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 Kleiner Schrein vor dem Tempel

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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Kleiner Schrein vor dem Tempel   So Jul 31, 2011 10:47 pm

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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Di Aug 02, 2011 6:36 pm

Kharas hatte sie dazu angetrieben einige hundert meter vor dem Tempel zu landen, denn die vielen Treppen und kleinen Innenhöfe waren nicht für die Landung eines Drachens gedacht.
So landeten nun die Menschen und Elfen welche die letzte Hoffnung aller lebenden Wesen waren nebem dem kleinen Schrein.
Sacht pfiff der Wind über die Karge Landschaft und ließ die Wimpel im Wind flattern.
Instinktiv und wie einem alten Ritua folgenden kniete Kharas sich auf den Boden und bettete seine Stirn an das weiße Gestein des Schreines ehe er sich erhob
Langsam streifte sein Blick die Gesichter aller Anwesenden, sah noch einmal zu den Fahnen und dann hinauf zu dem Ausläufer des Gebirges wo der riesige Temepl aus dem Gestein geschlagen worden war
"Wir sind angekommen" flüsterte er leise.
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Di Aug 02, 2011 6:45 pm

Nachdem Garvin abgestiegen war lief er ein paar Schritte im Slalom ehe er sich ein paar mal im Kreis drehte und auf den Boden knallte. Verdammtes fliegen... verdammte Magie... Murmelte er und kämpfte gegen einen weiteren Würgereflex an. Er brauchte ein paar Minuten ehe er sich erholte und allmählich wieder Farbe in seinem Gesicht bekam. Schwer atmend sah er den Drachen grimmig an und begutachtete dann Kharas. Beten wird auch nicht helfen... Garvins Augen würden größer als er den Tempel sah. Das... oh das kann doch alles nicht wahr sein...
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Vrael
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Di Aug 02, 2011 6:50 pm

Vrael sprang von Glaedwan ab und half auch Astaya von dem karamellfarbenen Drachen, ehe er einige Schritte auf den Tempel zumachte und ihm dann doch das Herz in die Hose sank, wenn er sich dieses riesige Gebilde betrachtete welches in die Landschaft ragte, als habe ein steinerne Riese dutzende Häuser gegriffen und diese in purer Lust und Laune gegen den Felsen geschmettert.
Noch nie hatte er derartige Architektur gesehen
"Caladhiel-Elda?" fragte er leise und bedachte die Elfe mit einem fragenden Blick
"Welches Volk baut solche Gebäude? So etwas habe ich weder bei den zwergen, noch bei den Elfen gesehen - auch nie auf meinen Patroulien im Menschenreich.
Nicht einmal in Surda"
seine Stimme war gesenkt und er atmete tief ein
Welch eine gewaltige aufgabe doch vor ihnen lag
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Di Aug 02, 2011 6:53 pm

"Das Graue Volk", antwortete Astaya anstelle der Elfe und richtete sich nun ebenfalls auf, nachdem auch sie zuvor vor dem Schrein in die Knie gesunken war und einer alten Regel folgte, welche ihr bereits als Kind beigebracht worden und inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen war. "Dies hier sind die Überreste eines einstigen Tempels, den das Graue Volk hier baute und der von der Arcanea erneut errichtet wurde. Meine Mutter erinnerte sich an all das und leitete all die Männer und Frauen des Ordens an um diesem Gebäude seinen alten Glanz zurückzugeben", erklärte sie ruhig während sie zu den großen Treppen hintrat und leise seufzte. Sie hatte wirklich keine Wahl als diese Gruppe voller ungleicher Menschen und Elfen durch den Tempel zu leiten.
"Folgt mir. Uns bleibt nicht viel Zeit."

tbc: Gänge im unteren Gebäudetrakt
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   So Nov 06, 2011 11:14 pm

Neben dem Schrein stand Astaya, den Blick auf diesem gerichtet, doch vermutlich war sie mit den Gedanken ganz woanders. Ein kalter Windzug fuhr an ihr vorbei und etwas veränderte sich in der Luft. Es fühlte sich ... einfach ungewöhnlich an. Die Luft an sich vibrierte als wäre sie mit Energie geladen und seltsame Magie durchströmte die Luft. Dies war kein Werk eines normalen Sterblichen und kein Elf oder Zwerg konnte solche Energien freisetzen.

