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 Eingangshalle

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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Eingangshalle    So Feb 19, 2012 11:47 pm

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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 20, 2012 12:08 am

Anna kam die Treppe in den Empfangsaal hinunter. Heute sollte die lange Zeit des Wartens zu ende gehen und sie würde ihren Ehemann wieder haben. Beinahe eine Woche war William in Ceunon gewesen, inklusive Hin- und Rückweg. Anna hatte ihren Mann unglaublich vermisst. In dem großen Schloss konnte man sich so schnell so allein fühlen. Und viel zu tun hatte sie auch nicht. Sie konnte froh sein wenn sie sich einwenig mit den Bediensteten unterhalten konnte, oder wenn ihre Schwägerin vorbeikam um die Familienbande zwischen dem Hause Varys und dem Hause Lancaster zu festigen.
Anna mochte die Geschwister ihres Gatten. Sie hatten sie freundlich und herzlich in die Familie aufgenommen. Anna hatte unheimliches Glück gehabt den Mann heiraten zu können den sie liebte. Die meisten anderen hatten nicht ein derartiges Glück. Ihre Schwestern hatten alle politische Ehe eingehen müssen um die Macht des Hauses Lancaster zu mehren. Das die meisten Mitglieder ihrer Familie in der Justiz tätig waren, stand diesem Vorhaben nicht im Weg. Als sie die Treppe hinter sich ließ, kam William durch die Tür getreten. „William!“, grüßte Anna ihren Mann mit einem breiten Lächeln auf den Zügen. Sie kam mit schnellen Schritten auf ihn zu und fiel ihm um den Hals.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 20, 2012 12:25 am

"Sei mir gegrüßt Weib." Erwiderte William in einem monotonem Tonfall und erwiderte die wilde Umarmung, klopfte seiner Frau auf den Rücken, gab ihr einen flüchtigen Kuss und löste sich dann von Anna. Es war ihm bis heute ein wunder wie sehr diese Frau an ihm hing, obwohl er ihre Gefühle nach wie vor nicht erwiderte. Es war eine Hochzeit gewesen, um Geld in die Kasse der Familie Varys zu spülen. Geld, das er nun gut gebrauchen konnte. Noch immer hatte er den größten Teil der Mitgift von der Hochzeit und da Annas Haus im Bereich der Rechtssprechung arbeitete, musste er nicht darum bangen das ihm dieses im Namen des winzigen Königs abgenommen wurde. "Sag, wie ist es dir ergangen? Verfolgen die kleinen Jungen der Dienerschaft noch immer jeden deiner Schritte?" William konnte nicht anders und lachte leise, schon als er aufgebrochen war hatte sich seine Frau darüber beschwert das sie sich beobachtet fühlte, was er für nichts weiter als Paranoia hielt. Jedoch musste er das beste aus solcherlei Macken machen. Er hatte seinem Vater damals versprochen das er versuchen würde eine gute Beziehung zu Anna zu pflegen und die Bordell Besuche möglichst unauffällig und gering zu halten. Interessiert wanderten die Augen des Jungen Fürsten umher. Die Dienerschaft hatte bereits einige Fackeln angezündet und die Wandteppiche ausgeklopft. Ebenso sahen die zahlreichen Tierköpfe und Schädel an den Wänden wie neu aus.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 20, 2012 1:17 am

Anna war nicht überrascht dass William sie nicht so stürmisch begrüßte. Die Reise von Ceunon und zurück war sicher auslaugend gewesen und so konnte sie nicht wirklich viel von ihm erwarten. Sie war es gewöhnt dass er nach seinen Reisen nicht all zu froh oder stürmisch mit ihr umging. Doch es reichte ihr wenn er in ihrer Nähe war. Sie wusste dass sie sein Verhalten schlechter Auslegen konnte und zu ihren Verwandten gehen könnte, damit diese dafür sorgten dass er weit inniger mit ihr umging, doch das war nicht nötig. Ihre Familie war einflussreich genug um die Familie Varys einige heftige Schläge zu verpassen, doch wollte sie lieber darauf hoffen, dass William von selbst klar wurde wie sehr es sie manchmal schmerzte wenn er so abweisend ihr gegenüber war.
"Wie war deine Reise? Ich hoffe sie war nicht zu aufreibend.", meinte Anna zuvorkommend. "Deine Reise war scheinbar erfolgreich, so früh kommst du nur wieder wenn dir die Verhandlungen geglückt sind. Hat dir der König deine Bitten erfüllt? Bekommst du mehr Soldaten zum Schutze der Stadt?", fragte Anna hoffnungsvoll. Sie war es leid in ständiger Angst in dieser Stadt zu leben. Ihr kam Gil`ead an manchen Tagen wie ein einziges Gefängniss vor und alle die Verbrecher machten ihr Angst. Kaum zu vermeiden bei so vielen schwer Verbrechern. Mehr Soldaten würden wirklich dazu beitragen ihr Wohlbefinden zu erhören und ihr ein Gefühl von Sicherheit geben.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 20, 2012 1:38 am

