüfft, überfahren von diesem neuen, viel zu plötzlichen Ereignis in seinem Leben. Seine Mutter müsste heiraten, sie musste in ein fremdes Land, weit fort von ihrer Heimat. Ryan wusste wie scheußlich es Katherine in ihrer ersten Ehe ergangen war, er hatte gewusst wie hart es sie treffen würde und er hatte es dennoch getan. Wie hatte er ihr das nur antun können? Wie schlecht musste es ihrer Familie ergangen sein, dass er zu soetwas fähig wurde, dass er tat weswegen er gegen Thomas angekämpft hatte? War es bloß Trotz gewesen? Waren sie für ihn denn bloß Schachfiguren, so wie auch für Thomas? Das konnte nicht wahr sein, das durfte nicht wahr sein. Doch so sehr Brandon sich auch dagegen wehrte, er wusste dass seine Mutter nicht log, dass Ryan tat was sein Vater hatte tun wollen und er fürchtete nur noch, wie lange es dauern würde, bis er eine fremde aus einem fernen Land heiraten müsste.
Doch diese Gedanken brachte in diesem Moment nichts. Sie waren nicht hilfreich und würden seine Mutter auch nicht glücklicher machen. Sie war traurig, sie war... völlig darnieder geschlagen und lag am Boden, auf den auch Brandon und der Rest seiner Familie zustürzten. Er seufzte schwer und sah seiner Mutter in die Augen. Vorsichtig legte er die Arme um sie und bot ihr eine Schulter an der sie sich festhalten konnte, bot ihr Liebe und Hoffnung, die ihr so lange verwehrt geblieben waren. Er strich ihr über das goldene Haar und hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn. Sie wollte sich keine Blöße geben, sie wollte nicht traurig sein. Katherine wollte für ihren Sohn immer der Fels in der Brandung sein, doch heute war er ihr Fels, heute würde er ihr bei stehen und sie könnte sich an ihm festhalten. "Ich liebe dich, Mama, und ich werde bei dir bleiben. Wir... wir werden es gemeinsam durchstehen.", versprach er ihr, doch sein Stocken, ließ ihn zweifeln, ob er das wirklich wollte. Was war mit Ileana? Sie war ganz allein in Ilirea. Er hatte ihr versprochen bei zu stehen, immer. Sie hatten sich geküsst, sie hatten getanzt. Was war mit ihr, was war mit seiner großen Liebe...?
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Mi Jul 02, 2014 10:31 pm

Katherine lächelte sacht und legte ihrem Sohn sanft eine Hand an die Wange, streichelte über die weiche Haut ehe sie den Kopf schüttelte. "Nein, mein Schatz", sagte sie leise und wählte damit jene Worte, die ihr selbst weit mehr schmerzten als sie selbst es sich im ersten Augenblick hinweg eingestehen wollte. "Du hast hier ein Leben und dies hier ist deine Heimat. Ich liebe dich mehr als alles andere auf dieser Welt aber genau deswegen kann ich nicht zusehen, wie du dich selbst ins Unheil stürzt. Bleib hier, Brandon, werde hier glücklich und schaffe dir dein eigenes Leben, ganz so, wie du es dir wünscht, aber gib nicht alles für mich auf", setzte sie noch nach und schloss sacht erneut die Arme um ihren Sohn, indem sie für einen kurzen Moment wieder den kleinen Jungen sah, der er einst gewesen war und der sich an sie gedrückt hatte, weil ihm irgendetwas Angst gemacht hatte.
Heute jedoch saß hier ein junger Mann, der beinahe erwachsen war und der sie nicht hätte stolzer machen können. Sie hatte nicht zulassen können, dass er sein Leben einfach so für sie wegwarf und dass sie so egoistisch war und es einfach so hinnahm, zuließ, dass er sich ihretwegen unglücklich machte. Ihr eigenes Leben war stets von anderen bestimmt gewesen, selbst heute noch, und nur allzu gut erinnerte sich Katherine an jenen Moment, indem sie ihren Sohn zum ersten Mal in den Armen gehalten hatte - sie hatte ihm damals versprochen, dass er sich selbst würde entscheiden können, dass er sein eigenes Leben würde leben können und eben das wollte sie ihm ermöglichen. Damals eben so sehr wie sie es auch noch heute wollte.
"Gleich, was du auch tust, mein Schatz, ich werde immer stolz auf dich sein und wie du dich auch entscheidest in deinem Leben, ich werde immer bei dir sein und dich in allem unterstützen. Ich will, dass du das weißt."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Do Jul 10, 2014 6:40 pm

