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 Innenhof des Schlosses

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BeitragThema: Innenhof des Schlosses   So Feb 19, 2012 11:48 pm

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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 4:03 am

Ein kalter Wind pfeifte durch den Innenhof, welcher William frösteln ließ. Es war früh am Morgen, die Sonne war gerade erst aufgegangen und das matte, rötliche Licht schimmerte über die Dächer der Stadt. Die meisten seiner Gäste schliefen noch, was der Fürst ihnen nicht verdenken konnte. Auch er war müde und gequält aus seinem Bett aufgestanden, doch hatte er Verpflichtungen die er erfüllen musste. In seiner linken Hand ruhte sein Anderthalbhänder Uriziel, die Waffe seines Vaters, welche für ihn ausgearbeitet worden war. Vor ihm, den Kopf auf einen Holzpflock gelegt, kniete ein Bursche von vielleicht 19 Jahren. Ein gepeinigter Blick lag in seinen Augen als er zu William hinauf sah. Neben ihm standen nur sechs Wachen. William hasste es wenn so viele Wachen um ihn herum standen, er konnte sich gut selbst verteidigen und vertraute lieber auf das zusammenarbeiten von wenigen Männern um seinen Rücken zu stärken. Ein tiefes Luftholen war zu hören. Die richterlichen Floskeln, das Verlesen der Strafe, alles war bereits abgeklärt worden. Was blieb war die Ausübung der Strafe, die William so oft er konnte selbst übernahm. 'Wenn man andere für sich töten lässt, vergisst man allzu bald was der Tod überhaupt bedeuteten.' Hatte sein Vater stets gesagt. Der junge Fürst hatte es schon in seiner Kindheit gehasst bei solchen Richtsprüchen zugegen sein zu müssen, was sich mit zunehmendem Alter nicht geändert hatte. Beide Hände schlossen sich um Uriziels Griff, das Schwert schwebte nun gut zwei Meter über dem Boden.


"Als Sohn erlaube mir, zu dienen mein Vater dir.
Deine Macht reichst du mir durch deine Hand,
diese verbindet uns wie ein heiliges Band.
Ich wate durch ein Meer von Blut,
gib mir dafür Kraft und Mut."


Die Worte waren mehr für sich als für den Verurteilten. Er richtete sie an seinen Vater und hoffte das er diese im Jenseits hörte, wo auch immer dies liegen mochte. Er hatte seinen Vater es oft bei solchen Gelegenheiten sagen hören. Und deshalb hielt er es nur für angebracht dieses Ritual fort zu führen. Denn was blieb war lediglich der Gedanke an ihn. Ob es nur Einbildung oder Wirklich die Hilfe seines Vaters war wusste William nicht, doch als die Klinge auf den Kopf des Gefangenen herunter sauste und den Kopf von den Schultern trennte spürte er einen gewissen Trost, auch wenn dieser im Vergleich zum Anblick des Kopflosen eher minder ausfiel. Einer seiner Gardisten reichte dem Fürsten ein Tuch, welches dieser dankend annahm und damit die blutverschmierte Klinge abwischte. Sein leicht melancholischer Blick ruhte noch eine Weile auf dem Toten Leib der von einigen Diener weggetragen wurde, dann sah er zu dem Baumstumpf, an dem nun ein großer Blutfleck zu sehen war.
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 4:45 am

John hatte die Vollstreckung der Strafe beigewohnt. Er stand in dem Kreis von Williams Wachen um den Holzpflock. Er lauschte den Worten seines Schwagers, sah sein zögern. John hatte schon einigen Enthauptungen und auch anderen Todesstrfen beigewohnt, doch abhärten oder daran gewöhnen konnte man sich nie. Das wollte er auch nicht, denn wenn man den Tod nicht mehr achtet, dann geht man leichtfertig mit ihm um. Selbst hatte er nie eine derartige Strafe ausführen müssen. Der Anblick war bereits schlimm genug. Der angsterfüllte Blick und der zitternde Leib, vor einer Enthauptung. Das flehen und die Panik vor der Eisernen Jungfrau. Die letzten Gebte einiger Menschen am Galgen. Doch am grausamsten waren die gequälten Schreie eines verbrennenden Menschen. Sie hielten lang, waren schrecklich und frassen sich in die Seele. Die Fluchtversuche einiger Verbrecher waren eine grausame Verlängerung vor Leute die einer Hinrichtung beiwohnen mussten. John würde es lieber nicht tun, doch war es nicht nur seine Pflicht als Fürst, sondern auch seine Pflicht als rechtschaffender Mann.
Nachdem William scheinbar Mut in den Worten gefunden hatte, sauste Das Schwert auf den verängstigten Mann zu, durchschnitt die Luft in schrecklichem Tempo und lösten den Kopf letztenendes von den Schultern. Wie durch Butter schnitt die Klinge und brachte so einen schenellen Tod. Der Kopf kullerte auf den Boden und die starren blassen Augen schienen John anzustarren. Schienen ihn anzuflehen den Vollzug dieser Strafe zu verhindern, doch war es zu spät. Er hätte so oder so nichts mehr für den Jungen tun können. John wandt den Blick vom Kopf ab und sah zu William, der seine Klinge vom Blut befreite. Noch vor der Hinrichtung waren John und sein Schwager aus dem Bett gestiegen, um die Dokumente für das Bündnis zwischen Dras-Leona und Gil`ead auszuarbeiten und zu unterzeichenen. William hatte Johns Vorschlag, eine Notfallklausel in dem Vertrag fest zu halten, nach einigem Sträuben zugestimmt. John hielt diese für sinnvoll und wichtig, denn dieses Bündniss konnte Folgen haben die eine Partei vermeiden wollt. Durch diesen Absatz war es jedoch möglich das Bündnis in solch einem Fall zu beenden und sich und seine Familie so zu schützen. John hoffte jedoch dass davon kein Gebrauch gemacht werden musste.
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 2:56 pm

