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 Etwas außerhalb Ceunons

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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mi Mai 18, 2011 7:17 pm

Mühsam schleppten sie sich in den Wald. Von kaum 10 Metern entferung sah sie schon eluneya deren Brustkörper sich nervös auf und ab senkte.
Sie grinste sie so gut es ging aufrichtig an. Es ist halb so schlimm wie es aussieht glaub mir.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mi Mai 18, 2011 7:21 pm

"Seid gegrüßt, Eluneya", wandte Coreen sich an die große Drachendame, die unweit von ihnen beiden entfernt stand und neigte den Kopf vor eben jener. Sie hatte bisher immer ein gutes Verhältnis zu Eluneya gehabt und sie hatte nicht vorgehabt, eben dieses zu ändern - die Drachendame konnte nichts für die Taten ihres Reiters.
"Es ist gut zu sehen, dass Ihr wohlauf seid", setzte sie hinzu bevor sie sich zurück an Luná wandte und die junge Frau weiterschob, deren blassen Gesicht eine Weile lang skeptisch musternd, als wolle sie sicher gehen, dass die andere nicht im nächsten Moment umfiel.
"Geht es?"
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mi Mai 18, 2011 7:26 pm

Elune lächelte dankbar und neigte ihrerseits respektvoll den Kopf,Hallo Coreen. Sie wandte sich an Luná und fragte Was ist denn passiert? Die Miene der Drachin war sehr besorgt. Tut es sehr weh?
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mi Mai 18, 2011 7:27 pm

Sie schloss für einen kurzen Moment die Augen und öffnete sie gleich wieder. "Alles gut, ich glaub ich kann mich auf den Beinen halten."
Sie lächelte so gut es ging.
Heute war eindeutig nicht ihr Tag ! Das stand fest. Ein Blick zu Elune der ihr zu verstehen geben sollte das sie es genauso bemitleidete wie der Rat entschieden hatte und sie es sich ebenfalls anders gewünscht hätte.
Ach so ein Idiot hat mir ein Messer über den Arm gezogen ist halb so wild. Es tut nicht arg weh.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mi Mai 18, 2011 7:32 pm

Mit absicht???,fragte die Drachin entgeistert und Zorn loderte in ihr auf. Sag mir wo der Kerl steckt und ich fress ihn!,grollte Elune und dies meinte sie vollkommen ernst. Ihr war es egal was die Drachenreiter sagten, für sie war Luná ihre Reiterin. Sie warf einen finsteren Blick zur Stadt.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mi Mai 18, 2011 7:36 pm

"Lasst mich mal sehen", bat Coreen leise und streckte die unverletzte Hand nach Lunás Arm aus, den blutdurchtränkten Stoff, den sie darauf gepresst hatte, zur Seite schiebend und sich die tiefen Schnitte ansehend. Sie kam wirklich nicht darum herum zu Charles zu gehen, damit der Arzt sich vernünftig um die Schnitte kümmern konnte - das einzige, was sie selbst hier tun konnte war dafür zu sorgen, dass die Blutung aufhörte.
Leise Worte in alter Sprache verließen die Lippen der Magierin und nur wenig später tanzten dunkelrote Funken über die lädierte Haut der anderen Frau bevor sich eine dünne Eiterschicht über dem Schnitt bildete und das Blut versickerte.
Coreen wagte es nicht etwas mit dem gebrochenen Handgelenk anzurichten, denn jede Bewegung mit dem geschwollenen Arm tat inzwischen weh. Das Gelenk war blau angelaufen, zeigte schwarze Abdrücke von Lenegads Fingern, die sie in eisernem Griff festgehalten hatten.
"Kharas hat sich bereits um ihn gekümmert. Er ist inzwischen wohl aus dem Leben geschieden, Eluneya. Im Anwesen meiner Familie ist ein Mediziner bereits informiert - er wird sich um Lunás Verletzungen kümmern. Wenn Ihr möchtet könnt Ihr uns gern dorthin begleiten."
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mi Mai 18, 2011 7:44 pm

Elune beruhigte sich einigermaßen als Coreen ihr erzählte das Kharas sich um den jenigen der Luná verletzt hatte kümmern würde. Sie hörte weiter aufmerksam zu.Ist es weit? Ansonsten könnt ich euch tragen,bot sie an. Sie beugte sich vor und begutachtete Lunás Verletzung. Am liebsten hätte sie den Mistkerl selbst in Stücke gerissen. Bist du auch verletzt,Coreen? Was ist überhaupt da in der Stadt passiert?,fragte sie.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Sa Mai 21, 2011 5:51 pm

Sie ließ ihren Arm begutachten. Es tat war nicht mehr sehr weh aber eine Infektion oder ga eine Blutvergiftung wollte sie auch nicht, wenn es sich vermeiden ließe.
Geschieht im Recht in der Hölle zu schmoren, maunzte sie missbilligend seiner Taten wegen vor sich hin.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Do Okt 10, 2013 2:57 am

