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 Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste

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AutorNachricht
Caladhiel
Admiss
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 5:09 pm

'Du brauchst mir nicht zu danken, An ...', lautete Caladhiels leise Antwort, welche unlängst all ihre Aufmerksamkeit wieder hinüber zu ihrem großen Drachen gerichtet hatte, welcher neben ihr im Sand lag und über dessen langen Hals sie nun mit den Fingern strich. Anwar war immer bei ihr gewesen, war immer ein Teil ihrer selbst gewesen und selbst, wenn sie nun begann, auch seine Empfindungen unmittelbar zu teilen, den Sand unter ihren Händen zu spüren begann, der sich unter seinen Klauen befand, die einzelnen Körner des Wüstensandes spürte, so fühlte sie sich dennoch geborgen, sicher in dem großen Geist ihres Drachen und dem Gefühl ihn immer bei sich zu haben, immer bei ihm zu sein und den Wind auch in ihrem eigenen Körper zu spüren, wenn er flog.
'Nicht dafür und für nichts anderes. Ich werde immer bei dir sein und niemand wird es jemals schaffen, uns wieder zu trennen', ließ sie ihn leise wissen und trat näher zu dem großen Rumpf, führte die Finger ihrer anderen Hand hinüber zu jener Stelle, an welcher sie das Herz des Drachen, wie auch ihr eigenes spüren konnte und das in seinem Leib pochte, dort, wo sie auch sein Atmen als tiefes Brummen vernehmen konnte, den schwefligen Geruch seines Atems roch, welcher inzwischen so sehr zu ihnen beiden gehörte, dass sie sich ein Leben ohne all das gar nicht vorstellen konnte. 'Wir beide, Anwar. Niemand sonst. Ich werde immer bei dir sein', versprach sie ihm, machte einen halben Schritt nach vorn und barg sich für einen kurzen Moment an dem Körper ihres Bündnispartners, schloss die Augen und ließ sich für einen kurzen Moment lang fallen, ließ sich von dem Geist ihres Drachen forttragen und gänzlich in eben jenem versinken.
Es war, als ertrinke sie in einem See aus Gedanken und Erinnerungen, aus Sorgen und den wenigen Augenblicken eines vollständigen, allumgreifenden Glückes, welche Anwar gemeinsam mit ihr teilte und die das widerspiegelten, was auch sie selbst in sich empfand und das sie selbst immer wieder am Leben hielt, ihr Mal um Mal wieder bewies, wofür es sich lohnte zu kämpfen und jeden Tag aufs Neue aufzustehen. Sie wollte an den Klippen Vroengards stehen, die Sonne noch einmal aufgehen sehen. Sie wollte sehen, wie die Schüler wuchsen, ihre Drachen wuchsen und stärker wurden und sie wollte Frieden für dieses Reich, das ihr so viel gegeben hatte. Vrael beim Erwachsen werden zusehen, dabei zusehen, wie er stärker wurde und eines Tages selbst den Orden führen würde, wenn ihre Zeit gekommen war und sie wollte Nachts in die Sterne blicken und sich sicher sein können, dass Anurin bei ihr war, auf sie hinab blickte und sie sein Lächeln in dem nächtlichen Sternenhimmel erkennen konnte, bevor sie eines Tages zu ihm zurückkehrte.
Es gab noch so viel, für das sie all die Sorgen auf sich nehmen würden - so viel für das es sich lohnte zu streiten und mochten die Zeiten auch stürmisch sein - es gab dort draußen in diesem Meer so unzählige Leuchttürme, an welchen sie sich orientieren konnte und deren Licht sie brauchte. So viele kleine Lichter, für die es sich lohnte, immer wieder das Schwert zu ziehen und den Kampf aufzunehmen. Den Kampf für eine freie und friedliche Zukunft und um ihrer aller Leben.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 5:48 pm

