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 Gästequartiere

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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 12:04 am

Es war bereits früher morgen, als Gaius endlich aus dem Gasthaus kam. Die Sonne streckte ihre Fühler aus und flutete die kleinen Gassen der Stadt mit orangenfarbenem Licht. Es war wohl allein Gaius Ausbildung als Legionär zu verdanken, dass sein Orientierungssinn gut genug war um wieder zurück zum Schloss und schließlich in sein Zimmer zu finden, wenngleich er auch einige Anläufe benötigte um die Klinke zu finden und diese zu öffnen.
Er torkelte hinein und sah Adriana in ihrem Nachtkleid im Bett liegen. "Warum hast dun schon deine Nachtsachen an? Ich mein, wir haben noch immer hell mein Schatsch. Hör mal, ishc weiß, dass ich betrunken bin und das tut mir wirklich leid. Ich wollte nich, aber Antonius hat mich geswungne und weißt du, ich habe... das für dich gemacht. Nur für dich allein!" er lächelte.
"Ich liebe dich - und schau mal, wasch ich dir mitgebracht hab. Ich wieß, ich hätte nischtsch drinken sollen, aber ich hab wasch mitgebracht" sagte er und zeigte ihr eine kleine, einzelne Blume die wie durch ein Wunder überlebt hatte, gerade so als habe er sie wie seinen Augapfel gehütet
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 12:16 am

Es war früh am Morgen als die Tür zu dem Gästequartier, das sie ihr eigen nannte, mit einem Mal aufflog und die dunkle Gestalt eines Riesen offenbarte, der wankend im Türrahmen stand und dessen Gesicht in dem Halbdunkel noch vollkommen im Schatten lag. Adriana war schnell wach und hoch geschreckt, all ihre Sinne hatten sich auf einen Angriff ausgerichtet bis schließlich die ersten lallenden Worte des Neuankömmlings an ihre Ohren drang und sie sich wieder entspannte. Es war früh - viel zu früh, die Sonne war gerade erst am Himmel erschienen und streckte nun vorsichtig ihre Fühler aus, erwärmte den von der Nacht kühlen Boden und leise sangen die ersten Vogel ihr Lied. "Himmel, Gaius - wo zum Geier kommst du denn jetzt her?", war die erste Frage, die ihr vollkommen entgeistert über die Lippen drang ehe sie die Bettdecke bei Seite schlug und die Beine aus dem Bett schob, um ein paar Schritte auf den anderen zuzumachen. Er stank als wäre er soeben in einem Fass Schnaps baden gewesen und missmutig rümpfte sie die Nase, versuchte sich daran eben jenen Geruch zu ignorieren, der nur allzu deutlich von ihm ausging und von gebratenem Fleisch, Alkohol und Rauch sprach, doch die Geschichte, wo er gewesen war, brauchte sie sich gar nicht zusammen zu reimen, denn er erzählte ganz freimütig davon, dass er von Antonius dazu gezwungen worden war.
"Ist schon gut", versicherte sie ihm und half ihm hinüber zu dem Bett. Schlafen würde sie jetzt ohnehin nicht mehr können - wenigstens er sollte da ein paar Stunden Ruhe bekommen. Als er ihr schließlich von der kleinen Blume berichtete, die er ihr mitgebracht hatte und die er in seinen Händen hielt, lächelte sie aufrechter. Er hatte wirklich an sie gedacht? Trotz des Alkohols und seinem Beinahe-Delirium? "Vielen Dank", kommentierte sie leise und streckte sich zu ihm hinauf, um ihm einen sanften Kuss auf die Lippen zu hauchen ehe sie ihm die kleine Blume aus den Händen nahm, sie sorgsam auf dem Tisch ablegte ehe sie ihn hinüber ins Bett bugsierte und ihm das Oberteil abstreifte.
"Schlaf deinen Rausch aus, Spinner."
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 12:24 am