Dann berührte etwas Gewaltiges Astaya's Geist. Wie ein riesiger Berg spürte sie, wie sie von dieser Energie sanft umschlungen wurde. Noch nie hatte dieses Mädchen vermutlich so etwas vorher gespürt und ihr Verstand vermochte es auch sicherlich nicht zu begreifen, was für ein Wesen gerade mit ihr Kontakt aufnahm. Sie wusste - sie konnte diese Berührung nicht ignorieren. Und auch wenn sich niemand in ihrer Nähe befand, so war eine seltsame Anwesenheit hier. Etwas unglaublich Markantes, Riesiges! Der fremde Verstand vermochte die ganze Umgebung zu füllen und die Umgebung schien seltsamerweise still zu werden. Als wäre die Zeit vollkommen stehengeblieben, kein Lüftchen bewegte sich und ein einsamer Sonnenstrahl landete einige Meter neben Astaya. Auf dem Boden angekommen, bildete sich aus den Sonnenstrahlen eine Astaya bekannte Person.


Sie war zugleich anwesend als auch nicht. Astaya konnte deutlich die Gesichtszüge dieser Person erblicken, doch zeitgleich konnte sie hinter ihm die Landschaft erblicken.

" ... Astaya ... ... "


Er sagte bloß ihren Namen und die Luft vibrierte abermals. Die freundliche, warme Stimme erfüllte Astaya's Kopf als käme sie von innendrin, auch wenn sie deutlich sehen konnte, dass der Mann vor ihr die Lippen benutzte um die Laute auszusprechen.
Und umso länger er hier stand, umso mehr entdeckte das Mädchen vermutlich, wie unterschiedlich diese Person war, von dem Mann, den Astaya vor kurzer Zeit begegnet hatte. Etwas warmes, unglaublich freundliches und sanftes war in den Gesichtszügen der Gestalt, welche vor ihr stand. Und auch wenn sich die gleichen Züge in dem echten Mann - namens Balan - wiederfanden, so war das Gesicht des Mannes von seiner Vergangenheit gekennzeichnet, während jenes vor Astaya vollkommen rein war.
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   So Nov 06, 2011 11:20 pm


"Herrin?" fragte ein Mann, welcher in der nähe des Schreines stand und nun auf sie zukam, die Erscheinung ignorierte.
"Herrin, die Magie an diesem ort ist sehr stark, anscheinend gibt es intreferenzen.... wir sollten gehen, diese Erscheinung dürfte bald verschwunden sein"
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   So Nov 06, 2011 11:41 pm

Bereits seit geraumer Zeit hatte die junge Seherin an dem kleinen Schrein gestanden, welcher einst errichtet worden war als sie noch ein Kind gewesen war. Ein Schrein, den sie ehren sollte, wie ihre Mutter es ihr stets gepredigt hatte - ein Heiligtum, an dem sie nicht nur die Kultur und die Regeln des Ordens ehren sollten, sondern auch jene, die im Kampf für ein größeres Wohl gefallen waren. Wesen, wie es Josephine, ihre Mutter waren, die ihr Leben durch die Hand eines verblendeten Menschen verloren hatten.
Langsam schloss sie die Augen als die Ansammlung an Macht ihren empfindsamen Geist berührte und begann sich auf jene leise Stimme zu konzentrieren, die um ihr Gehör bat.
"Ich wusste, dass dieses Gespräch einmal kommen würde", sagte sie leise und hob eine Hand, um den Mönch verstummen zu lassen, der sich ihr genähert hatte um sie von jener Lichtgestalt fort zu bringen und gleichzeitig ihre Konzentration störte, die sie brauchte um hier Herr ihrer selbst zu bleiben. Ein sanftes Lächeln huschte über die feinen Gesichtszüge des Mädchens, das sich zwar auf die Stimme jedoch nicht auf die für jeden anderen beeindruckend wirkende Lichtgestalt ein - es machte für sie keinen Unterschied, was nun vor ihr stand, vermochte sie die Gestalt zwar zu fühlen, doch nicht zu sehen. "Ihr seid wegen den Anhängern hier."
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   So Nov 06, 2011 11:51 pm


Ein kleines Lächeln auf den Lippen der Gestalt erschien.

