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Feredir

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BeitragThema: Re: Häuser    So Jan 18, 2015 12:08 pm

Er zog sie langsam, bedächtig zu sich heran, schlang einen Arm um sie, den anderen Unterhalb ihrer Beine, sodass sie sich nach kurzem in seinen Armen befand. Er Schauder durchfuhr ihn, als er erneut ihren Blick sah. Diesen Blick, der selbst in dem Gefängnis aus Eis präsent gewesen war. Diesen Blick, den er seit jenem Tag, seit jenem Gespräch immer wieder vor Augen hatte. „Ich verspreche dir, mit allem was ich besitze und alles was ich vermag zu tun..“ Er wandte sich an das schlichte, aber nichts desto trotz einladende Bett das in ihrem Zimmer stand. „Weder wirst du eine Schuld an einem einzigen Krieg tragen, egal zu welcher Zeit, zu welchem Ort und gegen wen, denn ich werde es nicht zulassen. Nicht erlauben. Ich will nicht das dieses Lächeln, dass ich über alles liebe erneut verschwindet.“ Er legte sie nieder, sanft, in aller Ruhe und küsste, als sie ihm die Hände entgegenstreckte, eben diese. „Und ebenso wenig werde ich zulassen, dass du ins Verderben stürzt. Ich werde bei dir bleiben.“ Langsam, mit sanfter Gewalt drückte er ihre Hände zurück, legte sich neben sie auf das Bett, das einen Komfort bot, wie er ihn von keinem Bett der Menschen kannte.
Doch erkannte er schnell dass dieses Gefühl der angenehmen Leichtigkeit nicht von dem Bett, sondern von der Person ausging, mit der er es teilte. Seine Augen schlossen sich, sein Gesicht so nah an ihrem Gesicht das er ihren Atem bereits spüren konnte. Und seine Finger gingen langsam zu dem Saum des Stoffes, der an ihrer Schulter lag. Die Augen öffnete er daraufhin, suchte Bestätigung, irgendeinen Hinweis darauf, dass sie es zuließ. Denn trotz all seiner in der Vergangenheit verbrachten Abenteuer, suchte er hier Halt. Denn er war nervös. Nervös davor, etwas zu tun was ihr missfiel.
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    So Jan 18, 2015 12:52 pm

Langsam, fast widerwillig hatten sich Guineveres Arme hinter seinem Nacken gelöst, diesen wehmütig freigegeben, als Feredir sie langsam auf dem Bett ablegte. Der Stoff der Decke fühlte sich erstaunlich kühl an, als er sie langsam auf das Bett hinab gleiten ließ, langsam, bis sie schließlich selbst auch an ihrem Rücken, durch den dünnen Stoff ihres Kleides, die angenehme Kälte spürte. Weich gebettet lag ihr Kopf auf einem der vielen Kissen, die dunklen Haare wie Fächer darüber gebreitet, während ihr Augen jedoch nur einen Mittelpunkt kannten, einen Blickpunkt. Ihn. Alles um sie herum rückte in den Hintergrund, schien nur ein unwichtiges Detail zu sein, auch wenn es eben all jene Nichtigkeiten waren, die sich zu einem großen Ganzen arrangierten. Inzwischen hatten sich ihre Hände wieder behutsam um den Saum seines Gewandes gelegt, an dem sie ihn sanft zu sich zurück zog, um ihn bei sich zu wissen, zu wissen, dass niemand mehr kommen würde, um ihnen diesen Augenblick zu nehmen, jenen Moment zu stehlen, der ihr in dieser Sekunde kostbarer vorkam, als alles andere. Sie blinzelte kurz, um auch keine einzige Sekunde diesen unendlich schönen Momentes zu verpasste und löste ihre Finger aus dem Griff um sein Gewand. Flüchtig fuhr sie mit ihren Händen über seinen Oberkörper, umfassten den Saum seines Oberteil und zog dieses nach oben.
Noch immer flatterte ihr Herz in ihrer Brust, pochte in ihrem Leib mit einer Intensität, die sie so niemals zuvor gekannt hatte und immer wieder spürte sie den wohligen Schauder, der über ihren Rücken rann, wann immer sie seine Berührungen auf ihrer Haut fühlte. Es war fremd, was sie fühlte - fremd und neu, doch die Furcht davor war längst geschwunden, geschmolzen in dem Gefühl der Sicherheit und des Rausches, den sie spürte - ihrer beider Körper, die so eng beieinander waren und der Liebe, die sie in seinen Augen erkennen konnte. Diesen Augenblick würde sie sich nicht nehmen lassen, selbst, wenn es bedeutete, dass sie etwas taten, was in den Augen der Gesellschaft verboten war, dass sie eine Sünde begingen - die Hölle, die sie danach erwartete, nahm sie für dies hier bedingungslos in Kauf.
Wie ein solcher Moment, ein so unendlich kurzer Augenblick verglichen mit der Lebensspanne eines Elfen, die sie erwartete, etwas so Süßes, nur das Schlechte, das ihr bisher widerfahren ist, verschwinden machen konnte, war ihr unbegreiflich. Es geriet einfach in Vergessenheit, in den Strudel des Unwichtigen, denn jetzt zählten nur er und sie. Hier und jetzt, an diesem Ort zu dieser Zeit und zaghaft erst, dann mit neu gewonnenem Mut glitten ihre Finger über die warme, weiche Haut, die sich ihr entgegen streckte.
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Feredir

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BeitragThema: Re: Häuser    So Jan 18, 2015 1:13 pm

Sein Atem zitterte. Doch nicht aus der Anfangs aufgekommenen Nervosität, vielmehr war es der Schauder der ihn durchglitt als er die fremden, und doch inzwischen bekannten Hände auf seiner Brust fühlte. Er lächelte, konnte nicht anders als er die liebevollen Augen vor sich sah, die ihm die Sicherheit gaben, die er bei keinem anderen finden konnte. Er konnte sich noch lebhaft an all die vergangenen Jahrhunderte erinnern. Zeiten in denen er mit allerlei Spaß und Liebeleien etwas verschleiert hatte, etwas verdeckt hatte was er nie Jemandem gezeigt hatte. Ihr hingegen hatte er es gezeigt. Und allein ihre Stimme war wirkungsvoller und entwaffnender als jeder Angriff den die Großmeister vollführen konnten. Er hatte nie begriffen wie ein Mensch von einem anderen derart abhängig sein konnte, ohne ihn nicht einmal in der Lage war zu leben. Jetzt verstand er es. Es verstand es, denn er war selbst einer jener Personen.
Seine Hände umschlossen erneut ihr weiches, sanftes Gesicht. Er küsste sie lange, löste sich stets nur kurz, widerwillig von ihr. Er erschrak, denn er spürte ihren starken, erregten Herzschlag. Er lächelte, denn er fühlte ebenso. „Le melin.“ Flüsterte er leise, legte seinen Kopf an den ihren, stieß mit seiner Nasenspitze an ihre. Die Wärme ihrer Haut, die Behaglichkeit ihrer Anwesenheit bescherten ihm ein Gefühl der Heimat, der Liebe – der Menschlichkeit.
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    So Jan 18, 2015 1:41 pm

