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 Arbeitszimmer des Ratsherren

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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Mo März 28, 2011 10:37 pm

„Ja, das tat ich. Den Informationen nach zu Folge können die, wer auch immer eben sie genau sind, können diesen Spiegel dazu verwenden, Magie auf andere zu wirken oder sie gar in den Spiegel zu ziehen, das einzige, was dazu scheinbar von Nöten ist, sind Spiegel bei den Personen, die man treffen will. Und man kann auch Leute in den Spiegel sperren. So wie es Anurin passiert sein soll“, sagte Caleb und nickte leicht, während er auf seinen Piercing herum kaute.
Grübelnd senkte er dabei leicht den Blick, als verfolge er gerade innerlich einer Eingabe, die es nun zu überprüfen galt, ehe er sie laut aussprach.
„Wieso fragt Ihr?“
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Nyaralin
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Mo März 28, 2011 10:50 pm

"Wisst Ihr ...", begann Nyarálin zuerst langsam, dann straffte sie die Schultern und lehnte sich zurück, die Augen für einen kurzen Moment schließend, in dem sie darüber nachdachte, welche Konsequenzen ihre fixe Idee haben könnte.
"Eine Tür öffnet man niemals nur einseitig und ermöglicht damit nur einer Seite den Zugang. Mit genügend Kraft sollte es also ohne Weiteres möglich sein dieselben Mittel wie sie zu nutzen", erklärte sie und seufzte leise. Irgendwo in ihr widerstrebte es ihr zu dengleichen Mitteln und Möglichkeiten der Feinde zu greifen, doch angesichts ihrer momentanen Lage war es vermutlich das Einzige, was ihnen übrig blieb ohne sich direkt in die Gefahr zu begeben, die der Helgrind für sie bereit hielt.
"Versteht mich nicht falsch, ich halte nichts von ihren Taten und ihren kleinen Spielzeugen mit denen sie uns mürbe machen, aber uns zu verstecken und darauf zu hoffen, dass andere dafür sorgen, dass es besser wird und das Dunkel von dieser Welt schwindet, bringt uns nichts. Sie treiben uns in die Enge und irgendwann werden wir keinen weiteren Fluchtort mehr haben."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Mo März 28, 2011 11:00 pm

Caleb sog scharf die Luft ein und sah dann zu Caladhiel hinüber, während sein Gesicht jedoch einem verschlossenen Buch glich. Eine ganze Weile sah er die Drachenreiterin an, wobei sein Blick irgendwann durch sie hindurch ging, nichts bestimmtes mehr fokussierend. Der junge Mann stieß leise die Luft wieder aus, senkte dann seinen Blick und drehte sich wieder Nyaralin zu und nickte knapp.
„Die Idee klingt gut, doch bleibt die Frage, ob dies so einfach möglich ist, ob man einfach so durch jeden üblichen Spiegel springen kann, um es ihnen gleich zu tun. Vielleicht braucht man ja dafür bestimmte Worte oder dergleichen... möglich wäre es. Oder aber Ihr verfügt über einen Spiegel, der ähnlich wenn nicht sogar genau so mächtig ist, wie jener, den unsere Feinde haben“
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Vrael
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Mo März 28, 2011 11:20 pm

Die Tür öffnete sich abrupt, als das Schloss aus dem Riegel sprang und die Magie Nyaralins auflöste - es war ursprüngliche, wilde Magie welche sich anfühlte wie ein feuriger Atem in der kühlen Luft der oberen Himmelsschichten.
Die Tür schwang auf und Vrael stand in der Tür, seine Augen rot umrändert und mit einem festen, ernsten Gesichtsausdruck auf die Anwesenden sah.
"Worauf warten wir dann noch?" fragte er mit leiser, brüchiger Stimme.
"Schicken wir dem Mistkerl eine Nachricht!
Er glaubt, dass er mit uns spielen kann? Das er alles tun kann was er will und sich das nehmen kann was er braucht? Dann werden wir ihm jetzt zeigen, dass das nicht geht!
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Mo März 28, 2011 11:25 pm