"Ich werde morgen früh so Kopfschmerzen habn" lallte er leise, während er sich bereitwillig von ihr helfen ließ, ihre warmen Hände auf seiner Haut spürte und sich von ihr zum Bett bugsieren ließ. "Ich werd unausstehlich sein... ´s tut mir leid. Ich mach sowas nie... nie wieder. Nie wieder.. niew..." er umarmte das große Kopfkissen und schmiegte seinen Kopf an das kühle Kissen.
"Ich liebe dich" flüsterte er leise in das Kissen hinein. "Ich hab ne gute Entscheidung getroffen... ne gute Entscheidung"

"Was für eine scheiß Entscheidung!" Gaius schreckte hoch, als ihn eine Ladung eisigen Wassers einnahm. Er wusste nicht was er tun sollte, wusste nicht woher dieser eisige Hauch des Todes kam. Eiswürfel von denen nur die Götter wussten wo sie herkamen rutschten in sein Hemd, in seine Hose und sonst wo hin. Binnen Sekunden war er bis auf die Knochen durchnässt, eisiges Metall schloss ihn ein und erst nach einigen Sekunden des Strampelns erkannte er die Wanne aus Messing in welcher er sich befand und die bis oben hin mit Eiswasser gefüllt war.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 12:31 am

"Einen wunderschönen guten Morgen", kommentierte Adrianas süffisante Stimme von der Tür her, wo sie mit einem breiten Lächeln auf den Lippen lehnte und Gaius musterte, der triefend nass und alles andere als glücklich in der Badewanne lag und gerade erst zu begreifen schien, was ihm da eigentlich gerade geschehen war. Sie hatte ihn einige Stunden schlafen lassen während sie sich selbst erneut über die Dokumente hergemacht hatte, die in der vergangenen Nacht liegen geblieben waren, hatte immer wieder besorgt einen Blick zu Gaius hinüber geworfen, doch anhand seines Schnarchen hatte sie darauf geschlossen, dass es ihm gar nicht so schlecht zu gehen schien. Als schließlich die Sonne ihren Zenit erreicht hatte, hatte sie sich dazu entschieden, dass er lange genug geschlafen hatte und dafür gesorgt, dass das Wasser in der Wanne kalt genug war, um sowohl seinen Kreislauf in Schwung zu bringen, als auch den restlichen Alkohol endgültig aus seinem Körper zu vertreiben, mit dem er sonst noch den ganzen Tag zu tun gehabt hätte. Inzwischen stand bereits das frische Essen in dem Arbeitszimmer für ihn bereit, leicht gewürzt und fettig genug, um ihm eine Basis zu bieten, in der er die Verhandlungsgespräche am Abend durchstehen würde und gleichzeitig auch den Mann kennen zu lernen, mit dem Gaius in der vergangenen Nacht trinken war.
"Entschuldige, aber du musst heute auf der Höhe sein", setzte sie noch hinzu und löste sich von ihrem Platz, ein paar Schritte nach vorn tretend und sich neben der Wanne in die Knie sinken lassend, um ihn sanft auf die Wange zu küssen. "Und außerdem hast du gerochen als hättest du dich in der Taverne auf dem Boden gewälzt - das Bad konntest du gebrauchen. Ich hab Antonius fürs Frühstück eingeladen."
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 12:35 am

"Ich hoffe du hast ihn vorher auch durch einen Eissee gezogen!" erwiderte Gaius, der aus der Wanne stieg und sich wie ein nasser Hund schüttelte, ehe er sich postwendend auszog - es war verdammt kalt und selbst die warme Luft im Raum konnte diese Kälte nicht vollends vertreiben. "Ich... es ist verdammt kalt" fluchte er, als er schließlich nackt vor ihr stand und noch immer zitterte. Blind fischte er nach einem der Handtücher, schlang sich dieses um den nackten Leib und begann sich trocken zu rubbeln.
"Verfluchte Magierin... wenn du nicht so..." er seufzte tief. "Tut mir leid, es ist nur.... das kam unerwartet" er lächelte sie an und trat auf sie zu, umarmte sie.
"Ich liebe dich" flüsterte er leise ehe er sie mit sich in den Raum zog, sie küsste und am Hals knabberte, er drehte sich mit ihr und dann.
Das Wasser platschte bis zur Decke, als sie beide erneut in das eisige Wasser fielen. "Das geschieht dir nur recht! Du musst heute auf der Höhe sein!"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 12:43 am