Schwer schluckend schlug sie die Augen wieder auf und blinzelte gegen das Halbdunkel, bis sie die seinen zu erblicken vermochte. Augen, in denen sie eintauchen und ertrinken konnte... Gerade atemlos nährte sich ihr Gesicht seinem so weit, dass ihre Lippen nur wenige Millimeter von einander trennten. Wie heiß, wie süß war sein Atem, seine Wärme... sie fühlte sich wach, glücklich, frei – und vor allen Dingen so lebendig, wie sie sich noch nie in ihrem Leben gefühlt hatte. Sie wollte nicht antworten, wollte nicht jenen Augenblick zerspringen lassen durch eine einzige unbedachte Geste und so ließ sie den Kuss ihre Antwort auf seine Worte sein, jene sanfte Berührung ihrer beider Lippen, zuerst noch unschuldig, flatterhaft und sanft, dann inniger und intensiver. Ihre Hände lösten sich leicht von einander, strich von seinem Nacken hinab zu seiner Brust und legte sich daraufhin zärtlich um sein Gesicht, eine Geste, die sie sich früher sicherlich niemals zu getraut hatte.
Nein, in ihrem Sinn hatte eine mögliche Liebe niemals existiert. Für sie hatte es ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch das Leid und ihre künftige Aufgabe gegeben. Alles, was darüber hinaus ging, hatte sie ausgeblendet, es nicht einmal in Betracht gezogen. Einmal mehr kam ihr ihrer beider Gespräch in den Sinn, die Worte darüber, dass sie beide es nicht gekannt hatten, die Aussagen all der anderen, es wäre nichts Andauerndes, nichts Wahres und Echtes, doch hier und jetzt stellte sie eines fest ...
Nun nun hatte es sie befallen... Liebe. Unzählige Beschreibungen hatte sie allein schon für diesen Begriff und für das Gefühl gehört, doch richtig zutreffend, waren sie alleine nie... nein, sie trafen erst dann zu, wenn man sie alle nebeneinander betrachtete. Eine Gesamtheit aus Vielem.
Wie die Gesamtheit zweier Menschen.
Von mal zu mal kam sie sich wie in einem Fiebertraum vor. Unwirklich erschien ihr die Atmosphäre, die Hitze, die sie beide umgab. Oder waren sie diejenigen, die den Raum erst erwärmten? Begehrend glitten ihre Hände an seinem Körper entlang, während ein Schauer über ihren Rücken jagte, der dafür sorgte, dass sie selbst bei dieser Hitze zu frieren schien. Gänsehaut zeichnete sich auf ihren Armen ab, ganz leicht, und bei diesem dämmrigen Licht kaum zu erkennen, das durch die großen Fenster in den Raum fiel und einen Teil seines Gesichts in den Schatten schob, die braunen Haare ebenso dunkel wirken ließ, wie es ihre eigenen waren. Sein Herz pochte wie das ihre in seiner Brust als sie mit den Fingern sanft über die warme Haut fuhr und verhalten huschte ein Lächeln über ihr Gesicht, als sie zu begreifen begann, dass die Aufregung, die in ihr geherrscht hatte, auch von ihm selbst Besitz ergriffen hatte.
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Feredir

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BeitragThema: Re: Häuser    So Jan 18, 2015 2:06 pm

Einen Augenblick lang stockte ihm der Atem als ihre Hände sich über seinen, inzwischen freien Rücken legten und die Wärme war ein angenehmer Kontrast zu der restlichen Temperatur. Er konnte nicht beschreiben wie sehr er sich nach ihr sehnte, wie sehr er sich nach ihrer Anwesenheit gesehnt hatte. Und alles was er wollte, was er sich erhoffte war, dass dieser Augenblick, in dem alles andere passee war, nie mehr verging. Dass man die Begrenzung der Zeit aufheben und so nie mehr aufstehen müsste. Denn etwas Vergleichbares hatte er nie gefühlt, und würde er auch, dessen war er sich sicher, nicht.
Seine Arme hatten sie fest umschlungen, an seinen eigenen Körper gezogen und ihr Kopf lag neben dem seinen, eine Hand auf seiner Brust und seine wiederum auf ihrem Oberarm. Das Erwachen war wie jeder Morgen. Und doch war es vollkommen anders. Ebenso wie der Schlaf gleichwohl wie immer, und doch vollkommen anders gewesen war. Er spürte noch immer die Wärme die von ihr ausging. Und nur allzu bereit zog er die dünne Decke, ein einfacher Stoff aus Leinen und einem anderen Material das er nicht näher definieren konnte, höher, um sie vor der Kälte zu schützen. Als er ihre geschlossenen Lider, den friedlichen Blick sah, musste er unweigerlich schmunzeln, denn er fühlte dieses einzigartige Gefühl von Glück, dass er erst durch sie kennen gelernt hatte. Er küsste sie sanft auf die ruhenden Lippen, legte seinen erhobenen Kopf wieder zurück auf die Ansammlung der Kissen.
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    So Jan 18, 2015 2:46 pm