Gerade noch im Begriff Caleb eine Antwort auf seine Worte zu geben, erhob Nyarálin sich nun von ihrem Platz. In ihren Zügen stand einen kurzen Moment lang Wut über das unhöfliche Verhalten des jungen Reiters, doch jene Wut verrauchte bereits im nächsten Augenblick als sie die rot geränderten Augen des Jungen wahrnahm, die auf eine längere Zeit des Weinens hinschließen ließen.
"Nein", antwortete sie und schüttelte den Kopf. "Nach alledem, was Ihr mir berichtet habt, Vrael, werdet Ihr nicht an dem Vorhaben teilnehmen. Es wäre zu gefährlich und würde den Feind zu rasch auf Euch aufmerksam machen. Allein für das Wohl aller Völker, deren Schutz auch Ihr geschworen habt, werde ich nicht zulassen, dass Ihr daran teilnehmt."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Mo März 28, 2011 11:30 pm

"ich befürchte das liegt nicht in eurer Entscheidungsgewalt, Freundin..." erklärte Vrael leise und ein bitteres, freudloses Lächeln erreichte seine Lippen - nicht jedoch seine Augen.
"Er hat mir alles genommen was mir jemals etwas bedeutete - wenn wir auch nur ansatzweise an sowas wie ein selbst bestimmes Schicksal glauben so werde ich daran teilnehmen, oder euch nachlaufen wie ein kleiner Hund!" er trat langsam auf Nyaralin zu.
"Ich muss es tun, weil ich nicht anders kann als es zu tun!"
Er sah aus dem Fenster hinaus, wo ein kleiner Schmetterling saß und mit den Flügeln schlug.
"Wenn der Flügelschlag eines schmetterlings in DuWeldenvarden einen Sandsturm in Hadarac auslösen kann, dann vermag ich in der Lage zu sein das Schicksal zu ändern!"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Mo März 28, 2011 11:35 pm

"Ich verstehe Eure Verzweiflung, Vrael, aber ich kann nicht riskieren, dass mein Volk und alle anderen Völker in Gefahr geraten aufgrund eines törichten jungen Mannes, der um Rache sinnt", erwiderte Nyarálin lediglich mit einem erneuten Kopfschütteln und wandte den Blick zu Caleb und Caladhiel hinüber, die noch immer ruhig auf ihren Plätzen saßen und offenbar nicht gewagt hatten sich einzumischen, wenngleich die Ratsherrin bei der Reiterin auch die geballten Fäuste erkannte, die diese zu verstecken versuchte.
"Lauft mir nach, in der Hoffnung meine Meinung möge sich mit der Zeit ändern, Vrael, aber ich werde Euch nicht an alldem teilnehmen lassen und wenn ich selbst dafür sorgen muss, dass Ihr es nicht könnt. Ihr werdet meine Entscheidung verstehen, wenn die Zeit gekommen ist."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Mo März 28, 2011 11:39 pm

"Es geht längst nicht mehr um Rache.." erklärte Vrael welcher den Kopf schüttelte.
"Ansonsten wäre ich kein Stück besser als diese armen, bemitleidenswerten Menschen welche sofern von der Schöpfung sind wie man nur irgends sein kann, eingesperrt in ihrem selbst erschaffenen Verlies sind ihre Herzen kalt wie Eis und hart wie Stein geworden!" er schüttelte den Kopf, lächelte Nyaralin immer noch sanft an - unendlicher Schmerz sprach aus seinen Augen.
"Ich muss jemanden retten, dem ich einst ein Versprechen gab das nicht gebrochen werden darf!"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Mo März 28, 2011 11:45 pm