Harsche, gleichmäßige Schritte hallten durch den großen Innenhof. Zweihundert Soldaten marschierten, voll gerüstet und mit starren Schritten, welche nur all zu gut zu den Harten und unnachgiebigen Gesichtszügen passten, welche William ungerührt ansahen. Sie umrundeten einmal den Innenhof, stellten sich in einem Kreis um William und John auf ehe sie wie auf ein Kommando stehen blieben und die Schwerter zogen und Richtung William ausstreckten. Aus ihren Reihen trat ein vergleichsweise kleiner und schmächtiger Mann, gekleidet in dem ihm stets eigenen, langen braunen Mantel. An seinem Hals prangte die silberne Spottdrossel und schien William geradezu zu verhöhnen.
"Fürst Varys" meinte Jeremy leise und lächelte breit und hinterlistig, ehe er die Arme öffnete als wollte er einen alten Freund umarmen.
"Stets bei der Pflicht und fleißig wie ein Bienchen nicht?" er trat einige Schritte auf den verdutzten Fürsten zu und lächelte.
"Ich war mal so frei mir zutritt zu verschaffen, ihr habt doch nichts dagegen hoffe ich?" er umrundete einmal in aller Seelenruhe den Richtblock ehe er seinen Blick wieder auf William richtete.
"Ein geradezu berauschendes Fest zu eurer Ernennung möchte ich meinen. Verzeiht, dass meine Frau und Ich uns verspätet haben, aber es dauerte euer Geschenk bis hierher zu bringen. Ein... tödliches Geschenk möchte ich meinen, in den richtigen Händen zumindest" er drehte sich um.
"SOLDATEN!" bellte er einmal laut und es kam Bewegung in die Menge: Schwerter klirrten, Kettenhemden rasselten und in einer Schwungvollen Bewegung - stießen sie alle ihre Schwerter in die weiche Erde und knieten nieder.
"Fürst Varys, zu eurer Ernennung als Fürst und unter anbetracht der Geschichte eures Hauses, hielt ich zweihundert Soldaten für ein würdiges Gastgeschenk!"
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 5:03 pm

Einige Schritte hinter Jeremy und geschützt von den zweihundert Soldaten, die ihr Ehemann mitgebracht hatte, war Katherine mit ihren Kindern an ihrer Seite verharrt und blickte auf die Sequenz vor sich, die Augenbrauen ein Stück erhoben während sie sich zu fragen begann, wie lange ihr Ehemann dieses Schmierentheater noch weiterführen wollte. Jeremy übertrieb es mit der Freundlichkeit, machte zu offensichtlich deutlich, was er wirklich von dem jungen Fürsten hielt und gab diesem starrsinnigen Varys dafür viel zu viel Angriffsfläche. Hinter den Männern, die ihr Mann dem Fürsten geschenkt hatte, offenbarten sich einhundert ähnlich schwer gerüstete Soldaten, auf deren Wappenröcken sich ein goldener Löwe wiederfand, welcher einer Drossel die Pranke reichte - die Leibwache zu der Katherine Jeremy überredet hatte, damit diese für die Sicherheit ihrer Familie sorgte.
Kaum sichtbar den Kopf schüttelnd wandte sie den Blick von Jeremy, William und John ab und richtete ihre Augen auf ihre Kinder. Die Mädchen schienen begeistert von dem Gedanken zu sein, endlich einmal eine andere Stadt zu sehen und bei einem Fest zu Ehren des neuen Fürsten länger aufbleiben zu können - nur in Brandons Gesicht erkannte sie dieselbe Missgunst, die sich auch in ihren Zügen wiederfand. Gil'ead war stets ein Schandfleck gewesen, ähnlich wie Dras-Leona - eine Stadt voller Gefängnisse und voller Dreck, den die Eingekerkerten mit sich brachten - gänzlich unähnlich zu Ceunon und Belatona.
"Fürst Varys", begann sie mit sanfter, einnehmender Stimme und brachte ein Lächeln auf ihre Züge als sie ein paar Schritte nach vorn trat. "Ich gratuliere Euch zu Eurer Ernennung. Ihr habt sicherlich Fähigkeiten die Stadt nach all dem Leid, das ihr widerfahren ist, wieder zu ihrem alten Glanz zurückzuführen."
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 5:33 pm

