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 Gasthaus "Zum roten Pony"

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BeitragThema: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 12:34 am

Das Gasthaus zum roten Pony genießt einen exzellenten Ruf, nicht nur in Kuasta, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus.
Auch kann man hier gut an alle Arten von Informationen und Gerüchten kommen, wenn man nur die richtigen Leute kennt.

Allerdings muss man vor dem Eintreten dreimal an den Türrahmen klopfen, ansonsten wird man vom Wirt und allen Kuastanern, die hier gerne ihr Feierabendbier zischen, wenn man Glück hat ignoriert, wenn man Pech hat wieder vor die Tür gesetzt.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 12:47 am

Nahra hatte schon die Hand an der Klinke, als sie sich entsann, was der Händler ihr geraten hatte. Einen Moment noch zögerte sie ob der Unsinnigkeit dieses Brauches, dann öffnete sie die Türe und klopfte brav gegen den Türrahmen. Eins. Zwei. Drei.
Anschließend trat sie an den Ausschank, musterte den Wirt und ein Mädchen, das wohl seine Tochter war. Es war blond und etwas pausbäckig, aber sie könnte später eine schöne Frau werden. Nahras Blick wanderte zu dem Schnauzer des Wirtes und dann zu den graublauen Augen des selbigen.
„Ich hätte gerne ein sauberes Bett, Wasser zum waschen und vielleicht ein kleines Abendessen, wenn‘s genehm ist“ sprach sie ihn an und beugte sich etwas über die Holzplatte um nicht so laut reden zu müssen. Für einen kurzen Moment legte sie ihren Oberkörper darauf ab und atmete tief ein. Roch doch ganz gut hier und nach Essen. Dieser Geruch erinnerte die Nomadentocher wieder daran, dass auch Wüstenkinder etwas zu essen brauchten. Sie hatte ziemlich Hunger. Wenn sie etwas zu tun hatte, verdrängte sie so etwas immer gerne. Hunger störte beim handeln, beim lauschen, beim jagen, beim klettern. Eigentlich störte Hunger bei allem außer beim Essen.
In einer galanten Bewegung fasste sie an den Rand des Holzes und stieß sich ein paar Zentimeter zurück, um nicht mehr nach vorne gebeugt da zu stehen. Dabei warf sie einen kurzen Blick durch den Raum. Unaufmerksam spät, wie sie bemerkte.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 12:57 am

"Natürlich!" meinte der Wirt in einem freundlichen Ton und der Schnauzer vibrierte hypnotisierend während er Sprach.
"Das macht dann..." er kniff die Augen zusammen um zu rechnen,
Zehn Kupfer! Und zwar in Bar und im Vorraus, ich habe keine Lust, dass ihr im Morgengrauen durch eiin Fenster schlüpft und flieht!"
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 1:07 am

„Wou wou wou!“ Abwehrend hob Nahra die Hände „So eine freundliche Begrüßung hatte ich schon lange nicht mehr“ grummelte sie mit hoch gezogenen Augenbrauen und zählte aus reinem trotz zwei Kupferstücke mehr als nötig ab. Wenn nicht hier, wo sollte sie es denn sonst ausgeben?
„Kauft euch einen Wachhund davon, damit ihr euer misstrauen etwas schmälern könnt“ meinte sie noch leicht patzig und wandte sich dann um. Automatisch wählte sie den Tisch nach seinem Nutzen aus. Beste Fluchtmöglichkeit. Beste Übersicht. Blick zur Türe und am weitesten von allen anderen entfernt.
Erleichtert seufzte sie, gähnte gegen ihre Hand und lehnte sich zurück. Nahras Eigentum kam dicht an ihre Seite, wo sie spürte, wenn es weg genommen wurde. Darauf die Hand und dann einen Moment die Augen schließen. Es war auch ein anstrengender Tag gewesen. Und wenn sie mitten in der Nacht erwachte, dann würde sie eben um diese Zeit weiterreisen. Jemand der sich einbildete Nachts mehr Angst haben zu müssen war noch nie in der blendenden Sonne der Wüste angegriffen worden. Den dann wusste man, dass das Licht einen nicht schützte. Nicht einmal das Erkennen eines Feindes erleichterte.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 1:20 am

Der Wirt steckte die Kupferstücke ein und sah die Fremde durchdringend an. Nicht oft kamen Leute aus fernen Landen in eine abgelegene Stadt wie Kuasta und umso vorsichtiger musste man sein. Wenigstens hatte Nahra Trinkgeld gegeben, das machte sie in den Augen des Wirtes schon mal sympathischer.
Aber immer noch war er ihr gegenüber misstrauisch, auch wenn er seine Anweisungen hatte.