"Und Ihr rettet diesen Menschen, dass Ihr selbst zu einem Opfer werdet?", fragte sie leise und lächelte sacht, erkannte viel zu oft sich selbst in dem jungen Reiter. Sich selbst zu anderen Zeiten, in denen sie geglaubt hatte zu verzweifeln und nicht mehr mit der Situation fertig zu werden - seither hatte sich viel verändert. Sie hatte Stärke und Vertrauen in sich selbst wiedergefunden durch ihre kleine Familie und all jene, die den Glauben an sie nicht verloren hatten.
"Welche Rettung ist es, wenn man weiß, dass ein wichtiger Mensch wegen einem in Gefahr gebracht wurde, vielleicht sogar selbst die Schmerzen erduldet?", fragte sie und machte ein paar Schritte auf Vrael zu, langsam die Hand hebend um diese auf Höhe seines Herzens zu heben.
"Längst nicht alle Schmerzen finden durch Waffen statt, Vrael. Längst nicht alle Folter findet im Beisein des Feindes statt - das sollte Euch bewusst werden. Ihr entscheidet längst nicht mehr für Euch allein und doch scheint Ihr es beständig zu vergessen.
Rettet Ihr denjenigen, dem Ihr dieses Versprechen gabt, so werdet Ihr selbst zum Opfer und fügt damit diesem geliebten Wesen schlimmeres Leid zu als es die dunkle Seite jemals könnte."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Mo März 28, 2011 11:51 pm

"Und was soll ich dann tun? Während ich auf dieser Seite stehe und nun eben jenes Leid verspüre wovon ihr sprecht? Dieses Leid das mit mein Herz zu zerreißen droht wähend ich nichts dagegen machen kann?" fragte er leise, legte seine Hand über die Nyaralins - sie alles versuchten ihn aufzumuntern, ihn zu retten und doch zerrissen sie ihn nur...
Noch stand Vrael steif da, formell und lächelte sein Lächeln welches immer mehr an Emotion verlor.
"Was soll ich tun? Wenn ich es bin der die Folter verspürt? Ist es unser Schicksal das wir beide immer leiden müssen? Würdet ihr jene die ihr liebt alleine dort zurücklassen? Wenn auch nur die geringste Chance besteht sie zu retten?" Er schüttelte den Kopf.
"Was... wen..." Nyaralin spürte wie der Junge sie stürmisch umarmte, jeglicher Norm und höflichkeit widersprach und tränen ihr Kleid anfeuchteten.
"Was soll ich tun?"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Di März 29, 2011 12:01 am

Verwundert blinzelte Nyarálin ob der Umarmung des jungen Reiters und versteifte sich automatisch, für einen kleinen Moment nicht wissend, was sie nun tun sollte. Die elfischen Gepflogenheiten, die seit Kindesbeinen an eingetrichtert bekommen hatte, sprachen von Distanz und Respekt gegenüber anderen und doch erweichte diese Geste des stummen Hilferufs des jungen Reiters das Herz der Elfe.
Kopfschüttelnd richtete sie ihren Blick auf Caladhiel und hob eine Hand, zeigte der Elfe an, dass es in Ordnung war und ein Einmischen der anderen nicht von Nöten war.
"Du kannst nichts tun, Vrael", flüsterte sie leise an das Ohr Vraels, wechselte in das vertrautere 'Du', denn spätestens nach der Kurzschlussreaktion des weinenden Jungen, der sich an ihr festhielt, sollte es darauf nun wirklich nicht mehr ankommen. Sacht erwiderte sie die Umarmung und strich ihm über den Rücken, gab ihm den Halt, den er so verzweifelt suchte.
"Das habe einst auch ich schmerzlich erfahren müssen. Mag dein Mut auch Berge versetzen können. Du musst auf den richtigen Moment warten, denn erst dann wird dein unerschütterlicher Wille und der Mut gebraucht, den du in dir vereinst.
Opfer dein Leben nicht unsinnig. Es ist nichts verloren, auch wenn du das glauben magst. Nichts in dieser Welt ist jemals endgültig verloren, so lange wir nicht die Hoffnung daran aufgeben."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Di März 29, 2011 12:07 am