Leise grasend standen einige Rehe am Rande eines kleines Walde. Die Vögel zwitscherten und die Sonne schien golden vom Himmel und durch die kahlen Äste des Waldes. Der Wind frischte gerade auf, als der Hirsch der kleinen Gruppe stolz das Haupt in die Höhe hob und sich um sah. Der Wind flüsterte leise zwischen den Bäumen hindurch, als ein Sirren sich dazwischen mischte. Mit einem Knacken durchbohrte ein Bolzen den Schädel des Hirsches. Gehirnmasse, -flüssigkeit und Blut spritzten auf die Bäume und die anderen Rehe, die panisch die Flucht ergriffen. Der Hirsch sackte zusammen und sein Blut ergoss sich langsam auf das Laub am Boden, während die Jagdgesellschaft jubelnd auf den Wald zugeritten kam. Vorne weg ritt Brandon, der den Bolzen abgeschossen hatte.
Brandon trug ein schwarzes Wams, das an Armen und Brust geschlizt und mit goldtuch gefüttert war. Sein Umhang war, wie es neuste Mode war, quer über seine Brust festgemacht, wie ein Bogen, sodass nur eine Schulter vom schwarzen Samt bedeckt war. Seine Stiefel waren aus feinstem schwarzen Leder, ebenso wie seine Handschuhe. Sein blondes Haar war neckisch zerzaust, seine grauen Augen funkelten ob des Blutes und seine blassen Lippen waren zu einem triumphierenden Lächeln verzogen. Er hatte viel Freude an der Jagt gefunden, seit der Schlacht bei Ilirea. Noch immer fiel für einen Moment ein Schatten über sein Gesicht, wenn er daran dachte. Diese Elfen hatten nichts im Reich der Menschen zu suchen und nun machten sie solchen Ärger! Sein Onkel und seine Mutter hatten schon recht, wenn sie über diese Fürstin Hemióne schimpften. Wer war sie schon dass sie meinte sich in die Angelegenheiten der Velaryons einmischen zu dürfen?
Brandon seufzte und sah zu, wie zwei Männer den Hirsch an einem der Pferde fest machten. Sie würden es zurück in die Stadt und ins Schloss nehmen. Dort konnte Brandon seiner Mutter zeigen wie gut er schon mit der Armbrust umgehen konnte. Als er noch jünger war, hatte er nichts an Waffen gefunden, doch inzwschen wusste er um ihren Sinn. Mit ihnen konnte er Personen die ihm und seiner Familie im Weg standen, beseite fegen. So wie er es mit ALéia und Hemióne tun wollte! Wie glücklich wäre doch der Tag, an dem er ihnen das Schwert ins Herz rammen könnte. Er hatte schon eine Halbelfe getötet, zwei ganze Elfen würden nicht viel anders sein. Als sie auf das Stadttor zu ritten, konnte er diese albelfe sehen; Antheia hing noch immer an mit dem Strick um den Hals über dem Tor. Der Strick war eigentlich nur Dekoration und es war Glück, dass er nicht Brandons perfekten Schnitt verdeckte, der Antheia ein rotes breites Lächeln geschenkt hatte.
Erschrocken wandte sich Brandon um, als sein Name gerufen wurde. Ein in blau gekleideter Mann ritt rasend auf sie zu. Sein Pferd hatte bereits Schaum vorm Maul, als es endlich vor Brandons Jagdgesellschaft ankam. Brandon richtete sich herrschaftlich im Sattel auf und fragte den Mann, was sein Erscheinen zu bedeuten hatte. Der Mann reichte ihm eine kleine versiegelte Rolle, wendete sein Pferd und ritt wieder von dannen. Brandon war völlig perplex. Was war nur in den Mann gefahren? Er sah sich das Siegel an und ihm stockte der Atem. Es war eine Hand auf blauem Wachs. Sofort brach er das Siegel und seine Augen huschten über das Papier. Der Brief kam aus Narda, wie er am Siegel erkannte, von einem Spion der Velaryons. Was in dem Brief stand war, dass Aléia und Hemióne zusammen mit einigen anderen Elfen in Narda gesehen wurde, im Schloss von Fürst Stephan. Er wusste nicht was er davon halten sollte, doch seine Mutter würde es wissen. Ohne ein Wort, trieb er sein Pferd Richtung Schloss an. Diese Nachrichten waren höchst brisant! Sie könnten gefährlich sein oder eine Gelegenheit bieten.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   So Mai 18, 2014 12:51 am

Brandon war es wie eine Ewigkeit vorgekommen, die er damit verbracht hatte, sich durch die Tunnel zu zwängen, die wohl dafür verantwortlich waren, dass Ilieana heute auf dem Thron saß. Doch so hatte er die Zeit bekommen über sein weiteres Vorgehen nach zu denken. Adam und Thomas wussten nicht wo dieser Tunnel endete, doch sie würde als erstes davon ausgehen, dass er zurück nach Ilirea ging, um dort Ileana von allem zu bereichten. Und genau das wäre das falsche gewesen. Auf dem Weg nach Ilirea konnten ihn seine Häscher leichter hinter ihm her kommen. Darüber hinaus wusste er nicht, was Ileana gegen Thomas ausrichten konnte. Darum wandte er sich nach Westen. Er würde dem Fluss folgen bis nach Carvahall und dort den Buckel in Richtung Narda überqueren. Er fürchtete sich vor den Urgals denen er dort begegnen könnte, doch es war seine einzige Möglichkeit. Den Reitern zu berichten, was vor sich ging war das klügste was er in diesem Moment tuen konnte.
Der Ausgang des Tunnels war ein Haus, das ein Loyalist Katherines bewohnte. Er stand treu zu seiner Fürstin und ihrem Sohn. Darum konnte Brandon, nachdem er nur das nötigste geschildert hatte, in billiger Kleidung und auf einem Pferd sitzend, am Fluss entlang reiten. Der Mann wusste, dass er es ersetzt bekommen würde. Wenn alles gut ging, würde Brandon in zwei Tagen in Narda sein. Wenn alles gut ging...

