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 An den Ufern des Spiegelsees

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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Jul 28, 2010 11:15 pm

Kosta bekam eine Gänsehaut, als er sah wie sich im Wasser landete. "Danke. Mein Lehrmeister hat es mir beigebracht. Er hat es bei der letzten Blutschwur-Zeremonie vorgetragen.", er hob beide Ärmel seines Oberteils über seine Ellbogen und richtete seine Hand auf das Wasser. "Adurna rísa." Der Energievebrauch war nicht mehr als das Bewegen eines Fingers und setzte Kosta nur minimal zu, dafür aber baute sich vor seinen Augen eine kleine Kugel Wasser auf, nicht größer als ein Tennisball. Er schwebte über den Boden, bis er über die Handfläche des Jungen war. Daraufhin durchdrang das Sonnenlicht sie auf eine seltsame Weise, so dass alle Farben des Regenbogens in einem Ring auf Kostas Handfläche zu sehen waren.

Das Lächeln auf seinen Lippen war kaum zu übersehen. "Auch wenn ich probiere, wenig Magie zu benutzen, während ich dieses Lied singe...es geht einfach nicht. Anscheinend hat es mein Meister geschafft das Lied auf eine unnatürliche Weise die Magie mit dem Lied zu verbinden. Und trotz allem ist es wunderschön.". Kosta starrte einige Zeit lang die Kugel an.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Jul 28, 2010 11:29 pm

„Das stimmt. Es ist ein wunderschönes Lied... und ich bin ehrlich erstaunt mit welcher Leichtigkeit ihr damit umgeht“
Aylen wies auf die Wasserkugel und lächelte.
„Ich selbst... nutzt Magie nur sehr selten, oft erst dann, wenn ich dazu gezwungen werde oder wenn
ich keinen anderen Weg sehe“
Während sie ihren Blick über den Jungen schweifen ließ, trat sie mit ruhigen Schritten auf ihn zu.
„Sagt, euer Meister, der damals dieses Lied bei der Blutschwur-Zeremonie vorgetragen hat...
wie war sein Name? Er müsste mir sicherlich ein Begriff sein, doch mir kommt kein Name in den Sinn“

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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Jul 28, 2010 11:44 pm

(Mein Lehrmeister soll eigentlich im RPG seinen Namen selbst aussuchen. >_< )

"Sein Name lautet ****** ******.", die Kugel schwebte wieder zum Wasser und fiel hinein, sanft und ohne zu spritzen. "Die Magie ist etwas wunderschönes, ich werde hauptsächlich in den Lehren und Pfaden der Magie, als auch der Grammarye ausgebildet.", das Lächeln auf seinen Lippen war noch immer da. "Kennt Ihr vielleicht irgendein Lied? In Ceris gibt es viele Künstler und Dichter.", fragte er sie und zog seine Beine zum Körper, danach umschlang er sie mit den Händen.

Um ihn herum sammelten sich plötzlich zwei Glühwürmchen, die mit einander tollten und mit einer Herzenslust über ihre Entdeckungen sprachen. Bei dem Anblick musste Kosta lachen. "Diese Glühwürmchen verfolgen mich schon seid Tagen, anscheinend bin ich ihr neuer Freund geworden." Die beiden Tiere landeten auf Kostas rechter Schulter und tollten dort herum, dabei leuchteten sie vor sich hin.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Jul 28, 2010 11:59 pm

(Ah, oh, stimmt *anDenKopfFass* Lehrmeister XY XD, Entschuldige Wink )


Welch ein sonderbarer Elf... so jung... so fröhlich. Ob er jemals den schützenden Wald verlassen hatte? Vermutlich nicht...
Aylen ließ sich neben ihm nieder und beobachtete lächelnd die Glühwürmchen,
die im Schatten der Bäume durch ihr Licht am deutlichsten zu erkennen waren.
„Ein Lied? Hmm...ja, ich kenne das eine oder andere, doch meine Stimme ist bei weitem nicht so klar und ruhig, wie deine.
Am Ende würden deine zwei Freunde wegen meines Gesanges verschwinden“
, sagte sie lächelnd und
lehnte sich leicht nach hinten, während ihre Hände über den Boden fuhren.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 12:10 am

