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 Eingangshalle

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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 6:39 pm

Ein unsicheres leises Lachen war von Ileanas Seite aus zu hören, welches durch die hohen Hallen hallte während sie gemeinsam mit Brandon durch die große Eingangshalle schritt und nicht so recht wusste, ob der andere es wirklich ernst mit ihr meinte oder sie einfach nur als Beschäftigung für die Zeit sah, in welcher Graham nicht hier war. Niemand hatte bislang gesondertes Interesse an ihr gezeigt, niemand hatte ihr gesteigerte Aufmerksamkeit entgegen gebracht, bevor man sie auf dem Rücken eines riesigen schwarzen Drachen nach Gil'ead gebracht hatte, war doch zuvor immer Vivienne als die neue Königin diejenige gewesen, um die es sich stets gedreht hatte. Jetzt stand sie hier und unterhielt sich mit einem gut aussehenden Adligen, der aussah als wäre er ein Ritter, der eines Tages in zahlreichen Schlachten kämpfen würde. "Ich würde Euch gern kennen lernen", antwortete sie dann und senkte den Kopf ein Stück weit, dankbar darum, dass ein paar der dunklen Strähnen den Blick auf ihr Gesicht verrieten, welches innerhalb der letzten paar Sekunden einen zarten Rotschimmer übernommen hatten, von welchem sie hoffte, er würde dank der schlechten Lichtverhältnisse hier nicht weiter auffallen.
"Und es ist nicht so bedauerlich, dass der Fürst nicht hier ist", setzte sie noch nach und entschied sich, einfach so zu bleiben, wie sie war. Es schien ihn nicht zu stören, dass er mit keiner Adligen seines Standes sprach, geschweige denn, dass er sich um viele Höflichkeitsbekundungen Gedanken zu machen schien. Er war eine angenehme Gesellschaft, die sie neben all den Lehrmeistern durchaus zu schätzen wusste und so begann ihr Lächeln langsam ehrlicher und offener zu werden. "Er ist ein furchtbarer Griesgram, zu dem man kaum einen Zugang findet und der sich den ganzen Tag hinter seiner Arbeit vergräbt. Ihr würdet keinen Spaß dabei haben, Euch mit ihm zu unterhalten."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 7:09 pm

Brandon sah schüchtern zu Boden, als er Ileanas Antwort zu hören bekam, oder eher eine Einwilligung sich weiter mit ihm zu unterhalten. Doch er hob den Blick noch früh genug um den zarten Rotschimmer auf ihren Wangen zu sehen. Ein beinahe schüchternes Lächeln zierte seine Lippen, aufgrund dieser Reaktion von ihrer Seite. Er hätte nicht damit gerechnet, dass ein junges und hübsches Mädchen wie sie, tatsächlich schüchtern in seiner Gegenwart und aufgrund seiner Worte sein konnte. "Ich würde auch euch sehr gern kennen lernen.", gab Brandon freundlich auf ihre Worte zurück. Diese ganze Situation verlief vollkommen anders, als Brandon je erwartet hättet! Er hätte sich nie träumen lassen, dass sie ihm gefallen könnte, dass er vergessen könnte aus welchen Situationen sie zwei kamen und das er dazu gezwungen worden war sie überhaupt kennen zu lernen.
Doch was sollte er sich lange darüber wunder? Warum sollte er lange über die Gegebenheiten nach denken? Lieber wollte er all das in vollen Zügen auskosten, so lange es währte. Brandon musste lachen, ob Ileanas offener Beschreibung von Graham Drake. "Nach eurer Beschreibung, hätte ich sicher keinen Spaß an einer Unterhaltung mit ihm. Doch wann geht es in der Politik und der Erfüllung seiner Pflicht schon um Spaß?", fragte Brandon dann. In einem, in seinen Augen, sehr tollkühnen Zug, bot Brandon Ileana seinen Arm...
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 7:19 pm

Nur allzu bereitwillig nahm sie den ihr angebotenen Arm an, führte sacht ihre Hand darauf und ließ ihre Finger auf dem weichen Stoff ruhen, aus dem Brandons Kleider gewebt worden waren und unter denen sie Wärme spüren konnte, die sein gesamtes Gesicht erhellte, während sie beide hier gemeinsam sprachen. Er hatte verlegen reagiert, hatte zu Boden geblickt als sie sich einverstanden erklärt hatte, ihn kennen zu lernen und genau das war es letztlich gewesen, was sie vollkommen von ihm überzeugt hatte - es gab keine schlechte Menschen, die sich so verhielten, die ihr gegenüber so viel Zeit aufbrachten und im Stillen scherte sie Vraels Worte, sie könne niemandem vertrauen, zum Teufel während sie die ersten gemeinsamen Schritte mit dem anderen setzte. Sollte der Reiter doch weiterhin an seinem Misstrauen festhalten und einsam und allein sein - sie würde sich nicht alles vernichten lassen, nur weil es einstmals so viele gedungene Mörder und Attentäter gegeben hatte, die darauf Wert gelegt hatten, einen anderen erst um den Finger zu wickeln, bevor sie ihm die Kehle durchschnitten.
"Ich finde, wir sollten Politik mehr mit Spaß verbinden, statt uns mit langweiligen Gesprächen aufzuhalten", antwortete sie ihm dann leise auf seine Worte und schob sich ein paar der dunklen Strähnen aus dem Gesicht während die beiden einen der Gänge zu ihrer Rechten einschlugen, von dem Ileana wusste, dass er sie zu den Gärten des Schlosses führen würde, die Drake noch nicht hatte verdorren lassen. "Wir unterhalten uns doch gerade sehr angenehm, oder? Und Ihr seid ein angenehmer Gesprächspartner, Brandon, auch wenn ich leider nur sehr wenig über Euch weiß ... aber wenn es nach mir ginge, dann könnte alle Politik dieses Landes so aussehen."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 7:38 pm