"Wenn ich nicht so was?", hinterfragte sie lediglich mit erhobenen Augenbrauen und hob die Hände, weil sie ihn im ersten Moment ein Stück weit von sich schieben wollte, um eine zufriedenstellende Antwort zu erhalten, doch lange hielt sie dem nicht stand und nur allzu bereitwillig schob sie sich näher zu ihm hin. Sie spürte sein Zittern unter ihren Fingern, spürte die leichten Muskelkontraktionen und neben der Schadenfreude, die sie empfand, war da für einen kurzen Augenblick noch so etwas wie Reue darüber, wie unsanft sie ihn aus dem Schlaf gerissen hatte - doch eben jenes Gefühl schwand spätestens dann, als ihr bewusst wurde, was er da eigentlich vor hatte. "Gaius! Gaius nein!", versuchte sie ihn noch irgendwie vom Gegenteil zu überzeugen und sich aus seinem Griff zu lösen, doch weder besaß sie die Kraft dazu, sich zu lösen, geschweige denn wollte sie ihm dabei auch noch weh tun. "Gaius! Ich warne dich! Wehe! Nein! Das kann nicht dein Ernst sein! Nein! Gaius!"
Damit war es dann aber auch schon zu spät und mit einem erschrockenen Aufschrei landete sie mitten in ihrem eigenen Eiswasser. Ihre Kleider zogen sich rasch mit dem Wasser voll und als sie prustend wieder aus dem Wasser auftauchte, strich sie sich missmutig ein paar der nassen Strähnen aus dem Gesicht ehe sie Gaius finster anfunkelte. Damit hätte sie rechnen müssen, wurde sie sich bewusst als sie sein Grinsen sah und die Nase rümpfend, spritzte sie ihm das eisige Wasser ins Gesicht. "Das wird noch Folgen haben, mein Freund", raunte sie mit geschürzten Lippen, meinte aber keines ihrer Worte so ernst, wie es im ersten Moment geklungen haben mochte. "Elender Mistkerl."
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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 12:51 am

„Ich kann auch später kommen, wenn ihr noch … naja, etwas zu erledigen habt.“ Und mit einem Daumen der über seine Schulter deutete, untermalte Antonius seine Aussage nur noch weiter. In seiner linken Hand hatte er einen kleinen, ledernen Tornister der so prall gefüllt war, dass die obere Schnürung nicht einmal vollständig geschlossen werden konnte und so einzelne Teile von Gläsern, einem Laib Brot und anderen Dingen zu sehen waren. Was die beiden hier machten war noch immer fraglich, denn ein gemeinsames Bad, zumindest so wie er es kannte, sah definitiv anders aus. Gleichzeitig musste er unweigerlich schmunzeln, als Adriana erneut prustete und sich schließlich wieder aus der großen Wanne schob. Die Stoffe ihrer Kleidung, die diesem Klima zweifellos angepasst worden waren, ließen durch die Nässe einiges, wenn nicht sogar fast alles durchblicken, doch eine wirkliche Scham empfand er deswegen nicht. Sie hatten  zusammen bereits eine wochenlange Schiffsreise hinter sich gebracht und auf einer solchen kam es früher oder später dazu, dass man, auf engsten Raum gedrängt, dann und wann den jeweils anderen antraf wenn er sich gerade umzog.
„Entschuldigt … die Tür war offen und daher dachte ich, ihr seid bereits fertig. Ich schlage vor ihr, naja klärt was immer ihr gerade klären müsst. Ich suche nach Besteck und packe das hier schon einmal aus.“ Er hob erneut den Tornister, dann schloss er mit einem erneuten, heiteren Lachen die Tür.
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 12:55 am

