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 Eines der Gästehäuser

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Der Erzähler
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BeitragThema: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 12:51 am


Eines der schlichten Häuser der Gäste, der Elfen. Ähnlich wie viele der elfischen Häuser liegt dieses in einer der Baumkronen und ist über eine gewundene Treppe zu erreichen, welche sich um den dicken Stamm eines alten Baumes windet. Eine der Seiten des Hauses liegt offen dar und bietet die Möglichkeit ganz Ellesméra zu überblicken - für die Drachen der beiden hier untergebrachten Reiter ist es die Chance bei ihren Reitern zu bleiben und über diese zu wachen ohne die Elfen bei ihren täglichen Aufgaben zu stören.



Zuletzt von Der Erzähler am Mo Jun 20, 2011 12:22 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 12:54 am

Caladhiel hatte unter der Weisung eines Elfen den Weg hierher gesucht und bettete den jungen Reiter, welchen sie die ganze Zeit über schweigend auf dem Arm getragen hatte während der in tiefem Schlaf versunken war, auf einem der Betten und deckte ihn mit einem schwachen Lächeln zu. Ihre Aufmerksamkeit richtete sich zurück auf Anwar während sie sich auf einen der bequemen Stühle sinken ließ.
'Es war gut, dass wir hierher gekommen sind. Ich fürchte ohnehin bereits um seinen Geist', wagte Caladhiel zum ersten Mal ihre bisherigen Befürchtungen mit dem Seelenpartner zu teilen.
'Das hier ist schon lang zu groß für ihn. Er hätte es unmöglich allein durchstehen können.'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 12:57 am

Er hätte uns schon viel früher bescheid geben können... murrte Anwar. Aber nein der Junge wollte alles allein machen... Kharas und seine Schülerin halbtod... das Böse in Dras Leona. Nein er hätte uns schon sehr viel früher in Kenntnis setzten sollen! Der drache schnaupte.
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 1:04 am

'Es wäre mir auch lieber gewesen hätte er uns vorher verständigt aber wir können nichts mehr ändern', antwortete Caladhiel mit einem schlichten Schulterzucken, deren Blick inzwischen wieder zurück zu dem Jüngeren wanderte. Es war gut, dass sie hierher gekommen waren um Vrael zu unterstützen, das registrierte sie immer wieder je öfter sie den jungen Reiter musterte.
Es ist wichtig, dass wir ihm nun den Halt bieten, den er in diesen schweren Stunden braucht'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 1:07 am

Nun, solange du dabei nicht dich selber vergisst bin ich voll und ganz damit einverstanden Cala. meinte Anwar, in einem freundlicheren Ton.
Wie geht es dir? Nach so langer Zeit wieder Zuhause zu sein ... es ist bestimmt nicht einfach.
Er ging mit dem Kopf zu Cala und schmiegte sich sanft an diese.
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 1:20 am

'Es ist ein merkwürdiges Gefühl wieder hier in meiner alten Heimat zu sein aber ein Zuhause ist es bereits seit fast einhundert Jahren nicht mehr, Anwar', antwortete Caladhiel mit einem ehrlichen Lächeln auf ihren Zügen als sie den Arm sacht um die riesige Schnauze des großen Drachen legte und darüber streichelte.
Sie würde sich nicht vergessen, dessen war sie sich mehr als sicher, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die Reiterin inzwischen mehr Jahre unter den Regeln des Ordens lebte und damit zurechtkam sich für die Jüngeren auch einmal opfern zu müssen.
'Mein Zuhause sind die Reiter und der Ort, an welchem du bist. Nichts anderes und ich bin froh darüber bald wieder unter den Menschen sein zu können'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 1:25 am