Mit einem Lächeln bedankte William sich für die scheinbar so gütige Geste von Jeremy, auch wenn er den Hohn in der Stimme des Lord Regenten deutlich vernommenb hatte. "Noch früh genug wirst du dein großes Maul gestopft bekommen Neunfinger..." Dachte sich der Fürst im Stillen. Der einscheidene Schlag dazu würde zwar nicht von ihm kommen, doch war er sich sicher das jemand der so viel Macht wie Jeremy besaß, genug Feinde hatte. Und diese würden ihn irgendwann zermalmen, das einzige was William also tun musste war warten. Und die Zeit war auf seiner Seite, ganz im Gegensatz zu der rechten Hand. "Wie alt ist er inzwischen? dreiundfünfzig?" Doch die plötzlichen Worte Katherines zwangen ihn aus seinen Gedanken. "Ich danke euch vielmals Lord und Lady Daenarys. Für eure Worten und auch für euer Vertrauen in meine Fähigkeiten. Und ich freue mich das ich euch und euer Haus doch noch in meiner Stadt begrüßen darf. Ich hoffe doch eure Reise verlief ohne größere Zwischenfälle?"
"Zweihundert Soldaten..." Dachte er. "Zweihundert, die allesamt Jeremy bezahlt. Und ich kann nicht darauf hoffen das er irgendwann sinil wird und der Überblick verliert, zumindest nicht in absehbarer Zeit." Doch im selben Moment schallte er sich für seine Paranoia. "Der Lord Regent und sein Haus stehen meinem keineswegs feindlich gegenüber, auch wenn seine Frau eine Velaryon ist. Doch selbst dort ist das Kriegsbeil schon längst begraben."
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 5:47 pm

"Mein Hoher Gatte berichtete ja bereits, dass die Fertigstellung Eures Geschenkes ein wenig Zeit in Anspruch genommen hat ... verzeiht unsere Verspätung, Lord Varys, doch ich hoffe, wir haben nicht bereits alles verpasst ... es wäre schrecklich, wenn wir Euch nicht hätten entsprechend feiern können", antwortete Katherine noch einmal und neigte sacht den Kopf, als wolle sie mit dieser Geste gleichzeitig um Verzeihung bitten und ihn milder stimmen. In Wahrheit jedoch suchten ihre Augen nach irgendeinem Grund, irgendeinem Hinweis, den sie nutzen konnte, um Varys einen Strick daraus zu drehen. Ihre Familie, das Haus der Velaryon, hatte zwar einen Waffenstillstand vor langer Zeit mit den Varys geschlossen, aber dennoch beäugten sich beide Familien stets argwöhnisch und das Misstrauen gegenüber den anderen war niemals gänzlich verloschen.
"Unsere Reise war äußerst angenehm. Ihr habt eine wunderschöne Stadt, von Eurem Land und Lehen ganz zu schweigen", setzte sie in der nächsten Sekunde noch hinzu und hob wieder den Kopf, ihre Haltung wieder straffend. "Ihr solltet uns einmal in Ceunon besuchen und dort gemeinsam mit Eurer Frau die Stadt kennen lernen. Ich bin mir sicher, eine so junge und schöne Frau wird in der großen Hauptstadt sicherlich erblühen. Es wäre eine Schande, wenn sie hier versteckt bleiben würde."
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 6:54 pm

Anna betrat mit langsamen, vorsichtig gesetzten Schritten und vor der Brust verschrenkten Armen den Innenhof des Schlosses. Sie war erst vor kurzem aufgewacht, geweckt vom Fehlen ihres Mannes im Bett. Sie war es eigentlich gewöhnt dass ihr Mann schon lange weg war wenn sie aufwachte, doch sie hatte sich nie daran gewöhnen können. Das Auftauchen ihres Bruders und dessen giftige Art und unterschwelligen Beleidigungen ihrem Mann gegenüber, hatten ihr klar gemacht was für ein schreckliches Los sie doch eigentlich gezogen hatte. Sie hatte einen Mann aus Liebe geheiratet, war den Strängen der Politik entflohen, nicht wissend das sie der schlimmsten Sorte von Liebe verfallen war; der unerwiederten Liebe. Nun zeigte Williams Verhalten ihr Tag für Tag von neuem das er sie nicht liebte, sie mit Glück vielleicht mochte, doch keines Falls liebte. Wie schwer das Herz einer Frau doch werden konnte.
Sie vernahm die Worte von Katherine Velaryon, wohl wissend das derart lobende Worte über sie, nie die Lippen ihres Mannes verlassen würden. Doch ein wenig sträubte sie sich dagegen, sich von ihren Worten geschmeichelt zu fühlen. Zu oft hatte sie ihrer Cousine zugehört als diese sich über die Velaryons beschwerte. Coreen war den Velaryons nie wirklich wohl gesinnt. Velaryons und Armar waren nie befreundet gewesen und aufgrund der Verbindung zwischen Armar und Lancaster, hatte es sich auch auf die Lancasters übertragen. Doch von ihrem Mann hatte sie soetwas nie gehört, also ließ sie sich darauf ein. "Ich danke euch Lady Daenarys.", erklärte Anna freundlich mit einem Kopfneigen in Katherines Richtung. "Ich würde mich geehrt fühlen euch einmal in Ceunon zu besuchen. Es ist sicherlich ein wundervoller Ort. Mein Gatte würde sicher mit mir nach Ceunon reisen, nachdem er bereits mehrere Male dort war.", endete sie mit einem kurzen Vorwurfsvollen Blick in Williams Richtung. Er wusste ganz genau, dass sie nur ungern oder gar nicht allein sein konnte. Dennoch ließ er sie oft allein anstatt sie auch nur einmal mit zu nehmen.
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 7:18 pm

