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 Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste

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BeitragThema: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Sa Jul 09, 2011 11:40 pm

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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Sa Jul 09, 2011 11:44 pm

Wenige Meter hinter Lola tauchten nun Kharas und Teyran auf.
Der Magie seufzte schwer als er die Gestalt des Schattens erblickte.
"Hier seid ihr also" er tat einige schritte auf dem sandigen Boden und der Blick seiner blauen Augen wurde kälter.
"Ich gebe euch direkt jetzt noch die Möglichkeit euch zu ergeben!"
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Sa Jul 09, 2011 11:54 pm

Lola drehte sich um. Dort standen Kharas, der gute wahrscheinlich und Teyran. Mit einem Lächeln auf den Lippen breitete sie ihre Arme aus und meine Wenn das nicht mal Kharas ist. Oh und Teyran. Lange nicht mehr gesehen. Hach die alten Zeiten eben. Oh wie unhöfflich von mir. Ich habe mich noch nicht vorgestellt. Mein Name ist Lola. Einfach nur Lola. Aber das wisst ihr bereits, oder? Und ihr seit gekommen um meine kurze Existens ein Ende zu setzten. Aber daraus wird leider nichts. Ich soll mich ergeben und was dann? Werdet ihr mich dann für immer gefangen halten? Oder ihr tötet Lola. Denn wir werden weiter leben. Oh. Ich bin mir sicher Lola würde das gefallen. Wie das arme Mädchen sich gewünscht hat, dass sie fliehen könnte. ERBÄRMLICH! Der Schatten lachte einmal laut auf. Aber zurück zum Thema. Ihr werdet uns töten müssen. Es gibt keinen anderen Weg. Auch wenn wir uns das wünschen würden, nicht wahr? schon wieder lachte der Schatten. Es war so als würde er langsam verrückt werden. Dann wurde der Schatten auf einmal ganz ernst. Lola ließ ihren Kopf sinken und hob ihn nach ein paar Sekunden wieder langsam an. Ihr eines Auge schimmerte leicht feucht. Aber das könnte auch nur Einbildung sein. Ihr wollt kämpfen? Nun es wird den meisten von uns ein Vergnügen sein euch zu töten. Sie zog ihr Schwert und machte sich bereit.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 12:01 am

" Nun, ihr hattet eure Chance, Schatten !" Das letzte Wort spieh er voller Verachtung aus.
Mit einer Hand löste er den Umhang, den er über seiner Lederrüstung trug und zog seine beiden Schwerter. In seinen Augen waren nur Wut und Hass zu lesen.
Hass auf die Geister, die Lola zu dem gemacht hatten, was sie jetzt war. Ein Monster, das aus Vergnügen Leid und Tod verursachte.
Plötzlich sprang er vor und stieß sein Schwert in Richtung ihres Herzen.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 12:07 am

Lola wich ohne große Mühe aus. Lern erst mal zielen, Spitzohr. war ihre kühle Antwort und sie stieß ihr Schwert in sein Bein. Nur leicht, aber man konnte die Berechnung in ihrem Gesicht sehen. Sie drehte das Schwert einmal in der Wunde um 180° und zog es dann heraus. Es war nicht tief gewesen noch nicht einmal 10 cm. Eher 5. Dich knöpfe ich mir erst vor, wenn Charles auch dabei ist. Dann lächelte sie und schaute ihn an. Lola hat dich verehrt. Dabei bist du nur ein kleiner Hosenscheißer. Sie trat ein paar Schritte zurück. Sie hatte keine Lust mit dem Elfen zu spielen. Jetzt noch nicht.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 12:10 am

Ein kräftiger Arm packte Lola von hinte, presste ihr den Handschuh mit dem Edelstein auf den Mund.
"Höre mir gut zu, ihr finsteren Wesen" flüsterte Kharas in ihr Ohr.
"Ich habe keine Lust auf irgendwelche Spielchen!" der Schatten spürte eine Klinge im Rücken, in Höhe des Herzens.
"Eine letzte Chance euch zu ergeben!"
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 12:14 am

