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 Gesandtenquartiere

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Mauricio Kemen

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 7:53 pm

Mauricio hasste diesen Job bereits jetzt - er war noch keine Woche wieder zurück und die Wunden stellen an seinem Hintern begannen langsam abzuheilen und auch die besorgnisserregende Schwellung hatte abgenommen. Und nun hatte er zusammen mit seinen beiden Jungs einen neuen Auftrag bekommen: Einen Ausritt zu bewachen. Mauricio hätte beinahe darum gebeten ihn einfach zu hängen, hatte sich dann jedoch umentschieden und war der Bitte nachgekommen.
Er klopfte drei Mal, und als er keine Antwort bekam noch ein viertes Mal und trat ein. Er hob kurz die Augenbrauen, als ihm gegenüber der Mann stand, den er aufsuchen sollte. Nackt. Mit einem Weinglas in der Hand. Mauricio jedoch verzog keine Miene, und salutierte knapp.
"Verzeiht die Störung, Sire. Mauricio mein Name - königlicher Gardist. Ser Bennain schickt mich. Er lädt euch zu einem Ausritt ein" erklärte er weiterhin gelassen und sah dem anderen starr ins Gesicht, verzog keine Miene.
"Wenn ihr annehmen solltet, lasse ich euch ein Pferd satteln und warme Kleidung bringen. Hier drin ist es kälter als bei euch, soviel ich weiß" er räusperte sich.
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 8:06 pm

Überrascht stand er da, die Augenbraue nach oben gezogen, jedoch machte er keine Anstalten sich zu bekleiden. Stattdessen machte er ein paar Schritte auf den Fremden zu, nahm erneut einen Schluck aus dem Weinbecher und musterte den Mann eingehend. „Ich weiß nicht, nein wirklich nicht welche Etikette bei euch herrschen. Doch wie ich bereits dem Kämmerer zuvor sagte, so erwarte ich dass, wenn ihr glaubt Jemanden in meinen Gemächern anzutreffen, darauf wartet, bis man euch herein bittet.“ Langsam, mit aller Ruhe die er hatte schüttete er den Weinbecher über dem Kopf des anderen aus. „Geht nach draußen und versucht es erneut. Danach werdet ihr eine Antwort erhalten.“
Sein Weg führte ihn zurück zu dem Bett, von dem er nunmehr den langen Mantel griff und ihn über seine Blöße zog. Was er von dem Angebot eines Ausrittes halten sollte, wusste er nicht wirklich. Was ihm am meisten widersprach war die Tatsache, dass es nach wie vor der Kämmerer und nicht die Königin war, die mit ihm in Gespräche trat. Und so unterhaltsam eben dieser auch sein mochte, auf Dauer konnte er keine wirkliche Instanz für Verhandlungen sein.
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Mauricio Kemen

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 8:11 pm

Mauricio blieb ruhig stehen, während der Wein über seinem Kopf ausgegossen wurde und sah den anderen nur für einen kurzen Moment an. "Ihr habt den Wein, welchen euch die Königin anbot verschüttet" meinte er leise und gelassen. "Ihr werdet euch dafür entschuldigen" befahl er noch immer im sanften Ton. Das man den Wein über ihm geleert hatte kümmerte ihn nicht - sollte der Wilde hier vor ihm doch tun was er wollte. Doch eben jenes Verhalten, welches er auch aus Valencia nur all zu gut kannte machte ihm den Anderen direkt unsympathischer.
Er würde seine Kleidung reinigen, sein Haar waschen können. Er konnte seine Ehre und seine Haltung bewahren, auch wenn ein Mann vor geringer Macht Wein über ihm ausschüttete. Er hatte nun schon wirklich schlimmeres ertragen. Doch dieser Wein war auf ausdrücklichen Wunsch der Königin zu Emhir gebracht worden. Mauricio kannte den Geruch und den Geschmack dieses edlen und erlesenen Tropfens und eine solche Beleidigung würde er nicht auf seiner Herrin sitzen lassen. "Sofort"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 8:29 pm