"Ja, das hat er." Meinte William und seine Gesichtszüge hellten sich allmählich auf. Anna schien sich seine forsche Art wie üblich selbst zu erklären, ein paar mal hatte er sie sogar dabei erwischt wie sie diese leise vor sich hin murmelte. Müde reckte er sich und kniff kurz die Augen zusammen, ehe er einen Arm um die Taille seiner Frau schlang und mit ihr durch die große Halle ging. "Weißt du, in Ceunon ist momentan der Teufel los. Jeder untersteht diesem widerwärtigen König Erol, jeder versucht ihm tiefer in den Arsch zu kriechen. Dieser Lord Deanerys, ich wusste nicht ob ich ihm einen Strick um den den binden sollte damit ich ihn später aus des Königs Hintern heraus ziehen kann." Kopfschüttelnd nahm er die ersten paar Stufen und biss die Zähne aufeinander. "Doch nicht nur in der Hauptstadt herrscht aufruhr, das komplette Reich scheint einen Wandel durchzuführen. Und ich bin mir nicht sicher ob die zweitausend Mann der königlichen Armee ausreichen werden.... Mein Vater, er hatte ein großes Heer unter sich ehe er verstarb. Sicherlich finde ich noch ein paar tausend Mann die nach Arbeit suchen und sich wieder nach dem Soldaten sehnen. Doch genug von der Politik." Der Fürst vollführte eine halbe Drehung und sah dann zu Anna. "Wie ist es dir ergangen?"
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 20, 2012 2:12 am

"Es freut mich das du so erfolgreich warst!", erklärte Anna ihrem Mann und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Sie war stolz auf ihn das er dafür arbeitete in eine bessere Position zu gelangen. Sie wollte dass er eine gute Partie für sie abgab und Ruhm für ihre Familien einbrachte. Ihre Familie hatte sich ein klein wenig dagegen gesträubt sie mit ihm zu verheiraten, doch nun wollte sie ihnen beweisen das er eine gut Wahl war. Sein Haus war zwar nicht das was man passend für das ihre bezeichnete, wie man an dessen Wahlspruch erkennen konnte, doch es war ein Ruhmreiches und mächtiges Haus. Es würde einen extrem mächtigen Verbündeten abgeben, besonders wenn das Hause Lancaster in das Hause Varys investierte. So könnten sie vielleicht eine eigene Armee aufbauen... nun aber wofür sollte William diese in nächster Zeit benötigen.
"Mir ist es gut ergangen! Ich habe einige Räume neu eingerichtet und umdekoriert. Außerdem kamen einige unserer Verwandten zu besuch. Ist es zu fassen, dass sie mich noch immer um diese Schloss beneiden? So viel kleiner sind dessen Häuser, Anwesen und Landgüter doch auch nicht!", erklärte Anna freudig und lächelte ihren geliebten Mann an. Er war zu ihrem Glück noch jung, sogar in ihrem alter und sah gut aus. Ihre Schwester konnte sowas nicht von sich behaupten. Alle drei ihre Schwestern beneideten sie um ihren Mann, auch wenn sie ihn für distanziert und kalt hielten. "Außerdem habe ich deine Leibspeise zubereiten lassen! Ich dachte nach einer lange Reise könntest du eine wohlschmeckende Stärkung vertragen."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 20, 2012 7:25 pm

Langsame schritte hallten durch den hohen Flur, schwere Stiefel welche auf teuren Boden schlugen. Eine große Gestalt folgte den Stimmen aus der Eingangshalle und bald darauf, hinter einer der Säulen erschien Sentenza.
Sein Blick war stark und unbeugsam, wenngleich auch seine Kleidung von einer langen Reise sprach welche, den vielen Schrammen und Abschürfungen an Leder und Stoff zu urteilen sehr strapazierend gewesen sein musste. Sein Bart, kräftiger und wilder als sonst verlieh dem Major ein wildes, unbeugsames Aussehen während das große Schwert welches über seinen Rücken geschnallt war kalt in dem Schein der Fackeln funkelte.
Probleme und Bürgeraufstände in Fyham hatten ihn dazu gezwungen sein geliebtes Land verlassen zu müssen ehe er und der Rest seiner Familie durch die Mühlsteine des Krieges zermahlen wurde. Es hatte ihn an den einzigen Ort verschlagen, den er kannte und zu dem fyhams Fänge nicht reichten. Alagaésia. Er hatte lange suchen müssen um eine Stadt zu finden in der sein Gesicht nicht allgegenwärtig in den Köpfen der Menschen war. Eine Stadt, die nicht von den Fyhamern angegriffen wurde: Gil´ead. Er hatte sich als neue Kommandeur der Garde bei der Gattin des Fürsten vorgestellt und war herein gelassen worden.
"Ich freue mich, dass ihr wohlbehalten zurück seid, Sire" sagte er in dunklem, barschen Ton und musterte den Jüngling vor sich. Das sollte der kriegerische Lord sein? Eine halbe Portion die noch Grün hinter den Ohren war und Gras pisste? Dennoch versuchte sich sentenza die Enttäuschung nicht anmerken zu lassen, er brauchte diese Chance dringend
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 20, 2012 7:39 pm