Lola fauchte und wand sich. Versuchte dieser tödlichen Umarmung zu entkommen. Sie war doch noch so jung und so frisch. So konnte das alles noch nicht enden, oder? Panik überkam den Schatten, aber er blieb ruhig. Etwas was die menschliche Lola nie gekonnt hätte. Ich ergebe mich. murmelte sie, fast schon bedauernd, dass sie diese Schande ertragen musste. Konnte ihr denn nicht Scorpio helfen? Ach sie war ihm doch egal. Also blieb nur der Tot und das wollte sie nicht. Sie ergab sich und ließ ihr Schwert fallen.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 12:17 am

Kharas klappte den Kopf des Schattens leicht nach hinten und machte einige Schritte nach vorne wodurch sie gezwungen wurde in die Knie zu gehen, ehe er durch einen Zauber magische Seile heraufbeschwor welche sich um Lolas Körper wickelten.
Nicht zu vergessen, dass er ihr die stimme nahm - ein ausgesprochener Zauber war das letzte was sie gebrauchen konnten.
Dann warf er Teyran Lolas Schwert zu.
"Ihr bestimmt über ihr Schicksal!"
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 12:22 am

"Das glaube ich nicht" stieß eine wispernde Stimme hinter Kharas hervor und dieser wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert, schlug auf den Sandboden auf und bewegte sich nicht mehr.
Schwarzer Sand hatte sich um eine Person gebildete, welche Barfuß neben Lola Platz bezogen hatte.
Die Kleidung hing in Fetzen herab und aus den grauen Augen kam ein grünes Funkeln.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 12:33 am

Langsam humpelte der Elf vor Lola. Die Wunde an seinem Bein, die sie ihm beigebracht hatte, schmerzte noch immer. Unschlüssig stand er vor dem Schatten, als plötzlich ein Mann mit zerrissener Kleidung aus dem Nichts auftauchte und Kharas angriff.
Teyran wusste nicht, wer dieser Mann war und was er hier machte, aber in diesem Moment spielte das keine Rolle. Geistesgegenwärtig ließ er das Schwert Lolas fallen und riss seine eigenen 2 Waffen heraus. Dann benutzte er den selben Zauber, den er bereits bei dem Spiegel-kharas benutzt hatte. " Garjzla"
Ein Schwert auf das Herz des Schatten zielend und das andere auf den Hals des fremden sprang er vor und stieß sie kraftvoll in Richtung ihrer Ziele.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 12:39 am

"Lächerlich" meinte Scorpio nur, hielte Teyrans Klinge mit zwei Finger vor seinem Hals fest und fegte das zweite mit dem nackten Fuß aus dessen Hand.
"Mein Name ist Scorpio" fügte er anbei, ehe eine zweite Hand auf Teyrans Brust gesetzt wurde und dieser durch einen gewaltigen Rückstoß den Boden unter den Füßen verlor
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 12:52 am

Die Luft wurde aus seinen Lungen gepresst, als Scorpio den jungen Elfen auf den Boden schleuderte. " Ahriman ", zischte er und ließ es wie einen Fluch klingen. .
" Vindr " Ein starker Wind wirbelte plötzlich Sand auf und raubte den 2 Kämpfern die Sicht. Wie eine Katze drehte Teyran sich wieder auf die Füße und machte einen Satz vorwärts. Mit seinem unverletzten Bein trat er in die Richtung, in der er den Kopf des Grauvölklers vermutete.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 12:55 am

Der Stiefel traf und Scorpios Kopf ruckte mit einem ekligen geräusch zu Seite, Teyran spürte jedoch wie eien feste Hand nach seinem Bein griff, dieses Um 90° drehte.
"Glaubst du mich besiegen zu können? Etwas, woran soviele vor dir gescheitert sind?"
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 1:08 am

Der Elf spürte einen stechenden Schmerz im Bein, als der Grauvölkler dieses drehte. Mit einem Aufschrei fiel er in den Sand. Er versuchte sich wieder aufzustellen, aber es gelang ihm nicht. Seine beiden verletzten Beine trugen ihn nicht mehr. Rascht griff er in den Stiefel, in welchem er den Dolch aufbewahrten und versteckte ihn in seiner Hand.
Er hatte vor, ihn Scorpio in den Hals zu rammen, falls sich die Gelegenheit böte. Den Zauer, welcher den Sand aufgewirbelt hatte, löste er und der Sand legte sich wieder.
" Irgendjemandem muss es ja mal gelingen ", spieh Teyran dem Grauvölkler entgegen.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 3:25 pm