Mit einem milden Lächeln auf den Lippen hatte Katherine den Blick, den Anna ihrem Mann zugeworfen hatte, bemerkt, sich jedoch entschieden nichts dahin gehend zu sagen. Es war interessant zu sehen, dass selbst nach dieser kurzer Zeit, in der das junge Paar verheiratet war, bereits die ersten Gewitterwolken über der jungen Beziehung standen. Es war nur eine Frage der Zeit bis auch in Annas Leben die Gewohnheit einkehren würde und sie sich eine neue Beschäftigung würde suchen müssen, die nicht daraus bestand, dass sie stundenlang auf ihren Mann wartete. Ihr eigener Blick striff für einen kurzen Moment über ihren eigenen Ehemann und nur mit Mühe verbarg Katherine ihr eigenes Seufzen. Einstmals hatte auch sie gedacht, die Ehe würde für sie mehr bereit halten als ihrem Mann Kinder zu gebären und daheim auf seine Rückkehr zu warten, doch während der letzten 16 Jahren der Ehe hatte sie lernen müssen, dass die Realität aus anderem bestand als aus dem, was den jungen Mädchen von Ammen beigebracht wurde.
"Davon bin ich überzeugt", antwortete Anna und wandte sich damit wieder an junge Ehefrau des Fürsten, ihr Lächeln wieder zurück auf ihre Züge bringend um die junge Frau keinen Verdacht schöpfen zu lassen. "Einer Frau wie Euch, Lady Varys, würde er sicherlich nichts abschlagen, wenngleich ich auch verstehen kann, weshalb er um Euch sorgt. Es gibt in der Hauptstadt viele Männer, welche an Euch zweifelsohne großen Gefallen finden könnten."
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 8:22 pm

"Wenn ich ihr etwas abschlagen kann, dann nur mit einem gekränktem Herzen." Gab William zu und betrachtete Katherine kurz argwöhnisch. Er wusste nicht warum doch diese Frau ermahne ihn zur Vorsicht. Ob es an dem Haus dem die Frau angehörte lag, oder aber ihre goldenen Worte hinter denen stets ein zweiter Gedanke zu sein schien. Als Anna fröhlich zugestimmt hatte, hatte der junge Fürst ein Seufzen unterdrücken müssen. Sicher, die Hauptstadt klang verlockend. So viel Trubel wie es dort gab, all die Feste und Bälle, konnte man sich nicht vorstellen das auch nur irgend eine junge Frau ausschlagen würde dorthin zu reisen. Doch illiam war besorgt um seine Frau, um die Intrigen die am dortigen Hof herrschten und die Mächte, die an ihr zerren würden. Doch wenn sie den Wunsch verspürte nach Ceunon zu reisen, konnte er ihr diesen schlecht verwehren. Und lieber war es ihm wenn er mit ihr reisen würde. "Wenn sich die Gelegenheit dazu bietet können wir gerne einen längeren Ausflug dorthin unternehmen Anna." Sagte William in einem versöhnlichen Ton. Wenn der Zeitpunkt wirklich gekommen könnte sein Bruder an seiner Stelle herrschen. Schließlich war er nach ihm der nächste Erbe und somit auch ein fähiger Stellvertreter. "Lady Daenarys? Wenn ihr und euer Gatte euch ein wenig nach der langen Reise erfrischen wollt, so braucht ihr dies nur zu sagen. Meine Männer werden sich derweil um euer Gepäck und eure Kutsche kümmern."
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 8:33 pm

Anna löste die Arme aus der Verschrenkung und griff nach der Hand ihres Mannes. So gesehen konnte sie es verstehen wenn William sie in Gil`ead zurück ließ. Sie würde auch nicht wollen, dass ihr Mann an jeder Straßenecke von einer Frau angesprochen wurde. Und naja, aus Eifersucht konnte zumindest irgendwann Liebe entstehen. Sie durfte ihre Beziehung nicht so schwarz sehen. Das Misstrauen ihres Bruders und dessen... Unfreundlichkeit William gegenüber, färbten scheinbar auf sie ab. Auch wenn er sie nicht liebte so versuchte er wenigstens nicht ihr immer aus dem Weg zu gehen. Außerdem hatte er ihr ja auch Schmuck geschenkt und irgendwo musste sie ja anfangen ihm etwas zuzuschreiben.
Mit neuem Mut und einer Aussicht auf eine glückliche Zukunft, wohl wissend dass sie ihren geliebten Mann auch nicht los wurde wenn sie es denn wollte, richtete sie den Blick auf Katherine. "Ja, mit meinem Mann habe ich sehr viel Glück gehabt. Er liebt mich und würde fast alles für mich tun, würde ich meinen. Und wenn eifersucht der einzige Grund ist aus dem ich nicht nach Ceunon sollte, so nehme ich das doch gern in Kauf öfter hier zu bleiben, wenn er auf Reise ist.", erklärte Anna mit einem Lächeln. Es wird alles gut Anna. Er mag dich und so lange du ihn liebst ist alles offen.
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 8:38 pm

