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 Arbeitszimmer

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Der Erzähler
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BeitragThema: Arbeitszimmer    Mo Feb 20, 2012 8:22 pm

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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 20, 2012 8:29 pm

Sentenza sah sich in dem großen Arbeitszimmer um, sein Blick striff die alten Bücher und Landkarten welche an den Wänden hingen. Er versuchte sich all dies einzuprägen, wenngleich ihm das nicht sonderlich schwer fiel. vermutlich wusste er sogar besser als jeder Bürger dieses Landes wo die Schwäche in der Landstruktur, in den Mauerwerken und den Stadtaufbauten lagen. Hatte er sich doch Wochenlang mit nichts anderem beschäftigt als jede noch so kleine Schwäche der Bewohner Alagaésias heraus zu finden. Er schnürte sich sein Schwert vom Rücken, welches fast doppelt so groß wie das von William war und lehnte es mitsamt scheide an den Schreibtisch ehe er seine großen Hände faltete und darauf wartete, dass William eintrat. Keine Minute hatte der Fürst ihn warten lassen als er auch schon eintrat, den Tisch umdrundete und sich Sentenza gegneüber setzte.
"Ich hoffe doch sehr, ich habe euch und eurer Frau keine Umstände oder gar Probleme bereitet, wenn dies so sein sollte dann bestraft nicht sie, ich habe sie regelrecht dazu gedrängt... angefleht könnte man sagen mich hinein zu lassen. Es war so kalt und meine Nichte...."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 20, 2012 8:44 pm

"Entschuldig euch nicht, es ist kein Verbrechen sich als Kommandant zu beweben, selbst wenn dies bedeutet das ihr bettelnd zu meiner Frau geht. Es zeigt das ihr Ehrgeizig seid."
"Oder aber verzweifelt..." Mit einem suchenden Blick sah William zu Sentenza. Er sah von der Statur her durchaus fähig aus im Militär zu dienen, auch wenn er wie jeder andere erst einmal eine Probezeit durchlaufen würde. Doch was dem Fürsten viel mehr Sorgen bereitete war die Tatsache, das der Anwärter aus den fernen Länder im Westen kam. "Ein völlig Fremder also... nun ich kann mir nicht vorstellen das ein solcher den besten Ruf hat. Es ist fraghaft ob er sich überhaupt integrieren kann,. Doch schnell schüttelte er diese Gedanken beiseite, er musste sich erst einen Eindruck über die Person verschaffen die vor ihm saß, dürfte sich nicht nur auf Vorurteile und wilde Spekulationen verlassen. "Ihr wollt also als Kommandant in meiner Armee dienen? Nun ich könnte einen fähigen Mann durchaus gebrauchen, ein guter Anführer ist ein großer Schritt zum Sieg. Doch sagt mir, was habt ihr für Referenzen, das ich euch nehmen sollte? Ich kenne euch nicht und ihr seid neu in diesem Land, was ein weiteres Problem sein dürfte." Mit einem erwartungsvollem Blick lehnte er sich ein wenig zurück und spürte das harte Eichenholz seines Stuhles im Rücken.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 20, 2012 8:55 pm

"Seit ich sechs bin wurde ich dazu ausgebildet ein Heer anzuführen" erklärte Sentenza ruhig und gelassen während er langsam mit seinem Finger über die Karte des Landes strich, geistesabwesend Teirm und dann ceunon umkreiste ehe er eine runde um die Hadarac Wüste drehte.
"Mit achtzehn führte ich bereits in Kommando an und mit vierundzwanzig hatte ich zehn feindliche Städte unterworfen" erklärte er weiterhin. "Ich wurde in meinem land für herausragende Tapferkeit ausgezeichnet und habe mehrfach weitere auszeichnungen erhalten" erklärte er leise und strich sich über den bart.
"Desweiteren habe ich mehrere Zusatausbildungen im bereich der taktik mit Auszeichnung abgeschlossen"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 20, 2012 9:34 pm

"Nun das klingt sowohl im akademischen als auch im praktischen recht überzeugend, auch wenn ich dies nicht überprüfen kann." William kratzte sich kurz an seinem Kinn, an dem paar Bartstoppeln zu erkennen waren. Normalerweise rasierte sich der junge Fürst täglich, doch in letzter Zeit hatte er dies vernachlässigen müssen, aufgrund der Reise und der ständigen Gespräche mit kleineren Adligen. Doch das war erst der Anfang, er würde alsbald nach Ilirea und Dras - Leona reisen. Er kannte die dortigen Fürsten recht gut, Tristan Fa war jemand der gern auf leicht bekleidete Mädchen setzte, wenn William mit ein paar der schönsten Mädchen von Gil´ead in dessen Stadt kommen würde, wären die Chancen für einen Packt zwischen den Familien recht gut. In Dras Leona regierte Annas Bruder. Durch die Vermählung konnte er sich sicher sein, das Dras Leona auf seiner Seite stand. Doch trotz diesem recht sicheren Stand wollte er dem Schwager einen Besuch abstatten. "Doch was das anbelangt, würde ich euch eine Probezeit einräumen, in der ich euch eine neue Einheit zukommen lassen würde, dessen Ausbildung und Führung ihr übernehmen würdet. Wenn es stimmt was ihr von euch behauptet, so müssten diese Männer innerhalb kürzester Zeit zu grandiosen Soldaten werden, falls dies nicht der Fall sein sollte so sind eure Referenzen nichtig und für mich nicht von belang." Für den Moment ließ er die Herkunft des Mannes ad akta legen, würde dies zu einem Problem werden hätte er noch genug Zeit sich damit zu befassen. "Und was verlangt ihr im Gegenzug? Einen hohen Sold? Ein feines Zimmer für euch und eure Nichte?"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 20, 2012 9:44 pm

