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 Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"

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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Di Apr 01, 2014 4:00 pm

"Josephine gab einst ihre Magie auf als sie starb, Oromis. Sie existiert, aber nicht in der Form, in welcher du es zu erwarten vermagst - das, was von ihr existiert, ist eine vage Erinnerung, ein Geist und ein Bewusstsein, welches sie an ein Wort gebunden hat, das sie weitergab. Sie gab mir einen Zugang und verwehrte ihn so sich selbst", setzte sie ihm zur Erklärung entgegen, wenngleich sie auch sacht darüber schmunzeln musste, was der Elf, welcher vor ihr saß, erst nach all den Jahren der Lehre und der Zeit gelernt und verstanden hatte. Sie machte es ihm nicht zum Vorwurf, belächelte seine späte Erkenntnis nicht, denn vielleicht war es genau das, was nun erst hätte geschehen müssen und was das Schicksal auch in dieser Form ausersehen hatte, dennoch bewunderte sie sein Verständnis für die Zeitformen und die Weltenformen, in welchen sie überall gleichzeitig existierte. Es war nicht selbstverständlich, was er tat und dass er verstand.
"Der wahre Name eines Wesen - der wahre Name der Königin muss gebannt werden, denn selbst mit Hemíones Tod oder gar der Verbannung ihres eigenen Namen wird der Schatten und das Dunkel um den Geist der Königin nicht weichen. Es gibt viele von den Anhängern, die das Geheimnis kennen und in ihrem Sinne handeln", sagte sie und senkte betroffen den Kopf ein Stück, verstand sie doch, dass es für Oromis nicht leicht sein würde, den Geist der elfischen Königin zu zerreißen. "Damit wird es nicht getan sein, Oromis - es ist an dir, all dies hier zu verändern. Es ist an dir eine neue Führung zu ernennen und es wird deine Entscheidung sein, die über die Geschicke dieser Welt weiterhin bestimmen wird. Wähle weise."
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Di Apr 01, 2014 9:31 pm

"Dies habe ich schon viel zu oft gehört" erwiderte Oromis leise und warf Astaya einen knappen Blick zu. "Es ist viel Verantwortung, welche auf unseren Schultern lastet - aber noch viel mehr wird auf denen Lasten, welche der neuen Generation angehören" er stellte sein Glas ab und warf einen Blick zur Decke, dachte einige Zeit über all das nach was nun in der Zukunft auf sie warten würde. "Aber ich werde Weise wählen, das verspreche ich dir. Wir werden all jene finden, die zu Lady Eliras Anhängern gehören. Wir werden jeden ausmerzen, der in der Lage ist erneut den Schatten über das Land zu bringen. Vielleicht können wir Nyaralins Tochter Elarinya als neue Ratsherrin in Illirea einsetzen und somit wieder dafür sorgen, dass sich die Menschen und die Elfen ein Stück weiter annähren" erklärt er. "Das scheint mir für diesen Moment die beste Wahl zu sein"
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Di Apr 01, 2014 10:22 pm

Sie hatten nicht all zu lange gebraucht um bis zu dem legendären Gasthaus zu kommen und je näher Mhink sich der Ursprung jener Kraft nährte, welche wie ein frischer Wind durch Ellesmera jagdte, um so energiegeladener fühlte er sich. Geradezu so, als würde neue Lebensenergie durch ihn strömen. Seine Haare stellten sich auf und seine Schritte wurden schneller. Aller Schmerz der zuvor in seinen Gliedern gesteckt hatte war vergessen während Mhink durch den Wald hetzte, durch Blumenbeete flitzte und schließlich vor der Gaststätte stehen blieb, wartete das Aleia für ihn die Tür öffnete.
Astaya ist eine sehr mächtige Frau, unterschätze Sie nicht. Sei stets freundlich und respektvoll, versuch allerdings nicht ihr etwas vorzumachen. Das mag sie ganz und garnicht Mhink setzte sich schließlich vor die Tür, durch welche er die Energie geradezu spürte, so als hätte er sich an einem heißen Sommertag auf einen Stein gelegt der zuvor den halben Mittag in der Hitze geglüht worden war. Dann maunzte er einmal laut, ehe die Tür aufging und sie einließ. Vor ihnen in dem Raum saß Oromis, die lange rote Robe lag wie ein Wasserfall über seinem Stuhl. Auf dem anderen Stuhl saß Astaya. Blass wie Schnee, mit langem, weiß-blondem Haar. Ihre Augen, bedeckt von einem weißen Tuch waren nicht zu sehen, während sich ihr blauer Mantel stark von ihrem weißen Teint absetzte.
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Di Apr 01, 2014 10:50 pm

