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 Platz der Eintracht

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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Di Jul 31, 2012 10:31 pm

"Ach, es... es ist nichts.", erklärte Brandon und blickte Aléia wieder lächelnd an. Er wusste auch nicht wieso er sich sorgen machte. Wie wahrscheinlich war es schon, dass sie hier, mitten auf der Straße unter so vielen Menschen angegriffen werden würden? Genauso gut konnte er sich davor fürchten nach DuWeldenvarden verschleppt zu werden! Oder davor Angst haben, dass plötzlich alles Wasser zu Blut wurde. Du merkst schon, dass deine Taktik, die selbst gut zu zu reden nicht wirklich hilft?, fragte er sich dann selbst und schüttelte resigniert den Kopf. Ihm war der blitzschnelle Griff der Elfe zu ihrem Dolch keines Falls entgangen, doch bezweifelte er, dass sie das wirklich vor einigen Attantätern retten würde! Naja, solange die Wachen um sie herum waren, würde ihnen ohnehin nichts passieren. Die goldenen Gradisten der Fürstenfamilie hielten bisher noch jedem Angriff stand. "Du brauchst dir wirklich keine Gedanken zu machen! Uns passiert hier nichts!", setzte Brandon dann hinterher. Mit leichtem Unbehagen, fiel ihm auf, dass es hier ganz und gar ncht so voll war wie sonst.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Di Jul 31, 2012 11:15 pm

"Na gut, wenn du meinst.." sagte sie doch sie merkte, dass es Brandon auch nicht mehr so wohl hier war. Wachsam war sie immer, aber jetzt huschten ihre Blicke unwohl über den Platz. Ihr Griff ruhte immer noch auf dem Dolch, bereit, eingesetzt zu werden. Das die Wachen hier waren beruhigte sie zumindest ein bisschen. Irgendetwas ist hier faul... Oder sind hier immer so wenig Menschen? fragte sie sich und wandte sich zu Brandon "Brandon...sag mal, sind hier immer so wenige Menschen?" Nun ja, vielleicht war es nicht gerade der Lieblingsplatz der Menschen, oder heute war einfach nicht viel los. Sie wusste es nicht. Aber aus Vorsicht hatte sie Brandon danach gefragt. "Vielleicht irre ich mich, aber ich glaube hier sind manchmal mehr Menschen." Sie betonte auf 'ich glaube' und ihr Blick wandert immer noch unwohl umher. Ach was, Brandon sagt hier passiert uns nichts, und wir haben ja noch diese goldenen Leibwächter da. redete sie sich selbst gut zu und lächelte, wenn auch ein bisschen verkrampf, Brandon an.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Mi Aug 01, 2012 12:23 am

Brandon setzte gerade zu weiteren beschwichtigenden Worten an, als ein Armbrustbolzen die Rüstung des Soldaten zu seiner linken durchstieß. Mit einem Schrei fiel der Mann zu Boden, sein Pferd bäumte sich auf und brannte durch. Die anderen Männer hoben ihren Schwerter und Schilde und bildeten einen Kreis um Aléia und Brandon, der ebenfalls sein Schwert gezogen hatte. Auf den Dächern um den Platz standen Söldner mit Armbrüsten und drei Männer mit Bögen, grauen Rüstungen und einer Maske über dem Gesicht. Plötzlich hörte man Hufgetrappel von einer Seite des Platzes und fremde Reiter prallten auf die goldenen Wächter. Nur einer der goldenen Männer blieb hinter den anderen und versuchte Aléia und Brandon durch den Anderen Weg vom Platz zu führen. Ein Pfeil prallte von dessen Schild ab, bevor eine Kutsche den anderen Ausgang versperrte. Die Tür flog auf, ein Mann mit Maske tötete den goldenen Mann mit einer Armbrust und ein zweiter packte Aléia und zog sie in das Gefährt. Ratternd raste die Kutsche über die Straßen, weg vom Ort des Geschehens. Zwei Männer hielten Aléia fest, beide mit seltsamen grünen Masken und ein Mann saß ihr gegenüber, sein Gesicht war auch nicht zu erkennen.
"Aléia, richtig?", fragte der Mann ihr gegenüber.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Mi Aug 01, 2012 12:43 am