"Nur ein Zimmer" erklärte Sentenza gelassen und zuckte mit den Schultern. "ich brauche wirklich nicht viel mehr, ein Zimmer und Verpflegung" er schüttelte den Kopf und kratzte sich am Bart während er langsam sein Abzeichen polierte und William ansah.
"Ich will eine gute Einheit - im späteren Verlauf und ich will möglicherwiese irgendwann in ferner Zukunft einen hohen Post um euch zu dienen und in... sagen wir zwanzig Jahren in den Ruhestand gehen" er lächelte "ansonsten.... nichts. Ich bin sehr genügsam was all das angeht" er sah William tief in die Augen, versuchte dessen Absichten zu ergründen
"Und ihr? Was wollt ihr von mir?"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 20, 2012 10:01 pm

"Nun im Grunde das was man von einem Kommandanten erwartet. Loyalität und Treue gegenüber meinem Haus, eifriges Streben nach Perfektion und Mut auf dem Schlachtfeld. Wenn ihr einen hohen Posten anstrebt, nun darüber werden wir noch einmal reden wenn ihr die Probezeit durchstanden habt und ich vollkommen von euch überzeugt bin. Doch ich muss sagen ihr überrascht mich Sentenza Daron , angehende Kommandanten fordern für gewöhnlich mehr. Doch will ich eurem Wunsch nachkommen, ihr und eure Nichte bekommt jeweils ein Zimmer. Ihr könnt die Dienerschaft in Anspruch nehmen und den größten Teil der Räume nutzen, zum Beispiel beherbergen wir eine umfangreiche Bibliothek. Doch lasst mich euch eins sagen, es stet mir nicht danach den Namen meiner Familie zu besudeln und da ihr fortan unter meinem Banner dienen werdet repräsentiert ihr mich, somit würde ich von Eskapaden jeglicher Art abraten, denn so gesprächig ich auch sein mag, bei solcherlei Vergehen hört jegliche Freundschaft auf." William faltete die Hände und sah zu einem, an der Wand hängenden Hirschkopf. Sein Vater hatte ihn bei einer Hetzjagd erlegt, kurz darauf hatte er zwei seiner Männer an ein wildes Rudel Wölfe verloren. Dessen Pelze hingen, zum großen bedauern des Fürsten nicht in dem Arbeitszimmer. "Gibt es noch etwas das ich wissen sollte Herr Daron? Ansonsten würden euch meine Soldaten nun euer neues Zimmer und das eurer Nichte zeigen. Ach wo wir dabei sind, wie heißt sie?"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 20, 2012 10:11 pm

"Akemi" beantwortete sentenza die Frage ohne Umschweife und richtete sich in dem Stuhl noch ein Stück mehr auf während er William immer noch eingehend musterte, so wie man ein Schwert musterte um herauszufinden wie gut es schlagen und schwingen konnte.
"Ich bin kein sehr gesprächiger Mann, ihr findet mich kaum in Gasthäusern und Gerüchte werdet ihr auch aus meinem mund keine höhren. Mir steht nicht der sinn danach den ruf eures Hauses zu zerstören, da ich sonst auch den meinen als euer Diener zerstören würde." erklärte er gelassen und fuhr sich durch das dichte, braune Haar welches sich langsam zu locken begann. Er war froh, dass der Fürst ihn und seine Nicht hier wohnen ließ, wenngleich ihm auch bewusst war, dass Akemi nicht viel davon hielt. Sie hatte es genossen zurück in ihrer alten Heimat zu sein und die Umstände die sie gezwungen hatten wieder in das ihr verhasste Alagaésia zu ziehen waren keine angenehmen gewesen. Sentenza hoffte nur, dass akemi verstehen und sich irgendwann vielleicht sogar einleben würde. Es hatte alles nichts genutzt, gestand sich sentenza selbst ein. Wäre Akemi geblieben, wäre sie mittlerweile nicht mehr am Leben
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Do Feb 23, 2012 8:35 pm

Die Feder, welche William in der Hand hielt verursachte ein kratzendes Geräusch als sie Flink über einen Pergamentbogen huschte.

"Ich, William Varys, Erbe des Fürstentums von Gil´ead und treuer Diener der Menschen dieses Landes, setzte mit diesem Schriftstück umgehend eine neue Regelung in Kraft. Jeder Bürger dieser Stadt im Alter zwischen 15 und 28 ist fortan verpflichtet dem Wohle der Stadt und somit dem seiner Mitbürger einen Tribut zu zahlen. Dieser mag jedoch nicht mit Geld bezahlt werden. Es steht jedem frei zu wählen ob er sich zu den Baumeistern, Schreinern, Maurern, Heilern oder Landwirten gestellt oder aber ob er sich der ehrenhaften Stadtwache Gil´eads anschließt. Dieser Dienst für die Stadt wird ein ein halb Jahre währen, wer ihn vollzogen hat und somit seinen Tribut geleistet hat kann sein bisheriges Gewerbe weiter verflogen, doch es steht ihm auch frei, in der Berufung in der er sich neu eingefunden hat zu bleiben, sollte ihm diese eher zusagen als seine bisherige. Es ist ein Dienst in dem jeder jedem hilft, so soll ein Soldat nie darum bangen müssen eine Familie zu gründen, weil diese am Hungertod sterben könnte. Und genauso wenig soll ein Bauer um seine Felder bangen, weil Strauchdiebe ihr Unwesen treiben. Schwere Zeiten und diese haben wir, erfordern starke Herzen und treuer Untertanen. Für die Einweisung in das jeweilige Gewerbe soll sich die betroffene Person umgehend im Palast des Stadthalters oder aber in der Kaserne einfinden."
Mit einer zufrieden Miene lehnte sich der junge Fürst zurück und betrachtete das Schriftstück vor sich. Es war in anmutiger Schrift und mit schwarzer Tinte geschrieben, ganz wie es in seinem Hause Sitte war. Jedoch verzichtete er, wie auch sein Vater schon auf unnötige Schnörkel und Verzierungen. "Garsid?" Rief er einen seiner getreuen Leibwächter, welcher kurz darauf in das Arbeitszimmer kam. "Bring das bitte auf schnellstem Wege zu den wichtigsten Personen, du weißt schon welche ich meine." Der etwa vierzigjährige Soldat hatte schon seinem Vater einige Jahre lang gedient und war somit mit dem Prozedere vertraut, sodass William ihm eine solch leichte Schlussfolgerungen durchaus zutraute. "Die Herolde dürfen es ein bisschen Ausschmücken sodass dass Volk es besser aufnimmt, doch sollte einer den Sinn dieser Regelung verfälschen, so ziehe ich ihm eigenhändig die Zunge mit einer heißen Zange heraus." Garsid nickte und verließ den Raum im Lauftschritt und schloss die schwere Holztür hinter sich. Viel hing von dieser Handlung ab, denn er würde die Soldatenzahl erheblich aufstocken und Geld in die Kassen spülen. Denn viele der Kleinadligen oder reichen würden ihre Kinder und Erben nicht in einen solchen Dienst schicken wollen und den Tribut mit Kronen ausgleichen, was der Staatskasse nur zu gute kam.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo Feb 27, 2012 7:10 pm