Aléia musste ihre Schritte stets beschleunigen, denn Mhink konnte es wohl kaum erwarten, diese Astaya zu treffen. Zuerst wunderte sie sich etwas darüber, doch dann spürte sie auch diese geheimnisvolle Kraft, die Mhink schon viel früher gespürt hatte. So liefen sie beide schnell zum Gasthaus, was wohl ziemlich lustig ausgesehen hatte. Ein paar Elfen sahen dem kleinen Elfenkind, das einer Werkatze nachjagte, erstaunt nach. Manche lächelten sogar. Doch Aléia durfte sich jetzt nicht ablenken lassen.
Diese Kraft schien immer stärker zu werden, je näher sie dem Gasthaus kamen und Aléia wunderte diese Astaya immer mehr. Aufgeregt öffnete sie die Tür zur Du Fyrn Skulblaka und wartete, bis Mhink neben ihr hindurchschlüpfte. Auf Mhinks Erklärung oder eher Warnung hin nickte sie nur einmal und biss sich auf die Unterlippe. Auf einmal war ihr diese mysteriöse Frau nicht mehr ganz geheuer, aber sie würde ihr ganz bestimmt nichts tun.
Leise folgte Aléia Mhink in den Raum, und blieb erstmal wie angewurzelt stehen. Sie war zu fasziniert von dem Anblick, der sich ihr hier bot, um etwas zu sagen. Sie erkannte den Drachenreiter wieder, Oromis. Die Frau ihm gegenüber musste dann wohl Astaya sein. Aléia hatte sie sich viel anders vorgestellt, doch am meisten wunderte sie das Tuch, das ihre Augen verband. Ein paar Sekunden lange stand sie schweigend im Raum und liess die Szenerie auf sich wirken, doch dann kamen ihr Mhinks Worte wieder in den Sinn. Freundlich bleiben...Anstarren ist nicht freundlich... Also schaute Aléia rasch zu Boden, nur um gleich wieder aufzuschauen.
"Atra esterní ono thelduin.", sagte sie leise und führte sich zwei Finger an die Lippen. Mit diesen Worten, die Aléia angemessen erschienen, begrüsste sie den Reiter und Astaya. Etwas nervös warf sie einen Blick auf Mhink, der dicht neben ihr stand. Sie wusste nicht genau, was sie jetzt sagen sollte, die Worte: 'Ich möchte die Wahrheit wissen' erschienen ihr zu unhöflich. Also liess sie erstmal die anderen sprechen.
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Di Apr 01, 2014 11:10 pm

Astaya lauschte schweigend den Überlegungen des Reiters, hörte sein Gedankenspiel und die verschiedenen Vorschläge, welche er anbrachte, still an, machte jedoch keinerlei Anstalten dazu etwas zu sagen, noch sich in einer anderen Art und Weise einzumischen, denn genau das blieb ihr verwehrt. Es war nicht mehr länger ihre Entscheidung, wie sich der Lauf der Zeit verändern würde und so lächelte sie lediglich still in sich hinein bis das Zucken einer nur allzu vertrauten Energie ihre Aufmerksamkeit erregte. Sie kannte den Geist, welchen den ihren berührte, noch aus einer alten, längst vergangenen Zeit und behutsam stellte Astaya ihren Becher auf dem Tisch ab, lehnte ihren Rücken gegen die Lehne des Stuhls und schloss hinter dem weißen Tuch, welches ihre blinden Augen bedeckte, eben jene langsam. "Wir erhalten Besuch, Oromis", sagte sie leise und lächelte still erneut in sich hinein, die Hände in den Schoß legend während sie den leisen Schritten derer lauschte, die sich ihnen beiden nun näherten und die nur wenig später die Tür öffneten.
Astaya hörte das Atmen der Elfe in ihren Ohren, hörte die leisen Bewegungen der Werkatze und langsam richtete sie sich von ihrem Platz auf, ließ ihre Finger auf der Lehne des Stuhls ruhen, als suche sie wirklich daran eine Orientierung in dem Raum."Es ist angenehm Euch wieder zu sehen, Mhink", begrüßte sie den Werkater und neigte sacht den Kopf, um ihm den Respekt zu zollen, welchen das magische Wesen in ihren Augen verdiente ehe sie sich zu jener jungen Elfe wandte, welche bislang nur leise die traditionellen Worte der elfischen Begrüßung geformt hatte und deren schnellen Herzschlag sie förmlich hören konnte. " Mor’ranr lífa unin Hjarta onr, Aléia Wynà.", setzte sie ihr mühelos entgegen ehe sie auch in ihrer Richtung den Kopf sanft ein wenig neigte, um sie hier willkommen zu heißen.
"Ihr seid hier um die Wahrheit zu erfahren."
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Di Apr 01, 2014 11:39 pm

Mit grossen Augen verfolgte Aléia alle Bewegungen von Astaya. Es war so, als ob sie genau gewusst hätten, dass sie und Mhink hier her kommen würden. Erst jetzt fielen ihr die runden Ohren ihres Gegenübers auf. Als wäre das nicht seltsam genug, nannte sie Astaya bei ihrem Namen, doch Aléia war sich ganz sicher, diesen nicht erwähnt zu haben. Wer ist sie nur? Wie kommt es, dass jemand so mächtiges, ein Mensch und sogar noch blind ist? Das ist...beeindruckend.
Aléias Augen weiteten sich überrascht, als Astaya ihr dann noch den Grund für ihr Erscheinen nannte. Jetzt verstand sie, was Mhink gemeint hatte. Nämlich dass sie alles wusste, bevor es geschah. Natürlich, sie war eine Seherin!
"Un du Evarínya ono varda.", beendete sie die förmliche Begrüssung und zwang sich dazu, nicht aufgeregt mit ihren Fingern herum zu spielen. Sie glaubte, schon mal von einer mächtigen Seherin gehört zu haben, doch sicher war sie sich nicht. Aléia atmete noch einmal tief durch und versuchte sich zu beruhigen. Das alles hier war viel zu aufregend und beeindruckte die junge Elfe sehr. "Ehm...Ja, das bin ich." Am liebsten hätte sie Astaya mit unzähligen Fragen bombardiert, doch das würde wahrscheinlich nicht sehr gut ankommen. Also trat Aléia gespannt einen kleinen Schritt vor, die Augen fasziniert auf Astaya gerichtet und wartete gespannt auf ihre Antwort. Jetzt würde sie es endlich erfahren, die Wahrheit, nach der sie sich immer so gesehnt hatte.
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Di Apr 01, 2014 11:59 pm