Warmes Sonnenlicht stahl sich durch das Fenster des Zimmers und fand seinen Weg zwischen dem Stoff der Vorhänge hindurch bis auf die Dielen des Bodens. Je weiter die Sonne stieg, um so weiter wanderten ihre Strahlen und krochen allmählich auf das Bett zu. Allmählich nur, langsam und als habe sie zum ersten Mal alle Zeit dieser Welt begann sich der Schleier über ihren Augen zu lichten und ließ sie das leise Atmen eines anderen wahrnehmen - jenes einzigen Menschen, den sie in diesem Moment bei sich haben wollte, neben dem sie am Abend einschlafen und am Morgen wieder erwachen wollte. Es war, als sandte der Frühling nach einer langen Zeit des kalten Winters, seine wärmenden, lebensverkündenden Sonnenstrahlen hinein in einer eisige und harsche Welt. Es war, als würde das Licht, welcher längst erloschene Sterne vielleicht vor Millionen von Jahren ausgesendet hatten, nach langer Reise durch den kalten und trostlosen Weltraum, auf die Erde treffen und dort in den Augen der Menschen ein bezauberndes Sternbild erschaffen.
Sie weigerte sich aufzuwachen und die Augen zu öffnen, weigerte sich das helle Sonnenlicht den Tag begrüßen zu lassen und damit den Augenblick zu beenden, der ihnen beiden noch gegönnt gewesen war. Ihrer beider Traum, für den sie so lange hatten kämpfen müssen und der ihr selten so nah vorkam, wie in diesem Moment, in dem sie mit geschlossenen Augen begann mit ihren Fingern sanft über seine nackte Brust zu streicheln. Sie fühlte seinen Kuss auf ihren Lippen, jene kurze, süße Berührung, die sie dazu verleitete, blinzelnd die Augen zu öffnen, um sich zu vergewissern, dass ihr Traum wahr geworden war - der Ausdruck in seinen Augen hatte sich nicht verändert, so müde sie auch in diesem Moment schienen und unwillig die Nähe der Nacht aufzugeben, schob sie sich weiter an ihn heran.
Lächelnd streckte Guinevere ihre Hand aus und fuhr über sein Gesicht. Dies war kein Traum, endlich, kein Traum mehr. Ein leises Seufzend entwich ihren Lippen, auf denen noch immer ein seliges Lächeln lag ehe sie ein leises "Guten Morgen" flüsterte und sich zu ihm hinauf streckte, um ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen zu hauchen.
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Beriadan

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BeitragThema: Re: Häuser    So Jan 18, 2015 4:26 pm

Beriadan hatte sich noch einmal mit Guinevere aussprechen wollen. Hatte sich für die Geschehnisse nach Feredirs Rettung entschuldigen wollen - er war halb wahnsinnig vor Sorge gewesen, während sein gesamtes Reich, sein Volk, seine Welt unter seinen Händen zerbröckelten. Er hatte laut Nyaralin nicht mehr mit ihr reden dürfen, weil er ihr momentan nur Schade, weil sie Ruhe vor alle dem Geschehenen benötigte. Beriadan hatte es zu Teilen verstanden, hatte sich selbst beruhigt und nun, da Nyaralin mit den Drachenreitern plante sah der Elfenfürst seine Möglichkeit gekommen um sich mit ihr zu versöhnen, alte Missverständnisse aus dem Weg zu Räumen und für sie der Vater zu sein, den sie brauchte. Behütend in dieser kalten, grausamen Welt.
Doch was er vorfand zerstörte mit der Wucht eines Hammerschlags seine Contenance, seine Einsicht und sämtliche guten Vorsätze, die er sich selbst gesetzt hatte. Hier, neben seiner halb bekleideten Tochter lag der Mann, den er mehrmals gewarnt hatte. Der Mann, dem er die Traurige Wahrheit der Realität offen gelegt hatte. Der Mann, der über sechshundert Jahre lang die Doktrin der Großmeister umgesetzt, mit hunderten Frauen geschlafen und dutzende Bankarte in die Welt gesetzt hatte und dieser Mann hatte, in seiner perfiden Art der sexuellen Begierde und Lustbefriedigung seine Erfahrung und Guinveres Verletzlichkeit aufs Schamloseste ausgenutzt.
Beriadan trat nur einen Schritt in den Raum hinein und hob die Hand - Feredir, der Großmeister der Luft, der Avatar des Windes wurde aus dem Bett geschleudert und kam auf dem Boden auf, wo er mit einem lauten Krachen aufschlug. Das Schwert, welches er dem Großmeister geschenkt hatte flog aus der Scheide, in Beriadans Hand, welcher an dem noch immer schockierten Großmeister vorbei trat und es diesem mit einer einzigen, fließenden Bewegung in den Bauch rammte, wo es Dornengestrüppe schlug und der darin verwobene Erdgeist seine Macht entfaltete. "Zieh dich an Guinvere" meinte er leise. "Ich glaube es ist für dich Zeit zu gehen" -
Dieses Szenario schnitt durch Beriadans Geist, verführerisch und eine gierige, dunkle Seite in ihm wollte diesen Gedanken zur Tat machen, es beenden, zerstören und Guinevere für sich beanspruchen. Doch dann sah er Guinveres Augen, die nicht auf ihn sondern auf Feredir gerichtet waren, die Liebe darin. Und mit einem Mal konnte es Beriadan nicht.
Du wirst immer der wichtigste Mann in meinem Leben sein, Vater. Niemand wird dir das fortnehmen können und ich werde immer bei dir sein. Dich werde ich immer am Meisten lieben, ganz egal, wer da noch kommen wird
Er wollte Feredir hassen, mit jeder Faser aber was er da vorne sah war die Wiederholung einer Geschichte, die dieses mal. Nur dieses eine Mal ein gutes Ende finden konnte.
"Verzeiht" meinte er leise und sah zu Boden. "Ich hätte mich ankündigen sollen"
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    So Jan 18, 2015 4:41 pm

Als die neue Stimme erklang, zuckte sie zusammen und schob die dünne Decke um sich herum, um ihre Blöße vor den Augen des anderen zu verbergen ehe sie sich langsam aufrecht hinsetzte. Sie bereute nicht, was geschehen war, bereute nicht, für was sie sich entschieden hatte und für einen ganzen Moment lang wünschte sie sich wieder zurück in den süßen Traum, in dem sie noch bis vor wenigen Augenblicken hatte verharren können. Wünschte sich wieder zurück in die Umarmung der starken Arme, die sie gehalten hatte, in die Nähe ihrer beider Körper, in welcher sie sich hatte verlieren können, bevor jedes einzelne Teil ihres mädchenhaften Traums sich wieder zurück in die Schrecken der Realität verloren, die ihr hier im Gesicht eines alternden Elfen entgegen standen.
Sie erkannte den Zorn in seinem Gesicht, selbst wenn er versuchte es zu verbergen, erkannte die dunklen Vorstellungen, die er sich im Geiste bereits gebildet hatte und zum ersten Mal in ihrem Leben empfand sie Angst vor ihm. Angst vor seinem Zorn und seinen Worten, mit denen er bereits während des letzten Gesprächs so tiefe Wunden gerissen hatte. Haltsuchend glitt ihre Hand hinüber zu Feredir und umgriff die seine, hielt sie fest als ihre Augen noch einmal über das Antlitz Beriadans glitten während ihr Herz vor Furcht und Sorge um den Mann halb hinter ihr in ihrer Brust schneller zu schlagen begann. "Ich weiß, woran ich schuld bin. Ich weiß, was ich hervor gerufen habe und dass du all das hier verdammst. Ich erinnere mich noch an deine Frage, ob er mir so wichtig ist, dass ich lieber sterben würde als ohne ihn zu sein", erhob sie dann die Stimme und schluckte noch einmal. Wenn sie jetzt nicht den Mund öffnete, dann würde sie es nie tun, dann würde es auf ewig so weitergehen und es würde sie zerreißen, es würde sie auseinander treiben und alles vernichten, was zwischen ihnen bestand.
"Die Antwort darauf ist ja. Ja, er ist mir so wichtig und ich bereue gar nichts. Nicht eine einzige Sekunde, nicht eine einzige Entscheidung. Denk darüber, was du willst - tu, was du willst, aber du wirst das nicht in mir auslöschen können."
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Feredir