Du weißt ich werde dich immer unterstützen, aber leugne nicht deine Herkunft. Das würde die Elfen nur noch mehr erzürnen als ohnehin schon. Er zwinkerte ihr mit einem der riesigen Augen zu.
Ich muss dich bloß immernoch ab und zu daran erinnern wer du bist und was du alles kannst. In solchen Augenblicken sehe ich immernoch die frischegebackene Drachenreiterin vor mir die noch grün hinter den Ohren ist und zu tark an sich selbst zweifelt, obwohl sie selbst weiß wie stark sie doch in wahrheit ist. fügte er lächelnd hinzu.
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 1:35 am

'Das ist sehr lange her ...', erinnerte Caladhiel den Seelenpartner daran, doch in ihrer geistigen Stimme schwang ein gewisser Wehmut mit. Sie erinnerte sich nur allzu gut daran, wie sie damals versucht hatte alles besser zu machen und dabei recht rasch von Anurin an ihre Grenzen gestoßen wurde - der Hochmeister hatte sie stetig wieder zurechtweisen müssen, wenn die junge Reiterin über die Stränge geschlagen war.
'Ich habe dir damals einige Probleme bereitet - wohl mehr als mir selbst.'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 1:40 am

Wer wäre ich denn wenn ich dir dabei nicht helfen würde? fragte er sanft und stupste sie an.
Sicher hast du mir Probelme bereitet, aber du warst noch jung. Musstest lernen. Selbst jetzt begehst du noch Fehler, was aber nicht schlimm ist. Das zeichnet uns aus Cala. Wir lernen aus unseren Fehler, und man lernt niemals aus. Sei stolz auf dich und das was du alles geleistet hast.
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 1:45 am

'Ich bin stolz auf das, was wir beide erreicht haben während unseres bisherigen Lebens', setzte Caladhiel Anwar entgegen und strich erneut über seine Schnauze, berührte die scharfen Zähne, welche unter den Lefzen des großen Drachen herausragten. Sie waren blendend weiß und wie Caladhiel aus der Schlacht wusste rasiermesserscharf, bereit jeden Feind zu zerteilen, der ihren Freunden oder ihr selbst etwas antun wollte.
'Wir werden unser gesamtes Leben Fehler machen für die ich gern bereit bin gerade zu stehen. Der junge Reiter wird auch unbegeistert sein, wenn er wieder aufwacht aber es schien mir die einzige Lösung zu sein, damit er Ruhe findet und seine Gedanken sich beruhigen.'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 1:48 am

Unwissenheit ist eben ein Segen. Seuftzte Anwar. Es war richtig von dir ihn schlafen zu legen ,er wäre nie wirklich zur Ruhe gekommen. Er ist noch jung und nimmt sich alles zu sehr zu Herzen. An wen erinnert mich das blos? Fragte der Drache nekisch und gluckste leise.
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 1:52 am

Das wohlige Glucksen des Drachen vibrierte in einem tiefen Basston an ihrer Schulter und ließ Caladhiel sacht erschaudern. Es war ein angenehmer Schauer, welcher sie überlief und still in sich hinein lachen ließ. Sie konnte es sich nicht mehr vorstellen allein auf dieser Welt umher zu wandeln, zu sehr hatte sie sich doch schon an die stetige Anwesenheit des Drachens gewöhnt mit dem sie jeden Gedanken und jedes Gefühl teilen konnte, ohne dass dieser sie dafür verurteilte.
'Ihm steht ein großes Schicksal bevor, wenn ich Oromis' Worten Glauben schenken darf. Vielleicht wäre es von Anurin damals klüger gewesen Vrael mit zu dem Treffen in Surda zu nehmen ... der Junge scheint hier großes Ansehen zu genießen. Die Elfen dulden ihn als Menschen schon lange in ihrem Wald.'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 1:56 am

Ansehen und Mitleid halten sie da wohl die Waage. meinte Anwar. Aber du hast recht, er wird im Ränkespiel der Mächte woh lzukünftig noch oft anzutreffen sein. Die Frage ist nur ob er dies auch auf dauer aushält... wir sollten ein Auge auf ihn haben....Schließlich... behandelst du den Jungen inzwischen ohnehin fast wie dein Kind. Leise lachend bleib er mit dem Kopf bei Cala.
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 2:02 am

