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 Innenhof des Schlosses

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Vrael
Drachenreiter
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Do März 27, 2014 10:33 pm

Was sollte er schon sagen? Er konnte ihr diesen Wunsch ja letztendlich kaum abschlagen. Schließlich war es genau das, was er einst vor so vielen Jahren geschworen hatte. Er hatte einen Schüler verloren. Er hatte die Menschheit im Stich gelassen und dieses Blut klebte an seinen Händen. Egal ob die Gedwey Ignasia nun dort schimmerte oder nicht.
"Bitte steh auf Ileana. Ihr braucht nicht zu knien. Nicht vor mir" erklärte er und schüttelte den Kopf. Er mochte es nicht, wenn Menschen vor ihm knieten. Er war ihr Beschützer, das Schild der Menschheit und er schwang sein Schwert für die gerechte Sache - oder zumindest für das, was er für die gerechte Sache hielt. "Ich verspreche es euch. Ich habe einmal meinen Schwur gebrochen. Habe mich einmal von diesem Land abgewandt und ich bin mitschuld an alle dem was in der Abwesenheit der Reiter geschehen ist."
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So März 30, 2014 11:46 pm

"Ich werde Euch an das Versprechen erinnern, Vrael, das Ihr mir gegeben habt", lautete Ileanas leise Antwort, welche sich langsam wieder von ihrer knienden Position erhob und mit großen Augen den Reiter noch einmal musterte, der vor ihr stand und der sich sichtlich unwohl in seiner momentanen Position fühlte. Sie konnte ihn verstehen und mit einem Mal kam sie sich furchtbar ungerecht vor, ihm einen solchen Vorwurf überhaupt gemacht zu haben - es war nicht seine Entscheidung gewesen, der Orden hatte seine eigenen Leute nur schützen wollen und wenn sie ehrlich war, dann hätte sie wohl gar nicht einmal anders entschieden. Wenn die Reiter hier gewesen wären, dann wäre ihre Familie vielleicht nicht von denen ermordet worden, denen sie eigentlich vertraut hatten - wenn die Reiter hier gewesen wären, dann würde dieses Land nicht länger von Blut und Tod überzogen werden und sie müsse nicht stets das Weinen der Unschuldigen hören.
Das Wiehern eines Pferdes erregte ihre Aufmerksamkeit und stirnrunzelnd wandte sie sich um, nur um wenig später zu sehen, wie eine kleine Gruppe Reitern und eine Kutsche den großen Innenhof verließ. Eine Kutsche, die das neue Wappen Gil'eads trug - das Wappen des Fürsten Drake. Die schweren Tore schlossen sich nur wenig später wieder hinter ihnen und gaben ihr das unangenehme Gefühl, in dieser Burg wieder gefangen zu sein. Man hatte ihr gesagt, was sie einst werden sollte, man hatte ihr gesagt, dass sie lernen sollte, aber niemand hatte sie bisher gefragt, ob sie das überhaupt werden wollte und dennoch - Ileana blieb nichts anderes übrig als die Flucht nach vorn, die zu der Pflicht und dazu, die Menschen zu behüten, wenn es schon sonst niemand sonst wollte.
"Ihr wisst, dass wir Euch brauchen, Vrael. Jetzt mehr denn je", setzte sie fort und wandte sich langsam wieder herum, schob sich erneut eine dunkle Haarsträhne aus dem Gesicht und lächelte schwermütig. "Das, was da draußen ist, ist ein Krieg nach dem anderen. Jedes Volk und jede Stadt bekämpft sich gegenseitig und es schert niemanden, was mit den armen Menschen in den Straßen ist. Sie hungern, sie frieren in dieser Kälte und hier stehen Schreiner, die neue Türen für Adlige bauen, weil die alten ihnen nicht mehr gefallen. Es ist nicht richtig. Wir brauchen den Frieden - die Menschen brauchen die Stärke der Drachenreiter."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So März 30, 2014 11:54 pm

