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 Arbeitszimmer

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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    So Apr 06, 2014 9:12 pm

"Ihr wollt mir also sagen, dass ihr keine Ahnung habt wo sich die Prinzessin aufhält?" fragte er ruhig und trippelte mit seinen Fingern sanft aber stetig auf das Holz seines Schreibtisches, während unter seinem Blick drei Wachen und der Reiter beinahe zerschmolzen.
"Eure einzige Aufgabe war es auf die Prinzessin acht zu geben - ein vierzehnjähriges Mädchen. Wie ist es der jungen Dame dann gelungen auszubüchsen? Kann mir das irgend jemand erklären?"
Einer der Soldaten setzte zur Antwort an, brach dann allerdings ab. "Informiert die Stadtwache. Ich will, dass nach diesem Mädchen gesucht wird - und macht bloß nicht zu viel aufsehen darum. Wenn ich morgen Nachmittag einen der Bürger frage was gestern los war, will ich das sein besonderer Moment des Tages das Mittagessen war und nicht die Jagd nach einem jungen Mädchen!" erklärte er leise. "Ich denke, ihr habt mich verstanden, nicht wahr?"
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    So Apr 06, 2014 11:11 pm

Graham entfuhr ein schweres Seufzen, als er sah wie sich Ryan Velaryon in das Arbeitszimmer begab. "Ser Velaryon, welch eine Freude euch zu sehen wenngleich es durchaus fröhlichere Zeiten sein könnten" erklärte er und schob einige Dokumente zur Seite um sich Platz zu schaffen, ehe er Ryan den Platz vor sich anbot. "Setzen Sie sich bitte" erklärte er leise.
"Nun Ser. Wenngleich mir auch die Zeit schlecht erscheint, so muss ich sie darauf hinweisen das ich es nicht schätze, wenn ihr Neffe ohne Einladung in mein Schloss eindringt. Dies wird nie wieder vorkommen" erklärte er und seine Stimme ließ keinerlei wiederworte zu, stellte klar das dies eine einmalige Aussage war und er nicht darüber diskutieren würde. "Desweiteren bedanke ich mich, dass sie geholfen haben Ileana wieder zu finden und entschuldige mich für all den Trubel der ohne mein Zutun geschah. Sowohl die Verletzung eures Neffen, als auch der Tod des Spielmanns waren ein höchst unerfreuliches Unglück. Ich denke jedoch, dass wir diese Sache ohne längerfristige Nachwirkungen aus der Welt schaffen können"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    So Apr 06, 2014 11:24 pm

Ryan setzte sich auf dem ihn angebotenen Platz und hörte Graham aufmerksam zu. Er wusste nicht seit wann es in friedenszeiten ein Verbrechen sein sollte, einen anderen Fürsten in seinem Schloss zu besuchen. Die Velaryons hatten nicht den kleinsten Verdacht aufkommen lassen, sie würden Graham etwas schlechtes, geschweige denn der Prinzessin und so empfand er die erste Zurechtweisung seines gegenübers als unhöflich und unberechtigt. Doch er dachte nicht daran, ihm jetzt lange zu widersprechen, das war schließlich nicht der wichtigste Punkt in diesem Gespräch. "Aber auch wenn mein Neffe ohne euren Wunsch hier war, wäre es doch eure Pflicht gewesen, auf ihn acht zu geben. Schließlich war er euer Gast. Aber sei es vorerst drum.", erklärte Ryan mit freundlichen Stimme und lehnte sich leicht in dem Stuhl zurück. Er hatte das Recht auf seiner Seite und so musste er sich keinerlei Sorgen machen, dass Graham ihn für irgendeine Kleinigkeit anklagte. "Ich bin froh die Prinzessin vor weiterem Unheil bewart haben zu können. Es ist jedoch bedauerlich, dass ich erst erscheinen musste, damit das geschieht. Man müsste doch annehmen, ihr, der ihr so erpicht darauf seit die Prinzessin bei euch zu haben, solltet in der Lage sein auf sie aufzupassen und vor Gefahren zu schützen. Ihr scheint jedoch, trotz der Anwesenheit eines Reiters nicht in dieser Lage zu sein!", erklärte Ryan dann weiter und atmete einmal tief ein und aus. "Ich bin selbst verständlich bereit die Kleinigkeit mit meinem Neffen zu vergessen, schließlich ist der Barde tot und wer ihm die Nase brach ist noch nicht bekannt. Doch ich denke, dass es besser wäre wenn die Prinzessin bei mir in Teirm untergebracht wird."
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    So Apr 06, 2014 11:37 pm