Gerade wollte sie Brandons Antwort abwarten, als ein Armbrustblozen einer der goldenen Soldaten durchstieß. Blitzschnell fuhr sie herum, sah den Mann der schreiend zu Boden fiel. "Brandon?! Was ist hier los?!" schie sie ihm zu. Die Männer bildeten einen Kreis um die beiden und sie sprang leichtfüssig von ihrem Pferd, den Dolch bereit in ihrer Hand. Auf den Dächern erschienen Männer, mit grauen Rüstungen und einer Maske, sie drehte sich im Kreis um zu sehen, wie viele Männer es waren. Was ist hier nur los? Ich wusste dass irgendetwas faul war.. dachte sie die Stirn in Falten gezogen. Dann ging alles ganz schnell. Zu schnell dass sie etwas tun könnte. Sie wurde in eine Kutsche gezogen, zwei Männer hielten sie fest an den Armen und die Kutsche fuhr holpernd über die Strassen. Sie hob den Kopf, ihr gegenüber sass ein Mann, ebenfalls mit einer Maske, den Kopf zu ihr gewandt. Sie versuchte kurz sich loszureissen, als der Mann etwas sagte. Sie wollte gerade Magie anwenden, hatte den Mund schon geöffnet, blieb dann aber stumm und wehrte sich nicht mehr. Erst einmal abwarten... dachte sie und musterte den Mann. Sie konnte nicht erkennen, ob er Mensch oder Elf, Freund oder Feind war. "Wer will das wissen?" fragte sie ohne jegliches Anzeichen von Furcht und ihre Augenbrauen zogen sich enger zusammen. Keinesfalls würde sie dem Mann vertrauen, bevor sie nicht wusste wer er war. Hoffentlich geht es Brandon gut. dachte sie bevor sie sich wieder zu dem Mann wandte.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Mi Aug 01, 2012 1:16 am

Dieser Hinterhalt hatte lange Zeit der Planung und viel Zeit der Aufkläung benötigt, doch dafür verlief nun alles reibungslos. Vermutlich zogen sich seine Schützen auf den Dächern gerade zum Tor zurück um dieses offen zu halten. Während dessen würden die Reiter auf dem Platz ihr Leben für eine Hand voll Gold lassen. In wenigen Augenblicken, kurz bevor sie das Tor erreicht hatten, würden also Brandon Velaryon und seine goldenen Reiter hinter ihnen her sein. Auf Aléias Frage hin lachte er leise und durch die Maske gedämpft. "Also bist du die für die wir dieses ganze Schauspiel geplant haben.", erklärte er dann. Er zog die Kapuze zurück und nahm die Maske ab, welche er neben sich auf den Sitz legte. Hellblondes, beinahe weißes, gelocktes Haar kam zum Vorschein, darauß lugten spitze Ohren und sein wunderschönes Gesicht wurde von seinen schrägen Augenbrauen dominiert. "Ich bin Entelda Ignis, Hauptmann der Rakr Sverdar und untergebener der ehrenwerten Hemióne Elira von Sílthrim und Ilirea.", erklärte der Elf ihr dann in der alten Sprache und neigte leicht das Haupt vor ihr.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Mi Aug 01, 2012 1:33 am

Sie hob eine Augenbraue. "Aha, ihr habt so viel Aufwand gemacht, nur wegen mir?" Sie lachte leise. Warum wohl? Was hab ich denn besonderes getan? dachte sie. Noch immer misstraute sie diesem Mann. Dann plötzlich nahm er die Maske ab, und hervor kam das Gesicht eines Elfen. Sie war sichtlich überrascht, riss die Augen auf und musterte ihn. Er hatte beinahe weisses, gelocktes Haar und die spitzen Ohren, die natürlich alle Elfen hatten. Dann lächelte sie und nahm ihr Stirnband ab, als sie zuvor die Hände aus den Armen des anderen befreit hatte, die inzwischen den Griff gelockert haben. Zum Vorschein kamen spitze Ohren und schräge Augenbrauen. "Freut mich. Ich bin Aléia, wie ihr ja schon wisst" erwiderte sie ebenfalls in der alten Sprache. Auch sie neigte ihr Haupt ein wenig vor dem Elfen. Von der Rakr Sverdar habe ich doch schon irgendetwas gehört. Oder Irre ich mich? dachte sie. "Aber, sagt mir...Was wollt Ihr denn von mir? Wieso habt ihr das geplant, nur um mich zu holen?" fragte sie in der alten Sprache. Sie vertraute ihm jetzt einigermaßen, sie wusste auch nicht wieso und legte ein wenig den Kopf schief.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Mi Aug 01, 2012 1:48 am