Argwöhnisch musterte William den Neuankömmling. Wer war er? Der junge Fürst hatte ihn noch nie zuvor gesehen, und das Schwert das der Fremde auf dem Rücken trug, ermahnte ihn zur Vorsicht. Instinktiv zog er Anna ein Stück weit zurück um diese in Sicherheit zubringen und machte selbst zwei große Schritte nach vorne, die Hand an den Griff seines Schwertes gelegt, dessen Griff reich verziert war. Eine Gravur war darauf zu erkennen, bei genauerem hinsehen konnte man die Worte "Es ist nicht wichtig gegen wen, sondern für was wir kämpfen." lesen. Der Knauf der Klinge war ein stählernes Steinbock Geweih, mit welchem man seinen Gegner gewiss ein Auge ausstechen konnte. Er hatte es von seinem Vater bekommen, am Sterbebett, während er sich verzweifelt Gegen den Tod gewehrt hatte, doch leider ohne Erfolg. Doch nun war er der Fürst über Gil´ead und musste sich somit repräsentant zeigen, dürfte keine Schwäche durch die Fassade kommen lassen. "Wer seid ihr? Ich kann mich nicht daran erinnern euer Gesicht schon einmal in meinem Gefolge gesehen zu haben." Tatsächlich war dies eine Eigenschaft, die William auszeichnete. Er hatte sich schon als kleiner Junge viel mit den Männern seines Vaters beschäftigt, hatte immer gefragt was sie gerade Taten und interessiert zugesehen während sie ihren täglichen Aufgaben nachgingen. Doch auch zur politischen Bildung hatte ihn sein Vater angeregt, oft hatte er diplomatische Gespräche aus einer Ecke verfolgt oder saß sogar direkt neben seinem Vater, mischte sich mit zunehmendem Alter sogar ein. "Er hatte eine starke, mächtige und gerechte Dynastie gewollt, die jedes Zeitalter, egal wie dunkel es auch sein mag überlebt... ich werde ihm diesen Wunsch erfüllen."


Zuletzt von William am Sa Feb 25, 2012 11:53 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 20, 2012 7:55 pm

"Sentenza Daron mein Herr" erklärte sentenza gelassen, hob beide Hände um zu zeigen das er unbewaffnet war und keinerlei böse Absichten hegte. Der Blick seine starren Augen waren auf das Schwert geheftet.
Eine meisterliche Arbeit, scheint mir ausgewogen und zweckgebunden zu sein, ich würde gerne den Schmied dieser waffe kennen lernen
Er lächelte ein kaltes, karges und kriegerisches Lächeln. "Ich bin ein Krieger aus dem Osten Herr" erklärte er weiterhin mit dunklem Akzent, während er einige Schritte auf William zutrat.
"ich erbete um die Stelle als Kommandeur der Garde, eure Frau sagte mir ihr würdet bald kommen und bat mich herein, ich danke euch und eurer Gastfreundlichkeit für das Mahl welches ihr mir habt zuteil werden lassen"
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 20, 2012 8:15 pm

Mit einer hochgezogenen Augenbraue sah William zu seiner Gattin. Was hatte sie getan? Ihn einfach so herein gelassen? Er verstand die Naivität dieser Frau nicht, sie hatte zwar ein Herz aus Gold und dieses auch am rechten Fleck, doch handelte sie seines Erachtens nach ab und zu ein wenig unüberlegt. "Nun es freut mich zu hören das euch unsere Küchen gut bekommen ist Sentenza Daron." Mit einer steinernen Miene sah er sich um, dieser Mann schien nichts böses im Schilde zu führen, doch man konnte nie sicher sein. Sein Gegenüber war bewaffnet und somit eine potenzielle Bedrohung, weswegen er er nach wie vor Anna stand und sich nicht wie üblich neben diese stellte.
"Doch denke ich das dies der falsche Ort für solche Gespräch ist. Folgt bitte zwei meiner Wachen, sie werden euch zu meinem Arbeitszimmer geleiten. Ich werde alsbald dazu kommen." Als ob die Männer jedem Wort ihres Herren gelauscht hätten, kamen direkt zwei der schwer bewaffneten Wachen auf Sentenza zu. Sie trugen kleine Speere in den Händen. Auf dem Rücken war ein dickes, hölzernes Rundschild zu erkennen welches mit Stahl beschlagen war. An den Gürtel der Wachen hingen silbrige Langschwerter, welches die Hauptwaffe von Williams Garde war. Der Speer war für gewöhnlich nur dazu da einem Überraschungsangriff gut entgegen kommen zu können oder einen Feind bereits auf Distanz durch einen gezielten Wurf umzubringen. Wenn dieser geworfen war kam die Klinge zum Einsatz, welche gut ausbalanciert war, der Rundschild sollte dem Soldaten zusätzlichen Schutz vor Angriffen oder Fernwaffen geben. Die Rüstung bestand aus mehreren Einzelteilen. Schulter, Arme und Beine waren durch schwere Stahlplatten geschützt, ebenso der Kopf, auf dem ein anmutig geformter Helm ruhte, welcher das Wappen der Familie Varys trug. Der Oberkörper hingegen war durch eine raffinierte Kombination geschützt. Diese Bestand aus einem dünnen Gambeson und einem darüber ruhenden, feingliedrigem Kettenhemd, welches im Licht leicht schimmerte. "Folgt mir bitte, Herr Daron." Sprach einer der zwei Männer mit tiefer, beherrschter Stimme, jedoch keineswegs hasserfüllt oder auch nur wütend.

tbc. Arbeitszimmer
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Do Feb 23, 2012 11:25 pm

John und Amilia, die ihre Arme in einander verhakt hatten, betraten das Schloss durch das offene Eingangsportal. Hinter ihnen konnte man noch die Kutsche sehen aus der sie gestigen waren. Mit wohl gewählten, erhabenen Schritten traten sie auf William und Anna zu. John war froh gewesen seine Schwester endlich einmal wieder zu sehen und zu überprüfen ob William ihr auch mal zeigte das er sie liebte. Nun zumindest hoffte er dass er ihr seine Gleichgültigkeit nicht mehr so offen zeigte. Seine Arbeit in Dras-Leona band ihn an die Stadt und aufgrund der vielen Dinge die zu erledigen waren fand er kaum Zeit seiner Schwester auch nur einen Brief zu schreiben. Aber nun hatte er es ja geschafft und ein Fest war ein guter Anlass Anna und seinen Schwager zu besuchen.
Als John vor seinem Schwager stand, breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus. "Meine Schwester hat aus dir scheinbar doch einen Ehrbaren Mann gemacht. Mach weiter so!", meinte John, klopfte seinem Schwager freundschaftlich auf die Schulter und begann zu lachen. William wusste mit sicherheit dass John ihn nicht sonderlich leiden konnte. Doch er war auf die Lancasters angewiesen und konnte ihn deshalb nicht wirklich zurecht weisen. Aber John würde es ihm keines Falls übel nehmen wenn William ebensolche Scherze über ihn machen würde. Als sein freundliches Lachen verklang, wand er sich an seine Schwester. "Du bist so schön wie eh und je.", erklärte er und umarmte sie. "Also ich höre du gibst ein Fest. Was ist eigentlich der Grund dafür?", als er sich aus der Umarmung gelöst hatte und wieder seinen Schwager anblickte.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Fr Feb 24, 2012 12:16 am