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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   So Mai 18, 2014 1:10 am

Der Ruf seiner Herrin war kaum eine Stunde nach dem Vorfall in dem Thronsaal gefolgt. Sichtlich schockiert hatte sie ihm geschildert was er zu tun hatte, lies jedoch die brisanten Detials außen vor. Das wieso und warum er geflohen war und was genau es mit dem eigentlich verstrobenen Vater, der nun wieder zurückgekehrt war, auf sich hatte. Doch er hatte ohne Umschweife zugestimmt und sich kurz darauf mit den restlichen Männern der Wache unterhalten. Hatte bestimmt wer in seiner Abwesenheit das Kommando zu führen hatte, wie sie in bestimmten Situationen zu agieren hatten und Sie, egal Jemand anderes ihnen sagte, Katherine unterstanden. Zwar standen sie in den Diensten der Velaryon, doch dienten Sie einer bestimmten Person und von eben dieser erhielten Sie die Befehle und das letzte was nun noch geschehen musste war, ein Schwenken der Seite in der eigenen Garde. Weder wollte er seiner Lehnsherrin dies antun, noch seinem eigenen Ruf.
Er hatte nur das nötigste eingepackt um möglichst schnell reisen zu können, schließlich wusste er nicht was der Junge für einen Vorsprung hatte. Proviant für ein paar Tage, zusammen mit einer eher kargen Lagerausrüstung und einem guten Beutel voll Kronen am Gürtel.
Erstaunlicherweise dauerte es nicht lang bis er den Jungen fand. Er war nicht schwer auszumachen, denn Querfeldein reisten nur die wenigstens Menschen und die Spuren die sein gehetztes Pferd im hohen Gras hinterlassen hatten, das seit ein paar Tagen vom Schnee befreit war, war gut lesbar und bildeten eine klar nachvollziehbare Spur.
„Mylord Brandon?“ Rief er den Jungen im Abstand von gut zehn Meter, gab seinem Pferd dann sie Sporen sodass er ihn schließlich einholte und neben ihm ritt. „Eure Mutter fürchtet ihr könntet den Weg nicht unbeschadet überstehen oder gar euer Ziel nicht erreichen.“
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   So Mai 18, 2014 1:33 am

Zunächst hatte Brandon seinem Pferd die Sporen geben wollen, als er die Stimme hinter sich hörte, hatte er doch befürchtet, dass schon jemand hinter ihm her war und zurück bringen wollte. Doch dann fiel ihm auf, dass es nur ein Pferd war, dass er hörte. Er hielt sein Pferd an und lenkte es zur Zeite, so dass er den Kopf nicht all zu weit drehen musste. Er erkannte Richard auf dem Pferd und seufzte vor Erleichterung. Er war die Kapuze seines billigen Umhanges zurück und sah dem Leibwächter mit ausdrucksloser Miene entgegen. Er hätte gerne gelächelt, geschmunzelt oder in anderer Art und Weise seinem Gesicht ein wenig freude verliehen, doch es war ihm einfach nicht gelungen. Die Flucht vor seinem Großvater, der Streit zwischen seinen Onkeln und die Tatsache, dass er seine Mutter mit all dem hatte allein lassen müssen, wiegte zu schwer, als dass er sich nun wirklich freuen konnte. Und nun war seine Mutter noch ein bisschen weniger geschützt.
"Da fürchtete sie zurecht. Der Buckel ist gefährlich.", erklärte Brandon mit ruhiger Stimme und presste seine Fersen dem Pferd sanft in die Flanken. In gemäßigtem Tempo setzte es sich in Bewegung. Es war ein Fuchs, noch recht jung, doch eher ein Tier zum Arbeiten als schnellen reiten. In einer anderen Situation hätte Brandon sich scheußlich gefühlt in der billigen Kleidung die er am Leibe trug, als Tarnung, doch jetzt war ihm das herzlich egal. Er sah nocheinmal zu Richard. "Ich bin froh dass ihr mit mir kommt.", sagte er dankbar um den Schutz und die Gesellschaft.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   So Mai 18, 2014 1:53 am

