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 An den Ufern des Spiegelsees

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Nyaralin
Königin der Elfen
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 12:54 am

"Nein. Es gibt keine Zeit mehr, in der ich Ruhe finden könnte, Elentir", erwiderte sie kopfschüttelnd. "Der Rat fordert meine Aufmerksamkeit ebenso wie es Ethra tut, aber daran wird sich vermutlich niemals etwas ändern."
Mit einem schlichten Schulterzucken richtete sie ihren Blick zurück auf Farodin, lächelte angesichts des Ausdrucks, der im Gesicht des Freundes stand.
"Was ist mit dir? In all den Jahren hörte man sehr wenig über dich. Wie geht es dir?"
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 1:05 am

"Gut. Besser als dir, auch wenn ich hoffte, es wäre gerechter verteilt. Ich war lange im Beor Gebirge, dann in den verschiedenen Teilen von Du Weldenvarden. Ich habe viel gelernt, seit damals... nach dem Tod meines Vaters brauchte ich Zeit. Zeit außerhalb dieses Reiches. Und nun bin ich wieder hier, mit dem Vorhaben den Platz meines Vaters im Rat einzunehmen. Doch wenn ich dich so reden hören, zweifel ich daran, ob dies auch wirklich eine so gute Idee von mir war“ Farodin schmunzelte, lehnte sich ein Stück nach vorne und löste mit seinen Händen die Brosche, die seinen Kapuzenumhang festhielt. Lautlos ließ er ihn zu Boden gleiten, während er sich wieder nach hinten auf seine Arme stützte.
„Aber weißt du, eines, was ich auf der Reise gelernt habe... ist, dass
wir alle von Zeit zu Zeit verloren gehen, manchmal, weil wir es selbst wollen, manchmal, ohne dass wir die Kontrolle darüber haben. Wenn wir dann gelernt haben, was unsere Seelen lernen mussten, zeigt sich der Weg ganz von allein. Hin und wieder sehen wir den Weg, und wir gehen zu weit oder nicht weit genug, aus Angst, Wut oder Trauer. Manchmal wollen wir verschwinden und umherirren, manchmal nicht. Gelegentlich finden wir den Weg ganz allein. Aber was auch geschieht, wir werden immer gefunden. Es wird die Zeit kommen, da wird sich entweder der Rat, oder Ethra ändern und du wirst deine Zeit und deine Ruhe wieder finden können. Es sei denn, beide sind wieder dieser See hier, dann wirst du wohl selbst etwas ändern müssen, Elatariel. Oder jemand anderes. Ich hoffe für dich, dass die Zukunft für dich nur Gutes bereithält. Wie dieser Abend. Ich denke, man kann ihn wirklich als 'gut' bezeichnen“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 1:13 am

Sie lächelte bitter, schloss für einen kurzen Moment die brennenden Augen, in denen die Tränen schwammen, die seine Worte verursacht hatten. Es tat gut zu hören, dass sie ihn nun häufiger zu Gesicht bekommen würde, mehr Gelegenheit dazu erhielt mit ihm zu sprechen.
"Ja, ich denke man kann diesen Abend in der Tat als gut beschreiben. Es ist jedenfalls der Beste, den ich seit einer ganzen Weile hatte", erklärte sie leise. Gefunden werden ... sie begann sich zu fragen, ob sie jemals gefunden werden würde oder ob Farodin sie genau in diesem Moment gefunden hatte, in dem sie am meisten einen Freund brauchte.
"Ethra hat sich verändert, ebenso wie es der Rat hat in der Zeit, in der du fort warst, Elentir. Nichts ist mehr so einfach und manchmal wünsche ich mir die Zeit zurück, in der wir so unbeschwert waren wie damals."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 1:25 am