" ... Balan Delvardus? ... Nein. Deswegen bin ich nicht hier. Doch du weißt bereits, weshalb sie diese Worte verbreiten, nehme ich an? Der Gesang des Lichts, wie die Kirche ihn nennt.", fragte die Gestalt.

"... weshalb hast du diesen einen Mann getötet? Antworte mir ehrlich, aber wisse, dass ich nicht derjenige bin, der über dich urteilen wird."
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Mo Nov 07, 2011 12:00 am

"Also seid Ihr wegen den Anhängern Eures Glaubens hier", antwortete Astaya lediglich, deren Lächeln sich ein wenig ausgebreitet hatte und die inzwischen nur noch mit Mühe ein sanftes Kopfschütteln verbarg. Niemand außer ihrem eigenen Gewissen würde sie selbst richten, niemand würde jemals über das Richtig oder Falsch ihrer Entscheidungen richten - weder ein Gott, noch ein anderes Wesen. Die Seherin hob eine Hand und schob sich eine lange blonde Strähne aus dem Gesicht, die der Wind hinein geweht hatte, der vom Meer über das kleine Dorf zog, in dem auch der Tempel der Arcanea stand.
"Verblendete Kinder, die nicht begreifen, dass der Weg, den sie einschlagen nicht der Weg des Schicksals ist. Sie weigern sich ihr Schicksal zu akzeptieren, lehnen sich dagegen auf und versuchen diejenigen, die sehen zu belehren. Versuchen sie zu töten", beantwortete sie dann die Frage, die der andere stellte und neigte den Kopf ehe sie die blinden Augen wieder öffnete und sich der Lichtgestalt zuwandte.
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Mo Nov 07, 2011 12:07 am



"Jedoch liegt es nicht an dir über sie zu urteilen, Astaya. Und auch nicht an deinem Vater. Sie werden dies erst mit der Zeit begreifen können und genau deshalb haben sie auch den Gesang des Lichts.", die Gestalt ging einige Schritte nach vor und legte eine Hand auf den Schrein.

"Doch das Schicksal ist nichts, was man jemandem aufzwingen sollte Astaya. Jeder Mensch muss sein eigens Schicksal finden und auch wenn die Kirche denkt, dass der Gesang des Lichts ihr einziges Schicksal ist, so haben sie diese Worte missverstanden. Jene Worte sollen die Menschen leiten. Ihnen Hoffnung, Geborgenheit und Mut geben und nicht töten und versklaven. Was denkst du über den Gesang des Lichts? Glaubst du es ist die reine Wahrheit? Glaubst du - wie Balan Delvardus - dass dies die Worte des Erbauers sind?"
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Mo Nov 07, 2011 12:16 am

"Das Schicksal ist nicht änderbar - es ist geschrieben und muss erfüllt werden, gleichgültig zu welchem Preis", erwiderte Astaya lediglich schmunzelnd und machte einen Schritt zurück als die Lichtgestalt zu dem Schrein vortrat. Sie öffnete noch den Mund, wollte eine Warnung ausstoßen bevor er die Hand ausstreckte und damit den weißen Boden berührte, doch es war bereits zu spät. Die kleinen Fähnchen, welche an einer Schnur aufgereiht worden waren und bis zum Boden verliefen, ließen ein leises, unwirklich erscheinendes Sirren verlauten als die Magie ihren Zweck erfüllte, die von Josephine einst in eben jene farbigen Stoffstücke gebannt worden war und die nur einen einzigen Zweck hatten - jegliche fremdartige Magie zu negieren.
"Ich glaube nicht. Ich weiß, dass das Buch, welches er einst fand, keinem Glauben angehörte. Ich weiß, dass diese Worte nicht die eines Gottes, sondern nur eines Fanatikers sind, der vergessen hat, was und wer er ist und ich weiß, dass eines Tages dieses arme Kind erwachen wird - ebenso wie Ihr", fügte sie noch hinzu ehe ein greller Lichtblitz gen Himmel schoss - ein Überbleibsel der fremden Magie, die von der Macht der Grauvölklerin, die auch nach ihrem Tod übrig geblieben war, zurück zu ihrem Ursprung gesandt wurde.
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Di Mai 13, 2014 7:33 pm