Ein leichte Naivität, konnte man Ileana nicht abstreiten. "Nun, das ist das Problem mit der Politik; Nicht alle Gesprächspartner mit denen man sich abgeben muss, sind so angenehm wie ich. Viel zu oft, sind es Männer und Frauen wie Graham die einem gegenüber stehen. Und die Tatsache, dass wir nur so wenig von einander wissen, gereicht uns vorerst vielleicht noch zu gute.", erklärte Brandon mit sanfter Stimme und freute sich innerlich darüber, dass sie seinen Arm angenommen hatte. Es war ein schönes Gefühl, ihre zierlichen Hände durch den Stoff zu spüren. Doch ein kleiner Funke in seinem Inneren wiederholte seine letzten Worte wieder und wieder. Für ihn war es in jedem Fall gut, dass sie keine Ahnung hatte wer er wirklich war. Wüsste sie es, wäre sie ihm sicherlich nicht so wohl gesonnen. Doch was er sicher wusste war, dass er sich davon nicht abhalten sollte, die Zeit weiterhin zu genießen.
Sie waren in einen Korridor gebogen, in den Brandon sich einfach hatte führen lassen. Er wusste nicht wohin es ging und doch hielt er es für das beste, sich einfach von Ileana leiten zu lassen. "Oh und verzeih mir, ich finde selbst verständlich, dass wir uns sehr angenehm unterhalten.", erklärte Brandon und schüttelte leicht den Kopf, ob seiner Vergesslichkeit. Er hätte schon vorher auf diese Frage antworten sollen. Trotz der leichten Röte die er in seine Wangen steigen spürte, setzte er noch hinterher: "So angenehm, dass ich hoffe Graham bleibt eine lange Zeit fort."
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 7:55 pm

"Voerst? Ich glaube nicht, dass Ihr mich davon überzeugen vermögt, einen anderen Menschen vor mir zu haben als jenen, den ich soeben kennen gelernt habe und den ich zu schätzen weiß", lautete Ileanas Antwort, die eine ganze Weile lang mit sich gehadert hatte, ob sie jene Worte überhaupt auszusprechen vermochte oder ob sie ihren Gesprächspartner nicht damit in eine Ecke drängen würde, welche diese momentane Stimmung verderben würde. Brandon schien sie wirklich zu verstehen und wenngleich der andere auch älter zu sein schien als sie und weit mehr von dieser Welt zu verstehen schien, als sie selbst es tat, so wurde es ihr nicht über, wenn er es ihr zu erklären versuchte - er stellte sie nicht hin, als wäre sie lediglich das einfache Bauernmädchen, das sie bis vor einer kurzen Zeit noch gewesen war, stattdessen nahm er sich Zeit und passte sich ihrem eigenen Tempo an, sprach auf demselben Niveau mit ihr als würden sie einander bereits schon Jahre hinweg kennen.
Er war erneut rot geworden, bemerkte sie mit einem schmalen Lächeln auf den Zügen und wandte dann ihren Blick erneut nach vorn, den anderen nicht erneut in Bedrängnis oder Verlegenheit bringen wollend, indem sie ihn jetzt dazu zwang, sich selbst zu rechtfertigen, wo er es doch gleichermaßen nicht einmal von ihr selbst verlangt hatte. Sie kam sich vor wie eine der hohen Damen aus den unzähligen Geschichten der verschiedensten Barden, die durch eine Burg flanierten während sie einen stattlichen Lord an ihrer Seite hatten und alles, was Ileana für diesen Moment noch fehlte, war die helle Sonne am Himmel, von der sie hoffte, sie würde während der Sommermonate die düstere Burg erhellen.
"Und was Fürst Drake anbelangt", widmete sie sich wieder dem Gespräch, wenngleich sie auch im Inneren die Stirn darüber runzelte, dass der andere den Fürsten lediglich bei seinem Vornamen nannte, statt ihm die gewohnte Ehre beikommen zu lassen, welche er sich verdient hatte. "Auch ich hoffe, dass er noch eine Zeit außer Haus bleibt."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 8:04 pm

"Das hoffe ich allerdings nicht" hallte Vraels Stimme durch die Eingangshalle. Der Reiter stand auf dem oberen Treppenabsatz und hielt sich mit einer Hand am Geländer fest, während er Brandon und Ileana unter sich fixierte. Ihm war nicht entgangen, dass Ileana zusammen mit Brandon Arm in Arm ging. Er kannte den Jungen, wenngleich er ihm auch niemals begegnet war: Im Gegensatz zu Ileana hatte er sich nämlich mit den Adelshäusern beschäftigt, welche derzeit an der Macht waren und hatte das Gesicht des jungen Mannes auf einem der Bilder gesehen, die ihm Caladhiel hatte zukommen lassen.
"Unter Fürst Grahams Aufsicht wärt ihr nämlich nicht hier, eure Lordschaft" Vraels Stimme war mittlerweile kühl und kam geradezu gepresst hervor.
Er mochte Graham auch nicht sonderlich, aber zumindest sorgte die Anwesenheit des Fürsten dazu, dass jeder hier seinen verdammten Job machte und nicht begann in jenes Schloß, in dem die Hoffnung der Menschheit heranreifte Gift in Form von Brandon Velaryon zu lassen.
"Ileana - du hast nun deine Geschichtsstunde komm. Seine Lordschaft möchte sich verabschieden"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 8:14 pm