Entelda spürte ihre Unsicherheit, merkte dass sie ihm noch nicht vollkommen, aber schon mehr vertraute. Was ihm jedoch vorallem auf fiel war die Tatsache, dass sie scheinbar dachte er nicht wüsste dass sie eine Elfe war. Nun nahmen die Männer zu ihren Seiten die Hände von ihr und lösten ebenfalls die Masken und Kapuzen. Vier Elfen saßen nun in der Kutsche, eine Kutsche von der die arme Aléia nicht wusste wohin sie fuhr. "Lady Hemióne wünscht dass ihr nach Ilirea kommt.", antwortete Entelda auf Aléias Frage. "Sie hält Ceunon in Tagen wie diesen, für zu gefährlich für eine Elfe, besonders für eine so junge wie euch. Da sie jedoch wusste, dass Brandon euch nicht einfach rausrücken würde, sollten wir euch holen kommen.", führte Entelda seine Erklärungen sodann weiter aus. Plötzlich war ein lautes Krachen und Knallen zu hören. Entelda streckte den Kopf aus einem der Fenster. Das Fallgitter, welches die Soldaten wohl runter lassen wollten, lag in großen und kleinen Brocken um den großen Bogen in der Mauer verteilt. Die sechs Elfen die das angerichtet hatten, stiegen gerade auf ihre Pferde und machten sich bereit der Kutsche zu folgen. "Lady Kathrine wird gar nicht erfreut sein, dass wir ihr Tor zerstört haben.", erklärte Entelda mit einem freudigen Lächeln im Gesicht.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Mi Aug 01, 2012 2:04 am

"Aber" fing sie an und seufzte. "Wieso sollte es denn gefährlich sein? Naja das ist es auch aber...Ich war ja bei Brandon und er sagte niemand wird Fragen stellen oder ähnliches, wenn ich mich als seine Cousine ausgebe." Sie verschränkte die Arme vor der Brust. "Und wieso wusstet ihr überhaupt dass ich hier bin? Und wer hat mich gefragt, ob ich nach Ilirea kommen möchte? Dann nahmen die anderen beiden neben ihr ihre Masken und Kapuzen ab. Die beiden waren auch Elfen, was sie aber nicht überraschte. Sie zuckte zusammen, als es laut krachte und sah ebenfalls aus dem Fenster. Das Fallgitter lag in Brocken am Boden und daneben sechs weitere Elfen, die das wohl angerichtet haben. Sie musste sich ein Lachen verkneifen und versuchte Ernst zu bleiben. "Das ist nicht witzig." Sie sagte das nur um Brandons Familie zu verteidigen. Aber eigentlich fand sie es trotzdem witzig und schmunzelte.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Mi Aug 01, 2012 2:17 am