Der Mann der vor dem Tempel stand, war in einen langen, blauen Mantel gehüllt und unter dieser waren einzelne Stücke einer Rüstung zu erkennen, welche jedoch bereits eine deutliche Spur des Gebrauches trugen. Sein Haar, eben so zottig und lang war von dem Wind der Küste zerzaust worden und durch die Kälte hingen in eben diesem noch immer einzelne Schneeflocken. Der Schnee lag in dieser Region noch gut einen halben Meter hoch, während in anderen Regionen bereits das Tauwetter begann und die ersten Arme des Frühlings sich langsam um das Land legten. Entgegen der landläufigen Interessen mochte Flavius den Winter. Wenn das gesamte Land unter einem Teppich von weißen Flocken verborgen lag konnte man fast glauben, dass es noch nie Blut gesehen hatte, was ihm gleichermaßen Trost wie auch Ruhe spendete.
Sein Gesicht war zerfurcht und eine frische Wunde, vermutlich erst wenige Tage alt prangte über seinem rechten Auge und zog sich über die Kotelette, bis hin zum dichten, schwarzen Haar, welches an eben dieser Stelle noch immer verklebt vom Blut war. Doch je näher er dem Tempel kam, desto niedriger wurde der Schnee, bis es schließlich bloß noch ein schmaler Teppich war, doch konnte man den Boden darunter dennoch nicht erkennen denn als er sich umdrehte, erkannte er keine einzige Fußspur im Schnee. Er lächelte als er sich in Gedanken an den Tag zurück erinnerte, als ihm dies zum ersten mal aufgefallen war, er mochte damals kaum älter als sechs oder sieben Jahre alt gewesen sein und diese Erkenntnis hatte ihn erst so schockiert, dass er diesen Platz beinahe gemieden hätte, nach und nach jedoch hatte er sich stattdessen den Kopf darüber zerbrochen, wie genau dies wohl funktionierte, doch hatte er darauf bis heute keine Antwort erhalten.
Vor dem Schrein angekommen legte er sein Schwert in beide Hände, in welchen die Hornhaut bereits stark hervor trat, ehe er es sacht auf der obersten Schwelle ablegte und auf die Knie sank. "Meister der Welt, Beschützer der Ordnung - ich kehre von meiner Aufgabe zurück." Murmelte er leise, ehe er seine Stirn auf dem, erstaunlich warmen Stein bettete.
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Di Mai 13, 2014 7:43 pm

Sanft glitten schlanke Finger über das Gesicht des Kriegers, welcher dort vor dem kleinen Schrein kniete und seine stillen Gebete sprach, sich die Hoffnung und einen neuen Morgen wünschte, welcher neues Tageslicht und eine bessere Zukunft bringen würden als jene, in deren Tagen sie nun hier lebten. Sacht nur glitten die Fingerspitzen über die frische Wunde, welche sich der Tempelkrieger zugezogen zu haben schien und die von den heftigen Kämpfen herrührten, welchen er sich hatte stellen müssen, um seine Aufgabe zu erfüllen und von denen sie wachsam jeden einzelnen davon verfolgt hatte, um den Anhänger ihres Ordens nicht vor der Zeit zu verlieren. Wärme breitete sich über seine Wange aus, tilgte das Eis, welches seinen Körper im Griff gehalten hatte und führte behutsam die verkrusteten Wundränder wieder zusammen, ehe die Haut dort ohne eine Narbe zu hinterlassen wieder zusammen wuchs und Flavius eben jenes Aussehen verlieh, welches er nun bereits seit einigen Jahren trug. Einst hatten sie ihn hier gefunden und er hatte sich in all den Jahren als dankbarer Anhänger erwiesen, hatte all seine weltlichen Belange abgeschlossen um sich der Arcanea zu widmen und Astaya war ihm dankbar für die Hingabe, welche er gezeigt hatte.
Sanft glitt sie nach vorn, löste die zarte Berührung, nur um erneut ein wenig Distanz zu dem anderen zu finden. Das hellblonde Haar wehte in dem Wind, welcher über die Berge zog, in welchen das Kloster verborgen war und trug noch immer den salzigen Geruch der See mit sich während die blinden Augen der jungen Frau dieses eine Mal nicht von der weißen Augenbinde verborgen waren, welche sie sonst nutzte. Stattdessen hatte sie die weißen Seelenspiegel, in welchen die Gedwey Ignasia zwischen finsteren Flüchen leuchtete, die dort eingestickt worden waren und noch immer ein Zeichen der Handlungen ihres Onkels waren, welcher einst die Welt hatte verdammen wollen, unmittelbar auf den weißen Himmel gerichtet, selbst, wenn sie dort nichts zu sehen vermochte. "Und du warst erfolgreich", erhob sie leise und sanft die Stimme, ließ ihre Worte leise an seine Ohren dringen während der kurze Anflug eines Lächeln über ihre schmalen Züge huschte. "Du hast uns nicht enttäuscht."
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Di Mai 13, 2014 8:02 pm