Verständnisvoll nickte Farodin, er selbst kannte das nur all zu gut. Wie oft hatte er wohl in dem vergangenem Jahrhundert an seine Kindheit gedacht? Damals war wirklich vieles leichter gewesen. Ganz besonders jene Abende hier am Spiegelsee waren noch so deutlich vor seinem Auge zu sehen, die Erinnerungen noch so klar, das er manchmal glaubte, es wären nur wenige Tage seit dem vergangen.
„Nun, uns ist beiden bewusst, dass sich die Zeit nicht zurück drehen lässt, doch jede dunkle Nacht hat ein helles Ende.
Es wird die Zeit der Besserung kommen, ganz bestimmt.
Außerdem... sieh es so, wenn du Vergangenem nachtrauerst, verpasst du dabei die Gegenwart. So sehr ich meine Kindheit schätze... ich würde diesen Moment hier mit dir nur ungerne missen. Es hat etwas vertrautes... was hältst du davon, wenn wir das Morgen wiederholen? Ich könnte eine Kleinigkeit zu Essen mitbringen, eine Decke vielleicht noch und dann betrachten wir, wie heute die Sterne und reden ein wenig?“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 1:33 am

"Du bist ein Optimist, daran hat sich wohl niemals etwas geändert", lachte sie leise, nickte dann jedoch. "Ich würde nichts lieber tun als diesen Abend jeden Tag zu wiederholen, auch wenn deine Zeit mit deiner Aufgabe im Rat ebenso schwinden wird ... aber ..." Sie brach kurz ab und löste die förmliche Haltung, in der sie den vorherigen Part des Gespräches geführt hatte, hob den Kopf und sah in die Sterne hinauf.
"... es ist gut jemanden bei sich zu wissen, dem man vertrauen kann. Dies sehe ich als helles Ende einer dunklen Nacht."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 3:39 pm

„Auch das freut mich zu hören. Mir geht es ganz ähnlich. Es ist schön, dich nach all der Zeit wieder zu sehen. Es ist ein bisschen so, als hätte sich doch nichts verändert“, sagte Farodin, der sich kurz ein wenig zur Seite neigte, nahm mit seiner Hand einen naheliegende, kleinen Stein und ließ jenen mühelos über die Wasseroberfläche des Spiegelsees springen.
„Ich denke, ich werde Morgen zum Rat gehen... wer weiß, vielleicht verschonen sie mich an meinem ersten Tag noch mit all den Pflichten und der großen Verantwortung, sodass wir uns morgen Abend durchaus noch treffen können. Und wenn wir dann noch ein wenig Glück haben, sieht der morgige Nachthimmel genauso aus wie der heutige“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 3:48 pm

Nyarálin zog den weißen Umhang ein wenig enger um die Schulter als sie fröstelte. "An wen willst du dich wenden?"
Seine Worte erinnerten sie gleichermaßen daran, dass auch sie sich wieder ihren Pflichten zu widmen hatte, die ihr auferlegt worden waren in der Zeit, in der Ethra fort war.
"Es wird Krieg geben, wenn es nach Ethra geht, Elentir", sprach sie nach einer Weile ohne sich ihm wieder zuzuwenden. "Er hat sich verändert, ist grausam geworden in all der Zeit, in der er nun unter den Menschen gewandelt ist und er wird nicht ruhen bis er sein Ziel erreicht hat."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 4:14 pm

„So ist das also... Nun, schwer ruht das Haupt, das eine Krone drückt...
und das tut es wohl auch bei Ethra, auch wenn die Krone selbst sich auf Königin Dellanirs Kopf befindet...“

Traurig senkte Farodin den Blick, drehte sich leicht nach hinten um und nahm seinen Kapuzenumhang. Schweigend rutschte er anschließend zu der Elfe hinüber und legte ihr den Umhang über die Schulter und verschloss ihn vorne mit seiner Brosche.
Es war lange her, dass er Ethra einst flüchtig gesehen hatte.
Doch gesprochen... wann hatte er das letzte Mal mit ihm ein paar Worte gewechselt?
„Macht verändert... nicht nur die Menschen. Es trifft auch auf uns zu, da sind wir wirklich kein bisschen besser... Aber denkst du nicht, dass es noch Hoffnung für Ethra gibt? Vielleicht... ihm täte eine Pause sicherlich gut. Das Ratsoberhaupt zu sein ist sicherlich selten einfach“
Der Elf hoffte, dass dies nur eine Phase Ethras war. Nicht auszudenken, wenn es wirklich zu einem Krieg kommen sollte.
Unweigerlich verzog der Elf leicht sein Gesicht. Nein, daran mochte er nicht denken...
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 4:26 pm