„Die Freude ist ganz meinerseits Mylord.“ Er ritt neben Brandon her während sich seine Haltung langsam entspannte. Er mochte sich gar nicht vorstellen was geschehen wäre, hätte er den Jungen nicht mehr gefunden. Eine Mutter konnte wenn es um ihr Kind ging rasend werden auf Katherine traf dies besonders zu. Mochte diese Frau in bestimmten Situationen auch noch so herrisch sein, die Tonlage die er vernommen hatte als sie Richard angewiesen hatte Brandon zu suchen und ihn zu begleiten konnte kaum gespielt gewesen sein. „Auch wenn ich euch Tadeln muss Mylord, wir werden mindestens zwei Tage nach Narda reisen und das auch nur, wenn wir die Pferde bis zum äußersten Treiben. Doch sehe ich weder Nahrung noch Wasserschläuche in eurem Gepäck. Zudem können die Nächte hier recht kalt werden. Der Frühling keimt gerade erst auf und wir liegen bei weitem nicht so geschützt wie die Menschen im Landesinneren.“
Eine Weile lang ritten sie nur gerade aus, wobei sie versuchten in der Wildnis einen möglichst Ebenen Weg zu finden, an welchem die Pferde keine allzu großen Schwierigkeiten hatten sich fortzubewegen, nach einer ganzen Zeit jedoch, in welcher die Sonne inzwischen über den Süden gewandert war, erhob er schließlich erneut das Wort. „Wir haben eine längere Reise vor sich und da mir aufgetragen wurde euch heil nach Ilirea zu eskortieren wird es sowohl für mich wie auch für euch hilfreich sein wenn ihr mir sagt, warum genau ihr flieht. So können wir am besten abschätzen ob und wie man euch Verfolger hinter schicken wird und wie sehr wir darauf achten müssen, unentdeckt zu bleiben.“
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   So Mai 18, 2014 2:32 am

Brandon hätte jetzt so viel lieber etwas völlig anderes gemacht. Wäre mit Ileana ausgeritten, hätte einen Spaziergang durch den Park gemacht, mit ihr erneut Tanzen geübt, ihr etwas vor gelesen, oder sie wieder geküsst. Er dachte an ihre weichen Lippen auf den seinen, an ihr seidiges Haar das durch seine Finger floss, ihre warmen Körper, die sich aneinander schmiegten. Er liebte sie und er wollte gar nicht wissen, was sie in diesem Moment von ihm hielt. Mochte sie ihn noch? Würde sie ihn erneut küssen? Würde sie ihn überhaupt wiedersehen wollen? Brandon wusste es nicht und eigentlich war es ihm unangenehem, dass er gerade in diesem Augenblick nur an Ileana denken konnte, obwohl seine Mutter ihm immer wieder gesagt hatte, dass die Familie das wichtigste war. Doch er konnte es nicht ändern, er konnte sie nicht aus seinem Kopf verjagen und eigentlich wollte er es auch nicht.
Brandon wandte sich Richard zu. "Ich hatte bedauerlicher Weise keine Zeit noch einen Einkauf zu tätigen.", sagte Brandon und versuchte nicht sarkastisch zu klingen. "Ich fliehe... vor meinem Großvater. Er könnte mir viele oder gar keinen Mann nach senden. Er wird mich wieder in der Stadt haben wollen, doch meine Mutter und meine Onkel könnten ihn aufhalten... wir sollten nicht zu sehr auffallen.", erklärte Brandon und seufzte. Es war ein scheußliches Gefühl auf der Flucht zu sein. Er wollte sich ablenken. Doch er wusste nicht wie, also gab er sich wieder den Gedanken an Ileana wieder hin.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   So Mai 18, 2014 8:02 pm

„Ihr flieht vor eurem eigenen Onkel? Nun ich bin mir sicher das ist eine Geschichte, die sich lohnt anzuhören.“ Die Angst und die Scheu vor dem Ungewissen troff ihm förmlich aus dem Gesicht, sodass er ihm fast einen Lumpen gereicht hätte, um sich die Nase zu reinigen. Am Hof war allgemein Bekannt das Brandon nicht unbedingt der strengste Vertreter seines Hauses war. Sicherlich gab es weitaus schlimmeres, vor allem wenn man besagte Person eskortieren musste, doch musste Richard zugeben, dass die Art des jungen Mannes reicht eigenartig war.  
„Falls ihr darum besorgt seid Mylord, das eure familiären Geheimnisse publik gehen könnten. Ich diene eurer werten Frau Mutter als Leibwächter, folglich werde ich also tagtäglich mit Dingen konfrontiert die eigentlich nicht für meine Ohren bestimmt sind und über die ich zu Schweigen habe. Und meine Loyalität eurer Familie steht außer Frage, andernfalls würde ich euch nun vom Pferd schlagen und euch wieder zu eurem Großvater bringen, womit ich wohl einer der reichsten Menschen dieses Landes wäre.“
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mo Mai 19, 2014 10:40 pm

