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 Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast

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BeitragThema: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Fr März 18, 2011 5:24 pm

Eine schöne, ruhige Laube die nur wenige Besucher täglich zählt.
Einst haben hier viele Paarschließungen und versprechen statt gefunden jedoch wurde die Laube seit Jahren nicht mehr benutzt
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Sa März 19, 2011 5:12 pm

Lenegad stellte sich hinter einen Großen Baum damit er nicht gesehen wurde. Dann überlegte er wie er es am besten angehen konnte. Vermutlich wäre das beste wenn er sich ausserhalb des Palastes halten würde und nicht direkt zu dem Neugeborenen laufen würde. Er entsandte kurzzeitig seinen Geist nachdem er sich versichert hatte das er einen Schutz gegen fremde und Feindliche Eindrücke und Gedanken sowie Versuche ihn zu töten hatte und streifte alles Lebende das erst wenig Erinnerungen gesammelt hatte. Die jüngsten Wesen die auch noch elfisch waren malte er sich auf eine kleine Karte auf um den Standort genau bestimmen zu können. Er suchte desweiteren an der geistigen Signatur nach Anzeichen das er die Kinder ihrem Zuhause zuweisen konnte. Besser gesagt den Eltern. Er suchte nur das der Ratsherrin. Er konzentrierte sich und suchte nach Anzeichen davon.

(Erzähler Post ob ich etwas entdecke?^^)
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Sa März 19, 2011 5:21 pm

Ein kleiner, hell leuchtender Punkt in Lenegads Geist deutete auf das Haus der Schmiedin Rhunön hin und auch der Ring an Lenegads Finger erwärmte sich als er eben jenen kleinen energiereichen Geistespunkt berührte.
Doch irgendetwas störte die weitere Ortung des kleinen Kindes, eine weiße und fremdartige Energie welcher er keinem Lebewesen zuordnen konnte das er jemals gespürt hatte
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Sa März 19, 2011 9:17 pm

Lenegad blieb auf dem Punkt haften den er mit seinem Geist entdeckt hatte. "Zeig mir was dort verborgen liegt" Sprach er in der alten Sprache und erhoffte sich ein Bild von der Ferne machen zu können. Normalerweise würde ihm dieser Spruch diesen Punkt der Welt so zeigen wie seine eigenen Augen ihn sehen würden.
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Sa März 19, 2011 10:11 pm

Der hell leuchtende Punkt wandelte und formte ich vor Lenegads geistigem Auge, erschuf Details aus dem Nichts welche erst genauso leuchtend waren wie der Punkt und alsbald die natürlichen Färbungen des Baumes annahmen.
Rhunöns Baumhaus
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 12:12 am

Lenegad fixierte sich noch mehr und fand das kleine Kind. Er hatte nun eine noch bessere Idee. Er legte vor sich den Dolch der an seiner Seite hing dann sprach er langsam in der alten Sprache.

"Erschaffe diesen Dolch ein zweites mal, doch in mitten des Herzens des Kindes"


Während diesen Worten konzentrierte er sich vollkommen auf den Punkt den er in seinem Geiste vor sich sah, genau auf dieses eine Kind welches in dem Baumhaus war. Es sollte eine einfache, saubere Tötung sein.
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 12:15 am

KNALL
Lenegad wurde nach hinten geschleuderte, knallte mit den Rücken gegen die Gartenlaube und vollführte einen ungewollten Salto.
Legt auch nur eine Hand an meine Schutzbefohlene und ihr werdet eures Lebens nicht mehr froh! schallte eine laute und bedrohliche Stimme durch Lenegads Geist, ohne das er den Absender hätte ausmachen können.
Die Konzentration des Magiers war durchbrochen
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 12:26 am

Er raffte sich auf und verstärkte seine geistige Barriere. Wäre auch nur zu leicht gewesen. Er nahm wieder seinen Dolch auf und beobachtete seine Umgebung. Woher kam das. Geistig? Oder im Sichtfeld? Er suchte genau die Art von Magie die er abbekommen hatte in seiner Umgebung, sie war fremdartig und er hatte so eine noch nie zuvor gespürt und genau das war auch der Nachteil daran, denn sie war einzigartig und somit konnte man sie wunderbar suchen.
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 12:33 am

Eine kleine, schwarze Katze trat hinter einem Baum hervor.
Ich mach es euch einfach, Mensch... der Kater setzte elegant und doch bedrohlich einen Fuß vor den anderen, zeigte mit einem Grinsen seine kleinen spitzen Zähne.
Ich weiß nicht wie ihr hier hereinkamt,aber ich habe schon einige Ideen wie ich euch hier wieder raus befördere! Das Fell des Katers sträubte sich.
Und eine ist Schmerzhafter als die Andere!
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 12:39 am

Er schaute die Katze an. Er nahm sich garnicht erst vor der Katze ein Gespräch zu halten oder mit ihr zu diskutieren ob das was er tat richtig, falsch oder sonstwas wäre und wie sie ihn bestrafen wollen würde. Er wusste was er zu tun hatte. Es war zwar gefährlich aber musste es tun. Er würde anders sowieso sterben da ihm Scorpio gesagt hatte, entweder er kam zurück wenn der Auftrag zu Ende wäre oder er würde wegen Verrats sterben.