Vrael zeigte ein bitteres Lächeln, als er Ileanas Worte hörte. Sie war so unschuldig und rein, das es ihm beinahe schmerzte bereits jetzt zu wissen in welche Welt sie entlassen werden würde. Und dennoch, er konnte ihr diesen Glauben nicht nehmen. Konnte nicht all ihre Hoffnung zerstören.
Er schloss die Augen und wünschte sich für einen kurzen Moment, das nicht er hier stehen würde. Sondern jemand, der viel Weiser und vorrausschauender war als er. Was würde Oromis in seiner Lage tun? Caladhiel? Anurin?
Vrael öffnete die Augen - er war kein kleiner Junge mehr. War nicht mehr das jüngste Mitglied des Ordens und es wurde Zeit, dass er seiner Rolle gerecht wurde. Er hatte die Aufgabe bekommen dieses junge Menschenkind auszubilden. Und jetzt wo er sich an seinen Befehl erinnerte, Geisterte ein Gespräch durch seinen Kopf das er einst mit Anurin geführt hatte. "Es gibt keinen Frieden und keine Gerechtigkeit auf dieser Welt Ileana." erklärte er nur leise. "Es kann ihn nicht geben". Er war gespannt auf ihre Antwort, fragte sich ob sie ähnlich antworten würde wie er selbst damals, als ihm Anurin diese Worte an den Kopf geworfen hatte - er war zehn gewesen.
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo März 31, 2014 12:04 am

Wie vor den Kopf gestoßen sah sie Vrael an und wusste nicht mehr, was sie von dem Reiter halten sollte, wusste nicht, was sie denken, geschweige denn fühlen sollte, wenn schon die großen Beschützer des Reiches, die wieder heim gekehrten Legenden plötzlich solche Worte sprachen. Sie hatte gehofft, dass es eines Tages besser werden würde, dass die Reiter hierher kamen und den Krieg beenden würden, die Herrschaft annehmen würden bis es einen neuen König gab und dass das Land danach wieder gut und gerecht regiert werden würde, aber jetzt stand einer der ihren vor ihr und sagte ihr, dass es nie Frieden und Gerechtigkeit geben würde. Dass es immer wieder solche Gräueltaten geben würde, wie die, die jetzt geschahen und dass es immer wieder Tyrannen geben würde, die den Menschen nur Leid brachten.
"Ihr tut mir leid, Ser Reiter", sagte sie lediglich kopfschüttelnd und machte ein paar Schritte zurück während sich erneut ihr Gesicht verzerrte, von dem Kloß in ihrem Hals zeugte, welcher ihr erneut die Tränen in die Augen trieb. "Ihr und Euer Orden", setzte sie noch nach während sie sich von ihm entfernte und dann schließlich erneut den Kopf schüttelte. Was hatte sie sich vorgemacht? Dass es jemand anderen gab, der ihr all das abnahm, was sie selbst würde tun müssen? Es war ihre Pflicht, ihre Last und sie würde sie tragen.
"Was immer Euch zugestoßen ist - welch Leid Ihr auch immer gesehen haben mögt, es wird vorbei sein. Seht Ihr die Sonne?", fragte sie und deutete hinauf zum Himmel, wo vereinzelte Sonnenstrahlen auf den Schnee der Zinnen fielen und diesen strahlen ließen. "Sie wird untergehen und am nächsten Morgen wieder aufgehen, gleich wie viel Schrecken sie gesehen hat. So wie die Sonne sollen die Menschen sein - sie werden wieder aufstehen und leuchten, dieses Land wärmen. Wenn Ihr nicht daran glaubt, dass es Frieden und Gerechtigkeit gibt, dann will ich Euch beweisen, dass Ihr irrt."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo März 31, 2014 12:10 am

Vrael lächelte. Nicht der selbe Wortlaut, vielleicht hatte Sie ihm sogar bereits seine Antwort vorweg genommen. Aber dennoch musste er eine Sache klar stellen.
Er folgte ihr einige Schritte, legte ihr eine Hand auf die Schulter und drehte sie halb um, so das sie zu ihm sehen musste. In ihren Augen brannte ein Feuer, das er bereits schon einmal gesehen hatte. Vor langer Zeit, in den Augen einer anderen Frau die ihr doch irgendwo ähnlich war. Er lächelte.
"Ist dem so?" fragte er leise und versuchte dabei Anurins Tonfall nachzuahmen, den dieser in jenem Moment vor so vielen Jahren angeschlagen hatte. "Dann nimm das Universum und mahl es, bis zu einem ganz feinen Pulver wird, und dann filtere es durch das feinste Sieb. Und dann zeig mir auch nur ein Staubkorn namens Gerechtigkeit, nur ein Krümel Gnade. Und doch…. Und doch verhalten sich die Menschen so, als gäbe es eine ideale Ordnung in der Welt, eine… Richtigkeit im Universum, die als Maßstab der Dinge gelten könnte. " er schüttelte den Kopf, jedoch nicht um ihre Worte lüge zu strafen sondern um ihr zu zeigen, wie sehr er sie verstand. Ihren naiven glauben. "Aber ihr Menschen müsst daran glauben. Wir müssen daran glauben. Wir müssen an Dinge glauben, die nicht wahr sind - wie sollten sie sonst jemals wahr werden?"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo März 31, 2014 12:19 am

