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 See Woadark

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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 12:23 pm

Nachdem die beiden ins Gespäch gekommen waren, beschloss Fomoraig respektvoll zu schweigen und sich weiter um das Essen zu kümmern. Er würde Lyonels Frage nach Teirm später oder gar nicht beantwortenen. Immerhin war er sich noch nicht sicher mit was für eine Art Mensch er es zu tun hatte. Falls Königin Runa uneinsichtig war und nach dem Besuch der Urgralgra trotzdem den Krieg erklärte, konnte es gut sein, dass Fomoraig und Lyonel sich im Schlachtfeld gegenüberstanden. Dieser Umstand könnte noch beschleunigt werden, da der Mann Recht hatte was Kuasta anging. Das Dorf wäre definitiv das nächste Ziel der Urgals. Das Essen ist fertig., stellte der Schamane fest. Er wies einen seiner Rammböcke an das Fleisch mit einem sauberen Dolch, der extra für solche Zwecke gedacht war, aufzuschneiden. Während das Fleisch herumgereicht wurde starrte Fomoraig nachdenklich auf die beiden Karten. Zwar glaubte er nicht an den Mystizismus der Menschen, doch hatte er ein natürliches Gespür für übernatürliche Eingebungen. Seine eisblauen Augen suchten die Karten nach hinweisen ab, konnten aber nichts auffälliges darauf entdecken. Lasst es euch schmecken., grollte der Kull gedankenverloren und wandte seinen Blick ab.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 1:56 pm

Nahra nahm nach kurzen zögern die Karte entgegen. Sie war sich ziemlich sicher, dass der Inhalt für ihn besser zu verstehen war. Zumindest ihre Karte hatte ja tiefe Ängste und Wünsche angesprochen.
„Gerechtigkeit... Welch ein dehnbarer Begriff und welch ein relativer. Niemand hat das Recht zu entscheiden was gerecht ist, er kann nur entscheiden, was sich für ihn richtig anfühlt, doch irgendjemandem wird er dadurch Unrecht tun, ob er will oder nicht.“ sinnierte Nahra leise, mehr zu sich selbst als zu den Anwesenden. Andererseits war ihre Karte ja auch kein Stück direkter gewesen.
Als Fomoraig ankündigte, dass es nun zu essen gab ,seufzte sie erleichtert auf.
"Na endlich!" Nahra reichte Lyonel seine Karte zurück und wandte sich dann in die Runde. Die Menschen bekamen kleinere Stücke. Nicht aus Geiz, sondern weil sie das andere niemals hätten essen können. Urgalportionen waren eben etwas größer als gewohnt.
Während des Essens bemerkte Nahra auch wieder das eingetrocknete Blut an ihrer Kleidung. Das des jungen Ritterknappen und ihr eigenes. Einmal Spritzer und einmal eine Bahn nach unten. Letztere war zusammen mit dem Schnitt im Hemd das einzige, was noch von der Wunde zeugte. Nahra schuldete Fomoraig wirklich Dank. Zumal sie selbst gar nicht so wahrgenommen hatte, dass sie sich in dem Moment für die Urgals eingesetzt hatte und sogar ihr eigenes Wohlbefinden aufs Spiel gesetzt hatte. Gerecht war es wohl nicht gewesen, gegenüber ihres Verfolgers. Aber richtig hatte es sich angefühlt.
Schön, jetzt hatte sie ein Beispiel führ ihre eigenen Worte.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 2:27 pm

Der Schamane lächelte Nahra mit seinem vernarbten Gesicht gutmütig an. Er reichte ihr extra eine etwas grössere Portion, eine Geste seines Vertrauens in sie. Schliesslich nahm Fomoraig das Gespräch mit Lyonel wieder auf. Ihr scheint nicht viel über den Vorfall in Teirm zu wissen., stellte er ruhig fest und kaute auf einem Fleischbrocken herum. Um eure Frage doch noch zu beantworten: Die Urgralgra die Teirm eingenommen haben sind meine Brüder im Geiste. Sie gehören zum Stamm der Ormôrach und der Lurkrz. Wir wurden unserer Heimat durch die Drachenreiter beraubt und waren gezwungen zu handeln. Vorübergehend.. Der Urgal wählte seine letzten Worte mit Bedacht. führe ich den Stamm der Ormôrach an. Fomoraig blickte gespannt in die Runde. Seine Rammböcke hatten ihre Waffen bereits wieder griffbereit.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 4:32 pm