Vrael löste sich langsam, sah zu Nyaralin hinauf. Sie hatte recht.
"Ja, natürlich.... ich werde den richtigen Moment abpassen, werde sehen wenn er da ist - und dann werden sie merken das ihre Welt nicht funktioniert! Sie sind selbstsüchtig und egoistisch! Wir haben Freunde! Etwas was sie niemals verstehen werden!" er schüttelte den Kopf.
"Ich habe genug von all diesen Herrschsüchtigen! Immer und immer wieder!" er wischte mit seinem Ärmel die Tränen aus seinem Gesicht, sah Nyatalin in den Augen und kleine Rädchen in seinen Kopf drehten sich ehe er gewahr wurde was er getan hatte, sofort sank er auf die Knie, schaute zu Boden.
"Verzeiht.... es wird nie wieder vorkommen, ich habe eure Ehre beschmutzt!"
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Di März 29, 2011 12:16 am

Statt darauf zu antworten, begann Nyarálin lediglich leise zu lachen und schüttelte den Kopf bevor sie sich in die Hocke sinken ließ und die Hände an Vraels Arme legte. Vorsichtig zog sie den Jungen zurück auf die Füße und ließ die Hände langsam wieder sinken, einen Schritt zurücktretend.
"Vrael, ich bin selbst Mutter und weiß nur zu gut, wie sehr die Verzweiflung an einem Wesen zerren kann. Wer wäre ich, wenn ich Euer Leid nicht teilen würde? Wenn all das spurlos an mir vorbeiziehen würde? Ich schwor denen zu helfen, die um meine Hilfe bitten und für sie da zu sein, ihnen zur Seite zu stehen mit aller Macht, die ich mein eigen nennen kann", antwortete sie sacht ohne das Lächeln zu verlieren, das auf den feinen Zügen der Elfe stand.
"Und ich denke, angesichts der Situation und der Privatsphäre, die wir hier genießen, können wir alle durchaus darüber hinweg sehen, was geschehen ist. Es sei denn, Ihr wünscht das nicht."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Di März 29, 2011 12:18 am

Vrael schüttelte den Kopf.
"Nein, in Ordnung... das ist schon in Ordnung..." er lächelte und sah zum Fenstr hinaus.
"Darf ich mich tiefer in den Wald begeben? Ich möchte dort das Leben spüren - ich möchte spüren warum wir kämpfen! Ich will es begreifen können, diese Welt in all ihren Faccetten!" erbat er.
Er würde trainieren und zurück kommen wenn es Zeit war - und es würde Astaya retten
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Di März 29, 2011 8:12 am

Eine ganze Weile lang dachte Nyarálin über die Bitte des jungen Reiters nach, war sich unschlüssig darüber, was sie davon halten sollte, doch es war wohl besser, als wenn er sie zu diesem äußerst riskanten Vorhaben begleiten würde. Vrael brauchte eine Möglichkeit seinen Emotionen Luft zu machen und im Training mit sich selbst erschien ihr das als beste Variante.
"Gut. Geht und kehrt zurück, wenn Ihr mit Euch selbst im Reinen sind", entschied sie und wartete noch einen kurzen Augenblick bis sich die Tür hinter dem Jüngeren wieder geschlossen hatte.
Dann wandte sie sich zurück an die anderen beiden Reiter, die mit ihr in dem Raum zurückgeblieben waren und seufzte leise.
"Um zurück zu unserem vorherigen Gespräch zu kommen ... es gibt eine Möglichkeit, die Ellesméra für uns bereit hält um ohne Gefahr näher an unsere Feinde zu gelangen. Allerdings ist dies ein wohl gehütetes Geheimnis, das auf keinen Fall an die Öffentlichkeit dringen darf. Ich will es euch zeigen, wenn ihr schwört niemandem darüber zu berichten."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Di März 29, 2011 10:46 pm

Caleb war, als Vrael herein gekommen war, erstaunt zurück, an die Seite seiner Lehrmeistern getreten und hatte den jungen Drachenreiter ungestört reden lassen. Nun, da Nyaralin jedoch das Gespräch von vorhin wieder aufnahm, schaute der junge Mann neugierig wieder auf, die Arme locker hinter seinem Rücken verschränkt. Noch eine Möglichkeit? Hatten die Elfen etwa einen ähnlichen Spiegel? Kurz blinzelte er und nickte dann nach einer Weile. „Gut... ich werde es schwören, wenn dies die Bedingung dafür ist... was auch immer zu sehen und zu erfahren“, antwortete Caleb und zuckte locker mit seinen Schultern.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Fr Apr 01, 2011 4:17 pm