'Was wäre ich für eine Reiterin, wenn mir einer unserer Jüngsten gleichgültig wäre?', stellte die Elfe die schlichte Frage, gab dann Anwars Worten jedoch mit einem leisen Seufzen nach, das sich über die Lippen der Reiterin bahnte.
Caladhiel erinnerte sich daran, dass sie sich zur Zeit ihrer eigenen Ausbildung jemanden gewünscht hatte, der ihr beistand und ihr Mut zusprach, wenn sie ihren eigenen verloren hatte - jemand, der nicht diegleiche Ausbildung wie sie hatte durchstehen müssen und der Erfahrung und einen gewissen Grad an Weisheit bot, entfernt von ihren Seelenpartnern.
Umso mehr hatte sich die Elfe geschworen selbst eine solche Person für die jungen Novizen zu sein, damit diese sich nicht in der großen Welt eines wahren Drachenreiters verlassen darstanden, nur begleitet von den strengen Ausbildern, die Befehle gaben.
'Ich wünschte, ich könnte all unsere Novizen vor den Ränkespielen der weltlichen Politik bewahren aber insbesondere Vrael scheint ein Talent dafür zu haben ständig in ein neues Spiel hinein zu rutschen ...'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 2:07 am

So hart es klingt ... er wird lernen müssen damit zu leben. Du hattest damals auch keine Hilfe. Du hast dich immer an mich gewandt, so wurde unsere Bindung mit der Zeit nur noch stärker. Vielleicht ist es das was die Ausbilder wollen. Und schau nur was aus dir geworden ist. Etwas besseres hätte den Reitern kaum passieren können. Mach dir nicht immer so viele Sorgen Cala, der Junge ist stärker als er aussieht. Er wird noch einiges erreichen, und das zum großen Teil auch allein. Da bin ich mir sicher.
Anwar schnaufte leicht. Lächle mal kleine, und sei nicht immer so ernst... sagte er vorwurfsvoll.
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 2:12 am

'Aber ich lächle doch', protestierte sie und stieß ihn sacht mit der Nase an. Sie spürte für den Bruchteil einer Sekunde seinen warmen Atem auf ihrer Haut und vernahm den leicht schwefligen Geruch seines Atems - ein Geruch, der sie bereits seit so vielen Jahren begleitete, seit Anwar begonnen hatte Feuer speien zu können.
'Ich will ihm nicht alles abnehmen, das wäre nicht richtig und entgegen unseren Regeln. Aber ich werde ihn nicht allein in einer solchen Situation lassen. Die Elfen sind Meister im Ränke schmieden und ich möchte mir nicht vorstellen, zu was sie ihn bringen würden, wenn er nur eine Sekunde nicht darauf acht gibt, was er tut oder sagt', setzte sie hinzu und das Lächeln auf den Zügen der Elfe verbreitete sich noch ein Stück.
'Ich weiß es - schließlich ... bin ich eine der ihren und lebte einige Jahre hier.'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 2:19 am

Ich bin für dich da kleines, mach dir keine Sorgen. Er sah zu Vrael. Sowie er sich vorhin herrausgeredet hat kannst du davon ausgehen das er sich im Wortgefecht behaupten kann... Der Junge hat potential, das muss ich zugeben. Anwar schlang den Hals um Calas Beine und sah blinzelnt zu ihr. Wie wäre es wenn wir mal deine Familie besuchen? Ich bin mir sicher sie würden sie freuen dich zu sehen, und würden stolz darauf was du aus dir gemacht hast.
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 2:25 am