"Ethan, mein geliebter Bruder,
Vieles ist geschehen seit du fortgegangen bist, das wenigste davon zu unserem Vorteil. Ich bin in Eile und kann dich daher nicht über alles aufklären. König Erol hat, wie du sicherlich weißt alle Männer zu sich in die Hauptstadt beordert. Ich habe mir alle Mühe gegeben unsere Streitkräfte zu verstärken um die Sicherheit innerhalb der Mauern von Gil´ead gewährleisten zu können. Dreihundert meiner Gardisten sind im Schloss stationiert, der Rest, der sich um die Stadt kümmert, wird zwar von mir befehligt, jedoch zahlt Jeremy Daenerys, der Lord Regent ihren Sold. Setzte sie also mit bedacht und Vorsicht ein. Zudem gab es einige Komplikationen bei dem Fest, das zur Ernennung meines Fürstenamtes gehalten wurde. Dort tauchten mit reichlicher Verspätung, auch die Valeryons auf. Das Brautgeschenk von Thomas Tochter, Katherine, ausgezeichneter Gewürzwein Wein, war jedoch vergiftet, weswegen nun drei gute Männer unter der Erde liegen. In meiner Not wusste ich mir nicht anders zu helfen und ließ sie einsperren wundere dich also nicht darüber wenn eines der Gästezimmer von ein paar Männern bewacht wird. Nun zu dem eigentlichen Grund weswegen ich dich zurück beordert habe. Ich wurde von Neunfinger in den Königsrat gezogen, kaum zu glauben ich weiß, auch wenn er mir damit lediglich die Flügel stutzten möchte. Doch ich habe vor dies zu einem Vorteil zu machen. Bin ich am Königshof, habe ich direkten Einfluss auf die Geschäfte und Verträge die dort vereinbart werden und vielleicht finde ich auch irgendetwas das unserem Haus zu gute kommen kann, möglicherweise sogar dem ganzen Land. Du wirst an meiner Stelle herrschen müssen Ethan. Bis ich zurück nach Gil´ead komme übergebe ich dir all meine Befugnisse. Ich weiß das du dieses Amt bekleiden kannst, Vater setzte auch in dich große Hoffnungen. Und achte bitte auf Anna, ich glaube sie verseht das alles noch nicht ganz. Wer könnte es ihr übel nehmen? Es kam alles so schnell, schlagartig möchte man meinen. Achte darauf wem du gehört schenkst und gebe deinem Vertrauen nur den wenigsten. Achte auf die Familie Velaryon, ich bin mir nicht sicher was sie im Schilde führen, jedoch weiß ich das es nichts gutes ist. Ich werde versuchen dir zu schreiben, doch solltest du keine Antwort bekommen, sei ohne Sorge. Ich werde dafür Sorge tragen das unser und auch Annas Haus nichts geschehen wird. Bleib stark.

P.S. Ich habe einen neuen Kommandanten eingestellt, Sentenza Daron. Er scheint mir ein fähiger und treuer Mann. Ich habe ihm Annas Schutz überstellt, wende dich an ihn wenn du Fragen hast, die dir kein Berater beantworten kann.

William."


Es war bereits sein dritter Versuch gewesen einen passenden Brief an seinen Bruder zu verfassen. Nun, so vermutete William zumindest, hatte er alles recht gut geschildert. Einzelheiten wie die Kutsche oder die damit in Verbindung gebrachte Schmach über seine und Ethans Mutter, musste er nicht Erfahren. Er würde bald genügend Last auf seinen Schulter tragen, Kummer jedoch sollte nicht dazu gehören. Er faltete das Schriftstück sorgsam, legte dieses in einen Briefumschlag und versiegelte diesen mit dem Wappen seines Hauses. Von draußen waren Rufe zu hören. Es war an der Zeit aufzubrechen, auch wenn die Sonne gerade erst aufgegangen war. Von Anna hatte er sich bereits verabschiedet. Die Tatsache das er ihr schreiben konnte war nur ein Schwacher Trost. Sie würde ihm fehlen, das wusste er jetzt schon.
Sein Blick ging durch das Fenster, wo sechs seiner besten Soldaten bereits reisefertig warteten. Mehr Männer wollte er nicht mitnehmen, zu groß war die Angst um seine Frau und seinen Bruder. Bei dem, was noch kommen würde, wäre jeder treue Mann in dem alten Schloss der Varys besser aufgehoben als am Königshof.
Mit seinem Seufzen rückte er seinen Mantel zurecht und schnallte den Gürtel, an dem Uriziel hing enger. Unter dem dicken Mantel trug er noch immer das Geschenk des Schneiders seines Vaters, den Eisenmantel. dieser würde ihm in Ceunon sicherlich mehr helfen als hier in Gil´ead.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di Feb 28, 2012 12:57 am