"Ich bin mir sicher, dass unser Gast sich für sein ungebührliches Verhalten entschuldigen möchte. Gleich nachdem er sich darüber bewusst geworden ist, in wessen Reich er sich hier befindet und welchen Regeln er in diesen Landen unterworfen ist, bevor er sich aufmachen wird um einen Ausritt mit dem Kämmerer Ihrer Majestät zu unternehmen, um unserer Gastfreundschaft nicht mehr zu spotten als er es bis hierhin getan hat", vermeldete die feste, befehlsgewohnte Stimme einer Frau von der Tür her und bernsteinfarbene Augen richteten sich auf den neuen Gesandten des Reiches, in denen eindeutige Abneigung und Missgunst vorzufinden war und ein feines, beinahe spöttisch wirkendes Lächeln hatte sich auf den schmalen Zügen einer hochgewachsenen Frau gebildet, deren dunkle Locken ihr blasses Gesicht umrahmten. Es war nur ein einziger Blick gewesen, welchen sie dem Messer schenkte, das der Gesandte auf Mauricio warf und die Waffe blieb mitten in der Luft stehen, schien für einen kurzen Moment lang zu zittern ehe sie zurück zu dem Prinzen schoss und nur wenige Zentimeter neben ihm in der hölzernen Tischplatte stecken blieb. Mit einem zweiten Blick trockneten Mauricios Kleider wieder und der Wein, den Emhir zuvor verschüttet hatte, floss zurück in den Becher des Prinzen ehe Adriana ein süffisantes "Ihr hattet da etwas verschüttet" bemerkte und schlichtweg mit den Schultern zuckte, nur aus den Augenwinkeln das blonde Mädchen in dem Bett des Prinzen bemerkte, das sich inzwischen das dünne Laken um die Blöße geschlungen hatte und den Blick gesenkt hielt.
Sklaven also, schloss die Zauberin und das wenige an Respekt, das sie vor Emhir noch gehabt hatte, schwand endgültig während sie ein paar Schritte durch den großen Raum machte und ihren Blick streifen ließ. "Ihr wolltet Euch sicherlich anziehen, um Euch in einer Stunde im Hof mit Ser Bennain zu treffen, damit dieser Euch die Wunder unseres Reiches zeigen kann ... aber zuvor, werdet Ihr Euch bei Ser Kemen entschuldigen. Wir wollen nicht, dass erneut ein Missgeschick passiert, nicht wahr?"
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 8:44 pm

„Verteufeltes Weibsbild!“ Fluchte er lauthals, stieß, weil er sich im ersten Moment nicht anders zu helfen wusste, den Tisch um, woraufhin auch der restliche Wein, der, der durch die Magie zurück in den Becher gewandert war und auch der, der noch in der Karaffe war, auf den Boden vergossen wurde. „Eine Schande ist es, dass weder ihr noch euer andere Landvolk Respekt vor höher gestellten habt, ich bin ein Prinz, ein PRINZ!“ Er holte aus, woraufhin ein lautes Klatschen der Haut zu hören war. „Mein Vater ist ein König, wie sieht es mit eurem aus? Ein derber, stämmiger Mann der sich mit einer anderen Missgeburt zusammengeschlossen hat und ein magisches Balg in die Welt zu setzen? Tut ihr mir etwas an, so wird Krieg die Folge sein! Und kann euer Land sich das leisten? Und welche Verbündeten ihr habt, ist mir dabei herzlich gleich. Denn auch das Reich der drei Sonnen hat Fürsprecher. Über die ganze Welt verteilt.“
Er wartete nicht auf eine Antwort, schlug ein zweites Mal zu und presste die Lippen aufeinander. „Kniet.“ Presste er durch diese hervor. „Kniet, oder ihr werdet für diese Schande sterben. Wenn nicht durch das Urteil eurer Königin, dann durch meine Gerichtsbarkeit. Auf alle Viere verdammt!“
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Mauricio Kemen