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BeitragThema: Re: Häuser    So Jan 18, 2015 4:58 pm

Er war nicht zusammengezuckt, hatte jedoch sehr wohl eine innere Unruhe gespürt als er gesehen hatte, dass sich die Tür einen Spalt weit geöffnet hatte. Und er fluchte im Inneren darüber, dass die Innigkeit die sie beide geteilt hatten, die Ruhe und das Gefühl der Heimat, die eben nicht an einen Ort, sondern an den Platz des Jeweils anderen gebunden war, nun wieder angegriffen, vielleicht sogar zerstöret wurde. Und als er die Augen von Beriadan sah, den hasserfüllten Blick der auf ihn gerichtet war und in dem sich Abscheu mit Verständnislosigkeit mischte, hatte er sich bereits darauf vorbereitet, eine Verteidigung aufzubauen. Ebenso hatte er Guineveres hilfesuchenden Handgriff gemerkt, den er nur allzu gern erwiderte. Doch als er die entschuldigenden Worte hörte, glaubte er sich verhört zu haben. Ja, er weitete sogar die Augen und schüttelte kurz den Kopf, glaubte dies sei nun doch nur ein Traum, auch wenn er zuvor der festen Überzeugung gewesen war, er sei bereits aus dem Reich der Träume wieder in die Wirklichkeit getaucht.
Doch seine Überraschung wurde noch größer, als er Guineveres Worte darüber hörte, dass sie sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen konnte. Das sie lieber sterben wollte, statt ihn zu verlieren. Und eben diese Worte trieben ihn dazu an, ihre Hand seinerseits fester zu drücken und selbst du Stimme zu erheben. „Das gleiche gilt für mich. Weder werde ich von ihrer Seite weichen, noch sie im Stich lassen. Mag es sein das man mich dafür anklagt, mag es sein das man mich wegen meiner Vergangenheit verurteilt. Doch es ist mir gleich. Diejenigen … Diejenige, derer Worte mir etwas bedeuten, kennt die Wahrheit. Kennt meine Intention, meine Beweggründe.“ Sein Blick ruhte noch immer auf dem alten Elfenfürsten, dessen Miene nun zur Überraschung gewandelt hatte. „Ihr solltet euch jetzt entfernen.“
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Beriadan

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BeitragThema: Re: Häuser    So Jan 18, 2015 5:10 pm

"Ihr befindet euch noch immer in meinem Wald, aus meinem Gutdünken und seid ein Gast Feredir, vergesst dies nicht" antwortete Beriadan mit schneidendem Tonfall zu dem Großmeister der Luft, welcher wie sooft nicht müde darin wurde Beriadan das Gefühl zu geben in seinem eigenen Reich, bei seiner eigenen Familie ein unerwünschter Störenfried zu sein. Wenn er selbst Feredir hinaus getrieben hätte, als dieser hilfesuchend umher geirrt war, wäre all dies wohl niemals passiert.
War dies vielleicht das selbe Gefühl der Bitterkeit, des Fremdenhasses und der Egozentrik, welches auch einst jener Gutsmeister in seinem Inneren gefühlt hatte. Jene Wut, jene Hilflosigkeit die zu nichts weiter führen mochte als Hass.
"Hass zerstörte in meiner Familie bereits einmal jede Liebe und stürzte das Reich in Finsternis. Dies wird nicht erneut geschehen" erklärte er leise und verbeugte sich tief. "Nehmt meinen Segen, so es doch das Einzige ist, das ich noch zu geben habe" erklärte er und wandte sich um, trat aus dem Raum
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Feredir

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BeitragThema: Re: Häuser    Mo Jan 19, 2015 7:37 pm

Weder hatte er das plötzliche Auftauchen von Beriadan verstanden, noch warum seine Meinung mit einem Mal derart anders ausfiel, als es noch zuvor der Fall gewesen war, doch letztlich war er wieder durch die Tür verschwunden. Und in seinem Inneren begriff Feredir langsam, dass den alten Elfenfürsten weit mehr als nur seine Vergangenheit plagte. Denn sein Geist schien keineswegs klar, sondern nur noch vernebelt zu funktionieren, wenn überhaupt. Doch von alle dem sagte er kein einziges Wort, wollte er Guinevere neben sich nicht weiter beirren. Denn inzwischen hatten sie sich beide aufgesetzt und er, der er neben ihr saß, legte ihr sanft die Decke um die Schulter, versuchte ihr mit einem sanften Kuss auf die Wange die wirren Gedanken zu nehmen, die er in ihrem Gesicht erkennen konnte. „Es wird besser werden. Alles.“ Versprach er leise, legte eine Hand um sie und küsste sie daraufhin erneut. Es schmerzte, schmerzte mehr als die vereiste Lunge sie so zu sehen.
„Und wenn wir alle dies überstanden, wenn wir alles hinter uns haben, verspreche ich dir dass es eine Zeit geben wird, in der nur wir beide zählen. Fernab, in den Bergen, Tälern … wo ist mir vollkommen gleichgültig. Nur mir dir. Keinerlei Politik, keinerlei Beschuldigungen, keinerlei Verpflichtungen. Dass…“ Er griff nach ihren feinen Händen, die sie immer wieder ineinander wandte und auf die sie unbeirrt starrte. „Ist das Mindeste was ich für dich tun kann, nach alle dem, was du für mich getan hast. Es wird besser werden. Ich verspreche es.“ Und er küsste die Hand, umschloss sie. Neigte, mit einem leichten Lächeln den Kopf.
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    Mo Jan 19, 2015 9:04 pm