Lola war aufgesprungen, als sich der Zauber gelegt hatte und hob ihr Schwert auf. Scorpio kam ganz gut alleine klar, aber dennoch wollte sie ihm helfen. Es war ihre Pflicht ihm zu helfen. Irgendwo in irgendeiner Art und Weise. Sie schnappte sich Teyrans Hals und umschlang ihn mit ihrem rechten Arm. Das wirst du aber nicht. zischte sie ihm ins Ohr und biss einmal zu. Sie schmeckte Blut, wenn auch nicht besonders viel. Dann nahm sie seine Hand und seinen anderen Arm. Mit ein paar Bewegungen hatte sie seine Arme auf den Rücken verschränkt und lachte. Das war ja schon beinah zu einfach. lachte Lola auf und verbeugte sich knapp vor Scorpio, wodurch sich ihr Griff aber nicht lockerte.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 3:29 pm

Scorpio trat vor, beugte sich zu Teyran hinunter und...
Eine kräftige Hand griff fest wie ein Schraubstock um Lolas Hals, riss sie von Teyran fort und Scorpio hob sie auf Augenhöhe.
"Habe ich dir den Befehl gegeben dich einzumsichen, Dirne?" zischte er und seine grün-grauen Augen brannten sich in Lolas Netzhaut.
"Wir gehen - heute ist nicht der Tag der Abrechnung - noch nicht!" und in einem grünen Flammensoß waren Lola und Scorpio verschwunden
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   So Jul 10, 2011 3:48 pm

Rasch sah Teyran sich nach Kharas um. Sein linkes Bein war verdreht und in seinem rechten klaffte eine Wunde.
Er entdeckte ihn einige Meter entfernt im Sand der Wüste liegen. Es schien nicht, als habe er sein Bewusstsein schon wieder zurück erlangt.
Der junge Elf sah sich nach irgendetwas um, was als behelfsmäßige Krücke dienen könnte. In der Leere der Wüste wuchsen allerdings keine Plazen, wenn man von ein paar halb vertrockneten Sträuchern absah. Nach ein paar unbeholfenen Versuchen aufzustehen, ließ er sich erschöpft zurück in den heißen Wüstensand sinken.
Die Sonne schien unbarmherzig auf die beiden Elfen nieder. Dem Jüngeren der Beiden blieb nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass Kharas das Bewusstsein zurück erlangte und zu hoffen, dass Ahriman ihn nicht getötet hatte. Denn in diesem Fall würde er in dieser Wüste vermutlich zugrunde gehen.
Kein sehr rühmliches Ende...
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Mo Jul 11, 2011 12:21 pm

Heller Sonnenschein stach Kharas in die Augen, als er langsam versuchte selbige zu öffnen.
Weiße und blaue Lichtpunkten tanzten vor seinem Auge auf und ab, während sich das alles blendende Hell langsam zurück zog und einen Blick auf die nicht weniger karge Umgebung zuließ.
Heller Sand, welcher das Licht der Sonne wiederspiegelte stach in den Augen, die Hitze der Sonne brannte unablässig auf seiner Haut.
Langsam richtete sich der Magie auf, wischte sich den Schweiß aus dem Gesicht und sah sich um.
Lola war nirgends aus zu machen, eine andere Gestalt lag jedoch unweit von ihm im heißen Sand.
Kharas raffte sich auf, eilte auf die Gestalt zu und wirbelte dabei einiges an Sand auf, welcher zumal auch noch seine schnellen Schritte erschwerte.
Schließlich kam er bei Teyran an, kniete sich neben ihn.
"Ihr lebt nocht, welch ein Glück!"
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Mo Jul 11, 2011 12:45 pm

Dieser versuchte aufzustehen, sackte jedoch mit einem Stöhnen wieder zurück in den heißen Sand, als ihm ein stechender Schmerz ins linke Bein fuhr.
Das Loch in seinem rechten Bein hatte er inzwischen geschlossen und nur das Blut im Sand und an der Kleidung zeugten noch davon.
Allerdings reichten die Kentnisse des Elfen nicht aus, um ein verdrehtes Bein zu behandeln.
" Ich bin eher erleichtert, dass ihr noch lebt. ", meinte Teyran an Kharas gewandt und deutete auf sein verdrehtes Bein.
" Es hätte den Rückweg um einiges beschwerlicher gemacht, falls Ahriman euch getötet hätte. "
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Mo Jul 11, 2011 3:39 pm