Ein wärmendes Feuer prasselte im Kamin des Arbeitszimmers, in dem Ethan saß. Einen schlecht gelaunten Ausdruck auf dem Gesicht beugte sich der Bruder des Fürsten von Gil'ead über einen Stapel Pergamente. In der rechten Hand hielt er eine Feder und kritzelte etwas auf eines der Dokumente. Plötzlich erhob er sich ungestüm und fegte den Schreibtisch leer. " Verdammt ", fluchte er laut und stapfte wütend zu dem Fenster hinüber. Müde lehnte er seine Stirn gegen das kalte Glas des Fensters. Ethan war nicht dafür gemacht, eine Stadt zu führen. Lieber stand er mit einem Schwert in der Hand auf dem Sclachtfeld, dort wusste er wenigstens, wer seine Feinde waren. Nachdem sie die Urgals vernichtet hatten, waren sie in die umliegenden Dörfer geritten. Dankbar für die Rettung hatten sich ihnen einige neue Rekruten angeschlossen, aber keiner dieser Rekruten konnte auch nur einen der zweihundert Männer ersetzen, die sie im Kampf gegen die Urgal verloren hatten. Ethan hatte diese Männer alle mit Namen gekannt und nicht nur das, er hatte sogar über ihre Familie Bescheid gewusst. Zwölf der gefallenen Krieger hatten schwangere Ehefrauen bei sich zu Hause sitzen. Der Heerführer des Hauses Varys hatte ihnen alle eine Entschädigungszahlung zukommen lassen, aber nichts konnte ihnen den Verlust ihres Ehemannes und Vaters ersetzen. Ethan hatte sich seit jeher für den Kampf und seine Krieger interessiert, aber Niemals hatte er davon geträumt, eine Stadt zu regieren. Das war eher der Bereich seines Bruders William gewesen, der nun allerdings nach Ceunon abkommandiert worden war. Erschöpft richtete Ethan seinen Blick in die Ferne über die kahle Ebene um Gil'ead herum hinweg und erschrak. In der Ferne war ein langer, dunkler Streifen zu erkennen, halb verdeckt von dem morgendlichen Nebel, der nach Ethans durcharbeiteter Nacht heraufgezogen war. Der Streifen schien näher zu kommen und die Alarmhörner bliesen, noch ehe der Mann die Fahnen erkennen konnte, die über der feindlichen Armee hinwegwehten. Ein goldener Löwe auf schwarzem Grund, daneben waren Pfauenfedern abgebildet, das Wappen der Velaryons. Gil'ead war von nun an eine belagerte Festung.
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo März 24, 2014 2:58 pm

Es war erstaunlich wie schnell man eine Stadt unterwerfen konnte wenn man nur mit den richtigen Mitteln vorging. Während die Velaryons einst versucht hatten mit viel Getöse und Aufmerksamkeit eine Belagerung anzuzetteln, nur um später eben jene Belagerung aufgrund des Mangels an Nahrungsmitteln einzustellen, so hatte Graham eine gänzlich andere Lösung bevorzugt. Eine Stadt war ein lebendes Gebilde. Wenn man sich Gil´ead als einen menschlichen Körper vorstellte, so waren Dinge wie Schneider, Schmiede, Metzger und sogar die kleinsten Krämerläden wichtige Organe. Und die Menschen die durch die engen Straßen der Stadt schritten waren wie das Blut, dass durch die Adern rann. Wenn das Blut oder die Organe schlecht waren, von Miasma befallen oder verfault - so starb der ganze Körper. Die Stadt war eine gut geölte Maschine, die am Laufen gehalten werden wollte.
Wieso sich letztlich niemand um Gil´ead im Lauf der letzten Monate gekümmert hatte konnte er nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich maß man der Stadt keine all zu große Bedeutung zu. Dabei war Sie der ideale Ort um einen ganzen Haufen Geld zu machen. Bereits vor über einhundert Jahren war Gil´ead ein bedeutendes Handelszentrum geworden und Graham gedachte die Stadt wieder zu altem Ruhm zu führen.
Doch um Geld zu verdienen musste man Geld ausgeben - das hatte ihm sein Vater beigebracht und dessen Vater vor ihm. Die Armee die nun unter ihm diente war nicht viel mehr als ein Haufen Söldner - gerade gut genug um eine Stadt einzunehmen, oder vielmehr das Schloss. Was er nun brauchte war eine richtige Armee.
Sein erster Streich war es gewesen alles Geld das seine Familie hatte an sich zu reißen und von einem Teil davon die Söldner zu bezahlen, die nun draußen auf den Wehrgängen Wache standen. Ein weiterer Teil des Goldes war an die örtlichen Steinmetze gegangen, die nun die alten Handelswege neu pflasterten. Er hatte den Armen Fleisch zu Essen gegeben und den Reichen neues Land zugeteilt, um welches Sie ohne Herrscher seit Wochen untereinander stritten.
Es war erstaunlich, wie schnell ein Herrscher angenommen wurde wenn dieser etwas gutes für das Volk tat. Die wenigen Männer, die direkt seinem Haus dienten machten sich bereits daran wehrpflichtige Junge aus der Bevölkerung zu finden. Eine Wache zu gründen und die Besten davon hinauf zum Schloss zu bringen, an dessen Mauern mittlerweile bereits das neue Wappen flatterte. Der rote Greif auf blauem Grund.
Doch wenn Graham wollte, dass das Land eine Zukunft hatte brauchte er nicht nur eine Armee - er brauchte eine Armee, die allen anderen überlegen war. Und dafür brauchte er bessere Waffen und Rüstungen als jeder andere in diesem Land. Und von daher....
"Pozdrawiam was i licytować można powitać Gralos w moim domu" meinte er in der harten Sprache der Zwerge, die er zwar bei weitem nicht fließend beherrschte, aber zumindest einige Floskeln gingen ihm noch immer gut, wenn auch ungewohnt über die Zunge. "Ich bin sehr erfreut, dass ihr meinem Ruf gefolgt seit. Ich hoffe doch sehr, mein Botenjunge hat euch nicht zu weit abseits eures Weges gebracht?"