"Bei der Familie, welche ihre Familie umbrachte?" fragte Graham und sein Ton wurde schneidender. "Euer Neffe war nicht mein Gast und wie ihr wisst, war ich genauso wie ihr nicht in meinem Fürstentum. Das nicht auf ihn acht gegeben wurde beschämt mich und ich werde die Leute die dafür vorgesehen waren zur Rechenschaft ziehen. Ebenso wie ich noch ein Wort mit den Reitern sprechen werde, was Ileanas kleinen Ausflug angeht" erklärte er leise. "Aber ich warne euch Velaryon. Ihr seid nicht mehr Herr über Ceunon, die Reiter sind hier und ich bin kein einfacher Emporkömmling. All dies was ihr hier seht habe ich mir selbst erarbeitet. Ich musst es nicht erben oder mich von den Plänen großer Brüder leiten lassen. Das Mädchen wird bei mir bleiben. Beschützt von den Reitern, von einem neutralen Fürst der nicht so tief in den Ränkespielen steckt, wie die alteingesessenen. Sie wird den Thron besteigen und die Familie Velaryon wird dienen - wie jede andere Familie auch. Ich sehe ein glückliches Reich vor mir. Ihr doch mit Sicherheit auch, nicht wahr Ser?" er sprach ruhig, gelassen wenngleich seine Stimme auch einen schneidenden Unterton angenommen hatte. "Ich respektiere euch und eure Familie, ihr habt es geschafft ein großes Land unter euch zu einen, viele kleine Adelige zu bestechen. Aber mit Ankunft der Reiter haben sich die Spielreglen geändert. Und sie lauten nicht mehr so wie einst. Ich weiß das, es wäre besser wenn ihr euch auch daran gewöhnt." er schlug mit seinem Ring zwei mal auf den Holztisch. "Ihr bekommt eine Entschädigung, für das was eurem Neffen geschehen ist und ihr verlasst mein Fürstentum noch heute. Ich werde euch in einigen Tagen einen Brief zukommen lassen. Wir müssen uns über die Steuern für die Handelsrouten einig werden, dahingehend hätte ich gerne eure Meinung. Wir können gemeinsam ein florierendes Königreich ermöglichen Ser. Aber wagt es nie wieder so mit mir zu sprechen. Vor drei Wochen hatte ich noch kein Fürstentum. Ihr zwei." er nickte. "Das wars denke ich. Einer meiner Diener wird euch den Weg zum Zimmer eures Neffen weisen"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    So Apr 06, 2014 11:54 pm

Ryan erhob sich von seinem Stuhl und beugte sich vor, stützte sich mit den Händen auf dem Tisch ab. Er funkelte den Mann böse an, der meinte mit ihm sprechen zu wie es ihm gefiel. Dieser Emporkömling meinte sagen zu können was er wollte, zu einem Mann der deutlich über ihm stand, der seine Ländereien zu den erfolgreichsten und besten gemacht hat, die das Land seit langer Zeit gesehen hatte. Das würde er sich von diesem Mann nicht gefallen lassen. "Die Reiter stehen euch nach dem heutigen Tag sicher nicht mehr so wohlgesinnt zu, wie ihr es meint! Es gab einen Toten, drei Bewusstlose, von denen einer der Sohn der mächtigsten Adligen des Landes ist - entschuldigt, natürlich nur bis Ileana den Thron besteigt - und wir haben ein verängstigtes Mädchen! Ihr habt kein Recht zu sagen, ihr würdet besser oder mit mir gleichgestellt sein, geschweige denn zu sagen sie am besten Schützen zu können! Das Mädchen wird nicht hier bleiben, denn ihr seit unfähig sie zu schützen! Ich will das sie nach Ilirea kommt, zu ihrem Vertreter dem Truchsess! Die Reiter werden mir sicherlich zustimmen!", erklärte Ryan und richtete sich wieder vollständig auf. Er trat um seinen Stuhl herum und blickte Graham erneut an. "Wir werden abreisen, sobald Brandon in der Lage ist und ich freue mich, dass ihr eine Entschädigung zahlen wollt!", fügte Ryan hinten an und öffnete die Tür. "Ich erwarte euren Brief und freue mich auf einen florierenden Handel mit Gil`ead!", sagte Ryan noch, ehe er die Tür hinter sich schloss. Er machte sich auf den Weg zum Zimmer seines Neffen.

tbc: unsicher
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Apr 07, 2014 5:45 pm

"Was für ein... Mensch" meinte Graham leise und rief einen seiner Diener zu sich, indem er an einem kleinen Seil zog welches irgendwo im Haus eine Glocke klingeln ließ. "Setzt euch doch Lady Caladhiel" wies er schließlich die Reiterin an, welche das Gespräch über Stumm in einer Ecke gewartet und scheinbar auf Velaryons Geheiß hin darauf acht gegeben hatte, dass Graham keinen Dolch zog. Eine unnötige Maßnahme. Wenn Graham wollte, dass Ryan starb würde es dieser erst mitbekommen wenn es zu spät war. Und Graham und ein Dolch würden in dieser Gleichung nicht vorkommen.
Er nickte dem jungen Mann dankend zu, welcher ihm das Quellwasser brachte welches Graham immer trank und bot auch der Hochmeisterin der Reiter ein Glas an.
"Nun Mylady, ihr habt all das ja eben so gut mitbekommen wie ich" erklärte er leise und langsam während er kurz die Augen schloss, einen Schluck aus dem Glas nahm. "Ileana ist offensichtlich nicht mehr Sicher - Velaryon tötet einen Bürger und "rettet" das Mädchen, bringt sie in einer riesigen Prozession zurück in mein Schloß, während einer eurer Reiter auf sie aufpassen sollte. Ich würde sagen er hat uns beide bloß gestellt" er stellte das Glas langsam auf den Tisch. "Die Frage ist - was tun wir dagegen?"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Apr 07, 2014 5:59 pm