Die Stimme des Reiters war es nun bereits das zweite Mal, die ihr eine angenehme Situation zerstörte und dennoch zuckte Ileana angesichts der Schärfe des Tones, den der Reiter anschlug, zusammen und wandte sich langsam über die Schulter zu dem anderen herum, der dort auf dem Treppenabsatz stand und glaubte, ihr Vorschriften machen zu müssen. Sie hatte lediglich Zeit mit jemandem verbringen wollen, der nicht unmittelbar zu dieser Heerschar an Bediensteten und Lehrern gehörte, die sich allesamt beinahe darum stritten, welche Stunde nun zuerst an die Reihe kam und worin es nun wichtiger war, sie auszubilden. Brandon war jemand anders gewesen, jemand von außerhalb, mit dem sie sich gut verstand und dessen Anwesenheit sie durchaus schätzte und nun kam ausgerechnet Vrael wieder hierher, wie er es bereits bei Noah getan hatte und verdarb alles. Mit flammendem Zorn in den Augen wandte sie sich endgültig zu dem Reiter herum, dachte jedoch gar nicht erst daran, ihre Hand aus dem Arm ihres Begleiters zu lösen.
"Ich glaube, ich habe meine Lehrstunden für diesen Tag bereits absolviert, Vrael", lautete ihre einzige Antwort, welche begleitet von einem entschlossenen Lächeln war, welches keinen Zweifel daran ließ, dass sie für den Augenblick weder Motivation, noch Interesse hatte ihre nächsten Stunden erneut mit dem Reiter zu verbringen, der sich einmal mehr hier aufspielte. "Und ich denke, seine Lordschaft wünscht im Augenblick meine Gesellschaft, allerdings muss ich Euch Recht geben - Fürst Drake wäre wenig angetan und ich schätze, ich tue dem Genüge, indem seine Lordschaft und ich das Anwesen verlassen, um die Stadt zu sehen."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 8:21 pm

"Nein" meinte Vrael und seine Stimme wurde tiefer, grollte beinahe wie das Fauchen eines Drachen während er einige Schritte nach unten tat. "Ileana ich denke es ist höchste Zeit, dass ihr zurück auf euer Zimmer geht und zwar alleine!" er konnte ihr kaum sagen wer hier gerade vor ihr stand, durfte nicht riskieren das er offen aussprach, dass er es nicht erlauben konnte das Brandon Velaryon und Ileana Xeldaric Zeit miteinander verbrachten.
"Das ist keine Bitte Ileana. Nicht heute" fügte er nun etwas ruhiger hinzu, während er sich über den Bart fuhr. Er musste diese Situation entschärfen, durfte sie nicht zu einem eklat werden lassen. Dafür war es zu früh, Ileanas Stellung nicht genug gefestigt.
"Eure... Lordschaft wird mit SIcherheit an anderer Stelle mehr gebraucht als hier. Es ist nicht schicklich in der Burg eines anderen Fürsten zu sein wenn dieser außer Hause ist"
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 9:58 pm

Brandon war erschrocken, als er den Mann am Treppenabsatz erblickte. Er befürchtete sofort, der Mann könnte ihn kennen und Brandons vollständigen Namen herauspusaunen. Diese Angst ließ auch nicht nach, während des Gesprächs zwischen dem Neuankömmling und Ileana. Dieses zeigte ihm, dass die zwei sich nicht gerade grün waren. Ileana war ziemlich aufmüpfig dem Älteren gegenüber und das gefiel Brandon durchaus. Doch es passte ihm gar nicht, wie Vrael mit ihm und Ileana sprach. Dennoch wurde sein aufkommendes Aufbegehren noch von der Angst zurück gehalten, bis er es nicht mehr aushielt. "Nein, ich habe nichts zu tun, außer Ileana vielleicht etwas Gesellschaft zu leisten. Und ich bin doch sehr verwundert, dass es jüngst als unhöflich gilt, das Schloss eines Fürsten zu betreten, sollte dieser nicht anwesend sein.", erklärte Brandon und versuchte mit so fester Stimme zu sprechen wie ihm möglich war. Er war sich jedoch nicht sicher, wie gut das funktionierte.
Er wollte Ileana jetzt nicht so einfach alleine lassen, er wollte nicht so plötzlich wieder ohne ihre Gesellschaft sein und so kämpfte er gegen seine Angst an und widersprach dem ihm eigentlich völlig Fremden.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 10:05 pm

"Diener" meinte Vrael und einige Pagen traten hervor und sahen erwartungsvoll zu Vrael. "Geleitet den jungen Lord in die Gästegemächer und achtete darauf, dass ihm nichts zustößt. Er ist müde und erschöpft von der langen Reise" erklärte der Reiter und ließ dabei den jungen Adeligen nicht aus den Augen, welcher geradezu flehentlich versuchte sich Gehör zu verschaffen und dafür zu sorgen, dass er nicht aus dem Schloss verbannt werden würde.
"Ileana, komm - wir haben heute noch einiges zu tun und ich denke nicht, dass du es vorziehst noch bis spät in die Nacht zu lernen. Die Diener werden dafür Sorge tragen, dass es ihm an nichts mangeln wird" Und vor allem, dass ihn niemand besuchen kommt
Er fuhr sich noch einmal über den Bart. Er würde es ihr alles erklären können. Alles erklären müssen. Aber zu gegebener Zeit, in einem gegebenen Kontext.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Di Apr 01, 2014 12:54 pm