Sehe ich genauso sprach Kharas und stieß einen leisen pfiff durch die Zähne aus, als er Teyrans Verletzungen genauber begutachtete.
"Das kann ich nicht jetzt und hier behandeln, wartet - ich stütze euch" langsam half er Teyran auf zu stehen.
"Wir werden zurück nach Gil´ead reisen - dort wird sich Charles um euch kümmern können.
Auf magischen Wege sind wir schnell dort - seid ihr bereit?"
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Mo Jul 11, 2011 4:31 pm

" Danke ", bedankte sich Teyran für die Hilfe .
Den linken Arm hatte der Elf um die Schulter Kharas' gelegt um überhaupt stehen zu können.
Jetzt nickte er knapp. " Lasst uns aufbrechen. "
Auf einen Befehl des Magiers hin verschwanden die beiden Elfen.


tbc: Kellerlabor im Anwesen der Hunkills
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Di Mai 27, 2014 11:22 pm

Auf und ab. Immer wieder, auf und ab. Es war das verzerrte Bilder von Menschen die den riesigen Käfig zogen, auf welchem er transportiert wurde. Die zahlreichen Rollen, die man in der Eile liederlich zusammengesteckt hatte knarzten und stockten bei jedem kleinsten Widerstand, sodass die Fahrt für Fearchar ebenso unangenehm war wie für die Menschen, die ihn zogen. Man hatte seine Flügel an seinen Körper gepresst, feine Knochen und dessen weißes Mark war hervor getreten und inzwischen an der Luft getrocknet, hatte man sich doch nicht wirklich darum geschert ob der Drache jemals wieder fliegen konnte. Sein Maul war mit derart dicken Ketten besetzt, dass es bereits dem fettwanstigen Händler Konkurrenz machte, ebenso wie seine Beine. Vier breite Speere, die man von Ballisten geschleppt hatte prangen in seinem Oberkörper, mit feinen Wiederhaken, welche sich jedes Mal neu im Fleisch verzahnten wenn er sich bewegte, da jeder der Speere mit dem Käfig verbunden war.
Zu Anfang war er noch kampfeslustig gewesen, hatte immer wieder versucht zu wiederstehen und sich nicht einfach dem Transport hinzugeben, Anaiah zu finden und einfach zu fliehen. Zu fliehen und diese Menschen brennen zu sehen. Es war seine Schuld, das war ihm Stunde um Stunde mehr bewusst geworden denn er selbst hatte alle dem zugestimmt, hatte sie noch in der De bestärkt sie sollten nach Surda gehen und zum ersten Mal in seinem Leben spürte er Angst. Keine Beiläufige, kurze Angst sondern die Befürchtung vor einer Gewissheit, die Beinahe unausweichlich war.
Er versuchte in den Wagen vor sich seine Büdnispartnerin auszumachen, sandte in den hellen Momenten seine Verstanden seinen Geist aus um sie zu finden, doch war dort nichts, nichts was seinen Ruf beantwortete und schließlich verfiel er immer wieder in den Dämmerzustand, den sowohl Schmerz, wie auch Hunger und Trauer hervor riefen. Auf und ab, das war das einzige was er noch spürte.
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 12:36 am