Brandon konnte nicht darüber lachen. Als Velaryon war ihm wohl ein schweres Misstrauen gegen alle angeboren, ja es war eigentlich schon eine Paranoia. Und gerade in diesem Moment, in dem sie tatsächlich angebracht war und hinter jedem Baum ein Häscher hervorspringen könnte, waren solche Witze unangebracht. In einer anderen Situation hätte er dem Spruch vielleicht noch etwas abgewinnen können, doch nicht hier und heute. Darum ritt er einfach schweigend weiter und dachte über eine möglichst höfliche Antwort nach. "In diesem Moment möchte ich meine familieren Angelegenheiten nicht mit einem mir beinahe fremden bereden.", erklärte Brandon mit ruhiger Miene und schaute am Ufer des Sees entlang. Er wollte die Geschehnisse der letzten Stunden nicht mit Richard erörtern. Nicht nur dass er ihn nicht genug kannte, nein ihm war auch einfach nicht dannach.
Brandon war froh, wenn er in Narda war und den Reitern von allem erzählen konnten, damit sie es in die Hand nahmen, die Welt wieder ins Reine zu bringen. Er war sich sicher, dass diese Reise alles andere als nach seinem Geschmack verlaufen würde.

tbc: Therinsford
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mo Sep 15, 2014 12:04 am

"Ich mag dieses Land, zumal es das Erste ist, das mich aufnahm ohne Fragen zu stellen oder mich für das zu verurteilen, was ich nun einmal bin. Die Adligen hier sind ein Haufen Narren, die nicht begreifen, dass sie sich selbst mehr schaden durch das, was sie tun, als dass sie sich nützen und ich halte die Gefahren, ausgehend von anderen Ländern für gefährlicher als die Lügen hoher Herren und Damen, aber nichts desto trotz darf ich sie nicht unterschätzen. Ileana und Aiko sind noch sehr jung und beide zu gutgläubig, was die Menschen hier anbelangt aber ich habe während meiner Reisen durch dieses Land auch die guten Seiten der Menschen kennen gelernt. Jene Herzlichkeit, die mich das Vertrauen in die Menschen nicht gänzlich hat verlieren lassen und eben deshalb bin ich nun hier und versuche zu helfen. Mehr kann ich nicht tun, um diese Heimat zu ehren", antwortete Adriana während die Nerva neben Hisokas Fuchs her traben ließ und ihren Blick noch einmal über die dichten Wälder wandern ließ, die sie hier umgaben während die Vögel in den Baumkronen ihr Lied sangen und jener Situation dabei etwas Friedvolles gaben, das ihr sonst stets gefehlt hatte. Hier herrschte Stille um sie beide herum, lediglich durchbrochen von den Hufschlägen ihrer beider Pferde und der ruhigen Stimmen ihrer selbst - hier schien das Leben einfacher zu sein, offener für alles als es bislang der Fall gewesen war.
"Was ist mit dir, Hisoka? Was denkst du von diesem Land und allem anderen?", hinterfragte sie dann schließlich und wandte den Blick erneut zu ihm hinüber, nur um sein jugendliches Gesicht noch einmal zu mustern und die Freiheit darin zu erkennen. Er schien dieses eine Mal nicht bedrückt dadurch zu sein, dass es seinen älteren Bruder gab, schien nicht einmal daran zu denken und einmal mehr war es ihr Zeichen der Bestätigung genug.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mo Sep 15, 2014 12:20 am

Die hier lebenden Vögel gaben ein denkbar anderes Bild ab als die, die er oftmals in seiner Heimat sah und die sich nicht durch den Gesang, sondern vor allem durch ihre schnellen, ja beinahe blitzartigen Flügelschläge auszeichneten und die genau deswegen auch noch in diesen Tagen in vielen Narrationen zum Vergleich für schnellen, oder auch viel zu voreiliges Handeln benutzt wurde. Die Vögel hier waren oftmals von weitaus größerem Wuchs und einige davon waren, entgegen der kleinen Eulenarten seiner Lande, gut eineinhalb Fuß größer und trugen kein weißes, sondern ein dichtes, braunes Federkleid. „Ich würde lügen wenn ich sagen würde dass ich dieses Land von Beginn an ins Herz geschlossen habe.“ Er wollte ehrlich zu ihr sein, auch wenn sie damit in einen denkbar kleinen Kreis an Bekannten kam, der außer ihr bisher nur von einigen Lehrern besetzt worden war, die sein Vater ihm zur Seite gestellt hatte.
„Am Anfang habe ich dieses Land mit aller Verachtung betrachtet die ich aufbringen konnte, auch wenn Alagäsia dafür gänzlich wenig konnte. Doch mit der Zeit gewann es mich, wobei vor allem die verschiedenen Schriften und die einzigartige Kunst der Schwertführung dazu betrugen. Doch je länger ich mich mit all diesen Eigenheiten beschäftigt habe, desto faszinierter war ich. Es ist ein seltsames System keine Frage, zeichnet den Sohn eines Herrschers doch nichts Besonderes aus, bis auf die Tatsache dass er einen geachteten Namen trägt. Doch es zeichnet ihn in keiner Weise über sein Können im Herrschen, sein Wissen über Finanzen oder das Land aus, selbst wenn er durch adlige Eltern eine vermutlich hohe Bildung erhält.“
Sie Pferde trabten ein Stück über eine plattgetretene Landstraße und als sie auf eben dieser eine Weile lang ritten, kam ihm erneut das Gespräch mit dem Soldatenkönig in den Sinn. „Wenn mir dir Frage gestattet ist, habt ihr Bruder oder Schwester die sich jenseits von all dem hier vielleicht eines – nun ja, ruhigen und freudigen Lebens erfreuen?“
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mo Sep 15, 2014 8:48 am

