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 In den Bergen

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BeitragThema: In den Bergen   Di Aug 09, 2011 11:42 pm

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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mo Feb 13, 2012 10:24 pm

Mit einem kreidebleichen Gesicht sah Alwein einen hohen Abhand hinunter und schluckte schwer, klammerte sich kurze Zeit später an Caladhiel. "Das.... das ist aber ganz schön hoch!" Murmelte der Junge ehe er sich flach auf den Boden legte, woraufhin ein leises Knirschen des Schnees zu hören war. Langsam, in aller Ruhe krauchte Alwin nach vorn und streckte den den Kopf ein kleines Stück über die Steile Klippe, gerade weit genug das seine Augen erkennen konnten was vor ihm lag. Es war eine Tallandschaft, in der immer wieder kleinere Hügel zu sehen waren, die jedoch steil empor steigen und dicht bewaldet waren. alles war von einer feinen, weißen Schicht bedeckt, welche im Sonnenlicht funkelte. "Wow...." Brachte er schließlich hervor, während seine Augen weiterhin weit geöffnet waren. Jegliche Furcht war wie weggefegt, das einzige was ihn derzeit interessierte und seiner Aufmerksamkeit bedarf war der Anblick vor ihm. Schließlich traute er sich sogar aufzustehen um weiter sehen zu können, jedoch zitterte er noch leicht, was aber an dem kalten Wind lag der um seinen Kopf wehte und seine Haare flattern ließ. "Wollen wir einen Maler holen Cala?" Fragte der Junge schließlich und drehte sich mit einem vor Freude strahlendem Gesicht um. "Dann könnte man sich das viel viel öfter ansehen."
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mo Feb 13, 2012 10:42 pm

Der Wind machte kehrt und wehte vom Abgrund her auf die beiden, wehte ihre Haare in einem Meer aus Luft und Energie.
Die Sonne stand schon tief am Himmel, malte ihre eigenen Zeichen auf die Blätter der Bäume welche sich sacht im Wind wogen.
Die hohen Klippen, wie von einem Riesen aus weiter Ferne geworfen und hier stehen geblieben ragten mutig und selbstsicher empor.
Ein leises, jämmerliches Fiepsen und heulen wurde vom Wind an sie herangetragen. Ein kleiner, weißer Wolf war unweit von ihnen in eine Felsspalte gefallen. Der Welpe fiepste jämmerlich, hielt seine rechte Vorderpfote seltsam angewinkelt und wirkte abgemagert. Sein kleiner Körper steckte zwischen zwei Steinen, direkt unter ihm tat sich der mehrere dutzend Meter tiefe Abgrund auf.
Das Fiepsen wurde lauter, klagender als spürte das Wolfsjunge das jemand in der Nähe war und würde auf Rettung hoffen
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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mo Feb 13, 2012 11:15 pm

"Cala!" Rief Alwin mit einem mal und zog an dem Ärmel der Hochmeisterin, als das Jaulen des gequälten Tieres an sein Ohr drang. "Cala, Cala!" Begehrte er ein zweites mal auf, wartete aber nicht darauf das seine Ziehmutter antwortete. Schlagartig, als wäre jede Angst von ihm gefallen sprang der Junge auf einen nahe gelegenen Felsen und sah von diesem aus zu dem kleinen Wolf, der weiterhin aufjaulte und sich hin und her windete. Dann kam schlagartig eine gewaltige Windböhe und wehte Alwin, der ohnehin schon einen unsicheren Stand hatte von dem Empor stehenden Gestein. Er stieß einen grellen Schrei aus und stieß mit dem Kopf gegen eine Felswand, fand dann aber im fallen Halt in einer kleinen Felsspalte. "Es... Es geht schon!" Rief er und machte den Fehler nach unten zu schauen. Angst umklammerte ihn mit einem mal und vor lauter Angst schloss er die Augen, hätte fast sogar den Vorsprung losgelassen der ihn momentan vor dem sicheren Tod rettete. "Okay... ich schaffe das..." Murmelte er verzweifelt und griff nach einem kleinen Vorsprung, konnte diesen zwar greifen, doch kurz darauf bröckelte er ab das einzige was ihn nun noch am fallen hinderte war Sein linker Arm, mit dem er einen dürrer Ast hielt, der Aus dem Gestein gewachsen war. "H...Hilfe...`?" Rief er verängstigt und wagte es nicht die Augen wieder aufzumachen.
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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mo Feb 13, 2012 11:32 pm

