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 Thronsaal des Sultan

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Der Erzähler
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BeitragThema: Thronsaal des Sultan   So Jan 25, 2015 12:31 am

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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   So Jan 25, 2015 11:28 pm

"Emhir mein Sohn" hallte die volumniöse Stimme des Barttragenden Blobs durch die goldenen Hallen. Sultan Al-Chwarizmi Nar Sib Pars war ein Mann von gigantischem Ausmaß, dessen Körper nur mit Meterlangen Stoffbahnen in Form gehalten werden konnte und ohne die er auseinander zu quillen drohte wie ein Hefekloß. Sein einst brauner Bart, war nunmehr weiß und ungeheuer buschig und war zugleich auch die einzige Möglichkeit sein Gesicht von seinem Hals zu unterschieden. Bereits seit einigen Jahren hatte er Probleme mit dem Laufen und wurde daher nunmehr auf einer extra dafür gebauten Sänfte überall hin getragen. Allein dafür waren acht Mann nötig. Sein Bauch bedeckte bereits seine Beine und die Füße, welche in geringelten Schuhen steckten waren angeschwollen und ebenso wie seine Finger von der Gicht befallen.
"Sag, was hast du mit mitgebracht?" fragte er leise und winkte einen Diener heran, welcher sein übergroßes Bein zurecht schob, welches in einem Pailleten besetzten Hosenbein steckte.
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   So Jan 25, 2015 11:39 pm

Allein die Stimme, so träge und langsam, ließ die Frage in ihm aufkommen warum er noch immer auf dem Thorn saß, warum er noch immer von jedem „Sultan“ genannt wurde, denn weder hatte er die herrschaftlichkeit, noch das stolze Aussehen eines solchen. Bereits als er ein Kind gewesen war, war sein Bauch bereits kugelrund gewesen, doch hatte er sich trotz allem normal bewegen können. Nun jedoch war er nur noch ein Schatten seiner selbst und er hatte sein Jahren keine Frau mehr gesehen, die er wahrhaftig seine Liebhaberin nennen konnte. Wobei es fraglich war, wie so etwas denn auch funktionieren sollte, schließlich war allein seine Reinigung ein Akt mehrerer Stunden. „Vater.“ Er verneigte sich, ging auf ein Knie und verharrte gut eine halbe Minute in dieser Position. Denn selbst wenn er sein Sohn und der baldige Sultan war, so hatte sein Vater ihn doch immer wieder spüren lassen, dass, so lange er noch atmete, sein Wort gesetzt und jeder allein ihn zu achten hatte.
„Ich bringe kundige aus den fernen Ländern. Die Inselstaaten nördlich von uns, die Inseln der Salazen, werden uns künftig, ebenso wie die Zueben einen höheren Tribut zahlen, da ihre Erträge in diesem Jahr durchaus reichlich waren. Fyonara und Alagäsia hingegen ließen sich auf kein Handelsabkommen ein, zuvor wollten sie unser Land begutachten und selbst sehen ob das, was ich ihnen zusagte, der Wahrheit entspricht.“
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   So Jan 25, 2015 11:47 pm

"Sie wagten es Forderungen zu stellen?" brüllte Al-Chwarizmi und sein Bart wackelte wie ein wild gewordenes Tier auch noch mehrere Sekunden nach dem Wutausbruch des Sultans. "Diese niederen Menschen erdreisten sich das Wort meines Sohnes anzuzweifeln? Diese ehrlosen Kamelsöhne! Diese Geburten eines Hinterteils, einer nackten, von einem Pferd bestiegenen Ziege!" malocherte er weiter und schnaufte schon von dieser kurzen Anstrengung, während er seine kleinen Schweinsäuglein, welche aus dem Fladen, der sein Gesicht war hervor lugten funkelten bedrohlich.
"Ich hoffe, du hast ihnen gesagt, dass das Gold aus dem Reich der drei Sonnen schwerer wiegt als die Wahrheit! Das ein jeder unserer Sklaven mehr wert ist als sie? Ich hoffe, du hast ihnen gesagt, dass sie entwedet Handel mit uns treiben oder ihre Wage in Form von Abgaben an uns leisten können, nachdem wir sie überrannt haben!"
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   So Jan 25, 2015 11:54 pm