Ein Stück abseits, ein paar hundert Meter vielleicht lag Temerarion, dessen Klauen bereits unter dem dünnen Sand vollständig verborgen war, während er den Kopf, mit geschlossenen Augen auf den Sand gelegt hatte. Es war ein seltsames Klima in diesem Land und jeden Tag den sie hier länger waren, machte ihm diese trockene Wüste mehr zu schaffen. Er war die felsigen Klippen seiner Heimat gewohnt, den kalten, rauen Wind gegen den man jedes Mal erneut ankämpfen musste, wenn der Weg gegen dessen Richtung führte und der einen beinahe vollständig trug, wenn man ihn im Rücken hatte.
„Ich hoffe all dies wird ein gutes Ende nehmen.“ Meinte er schließlich an Arva gerichtet. Es hatte einige Zeit gedauert bis sie beide wieder ein gewisses Grundvertrauen aufgebaut hatten, bis er es wagte wieder mehr als zwei Silben heraus zu bringen und bis er ihm wieder seine Gedanken anvertrauen konnte. Doch inzwischen spürte er den Geist seines Reiters wieder, verwoben mit seinem und auch wenn er noch oft Zweifel verspürte so glaubte er doch, dass inzwischen eine Besserung eingetreten war.
All dies waren Dinge, die er der Hochmeisterin zu verdanken hatte, nicht seinem Handeln und auch nicht Arvas, doch waren beide wohl zu Stur gewesen, um gemeinsam zu einer Lösung zu finden. Und selbst den Zorn der er immer wieder in Arva spürte, erst recht nachdem, was er in den Gedanken des Surdaners gefunden hatte, konnte er inzwischen wieder verstehen, auch wenn er ihn nicht teilte. Arva neigte dazu sich alles Untertan machen zu wollen, selbst Lebewesen und genau dies tat er in diesem Moment mit Anaiah, wobei beide ihm im Grunde nur Leid taten.
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Arva
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 5:58 pm

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht alter Freund" meinte Arva welcher an Temerairons Flanke lehnte und sich mittlerweile seiner Rüstung entledigt hatte, welche momentan in einer Tasche Platz fand die mithilfe des Sattels an Tems Flanke befestigt worden war. Er fuhr sich mit einer Hand durch das lange Haar um den Sand der sich darin festgesetzt hatte loszuwerden, und streichelte dann langsam die Flanke des Drachens um auch dort Feine Sandkörner, die sich zwischen den Schuppen fest gestezt hatten zu entfernen. Das Einzige was wir tun können ist es so schnell wie Möglich nach Aberon zu reisen un dem Kalifen die Haut vom Fleisch zu ziehen. Ich fürchte jeden Tag mehr um sie. Vor allem da es letztlich meine Schuld ist. Hätte ich mich nicht so zurück gezogen... hätte ich sie nicht allein gelassen dann wäre sie niemals geflohen. Ebenso wenig wie ich dich hätte im Stich lassen dürfen. Ich habe mich für viel und noch viel mehr zu verantworten und ich gedenke wenigstens einen Teil dieser Schuld wieder abzutragen, indem ich dafür sorge trage, dass sie frei kommt. Was danach jedoch geschieht... ich befürchte die Hochmeisterin wird mit ihr streng ins Gericht gehen. Vielleicht retten wir sie nur, damit sie danach hingerichtet werden kann
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 6:29 pm

„Nun wir haben ebenso Fehler gemacht Arva, schlussendlich bin ich ebenfalls geflohen und glücklicherweise bin ich noch immer auf dieser Welt. Du siehst Caladhiel noch immer mit einem zu scharfen Blick, sie ist nicht diejenige die alles und jeden nur aufgrund der Regeln des Ordens verurteilt, das solltest du besser wissen als jeder andere. Sie gibt jenen eine zweite Chance, die sie verdienen und Anaiah Flucht hat sie nicht nur selbst gewählt, es war ebenso unsere Schuld.“
Er nahm sich selbst aus dieser Gleichung nicht heraus, wollte es auch gar nicht, denn schließlich war Fearchar ebenso sein Schüler gewesen, wie Anaiah seine Schülerin. „Zu aller erst werden wir sie zurück in unsere Heimat bringen und danach in Ruhe mit ihr sprechen. Wir sind keine Scharfrichter.“ Selbst wenn sich Arva selbst immer gern zu einem solchen Auserkoren hatte, obwohl ihm niemand diese Rolle gegeben hatte, war es nichts desto trotz ein Titel, den im Grunde kein Reiter tragen musste oder sollte. Sie waren Hüter des Friedens und Helfer der Ordnung, keine Schlächter die nur einen Grund suchten um zu töten.
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Arva
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 6:40 pm

Wir nicht bestätigte Arva, schwieg sich dann jedoch aus. Temerairon hatte eine andere Meinung zu Caladhiel als er selbst und diese würde sich wohl auch offensichtlich nicht so schnell ändern, wie er bereits festgestellt hatte. Hoffentlich kriegen wir sie auch in einem Stück zurück fügte er anbei und zeigte ein knappes Lächeln. Wir müssen das Beste hoffen und so schnell wie möglich eingreifen erklärte er. Aber ich bin froh, dass du zurück gekommen bist und wer weiß. Vielleicht entscheidet sich ja auch Anaiah ein zweites Mal für die Reiter. Ich kann es nur hoffen. Hier alleine mit diesem seltsamen Surdaner ist sie dem Untergang geweiht. Es gibt viel zu viele Feinde, das Sklaventum ist zu fest in ihrer Kultur verwurzelt und auch der Einheimische wird nicht ewig leben. Sie stürzt sich nur in ihr Unglück und ich will nicht, dass sie derart leiden muss
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 6:58 pm