Entalda sah aus als müsste er lange und scharf über ihre letzten Worte nachdenken bevor er entgegnete: "Doch, es ist ziemlich lustig!", dann ließ er sich erneut ihre voran gegangenen Worte durch den Kopf gehen. Nicht gefährlich!? Seine Cousine? Es stellt immer jemand fragen! Das Mädchen hatte Mut, war ihm für seinen Geschmeck jedoch etwas zu vor laut! Er schlug ein Bein über das andere, hob eine Augenbraue und blickte sie fragend an. "Du solltest deine Zunge hüten und aufpassen was du sagst!", erklärte er der kleinen Elfe so dann mit honigsüßer Stimme. "Niemand hat dich gefragt ob du nach Ilirea möchtest! Es musste dich auch niemand fragen, schließlich wollte Fürsten Hemióne es so und das reicht!", erklärte er dann weiter und setzte eine kurze Pause an, atmete tief durch um ruhig zu bleiben. "Woher wir wussten, dass du hier bist? Wir wissen es! Hemióne weiß wo ihre Schützlinge sich aufhalten!", beendete Entelda dann seine Antworten, die gesamte zeit mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen und mit dieser seltsam süßen Stimme. "Hast du noch mehr Fragen? Die Fahrt von hier nach Ilirea ist lang und irgendwie müssen wir sie ja tot schlagen."
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Mi Aug 01, 2012 2:38 am

"Ja, bitte entschuldigt" sie senkte den Kopf. "Wenn es Lady Hermione so will, dann werde ich natürlich nach Ilirea mitkommen." sagte sie zwischen zusammen gebissenen Zähnen. Sie musterte ihn. Die ganze Zeit über hatte er ein Lächeln auf den Lippen und diese seltsame Stimme, die sie erschaudern liess. Sie biss sich auf die Unterlippe. Dann kam ihr plötzlich etwas in den Sinn. "Mein Schwert!" raunte sie und sie verkrampfte sich. Sie war schon wirklich sehr vergesslich. Wie kam ich nur auf die blöde Idee, es ausserhalb Ceunons versteckt liegen zu lassen. schallte sie sich selbst. Sie könnte sich selbst ohrfeigen. "Ich..Ich habe mein Schwert vergessen. Ausserhalb von Ceunon. Unter einer grossen Wurzel habe ich es versteckt." Sie lächelte schief. "Oh und Fragen habe ich eigentlich keine mehr.." Es beunruhigte sie sehr, ihr Schwert zurückgelassen zu haben. Sie umklammerte die Kette mit dem roten Rubin in der Mitte, die sie von ihren Mutter bekommen hatte. "Könnten wir vielleicht...noch einmal... zurück gehen? Nur ganz kurz!" fragte sie vorsichtig und wollte ihn nicht noch einmal verärgern. Sie senkte den Kopf und hoffte, dass er sie ihr Schwert holen liess. Hektisch schaute sie aus dem Fenster um abzuschätzen wo sie waren, aber sie kannte diese Gegend hier nicht also war es ihr auch nicht möglich.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Mi Aug 01, 2012 2:57 am

Entelda lehnte den Kopf gegen die Rückwand der Kutsche und stöhnte genervt. Na toll, da soll ich mal eine Elfe irgendwo abholen und dann ist es eine vergessliche, die sich freiwillig von ihren Waffen trennt! Er stieß die Tür auf und sofort hielt der Elf auf dem Bock die Kutsche an. "Wir holen kurz das Schwert unseres... Gastes. Ihr wartet hier solange bis wir zurück sind!", befahl Entelda seinen Männern und trat aus der Kutsche. Er wandte sich wieder der Tür zu und reichte Aléia die Hand um ihr aus dem Wagen zu helfen, so wie man es zu tun hatte. Sie ließ sich heraus helfen und schritt vorran. Sie kannte den Weg, also musste sie auch vor gehen. In einer Wurzel! Sie versteckt ihr Schwert in einer Wurzel! Man läuft nicht ohne Schwert in einer fremden Stadt herum!, dachte Entelda erbost. Er zog sein eigenes schmales Schwert, welches silbern im Sonnenlicht funkelte. Ein schneller Meinungswandel, erst rebelliert sie und dann beugt sie sich Hemióne... sie versucht mich ja wohl nicht rein zu legen! Wenn sie weg laufen sollte wird sie es bereuen.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   Mi Aug 01, 2012 3:20 am

