Foren Rollenspiel

Ein seit 2010 bestehendes Rollenspiel, das von der Vorstellungskraft seiner Nutzer lebt.
 
StartseiteStartseite  PortalPortal  AnmeldenAnmelden  Login  

Teilen | 
 

 Die Küche

Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3  Weiter
AutorNachricht
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 3:13 pm

Caleb verzog stumm sein Gesicht zu einer eher weniger begeisterten Grimasse und lachte dann leise. „Da gebe ich Euch recht, so ganz ist mir das nicht geheuer. Ganz besonders, da in diesem Orden wirklich ein paar skurrile Gestalten sind. Und die als Familie zu betrachten, der Gedanke ist irgendwie... mehr als befremdlich. Besonders für mich... ich habe keine Ahnung, wie eine normale Familie ist, meine war es schließlich nie“, sagte der junge Reiter, der am Ende immer leiser wurde.
Nachdenklich umfasste er mit seinen Fingern das Glas, zog es behutsam zu sich heran und nippte an dem Wein. „Dennoch danke ich sehr für Eure Worte. Ich bin mir sicher, irgendwann werde ich Eure Worte verstehen und wissen, was Ihr meintet. Was eine Familie ist... Auf die Drachenreiter und ihre sturen Novizen“, widerholte Caleb und toastete der Elfe zu.
Er nahm zwei weitere, kleinere Schlucke von dem Wein und stellte ihn anschließend wieder beiseite. Dieses Mal würde er ganz genau darauf achten, wie viel er trank und es vermeiden, am Ende wieder so betrunken zu sein, wie es das letzte Mal, der Fall gewesen war.
Sie plauderten noch über das eine oder andere, das von wenig Bedeutung war und aßen dabei die Suppe. Als sie beide damit fertig waren, räumte Caleb die 'Teller' beiseite und holte den letzten Gang – einen Obstsalat. Eigentlich wäre ihm ja ein Kuchen oder dergleichen lieber gewesen, aber dazu hatte ihm dann doch die nötige Zeit gefehlt.
Doch jetzt, da sich das gemeinsame Essen langsam dem Ende nährte, da der Obstsalat wirklich nur noch eine Kleinigkeit war, wurde Caleb deutlich stiller und ernster.
„Wieso wollt Ihr mich begleiten, Caladhiel-Älfa-Kona? Ich meine, seien wir ehrlich, bislang haben wir nicht allzu viel mit einander machen können. Weder Training, noch diverse Ausflüge... Ihr könntet mich als Schüler noch immer abweisen und Euch jemand... einfacheren suchen. Ich möchte Euch nicht in meine Angelegenheiten ziehen“
Nach oben Nach unten
Caladhiel
Admiss
avatar

Anzahl der Beiträge : 1280
Anmeldedatum : 21.02.11

BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 3:23 pm

Überrascht von der Frage, die ihr Schüler stellte, hob Caladhiel den Kopf und ließ die kleine Gabel sinken, die kleine Schale mit dem Obstsalat von sich schiebend. Verständnislosigkeit, ob der Frage, die er gestellt hatte, stand in den mandelförmigen Augen der Elfe, die sie nun erneut auf Caleb richtete.
"Du bist mein Schüler, ganz gleich, wer etwas dagegen sagen sollte und ich bin stolz auf das, was du erreicht hast und auf dich selbst, auch wenn ich wohl nicht dafür verantwortlich bin", begann sie, denselben ernsten Ton anschlagend, den er für die Frage genutzt hatte.
"Es ist wahr. Wir hatten bislang nicht allzu viel Zeit für ein Training, Ausflüge oder alles andere, was zu deiner Ausbildung dazu gehört aber es ist nicht die Pflicht, die mich bei dir hält, Caleb. Ich möchte dir helfen, weil ich fest daran glaube, dass es das Richtige ist - dass es das Richtige ist, was die Gilde tut, der du angehörst.
Ich weiß, dass du fähig bist all dies auch allein zu durchstehen, wenn es sein muss und ich möchte nicht, dass du dich unfähig fühlst, weil ich dich nicht allein lasse. Ich will nicht, dass dir etwas geschieht oder dass unsere Feinde dich in die Finger bekommen, aufgrund deiner Selbst. Weil dein Licht noch lange nicht erlöschen soll, das so hell brennt und die Finsternis vertreibt."