"Immer wieder eine Freude dich hier zu sehen John, und auch dich Amilia." Grüßte William den Bruder seiner Frau und breitete mit einem schmalen Lächeln beide Arme aus, kurz darauf umarmte er beide Besucher und sah zu den Männern hinter ihnen. Es waren fünfzig schwer bewaffnete Gardisten, allesamt sahen sie erschöpft aus, wahrscheinlich waren sie die gesamte Zeit über in den schweren Rüstung gereist. "Und der Grund des Festes, nun den habe ich euch doch schon in dem Brief genannt. Seid ihr schon derart alt das ihr Dinge so schnell vergesst?" Fragte er neckisch und brachte nun ein herzhaftes Lachen hervor, ehe ein paar seiner Diener zu den beiden Besuchern eilten um sich um deren Gepäck zu kümmern. "Ich nehme an ihr seid nach einer solch langen Reise recht geschafft und durchlaucht. Wollt ihr euch erst ein wenig frisch machen bevor wir uns weiter unterhalten?" Seine Augen wanderten von John zu Amilia. Wie lange waren die beiden inzwischen verheiratet? Er konnte sich solche familiären Dinge ohnehin nicht gut merken, selbst in seinem eigenen Haus fiel es ihm schwer sich die gesamten Namen zu merken, wie sollte das erst bei der Familie seiner Frau werden?
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Fr Feb 24, 2012 12:43 am

Herzlich hatte Amilie den jungen Fürsten und ihre Schwägerin begrüßt und deren freundliche Umarmung nicht minder erfreut über ihr Wiedersehen erwidert. Auf den feinen Zügen der jungen Frau stand ein schmales Lächeln während sie ihren Blick über das Fürstenpaar ihr gegenüber wandern ließ und schließlich an Williams Gesicht hängen blieb als dieser zu seinen ersten Worten ansetzte, welche in ihren Ohren ein stummer Vorwurf dafür waren, dass John das Schreiben, das sein Schwager geschickt hatte, nur liderlich überflogen ehe er das teure Pergament den Flammen übergeben hatte. Immer wieder hatte sie die Missgunst in den Zügen ihres Ehemannes erkannt, wenn es um den Mann seiner Schwester ging und bislang hatte Amilia es niemals verstehen können, dass der dem Jüngeren eine solche Verachtung entgegen brachte, kannte sie selbst den jungen Herrschern von Gil'ead doch nicht einmal.
"Die Reise war in der Tat sehr lang und anstrengend", setzte sie dann mit weicher Stimme zur Antwort an als John keinerlei Anstalten machte zu antworten. "Es wäre mir lieber, wenn ihr beiden uns die Möglichkeit einräumen würdet, uns ein wenig zu erfrischen bevor wir uns den sicherlich angenehmen Gesprächen mit der Familie widmen können. Das bedeutet, falls es euch keine allzu großen Umstände bereitet."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Fr Feb 24, 2012 1:18 am

Anna besah sich seinen Bruder und seine Frau. Sie bemerkte die Liebe und die Zuneigung die in den Gesten lagen. Ihr Bruder hatte wirklich großes Glück gehabt. Sie liebten sich und zeigten es auch einander. Anders als ihr Ehemann. Er war nicht unfreundlich und sprach nett mit ihr. Doch sie merkte dass er sie nicht liebte und konnte es ihrem Bruder keines Falls übel nehmen dass er eine gewisse Abneigung gegen William hegte. Sie hatten sich schon mehr mals getroffen und haben sich meistens mindestens einmal angegiftet. Glücklicherweise hatte Anna sie meistens auseinander bringen können bevor es schlimmer wurde. Aber es war kein Wunder, dass sie immer darauf bedacht war das beste aus ihrem Gatten zu holen. Sie hoffte ihren Bruder so beschwichtigen zu können.
Ein freundliches Lächeln lag auf Annas Gesicht schon während der gesamten Unterhaltung. Es war ein ehrliches Lächeln, denn trotz der trüben Gedanken hatte sie sich darauf gefreut ihren Bruder und ihre Schwägerin wieder zu sehen. Dass John die Einladung nicht vollständig gelesen hatte, wunderte sie keines Wegs. Er gab sowie so nicht all zu viel auf die ständigen Höfflichkeiten. Wenn es um William ging, wurde dies nur noch offensichtlicher. "Nein Amilia. Natürlich macht es keine Umstände wenn ihr euch ein wenig erfrischen würdet. William hatte es ja angeboten!", erklärte Anna freundlich. "Ich würde sagen, da es schon später ist, dass wir uns beim Abendessen wieder sehen. Eure Reise war sicher anstrengend und ihr wollt euch sicher ein wenig ausruhen.", bot Anna an. Sie würden die nächsten Tage noch genügend Zeit finden zu reden, da war es nicht nötig sie zu hetzen. Die Reise von Dras-Leona nach Gil`ead war ja auch kein Zuckerschlecken.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    So Feb 26, 2012 11:50 pm