Fassungslos hatte sie mitangesehen, wie ein paar der Diener Brandon fort geleitet hatten und sich schließlich die großen Türen hinter dem jungen Adligen geschlossen hatten und Vrael und sie allein in der Eingangshalle gelassen hatten. Ileana wusste nicht mehr, was sie denken sollte, geschweige denn, was sie dem Reiter gegenüber noch sagen sollte, um ihm klar zu machen, dass sie nicht ihr gesamtes Leben davon bestimmen lassen würde, was nun in seinen Augen das Beste für sie war, wenn sie gleichzeitig doch alt genug zu sein schien, als dass man ihr die Bürde aufladen konnte, sich eines Tages um ein gesamtes Reich zu kümmern. Dennoch machte sie keinerlei Anstalten auch nur einen einzigen Schritt auf den Reiter zuzumachen, welcher noch immer auf den Treppen stand und verschränkte stattdessen die Arme vor der Brust ehe sie einen demonstrativen Schritt zurück setzte und Vrael finster anfunkelte.
"Wie oft willst du noch dazwischen kommen und mir jedes Gespräch einem Menschen verderben, den ich gerade erst kennen gelernt habe? Was wollen die Drachenreiter? Dass ich isoliert in einem Schloss lebe, mich lediglich um das kümmere, was ihr für mich als Bestes erachtet während ich meinen Blick für alles Wesentliche verliere? Ist es das, Vrael?", herrschte sie den jungen Reiter schließlich an und schüttelte noch einmal den Kopf. "Es ist genau wie bei Noah! Ich wollte ihn als diejenige kennen lernen, die ich bin und du kommst um die Ecke und offenbarst ihm, wer ich bin. Jetzt stehe ich hier mit Brandon und unterhalte mich und erneut erscheinst du und schickst einen Adligen in ein Zimmer, der mir etwas hätte von der Welt erzählen können! Ich mochte ihn!"
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Di Apr 01, 2014 1:04 pm

"Du bist nun einmal Ileana Xeldaric - die Erbin der Krone. Und es ist der Welt dort draußen egal, ob du dies wolltest" erklärte Vrael ruhig. "Du kannst ebenso wenig etwas dafür wer du bist, wie ich etwas dafür kann Drachenreiter zu sein. Keiner von uns beiden hat sein Schicksal selbst gewählt, aber es liegt an uns zu dem zu stehen was wir sind. Du bist kein Bauernmädchen. Du wirst es nie wieder sein" er schnaubte. "Denkst du etwa, ich quäle dich weil es mir Spaß macht? Glaubst du, ich halte dich gerne von der Welt dort draußen fern? Nein. Aber bevor du dich wieder in die Welt begibst musst du in der Lage sein selbst Entscheidungne zu fällen. Dir selbst ein Urteil zu bilden. Du musst das Böse und das Gute in den Menschen erkennen können, wenn du eine Chance haben willst jemals etwas in diesem Land zu ändern" er schritt langsam die Treppe hinunter.
"Und du solltest gut daran tun meine Warnungen zu beherzigen, anstatt sie zu ignorieren und mit Brandon Velaryon zu kokettieren!"
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Di Apr 01, 2014 10:44 pm

" ... was ...?", klang es leise über Ileanas zitternde Lippen, die während der letzten paar Minuten erstaunlich an Farbe eingebüßt hatten während die hellen Augen des Mädchens von einem glasigen Schimmer überzogen wurden, kaum dass der Drachenreiter seine Worte beendet hatte, welche so unsanft und grausam an ihren Verstand heran gedrungen waren. Sie fühlte sich, als habe man sie soeben fest mit der Faust ins Gesicht geschlagen und mit jedem Schritt, welchen Vrael nach vorn setzte, wich Ileana weiter zurück während all die wirren Gedanken durch ihren Kopf sprangen und sich nicht mehr so recht von ihr sortieren ließen. Sie war getäuscht worden, sie war beinahe verraten worden und wenn Vrael nicht da gewesen wäre, dann hätte Brandon sie vielleicht sogar ermordet, um eine Möglichkeit zu haben auf den Thron des Landes zu kommen. Es war ein widerliches Gefühl so dermaßen verraten zu werden, doch was in all dieser Angelegenheit noch schlimmer wog als das beißende Gefühl der Enttäuschung war das der Schuld darüber, Vrael so sehr vor den Kopf gestoßen zu haben, welcher doch im Grunde nur ihr Bestes gewollt hatte.
"Velaryon ...?", hakte sie dann noch einmal nach, wollte die Antwort auf ihre leise Frage aber gar nicht hören. Er würde sie nicht anlügen, das hatte er ihr versprochen und wenngleich auch ihr Grundvertrauen in andere in dieser Angelegenheit einen harten Schlag bekommen hatte, so deutete es für sie lediglich darauf hin, dass sie dem Reiter wirklich trauen konnte. "Aber ... wieso ...?", wagte sie es zu fragen und hob langsam den Blick, unterdrückte ein leises Schluchzen, welches sich sonst aus ihrem Mund hervor geschält hätte. "Wieso machen sie sowas? Wieso ist er dann hierher gekommen? Wieso war er so nett zu mir? Nur um mich nachher ... zu verraten ..?"
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Di Apr 01, 2014 10:54 pm

"Ich weiß es nicht Ileana" meinte Vrael nur und schüttelte langsam den Kopf während er der jüngeren langsam eine Hand entgegen streckte. Ihr plötzlicher Umschwung von dem wilden, beleidigten Mädchen zu dem häufchen Elend, welches er nun mitansehen musste hatte ihn schockiert und ihm klar gemacht, dass nun einmal nicht jeder so gut mit harschen Worten zurecht kam. Hatte er nicht selbst sich oftmals Stundenlang in seinem Zimmer eingesperrt, wenn Anurin ihn so angegangen war?
"Hey... tut mir leid, ich habe... ich wollte nicht. Ich habe es nur gut gemeint, ich wollte dich nicht so harsch angehen" erklärte er und strich sich einige Haare aus dem Gesicht. "Aber nein, ich glaube nicht das er dich umbringen wollte. Dafür hätten Sie.. naja, egal. Ich glaube jedenfalls nicht das dein Tod sein Ansinnen war. Vielmehr könnte es sein das... die Velaryons der Meinung sind es wäre lohnenswerter für sie, ihren jüngsten Sohn mit dir zu verheiraten, damit ihre Familie auf den Thron kommt." er seufzte schwer. Zumindest war das die einzig logische Erklärung waurm Brandon hier auftauchen sollte. "Es tut mir leid das.... dich all das so erdrückt. Es ist unfair und ich wünschte, ich könnte dich vor all dem bewahren"
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mi Apr 02, 2014 10:26 pm