Die Szenerie war so absurd, dass ihr der Morgen noch immer wie in einem wirren Traum vorkam, den sie zu vergessen geglaubt hatte. Der kurze Auftritt ihres Vaters und seine Rechtfertigung, sein schnelles Gehen und ihre eigenen Gedanken, die sich nicht klar zusammen fassen ließen, ohne ihr Kopfschmerzen zu bereiten. Sie begann sich zu fragen, warum er hier gewesen war, was er gewollt hatte und ob er sich lediglich im letzten Moment dazu entschieden hatte, Feredir nicht erneut weh zu tun, wie er es so unzählige Male bereits getan hatte, doch letzten Endes waren es die weichen Hände, die nach ihr griffen und sie hielten, die ihr einmal mehr aufzeigten, dass es im Grunde gleichgültig war. Seine Worte waren süß und hoffnungsvoll, wenngleich sie auch wusste, dass es eine Lüge war, doch etwas in ihr ließ ihr Herz erneut schneller schlagen als sie sich zu ihm zurücklehnte. Sie wollte die schwere Süße der letzten Nacht zurückhaben, jenen fremden Rausch, in dem sie sich befunden hatte und der es ihr unmöglich gemacht hatte, sich über andere Dinge Sorgen zu machen, wollte sich in der süßen Lüge, die zwischen ihnen beiden bestand, erneut verlieren.
"Es ist egal", wisperte sie als sie sich zu ihm herumdrehte und ihre Hände nach ihm ausstreckte, ihre Fingerspitzen behutsam über die warme, nackte Haut streichen ließ, gegen die sie gelehnt war. "Es ist egal, solange du nur bei mir bist", sprach sie leise weiter und lächelte für einen kurzen Moment lang verhalten. Vielleicht brauchten sie diese Lüge beide, den Glauben daran, dass es eines Tages besser werden würde, selbst wenn der Morgen stets nur neues Grauen gebracht hatte - die Lüge, die sie beide einschloss und ihnen von einer fremden Welt erzählte, die nur ihnen beiden gehörte, sie beide träumen ließ und das warme, weiche Gefühl von Glück zurückrief, das sie beide umfing, wie die Kissen, in welche sie ihn sanft mit sich zurückzog.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Häuser    Di Jan 20, 2015 10:54 pm

Sollten sich doch andere um die seltsamen Gegebenheiten und Wandlungen rund um die Reiter kümmern. Sie interessierten ihn nicht sonderlich, zumindest nicht, so lange er keine Chance sah an Caladhiel einige kleinere Tests durchzuführen und er hatte so das Gefühl, dass ihm diese Ehre mit Sicherheit nicht zu Teil werden würde.
Geistesabwesend pulte er an der verschorften Haut, welche sich straff über seine Stirn spannte. Er hatte sich also nach einigen Überlegungen in das Innere des Waldes zurück gezogen und war dort umher gestriffen, ehe er an jenem Haus vorbei kam, auf dessen Balkon Guinvere stand und gedankenverloren über den Wald blickte.
"Eure königliche Hoheit, nicht wahr?" rief Elijah von unten und vollführte eine komplizierte Verbeugung. "Würdet ihr mich auf ein kaltes Getränk hinein bitten? Ich habe mich verlaufen, wie ich befürchte und leide seit Stunden elendigen Durst"
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    Di Jan 20, 2015 11:07 pm

Die Wirrungen des heutigen Tages waren ihr in Erinnerung geblieben und hatten ihren Geist aufgewühlt. Jonathans Gesicht war so voller Hass, so voller Zorn auf sie gewesen und etwas in ihr hatte ihn zu Beginn noch bemitleidet, bevor auch dieses Etwas verschwunden war, als er sich gewünscht hatte, er habe sie vor den Türen seiner Schmiede einfach in der Kälte sterben lassen. Wie anders wäre alles gekommen, wenn er ihr nicht geholfen hätte - sie wäre noch immer in der Hauptstadt, korrumpiert von den Großmeistern und benebelt von deren Lügen, die sie ihr wieder und wieder vorgesetzt hatten. Lügen, mit denen sie zuweilen bereits schon zu lange zu leben hatte und die sie hatten unsicher werden lassen - die Geschichte dieses Landes und der Streit zwischen den beiden Parteien, ihre Lügen, die sie in ihrem eigenen Volke säten, war nichts weiter als ihr eigener Versuch, sich die Vergangenheit vom Halse zu schaffen.
'Geschichte handelt fast nur von schlechten Menschen, die später gut gesprochen worden sind.', hatte ihr Vater ihr einmal gesagt und hatte über das Unverständnis seiner Tochter gelächelt, die zu dieser Zeit den wahren Kern hinter alledem noch nicht begriffen hatte. Heute, während sie auf dem Balkon eines elfischen Hauses stand und den Wind in ihren dunklen Haaren spürte, da begann sie zu begreifen, was er damit gemeint hatte. Beriadan war ebenso schlecht, wie es die Großmeister waren, wie es unzählige andere Männer und Frauen waren, die einst nach der Macht gegriffen hatten und Unschuld, jene Sanftmütigkeit, die sie bislang an den Tag gelegt hatte, würde ihr in dieser Situation nichts anderes als den sicheren Tod bringen. Dort draußen, fern der Grenzen des elfischen Waldes, waren noch immer Unbeteiligte, Männer, Frauen und Kinder, die die Großmeister in einen Krieg treiben würden während sie sich hier zurückzog und darauf hoffte, dass der Schrecken vorüber gehen würde, ohne sie zu streifen. Sie begann zu begreifen, dass dieser Krieg nicht an ihr vorüber ziehen würde und dass die Wahrheit über das, was einst aus diesem Reich werden würde, auch in ihren eigenen Händen lag - die Hände, die sie immer nur bittend gefaltet, aber niemals entschlossen geballt hatte. Dort draußen, fern der Grenzen des Waldes, waren Usurpatoren, die sich den Thron genommen hatten, der ihr zustand.
Eine Stimme erregte ihre Aufmerksamkeit und sie ließ ihren Blick hinunter zu dem fremden Mann wenden, der dort unten stand und zu ihr hinauf rief. Sie hatte ihn während des Gesprächs mit Jonathan gesehen, hatte seine dreisten, groben Worte gehört und beobachten können, wie der Schmied auf ihn eingeschlagen hatte, aber sie war zu angsterfüllt gewesen, um sich gegen ihn zur Wehr zu setzen und ihn dazu zu bringen, aufzuhören. Vielleicht würde sie es nun mit diesem Gespräch wieder gutmachen können. "Kommt herein."
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Häuser    Di Jan 20, 2015 11:16 pm