"Was wünscht Ihr denn zum Abendbrot, Fremde?", fragte er etwas freundlicher und zählte auf, was es gab.
"Wir haben Rindfleischsuppe und eine klare Gemüsebrühe, außerdem noch frisches Brot, Salat und mit Käse überbackene Schweinsschwarte. Zum Nachtisch gäbe es die Wahl zwischen frischen Kirschen aus den Bergen oder einer Frucht des Südens, die man Banane nennt. Ich weiß nicht, wie sie schmeckt, ein Händler hat sie mir vor kurzem verkauft. Aber sie ist gelb, länglich und gebogen."
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 1:34 am

Nahra lauschte den Worten des Wirtes, starrte ihn einen Moment an und kicherte leise. Daraus wurde ein kaum lauteres Lachen
„Wollt ihr nicht erst einmal selbst probieren, was ihr anderen verkauft? Keine Sorge sie ist nicht bitter, im Gegenteil..“ sie konnte sich selbst nicht erklären was sie daran jetzt immer noch so witzig fand, doch sie hatte wenigstens ihren Spaß.
„Eine Gemüsebrühe, Salat und ein kleines Stück von eurem Schwein“ sie lächelte warm „Und ich hätte auch nichts gegen eine Banane“
Nahra fand das immer noch ziemlich amüsant. Irgendetwas war hier im Busch. Nur Dumm, das Nahra das nicht einmal ansatzweise ahnte. Die freute sich jetzt nämlich auf etwas essen. Bei den Elfen hatte sie gelernt Fleisch nur zu essen, wenn sie nicht ohne satt wurde, so hatte sie es sich jetzt auch angewohnt. Sieben Jahre lang hatte sie ihren Klan gemieden, ob ihr Vater noch lebte? Vielleicht hatte er längst einen jungen Mann adoptiert. Einen zweitgeborenen einer anderen Familie.
Tief in ihren Gedanken versunken saß Nahra plötzlich an ihrem Tisch und starrte ins Leere. Es war gut zu wissen, dass fast jeder Schwächen hatte, die man in seiner Vergangenheit suchen musste.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 1:41 am

"Natürlich hab ich eine Banane schon probiert!", verteidigte sich der Wirt trotzig. "Ich biete meinen Gästen doch nichts an, von dem ich nich weiß, ob es gut ist. Ich darf doch wirklich bitten..."
Er schüttelte den Kopf, aber fast wohlwollend.
Fremde kamen nur selten hierher, aber wenn alle Fremden so viel Frische mit sich brachten wie diese Fremde hier, dann konnten es von ihm aus gerne mehr sein. Vor allen Dingen, da Fremde immer guten Umsatz brauchten und obwohl das Gasthaus ganz gut lief, wünschte sich der Wirt doch oftmals mehr Geld, um sich mehr leisten zu können, bevor es vorbei war.
Wobei er eigentlich überzeugt war, dass zu viel Geld nur den Charakter verdarb.

Aber ein ein eigenes Boot, mit welchem man in der Bucht von Kuasta dem Abendrot entgegenfahren konnte - das würde er seiner Tochter doch gerne ermöglichen.

Wie dem auch sei.