Die Frage, die er ihr gestellt hatte, war ein unmittelbarer Stich in ihr eigenes Herz und jedwedes Lächeln schwand von dem Gesicht der Zauberin und machte jener abweisenden, kühlen Miene wieder Platz, die sich sonst stets auf ihren Zügen wieder fand während sie ihren Blick nach vorn lenkte, um den Weg, der vor ihnen lag, noch einmal abzusuchen, als könne sie dort etwas Wichtiges finden. Ob sie eine Familie hatte - Geschwister, die ein ruhiges Leben lebten ... ihre Erinnerung war stets durchbrochen von ein paar wenigen Bildern und Stimmen, die sie während der Nacht einholten, wenn sie sich unbeobachtet glaubte und die ihr wage etwas von dem berichteten, was einstmals wohl ihr eigenes Leben war, aber es war nie etwas, das sie greifen konnte, nie ein Gesicht, das sie sehen konnte - nur ein paar verschwommene weise Sätze, die sie sich hatte einprägen können und die sie in den einsamen Stunden getröstet hatten. "Ich weiß es nicht", lautete ihre erste leise Antwort, ohne dass sie den Blick erneut hinüber zu Hisoka lenkte. Wann war der Punkt gekommen, an dem sie plötzlich in ernstere Gesprächsthemen übergegangen waren? Sie hatten sich zuvor doch nur mit Belanglosigkeiten befasst.
"Das Leben in meiner Heimat bedeutete für mich getrennt von einer möglicherweise existierenden Familie aufzuwachsen. Sie nahmen uns die Erinnerungen an unsere Familien und gaben uns andere Namen, um zu verhindern, dass es Rächer gab. Ich erinnere mich an nichts vor meinem Leben in dem Turm und der späteren Flucht daraus, dementsprechend weiß ich weder etwas über meine Eltern, geschweige denn ob ich Geschwister habe, die vielleicht dort ein ruhiges Leben leben und die sich wohl ebenso wenig an mich erinnern würden, wenn sie denn existierten. In diesem Land bin ich nichts weiter als eine Hexe, die sie brennen sehen wollen - selbst, wenn ich dort Familie hätte, würden sie niemals mit mir in Kontakt treten wollen, weil es gleichzeitig ihren Tod bedeuten würde", führte sie noch zur Erklärung nach während der kurze Anflug eines bitteren Lächeln über ihre Züge huschte und dort für Bruchteile von Sekunden verharrte ehe sie die Augen schloss und den kurzen, beißenden Schmerz in ihrem Inneren verdrängte, der sich dort auftun wollte.
"Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich dich so sehr beneide, Hisoka. Mag deine Familie auch sonst so schwierig sein und dich ungerecht behandeln, aber sie sind bei dir und du kannst dich an sie wenden. Das ist weit mehr wert, auch wenn du es nicht zu schätzen weißt."
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mo Sep 15, 2014 1:33 pm

Hätte Jemand anderes dies gesagt, so hätte er es sicherlich als Hohn aufgenommen. Das man ihn in seiner Position beneidete war ihm bisher nur selten in den Sinn gekommen, doch das Leid, das aus dem Blick und auch aus der Stimme von Adriana sprach, ließ keinen Zweifel daran, dass dies keineswegs höhnisch gemeint war. „Es tut mir Leid. All das was euch passiert ist, es sollte irrelevant sein ob man Magiebegabt ist oder nicht, doch selbst wenn man in diesem Punkt einen Unterschied macht, so rechtfertigt es doch nicht was man mit euch getan hat. In meinem Land werden Magier geschätzt, Magie ist in unserer Kultur noch mehr verankert als hier, wo sie dieser Tage mehr ein Mysterium als ein bekanntes Mittel ist. Ihr..“ Er hielt inne als er seinen Fuchs daran hinderte, abseits des Weges zu laufen und richtete sich daraufhin im Sattel zurecht.
Zwar hatte er Aiko nie als wirklichen Freund betrachtet, doch an den Worten der Magierin haftete eine Wahrheit, die selbst er nicht leugnen konnte. Er mochte diese Möglichkeit bei weitem nicht mehr in Betracht ziehen, doch würde Aiko ihm sicherlich in jeder Situation zur Seite stehen, selbst wenn er dabei stets Spott und Hohn in unterschwelliger Form beifügen würde. „Ich kann euch bei weitem keine Familie ersetzten Adriana aber… Versteht mich bitte nicht falsch, mir ist durchaus bewusst das ihr eine eigenständige Frau seid die durchaus die Möglichkeit besitzt auf sich selbst zu achten, ich will keineswegs dieses strenge Frauenbild das die Kirche dieser Lande vertritt bestärken oder gar vertreten. Aber ihr seid nicht allein, was ich damit sagen will..“ Er haderte immer wieder mit den Worten, sprach zu schnell oder zu langsam und entging nur durch dem immer wieder währenden Blick auf die Straße einer peinlichen Röte im Gesicht. „Wenn ihr Hilfe braucht Adriana, so lasst es mich bitte wissen. Ihr seid eine Frau die es verdient Sicherheit im Leben zu spüren und auch wenn ich nicht der Herrscher dieses Landes bin, so will ich doch alles tun was in meiner Macht steht, um euch zu helfen Ruhe zu finden.“
Auf diese Worte hin herrschte eine kurze Zeit lang schweigen, in welcher Hisako sich erneut über sein benehmen schallte, nicht einmal die richtigen Worte zu finden. „Signora..“ Begann er und deutete auf einen entfernten Strauch, dessen Blätter von recht dunklen Wuchs waren und an dessen Stängeln kleine, rote Beeren wuchsen. „Kennt ihr die Volkslegende zu dieser Frucht?“
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mo Sep 15, 2014 10:36 pm