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 8:53 pm

Adriana schien noch zu perplex zu sein um auf Emhir zu reagieren, der hier ohne mit der Wimper zu zucken eine Frau schlug. Er trat nach vorne, während Emhir weiter Adriana anschrie und entledigte sich seines Waffengurtes - es sollte später nicht heißen, er hätte bewaffnet einen unbewaffneten Mann angegriffen. Ich gelobe das Königshaus und seine Ehre zu schützen, mit allem was mir heilig ist. Ich gelobe die Schwachen vor Unheil zu bewahren und niemals zu Ruhen, ehe nicht Gerechtigkeit getan ist. So wahr ich hier stehe - jetzt und für alle Zeit. Nur der Tod soll mich von diesem heiligen Schwur erlösen ging Mauricio noch einmal der Schwur durch den Kopf, welchen er vor drei Jahren geleistet hatte. Er spürte das Blut, dass in seinen Ohren rauschte und schluckte um sich selbst zu beruhigen. Emhir brüllte, dass Adriana auf alle Viere gehen sollte und ihn trafen bereits die ersten Spucketropfen. Ehe Emhirs letztes Wort eine kurze Oktave höher wurden. Mauricios rechte Hand, welche in einem schweren Lederhanschuh steckte griff noch ein wenig Fester im Schritt zu. "Noch ein Wort über meine Königin und ihr werdet als Prinzessin nach Hause zurück kehren" knurrte er. "Ihr seid ein Gast. Ein Gesandter und wir haben euch mit allen Ehren empfangen. Benehmt ihr euch wie ein Mann aus der Gosse, so werdet ihr wie einer behandelt werden. Vor euch steht Adriana Fiorenza, die Hofmagierin, welche unter dem persönlichen Schutz ihrer Majestät steht." erklärte er leise und ruhig. "Ihr werdet nun das Gastrecht achten und wir werden die Verhandlungen zu einem guten Ende führen und beide Reiche haben etwas davon. Oder aber ihr brecht einen Krieg los. Den Preis dafür halte ich gerade in der Hand" erklärte er knurrend. "Wollt ihr nun weiterhin verhandeln?"
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Leandra Farro

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 9:03 pm

Starr vor Schreck hatte Leandra an Ort und Stelle verharrt und es weder gewagt, einen einzigen Ton von sich zu geben, noch sich auch nur einen einzigen Zentimeter zu bewegen, doch als sie nun sah, wie Emhir auf die Zauberin losging und der fremde Mann sich nun erneut einmischte, stockte ihr der Atem. Sie sah den Zorn in den Augen des Prinzen, erkannte die Wut, die er empfand und sie wusste, es würde alle Verhandlungen sprengen, wenn sie jetzt einfach zusah, wie das weiterging - der fremde Mann würde Emhir weh tun und damit dafür sorgen, dass dieses Reich mit Krieg überzogen wurde, zu dem sein Vater ausrief, um die Schmach seines Sohnes zu rächen. Sie würde dafür belangt werden, weil sie es zugelassen hatte und sie wollte sich nicht ausdenken, was der Sultan ihr antun würde, um das Leid seines Sohnes an sie weiter zu geben. Langsam schob sie die Beine aus dem Bett, das Laken fest um ihren Leib gewickelt ehe sie nach vorn hastete und sich zwischen die beiden Männer schob.
"Bitte ... lasst es genug sein ...", flehte sie den Fremden an und Bitten lag in ihren hellen Augen. Sie wusste, dass sie es sein würde, die Emhirs Zorn treffen würde, aber es war besser, als zu sterben, weil das fremde Reich den Prinzen ermordet hatte. Seine Wachen würden sie gleich danach ermorden, damit sie auch im Tode bei ihm sein konnte und Leandra fürchtete den Tod inzwischen weit mehr als alle Strafen, mit denen man sie gefügig gemacht hatte. "Bitte ... geht einfach und lasst Gnade walten. Denkt an die Verhandlungen - das ist es nicht wert. Bitte, Ser - ich flehe Euch an, geht einfach und vergesst das hier ... bitte", versuchte sie es erneut und biss sich unruhig auf die Lippen, aus den Augenwinkeln heraus beobachtend, wie die Zauberin sich mit dem Handrücken über die geschwollene Wange fuhr und Groll in ihr Gesicht trat. "Bitte."
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Mauricio Kemen