Schweigend bereitete er sie gewünschten Speisen zu und brachte sie Nahra an den Tisch.
"Guten Appetit wünsche ich Euch. Was führt Euch eigentlich in ein kleines Dorf wie Kuasta?"
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 1:51 am

„Der selbe Grund, aus dem ihr hier vor mir steht. Um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, Ich handle, aber eigentlich bringe ich Reisende etwas sicherer dorthin wo sie wollen und das auf dem kürzesten Weg. Ich bin viel herumgekommen und wenn andere davon profitieren können.. warum nicht?“ das war nicht ganz richtig so. Schließlich könnte sie sie dann auch umsonst mitnehmen, oder sich einer Gruppe anschließen.
„Sie haben hier ein schönes Gasthaus, aber ich bevorzuge es die Sterne zu sehen, bevor ich mich schlafen lege. Ich bin so aufgewachsen, ich will so leben und so sterben“ erzählte sie munter vor sich hin. Es war ja nicht so, als würde sie hier gerade wichtige Geheimnisse ausplaudern.
„Aber wie es aussieht, finde ich hier keinen den ich ein Stück mitnehmen kann auf meiner ewigen Reise“ sie lächelte noch einmal und starrte einen Moment ins nichts. Hing Erinnerungen nach. Eigentlich war sie ganz froh den anderen entkommen zu sein. Vergangenheit war nichts in dem man sich zu lange verstricken sollte.
Hmm, das Essen roch himmlisch. Aber es wäre unhöflich gewesen sich mitten unter der Unterhaltung darauf zu stürzen. Aber probieren. „Meine Güte, das ist so GUT“ teilte sie dem Wirt mit. Andererseits war nach zwei Wochen Trockenobst und –fleisch alles köstlich. Egal, das musste genossen werden.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 2:01 am

"Ihr seid also so etwas wie eine Art Fremdenführerin?", fragte der Wirt erstaunt. Er traf des Öfteren schon einmal Händler in Kuasta und es gab auch viele hervorragende Handwerker vor Ort, aber Fremdemführer, bösartige Zungen würden, verrichtete sie ihre Aufgaben für Geld, sie gar eine Söldnerin nennen, kamen nur selten nach Kuasta.

Aber sie wären mit Sicherheit für ein paar interessante Geschichten und Gerüchte gut, wie es sie nur in Kuasta zu finden gab.

"Freut mich, dass es Euch schmeckt. Aber ich glaube, vielleicht hättet Ihr eher jemanden herführen sollen, den meißten Leuten gefällt Kuasta, wenn sie sich erst einmal eingelebt haben."


Inzwischen war er wirklich neugierig auf die fremde und begab sich daran, Nachschlag für sie zu bereiten.

"Aber sagt, so kommt ihr ursprünglich her? Wo seid ihr geboren?"
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 2:17 am

„Ja, Fremdenführerin könnt ihr es nennen“ gab sie zu und ließ sich geduldig von dem Mann vor sich mustern. Was sie wohl gesagt hatte, dass er sie anstarrte wie ein bunter Vogel. Erst jetzt und nicht nachdem sie ausgesehen hatte, wie sie aussah.
„Ich hätte es eigentlich wissen müssen. Den letzten und Einzigen den ich je von hier fortgeführt habe, fand ich etwas sehr verwirrt vor den Toren dieser Stadt.“ Erzählte sie und aß dabei. Aß sich endlich einmal wieder satt. Erst die Frage nach ihrer Herkunft zerstörte ihrer Erzählerlaune. Einerseits war sie sehr stolz darauf, was sie war, andererseits lag da auch ein ungeklärtes Problem, das ihr die Ruhe nahm.
„Im Sand. Ich bin im Sand geboren, ich komme aus dem Sand. Er ist meine Mutter und mein Vater. Er hat meine Tränen auf sich genommen und mein Blut und er ist es der mich versteckt und beschützt, denn keiner findet mich dort, es sei denn ICH will es. “ dafür dass sie ihm eigentlich nichts dazu hatte sagen wollen war es eine lange Rede gewesen. Ihre Augen hatten gefunkelt bei den Worten und ihre Schultern hatten sich trotz der Müdigkeit gestrafft. Wenn man ihr so zuhörte, würde man sich nicht einmal wundern wenn sie ohne ein einziges Wort den ganzen Sand der Wüste befehligen könnte. Konnte sie natürlich nicht. Aber die Vorstellungen der Menschen waren es, die ihre Welt formten nicht ihre Zweifel.
„Die Wüste begräbt alles was zu vergessen ist... ob wir es wollen oder nicht, ob wir es verstehen oder nicht, ob es uns tötet, oder nicht. Selbst, wenn es nicht vergessen werden soll.“ Das war Nahra Heimat. Sie erinnerte sich gerne an den warmen Sand. Alleine seine Farbe war warm.
„Aber genug davon, wenn du mehr über meine Heimat, meine Vergangenheit wissen willst, geh selbst hin und finde es heraus, sieh es dir an, guter Mann“
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 11:49 am