'Meine ... Familie?', echote Caladhiel fragend und lenkte den Blick von dem schlafenden Reiter hinab zu Anwar, begegnete seinen klugen gelben Augen und blinzelte erneut irritiert. Sie empfand etwas wie Furcht vor der Begegnung mit ihren Eltern, hatte sie mit ihnen doch seit fast einhundert Jahren keinerlei Kontakt mehr gehabt.
Für einen kurzen Moment hatte sie geglaubt ihren Vater auf dem Schlachtfeld gesehen zu haben über das sie gekreist war, doch den Blick auf jenen hochgewachsenen Elfen war versperrt worden durch einen erneuten magischen Angriff eines Urgalschamanen.
'Ich denke, es ist gar keine schlechte Idee ...', lenkte sie dann doch ein. 'Wenn der Junge wach ist sollten wir sie besuchen - vorher möchte ich über Vraels Schlaf wachen und selbst ein wenig Ruhe finden.
Doch es spricht nichts dagegen - auch wenn ich dich nicht mehr durch die Tür tragen kann wie früher. Du bist in den letzten Jahren beträchlich gewachsen, mein Guter.'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 2:30 am

Man tut was mann kann. Gab Anwar lachend zurück, drehte sich noch etwas sodass er mit seinem Hals eine Art großes Kissen bildete. Mit sanfter Gewalt zog er Cala zu sich herrunter. Dann ruh dich aus, ich pass auf das euch allen nichts passieren wird. Aber Schlaf du dich aus meine Kleine, du hast es dir verdient.
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 3:32 pm

Die Elfe ließ sich bereitwillig von ihrem Seelenpartner zurückziehen und fand Geborgenheit in der Umarmung aus großen Schuppen und warmem Atem, der ihr über die kühle Haut zog und Trost spendete. Mit einer kurzen Geste schob sie das lange dunkelbraune Haare über die Schulter nach vorne um sich ungehindert zusammen rollen zu können und versank alsbald in dem traumlosen Trancezustand, der den Schlaf der Elfen ersetzte.
Noch immer waren ihre Sinne bis aufs Schärfste gespannt, darauf gerichtet, dass der junge Reiter während der stillen Nacht in Ellesméra nicht aufwachen und sich davon stehlen würde. Sie vernahm das leise Singen der Vögel zwischen ihrer Trance, das sich mit dem Rauschen der Bäume im nächtlichen Wind vermischte und nur ab und an durchzogen war von den leisen Liedern der Elfen, die kaum mehr als ein Flüstern schienen und von dem bevorstehenden Dunkel und dem vorangegangenen Krieg rührten - es waren Lieder, in denen sie Trost und Hoffnung fanden. Lieder des Wehklagens und des Beweinens um all jene Lieben, die während der Schlacht gefallen waren und niemals wieder zu ihren Familien zurückkehren würden.
Die Stunden der Nacht zogen schleichend voran. Langsam und oftmals erschien es Caladhiel so als wolle die Zeit wie der Sand in einer großen Sanduhr nicht durch den schmalen Spalt fließen, den die Uhr für ihn bereit hielt. Lange Zeit hatte sie den Liedern der Elfen gelauscht und diese still belächelt, obgleich auch das Gefühl des Schmerzes über den Verlust so vieler Unschuldiger wie ein loderndes Feuer in der Seele der Elfe schmerzte.
Sie selbst hatte während der Schlacht im Beorgebirge viele Freunde fallen sehen, deren Blut an ihren Händen geklebt hatte und deren Wunden sie versucht hatte zu heilen, obgleich sie genau gewusst hatte, dass sie sie nicht mehr vor dem endgültigen Tod bewahren konnte.
Langsam erhob sich Caladhiel aus der Umklammerung des Drachen und trat zu dem Bett hinüber, ihren Blick über den jungen Reiter schweifen lassend, der noch immer seelenruhig schlummerte und den kein Wässerchen zu trüben schien. Vorsichtig streckte sie eine ihrer Hände aus und fuhr Vrael über den dunklen Haarschopf.
"Schlaf ruhig, Junge - auf dass kein Dunkel deine Träume verderben vermag", flüsterte sie leise und wandte sich dann zur Tür hin ab. Es wurde Zeit, dass sie begann aktiv zu werden - die Zeit der Ruhe war endgültig vorrüber, zumal der Tag bereits dämmerte und sie von den Elfen wusste, dass jene nicht dafür bekannt waren sehr lange auf der faulen Haut zu liegen.