Eine ganze Weile lang musterte die Elfe die beiden Reiter, die sich bereit erklärt hatte den Schwur zu leisten um eines der wohl best gehüteten Geheimnisse der Elfen zu erfahren, dann nickte sie langsam und schloss eine auffordernde Geste hintenan während sie sich selbst langsam zur Tür bewegte.
"Dann begleitet mich - ich will euch zeigen, wodurch es uns möglich ist unserem Feind einige Schwierigkeiten zu bereiten", forderte sie die beiden mit einem sanften Lächeln auf und hob eine Hand, eben jene auf die Klinke der Tür legend und diese aufschiebend. Mit einer knappen Handbewegung löste sie den Zauber, der noch auf dem Raum gelegen hatte und verließ das Zimmer dann.

tbc: zum versteckten Ort
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Sa Jun 04, 2011 10:03 am

Die Elfe hatte Lyonel den Gang hinunter geführt bis sie schließlich vor einer großen Tür stehen blieb und diese mit einem kurzen Wort der alten Sprache öffnete. Dieses magische Schloss, das die Elfe brach, war eines der wenigen Dinge, die sich in der letzten Zeit in Ellesméra geändert hatten, hatte sie doch nicht riskieren wollen, dass sich jemand Zutritt zu dem Raum verschaffte, dem dieser nicht freiwillig gewährt wurde. Zu viele wichtige Unterlagen fanden hier ihren Platz, als dass sie diese Gefahr riskieren wollte.
Mit einem Lächeln auf den Lippen schob sie die Tür auf und deutete Lyonel erneut an ihr zu folgen. Der Raum, den sie nun betraten, wurde von dem schummrigen Licht durchflutet, das durch die dichten Baumkronen Du Weldenvardens noch den Boden erreichte.
"Bitte, setzt Euch", bat sie leise während sie hinter den großen hölzernen Schreibtisch trat und sich auf ihrem Platz sinken ließ, den Blick nur kurz über all die Schriftstücke wandern lassend, die darauf zu finden waren. Sie waren hier nicht von Bedeutung, denn das Gespräch und die Informationen, die der Heerführer mit sich brachte, würden in keinem von ihnen zu finden sein.
"Niemandem außerhalb dieses Raumes wird es möglich sein unser Gespräch mit anzuhören, Heerführer. Ihr könnt offen sprechen."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   Sa Jun 04, 2011 12:48 pm

Schweigend war Lyonel der Ratsherrin in ihr Arbeitszimmer gefolgt und hatte auf ihre Aufforderung hin Platz in einem der bequemen Stühle genommen. Hier ließ es sich in der Tat sehr gut sitzen, alles andere wäre ja auch eine Qual gewesen, wenn Nyaralin hier oftmals ganze Tage sitzen und das Reich der Elfen verwalten musste.

"Ich wünschte ich könnte Euch wirklich neue Informationen enthüllen. Doch leider weiß ich selbst nicht viel mehr als dass, was ich Euch bereits gesagt habe - und was mein Begleiter Euch enthüllte.
Nach allem, was mir bekannt ist, ist die Ähnlichkeit der verübten Anschläge verblüffend: Der auf Eure Tochter konnte glücklicherweise ebenso vereitelt werden wie jener auf Zerra, was nicht letztlich daran lag, dass der angesetzte Attentäter ... ihren Reizen unterlag."

Lyonel dachte immer noch mit gemischten Gefühlen an Malian, der damals Zerra geheiratet hatte. Diese Formulierung versprach, das Wichtigste auszusagen, ohne dabei zu sehr in die Details zu gehen, die in innerlich immer noch schmerzhaft berührten.
"Wir konnten von diesem Subjekt erfahren, dass er offenbar von einem Auftraggeber mit großer Macht, auf sie angesetzt worden ist. Tatsächlich muss es sich um einen mächtigen, nicht nur um einen intelligenten Gegenspieler handeln. Ansonsten wäre er niemals zur Mitarbeit bereit gewesen.
Auch warnte er uns vor möglichen weiteren Anschlägen auf Schlüsselpersonen. Ich denke da nicht zuletzt an die Königin, die wir in Anbetracht des Mangels an weiteren Informationen als neutralisiert betrachten sollten.
Nach der Flucht nach Osilon, um unser Kind in Sicherheit zu bringen, suchten uns diese beiden Herren auf, doch ihre Geschichte kennt ihr offensichtlich."