Er fasste einen Zauberspruch in Gedanken, so dass die Katze nicht wusste das er ihn sprach. Es war ein anstrengender Zauber und es war der gefährlichste und mächtigste den er kannte.

"Böses Feuer, Dunkles Feuer, erscheine und verbrenne diese Katze mit Leib und Seele, lass dich nicht von Wasser noch von Erde oder Luft löschen, überwinde die Zeit selbst und brenne ewig."


Er schickte den Zauber genau in Richtung der Katze, sollte diese ihn nicht abwehren können würde sie brennen und nie wieder damit aufhören. Er legte soviel Kraft in den Zauber das ihm sogar Schwindlig wurde aber sich noch genug konzentrieren konnte um eventuelle Gegenschläge zu konter, es war eine fünfzig fünfzig Chance.
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 12:46 am

Die schwarzen Flammen schossen auf Mhink zu, breiteten sich über seinen Körper aus und es schien als habe Lenegad gewonnen, als hätte er mit einem Schlag die Katze vernichtet.
Doch dann mit einem hellen, grellen Licht war der Kater verschwunden und an seiner statt stand ein Junge da, an dem die Flammen abpertlen und verschwandne.
Er strich sich etwas Ruß von der Kleidung.
"Erstens bin ich ein Kater..." sagte er leise und drohend.
"Und zweitens selbst das nicht zwingend.." Lenegad hatte seinen zauber fast zu genau formuliert
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 12:52 am

Lenegad grinste leicht. Er hatte seinen Zauber extra etwas speziell formuliert. Er hatte den Zusatz "Brenne ewig" extra hinein gepackt, normalerweise würde der Ausschluss der Zeit schon dieses Ziel bewirken, doch mit diesen zwei extra Worten bedeutete es, das diese Flammen nie verloschen egal was man tat. Man konnte sie zwar unterdrücken doch sie würden immer wieder auflodern, der einzigste Weg diese Flammen zu löschen wäre im Grunde, wenn man den Namen der Magie selbst kennen würde, da man diesen gewirkten Zauberspruch dann in der Zeit selbst aufheben könnte.

Er wartete also, die Flammen würden sofort unter der neuen Gestalt dieses Wesen wieder aufflammen und ihn vermutlich eben dann verschlingen. Doch er achtete weiterhin was sein gegenüber tat.
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 12:55 am

"Weißt du.." meinte Mhink und trat langsam auf Lenegad zu.
"Ja es kostet mich Energie diese flammen zu unterdrücken, aber wenn ihr Menschen wirklich so gut Magie könntet wie ihr glaubt, dann würdet ihr wissen..." er lächelte zaghaft.
"Das die Magie von euch kommt, das ihr die aufrecht erhalten müsst.
Und euer Zauber zwingt euch dazu, also entweder töte ich euch und unterbinde damit direkt den Ausgangspunkt der Magie oder aber..."
er lächelte Breiter.
"Ich warte das die Energie zuvie für euch ist und ihr nun bald sterben werdet...
Es sei denn ihr wollt sie selbst aufheben!"
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 1:01 am

Lenegad sprach noch immer kein Wort mit diesem Wesen.
Natürlich wusste er das alles. Deswegen war es ja ein so verdammt gefährlicher Zauber. Doch es gab eine Sache die der Elf im Gegensatz zu Lenegad niemals tun würde. Nie.

Er würde jetzt noch eine Zeile an den Zauber dran setzen, in Gedanken.

"Entziehe der Umgebung, der Natur und der Wesen, Energie, doch verschohne den Erschaffer und Erheber dieses Zaubers."

Man konnte direkt sehen wie die Flammen schlagartig kurz aufzuckten. Sie loderten noch nicht aber man konnte sehen, das sie sich nun von allem ernährten, ausser von Lenegad. Jetzt war es das erstemal das er dem Wesen etwas erwiederte.

"Ich habe Zeit. Und ihr?"
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 1:07 am

"Oh" meinte Mhink nur leise und verzog das Gesicht.
"Das war keine gute idee..." er schüttelte den Kopf.
"Das wird Menoa garnicht gefallen!"
Der Boden des Waldes bebte, die Energiezufuhr Lenegads brach ab und die aufzüngelnden Flammen wurden wieder zurück in das Energienetz der Ewigkeit geführt.
Ranken schossen aus dem Boden und umfassten Lenegads Beine.
"Ihr habt gerade die Umgebung selbst gegen euch aufgebracht, herzlichen Glückwunsch!"
Der Zauber war gebrochen, der Wald selbst erzürnt und Lenegad wusste nun wieso Scorpio ihn davor gewanrt hatte all zu eitle Pläne zu schmieden
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 1:13 am

Er dachte nach, was sollte er tun, er wusste dass er hier keine guten Chancen hatte. Doch er wusste wo sein Ziel war. Er schirmte seinen Geist von allem ab. Konzentrierte sich und verschwand ohne Ton aus den Ranken des Baumes. Mhink konnte nicht wissen das er sich wo anders hinteleportiert hatte. Man konnte nur sehen das rings um ihn das Gras verdorrte, dort wo er sich die Kraft des Zaubers genommen hatte.

tbc-> Ziel.