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 9:13 pm

Mauricio warf Leandra noch einen kurzen Blick zu, sah dann zu dem Prinzen, in dessen Augen Hass und pure Dummheit standen. Er ließ Emhir los und bewies Adriana mit einem Kopfnicken, dass es das hier nicht wert war. Er drehte sich um, geleitete Adriana noch aus der Tür und warf dann einen Blick zu den beiden anderen. "M´lady" meinte er noch kurz und tippte sich an den Hut, war bereits halb aus der Tür draußen, während ihn noch immer die Bilder verfolgten was nun geschehen würde. Er wartete einen kurzen Augenblick und sah sich dann noch einmal um - hatte bereits eine Drohung für Emhir auf den Lippen, sollte er der jungen Frau etwas antun, entschied sich dann jedoch anders. "Noch eine Sache. Die Dame und ihr seid nicht verheiratet. Es ist unschicklich, dass ihr mit ihr in einem Zimmer schlaft. Die Kirche unseres Landes sieht so etwas nicht gerne und auch die Königin steht für Tugend" erklärte er und spürte bereits jetzt die Mordgelüste des Prinzen. "Sie wird in ein anderes Zimmer gebracht werden. Ihr werdet in einer Stunde auf dem Hof für den Ausritt erwartet. M´lady, wenn ihr mich begleiten würdet?"
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 9:25 pm

Er spuckte vor dem anderen aus, faltete seinen Mantel um genau dadurch seine Scham zu verdecken. Leandra blieb stehen, einen irritierten Blick in ihren Augen. Und eben diese Tatsache, dass sie diese Möglichkeit der Flucht nicht ergriff beruhigt ihn. Zumindest so weit, dass er sich in einem Moment des klaren Verstandes an den Kleiderschrank stellte und aus just jenem einen dünnen Überwurf holte. Gespickt mit allerlei verschiedenen Stickereien, bedeckte er zumindest die wichtigsten Stellen des Körpers soweit, das Leandra ihre dünne Decke fallen lassen konnte. „Weder wird sie dieses Zimmer verlassen, noch werdet ihr mich noch ein einziges Mal zurechtweisen, Hund!“ Seine Stimme wurde schneidend. „Ihr werdet zu eurem Befehlshaber zurückkehren und eben diesen darum bitten, sich bei mir vorzustellen. Solltet ihr diese Nachricht nicht an ihn weitertragen, so werde ich mich langsam zu fragen beginnen wie es mit der Disziplin in diesem Land bestellt ist. Jetzt nehmt euer Weibsbild mit und schert euch heraus! Wenn es mich danach düngt, werde ich bei eurem Kämmerer auftauchen. Falls nicht, so bitte ich dies zu entschuldigen.“
Er sah mit einem letzten, missbilligendem Blick zu Adriana herunter, dann zog er Leandra von der Szenerie weg und bugsierte eben diese wieder auf das Bett, woraufhin er selbst sich an das Fenster stellte.
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Leandra Farro

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 9:41 pm

Mit gesenktem Haupt war sie der Aufforderung gefolgt und hatte die Augen geschlossen, hatte sich wieder auf die Bettkante gesetzt, nachdem sich die Tür zu dem Quartier geschlossen hatte und damit auch all ihre Hoffnung auf ein anderes Zimmer und ein wenig Ruhe verwehrt worden war. Still wartete Leandra darauf, den Zorn ihres Prinzen abzubekommen, wartete schweigend darauf, dass sein Zorn Wogen schlug und sie bereitete sich jetzt schon auf den Schmerz der Schläge vor, mit denen er sie wieder an ihren Platz drängen und ihren Ungehorsam bestrafen würde. Sie war zu weit gegangen als sie sich zwischen die beiden Männer gestellt hatte und Partei ergriffen hatte, war zu weit gegangen als sie ungefragt den Mund geöffnet hatte und damit ihren Herrn brüskiert hatte, insbesondere vor den Adligen dieses fremden Landes, in dem er als Gast aufgenommen worden war. Dieses Reich war noch immer seltsam in ihren Augen, hier wurde nicht gewartet bis man hinein gebeten wurde und die Männer hatten hier keine Scheu, einen anderen höher stehenden Adligen anzugreifen, um sich selbst zu profilieren - Charles mochte dreist gewesen sein, aber er war nicht ebenso ruppig wie es der fremde Soldat gewesen war, der in das Quartier geschneit war und Emhir am Morgen gestört hatte.
"Verzeiht, mein Prinz ... ich habe mich vergessen ...", wagte sie es dann schließlich nach einer Weile zu äußern und hielt den Atem an, weil sie weder wusste, wie sie mit ihm verfahren sollte, noch ob ihre Äußerung klug und sinnvoll gewesen war. Behutsam hob sie den Blick, wagte es vorsichtig sein Gesicht mit den Augen abzutasten, als könne sie allein darin etwas über seine Gemütslage in Erfahrung bringen, das ihr sagte, was sie nun weiterhin tun sollte. "... es wird nicht wieder vorkommen ..."
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 9:50 pm