"Alwin!"
Die Reflexe der Elfe agierten schneller als ihr Geist auch nur zu denken wagte und ohne einen weiteren Gedanken an die Gefahr oder die Vorsicht zu verschwenden, an die eine leise Stimme in ihrem Hinterkopf sie erinnerte, setzten sich ihre Beine in Bewegung. Unsanfter als eigentlich beabsichtigt kam sie auf dem kleinen Felsen auf, brauchte einen kurzen Moment bis sie einen sicheren Stand fand und ließ sich dann in die Hocke gleiten. "Alwin", begann sie in dem verzweifelten Versuch ihrer Stimme einen festen Klang zu verleihen während sie ihren benebelten Geist dazu zwang, sich an die alten Formen zu erinnern, die ihr einstmals beigebracht worden waren. Worte in der Sprache ihres Volkes, die sich ihrem besorgen Verstand in jenem Moment völlig entzogen. "Halt dich fest", flehte sie leise und verfluchte bereits im Geiste den kleinen Welpen, den Alwin hatte retten wollen.
Hastig formte sie Worte in der Sprache ihres Volkes, begann Magie hinein zu legen und ließ diese ihre eigene Wirkung entfalten. Wind erfasste das Kind als wären es unsichtbare Hände und hoben es empor bis sie nach dem schlanken Körper des Jungen greifen und ihn zu sich ziehen konnte. Zitternd schlang sie die Arme um das Kind, hielt ihn fest und ein erleichtertes Seufzen entfuhr ihr. "Du bist sicher. Dem Himmel sei Dank, du bist sicher."

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BeitragThema: Re: In den Bergen   Di Feb 14, 2012 12:12 am

Der kleine Wolf sah aus klugen Augen zu ihnen beiden herauf und in seinem Blick spiegelte sich Trauer und Angst. Der Welpe gab ein klägliches Kläffen von sich, versuchte fiepsend die Aufmerksamkeit der beiden zu erlangen um ebenfalls gerettet zu werden. Er wedelte mit dem Schwanz, jaulte und versuchte fiepsend, jaulend und bellend weiter den Blick des Jungen und der Elfe auf sich zu ziehen gerade so als würde er verstehen, dass Caladhiel ihn am liebsten zurückgelassen hätte
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BeitragThema: Re: In den Bergen   Di Feb 14, 2012 12:26 am

Mit vereinzelten Tränen im Gesicht umklammerte sich Alwin bei Caladhiel, als fürchtete er, er könne doch noch von der Klippe fallen, in die gähnende Lere in der nicht außer ein schneller Tod auf ihn wartete. Sein Körper zitterte und bebte gleichzeitig, aus Schock und Kälte, denn sein Mantel lag leicht zerfranst neben ihm. "Es tut mir leid..." Murmelte der Junge schluchzend, traute sich noch immer nicht von der Ziehmutter zu trennen. "Es war nicht mit Absicht ... ich wollte nur... der kleine Wolf und... dann..." Auch er konnte sich sein ungestümes und übereiltes Verhalten nicht erklären, doch spätestens auf dem kleinen Felsplateau hatte er es bereut. Es verstrichen einige Augenblicke, in denen Alwin die Landschaft abermals betrachtete, diesmal jedoch mit anderen Augen. Die steilen Felswände die vorher majestätisch und anmutig wirkten, glichen jetzt Todesfallen und schrecklichen Fratzen, die ihn höhnisch ansahen, als wollten sie ihm zurufen das er es noch einmal auf eigene Faust versuchen sollte hier herum zu klettern. Das Jaulen des Tieres drang nur gedämpft an sein Ohr, war er doch gerade zu beschäftigt damit wieder regelmäßig Luft zu holen und mit dem ständigen Zittern aufzuhören. "Können wir bitte... das arme Tier retten und ... dann gehen?" Fragte er endlich und sah nun zu der Elfe auf, an welche er sich nach wie vor fest klammerte.
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BeitragThema: Re: In den Bergen   Di Feb 14, 2012 11:39 pm