Er erschauderte als er die Berührung seiner Herrin spürte. Es war bei weitem nicht das erstem al, fühlte sich aber dennoch genauso befreiend wie beim ersten Male an, als Sie seine Wunde verheilen lies. Demütig neigte er den Kopf und genoss die Wärme, die von der jungen Frau ausging. Wobei jung relativ zu sehen war, denn sie war wohl weiser als er und die meisten anderen Menschen zusammen.
„Wenn ich euch enttäusche Herrin, so werde ich nicht mehr in der Lage sein euch hier aufzusuchen. Euer Wort und das eures Ordens ist es, was in dieser Welt das Gleichgewicht hält.“ Erst nachdem sie ihre Hand wieder gänzlich von seinem Gesicht entfernt hatte wagte er es, aufzusehen, doch war die Verwunderung in seinem Gesicht nun ebenso deutlich wie die Erleichterung, wieder in dem Tempel zu sein. „Herrin Ihr …“ Begann er, überdachte dann jedoch noch einmal seine Worte. Er wollte sie keineswegs beleidigen, nur hatte er Sie nur zuvor gesehen, sodass die Ehrfurcht die Sie begleite wie ein guter Duft eine junge Frau, noch verstärkt wurde. Denn über all die Jahre hinweg hatte er nie auch nur einen Hauch des Respekts verloren. Der Orden ging nicht mit der Zeit wie andere Gruppierungen, sondern die Zeit ging mit dem Orden.
„Verzeiht, ich war verwirrt euch so zu sehen.“ Der lange, abgenutzte Mantel schabte kurz, als er über den Schnee glitt. „Darf ich euch ein Stück geleiten?“
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Di Mai 13, 2014 8:16 pm

"Unser Wort trägt das Schicksal, Flavius, ebenso wie das Schicksal auch unser Wort trägt", lautete die leise Antwort, welche Astaya zu verlauten ließ und die von einem sanften, leisen Lächeln begleitet wurde, welches ihre Züge erhellte und ihr etwas von der Jugend zurückgab, welche sie einst erfüllt hatte und die inzwischen von der Pflicht und den unzähligen Prophezeiungen nieder gerungen worden war. Erneut machte sie einen Schritt in dem dünnen Schneeteppich zurück, um Flavius die Möglichkeit zu geben, sich aus seiner knienden Position zu erheben, wenngleich auch ihre bloßen, nackten Füße keinerlei Spuren in dem Schnee hinterließen und lediglich an jene Stelle, an welcher der Krieger gekniet hatte, der Boden aufgebrochen war und der dunkle Stein, aus welchem der Weg geschlagen worden war, hindurch blitzte. "Ihr dürft", ließ sie nur wenig später ihre Antwort auf seine letzte Fragen folgen und wortlos wartete sie darauf, dass der Krieger des Ordens gemeinsam mit ihr einen Schritt zu der großen Tempelanlage machte ehe sie erneut die Luft einsog und die blinden Augen für einen kurzen Moment schloss, um Flavius jene Antwort zu geben, welche sein Herz so sehr erwünschte.
"Die Dinge, welche Euch verwunderten, sind Folgen alter Zeiten und Konsequenzen düsterer Tage. Flüche eines versiegelten Onkels und Wünsche der Drachen - es muss Euch keine Angst machen", sagte sie dann und senkte für einen Augenblick den Kopf, genoss den salzigen Wind, der ihnen hier um die Ohren wehte und welcher dafür sorgte, dass sie sich an diesem Ort so heimisch fühlte, wie an keinem anderen in diesem Land, das inzwischen von der Dunkelheit beherrscht wurde und in welchem immer wieder einzelne Hoffnungsträger sich darum bemühten, ein Licht in der Finsternis zu entzünden. Sie hatte sie oft beobachtet, hatte oft ihren Geist nach dem der anderen ausgesandt, um ihnen einen Schubs in die richtige Richtung zu geben, doch die Tage wurden dunkler und das Eingreifen ihres eigenen Orden war von Nöten - sobald Flavius seine Kraft wiedererlangt hatte.
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Di Mai 13, 2014 8:43 pm