__________________________________
"When I thought that I fought this war alone
You were there by my side on the frontline
When I thought that I fought without a cause
You gave me a reason to try"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 4:18 pm

„Oh, ich erlösche schon nicht“, antwortete Caleb leichthin und mit einem amüsierten Lächeln im Gesicht.
„Aeon und ich werde aufpassen... nur, es wäre mir lieber, wenn Ihr mit Anwar nicht mit uns geht. Es ist nicht Euer Problem und ich will auch nicht, dass es zu einem wird. Ich möchte mir keine Sorgen um Euch machen müssen, wenn Ihr uns begleitet. Selbst wenn mir klar ist, dass Ihr gut auf Euch selbst aufpassen könnt, vermutlich besser, als ich auf mich, dennoch...“ Der junge Reiter biss sich auf die Lippe, kniff die Augen ein wenig zusammen und ließ seinen Blick dann durch die Küche schweifen. Es gab keinen handfesten Grund, weswegen sie ihn nicht begleiten sollte. Zumindest keinen, den er noch nicht gesagt hatte. Aber darüber ging die Elfe ja hinweg, als hätte er nur heiße Luft von sich gegeben. Wieso tat sie ihm nicht einfach den Gefallen?
Lass Caladhiel doch einfach gewähren. Sie wird schon wissen, was sie tut.
Nein! Ich will nicht, dass sie dabei ist! Wir gehen heute Nacht, ohne sie.
Caleb, was soll das? Hast du Angst, du würdest in gefährlichen Situationen anders handeln, weil sie bei dir wäre?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es so sein wird..., gab Caleb etwas unbedacht von sich, woraufhin er ein leises Schnauben von Aeon hörte. Das klingt aber nicht gut, Kurzer.
„Wenn ich Euch verspreche, auf mich aufzupassen und keine allzu großen Dummheiten zu begehen, würdet Ihr mich denn dann alleine ziehen lassen?“
Nach oben Nach unten
Caladhiel
Admiss
avatar

Anzahl der Beiträge : 1280
Anmeldedatum : 21.02.11

BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 4:25 pm

"Du wirst ohnehin gehen, Caleb", antwortete Caladhiel im selben Moment, auf seine Frage hin, mit einem wissenden Lächeln auf den Lippen während sie innerlich bereits nach Anwars Geist tastete und diesen darauf vorbereitete, dass sie wohl recht kurzfristig aufbrechen würden. Sie wollte, dass der Bündnispartner vorbereitet war - zumal Caleb wohl nicht der einzige Novize sein würde, der in einer Nacht und Nebel Aktion aufbrach.
"Erkläre ich mich nicht einverstanden deine Bitte zu erfüllen und beharre darauf dich begleiten zu können wirst du mitten in der Nacht, sobald alle schlafen, aufbrechen und ich werde am nächsten Morgen davon erfahren. Gewähre ich dir den Wunsch allein zu gehen, bringst du dich in größte Gefahr", erklärte sie und das Lächeln auf ihren Zügen wurde wieder ehrlicher, wärmer während in ihren Augen ein wohlwollendes Blitzen erschien.
"Ich kenne die Denkweise unserer Novizen, insbesondere, wenn es dabei um etwas geht, das einem wichtig ist. Vermutlich hätte ich selbst nicht anders gehandelt."

__________________________________
"When I thought that I fought this war alone
You were there by my side on the frontline
When I thought that I fought without a cause
You gave me a reason to try"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 4:49 pm

„Schön, dann habt ihr ja schon alle Möglichkeiten aufgezählt und Ihr meint, Ihr wüsstet, wie ich denke, fein“, murrte Caleb, dieses Mal mit einem gekünsteltem Lächeln und wirkte sichtlich verärgert. Er sträubte sich vehement dagegen, ihr seine Erlaubnis dafür zu geben, auch wenn sie keine brauchte. Sie würde es vermutlich trotzdem machen. Ganz genau so, wie er wohl an ihrer Stelle handeln würde, was ihn nur noch mehr verärgerte. Seufzend fuhr er sich durch das blonde Haar und mies es, ihr ins Gesicht zu blicken.
Die Kochstelle und die Fackeln waren ohnehin viel spannender...
Eine unangenehme, angespannte Stille breitete sich in der Küche aus, während Caleb seinen Obstsalat aß. Einen zweiten Nachschlag wollte er nicht – dazu fehlte ihm inzwischen der nötige Appetit, der ihm bei diesem Gespräch allerdings gehörig vergangen war.
„Caladhiel“, fing Caleb nach einer Weile an, wobei man seine leise Wut in der Stimme hören konnte, was sich auch darin zeigte, dass er dieses Mal jeglichen elfischen Schnickschnack weg ließ.
„Ich will nicht, dass Ihr mir folgt, oder mich begleitet. Lasst mich in Frieden und kümmert Euch um Eure eigenen Probleme. Und dies ist ganz gewiss keine Bitte“, sagte der mit ernster Stimme und stand auf.
Nach oben Nach unten
Caladhiel
Admiss
avatar