Es war schlichtweg genug, genug von all der Politik und von den Ränkeschmieden, genug von den hinterlistigen Taten anderer die selbst nicht den Schneid hatten um die Auswirkungen ihrer Planungen zu spüren und lang genug hatte er seine Reiterin von dem abgehalten, was hart und Gerecht war, hatte den Menschen stets eine zweite Chance geben wollen und etwas Gutes in ihnen gesehen.
Es war keine Abscheu, lediglich Enttäuschung und auch wenn er wusste das einzelne Taten nicht für ein gesamtes Volk sprachen, so besah er jeden Menschen doch in diesem Moment mit einem Argwohn, den er selbst nur selten in sich gespürt hatte. Er hatte über die Jahre hinweg gelernt, dass die Ruhe nicht nur ein allzu passendes Gegenstück zu seiner Reiterin war, sondern einem meist auch Wege offenbarte, die man sonst nicht erkannte.
Selbst Feinden gegenüber respektvoll gegenüber treten, Gnade vor Zorn walten lassen – es war bei weitem nicht verschwunden und würde auch nie gehen, doch spürte er seit langer Zeit zum ersten Mal wahren Zorn in sich und dieser würde nicht innerhalb weniger Tage wieder abflauen.
Die selbsternannten Priester einer Religion, die das Hirngespinst irgendeines Mannes war, der einst nur Jünger um sich scharen wollte um so an mehr Macht zu gelangen, die Surdaner die in all ihrer Haufen von Geschmeide, Gold und Sklaven scheinbar ihre Menschlichkeit gänzlich verloren hatten und nicht zuletzt die Schatten. Jeder einzelne von ihnen würde brennen, brennen bis nichts mehr von ihnen übrig war bis auf eine schwache Erinnerung. Ein einfacher Tod allein war für viele der Feinde denen sie begegnet waren, seit sie hier eingetroffen waren nicht mehr genug. Sie würden aus der Geschichte entfernt, ihre Namen unkenntlich gemacht und letztlich nur noch ein Hauch dessen sein, was sie einst waren.
Man war den Reitern seit einiger Zeit selbst machthungrig zu sein, auf den Thron zu gieren und sich so immer und immer mehr Macht zu verschaffen. Doch würden sie ihnen das genaue Gegenteil beweisen. Sie würden sie nicht führen, sie würden die Feinde, die sie selbst nicht Umstande waren zu bekämpfen töten, denen helfen die unter all dem was dieses Land zu verschulden hatte litten, doch die Geschicke dieser Wesen zu beeinflussen, die sich selbst so viel nannten, in all ihren Worten jedoch weder Weisheit, noch Güte fanden? Sie würden beide tot sein, ehe auch nur der Samen dessen, was sie eigentlich in ihren Herzen tragen mussten aufkeimen konnte.
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 1:00 am

'Wir werden sie allesamt büßen lassen', ertönte Caladhiels leise Stimme in den Gedanken ihres Bündnispartners, neben den die Elfe inzwischen getreten war und dem sie jetzt eine Hand auf die großen, schwarzen Flanken legte, behutsam darüber strich und die Augen selbst schloss. Sie hatte Anwar selten so voller Wut erlebt, hatte selten das Beben in seiner Brust als wahre, allumschließende Wut wahrgenommen und nur allzu selten die Hitze seines Körpers nicht als jene des Feuers, das in ihm loderte, kennen gelernt, sondern als die verheerende Kraft, die die Feinde versengte und nichts außer Feuer und Blut zurück ließ. Er hatte nicht versucht, sie zu stoppen und die Elfe war ihm dafür mehr als dankbar, spürte sie doch selbst den Zorn in ihr selbst aufflammen, welcher durch Anwars Emotionen genährt wurde und Raum zum Atmen erhielt. Sie beide waren ein und dieselbe Person und in jenen Augenblicken, in denen Caladhiel selbst nicht mehr wusste, von wem von beiden nun das Gefühl kam, das sie empfand, wurde es ihr Mal um Mal deutlicher.
Mit Grauen dachte sie daran, was sie wohl tun würde, wenn Sklavenhändler Anwar mit sich genommen hätten - welche Angst sie selbst durchgestanden hätte und wie verheerend ihr Zorn sein würde, wenn sie erst die Auslöser für einen solchen Eklat gefunden hätte. Ab und an hatte sie sich gefragt, wie es ihr gehen würde - ob sie sich allein fühlen würde und ob man das Band zwischen Anwar und ihr würde lösen können, aber die Antwort auf jene Frage hatte sie sich selbst geben können. Sie spürte den heißen Sand auf ihren eigenen Handflächen, dort, wo Anwar seine großen Klauen aufgesetzt hatte und sie spürte die wohlige Hitze der Sonne, die auf sie beide herab schien und seine Schuppen wärmte, dafür sorgte, dass auch ihr ein wohliger Schauder über den Rücken fuhr. Seine Gedanken waren die ihren, seine Enttäuschung nagte tief in ihrem eigenen Körper und sie spürte, dass ihre eigene Wut auf ihn übersprang. Niemals hätte jemand eine Möglichkeit gefunden, um sie von Anwar fortzureißen und jene Verbindung, die ihrer beider Geister zusammenschmelzen hatte lassen, aufzuheben. 'Niemand wird noch einmal einen unserer Reiter bedrohen, ohne dafür die bitteren Konsequenzen tragen zu müssen', setzte sie nur wenig später in Gedanken nach, als sie die seinen entschlüsselte und trat neben den großen Kopf ihres Drachen, lächelte sanft als sich sein verbliebenes Auge auf sie richtete.
Sie beide hatten schon so viele Schlachten geschlagen, so viele Feinde gemeinsam besiegt. So oft schon hatten sie mit Feuer und Schwert gegen jene gekämpft, die den Frieden bedrohten und wann immer die Finger der Elfe über ein paar der Schrammen und Scharten in den großen Schuppen ihres Drachen glitten, erinnerte sie sich wieder daran. An den Moment, in dem Anwar sein Auge verloren hatte - den Moment ihres eigenen Schmerzes, die Schlacht um Dras-Leona, als sie beinahe Anurin verloren hatte und die Schlachten gegen Fyham. Sie hatten gemeinsam so unendlich viele Gefahren bereits bewältigt, so viele Feinde zurück gedrängt und Aberon und der Kalif würden nur die nächsten auf einer sehr langen Liste sein. Auch er würde brennen.