P.S.: Kannst ruhig noch einen Post hier posten Smile
Würde mich interessieren.
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Mhink
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So März 20, 2011 1:15 am

Mhink verengte die Augen, unterdrückte einen Schrei.
Sein Körper veränderte sich wieder und wurde zu dem Kater der er auch war.
Er drehte schnell auf dem Absatz um - Nyaralin musste informiert werden.
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Mi Jun 15, 2011 7:14 pm

Avalee hatte sich ein wenig umgesehen, während die anderen die Besprechung abgehalten hatten. Sie hatte nach einem ruhigen Platz gesucht und war nach einer Weile an der Laube angekommen. Seufzend ließ sie sich auf einer Bank nieder und schob ihre Ärmel hoch, die schon seit einiger Zeit höllisch scheuerten. Scharf sog sie die Luft ein, als sie den Grund dafür sah. Ihre Arme waren mit Kratzern und Schnittwunden übersäht, die wie von allein auftauchten. Der Schwur... Bitter schluckte Avalee, während sich ihr Herzschlag unangenehm beschleunigte. Natürlich. Sie hätte es wissen müssen... Sie hatte Caleb zu viel von ihrer Vision erzählt und selbst wenn die Folgen durch einen Zauber erst später auftraten - sie traten auf.
Avalee keuchte auf, als sich eine Verletzung auf einmal über ihr Gesicht zog, quer über ihren Nasenrücken und an ihrer Wange entlang. Warmes Blut rann heraus, lief ihr über das Gesicht, das sich vor Schmerzen verzog. Das Mädchen krümmte sich auf der Bank und begann gefährlich zu schwanken.
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Ashryn
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Do Feb 06, 2014 4:56 pm

~ Ellesmera ~ Palast der Königin ~ Gartenlaube ~
Hemióne Elira ~ Bei ihr sind Berater und Mitglieder des Rates ~ Auf dem Weg ist Aleia

Hemióne saß auf einer der gesungenen Bänke, unter dem Blätterdach der Gartenlaube. Der Garten lag auf einer der wenigen Lichtungen im ewigen Wald, der die Elfen seit so langer Zeit schützte. Hemióne genoss das strahlende Sonnenlicht auf ihrem Gesicht, die frische Brise auf ihrer Haut und das melodische Gezwitscher der Vögel. Sie trug ein Oberteil aus gewundenen Stoffbahnen in Meer blau und weiß, die sie mit einem weißen Gürtel um ihre Taille in Form brachte, eine weiße Hose aus feinem Stoff und schwarze Stiefel. In ihr goldenes Haar hatte sie sich von einigen lachenden Kindern, Blüten in den seichten Tönen rosa, rot, gelb, purpur und orange einflechten lassen. Sie fühlte sich schön, schöner als in Alagaesia. Die Wasser des Waldes schienen reiner und klarer, die Luft frischer und sauberer und alles einfach frei von dem vielen Dreck, den die Menschen überall verbreiteten. Kein Wunder dass ich mich schön und rein fühle.
Die Ratsmitglieder, deren Berater und ihre eigenen Berater unterhielten sich ruhig, was besonders ungewöhnlich war. In den letzten Tagen waren sie nur dabei zu Diskutieren und das immer hitziger! Sie schaukelten sich höher und höher in ihrer Argumentation, bis die Versammlungen abgebrochen werden mussten. Das war in der letzten Woche fünf mal passiert! Hemióne hatte die heutige Versammlung darum einfach in den Garten verlegt, um es zumindest schön zu haben, während sie den anderen bei ihren Diskussionen lauschte. Der Rat tagte inzwischen täglich Stunden lang, doch das brachte ein Krieg wohl einfach mit sich. Die Königin hatte sie auch nur gebeten, diesen Verhandlungen bei zu wohnen, um ihr möglichst schnell zu berichten was verabschiedet wurde und zu verhindern, dass der Rat etwas verabschiedete was der Obrigkeit nicht passte... natürlich nur im Bezug auf den Krieg.
Hemióne lehnte sich seuftzend etwas zurück, legte die Arme auf das Geländer hinter ihr und sah in die Runde. Diese Leute lächelten heute tatsächlich mal. Im Hintergrund erbickte sie, wie Aleia gerade durch die hintere Tür des Palastes in den Garten hinaus trat und den Kießweg hinunter auf die Laube zu ging. Die Fürstin klatschte in die Hände und die Hohen Herren wandten ihr die Blicke zu.
Ha, alles hört auf das Kommando der einst verachteten jungen Fürstin. "Nun meinem hohen Lords und Ladys, ich würde vorschlagen die heutige Sitzung zu schließen und auf morgen zu vertagen.", schlug Hemióne vor und bekam zustimmendes Gemurmel zu hören. Die Lächelte sanft und ihr Bicke glitten von den Hohen Herren, über die funkelnde Rüstung einer Wache, hin zu Aleia, die nun fast vor der Laube stand. Für einen Moment hing Hemióne dem Gedanken nach, sich auf zu richten um Aleia in die Arme zu schließen, doch ihr war einfach nicht danach! Es war so schön auf ihrem Platz und es würde sich nicht mehr ganz so schön anfühlen, wenn sie erst einmal aufgestanden war. Also blieb sie sitzen und schlug ein Bein über das andere.
Aleia blieb vor der Laube stehen, vermutlich wieder zurückhaltend durch ihre Schüchternheit und Vorsicht. "Komm her Aleia, setz dich zu mir. Ich würde gerne noch etwas den Tag genießen, denn dazu werde ich in Zukunft wohl kaum noch Zeit für haben.", erklärte Hemióne und deutete auf den Platz neben sich auf der Bank. Hemióne atmete ruhig weiter, schloss die Augen in den goldenen Strahlen der Sonne und bereitete sich auf ein Gespräch mit Aleia vor. "Es tut mir leid, das ich dich der Schlacht gegen die Urgals aussetzte... Ich hätte euch nicht vor Gil`ead alleine lassen sollen. Der nahende Krieg verlangte meine Anwesenheit hier in der Hauptstadt, ich hoffe du hast deine Reise hier her gut überstanden. Ich hörte du seist verletzt gewesen?", erkundigte sich Hemióne nach ihrer Entschuldigung und dachte daran, wie oft sie Aleia schon darauf hingewiesen hatte, dass sie sie immer alles fragen konnte.