Anzahl der Beiträge : 1280
Anmeldedatum : 21.02.11

BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 4:58 pm

Vollkommen ruhig erhob sich die Elfe von ihrem Platz, ließ sich nicht von den Worten des Jüngeren beeindrucken, die dieser ihr zuvor so schroff an den Kopf geworfen hatte. Sie wusste, sie hatte einen wunden Punkt erwischt, denn er war wohl nicht umsonst ihr gegenüber so hart geworden und versuchte nun mit allen Mitteln, sie gegen sich aufzubringen.
"Wenn du willst, dass ich dich in Frieden lasse, Caleb, dann wiederhol deine Worte in der alten Sprache. Sag mir dann noch einmal, dass ich dich in Frieden lassen und mich mit meinen eigenen Problemen befassen soll. Sag mir noch einmal, dass du dir wünscht, dass ich nicht hier wäre und dich aufgeben soll.
Wenn deine Worte der Wahrheit entsprechen werde ich deine Bitte oder den ... Befehl, die Anweisung, wie immer du es nennen magst, befolgen"
, antwortete sie ruhig, ohne dass ihre Stimme auf eine eventuelle Gefühlsregung der Reiterin schließen ließ, die nun ihm gegenüber Stellung bezogen hatte und ihre dunklen Augen auf denen ihres Schülers fixiert hielt, als wolle sie damit den wahren Gedanken hinter seinen Worten ergründen.

__________________________________
"When I thought that I fought this war alone
You were there by my side on the frontline
When I thought that I fought without a cause
You gave me a reason to try"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 5:26 pm

Caleb... lass es lieber. Das ganze nimmt doch kein gutes Ende mehr. Caleb... Caleb!, raunte Aeons Stimme in dem Kopf des jungen Reiters, der jedoch vollkommen auf Durchzug schaltete. In diesem Augenblick wollte er sich von niemanden beratschlagen lassen und er wollte schon gar nicht klein bei geben. Caleb steckte seine Hände in die Hosentaschen, umrundete den Tisch mühelos und blieb dann nur einen knappen Schritt vor ihr stehen. Er gab sie die größte Mühe, den Ärger und die stille Wut aus seiner Mimik zu verbannen und sah daher erstaunlich sachlich drein, als würden sie hier über irgendetwas banales verhandeln. Es war gar nicht nötig, sich irgendwelche Worte zurecht zu legen, mit denen er sie nun auch in der Alten Sprache überzeugen wollte, er sprach einfach das aus, was ihm auf dem Herzen lag.
„Caladhiel, ich empfinde vermutlich mehr als ich sollte für Euch. Weit aus mehr und das schon seit dem ich Euch in dem Herrenhaus in Gil'ead aufsuchte. Wenn Ihr jetzt mitkommen würdet, bin ich mir sicher, Ihr wäret für mich eine Behinderung und ich würde mich viel zu sehr von Euch ablenken lassen“, sagte er, schaute ihr stumm in die Augen und wandte sich dann um.
„Bliebe also die Frage, was mich in weitaus größere Gefahr bringen könnte“, fuhr er fort und begann das Geschirr abzuräumen. Zuletzt löschte er die kleinen Flammen der Kerzen mit seinen Fingern.
„Ich bin mir sicher, es wäre das Beste für Euch...und für mich, wenn wir getrennte Wege gehen“
Nach oben Nach unten
Caladhiel
Admiss
avatar