"John! Anna!", erklang Amilias laute Stimme vom oberen Treppenabsatz und hastig stürmte sie die Treppe hinab, nur um wenig später bei ihrer jungen Schwägerin und ihrem Ehemann anzukommen. Der Aufruhr unter der Dienerschaft ihrer Schwägerin war lauter geworden und hatte schließlich auch die obersten Stockwerke erreicht. Es war leicht gewesen, eine der Dienerinnen dazu zu überreden, ihr zu erzählen, was sich dort draußen in dem Innenhof des Schlosses zugetragen hatte und Amilias Gesicht hatte alle Farbe verloren, als die Stimmen, die von Gift sprachen, laut geworden waren. Angst um ihren Mann und ihre Schwägerin waren in der jungen Frau aufgeglommen und hatten sie letzten Endes dazu gebracht, sich nur liderlich ein leichtes Kleid überzustreifen ehe sie ihr Zimmer verlassen und hinunter in die Eingangshalle gehastet war.
"Bei allen Göttern!", stieß sie hervor und schlang die Arme um ihren Mann, vermochte nicht ihr Zittern zu verbergen während sich ihre schlanken Finger in seiner Kleidung verankerten. "Die Diener haben erzählt, dass ein paar von ihnen einem Gift zum Opfer gefallen sind - geht es euch beiden gut? Was ist mit William?"
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 27, 2012 12:49 am

Johns Gesicht hellte sich auf und seine Lippen verzogen sich zu einem leisen Lächeln, als er seine geliebte Frau sah. Er nahm sie fest in die Arme und schloss für einen Moment die Augen, lauschte dem Atem seiner Frau und nahm den Geruch ihres Haares wahr. Er war froh sie in die Arme nehmen zu können. Er fand es schrecklich sie morgens im Bett allein lassen zu müssen. Doch seine Pflichten forderten dies manchmal von ihm und er konnte nicht seine Arbeit als Fürst schweifen lassen, nur für ein paar mehr Musestunden mit seiner Frau. Das würde seinem Ruf, seiner Familie und seiner Stadt alles andere als zu gute kommen.
John nahm sanft Amilias Gesicht zwischen die Hände und küsste sie liebevoll. "Uns geht es gut. Es ist bisher nichts schlimmes geschehen. Was mit William ist... nun als wir den Hof verlassen hatten ging es ihm gut. Ich denke nicht das er so töricht ist sich mit den Velaryon an zulegen. Er würde sich nur in unnötige Gefahr bringen.", erklärte John in ruhiger und leiser Stimme. Er liebte seine Frau und könnte nicht ohne sie leben, er wollte nicht einmal daran denken sie zu verlieren. Er neigte sich etwas zu ihr runter, so dass sein Mund dicht an ihrem Ohr lag und flüsterte: "Wir reisen nach dem Fest sofort wieder ab. Es ist mir hier zu gefährlich für dich.". Er wollte seine Schwester eigentlich nicht einfach zurück lassen, doch sie wusste dass sie jeder Zeit nach kommen konnte.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 27, 2012 1:27 am

"Lass uns gehen, John", flehte Amilia leise und griff sacht den Händen ihres Mannes während in ihren Augen die Angst um ihren Mann aufglomm und dort wie ein Feuer zu lodern begann. Wenngleich sich auch Erleichterung darüber, dass weder ihrem Mann, noch ihrer Schwäger irgendetwas geschehen war, so blieb doch gleichzeitig auch die Sorge darüber, was in der nahen Zukunft noch geschehen konnte. Der Giftanschlag würde Folgen nach sich ziehen - es würde den Zorn unter den Velaryon und den Varys weiter schüren und eines Tages würde es eskalieren. In eben dieser Eskalation wollte sie ihren Mann nicht an der Seite von William wissen, kannte sie doch die Macht, die Jeremy und die Velaryon besaßen nur allzu gut. Ihre eigene Familie hatte oft genug am eigenen Leib erfahren, was daraus werden konnte, dass man sich gegen sie stellte. Sie waren damals beinahe vollständig ausgelöscht worden nach einem öffentlichen Streit mit den Velaryon.
"John bitte - lass uns gehen", flehte sie erneut und streckte sich das Stück zu ihm empor um ihn erneut sacht zu küssen. "Die Mühlen des Krieges mahlen unerbittlich weiter und ich fürchte mich davor, dass du hinein geraten könntest. Ich könnte es nicht ertragen dich zu verlieren."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo Feb 27, 2012 2:07 am