Zuletzt von Graham Drake am Mo März 24, 2014 10:30 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo März 24, 2014 4:38 pm

Die Reise war überraschend angenehm gewesen, was vielleicht auch daran lag, das er als einer der wenigen Zwerge das Reisen gewohnt war. Jahre in er Wanderschaft und in der er seinem eigentliche Erbe versucht hatte zu entkommen hatten Ihn von der Korrumpierung seiner eigenen Kultur und all der Mächtespiele verschont, gleichzeitig jedoch besahen ihn die andere zwölf Clanherren immer noch mit einem gewissen Trotz an. Sie wollten ihre eigenen Kandidaten auf seinen Platz setzen, am ehesten irgend einen entfernten Anverwandten oder guten Kameraden, mit dem sie seit jeher mit eine Freundschaft als Feindschaft hegten. Doch bevor erneut das Ränkespiel beginne konnte, musste Ihre Kultur wieder auferstehen, das war selbst den Stursten klar und gab Gralos ein gesundes Maß an Hoffnung.
"Eure Bemühungen ehren mich Fürst." Fing Gralos nun seinerseits an und verbeugte sich ein Stück weit, bis sein Bart fast den Boden berührte. "Es ist alles zur Zufriedenheit aller verlaufen. Auch wenn ich überrascht bin wie schnell sich die Stadt nach eurem bilde geformt hat. Das letzte mal als ich in dieser Stadt zugegen war, war das einzige Anzeichen auf die Präsenz eines Herrscher die ständig Hungernden, die durch die Steuer alles verloren haben." Als die zwei Zwerge, die ihn begleitet hatten, ihn ein wenig irritiert ansahen, musste er mit einem leisen Brummen Schmunzeln und scheuchte sie in Richtung des Boten. "Haltet euch für den morgigen Tag bereit, ich denke für heute seid Ihr eurer Dienste entlassen."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo März 24, 2014 5:03 pm

"Die Stadt nach meinem Bilde formen?" echote Graham beinahe ungläubig und schüttelte den Kopf, während seine klaren, eisblauen Augen noch immer auf Gralos gerichtet blieben. "Oh nein Herr Zwerg. Ich forme die Stadt nicht nach meinen Vorstellungen. Sagen wir, ich staube Sie nur ein wenig ab um den ehemaligen Glanz wieder her zu stellen" erklärte er dem anderen.
"Die Stadt steht für sich selbst Herr Gralos, ich bin nicht mehr als ihr Verwalter und ich nehme diese Aufgabe sehr ernst. Es gibt genug selbstsüchtige Herrscher unter den Menschen und ich gedenke nicht mich ihren Reihen anzuschließen." er legte seine Hände auf den Tisch, fuhr langsam mit einer Hand über das bearbeitete Holz ehe er wieder den Blick hob.
"Und da ich dem Rufen der Stadt lausche, dem Flüstern das aus den alten Steinen hervor dringt, werde ich Gil´ead wieder zu seiner Bestimmung führen - die wichtigste Handelsstadt der Menschen zu werden. Und hier kommt ihr ins Spiel: Ich gebe euch die einmalige Möglichkeit nicht nur daran teilzuhaben, sondern die Begründer des ersten Handelspaktes zwischen Menschen und Zwergen seit einhundert Jahren zu sein"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo März 24, 2014 5:16 pm

"Eure Worte klingen weise und wohl gewählt, etwas das unsere beiden Völker seit einer ganzen Weile verlernt hatten." Er sah Graham eine ganze Weile lang mit festen Augen an, ehe sich seine Miene schließlich ein wenig aufhellte. "Aber Ihr mögt wohl recht haben, wir würden ebenso einen Vorteil aus einem Handeln ziehen wir Ihr. Zu behaupten unsere Handwerksarbeiten würden auf der ganzen Welt gefragt sein wäre Gerede, das man inzwischen nur noch in Stein schlagen und kaum noch aussprechen kann. Wir können schnell liefern - das ist unser Vorteil. Die Handelswege müssten frei bleiben um Störungsfreie Lieferungen zu gewährleisten, doch denke ich das unser beider Truppen hierbei von Vorteil sein können. Was nun die eigentliche Ware angeht.. Ich nehme stark an das Ihr nicht die Art von Mann seid, der seine Stadt durch Prunk und währe Schönheit berühmt machen möchte. Zumindest nicht in einem so frühen Stadium der Herrschaft. Ich habe schon einige Fürsten vor euch kennen gelernt, daher habe ich bereits ein paar Pläne für mögliche Rüstungs und Waffenteile aufgestellt. Momentan haben wir vor allem einen Überschuss an harten Frostfichte und Eisen. Es eignet sich vor allem für die Herstellung schwerer Brustpanzer und groben Waffen wie Speeren, einfachen Äxten und Streitkolben. Natürlich haben wir auch kostbarere Waren - Schwerter und Ganzkörperrüstungen sollten also auch nicht das Problem sein. Jedoch denke ich das ich mit der Behauptung Nahe liege, ihr wollt nicht jeden eurer Soldaten wie einen Prunkvollen Schlächter aussehen lassen?"
Seine Stimme ging zum Ende hin deutlich nach oben und eine Hand lag bereits auf dem schweren Arbeitstisch des Mannes. "Doch bevor wir uns weiter unterhalten - ein Humpen Bier, wäre das Möglich? Das Getreide hier ist süßer, hat aber einen durchaus interessanten Geschmack und Verhandlungen lassen sich so, wenn ich ehrlich bin nur schlecht führen."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo März 24, 2014 5:26 pm