Anzahl der Beiträge : 1280
Anmeldedatum : 21.02.11

BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 5:49 pm

Erneut kehrte die angespannte Stille zwischen den beiden zurück, legte sich über die beiden wie ein schwerer Mantel, der jegliches Geräusch erstickte. Caladhiels Herz setzte für einige Schläge aus ehe es seine Arbeit wieder heftiger denn je aufnahm als es der Reiterin dämmerte, was ihr Schüler soeben offen gelegt hatte.
Sie hatte damit gerechnet, dass er sie anschreien, vielleicht sogar beleidigen würde aber nicht mit dieser Offenbahrung. Die Elfe verlor für den Bruchteil einer Sekunde die Fassung, in der ihr die Gesichtszüge entglitten bevor sie die Haltung wieder zurückgewann. Es durfte nicht sein - die Regeln des Ordens, all jene Vorschriften und Gesetze, die zu ihrem Schutz aufgeschrieben worden waren und die die Elfe lange Jahre studiert hatte.
Was sollte sie sagen? Jedes einzige Wort, das sie nun formen konnte würde die Situation nicht mehr retten - es würde etwas in Caleb zerstören und die Worte, die sich nur langsam über die trockenen Lippen der Elfe schälten, schmerzten sie mehr als jede Waffe, die ihr einst Verletzungen zugefügt hatte.
"Du ... hast deine Entscheidung gefällt und ich habe sie zu akzeptieren."
Ein Gefühl, gleich dem Gang zum Galgen, erfüllte die Reiterin und ließ sie schwer atmen während sie mit einer Hand durch die dunklen Haare fuhr, die ihr wirr auf der Schulter lagen und sich dann umwandte.

__________________________________
"When I thought that I fought this war alone
You were there by my side on the frontline
When I thought that I fought without a cause
You gave me a reason to try"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 6:15 pm

Caleb stellte das Geschirr noch in einen großen Zuber mit Wasser und krämpelte sich die Ärmel zurück. Er brauchte irgendwie Beschäftigung, vermutlich um nicht weiter seinen Gedanken zu hören zu müssen, die die verschiedensten Dinge brüllten. Ihm was das ganze nicht wirklich minder unangenehm, aber es war in seinen Augen der einzige Weg gewesen, sie zum Dableiben zu bewegen. Auch wenn er dafür die Wahrheit aussprechen musste...
Der junge Reiter war froh darüber, dass sein Drache diesbezüglich schwieg. Selbst wenn dies nur vorübergehend so sein sollte. Für die jetzige Stille war er durchaus dankbar.
Caleb schluckte und machte sich daran, dass Geschirr zu spülen. „So sei es. Habt Dank für Eure Einsicht. Ich hoffe, auch wenn das Essen anders geendet hat, als geplant, dass es Euch wenigstens geschmeckt hat“, sagte er, nur halb so munter, als vorhin noch und schaute dafür nicht einmal mehr zu Caladhiel auf. Die Angst davor, etwas dummes zu tun, wenn er es tat, war zu groß.
„Ich werde hier noch ein wenig abräumen... die Sachen sauber machen, daher... wünsche ich Euch noch einen schönen Abend. Viel Erfolg... für das, was nun ansteht“
Nach oben Nach unten
Caladhiel
Admiss
avatar

Anzahl der Beiträge : 1280
Anmeldedatum : 21.02.11

BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 6:49 pm

Seine Worte änderten nichts an dem Schmerz, den der Verlust ihres Schülers nach sich zog und sein aufrichtiger Wunsch nach einem schönen Abend klang in ihren Ohren höhnisch, beinahe so, als wolle er sie damit verspotten. Die Elfe brauchte einige Anläufe bis ihre zitternden Finger die kalte Türklinke umgriffen und sie eben jene einen Spalt breit öffnete.
"Ich ...", begann sie und brach dann kopfschüttelnd ab, sich mit einem freudlosen Lächeln noch einmal über die Schulter zurückwendend und Calebs Gestalt musternd. Sie wusste, sie würde ihn nun eine ganze Zeit lang nicht mehr sehen, wusste, dass die Gefahr, der er sich widmete, ihn eine ganze Weile lang von dem Orden trennen würde - von ihr trennen würde.
"Ich hoffe, dass du wohlbehalten wieder zurückkehren wirst", sagte sie dann und verfluchte sich im nächsten Moment selbst für die kühlen Worte, die ihre Lippen verließen, ohne dass die Elfe darüber nachgedacht hatte. Das war es nicht gewesen, was sie hatte sagen wollen.
"Vielleicht ... wenn du es wünscht ... werden wir eines Tages wieder so sprechen können, wie wir es vor diesem Abend taten ... Ich wünsche dir Glück und Stärke auf deinem Weg", fügte sie nach mit einem leisen Seufzen hinzu und schob sich durch den schmalen Spalt hinaus auf den Gang, die Tür zur Küche leise hinter sich schließend und den nächsten Versuch startend den Schmerz über den Verlust zu verdrängen.
All das wuchs ihr über den Kopf und mit Calebs Verlust war ihr erneut deutlich geworden, wie wenig sie doch in der Lage war den Orden zusammen zu halten - immerhin gelang es ihr ja noch nicht einmal ihren Schüler bei sich zu halten.
Die ersten Schritte der Elfen waren noch langsam, doch mit wachsender Entfernung zur Küche wuchs ihre Wut auf sich selbst und auf alles andere und sie beschleunigte ihre Schritte, Zuflucht bei demjenigen suchend, der ihr bislang immer zur Seite gestanden hatte - ihrem Drachen.