Meisterin Astaya übersandte Mhink der jüngeren, älteren Seele und deutete eine ziemlich katzenhafte Verbeugung an. Es ist mir eine Freude euch nach so langer Zeit wieder zu sehen. Wenngleich ich es euch auch übel nehme, dass ihr meine Prophezeihung gestört habt. Es ist äußerst schwierig in die Zukunft zu sehen, wenn ihr in keiner davon wahrlich existiert er machte einige Schritte auf Astaya zu, umstrich ihre Beine und rieb sich an diesen, ehe er sich neben sie setzte. Ich habe euch Aléia mitgebracht. Eine reizende junge Elfe, die wie ich befürchte ziemlich verloren steht in ihrer Welt, welche an Halt verloren hat er warf Aléia einen Blick zu.
Dies ist Astaya, Vorsitzende der Arcanea, Seherin, Schicksalsgöttin und Hüterin der Geheimnisse erklärte er wiederum und grinste.
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Mi Apr 02, 2014 12:18 am

"Zuviel der Ehre, Mhink", ließ Astaya mit leiser, ruhiger Stimme verlauten, nachdem sie bis zu diesem Zeitpunkt hin still die Aufregung der jungen Elfe wahr genommen hatte, welche ihr nun gegenüber stand und die einen Schritt näher zu ihr hin getreten war, als könne sie damit auch gleichwohl mehr von alledem in sich aufsaugen, was sie für sie bereit hielt. Sacht ließ sie sich zu Boden sinken, nur um wenig später die Finger auszustrecken und behutsam über das weiche Fell des Werkaters zu streichen, dessen Alter sie in jedem einzelnem Haar spüren konnte - einst noch war der Werkater jung gewesen, damals als auch die Zeit eine andere gewesen war und nun verging er Tag für Tag ein Stück mehr bis eines Tages auch seine Zeit abgelaufen war. "Verzeih, wenn ich deine Prophezeiung gestört haben sollte, aber es gibt wichtige Dinge, die mich hier in der Stadt der Elfen halten und welche meiner Anwesenheit bedürfen", setzte sie ihm entgegen ehe sie sich wieder aus der Hocke erhob und ihre Aufmerksamkeit zurück auf jene junge Elfe lenkte, die noch vor ihr stand und die auf die Antworten all ihrer Fragen wartete, welche noch nicht gestellt worden waren.
"Stellt Eure Fragen, Aléia", sagte sie und wandte sich langsam wieder ab, nur um zu dem Platz zurück zu kehren, an welchem sie zuvor gesessen hatte und einmal mehr glitten ihre Finger an der Lehne des Stuhls entlang, tasteten sich nach vorn bis sie des Sitzplatzes sicher sein konnte und sich sacht darauf sinken ließ. "Ihr seid eine Nachtigall, welche das Singen verlernt zu haben scheint und ich würde gern Euer Lied hören", ermutigte sie die junge Elfe während sich ein zartes Lächeln auf ihren Zügen ausbreitete und jene erhellte. Wie es schien gab es in dieser Geschichte nun weitere Wesen, die einstmals von großer Bedeutung für das nun zerrüttete Land sein würden.
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Mi Apr 02, 2014 5:34 pm

Aléia wartete geduldig, während Astaya und Mhink ein paar Worte austauschten und fragte sich, um was für eine eine Prophezeiung es sich da handelte. Doch anscheinend war es, wie viele andere Dinge, nicht für ihre Ohren bestimmt."Es freut mich sehr, eure Bekanntschaft zu machen.", sagte Aléia freundlich und lächelte, obwohl die Seherin jenes nicht sehen konnte. Fasziniert sah sie der Frau nach, wie sie ihren Sitzplatz fast problemlos fand und sich wieder setze.
Aléia hatte sehr viele Fragen, doch sie wusste nicht genau, wie sie diese stellen sollte. Ein weiteres Mal atmete sie tief durch, verdrängte ihre Nervosität und Unsicherheit. Auf einmal war sie wieder das furchtlose und temperamentvolle Elfenmädchen, das sie auch sonst immer war. "Warum hat Lady Elira das getan? Warum war sie immer so nett zu mir? Ich verstehe das nicht. Warum wollte sie mich unbedingt auf ihrer Seite haben, ich meine - was bringt ihr schon ein Kind auf seiner Seite?" , fragte Aléia und konnte den leicht wütenden Unterton in ihrer Stimme nicht verbergen.
Bilder der letzten Monate zogen an ihr vorbei, wie sie Hemiòne das erst mal getroffen hatte und sich sofort geborgen gefühlt hatte. Wie sie ihr vertraut hatte und alles getan hatte, was sie wollte. Aléia hat sogar in einer Schlacht gekämpft und getötet, weil die Fürstin es für eine gute Sache hielt!
"Und ich weiß nicht, wie ich jetzt mit ihr umgehen soll. Sie weiß noch nicht, dass ich ihre Fassade durchschaut habe...Hoffe ich zumindest. Sie will sich morgen früh mit mir treffen und ich weiß nicht, was ich tun soll. Soll ich ihr etwas vorspielen oder ihr die Wahrheit sagen oder...gar nicht erst hingehen? " Dies war nur ein Teil der vielen Fragen von Aléia, doch sie dachte, dass die Sache mit Hemiòne im Moment am wichtigsten war. Trotzdem hoffte sie, die Seherin mit ihren Fragen nicht überfordert oder gar verärgert zu haben. "Ich weiß einfach nicht mehr, wem ich trauen soll. Jene, die ich eben noch eine meiner engsten Vertrauten genannt hätte, scheint plötzlich meine grösste Feindin zu sein..." , fügte Aléia an und kaute verärgert auf ihrer Unterlippe herum.
Lady Elira hatte nicht nur ihr Vertrauen missbraucht, sie wollte sogar die Welt der Elfen und die der Menschen ins verderben stürzen! Doch am meisten ärgerte sie die Tatsache, dass sie die Intrigen der Fürstin nicht durchschaut hatte. Das Geschehene liess sich aber nicht rückgängig machen, jetzt musste sie ihre wahren Freunde kennen und versuchen alles zu tun, was in ihrer Macht steht, um Hemìone zu stoppen.
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Mi Apr 02, 2014 9:14 pm