~ Ellesmera ~ Palast der Königin ~ Gartenlaube ~
Hemióne Elira ~ Bei ihr ist Aleia

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~ Menschen sind böse und sie handeln ihrer unmoralischen Natur entsprechen, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen ~
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Fr Feb 07, 2014 12:02 am

~Ellesmèra~ Palast der Königin ~ Flur nahe des Gardens ~
~Aleia auf dem Weg zu Hemiòne~

Aleia stand vor der wunderschönen, grossen Tür des Palastes die in den Garten führte. Erst gestern waren sie und ihre Gefährten in Ellesmèra angekommen. Trotzdem liess man sie nicht mal einen Tag ausruhen. Einen ganzen Monat hat die Reise zurück in den Wald gedauert, doch die meiste Zeit war Aleia sowieso nicht ganz da gewesen. Die Verletzung an ihrem Hinterkopf war, wie es sich herausstellte, schlimmer als sie aussah. Die ganze Zeit über konnte sie nicht klar denken und litt unter ständigen Kopfschmerzen. Doch ein Heiler konnte ihre Schmerzen halbwegs lindern. Aleia drehte sich um ihre eigene Achse und blickte in den mit schönen Ornamenten verzierten Spiegel an der gegenüberliegenden Wand. Sie seufzte leise und betrachtete ihr Spiegelbild eingehend. Man konnte sie nicht dazu bringen, ein Kleid zu tragen. Deswegen hatte sie sich für ein schlichtes helles Oberteil entschieden und einer passenden Hose dazu. Ihre Kleidung wirkte nicht sehr angemessen für diesen doch noch wichtigen Anlass, aber sie strahlte trotzdem eine gewisse Eleganz aus. Nervös zupfte Aleia an ihrem Oberteil herum und strich sich die langen, goldenen Haare aus dem Gesicht. Sie drehte ihren Kopf etwas zur Seite und suchte nach einer Beule oder etwas ähnlichem, aber zum Glück war nichts zu sehen. Doch das Stechen in ihrem Hinterkopf wollte immer noch nicht aufhören, die Heiler meinten, dies bräuchte noch seine Zeit. Aleia seufzte und umfasste den Rubin an ihrer Kette mit der linken Hand. Du siehst Hemiòne heute zum ersten Mal, seit ihr euch gestritten habt. Vielleicht wird sie sehr böse sein, aber das musst du akzeptieren. Du dich gegenüber einer Fürstin nicht besonders gut verhalten, dafür  musst du jetzt gerade stehen.

Aleia fuhr sich noch ein letztes Mal über ihr goldenes Haar und versuchte, halbwegs klar zu denken. Das war nicht ganz leicht. Das Gespräch, das ihr bevor stand, machte das auch nicht besser. Aufmunternd lächelte sie ihrem Spiegelbild zu und trat dann langsam hinaus in den Garten.  Sie erkannte Hemiòne sofort, sie schien in guter Stimmung zu sein. Aleia entspannte sich ein wenig und wartete geduldig, bis die Fürstin Zeit für sie hatte. Ihre Blicke trafen sich und ein weiteres Mal bewunderte Aleia die Schönheit und Eleganz von Hemiòne. Als die anderen Elfen aufstanden, setzte sie sich in Bewegung und ging geradewegs auf die Fürstin zu. Währenddessen betrachtete Aleia den wunderschönen Garten. Es ist so schön, wieder im Wald zu sein. Abenteuer sind super, aber Du Weldenvarden wird immer der schönste Ort sein. Sie hatte noch gar keine Zeit, sich nach fast einem halben Jahr Abwesenheit wieder einzuleben, aber das konnte sie ja noch nachholen. Hoffentlich. Die Ratsmitglieder warfen ihr neugierige Blicke zu, manche lächelten ihr sogar aufmunternd zu während sie an ihr vorbeigingen.