„Nein Vater, das habe ich nicht.“ Erwiderte Emhir ohne Umschweife und ein leises Raunen, von Beratern und von hoch angesehenen Händler ging durch den Raum, Diener und Wachen indes blieben still. „Denn Fyonara ist, wie ihr sicherlich selbst auf der Weltkarte gesehen habt, Vater, gewachsen. Und da Alagäsia ein Bündnis mit eben diesem hat steht fast das gesamte Reich der Mitte unter ihrer Herrschaft und es wird nur eine Frage weniger Jahre sein, bis sie alles im mittleren Teil der Welt erobert haben. Ich hielt es daher für angebracht, eine derartige Macht nicht zu erzürnen. Denn selbst wenn wir, die wir von allen Heiligen gesegnet sind, mächtiger und klüger in der Kriegskunst und dem Handel waren, so findet sich doch stets Jemand, der einen überbieten kann. Dies waren einst eure Worte, Vater.“
Er drückte seinen Rücken durch, versuchte möglichst souverän seine Entscheidung mitzuteilen, auch wenn er wusste, was ihn nun erwarten würde. Schon ein paar Mal hatte er einen Putsch in Erwägung gezogen und an Fürsprechern hätte es ihm nicht gemangelt, doch letztlich hätten die Traditionellen Aufstände ein zu großes Risiko dargestellt dass sich, wenn man den Gewinn weniger Jahre betrachtete, nicht rentierte.
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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   Mo Jan 26, 2015 12:01 am

"Wir werden niemals vor einem anderen Reich katzbuckeln Emhir!" ereiferte sich der fette Mann und schüttelte den Kopf - eine Bewegung, die man noch einige Sekunden später begutachten konnte. "Du willst ihnen also unser Land zeigen? Nun, dann sei es so! Aber wenn du versagst, wenn deine EInschätzung wie zu erwarten ist, falsch war - dann wirst du das Hirn deiner geliebten blonden Sklavin aus ihrem Schädel löffeln, ehe du ihren Körper den Affen im Gehege zum spielen gibst!" befahl er, von Wut und Zorn beinahe zerfressen.
Wie hatte sein eigen Fleisch und Blut ihn nur derart enttäuschen können? Es war unglaublich, dass es Emhir nicht einmal gelang Handelsabkommen zu treffen - immerhin war dies seine Aufgabe gewesen, nachdem Al-Chwarizmi Gerüchte vernommen hatte, sein Sohn plane einen Putschversuch. Er hatte sein eigenes Kind nicht umbringen können, dennoch hatte er dafür sorgen können, dass er erst einmal vom Hof verschwand.
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   Mo Jan 26, 2015 12:16 am

„Wie ihr befehlt, Vater. Ich werde so handeln, wie es euch ehrt.“ Er verneigte sich erneut, hielt jeglichen Fluch den er eigentlich aussprechen wollte zurück, auch wenn es sich so anfühlte, als würde ihm dadurch beinahe die Zunge abfaulen. Sein Vater besaß keine Weitsicht mehr, keinen Sinn für Geschäfte und das einzige was ihn noch interessierte, was die große seiner Schatzkammer. Doch das was er in seinen jungen Tagen, oder seine Vorfahren getan hatten – die Welt zu bereisen, den Namen ihres Landes zu verbreiten und Handel zu betreiben wo es nur ging, auf dass ein jeder wusste das wenn ein Schiff vom Reiche der drei Sonnen eintraf, bald Wohlstand herrschen würde, daran hatte er keinerlei Interesse mehr gezeigt. Stattdessen saß er hier, ließ sich Luft zufächern und aß. Und wenn er nicht aß, so schlief er. Ja selbst das lesen war ihm zu großen Teilen inzwischen zu viel geworden, sodass er sich nur noch die wichtigsten Berichte anhörte. Nein, das war weder ein Sultan, noch sein Vater. Sein Vater war vom edlen Geblüt, stolz bis in den Tod und daran interessiert, das Vermächtnis des Landes auszubreiten.
Sein Vater war bereits seit vielen Jahren gestorben. „Ich werde nicht mehr reisen.“ Versprach er sich selbst im Stillen und verdammte sich dafür, dass er seine Brüder so oft allein gelassen hatte, ohne eine wahrhaftige Vaterfigur. Jemanden, zu dem sie aufsehen konnten. Er erhob sich schließlich langsam, neigte zum letzten Mal sein Haupt vor diesem Wesen, und verließ dann den Raum.
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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   Mi Jan 28, 2015 10:22 pm