"Dann gebt mir das Universum, gebt mir ein Sieb und ich will es Euch zeigen, Drachenreiter. Ich verspreche Euch, wenn wir jetzt durch diese Türen gehen, dann finde ich Hunderte von Orten, an denen es Menschen gibt, die friedlich miteinander leben, die gut und gerecht miteinander umgehen können und ich verspreche Euch, dass jeder dieser Menschen besser zu einem König oder Fürsten geeignet sein wird, als jene, die glauben es heute zu sein", lautete Ileanas Antwort, deren helle Augen sich jetzt wieder fest auf die des anderen gerichtet hatten und die ihn daran fixiert hielten während ein entschlossenes Lächeln auf ihren Zügen aufkeimte, das sich über ihr Gesicht zog und letztlich ihre Augen erreichte. Wenn schon sonst niemand an diese Welt glauben wollte, dann würde sie nicht eines der Schafe sein, die sich der Herde anschlossen und ihnen nachgingen, ihnen bis zur Schlachtbank folgten, nur um dort blökend hingerichtet zu werden. Für einen kurzen Moment begann sich Ileana wieder an die Geschichten zu erinnern, die man ihr vorgetragen hatte als sie noch ein kleines Mädchen gewesen war - Geschichten von ihrer Familie, von den Siegen der Reiter, den Schlachten der Elfen und den Heldentaten der Menschen.
"Das Wappen meiner Ahnen war ein Löwe, nicht?", fragte sie dann wie vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen und löste sich von Vrael, welcher sie zuvor noch immer an der Schulter festgehalten hatte. Eines Tages, wenn sie sich gut anstellte, dann würde sie das Versprechen, das sie Vrael gegeben hatte - sie würde ihm Güte und Gerechtigkeit, Gnade und Frieden zeigen und seine Worte damit Lügen strafen. Sie würde aufstehen und es beenden, das Leid und den Tod in der Welt, das Blut, das die Unschuldigen vergießen mussten unter der vermeidlich schützenden Hand adliger Despoten.
"Dann sollen sie mich brüllen hören."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo März 31, 2014 12:27 am

"Und es wird mir eine Freude sein lügen gestraft zu werden" erklärte Vrael und schlug sich mit der Faust auf die Brust, ließ diese dort einige Sekunden verharren. "Ich danke euch, dass ihr mir ermöglicht habt euch von dieser Seite zu sehen" erklärte er leise. "Die Reiter selbst haben mich hierher gesandt, damit ich dafür Sorge das ihr eine gerechte Königin werdet, doch mir scheint das ist nicht nötig. Eure Urahnin wäre stolz auf euch. Coreen Xeldaric hat mit dem selben Feuer gesprochen. Hat sich ebenso wie ihr für die ärmsten der Armen eingesetzt und es wird mir eine Ehre sein euch genauso wie sie einst zu unterstützen" erklärte er ihr und nickte.
"Wenn ihr den Bauern und dem gemeinen Volk eine gerechte und gütige Königin geben wollt, dann bleibt wie ihr seid. Dann tut euer bestes und wir werden das unsere tun. Kein Velaryon wird auf eurem Thron sitzen. Kein Elfe oder Urgal eure Städte belagern. Mit eurer Einsetzung als Königin wird das Reich einen ewig währenden Frieden erlangen"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo März 31, 2014 12:41 am