Sie wollte all die Worte nicht mehr hören, die Vrael ihr gerade sagte - sie wollte nicht hören, wie grausam und kalt diese Welt war und wie sehr sie inzwischen in die politischen Ränkespiele aller hoch geborenen Familien hinein gerissen wurde, allein, weil sie nun einmal einen Namen trug, welcher damals der des Königshauses gewesen war. Niemand hatte sie jemals gefragt, ob sie das auch wirklich wollte - niemand hatte sie jemals gefragt, ob sie den Thron haben wollte oder ob sie sich dafür bereit fühlte, über so viele Menschen zu bestimmen, die allesamt nur das Beste für sich und ihre Lieben wollten. Etwas, das Ileana ihnen noch nicht einmal übel nehmen könnte, denn im Grunde war es nur menschlich und dennoch schien es, als müsse sie sich selbst aus der Gleichung herausnehmen, als müsse für sie einzig und allein das Wohlergehen des Volkes zählen und das Mädchen fand genau das reichlich unfair. Sie war gerade erst 14 Jahre alt - sie wollte bei ihren Freunden sein, wollte zurück an das Meer, zu ihrer Familie und sich geborgen fühlen. Es war Heimweh, wurde ihr mit einem Mal schmerzlich bewusst als sie Vrael ansah und ihm ein schmerzliches Lächeln schenkte.
"Kann ... ich überhaupt jemandem vertrauen ...?", fragte sie dann schließlich leise, aber im Grunde wollte sie die Antwort auf diese Frage gar nicht erst hören, weil sie bereits ahnte, wie sie ausfallen würde. Als der Reiter schließlich eine Hand in ihre Richtung streckte, hielt das Mädchen inne und schien einen kurzen Moment lang über sich selbst nachzudenken ehe sie kurzerhand ein paar wenige Schritte nach vorn setzte und hilfesuchend die Arme um den Älteren legte, welcher für den Augenblick einer der wenigen Vertrauten war, die ihr noch geblieben waren. "Was ... soll ich denn machen ...?", wisperte sie leise und schüttelte gleich wieder den Kopf, um jene Frage zurück in ihren Hinterkopf zu drängen, wo sie sich quälend lange aufhielt. "... Du hast gesagt, kein Velaryon darf auf den Thron kommen ..."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mi Apr 02, 2014 10:47 pm

"Ja, das habe ich gesagt" flüsterte Vrael leise und lächelte bitter, während er die Umarmung um Ileana verstärkte. Langsam fuhr er durch ihr Haar, spürte die Seidigen strähnen unter seinen Fingern und ihren Herzschlag, der so viel schneller war als der Seine.
"Du kannst mir vertrauen und Noah" fand er dann schließlich doch seine Stimme wieder, wenngleich ihm diese Aussage nur wie ein reichlich schwacher Trost vorkam.
"Das ist doch schon einmal ein Anfang, oder? Was den Rest angeht... ich denke, es benötigt alles seine Zeit" erklärte er ihr schließlich in der Hoffnung, sie so wenigstens ein wenig aufheitern zu können. "Du musst auf dein Herz hören, wenn du unter Freunden bist und auf deinen Verstand wenn du unter Fremden oder Feinden weilst. Mehr kann ich dir im Moment wohl leider nicht mitgeben" Vrael ließ Ileana langsam los. "Ich weiß, dass es dir so vorkommen muss als wäre all das unglaublich unfair. Aber... hör mal: Meine Eltern haben mich als Kleinkind ausgesetzt. Ich wurde von den Reitern aufgenommen und habe dort kleinere Aufgaben im Haushalt übernommen. Habe Schuhe geputzt, Kartoffeln geschnitten und all sowas. Schließlich wurde ich zu den Eiern geführt und was soll ich sagen .Umaroth schlüpfte und ich wurde zum Reiter ausgbeildet. ich kenne kein anderes Leben, habe mir aber oft eines gewünscht. Aber ich stehe nun hier, ich kenne meine Pflicht und... ich weiß, dass ich das richtige tue"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mi Apr 02, 2014 11:05 pm

Leise schluchzend hob Ileana eine Hand und war bereits im Begriff sich mit dem Ärmel über das tränennasse Gesicht zu fahren, ehe sie sich wieder daran erinnerte, dass sie nun kein einfaches Bauermädchen mehr war und dass sich das für eine Dame nicht schickte und so ließ sie den Arm wieder sinken und schluckte noch einmal schwer. "Hast du ... nie deine alte Heimat vermisst ...?", fragte sie den Reiter schließlich leise, als sie es wieder wagte nach oben zu blicken und seinen Blick zu suchen. Vrael hatte es nur gut mit ihr gemeint und noch immer tat es ihr leid, dass sie ihn nur wenige Minuten zuvor so dermaßen hart angegangen war - dass es dieser Velaryon wirklich beinahe geschafft hatte, sie auf seine Seite zu bringen und all ihr Vertrauen in jene Wesen zu zerstören, welche ihr in den letzten Tagen ans Herz gewachsen waren. Mit einigen wenigen Schritten trat sie zu der Treppe hinüber und ließ sich dann kurzerhand auf die Stufen sinken, ihr Kinn in die, auf den Knien aufgestützten, Hände legend und zu Vrael hinauf schielend.
"Ich vermisse das Meer und den Geruch vom Salz in der Luft, sogar meine Ziehfamilie ... sie haben gesagt, dass meine Ziehmutter sich um mich kümmern sollte, als meine Mutter bei meiner Geburt gestorben ist und alles, was ich weiß, ist, zu welcher Familie ich gehöre und dass ich niemals jemandem etwas darüber sagen durfte. Sancha und Vivienne sind vielleicht hoch geborene Damen - sie sind in einem Schloss aufgewachsen, ständig waren Bedienstete um sie herum, aber ich ... ich bin einfach nur ein Mädchen aus Feinster, Vrael, ich weiß nichts von dem Adel und dem ganzen Ränkespiel ...", setzte sie noch hinterher und seufzte schwer. Es war noch immer so paradox, wenn sie sich jetzt hier auf den Treppen eines Schlosses sitzen sah, in feine Kleider gehüllt, die wohl teurer waren als das, was ihr Ziehvater in einem ganzen Jahr verdiente.
"Und ... wenn ich ehrlich bin, dann ... dann hab ich Angst davor, das Falsche zu tun oder euch zu enttäuschen ..."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mi Apr 02, 2014 11:22 pm