Noch immer regierte die Furcht darüber, der Junge könne sich irgendetwas getan haben, in dem Herzen der Elfe und ließ sie kaum etwas anderes außer dem zitternden, schmächtigen Körper des Kindes wahrnehmen. Es war so verdammt knapp gewesen ... wenn Alwin nicht rechtzeitig den Ast gegriffen hätte, dann wäre er ... Unwirsch schob sie die Gedanken von sich, wagte es nicht noch weiter darüber nachzudenken, was hätte geschehen können und richtete sich langsam mit dem Kind in ihren Armen auf, nicht gewillt den Jungen so einfach wieder loszulassen, den sie zuvor fast verloren hätte. Schmerzhaft heftig schlug ihr Herz gegen ihre Rippen während das Adrenalin, das zuvor durch ihre Venen geschossen war, sich langsam wieder verflüchtigte und das dumpfe Gefühl von Taubheit zurückließ, welches sie schwindeln ließ. "Es braucht dir nicht leid zu tun, Spatz", wisperte sie leise, strich dem Kind noch einmal sacht durch die dunklen Haare. "Wir holen den Wolf und gehen dann zurück. Ich lass nicht zu, dass dir etwas passiert."

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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mi Feb 15, 2012 12:05 am

"Du.... drückst ein wenig zu fest..." Hustete Alwin und kurz darauf löste sich die feste Umklammerung, sodass wieder Luft durch seine Lungen strömen konnte. Einen kurzem Moment noch verharrte der Junge noch sitzend auf dem Boden, wagte es noch nicht wieder aufzustehen, da er so einer weiteren Windböhe zum Opfer fallen könnte. Da er dieses Risiko nicht ein zweites mal eingehen wollte kroch er über das kleine Felsplateau hinüber zu der kleinen Felsnische, in der das abgemagerte Tier steckte. "Ich hab dich gleich..." Murmelte Alwin und beugte sich nun wieder hinab. Er musste noch ein Stück vorrutschten bis seine Händen das weiche, verschmutzte Fell ertasteten. Behutsam zog er den Wolf zu sich und Caladhiel hoch und wickelte ihn in seinen Mantel. "Er friert...!" Protestierte der Junge als er den fragenden Blick der Ziehmutter sah. "Ich habe noch genug am Leib, er hat nur sein dünnes Fell!" Das eben gerettete Tier wand sich leicht hin und her, bis es schließlich jeden Widerstand aufgab. Der Wind um die Elfe und das Kind pfeifte noch immer, wenn auch etwas schwächer als noch vor einigen Minuten. "Können..." Fing Alwin an und sah abwechselnd zwischen dem Bündel in seinen Händen und Caladhiel hin und her. "Können wir ihn behalten? "
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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mi Feb 15, 2012 12:14 am

Skeptisch hob Caladhiel die Augenbrauen, ließ ihren Blick von dem kleinen Wolf zu ihrem Ziehsohn wandern und im ersten Moment schwang Missgunst in ihrem Blick mit, als ihre Augen auf das zitternde Häufchen Elend in Alwins Armen fielen. Dann jedoch registrierte sie den bettelnden, flehenden Blick ihres Ziehsohns und verzog das Gesicht in dem Wissen, dass sie es dem Jungen nicht abschlagen konnte, den kleinen Wolf mit sich zu nehmen. Vielleicht war es gar nicht so schlecht, wenn er ein Haustier bekam, versuchte sie es sich schön zu reden. Er würde dadurch lernen für ein anderes Lebewesen Verantwortung zu übernehmen und für es zu sorgen, es so zu erziehen, dass er keinen anderen angreifen würde.
"Du wirst dich um ihn kümmern, Alwin", entschied sie schließlich, nachdem sie ein resigniertes Seufzen von sich gegeben hatte und trat an die Seite des Jungen, eine Hand auf seine Schulter legend und sich zu einem schmalen Lächeln durchringend. "Du allein und niemand sonst. Es ist dein Wolf", setzte sie noch anbei ehe sie sich zum Gehen wandte. "Lass uns zurück zur Festung kehren."

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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mo Apr 14, 2014 10:31 pm