"Diener" meinte Graham. Er schrie nicht, sprach das Wort nur ganz langsam aus und einen halben Augenblick später stand bereits ein Page neben ihm. "Bringt dem ehrenwerten Zwerg ein Bier. Und ich möchte, das es aus der besten Brauerei stammt die es in dieser Stadt gibt" erklärte er und winkte den Jungen dann fort, ehe er sich wieder dem Zwerg zuwandte.
"Ihr versteht wahrlich euer Handwerk, Meister. Ich benötige starke Rüstungen und Waffen für meine Männer auf den Wehrgängen und ich benötige auf jede dreißigste dieser Rüstungen eine mit Silber verzierte. Und auf jede zehnte silberne Rüstung eine mit Gold ausgestattete für die Feldmarschalle. Und ich benötige eine Rüstung für mich selbst. Verziert mit Edelsteinen und Korallen um das Bündnis unserer beiden Völker darzustellen. Und sag deinen Schmieden, wenn die Rüstung in ihrer effizient leidet nur weil Sie gut aussieht steige ich aus dem Grab um ihre Schmiedekunst zu verfluchen" erklärte er, wenngleich er noch immer gänzlich gelassen wirkte. "Ihr werdet nur bis nach Gil´ead liefern und ich werde euch alles abkaufen was ihr mir bringt. Dieser Ort wird der Umschlagplatz für sämtliche Ware zwischen unseren Völkern sein - dies bringt euch den Vorteil, dass ihr alles was ihr von uns benötigt an einem ort bestellen könnt. Außerdem müsst ihr nicht mit anderen Menschen verhandeln, die eure Gebräuche nicht verstehen oder euren Wert nicht zu schätzen wissen. Und die Stadt schlägt den Vorteil daraus, das wir ein Monopol auf die Handelsgüter zwischen Ost und West haben. Wir gewinnen beide"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo März 24, 2014 10:53 pm

Gralos trank einen großen Schluck des herben Biers, wobei sich ein kleiner Teil in seinem Bart absetzte, welchen er kurz darauf wegwischte.
"Nun - ich wurde als Handelsgesandter für die anderen Clans und auch dem meinen geschickt, von daher sind Beschlüsse mein kleinstes Problem. Ich finde euren Auftrag interessant - er wird meinem Volk den nötigen Elan geben um wieder in der Welt Fuß zu fassen und wenn dabei eine bevorzugte Handelsbeziehung eures Hauses und unseres Volkes ensteht, so bin ich der letzte der dagegen stimmt. Doch halte ich nur wenig davon das Ihr den Wert unserer Waren definiert Fürst Drake. Seht es nicht falsch - ich weiß das wir beide aufeinander angewiesen sind. Doch eine der größten Mächte meines Volkes in einen Vertrag zu legen halte ich für etwas übereilt.
Und was eure Rüstung angeht solltet ihr euch keine Sorgen machen. Es gibt genug Prunkstücke, die sowohl einige Jahrhunderte an Kriegen, wie auch nur als Schaustück überdauert haben, und noch immer beeindrucken können."
Der Begriff Schlange passte nicht, nicht einmal ansatzweise. Dafür war der alte Mann vor ihm nicht geleckt genug. Vielmehr verströmte er einen gewissen Maß an Respekt und Distanz, was für seinen Posten wohl durchaus hilfreich war.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo März 24, 2014 11:32 pm

Graham griff langsam nach dem silbernen Becher, in dem reines klares Quellwasser enthalten war und nahm einen Schluck daraus, sah zur Decke als müsse er überlegen was er im folgenden sagen sollte. "Allerdings stellt sich die Sache folgendermaßen da: Mir gehören alle Handelswege von hier bis nach Surda. Und somit gehören mir alle Steuern die auf diesen Handelswegen entrichtet werden müssen. Momentan sanieren meine Steinmetze die Wege, was zu einem baldigen Anstieg der Steuern führen dürfte. er nahm einen erneuten Schluck.
"Letztlich kommt ihr eigentlich nicht drum herum, als mein Angebot anzunehmen wenn ihr mit den Menschen handeln treiben wollt, allerdings" er hob die Hand um Gralos zu unterbrechen, bevor dieser auch nur anfangen konnte. "Habt ihr durchaus Recht mit dem was ihr sagt Meister Gralos und ich habe kein Interesse daran meine Macht auszukosten um euch zu brüskieren. Daher mache ich euch einen Vorschlag: Gil´ead wird zum Umschlagplatz für eure Handelsgüter. Die Zwerge bekommen einen Sitz in der Händlergilde meiner Stadt und können von hier aus ihre Waren in den Rest von Alagaésia verkaufen. Desweiteren bezahlt ihr nur die Hälfte der Steuern auf meinen Straßen, wenn ihr in jedem Monat einen zehnt eures Einkommens an die Stadt abgebt"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo März 24, 2014 11:44 pm

Gralos verschluckte sich beinahe, als er einen weiteren Schluck zu sich nahm. "Ich habt Eier Fürst, aber ich nehme an das wisst ihr bei der Wahl eurer Worte selbst gut genug." Es war prinzipiell nicht einmal ein schlechtes Angebot, sie würden in jedem Fall einen hohen Gewinn daraus erzielen und sie sagten, dass sie zumindest teilweise noch Handel mit anderen Städten führen konnte. "Lassen wir das Zehntel weg - und uns die Option offen, wenigstens in kleinerem Maße Handel mit anderen Städten zu treiben. Ich bin keineswegs dumm Graham, mir ist bewusst das ich nicht eure Feinde beliefern werde um euch zu Schwächen. Und wenn ihr irgendwann in einer misslichen Lage sein solltet könnt Ihr euch der Unterstützung der Zwerge Gewiss sein. Das heißt - wenn Ihr auf die Bedingungen eingeht die ich mir unter einem Handel unserer beiden Völker vorstelle."
Der Mensch hatte noch immer keine allzu große Machtposition und mit den Zwergen hinter sich - wenn auch nur als Reserve, so konnte er sich seiner Sache deutlich sicherer sein als zuvor. "Überlegt es euch Mensch. Mir ist bewusst das bei weitem nicht alle auf meine Handelsangebote eingehen werden doch wenn sich das Reich der Zwerge erst einmal wieder empor hebt, werden wir die Berücksichtigen uns bei diesem Aufbau geholfen haben - und uns nicht als Investition gesehen haben."
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Mo März 24, 2014 11:52 pm