Wenn es etwas gab, was die Elfe nicht mochte, dann waren es all die politischen Ränkespiele, in welchen die Fürsten dieses Landes sich verstrickt hatten und worin nun auch sie hinein gerissen wurde. Ryan Velaryon war ein Ärgernis, ein Dorn in ihrem Auge und so verärgerte es sie nur noch mehr, dass er es geschafft hatte, sie in eine Position zu zwingen, in welcher auch sie nur noch in einer bestimmten Art und Weise handeln konnte und die kam den Velaryon zu Gute. Die Prinzessin würde nach Ilirea müssen, wie Velaryon es angewiesen hatte, um die Familie ruhig zu halten und keinen Eklat wegen der Verletzung ihres Sprößlings hervor zu rufen - es ging nicht anders und wenngleich Drake nun auch versuchte, sie ruhiger zu stimmen, so spürte sie dennoch die Flamme des Zorns in ihr brennen, daran änderte auch die mahnende Stimme ihres Bündnispartners in ihrem Inneren nichts. Langsam bewegte sie sich auf den Platz zu, welchen der Fürst ihr angewiesen hatte und ließ sich darauf sinken, es allerdings in diesem Augenblick nicht wagend sich zurück zu lehnen - ihr stand nicht der Sinn danach ruhig und entspannt zu wirken, denn genau das war sie nicht. Dieses Zeichen der Schwäche hätte der Orden sich nicht eingestehen dürfen und im Stillen nahm sie sich einmal mehr vor, Vrael für seine Taten zur Rechenschaft zu ziehen.
"Wir haben keine Wahl, als das Kind nach Ilirea zu bringen, wenngleich ich es auch vorziehen würde, wenn Eure Lehrer sich auch weiterhin um das Kind kümmern würden", ließ sie schließlich verlauten und glitt damit nur zu gerne auf jenen Zug auf, welchen Drake soeben losgesandt hatte. Es war gut, sich nicht auch noch von ihm harsche Worte des Vorwurfs anhören zu müssen, welche sie erneut in die Passivität treiben würden. "Die Menschen der Stadt werden spätestens jetzt über den Wert des Kindes Bescheid wissen und es ist eine Frage der Zeit bis auch die restlichen Städte davon unterrichtet sein werden und sich das Gerücht weiter verbreiten wird, wenngleich es mir auch lieber gewesen wäre, wenn wir darauf verzichtet hätten, aber Ryan Velaryon schien das anders zu sehen."

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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Apr 07, 2014 6:21 pm

"Die Velaryons sind gefährliche Gegner" erklärte er und hob kurz die Brauen, als würde ihm etwas einfallen. "Aber sie geben noch viel gefährlichere Verbündete ab - und das ist unser größtes Problem" erklärte er leise und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. "Es gibt keine Möglichkeit wie wir Ryan Velaryon widersprechen können - es sei denn ich entschließe mich meine Hallen mit Blut zu füllen und lasst euch gesagt sein Hochmeisterin - ich hege kein Interesse daran meinen Greifen mit dem Blut der Velaryons zu zeichnen" er trommelte auf seinem Schreibtisch.
"Also bleibt uns nichts anderes übrig als Schadensbegrenzung zu betreiben. Ich werde verkünden, dass - jetzt wo es einen Truchsess gibt Ileana Xeldaric welche bisher unter meiner Obhut stand an den Hof des Truchsess geleitet wird. Mitsamt einiger meiner Wachen und Lehrer. Das dürfte nicht nur eurem Wunsch entsprechen sondern auch dafür sorgen, dass mein eigenes Ansehen nicht abstürzt. Vielleicht können wir auch noch etwas gutes aus der Sache heraus schlagen. Ich denke ich werde die Verbecher mit den kleineren vergehen aus dem Gefängnis entlassen, wenn Sie sich dazu bereit erklären bei dem Wiederaufbau von Ilirea zu helfen. Das hilft sowhl dem truchsess, als das es auch meine Kassen entlastet. Gefangene kosten Unmengen müsst ihr wissen"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Apr 07, 2014 6:51 pm

Diese Hallen mit dem Blut der Velaryon zu tränken und damit dieses Schauspiel endgültig zu beenden, wäre in jedem Fall zielführender als dieses Geplänkel, dem sie jetzt unterworfen sein würden, denn damit wäre zum einen diese widerliche Religion des roten Gottes aus diesem Land verschwunden, Ryan Velaryon würde sich nicht mehr als strahlender Held aufspielen können, der Sympathiepunkt um Sympathiepunkt gewann und Brandon Velaryon würde endlich in seinem närrischen Vorhaben gestoppt sein, das Kind zu ehelichen, das sie zu schützen geschworen hatten. Die Familie des Löwen gewann nach und nach mehr Macht, wie es bereits damals schon einmal gewesen war, bevor sie ihren finalen Schlag unternommen und beinahe die gesamte Königsfamilie ausgelöscht hatten - es durfte nicht noch einmal geschehen, dieses Mal würden die Reiter das Land nicht im Stich lassen und darauf hoffen, dass die Menschenkinder selbst mit alledem zurecht kamen.
"Ich halte es für sinnvoll, wenn wir vor Ryan Velaryon intervenieren, wenngleich es das Kind auch in die Öffentlichkeit drängt und uns gleichwohl zum Handeln zwingt. Die Vormundschaft für das Mädchen sollte bei Euch bleiben, damit verhindern wir in jedem Fall, dass Velaryon auch den Truchsess um seinen Finger wickelt und uns weiteren Handlungsspielraum nimmt, welchen wir dringend benötigen, um das Reich zu stabilisieren", führte sie ihre Erklärung fort, vermittelte Drake jedoch mit einem einzigen knappen Nicken ihre Zustimmung zu den Worten, welche er ihr zuvor hatte zukommen lassen und womit er ihr im Grunde genommen aus der Seele sprach.