"Es wird schwer sein uns zu enttäuschen Ileana" meinte Vrael und ein nunmehr ehrliches Lächeln umspielte seine Lippen. Sie tat ihm leid und er glaubte ihren Schmerz, ihre Angst und ihr Gefühl des Verloren-Seins nachvollziehen zu können. Wie oft war es ihm so ergangen? In Einsamen Nächten, wenn Anurin ihn erneut angeschrien, erneut eine Übung falsch gelaufen war.
Doch im Gegensatz zu Ileana hätte er nirgends hin gekonnt. "Aber doch. Ich hatte Heimweh, vor vielen jahren. Ich dachte es handel sich um einen Irrtum - ich war damals der einzige menschliche Reiter der noch in der Ausbildung steckte und es war.... seltsam. Ich gehörte nirgends richtig dazu und manchmal, in kalten Winternächten wenn der Wind durch die Ritzen meines Fensters bließ habe ich mich ans Feuer gesetzt und mir vorgestellt, ich wäre jemand anders. An einem anderen Ort. Aber so sehr ich es auch wollte. Ich blieb ich selbst. Ich weiß, dass ich damals eines Nachts zu Beorn hinunter gestiegen bin. Er war unser Ausbilder - ein großer, muskulöser Mann mit Haut schwarz wie die Nacht, der von Narbewn übersäht war und nur noch wenige Finger und ein Bein hatte. Alle hatten Angst vor ihm nur ich nicht. Er war ein Mensch. Jemand, der war wie ich und er sagte mir etwas, das mir bis heute Kraft gibt: Erkenne dich selbst an!" er lächelte. "Sei du selbst Ileana, und du kannst uns nicht enttäuschen. Wir stehen dir zur Seite. Solange du nur dir selbst true bleibst"
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mi Apr 02, 2014 11:55 pm

Erkenne dich selbst - es war so ein einfacher Ratschlag, so leichtfertige Worte, wie Ileana sie bereits Tausende Male von großen Künstlern gehört hatte, wie sie sie oft von ihrer Ziehmutter gehört hatte, wenn sie sich als Kind vorgestellt hatte, sie wäre ebenso begünstigt wie ihre Cousinen. Erkenne dich selbst, klang nach einer solchen Narrenweisheit, dass das Mädchen beinahe darüber gelacht hätte, wenn der tiefere Sinn dieses Gesprächs nicht ein so furchtbar schwerer gewesen wäre, aber im Grunde genommen hatte er doch eigentlich Recht. Sie würde sich nicht mehr verändern, sie würde niemals mehr eine andere sein, niemals mehr mit den alten Freunden in der Stadt umher gehen können, niemals mehr bei ihrer Ziehfamilie sein können und niemals mehr unvoreingenommen an ein Gespräch herangehen können, das ein Fremder mit ihr führen würde. Sie würde niemals mehr unbeobachtet sein, immer würden Menschen um sie herum sein, die auf sie Acht gaben und die mit ihr sprachen, die sie berieten und von deren Ratschlägen sie längst nicht allen Glauben schenken konnte.
"Wie war es bei den Reitern?", hakte Ileana dann nach und entschied sich, dass es ein weit angenehmeres Thema war, über das sie eher zu sprechen bereit war, als jenes, das unmittelbar mit Brandon zu tun hatte, welcher noch immer in einem der Räume darauf wartete, dass jemand eine Entscheidung fällte. Jemand, der zwangsläufig sie selbst sein würde, solange wie Fürst Drake in Dras-Leona zu einer Übereinkunft mit den anderen Fürsten und den Reitern war oder eben Vrael selbst. "Ich weiß so gut wie nichts über deinen Orden ... nichts darüber, wie es ist ein Reiter zu sein oder was ihr lernt und ich möchte es kennen lernen, Vrael. Wenn ich mich schon auf euch verlassen soll, dann musst du mir mehr erzählen."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Do Apr 03, 2014 12:14 am

"Puh, na das ist ja mal eine Bitte" meinte Vrael und lächelte schief. Wie sollte er ihr all das denn nur erklären? Die Reiter waren ein Thema für sich. Eine Gemeinschaft die sich im Laufe der Jahrhunderte geformt hatte und vor allem - er hatte die Reiter immer gekannt und als er das letzte Mal in Alagaésia gewesen war, da kannte jedes Kind die Reiter und die Geschichte des Ordens. Doch nun? So viel war verloren gegangen durch den Zahn der Zeit, da war es kaum weiter verwunderlich, dass auch dies nicht mehr zu dem Allgemeinwissen zählte.
"Weißt du, vor vielen, vielen hundert Jahren kamen die Elfen mit Schiffen aus dem Osten über das Meer nach Alagaésia. Die Elfen machten einen fatalen Fehler: Sie sahen die dort ansässigen Drachen nur als einfältige Tiere. Als ein junger Elf einen Drachen bei der Jagd tötete, als wäre er ein bloßes Vieh, und ihn den anderen zeigte, provozierte dies die Wut der Drachen, die daraufhin aus Rache die Elfen angriffen. Alle Drachen des Landes verbündeten sich und griffen gemeinsam Ellesmera an. Die Elfen versuchten das Missverständnis zu klären und sich mit den Drachen zu versöhnen, doch trotz ihrer Bemühungen hatten sie einfach nicht die Möglichkeit mit den Drachen zu kommunizieren und ihr Ansturm hielt an. Anfangs verteidigten sich die Elfen nur, doch die Angriffstärke der Drachen ließ sie aus ihrer Deckung kommen und sie führten eigene Angriffe aus. Bald tobte ein groß angelegter Krieg.