Elijah zeigte ein Lächeln voller weißer Zähne, während er einen imaginären Hut lüpfte und schließlich die Tür aufstieß. Drinnen roch es nach Gänseblümchen, Preiselbeeren und frischem Quellwasser mit hohem Natriumgehalt wie Elijahs feine Nase feststellte und mit einigen eiligen Schritten erklomm er die Treppe und blieb schließlich an der oberen Treppenkante stehen wo Guinevere ihn bereits erwartete. "Der Artista dankt" meinte er schmunzelnd und zwinkerte der Jüngeren zu. "Verzeiht, wir wurden einander noch nicht vorgestellt. Wir haben uns unter eher... ungewöhnlichen Gesichtspunkten kennen gelernt. Mein Name lautet Elijah Chamberlain. Gelehrter, Tagedieb und Schlitzohr - Artista und Erfinder, Philosoph und Phrasendrescher. Mann für alles was ihr euch vorstellen könnt und einiges, was ihr euch nicht vorstellen könnt!" er lächelte breit, selbstgefällig aber nicht weniger freundlich als bereits zu Beginn.
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    Di Jan 20, 2015 11:25 pm

"Guinevere de Enyalíe", stellte sich Selbennamige mit einem knappen Nicken vor ehe sie ihn in den Raum hinein bat und selbst Platz auf einem der Stühle nahm, die an einem kleinen Tisch standen. Das Lächeln des anderen beeindruckte sie jetzt nicht mehr, noch blendete es sie, wie es früher stets der Fall gewesen wäre, als sie noch naiv und blind durch die Welt gegangen war - das, was sie jetzt vor sich stehen sah, war ein fremder Mann, der sich selbst für größer hielt als er es eigentlich war und eben jene Erkenntnis belustigte sie jetzt, wo sie sie bemerkte, sorgte dafür, dass sich ein schmales Lächeln auf ihren Zügen bildete und selbige erhellte. Doch sie hielt eben jene Erkenntnis für sich selbst zurück während ihr Blick noch einmal über ihn wanderte, das getrocknete Blut an seiner Schläfe und die blasse Hautfarbe registrierte.
"Ich hoffe, es geht Euch nach dem Angriff wieder besser, Elijah Chamberlain, Mann für alles was ihr euch vorstellen könnt und einiges, was ihr euch nicht vorstellen könnt", schickte sie nach einem Moment des Schweigens hinterher und lehnte sich auf ihrem Platz ein Stück weiter zurück, ihre Arme auf den Lehnen ablegend und sich zu fragen beginnend, was der andere hier von ihr wollte. Fremde suchten in der Regel das Gespräch mit Beriadan, mit den Drachenreitern oder einer anderen hoch gestellten Persönlichkeit, während sie sich zuweilen stets im Schatten gehalten hatte, darauf bedacht, nicht in die Ereignisse involviert zu werden. "Ein Phrasendrescher seid Ihr fürwahr, mein Herr, doch was ich mich zu fragen beginne, ist, weshalb Ihr ein Gespräch mit mir sucht, wo Euer Kopf doch dringende Ruhe benötigt."
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Häuser    Di Jan 20, 2015 11:36 pm

"Es geht mir gut, danke euer Gnaden - ich habe schon schlimmere Verletzungen überstanden" meinte er leise und fuhr sich gedankenverloren über die lädierte Stirn. "Ihr seid klug" meinte er schließlich leise, als sie ihn vorführte und sich ihm gegenüber schließlich setzte. "Und der Grund für meinen Besuch? Das ist einfach erklärt. Ich habe mir ein Bild von der Lage hier gemacht und da meine Geliebte zufällig die Beraterin der Königin des Landes ist aus dem ich stamme, bin ich durchaus an der hiesigen Entwicklung interessiert" erklärte er und nahm einen Schluck aus dem Glas, welches Guinevere ihm mittlerweile angeboten hatte. "Und ich habe mittlerweile viele Standpunkte gehört. Standpunkte von uralten Wesen, die jetzt auch noch über die Zukunft einer weiteren Generation finden wollen und dabei die Maßstäbe uralter Zeiten ansetzen" erklärte er der anderen. "Ich bin stets an guter Konversation interessiert, daher stellt sich mir die Frage wie ihr - die wahre Königin all dies seht. Immerhin seid eigentlich ihr es, die die Entscheidungen treffen sollte" pokerte er.
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    Di Jan 20, 2015 11:49 pm

"Also möchtet Ihr Euch die Langeweile vertreiben, während um Euch herum die hohen Wesen über große Kriege und noch größeres Verderben sprechen, die Euch weder interessieren, noch für Euch von Belang sind", schlussfolgerte Guinevere lediglich, ohne ihr Lächeln dabei zu verlieren, wenngleich sich auch für einen kurzen Moment lang ihre Augenbrauen ein Stück weit in die Höhe gehoben hatten, als der andere gesprochen hatte. Sie war es nicht gewöhnt, dass jemand sie nach ihrer Meinung fragte und daran wirklich interessiert schien, ihr Glauben und Gehör zu schenken, hatten doch alle anderen sie bislang immer übergangen und Entscheidungen aus dem Glauben heraus getroffen, sie würden das Beste für sie wollen. "Das Gespräch mit Euch ist erfrischend, mein Herr, das muss ich Euch lassen, und ich trage es Euch nicht nach, dass Ihr nur Eure Langeweile bekämpfen möchtet. Viel mehr wird Euch in diesem Wald außer der Strategie einer Schlacht nicht übrig bleiben", führte sie dann erneut an und schüttelte sacht den Kopf, als belächele sie ihre eigene Aussage. Der Mann vor ihr wirkte noch immer fremd, zu aufmüpfig und nicht idealistisch genug, als dass er aus Ekyne stammen konnte, und vielleicht war es genau diese Ansicht, die sie benötigte, um selbst einen Schritt zu machen.
"Aber ich schulde Euch eine Antwort. Meine Eltern wurden von denjenigen ermordet, denen sie am Meisten vertraut haben. Ich wurde fortgebracht, damit ich überleben konnte, denn die Usurpatoren, die nun den Thron halten - jenen Thron, der mir gehört - hätten ohne Zweifel auch mich ermorden lassen. Ich mag hier Sicherheit gefunden haben, aber dieser Ort ist nicht mehr als ein selbst gewähltes Exil, in dem ich nicht länger bleiben kann. Mein Volk braucht mich, es leidet unter der Kontrolle der Thronräuber, aber das, was ich benötigte, ist eine Armee, um mich ihnen entgegen zu stellen."
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Häuser    Di Jan 20, 2015 11:56 pm