Die Hände lagen auf dem goldenen Thorn, der Kopf war gegen die gepolsterte Nackenlehne gestützt und zahlreiche Diener reichten ihm verschiedene Dokumente. Auf eine Sklavin die ihm Luft zuwedelte verzichtete er indes, gab ihm die Hitze doch belebtes Gefühl, dass sein Denken in diesem Augenblick nur stärkte. Doch als man ihm berichtet hatte, dass die Abgesandten eingetroffen waren, darunter auch eine Frau, war er erstaunt auf dem Thorn hin und her gerutscht. Und als er nach einer Beschreibung der Frau gefragt hatte, hatte er mit den Zähnen geknirscht. Genau wie in jenem Augenblick, als die Abgesandten eintraten. Einer mit einer schwarzen Rüstung, der triefte wie ein Schwein das man gerade übers Feuer gehangen hatte, ein anderer mit einer Rüstung die unweigerlich aus Fyonara gab. Und sie, die anmaßende Frau aus dem rückständigen Land. Doch er stand auf, ruhig, konzentrierte sich auf die Wärme um ihn herum und versuchte seinen Atem regelmäßig zu halten. „Seid mir gegrüßt, Abgesandte ferner Länder. Es freut mich und mein Land zu hören, dass ihr uns aufsuchen wollt und wir hoffen, dass ihr mit mehr geht, als ihr euch erhofft habt.“ Es war eine allgemeine Floskel die schon seit Jahrhunderten bestand hatte, doch eben durch solch simple Gesten sicherte man sich einen Teil der konservativ gehaltenen Oberschicht.
Die Frau hingegen, die hier in politische Gespräch verstrickt war, würde hingegen für einiges Aufsehen sorgen. Doch die stummen Rufe einiger Berater und Bediensteter wedelte er mit einer kurzen Handbewegung ab, ehe er sich wieder gemütlicher auf den Thron setzt. „Ich hoffe eure Reise verlief ohne Große Komplikationen. Und ich selbst kann mich glücklich schätzen, gleich drei Botschafter vor mir sehen zu dürfen.“ Er schürzte einen Moment lang die Lippen, ehe er schließlich weitersprach. „Nun, wenn ich mich recht entsinne, dann wolltet ihr euch von dem Reichtum und von dem Zustand meines Landes selbst überzeugen, nicht wahr? Nun, auch wenn wir das Gastrecht durchaus schätzen und ein liebend gern bewirten, wie war euer erster Eindruck?“
Das Getöse wurde lauter, doch mit einer kurzen Handbewegung verstummten die Berater erneut. Zweifellos hatte es deswegen so ein aufsehen gegeben, weil Adriana mit jeder Bewegung nicht nur ein Rascheln, sondern auch eine durchaus deutliche Bewegung ihres Busens zeigen ließ.
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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   Mi Jan 28, 2015 10:30 pm