Sie lächelte matt als die Kutsche anhielt und liess sich von Entelda heraushelfen. Sie schritt voran und wusste das sie ihn verärgert hatte. Während des kurzen Marsches sagte sie kein einziges Wort, sie hatte auch echt keine Lust mit ihm zu reden. Er war ihr absolut unsympathisch und sie biss die Zähne zusammen. Soll er sich doch aufregen...wenigstens habe ich bald mein Schwert wieder. dachte sie und ihr Blick verfinsterte sich leicht, er konnte sie ja nicht sehen, da sie vor ihm ging.Sie lief mit schnellen Schritten über den unebenen Boden und schaute stur geradeaus. Sie hörte wie er sein Schwert hervornahm und lief noch ein bisschen schneller. Nicht etwa aus Angst, nein sie wollte einfach so schnell wie möglich wieder zurück in der Kutsche sein. Über abhauen dachte sie keine einzige Sekunde nach, es würde ihr nichts bringen und nur noch mehr Strafen einbrocken die sie, wie sie vermutete, schon hatte. Nach kurzer Zeit kamen sie an der Stelle an, an der sie ihr Schwert versteckt hatte. Sie blieb stehen und hob das dünne Schwert auf und steckte es in den Gürtel den sie unter diesem Menschenkleid trug. Sie sah Entelda an und sagte höflich "Gut ich habe es. Danke, dass ich es holen durfte." Dann warf sie einen letzten Blick auf die Stadtmauer, die man von hier ein bisschen sah und wandte sich ab. Sie schaute Entelda erwartungsvoll an, als sie sich beide in Bewegung setzten und zurück liefen. Dann stoppte sie plötzlich, da sie in diesem Kleid überhaupt nicht gut rennen konnte, und während Entelda weiterlief zog sie sich das Kleid über den Kopf, unter dem sie eine Hose und ein langärmliges Oberteil trug. Sie stopfte das Kleid in ihren Rucksack und nahm einen Mantel daraus, den sie sich überstreifte. Schnell hatte sie Entelda eingeholt und sie kamen an der Kutsche an. Er stieg ein und sie liess sich hineinhelfen. Dann fuhr die Kutsche ratternd weiter.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   So Aug 24, 2014 3:12 pm

Man hatte ihn darauf vorbereitet, dass es eine lange und entbehrungsreiche Reise werden würde. Er hatte damit gerechnet, dass er einige Abende nichts zu essen bekommen würde. Er hatte sich sogar darauf gefasst gemacht ausgeraubt zu werden und daher zur SIcherheit einige Münzen in seinen Stiefeln versteckt. Doch auf die Reise hätte ihn niemand vorbereiten können. Wenngleich er auch nicht überfallen worden war, so war es doch der Weg selbst gewesen der ihn an den Rand seiner Leistungsfähigkeit gebracht. Die Straßen waren uneben und voller Schlaglöcher, welche seine Reise zu einer Wanderung durch Moor und Morast gemacht hatte. Er hatte auf dem feuchten Boden schlafen müssen, die Wirtshäuser waren teuer und wenngleich die Gaststätten seines Landes einem alten Veteranen umsonst zumindest ein Dach über dem Kopf anbieten konnten, so wusste er doch, dass er auf solch eine Freundlichkeit hier nicht zu hoffen brauchte.
Ceunon indess schien maßlos überfüllt und das, obwohl eindeutig weniger Menschen hier wohnten als in seiner Hauptstadt. Doch während in Nicaea die Menschen dank Straßenschilder und einem ausgeklügelten Aufbau der Stadt wie Wasser abgeleitet wurden und sich in der Stadt verteilten schienen an diesem ort alle Menschen auf einmal zu sein. Nur die hohen Statuen der Helden, welche ihn wenngleich auch aus Stein und nicht aus Marmor, an die Statuen seiner Heimat erinnerten konnten als Orientierungspunkt dienen. Während er also so durch die Straße glitt - abgerissen und ausgemergelt wie er war stieß ihn eine Frau an und er wirbelte herum - er war erschöpft und ausgelaugt und gereizt und wollte sie gerade anschnauzen, als er sah wer da vor ihm stand und mit einem Mal vergaß er die Sprache dieses Landes und alles um sich herum. "In tutte le buone dèi"
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   So Aug 24, 2014 3:30 pm