Aleia trat langsam auf Hemiòne zu und schenkte ihr ein unsicheres Lächeln. Sie wollte anfangen zu sprechen, sich entschuldigen, doch dann ergriff ihr Gegenüber schon das Wort. Sogleich bemerkte die junge Elfe, dass sie den schönen Klang von Hemiònes Stimme vermisst hatte. Sie nickte und zögerte einen kurzen Augenblick, bevor sie sich neben die Elfe setzte. Abwehrend hob Aleia eine Hand und schüttelte leicht den Kopf. "Nein...Ich bin die, die sich entschuldigen muss. Ich hätte nicht in einem solchen Ton zu euch sprechen sollen. Un es...tut mir leid. Wirklich. Ich wollte nicht, das es so kommt. Mir hat der Gedanke...nun ja...nichts zu tun und zurück in den Wald zu gehen einfach überhaupt icht gefallen. Mir war gar nicht recht bewusst, was ich sagte. Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen.", sagte Aleia vorsichtig und blickte ebenfalls der Sonne entgegen, die durch die Blätter schien. Sie hoffte innig, das diese Worte gut gewählt waren. "Die Reise war zum Glück ohne jegliche Zwischenfälle verlaufen. Ja, ich wurde verletzt. Ich habe etwas sehr dummes getan, nämlich mit mitten im Kampf ablenken zu lassen. Deswegen merkte ich gar nicht, wie ein Urgal von hinten auf mich zugerannt kam und mir mit seiner Keule einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf verpasst hatte." Aleia zuckte kurz zusammen, als sie an diese verschwommene Szene dachte. Sofort fiel ihr das Wappen wieder ein, das Wappen von Brandons Familie, den Velaryons. Sie beschloss, Hemiòne nichts davon zu erzählen, denn jeder sollte eigentlich wissen, dass die Stadt Teirm von den Velaryons geführt wurde. "Aber keine Sorge, es geht mir wieder gut. Ich spüre kaum noch was.", meinte sie gelassen und ignorierte die Kopfschmerzen so gut wie möglich. Doch es gab etwas, was Aleia weitaus mehr interessierte. "Also stimmt es was alle sagen. Ein Krieg wird ausbrechen. Aber sagt mir eins...", sagte Aleia und senkte ihre Stimme,"bin ich daran Schuld? Ist dieser Krieg wegen mir ausgebrochen? Ich fühle mich so...schlecht und schuldig." Verzweifelt senkte Aleia ihren Blick und atmete tief durch. Ist es wirklich war? Ist sie - ein Kind - Schuld an einem Krieg zwischen zwei Völkern? Aleia mochte keinen Krieg und wusste nicht, wie sie das verkraften sollte. Sie hatte Angst, von Hemiòne eine Bestätigung auf ihre Annahme zu erhalten und spielte unruhig an ihrer Kette herum. Sie fühlte sich sicher in der Gesellschaft der Fürstin und merkte auch, wie sehr sie diese vermisst hatte. Gerne würde Aleia ihr das sagen, doch ob das klug war konnte sie nicht genau sagen. Deswegen schwieg sie lieber und hoffte auch eine nicht allzu schlimme Antwort.

~Ellesmèra~ Palast der Königin ~ Gartenlaube ~
~Aleia und Hemiòne~
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Fr Feb 07, 2014 2:02 am

~ Ellesmera ~ Palast der Königin ~ Gartenlaube ~
Hemióne Elira ~ Bei ihr ist Aleia