"Prinz Emhir" sprach nun Garaenar Maenlarys, welcher als erstes vorgetreten war, da es wohl brauch schien von rechts nach links die Meinung der Anwesenden zu hören. "Euer Land überrascht mit dem hitzigen Temperament seiner Einwohner, welches sich nur all zu gut in das Wetter eures Reiches eingliedert. Der Duft von teuren Gewürzen und feurigen Männern gleitet durch eure Stadt und wir nur noch von dem belebenden Duft hart arbeitender Sklaven übertroffen, der jeden Mann in eurem Reich erfüllt. Gleich wohin ich meinen Blick auch wandern ließ, überall schien mir die Sonne selbst entgegen zu lächeln, welche von den Verzierungen zahlloser, vergoldeter Statuen reflektiert wird und somit die Schönheit der Stadt selbst überstrahlt" erklärte er und machte eine kurze Handbewegung zu den zahlreichen, meist übergewichtigen Beratern und Anwesenden.
"Und wahrlich, mein Herr behielt recht, als er sagte, dass in diesem Land nur Herren zu finden seien, deren edle Abstammung man ihnen ansieht" erklärte er wohlwollend. "Und nun seht euch an, Prinz Emhir - der den Platz seines Vaters bald zur Gänze ausfüllen wird"
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   Mi Jan 28, 2015 10:40 pm

„Gibt es wirklich Reiche in denen so etwas funktioniert?“ Mit einem fragenden Blick deutete er auf den Abgesandten in der schwarzen Rüstung, dessen verschwitztes Haar an der Stirn klebte, dann sah er Adriana und Gaius an. „Nun ich kann nur für meine Heimat sprechen, aber wir schätzen wahre Worte weit mehr als hohle Phrasen. Ihr scheint euch hier wohl zu fühlen? Nun es schmeichelt mir das ihr so viele hübsche Worte über mein Land sagt, aber ihr tropft so voller schweiß das sich unter euch bald eine Pfütze bildet und ihr atmet schwerer als eine Jungfrau nach ihrer ersten Ehenacht.“ Mit hochgezogenen Augenbrauen sah er ihn weiterhin an, scheinbar immer noch überrascht, wie plakativ und schlecht der andere ihn begrüßte. „Und den Platz meines Vater werde ich nicht in jedweder Form ausfüllen, sehr wohl aber den, der für einen Herrscher wichtig ist. Allerdings lehrte man ich einst, das jeder Mensch und somit auch jeder Herrscher unterschiedlich ist.“
Er lehnte sich weiter zurück, legte einen Knöchel auf dem Knie des anderen Beines ab, und schwieg einen Augenblick lang. „Und die Abstammung ausschließlich edler Herren in meinen Land … ich bin mir nicht sicher wie groß diese Irrglaube ist. Denn wenn mein Heimatland allein daraus bestehen würde, gäbe es weder Gefängnisse, noch andere Instanzen um Ungerechtigkeit zu bestrafen. Ihr dürft euch setzen Gesandter. Dort neben meinen Berater der Finanzen. Ich bin mir sicher das ihr dem Platz neben ihm, der momentan zur freien Verfügung steht, ebenso gut ausfüllen werdet.“ Sein Finger wanderte über die beteiligten, hin zu den Plätzen den man den Gesandten eingeräumt hatte. Und neben eben diesen Plätzen fand sich ein Mann wieder, der nicht nur durch seinen langen Bart, sondern auch durch seine Form auf sich Aufmerksam machte, die gut und gern eine Kugel ähnelte.
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   Mi Jan 28, 2015 10:50 pm

"Ich bin also dran?" fragte Gaius, der dem Gesandten des anderen Landes einen kurzen, mitleidigen Blick zugeworfen hatte, wenngleich diese auch ob der Beleidigung des Prinzen sichtlich ruhig geblieben war.
"In eurem Land ist es heiß genug, dass einem Mann der Geist abhanden kommen kann und Wasser scheint hier wertvoller zu sein als Gold" erklärte Gaius, welcher sich breitbeinig hinstellte und Emhir musterte. "Und ich kann mich nicht entscheiden, wer der größere Blutsauger in diesem Land ist - eure Händler oder die Fliegen, die sich hier ohne Maß zu vermehren scheinen. Ihr habt Gold, welches ihr überall zu Schau stellt, doch abgesehen davon habe ich keine Werte in eurem Reich sehen können, die Fyonara beeindrucken würden. Wenn ihr handeln wollt, so müsst ihr noch unter beweis stellen, dass eure Worte in Alagaésia nicht genauso hohle Phrasen waren, wie ihr dem anderen Gesandten vorwerft. Ein Bündnis mit Fyonara ist schließlich das Klügste, was ein Herrscher in der heutigen Zeit anstreben kann, wie euch wohl bereits zugetragen wurde" erklärte er. Valencia, hatte auch einst ein Handelsbündniss gewollt, ehe sie den Fehler begingen Fyonara zu verärgern.
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   Mi Jan 28, 2015 11:00 pm