"Ach, machen Sie sich keine Sorgen darüber, sie würden mich nicht einmal in einem Sturm verlassen. Lediglich mein Meister kann sie während dem Unterricht fernhalten, damit sie uns nicht stören. Es ist schön, jemanden bei ständig bei sich zu haben. Die Wälder sind leer, die Älteren ziehen in den Krieg.", sein Blick war starr gerichtet auf dem Ufer auf der anderen Seite des Sees.
"Haben Sie schon mal einen Zwergen gesehen? In Ellesméra gibt es keine Fairith und deshalb kann ich nur aus Büchern herauslesen wie sie aussehen und wie sie sich benehmen.", er hielt seine leere Handfläche neben den Glühwürmchen, die daraufhin auf diese hin-flogen und sich langsam im Kreis über sie bewegten. Sie wirkten wie kleine Sterne.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 12:16 am

"Ja, ich traf eins vor alnger Zeit auf welche... und glaubt den Beschreibungen in den Büchern ruhig. Sie sind klein... habe allesamt lange Bärte und glauben an ihre Vielzahl an Göttern, dort, in ihren Bergen. Ganz gleich auf welchen Felsen du im Beor-Gebirge trittst, dir sei Gewiss, ein Zwerg hat ihn vor dir schon längst einmal betreten... Wenn euch das Leben dort draußen interessiert, dann rate ich euch, eigene Erfahrungen zu machen", sagte Aylen, die ihr Gesicht nun ihm zu gewandt hatte. Die Elfe musterte ihn für einen Moment schweigend und lauschte stattdessen der Stille, ehe sie fort fuhr.
"Aber ihr müsst vorsichtig sein. Unruhe ist über das Land gekommen... es ist schon längst nicht mehr so friedlich und ruhig wie früher es einst gewesen war"
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 12:24 am

"Ah, dies ist ein heikles Thema. Ich darf Ellesméra nur in Begleitung und den Wald gar nicht verlassen. Im Moment bin ich das einzige Kind und es wird auf mich sehr viel Wert gegeben."
Er sprach die Wahrheit, denn die Älteren sorgten sich um ihn wie ein goldenes Ei. Sein Leben war ohnehin schon belastet genug, als ob er eine Reise vertragen würde. Der Unterricht mit seinem Meister und seine Selbstlehre in den Kampf mit seinem Dolch beanspruchten fast seinen ganzen Alltag.
"Aber vielleicht, irgendwann, wenn ich älter bin. Es dauert sicherlich nicht mehr lange.", die Blicke der beiden trafen sich, als er sie ansah und dabei lächelte. Die zwei Glühwürmchen landeten auf der anderen Schulter des Jungen und blieben dort ruhig sitzen.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 12:30 am

"Ich wünsche es dir, dass es nicht mehr lange dauert", sagte Aylen, wobei sie aufrichtig die Wahrheit sprach. Sie empfand irgendwie Mitleid für diesen Jungen, der in Du Weldenvarden scheinbar eingesperrt war. Alles in allem hielt sie selbst nicht viel von dem restlichen Land, dennoch... es war wert, es erlebt und gesehen zu haben.
"Ich könnte versuchen mit den Ältestens zu sprechen... und wenn sie ihre Meinung dann noch immer nicht geändert haben, dann nehme ich dich einfach mit", sagte sie Augen zwinkernd und schaute dann über den See.
Die flache Wasseroberfläche kräuselte sich leicht, als eine sachte Brise darüber hinweg strich.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 12:36 am

Ein großer Hoffnungsschimmer tauchte in Kosta auf, als er in ihrer Richtung sah. Er hatte dieses typische Glitzern in den Augen, was Buben haben, wenn sie ein Abenteuer erfahren. "Das wäre fantastisch, danke!", sein Lächeln wurde noch breiter, bevor er seine Füße ausstreckte, sich zurück lehnte und sich dabei mit den Händen abstützte. Es würde das erste Mal sein, wo er den Wald verlässt!
"Ein Stern scheint auf die Stunde unserer Begegnung.", der Satz war spontan gesagt und löste eine Energiewelle aus, die die Glühwürmchen zum fliegen zwang. Sie flatterten mit ihren winzigen Flügeln um den Jungen herum und leuchteten doppelt so stark.
Es war die Magie der Hoffnung, die er entfachtet hatte und sie leuchtete wie seine eigene Sonne in seinem Herzen.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 12:49 am