Die kühle Brise half ihm, ein wenig Ruhe zu wahren und nicht einfach zu schreien. Denn eben dies hätte man wohl auch durch die dicke Tür gehört und das letzte was er jetzt brauchte, waren interessierte Höflinge die, nachdem ohnehin ein derartiger Trubel stattgefunden hatte, vor seiner Tür lauschten. Welche Strafe diesen Unwissenden treffen sollte konnte er noch nicht sagen, denn seine Gedanken drehten sich in wilder Reihenfolge, sodass es ihm schwer fiel, überhaupt einen klaren Gedanken zu fassen. „Mhm?“ Er blinzelte irritiert als Leandra schließlich das Wort erhob, doch nachdem sie ihre leise Entschuldigung abgegeben hatte, musste er lächeln. Der gesunde Menschenverstand hätte an eben dieser Stelle wohl erkannt, dass sie durch ihr eingreifen eine nicht zu unterschätzende Hilfe gewesen war. In Emhirs Augen jedoch hatte sie all dies nur verschlimmert, vor allem anderen aber seine Reputation vor den Augen der anderen. „Du hast mich beschämt und mich blass aussehen lassen.“
Es folgte ein harter Hieb mit einer Hand, woraufhin durch die Ringe kleine, doch dunkle Blutergüsse auf dem Gesicht zurückblieben. Dann allerdings setzt er sich neben sie, und schnaufte leise, raufte sich gedankenverloren das Haar. „Doch du bist eine Frau, man kann dir eben dies schlecht nachtragen. Ich hätte es nicht zu einer Situation kommen lassen dürfen, in der du nicht weißt, wie zu handeln ist.“
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Leandra Farro

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 9:59 pm

Schmerz flammte in ihrem Gesicht auf als der Hieb sie traf, doch sie wagte es nicht, einen einzigen Laut von sich geben, der auf die Pein hindeuten ließ, die sie empfand. Ihre Wange pochte, ihr Kiefer schmerzte und sie glaubte zu spüren, wie die Stelle, die er getroffen hatte, dick wurde und die Haut sich über ihrem Wangenknochen dunkel verfärbte, die nicht von den Ringen an seiner Hand aufgerissen worden war. Es brannte entsetzlich als sie mit den Fingern über die Stelle fuhr und helles Blut an ihren Fingerspitzen erkannte, das sie gar nicht erst weiter kommentierte - es würde nichts bringen außer, dass sie Emhir noch weiter erzürnte und sich damit in eine noch viel schlimmere Situation brachte als sie es ohnehin schon war. "Alles, was ich wollte, war Euch zu beschützen, bevor die Fremden Euch weh tun ... ich fürchtete um Euer Wohlergehen, mein Prinz. Der andere Mann war ein grausamer Barbar, der seine Grenzen nicht zu kennen schien und der von seinem Herren von der Leine gelassen wurde", brachte sie dann zur Erklärung vor, doch es war gleichgültig, warum sie es getan hatte - wofür sie es getan hatte. Sie hatte Grenzen überschritten, hatte sich beinahe so gegeben, als wäre sie eine Freie, die eine eigene Stimme hatte und deren Meinung etwas galt. Im Grunde hatte sie die Ohrfeige verdient und so nahm sie den Schmerz in ihrem Gesicht als gegeben hin, statt sich darüber zu beklagen.
Sie hatte sehr wohl gewusst, wie sie zu handeln gehabt hätte, wenn sie eine Wahl hätte - sie hätte das Messer aus dem Tisch ziehen müssen und es ihm in seine Kehle rammen, damit sie endlich frei sein konnte, doch sie hatte nichts dergleichen getan, weil sie zu feige gewesen war. Zu angstvoll, man könne ihr damit gleichermaßen den Tod bescheren und so waren Worte ihre einzige Waffe gewesen - es war jetzt leicht, ihn in dem Glauben zu lassen, sie hatte es nicht anders gewusst, weil sie nichts weiter als eine Frau war. "Es war einzig mein Fehler, nicht der Eure."
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 10:15 pm