Oh, ein längerer Aufenthalt wird es mit Sicherheit" fiel auf einmal wieder Jeremy ein, welcher die ganze Zeit über geschwiegen und sich die Worte der anderen angehört hatte. Er lächelte beinahe unverschämt als er sich vor William stellte und diesem die rechte Hand reichte.
"Ich hätte es ja beinahe vergessen Sir William, wie dumm von mir - der König erwünscht eure Anwesenheit am Hofe! Euch wurde die Ehre zuteil Mitglied im neu gegründeten Königsrat zu werden!" er lächelte noch ein Stück breiter. Nun war es also soweit. Der Steinbock wurde an die Tafel geladen, aber ob er im Spiel der Politik mithalten, oder sich nur die Hörner abstoßen und als Mahl enden würde, das wagte Jeremy noch nicht zu sagen. Aber während der Löwe brüllte und der Bock seine Hörner wetzte würde die Drossel nur über ihnen allen fliegen und beobachten - und lachen. Jeremy rückte seinen Kragen zurecht, ehe er den nächsten Teil von Williams ganz eigener Hiobsbotschaft verkündete. "Auch Thomas Velaryon hat einen Posten im Rat bekommen, er hat uns auf der Reise hierher begleitet! Er wünscht sehnlichst euch zu sehen, er wird bald nachkommen - sein Geschenk war etwas sperriger was die Herreise leider erschwert hat!"
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 8:53 pm

"Das... kommt überraschend Lord Regent Daenarys." Antwortete William mit einem schlichten Lächeln, gerade in dieser Situation dürfte er nicht die Fassung verlieren, auch wenn es in seinem Innern ganz anders aussah. Er, William Varys, sollte nun in den königlichen Rat? Welcher größtenteils dafür verantwortlich war wie viel Sold die Männer bekamen und was für Gesetzte erneuert werden mussten? Sicherlich, es war ein ehrenhaftes Amt, für einen blinden Narren. Jeder andere erkannte die Intrigen und Machtkämpfe, das ganze Ränkespiel das dahinter stattfand. Nie hatte der junge Fürst etwas solches Angestrebt, doch ablehnen konnte er nicht. Es würde einem Hochverrat gleichkommen. So musste er mit den Karten arbeiten, die er gerade auf der Hand hatte. "Und ich nehme dieses Amt voller Stolz und dank entgegen."
Es würde schwer werden, soviel war William bewusst. Immer mit dem Gedanken ein zuschlafen das ihm jemand ein Messer an die Kehle halten könnte. Doch es gab noch ein Problem. Er würde über einen langen Zeitraum die Stadt verlassen müssen, sein Bruder konnte an seiner Stelle herrschen, das war nicht das Problem. Das eigentliche Dilemma bestand darin, das Anna nicht gerne allein war. Sie würde sicherlich gerne mit William reisen und dort, am Königshofe den gesamten Prunk in vollen zügen genießen. Doch gleichzeitig würden auch machtgierige Nattern wie Katherine versuchen sie zu beeinflussen. Doch die letztendliche Entscheidung war ihr überlassen, das wusste er.
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 9:10 pm

Die Reihen der Soldaten teilten sich, als das große Tor zum Innenhof aufgestoßen wurde und eine prächtige Kutsche hereingerollt kam. Sie war blau und gelb bemalt, wies überall den aufgebäumten Steinbock des Hauses Varys auf. Thomas, welcher neben der Kutsche auf einem Schlachtross ritt strahlte eine Würde und einen stolz aus wie keiner seiner Soldaten neben ihm. Der rote Umhang, welchen er über seine schulter geworfen hatte floss wie Wasser den Rücken und den Schenkel des Pferdes entlang. Kurz vor William blieb das Pferd stehen, stellte sich quer damit Thomas dem Jüngeren direkt in die Augen sehen konnte. Hohn und Verachtung sprachen für den Bruchteil einer Sekunde aus dem Blick ehe er auf die Kutsche deutete.
"Lord Varys" erklärte Thomas laut und seine Stimme hallte im Innenhof wider. "Ich beglückwünsche euch recht herzlich zu eurem neuen Amt und ich hoffe auf viele Jahre voller erträglicher und fruchtbarer Zusammenarbeit" rief er und deutete hinter sich auf die Kutsche.
"Ich schenke euch diese Kutsche, denn mir ist zu Ohren gekommen, dass euer Haus unlängst keine mehr besitzt... ich habe auch ausdrücklich darauf achten lassen, dass es ein perfektes Duplikat der Alten ist!" und es stimmte. Die Kutsche welche hinter Thomas stand glich bis aufs Haar eben jener Kutsche, in welcher Williams Mutter den Tod gefunden hatte.
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 9:54 pm