„Ich danke euch.“ Er folgte ihr in einem angenehm langsamen Tempo, wobei seine linke Hand sich auf den Knauf seines Schwertes Stützte, in dessen Mitte ein kleiner Edelstein eingebracht war. Dessen Herkunft jedoch war ihm bis heute schleierhaft, es war ein Geschenk des Ordens gewesen um seine Aufgaben erfüllen zu können, und ein Geschenk hinterfragte man nicht.
„Worte, die ich nicht einzuschätzen vermag Herrin, zumindest nicht ohne euer Zutun. Mir ist eure Vergangenheit nicht bewusst, ebenso wenig wie eure gegenwärtige Situation.“ Man erkannte deutlich an seinem Gesicht, dass er sich nach und nach mehr entspannte, während der große Tempel des Ordens immer und immer näher rückte, während die Kälte nach und nach zu schwinden schien und das wohlige Gefühl von Heimat durchströmte ihn kurz darauf. „Ich hoffe in meiner Abwesenheit verlief alles zu eurer Zufriedenheit?“ So seltsam es auch klang, es sorgte sich von Zeit zu Zeit um die Priester des Orden, die Münder die im Namen des Schicksals sprachen.
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Fr Sep 12, 2014 9:40 pm

Astaya lächelte leis über die Worte des jungen Knappen, die dieser an sie richtete, seine Geste zu Boden zu sinken angesichts jener Ehrfurcht, die er empfand und die sie zu ihm hinüber treten ließen. Sanft streckte sie eine Hand nach ihm aus und berührte seine Schulter und noch während ein kurzes Ziehen durch seinen Geist zu gleiten schien, wandelte sich die Welt, in welcher Noah sich soeben noch befunden hatte. Der salzige Duft der See lag in dem Wind, der ihm nun durch die schwarzen Locken streifte und Astaya selbst war ein paar Schritte zu jenem Schrein hinüber getreten, zu dem sie ihn gebracht hatte. Kleine Glöckchen klingelten an einem langen Seil, das zu einer Steinformation hinauf gespannt worden war und bunte Bänder tanzten in dem Wind. Weit unter ihnen befand sich das schier endlose Meer, an der Küste ein kleines Dorf, das von Zeit und Witterung, politischen Entwicklungen und Adligen bislang unberührt geblieben zu sein schien und eine lange, steinerne Treppe führte zu dem Schrein hinauf, an dem sie nun beide standen während über ihnen weiße Vögel ihre Kreise zogen.
"Dein Herr, an welchen du Gebete und Hoffnungen richtest, Noah Ronan, ist nicht mehr als eine blasse Erinnerung der Menschen, um Trost zu finden. Es ist das Schicksal, das unseren Weg bestimmt und dem wir dienen.", sagte sie leise während ihre Finger sanft über die dünnen Seile glitten, die Bänder ihre weiße Haut streiften und sie beinahe träumerisch lächeln ließen, als all die Wünsche und Gebete ihres eigenen Ordens an ihren Geist heran drangen. "Ich gebe dir nicht die Schuld für die Dinge, die geschehen sind. Sie mussten eintreten, um dich hierher zu bringen - fragend und zaudernd. Es ist dein Schicksal - der Grund, aus dem ich dir die Karte zukommen ließ, die für dich entweder einen neuen Weg oder deinen Untergang zu bedeuten vermag. Die Entscheidung liegt bei dir."
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Fr Sep 12, 2014 10:00 pm