Er machte eine kurze Pause.

"Wenn es das Ziel des Feindes ist, die Reiche zu destabilisieren, so ist es ein einfaches, das Menschenreich zu Fall zu bringen. Wenn ich ehrlich zu Euch sein darf: Das Reich strauchelt, seitdem die Königin fort ist und der Truchsess nicht mehr gesehen wurde. Regional haben einige Adlige die Macht in den Händen, doch ihre Konkurrenz untereinander ist groß, sodass eine einheitliche Verwaltung des Reiches derzeit nicht möglich ist. Dazu kommt die Schwäche der Armee durch die großen Verluste des Krieges gegen Ethra. Hofft nicht allzu sehr auf unser Volk, wenn es dem Feind gelingt, einige Fürsten und Grafen gegeneinander auszuspielen, verliert sich das Reich bald im Bürgerkrieg."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   So Jun 05, 2011 12:05 pm

Nachdenklich hatte sie Lyonels Erzählung gelauscht und ließ nun ein leises Seufzen verlauten. Sie hatte damit gerechnet, dass es um das junge Volk der Menschen schlecht stand, aber dass das Reich in einem derart desolaten Zustand war, hatte sie nicht gedacht. Umso wichtiger schien es nun, dass sie die Informationen teilten und einen neuen Weg des Widerstandes fanden, der nicht gleichzeitig den Tod so vieler Unschuldiger bedeutete.
"Das klingt, wenn ich es so sagen darf, beunruhigend, gerade in diesen düsteren Zeiten", gab sie zu und straffte die Haltung, Lyonels Gesicht einen Moment lang prüfend musternd bevor sie sich zurücksinken ließ und die Arme auf den breiten Lehnen des Stuhls ablegte.
"Wie ich bereits erwähnte, auch die Reiter waren vor einiger Zeit hier und baten um unsere Unterstützung. Einer ihrer Jüngsten war es, welcher mir von den Ereignissen und von der Person unserer Feinde berichtete. Ein junger, menschlicher Magier, dem ein Mann des Grauen Volkes dient. Einer der wenigen Überlebenden dieses Volkes. Es wäre ein leichtes gegen einen einzelnen menschlichen Magier mit ein paar Soldaten zu marschieren und sie davon zu überzeugen, dass ein Kampf sinnlos ist, doch der Begleiter jenes Magiers ist es, welcher es uns schwer macht.
Truchsess Kharas legte sein Amt nieder und wurde nur allzu bald vom Feind gefangen genommen, ähnlich seiner Tochter. Sie kehrten schwer verwundet wieder zurück. Der Hochmeister der Reiter und sein Drache fielen in die Hände unseres Feindes und wurde bislang nicht wieder gesehen. Wie Ihr bereits erwähnt habt werden gezielte Angriffe auf die Anführer der Völker und Orden geführt.
Was es uns so schwer macht ist die Tatsache, dass unser Feind, obgleich er sein Versteck nicht verlässt, eine Möglichkeit gefunden hat, uns anzugreifen. Spiegel - über sie ist es ihm möglich Zauber über weite Entfernungen zu wirken, Wesen verschwinden in ihnen und werden erst sehr viel später schwer verwundet oder gar nicht mehr gesehen."
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   So Jun 05, 2011 2:55 pm