"Ich wünschte, es gäbe Hoffnung", sinnierte sie leise und griff nach der Brosche. Ihre Fingerspitzen fuhren sacht über die kleinen Unebenheiten der Brosche und den Stoff des Mantels, nahm die Wärme Farodins wahr, die er abgab.
"Sein Geist ist vergiftet worden durch die Hände der Menschen und ..." Erneut spürte sie die innere Barrikade, die sie daran hinderte das auszusprechen, was sie hatte sagen wollen. Frustriert fuhr sie sich mit einer Hand durch die langen blonden Haare und schüttelte den Kopf. Verflucht. Das war wohl das Wort, das sie im Augenblick am besten traf. "... der Beeinflussung eines Steins."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 4:39 pm

„Eines Steines? Und wenn man ihm diesen... abnehmen würde? Damit er nicht mehr unter dessen Einfluss steht?
Würde das nicht helfen?“
, fragte Farodin, wobei er sie ernst musterte.
„Oder... ist das nicht möglich? Ist dieser Stein vielleicht... von besonderer Substanz?“, fuhr er weiter fort,
wobei man seinem Gesicht nicht entnehmen konnte, an was er dachte, oder was er empfand.
Ein verschlossenes Buch.
„Die Hoffnung stirb schließlich zuletzt, Elatariel. Es lässt sich immer einen Weg finden“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 4:44 pm

"Wenn man ihm diesen Stein nimmt wird er sterben, Elentir und das könnte ich ebenso wenig mit meinem Gewissen vereinbaren, ebenso wenig wie ich seine Taten damit vereinbaren kann aber die Wahrheit ..." Sie stockte und schüttelte erneut den Kopf, richtete ihre Augen zurück auf sein Gesicht. Sie wusste nicht, wie er reagieren würde auf das, was sie gesagt hatte. Er hätte alles Recht der Welt sie dafür zu hassen oder anzuprangern - sie würde es ihm nicht einmal übel nehmen, wenn man sie aus diesem Grund verstoßen würde.
"Ich kenne die Wahrheit und kann sie nicht aussprechen, auch wenn ich es will. All das könnte erklärt und verhindert werden, wenn ich es fertig brächte die Wahrheit zu sagen aber der Fluch eines Magiers hindert mich daran."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 5:00 pm

„Nun, ich bin kein Meister der Magie, doch gibt es denn niemanden, der dir helfen kann? Den Bann zu lösen? Außerdem...
wenn man Ethra nicht retten kann, dann sollte man ihn wenigstens aufhalten... liegt das nicht auch in deinem Interesse, Elatariel?
Ich meine mich zumindest daran zu erinnern, dass dir der Gedanke an Krieg und unnötige Kämpfe ebenso missfiel, wie mir.
Und nur einen Krieg anzuzetteln, um an sein Ziel zu kommen ist kein gerechtfertigter Grund, falls Ethra wirklich danach sinnt...
er setzt damit das Leben vieler Elfen aufs Spiel... leichtfertig...“
Farodin verzog ärgerlich das Gesicht für einen Moment,
schüttelte dann knapp den Kopf und richtete seinen Blick wieder auf Nyaralin.
„Lass mir dir helfen... sag mir, wie ich dir helfen kann und ich werde es tun. Es reicht, dass er sich selbst ins Unglück stürzt...
doch du solltest davon verschont bleiben. Zu deinem besten, ganz gleich, was euch beiden verbindet... ich möchte keine Freundin verlieren. Nicht noch einmal, nach all der Zeit, da ich dich nicht gesehen habe“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 5:12 pm

Sie seufzte schwer, obgleich in ihren Augen die Hoffnung auf Rettung aufglomm.
"Diesen Bann kann man nicht lösen, Elentir. Ein Großmeister der Magie hat diesen Bann gewoben und ich vermag nicht zu sagen, wie man ihn wieder lösen kann. Ich möchte keinen Krieg riskieren, ich will nicht, dass so viele Unschuldige ihr Leben bei einer Sache lassen, die so unsinnig ist", antwortete sie und schluckte schwer.
"Hilf mir ihn aufzuhalten", bat sie leise und in ihrer Stimme klang leises Flehen nach. "Ich weiß, dass ich allein niemals dazu fähig wäre ihn zu aufzuhalten und von seinem Plan abzubringen, den er gefasst hat und für den er bereit ist zu morden. Das war niemals der Weg, den ich gehen wollte ... er wird es mir niemals verzeihen, dass ich ihn verraten habe und er wird mich dafür töten wollen."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 5:22 pm