Diese Urgal hatten also Teirm angegriffen, schlussfolgerte Lyonel und fuhr sich mit der Zähne über die Lippen. Kein Grund zur Panik, sie hatten sich bisher gastfreundlich gezeigt und schon bald würden sie weiterziehen, doch das Gebot der Gastfreundschaft verbot es, niemandem, der ohne Waffen kam, den Frieden zu verwehren.
Stattdessen sagte er erst einmal, um Zeit zu gewinnen:
"Aha."
Das war mehr eine Feststellung als ein Vorwurf gewesen. Was bedeutete es schon? Der Urgal hatte gesagt, ihnen war die Heimat genommen worden, also brauchten sie eine neue, um überleben zu können. Und Lyonel hatte genug über die kriegerische Kultur gelesen, als dass er sicher sein konnte, dass es für einen Kull sicherlich unpassend gewesen wäre, höflich am Tor zu klopfen um nach Nahrungsmitteln zu fragen. Vermutlich wäre es nicht nur unpassend, sondern auch ziemlich tödlich gewesen, denn die meißten Menschen reagierten sehr ungehalten, wenn ein Urgal in die Nähe ihrer Siedlungen kam.
"Warum habt Ihr denn Teirm überfallen, wenn Ihr eine neue Heimat brauchtet? Die Leute dort konnten am wenigsten dafür, genauso wie ich nicht an der Zerstörung Eurer Heimat schuldgewesen wäre, wenn ihr anstatt Teirm Kuasta ausgewählt hättet.
Denn wenn Ihr Euch hättet rächen wollen, so hättet Ihr Euch an die Reiter selbst wenden können und nicht an normale Bürger, die ihr einfaches Leben lebten."
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 4:46 pm

Langsam wurde es immer dunkler, und es würden nur noch wenige Stunden verblieben, bis ein neuer Tag anbrach.
Die Stechmücken sirrten am Seeufer und bevorzugten eher das süße Blut und weiche Fleishc von Lyonel und Nahra, als das der stämmigen urgals.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 4:50 pm

Lyonel hatte ein Thema angeschnitten, dass auch Fomoraig bereits eine ganze Weile beschäftigte. Wir hatten einen Berater, was Teirm anging. Sein Gefolgsmann öffnete uns auch das Tor, weswegen die Stadt auch so rasch fiel., gestand der Kull. Er legte sein Fleisch beseite. Wir haben nur diejenigen getötet, die Widerstand leisteten. Alle anderen wurden verschont. Die Frauen und Kinder mussten jedoch, so riet der Berater, in den Kerker, damit wir ein Druckmittel hätten. Man hörte heraus, dass der Schamane Zweifel hatte. Wie hätte er reagiert, würden seine Stammesangehörigen in einen dunklen Kerker gesperrt und als Druckmittel missbraucht?
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 4:57 pm

"Wie würdet Ihr reagieren, Formoraig, wenn man die Frauen und Kinder Eures Stammes in einen dunklen Kerker sperren würde?", fragte Lyonel und schüttelte den Kopf. Wie er Menschen, Elfen, Zwerge, Urgal oder welche Kreatur auch immer hasste, die das Leben anderer so minderschätzten. Das waren die, die nie die Erfahrung gemacht hatten, wie es war in einem Kerker zu sein, einem Herren auf Gedeih und Verderb mit Leib und Leben ausgeliefert zu sein, machtlos irgendetwas zu unternehmen.
Es war ein richtig erniedrigendes Gefühl und wer länger in einem solche Zustand verbrachte hörte auf Mensch zu sein, das wusste Lyonel aus eigener Erfahrung.
"Lasst mich raten, es war irgendein Adliger, der Euch dazu riet. Nur solche Maden im Fleisch der Gesellschaft sind wohl dazu fähig, so etwas anzuraten."
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 5:05 pm

Ich weiss es nicht., antwortete der Kull wahrheitsgemäss. Und ihr habt Recht. Es ist erniedrigend und es stimmt dass ihr genau die Gefühle beschrieben habt, die diese Menschen jetzt wahrscheinlich empfinden. Aber meine Urgals haben klare Anweisungen den Menschen nicht dass anzutun, was sie uns angetan haben. Wir wollen nicht so werden wie sie. Als Fomoraig geendet hatte blickte er in die Runde. Das sollte nicht alle hier betreffen. Es gibt durchaus Menschen, er sah in Richtung Nahra die anders sind, als viele eurer Art. Den letzten Satz spie er etwas abschätzig aus. Diese Gruppe Reisender schien sich auch nicht viel von der Gesamtheit der Menschlichen Rasse zu unterscheiden. Viele von ihnen waren erst geschockt, die Kull zu sehen und einige waren sogar davon galloppiert. Sicher, ein Grund könnte die jahrelange Feindschaft der Völker sein, doch Fomoraig dachte, dass die Urgals nun wirklich nicht so abstossend waren, dass die anderen Rassen Grund hatten sie so sehr zu meiden.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 5:43 pm