"Schon in Ordnung" meinte Gaius und stand auf, ehe er sein völlig durchnässtes Handtuch in die Ecke schmiss und nach einem anderen handtuch in einem der Schränke suchte, ehe ihn ein beinahe heißer WIndhauch unvorbereitet traf und trocknete. "Was zum? Gracia! KEINE Magie!" fluchte er, während er sich eine Tunika überwarf und seine Geliebte ansah. Noch immer schüttelte es ihn und er glaubte einen Druck in der Stirn zu spüren, wenn Magie angewandt wurde.
"Draußen ist es so heißt, dass man ein Ei nur in der Sonne liegen lassen muss um es nach zehn Minuten essen zu können!" er warf sich noch eine weitere Lage Stoff um die Schulter und befestigte diese mit einer Fibel.
"Wie kommt es eigentlich, dass du so fit bist Antonius? Du müsstest eigentlich aussehen wie der Tod auf Urlaub!"
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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 1:04 am

Antonius indes hatte bereits einen Teil des feinen Geschirrs ausgebreitet das in den einzelnen Schränken versteckt war, doch als er hinter sich die schweren Schritte von Antonius gehört hatte, hatte er lediglich die restlichen Dinge aus dem Schrank geräumt und neben sich gestellt, in der Hoffnung der andere würde seinen Teil beitragen. „Nun … sagen wir ich habe seit Jahren ein Konzept das sich bewährt.“ Seine Hand wanderte erneut zum Boden, zu der Stelle, an der er seinen Tornister hatte und mit einem stolzen Gesichtsausdruck zeigte er dem anderen eine dunkle Flasche, die er kurz darauf entkorkte. „Schau mal, das soll … was, nein? Hör auf so ein verdammtes Gesicht zu ziehen, du siehst ja schlimmer aus als die Idioten die in die Latrinengruben fallen wenn sie voll sind. Das ist Saft verdammt, aus Früchten gepresst, frisch, gesund. Sollte deinem Schädel eine kleine Hilfe geben sich wieder zurecht zu finden.“ Einen Augenblick lang schwenkte er sie selbst hin und her, roch neugierig an der Öffnung. „Sie einiges gekostet und viel mehr als den exotischen Namen der Frucht konnte mir der Händler selbst nicht sagen. Allerdings hab ich Leute gestern in der Taverne darauf schwören hören, also …“ Ein erneutes Schulterzucken folgte. Als er im Augenwinkel jedoch Adriana sah, die noch durch das restliche Quartier schritt, anscheinend auf der Suche nach irgendetwas, ging Antonius ein Stück näher zu seinem alten Bekannten.
„Sag mir bitte, dass du sie nicht gestern noch darum angehalten hast?“
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 1:55 pm

"Worum angehalten?" fragte Gaius und Denkerfalten erschienen auf seiner Stirn. "Oh achso, ja - das heißt nein. Ich glaube nicht, ich weiß nicht so genau. Ich bin mir nichtmal sicher wie ich hier her gekommen bin." er schüttelte noch einmal den Kopf um das restliche Wasser aus seinem Ohr zu bekommen, welches sich dort fieser Weise fest gesetzt hatte. "Aber sie wirkt nicht verstört, sondern relativ unbeschwert. Ich habe ihr also scheinbar keinen Heiratsantrag vor die Füße gekotzt..." er sah auf den Boden, wo ein wenig dunkler Most am Eingang verteilt lag. "Aber scheinbar habe ich ihr Blumen aus dem Garten mitgebracht" er schüttelte den Kopf, verfluchte sich und die Welt, während er an den Tisch trat und dankbar Antonius Angebot ob des frischen Saftes annahm und diesen in einem Zug hinunter kippte.
"Ich trinke nie wieder so viel"
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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 2:21 pm