Zuerst wollte Farodin ihr widersprechen, da er es sich nicht vorstellen konnte. Immer wieder hatte er von schwärmenden Elfen gehört,
wie gut Nyarálin und Ethra zusammen passen. Und nun?
Vielleciht war es durchaus möglich, das man durch Macht sich so sehr verändert, dass man selbst jene verletzt, die man liebt.
Und wenn dies möglich war, dann lag es wohl auch auf der Hand, dass er sogar dazu bereit war, ihr Leben in Kauf zu nehmen, wenn es bedeutete eine Unannehmlichkeit auf dem Weg zu seinem Ziel zu beseitigen.
Mitfühlend legte Farodin seine Hand auf die ihre, drückte sie sanft und lächelte aufmunternd.
"Ich werde dir helfen und dir beistehen, Elatariel, so gut, wie ich nur kann... sollen wir uns noch heute weitere Gedanken darüber machen? Oder möchtest du das lieber auf den nächsten Morgen verschieben? Wenn du heute erst in Ellesmera angekommen bist, möchtest du dich vielleicht noch ein wenig ausruhen. Solche Entscheidungen zu fällen, kostet auf Kraft"
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 5:48 pm

"Ich will ihm nichts Schlechtes - ich will ihn nicht mal verletzen oder töten", erklärte sie leise, gab den sachten Druck seiner Hand zurück und brachte ein schwaches Lächeln auf ihre Züge. Sie konnte sich vorstellen, was Ethra tun würde, wenn er erfuhr, dass sie aufgehört hatte seinen Plänen zu folgen. Die gute Seite würde es vermutlich sogar verstehen, aber die Persönlichkeit, die der Eldunarí entwickelt hatte würde sie dafür hassen.
"Ich danke dir für deine Hilfe, Elentir, aber ich glaube, es ist besser, wenn wir uns am nächsten Tag weitere Gedanken darüber machen. Dieser Abend ist zu schön um ihn mit trübsinnigen Gedanken zu verbringen."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 6:01 pm

„Das ist wohl wahr. Gut... dann triff mich doch Morgen in der Schmiede von Rhunön.
Ich werde ihr vermutlich morgens noch zur Hand gehen... und später dann erst den Rat aufsuchen.
Man muss schließlich nichts übertreiben... ich lasse mir da ein wenig Zeit“
, gab Farodin schmunzelnd zurück,
drückte Nyarálins Hand noch einmal und zog die seine dann zurück. Sein Blick glitt dabei nicht zurück zum Sternenhimmel,
noch zu dem See, der vor ihnen in voller Pracht lag, sondern blieb weiterhin auf der Elfe neben ihm.
Noch bevor Farodin sich wieder auf seine beiden Arme im Gras abstützt, strich er sacht mit seinen Fingern ihr blondes Haar zurück.
„Du bist noch immer wunderschön, Elatariel. Damals wie heute. Und ich bin mir sicher daran wird sich niemals etwas ändern.
Nicht für mich. Deine Anmut bleibt bestehen, so ewig, wie der Spiegelsee in klaren Nächten das Licht der Sterne auffängt und damit die schönsten Blumen unseres Waldes an Schönheit und Grazie übertrifft“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 10:20 pm

Die Elfin sah über die Schulter zu dem Freund zurück und lachte dann leise angesichts seiner Worte.
"Schön gesprochen, Elentir", sagte sie schließlich und hob die Schultern, strich sich eine der blonden Strähnen aus dem Gesicht, die der Wind hinein geweht hatte. "Aber du schmeichelst mir zu sehr. Nichts von alledem habe ich verdient."
Trotz ihrer Worte war es Balsam für ihre geschundene Seele die Worte von jemandem zu hören, dem sie bedingungslos vertrauen konnte und der stets ehrlich mit ihr gewesen war.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 10:41 pm