Der Krieg dauerte fünf Jahre an, beide Seiten mussten große Verluste einstecken. Schließlich kam ein junger Elf namens Eragon. Er fand ein einsames Ei und nahm es an sich, denn er sah die Vorteile eines freundlich erzogenen jungen Drachen. Er nannte ihn Bid'daum. Die beiden verband eine untrennbare Verbindung und nachdem Bid'daum stark genug war, reisten sie zusammen durch Alagaësia. Sie bildeten die Vermittler zwischen den beiden Rassen. Als Ergebnis ihrer Bemühungen wurde ein Vertrag ausgemacht und Frieden kehrte in das durch den Krieg gezeichnete Land ein. Um sicherzustellen, dass nie wieder solch ein Krieg ausbrach arbeiteten die Drachen und Elfen zusammen daran den Orden der Drachenreitet aufzustellen. Sie waren Friedenstifter und Botschafter zwischen den Rassen. Eragon wurde der erste Drachenreiter und der Orden hatte so eine solch große Bedeutung, dass sie mehr Respekt und Ehre erhielten als Könige."
erklärte er leise und lächelte knapp. "Nach Eragon folgte Anurin auf dem Posten des Großmeisters - doch dieser verstritt sich mit Dellanir weswegen wir aus Ellesmera verband wurden. Auch Illirea war einst die Hauptstadt der Reiter, doch diese traten wir ab als ich noch ein Junge war. Danach war Doru Areaba unsere Heimat und Caladhiel wurde die Hochmeisterin des Ordens. Beides lebt bis heute weiter"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Do Apr 03, 2014 12:30 am

Schweigend hatte sie seiner Geschichte gelauscht und gespannt jedes einzelne Wort genau in sich aufgenommen, um sich auch im späteren Verlauf der Geschichte immer wieder genau daran erinnern zu können, was einstmals diese Welt geprägt hatte. Es war ein Krieg gewesen, aus dem ein Orden hervor gegangen war, welcher nun noch immer für den Schutz der Zivilisation und der Unschuldigen bekannt war, die wie ein schützendes Schild stets über das Land gewacht hatten, bevor sie eines Tages verschwunden waren. Danach waren sie Legenden gewesen, die alte Männer am Lagerfeuer erzählt hatten - Geschichten von unsterblichen Drachen und ihren Reitern, von den flammenspuckenden Echsen und die Macht jener, die mit ihnen ein Bündnis eingegangen waren.
"Als ... ich ein Kind war, hat mich mein Ziehvater immer mit in die Tavernen genommen, wo die alten Barden gesessen haben. Für uns war der Orden der Drachenreiter immer eine Legende - sie haben erzählt, wie unglaublich groß die Drachen sind und wie sie majestätisch am Himmel fliegen, wie sie ganze Armeen in den großen Schlachten dieser Welt vernichtet haben, mit nur einem einzigen Flammenschwall. Dass sie so groß werden, wie ganze Berge ...", führte Ileana ihre Erzählungen an und ein träumerisches Lächeln tauchte auf ihren Zügen auf, als sie sich daran erinnerte, wie es damals gewesen war, wie unbedarft sie damals noch gewesen war. "Und als der Fürst mich mit einer Elfe geholt hat ... und ich zum ersten Mal wirklich vor einem Drachen gestanden habe, wäre ich am Liebsten weggelaufen ... der Drache war so riesig und ich hab wirklich gedacht, er wollte mich einfach auffressen", setzte sie noch nach und seufzte leise. "Ich hab das nie ernst genommen bis ich mal selbst vor einem Drachen gestanden habe ... ich meine, in Feinster kannte man auch die Elfen nur aus irgendwelchen Geschichten und alten Legenden ... ich hab nie einen gesehen ... bis auf die Reiterin, die mich hierher gebracht hat."
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Vrael
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Do Apr 03, 2014 12:37 am

"Anwar ist aber auch wirklich ein Schock beim ersten Mal... oder beim zehnten" erklärte Vrael lachend. "Umaroth ist ja auch im Vergleich ein richtiger Zwerg!" Hey! `Tschuldige er grinste. "Anwar ist der größte Drache den es momentan gibt und zählt auch zu den größten Drachen von denen man jemals gehört hat. Aber ja es stimmt. Drachen konnten ganze Armeen verbrennen und durch das Bündniss mit unseren Drachen leben wir sehr, sehr lange - auch wenn wir nicht unsterblich sind. Ich bin immer mit Umaroth verbunden, hörte seine Gedanken - sehe was er sieht, spüre was er spürt. Er ist kein Tier sondern ein denkendes Wesen wie du und ich!" erklärte Vrael geduldig.
"Auch wenn es eine sehr lange AUsbildung zum Reiter ist, so ist unser oberstes Gebot doch das, dass wir niemals ausgelernt haben, Jeden Tag erfahren wir mehr und wir dürfen nicht für unsere eigenen Ziele kämpfen. Es gibt niemanden der uns überwacht, daher müssen wir mit unserer Macht verantwortungsvoll umgehen"
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    So Apr 06, 2014 9:25 pm