Konzentriert hatte Lyonel den Worten der Ratsherrin gelauscht und war bei der Erwähnung des grauen Volkes zusammengezuckt. Viele Menschen kannten diese wesen wahrscheinlich nur vom Hörensagen, als mythische Gestalten aus grauer (sic!) Vorzeit. Er hatte jedoch in seinem Leben, insbesondere zu der Zeit, als er Lehrer in Kuasta gewesen war, mit einigen Schriften über diese seltsamen Wesen beschäftigt und dort las man nur allzu wunderliche Dinge. Zwar mochte einiges davon übertrieben sein, von den Autoren dazu ausgelegt das graue Volk unter einem bestimmten intendierten Blickwinkel darzustellen - aber trotzdem blieb das Bild einer schwer einschätzbaren, magisch außerordentlich mächtigen Rasse in allen Berichten kohärent.
"Das ist wirklich beunruhigend.", gab Lyonel zu und versuchte noch mehr Informationen aus seinem Gedächtnis zusammenzukratzen.
"Der große elfische General Sun Tzu hat im Du Fyrn Skulblaka einmal gesagt: 'Teile und herrsche.'"
Das die Elfen diesen Ausspruch damals nutzten um die Drachen in einem Scharmützel abzulenken, während sie in den Brutfelsen vordrangen und hunderte Jungdrachen massakrierten, durfte Nyaralin wohl bewusst sein, doch Lyonel empfand dies keiner weiteren Erwähnung für notwendig. Zwar mochten es Verbrechen gewesen sein, die die Elfen dort an wehrlosen Geschöpfen begangen hatten, doch letztlich hatte dieser Schlag dazu geführt, dass die Elfen auch offensiv zuschlagen konnten und somit ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis wieder hergestellt.
Doch es war nicht Lyonels Absicht, der Ratsherrin die dunklen Seiten der Vergangenheit ihres Volkes vor Augen zu führen, sondern ihr lediglich die Tatsache vor Augen zu führen, dass es eine Möglichkeit gab, auch übermächtige Gegner zu besiegen, wenn man ein lokales Übergewicht herstellte.
"Wenn es uns gelingt, diese beiden zu trennen, sollte es einfacher sein, sie zu besiegen. Was wir dazu brauchen, ist eine Falle. Ich habe einmal in den Schriften des Weisen Dlangsors gelesen, dass das graue Volk über eine hohe Affinität bezüglich wilder Magie verfügt, da das 'Bewusstsein der Magie', wie er es nennt, ihnen immer noch vorwirft, sie versklavt zu haben. Wenn es uns also gelingt, dieser Grauvölkler mit so etwas in Verbindung zu bringen..."
Er beendete den Satz nicht.
Aber was konnte man gegen die Spiegel schon ausrichten?
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   So Jun 05, 2011 4:58 pm

Dank der Werkatze hatte Phineas rasch zu einem Zimmer gefunden, das er ungestört für sein Vorhaben nutzen konnte. Mit Schreibutensilien ausgestattet machte er sich sogleich an die Arbeit und verfasste einen fixen Brief, in dem das nötigste drin stand. Anschließend wurde das Feuer im Kamin entzündet und die Nachricht weiter geleitet. Was daraufhin folgte, war ein wahres Blätter Chaos, Briefe aus Ilirea trafen ein, als auch jene von Surda, die unverkennbar Calebs Handschrift trugen.
Rasch laß sich Phineas alles durch, prägte sich die wichtigsten Dinge ein und schrieb einen weiteren Brief. Daraufhin erhielt er die Einladungen, die es galt weiter zu leiten und löschte anschließend wieder das Feuer. Soweit so gut... Mit raschem Schritt verließ er das Zimmer und machte sich auf dem Weg zu dem Zimmer der Ratsherrin, in das sie sich zusammen mit Lyonel Bolívar zurück gezogen hatte. Er musste einmal kurz nach dem genauen Weg fragen, fand sich dann jedoch schließlich vor jenen Türe und klopfte zweimal dagegen.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   So Jun 05, 2011 5:19 pm