Gequält und unschlüssig blickte John langsam zwischen den beiden wichtigesten Frauen seines Lebens hin und her. Anna war seine Schwester, sie war jung und unschuldig. Sie konnte keiner Fliege etwas zu leide tun und musste beschützt werden. Sie konnte sich ja kaum selbst schützen. Doch Amilia war seine Frau, die Liebe seines Lebens, die Frau mit der er eine Familie gründen konnte und würde. Es war eine schreckliche Wahl, doch er musste sie treffen. Er konnte seine Frau und sich eigentlich nicht so einfach in Gefahr lassen und riskieren das sie sterben, das sie zwischen die Fronten der Velaryon und der Varys gerieten. Flehend blickte er zu seiner Schwester, hoffte bei ihr Antwort zu finden.
Anna lächelte, froh darüber Zeuge sein zu dürfen wie sehr sich John und Amillia liebten. Sie konnte sie nicht auseinander reißen. Das wollte und konnte sie nicht verantworten. Es wäre schrecklich wenn sie sich die Schuld am Tod einer der beiden geben musste. Und sie würde schon selbst auf sich aufpassen können, besonders da William ja Truppen zu ihrer Sicherheit hatte. "Geh nur!", begann Anna. "Bring dich und deine Frau in Sicherheit. Ich werde es William schon erklären, mach dir mal keine Sorgen. Wie ich dich kenne hast du ohne hin eine Hintertür in den Vertrag eingearbeitet.", sagte Anna und umarmte ihren Bruder zum Abscheid. "Beschütze deine Frau mit allem was du hast! Sie ist das beste was dir je passieren wird. Vergiss nie ihr das zu zeigen!", flüsterte Anna und umarmte dann auch Amilia.
"Das werde ich tun. Versprochen Anna!", antwortete John mit einem Lächeln. Er war froh dass Anna ihn verstand und an das selbe dachte wie er. Was das Bündnis anging, so konnte John sich wahrscheinlich auf die Notfallklausel beziehen. John nahm Amilia bei der Hand und gab ihr erneut einen Kuss. "Komm, wir reisen zurück Nachhause!", sagte er leise und ging mit ihr die Treppe hinauf, während Anna durch eine Tür verschwand. Als diese ins Schloss fiel, öffnete sich die Flügeltür und einige Wachen zerrten Katherine Velaryon in die Eingangshaale. John und Amilia blickten sich kurz erschrocken an, dann gingen sie schnell die Treppe hoch. Je schneller wir hier weg sind desto besser!
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Graham Drake
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 24, 2014 2:53 am

"Sir, was hat all dies zu bedeuten?" fragte eine der Wachen welche noch immer das leere Schloss der Varys bewachten. Es war kaum eine gut bezahlte Stellung, doch es war eine Ehre. Und eine Pflicht - ihre Befehle waren eindeutig. Sie sollten das Tor so lange verschlossen halten, bis es einen erneuten, legitimen Herrscher gab.
"Ich fordere die Herrschaft über Gil´ead" erklärte Graham sachlich und ruhig, während er von seinem Pferd hinunter auf den Wachmann sah. "Mit... welchem Recht, Sir?" fragte die Wache schließlich und schluckte. Es war immer ein unangenehmes Gefühl mit jemanden zu sprechen der Hoch zu Ross sah - man musste immer aufschauen und wurde von oben herab angeblickt. "Diesem" erklärte er und deutete hinter sich wo eine große Armee langsam durch das Tor marschierte. "Sir?" fragte die Wache und blickte auf die Krieger. Sie waren besser ausgerüstet, waren ihnen zahlenmäßig überlegen. "Ich glaube nicht, dass ihr eine Armee aufbieten könnt die der meinen gewachsen ist. Ich nehme mir, was mir gehört. Laut dem Geburtsrecht der Familie Drake. Meine Großmutter war die Großtante des ehemaligen Herrschers und somit bin ich der letzte der Blutlinie von Varys" erklärte er langsam und sah noch einmal über die Schulter zu seinen Soldaten. "Nun..." er machte eine kurze Handbewegung und sah noch einmal auf die Wache. "Nun?" fragte er leise. "Sir... ich muss Sie bitten ihr Gesuch bei dem König... aber da es momentan keinen gibt" erklärte er und lächelte knapp. "Es gibt genug Chaos in diesem Land. Einen der weiteren... Könige zu bedrängen scheint mir keine gute Idee." er schüttelte den Kopf.
"Männer, tötet diesen Mann und hängt seine Leiche über dem Tor auf, nachdem ihr es geöffnet habt. Jeder soll sehen mit welchem Schlüssel ich verschlossene Türen aufsperre!"

Graham stieg von seinem Pferd, betrat langsam die Eingangshalle. Hier musste noch einiges getan werden, wenn er seine Pläne umsetzen wollte. "Ruft die Dienerschaft zusammen, räumt hier alles auf und entfernt die verdammten Banner. Ich will keine Steinböcke mehr sehen"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 4:58 pm

Leise hallten die Geräusche von Schritten von den hohen Wänden wider, die die riesige Eingangshalle und die hohen, bemalten Decken hielten und Ileana schauderte Mal um Mal wieder, wenn sie hier ihren Blick schweifen ließ. Die Halle wirkte kalt und grausam, die Farben düster und wenngleich sie hier auch immer wieder die Banner entdecken konnte, mit denen Graham hier eingezogen war, so schien der Steinbock, welcher einst in dieses Haus gehört zu haben schien, noch lange nicht verloren zu sein. Das hier war der vierte Tag hier und noch immer wurde Ileana das Gefühl nicht los, sie sei eine Gefangene in dem Haus - man ließ sie nicht aus dem Schloss hinaus gehen, ohne ihr eine kleine Eskorte mitzugeben und wo immer sie unbeobachtet glaubte, war der Reiter aufgetaucht und hatte sie in ein Gespräch verwickelt, wenn sie nicht gerade bei anderen Lehrmeister saß, die ihr das Lesen und Schreiben beibringen sollten, ihr die Politik näher zu bringen versuchten oder ein Schneider sich darum bemühte, das Mädchen zur Ruhe zu bringen. Eine der Dienerinnen hier hatte ihre alten Kleider weggeschafft und ihr neue hingelegt, in denen sie sich noch immer nicht wohl fühlte - sie waren zu lang, zu unpraktisch und was immer auch Ileana tat, sie fühlte sich nicht wohl, hatte Angst um jeden noch so kleinen Schmutzfleck, weil sie Angst davor hatte, die Gewänder eines Tages doch noch bezahlen zu müssen.
Lange blieb sie vor einem großen Bild stehen, das eine der Wände zierte und auf welchem ein großer Steinbock zu sehen war, in dessen Hals sich ein Löwe verbissen hatte. "Bezeichnend", hatte sie das Bild beschrieben als man sie danach gefragt hatte und dennoch - es war, als wäre es ein Mahnmal all dessen, was einst geschehen war und wozu die Feinde fähig waren.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 5:13 pm