„Ich kann mich gerade jetzt an fünf Situationen erinnern, in denen du das gleiche sagtest Gaius.“ Und mit einem Frohsinn in der Stimme, den man an einem Morgen nach einer solch durchzechten Nacht eigentlich gar nicht haben konnte, kippte er ebenso ein Glas des Saftes herunter, verwundet und gleichzeitig begeistert über den angenehmen, süßlichen Geschmack. „Aber es beruhigt mich zu hören dass du anscheinend nicht darauf gebrannt hast, unseren neu gefassten Plan direkt in die Tat umzusetzen. Und die Blume …“ Er sah zur Seite und glaubte auf einer der Kommoden eine kleine, noch nicht welk gewordene Blüte zu erkennen. Der Stil indes war so dünn, das man ihn aus einigen Metern Entfernung nur noch erahnen konnte. „Naja, es steckt der gute Wille dahinter, ich glaub das hat auch Sie bemerkt.“ Und während von dem, inzwischen gedeckten Tisch ein angenehmer Geruch von frischem Brot, Fleisch, einem süßlichem Brotaufstrich und dem herzhaften Aroma eines Käse aufstieg, lehnte sich Antonius ein Stück weit auf dem Stuhl zurück und gähnte einen kurzen Moment lang. „Da fällt mir noch ein … das habe ich bei einem Händler kurz vor dem Palast erworben. Er hat darauf gepocht das ich eine Probe davon mitnehme, da er sicher sei ich würde, wenn ich dieses Getränk einmal probiert habe, zu ihm zurückkehre und eine ganze Packung des schwarzen Pulvers kaufen. Den Namen kann ich leider nicht genau aussprechen, sein Akzent war zu stark. Irgendetwas mit Koff… nein, Kaffa, auch nicht, egal.“ Schulterzuckend holte er eine kleine Schatulle hervor und stellte diese auf dem Tisch ab.
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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 2:33 pm

Sie hatte sich ein paar andere Kleider gesucht, nachdem ihre letzten noch immer vollkommen kalt und nass gewesen waren und schaudernd rieb sie sich immer wieder über die Arme, denn wenngleich sie sich auch mit Magie hatte trocknen lassen, so war die Kälte noch immer nicht gänzlich aus ihren Gliedern gewichen. Immer wieder hatte sie Gaius einen finsteren Blick zukommen lassen, während sie versucht hatte, die dunklen Locken zu bändigen und sie letztlich doch zu einem einfachen Zopf zusammen band ehe sie sich zu den beiden Männern an den Frühstückstisch gesellte und ihren Blick über den einen, wie auch den anderen wandern ließ. Sie hatte die beiden miteinander sprechen lassen, nur ab und an ein paar Fetzen der Unterhaltung aufgefangen, jedoch nicht nachgefragt - es ging sie nichts an und vielleicht war es in Anbetracht der Ereignisse der letzten Nacht auch besser, wenn sie nichts von alledem wusste - Gaius' Zustand am frühen Morgen hatte ihr gereicht.
Als Antonius schließlich zu sprechen anfing, runzelte sie für einen kurzen Moment die Stirn während der verlockende Geruch von Kaffeebohnen ihr in die Nase drang und sie für einen kurzen Moment lang die Augen schließen ließ, ehe sie sich doch dagegen entschied. Es würde nicht gut sein, wenn sie sich selbst von diesen Dingen abhängig machte, die es nur hier zu geben schien - gerade nach der Drohung des Onkels, der in der gestrigen Nacht hierher gekommen war, um mit ihr die Verhandlungsgrundlagen durchzugehen, die am heutigen Tag wichtig werden würden. "Kaffee", verbesserte sie den Soldaten schließlich mit einem weichen Lächeln auf den Lippen während ihre Finger zu der gläsernen Karaffe mit Wasser glitten. "Ich hab ein paar der Männer hier darüber sprechen hören, während ihr euch beide die Nacht um die Ohren geschlagen habt", schickte sie zur Erklärung hinterher während sie sich Wasser in ihr Glas eingoss und die Karaffe wenig später wieder zur Seite stellte.
"Was habt ihr eigentlich gestern angestellt? Gaius kam wankend und lallend zurück und behauptete, du hättest ihn gezwungen  und du sitzt hier frisch und erholt."
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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 2:52 pm