Hemióne setzte sich etwas aufrechter hin, als Aléia zu sprechen begann, legte ihre Hände übereinander auf ihr oberes Knie und sah ihr aufmerksam in die Augen. Einige Strähnen vielen ihr ins Gesicht und eine Blüte löste sich aus ihrem Haar und fiel zu Boden. Hemióne zeigte kein Lächeln, sondern blickte ernst, so wie es der Situation eben angemessen war. Es war wirklich eine halbe Ewigkeit her, dass sie das Kind gesehen hatte und ihr jugendlicher Leichtsinn sowie ihre Naivität hatte ihr irgendwie gefehlt. Sie hatte die ganze Zeit nur die alten und ach so weisen Elfen um sich gehabt, die hinter jeder Äußerung eine Intriege und eine Gefahr vermuteten, die meinten keine Dummheiten zu taten oder je getan zu haben und die nichts für den Genuss eines ruhigen Sommertages übrig hatten. Ihr Überheblichkeit und ihre Blasiertheit bringt mich wahrlich zum Kochen!, dachte Hemióne ohne den Faden im Gespräch mit Aleia zu verlieren. "Es muss dir nicht leid tun, es war nicht fair von mir, von dir zu verlangen nichts zu tun während ich mitten im Geschehen stand. Ich hätte in deinem Alter wohl nicht anderes reagiert.", erklärte Hemióne mit ihrem warmen Lächeln und einem zuversichtlichen Blick ihrer klaren blauen Augen. Sie hatte vorschnell gehandelt, dass hatte ihr auch die Königin gesagt, doch sie war bereit Fehler ein zu sehen und nun würde sie ihn korrigieren. "Ich bin bloß froh, dass du jetzt wieder hier in Sicherheit bist und man sich um deine Verletzung am Kopf kümmern kann.", fügte sie an und strich Aleia aufmunternd über die Schulter.
Über Aléias weitere Worte musste sie für einen Moment nachdenken. Die Frage der jungen Elfin war durchaus klar formuliert, doch Hemióne war sich nicht ganz sicher wie sie darauf antworten sollte, konnte und durfte. Sollte, weil sie ihr eigentlich schon vor langer Zeit vom Plan der Elfen bereichtet hatte, die Menschen unter ihre weise Führung zu stellen. Konnte, weil ihre eigenen Pläne und ihre Zukunft von den Antworten auf diese Frage abhingen. Und sollte, weil auch die Königin mit Sicherheit eine Idee davon hatte wie diese Frage zu beantworten sei. Hemióne hatte also viele Fürs und Widers abzuwägen, ehe sie Aléia eine Antwort gab, die im besten Fall sie alle drei zufrieden stellte. Letzten endes seufzte sie schwer und gab sich einfach ihren Worten hin. Es war so ein schöner Tag, wie sollte sie da etwas falsches sagen? "Es ist nicht deine Schuld, keines Wegs! Die Menschen selbst haben diesen Krieg zu verschulden. Sie sind einfach zu uneinsichtig sich selbst zu führen und mit uns in dauerhafter und friedvoller Koexistenz zu leben. Schon die Entführung Sarais und Kailins war zu viel und dann die versuchte Ergreifung und vermutlich auch Hinrichtung von dir, Ormir und seinen Gefährten. Das hat das Faß zum Überlaufen gebracht, die Gemüter aufgeheizt und den Krieg los brechen lassen. Uns blieb nichts anderes übrig. Doch denke nicht wie hätten den ersten Schlag getan!", mahnte Hemióne, ohne vorwurfsvoll zu klingen. Ihre Stimme war zart und ihr Blick sanft. "Katherine Velaryon hat uns angegriffen mit der Begründung, wir würden Verrätern und Mördern unterschlupf gewähren! Wir konnten sie ohne einen Elfen zu verlieren zurück schlagen und nun rasseln wir mit den Schwertern. Du brauchst dich also keines Wegs schlecht fühlen!".
Hemióne rief einem der vorbeilaufenden Diener zu, er solle mit Wasser versetzten Wein und zwei Gläser holen, ehe sie sich wieder an Aléia wandt. Ihr war eine gute Antwort in den Sinn gekommen, doch vielleicht sollte sie ihr gleich mehr berichten? Aléia würde es ohnehin bald erfahren, warum also lange warten? "Die ersten Schlachten werden wohl weder in Ceunon, noch in Teirm ausgetragen, musst du wissen. Sie mögen die Städte der Velaryons sein, doch sie wollen mehr! Sie nutzten den Krieg um ihre Feinde auf zu hetzen, die Adligen der Menschen gegeneinander aus zu spielen und einen großen Krieg an zu zetteln. Katherine hat ihren Sohn Brandon nach Gil´ead entsandt, zusammen mit einer gewaltigen Armee. Anna wird vermutlich kapitulieren, doch wenn wir schnell genug sind, können wir die Stadt einnehmen, ehe Brandon sie erreicht.", erklärte die Fürstin, geradezu euphorisch und mit einem wilden Glanz in den Augen. Es schien gerade so als würden blaue Flammen in ihren Augen lodern und ihre Feinde bereits brennen lassen. Der Diener kam in die Laube, mit einem Tablett mit einer goldenen Karaffe mit dem Wein und zwei Kristallgläsern. Hemióne nahm es ihm ab, bedankte sich und scheuchte ihn davon. Sie stellte es zwischen sich und Aléia, schenkte ihnen ein und reichte ihr ein Glas. Der Wein war wunderbar fruchtig und süß, das richtige für diesen Tag. "Doch es gibt noch einen weiteren. Einige von uns, sollen nach Dras Leona und die Stadt einnehmen. Dort stünden wir im Konflikt mit den Städten Feinster und Belatona, die sich zu einer Allianz verbündet haben, um gegen uns bestehen zu können. Wir haben jedoch einen gewaltigen Vorteil gegen sie alle: Wir haben seit Jahrhunderten keinen Krieg geführt! Unsere Kassen sind bis zum bersten gefüllt, unsere Krieger bis an die Zähne bewaffnet und gestählt von Jahrzehnten des Trainings. Das zusammen mit unserer körperlichen, geistigen und magischen Überlegenheit kann uns gar nicht verlieren lassen.", beteuerte Hemióne, nahm noch einen Schluck von dem tief roten Wein und lehnte sich wieder etwas zurück.
Das mochte etwas viel auf einmal für die kleine Elfe gewesen sein, doch sie hätte es erfahren und so hatte sie zumindest nicht eine Frage nach der anderen stellen müssen.
Die Menschen werden untergehen; sie hassen sich zu sehr um sich auf uns konzentrieren zu können, geschweige denn genügend Resourccen gegen uns auf bringen zu können!

~ Ellesmera ~ Palast der Königin ~ Gartenlaube ~
Hemióne Elira ~ Bei ihr ist Aleia
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   So Feb 09, 2014 1:49 am