Sie hatte mit vielem gerechnet, aber nicht mit dieser Antwort, hatte gar erwartet, dass der Reiter sie erneut zurechtweisen würde, dass er erneut damit beginnen würde, sie belehren zu wollen, um sie sogar zu überzeugen, dass es weder Frieden, noch Gerechtigkeit gaben. Doch jetzt stand er hier vor ihr und schwor etwas, von dem sie nie in ihrem Leben geglaubt hatte, dass es ein Reiter einmal sagen würde - sie wollten sie unterstützen, sie wollten ihr dabei helfen, den Menschen zu helfen, die ihrer aller Hilfe benötigten. Er verglich sie mit ihrer Urahnin und sie hörte den Stolz aus seiner Stimme sprechen, hörte die ehrenhaften Worte, die sie in Verlegenheit brachten. Was sollte sie sagen? Hier vor ihr stand einer der Drachenreiter, einer derer, die in Legenden besungen wurden und schwor ihr die Treue, im Namen seines Ordens und im Namen all derer, die diesem angehörten und sie ... sie stand vor ihm und hatte Mühe damit ihre Situation noch einmal zusammen zu fassen.
Binnen der letzten zwei Tagen war ihr Leben so vollkommen auf den Kopf gestellt worden. Ein Fürst und die Hochmeisterin der Drachenreiter waren in Feinster aufgetaucht und hatte sie nach Gil'ead gebracht, auf einem riesigen Drachen, hier hatte ein zweiter Reiter auf sie gewartet, der sie jetzt unterrichten sollte, der über sie wachen sollte, damit sie eines Tages auf dem Thron der Menschen sitzen konnte. Alles, was sie kannte, war das Dorf, indem sie geboren und aufgewachsen war und nun stand ihr die gesamte Welt offen.
Sie musste stark sein, für diejenigen, die zu schwach waren, um die Stärke zu beweisen, sie musste aufrecht sein und gerecht, sie musste ein Vorbild für jene sein, die ihren Glauben verloren hatten und sie musste den Reitern und Drake zeigen, dass sie das Vertrauen und den Glauben, den man in sie setzte, verdiente. So lächelte Ileana sanft, wenngleich auch ihr Herz heftig und schmerzhaft gegen ihre Rippen schlug und sie glauben ließ, der Reiter würde ihre Nervosität spüren können.
"Schwört mir nur eines, Vrael", bat sie ihn dann und machte einen Schritt auf ihn zu, griff nach seinen Armen und hielt selbige mit ihren Händen fest, während ihr Blick weiterhin fest auf seinem Gesicht lag. "Lasst dieses Land nicht noch einmal im Stich."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo März 31, 2014 12:48 am

"Bei meiner Ehre" erwiderte Vrael Ileanas Wunsch und neigte sein Haupt. Als er wieder aufsah wirkte er nunmehr etwas älter als noch zuvor. "Dort draußen warten Gefahren auf euch Mylady. Gegner mit den unterschiedlichsten Erscheinungsbildern. Elfen, die den Menschen zürnen. Adelige, die euch umbringen - andere die euch ausnutzen wollen. Es wird Bauern und einfaches Volk geben, das glauben wird ihr seid nur eine Adelige wie jede andere - die euch Verachtung entgegen bringen werden. Es wird Leute geben, die euren Anspruch auf den Thron nicht anerkennen. Andere, die euch manipulieren wollen. Es gibt Urgals, Attentäter und düstere Wesenheiten hinter diesen Mauern und auch in ihnen" erklärte Vrael ihr. "König Alvias selbst wurde von seinem eigenen Bruder verraten, ehe dieser von Jeremy Daenarys vergiftet wurde. Selbst in der eigenen Familie wird es Verräter geben" er zeigte diesmal kein Lächeln mehr. "Ich werde euch vor allen Beschützen die ich kann. Doch kann ich euch weder vor allen Fehlern bewahren noch davor, falsche Freundschaft zu schließen. Es ist ungerecht und schwierig aber ihr müsst es wissen um darauf vorbereitet zu sein."
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo März 31, 2014 12:56 am

Ileana hörte seine Worte und schauderte, ob deren schwerer Bedeutung, schauderte davor, was sie noch erwarten würde und einmal mehr begann sie sich zu fragen, ob sie alledem überhaupt gewachsen sein würde - ob sie eines Tages all diesen Dingen würde trotzen können, oder ob auch sie über Verrat und Intrigen stolpern würde, wie es einst ihre Ahnen getan hatte. Wenn ihre Freunde sie verraten würden, wenn Menschen sie umbringen wollten, wem sollte sie dann überhaupt vertrauen? Wem konnte sie in diesem Ränkespiel überhaupt vertrauen und einmal mehr erinnerte sie sich an Drake, der so furchtbar griesgrämig gewesen war, ihr den Wein angeboten hatte und ihr gesagt hatte, sie sollte gehen. An Noah, der hier vor ihr stand und nichts für den Adel übrig hatte, den sie auf eine sehr merkwürdige Art und Weise darzustellen schien. An Vrael, der all diese Schwüre sprach, von denen sie nicht wusste, ob sie wahr waren oder ob die Reiter nicht eines Tages ihrer überdrüssig werden würden.
Kopfschüttelnd schob sie die finsteren Gedanken fort und erinnerte sich wieder an das Hier und Jetzt. Vrael war ein Reiter und hätte sie bereits jetzt töten können, wenn ihm nur danach der Sinn gestanden hätte, der Fürst von Gil'ead hätte nicht diesen Aufwand machen müssen, wenn er ihr nicht hätte helfen wollen und Noah ... Noah war ein viel zu guter Mensch, als dass er ihr etwas hätte tun können. Sie vertraute dem Schreiner, sie mochte ihn sogar und sie war sich sicher, dass er auf ihrer Seite stand.
"Dann sollen sie kommen. Ich werde mich davon nicht erschrecken oder einschüchtern lassen. Das, was ich tue, ist für die Menschen."
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo März 31, 2014 1:58 pm