"Hemíone ist eine Elfe, die bereits zu früh nach der Macht gegriffen hat, Aléia", lautete Astayas erste Antwort, deren blicklose Augen sich wieder in die weite Ferne gerichtet hatten und dort ein entferntes Schauspiel zu betrachten schienen, das für dieses Gespräch nicht von Interesse zu sein schien und an welchem die anderen nicht teilzunehmen vermochten. Eine ganze Weile lang lag Stille in dem großen Raum, Stille, in welcher Astaya das Atmen der Anwesenden hörte, Aléias schwere, schnelle Atemzüge, Oromis' tiefe und gleichmäßige und Mhinks kaum vernehmbares Hecheln - das Rascheln der Kleider, die sie am Leib trugen oder das leise Geräusch von den Pfoten des Werkaters, die auf dem hölzernen Boden des Baumhauses aufkamen - es waren jene Geräusche, welche ihr aufwiesen, wo sich ihre Gesprächspartner befanden und wohin sich ihre Aufmerksamkeit wenden musste. Erneut glitt eine ihrer Hände nach vorn, ihre Finger schlossen sich um den Becher und abermals glitt ihr Zeigefinger über den Becherrand bis sie die kühle Flüssigkeit an ihrer Fingerspitze erfühlen konnte.
"Ihr ist niemals gelehrt worden, was es bedeutet, sich Zeit zu nehmen. Sie bemüht sich darum, all ihre Verbündeten um sich zu scharen und bedenkt dabei nicht, wer von ihnen ihr etwas bringen wird und welcher davon ihr eines Tages das Genick zu brechen vermag, um es mit den Worten der Nachkommenden auszudrücken", ließ sie dann schließlich wie aus dem Nichts verlauten, als sie sich wieder dazu entschied, dem Gespräch beizuwohnen, das sie bis zu diesem Moment unterbrochen hatte. "Hemíones Geist ist von dunklen Schatten beeinflusst worden, die Elfe, welche sie einst war, ist un längst nicht mehr und Ihr, Aléia, tut gut daran, diesem dunklen Schatten nicht länger zu begegnen, noch Euch davon beeinflussen zu lassen, welche finsteren Worte ihre Lippen verlassen", führte sie ruhig weiter fort ehe ein zartes Lächeln ihre Lippen verließ.
"Entscheidet selbst, welche Freunde Ihr finden wollt, Aléia. Entscheidet selbst, wem Euer Vertrauen gilt."
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   So Apr 06, 2014 8:27 pm

"Aber sie... wir müssen...", fing Aléia an, deren Gedanken wieder einmal ein riesiges Chaos bildeten. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten und plötzlich war sie nicht mehr enttäuscht und verletzt, jetzt wollte sie nur eines. Rache. Rache für all das, was Hemiòne ihr und den Elfen angetan hatte, Rache für ihre falschen Worte und Taten. Nachdenklich sah Aléia in die Ferne und schien dort einen Weg zu suchen, wie sie Hemiòne stoppen könnten. Sie ist nicht mehr in Ellesmèra, das wusste Aléia. Was sie dort wohl tat? Wahrscheinlich suchte sie noch mehr Leute, zu denen sie anfangs nett sein konnte nur um sie dann zu hintergehen.
Ein Wort Astayas tauchte immer und immer wieder in ihren Gedanken auf. Schatten. Es liess Aléia erschaudern und sie hoffe innig, das dies nicht im wörtlichen Sinne gemeint war. "Wie meint ihr das...dass sie ein dunkler Schatten sei und von solchem beeinflusst wurde?" Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Es gab viele, grauenhafte Geschichten von Schatten und Aléia hoffe, niemals so einem begegnen zu müssen. Keine Panik, sie hat das nicht in dem Sinne gemeint. Sie wollte damit bestimmt nur sagen, dass Hemiòne so böse wie ein Schatten ist und von irgendjemand ebenfalls bösem beeinflusst wurde...Nichts weiter.
"Anscheinend suche ich mir meine Freunde nicht sehr gut aus.", sagte Aléia nur und abermals zogen Bilder von Hemiòne auf, ihr freundliches Lächeln, das sie stets an ihre eigene Mutter erinnert hatte. Doch das war sie nicht mehr...wenn sie überhaupt einmal diese Person gewesen ist. Schnell verdrängte Aléia diese Bilder und schüttelte den Kopf. Das konnte so nicht weitergehen.
Mit immer noch zu Fäusten geballten Händen begann Aléia unruhig auf und ab zu gehen. "Was sollen wir nur tun...", murmelte sie und sah hoffnungslos zu Astaya, die weiterhin seelenruhig auf ihrem Stuhl sass. "Ihr und die Drachenreiter, ihr habt bestimmt einen Plan, oder? Ich weiss, ich bin nur ein Kind aber...Ich kann helfen! Bitte, lasst mich euch helfen. Ich würde alles tun, damit Lady Elira ihre gerechte Strafe bekommt. Tatenlos rumsitzen und darauf warten, dass ihr alle das alleine regelt...das kann ich einfach nicht." Aléia hatte zwar wenig Hoffnung, dass ihr das gewährt werden würde doch ein Versuch war es wert. Sie wollte nur Hemiòne noch einmal in die Augen sehen und ihr zeigen, was sie alles getan hatte. Dann wollte sie eine Antwort auf eine einzige Frage. Warum?
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Mi Apr 09, 2014 12:13 am