"Was? Ich?" rief der Mann aus und schüttelte den Kopf.
"Schuste bleib bei deinen Leisten - Wirt bei deinem Gasthaus, ich bin in Kuasta geboren und ich werde in Kuasta sterben!" sprach der Wirt mit bestimmenden Blick.
"Reisen ist nichts für mich, vielleicht mal aufs Meer hinaus für einen Abend - aber mehr doch nicht! Ich fühle mich wohl hier, in meiner Heimat! er wischte sich die Hände an seiner Schürze ab.
"Soll ich euch noch etwas zu Trinken anbieten? Wasser haben wir hier, im Gegensatz zur Wüste reichlich!"
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 12:43 pm

„Nein, nein danke. Haben sie einen Brunnen? Dann würde ich nämlich noch gerne meinen Wasserschlauch auffüllen“ meinte Nahra und schenkte dem Wirt erneut ein kleines Lächeln.
„Aber wenigstens haben wir etwas gemeinsam. Tjaja.. die Heimat “murmelte sie leise. Nahra lehnte sich zurück. „Unnd kann ich meine Kleidung zum Fenster hinaus schütteln. Wegen dem Sand“ sie grinste etwas verlegen, sah sich noch einmal im Raum um. Ein paar misstrauische Blicke hingen immer noch an ihr.
„Ach ja: eine Frage noch. Wann machen die Stadttore morgens auf? Oder bleiben sie offen?“ das fände sie doch etwas seltsam. Keine Stadt ließ jemanden ein, wenn er sich im Dunkel der Nacht heranschlich.
Irgendwie waren hier doch einige sehr sonderbare Leute unterwegs. Nach den Worten des Wirts zu urteilen waren das alle Bewohner dieses Ortes. Seltsam. Andererseits passte es ja wieder zu dieser seltsamen Türklopfregel. Es zeugte davon, dass eine Hexe hier einiges zu sagen hatte. Anders kam so etwas doch nicht oder? Oder doch?
Nahra stellte fest, dass sie zu lange nicht mehr unter Menschen gelebt hatte. Immer nur durchgereist. Ein einzelner brachte diese gesellschaftlichen Bräuche lange nicht genug herüber.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 3:37 pm

"Die Tore?" fragte er leise.
"Wir sind ein kleines Dorf, ohne Befestiegungsanlagen! lächeln schüttelte er den Kopf.
"Der Brunnen befindet sich in der Mitte des Marktplatzes und das Zimmer im ersten Stock lässt sich öffnen, eine Wäscheleine hängt heraus.
Viele Gäste hängen ihre Kleidung dort auf, besonders wenn sie länger bleiben und sie gewaschen haben!"
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 4:06 pm

„Hmhm.. danke“ naja wenigstens konnte man sie hier nicht einsperren. Nicht dass sie vorhatte ihre Kleidung da hin zu hängen, wo andere ihre dreckigen Finger daran abwischen konnten, aber sie musste hier ja niemanden beleidigen, indem sie das laut sagte. Es stand ihr schließlich frei. Und im Gegensatz zu anderen war sie nackt wenn sie alles nach draußen hängte. Das war eher nicht so gut.
„Ich lasse den Schlüssel morgen früh wieder hier, ich werde nämlich früh los müssen. Könnte ich diesen nun haben? Ich wäre dir dann sehr verbunden“ sie neigte leicht den Kopf und machte Anstalten sich zu erheben. Das bedeutete sie zog ihren Mantel wieder zurecht, machte ihn am Hals zu und warf ihr Bündel über die Schulter. Es klimperte leise, von dem darin befindlichen Schmuck und Nahra zog die Augenbrauen zusammen.
Es musste ja keiner wissen, dass sie etwas wertvolles bei sich trug. Damit erhob sie sich soweit Tisch und Bank es zuließen und schob sich an der Tischplatte entlang bis sie die Möglichkeit hatte sich gänzlich aufzurichten.
Während der Bewegung setzte sie schon einen geduldigen Gesichtsaufdruck aus, der bedeuten sollte, dass sie jetzt darauf wartete, dass ihr ein Schlüssel ausgehändigt werden würde. Sie schlief nämlich nicht in einem Zimmer in das noch jeder noch so minderbemittelte Dieb eindringen konnte.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 4:31 pm