In einer fließenden Bewegung, verlagerte Aylen ihr Gewicht auf den einen Arm, auf dem sie sich abstützt,
um mit dem anderen ein paar rote Strähnen zurück zu streichen. Dann blickte die Elfe wieder zu dem Jungen. Ein viel versprechender Elfenjunge, das stand in jeder Hinsicht fest. Kein Wunder, dass die Ältesten ihn nicht gehen lassen wollen.
Seltsam, von ihrer Verpflichtung auf das Menschenmädchen aufzupassen, lief sie davon,
doch bei ihm war sie bereit ihn über die Grenze zu bringen. Raus aus Du Weldenvarden...
„Ich werde mein Möglichstes tun, doch es steht wohl noch in den Sternen, ob mir dies auch gelingen wird...“
Aylen hatte nun ihre Hand in seine Richtung ausgestreckt und ihm ein paar Strähnen seines weißen Haare zurück gestrichen.
„Hoffen wir auf das Beste“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 12:58 am

"Gut, das werde ich.", er versprach in der alten Sprache zu hoffen, dass die beiden Du Weldenvarden verlassen, wie sie vorher in der alten Sprache sagte sie würde ihm helfen. Sie ist so nett zu zu mir, anders als die anderen sieht sie mich an wie ein Gleichberechtigter. Das Glitzern in seinen Augen war nicht verschwunden, als er sich langsam fallen ließ, um seine Hände zu entlasten und den Himmel anschauen zu können.
Er genoss den kurzen Moment der Stille, da er dem Wind lauschte."Hörst du den Wind, der durch die Blätter des Du Weldenvardens rauscht? Er erzählt eine jahrtausende-alte Geschichte, die wohl niemand jemals vergessen sollte.", sagte er leise und sanft, denn nur wenige hören was der Wind ihnen erzählte.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 3:15 pm

„Erzähle mir von dieser Geschichte“, sagte Aylen, deren Blick wieder auf dem Spiegelsee ruhte.
Der Wind fuhr durch Geäst, über das Wasser und durch Laub und das rote Haar der Elfe, dass tanzend sich bewegte.
Wie angenehm es hier draußen war.
Sie bereute es keineswegs Avalee in der Residenz von Ethra zurück gelassen zu haben...
Lautlos ließ sich Aylen nach hinten fallen und schloss ihre Augen, erwartungsvoll lauschend auf die Antwort des Elfen.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 3:46 pm

"Das...kann ich leider nicht tun. Ich glaube, dass kein einziges Geschöpf in Alagaesia dazu in der Lage wäre, sie auszusprechen. Es steckt mehr Kraft dahinter. Einzig und allein der Wind kann diese Geschichte erzählen und weitertragen.", sein Lachen klang sanft und anmutig, dennoch irgendwie kindlich.
"Du kannst hinhören und vielleicht erzählt dir der Wind etwas.", sagte er spannend und sah kurz zu den Glühwürmchen. Die zwei sind heute aber in guter Stimmung. Woran das wohl liegt?, dachte er sich.


Zuletzt von Kosta am Do Jul 29, 2010 7:47 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 6:41 pm

„Vielleicht...“, murmelte Aylen, die Augen noch immer geschlossen. Sie musste zugeben, sie hatte schon lange nicht mehr dem Wind gelauscht, einfach so ohne einen speziellen Grund.
Andererseits hat sie sich auch schon lange nicht mehr die Zeit genommen, sich einfach hinzulegen und zu ruhen. Schweigend lauschte sie nun also dem Wind und seiner Geschichten, jene, die er für sie heraus gesucht hat.
„Hast du oft Zeit, um hier zu sein?“, fragte nach einer Weile und öffnete blinzelnd ihre Augen.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 7:47 pm