„Ja, es soll angeblich eine belebende Wirkung haben. Nun ja, ich denke heißes Wasser lässt sich schnell beschaffen und um ehrlich zu sein würde ich es selbst gern einmal kosten.“ Er schwenkte noch einmal die kleine Schatulle hin und her, lauschte dem Rascheln des darin enthaltenen Pulvers, ehe er den erneuten Blick von Adriana bemerkte und somit wohl nicht umhin kam, doch von der letzten Nacht zu sprechen. „Gaius und ich …“ Fing er an, ehe er Adriana in das inzwischen wieder freie Glas Saft einschenkte. „Hatten einiges zu besprechen. Nichts von sonderlich großer Bedeutung, zumindest nicht für den Augenblick. In alten Erinnerungen geschwelgt, sich über dies und das ausgelassen, ich bin mir sicher du kennst da selbst.“ Als erster brach er sich ein kleines Stück von dem Brot ab und fein säuberlich fing er die einzelnen Krümel mit der Hand auf, ehe er sie auf seinen eigenen Teller beförderte. „Aber ich bin erstaunt dass du die Begriffe in diesem Land derart gut artikulieren kannst Adriana. Ich wusste dass du eine weltoffene und bewanderte Frau bist, aber in die scheint ein wirkliches Sprachtalent zu schlummern. Ich habe selbst versucht mich einigermaßen mit dieser Sprache auseinander zu setzen. Die Worte an sich sind kein Problem, auch der Satzbau ist relativ einfach. Das einzig schwierige ist, all diese Worte daraufhin auch auszusprechen und es nicht klingen zu lassen, als hätte man vor kurzem einen harten Schlag gegen den Kopf bekommen.“
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 3:01 pm

"Das liegt daran, dass du immer so klingst als hätte dir jemand mit einem Knüppel eins übergezogen. Diese Sprache hier scheint diesen Makel nur besonders deutlich hervor zu bringen" er schüttelte den Kopf und streckte sich noch einmal ausgiebig, ehe er Antonius den Kaffee abnahm und sich die Bilder ansah, welche auf einem kleinen Zettel verzeichnet waren, der an einer Schnur um das Päckchen herum gebunden worden war. "Wartet" er nahm einen der dünnen, weißen Stoffe die in seinen rauen Händen stets beinahe auseinander fielen, dann nahm er eine Kanne, etwas heißes Wasser und gab das Pulver in eben jenen Stoff. "Da steht, das soll ziehen - scheint mir eine Art Tee zu sein, wie wir sie aus Aurea kennen. Ich kann mir vorstellen, dass das Zeug hier..." er nahm ein wenig von dem Pulver und verteilte es auf seiner Zunge. "Bäh - ja dachte ich mir schon. Die Auri machen das mit ihrem Tee so..." er gab das Pulver in den Stoff und goss schließlich das heiße Wasser drüber, ehe er darauf wartete, dass es komplett durch Stoff und Kaffeepulver gesogen war und in die Karaffe tropfte. Der Geruch von heißen, gerösteten Bohnen erfüllte die Luft, als Gaius die silberne Kanne abstellte.
"Bedient euch"
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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 3:13 pm