"Chrm, natürlich!" erwiederte der Wirt, und griff sich ins Hemd, er förderte einen Schlüsselbund zu tage, suchte etwas und händigte Nahra dann einen kupfernen Schlüssel aus.
Einfach die Treppe hoch, diee rste Tür auf der linken Seite!"
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 5:02 pm

„Dankeschön“ Nahra lächelte noch einmal breit und griff nach dem Schlüssel. „Man sieht sich.. früher oder später“ sie hob die Hand mit dem Schlüssel zum Abschied und drehte sich dann um. Die Treppe knarzte gefährlich. Wer war auch auf die Idee gekommen Räume über Luft zu bauen? Dumme Idee.
Nahra folgte den Anweisungen des Gastwirtes und stand dann in ihrem Zimmer. Wie versprochen war es sauber. Sehr schlicht eingerichtet, aber das war ja kein Problem. Mit einem lauten Geräusch ließ Nahra ihre Tasche fallen und zog dann den Mantel aus, schüttelte ihn aus dem Fenster. Der Sand rieselte leise die Wand hinab. Danach kam die Hose und die Schuhe. Nahra löste zuletzt ihren Gürtel und zog das Hemd aus. Das zog sie allerdings nach dem Ausschütteln und anschließender Körperpflege wieder an.
Einen Moment später waren auch die Haare befreit, die sich nun in weichen Locken bis zu Nahras Hüften an ihren Körper legten. Leider wurden sie nach kurzem Kämmen wieder gezähmt. Nahra wollte schlafen. Geschmeidig schob sie sich unter die hellblaue Decke. Es roch nach Waschlauge. Nach Lavendelseife und einem anderen Gewürz, das sie nicht richtig zuordnen konnte. War aber eigentlich auch egal. Die Anspannung fiel langsam von ihrem Körper ab und es waren vielleicht zehn Minuten seit ihrer Ankunft im Zimmer, da schlief die junge Nomadin schon
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 6:00 pm

Wenn Nahra wieder erwachte, würde sie, sorgsam in ihre Hände gebettet einen Umschlag vor finden, welcher Zweifelsfrei ihren Namen trug.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 8:25 pm

Nahra drehte sich hin und drehte sich her. Sobald die stärkste Müdigkeit besiegt war, wurde ihr Schlag unruhig. Sie mochte keine Räume, fühlte sich nicht wohl und so reichte das rascheln der Briefes auf den sie sich rollte. Verwirrt und sehr gemächlich öffnete Nahra ihre Augen. Alles war noch ganz verschwommen und die junge Frau gähnte laut, als sie sich aufsetzte.
Mit einem Knacksen drehte sie den Kopf hin und her, streckte sich dann mit erneut sehr bedenklichen Hintergrundgeräuschen. Zuerst bemerkte sie den Brief gar nicht, da sie sich zielsicher darauf gesetzt hatte. Erst als etwas in ihren Hintern pikste begab sich Nahra in den Vierfüßlerstand und starrte dann den Umschlag an. Wie der Zufall es wollte, lag er nun mit dem Namen nach unten und da es bereits oder auch immer noch dunkel war draußen, erkannte sie ihn nur wegen der hellen Farbe.
Schlaftrunken stolperte sie aus dem Bett, suchte die Öllampe, die sie zuvor bemerkt hatte und mit einem gemurmelten Wort fing der Docht Feuer.
Die Lampe kam auf den kleinen Nachttisch aus altem Holz mit vielen Astlöchermalen. Etwas misstrauisch griff die junge Frau nach dem Umschlag. Sie glaubte kaum, dass der Wirt so leise sein konnte, das hier unbemerkt da zu lassen.
Nun erst bemerkte sie den Namen auf dem Brief. Es war der ihre. Erneut bildete sich eine falte zwischen den Brauen der Frau. Nahra war sich ziemlich sicher, dass sie keinem hier im Dorf ihren Namen verraten hatte. Es gefiel ihr nicht und sie war kurz davor den Brief einfach zu verbrennen.
So saß sie eine ganze Weile da und starrte den Brief an, bevor die Neugierde endlich siegte. Mit dem kleinen Finger fuhr Nahra in die Seite des Briefes und Riss den Umschlag mit mehreren Rucken auf. Dieser landete achtlos am Boden, nachdem der Brief selber herausgezogen worden war. Es war das typische Geräusch von bewegten Papier, das in der Stille erklang, als die Wüstentochter vorsichtig gen Brief entfaltete und ihren Blick darauf senkte.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 8:35 pm