Adam hatte Tag und Nacht über Katherine gewacht, hatte versucht mit ihr so viele Gespräche zu führen wie sie es zuließ und dafür sorge getragen, dass wann immer er einmal nicht dort sein konnte es jemanden gab, der sich um sie kümmerte. Er hatte sie nicht aus den Augen lassen können, hatte nicht gewollt das sie erneut in all ihrer Verzweiflung ertrank und so unterging, wie sie es beinahe in den Fluten getan hatte. Noch immer wusste Adam nicht was diese seltsame Begegnung mit der weißen Göttin zu bedeuten hatte, wenngleich er es auch insgeheim als Begegnung mit dem Schicksal begriff, dass sich ein mal zu seinen Gunsten ausgesprochen hatte.
Als er nun die Tür öffnete und zu Katherine schritt schlug sein Herz noch immer etwas schneller, da er aus dem Taubenschlag bis hierher gerannt war. "Ich habe einen Brief nach Valencia gesandt und Ryans Vertrag widersprochen. Ich habe ihnen gesagt, dass ich laut der Königin das rechtmäßige Familienoberhaupt bin und Ryan die Heirat ohne mein Einverständnis beschlossen hat. Ich habe ihnen geschrieben, dass du bereits verheiratet warst und einen Sohn geboren hast und niemandem außer dir selbst mehr zu Gehorsam verpflichtet bist. Ich habe mich für den Fehler unseres Bruder entschuldigt und ihnen Angeboten die Steuern für Waren aus Valencia zu senken. Doch ihren wahren Zorn wird Ryan aushalten und besänftigen müssen, wenn er aus Ryanti zurück kehrt" erklärte er leise. "Ich werde dich nicht verkaufen Katherine"
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Do Jul 17, 2014 10:00 pm

Die letzten Tage waren in einem Studium aus Dämmerschlaf und Fiebertraum an ihr vorüber gestrichen, Realität war den Wunschträumen gewichen, die letztlich in den schlimmsten Alpträumen geendet waren, die sie wieder und wieder in ihren Klauen festgehalten hatte bis sie schließlich Stunden später hatte hochschrecken können. Wann immer sie die Augen geöffnet hatte, waren Ärzte bei ihr gewesen und hatten ihre Mittelchen verteilt und sie zur Ader gelassen, aber es hatte nichts gegen den beißenden Schmerz in ihrer Brust getan, den sie bei jedem neuen Atemzug verspürte und es hatte nichts gegen das Fieber geholfen, dem sie bereits seit einer Weile erlegen war und das sie sich inzwischen sogar fragen ließ, ob sie überhaupt noch stark genug war, das Bett zu verlassen. Die Stunden, die sie damit verbracht hatte, wach zu liegen, weil der quälende Husten sie immer wieder aus dem Delirium zurück gerissen hatte, waren gefüllt von den Fragen danach gewesen, weshalb Adam sie nicht einfach hatte sterben lassen - weshalb sie nicht in den Fluten hatte versinken können, um endlich alledem ein Ende bereiten zu können, aber selbst über all die Tage hinweg hatte sie darauf keine Antwort erhalten.
Als sich nun die Tür zu ihrem Zimmer öffnete und die kühle Luft in den sonst so warmen Raum hinein trug, wandte sie müde den Kopf zur Seite hin und versuchte sich an einem halbherzigen Lächeln, das nicht so recht Platz auf ihrem leichenblassen Gesicht finden wollte, auf dem inzwischen ein dünner Schweißfilm stand, der ihre weiße Haut glänzen ließ. "...Adam ...", wisperte sie mit leiser, heiserer Stimme und führte zitternd eine Hand hinüber zu ihrem älteren Bruder, legte ihre kalten Finger um die seinen. "... Danke ...", folgte es nur leise, weil sie eine Weile brauchte, um die Worte, die er gesprochen hatte, wirklich zu begreifen und deren Sinn für sich selbst umzusetzen.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Do Jul 17, 2014 10:13 pm