„Wenn nicht du, wer dann, Eletariel? Sieh, was aus dir geworden ist? Du glaubst vielleicht, du hättest einen falschen Weg gewählt, einen falschen Schritt gemacht... dadurch, dass du vielleicht zu viel hast geschehen lassen. Aber in Wahrheit weißt du doch noch immer, was dir nach wie vor wichtig ist, oder nicht? Sonst hättest du mich nicht um Hilfe gebeten. Es macht dich stärker.
Warum also, sollte ich nicht das recht haben, dir die Wahrheit zu sagen? Es sind zwar schmeichelnde Worte...
aber sie entsprechen der Wahrheit und waren vollkommen aufrichtig“
, sagte Farodin mit ernstem Blick,
der sogleich jedoch einem weicheren, wärmen Blick seiner grünen Augen wich.
Seine Finger fuhren durch das Gras, berührte die einzelnen Grashalme, die seine Handfläche kitzelten.
„Weißt du, ich bin mir sicher, du hättest im Grunde noch viel mehr verdient...“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 10:50 pm

"Ich glaube zumindest zu wissen, was mir wichtig ist und stets war. Mein Volk, meine Familie und ..." Ihr Blick wanderte über seine Gestalt, das bleiche Gesicht zeigte zum ersten Mal seit ein paar Stunden wieder ein vollkommen ehrliches Lächeln. "... meine Freunde. Sie sind es, die mich am Leben halten und die mich weitermachen lassen. Ich habe dich niemals vergessen, Elentir - wie hätte ich das auch tun können? Es wäre als hätte ich einen Teil meiner selbst vergessen."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 11:16 pm

„Und dennoch haben wir all die Jahre nichts von einander gehört...“ Farodin lächelte bitter und senkte seinen Blick. Schweigend wandte der Elf seinen Kopf leicht ab, während er nachzudenken schien. Sicher konnte man es nicht sagen, denn auch in diesem Moment ließ er sich rein gar nichts anmerken. Blinzelnd blickte er in die Ferne, über den Spiegelsee hinweg.
„Ein Brief... ein Wort von dir hätte damals gereicht und ich wäre zurück nach Du Weldenvarden gekehrt.
Aber damals brauchtest du mich nicht... du warst glücklich mit Ethra und ich wollte... lernen. Bis ich das Gefühl hatte, den Aufgaben die mich erwarten gewachsen zu sein. Über all die Jahre hinweg habe auch ich dich nicht vergessen, Elatariel“

Lächelnd rückte er ein kleines Stück näher, legte sacht seinen Hand auf ihren Arm und deutete dann mit der anderen Hand gen Himmelszelt.
„Schau hinauf zum Himmel, sieh dir an, wie zahlreich die Sterne heute sind. Es sind gewiss Dutzende. Hunderte.
Vielleicht auch Millionen. Doch... mein Stern, befindet sich nicht unter ihnen. Er hat sich nie unter ihnen befunden...
Nein, mein Stern ist nicht dort... sondern hier, Elatariel“

Farodins Hand fuhr an ihrem Arm hinab, bis er erneut ihre Hand berührte. Er drückte sie erneut leicht, behutsam, als befürchtete er, er könne sie damit verletzten. Dann zog er seine Hand zurück und stand schweigen auf. Er musterte sie kurz von oben und lächelte dann etwas zurückhaltender. „Ich sollte gehen... ich neige dazu, wohl ein wenig zu weit zu gehen...“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 11:25 pm

"Nein, bitte ... bleib", bat sie leise und blickte zu ihm auf, rührte sich jedoch ihrerseits nicht von ihrem Platz. "Bitte, bleib hier", wiederholte sie noch einmal und biss sich unschlüssig ob ihres eigenen Handelns auf die Unterlippe ehe sie halbherzig die Mundwinkel hochzog um ein Lächeln zu zeigen und die Hand ausstreckte um nach der seinen zu greifen.
"Du bist nicht zu weit gegangen. Was Ethra angeht ... ich habe ihn in all den Jahren nicht oft gesehen. Ich wusste nie, was mit dir war - sie sagten erst, du seist verschollen, dann behaupteten sie, du seist tot und niemand kam um das Gegenteil zu behaupten."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 11:41 pm