Doch als der Umschlag mit zerbrochenem Siegel zu Boden fiel, kam nicht etwa ein Brief zum Vorschein.

Nahra hielt eine einzelne Spielkarte in der Hand, die sich warm, fast lebendig anfühlte.

"Der Einsiedler"



Auf der Rückseite stand in schnörkelloser, aber dennoch hübscher Schrift etwas geschrieben:
"Einsam?"
und deutlich kleiner darunter:
"In Gemeinschaft liegt Stärke"
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 8:50 pm

Die Wüstentochter starrte die Karte an. Aha. Langsam drehte sie die Karte um, um zu verstehen was das jetzt sollte. Man musste sagen, dass sie aus der Rückseite kein bisschen schlauer wurde.
„Aha“ machte sie jetzt laut. Also entweder sie sollte sich jetzt den wandernden Gauklern anschließen, oder sie hatte wirklich eine Hexe am Hals. Doch wozu brauchte sie Stärke? Und War Gesellschaft wirklich die Aufgabe ihrer Freiheit wert. Vor langer Zeit hatte sie sich dagegen entschieden. Dennoch hätte sie gerne gewusst, wer sie hier ganz offensichtlich beobachtet hatte. Der Jenige hatte sie erforscht, er war ihr vielleicht sogar gefolgt. Nahra mochte es nicht.
Vielleicht sollte sie abreisen. Jetzt sofort! Oder würde man sie auch dann verfolgen? War es ein Deut sich zu entscheiden für eine Seite? Sie hatte doch ein ganz erfülltes Leben gehabt bis jetzt und wie sollte Gesellschaft ihr geben was sie brauchte? Nahra konnte sich kaum vorstellen, dass jemand ihr Leben leben wollte. Es WAR zu einsam. Aber es war frei. Frei wie der Sand im Sturm, nur davon abhängig wohin ihn die Winde heute und wohin sie ihn morgen trugen.
Nachdenklich erhob Nahra sich und trat ans Fenster, als erwarte sie, dass dort die Person stand, die ihr erklären konnte – erklären würde – was das hier sollte und warum man ihr diese Karte nicht einfach in die Hand drücken konnte, damit sie ein Gesicht hatte zu dem sie sprechen konnte. So war sie nur alleine gelassen mit ihren Selbstzweifeln. Mit ihrem ewigen Kampf zwischen absoluter Freiheit und Gesellschaft, Schutz, Gemeinschaft. Vielleicht war auch genau die Absicht. Nahra verstand es nicht, sie war sich auch nicht sicher, ob sie es überhaupt verstehen wollte.
Vielleicht war es auch reine Feigheit, dass man sich ihr nicht zeigte, so dachte die junge Frau leicht ärgerlich.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 9:40 pm

Auf einmal sah Nahra jedoch einen huschenden Schatten zwischen zwei Bäumen vor ihrem Fenster.