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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Apr 07, 2014 7:08 pm

"Ich halte euren Einwand für berechtigt und werde diesen Umsetzen" erklärte Graham und nahm noch einen Schluck von seinem Becher und wischte sich mit der Serviette etwas Wasser vom Mundwinkel ab. "Allerdings muss ich auch noch mit Noah reden. Der Tischlerjunge war offenbar nicht unbeteiligt an der ganzen Geschichte. Und wenn ich eines gelernt habe in der Zeit, in der ich eine Gefängnisstadt geleitet habe dann das: Nach jedem Verbrechen muss jemand bestraft werden. Um so erfreulicher, wenn es der Täter ist." er lächelte nicht. Es war kein Scherz, sondern bittere Realität. Er seufzte langsam und massierte sich den Nasenrücken. "Wenigstens dürfte es trotz Ileanas weggang nicht all zu viele Probleme in der Stadt geben. Im Grunde genommen wollen die Leute, daß es morgen nicht schlimmer wird als heute" er seufzte schwer. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Waren die Velaryons bereits zuvor ein Ärgerniss gewesen, entwickelten SIe sich nun zu einer Plage.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Apr 07, 2014 7:21 pm

"Überantwortet mir den Jungen zuerst, denn auch ich habe noch einige Worte mit dem Tischler zu wechseln ehe ich ihn an Euch weitersende, Fürst Drake", lautete Caladhiels Einwand ehe sie sich von ihrem Platz erhob und dem Fürsten noch einmal zunickte. Bevor sie Noah zu Drake senden würde, wo ihn seine gerechte Strafe für seine Taten erwarten würde, würde sie noch einmal mit dem Jungen über das sprechen, was geschehen war und würde ihm klar machen, wie unglaublich leichtsinnig seine Handlungen gewesen waren und im besten Fall wäre es wohl weit zielführender, wenn sie Vrael gleich in dieses Gespräch dazu nehmen würde, denn immerhin waren beide Jugendliche für das verantwortlich, was mit dem Velaryonfürsten geschehen war und in welcher misslichen Lage sie sich gerade beide befanden. "Vielen Dank für das Gespräch und Euer Verständnis, Fürst", beendete sie und neigte noch einmal sacht den Kopf vor dem anderen, um ihm ihren Respekt zu bekunden ehe sie sich umdrehte und das große Arbeitszimmer verließ, das der Fürst sein Eigen nannte, ohne auf sein Einverständnis zu warten und nur wenige Sekunden später fiel die Tür leise hinter der Elfe ins Schloss, die sich auf den Weg in den Innenhof machte und ihren Geist bereits ausschweifen ließ.
Es brauchte nicht sehr viel Zeit bis sie den panischen Verstand der beiden Jugendlichen fand, der sich in den Mauern des Schlosses befand und zahlreiche Selbstvorwürfe drangen auf sie ein als sie ihren Geist nach Noahs und Vraels tasten ließ und selbigen berührte, um ihnen eine einzige Nachricht zukommen zu lassen. 'In den Innenhof des Schlosses. Jetzt!'

tbc: Innenhof

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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Apr 07, 2014 9:59 pm

Die Kerzen in seinem Arbeitszimmer waren beinahe schon herunter gebrannt, aber Graham ließ sie nicht austauschen. Es mochte zwar nicht mehr so hübsch aussehen, aber er hasste es, wenn Materialien verschwendet wurde. Vor allem in Zeiten wie diesen. Lieber gab er die überflüssigen Kerzen, welche am Ende des Monats blieben an das Volk weiter, als das er ständig Kerzenstummel wegschaffen lassen musste. So etwas war teuer und zog nur Diebe an, die die Kerzenstummel stehlen wollten. Graham hasste Diebe.
Als nun ein leises klopfen erklang, sah er von seinem Schreiben auf. "Komm nur herein Noah" erklärte er und wandte sich dann wieder an den Brief welchem er noch einen letzten Schliff verpasste. "Ich habe bereits von deinen Eskapaden gehört" erklärte er und wies Noah an die Tür hinter ihm zu verschließen. "Du möchtest mir noch einmal die Geschehnisse aus deiner Sicht zusammen fassen"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Apr 07, 2014 10:15 pm

Er wollte die Aussage nicht hinterfragen, es war deutlich was der Fürst damit zum Ausdruck bringen wollte. Just in diesem Moment kamen ihm jedoch die Worte der Hochmeisterin in den Sinn, die ihn erst vor ein paar Minuten zurechtgewiesen hatte. Er solle sich für das verantworten was er getan hatte und zu seiner Meinung stehen, sodass er sich selbst nach wie vor selbst im Spiegel sehen konnte. Die Wahrheit dahinter begriff er vermutlich nicht zur Gänze, doch reichte es, um Ihn in diesem Moment eine gewisse Courage zu geben, die sonst vermutlich nicht einmal ansatzweise vorhanden wäre.
„Ich habe Ileana aus ihrem Zimmer gebracht da sie hier, eingepfercht von Mauern und beschattet von Dienern kaum etwas aus ihrem eigenen Willen heraus tun konnte. Ich wollte ihr die Stadt zeigen, Sie mit dem Volk vertraut machen. Leider sind wir in den Straßen einigen Leuten, ich vermute Adligen begegnet, zumindest kann ich mir niemand anderen vorstellen der derart gut ausgerüstete Wachhunde mit sich führt. Ileana hatte mit Einem mal aufgeschrien und das erste was ich tat war, das Mädchen dem ich geholfen hatte aus dem Schloss zu kommen, zu schützen. Letztlich habe ich dem Jungen vor mir dabei die Nase gebrochen, vermute ich zumindest. Danach kamen zu viele Personen als das ich noch genau einordnen konnte, wer zu wem gehörte und weshalb.“
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Apr 07, 2014 10:25 pm