Ein Land unter einer langsam untergehenden Sonne kam langsam in Sicht. Sie stand am Rande des Wassers, welches ebenso Feuerrot aufleuchtete, wie es Anruins Drache einst getan hatte. Er empfand ehrliches bedauern für das, was mit ihm geschah. Er selbst hatte die Erinnerung an den ehemaligen Reiter und dessen Drachen versucht von seinem Geist fern zu halten, denn nach einer langen Zeit der Ungewissheit und des Bedauerns hatte er das Leid seiner Reiterin nicht mehr ansehen können. Es war immer in Ihr gewesen, auch wenn sie es so gut wie nie ausgesprochen hatte und selbst wenn dies hier die letzte Seite im Kapitel des damaligen Hochmeisters sein mochte, so schmerzte sie mehr als alle anderen Erinnerungen. Das Band das die beiden miteinander vereint hatte und nun ein letztes Mal aufleben dürfte hatte ihn lächeln lassen, denn ein derartige Freude hatte Anwar schon seit Ewigkeiten nicht mehr in den Augen seiner Bündispartnerin gesehen.
Er wollte Anurin die letzte Ehre erweisen und ihn noch einmal das Gefühl spüren lassen, auf den Rücken eines Drachen zu sitzen, dessen Schwingen zu spüren und die Luft zu fühlen, die einem entgegen flog. „Diesen Moment kann dir keiner nehmen.“
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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mo Apr 14, 2014 10:42 pm

Ich weiß alter Freund und ich danke dir antwortete Anurin, während er seine Hand auf eine von Anwars Schuppen legte. Der schwarze Drache war so riesig, mittlerweile sogar ein Stück größer als es Bir´uam gewesen war und ein helles Feuer loderte in ihm. Nicht nur in Form von Flammen, nein. Dieses Feuer bestand vor allem aus Erinnerungen, gutem Willen und Ehrlichkeit die kein Schatten dieser Welt trüben konnte.
Die Luft peitschte Anurin um die Ohren während sie drei - Caladhiel, Anwar und er - über die Berge der Insel flogen. Die wahren Herrscher der Lüfte und unter ihnen ein Königreich das ihrem Herzen gehörte. Anurin spürte wie sich Caladhiels Arme um ihn legten, hörte das Rauschen von Anwars Schwingen welche wie das Grollen von Donner durch seinen Körper fuhren, so kräftig war der Riese. Anurin atmete die kühle, dünne Luft und spürte ein sanftes Prickeln auf seiner Haut. Er hatte sich seit Jahren nicht mehr derart lebendig gefühlt. Er schloss die Augen und versuchte diesen Moment in sich aufzunehmen - völlig eins zu werden mit dem Augneblick der hier vor ihm lag. Das sanfte Gelb der Sonne welche sich vom späten Nachmittag dem frühen Abend zuneigte spiegelte sich auf Anwars schwarzen Schuppen, erhellte diese. Die mächtigen Schwingen waren wie die Segel riesiger Schiffe die weit über das Meer fuhren und Caladhiels Körper, an den seinen gepresst. Er war glücklich. So unendlich glücklich
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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mo Apr 14, 2014 10:56 pm

Das Fliegen war stets etwas gewesen, das inzwischen für sie zur Gewohnheit und zur Normalität geworden war und mit jeder Stunde, die sie nicht bei ihrem Drachen verbrachte, hatte sie sich allein und verloren gefühlt - als würde etwas in ihrem Leben fehlen und dennoch - Anwars Atmen zu spüren, den Wind in ihrem Gesicht zu fühlen, sein Herz in ihren eigenen Ohren schlagen zu hören, war etwas vollkommen anders als all die Male zuvor. Es war ungleich intensiver und mit weit stärkeren Emotionen verbunden als alles, was einst gewesen war - sie erinnerte sich daran, wie sie sich damals vor über zweihundert Jahren ängstlich an Anurin gepresst hatte, als man sie aus dem Wald mitgenommen hatte, erinnerte sich daran wie sie sich an Anwar festgeklammert hatte als der Drache zum ersten Mal mit ihr auf seinem Rücken geflogen war und sie erinnerte sich an das Hochgefühl in ihrem Inneren, das sie damals überkommen hatte und sie hatte schwören lassen, dass sie nie wieder auf einem Pferd reiten würde. Sie hatte ihr Wort gehalten, doch heute - in diesem einen Moment wünschte sie sich, sie wären am Boden geblieben und sie müsste nicht auf die untergehende Sonne blicken, die ihr einmal mehr davon berichtete, wie kurz ihrer beider Zeit noch bemessen war.
'Ich danke dir, Anwar ... für alles, was du tust und dafür, dass du mich auch jetzt nicht im Stich lässt. Ohne dich hätte ich das alles nicht überstanden', ließ sie ihren Bündnispartner leise wissen und brachte sich selbst dazu traurig zu lächeln während sie die Augen schloss, versuchte die Tränen erneut dahinter zu verbergen, die sich erneut in ihr auftun wollten und nur allzu sehr davon berichtet hätten, wie weh der Gedanke an den Abschied tat. Sie wollte umdrehen, fortlaufen und eine Möglichkeit finden, wie er bei ihr sein konnte - wollte schreien und weinen bis man ihnen eine Chance gab, aber die leise Stimme der Vernunft in ihrem Inneren sagte ihr einmal mehr, dass es keine zweite Chance gab. Dass ihnen nur das blieb, was nun vor ihnen lag, dass die wenigen Momente, die sie noch hatten, die einzigen sein würden und dass es keine Macht dieser Welt gab, die die Zeit würde anhalten können.
"Du hast uns hierher geführt. Wegen dir ist das alles hier nun unsere Heimat."