Es war später Mittag als Caladhiel wieder zurückkehrte, in ihren Händen ein Tablett mit ein paar Früchten, Käse und elfischem Brot, welches sie auf der kleinen Anrichte abstellte, die neben der Tür stand. Der Junge musste Hunger haben, wenn er wieder aufwachte.
'Es tut mir leid, Anwar, aber für deine Vorstellungen haben die Elfen leider nichts vorrätig', wandte sie sich an ihren Seelenpartner und zwinkerte diesem gutmütig zu, seinem klugen Blick begegnend, der sie prüfend musterte, als wüsste er genau, was sie in den letzten Stunden getan hatte. Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, war es ein großes Hin und Her gewesen bis man sie als einer der Drachenreiter in den Palast der Königin gelassen hatte, damit Caladhiel dieser ihre Aufwartung machen konnte, in der Hoffnung Dellanir damit etwas zu besänftigen. Die Elfenkönigin hatte sich sturer denn je gezeigt, doch Caladhiel war ebenso wenig bereit es einfach darauf beruhen zu lassen und so hatten sie sich nach einer schieren Ewigkeit in beidseitigem Einvernehmen voneinander verabschiedet.
Der nächste Weg hatte die Reiterin direkt zu der Ratsherrin der Elfen geführt, welche ebenso wenig von ihrem Besuch begeistert schien, wie es auch die Elfenkönigin gewesen war, dennoch schien sie versöhnlicher gestimmt zu sein und hatte schlussendlich der Bitte zugestimmt das Mädchen in das Haus zu bringen, das die Reiter bewohnten. Vrael war es vermutlich lieber so und Caladhiel hatte dadurch die Möglichkeit die Handlungen des jungen Reiters jeder Zeit zu überwachen. Als Gegenleistung hatte sie der Elfe versprochen den Wald der Elfen so rasch wie möglich zu verlassen.
'Hier war alles ruhig?', setzte Caladhiel die Frage hinterher und schrägte den Kopf an, sich wieder auf einen der Stühle sinken lassend, die bereit standen und den Blick auf den Drachen richtend. 'Ich habe alles geklärt, was es zu klären gab und versprochen, dass wir den Wald so schnell es geht wieder verlassen werden. Ich kann verstehen, dass sie nicht begeistert sind über so viele Reiter in ihrem Heiligtum. Wenn wir abreisen nehmen wir das Mädchen mit uns und bringen sie zurück zu ihrem Vater.'
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 3:48 pm

Hier war alles in bester Ordnung. Beruhigte Anwar seine Reiterin und reckte gähnend den Hals. Du hättest dich noch ausruhen sollen! Sagte er scharf. Nun... ich bedaure es nicht wenn wir hier schnell wegkommen, es ist zwar wunderschön, aber ich muss bei jeder Bewegung aufpassen nichts zu entwurzeln. Er sah blinzelnt zu Cala. Dich beschäftigt der krieg immernoch oder? Der vergangene wie der der noch vor usn liegen könnte...
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 3:56 pm