"Dann mögen wir wohl alle hoffen, dass Euer Ansuchen in Ceunon Erfolg hat und eine friedliche Lösung gefunden wird. Alles andere...", sagte Lyonel und schnaubte.
Er hatte eigentlich ohnehin schon wenig Lust auf dem Schlachtfeld zu stehen, noch weniger Lust hatte er, auf dem Schlachtfeld gegen Kull, die Arme wie Baumstämme hatten, anzutreten und am wenigsten Lust hatte er darauf, sich mit den Urgal, mit denen sie sich ja gerade fast angefreundet hatten, gegenüberzustehen.
Formoraig war nach menschlichen Maßstäben vermutlich eine tödliche Beste, aber Lyonel erkannte doch durchaus viele Gemeinsamkeiten zu einem Menschen. Urgal unterschieden sich wahrscheinlich genauso von den Menschen, wie es Elfen oder Zwerge taten, aber trotzdem waren diese beiden Völker den Menschen nicht so verhasst wie die Horde der Urgal.

Er biss nachdenklich auf seine Unterlippe und nahm vorsichtig einen Bissen Fleisch. Fleisch widerte ihn immer noch an, daran änderte auch die großzügige Gabe der Urgal nicht. Aus Höflichkeit nahm er noch einige weitere kleine Bissen, bevor er die Keule an den alten Fischer Pisch weiterreichte, der gierig über das Fleisch herfiel, während er nicht müde wurde, dem Kull, der das Pech hatte neben dem geschwätzigen Alten zu sitzen, die Unterschiede des Kochens von Fisch und Fleisch zu erläutern - natürlich in Menschensprache mit tiefem Dialekt.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 6:20 pm

Lasst uns hoffen euere Königin hat ein Gespür für Politik., sprach Fomoraig, der bisher wenig über Königin Runa die I. von Palancer gehört hatte. Da wir beide in Richtung Ceunon unterwegs sind, schlage ich vor gemeinsam zu reisen. Ich verspreche euch ich und meine Rammböcke werden euch nicht in den Rücken fallen oder euch andersweitig ermorden. Bitter fügte der Schamane hinzu: Wir sind nicht so, auch wenn das viele Menschen, Elfen und Zwerge glauben. Fomoraig konnte nicht umhin, in Melancholie zu schwelgen. Er war erschöpft, noch nicht ganz gesund und vernarbt vom Angriff der Raz'ac.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 6:27 pm

"Das glaube ich Euch, denn wenn Ihr uns hättet tot sehen wollen, dann wären wir vermutlich bereits Geschichte und würden anstelle dieser Hirschkuh dort vorn über dem Lagerfeuer braten. Denn nur ein ehrlicher Kampf hätte Euch Ehre gemacht, ein hinterhältiges Ermorden ist in Eurer Kultur verpönt, nicht wahr?", fragte Lyonel, der jetzt interessiert war, mehr über die Urgal herauszufinden. Er hatte schließlich einiges gelesen, doch das waren nur Grundzüge, sodass er darauf brannte, mehr zu erfahren und er hatte die einmalige Gelegenheit mit einem weisen Schamanen darüber zu sprechen.
Das wollte er sich nicht entgehen lassen.
Trotzdem wäre bald Nacht und sie würden sich bald hinlegen.
"Trotzdem schlage ich vor, dass die Wache von je einem Eurer Mannen und einem Menschen gemeinsam übernommen wird. Ich zweifle nicht an Eurem Wort, doch ist glaube ich allen dabei wohler, schließlich wollt Ihr ja auch sichergehen, dass wir Euch nicht in den Rücken fallen."
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 6:40 pm