"Ich danke euch vielmals Sir Thomas Velaryon, und auch euch heiße ich herzlich willkommen." William neigte kurz Respektvoll de Kopf vor dem alten Oberhaupt des Hauses und versuchte beim aufsehen jeglichen Hass aus seinem Gesicht zu verbannen. Er dürfte sich keinen Zwischenfall erlauben, auch wenn er dem alten Löwen zu gern sein Schwert zwischen die Augen gestochen hätte. Unruhig zupfte der junge Fürst an dem Ärmel seines Eisenmantels. Er hatte dies von dem Schneider seines Vaters als Geschenk bekommen. Es war eine raffiniert getarnte Rüstung. Er trug ein eng anliegendes, fein gearbeitetes Kettenhemd, welches recht dünn war und somit bei kaum einer Bewegung störte. Direkt darüber und gleichzeitig damit verwoben war ein feiner Samtmantel, in den Farben Gold und Blau. Den Farben seines Hauses, wobei Blau überwog. Da beide Schichten miteinander verbunden waren war kein klirren der Rüstung zu hören, womit die Tarnung perfekt wurde. Es schützte zwar vor keinem Axthieb, jedoch vor hinterhältigen Dolchstößen oder Schwertschlägen, wobei das dünne Kettenhemd wohl kaum den direkten Stich eines Schwertes überstehen würde.
"Sie ist wunderbar und scheint dem Original in keinster weise nach zu stehen." Sagte er respektvoll, auch wen die Gefühle in ihm langsam die Oberhand gewannen. Immer wieder schossen ihm Bilder durch den Kopf, Bilder von seiner Toten Mutter und dem riesigen Wrack das von der Kutsche übrig geblieben war, sein Vater der verzweifelt einen der Männer anschrie er solle etwas für seine Frau tun, auch wenn jeder Bauer erkannte das sie Tod war. Die Heiler hatten später gesagt ihr komplettes Rückgrat wäre bei dem Sturz zertrümmert worden, ebenso ihr Genick.
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 10:09 pm

"Es freut mich das zu hören" erklärte Thomas ehe er mit einer beherzten Drehung vom Pferd stieg und direkt neben William zum stehen kam. Er lächelte nicht wie Daenarys es tat, sein Gesicht war vielmehr eine starre und undurchsichtige Maske, welche keinerlei Emotionen durchließen und nur Härte und Strenge suggerierten. Er besah sich William lange und von oben bis unten. Das letzte mal als er ihn gesehen hatte war William ein kleiner Junge gewesen, doch die Jahre hatten aus ihm einen Mann gemacht, der seinem Vater so sehr glich das es ihn beinahe schaudern lies. Blickte er William ins Gesicht, so schien es ihm als sei die Zeit nur für ihn Vergangen und er würde wieder Lee Varys in die Augen schauen, damals als sie sich auf dem Felde begegnet waren. Er verdrängte den Gedanken und straffte die Schultern. "Ich bin mir sicher eure Frau wird die Vorzüge dieser Kutsche genießen können wenn ihr sie mit nach Ceunon holt" erklärte er leise und sein Mund wurde zu einer schmalen Linie.
"Es ist ein großes Geschenk eine liebende Frau zu haben Varys, sorgt dafür das sich daran nichts ändert...."
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 10:33 pm

Jeremy hörte der Unterhaltung der beiden Fürsten nur mit einem halben Ohr zu während er langsam zum Himmel hin aufsah und den Stand der Sonne beobachtete. Er fuhr sich über seinen Spitzbart und betrachtete die Sonne noch weiterhin.
Gleich müsste es... dachte er sich und verschränkte die Arme hinter dem Rücken während er leise in sich hinein lächelte. Er wusste, dass ihnen allen bald das komplette Reich um die Ohren fliegen würde.
Nur noch wenige Stunden brauchte es, bis die erste Phase seines Planes in die Tat umgesetzt wurde. Einen Plan, welchem keiner der Häuser auch nur ansatzweise etwas entgegen setzen konnten. Es wurde Zeit, dass die Würfel neu geworfen wurden und die Kunde die er am heutigen morgen erhalten hatte machten die Sache nur noch einfacher.
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 10:41 pm

Jeremy zählte gerade leise im Geiste von 10 abwärts, war gerade bei vier angekommen als Schreie im Schloss ertönten und einige Türen zum Innenhof aufflogen, eine Dienerin mit kreideweißen Gesicht und vor Tränen roten Augen auf William zugestolpert kam. Sie klammerte sich an ihrem Herren fest während Jeremy einen ungläubigen Blick auf die Szenerie warf.
"Herr!" schluchzte die Frau und klammerte sich noch fester an William. "Einige unserer... Soldaten haben... haben den Wein der Valeryon geöffnet... das... Gastgeschenk für euch Herr! Sie haben ihn aus ... der Küche gestohlen und getrunken und..." sie schluchzte.
"Sie haben geschrien Herr, es hat gezischt und... und.... ihre ganze Kehle... sie.... alles.... ihre Schreie...."
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 10:58 pm