Im ersten Moment hatte sich Noah eigentlich an seine Arbeit zurückziehen wollen, doch die Sonne war bereits lange über Ihren höchsten Punkt hinaus geschritten und versank langsam, jedoch stetig hinter den hohen Häusern der Stadt, hinterließ einen orangefarbenen Dunst in den Wolken, der Aussah wie das diffuse Werk eines wirren Malers. Also hatte er beschlossen Ileana beizustehen, wobei, konnte man das wirklich so nennen? Er stand einfach nur neben Ihr und hörte den Worten der jungen Frau ... wobei, eigentlich eher der jungen Prinzessin und denen des Reiters zu. Versuchte sich darauf einen Reim zu machen, denn zu vielen fehlte ihm der Kontext.
Er verstand nicht viel von Kriegen, von heren Zielen die angeblich dem Allgemeinwohl dienten, dann letzten Endes aber doch nur dazu gut wahren die eigenen Taschen zu füllen. Aber was er verstand war, das Ileana anscheinend jemand anderes sein wollte. Kein Herrscher derArt, wie das Land sie seit über hundert Jahren erlebt hatte. Jemand der sich für die Belange aller einsetzte und denen half die keine eigene Stimme hatten, anstatt denen die bereits laut brüllten noch mehr Gehör zu verschaffen. "Ich habe weiß Gott nicht viel Ahnung von Politik, Adelsgeschlechter und der gleichen.." Mischte sich Noah nun nach langer Stille wieder mit ein. ".. Aber wenn es dir irgendetwas bringt. Wäre ich jetzt einer von den Leuten in der Menge die du mit deinen Worten überzeugen musst, ich wärs."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo Apr 07, 2014 7:37 pm

Vrael hatte mit Sicherheit kein gutes Gefühl, als er mit wackeligen Knien und einem dicken Kloß im Hals den Innenhof des Schlosses betrat. Wie hatte all dies nur so schief laufen können? Er hatte das Mädchen beschützen, auf sie aufpassen und für sie sorgen wollen. Somit der Familie Xeldaric den Dienst, die Ehre erweisen wollen die er ihnen nie hatte zeigen können. Die er ihnen schuldig war. Doch nun? Er hatte versagt, hatte Ileana davon kommen lassen. Hatte es nicht geschafft sie vor den Velaryons zu bewahren und musste sich nun der Strafe stellen.
Ihm pochte das Herz bis zum Hals, während er spürte wie sich sein Puls erhöhte und er sich tausende Horrorszenarien ausmalte. Bis hin zu seinem Ausschluss aus dem Orden.
"Du bist auch hier?" fragte er Noah, welcher von zwei Wachen der Reiter hergebracht wurde. "Wir sind beide Tod" flüsterte er.
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo Apr 07, 2014 7:46 pm

Noah indes war noch immer über die Stimme in seinem Kopf geschockt, welche ihm befohlen hatte, in den Innenhof zu gehen. Letztlich hatte es noch zwei Soldaten der Reiter gebraucht die ihn fast schon auf den Platz zerren mussten. Es war in diesem Moment einfach zu viel für ihn, zu viel das auf ihn einprasselte. Noch immer sah er das Gesicht des Toten Barden vor sich und den Moment, in dem er eine, anscheinend recht wichtige Person zu Boden geschlagen hatte. Es war eine reine Reflexhandlung und alles was er damit erreichen wollte war, das Ileana genug Zeit hatte um reiß aus zu nehmen. Letzten Endes war es, wie er mitbekommen hatte wohl vollkommen sinnlos gewesen denn die Ileana war wohlbehalten im Schloss angekommen, durch das Geleit eben jenen Mannes, der dem am Boden liegenden Jungen zu Hilfe gekommen war.
Es kam ihm vor wie der Gang zum Scharfrichter und vielleicht hatte er sich diese Stimme auch nur eingebildet und es war vollkommener Zufall, dass danach die Soldaten gekommen waren. Denn das man ihn bestrafen, wenn nicht sogar dafür töten würde war nichts, was unüblich für hohe Adelshäuser war. Seine Hände zitterten, doch aus einem unerfindlichen Grund, vermutlich blinden Stolz, wollte er sich dies nicht anmerken lassen. Die Worte des Mannes der neben ihn stand und den er ebenfalls in der Gasse gesehen hatte, beachtete er gar nicht weiter. Stattdessen verschränkte er die Arme nur hinter dem Rücken und starrte auf die gleichförmigen Steine im Boden, in welche grobe Ornamente eingeschlagen waren die sich über die Zeit hinweg sichtbar abgenutzt hatten.
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo Apr 07, 2014 7:57 pm