'Mich beschäftigen die vielen Verluste, die wir haben erdulden müssen und die uns noch bevor stehen, wenn ich den Worten des Werkaters Glauben schenken darf, der an diesem Ort sehr viel Einfluss und Macht besitzt - mehr noch als es einige der Ratsmitglieder zu haben scheinen', erwiderte die Reiterin mit einem knappen Nicken, ihr Zusammenzucken ob der Schärfe in der Stimme ihres Seelenpartners verbergend. Sie hatte zwar bereits bei ihrem Aufbruch damit gerechnet, dass Anwar sie für ihre Eile zurechtweisen würde, doch dass ein gewisser Grad an Enttäuschung in der dröhnenden Stimme des Begleiters mitschwang - damit hatte sie nicht gerechnet.
'Ich habe lange genug geruht und ich möchte die Gastfreundschaft der Elfen nicht überstrapazieren, in dem ich länger verweile als unbedingt notwendig, Anwar. Es wird Zeit, dass wir zu Lord Kharas aufbrechen und ihm die Unterstützung der Reiter bewusst machen.'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 4:03 pm

Ja... Lord Kharas wird in Zukunft jede Unterstüzung brauchen... stimmte Anwar zu. Dann sah er missmutig auf das Tablet. Ein jammer das Elfen kein Fleisch essen... Nur Obst und Gemüse, kein Wunder das so viele dürr sind. Maulte er und sah Sehnsüchtig aus dem Fenster. Wenn das alles vorbei ist sollten wir ein paar Tage einfach nur herrumfliegen, ohne verpflichtungen. Einige neuen Ecken des Landes erforschen. schlug er vor.
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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 4:57 pm

'Du wirst selbst außerhalb des Waldes jagen gehen müssen, Anwar', gab Caladhiel zur Antwort und lächelte ob des Vorschlages, den der Drache machte. Umherfliegen und neue Ecken des Landes erforschen, welches zu ihrer Heimat geworden war und für dessen Frieden sie zu sorgen hatten - eine Vorstellung mit der sich Caladhiel nur allzu gut anfreunden konnte.
Sie vermisste den Wind, der ihr über die Haut strich und ihr einige ihrer Strähnen ins Gesicht peitschte. Jener Wind, in welchem sie das Salz der See auf ihrer Zunge schmeckte.
'Ja ... das werden wir tun, sobald wieder Frieden in diesem Land eingekehrt ist und wir nicht mehr fürchten müssen von der Herrin einer Stadt angegriffen zu werden.'

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BeitragThema: Re: Eines der Gästehäuser   Di Feb 22, 2011 8:14 pm

Das zweite Aufwachen war nicht angenehmer als es bereits das Erste gewesen war - mit einem einzigen Unterschied, der genug für das Mädchen bedeutete. Sie spürte wieder ihren Körper und jene Schmerzintervalle, welcher dieser noch immer aussandte um sie daran zu erinnern, dass sie endgültig in der Wirklichkeit angekommen war.
Zwischen all den kreisenden Gedanken und dem Versuch die Bilder abzuschütteln, welche ihr ins Gedächtnis gebrannt zu sein schienen, vernahm Astaya das leise Atmen weiterer Personen in dem Raum und das leise Singen der Vögel, welches merkwürdig gedämpft zu ihr hinüber drang. Vorsichtig glitt eine ihrer Hände hinauf zu ihrem Gesicht, wo sie nur Bruchteile von Sekunden später ein Stück Stoff ertastete, welches fest um ihren Kopf gewickelt zu sein schien.
Es war also wirklich geschehen ... sie hatte die grausame Folter nicht nur einfach geträumt und war jetzt nach einem kleinen Sturz wieder aufgewacht.
Die Tränen, die in ihre Augen traten brannten wie Salz in einer offenen Wunde und brachten sie dazu sich zur Seite zu drehen, damit ihre Schwäche nicht von denen gesehen wurde, die bei ihr waren. Vorsichtig und unsicher tasteten sich ihre Finger über den weichen Stoff aus dem die Kissen und Laken gefertigt waren und verharrten schließlich als warmer Atem über ihre Haut zog. Die Erkenntnis, wer dort war ließ sie bitter lächeln und endgültig die Selbstbeherrschung verlieren während sie den Kopf an dem warmen Körper Vraels barg und dort nach Sicherheit suchte.
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