Ob das von dem Einbrecher war?
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Apr 06, 2010 9:53 pm

Nahras Augen weiteten sich einen Moment, dann verengten sie sich. Ohne Groß nachzudenken riss sie das Fenster auf.
„Oh dich kriege ich.. Feigling“ fauchte Nahra und wollte schon springen. Sie entshcied sich dann doch dafür noch in ihre Kleidung zu schlüpfen und ihr Hab und Gut mitzunehmen. Den Waffengürtel zwischen den Zähnen kletterte sie aus dem Fenster. Die Häuser hier waren nicht sehr hoch und unter ihr stand eine Bank. Dennoch schmerzte es hart in den Gelenken, als die junge Frau auf den Bank landete.
Gerade war das aber egal. Nahra rannte los. Sie wollte wissen wer ihrer Aufmerksamkeit solch ein Schnippchen geschlagen hatte. Und er würde ihr erklären warum er so viel wusste und was das sollte!

tbc: Markt
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Di Aug 10, 2010 7:39 pm

Bevor Khalid der Einladung folgte, hatte er sich das Schloss erst einmal nur von außen angesehen. Und von weitem.
Kritisch hatte er die Mauern beäugt und sich schließlich dazu entschlossen, sich erst einmal in Kuasta umzuhören.
Inzwischen saß er seit geraumer Zeit in einem Gasthaus, zu irgendeinem Pony, oder so, und nippte an einem Met.
Was er hier von dem Schloss gehört hatte, klang nicht gut, nicht einmal annähernd erbaulich.
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Mi Aug 11, 2010 6:50 pm

Das erste, wonach es Xemnas war, war eine vernünftige Mahlzeit, die er in dem Gasthaus von Kuasta suchte, dem besten, in der Stadt.
Das letzte, was er nun gebrauchen konnte, war etwas, das am Ende aussieht, als entstamme es dem Magen eines Pferdes und schmecke
wie die Abfälle einiger Gassen. Xemnas hatte sich in eine Nische gesetzt, in der er soweit in Frieden gelassen wurde,
einzig und allein einer der Kellnerinnen kam kurz zu ihm herüber, um seine Bestellung entgegen zu nehmen.
Nur kurze Zeit später stand vor ihm ein großer Teller, mit Fisch, Brot und irgendeiner seltsam grünen Kräuterpaste,
die angeblich ganz vorzüglich schmecken sollte. Und tatsächlich, zurecht hatte das Gasthaus einen so guten Ruf, das Essen war lecker, war leider nicht überall eine Selbstverständlichkeit ist.

Als Xemnas aufgegessen hatte, war er zum Tresen nach vorne gegangen und hatte sein Essen bezahlt.
Er erkundigte sich nach der nächsten Stadt und wie er diese am besten erreichte. Man riet ihm, sich eines der Pferde des Großhändlers hier zu kaufen. Doch das war gar nicht von Nöten, da er mit seinem eigenen hier her gekommen war. Daher ließ Xemnas lediglich eine Beschreibung des Weges über sich ergehen und zog dann los. Auf dem Weg jedoch, erfuhr er von einem größeren Ereignis in Aberon und entschloss sich daraufhin seinen Fuß das erste Mal auf surdanischen Boden zu setzen...


tbc: Surda
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BeitragThema: Re: Gasthaus "Zum roten Pony"   Mi Aug 11, 2010 7:17 pm

Erstaunt hatte Khalid aufgeschaut. Kannte er diesen Mann nicht von irgendwoher? Misstrauisch verengten sich seine Augen, während er nachdachte. Das Gesicht von Xemnas kam ihm seltsam bekannt vor und er könnte schwören, dass er ihn vor nicht all zu langer Zeit schon einmal gesehen hatte. Er fand jedoch nicht die Zeit, seinem Gedankengang zu Ende zu gehen, da er von lautem Geschnatter abgelenkt wurde.
Eine Frau war herein geeilt und hatte etwas dem Wirt erzählte, woraufhin zwei neugierige Kellnerinnen dazu getreten war.
Sie sagten etwas von: Ist das möglich? Verschwunden? Das Schloss ist nicht mehr da. Weg.
Khalid blickte zweifelnd auf seinen Krug Met hinunter.

Rasch stand er auf, bezahlte für den Krug und vergewisserte sich von dem Gerücht.
Und wirklich, das Schloss war spurlos verschwunden.
Nachdem er nun der Einladung bis nach Kuasta verfolgt war, hatte sich diese Reise als unnötiger Kurztripp entpuppt. Er grübelte einen Moment lang und entschloss sich dann zurück nach Dras-Leona zu reisen, um dort Lyonel und Zerra aufzusuchen, wenn diese denn noch dort waren.
Ansonsten würde ihn sein Weg wohl zurück nach Surda führen...

tbc: Dras-Leona
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