"In jedem Fall steckt jeder von euch beiden in großen Schwierigkeiten", vermeldete eine harsche Stimme, welche an die Ohren der beiden Jugendlichen drang, die dort auf dem Innenhof des Platzes standen und die nicht so recht wusste, wohin mit sich während Caladhiel mit festen, entschiedenen Schritten auf die beiden zutrat und ihre dunklen Augen über Noah und Vrael wandern ließ, während in der Ferne die mächtigen Flügelschläge ihres Drachen zu hören waren, den sie darum gebeten hatte, das umliegende Land im Auge zu behalten, bevor der nächste Hammerschlag folgte. Mit einer einzigen Handbewegung komplimentierte sie die Soldaten fort, welche Noah hierher gebracht hatten ehe sie die Arme hinter dem Rücken verschränkte und ein missgünstiges Schnauben von sich gab, welches in einem enttäuschten Kopfschütteln endete. Sie hatte sich nicht die Mühe gemacht, die Rüstung abzulegen, welche sie noch immer am Leib trug und die auch jetzt noch bei jedem Schritt leise klapperte, während das Heft des Schwertes immer wieder gegen die einzelnen Metallschuppen schlug, aus denen die Rüstung bestand.
"Ist euch eigentlich bewusst, was ihr beide getan habt?", erhob sie erneut die befehlsgewohnte Stimme und blieb vollkommen unvermittelt stehen, ihre Augen erneut fest auf die beiden jungen Männer vor sich richtend. "Nicht nur, dass du, Noah, dazu beigetragen hast, dass Ileana sich unerlaubt und ohne weiteren Schutz aus dem Schloss bewegt und in der Stadt in eine direkte Gefahr gerät und dass du, Vrael, der eigentlich für ihren Schutz zuständig sein solltest, nichts getan hast, um das Mädchen wieder zu finden. Brandon Velaryon wird niedergeschlagen und stirbt beinahe, wenn seine Blutung nicht hätte gestoppt werden könnten und Ryan Velaryon, das momentane Oberhaupt des Hauses, sich in der günstigen Lage befindet, das Mädchen wieder hierher zu bringen ... ihr scheint keinerlei Verständnis dafür zu haben, dass gerade ein unschuldiger Bürger dieser Stadt für eure kleinen Eskapaden zu Tode gekommen ist und dass das Volk inzwischen von Ileana weiß, ebenso wie von Noah als ihrem engen Vertrauten. Nun frage ich mich, was genau wir mit euch beiden anstellen sollen ..."

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Vrael
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo Apr 07, 2014 8:15 pm

"Eine... angemessene... Bestrafung finden?" fragte Vrael und spürte, wie ihm das Herz bis in den Hals Schlug. "Wir haben Fehler gemacht, das weiß ich Meisterin..." erklärte Vrael und Sprache sie mit Meisterin an - einem Titel, mit welchem er sie schon seit langer Zeit nicht mehr angesprochen hatte. Seine Hände waren schwitzig und er fühlte sich wieder wie der Schüler Vrael - nicht wie der ausgebildete Drachenreiter.
Caladhiel hatte recht. Sie hätten alles vernichten können - Ileana hätte tot sein können und mehr denn je wurde Vrael bewusst, dass dieses eine Mädchen die Zukufnt des Landes. Des Reiches der menschen bestimmen würde und er diese Zukunft beinahe zerbrochen hätte. Wie ein Kristallglas, welches man unachtsamerweise auf den Boden warf.
"Es tut mir so leid.... wir.... wir werden es wieder gut machen"
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo Apr 07, 2014 8:27 pm