Dieser leise klang, dieser leise Klang des Glockenspiels das er im Hintergrund hörte und das einen solchen Trost spendete, wie es keine Frau der Welt vermocht hätte. Die salzige Seeluft ließ in frösteln, jedoch nur einen kurzen Augenblick lang, denn als die Frau, dessen Augen noch immer von der Leinenbinde verdeckt waren, sich erneut an ihn wandte, wurde ihm mit einem Mal warm ums Herz. Er wusste nicht wo er war und das kleine Dorf in der Ferne ähnelte keiner ihm bekannten Stadt, wobei seine topographischen Fähigkeiten bei weitem keinen großen Maßstab setzten. Die Küste, die hinter ihm lag und die kein einziges Festland sehen ließ kündete von einer einzigartigen Einsamkeit, denn selbst in Narda hatte er, wenn er auf das Meer geblickt hatte, in der Ferne stets die Insel der Reiter, den weit entfernten Fleck auf der Landkarte, Vroengard entdeckt. Doch hier gab es nichts. Nur das endlose Meer, dieses kleine Dorf, das scheinbar vollkommen verlassen war und das dennoch von Leben kündete, denn es war kein Verfall zu erkennen. Und dieser Schrein, von dessen Bändern das einlullende Geräusch der Glöckchen zu hören war.
„Herrin.“ Er presste seinen Kopf gegen den Fels, wusste er doch nicht war er glauben sollte, was er denken sollte, konnte doch jeder einzelne Gedanke, den sie in ihrer mannigfaltigen Herrlichkeit vermutlich spüren konnte, schon eine Beleidigung sein. Er legte die Hände dicht neben seinen Kopf und schloss die Augen für einen Augenblick lang, versuchte sich einen Reim auf all dessen zu machen und glaubte noch immer, dass dies eine eindeutige Antwort auf sein Gebet sei. Doch dies war keine Antwort auf seine Bitte, nein. Stattdessen sprach die junge, blinde Frau von etwas gänzlich anderem, etwas atheistischem oder zumindest von etwas, das von einem anderen Glauben kündete. Doch war der Herr nicht das Schicksal? War er nicht der Künstler der die Leinwand des Lebens jeden Tag aufs Neue bestrich? „Herrin..“ Seine Stimme überschlug sich beinahe, noch immer von dem plötzlichen Wandel fasziniert und entsetzt gleichermaßen. „Ich will jeden Weg annehmen den ihr mir weist, seid ihr doch offenkundig ein weitaus höheres Wesen als ich es bin doch … doch ich muss bestürzt zugeben, dass ich nicht verstehe. Was tue ich hier?“ Ihm waren sehr wohl die Geschichten über die Arcanea die man ihm erzählt hatte im Gedächtnis geblieben, doch warum sollte ein solcher Orden Interesse an ihm haben und viel wichtiger, wie sollten sie eine derartige Macht aufbringen können?
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Fr Sep 12, 2014 10:21 pm

"Die Menschen waren so unsagbar grausam mit dir, mein armer junger Knappe", lautete ihre erste leise Antwort während sie nach und nach wieder zurück zu ihm kehrte und neben ihm sanft in die Hocke hinunter glitt, wenngleich auch ihre Gestalt in der dünnen Schneeschicht, die hier am Boden lag, keinerlei Spuren hinterließ, noch dass die Kälte, die auch an ihrem zierlichen Körper zerrte, sie zu belasten schien. "Stets hast du nur versucht, das Beste zu wollen und dennoch sah niemand deine Absichten und stattdessen verleugneten sie dich, verletzten dich und schickten dich fort, aber all dieses Leid, all dieser Schmerz hat dich letztlich hierher geführt. Es war das Schicksal, das dich geleitet hat und das nun wollte, dass du hier bist", setzte sie langsam nach, die blicklosen Augen, über denen noch immer der weiße Stoff ruhte, weit in die Ferne gerichtet - hinüber in eine andere Zeit, eine andere Welt, welche vor den Augen all der anderen verborgen blieb und die dennoch noch immer einen Fingerdeut in diese Realität aufwies, während der junge Knappe neben ihr vor Kälte und Furcht noch immer zitterte und als sie nach einer Weile erneut die Hand ausstreckte und sanft seine Schulter berührte, schmolz das Eis, das sich über sein Herz gelegt hatte und ließ die Wärme in den jugendlichen Körper zurückkehren.
"Einst hast du uns beinahe gefunden, als du dem alten Skelett begegnet bist, doch du wandtest dich ab und selbst, als wir dir die Karte sandten, drehtest du dich fort. Du hast versucht gegen dein eigenes Schicksal anzukämpfen und das ist es, was dir solche Schmerzen bereitet hast, dass du sie kaum ertragen kannst. Wir dürfen uns nicht gegen den Weg stellen, der für uns ersonnen ist", vollendete sie ihre Worte leise und schenkte ihm erneut ein sanftes, weiches Lächeln. "Es wird nun alles besser werden und niemand wird dir mehr weh tun."
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Fr Sep 12, 2014 10:44 pm