„Arva…“ Mahnte Temerairon ihn, konnte er jedoch bereits ahnen, worin dieser Gedanke endete und zu schnell war aus einem Gedanken eine Entscheidung geworden, als dass er dies jetzt ohne weiteres übergehen konnte. „Weder wir, noch irgendjemand anders bei den Reitern kann sich Scharfrichter nennen. Mir ist bewusst dass du Caladhiel nicht als Hochmeisterin befürwortest, doch der einzige Grund aus dem heraus du sie nicht akzeptierst ist der, dass du dich übergangen fühlst. Mit dieser Missgunst fing all das erst an. Das war der Grund warum du dich irgendwann mehr für dein Schwert als für irgendetwas anderes interessiert hast. Oromis unterstützt sie ebenso wie alle anderen Reiter es tun und er hat zusammen mit ihr alles gelernt was er weiß. Er ist weiser als jeder andere Reiter und doch wurde er nicht auserwählt, doch grämt er sich deswegen? Er ist stolz der Hochmeisterin zu dienen und ihr zu helfen. Und jede Hilfe erwidert sie mit Dank, den auch du ernten würdest, würdest du dich nur darauf einlassen.“
Er wollte nicht dass sich das gesamte Schauspiel erneut zutrug und dass er letztlich erneut die Flucht ergreifen musste um Arva daran zu erinnern, was und wer er war. „Und du beginnst erneut über sie zu bestimmen. Bevor du dies tust, solltest du jedoch erst einmal mit ihr reden, ihr helfen. Gib ihr Zeit und ich versichere dir, du wirst mehr ernten als mit jedem Befehl.“
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Arva
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 7:05 pm

Arva öffnete den Mund, doch da ihm nichts kluges einfiel was er hätte sagen können schloss er ihn wieder. Denkst du wirklich so? kam es dann jedoch schließlich nach einer kleinen Ewigkeit von Arva und er spürte das Grollen des Drachens in seinem Rücken, was ihn zum Lächeln brachte. Du glaubst aber auch immer alles besser zu wissen als ich, nicht wahr kleiner Drache? fragte Arva, wenngleich sein Ton auch nicht so schroff klang wie seine Worte vermuten ließen. Ich war nunmal einfach der Meinung, dass sie noch nicht bereit dafür war Hochmeisterin zu werden und das dies nunmal keine Aufgabe ist die auf Beliebtheit basieren sollte aber wenn du so von ihr überzeugt bist werde ich ihr vielleicht auch eine Chance geben es fühlte sich seltsam an diese Worte zu sagen. Zu behaupten er würde ihr eine neue Chance geben. Aber dennoch... er hatte gelernt, dass ein wahrer Reiter nur so Klug wie sein Drache sein konnte und umgekehrt und Arva wollte Tem nicht beleidigen. Vielleicht, möglicherweise hatte der Drache ja sogar teilweise recht.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 7:22 pm

„Du bist unverbesserlich, nicht wahr?“ Er schnaufte laut, doch konnte er über all dies nicht die Erleichterung vergessen, dass Arva inzwischen wieder an seiner Seite war. Er hatte damals einen jungen Elf kennen gelernt, voller Neugier und Mut der bereit war alles zu tun um der Gerechtigkeit zu dienen und selbst wenn es nur noch eine Vorstellung war, Temerairon glaubte noch immer genau dies in Arva zu erkennen. Zwar verborgen und für kaum Jemanden zu erkennen, doch noch immer vorhanden.
„Versuch es nicht sondern tue es Arva. Diese Frau ist, neben all der Freundschaft oder Feindschaft, je nachdem in wessen Meinung wir sprechen, unsere Hochmeisterin. Ihr zu zürnen bringt wirft dich in jeder Hinsicht nur zurück. Rede mit ihr, verstehe sie und möglicherweise wirst du selbst verstehen, warum sie so handelt wie sie handelt. Eben weil sie es tun muss. Und von Schwäche ist in ihr kaum etwas zu erkennen. Du wirst es nicht gern zugeben, doch du musst einsehen, dass sie sich in all den Situationen mehr als souverän bewährt hat.“
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