Der junge Elf schüttelte den Kopf und lachte dabei. "Nein, nicht wirklich. Meine Ausbildung nimmt nahezu meinen ganzen Alltag ein. Wenn ich etwas Zeit habe, versuche ich mich mit meinem Dolch oder spaziere durch den Wald, in der Nähe der Stadt. Wie jetzt zum Beispiel."
Er schloss die Augen und atmete ganz tief ein und dann aus. Die Luft hier war so erfrischend, dass er sofort neue Energie bekam. Normalerweise machte ihn die wärme der Sonne und die Ruhe ganz träge und müde. "Hast du viel Zeit? Irgendwie sind die Älteren in letzter Zeit so nervös und unruhig..."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 8:55 pm

„Ja, das sind viele, in der Tat. Und nicht ohne Grund“ Aylen blickte ernst gen Himmel,
blinzelte erneut und drehte sich dann zur Seite, zu dem Elfenjungen hin.
„Im Land braut sich gerade etwas zusammen. Wir können es spüren, jene, die die Zeichen zu deuten wissen,
doch nur wenige wissen wirklich etwas davon, wissen, was sich dort draußen genau zu trägt.
Trotz allem sind wir angespannt... doch hier sind wir sicher, ganz gleich was geschieht.
Hier wird dir nicht geschehen, falls du dir Sorgen machen solltest“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 9:04 pm

"Ach nein, ich mache mir keine Sorgen um mich. Ich mache mir Sorgen um alle.", eine sachte Brise wehte durch sein Haar und ließ es kurz umher flattern. Er fing eine Strähne auf und legte sie wieder hinter seinem Rücken, so dass sie ihn nicht stört.
"Aber wir sollten diesen schönen Tag nicht mit traurigen Gedanken verunstalten.", sein Lächeln war mehr als breit und ermunterte ihn selbst. Ah, ich werde eine Weile wohl hier bleiben. Dieser Ort hat etwas besonderes an sich, er ist so friedlich. So solte es überall auf der Welt aussehen.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Do Jul 29, 2010 10:37 pm

„Das stimmt... ich sollte jedoch bald wieder meinen Pflichten nachgehen“
Aylen setzte sich seufzend auf, wandte sich dann jedoch wieder mit einem Lächeln an Kosta.
„Ich werde Morgen wieder hier sein, falls du Zeit haben solltest,
würde ich mich über ein wenig Gesellschaft freuen, Kostas – Finiarel“
, sagte sie und stand langsam auf.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Fr Jul 30, 2010 3:20 pm

"Ich werde sehen, ob ich kommen kann. Wenn ich nicht komme, kommen sicherlich meine kleinen Freunde.", lachend stand er auf und deutete auf die Glühwürmchen, die zu fliegen begannen und im Wald verschwanden. Kosta folgte ihnen. "Auf Wiedersehen, Aylen-Elda!", sagte er noch, bevor seine Stimme wieder das Lied von vorhin sang. Der Wald erbebte wieder und sogar die Bäume lauschten dem jungen Elf, der auf dem Weg zu seinem Lehrmeister war...
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Fr Jul 30, 2010 4:54 pm

Noch eine Weile blickte Aylen in jene Richtung, in der der junge Elf verschwunden war.
Nur allmählich trieb sie an die Überfläche ihrer Gedanken und wandte sich zum Gehen um.
Falls er kommen sollte, würde sie nach dem Treffen nach Ceris reiten.
Dort wartete bereits gewiss einiges an Arbeit und Pflichten, die sie zu erfüllen hatte.
Sie könnte Avalee ein paar Bücher da lassen... Bücher, die sie studieren könnte, bis sie wieder da war.

Nachdenklich begann sie los zu gehen, hatte mit wenigen Schritten den Spiegelsee und
dessen Lichtung hinter sich gelassen und machte sich auf den Weg zu Ethras Residenz.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 12:05 am

Farodin betrat die Lichtung, die die Ufern des Spiegelsees umrandete.
Der Elf hielt kurz inne, da er seinen Blick über jenen Anblick streifen ließ, bog dann sacht den Ast hinter sich beiseite, so dass Nyaralin mühelos hervor treten konnte.