"Vrael!"
Kalt und hart, anders als die Stimme der Reiterin sonst stets klang, hallte der Name des jungen Reiters durch die große Eingangshalle des Schlosses von Gil'ead und die Miene der Elfe, welche zu jener Stimme gehörte, versprach ebenso nichts Gutes. Die mandelförmigen Augen der Elfe waren ein Stück weiter verengt, die Rüstung, welche sie nach den Ereignissen in Ilirea noch immer trug, glänzte in dem Licht der Fackeln, die die große Halle erhellten und ihre Lippen waren zu einer dünnen, schmalen Linie verzogen, während die hohen Wangenknochen darauf hinwiesen, dass sie bereits seit einigen Augenblicken damit beschäftigt war, die Zähne aufeinander zu beißen. Das schwarze Reiterschwert ruhte an ihrer Seite und eine ihrer Hände ruhte fest um dessen Griff, hatte sich darum gekrampft bis die weißen Fingerknöchel unter der dünnen Hautschicht hervor traten, während ein gutes Dutzend von Soldaten, welche das Wappen der Reiter trugen, hinter ihr Position bezogen hatten und mit steinerner Miene geradeaus starrten.
"Sucht das Mädchen. Beschützt sie mit eurem Leben, wenn sie in Gefahr sein sollte und ich will keinen von euch wiedersehen, bevor sie nicht wieder in Sicherheit ist", wies sie die Männer an ihrer Seite an, ohne ihren Blick abzuwenden, lauschte lediglich den festen Schritten der Männer, welche sich augenblicklich entfernten ehe sich die Tür hinter ihnen schloss und von außen die dumpfen Geräusche von gebrüllten Befehlen durch die geschlossenen Türen ins Innere drangen. Graham hatte ihr berichtet, was geschehen war, dass das Mädchen verschwunden war und dass ihr eigener Reiter ganz offensichtlich nichts dagegen unternommen hatte, sie bislang nicht hatte ausfindig machen können, während sich ein Velaryon hier im Schloss aufhielt, der ebenso verschwunden war, wie die Prinzessin. Wenn Velaryon das Kind in die Finger bekam, würden sie sie umbringen oder für ihre eigenen Zwecke missbrauchen und damit neben den zwei Schatten, welche das Land tyrannisierten, die ganze Angelegenheit noch viel schlimmer machen, als sie es ohnehin schon war.
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Vrael
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    So Apr 06, 2014 9:31 pm

Vrael, welchem bereits das Herz in die Hose gerutscht war, als er Anwars Schatten hatte immer näher kommen sehen. Er schloss langsam die Augen und sandte ein Stoßgebet zum Himmel. Das war es - seine Zeit als Reiter war beendet. Etwas wofür er Jahre lang trainiert, gekämpft und geblutet hatte. Er hatte dem Mädchen nach den Ereignissen der letzten Tage etwas Ruhe gönnen wollen, war einige Stunden später als sonst zu ihrem Zimmer gegangen um sie zu wecken. Nachdem er nach mehrfachen Klopfen keine Antwort erhalten und das Zimmer betreten hatte, stand das Fenster offen - und mehrere Bettlaken waren zu einem provisorischen Seil zusammen geknotet worden. Seitdem suchte Umaroth die Stadt ab, doch noch ohne Ergebnis.
Langsam ging Vrael die Treppe hinunter, schnallte sich dabei bereits das Schwert von der Hüfte. "Caladhiel, ich.... ich habe wirklich.... sie.... ich konnte nicht ahnen, ich wollte ihr... es tut mir leid" seine Stimme war erstickt, er spürte die Panik die in ihm hoch kroch und die Angst um Ileana nur noch weiter entfachte, ebenso wie die Angst ob seines eigenen Schicksals. Er kämpfte mit den Tränen, wollte stark sein wenngleich er auch unglaubliche ANgst vor dem kommenden hatte.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    So Apr 06, 2014 9:47 pm

Die normalerweise recht ruhige Stimme von Anwar, hatte in diesem Moment einen gänzlich anderen Tonfall. Er befand sich weit außerhalb der Stadt, da die Straßen zu verwinkelt, zu eng gebaut waren, als dass er irgendwo wirklich sicher landen konnte. „Vrael.“ Die Stimme des Drachen klang schneidend und gleichzeitig wie ein tiefer Donner, welcher über eine weite Steppe hallte. „Was dachtest du war deine Aufgabe? Wurde es dir etwas missverständlich ausgedrückt oder war dir nicht bewusst, welchen Wert dieses junge Mädchen für die Zukunft des Landes hat? So lass es mich jetzt noch einmal klar machen. Die, die du geschworen hast zu schützen, ist unsere beste und vermutlich einzige Chance darauf dass wir einen dauerhaften Frieden über dieses Land bringen können, ohne dass ein Krieg entbrennen wird, der hunderttausende von Leben mit sich reißt. Ohne feste Thronfolgerin wird ein Usurpator den nächsten jagen und letzten Endes werden nur die übrig bleiben, die am gierigsten vorgehen werden.“
Eine lange Pause folgte, in welcher sich Anwar erneut über die Stadt bewegte, diesmal jedoch keinerlei Laut von sich gab, bis auf das markante Geräusch des Flügelschlags. „Lass es mich so ausdrücken Vrael, ich spüre das du dich immer noch innerhalb des Schlosses befindest, offensichtlich jedoch hat die junge Prinzessin willentlich diese verlassen und ist nun, im besten Falle zumindest in der Stadt. Kannst du mir auch nur einen einzigen Grund nennen, warum du noch nicht wie ein gehetztes Pferd durch die Straßen hetzt in der Hoffnung, dass deine nächste Aufgabe nicht darin bestehen wird, jeden einzelnen Drachen und dessen Rüstung so lange zu reinigen, bis man die spiegelnde Überfläche bis nach Terim sieht?"
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