"Gewiss hat das Schicksal einen Plan, Aléia", lächelte Astaya und gab damit jene kryptische Antwort, welche ihr stets zu eigen gewesen war und neigte sanft den Kopf über jenen Tatendrang der jungen Elfe, welche sie einst an so vielen hatte beobachten können, deren Licht inzwischen erloschen war. Sie spürte den Zorn und die Wut der jungen Elfe auf ihrer eigenen Seele brennen, spürte jenes Feuer, welches die andere erfüllte und welches einstmals ein Licht für andere sein würde, die ihren Weg verloren hatten. Astaya zweifelte nicht an der Aufrichtigkeit der Worte, die Aléia wählte, zweifelte nicht an der alten Magie, welche diesen Worten inne wohnte und sanft erhob sie sich von ihrem Platz, setzte leise ein paar Schritte nach vorn ehe sie eine ihrer schlanken Hände ausstreckte und der jungen Elfe sanft über das Haar strich, als wolle sie ihr noch einmal jenen Mut zusprechen, welche die andere benötigte, um einst ihren Platz in dieser Welt zu finden. "Es geht nur um das Ziel, Aléia, nicht um den Weg, den ihr wählt", ließ sie noch sacht folgen ehe sie sich wieder von ihr abwandte und ein paar Schritte durch den Raum machte, den frischen Wind ihr Ziel wählen ließ, indem sie den unhörbaren Klängen leiser geisterhafter Lieder folgte, Lieder, welche Ereignisse an ihre Ohren dringen ließen, Geschichten erzählten, die einst vergessen zu sein schienen und die nun wieder gesprochen wurden.
"Geht zu Oromis. Er wird Eure Hilfe bei dem Weg, welchen er wählte, benötigen. Ihr werdet voneinander lernen und aneinander wachsen", beendete sie jenes Gespräch, das sie mit der jungen Elfe führte, bevor sie sich noch einmal Mhink zuwandte und sanft den Kopf neigte, als wolle sie dem Werkater ihren Respekt ausdrücken. Ein Wimpernschlag folgte, das Auffrischen des Windes, welcher nun den salzigen Duft des Meeres mit sich trug und Astayas Gestalt war verschwunden - zurück blieb ein halbleerer Becher mit Quellwasser und jede Menge neuer Fragen.

tbc: weg
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Do Dez 25, 2014 11:32 pm

»Bei den Hoden von Archimedes« stieß Wilfried aus, als sie schließlich die Tür hinter sich geschlossen hatten und er zum ersten Mal seit ihrer Ankunft im Elfenwald das Gefühl hatte durchatmen zu können.
»War das knapp... sag mal, bist du denn völlig von allen guten Geistern verlassen?« fragte er den anderen und schüttelte den Kopf. »Weißt du was uns hätte passieren können? Was beinahe geschehen wäre? Dein ach so toller Plan hat uns beinahe den Hals gekostet! Ich glaube es nicht! Wie kann man nur so dumm sein? Du bist selten dämlich, dumm wie zehn Meter Feldweg! Du hast auch nicht grade das Pulver erfunden oder?« er lüftete seinen Hut - warf diesne mit Schwung auf einen nahe stehenden Bettpfosten. »Die Elfen vor dem Wald hätten uns beinahe erschossen! Aber nein, der Herr Jonathan Hadley hat natürlich einen Plan! Verflucht noch eins! Du bist dumm wie Schifferscheiße! Kein Wunder das du Schmied und nicht Schweinehirt geworden bist! Du bist doch so dumm, dass die Schweine ihn beißen! Raus aus der Bratpfanne rein ins Feuer oder wie darf ich das verstehen?« ereiferte sich Wilfried. Noch immer hämmerte sein Herz gegen seine Brust. Nyaralin war anders gewesen, weicher als Beriadan. Aber dennoch - der Empfang der Elfen, die Stimme in seinem Kopf und die ganze, unwirklichliche Atmosphäre dieses Waldes ließen ihn an den Grenzen seines Verstandes Zweifeln. »Ich werde mich nie wieder mit jemanden einlassen, der so strunzendumm ist wie du!«
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Do Dez 25, 2014 11:41 pm

Während sich Jonathan die Ereiferungen seines, inzwischen beinahe liebgewonnen Weggefährten anhörte, nun zumindest mehr oder weniger, zog er sich seine Stiefel aus, die über die Wochen hinweg fast zu einer zweiten Haut geworden waren. An ihnen selbst haftete jedoch erstaunlich wenig Dreck, denn der Wald hatte durch sein feines Gras und Moos am Boden beinahe den gesamten Dreck von seiner Sohle gekehrt. Und Dreck selbst schien es in diesem Wald nicht zu geben oder zumindest hatte er auf seinem Weg nichts davon an seinen Füßen mitgenommen. Ein weiterer Punkt der ihn in seiner Annahme bestätigte, dass diesen Wald eine ganze andere, eine friedliche Magie durchströmte.
„Wenn du fertig damit bist, würde ich gern deine Alternative hören.“ Gab Jonathan nur zu Antwort, stellte seine Schuhe in eine Ecke des Zimmers und sah dann einen Augenblick lang aus dem fein gekacheltem Fenster, durch welches man gebrochene Silhouetten erkennen konnte, die sich auf den Treppen, die aus den Bäumen gesungen waren, bewegten. „Du hättest die Hafenstadt angesteuert, gut. Und dann? Hättest du deinen Namen genannt und der nächste Kleinadlige, denn Fürsten hätten dich erst gar nicht zu ihnen kommen lassen, aufgenommen? Ohne Adelsbrief oder irgendetwas anderes was deine Herkunft belegt? Und selbst wenn sie dein Haus kennen würden, so würden sie wissen dass es in Ungnade gefallen ist und somit die Bewirtung eines Verstoßenen nur Zeit und Ressourcenverschwendung ist. Und ich finde, wir sind hier besser aufgehoben als in einer Stadt, in der wir für einen Hungerlohn den ganzen Tag Kisten schleppen könnten.“
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Do Dez 25, 2014 11:50 pm