Das stimmt. Wir sind keine Freunde des Meuchelmords., antwortete Fomoraig. Er fing Grogols Blick auf: Es war der Kull der neben dem geschwätzigen Fischer sass. Ihr habt Recht was die Wache angeht. Überlasst einem meiner Männer, die Wache während wir hier noch reden. Grogol du übernimmst die erste Wache. Jetzt gleich., orderte der Schamane an. Es war in der Tat schon dunkel und ausser den Gedanken an gegenseitigen Verrat, sollte sich die Gruppe auch auf externe Feinde konzentrieren. Dankbar stand der hünenhafte Kull auf und zündete sich eine Fackel an. Er begab sich etwas abseits und begann eine Patroullien Runde zu drehen. Darf ich euch etwas persönliches Fragen?, es war eine rhetorische Frage denn der Kull fragte bereits, ohne eine Antwort abzuwarten. Wie seid ihr dazu gekommen Urgal zu lernen? Was hat euch bewegt, Lyonel?
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 6:51 pm

Lyonel sah dem hünenhaften Kull zu, der begann seine Runden zu drehen. Der alte Fischer Pisch sah etwas enttäuscht aus und fing an auf den nächsten Kull einzureden.
"Grn querar tufr ähh.. Tchwenem. Por Grachir." - Er bietet an euch Fisch. Für Dank. sagte Lyonel laut mit falscher Grammatik dem von dem alten bedrängten Urgal und hoffte, dass der Kull seine schreckliche Aussprache verstehen würde und nicht denken würde, der alte Mann wollte ihn vergiften.

Danach wandte er sich wieder Fomoraig zu. "Das ist eine etwas komplizierte Geschichte. Ich war einst versklavt, aber mein Lehrmeister hat mir gezeigt, wie man durch Bildung und Kunst trotzdem seine Würde bewahren kann. Literatur gefiel mir immer schon sehr gut und daher habe ich mich an allen Sprachen versucht. Die Sprache der Elfen spreche ich inzwischen ganz annehmbar und mein Zwergisch ist auch einigermaßen verständlich, denke ich. Aber mein Urgal spreche ich nur aus Büchern und dem, was über Eure Kultur geschrieben worden ist. Darum muss es sich für Euch auch sehr verzerrt anhören."
Er senkte den Kopf, als er an seine Zeit in den Katakomben von Dras'Leona dachte, wo er gezwungener Gladiator war. Avanas, sein Ausbilder, war wie ein Vater zu ihm gewesen und hatte ihm gezeigt, was Kunst war.
"Du warst mal Sklave?", fragte Widukind erstaunt und rutschte etwas näher, um dem Gespräch zu lauschen.
Lyonel nickte stumm. Das war wirklich eine sehr unschöne Geschichte.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 8:23 pm

Jeder von uns hat seine eigene Leidensgeschichte.., sinnierte der Schamane und blickte gedankenverloren ins lodernde Feuer. Euer Meister muss sehr weise gewesen sein, Lyonel. Er schien einiges an Toleranz in seinem Herzen getragen zu haben. Beruhigend fügte Fomoraig hinzu Macht euch keine Sorgen. Ich wage zu behaupten, dass ihr einer von zwei Menschen in Alagaesia seid, die die Sprache der Urgralgra halbwegs zu sprechen vermögen. Der zweite eurer Art lebt irgendwo als Einsiedler in der Wüste Hadarac.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 8:28 pm

"Ihr werdet lachen, aber es gibt Elfen, die in Eurer Sprache Gedichte schreiben. Sagt, habt ihr überhaupt ein Wort für 'Gedicht' in Eurer Sprache?", sagte er und erinnerte sich an die
"Ode an die Klinge", die von einem Elfen in Urgal verfasst worden war. Nur die Überschrit war in der alten Sprache gewesen.
Er seufzte und schloss die Augen.
Es war wirklich schon spät geworden.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 8:34 pm

„Ihr meint den Alten am Berg? Ich traf ihn als kleines Kind, als ich noch in der Wüste lebte“ warf Nahra ein. Damals hatte sie ihn nur alt gefunden, sie hatte den Geruch seiner Pfeife nicht gemocht und sich gefragt wie er so viel Tee trinken konnte ohne Wasser lassen zu müssen. Nahra hatte nie verstanden, weshalb ihr Vater genau bei so einem Mann Rat gesucht hatte.
Jetzt verstand sie es. Vielleicht hätte sie es früher verstanden, doch sie hatte sich einfach nicht mehr an ihn erinnert. Wozu auch, er war kein Teil ihres Lebens, was sollte sie sich um ihn kümmern. Auch Rat hatte sie nie so nötig gehabt, den weiten Weg zu ihm zu suchen war es nicht wert gewesen.
Man bemerkte auch, dass Nahra die meiste Zeit ihres Lebens nicht unter Menschen aß, denn das Stück Fleisch verspeiste sie auch nicht gerade mit damenhafter Eleganz, wenn auch immer noch ‚zivilisierter‘ als die Urgals. Nach dem Essen kam die Müdigkeit. Der Tag hatte sehr an den Kräften gezehrt und Nahra bemerkte, dass ihre Lieder immer weiter nach unten sanken. Um nicht ausversehen im Feuer zu landen, lehnte sie sich vorsichtshalber schon einmal von diesem weg.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 9:05 pm