Nach dem, zugegebenermaßen ermüdenden Gespräch mit den ersten Abgesandten, hatte er schließlich lächeln müssen als die, durchweg ehrlich Meinung des Mannes aus Fyonara kam. „Und in anderen Ländern ist es so kalt, dass Männern ihr Glied abfällt wenn sie länger als eine Stunde an der frischen Luft bleiben. Und in wieder anderen, in noch ferneren Länder ist die Luft so feucht, dass man nicht einmal schwitzen muss, damit die ganze Kleidung durchnässt ist. Jeder hat mit dem Klima des jeweils anderen zu kämpfen, das hat euer Begleiter auf wirklich eindrucksvolle Art bewiesen. Doch ja, ich gebe zu gemessen an dem Klima in Fyonara oder gar Alagäsia muss meine Heimat reichlich war wirken, allerdings …“ Er strich sich mit Zeige und Mittelfinger und das Kinn, eine Geste die er in den letzten Tagen nur allzu oft gebraucht hatte und die er sich als Marotte von seinem Vater abgeschaut hatte, als eines der wenigen Dinge, die man überhaupt von ihm hatte lernen können.
„Doch genau deswegen seid ihr hier, nicht wahr? Weil ihr euch nicht von ein wenig Gold in den Straßen beeindrucken lassen könnt. Aus euch spricht der Fachkundige und das respektiere ich. Und das meine Worte nicht nur „hohle Prasen“ sind, wie ihr es bezeichnet, werdet ihr alsbald feststellen, das verspreche ich euch mit meinem Namen und Titel als Prinz vom Reich der drei Sonnen.“ Mit etwas ähnlichem hatte er bereits gerechnet, und so hatte er bereits ein Sammelsorium verschiedenster Speisen zusammenstellen lassen. Von fernen, feinen Teesorten, über Kaffee in verschiedenster Ausführung, bis hin zu kulinarischen Dingen, feinen Stoffen aus denen sich die Gäste, wenn sie es denn wollten, eigene Kleidung schneidern lassen könnten, einzigartigen Edelsteinen und Waffen als Geschenk für alle drei. Denn auch die Frau war ihres Standes nach, so sehr es ihm auch widerstrebte, in seiner Kultur ein Mann. Und alle dies würde sie bereits erwarten, wenn sie in ihr jeweiliges Quartier einkehren würden, denn für eine Vorbereitung wurde bereits jetzt während sie sprachen gesorgt.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   Mi Jan 28, 2015 11:01 pm