„Wessen Fehler es nun auch immer war, er wurde begangen Leandra. Doch dieser Mann wird seine gerechte Strafe erhalten. Du kannst dabei zu sehen wenn dir der Sinn danach steht. Schließlich hat er dich ebenso beleidigt wie mich, denn dein Herr ist den Schild und dein Hüter.“ Seine Hand glitt über ihre Schulter, dann über ihre aufgerissene Haut. Er hatte es tun müssen, denn ohne tüchtige Züchtigung wäre er weder ein guter, noch ein respektabler Herr. Sie musste wissen wie und wo ihre Stellung war, um ihr Leben besser leben zu können und ein Schlag von ihm, dass wusste er, war weit schmerzhaft als eine Dornenranke mit der man sie auspeitschen würde, würde man dies in seinem Heimatland erfahren. „Wir werden in diesem Land nicht lange bleiben, nicht länger als Notwendig zumindest. Die Königin wird sich für einiges erklären müssen, unter anderem für das Verhalten ihres Vertreters wie er sich selbst nannte.“
Einen Augenblick lang betrachtete er den gebrochenen Blick, die verlegenen Augen die unentwegt nach unten starrten. Sie hatte ihre Strafe bekommen und was sie falsch gemacht hatte, wusste sie nunmehr. „Wenn du dies das nächste Mal tun wirst, werde ich andere Konsequenzen walten lassen müssen. Ich hoffe das ist dir bewusst.“ Was er damit meinte, war ihr, dessen war er sich sicher, durchaus bewusst. In den ersten Tagen als man sie ihm übergeben hatte, hatte er vor allem ihren Körper erkundigt. Und eine der Verfahrensweisen die in seinem Land durchaus üblich war und bei der es kein Risiko gab das sie schwanger wurde, war ihr bis dato noch in keiner Art und Weise bekannt gewesen. Und durch den resultierenden Schmerz hatte er inne gehalten und aufgehört, es bis heute nicht erneut getan. Denn schnell hatte er gefallen und eine gewisse Sympathie an ihr gefunden. An ihren Haaren, jedoch auch an ihrem einzigartigem Lächeln. „Zwing mich bitte nicht das zu tun.“ Bat er sie leise. „Und jetzt wasch dich. Sicherlich wird der Offizier bald hier auftauchen und sich rechtfertigen. Wenn dies geklärt ist werde ich dir ein paar Münzen geben und du wirst dir eigene Kleidung kaufen. Ich will nicht, dass du auf das Gutdünken dieser Männer angewiesen bist. Nimm zwei Wachen mit wenn du gehst.“
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Ser Gawain Drei Blumen

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 10:29 pm

Gawain hatte kaum glauben können, was ihm da erzählt worden war. Er hielt zwar nichts davon, wie sich ihr Gats verhielt - aber es gab Regeln die verletzt worden waren. Und es gab ein Reich, dass es zu beschützen galt. Und Gawain wusste was er zu tun hatte, wenn er wollte, dass dieses Reich weiterhin unter seinem Schutz stehen sollte. Sie konnten sich keinen Krieg erlauben, egal wessen Ego in diesem Fall angegriffen werden würde. Garrett hatte mitkommen wollen, doch Gawain hatte es ihm untersagt und stattdessen befohlen, dass er mit Charles gehen und für Mauricios Bestrafung sorgen sollte. Er sollte dann später mit dem Geschenk zu ihnen stoßen, welches den Prinzen hoffentlich besänftigte. Er mochte es nicht, aber er hatte sie alle gewarnt.
Noch einmal wartete Gawain an der Tür, ehe er klopfte und die Einladung herein zu kommen abwartete, ehe er die Tür öffnete. Sein Schwert war durch einen symbolischen Knoten verschlossen, seine Rüstung poliert und er schloss die Tür hinter sich. "Ser Gawain Drei Blumen. Leibwächter ihrer Majestät, Anführer der Königsgarde und Kommandant der königlichen Gardisten" erklärte er und ging auf die Knie, senkte den Blick. "Ihr habt nach mir verlangt, Prinz Emhir Parsolason. Verzeiht, dass ich nicht unverzüglich erschien, doch die Königin darf niemals ohne Schutz sein"
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 10:40 pm