"Eingepfercht?" echote Graham und sah dabei den jungen ernst an und seine grauen Augen schienen Noah das Fleisch von den Knochen zu schälen. "Ist dir bewusst, dass Ileana nicht einfach nur irgend ein Bauernmädchen ist, Junge? Sondern die Thronerbin und deine zukünftige Herrscherin? Sie lernte in diesen Hallen alles was sie braucht um später einmal eine gerecht Herrscherin zu werden." erklärte er dem anderen und faltete die Hände zusammen. "Euer kleiner Ausflug in die Stadt hätte ihr Leben beenden können - weil du sie nicht schützen konntest" erklärte er weiterhin. "Desweiteren hat dein Anflug von Heldenhaftigkeit dazu geführt, dass Ryan Velaryon seine Chance gewittert hat mich und die Reiter zu brüskieren. Er hat verlangt, dass das Kind nach Ilirea geht und mir bleibt nichts anderes übrig als mich diesem Willen zu fügen. Du hast mich bloß gestellt Junge" erklärte er und seine Stimme wurde noch schneidender.
"Desweiteren werden die Velaryons Rache verlangen dafür, dass du ihren Sohn - einen Adeligen geschlagen hast und ich werde ihnen deine Bestrafung nicht verwehren. Ich riskiere nicht wegen einem Tischlerjungen einen Krieg. Verstehst du das?" er hob die Hand und schüttelte den Kopf. "Nein, natürlich nicht" erklärte er. "Die Velaryons könnten deinen Kopf fordern, allerdings finde ich das übertrieben. Eine Hand wäre dahingehend wohl doch angemessener" erklärte Graham leise und stand auf, schritt zu einem kleinen Tisch an der Ecke. "Allerdings kannst du dann wohl auch kaum mehr deiner Arbeit nachgehen und bist daher sowieso nicht mehr nützlich" er seufzte und wandte sich noch einmal um. "Nein, weißt du was? Ich werde das Geld, dass ich den Velaryons Schulde von deinem Gehalt abziehen. Du wirst das Geld also durch Arbeit wieder an mich zurück zahlen. Da ich jedoch nicht mehr genug arbeit habe, als das du den Betrag wieder zurück zahlen könntest schicke ich dich in meinem Namen nach Ilirea. Dort wirst du helfen die Stadt wieder aufzubauen. Sie brauchen dort jeden guten Handwerker. Ich will, dass du dem Namen meines Hauses dort unten Ehre machst! Wenn ich klagen höre, bringe ich den Velaryons deinen Kopf auf einem Spieß!"" er setzte sich wieder. "Und ich warne dich. Hilf Ileana nie wieder dabei irgendwo auszubrechen. Und widersprich niemals wieder einem Lord. Du bist nicht dumm. Du bist ehrlich, direkt, gutmütig und in jeder Hinsicht ehrenhaft. In Gil´ead nennt man so etwas normalerweise "Dummheit", und unter gewöhnlichen Umständen hättest du damit die Überlebenschance einer Qualle in einem Steinofen. Unterschätze diese Chance also nicht" er faltete den Brief zusammen, welcher Noahs Schicksal besiegelte und diesen letztlich verkaufte - zumindest streng genommen.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Apr 07, 2014 10:52 pm

Es dauerte mehr als einen Augenblick, bis er gänzlich begriff was man ihm hier für ein Angebot machte. Zwar würde er sein Haus aufgeben müssen, welches seit Generationen in Familienbesitz war, doch konnte er dafür einen relativ hohen Preis erwirtschaften. Er würde dort Arbeit finden und vor allem brauchte er nicht darum zu bangen, das in den nächsten paar Minuten sein Kopf über den steinernen Innenhof rollen würde. „Mylord ich weiß nicht wie ich.. danke.“
Die Worte kamen nur stotternd aus seinem Mund, nach wie vor ermahnte er sich jedoch auf das zu achten, worauf ihn die Drachenreiterin angesprochen hatte. Den Kopf oben zu halten, selbst, oder gerade weil man für das eigene Vergehen angeklagt wurde. Er war mit heiler Haut davon gekommen, erstaunlich wenn man bedachte was er getan hatte und das Viele für weitaus weniger schon Gliedmaßen verloren hatten. „Ich werde euch keine Schande bringen Lord Drake, ihr habt mein Wort. Und verzeiht wenn ich in meiner Äußerung zu harsch war. Ich dachte ihr wärt ein anderer Mann als einer des Schlages, der Jemanden wie mich trotz seiner Vergehen an höher gestellten gehen lässt.“ Er neigte den Kopf um seine Ehrerbietung auszusprechen. Sonderlich viel hatte er von Häusern, Ehre und Loyalität nie gehalten, er hatte es meist den Rittern und Lords überlassen. In diesem Moment jedoch veränderte sich das einfach gestrickte Denken, wenn auch nur betreffend eines der Häuser. „Und mir ist bewusst wem meine Loyalität gilt.“

Tbc. Ilirea
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Jun 16, 2014 12:42 pm