Vor ihnen lag der Spiegelsee in seiner ganzen Schönheit. Der Nachthimmel, der heute ganz wolkenlos war, spiegelte sich darin und die Sterne schienen so nicht nur von oben auf sie herab, sondern erstrahlten auch von unten.
Als hätte man eine große Decke ausgebreitet...
Farodin trat an das Ufer des Sees und ließ sich dann lautlos zu Boden gleiten. Seine Arme stützte er im Gras ab, dessen Halme ihn leicht kitzelte.
"Er sieht noch genau so aus wie damals... eines der wenigen Dinge, die sich wohl im Laufe der Zeit nicht verändert haben", sagte der Elf und blickte dann mit einem mattem Lächeln zu Nyaralin.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 12:12 am

Eine ganze Weile lang lag Nyarálins Blick auf dem See und sie begann die Sterne zu zählen, die sie im spiegelnden Wasser erkennen konnte. Als sie den Blick zu Farodin hinabwandte, erschien es ihr für einen kurzen Moment so als hörte sie das kindliche Lachen von ihnen selbst, das vor so langer Zeit durch die Wälder geschallt war.
Sie lächelte schwach und seufzte lautlos ehe auch sie sich ins Gras sinken ließ. Ihre Hände ruhten still in ihrem Schoß, die Finger der einen Hand umschlossen fast verkrampft die der anderen.
"Es ist wohl das einzige, das sich niemals ändern wird in all der Zeit, die an uns vorüber streicht."
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 12:24 am

„Das mag wohl sein... aber ich finde, dass das durchaus ein tröstender Gedanke ist. Bei all dem, was sich in diesem Land tut, bleibt dieser See doch stets derselbe. Und in solchen Nächten, wie diese hier, merkt man, dass er nicht an Schönheit eingebüßt hat“, sagte Farodin, der sich wieder dem See zu gewandt hatte. Sein Blick flog über die Wasseroberfläche und die unzähligen Lichter, die sich darin spiegelten.
„Ich war seit damals nicht mehr hier am See. Seltsamerweise habe ich die Zeit nicht mehr dafür gefunden... und gleichzeitig mied ich ihn wohl, weil ich davon überzeugt war, dass er nicht derselbe sein würde, ohne meine beste Freundin aus Kindertagen. Es hätte einfach etwas gefehlt...“, fuhr er fort und verstummte letztendlich, während er sie von der Seite musterte.
„Wie geht es dir, Nyaralin? Ich frage nicht zuerst danach, was du alles erlebt hast – von vielem habe ich gehört... aber mir liegt mehr daran, zu erfahren, wie es dir in diesem Moment geht. Waren die Angelegenheit in Surda sehr anstrengend, dass du nun bereits zurück gekehrt bist, um dich davon zu erholen?“
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 12:33 am

Eine Weile lang schwieg sie, dachte über die Antwort nach und war im ersten Moment verwirrt darüber, dass jemand sich überhaupt für ihr Befinden interessierte. Die Frage, die Farodin so selbstverständlich stellte, war etwas, was sie seit einer schieren Ewigkeit nicht mehr gehört hatte. Die Frage brannte wie Salz in einer offenen Wunde, die sie versucht hatte über all die Zeit zu verbergen.
"Ich genieße die Ruhe und die Anwesenheit eines alten Freundes, dem ich vertrauen kann", antwortete sie ehrlich. Vertrauen ... auch dieses Wort hatte einen bitteren Beigeschmack, nachdem ihr Geist unter die Kontrolle eines anderen gebracht wurde, der sie daran hinderte die Wahrheit auszusprechen und der einzige Mann, den sie liebte, unberechenbar geworden war.
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BeitragThema: Re: An den Ufern des Spiegelsees   Mi Sep 08, 2010 12:45 am

„Das freut mich zu hören,... Elatariel“, antwortete Farodin darauf, der leicht nickte. Auch diesen Namen hatte er schon lange nicht mehr über seine Lippen gebracht und stimmte ihn für einen Moment nachdenklich.
Der kühle Abendwind strich über den See hinweg, ließ die Wasseroberfläche kräuseln und wehte dann über die beiden Elfen hinweg. Das blonde Haar des Elfen rutschte von seinen Schultern und fiel nach hinten auf seinen Rücken.
„Ich musste oft an dich und Ethra denken. Ihr habt euch gut verstanden... als ich bei den Zwergen war, hörte ich, dass du seine Beraterin geworden bist. Und im Rat bist du ebenfalls... das kann sicherlich von Zeit zu Zeit anstrengend sein. Findest du da noch überhaupt deine Ruhe? Zeit nur für dich allein?“
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