"Ich bin ein wenig durch diese Welt gekommen und habe viele verschiedene Menschen kennen gelernt - dazu kam, dass ich genug Zeit fand, um mich mit Büchern und Reiseaufzeichnungen von Händlern und Entdeckern zu befassen. Nichts, was wirklich besonders wäre", war Adrianas Antwort, die Gaius' Zwischeneinwurf und seinen Kampf mit dem Kaffee schlichtweg unbeantwortet ließ und seinen Handlungen lediglich skeptisch mit dem Blick gefolgt war. Aurea ... ja, sie erinnerte sich in jedem Fall noch daran, welche Gepflogenheiten Aurea auch nach Alagäsia gebracht hatte und worin es letzten Endes geendet war, wozu sie selbst gezwungen gewesen war, um alledem endgültig ein Ende zu machen. Gedankenverloren fuhr sie mit den Fingern über den Rand ihres Wasserglases, dachte für einen Moment lang darüber nach, ob sie den anderen beiden die Wahrheit über die letzten Nacht erzählen sollte oder nicht, doch im Grunde ... wenn die Verhandlungen anstanden, würde sie kaum mehr genug Zeit haben.
"Aber während ihr euch gestern habt zulaufen lassen, hatte ich eine nette Unterredung mit dem Onkel des Teppichknüpfers, der mich bestechen wollte", erhob sie dann die Stimme und lehnte sich zurück, ein beinahe triumphierendes Lächeln auf den Lippen. "Ich war ein paar Stunden vorher bei der Sklavin und hab mich durch ihren Geist gewühlt. Die Kleine hat geplaudert und jetzt waren sie durchweg kooperativ - 10 Prozent mehr Ertrag für Alagäsia, sichere Handelsrouten und ein Abkommen, dass Alagäsias Bürger vor dem Sklaventum schützt. Ich hab versprochen, ich halt meinen Mund und der Onkel sorgt dafür, dass ich alles schriftlich bekomme. Danach hat er mir gedroht und ist beleidigt abgezogen."
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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 3:29 pm

„Der Onkel?“ Echote Antonius nachdem er ein Stück vom Brot abgebissen, und den angenehm salzigen Teig schließlich mit dem Saft herunter gespült hatte. „Es ist erstaunlich dass er selbst jetzt schon andere für seine Verhandlungen schickt, wo er doch selbst nicht einmal offiziell Sultan ist. Allerdings weiß ich nicht, wie gut es war ihn zu reizen. Keine Frage war das was du getan hat klug, aber …“ Er trommelte mit den Fingern auf dem Tisch. „Nun ich denke einfach wir sollten vorsichtig sein so lange wir hier sind. Es ist vollkommen gleich wie viel Macht wir in unserer Heimat haben, dies hier ist noch immer das Reich des kleinen, verzogenen Prinzen und das eben dieser nicht rational, sondern ebenso aus Willkür handelt, konnte man bereits sehen. Die 10 Prozent allerdings sind beeindruckend, vor allem wenn man sich dadurch die langfristige Ersparnis und die Kosten überlegt, die für das Reich der drei Sonnen anfallen. Und bei weitem nicht jeder Händler wird damit einverstanden sein.“
Gedankenverloren starrte er durch ein Fenster hinaus ins Freie. Er wollte es nicht offen zugeben, doch Adriana, so sehr er sie auch in der kurzen Zeit zu schätzen gelernt hatte, überschätzte sich maßlos. Verhandlungsbasen waren nur so lange eine Machtposition, wie der andere es zuließ und im Zweifelsfall gab es nur eine einzige Macht, die sich durchsetzen konnte. Die Macht, die ein Herrscher über sein Volk hatte. Und würde Emhir es wollen, so würde niemand von ihnen hier lebend heraus kommen. Und angesichts eben dieser Tatsache drehte sich bei dem erneuten Gedanken daran, dass Adriana den jungen an der Nase herumführte, der Magen um.
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Gästequartiere   So Feb 01, 2015 3:53 pm

"Da muss ich Antonius leider zustimmen" warf Gaius noch seine zwei Sesterze in den Ring. "Wir sollten uns hier bedeckt halten... Adriana" erklärte er, wenngleich es auch ungewohnt war ihren öffentlichen Namen nach so langer Zeit wieder zu benutzen. "Heute Abend sollen die Verhandlungen stattfinden und gleich morgen früh streichen wir die Segel und verschwinden von hier. Dieses Land macht mich krank - es ist zu warm, das Essen ist größtenteils ungenießbar und es gibt hier keine Frauen auf den Straßen sondern nur Männer mit bösen Blicken" er schüttelte sich.
"Und keine Alleingänge mehr Adriana, bitte. Ich kann dich nicht beschützen, wenn ich nicht genau weiß was du willst und wohin das ganze führen wird" er seufzte schwer und tief.
"Ich wünschte es wäre schon Morgen und wir wären bereits am Hafen" er zeigte ein schiefes Lächeln.
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Gästequartiere
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