"Ich investiere aus Prinzip nicht in ungesicherte Geschäfte" erklärte Graham leise während er noch einen Schluck Wasser nahm, den leeren Becher nunmehr langsam auf dem Tisch abstellte. "Ich gehe auf euer Angebot ein - erhöhe jedoch- Sämtliche Lieferung der Rüstindustrie. Sprich Harnische, Helme, Schwerter - benötigen meine persönliche genehmigung wenn Sie an jemanden anderen als mich selbst geliefert werden sollen. Wenn die Zwerge ein Bündnis mit mir eingehen wollen. Dann unter diesen Bedingungen. Als Gegenleistung biete ich euch eine Stimme an, die mit Rückblick auf eure Interessen spricht. Jemand, der sich in den hohen Kreisen der Menschen bewegt und dafür sorgen kann, dass euer Volk anerkannt und geachtet wird. Ich werde die Künste eures Volkes wieder im ganzen Land bekannt machen" er winkte den Pagen heran, der neues Wasser für Graham und neues Bier für Gralos brachte. "Somit unterstützen wir uns Gegenseitig, Meister Zwerg" er hob das Glas. "Auf eine fruchtbare Zusammenarbeit. Mögen unsere beiden Häuser wieder zu voller Blüte kommen und möge Gold durch den Ramr fließen"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di März 25, 2014 12:03 am

Gralos zögerte einen Augenblick, wusste jedoch das, wenn er zu lange wartete und nicht auf das Angebot einging, es ebenso eine Entscheidung sein würde. "Wir sind im Geschäft Mensch. Möget ihr länger und besser Leben als eure Vorfahren und vor allem besser Herrschen als die Meinen." Der letzte Schluck aus dem Humpen besiegelte das Bündnis der beiden Männer, woraufhin sich die Miene des Zwergs erneut aufhellte. "Ich bin wirklich daran interessiert was Ihr für die Zukunft plant Graham. Vermutlich werdet ihr mir nur kleinste Teile erzählen, wenn ihr mir überhaupt etwas davon erzählt - doch ich Frage, auch auf die Gefahr hin, das ihr mir nur irgend ein Märchen erzählt. Wohin soll euch eurer Weg vom jetzigen Standpunkt aus führen? Wollt ihr immer und immer weiter Macht erlangen bis ihr irgendwann euren Urin Gold nennt?"
Kurz darauf zuckte er kurz mit den Schultern. "Es ist oft genug in dem meinem Geschlecht passiert, von daher kann ich euch davon abraten. Es ist ein eher kurzes Vergnügen und bringt meist die schlechte Gewohnheit der Allmacht mit sich. Aber ich denke für heute haben wir genug ernste Themen besprochen, nicht wahr? Ich hoffe doch ihr habt eine Festhalle."
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di März 25, 2014 12:08 am

"Keine Festhalle heute Meister Zwerg, nicht für mich. Aber fühlt euch in meinen Hallen wie zu Hause. Ich indess erwarte noch einen weiteren Gast. Der Vogel ist heute Morgen aufgebrochen, beinahe noch in tiefster Nacht und diejenige, die ich damit erreichen wollte dürfte bald da sein" erklärte Graham und fuhr langsam mit einer Hand über den Becher.
"Und was meine Motive angeht Meister Gralos. So ist Gold, das einzige was für unsere Beziehung von Bedeutung ist. Aber ich möchte nicht unhöflich sein. Ihr habt mir eine Frage gestellt und ich werde sie beantworten: Ich gedenke das Reich der Menschen wieder zurück zu bringen. Alles was ich tue, tue ich für dieses Land. Ich habe euch doch erzählt, dass diese Stadt zu mir spricht. Was glaubt ihr erst, was dieses Land zu sagen hat?" er lächelte.
"Ihr könnt euch sicher sein, dass ich einzig und allein für die Zukunft dieses Reiches handle. Und nun, ruht euch aus - wir haben vorzügliche, frisch bezogene Betten. Bleibt über Nacht oder solange ihr wollt bis ihr die Heimreise antretet."
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di März 25, 2014 1:48 am

Ein großer Schatten verhüllte das Tageslicht, das durch die großen Fenster des Arbeitszimmer des neu gekürten Fürsten fiel - mächtige Flügelschläge weit oben in der Luft dröhnten am Boden nach ehe wenig später das ohrenbetäubende Schreien eines riesigen Drachen die Stille zerriss und die Bürger der Stadt aus ihren Häusern trieb, welche in den Himmel starrten, wo sich die schwarze Gestalt eines riesigen Drachen abzeichnete, der seine Bahnen über der Stadt hinweg zog und auf dessen Rücken die gerüstete Gestalt einer Elfe saß, durch deren lange, dunkelbraune Haare der Wind wehte, nur noch von dem silbernen Reif des Hochmeisters gehalten wurde, der auf ihrer Stirn ruhte, und an deren Seite, auf dem schwarzen Sternenstahl ihres Reiterschwertes, die Sonne in den verschiedensten Farben reflektiert wurde. Die Rufe der Menschen aus der Stadt drangen nur leise und entfernt an ihre Ohren und dennoch brachten sie ein Lächeln auf die Lippen der Reiterin ehe sie eine der behandschuhten Hände ausstreckte und ihrem Drachen symbolisierte, sich einen Platz zum Landen zu suchen.
Die mächtigen Schwingen schlugen schneller als der Drache abdrehte und auf ein unbewohntes Gebiet außerhalb Gil'eads ansteuert - die Häuser wurden größer, die Menschen wieder greifbarer und als Anwar auf dem Boden aufsetzte und seine riesigen Klauen in die kalte Erde grub, ging eine Erschütterung durch die Stadt. Die elfische Reiterin, die bislang auf dem Rücken des Drachen gesessen hatte, sprang mit einer einzigen, grazilen Bewegung hinab und kam weit sanfter auf dem Boden auf, als es ihr Bündnispartner getan hatte und als sie sich wieder aufrichtete und den Blick hob, sah sie in die Gesichter der Menschen, die es gewagt hatten, sich dem großen Drachen zu nähern und die die beiden nun voller Ehrfurcht und Respekt ansahen während sie hinter sich Anwars Bewegungen spürte, seine Gedanken als ihre eigenen wahrnahm ehe sich der Drache nach oben streckte und zu voller Größe aufrichtete. Dann hörte sie erneut den Schrei ihres Drachen ehe eine riesige Feuersäule in den Himmel empor stieg, als Caladhiel sich bereits auf den Weg in die Stadt hinein machte, um sich mit dem Menschen treffen, welcher sie kurz nach der Rückkehr der Reiter kontaktiert hatte.