Langsam rann das geschmolzene Wachs die Kerze auf seinem Arbeitstisch hinunter und bildete einen wächsernen Stalaktit. Das Glas mit Quellwasser, welches neben dem Lord von Gil´ead auf dem Tisch stand war bereits zur Hälfte geleert während sich der alte Mann die müden Augen rieb. Er hatte die halbe Nacht nicht geschlafen sondern sich in Planungen vertieft. Beinahe ein Jahr hielt er nun Gil´ead und die Stadt war unter ihm erneut aufgeblüht. Er hatte die Mauern verstärkt, einen Graben um die Stadt selbst gezogen und diesen mit gespitzten Pfählen versehen. Er hatte Gildenmeister ernannt und sich von ihnen beraten lassen. Hatte Männer die sich gegen ihn aussprachen in den Mühlen der Politik untergehen lassen und somit seinen eigenen Stand gesichert. Er hatte sich die Duldung der Reiter erkämpft und auch das Mündel Feinsters nannte er sein eigen.
Es hieß ein großer Mann werfe einen großen Schatten doch war Graham Drake kein großer Mann. Er war ein gerissener Mann. Ein Mann der mit wenig Macht und umso größeren Ambitionen sehr schnell sehr viel Macht an sich gerissen hatte und er wusste, dass solche Männer leicht fielen. Doch hatte er nicht vor zu fallen, nicht bevor er nicht sein Lebenswerk vollendet hatte. Teirm - die Stadt der Velaryons war abgebrannt und sie hatten nichts dagegen tun können. Sie würden einen großen Teil ihres Reichtums dafür aufbringen müssen diese Stadt erneut zu reparieren und wieder aufzubauen während Ceunon völlig brach da lag. Eine Stadt die nur dem Königshaus würdig war.
Graham schloss den dicken Wälzer, welchen er zuvor gelesen hatte und legte ihn auf den gleichen Stapel wie alle anderen. Gil´ead war eine wahre Fundgrube an Informationen über das alte Recht. Als Gefängnisstadt besaß sie das größte Sammelsorium an Rechtsschriften in ganz Alagaésia und wenn man nur lange genug suchte und die neusten Kompendien miteinander abglich entdeckte man nur zu leicht einige wichtige Gesetze welche offiziell niemals abgeschafft worden waren.
Langsam tauchte er seine Schreibfeder in ein Tintenfass, ehe er den nunmehr blauen Kiel auf ein Pergament aufsetzte.
Eure königliche Hoheit Ileana Xeldaric,

ich schreibe an euch mit reinem Gewissen und voller Ehrfurcht. Ihr habt euch als junge Königin mehr als würdig erwiesen und es beschämt mich, dass ich jemals wie ein Vormund vor euch und mit euch gesprochen habe. So glaubt mir, dass ich hier mehr als Diener denn als Ratgeber das Wort an euch richte. Nach dem Studium zahlreicher Abschriften und Gesetzestexte der letzten fünfhundert Jahre und dem Vergleich all jener Texte fiel mein Augenmerk auf das "Recht des alten Blutes" laut dessen Bestimmung einem König das Recht zusteht alle Fürstentümern ihrem rechtmäßigen Adelshaus zuzuteilen. Sollte von der Blutlinie dieses Adelshauses niemand mehr übrig sein, so fallen alle Ländereien, alles Vermögen und alle Männer dem Königshaus zu. Ich rate euch euch auf das Recht des alten Blutes zu berufen. Mit diesem Gesetz von Göttern und Menschen erhaltet ihr Ceunon, die alte Stadt eurer Vorfahren zurück. Ebenso wie die Männer der Velaryons welche ihr auf euren namen einschwören und somit die königliche Armee bilden könnt. Das Gold der Velaryons würde euch die Staatskasse füllen und ihr wäret in der Lage über ein geeintes Reich zu herrschen. Auch Gil´ead, dessen Reichtümer und Armeen würden euch zufallen doch bin ich gewillt meine Herrschaft für unser Reich aufzugeben. Auch Teirm gehört den Velaryons vom Blute nicht - haben sie es sich doch nach dem Tode von Eric und Zerra Ryuka an sich gerissen. Bis auf mein Geschlecht und das der Velaryons sind alle anderen Adligen jedoch zumindest abkömmlinge der alten Fürsten denen dieses Land einst gehörte.
Solltet ihr euch meinen Rat zu Herzen nehmen und diesen befolgen wäret ihr so in der Lage das alte Schloss eurer Vorfahren erneut zu beziehen und auch Gil´ead steht eurer Familie dem Rechte nach zu. Es können keine zwei Löwen unter der selben Sonne leben meine Königin.

Gezeichnet, Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di Jun 24, 2014 8:13 pm


Um William herum standen sechs Männer, alle mit einem hellen Gambeson bekleidet, darüber ein Kettenhemd und in den Händen lange Dänenäxte. An ihren Gürteln hingen zudem Kurzschwerter, deren Griffe reich verziert waren und die Helme verdeckten bis auf kleine Sehschlitze voll und ganz das Gesicht. William selbst war ein junger Mann, hatte gerade einmal sein zwanzigstes Lebensjahr erreicht und seine Gesichtszüge sahen dementsprechend dünn, jedoch nicht ausgehungert aus. Sein Gesicht bedeckte ein dünner Bart, der zweifelsohne zurecht geschnitten war, doch sprießte über diesen bereits der leichte Schatten des restlichen Bartes hervor. An seinem Gürtel wiederum hing kein Schwert, sondern einzig und ein allein ein Dolch, dessen Scheide sich bei den regelmäßigen Schritten des Mannes mit dem Bein hin und her bewegte. „Es sieht anders aus als ich es mir vorgestellt habe.“ Murmelte William leise, während er sich die einzelnen Straßen und die Menschen, die in diesen umher liefen noch einmal genauer besah. Viele davon wirkten heiter und fröhlich, die meisten jedoch gingen einfach ihrem Tagesablauf nach und nicht wenige davon zogen Karren hinter sich her, und sprachen gerade mit anderen Männern über ihre derzeitigen Handelsbeziehungen. – Das Brot des guten Mannes kann hier zu Gold werden – so zumindest sagte man inzwischen im Volksmund und es grenzte beinahe an ein Wunder, was Graham Drake aus dieser Stadt hier gemacht hatte.
Das hineinkommen in die Festung hatte sich dabei als nicht sonderlich schwierig erwiesen, er hatte seine Männer zwar an dem Tor zurück lassen müssen, bis auf zwei Männer die nun ebenfalls vor der Tür des Fürsten warteten, doch die restlichen vier warteten vor der großen Festung. „Fürst Drake.“ William neigte den Kopf um seinen Respekt zu bekunden. „Darf ich mich setzen?“
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di Jun 24, 2014 8:31 pm