tbc: Hort
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Mai 20, 2011 8:03 pm

Caleb wartete noch eine Weile, bis die Schritte im Korridor verklungen waren, dann holte er aus und warf einen der Töpfe gegen die Wand. Scheppernd fiel dieser zu Boden, während die Wand eine deutliche Macke davon trug. „Verdammt“, fluchte er und starrte dann auf seine verletzte Hand hinab. In diesem Moment würde er sich nur zu gern noch einmal ein Messer in die Hand rammen, wenn das bedeutete, diesen Abend ungeschehen zu machen. Aber so einfach war das leider nicht... Widerwillig hob Caleb den Topf wieder auf und setzte seine Aufräumaktion fort. Es dauerte eine ganze Weile, da er in Gedanken mit sich rang. Er hasste sich dafür, dass er soweit hatte gehen müssen... hasste in diesem Augenblick auch das verdammte Tattoo und die Gilde. Warum jetzt? Warum ausgerechnet jetzt...
Als er die Küche schließlich verließ, war es hinter den Fenstern pechschwarz. Caleb hielt einen Tuch in der Hand, in der etwas zu Essen eingepackt hatte, außerdem hatte er auch einen Trinkschlauch aufgefüllt, mit dem er sich nun direkt auf dem Weg zu Aeon machte.
Besser er geht sofort, als später...
In Gedanken rief er seinen Drachen herbei, er solle irgendwo außerhalb der Festung landen und auf ihn warten.

Tbc: mal schauen
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 7:44 pm

Caleb brauchte nicht wirklich lange, bis er die Küche der Feste erreicht hatte. Seine Beine hatten von ganz alleine einen Zahn zu gelegt, nachdem sein Bauch erneut knurrte. Umso so erleichterter griff er nun nach der Klinke, drückte diese hinunter und betrat die Küche.
Ein seliges Lächeln trat auf sein Gesicht, als ihm der Geruch von köchelnden Speisen in die Nase zog. Unweigerlich fuhr er sich mit der Zunge über die Lippen und überlegte, was man da wohl genau zubereitet hatte, als er erstaunt die junge Frau an einem der Tische erkannte.
Ein Ruck ging durch den jungen Reiter, der mit einem Mal wieder Haltung annahm und sich leicht verneigte.
„Eomie-Elda, Euch hätte ich hier nicht erwartet“
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 7:54 pm

„Überraschung“ Die junge Elfe rückte den Stuhl nach hinten und stand auf. Mit einem Lächeln schaute sie zu Caleb und legte mit aller Seelenruhe ihre Finger an die Lippen. „Ich habe vorhin etwas gegessen... aber ich dachte mir, ich könnte Euch etwas Gutes tun“, sagte sie und wies dabei auf den Tisch. Auf diesem standen zwei große Teller, auf denen verschiedene Speise drapiert waren. Nicht nur Gemüse, wie Blumenkohl, Erbsen und Karotten, Kartoffel, sondern auch Fleisch, über dem eine dunkle Soße gegossen worden war, waren angerichtet und waren auch scheinbar die Quelle des köstlichen Geruchs.
„Ich dachte mir schon, dass Ihr kommen würdest. Die Reise war lang und anstrengend, da war es nur eine Frage der Zeit, bis ihr hier her kommen würdet. Also... setzt Euch, lasst es Euch schmecken!“
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 8:03 pm