"Ich gehe sehr stark davon aus, dass ihr das nie wieder tun werdet, Vrael, oder zumindest will ich es euch geraten haben, euch nie wieder so etwas zu erlauben!", lautete die schroffe Antwort, welche Caladhiel verlauten ließ und welche sie von einem harschen, strengen Blick begleitet werden ließ, den sie sich einst von ihrem eigenen Meister abgeschaut hatte. Noah schien die Zähne nicht auseinander zu bekommen und sie glaubte unter seinem kreideweißen Gesicht zu erkennen, wie viel Angst der Tischlerjunge davor hatte, was nun mit ihm geschehen würde, da er sich eine solche Verfehlung geleistet hatte. "Ist euch eigentlich bewusst, was genau ihr getan habt? Dass du, Vrael, den gesamten Orden in die Bredouille gebracht hast - uns als schwach gekennzeichnet hast und uns dazu gezwungen hast, uns den Velaryon unterzuordnen, die nun gefordert haben, dass das Mädchen nach Ilirea kommt? Ist dir eigentlich bewusst, dass du uns in die unangenehme Situation einer Rechtfertigung unserer Entscheidungen gebracht hast, indem du nicht einmal dafür sorgen konntest, dass ein vierzehnjähriges Mädchen sicher in dem Schloss bleibt, wie es vorgesehen war? Und was dich anbelangt, Noah ...", wandte sie sich an den Tischlerjungen.
"Du schlägst einen Velaryon nieder, wofür ich dir im Grunde genommen meinen Dank aussprechen müsste, und bist bereit für ein Kind einzustehen, dass du kaum kennst und jetzt, wo es darum geht, für seine eigenen Taten gerade zu stehen, da besitzt du nicht den Mut den Kopf zu heben und mir ins Gesicht zu sehen? Wenn ich dich hätte töten wollen, dann hätte ich nicht erst sprechen müssen, Junge. Ich hatte mehr von jemandem erwartet, der zuvor so viel Mut aufgebracht hat", setzte sie noch nach und schüttelte erneut den Kopf. "Ich bin enttäuscht, von euch beiden. Darüber, dass ihr scheinbar nicht genügend Weitsicht gehabt habt, um zu wissen, was geschehen könnte."

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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo Apr 07, 2014 8:40 pm

„Herrin.“ Fing er an, musst jedoch noch einmal kurz inne halten um die Worte in seinem Kopf zu sammeln. Das Sie recht hatte, konnte er Ihr nicht absprechen. Er war es gewesen, welcher sie letzten Endes alle in diese Lage gebracht hatte, ob Vrael nun seine Aufgabe richtig gemacht hatte oder nicht. Und er war bereit dafür die Konsequenzen zu tragen, zumindest solange diese schnell und ohne ein langes Verfahren von sich gingen. Sich einfach nur dem Mann entgegen zu stellen war weitaus einfacher als jetzt noch einmal den Mut zu haben und erneut über das zu sprechen, was er getan hatte, denn selbst in den besten Absichten, war es etwas falsches gewesen.
„Herrin ich entschuldige mich für das was ich getan habe. Dafür das ich euch nicht die Ehre erweise und euch in die Augen sehe wenn ihr nach mir wünscht und dafür, dass ich euch und euren Orden in eine solche Lage gebracht hatte.“ Als er zum ersten Mal seinen Kopf hob, erkannte er erst, wie erstaunlich schön und anmutig die Reiterin vor ihm eigentlich war. Zweifelsohne eine Eigenschaft der Elfen denn der jüngere Reiter den neben ihm stand, hatte kaum etwas von diesen Eigenschaften. In ihren Augen lag eine gewisse strenge, welcher man sich kaum entziehen konnte und der es einem schwer machte, das zu sagen was man dachte und ihr nicht nur nicht nur nach dem Mund zu sprechen. „Auch entschuldige ich mich für das, was dort unten in den Straßen geschah. Der Tote und letztlich die Demütigung von euch lag mir fern, doch würde ich erneut in eine solche Situation mit dem gleichen Wissen wie zu diesem Zeitpunkt geraten, würde ich es wieder tun. Vor mir standen drei schwer bewaffnete Soldaten und Ileana war sichtlich schockiert. Sich einfach zu entfernen wäre das gewesen, was schlimmer als andere gewesen wäre.“
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo Apr 07, 2014 8:51 pm