»Ja, natürlich! Wie konnte ich es nur vergessen. Monsieur Hadley ist ja ganz begeistert von den Elfen!« brummte Wilfried. »Seitdem wir das erste Mal in Ekyne den Elfenwald betreten haben, schwärmst du von nichts anderem mehr! Was ist passiert? Ist dir ein Samenkorn ins Ohr geflogen und nun hat eine Blume dein Gehirn als Nährboden auserkoren? Zu viel mehr scheint das ja nicht zu gebrauchen zu sein. Nein, sag nichts - ich hasse nicht die Elfen. Nicht einmal Ansatzweise. Ja ich bin ebenso fasziniert von ihrer Kultur, aber ich kann noch klar denken! Was glaubst du denn, wie sie uns helfen können? Nehmen wir mal an - nehmen wir mal an, sie helfen uns. Sie packen uns auf ein paar Schiffchen und schippern mit uns zurück nach Ekyne. Nehmen wir mal an, sie rufen den Elfenfürsten zur Vernunft und dann? Willst du den Thron mithilfe der Elfen zurück erobern? Hast du eine Ahnung - auch nur den blassesten Schimmer, was das bedeuten würde? Wie das Volk darauf reagiert? Was glaubst du, wie die Großmeister reagieren, wenn sie mitbekommen, dass sich ein Elfenschiff ihrer Küste nährt?« er schüttelte den Kopf.
»Ist ja schön, dass du es hier warm und gemütlich hast. Ist ja schön, dass du den Blumenduft und die gute Luft genießt!« grummelte er. »Aber während ich mich an den Königshof geschlagen, mit Rhetorik und Ehrgefühl Leute für die gerechte Sache begeistert hätte, ziehst du es vor dich warm und kuschelig unter Moos zu verkriechen!«
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Fr Dez 26, 2014 12:08 am

„Und wir wärst du, oh du einmalig kluger an den Königshof gekommen? Besitzt du wirklich so viel Arroganz das du glaubst du wärst so klug, uns innerhalb weniger Jahre, oder zumindest dich, an den königlichen Hof eines Landes zu bringen, dass wir kaum kennen? Denkst du jeder andere ist dir vom Wissen her unterlegen, sodass du jeden ohne große Probleme ausspielen kannst? Denkst du wirklich dass du besser bist als alle anderen, die sich genau das gleiche Ziel mit demselben Plan setzten? Soll das deine Antwort, deine Stimme der Vernunft sein, die ich davon überzeugen soll das dass hier..“ Er machte eine ausschweifende Geste und deutete mit beiden, ausgestreckten Armen auf den gesamten Raum. „.. schlechter ist als Jahre der Intrige und des Kalküls, an dessen Ende vielleicht, aber ein wirklich nur sehr potenzielles vielleicht, der Königshof steht? Und selbst wenn du es dorthin schaffen solltest, denkst du wirklich dass sich dieses Land in die Angelegenheiten eines anderen einmischen würde, wenn nicht um es zu erobern? Sie würden wohl kaum hunderttausende in den Krieg schicken, nur um die rechtmäßige Königin auf den Thorn zu bringen!“
Seine Stimme war inzwischen erstaunlich laut geworden, so laut wie er selbst am Anfang nicht beabsichtigt hatte. „Doch geh wenn du willst. Hör auf, auf die Ratschläge eines Schmiedes zu hören die dir nur deswegen so unglaublich dumm und sinnlos erscheinen, weil dieser ein niederer Mensch, ein schlechterer Mensch ist. Ich glaubte durch Guinevere eine andere Art von Adel kennen gelernt zu haben. Aber du bist genau das Pack, dass ich mein ganzes Leben über verabscheut habe.“
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Fr Dez 26, 2014 12:20 am

"Ich... bitte was?" Wilfried glaubte sich verhöhrt zu haben. "Jetzt hör mir mal gut zu! Ich weiß ja nicht, was du gehört zu haben glaubst, aber die von Königsbergs haben sich seit jeher für das Volk eingesetzt! Es gab bisher keinen Winter, indem unsere Untertanen hungern mussten. Mien Vater und ich haben höchst selbst für die Speisung der Armen sorge getragen! Wir haben denjenigne jungen Schülern, die nicht aus adligen oder reichen Familien kommen ein Stipendium an der Akademie zu Königsberg organisiert! Wir haben Armenhäuser und Medihoes im ganzen Land erbaut! Weißt du was dein Problem ist? Du fühlst dich von Natur aus unterlegen und projezierst alles, was dir jemals schelchtes widerfharen ist auf Adlige. Du hast mir doch von Anfang an keine Chance gelassen. Habe ich dich verlassen? Habe ich dich an die Großmeister verraten, in der Hoffnung sie würden mich am Leben lassen? Habe ich mein eigenes, schändliches Leben über alles andere gestellt, weil ich ja so egoistisch bin?" er schüttelte den Kopf, war enttäuscht. "Weißt du, was du bei Guinevere kennen gelernt hast? Ein armes, verschüchtertes Mädchen. Und weißt du was noch? Ja, ich zögere nicht es auszusprechen - Brüste. Du hast bei ihr Brüste kennen gelernt! Und dein männlicher Verstand hat ausgesetzt! Du hast dich als ihr Beschützer gefühlt und alles positive in ihr Gesehen! Ich bin dir bis hier hin gefolgt. Ich hätte auch vor dem Wald umkehren, oder dich bei den Elfen allein lassen können aber ich habe es nicht getan. Das Einzige, was ich dir sage ist, dass wir uns gerade in eine Sackgasse manövriert haben! Aber das willst du ja nicht hören! Du willst in deinem Wollknäuel leben, glauben dass alle Elfen dir nur was gutes wollen und dich vor dem bösen Adel beschützen. Aber weißt du was? SO ist es nicht. Und weißt du noch was? Du bist der einzige Mensch weit und breit, der die Königin neben mir noch beschützen will. Mein einziger Verbündeter und ich bleibe bei dir bis unser Ziel erreicht ist, ob es dir gefällt oder nicht. Aber zur abwechslung, oh lebenerfahrener Schmied - könnten wir vielleicht auch mal auf meine Vorschläge eingehen! Oder verabscheust du mich dafür zu sehr?"
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Fr Dez 26, 2014 12:32 am