Adriana hatte still in sich hinein gelächelt bei den Worten, die der Gesandte des fremden Reiches von sich gegeben hatte und hatte Mühe damit gehabt, ihr leises Lachen zurück zu halten. Er war subtil, das musste sie ihm lassen und Emhir schien nicht verstanden zu haben, dass er ihm mit seinen schönen Worten nichts anderes mitgeteilt hatte, als dass er ein arroganter Blender war, der bald ebenso fett sein würde, wie seine Berater oder wahlweise ebenso tot wie es sein Vater war, aber sie dachte nicht im Traum daran, diese Sachlage aufzuklären. Sie hatte durchaus die leisen Bemerkungen der Anwesenden ob ihrer eigenen Erscheinung mitangehört und ebenso still darüber gelächelt, sie lediglich wahrgenommen und sich darüber beinahe geschmeichelt gezeigt ehe auch sie nach Gaius nach vorn trat und sacht ihren Kopf neigte, um dem anderen Respekt zu zollen. Die bernsteinfarbenen Augen der Zauberin glitten noch einmal über Emhirs Erscheinung, wie er dort auf dem Thron saß und sich selbst beweihräuchern ließ ehe ihr Lächeln spöttischer wurde, als sie die Stimme erhob.
"Es erfreut mich, dass wir uns dieses Mal unter gleichwertigeren Bedingungen treffen, Prinz Emhir", begann sie, sehr genau wissend, dass er ihre Andeutung ob der Ereignisse in Alagäsia durchaus verstanden hatte. "Ich bin mir sicher, ich werde hier die Freundlichkeit entgegnen können, die Ihr mir habt entgegen kommen lassen bei Eurem Besuch in Alagäsia, ebenso wie ich mir sicher bin, dass die Verhandlungen, ob des Handelsbündnisses aufgrund eben jener Freundlichkeit vorangetrieben werden können. Doch bislang muss ich gestehen war ich enttäuscht von dem, was ich sah ... ich hatte mit ... Größerem gerechnet, gerade nach all den unzähligen Gerüchten, die an meine Ohren drangen und mich neugierig machten. Aber ich bin mir sicher, Ihr wisst auch mit weiteren Kleinigkeiten zu überraschen."
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   Mi Jan 28, 2015 11:22 pm

Gaius schenkte Adriana ein knappes Lächeln, als sich diese über den Prinzen mit bissigen Kommentaren lustig machte und dafür sorgte, dass er vor all seinen Beratern der Lächerlichkeit preisgegeben wurde, ohne das er etwas dagegen unternehmen konnte. "Nun, wenn ihr uns versprecht, dass wir derart beeindruckt sein werden, dann will ich mich mit gespannter Erwartung auf das noch kommende freuen und ich verspreche euch, dass auch wir euch mit der gleichen Freundlichkeit und dem selben Respekt gegenüber treten werden, den wir bisher auch allen anderen Handelspartnern zu Teil kommen ließen" erklärte er und nickte knapp, ehe er die Schultern kreisen ließ.
Hier konnte kein Mensch leben, ohne dass er nach wenigen Monaten einen Hitzschlag bekam. Kein Wunder, dass diese Kerle hier alle Kamele fickten - wahrscheinlich hielten sie sie für ihre Frauen - diese mussten genauso hässlich sein, hatten doch die meisten, die er bisher gesehen hatte Schleier um den Mund getragen oder waren andersweitig verhüllt gewesen. Kein Wunder also, dass sie Sklaven hielten - um wenigsten ab und an schöne Frauen sehen zu können.
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Thronsaal des Sultan   Mi Jan 28, 2015 11:35 pm

„Nun ich freue mich bereits darauf, die Erwiderung erfahren zu dürfen, und diese Kleinigkeiten vielleicht noch einmal genauer erläutert zu können, Abgesandter des Landes Alagäsia. Vielleicht in einem persönlichen Gespräch? Sicherlich seid können wir uns den ein oder anderen Tag ungestört unterhalten.“ Er neigte den Kopf vor Adriana, dann auch vor Gaius. „Und uns würde es ebenso freuen, wenn ein Handel stattfinden würde. Doch meine Gastfreundschaft lässt zu wünschen übrig und ich muss mich entschuldigen. Geschäftliche Dinge, egal welcher Natur sollten nicht nach einer so langen Reise besprochen werden. Ich bitte euch, ruht euch aus, genießt die Speisen und die Geschenke die wir euch bereitgestellt haben. Und sollte euch meine Stadt interessieren, so braucht ihr nur eine eurer Wachen zu fragen und man wird euch binnen kürzester Zeit einen eigenen Trupp zur Verfügung stellen, der euch die gesamte Hauptstadt zeigt.“
Anmaßend war die junge Frau, anmaßend und heraufordernd wie ihm schien, doch ließ er dies und die versteckten Beleidigungen unbeantwortet. Stattdessen klatschte er zweimal mit den Händen, und fein gerüstete Wachen kamen aus einem Seitenflügel hervor. Und Emhir lächelte süffisant in Adrianas Richtung. „Ich freue mich bereits auf private Gespräche mit euch, Abgesandter.“
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