Langsam begannen sogar die Tiere schlafen zu gehen, wenn die Gruppe bei Morgendämmerung bereit sein wollte, müsste sie nun schlafen gehen.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 11:35 pm

Fomoraig lächelte über den Kommentar von Lyonel. Er schien es für einen Witz zu halten. An Nahra gewandt antwortete der Urgal: Ja genau den mein ich. Er spricht unsere Sprache fast so gut, wie wir selbst. Manchmal erfindet er komische Worte, die er dann Dingen zuweist, vondenen er meint, wir würden sie falsch beschreiben. Ich hatte vor langer Zeit das seltsame Vergnügen ihn kennen zu lernen. Dem Schamanen war die Stille nicht entgangen die sich langsam um das Lager ausbreitete. Die Tiere waren müde und verkrochen sich in ihre Höhlen und Bauten. Hie und da blickten stechende Augenpaaren von Eulen und anderem Getier aus der Dunkelheit. Lasst uns schlafen gehen. Wir werden morgen lange und weit gehen. Da Fomoraig bereits einen seiner Männer als Wache abgestellt hatte, überliess er den Rest Lyonel. Höflich verabschiedete sich der Schamane von der Gruppe und bereitete seine nächtliche Ruhe etwas abseits vor. Schelmisch zwinkerte er Nahra zu, als er den Feuerplatz verliess. Sie hatte den Urgal heute alle Ehre gemacht. Fomoraig suchte sich einen geeigneten Schlafplatz und präperierte sich dafür. Die grossen, stacheligen Schulterpolster wurden entfernt, und auch der Brustharnisch legte der Kull ab. Seine Robe und sein Umhang dienten ihm als Decke, als er sich schliesslich auf dem grasigen Boden vor einem Felsen zusammenrollte. Seine Sachen hatte er sicher neben sich gepackt, damit sie auch nicht entwendet wurden.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 11:43 pm

"Recht habt ihr. Laku Nocc", sagte Lyonel und wünschte auf Urgal so eine gute Nacht - oder zumindest setzte er die Worte "nicht beschwerlich" und "Nacht" hintereinander und hoffte, dass der Urgal schon verstehen möge.

Er selbst sah noch etwas dem Kull zu, dem der alte Fischer den Fisch aufgeschwatzt hatte und sah die kräftigen Kiefermuskeln des Urgals vorsichtig auf dem Fisch herumkauen. Offenbar schmeckte der Fisch seltsam, aber nicht schlecht, denn nachdem er vorsichtig gekostet hatte verspeise der Urgal den ganzen Fisch, offenbar mit Freude.
Auch der alte Fischer Pisch schaute glücklich, dass seine Fische gut schmecken und legte sich schlafen.

Da Lyonel und die anderen Menschen nicht über so eine dicke Haut verfügten wie die Urgal, beschlossen sie etwas näher am Feuer zu schlafen, um so gegen die Kälte der Nacht geschützt zu sein. Und so bildeten die fünf schlafenden Urgal praktisch einen Ring um die vier schlafenden Menschen.
Die Wache der Menschen, einer der Soldaten, saß am Feuer, während die Wache der Urgal vor dem Nachtlager patroullierte.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 11:47 pm

out: Nach einem Post von Nahra, wäre dann ein Zeitsprung von Seiten des Erzählers gut. Danke =)
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BeitragThema: Re: See Woadark   Fr Apr 09, 2010 11:52 pm

out: In Anbetracht der Lage, dass noch vor dem morgigen Tag ein Storyereignis stattfinden soll, legen wir Nahra jetzt einfach mal schlafen. Ich hoffe, dass ist in Ordnung so. Das Bad im See kannst du danach immer noch nachholen.