Er sah Wilfried mit einer Mischung aus Zorn und Überraschung an, seine Zähne pressten sich aufeinander, erzeugten ein Knirschen, dass sicherlich alles andere als gesund war. Was er sich einbildete, natürlich. Er sprach von der Gleichberechtigung beider Aussagen, im selben Atemzug jedoch legte er da, wie unglaublich dumm alles von ihm sei und das am besten nur noch Wilfried die Fäden ziehen sollte. Erneut ging ihm das Wort – Bigotterie – durch den Kopf und in diesem Augenblick empfand er es als durchaus passend. „Geh!“ Befahl er ihm leise, sah ihn noch einen Augenblick lang an, ehe er sich seine eben erst verstauten Schuhe schnappten und diese über die Füße streifte, die Fäden die eben diese am Fuß hielten nur fahrig zusammen band.
„Mir ist es gleich was du tust oder wohin du gehst, verschwinde nur. Geh nach Teirm und mach dir mit deinen rhetorischen Fähigkeiten die Welt, oder zumindest dieses Land untertan. Wenn du die amtierenden Herrscher soweit hast das sie uneigennützig Guinevere unterstützen und ein fremdes Land mit Soldaten versorgen, werde ich wiederkommen und dir die Stiefel lecken.“ Mit diesen Worten verließ er das Zimmer, schlug die Tür hinter sich, aus Respekt vor dem Eigentümer nicht zu, sondern schloss sie sacht. Wohin er gehen sollte wusste er nicht, doch wollte er an einen Ort, der, wie bereits seine Reise hierhin, die Zeit und alles andere vergessen ließ.
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Fr Dez 26, 2014 12:47 am

»Wolltet ihr nicht vielleicht noch ein wenig lauter sein? Ich glaube Fürst Beriadan hat es noch nicht gehört« meldete sich eine Stimme ohne den lästigen Umweg über das Mittelohr zu nehmen. Jonathan hatte kaum drei Meter aus dem Gasthaus getan. Die Stimme schien seltsamerweise direkt neben ihm zu erschallen, wo ein alter schwarzer Kater, mit grau melierten Fell den Jungen aus einem leuchtend grünen und einem trüben Auge neugierig ansah, den Kopf schräg legte und die kleinen Zähnchen bleckte. »Was hat dein Kerl eigentlich für Probleme?« fragte der Kater mit einem leisen Schnurren in der Stimme, während er sich über die Pfote leckte. »Weißt du, manche Leute versuchen hier unten zu schlafen« er schüttelte den Kopf, woraufhin sich sein ganzes Fell sträubte. »Aber was soll man von so jungen Besuchern auch erwarten, hm? Kein Respekt vor dem Alter...« Mhink gähnte. »Was starrst du mich so an Jungchen? Noch nie ne sprechende Katze gesehen?«
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Fr Dez 26, 2014 12:58 am

Er war wutentbrannt die Treppe hinuntergestürmt, als er jedoch die hell klingende Stimme in seinem Kopf hörte, die eindeutig unmenschlich war, fiel er zur Seite, gegen eine Wand und rutschte an eben jener hinab. „Was, was für eine Teufelei ist das den bitte?“ Er blickte von links nach rechts, konnte außer ein paar Vorbeilaufenden, die ihn kurz irritiert anschauten, niemanden erkennen. Niemanden der die Lippen bewegte und genau das war das seltsame. Denn die Stimme in seinem Kopf sprach immer weiter, wollte gar nicht aufhören zu reden. Meckerte darüber das er und Wilfried so laut gestritten hatten und als letztlich das Wort Kater fiel, sah er die Katze, mit ihrem grauen Fell und ihren grünen Augen genau an.
„Bei den Göttern das … nein, nein. Du bist nur ein kleiner Mäusefänger. Es gibt keine Möglichkeit das du das … nein. Nein, ich bilde mir das ganze hier nur ein. Vielleicht bin ich einfach nur erschöpft von der Reise.“ Er machte ein paar Schritte auf die Katze zu, von der er einen Augenblick lang gedacht hatte sie könne wirklich mit ihm reden, ehe er ihr über das weiche Fell strich. „Anderswo würdest du im Kochtopf landen mein Freund. Schön zu sehen das es noch Orte gibt, wo Tiere wie du friedlich leben können.“
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Fr Dez 26, 2014 1:07 am

»Ich kenne Orte, wo du im Kochtopf landen würdest Bürchschen! Tatsächlich gibt es viel mehr Orte, wo ein Hanswurst wie du in der Brühe landest, als Orte an denen man Kater verpeist. Wie machen so viel Arbeit beim Fell über die Ohren ziehen. Weißt du, ich kannte man einen Urgal, der hat mir eine sehr gutes Rezepte für Suppe empfohlen. Wenn ich da einen Schmied reinschneide... dürfte würzig schmecken« antwortete der Kater und streckte sich erneut, legte den Kopf zur Seite, doch das erwartete kratzen blieb aus und er zog die Lefzen hoch. »Jetzt hör mal zu kleiner, krieg dich verdammt noch mal ein, in Ordnung? In diesem Wald hier ist so ziemlich alles magisch. Gewöhn dich besser dran und sei froh, dass ich mit dir rede und nicht irgend welches Grünzeug« erklärte er und schüttelte sich. Sein verbliebenes Auge blitzte auf und sah den Schmied noch einmal ruhig an. »Bitte schrei jetzt nicht«
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Fr Dez 26, 2014 1:44 pm