"Ich nehme an, ich werde wieder zurück nach Doru Areaba geschickt und darf dort Anwars Klauen polieren?" fragte Vrael leise und seine Stimme war kaum mehr als ein einziger, großer Seufzer. "Ich habe es ziemlich versaut was? Ich meine... wenn ich meine Arbeit gemacht hätte, dann wäre Noah garnicht in die Situation gekommen, dass er.. nunja, Brandon hätte niederschlagen müssen" erklärte Vrael und seufzte schwer. Wenn er es genau überdachte, dann war letztlich alles was in den letzten Stunden in dieser Stadt geschehen war seine Schuld gewesen. Er hätte auf Ileana acht geben sollen, hätte Brandon besser beobachten lassen sollen. Doch nun war es zu spät sich darüber gedanken zu machen. Es war geschehen.
"Ich werde unserem Orden nie wieder solch eine Schmach zufügen - das verspreche ich, bei allem was mir wichtig ist!"
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo Apr 07, 2014 9:26 pm

Vraels Antwort erst einmal vollkommen außen vor lassend, trat Caladhiel näher zu dem Tischlerjungen hin, welcher jetzt zum ersten Mal den Blick gehoben hatte und sich noch immer sichtlich unwohl zu fühlen schien, ausgerechnet von ihr zurecht gewiesen zu werden, die sie doch im Grunde gar nichts mit den Ereignissen zu tun hatte, die in der Stadt geschehen war. "Das Erste, was ein junger Reiter in unserem Orden lernt, ist, dass er für seine Taten verantwortlich ist und er dafür gerade zu stehen hat, er eine Strafe akzeptiert und nicht zurückweicht", begann sie zu sprechen und blieb nur wenige Schritte von ihm entfernt stehen ehe sie die Hand ausstreckte und ihn erneut sacht dazu zwang, sie anzublicken, wenngleich auch ihr Blick sanfter und weicher wurde als sie die Furcht in den Augen des Jungen entdeckte, der einer der jungen Schüler hätte sein können. "Merke dir eines, Noah. Was immer du tust, es wird Auswirkungen auf diese Welt haben - Auswirkungen für die du verantwortlich bist und für die du dich rechtfertigen wirst. Am Ende eines Tages kommt es darauf an, ob du dir selbst ins Gesicht sehen kannst und mit Stolz behaupten kannst, dein Bestes und das Richtige getan zu haben - die Welt wird entscheiden, ob es das war, aber wenn du vor sie trittst, dann tue es aufrecht und mit erhobenem Haupt", beendete sie ihre Ausführungen ehe sie einen Schritt zurück machte und sich Vrael zuwandte, den einstigen Schüler noch einmal genauer musternd.
"Vrael, ...", begann sie leise seufzend und schlug die Augen nieder, wusste sie doch nicht, was sie selbst in seiner Ausbildung falsch gemacht hatte und weshalb der Junge nun einfach gewartet hatte. "Wenn du nicht zugelassen hättest, dass das Mädchen aus dem Fenster klettert oder du sie gefunden hättest, dann wäre der Barde noch immer am Leben, dessen Tod die Klinge Fürst Velaryons gefordert hat. Wenn du nicht zugelassen hättest, dass sie entflieht, dann stünde Noah nun nicht hier und müsste nicht um sein Leben fürchten", führte sie weiterhin fort und lenkte ihren Blick zurück auf den jungen Reiter, der ihr gegenüber stand und dessen Schuld sie schwer auf seinen Schultern zu erkennen glaubte. "Du wirst mit dem Kind nach Ilirea gehen, du wirst sie schützen und du wirst dir keine weiteren Verfehlungen mehr erlauben. Sollte noch einmal so etwas geschehen, dann wird dir dein Rang und dein Titel aberkannt und du wirst erneut Novize sein."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo Apr 07, 2014 9:47 pm

Vrael schluckte schwer, während ihm Caladhiels Worte schwer ihm Magen wogen. "Verstanden" flüsterte er leise und nickte bedrückt. Es war kurz vor Zwölf, das verstand er. "Ich werde nie wieder solch einen Fehler begehen, das schwöre ich" flüsterte er leise und spürte noch immer das Blut in seinen Ohren pochen. "Ich... denke ich sollte dann so langsam bereits meine Sachen packen" er lächelte ein knappes, kaum vorhandenes Lächeln ehe er sich umkehrte. Umaroth schien sich auch seine Moralpredigt bei Anwar abgeholt zu haben. Kleiner, wenn wir nochmal so einen Mist bauen muss ich die Baby-Drachen hüten! Ich warne dich also nur einmal! wenigstens das entlockte Vrael noch ein müdes, ehrliches Lächeln ehe er sich auf den Weg zu seinem Zimmer begab.
Aus dem Augenwinkel sah er noch, wie Noah von einigen Wachen aufgegabelt wurde - scheinbar wollte der Fürst noch mit ihm sprechen.

tbc: Ilirea
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Innenhof des Schlosses
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