Die Tage waren im Sturm an ihm vorbei geglitten und wann immer er die Zeit hatte erübrigen können hatte er Katherine besucht und wann immer er keine Zeit hatte, hatte er sich welche gemacht.
Kein Tag war vergangen, an welchem er sich keine Sorgen um die Schwester gemacht hatte, die zu beschützen er vor so vielen Jahren schwor. Als sie nun zum ersten Mal seine Anwesenheit wirklich wahrnahm fand ein Lächeln auf Adams Gesicht platz, welches sich dort wesentlich wackerer hielt als jenes, dünnes Rinnsal auf Katherines Wangen. "Wofür denn?" fragte er leise und nahm sich einen Stuhl, welcher diese Bewegung kreischend kommentierte. Ihr Haar war noch immer dünn und spröde, hatte sich mittlerweile aber wieder erholt und wirkte weniger nun wieder mehr wie Gold als Stroh.
"Du brauchst dich für nichts zu bedanken. Eher muss ich mich entschuldigen - ich habe dich noch nicht ziehen lassen können. Ja, mir scheint selbst Gott wollte dich noch nicht zu sich rufen süße Schwester"
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BeitragThema: Re: Gästezimmer im zweiten Stock   Do Jul 17, 2014 11:56 pm

Das Kreischen des Stuhls sorgte dafür, dass sich erneut das dumpfe Dröhnen in ihrem Schädel ausbreitete, der sie dazu brachte scharf die Luft einzuziehen und selbige Geste sofort wieder zu bereuen, als ein beißender Schmerz durch ihren Brustkorb schoss und ihr die Tränen in die Augen trieb. Sie wollte Adam fragen, weshalb er sie gerettet hatte - weshalb er gesprungen war und sie aus dem Wasser gefischt hatte, obgleich sie doch einfach nur endlich die Augen hatte für immer schließen wollen, nach alledem was geschehen war und was sie sich niemals würde verzeihen können. Ryan ... ihre Gedanken glitten noch immer zu ihm hinüber und noch immer sah sie das Gesicht des anderen vor sich, sah die Momente vor ihrem inneren Auge, die sie beide geteilt hatten und die leisen Worte, mit denen er ihr doch noch immer Hoffnung gespendet hatte.
Sie wollte nichts mehr als dass es genauso werden würde, wie es einst gewesen war - dass er wieder hier bei ihr war und sich sein Verrat als Lüge herausstellte. Dass er sie niemals hatte nach Valencia verkaufen wollen und nun nicht so weit von ihr fort war, einfach gegangen war, ohne sich bei ihr zu verabschieden. Die Trennung schmerzte tief in ihrem Herzen, ließ sie wieder und wieder an sich selbst zweifeln und sich fragen, ob nicht sie diejenige gewesen war, die Fehler gemacht hatte und ihn fort getrieben hatte. War sie wirklich so schrecklich gewesen, dass er ihr das hatte antun müssen? "Adam ...", wisperte sie leise und festigte sanft ihren Griff um seine Hand, hoffte darauf, dass ihr der Bruder Halt spendete, jetzt, da sie ihn so dringend benötigte. "... Danke wegen Valencia ...", führte sie ihre zuvor gewählten Worte leise aus und unterdrückte das Husten, das sich in ihrer Brust zu regen begann und dem sie nicht nachgeben wollte, weil sie wusste, dass es danach nur noch mehr weh tun würde. Trüb richteten sich ihre blaue Augen auf die ihres Bruders und das schwache Lächeln auf ihren Zügen begann zu verschwimmen.
"Wieso ...? Wieso hast du mich gerettet ...?"
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