Tatsächlich hatte er arge Probleme damit, nicht plötzlich loszubrüllen oder einfach nur davon zu stürmen, denn vor ihm saß eine Katze. Eine einfache Katze, die sich vom Aussehen her zu keiner anderen ihrer Art unterschied. Sehr wohl jedoch in der Eigenschaft, dass sie die Fähigkeit zum Reden besaß. „Das … nun, ähm ...“ Er kam sich wenn er ehrlich war reichlich dämlich vor, sich mit einem kleinen Tier zu unterhalten, dass man normalerweise dazu nutzte, um Mäuse zu fangen und so den Bestand an Nagetieren im Haus zu dezimieren. Und hätte ihn jemand aus seiner alten Heimat gesehen, so wäre er wohl mit Sicherheit in das nächste Sanatorium gebracht worden, oder aber man hätte ihn aus Gnade direkt den Gnadenstoß gegeben.
Doch was die Katze sagte war wahr, er befand sich in einem vollkommen magischen Wald, konnte es da so abwegig sein, dass Tiere sprachen, nun zumindest bestimmte Tiere. Es gab Brot und Wasser das Kräfte stärkte, wie es kein Schlaf tun konnte und Wege, die einen die Zeit vergessen ließen. Alles hier trotze dem was er bisher kannte und so ließ er sich schließlich auf das ein was er wahrnahm. „Nun verzeiht mir werter Herr Kater ..“ Denn die Stimme des Tieres war eindeutig männlicher Natur. „Ich wollte euch nicht bei eurem Schlaf stören. Ich und mein Kumpan, ehemaliger Kumpan, hatten bloß einen Streit über unsere derzeitige Lage.“
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Fr Dez 26, 2014 2:23 pm

»Meine Güte, Bursche! Versuchst du immer so geschwollen zu reden? Das klingt aus deinem Mund nicht nur extrem unpassend, man merkt auch das es dir nicht liegt. Wie ein Schwein in Stöckelschuhen« Mhink legte den Kopf schräg und betrachtete den Jungen eingehend aus dem verbliebenen, grünen Auge. »Glaubst du, nur weil du jetzt im Reich der Elfen bist musst du dich gewählt ausdrücken? Hast du dir deine Sprache schon einmal angehört? Eure Sprache klingt scheußlich, unausgegoren und wie eine Aneinanderreihung von ch, sch und z Lauten! Die meisten Elfen hier, werden dein Geschwätz sowieso für Barbarisch halten, also kein Grund ein stelzenlaufender Barbare zu sein«. Der Kater sprang schließlich von der Kiste, auf der er zuvor Quartier bezogen hatte und schlawenzelte einmal um Jonathan herum.
»Und ich habe einen Namen Schmied - ich heiße Mhink. Immerhin bin ich zivilisiert«
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Fr Dez 26, 2014 2:34 pm

Konsterniert stand Jonathan vor die Katze, die sich immer wieder um ihn herum drehte und ihn dabei mit ihrem verbliebenen Auge derart kritisch betrachtete, dass er einen Augenblick lang der festen Überzeugung war, sie würden ihn jeden Augenblick anfallen und ihn versuchen zur Strafe für seine geschwollene Redensart die Augen so lange auszukratzen, bis er aussah wie der Kater höchst selbst. Doch es blieb glücklicherweise bei dem reichlich absurden Gedankengut, doch als Jonathan erneut das Wort erhob, bemühte er sich darum, normal zu reden.
„Ich wollte euch nur nicht mit einer gewöhnlichen Redensart beleidigen. Es gibt hier so viel neues das ich wohl noch eine Zeit lang brauchen werde bis ich genau verstanden habe, wie ich mich wem gegenüber verhalten darf. Doch wenn ich mich dafür entschuldigen darf …“ Er wandte sich um, ging in die Gaststätte und kam keine zwei Minuten später mit einem kleinen Schälchen Milch heraus, dass er dem Tier vor die Nase setzte. „Nun, Mhink.“ Ein reichlich kurioser Name für eine Katze wie er fand. „Darf ich Fragen wie lange ihr schon hier in diesem Wald lebt?“
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BeitragThema: Re: Gaststätte "Du Fyrn Skulblaka"   Fr Dez 26, 2014 2:50 pm

Mhink besah die Schüssel Milch erst einmal skeptisch, als würde er dem Braten nicht so ganz trauen, trat dann jedoch heran und begann seine zinoberrote Zunge in die flache Schüssel zu tauchen. »Lass mich kurz überlegen. Vor einhundertdreiundzwanzig Jahren wurde Fyham geschlagen, vor einhundertdvierundzwanzig Jahren war der Kampf gegen das Ende der Zeit, vor einhundertdreißig Jahren besiegten wir Ethra am Verließ der Seelen. Davor war ich bei dem Ratsherren, etwa fünfzig Jahre also...« Mhink leckte sich über die weiße Schnauze, dort wo noch ein wenig Milch in seinem Fell klebte. »Also so in etwa einhundertachtzig Jahre. Tatsächlich ist dies die längste Zeit, die ich an einem Ort verbracht habe. Mit kleineren Ausfällen natürlich, aber bis auf eben jene kurzen Reisen habe ich den größten Teil der Zeit hier verbracht«
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