„Meine Mutter hat wohl ihr Vergnügen daran gehabt zu schweigen. Ich unterrichtete sie über mein Vorhaben... doch scheinbar hat sie die Gerüchteküche in diesem Reich brodeln lassen. Bei meiner Ankunft fragte man mich sogar, ob ich wirklich nach Alalea zurück gereist wäre...“, schmunzelnd schüttelte Farodin seinen Kopf und trat dann langsam auf Nyarálin zu, streckte seine Hand aus und fuhr anschließend mit seinen Fingern zwischen die ihre.
„Was hättest du denn getan, wenn du gewusst hättest, wo ich bin? Es liegt in deiner Familie, die Ratsoberhäupter zu beraten. Es ist stets eine Ehre gewesen und ist angesehen hier in Du Weldenvarden. Deine Arbeit... auf die du dich doch gefreut hattest, oder nicht? Ich meldete mich nicht, weil ich davon ausging, dass ich etwas von dir hören werde, falls du mich brauchen würdest... nun, Sprache ist die Quelle der Missverständnisse“ Der Elf lachte leise, machte jedoch noch immer keine Anstalten, sich wieder neben Nyarálin zu setzen. Jedoch schien er auch nicht mehr gehen zu wollen, denn ansonsten würde er ihre Hand wohl wieder los lassen und sich zum Gehen umwenden.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 11:50 pm

"Leises rascheln fuhr durch die Lichtung, als sich die Blätter und das Gebüsch wie auf Befehl teilten und Ethra an den Spiegelsee trat.
Der Schatten welcher seinen Geist vernebelete, hatte sich wieder zurückgezogen und lauerte im Dunkeln der Nacht darauf erneut in Erscheinung zu treten und Ethras Gesicht zur Frazte mutieren zu lassen.
Doch all dies zählte im Moment nicht, als Ethra sich gewahr geworden war, was er getan - was er gesagt hatte war er noch aus der fahrenen kutsche gesprungen - hatte dem Kutscher Anweisung gegeben schonmal vor zu fahren und war so schnell er konnte nach Ellesmera gerannt.
Nur ein einziger Gedanke brannte in seiner Brust Elatariel
Er wollte sich entschuldigen, ein weiteres Mal.
Hatte er doch eine Möglichkeit gefunden, wie sie all dem entgehen konnten.
Nun, als er die Lichtung betrat und der Szene gewahr wurde, welche sich ihm offenbarte zerbröselte sein Gesichtsausdruck und man hätte sein Herz brechen hören können, wenn man nur genau genug hingehört hatte.
"Verzeiht...
Ich wollte nicht stören."
dies waren die ersten Worte die sich aus seinem Mund schälten.
Sie waren langsam und voller Trauer gesprochen worden. Farodin...
Er konnte es ihr nicht verdenken und wandte sich langsam um.
"Ich werde in meiner Residenz meine Sachen packen, sie steht euch beiden zur freien verfügung!"
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 11:56 pm

Sie hatte Farodin noch antworten wollen als Ethras leise Stimme erklang und sie wie unter einem Schlag in den Magen zusammenfuhr. Unweigerlich festigte sich ihr Griff um die Finger des alten Freundes, als wolle sie ihn daran hindern ihr nun auch noch den letzten Haltepunkt zu nehmen.
Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Ethra hier auftauchen würde, wenngleich es irgendein Teil von ihr gehofft hatte und dennoch ... sie konnte all das nicht einfach so geschehen lassen.
Fast als suche sie die Sicherheit, rutschte sie ein Stück im Gras zurück bis sie Farodin hinter sich spürte und schloss die Augen. Was sollte sie schon sagen? Kein Wort, das sie nun sagen konnte änderte die Situation und so verblieb sie im Schweigen, blickte lediglich von einem zum anderen.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Sep 09, 2010 12:17 am

„Ethra“
Der Elf hatte das Ratsoberhaupt sogleich bemerkt, als dieser die Lichtung betreten hatte, dennoch hatte er nur zögerlich sein Gesicht zu ihm gewandt. Seine Augen fuhren musternd über Ethra, während er Nyarálins Hand leicht drückte. Er würde sie nicht gehen lassen. Nicht, wenn sie es nicht ausdrücklich auch so wollte.
„Du störst nicht. Nyarálin und ich haben uns lediglich unterhalten. Es ist lange her, das wir uns gesehen haben... du verzeihst also, dass wir uns einen ruhigeren Ort gesucht haben, um ein wenig zu reden? Auch wir haben uns lange nicht mehr gesehen...“
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