"Ich bedauer euer Schicksal" erwiderte Elijah ehrlich, während er den Kelch in seinen Händen hin und her drehte. "Der Tod der eigenen Eltern ist immer schmerzhaft. Ich verlor meine eigenen, als ich acht war - auch sie wurden von etwas getötet, dem sie vertraut haben. Es gab niemanden der mich aufnahm und ich schlug mich als Waise auf den Straßen durch, stahl essen und Geld - verkaufte mich und alles was ich hatte, wenn dies etwas warmes zu essen und einen weiteren Tag leben bedeutete. Ich hatte nichts zu dem ich zurück kehren konnte - keine Perspektive." erklärte er leise. "Und das ist nicht nur mein Schicksal - in diesen Zeiten wird all dies auch auf hunderte andere eurer Untertanen zutreffen. Behaltet das Wissen um euren Sturz in euch - erinnert euch daran wie es war als ihr auf dem Boden lag und wie man euch aufhalf - und ihr werdet in Ansätzen die Furcht und Probleme eures Volkes verstehen. Versteht mich nicht falsch - man kann kein Leid mit einem anderen Vergleichen, aber trotz allem bitte ich euch, folgendes zu verstehen. Ihr habt hier Freunde, eine Heimat, Zuflucht - euer Volk stirbt dort draußen an Hunger und Tod und schert sich einen feuchten Dreck wer auf dem Thron sitzt, wenn ihnen derjenige nicht hilft"
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    Mi Jan 21, 2015 12:07 am

"Mein Volk will von seinen Sklavenketten befreit werden. Davon befreit werden, die Magie nur dem Adel zugänglich gemacht zu werden während einfache Kinder willkürlich ermordet werden, allein weil sie eine Gabe besitzen, die andere nicht haben. Für jene, die nun auf dem Thron sitzen, ist das Volk nichts weiter als ein weiteres krankes, blasses Gesicht, das ihnen entgegen blickt und dessen Bitten sie nicht hören wollen", lautete Guineveres Antwort, die inzwischen wieder von ihrem Stuhl aufgestanden war und ein paar Schritte hinüber zu dem großen Fenster gemacht hatte, der das warme Sonnenlicht in den Raum hinein ließ. Das Licht brannte in ihren Augen ehe sie selbige schließen musste, doch es war der kurze Schmerz in ihrem Kopf, der ihren Geist wach hielt, ihren Verstand auf das Gespräch fokussiert hielt, das sie hier und jetzt gerade führte. Das Volk würde sich erheben, wenn sie wüssten, dass ihre wahre Königin noch am Leben war - sie würden sie unterstützen, wenn sie zurück kehren würde, doch um ihnen zu helfen und den Thron zurück zu erobern, brauchte sie eine Armee. Um das zurück zu bekommen, was einst ihrer Familie gehört hatte und nun das ihre war, selbst wenn das bedeutete, dass sie jene Menschen vernichten musste, die einst auch sie aufgezogen hatten, bevor sie sie alle verraten hatten.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Häuser    Mi Jan 21, 2015 12:23 am

"Das Volk" wiederholte Elijah bitter und schüttelte den Kopf während er sich an der Nase kratzte. "Das Volk wird stets schnell benannt, wobei wir doch keine Ahnung haben wer das eigentlich ist, oder was es eigentlich will. Ihr wollt euren Thron zurück? Ihr werdet auf starken Widerstand stoßen. Ihr seid eine Elfe und euer Volk hasst Elfen - ihr werdet für die einen die wiederkehrende Königin, für andere die verräterische Königin sein. Euer Land werdet ihr nicht wieder so aufbauen können wie es einst war. Nicht mehr nach allem was geschehen ist. Ihr wollt eine Armee? Sie steht draußen. Sie steht in den Städten bereit. Euer Volk - Soldaten und treue Seelen, Väter, die für ihre Kinder eine bessere Zukunft wollen. Die Großmeister können nicht das ganze Reich abschlachten. Doch ihr werdet keine Königin sein. Wenn das Volk für seine Freiheit streitet, so muss das Volk auch seine Freiheit bekommen. Wenn ihr wollt, dass euer Volk und das Volk der Elfen friedlich leben, dann dürft ihr nicht auf dem selben Konzept beharren, das seit Jahrhunderten Krieg bringt. Was ihr braucht ist eine Demokratie, gestützt auf die Thesen des Lyonel Bolivar"
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    Mi Jan 21, 2015 12:52 am

Guinevere blieb eine Weile lang still, ließ seine Worte in ihren Ohren noch einmal wiederhallen ehe sie leise zu lachen begann und den Kopf schüttelte. Dachte dieser Mensch etwa wirklich, dass so etwas wie eine große Demokratie in diesem Reich, in irgendeinem Reich existieren konnte? War er wahrhaft derjenige, der nun an ihrer Statt naiv und blauäugig hier saß und von einer perfekten Welt träumte, die niemals in der Realität Bestand haben würde? "Ihr seid ein Träumer, Elijah Chamberlain. Eine gute Seele, aber nichts desto trotz ein Träumer, ebenso wie es Lyonel Bolivar war", sagte sie schließlich und öffnete ihre Augen wieder, um sich wenig später umzuwenden und ihn noch einmal zu mustern. Lyonel Bolivar war ein Mann gewesen, der seiner Zeit weit voraus war und dessen Ideale weiter getragen worden waren, aber umgesetzt waren sie in blutigen Bürgerkriegen in einem anderen Reich ausgeufert - Alagäsia hatte sich beinahe selbst zerfressen, als die Bürger sich um eine neue Führung bemüht hatten, Fürsten hatten gegen Fürsten gekämpft, stolze Männer Bauern um sich versammelt, Wahnsinnige nach der Macht gegriffen - all das hatte ein Ende gefunden, als die Drachenreiter einen neuen König ausgerufen hatten.
"Denkt Ihr wahrhaft, all das hätte ein Ende, wenn ich Macht in die Hände von Bauern lege, die dieses Land zu Grunde richten würden? Denkt Ihr wahrhaft, die Großmeister würden etwas dergleichen zulassen? Sie werden sie töten und es wird ihnen gleich sein, ob es Frau, Kind oder Soldat ist. Eine Demokratie wird niemals funktionieren und mögt Ihr von mir halten, was immer Ihr wollt. Ich werde mein Volk nicht sehenden Auges in das Verderben rennen lassen, um mich selbst aus der Verantwortung zu ziehen", lautete ihre Erklärung auf seine Worte hin und zum ersten Mal seitdem sie über all das nachgedacht hatte, ballten sich Guineveres Hände zu Fäusten. Chamberlain war nicht anders als jeder andere, nicht anders als die Großmeister, die sie gegen die Elfen trieben, Beriadan, der sie gegen die Großmeister trieb. Es war gleichgültig, was sie tat - sie würde für die einen stets verdammt sein, für die anderen eine Rettung und Hoffnung, damit hatte sie sich inzwischen abgefunden, doch dieser fremde Mann, der hier saß und ihr Ratschläge geben wollte, wo er von alledem nichts wusste, verärgerte sie zum ersten Mal wirklich. Ihre Eltern würden, wenn es nach ihm ging, für nichts gestorben sein - unzählige Unschuldige wären für nichts außer weiterem Blutvergießen gestorben.
"Das, was dieses Land braucht, weiß sein Volk, Elijah Chamberlain, und kein Phrasendrescher, der sich für wichtiger hält als er ist."
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Häuser    Mi Jan 21, 2015 1:14 am