Er hatte ihn herein gebeten. Als erster und einziger hatte er darauf gewartet, herein gebeten zu werden und allein diese Tatsache hob den alten Ritter in Emhirs ansehen. Leandra hatte sich glücklicherweise inzwischen bekleidet, er ebenso und der Mantel mit den goldenen Sonnen strahlte, nachdem er nun auch die restliche Kleidung dazu trug, nun in einem gänzlich anderem Licht. „Steht auf.“ Gab Emhir schließlich von sich, breitete die Hand aus und deutete mit dieser ebenso an, dass er sich erheben sollte. „Einer eurer Männer trat ein, ohne dass ich ihn herein bat. Und als ich ihn, wie es der Brauch ist für diese Verfehlung demütigte und ihm die Gelegenheit bot, es erneut zu versuchen, wurde eben von dem Glauben gepackt, er könne sich erdreisten mir etwas vorzuschreiben. Doch dazu nicht genug, er wurde schließlich handgreiflich. Nun …“ Er strich über den feinen Stoff des Mantels, machte ein paar Schritte nach links und nach recht, verschränkte die Arme schließlich hinter dem Rücken.
„Ich bin kein Kind oder jemand der an Gebrechen leidet. Schmerzen fügte mir euer Untergebener keinesfalls zu. Doch als ihr Befehlshaber seid ihr dafür zuständig, dass sie sich anderen ihrem Stand gemäß verhalten. Daher will ich wissen, wie es dazu kommen konnte und die Bestrafung des Mannes sehen.“
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Ser Gawain Drei Blumen

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 10:53 pm

Gawain atmete tief ein und aus, während er weiterhin Haltung bewahrte und für einen kurzen Moment die Augen schloss um sich zu sammeln. "Zuerst einmal möchte ich mich untertänigst bei eurer Emminenz entschuldigen. Das Handeln meines Untergebenen war schlichtweg unverzeihlich und gänzlich falsch - da gibt es keine Diskussion." erklärte er, um eine Gewisse Basis der weiteren Diskussion zu schaffen. "Wie es dazu kommen konnte, ist etwas schwieriger zu erklären. Ich befürchte, dass es an seinem valenci Blut liegt. Er stammt nicht aus diesem Land sondern aus einer anderen Kultur - einer Kultur, in der sogar die niedersten Glauben, sie würden über jedem anderen stehen. Bis zum heutigen Tag hoffte ich, dass sich dieses Blut nicht durchsetzen würde, doch mir wurde auf schändliche Weise das Gegenteil bewiesen" erklärte er und faltete die Hände. "Was die Bestrafung betrifft, so ist es bei uns Brauch, dass eine Strafe unmittelbar auf dem Fuße erfolgt. In unserer Einheit werden die Männer bestraft. Und dies... ist bereits geschehen" erklärte er und konnte noch immer nicht glauben, dass er das befohlen hatte. Er konnte immer noch nicht glauben diesen Befehl sogar an Garrett gegeben zu haben, auf den er nun wartete. "Doch zürnt mir nicht. Euren Beweis werdet ihr bekommen und er wird euch zufrieden stellen, das verspreche ich euch"
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Garrett Harlan