„Uhm... das ist... freundlich. Sehr“ Ein wenig skeptisch musterte der Reiter sie, trat dann einen weiteren Schritt in den Raum und schloss die Türe hinter sich. „Wofür habe ich das denn verdient? Also, nicht, dass ich mich jetzt beschwere- um Himmels willen, nein, aber... so viel Mühe? Sehe ich etwa auf einmal so bedürftig aus, weil ich nur noch einen Arm habe? Keine Sorge, ich werde schon nicht vom Fleisch fallen“, raunte Caleb, ging zu dem Tisch hinüber und nahm dann gegenüber von Eomie Platz.
„Trotzdem... dankeschön, Eomie-Elda“
Auf eine weitere Aufforderung hin rückte er mit den Stuhl näher heran und schöpfte sich dann etwas von dem Essen auf den leeren Teller, den die Elfe wohl bereits für ihn bereit gestellt hatte.
„Mh... ich kann gar nicht so schnell kauen, wie ich schlucken möchte“, seufzte Caleb leise genießerisch, nach den ersten zwei, drei Bissen und lächelte nach dem Schlucken Eomie wesentlich gelassener an.
„Und Ihr habt wirklich keinen Hunger mehr?“
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 8:18 pm

„Nein, danke, das ist ganz allein für Euch. Seht es... als letztes Mahl, bevor das harte Training beginnt“ Eomies Stimme war seltsam charmant, süffisant und ihre Augen hatte sie mit einem amüsierten Lächeln leicht zusammen gekniffen. Auch sie hatte wieder an dem Tisch Platz genommen und hatte ihre Hände im Schoß gefaltet, während sie Caleb beim Essen zu sah.
Die Elfe gab sich nicht die Mühe zu verbergen, dass sie etwas im Schilde führte und in ihrem Kopf bereits ein Plan heran gereift war.
Bedächtig wartete sie ab, bis der junge Reiter bereits ordentlich zu gelangt hatte und lehnte sich dann ein wenig nach vorne.
„Es ist übrigens auch Eure letzte Mahlzeit die... Fleisch beinhalten wird. Langsam solltet Ihr Euch daran gewöhnen, Euch auf Früchte der Erde zu beschränken. Gemüse, Obst und dergleiches... Daher nehmt meine Worte ernst, lasst es Euch schmecken, denn Ihr werdet es in dieser Kombination nie wieder essen, Caleb-Finiarel“
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 8:30 pm

Caleb fiel so ziemlich alles aus dem Gesicht und die Gabel aus der Hand, während er erstaunt zu Eomie aufschaute. Nur langsam wurde ihm bewusst, dass er noch etwas zu essen im Mund hatte, das er eben noch rasch fertig kaute und herunter schluckte.
„Das ist ein Scherz, oder? Haha... mal im ernst... das will ich sehen, wir Ihr dafür sorgen wollt. So lange Aeon Fleisch essen darf, darf ich das doch wohl auch! Ich verzichte doch nicht wegen Euch Elfen auf mein Fleisch!“, murrte er, war versucht trotzig sein Kinn vorzuschieben und seine Arme zu verschränken, aber er in Anbetracht seiner Vorsätze, tat er es nicht.
Schweigend schaute er in die Augen der jungen Elfe, erwiderte ihren Blick, der ihn, wenn er ehrlich war, schon einschüchterte. Irgendetwas in ihren Augen sagte ihm, dass sie die Wahrheit sagte. Und wenn sie eigenhändig dafür sorgen musste.
Caleb schluckte, grummelte dann etwas in seinen imaginären Bart und aß weiter.
„Kann doch nicht wahr sein... Und was passiert Morgen? Schreibt Ihr mir vor, was ich zu tragen habe? Wie ich gehen und stehen muss? Ich dachte, Ihr wolltet mir nur helfen, und mich nicht ausbilden, oder so“
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 9:01 pm