"Setzt euch, wenn es euch beliebt" erklärte Graham, welcher am Fenster stand und hinaus auf die Stadt, seine Stadt, blickte. Die Arme hinter dem Rücken verschränkt hatte er dem Neuankömmling noch keinen einzigen Blick zugeworfen, sondern sah nur weiterhin aus dem Fenster
"Ihr müsst wissen" erklärte Graham leise und fuhr mit einem Finger über die Scheibe, als würde er dem Lauf eines unsichtbaren Kometen folgen. "Das ich euch nur aufgrund eures Namens soweit habe vorkommen lassen. William Varys" erklärte er und sprach den Namen so langsam aus, als würde er diesen vor sich auf einem Seziertisch liegen haben.
"Allerdings... seid ihr bereits der fünfte Varys, der mich hier besucht seitdem ich die Stadt wieder aufgebaut habe. Doch ihr seid der erste, der vom Namen her sogar von den Toten wieder auferstanden zu sein scheint" er ließ langsam die Hand sinken. "Was macht euch echter als all die anderen, die sich diesen Namen angemaßt haben?"
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di Jun 24, 2014 9:03 pm

„Die feste Überzeugung nicht diese Stadt, sondern in erster Linie die Größe meines Familiennamens wieder zu erlangen. Und die Überzeugung dir ihr mir gebt, da ihr tatsächlich glaubt einen Vertreter der angeblich ausgestorbenen Familie vor euch zu haben. Geburtsurkunden, Stammbäume und dergleichen sind eher die fade Kost, die in der Regel bei solchen Fragen immer zuerst serviert wird, nehme ich an?“ Graham Drake passte genau in das Bild, dass man sich laut den Erzählungen der Leute über ihn machte. Ein hagerer, alter Mann dessen Gesicht fast zu einem Viertel aus Tränensäcken bestand, doch in dessen Augen noch immer ein gewisser Kampfeswille lag. Etwas das man respektieren musste, zumal er diese Stadt wieder zu einem Handelspunkt gemacht hatte, zu einem der Knotenpunkte der Gesellschaft, Dras Leonas frischer Untergang kam dabei im Grunde nur gelegen. „Und ich nehme kaum an das es einem Namensfälscher nicht bereits ausreichen würde, ein paar Dutzend Männer unter sich zu scharen um unbeschadet nach Gil`ead zu kommen. Es erstaunt mich dass viele der Leute in dieser Region sich scheinbar noch an diesen Namen erinnern können. Nein, ganz und gar nicht … Und Jemand der diesen Namen nur als Lüge tragen würde, würde euch wohl kaum darum bitten, diese Angelegenheit zusammen mit euch vor dem Königshofe zu klären… Es wäre mir schäbig vorgekommen einfach vor der jungen Königin aufzutauchen und etwas zu verlangen, was ihr aufgebaut habt. Deswegen bin ich hier.“
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di Jun 24, 2014 9:14 pm

"Spar euch die vielen Worte, sie trocknen nur eure Kehle und verhallen ansonsten im Nichts. Ihr seid zu Jung für solcherlei Wortduelle und Worte sind Wind, wenn sie nicht mit der rechten Überzeugung ausgesprochen werden" er seufzte schwer und wandte sich schließlich doch um, trat auf William zu und setzte sich langsam auf den Stuhl gegenüber des jungen Varys, so dass nur noch ein Schreibtisch zwischen ihnen stand.
"Wenn ich nun wollte könnte ich die Wachen rufen und euch töten lassen. Ich könnte behaupten ihr wolltet mich angreifen und niemand würde weitere Fragen stellen. Wenn ich diese Stadt behalten wollte, dann würdet ihr verschwinden und man würde in dieser Stadt nicht einmal einen Fingerknochen von euch finden. Eure Familie ist offiziell tot und für einen Bettler interessiert sich keiner. Ihr seid mit nicht mehr Lebensversicherung als einigen wenigen Männer her gekommen, die ich ebenfalls töten lassen könnte" er schnaubte.
"Ihr werdet das Schicksal eurer Ahnen wohl früh teilen, wenn ihr immer so vorgeht" schnaubte Graham. "Einfach in eine Stadt zu gehen, die einem dem Rechte nach zusteht aber von einem Mann kontrolliert wird, den man nicht kennt. Ein wahrer Varys. Mit dem Kopf durch die Wand. Dumm nur, dass dahinter immer die Guillotine wartet"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di Jun 24, 2014 9:29 pm

„Nun den Vorteil den ich gegenüber meinen Ahnen habe ist, dass ich aus ihrer Geschichte lernen konnte. Ihr erinnert euch daran dass ich sagte, mehrere Männer wären mit mir zusammen gereist, nicht wahr? Nun dieses Dokument …“ Er legte ein gefaltetes Pergament auf den Tisch, auf welchem ein fein gezeichneter Stammbaum zu erkennen war. „Wie Kinder entstehen muss ich euch sicherlich nicht erkennen und auf eben diese Menschen kann ich mich seit Kindesbeinen an verlassen, ansonsten würde ich jetzt wohl kaum hier sitzen. Und eben diese Menschen, denen ich vertrauen kann werden binnen kurzer Zeit eine Nachricht an unsere Königin senden, dessen Inhalt eine beglaubigte Abschrift der Kirche eben dieses Dokumentes enthält, ebenso wie ein von mir verfasster Brief. In diesem schildere ich, warum ich nicht selbst zu ihr kommen und ihr mein Anrecht auf Gil`ead unterbreiten konnte, ebenso wie die Tatsache das ihr mich entweder gefangen haltet oder getötet habt und meine letzte bitte als verbliebener, männlicher Stammhalter der Varys wird sein, euch dementsprechend zu verurteilen, da ihr zuwider des Rechts des Blutes gehandelt habt. Wird unsere Königin dies ebenso missbilligen, so werden weitere Nachrichten im Rest des Landes an alle höheren Herren geschickt werden, ausgenommen der Velaryon natürlich. Und ich bin mir sicher dass ihr nicht derart in Frage gestellt werden wollt. Alles was ihr dafür tun müsst ist, mich und meine Männer nicht zu töten und uns möglicherweise sogar auf eine gemeinsame Lösung zu einigen, was die Stadt angeht, die zwar meinem Blut gehört, die ihr jedoch erneuert habt.“
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di Jun 24, 2014 9:35 pm