Hisoka hatte kaum zu Ende gesprochen, da brachen mit lautem Gebrüll gut ein dutzend groß gewachsener, breit schultriger Männer aus dem Gebüsch. Ihre Bärte waren zersaust und reichten einigen von ihnen bis auf die entblößte, haarige Brust welche sie sich mit weißer und blauer Farbe bemalt hatten. Sie schrien wie wilde Tiere, schwangen ihre großen mit Leder umspannten Knüppel und rannten auf Hisoka zu. "Nehmt euch den Kerl vor!" schrie der größte von ihnen und deutete auf Hisoka. Nerva, welche gezüchtet und ausgebildet worden war um auch in einer Schlacht einen klaren Kopf zu bewahren tänzelte aufgeregt einige Schritte zurück und schnaubte missbilligend, während Hisokas Araber - ein Pferd für Ausritte und schnelle Distanzstrecken scheute, warf die Beine in die Luft und verdrehte die Augen in Panik bis das weiß zu sehen war, ehe es das Gleichgewicht verlor und fiel, Hisoka dabei mit vom Boden riss. Schon wurden die ersten Knüppel auf Hisokas Beine und Hüfte geschlagen.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mo Sep 15, 2014 10:51 pm

Seine Hände hoben sich blitzartig, hilfesuchend und fuchtelten wild hin und her. Er versuchte eine der Keulen zu packen, jedoch gelang ihm dies nicht einmal im Ansatz. Panik machte sich in ihm breit, die plötzliche Angst davor dass er den morgigen Tag nicht mehr erleben könnte. An ein verhandeln war mit diesen Menschen nicht zu denken, denn über das laute Sausen, das die Keulen verursachten war auch ein Geschrei zu hören, das ohrenbetäubend und gleichzeitig ehrerbietungsvoll war. In seiner Not versuchte er sich nach vorn zu beugen um an seine Waffe zu gelangen, bei eben diesem Versuch jedoch schlug eine der Keulen, von einem übermäßig achtsamen Banditen auf seine Hand und mit einem lauten Krachen splitterte seine Hand. Binnen von Sekunden spürte er wie er jegliche Kontrolle über eben diese verlor und mit einem lauten Jaulen zog er die Hand zurück, die nur noch schlaff an dem Gelenk herab hing.
Sein Köchel gab inzwischen nicht mehr von sich, bis auf ein seltsames Gefühl der Taubheit, wodurch der Schmerz jedoch unterbunden wurde. Die Knüppel indes zwangen ihn jedoch immer weiter zurück, bis er sich schließlich nur noch hilfesuchend am Boden wiederfand, wehrlos gegenüber derart vielen Feinden.
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Mo Sep 15, 2014 11:03 pm