Mit einem entsetzten Gesichtsausdruck sah William zu der Dienerin. Große Tränen rollten ihr üpber das ansonsten makelosen Gesicht, ein Gesicht welches ihm nur allzu bekannt war. Die Dienerin war bereits einige Jahre im Dienste der Varys. Der Fürst hatte sie als ruhige und eher kühle Person kennengelernt, womit er sich sicher sein konnte das dies nicht irgend eine Übertreibung war. "Geh zur Kaserne und gib Sentenza Daron bescheid er soll mich hier umgehend aufsuchen, los!" So schnell wie die Worte Williams Mund verlassen hatten, so schnell war die junge Frau auch schon auf dem Weg. Nervös sah der junge Fürst nun zu John. Die Situation war mehr als nur angespannt und er bange um die Sicherheit seiner Frau und der ihres Bruder. "Anna? Geh bitte zusammen mit John zurück ins das Schloss, ich denke dies ist ein Gespräch das ich selbst führen sollte." Seine Hand war zittrig als er seiner Frau sacht über den Arm fuhr. Er wusste nicht was nun zu tun war, weder sein Vater noch seine Mutter standen ihm jetzt noch mit Rat zur Seite. Doch eines war klar, er musste nun Stärke zeigen. Die Stärke die man von einem Fürsten erwartete. "Was..." Begann er nun und drehte sich zu Thomas und Katherine um. "Hat das zu bedeuten Lady Daenerys? So weit ich weiß war der Wein euer Geschenk." Seine linke Hand ruhte auf dem Knauf seines Schwertes, welches noch in der Lederscheide ruhte.
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 11:07 pm

Überraschung und Entsetzen spiegelte sich bei den Worten der Dienerin in Katherines Zügen wieder, die, kaum dass sie die Bewegung des Fürsten zu seinem Schwert wahrnahm, einen Schritt vor ihre Kinder tat und sie zurück schob. Langsam wandte sie sich zu den Kindern um und beugte sich zu ihnen hinab. "Geht zu Eurem Großvater und bleibt dort, ja?", sagte sie leise und küsste sowohl die Mädchen, als auch Brandon sacht auf die Stirn ehe sie sich wieder aufrichtete und stolz den Kopf hob während sie die leisen Schritte ihrer Kinder vernahm, die sich entfernten. Wenigstens sie waren in Sicherheit und das war für den Augenblick alles, was zählte.
"Ich weiß nicht, wovon Ihr sprecht, Fürst Varys", antwortete sie und begegnete seinem Blick offen, machte erst gar nicht den Versuch fadenscheinige Entschuldigungen zusammen zu suchen, die ihr in diesem Augenblick nichts brachten. Der Junge vor ihr war ein starrsinniger, impulsiver Krieger, dem alles Recht der Stadt nur durch die Verdienste seines Vaters in der Schlacht zustand. Er selbst hatte bislang nichts zu Stande gebracht außer vermögend zu heiraten. "Der Wein mag mein Geschenk gewesen sein, doch für wie närrisch haltet Ihr mich, so etwas zu tun während ich mich hier befinde? In Eurer Stadt und unter Euren Soldaten?"
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 11:14 pm

Ein Schwert zischte als auch Thomas die Hand an das Schwert legte und William böse anfunkelte
Der alte Löwe drängte sich zwischen Katherine und William, beschützte seine Tochter.
"Wie könnt ihr es nur wagen?" zischte er leise und sah William in die Augen, unverhohlener Hass loderte in ihnen und drohte den Jungen zu verschlingen. "Wie könnt ihr es wagen meine Tochter zu bedrohen? Habt ihr denn keine Ehre im Leib Varys? Meine Tochter und ihren Ehemann so zu diffamieren! Gift ist nicht das Mittel unserer Familien kleiner Mann! Glaubst du wirklich wir würden euch den Wein in unserem Namen geben, wenn ihr ihn vorkostet?" er hielt seine Hand schützend vor Katherine, stand breitbeinig und entschlossen vor William.
"Lass die Hand vom Schwert Varys, bevor ich dich aufschneide wie ein Stück Kuchen! Denk genau darüber nach was du hier tust, oder aber wir tragen das hier und jetzt aus. Komm schon Junge! Zeig mir aus was die Varys gemacht sind oder muss ich erst selbst nachschauen?"
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 11:19 pm