Mit einem wissenden Lächeln lehnte sich Eomie zur Seite, griff unter den Tisch und zog dann einen Beutel hervor, den sie kurz hoch hob. Mit der anderen Hand öffnete sie diese, sodass Caleb einen Blick hinein werfen konnte. „Kleidung. Für dich. Das, was du da an hast, kann man nämlich schon gar nicht mehr als Kleidung identifizieren. Außerdem musst du dich als Reiter und Mitglied des Ordens besser präsentieren, als... so“, raunte sie und ließ dabei ihren Blick an ihm auf und ab gleiten, soweit es ihr möglich war.
Raschelnd verschwand der Beutel wieder unter dem Tisch und die Elfe lehnte sich zurück. „Und an Eurer Haltung solltet Ihr wirklich noch ein wenig arbeiten. Aus dem gleichen Grund, warum Ihr auch auf Eure Kleidung achten solltet“, sagte sie in sachlichem Ton und strich sich das blonde Haar zurück.
„Und nein, das Ausbilden überlasse ich nach wie vor deinem zukünftigen Lehrmeister, aber... das heißt ja nicht, dass ich Euch nicht ein wenig erziehen kann“ Eomie lachte leise und nickte dann zu einem Krug hin.
„Schenkt Euch etwas ein, verdursten sollt Ihr ja nicht...“ Sie nahm den Krug in die Hand und schenkte ihm etwas ein.
„Ich setze große Stücke in dich... und ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um dir zu helfen. Vertrau mir einfach, schlucke die Widerworte hinunter und mach einfach, was ich dir heute und die kommenden Tage sage, in Ordnung?“, wisperte sie etwas leiser und lächelte ihn dabei aufmunternd an.
Nach oben Nach unten
Vrael
Drachenreiter
avatar

Anzahl der Beiträge : 901
Anmeldedatum : 02.04.10

BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 9:17 pm

Ein räuspern durchbrach die Stille.
"Chrm, chrm" Vrael, welcher locker im Türrahmen stand hob die Brauen und betrachtete Eomie.
"Bei allem Respekt Lady Eomie, aber weder die Erziehung noch Ausbildung - ja nicht einmal die Einkleidung und Essensgebung eines Novizen der Reiter liegt in eurem Aufgabenbereich, ihr überschreitet gerade - wenn auch mit gutem Willen - eure Kompetenzen!"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 9:30 pm

„Es ist äußerst unhöflich, ein Gespräch auf diese Weise zu unterbrechen. Hat Euch das niemand beigebracht, Vrael-Finiarel?“, entgegnete Eomie und wandte sich mit einem müden Lächeln zu dem Jungen um. „Außerdem muss ich Euch widersprechen.
Ich überschreite nicht meine Kompetenzen. Um das zu behaupten, fehlt Euch die Kenntnis über mein Leben, über mein Können.
Ich überschreite hier allerhöchstens meine Grenzen“
, sagte sie mit nüchterner Stimme, behielt das schmale Lächeln jedoch bei.
„Ich helfe Ihm. Die anderen von Euch sind ja gerade beschäftigt und ich erklärte mich gegenüber Caladhiel-Elda bereit, mich um ihn zu kümmern. Und das tue ich gerade, oder besser gesagt, ich tat es, bevor Ihr, ohne Anzuklopfen, herein kamt“
Nach oben Nach unten
Vrael
Drachenreiter
avatar

Anzahl der Beiträge : 901
Anmeldedatum : 02.04.10

BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 9:36 pm

"In Dorú Areaba gibt es keine Geheimnisse, und als Reiter darf ich hingehen wo es mir beliebt Lady Eomie" widersprach Vrael und schüttelte den Kopf.
"Außerdem habt ihr nicht das Recht mich vor meinem Schüler zurecht zu weisen, ihr helft ihm soweit wie ich es wünsche, alles andere wird mit Konsequenzen geandet.
Ihr seid immer noch Gast in diesen Hallen Lady Eomie, denn ihr seid - auch wenn euch das entgangen sein mag keine Reiterin!"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 10:06 pm

Nur mit Mühe schluckte Caleb seinen letzten Bissen hinunter, ehe er blinzelnd und mehr als fassungslos zwischen den beiden hin und her sah. Hatte er irgendetwas verpasst? Zuerst irritierte ihn nur der Tonfall und die Wortwahl der beiden, doch als 'meinem Schüler' fiel, verschluckte sich der junge Reiter. Nun da er den Mund wieder frei hatte, schüttelte er leicht den Kopf – irgendwie war ihm der Hunger vergangen. „Was heißt hier 'Schüler'?“, fragte er in die Runde, legte die zuvor wieder aufgenommene Gabel erneut beiseite. Skeptisch musterte er erst Eomie, dann Vrael.
Er zweifelte nicht daran, dass Eomie es nur gut mit ihm meinte, er wusste ja selbst, wie er meistens auf andere wirkte – und seine Kleidung musste er wirklich wechseln... Doch diese Worte blieben irgendwo zwischen Hirn und Zunge stecken.
„Wieso habe ich das dumme Gefühl, dass hier niemand mit mir Klartext redet. Also, was soll das heißen, 'Schüler'? Seit wann denn!? Fragt man mich vielleicht auch mal jemand nach meiner Meinung, oder wird die inzwischen ebenfalls einfach unter den Tisch gekehrt?“, raunte er verstimmt und stand auf.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 10:07 pm