Brandon war so bald er konnte aus Ceunon aufgebrochen, zur selben Zeit wie sein Onkel und seine Mutter. Er hatte nur eine kleine Eskorte mit sich genommen und schnelle Pferde, sowie Geld und eine Auswahl an Kleidungsstücken. Er war nicht all zu schnell geritten, denn wie er seiner Mutter klar gemacht hatte; Er war nicht besonders erpicht auf eine Hochzeit mit Ileana Xeldaric. An den Toren von Gil`ead war man sehr vorsichtig gewesen was ihn anging. Er war mit der weißen Fahnen heran geritten und so hatte man ihn, mit einer Eskorte von Drakes Wachen in die Stadt gelassen. Das Schloss hatte noch mal einiges an Zeit in Anspruch genommen. Er wusste nicht, wie sich alle gleich in die Hose machen konnten, bloß weil er in die Stadt kam. Er hatte kaum Männer mit sich und war gerade erst dem Knabenalter entwachsen. Dennoch hatte er freiwillig seine Waffen abgegeben und seine Männer nicht mit ins Schloss genommen. Es sah inzwischen ganz anders aus, als unter der Herrschaft der Varys, wie Brandon hatte feststellen müssen.
Unbewaffnet und ohne Wachen, hatte man ihn dann widerspruchslos zu Ilieana geführt. Nun stand er in der großen und dunklen Eingangshalle und war vollkommen von sich überrascht. Jede Wut und jedes böse Gefühl war in den Hintergrund getreten, nicht verschwunden, doch sie hatte Platz gemacht für Bewunderung. Grenzenlose Bewunderung war es, die ihn übermannt hatte, als er die Schönheit des Mädchens sah. Nun schähmte er sich doch ein wenig dafür, dass seine Kleidung ein wenig chmutz vom Reiten abbekommen hatte, gleich wie teuer sie war. Er atmete tief ein und aus und trat mit anmutigen Schritten auf die zierliche Gestalt, vor dem blutigen Bild zu. Er war sich zunächst nicht sicher was er sagen sollte, als er sich für etwas simples entschied. "Ein grausames Bild. Als hätten wir in unseren Zeiten nicht langsam genug von Blut und Tod.", erklärte er, die Hände auf dem Rücken, zu voller Größe aufgerichtet und mit dem Blick auf das Bild gerichtet.
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 5:24 pm

Überrascht wandte sie sich zu der Stimme um, die soeben mit ihr gesprochen hatte und runzelte die Stirn als sie den jungen Mann musterte, welcher älter als sie zu sein schien und ließ ihren Blick über seine hochgewachsene Gestalt wandern. Seine Kleidung, sein gesamtes Habe und seine Art wirkten als würde er aus adligen Kreisen kommen und Ileana versuchte sich im ersten Moment nur noch an das zu erinnern, was man ihr einst beigebracht hatte, wie sie sich zu verhalten hatte, wie sie sich ihm gegenüber benehmen musste, selbst, wenn sie gar nicht wusste, wer dort überhaupt vor ihr stand. Nichts desto trotz schluckte Ileana all ihre Nervosität herunter und brachte ein sanftes, verhaltenes Lächeln auf ihre Züge, welches nicht so recht ihre Augen erreichen wollten. "Mylord", brachte sie leise hervor und neigte ihr Haupt, erinnerte sie sich doch noch daran, dass Graham ihr verzweifelt versucht hatte einzubläuen, dass einstweilen niemand genauer wissen durfte, wer sie war und auch Vrael hatte ihr davon berichtet, dass sie niemandem würde trauen dürfen, wenn sie Erfolg haben wollte.
Langsam erhob sie sich wieder aus der gesenkten Position und hob behutsam den Blick, musterte noch einmal das offene, wirklich freundlich wirkende Gesicht ihres Gegenübers ehe sie sich daran erinnerte, was er zuvor noch gesagt hatte und mit klopfendem Herzen wandte sie sich zurück zu dem Bild, welches eine der Wände säumte. "Ich verstehe nicht, weshalb wir ständig an alten Konflikten festhalten müssen. Ihr habt Recht, es gibt dort draußen genug von Blut und Tod für ein ganzes Leben, aber wie es scheint sieht dies der Fürst dieser Stadt anders als ich", setzte sie ihm dann leise als Antwort entgegen. Wenn der andere hier hinein gekommen war, dann deutete es doch darauf hin, dass er vertrauenswürdig waren - die Wachen hatten ihn nicht aufgehalten und er trug keine Waffen bei sich, er hatte sie nicht beleidigt und hatte noch nicht versucht, sie eine Treppe hinab zu stoßen. Vielleicht war er einer der Freunde des alten Fürsten, vielleicht ein wenig Gesellschaft für sie während der Abwesenheit des anderen - vielleicht sogar ein Verbündeter der Reiter.
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 5:56 pm