John hatte gelangweilt den anfeindungen der Adligen in diesem Hofe gelauscht. Nicht ohne ein wenig Genugtung hatte er die Blicke, die Stimme und die Art seiner Schwester bemerkt, wenn es um ihren Ehemann ging. Er war etwas überrascht über die große Zahl an Soldaten gewesen, die sich dort tummelten. Doch das Geschenk von Thomas Velaryon war der erste Höhepunkt gewesen. Solch ein Geschenk, war eine Frechheit und geschmacklos, bedachte man, dass es die Velaryons waren, die Williams Mutter ermorden ließen. Das auch noch in solch einer Kutsche. Und nun machten sie mehr oder minder versteckte Drohungen in Richtung seiner Schwester.
Doch wirklich schockiert war er über die heraus stürmende Dienerin. Ihre Worte machten ihm klar wie gefährdet seine Schwester hier war unter den Erzfeinden der Velaryons, der wahrscheinlich mächtigesten Familie überhaupt. Er war froh über die Worte seines Schwagers und war stolz auf seine Schwester, als diese William einen Kuss auf die Wange gab, seine Hand los ließ und zu John hinüber ging. Er legte schützend einen Arm um ihre Schulter und bewegte sich auf das Schloss zu. Als die beiden Türen hinter ihm von den Wachen geschlossen wurden, blickte er zu seiner Schwester. "Wenn du hier jemals um dein Leben fürchtest, oder denkst dir und deinem Mann könnte etwas passieren, kannst du jeder Zeit zu mir und Amilia nach Dras-Leona kommen.", erklärte John und Anna nickte.
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 11:36 pm

"Warum sollte ich mit euch kämpfen Sir Velaryon? Nur aufgrund eines Verdachtes? Es liegt mir nichts weniger im Sinn als das, schließlich könnte sich meine Vermutung doch als falsch herausstellen oder?" William ließ seine Hand von dem Steinbockhorn, welches als Schwertknauf fungierte gleiten und verschränkte stattdessen die Arme vor der Brust. "Was den Verdacht anbelangt. Ihr taucht mit einer exakten Kopie der Kutsche auf, in der meine Mutter umkam. Ein Unfall der auf euch zurück zu führen ist. Wie kann ich sicher sein das ihr nicht auch zu derartigen Mitteln greift? Und nun will ich auf die Frage eurer Tochter antworten. Es liegt mir nichts ferner als euch einfach zu verurteilen Lady Daenerys, doch war es euer Wein der vergiftet war, womit ihr eine potenzielle Täterin seid. Klingt schlüssig, nicht wahr? Eine Beleidigung wäre es gewesen, ich hätte euch direkt verurteilt, doch so etwas maße ich mir nicht an. Nicht als niederer Kriegsadel." Ein leichtes Lächeln umspielte Williams Lippen. "Und da ich kein unnötiges Blut vergießen möchte würde ihr vorschlagen ihr steckt wieder euer Schwert weg, eure Tochter bleibt hier, ich veranlasse das Nachforschungen in Gange kommen die sich mit dem Wein befassen und sobald die Unschuld eurer Tochter bewiesen ist Sir Velaryon, kann sie wieder gehen. Keinem geschieht etwas und der Frieden bleibt bestehen."
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   So Feb 26, 2012 11:47 pm

Die Unruhe welche in den Innenhof gekommen war wollte nicht abreißen, als auch noch ein weiteres Mal die Tore aufgerissen wurden und Sentenza mit einigen Soldaten herein marschiert kam. Der Kommandant war ruhig, seine Hand lag nur auf der Scheide, während sein stummer Blick über all die Anwesenden glitt und er versuchte das was passiert war zu erschließen, doch die weinende Dienerin, die angespannten Menschen welche vermutlich adlig waren (zumindest ihrer Kleidung nach zu urteilen) und sein Herr, welcher mit aller macht versuchte ruhig zu bleiben ließen eine ganze Menge an Erklärungen zu. Würdigen Schrittes trat Sentenza neben William, stärkte dem Mann den Rücken während er auf Thomas sah und die Augen danach auf Katherine und Jeremy sprangen.
"Eure Befehle, Herr?"
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BeitragThema: Re: Innenhof des Schlosses   Mo Feb 27, 2012 12:01 am

"Kommandant, wählt fünf eurer besten Männer aus die Lady Daenarys auf eines der Gästezimmer begleiten." Das schwere scheppern von Stahlstiefeln war zu hören und nach und nach fanden sich Teile von Williams Leibgarde auf dem Innenhof wieder. Doch noch bevor etwas anderes geschah wandte sich William ein weiteres mal an den alten Löwen. "Ich biete euch jetzt an zu gehen Sir Velaryon. Verlasst mit euren Männern die Stadt und lasst eure Tochter hier, ich schwöre euch ihr wird nichts geschehen. Ich will keine Eskalation herauf beschwören, von denen hatten unser beider Häuser mehr als genug. Lasst mich und meine Männer Nachforschungen anstellen und sollten wir auf etwas brauchbares stoßen, so werden wir damit vor den Lord Regenten gehen und der König wird vor allen Adligen darüber entscheiden wie das Urteil über Lady Daenerys ausfallen wird. Sollte ich nach gegebener Zeit nichts brauchbares in Erfahrung gebracht haben oder einen anderen als Täter entlarven, so wird eure Tochter selbstverständlich nach Ceunon geleitet. " Der junge Fürst knirschte mit den Zähnen. Er hätte es wissen müssen das sich Thomas derart stur stellte. Schließlich achtete er auf die Ehre seiner Familie wie eine Elster auf ihren gestohlenen Schmuck. Doch wenn er jetzt eine kriegerische Handlung provozieren würde, so der alte Löwe damit den Verdacht nur untermauern.
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