~Ellesmèra~ Palast der Königin ~ Gartenlaube ~
~Aleia und Hemiòne~

Aleia war sichtlich erleichtert darüber, diese Sache mit Hemiòne abgeschlossen zu haben. Sie hatte schon befürchtet, dass die Fürstin sie nie wieder sehen wollte und wahrscheinlich nicht mehr mögen würde, aber zum Glück hatte sie sich geirrt. Hemiòne war nicht wütend auf sie, und wenn, dann versteckte sie es gut. Aber wieso sollte sie das verstecken? Und in der Alten Sprache konnte man sowieso nicht lügen. "Ich bin sehr froh, dass wir das jetzt geklärt haben.", antwortete Aleia mit einem leichten Lächeln auf den Lippen und sah ihrem Gegenüber in die Augen. "Ehrlich gesagt bin ich auch ziemlich froh, wieder hier zu sein. In der Welt herumzureisen und Neues zu entdecken mag ja toll sein, aber hier im Wald ist es immer noch am schönsten. Ausserdem gefallen mir die Menschen nicht, überhaupt nicht. Zum Beispiel dieser Fürst von Teirm...Ryan Velaryon. Er wollte uns umbringen, obwohl wir sehr viel dazu beigetragen haben, die Stadt zu schützen! Ohne uns Elfen hätten sie diesen Schamanen nie rechtzeitig ausschalten können. Eigentlich sollte er uns dankbar sein, aber...Ach, ich weiss auch nicht. Ich kann die Menschen einfach nicht verstehen. Sie können an nichts anderes denken, ausser Macht." Empört schüttelte Aleia den Kopf und versuchte gar nicht erst, ihre Wut auf die Menschen zu verbergen. Mit Brandon war es ja genau das selbe, sie hatte ihm vertraut. Wahrscheinlich lag das in der Familie. Aber Akkina ist vielleicht eine Ausnahme...Aleia war etwas traurig darüber, dass sie sich nicht mal von Akkina verabschieden konnte.Hoffentlich ist sie nicht tot! Aber ich glaube nicht, dass sie sich so schnell töten lassen wird. Ich hoffe einfach, das es ihr gut geht und ich die Begegnung mit ihr nicht bereuen werde.
"Ich glaube trotzdem, dass sich diese Reise, für mich selbst jedenfalls, gelohnt hatte. Ich habe sehr viel dazugelernt und auch sehen müssen, das man dend Menschen lieber nicht vertrauen sollte. Aber so schnell gehe ich nicht wieder vom Wald weg, ich habe genug von den Menschen. ", sagte Aleia bestimmt und blickte mit einem ernsten Ausdruck hinauf in die Baumkronen über ihnen.
Aleia erkannte das Zögern von Hemiòne auf ihre nächste Frage. Deshalb rechnete sie mit einer sehr kurzen oder sogar gar keinen Antwort von ihr. Umso überraschter reagierte sie dann auf die Worte der Fürstin. "Oh, dann bin ich aber beruhigt. Nicht beruhigt in dem Sinne, das ein Krieg losbrechen wird sondern dass ich mich nicht mehr schuldig fühlen muss." Erleichtert atmete Aleia tief aus und lehnte sich etwas weiter zurück, während sie Hemiònes Worten lauschte und versuchte, diese vielen Informationen zu ordnen. Dankbar nahm sie das kristallene Glas entgegen und trank einen Schluck von dem fruchtigen Wein. "Also das bedeutet...das wir gar nicht verlieren können und wir uns keine Sorgen um den Krieg machen müssen.", sagte Aleia eher zu sich selbst und beobachtete Hemiòne aus dem Augenwinkel. Sie schien die Menschen genau so zu hassen, wie sie selbst. Obwohl, die meisten Elfen hassen die Menschen ja.
Während sie schweigend neben Hemiòne sass und den schönen Tag genoss, dachte sie über Hemiònes Antwort nach. Das war etwas viel auf einmal. Aleia fragte gar nicht erst, ob sie in diesem Krieg behilflich sein konnte, da sie die Antwort schon kannte. Seit Aleia in den Wald zurückgekehrt war, wurde sie immer von irgendjemanden begleitet. Ich glaube, sie denken dass ich wieder abhauen werde. Aber erstmal bleibe ich hier, ich habe momentan genug von der WElt ausserhalb des Waldes....
Plötzlich kam Aleia etwas wichtiges in den Sinn, über das sie schon viel früher hätte nachdenken sollen. "Was ist eigentlich mit Ormir, Davir und den anderen Elfen, die bei mir waren? Sie werden doch nicht meinetwegen bestraft oder?" Dieser Gedanke beunruhigte die junge Elfe etwas und sie kaute nervös auf ihrer Unterlippe herum. "Ich will nicht, dass irgendjemand für etwas bestraft wird, was meine Schuld war. Denn ohne Ormir und die anderen wäre ich vermutlich tot, also haben sie gar nicht falsch gemacht, oder?" Aleia hatte so eine Ahnung, dass sie trotzdem bestraft werden. Immerhin war sie ein Elfenkind...Aber wenn jemand bestraft werden sollte, dann sie selbst.

~Ellesmèra~ Palast der Königin ~ Gartenlaube ~
~Aleia und Hemiòne~
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Ashryn
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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Mo Feb 10, 2014 9:27 pm

~ Ellesmera ~ Palast der Königin ~ Gartenlaube ~
Hemióne Elira ~ Bei ihr ist Aleia