Überrascht hob Adriana den Kopf und zeitgleich eine Hand, um den Wachmännern, die sie bei sich hatte, ebenfalls zu signalisieren, dass sie die Hände sinken lassen sollten, die bereits zur Waffe gegriffen hatten und deren Heft fest umschlossen hatten während die Zauberin ihre Augen auf den Mann vor sich richtete, den sie versehentlich beinahe umgestoßen hatte und dessen Lippen Worte verlassen hatten, deren Sprache etwas Heimisches anhaftete, das sie beinahe wieder vergessen hätte. Ein Jahr war nun bereits die Hochzeit und der damit verbundene Zusammenschluss der großen Reiche her und so vieles hatte sich gewandelt, so viele Beschlüsse waren gefasst worden und so viele Schwierigkeiten überwunden worden, so dass sie nun endlich die Möglichkeit hatten, etwas wirklich Großes zu erreichen, das niemals mehr in Vergessenheit geraten würde. Sie hatte dem Königshaus stets treu zur Seite gestanden und nach bestem Gewissen unterstützt, wann immer es ihr möglich gewesen war, hatte sich bei dem Aufbau einer Akademie für die Magier dieser Reiche betätigt und hier auf dem großen Platz nur ein wenig nach Entspannung gesucht, doch jetzt - gerade als dieser Fremde vor ihr stand, schien es vorüber mit der Ruhe zu sein.
Die bernsteinfarbenen Augen der Zauberin glitten noch einmal über sein ausgemergeltes Gesicht, das von Dreck nur so starrte und als sie nur für den Bruchteil einer Sekunde ihren Geist nach dem seinen tasten ließ, bemerkte sie die Energie, die ihn durchflutete und die ihr das erklärte, was sie über seinen Aufenthalt hier wissen wollte. Behutsam streckte sie eine Hand nach dem anderen Mann aus und schob ihre feingliedrigen Finger unter sein bärtiges Kinn. "Tu chi sei ... mago?", fragte sie leise und wechselte mühelos in eine Sprache, die sie niemals vergessen hatte und deren Worte sich noch immer mühelos und akzentfrei über ihre vollen Lippen bahnte, als habe sie nie etwas anderes gesprochen.
Mochte es wirklich sein? Mochte es wahrlich sein, dass es noch anderen gelungen war, aus der Heimat zu entkommen und eine neue Zuflucht zu suchen? Konnte es wahrlich sein, dass der Turm der Vergangenheit angehörte und sie von nun an frei war, mit niemandem mehr, der nach ihr suchte und der sie jagen würde? Als sich die Zauberin zurück zu ihren Begleitern drehte und einem von ihnen eine silberne Münze in die behandschuhten Finger drückte, löste sich die helle Kapuze, die sie über den dunklen Locken getragen hatte und sank endgültig hinab. "Bringt Brot und etwas Wasser für den Mann", wies sie an und wortlos gehorchte die Wache während ihre eigene Aufmerksamkeit sich zurück auf den Magier vor ihr lenkte. "Sei qui per uccidermi?"
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   So Aug 24, 2014 3:41 pm

Erst als Adriana den Männern etwas in der Sprache dieses Landes zugerufen hatte war ihm bewusst geworden, dass er zuvor in seiner eigenen Zunge gesprochen hatte. Doch nun da sie sich um ihn kümmerte und um ihn sorgte - oder sich vor ihm fürchtete, da schien er aus seiner Starre zu erwachen. "Ich kann die Sprache dieses Landes Herrin..." flüsterte er leise und mit starkem Akzent. Sprachen waren ihm schon immer leicht gefallen, aber eine Sprache in wenigen Wochen zu erlernen - das war unmöglich. Vielleicht kannte man Vokabeln und auch die Grammatik ein wenig, aber solche Feinheiten wie Sprichwörter, Sprachrythmus oder ähnliches waren dann doch Meisterschaften, die selbst mancher Muttersprachler niemals meisterte. "Ein wenig zumindest" fügte er hinzu, wie um sich zu entschuldigen. Er wusste nicht genau was geschehen war, hatte nur gespürt das irgendetwas seine... Seele gestreift hatte. Etwas so helles, das es sein Herz beinahe stehen bleiben ließ. "Und selbst wenn glaube ich... wäre das ein sinnloser Versuch" er schlug die Augen nieder während er seine eigene Stimme hörte, welche nach so langer Zeit in Einsamkeit ungewohnt in seinen Ohren klang. "Ich suche... zuflucht Herrin und dieses Land schien mir das einzige, das mir dies bieten könnte... ich hoffe... ich habe nicht euren.. euren... Unmut auf mich gezogen. Ich will keinen Ärger bereiten" flüsterte er und wenngleich er auch wusste wie gefährlich dies sein konnte zog er eine metallene Scheibe aus seiner Brusttasche und hielt sie ihr hin. "Ich.. war Soldat, Herrin" er blickte zu Boden, wagte es nicht ihr in die Augen zu sehen.
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   So Aug 24, 2014 7:40 pm