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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mo Apr 14, 2014 11:06 pm

"Wegen mir?" fragte Anurin und schüttelte nur den Kopf. Sie erhob ihn viel zu sehr, idealisierte ihn. "Glaubst du das wirklich Caladhiel? Nein... ich habe nur einen kleinen Teil zu alle dem Beigetragen. Es sind die Menschen die hier Leben. Die Bauern, die den Acker bestellen - die Viehwirte, die dafür sorge tragen das die Drachen stets genug zu fressen haben auch wenn sie einmal auf ihrem Raubzug nichts finden sollten. Es sind die Diener und Stallburschen, die unsere Burg aufrecht erhalten und es waren die Steinmetze, die elfischen Windsänger die unsere Burg einst erbauten. Es gehört so viel mehr dazu als nur ein einzelner Mann - und es war sogar die Idee des Werkaters, dass ich diese Insel auserwählt habe. Wir sichern uns die Heimat nicht durch den Ort, wo, sondern durch die Art, wie wir leben Caladhiel, vergiss das bitte nicht" er sah hinab auf die Täler und Berge die sich vor ihm erstreckten, während sie immer weiter auf das Mausoleum zuflogen, wenngleich Anwar wohl absichtlich langsam und einige Umwege flog um Anurin so viel wie möglich zu zeigen und er war ihm dafür dankbar. "Ich habe den Ort gewählt Caladhiel, zu einer Heimat gemacht haben wir es alle gemeinsam"
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BeitragThema: Re: In den Bergen   Mo Apr 14, 2014 11:25 pm

Die dunklen Klauen, welcher polierter Kohle gleichkamen, strichen beinahe über das dichte Geäst des Waldes und die frische Luft, war, wenn auch kühl und von Feuchtigkeit erfüllt, doch lebendiger als jede andere die er geatmet hatte. Der Geschmack auf der Zunge fühlte sich wie Heimat an und diese hatte er nicht zuletzt auch Anurin zu verdanken. Es war nicht einmal die Festung, auf deren Zinne inzwischen alle paar Meter Drachenskulpturen zu sehen waren. Auch nicht die fein in Höhlen geschlagenen Drachenhorte oder die Sicherheit, die dieser Ort natürlicherweise ausstrahlte. Das was ihn mit diesem Ort verband waren die Erinnerungen mit Caladhiel an diesem Ort. Gute wie auch schlechte, jede hatte seine eigene Bedeutung und machte sein Leben ein Stück weit aus.
Das Anurin nur einen kurzen Abschnitt in dieser langen Geschichte hatte war traurig. Er war ein guter Mann, gleich was er von sich selbst behauptete. „Die Leute hier werden dich so in Erinnerung behalten, wie die gelebt hast Anurin. Sie werden dich betrauern, dir Denkmäler schenken, Tränen für dich vergießen und letztlich werden sie aus dir und deinen Erfahrungen lernen. Du gibst etwas an alle anderen, das wichtiger ist als Truppenstärke, ein paar ehrenvolle Letzten Worte, Reichtum oder dergleichen. Du gibst Ihnen die Möglichkeit mit etwas abzuschließen und die Chance darauf etwas schätzen zu lernen, was die wenigstens zu schätzen wussten.“ Man sagte jeder Ruf eines Drachen sei einzigartig. Die Älteren Reiter konnten sie sogar dem jeweiligen Drachen zuordnen, so sagte man zumindest. Und auch wenn er Anurin nicht seinen Bündispartner zurückgeben konnte, so konnte er ihm doch ein letztes Mal das Gefühl geben, ein Reiter zu sein. Und ein langer Ruf entfuhrt seiner Kehle, welcher erst erstarb, als er langsam in der Festung landete.
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