Hemióne nippte an ihrem Wein. Sie war ein klein wenig überrascht, dass Aléia so schnell davon überzeugt werden konnte den Wald nicht mehr verlassen zu wollen. Vielleicht sollte sie dann erst später mit ihr über die anderen Angelegenheiten reden, sie wollte sie nicht aufwühlen oder in einen inneren Konflikt bringen. "Ja, ich kann die Menschen auch nicht verstehen, aber ich bin froh dass dir die Reise etwas gebracht hat.", erklärte Hemióne. Sie hörte dem Kind weiter aufmerksam zu, wandt sich jedoch von ihr ab. Sie beobachtete die drei Kinder, die ihr vor wenigen Stunden die Blumen in die Haare geflochten hatten. Soweit sie wusste waren es drei von fünf Kindern die in Ellesméra lebten. Sie tollten glücklich lachend über die Wiese. Sie waren so unschuldig. Sie wussten nichts von Krieg, tod und Intriegen. Sie hatten vermutlich noch nie einen Menschen gesehen und kaum etwas gutes über sie gehört. Sie sollten in Frieden leben, nichts über den Krieg lernen müssen, ihn nie erleben. Sie sollten in Frieden und Wohlstand aufwachsen, so wie alle Elfen nach ihnen ebenfalls.
Hemióne schloss für einen Moment die Augen und nahm den süßen Duft der Blumen tief in sich auf. Als sie die Augen wieder öffnete, verschwanden die Kinder im Wald. Sie nahm noch einen Schluck Wein, ehe sie Aléia Antworten auf ihre Fragen gab. "Ja du hast Recht: Unser Sieg ist beinahe unumstößlich. Doch es kann immer etwas geschehen, womit man nicht gerechnet hat, es kann immer ein Kommandant von einem Pfeil getroffen werden, es kann immer eine Persönlichkeit auftauchen, mit den Fähigkeiten die Menschen zu einen, es kann jeder Zeit eine... mächtige Persönlichkeit umkommen.", erklärte Hemióne, wobei beim letzten Beispiel ein unheilvoller Schimmer durch ihr Auge blitzte. Sie stellte ihr Kristallglas beiseite und lehnte sich wieder etwas zurück. Eine weitere Blüte löste sich aus ihrem Haar und schwebte zu Boden. "Aber du solltest dir deinen Kopf nicht über den Krieg zerbrechen; Die Königin, ihre Generäle und ich kümmern uns um diese Angelegenheit. Und auch um deine Freunde brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Vermutlich redet die Königin gerade mit ihnen und-", Hemióne wurde mitten im Satz von einem Boten unterbrochen.
"Ratsherrin Nyaralin wünscht euch im Garten Maela Finna zu sprechen.", erklärte ein Bote in grün und braun. Hemióne sah den Mann böse an. "Seht ihr nicht das ich gerade beschäftigt bin?! Sagt der Ratsherrin ich-", wieder unterbrach der Bote sie.
"Ich habe nicht mit euch gesprochen, Fürstin Hemióne. Ich sprach mit Lady Aléia. Die Ratsherrin wünscht euch so schnell wie möglich zu sprechen.", erklärte der Bote Aléia, wandt sich dann jedoch wieder an Hemióne. "Nach euch wurde von ihrer Majestät, Königin Dellanir, geschickt. Sie wünscht euch sofort in ihrem Salon zu sehen."
Nun war Hemióne verblüfft: Was wollte die Ratsherrin von Aléia? Es gab keinen logischen Grund dafür, der ihr einfiel. Sie wollte nicht behaupt Aléia sei eine gänzlich scheußliche Gesellschaft, im gegenteil. Doch Nyaralin gab sich wenig mit Elfen aus dem Volk ab, außer sie verfolgte einen Plan. Vorerst konnte Hemióne nichts tun. Sie konnte Aléia nicht aufhalten und so in aller Öffentlichkeit, die Autorität der Ratsherrin in Frage stellen und untergraben. Also erhob sich Hemióne in einer fließenden Bewegung, beugte sich zu Aléia hinunter und flüsterte: "Mach dir keine Sorgen. Sprich mit ihr, aber glaub ihr nichts. Wir treffen uns morgen vor Sonnenaufgang am Spiegelsee. Achte darauf, dass dich keiner sieht.". Hemióne erhob sich, neigte leicht das Haupt vor dem Kind und verließ die Laube. Im vorbei gehen warf sie dem Boten ein offensichtlich falsches Lächeln zu.
Mit schnellen Schritten eielte sie zum Palast.


~ Ellesmera ~ Palast der Königin ~ Gartenlaube ~
Hemióne Elira ~ Bei ihr ist Aleia

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~ Menschen sind böse und sie handeln ihrer unmoralischen Natur entsprechen, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen ~
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Ingwe

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BeitragThema: Re: Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast   Fr Dez 26, 2014 9:24 pm

Das Dämmerlicht, welches die Stimmung des Waldes wiedergab leuchtete in einem kräftigen Blau, überzog alles und jeden mit einem Schleier aus Vergänglichkeit und fern klingender Trauer. »Die jungen Menschen bringen dunkle Kunde« erklärte Ingwe leise und schlug die Augen nieder, während er neben der Königin stand und gemeinsam zu ihr gen Norden sah. Dort, irgendwo tief verborgen zwischen Lügen und Geäst saß ein alter Elfenfürst, der von Menschen in die Verzweiflung getrieben wurde.
»Wenn das, was die Sterblichen berichten wahr ist«, begann Ingwe und strich sanft über das weiße Holz der Laube, welches sich glatt und geschmeidig unter seinen geschickten Händen anfühlte. »Dann müssen wir einschreiten. Es ist unser Volk. Wir dürfen nicht die Augen vor dem Leid, das sie erfahren verschließen. Ich habe in den Geist des Adligen geblickt - es gibt Magier, die seit Jahrhunderten einen erbitterten Krieg führen. Unser Blut ist in Ekyne beinahe ausgelöscht. Sie sind verloren. Verzweifelte Blätter im Herbstwind. Wenn wir nicht kommen, so werden sie sterben«
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Kleine Laube in einiger Entfernung zum Palast
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