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 11:04 pm

Er fühlte sich nicht wohl durch die Gänge zu treten, die ihn zu den Gesandtenquartieren brachten, ein dunkler Leinensack in seiner Hand, aus der immer wieder ein Tropfen sickerte und eine dunkle Spur auf dem dunklen Steinboden hinterließ. Befehle mussten befolgt werden und so war Garrett dem Kämmerer der Königin gefolgt, um jene Strafe umzusetzen, die Ser Gawain veranschlagt hatte - selbst, wenn ihm dabei immer wieder die Galle hochgekommen war. Es war für das Land, hatte er sich eingeredet - für das Reich, das ihm viel gegeben hatte und das er nicht in die Hände der Wilden hatte fallen lassen wollen, von denen Mauricio zuvor berichtet hatte, bevor ihn Gawain klein gefaltet, gekaut und wieder ausgespuckt hatte und so schluckte Garrett jedwede moralische Fragwürdigkeit der Angelegenheit hinunter und zwang sich selbst zur Ruhe. Wenn es nach ihm selbst gegangen wäre, hätte er dem fremden Prinzen die Fresse eingeschlagen und jeden einzelnen Zahn in sein bestes Stück gerammt ehe er es mit den Stiefeln zertreten und dem Knirschen zugehört hätte ... aber es ging nun einmal leider nicht nach ihm und so klopfte er und wartete bis die Erlaubnis aus dem Inneren drang, eintreten zu dürfen.
Das Zimmer war warm, in das er trat und zuerst noch wortlos sank Garrett auf ein Knie, den Kopf geneigt, um dem fremdländischem Prinzen den Respekt zu zollen, der ihm aufgrund seines Ranges zustand. "Garrett Harlan, Gardist ihrer Majestät. Ser Gawain schickte nach mir, um Euch die Bestrafung des Mannes zu beweisen, der Euch noch vor ein paar Stunden angriff, Prinz Emhir", erhob er schließlich die Stimme, wenngleich auch jedes seiner Worte nur durch zusammen gepresste Zähne hervor drang und wortlos öffnete Garrett den Sack, den er bei sich trug und offenbarte damit einen mit Pech überzogenen und damit haltbaren Kopf, der Mauricios Gesichtszüge trug.
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Emhir Pars

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 11:21 pm

Er betrachtete den Schädel einen Augenblick lang, maß ihn mit einem kritischen Blick mehrmals ab. Schließlich legte er selbst die Hand daran, drehte ihn ein Stück weit nach links, dann nach rechts um abzuschätzen, ob es wirklich der Mann war, der ihn derart beleidigt hatte. „Kein Zweifel. Ihr geht eurer Arbeit gewissenhaft nach Ser Gawain, ebenso wie euer Gefolgsmann.“ Er neigte aus Dankbarkeit heraus den Kopf. „Ich vergebe euch. Euch, wie auch eurem verstorbenen Gefolgsmann, auf das er in eurem fremden Himmel Ruhe finden möge.“ Erneut betrachtete er den Kopf, doch schließlich wurde dieser wieder von den Leinentüchern bedeckt. Der ältere Ritter, wie auch der junge Mann der gerade eingetreten war, schienen weniger sprunghaft zu sein als seine vorherigen Besucher. Und einer davon hatte, zu seiner sichtlichen Freude inzwischen das zeitliche gesegnet.
„Ihr könnt euch nun entfernen. Und tut mir bitte einen Gefallen, gebt dem Kämmerer Bescheid dass ich in einigen Minuten an den Stallungen auf ihn warten werde. Jedoch werde ich mein eigenes Pferd reiten. Es wird von meinen Männern gesattelt werden.“
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Ser Gawain Drei Blumen

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BeitragThema: Re: Gesandtenquartiere   Sa Jan 24, 2015 11:30 pm

"Ich danke euch" erwiderte Gawain und verbeugte sich tief, ehe er Garrett anwies den Kopf auf eine Truhe in der Ecke zu platzieren. Sollte Emhir doch damit machen, was auch immer er wollte. Es kümmerte ihn nicht mehr. "Eure Großmütigkeit ehrt euch und euer Volk. Die bisherigen Missverständnisse zwischen unserem Land und euch bedauere ich zutiefst. Meine Landsleute sind es nicht gewohnt derart hohe Gäste zu beherbergen" versuchte sich Gawain an einer Erklärung, während er gemessenen Schrittes den Raum verließ.
"Ich hoffe, unser Handel war euch beweis genug, dass wir weiterhin an einer Kooperation mit eurem Reich interessiert sind." fügte er noch anbei, ehe er langsam die Tür schloss.
Möget ihr in den sieben Höllen schmoren dachte er jedoch bei sich und warf Garrett einen kurzen Blick zu, ehe sie fortschritten. Und möge es Mauricio in dem verdammten Verschlag von Flöhen gebissen werden. Ich hoffe der Prinz bleibt möglichst lange, damit Mauricio sich die Sache durch den Kopf gehen lassen kann
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Gesandtenquartiere
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