Brandon musste leicht lächeln, ob der Unsicherheit des Mädchens und ihrer ersten Anrede ihm gegenüber. Er war jedoch auch etwas überrascht, hatte er doch nicht damit gerechnet, dass man ihm seine hohe Herkunft so leicht anmerken konnte. Ihm fiel selbst auf wie töricht das war; Seine Kleidung, sein Auftreten, ja selbst seine Wortwahl! Wie sollte man nicht merken, dass er dem Adel entstammte? Doch diese Gedanken waren gerade ziemlich fehl am Platz. "Ich braucht mich nicht Mylord nennen, wirklich. Nennt mich einfach Brandon.", erklärte dieser mit einem warmen Lächeln und neigte seiner seits das Haupt vor ihr. Ihre Kleidung und ihre ungezwungene Anwesenheit hier im Schloss, verrieten jedem dass sie hier erwünscht war und dazu keine einfache Magd, so war es nicht seltsam wenn er sich ihr gegenüber verhielt, als wüsste er dass sie eine Adlige war. Er warf einen einen weiteren Blick auf das Bild und sah dann wieder in Ilenas helle Augen. "Ich würde ein solches Bild nicht aufhängen. Es sollten lieber helle, freundliche Bilder sein, Bilder die uns in schweren Zeiten Hoffnung schenken.", erklärte Brandon freundlich.
Es war die Wahrheit: Er fand durchaus gefallen an der Jagd, doch darum würde er sich soetwas nicht auf einem Bild festgehalten ins Schloss hängen. Inzwischen herrschte schon einige Augeblicke Schweigen zwischen ihnen, auch wenn es Brandon überraschender Weise keines Falls besonders erdrückend oder unangenehm vor kam, dennoch entschied er sich wieder etwas zu sagen. "Darf ich fragen wie euer Name ist, Mylady?", fragte er dann höflich.
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 6:04 pm

Diese ganze Situation war seltsam und vollkommen neu für sie, hatte sie bislang doch niemals wirklich mit einem Adligen zu tun gehabt, geschweige denn, dass sie sich hätte träumen lassen, einen von den Hochgeborenen eines Tages bei dem Vornamen ansprechen zu dürfen, doch Brandon schien irgendwie anders zu sein, nicht so versessen darauf, sich selbst zu profilieren und allein damit gewann er bei dem jungen Mädchen bereits einige Sympathiepunkte. "Ileana", stellte sie sich dann schließlich vor und neigte erneut sacht den Kopf ehe sie einen Schritt von dem großen Bild fortmachte, um ihrer beider Gespräch fort von den Grausamkeiten dieses Krieges und der Welt zu lenken, in welche sie beide hinein geboren worden waren. Es war ein zu trübes Thema, in welchem sich Ileana noch früher als ihr lieb war, würde verlieren müssen und der junge Mann ihr gegenüber sollte nicht jene Seite von ihr kennen lernen, die man ihr versuchte einzutrichtern um sie erwachsener zu machen als sie es eigentlich war.
Versichernd glitt ihr Blick über die oberen Etagen, beinahe als erwarte sie, dass erneut Vrael dazwischen gehen konnte und all ihre Tarnung würde auffliegen lassen, wie er es vor einigen Tagen bereits bei Noah getan hatte. "Und Mylady stimmt auch nicht wirklich. Ich bin nicht mehr als das Mündel des Fürsten", setzte sie noch nach und schickte erneut ein sanftes Lächeln hinterher. Die Zofe würde er ihr inzwischen wohl kaum mehr abnehmen und Mündel ... ja Mündel klang alles in allem entsprechend wirklich gut, insbesondere aufgrund dessen, dass Graham nun wirklich alle Entscheidungen treffen konnte, die sie anbelangten. "Aber weshalb seid Ihr hier in Gil'ead? Der Fürst ist nicht hier und ich fürchte, er wird erst in ein paar Tagen zurück sein."
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BeitragThema: Re: Eingangshalle    Mo März 31, 2014 6:28 pm

Brandon wandte sich mit ihr von dem Bildnis ab und sie schritten weiter in den Raum hinein. "Ileana ist ein wirklich schöner Name!", sagte Brandon, da er ein Kompliment durchaus für angebracht hielt. Ileana hatte irgendetwas, dass ihn vergessen ließ, dass seine Mutter ihn geradezu dazu hatte zwingen müssen, dass er nach Gil`ead reiste. Sie war erfrischend; offen, höfflich und irgendwie natürlich, wobei Brandon klar war, dass es seltsam klingen musste. Wie konnte jemand natürlich sein, der so tat als wäre er ein niemand? Doch das war ihm egal. Er blickte sie wieder an. Sie hatte so wundervolles Haar, schöne Augen und zarte Lippen, die sehr elegant geschwungen waren. Sie war wirklich wunderschön, dass konnte niemand abstreiten. Er ließ ihre Erklärung, sie sie lediglich ein Mündel, ohne Erwiderung und versuchte sich nicht anmerken zu lassen, dass er nicht wusste was er auf ihre letzte Frage antworten sollte.
Mit einem Mal schlug alles wie eine Welle wieder über ihm zusammen: Seine Abscheu gegen das Haus Xeldaric, sein Unwillen dieses Mädchen zu heiraten und die Tatsache, dass er nur hier war um sie heiraten zu können. Er versuchte diese Gedanken mit einem Lächeln zu verdrängen und antwortete ihr nun: "Es ist bedauerlich, dass der Graf nicht hier ist... doch so hätten wir etwas mehr Zeit uns kennen zu lernen.". Sein Lächeln wurde wieder ehrlicher und die dunklen Gedanken, die sich wie eine Wolke über ihn legten, waren wieder in den Hintergrund getreten, kaum dass er mit ihr zu sprechen begonnen hatte.
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