"... würden wir ihn dem Schicksal zuführen, das bereits seit geraumer Zeit auf ihn wartet", schloss Nyarálin mit einem knappen Nicken und hob den Kopf als ein leises Klopfen an der Tür erklang, ein kaum hörbares und unbegeistertes Seufzen verlauten lassend.
Sie würde sich Zeit damit nehmen den Neuankömmling herein zu bitten, insbesondere aufgrund des empfindlichen Themas, welches Lyonel zuvor angeschnitten hatte. Niemand von ihnen wusste, wer auf welcher Seite stand, nachdem bereits der engste Kreis der Fürstin versucht hatte, sie zu töten und jemand sich Zutritt nach Ellesméra verschafft hatte, ohne dabei von dem Wächter aufgehalten zu werden.
"Die Frage, die sich mir jedoch stellt, ist ... haben wir die Zeit den Ort ausfindig zu machen, an dem die wilde Magie an die Alte Sprache gebunden wurde?"
Sie ließ die Frage im Raum verklingen und lenkte ihre Aufmerksamkeit zurück auf den Besucher, der vor der Tür wartete. Die Befürchtung, es könne sich um wichtige Neuigkeiten handeln war es schließlich auch, die sie dazu bewog ein leises "Herein" von sich zu geben.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   So Jun 05, 2011 5:28 pm

"Die Frage ist viel eher, haben wir die Wahl, es nicht zu tun...", fügte Lyonel an, gerade noch so verklausuliert, dass ein Außenstehender nichts damit anfangen können würde.
Es gab wilde Magie schließlich an vielen Stellen im Land, die fliegenden Kavernen und die scheinenden Sümpfe waren nur einige Beispiele hierfür.
Er lehnte sich etwas zurück und sah über seine Schulter zur Türe.
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BeitragThema: Re: Arbeitszimmer des Ratsherren   So Jun 05, 2011 5:37 pm

Phineas trat mit einem dankbaren Lächeln ein und schloss behutsam die Türe wieder hinter sich. Es erleichterte ihn schon einmal ungemein, nur die Ratsherrin selbst und Lyonel in dem Raum zu sehen, keine weiteren Personen. Aus diesem Grund hob er sogleich die Einladungen hoch, die alle das Siegel Ilireas trugen. „Verzeiht, dass es etwas länger gedauert hat, aber es gab vieles zu klären... Es sind Dinge geschehen, über die ich euch informieren werde, doch zunächst habe ich zwei Einladungen zu überreichen. Die eine ist für Euch, Nyarálin und ebenso an die Königin Dellanir“, sagte er mit ernster Stimme und reichte der Elfe die Pergamentrolle. „Und diese ist für Euch, Lyonel Bolívar, und für Eure Gefährtin und Zerra Ryuka“, fuhr er unbeirrt fort und überreichte auch die letzte Einladung.
„Wir ihr an dem Siegel erkennen könnt, handelt es sich um Nachrichten aus Ilirea. Die alte Fürstin, Lumene Berucas, verstarb und nun lädt ihre Tochter, Halibel Fa, zu einem Gespräch ein“, erklärte Phineas und ließ sich anschließend auf einem der Stühle nieder.


~

Die Einladungen

Sehr geehrte Königin Dellanir, sehr geehrte Ratsherrin Nyarálin,

ich lade Sie zu einem Treffen der Fürsten, Herrscher und Oberhaupter ein, um die Lage unseres Landes zu besprechen. Es hat sich vieles getan, die Gesichter wechselten und immer mehr Städte sind führungslos. Es muss etwas unternommen werden. Aus diesem Grund ist die Anwesenheit eines jeden Volkes unbedingt von Nöten und wenn es sich dabei auch nur um einen Vertreter der Obrigkeit handelt.
Das Treffen wird von meiner Wenigkeit ausgerichtet, nachdem ich den Platz meiner Mutter, Lumene Berucas, als Fürstin von Ilirea eingenommen habe. Mein Anwesen wird als Ort für dieses Treffen zur Verfügungen stehen, das in fünf Tagen für Sie offen steht. Bis dahin hoffe ich, dass sie alle in Ilirea eintreffen werden, Gästezimmer biete ich, als auch das Gasthaus in der Stadt.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Anreise,

hochachtungsvoll,


Halibel Fa

Fürstin von Ilirea

[das selbe Exemplar für Lyonel und Zerra, nur eben mit deren Namen]
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