__________________________________
"When I thought that I fought this war alone
You were there by my side on the frontline
When I thought that I fought without a cause
You gave me a reason to try"
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BeitragThema: Re: Ebene am westlichen Ausläufer der Wüste   Do Mai 29, 2014 12:34 pm

„Sie alle werden brennen, jedoch nicht nur durch Feuer.“ Erwiderte Anwar und zuckte kurz zusammen als er spürte, in welche Richtung die Gedanken seiner Reiterin glitten. Sie selbst spürte seine Empfindungen ebenso wie er die ihren und gleichermaßen teilte er ihren Zorn, wenn er in ihr aufflammte. Es war über die Jahrhunderte hinweg immer schwieriger geworden ihre beiden Geister, sandte einer der anderen Reiterin den seinen aus um einen von ihnen auszumachen, zu unterscheiden. Sie glichen sich von Tag zu Tag mehr und mittlerweile benötigen sie keine Worte und kaum Gedanken um übereinzustimmen, was zumeist daran zu erkennen war, dass sie so gut wie immer innerhalb weniger Augenblicke eine Einigung finden, als würde man einen eigenen, kurzen Gewissenskonflikt ausfechten, der jedoch ebenso schnell abebbte wie er gekommen war.
Das Band das er mit ihr teilte empfand er noch immer als Geschenk, als Zeichen dessen, dass es in dieser Welt nicht nur Hass, Zorn und Gewalt, sondern auch Güte und Schönheit gab. Keine Schönheit die sich an Äußerlichen Merkmalen messen lies, es ging weit tiefer als das. Schon als er zum ersten Mal den Geist seiner Reiterin berührt hatte, hatte ihn ein Schauer überzogen, hatte er jedoch bei keiner anderen Person die zuvor die Schale seines Eis berührt hatte, eine derartige Aufrichtigkeit gespürt.
Wenn sie irgendwann beide diese sterbliche Welt verließen und ihre Ruhe fanden, abseits von all jenen Sphären die es in dieser irdischen Welt gab, würde man sie vor allem als Zeichen für Gerechtigkeit in Erinnerung behalten. Als Zeichen dafür, dass trotz strikter Gesetzte das Schicksal eines Einzelnen nicht darunter leiden musste und dass jeder Mann und jede Frau genau das bekommen konnte, was Sie verdient hatten.
„Du … Wir haben unser Bestes gegeben diese Welt zu lehren, dass niemand sie besser führen kann als sie selbst und das wir nicht mehr sind als Schilder, dir ihnen auf einem Weg die Richtung weisen.“ Sein Gemüt beruhigte sich langsam wieder und ebenso spürte er, wie auch Caladhiel Puls sich wieder beruhigte und unter der Berührung der sanften Hand, die mit zahlreichen Schwielen und Narben versehen war, schnaufte er leise, was den Sand und Staub stark aufwirbelte.
„Die Menschen mögen sagen da wir sie zurechtwiesen und gängelten, dass wir ihnen Unrecht taten sich in ihr Schicksal einzumischen. Doch wenn ich noch an etwas glaube dann daran, dass wenige Menschen viel bewirken können und gewillt und bereit sind, alles für das Gerechte, für das Richtige zu tun. Gleich was jetzt spricht, die Zeit wird sich an das Erinnern, was wir getan haben – wer wir waren und wie wir gelebt haben. Du hast mich seit jeher ebenso ausgeglichen wie ich dich und für all die Zeit… will ich dir danken.“
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