Sie hatte damit gerechnet, dass er solche Worte von sich geben würde, sah die Muskeln, die sich unter den Lumpen, die er noch am Leibe trug, abhoben und den eisernen Kampfeswillen in seinen Augen aufleuchten, den sie nur von jenen Männern kannte, die sie einst verfolgt hatten und deren einziges Interesse in ihrem Tod gelegen hatte. Natürlich war er ein Soldat des Landes gewesen und nun war er ein Flüchtling eben jenes Landes, das auch sie noch immer jagte und dort, wo sich zuvor noch Misstrauen und Abneigung erhoben hatte, begann nun nicht mehr als Mitleid in der Zauberin aufzuglimmen, die lediglich den Kopf schüttelte. "Natürlich wart Ihr das", sagte sie lediglich und lächelte ein ihr gänzlich eigenes Lächeln ehe sie den Mann ihr gegenüber behutsam an dem Arm griff und ihn hinüber zu einer der Bänke leitete, auf welche er sich setzen sollte während sie auf ihre Wachen wartete. "Aber nun bezeichnet Euch das Land als Magier", führte sie schließlich fort und legte den Kopf in den Nacken, um hinauf in den klaren, wolkenlosen Himmel zu blicken, wo die Vögel ihre Runden machten. Es war seltsam, dass nun ein Mann hierher kam, der ihrem Beispiel gefolgt war - der geflüchtet war, noch bevor ihn die Jäger bekommen konnten und der hier in Alagäsia seine Zuflucht suchte, weil dies der einzige Ort war, an dem ein Pakt den Frieden besiegelt hatte. 
"Wie heißt Ihr?", fragte sie nach einer Weile, in der Schweigen zwischen ihnen beiden gelegen hatte und nahm wahr, dass ihre Wachen inzwischen zurück gekehrt waren und dem Fremden Brot und Wasser reichten ehe sie ihren Platz, stummen Statuen gleich, wieder neben der Zauberin einnahmen und die Augen noch immer wachsam auf den anderen gerichtet hielten. "Ihr wisst, wer ich bin und ich halte es nur für fair, dass auch ich weiß, wer Ihr seid. Jetzt, wo Ihr bereits meine Hilfe in Anspruch genommen habt."
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BeitragThema: Re: Platz der Eintracht   So Aug 24, 2014 8:23 pm

"Mein Name lautet Lucan Aemillius Herrin" erklärte er leise und sah noch immer auf seine Füße während er eine Kante von dem Brot abriss und sich dieses in den Mund stopfte, auf diesem Kaute und sich beinahe Tränen in seinen Augen sammelten. Das säuerliche Brot war das köstlichste, was er seit über zwei Wochen zu sich genommen hatte und so verschlang er es gierig, schluckte es unter und spülte schnell mit etwas Wasser nach.
"So... hat man mich zumindest genannt bevor ich..." er verstummte und schüttelte den Kopf. Es waren keine weiteren Worte nötig um das zu beschreiben was mit ihm geschehen war.
"Einige alte Freunde haben mir geholfen zu entkommen - mein Status als Veteran konnte mir dabei helfen eine Schiffsfahrt zu buchen. Es wusste noch nicht jeder was ich. Also, dass ich... nun ihr wisst schon" er verstummte und schob sich ein weiteres Stück Teig in den Mund
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