In:
Auch Nahra hatte sich schlafen gelegt und so kehrte Ruhe ein im Lager. Nichts regte sich, nur der regelmäßige Atem der Schlafenden und das Scharren der Füße der Urgalwache durchbrachen die Stille. Ansonsten war nur hin und wieder ein Grillenzirpen zu vernehmen, sodass die Nacht nicht vollkommen ruhig war, aber der Himmel war sternenklar.

Und so war es fast ein Wunder, dass sich drei Gestalten unbemerkt an das Lager heranschleichen konnten und sich den schlafenden Urgal nähern.

Man sah Schwerter blitzen und der gleichzeitige Ruf der beiden Wachposten, die beide "Alarm!" bzw. "Drrosta!", was in der Sprache der Urgal Alarm bedeutet, kam zu spät.

Ein Rammbock hatte Leben ausgehaucht, zwei weitere waren durch Wunden, die nicht tödlich, aber schmerzhaft waren, am Rücken und Hals verwundet.

Die drei jungen Männer, die der Gruppe aus Kuasta mehr aus Sensationslust gefolgt waren, standen mit urgalblutbefleckten Schwertern in der Mitte des Lagers.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Sa Apr 10, 2010 12:00 am

Fomoraig erwachte sofort. Das Wort "Drrosta" weckte die alten Erinnerungen an den Krieg, in dem er einst kämpfte. Der Kull hatte seine riesige Axt fest im Griff und donnerte mit nackter Brust und ohne geringsten Schutz, den das Leinen, das er noch trug schützen ihn kaum, auf die drei Angreifer los. Sein erster Schwung erwischte einen der Menschen in der Seite und riss ihn mitsamt der Axt mit. Kreischend flog der Getroffene einige Meter in die Dunkelheit und landete Dumpf. Ein weiterer Kull, einer von zweien der Urgralgra dir noch unverletzt geblieben waren, packte einen der Menschen mit blossen Händen und drehte ihm das Genick um. Ehe die aufgebrachten Rammböcke dem dritten ein Leid antun konnten, schritten die Reisenden unter Lyonel ein.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Sa Apr 10, 2010 12:03 am

Vom Alarmschrei geweckt, sprang Lyonel auf.
Er war es gewöhnt, sofort hellwach zu sein, wenn er geweckt wurde, denn in seiner Zeit als Gladiator hatte es Zeiten gegeben, in denen es den Fürsten Spaß gemacht hatte, in tiefster Nacht die Sklaven zu wecken und zum Kampf antreten zu lassen.
Und so war er einer der ersten, der auf den Beinen war und sah sich die Sache im Lager an. Drei junge Männer, Lyonel erkannte sie, standen in der Mitte und hielten alle wie zum Beweis ihrer Schuld ein blutbeflecktes Schwert in Händen.
Waren sie zu Banditen geworfen?
Er wusste es nicht, aber jeder im Lager musste das Lager verteidigen, würde es angegriffen.
Schreiend warf er sich, gleichzeitig mit Widukind nach vorne und die beiden Männer begruben einen der Jungen unter sich.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Sa Apr 10, 2010 12:08 am

Die drei Jungen Männer, zwei davon waren tot, schienen ausser Gefecht gesetzt. Der dritte lag strampelnd und brüllend unter Lyonel und dem Bärtigen, wie hiess er noch gleich... Widukind begraben. Hrngroll! - Verrat!, brüllte Fomoraig aufgebracht. Zwischen dem Platz an dem die jungen Männer gestanden hatten, hatten sich zwei gegenüberliegende Seiten gebildet. Auf der einen die Kull und Nahra, auf der anderen Lyonel und die Reisenden.
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BeitragThema: Re: See Woadark   Sa Apr 10, 2010 12:13 am

"Schweig endlich still du treuloser Bastard!" Widukind tobte. Diese jugendlichen Verräter hatten in ihrem Wahn alles gefährdet, den Frieden, das Gelingen der Mission. Außerdem hatten sie die Gesetze der Gastfreundschaft schändlich missachtet.
"Schweig endlich du ehrloses Schwein." Der alte Krieger drosch mit seiner Linken immer wieder auf den Hinterkopf des jungen Menschen, der unter ihnen lag, ein, bis dieser ohnmächtig in sich zusammensank.
Er stieß Lyonel weg, stand auf und begann den am Boden liegenden mit Tritten zu traktieren, zu bespucken und weiterhin zu verfluchen.
"Ehrloser Bastard, jämmerlicher Verräter, Sohn einer Straßenhure aus Teirm mit ihrer Ziege" - das waren noch die freundlichsten Worte, die der alte Krieger beim Vertrimmen verwendete.
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