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When I thought that I fought without a cause
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di März 25, 2014 1:58 am

Es war ein durchaus beeindruckendes Schauspiel gewesen, welches Graham mit einer Hand hinter dem Rücken, die anderem am Trinkglas auf dem Balkon seines Arbeitszimmers genossen hatte.
Die Anführerin der Reiter hatte Stil, das musste man ihr lassen und selbst er war recht beeindruckt von dem Drachen gewesen, deren Gestalt er nur aus Geschichten kannte. Auch das die Hochmeisterin es geschafft hatte die AUfmerksamkeit der ganzen Stadt auf sich zu ziehen passte ihm nur all zu gut. Eine Prozession aus Zwergen und eine wiedergekehrte Legende - beide trafen sich mit Lord Drake von Gil´ead. Dem neuen Fürsten, der kaum 72 Stunden regierte. Zwei Völker die die Menschen beinahe vergessen hatten trafen sich zum ersten mal seit einhundert Jahren mit den Menschen - und das ausgerechnet bei ihm.
Graham musste zugeben, dass die beiden wichtigen Persönlichkeiten ihm den größten Teil der Arbeit aus der Hand nahmen. Ihr Auftreten zu dieser Zeit, gepaart mit seinem Gespür für den richtigen Zeitpunkt würde ein Lauffeuer von Gerüchten entstehen lassen die - entlang der Handelsrouten ins ganze Land getragen werden würden. Seine Stellung würde alsbald gefestigt sein und sogar das Haus Velaryon würde ihn fürchten müssen.
"Bringt mir ein Glas Wein" wies er den Diener an, ehe er sich umwandte und langsam in sein Arbeitszimmer glitt, nachdem er von dem erhöhten Balkon aus gesehen hatte wie Caladhiel den Innenhof betrat. Er strich sich noch einmal die letzten Staubkörner von seiner Rüstung, ehe er sich neben den Schreibtisch stellte, die Fingerspitzen der rechten Hand auf die Kante gestützt als Caladhiel eintrat. "Ehrenwerte Hochmeisterin der Drachenreiter, Schild und Schwert Alagaésias. Ich grüße euch Caladhiel, Kommandantin der Reiter und danke euch für euer rasches Erscheinen" erklärte er und seine Augen begegneten den ihren. "Ich heiße euch in Gil´ead willkommen" sie wusste er er war, hatte seine Nachricht bekommen wenngleich er auch noch immer dankbar sein musste, dass sie so schnell darauf reagiert hatte. Das war er durchaus.
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Caladhiel
Admiss
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer    Di März 25, 2014 6:59 pm

Die Elfe ließ ihren Blick über den alten Mann wandern, welcher sich ihr zugewandt hatte, begutachtete die schwere Rüstung, die er am alten Leib trug und die ihm offensichtlich dabei half, aufrecht stehen zu bleiben, seine dunklen Adleraugen, die sie argwöhnisch beobachteten und jeden noch so kleinen Schritt, jede Regung ihrer Selbst genau wahrnahmen und sie dabei genau prüften. Es war ein unangenehmes Gefühl, das er in ihr hervor rief und einmal mehr war die Reiterin dankbar um die Waffe, die sie bei sich trug und um die Anwesenheit ihres Bündnispartners, welcher vor den Toren wartete und dessen Geist sich so nah neben ihrem befand, dass sie jeden noch so kleinen Gedanken des Drachen beinahe mit ihrem eigenen gedanklichen Konstrukt verwechselt hätte. Der Wein, der in dem Glas stand, das Graham auf dem Tisch abgestellt hatte, war rot und noch frisch, zumindest vernahm sie das aus dem Geruch, welcher ihr in die Nase drang und der sich zwischen alten Schweiß und Bier vermengte, der neben Staub und Stein noch immer hier grassierte, in der Luft zu flirren schien und ganz offensichtlich nicht zu dem menschlichen Adligen gehörte, der nun das Gespräch mit ihr gesucht hatte.
'Die Zwerge sind ebenfalls hier', teilte sie ihrem Bündnispartner lediglich im Stummen mit, wohl wissend, dass Anwar ihre Sinneseindrücke ebenso schnell verarbeitete wie sie selbst und im Stillen lächelte sie über den Unbill, den ihr Drache gegenüber dem kleinen, steinernen Volk hegte. Nichts desto trotz beschloss sie sich einstweilen nichts von alledem anmerken zu lassen und führte traditionsgemäß zwei Finger zu den Lippen ehe sie sich ein Stück weit vor ihm verneigte, ihm damit den Dank für seine Gastfreundschaft zollte. "Atra Esterní ono thelduin", verließ es in geübter alter Sprache die Lippen der Elfe, bevor selbige einen Schritt nach vorn setzte. Die Rüstung, welche sie trug, klapperte leise und überwand das eisige Schweigen, welches zuvor noch in dem Raum gelegen hatte, als die Reiterin ihre Haltung erneut straffte und ein eigentümliches Lächeln stahl sich auf das sonst so hart wirkende Gesicht Caladhiels.
"Ich danke Euch für Eure Gastfreundschaft, Fürst Drake", begann sie und wechselte mühelos in die menschliche Sprache hinein, wenngleich auch nach all den Jahren, in denen sie die alte Sprache gesprochen hatte, ein leichter Akzent Einzug in ihre harte Stimme gefunden hatte. "Und ich nehme an, es sind Glückwünsche angemessen in Anbetracht der Umstände, dass Ihr nun der Fürst einer bislang führerlosen Stadt seid", führte sie fort und neigte noch einmal sacht den Kopf ehe sie sich wieder an den Grund ihrer beider Erscheinen in dieser Stadt erinnerte. "Ihr habt einen Boten zu uns gesandt, wenngleich es uns verwunderte, dass sich bereits so kurz nach unserer Rückkehr solcherlei Dinge zutragen. Weshalb habt Ihr nach uns gesandt?"

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