"Erneut ein Fehler in eurem Plan" erklärte Graham und seine grauen Augen schienen William zu durchbohren. "Da ihr mir nun offen gelegt habt wie eure Versicherung aussieht und wie ihr gedenkt diese durchzusetzen ist es für einen Mann, der über die Mittel verfügt, über die ich verfüge nicht schwer eben jene Boten aufzuhalten" erklärte er leise und massierte sich die Schläfen.
"Hättet ihr mir nicht einfach damit drohen können, dass ihr Vorbereitungen getroffen habt, die dafür sorgen das ein Mord an euch Publik wird und mir sämtliche Macht raubt?" fragte er leise. "So wie ihr vorgeht habt ihr mir bereits alles verraten was ich wissen muss um euch aufzuhalten. Verratet ihr bei einem Schachspiel dem Gegner auch eure Taktik für die nächsten Runden, ehe ihr zieht? Ihr mögt aus der Vergangenheit gelernt haben aber ihr begeht neue Fehler. Euren Einfallsreichtum in allen Ehren aber" er winkte ab. "Diese Stadt frisst euch auf, wenn ich sie euch jetzt geben würde, Ser"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di Jun 24, 2014 9:48 pm

Auf dem Gesicht des jungen Mannes legte sich ein Schleier der Verwunderung, welcher auf seiner Stirn leichte Falten warf und seine Hände ballten sich alsbald zu Fäusten. Er glaubte noch immer in der höheren Position zu sein, einen ausgereiften Plan in der Hinterhand zu haben, doch über all dies hinaus verleiteten ihn die tadelnden Worte des alten Mannes zur Wut, welche er mit einem angestrengtem Atem unterdrückte. Sich nichts anmerken zu lassen war vergebens, weshalb er sich schließlich zurück lehnte und die Hände übereinander faltete.
Seine Gedanken kreisten darüber ob es wirklich möglich war, oder ob Graham nur genau bluffte wie er es tat, in jedem hatte er ihn damit aus dem Konzept gebracht. „Nun … ich hoffe zumindest das ihr nicht heraus finden wollt, ob eure Häscher derart schnell sind, so oder so bleibt ein Rest Risiko für euch übrig. Darüber hinaus … hattet ihr bereits die junge Königin hier zu Gast, als sie noch niemand kannte, und sie ist, soweit es mir bekannt ist noch heute bei guter Gesundheit.“

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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di Jun 24, 2014 10:53 pm

"Manche würden sagen, das läge daran das ich von ihr profitiert habe" erklärte Graham leise und faltete die Hände während er den Jüngeren mit seinen farblosen Augen begutachtete. "Aber was manche sagen hat mich noch nie sonderlich gekümmert. Ebenso wenig wie es eure hohen Vorfahren gekümmert hat. Immerhin das scheinen wir gemeinsam zu haben" er fuhr sich über den blonden Spitzbar, der mittlerweile von zahlreichen weißen Härchen durchsetzt und gesprenkelt war.
"Nun Ser Varys, wie mir scheint werdet ihr nicht von eurem Vorhaben ablassen" erklärte er leise und massierte sich die Schläfen.
"Nun gut - wir werden euer Anliegen zur Königin tragen denn ihr werdet so oder so dorthin gehen. Dann kann ich wenigstens dabei zusehen, wie alles was ich aufgebaut habe in die Hände eines Jungspunds fällt" erklärte er und lächelte beißend. Der Junge würde keine drei Wochen überleben, nicht in dieser Welt. Nicht mit dem Blut, das durch seine Adern floß und er tat Graham beinahe leid.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di Jun 24, 2014 11:18 pm

„Allerdings wird dieser Jungspund nicht den Fehler machen, die Verwaltung der Stadt allein zu stemmen. Ihr wisst alles über die Wirtschaft dieser hier, kennt jedes Schlupfloch das man beachten muss, andernfalls wärt ihr bei weitem nicht so weit gekommen. Wenn mir mein Anspruch auf diese Stadt von der Königin zugesprochen wird, so bitte ich euch zum einen die Verwaltung noch eine Weile lang für mich zu übernehmen, damit ich von euch lernen kann und … das ihr, wenn ich das gesamte Konstrukt begriffen habe, als mein Berater agiert.“ All diese Worte klangen vollkommen fremd in seinem Mund. Berater, meine Stadt, Verwaltung … Er war in einfachen Verhältnissen aufgewachsen, auch wenn seine Mutter ihm relativ früh erklärt hatte, wer seine Vorfahren waren und was mit ihnen passierte. Man hatte ihm grundlegende Dinge über die Verwaltung gezeigt, alles jedoch nur gestückelt und ohne genauen Zusammenhang. Nun jedoch direkt eine Stadt leiten, ohne jedwede Erfahrung die er vorher sammeln konnte?
„Ich denke also, dass wir letztlich beide voneinander profizieren können. Das heißt, wenn ihr euch darauf einlassen würdet.“
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