"Ihr zürnt mir" stellte Elijah fest, welcher sich eine Traube in den Mund schob und Guinevere eine Zeit lang beobachtete, während er die Traube schließlich unterschluckte und versuchte die Dinge aus ihrer Sicht zu sehen. "Dabei bin ich nur ein Stellvertreter für eure Wut - tut was immer ihr für nötig und richtig erachtet. Ich habe niemals ein Land führen müssen und werde es niemals tun, noch hege ich derartige Ambitionen" erklärte er leise während er sich vorne aufstützte. "Aber in einem habt ihr Unrecht - ich weiß was ich bin. Ich bin ein Lügner, ein Betrüger - ich komme aus der Gosse und habe es durch pures Glück an die Seite einer wunderbaren Frau geschafft. Ich habe mich nach oben gearbeitet, aber ich kenne meine Wurzeln und meinen Stand" seine Stimme war ruhig und bedacht, während er dem jungen Mädchen zuhörte, welche sich nun selbst in der Überlegenen Situation sah. "Alles was ich wollte war eine Konversation, ein Denkanstoß vielleicht. Aber ihr habt natürlich Recht - ihr steht weit über mir und ich habe kein Recht euch Vorschläge zu machen" er zuckte mit den Schultern. "Ich unterstütze euch gerne, wenn ihr dies wollt. Aber wenn nicht, nun ich habe auch noch ein Leben fern ab von alle dem. Wenn ich die Macht besäße, natürlich würde ich versuchen die Welt zu etwas besserem zu machen als sie ist. Würde ich dabei scheitern? Vermutlich - jedoch weniger an meinen eigenen Ambitionen, als an den Menschen die nicht bereit sind für andere zurück zu stecken. Vielleicht bin ich ein Träumer, ich bin sogar ganz bestimmt einer. Aber immerhin gehören meine Träume mir allein"
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Vrael
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BeitragThema: Re: Häuser    Mi Jan 21, 2015 10:16 pm

Vrael hatte noch immer ein wenig mit der Veränderung seiner Mutter zu kämpfen, wenngleich die größte Angst auch zusammen mit Anwar gestorben war. Er hatte befürchtet, dass sie verschwinden - dem Wahnsinn anheim fallen würde wie Noreag, aber dem war nicht so. Vielmehr schien es ihm als sei sie zum ersten mal seit langer, langer Zeit glücklich - und vor allem  - ausgelastet und zufrieden. Da war kein Schmerz mehr in ihren Augen, kein beinahe unbändiger Zorn, der von den Schmerzen herrührte die sie hatte ertragen müssen. Anwar war gegangen, nachdem sie so lange zusammen gelebt hatte, das sie beinahe eins waren. Anurin war zu ihr gekommen hatte sie ihm erklärt und sie wisse nun, dass sie nicht allein war.
Auch Vrael selbst wollte eines Tages jene Stufe des Reiterdaseins erleben - wahrlich eins werden, das volle Potential dieser Freundschaft, dieses Bandes erleben welches seinen Drachen und ihn zu einem anderen Wesen vereinen würde. Es war ein Weg, den alle Reiter gehen würden und Vrael hatte keine Angst mehr.
Während seines Spaziergangs durch den Wald sah er nun also, wie Elijah recht unfreundlich von der Prinzessin dieses Reiches aus dem Haus komplementiert wurde. Vrael trat an das Haus und sah zu Guinevere, die im Begriff war die Tür zu schließen. "Alles in Ordnung?"
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Guinevere de Enyalíe

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BeitragThema: Re: Häuser    Mi Jan 21, 2015 10:25 pm

Hinaus komplimentiert war leicht dahin gesagt, hatte der junge Reiter doch nichts anderes gesehen als Elijahs letzte Flugmeter aus der Tür, aus welcher sie ihn sprichwörtlich hinaus geworfen hatte. Bislang hatte sich kaum jemand um ihre eigene magische Begabung gekümmert, die noch immer in ihr schwelte und derer sich die Großmeister angenommen hatten, in welcher sie sie ausgebildet hatten, damit sie sich selbst verteidigen konnte und Guinevere hatte es bislang stets vermieden auch nur danach zu tasten, um sie zu nutzen, war sie doch zu furchtsam gewesen, sie könne eines Tages ebenso wahnsinnig werden wie jene Usurpatoren, die ihr den Thron genommen hatten. "Wagt es nicht wieder zurück zu kommen", raunte sie lediglich Elijah zu, welcher mit dem Gesicht vorwärts im Dreck gelandet war und musterte noch einmal die Gestalt des Phrasendreschers, jenes Mannes, der es gewagt hatte, so mit ihr zu sprechen, als wüsste er alles besser, als kenne er dieses Reich und seine Menschen und der es vermocht hatte, sie zum ersten Mal wahrhaft wütend zu machen. Ein Teil von ihr bereute die Tat, bereute die Überschwänglichkeit, mit der sie agiert hatte - ein anderer war stolz auf so viel Selbstbewusstsein und Stärke.
Als ihr Blick nun auf Vrael fiel, welcher sichtlich verwirrt angesichts eben jener Handlung zu sein schien, lächelte sie lediglich knapp. "Es ist alles gut. Ich habe mich lediglich eines unerwünschten Gastes entledigt", lautete ihre Antwort während ihre Augen längst wieder auf Elijah lagen, der sich inzwischen aufgemacht hatte, um das Weite zu suchen, offensichtlich endlich begreifend, dass er hier nicht weiter geduldet werden würde, solange er sich nicht zu benehmen und seine eigenen Worte zu überdenken wusste. "Ihr seid der junge Drachenreiter, der uns im Wald warnte, nicht?"
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