Es war ein Zuspruch. Etwas das er eine so lange Zeit lang nicht gehört hatte und das er sich dennoch so sehnlich gewünscht hatte. Die Berührung, die einer Erlösung gleich kam verstärkte das, in diesem Moment so wohlige Gefühl nur noch weiter und bescherte ihm eine seichte Gänsehaut, sodass sich die feinen Härchen auf seiner Haut aufstellten, welche durch den Wind der Küste hin und her gewogen wurden. Was sie ihm sagte war eine Antwort auf das was er sich gefragt hatte, warum ihm derart viel Schlechtes wiederfahren war und warum er nur noch vom Pech verfolgt war, warum in seinem Leben eine Katastrophe der anderen folgte. Ein wacher, aufmerksamer Geist hätte vielleicht die Falle Gewitter, hätte die, allzu deutliche Manipulation durchschaut und sich widersetzt und selbst Noah hätte dies wohl bemerkt, wäre er in diesem Moment nicht derart fasziniert von all dem, was er gerade erlebte. Diese Frau, wer auch immer sie sein mochte, wollte ihn, ihn und keinen anderen auf seine Seite ziehen. Er, Noah Ronan, welcher inzwischen von den meisten seiner Bekanntschaften geächtet oder zumindest stets mit einem kritischen Blick angesehen wurde.
„Das Schicksal.“ Das Wort zerging ihm auf der Zunge und mit jeder Silbe mochte er die Vorstellung, dass all dies vorherbestimmt war ein Stück mehr. Er wollte die Hand heben um die der Frau zu berühren, die ihm dieses derart wohlig warme Gefühl beschert hatte, doch wagte er es letztlich nicht, eine zu starke Aura der Autorität ging von ihr aus, sodass er sich, als sie die Hand schließlich langsam zurück zog, nur erneut so weit verbeugte, das seine Stirn den kalten Fels berührte. „Ich will euren Weg gehen.“ Flüsterte er leise. „Ich will ihn gehen und nie wieder so etwas erleben, wie in den letzten Jahren. Ihre sagtet das es besser wird und ich werde tun was auch immer ich muss, damit dies eintrifft.“
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BeitragThema: Re: Kleiner Schrein vor dem Tempel   Fr Sep 12, 2014 10:59 pm

Scheinbar zufrieden mit jener Antwort, die der Jüngere ihr gegeben hatte, nickte Astaya lediglich sanft und erhob sich von ihrem Platz mitten in dem Schnee wieder ehe sie eine Hand empor gleiten ließ und auch Noah sich, wie von geisterhaften Fäden geleitet, wieder erhob, nur um wenig später neben ihr stehen zu bleiben. Der junge Knappe hatte viel erdulden müssen während all seinen Lebensjahren, viel Leid, das er sich hätte ersparen können, wenn er nicht so vehement versucht hätte, seinem Schicksal zu entfliehen, das doch so offen ausgebreitet vor ihm gelegen hatte und dessen ausgetretener Pfade er nur hätte folgen müssen. Doch dies war die Strafe all jener junger Menschen - all jener Unwissenden, die sich bereits seit so langer Zeit in ihren Weg stellten und bereits einmal beinahe zum Verhängnis all dessen geworden waren, für das sie einstanden. Es gab in dieser Welt nur einen einzigen Weg, nur eine einzige Richtung und eben jene stand bereits seit langer Zeit geschrieben, geboren aus der wilden Magie, die noch immer in den unteren Bereichen des Tempels herrschte.
"Der Schmerz wird erlöschen, Noah. Nie wieder wirst du fühlen, wie es dich zerreißt und nie wieder wirst du bereuen müssen, wenn du deinem vorherbestimmten Weg folgst", sagte sie noch leise und deutete hinüber zu dem großen Tempel, der unweit des Schreins entfernt stand und setzte ein paar Schritte nach vorn. "Und nun komm", wisperte sie noch ehe ihre Gestalt sich im Licht der hellen Sonne wieder auflöste und nicht mehr als ein paar Schneeflocken aufwirbelte, die zuvor auf einem großen Felsen gelegen hatten.
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