Es war alles zu schnell gegangen, als dass sie im ersten Moment noch hätte begreifen können, wer sich dort soeben aus dem Gebüsch hervor geschlagen hatte. Sie sah die Knüppel in dem diffusen Licht des Waldes aufblitzen, sah die grimmigen Gesichter der Männer, die von ihr selbst nicht einmal Notiz zu nehmen schienen während sie auf Hisoka einprügelten und Furcht glomm in dem Herzen der Zauberin auf, ließ eben jenes heftig gegen ihre eigenen Rippen schlagen. Sie wollte von hier fort und Nerva tänzelte immer wieder von einer Seite zur anderen, scheute zurück, wann immer einer der Männer den Blick zu ihr hinüber drehte - sie sollte zurück zum Schloss, nach Beirland zu Elijah oder zur Magierakademie, aber dann würde sie Hisoka einfach hier zurück lassen und das konnte sie ebenso wenig. Er hatte sie zu diesem Ausritt eingeladen - er hatte ihr das Pferd geschenkt, das ihr an diesem Tag bereits so viel Freude bereitet hatte - ihn jetzt im Stich zu lassen erschien ihr mit einem Mal undenkbar und so festigte die Zauberin ihren Griff um die Zügel ihrer großen Stute und hielt Nerva damit ruhig.
Fieberhaft glitten ihre Gedanken durch die unzähligen Lehrstunden, die sie während ihrer Kindheit und Jugend durchgestanden hatte, dann erst griff sie nach der Magie in ihrem Inneren und entfesselte jene Energie, die sie bislang stets zurück gehalten hatte. Die Wurzeln der Bäume begannen sich wie Schlangen unter dem Boden entlang zu winden, ehe sie hervor stießen und sich um die Leiber der Angreifer wandten, sich um ihren Hals legten und sie schließlich in die Höhe rissen. Ein paar von ihnen bemühten sich um eine Flucht, ließen ihre Knüppel fallen, doch Adriana folgte ihren Bewegungen mit dem Blick, lenkte die Wurzeln erneut und ließ die Beine der Männer umschließen, sie ebenfalls in die Höhe reißen ehe sie aus Nervas Sattel glitt und mit einem einzigen Satz auf dem Boden ankam. Ein einzelner Mann hockte noch am Boden, eingewickelt in magische Fäden, die sie um ihn herum gesponnen hatte und wimmerte leise, als könne er nicht fassen, wie seine Freunde zuvor den Tod gefunden hatten - röchelnd und keuchend an den Bäumen hängend und langsam beugte sich die Zauberin zu ihm hinab. Die Klinge eines kleinen Dolches blitzte nur für einen kurzen Moment in dem Licht auf ehe die dünne, scharfe Schneide über die Kehle des Mannes fuhr und dunkelrotes Blut sich über die dreckige Haut verteilte ehe ein Teil davon in den Kleidern versickerte. Der Körper des Mannes landete mit einem dumpfen Geräusch auf dem Boden und Adriana achtete bereits nicht mehr darauf, hatte sie sich doch bereits wieder Hisoka zugewandt und war neben ihm in die Knie gesunken, seine zerschundene Gestalt besorgt musternd.
"Ich bringe dich zurück nach Ceunon."

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Charles Bennain

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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Di Dez 09, 2014 1:18 am

Der Wind strich ihm um die Nase während er links neben Ileana im Trab ritt. Die Vögel zwitscherten und auch Jérôme hatte sich rechts neben der jungen Königin positionieren können. Robert war etwas abgeschlagen, nachdem seine Stute es kurz für nötig befunden hatte stehen zu bleiben, jedoch hatte er das Pferd mittlerweile wieder im Griff und holte langsam auf. Die Wachen indes ritten wie stets mit ernsten Mienen einige Schritte hinter ihnen.
"Das Land hat eine gute Ernte gehabt" meinte Charles und sah über die weiten Flächen abgemähter Felder, welche sich bis zum Horizont erstreckten und eine perfekte Ebene fürs Reiten darbot. "Sagt Majestät, am Hofe meines Vaters wurden das ein oder andere Mal Theater abgehalten. Wurden bisher solche Spektakel auch an eurem Hof abgehalten? Wenn es euer Wunsch ist, so könnte ich etwas derartiges Arrangieren. Ein gutes Theaterstück - vor allem wenn es der Komödie angehört, kann die momentane Situation im Land aus der Sicht des Bevölkerung widerspiegeln, wenn man zwischen den Zeilen ließt. Ich fand dies immer sehr amüsant und hilfreich. Der gute Robert zeigte sich ja auch als begeisterter Anhänger des Schwanks. Eine ausgewachsene Komödie wird ihn sicherlich auch unterhalten"
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Etwas außerhalb Ceunons   Di Dez 09, 2014 1:28 am

Es war in jedem Fall ein unterhaltsamer Nachmittag bisweilen gewesen, selbst wenn sie es gerade einmal aus der Stadt heraus geschafft hatten, aber mit den Mauern der Hauptstadt hatte sie auch ihr eigenes geistiges Gefängnis hinter sich gelassen. Wenn Graham davon wüsste, würde er vermutlich ebenso wenig davon halten wie die meisten anderen am Hof, allerdings waren viele der Menschen, die ihr deswegen Vorhaltungen machen konnten momentan nicht einmal im Land und sie genoss die Anwesenheit der anderen in diesem Augenblick. Als Charles' Stimme erneut erklang, runzelte sie zuweilen für einen kurzen Moment die Stirn und schien über den Vorschlag nachzudenken, zumindest solang bis der Seitenhieb auf den dritten ihrer Begleiter fiel, welcher ihr ein leises Lachen entlockte.
"Ich bin mir sicher, dass eine gute Komödie etwas für den Hof wäre, insbesondere um auf die Zustände im Reich aufmerksam zu machen. Bislang hatte ich leider keine Möglichkeit dazu, in den Genuss einer solchen zu kommen - der König hält leider nicht allzu viel von solcherlei Possenspiel", lautete ihre erste Antwort ehe sie sacht den Kopf in Charles' Richtung neigte. "Nur zu, Ser Bennain, ich habe vollstes Vertrauen in Eure Fähigkeiten. Überrascht uns. Vielleicht solltet Ihr Robert in Eure Vorbereitung miteinbeziehen, insbesondere nachdem er, wie Ihr bereits erwähntet, ein so vollkommener Anhänger des Schwanks ist", fügte sie hinzu ehe ihr Blick hinüber zu dem jungen Belatona wanderte.
"Was denkt Ihr, Ser von Belatona? Würde Euch eine Komödie ebenfalls zusagen?"
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