„Wow, das Feingefühl habt ihr von, hm... wem gelernt? Wirklich, grandioser Auftritt“, raunte Eomie, lehnte sich auf ihrem Stuhl wieder zurück und schenkte sich mit einer anderen Karaffe etwas Wein ein. Schnaubend nippte sie an ihrem Glas, stellte dieses dann jedoch wieder ruhig zurück auf den Tisch. „Mir war nicht Bewusst, dass Ihr als Lehrmeister für Caleb-Finiarel vorgesehen wart. Natürlich werde in diesem Fall Euren Wünschen und Mahnungen nachkommen... Aber... Ihr solltet das vielleicht auch mit Eurem Schüler absprechen“, sagte sie und umging den letzten Satz des Reiters, wofür sie ihn am liebsten hochkant aus dem Zimmer gejagt hätte. Doch dies behielt sie lieber für sich und wusste auch, dies gut zu verbergen.
Nach oben Nach unten
Vrael
Drachenreiter
avatar

Anzahl der Beiträge : 901
Anmeldedatum : 02.04.10

BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 10:20 pm

"Ich ging davon aus das Lady Caladhiel es ihm bereits mitgeteilt hat" schnaubte Vrael und schüttelte nur den Kopf, ehe er sich wesentlich ruhiger und freundlicher an Caleb wandte.
"Lady Caladhiel übertrug mir als - numehr geweihter Reiter die Ehrenvolle Aufgabe dich aus zu bilden - sie meinte das wir voneinander lernen würden.
Ich ein guter Lehrer, und du ein guter Schüler zu werden!"
erklärte er dem Jungen in ihrer gemeinsamen Muttersprache.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 10:49 pm

„Die Kommunikation funktioniert bei euch Reitern ja wunderbar. Vielleicht bin ich deswegen ja noch nicht im Orden“ Eomie strich sich die blonden Strähnen zurück, rückte den Stuhl zurück und stand auf. „Entschuldigt mich, Caleb-Finiarel... wir werden wann anders dieses Gespräch fortsetzen“, sagte sie leise an ihn gewandt und legte den Beutel mit der Kleidung auf den Stuhl. Ein letztes Mal schenkte sie ihm ein aufmunterndes Lächeln und drehte sich dann um.
Als sie an Vrael vorüber ging, würdigte sie ihn nur eines kurzen Blickes, in dem ihre Mundwinkel nur für einen Sekundenbruchteil nach oben zuckte.
Anschließend trat sie an ihm vorbei und verließ den Raum. Sicherlich hatten die beiden genug zu klären.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast



BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Jul 06, 2011 10:50 pm

„Du. Mein Lehrer“, stellte Caleb noch einmal trocken fest und ließ sich dann schnaubend wieder auf seinen Stuhl fallen. Er konnte das nicht glauben! Leise Worte verließen seinen Mund, während er sich fahrig durch das blonde Haar fuhr. Vrael war sein Lehrmeister!? Er war mindestens vier Jahre jünger! Wenn nicht sogar fünf! Fünf! Was dachte sich Caladhiel eigentlich dabei!? Murrend griff er nach seinem Glas und leerte dies in einem Zug, nur um es mit Wein wieder anzufüllen.
„Bist du mir deswegen gefolgt? In Halibels Anwesen? Weil du dich für mich verantwortlich gefühlt hast? Wusstest du es schon dort?“, fragte er gefährlich ruhig, nachdem er tief eingeatmet hatte.
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Die Küche    

Nach oben Nach unten
 
Die Küche
Nach oben 
Seite 2 von 3Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3  Weiter

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Foren Rollenspiel :: Festung Dorú Areaba :: Erdgeschoss-
Gehe zu: