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 Magierakademie

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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 12:59 am

"Wenn ich einen Vorschlag machen dürfte" kam es nun von Nenfaron, welcher sich die Hand, mit welcher er Isis berührt hatte an einem Tuch abwischte, "befragen wir ihn über alles was er weiß. Und danach, nun ich werde ihn in eine Kuppel aus Wasser sperren und langsam warten bis ihm die Luft ausgeht. Wenn sich sein Körper dann in einer Phase der Ruhe befindet werde ich die Kuppel zu Eis erstarren lasse und Feredir in diesem Kristall tief unter der Erde begraben. Endlose Schmerzen, der Erstickungs- und Erfrierungstod vor Augen - aber am Leben" erklärte er nüchtern, während er um Feredir wanderte und diesen mit eisigen Augen begutachtete.
"Du hast dich an meinem Schützling vergriffen Feredir. Wir haben dir seit dem ersten Tag gesagt, dass die Königsfamilie für dich ein Tabu ist und bleibt" erklärte er leise.
"Aber das ist auch nicht weiter von Belang, da du die Ewigkeit sowieso bald als Eisskulptur verbringen wirst"
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Feredir

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 1:08 am

„Nun wenn wir von dieser Regel ausgehen, so beging ich doch noch den kleinsten Fehltritt, nicht wahr?“ Fragte er seinerseits, versuchte sich ruhig zu geben, keine Schwäche zu zeigen. Doch allein bei der Vorstellung was man mit ihm vorhatte, schauderte es ihn. „Ich verging mich lediglich an einem Mitglied der königlichen Familie. Ihr hingegen habt den Rest davon getötet. Ich würde sagen dass die Sachlage eindeutig für mich entscheidet.“ Er konnte nicht einmal sagen wer ihn durch einen unsagbaren Schmerz ruhig stellte, doch war es auch nicht weiter von Relevanz, denn der nächste Satz, den er bereits im Begriff war auszusprechen, wurde so abrupt abgebrochen.
Dass er sich an ihr verging … Er hätte versuchen können es richtig zu stellen, doch was hätte es gebracht? Sie hätten kein einziges Wort geglaubt. Alles was sie getan hätten, wäre es schlechtzureden, zu verurteilen, ihn einen Sittenstrolch, Taugenichts, Schürzenjäger und anderes zu nennen. Freilich waren diese Titel ehrlich erworben, doch das was er in Guineveres Anwesenheit gespürt hatte, war etwas, dass er tief in seinen Gedanken behielt. Unangetastet von verurteilenden Worten die ihn als etwas betiteln würden, was er vielleicht oft gewesen war, doch nicht in diesem Augenblick.
Er starrte sie stumm an, versuchte etwas auf seinen Lippen zu formen, einen kecken Witz oder etwas dergleichen, wie er es so oft getan hatte wenn sie ihm mit Konsequenzen gedroht hatte. Doch seine Stimme erstarb, denn ihm fiel nichts ein.
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Yarna

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 10:45 am

"Mehr nicht?", fragte Yarna nach der Antwort des anderen und schüttete den Kopf, wenngleich sie auch nicht mehr wusste, was sie von der Situation halten sollte, die sich ihr hier bot. Feredir war selten so schweigsam gewesen wie in diesem Moment und seine vorherigen Worte hatten sie bisweilen kaum gekümmert, das jedoch, was ihr auffiel, war der kleine Funke in seinem Blick - etwas, das sich verändert hatte und dass nun wahrscheinlich dafür gesorgt hatte, dass er sich soweit zurück gehalten hatte, mochte es die auch die Angst vor seinem kommenden Schicksal sein, welches Nenfaron soeben Preis gegeben hatte. "Mehr hast du zu alledem nicht zu sagen, Feredir?", hinterfragte sie noch einmal und machte dann einen Schritt nach vorn auf ihn zu. Mit vielerlei Dingen hätte sie leben können, mit Verleumdungen, Anfeindungen, irrwitzigen Sprüchen der Situation bezüglich, doch das Schweigen, das er nun an den Tag legte, verärgerte sie, gerade in Anbetracht der Vergehen, die er begangen hatte.
"Dachtest du, wir würden dich gewähren lassen, während du deine Finger nach unserem Schützling ausstreckst? Dass du ihr etwas von Liebe vorheucheln könntest bis du das hast, was du willst? Dachtest du wirklich, wir würden deinen Verrat an uns nicht entdecken?"
Das, was sie wollte, waren Antworten auf ihre Fragen - etwas, das ihr einen Blick auf die Wahrheit gab, die nur er zu kennen schien und die er bislang tief in sich selbst verborgen gehalten hatte. Wut verzerrte für einen kurzen Moment lang das mädchenhafte Gesicht der Großmeisterin des Lichtes und ließ ihre hellen blauen Augen dunkler aufblitzen als sie die Hand ausstreckte und langsam begann Magie in eine kleine Kugel hinein zu ziehen - langsam genug, als dass ihr Gegenüber ihr noch eine Antwort geben würde als sie die zweite Hand ausstreckte und zu jener kleinen Lichtkugel deutete, die wieder und wieder die Szenerie am Fluss abspielte, die gehauchten Worte im Elfenwald wiederholte, die er von sich gegeben hatte.
"Ich hatte dich keine Sekunde aus den Augen gelassen, Feredir."
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Feredir

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 6:17 pm

„Verdammt noch eins, lass das sein... bitte.“ Murmelte Feredir, dann jedoch konnte er sich anders, als einen Augenblick lang auf die kleine Lichtkugel zu starren, in Gedanken selbst noch einmal zu rekapitulieren wie es dazu gekommen war, was er in diesem Augenblick empfunden hatte … was sie einander zugeflüstert hatten. Er war drauf und dran alles nur als Liebelei abzutun, als kurze Farce bei der er sich selbst getäuscht hatte, doch allein bei dem Versuch strafte er sich wenige Momente danach einen unweigerlichen Idioten, denn dass was sich dort abgespielt hatte, war nichts gewesen, dass er in seinen sechshundert Jahren bisher erlebt hatte. Es war Liebe gewesen, doch behielt er sie für sich, wollte nicht das Yarna ihm diese eine Erinnerung zerstörte. Denn es war seit langem die erste Erinnerung, die er nicht nur klar in seinen Gedanken hatte, sondern die ihm Trost schenkte. Und Yarna hatte, dass hatte sie bei Nenfaron bereits bewiesen, einen Hang dafür alles zu zerstören, was ihr unpassend vorkam, oder ihr einfach nicht in den Kram passte.
„Ich schweige Yarna, ja. Aber wenn du willst, so gebe ich deiner Mutter gern ein paar beleidigende Worte mit auf den Weg, sage gern was für eine Ironie es ist dass du mich für etwas anklagst, dass ich in den vergangenen Jahrhunderten wie oft getan habe? Ich habe irgendwann selbst aufgehört zu zählen.“ Er sah und hörte sich erneut um, versuchte erneut zu hören ob man Guinevere ebenfalls teleportiert hatte. Doch alles sprach dagegen. Yarna hätte es triumphierend erwähnt, am Anfang hätte er ihren Widerstand vermutlich noch gehört, ehe man sie wegezerrt hätte. Und er hätte sie gespürt. Doch all dies tat er nicht. Und genau das, die Erkenntnis dass wenigstens sie in Sicherheit war, beruhigte ihn ungemein.
„Es war im übrigen …“ Er stöhnte vor Anstrengung, denn der Schmerz saß ihm noch immer in den Knochen. „Ein netter Streich von dir, mir den Auftrag zu geben, die andern jedoch auf mich zu hetzen, obwohl ich der festen Überzeugung war, sie wüssten davon. Hast du dir das ganz allein ausgedacht?“
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 10:14 pm

Nenfaron massierte sich die Nasenwurzel, während er auf Feredir zutrat und diesen noch einmal einer genaueren, jedoch keineswegs freundlichen Musterung unterzog. "Feredir, mir fehlt die Geduld für deine spielchen und es ist mir auch egal was Yarna in ihrer Weitsicht getan hat" erklärte er und warf noch einmal einen kurzen Blick zu Isis, welche sich noch immer den Mund auswusch. "Das Isis nicht auch Guinevere zurück gebracht hat, schiebe ich auf ihre geistige Beschränkung - aber du bist nicht so beschränkt, nicht wahr? Du hast uns verraten, uns hintergangen und niemals vorgehabt mit Guinevere den Wald einfach so zu verlassen. Sag mir, wolltest du ihr König werden? Mit Hilfe der Elfen die bösen, bösen Großmeister besiegen um dann über dein neues Land zu herrschen - auf ewig an der Seite einer Königin, die genauso unsterblich ist wie du?" er hob kurz die Hand um Feredir daovn abzuhalten etwas zu sagen.
"Nein, sag nichts - ich will keine Lügen von dir hören. Du wirst die Wahrheit schon offenbaren, wenn wir dich erst einmal unter Druck setzen. Wusstest du, dass wir zu fast siebzig Prozent aus Wasser bestehen? In unseren Zähnen sind es mit fünf Prozent am wenigsten, während unser Blut zu beinahe fünfundneunzig Prozent aus Wasser besteht" erklärte er leise und beugte sich hinab, berührte Feredirs linken Arm mit einer Hand. "Unsere Muskeln bestehen übrigens zu achtzig Prozent aus diesem Lebensnotwendigen Stoff" flüsterte er, "wie die meisten anderen Stoffe zieht sich Wasser zusammen wenn es abkühlt, aber... kurz bevor es gefriert dehnt es sich aus." eisige Kälte und unbändiger Schmerz fuhr durch Feredirs Arm, während spastiken seine Hand schüttelten. Sein Arm wurde zuerst kalkig weiß, ehe er bläulich anlief. "Was glaubst du passiert also, wenn das Wasser in deinen Muskeln kristallisiert?"
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Feredir

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 10:27 pm

Der plötzliche Schmerz ließ ihn aufschreien. Und er erschrak, erschrak über den Schmerz, den er in jener Form noch nie gespürt hatte. Binnen Sekunden war sein gesamter Arm von einer derartigen Kälte durchzogen waren, dass es an flüssigen Stickstoff erinnerte. Seine Muskeln hatte er nicht noch einen Augenblick lang gespürt. Und ihr Verhalten, ihre biologische Reaktion war genau die, die Nenfaron ihm gerade geschildert hatte. „Weder wollte ich mich zum König erheben … noch über das Land he … hee …“ Er kniff die Augen zusammen, presste die Zähne aufeinander, ehe man ein leises Knacken hörte. Die Schmerzen schüttelten ihn, verhinderten eine kurze Zeit lang eine vernünftige, nein, jegliche Artikulation. Doch Nenfaron schien dies nur wenig zu stören. Er würde die Zeit haben, dass man ihm an seinem Gesicht an. Ja, und wenn es noch so lange dauern würde, den Schmerz würde er nicht aufheben, ob er sich nun äußern konnte, oder nicht.
„Ich bin niemand der die Führung anstrebt, verdammt. Für wen haltet ihr mich? Selbst dieser verda .. ha .. mmte Posten von Yarna ging mir an der hinteren Schlucht vorbei. Das ich euch verriet … es war alles anders als … Guinevere, ich unterhielt mich mit ihr. Wir redeten lange und fa … fanden schließlich zueinander. Wir … lieben uns … Gott bitte Nenfaron, bitte hör auf dammm…“ Seine Worte kamen nur abgehakt und Bruchstückweise aus seinem Mund heraus, doch selbst für das bisschen was er von sich gab, schämte er sich. Hatte er sich doch fest vorgenommen nicht von alledem zu erzählen, um die Erinnerung rein zu halten. Doch der Schmerz, der noch immer anhielt, ließ jegliche Logik nach und nach schwinden. „Bitte..“ Murmelte er erneut, kniff die Augen zusammen.
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 10:38 pm

Nenfaron hielt inne und der Schmerz wandelte sich zuerst in eine noch schlimmere Tortur, als das Eis mit einem Mal wieder seinen vorherigen Aggregatzustand annahm. "Du hast mit der Königin geredet? Du liebst sie?" fragte er leise und schüttelte den Kopf. "Du weißt doch garnicht was Liebe bedeutet - und selbst wenn: SOlche Gefühle sind für dich als Großmeister völlig unerheblich. Wir haben eine Aufgabe und die lautet dieses Land zu beschützen - vor allen Gefahren. Inneren und Äußeren! Du hast dich an unserer Schutzbefohlenen Vergriffen!" erklärte er und trat einige Schritte zurück, drehte Feredir für einen kurzen Augenblick den Rücken zu.
"Was dieses Land braucht sind Ordnung und Strukturen - genaue Richtlinien die bis aufs Blut einzuhalten sind! Regularien und Statistiken sind es, welche dieses Land zu Ruhm und Reichtum geführt haben! Wir haben Gesetze die einzuhalten sind! Das Recht, welches seit ewigen Zeiten besteht und es sind diese Gesetze, die vor allem anderen gelten - die wichtiger sind als ein einzelnes Leben! Du brichst mit den Regeln - mit der Ordnung, du lässt dich von Gefühlen leiten. Für soetwas ist kein Platz wenn es um den Schutz des Reiches geht. Und es geht immer nur ums Reich. Nur für dich nicht, oder?" erklärte er und trat wieder auf Feredir zu.
"Mach wenigstens soviel wieder gut - erzähl uns alles was du über die Elfen in Erfahrung gebracht hast!"
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Feredir

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 10:48 pm

Es war das was er erwartetet hatte, dass was er gewusst hatte. Und dennoch spürte er eine kurze Zeit Verwunderung über die harschen Worte. Darüber das er nicht wusste was liebe war, nicht zu ihr fähig war. Und er brachte ein trübes Lächeln zustande, jedoch nicht aus der Erleichterung heraus dass der Schmerz nach und nach abgeflaut war. „Und wie absurd ist es, dass die Schutzbefohlenen des Landes, die Hüter der Ordnung das Königspaar töteten? Und wie absurd ist es, dass ihr das Kind des von euch getöteten Paares euren Schützling nennt? Es ist eine Bigotterie, nichts weiter. All das was du predigst alter Mann passt du so an, dass es für andere, doch nicht für dich gilt. Denn DU steht vor dem Gesetz als Heiliger, denn nur DU, du weißt was gut für dieses Reich ist. Und wirfst mir den Gedanken vor mir Macht ansammeln zu wollen, damit ich euch verdrängen kann? Damit ich als alleiniger Herrscher regieren kann? Ich habe dich nicht für so dumm gehalten Nenfaron. Hätte ich als Herrscher hervor gehen wollen, wäre ich bei den Leuten geblieben, die sich jegliche Macht in diesem Land einverleibt haben und es dadurch genauso führen können, wie es ihnen beliebt. Doch weder du, noch ich noch Yarna wissen, wie man es wirklich richtig regiert. Ob nun sechzehn oder sechshundert Jahre alt, was spielt das für eine Rolle? Unsere Fehler sind die gleichen und mit der Weisheit wächst auch unsere Eitelkeit. Denn auch sechshundert Jahre alte Großmeister überdenken ihre Meinung, erachten sie mit einem Mal als falsch, lassen sich von ihren früheren Schülern verdrängen oder aber … sind einfach nur strunz dämlich und denken nicht weiter, als sie spucken können.“


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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 10:54 pm

Nenfaron verengte die Augen und brachte nicht einmal ein müdes Lächeln zu Stande. "Der König und die Königin waren nicht mehr gut für dieses Land und wir hätten mit Guinevere ein neues Reich schaffen können - mit einem neuen Aspekt. Du jedoch hast sie entführt und diesem Reich die Möglichkeit auf einen neubeginn unter einer neuen Königin genommen. Nun gehört sie den Elfen an und wir müssen jetzt nun einmal pragmatisch handeln, anstatt auf soetwas wie windige Moral oder Ethikvorstellungen zu setzen, so wie du es dir vorstellst. Du nennst es Bigott? Ich nenne es notwendig Feredir und hättest du die Jahre, die dir gegeben wurden mit etwas anderem verbracht anstatt irgendwelche Bauerstöchter oder die feurige Hure dort hinten zu vögeln, dann wüsstest du das auch" erklärte er und sah noch einmal kurz zu Yarna.
"Was glaubst du, wird es uns das sagen, was wir wissen wollen, wenn ich die Schrauben ein wenig enger drehe?"
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Yarna

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 11:00 pm

Yarna hatte geglaubt sich verhört zu haben, als Feredir endlich mit der Wahrheit heraus gerückt war, die hinter alledem gesteckt hatte und für einen kurzen Moment wusste sie nicht, ob sie über eben jene Wahrheit lachen oder weinen sollte. Ausgerechnet Feredir sollte sich also verliebt haben - jener Mann, welcher über Jahrhunderte hinweg nichts anderes getan hatte außer dem nächsten Rock hinterher zu laufen, selbst damals noch als er noch ein Mensch gewesen war. Die Großmeisterin des Lichts verschränkte die Armes vor der Brust und schüttelte den Kopf während Missbilligung und Abscheu in ihrem Gesicht Einzug hielten. Er war erbärmlich, hier nun winselnd vor ihnen zu liegen und trotz alledem noch an seiner Lüge von Liebe festzuhalten, die er nur so lange aufrecht hielt bis ihr Schützling sich wie Hunderte anderer hingegeben hatte. Es war widerwärtig so mit einem einzigen Menschen zu verfahren, in den sie noch all ihre Hoffnungen gesteckt hatten.
"Tu, was du willst, Nenfaron", sagte sie schließlich und wandte den Blick von Feredir ab, der noch immer vor ihnen auf dem Boden lag und dem scheinbar nicht klar werden wollte, was auf ihn zukommen würde. "Aber halte ihn einstweilen hier - wenn er ihr diese Lüge aufgetischt hat, wird sie sowieso hierher kommen, um ihn zurück zu holen und das heißt, dass für uns und dieses Reich noch nicht alles verloren ist. Selbst, wenn wir dafür sorgen müssen, dass sie nicht länger an ihm festhält."
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Feredir

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 11:16 pm

Die letzten Worte erst ließen ihn hellhörig werden. Und mit einem Mal fluchte er innerlich, dass er etwas darüber erzählte hatte. Einen Narren schallte er sich, doch all dies half ihm in diesem Augenblick nicht weiter, so sehr er auch seine eigene Dummheit verfluchte. Würde er jetzt mit einer Lüge anfangen, so würden sie seine Worte einfach in der älteren Rede verlangen und spätestens daran würde er scheitern. Also schwieg er nur, sah die beiden Großmeister stumm an. Immer wieder versuchte er seine Kraftreserven zu sammeln, doch noch immer fehlte es ihm an Macht wie auch an Konzentration. „Sie wird nicht zurückkommen …“ Korrigierte er Yarna schließlich, kniff die Augen zusammen als Nenfaron ihn eine kurze Kostenprobe dessen schmecken ließ, was ihn vermutlich gleich erwarten würde. „Beriadan behütet sie in dem Wald, wird nicht zulassen das sie entflieht. Und bei allen Mächten beschwöre ich euch … lasst es sein! Gebt diesen Konflikt endlich auf, die alten Fehden haben genug Opfer gefordert! Ich kenne unsere Seite, habe auch nun ihre gesehen. Wohin führt all dies? Um Guinevere geht es euch längst nicht, glaubt nicht ich wäre so dumm euch dies zu glauben. Ob nun mit Gallionsfigur oder ohne, Herrscher bleibt ihr, die allmächtigen, weisen Großmeister. Wisst ihr was ihr … was wir sind? Kriegstreiber und Idioten, die zu Stolz waren um einen Konflikt zu lösen. Ich konnte mich, als einer derer die Beriadan damals sein Wissen stahl in dem Wald aufhalten, wurde weder gefoltert, noch drangsaliert. Man gab mit eine Chance, eine Möglichkeit. Man hörte mich an. Wenn ihr an eure Vorgehensweise denkt … was sagt es über euch, über uns aus?“
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 11:25 pm

"Es gibt unumstößliche Regeln" erwiderte Nenfaron leise und schüttelte den Kopf. "Glaubst du es geht hier um uns? Es geht um die Menschen - ihr auf jahrhunderte aufgebauter Hass. Denkst du es wäre damit getan, dass wir uns treffen, die Hand reichen und die Grenzen neu ziehen? Oh, ein poet magst du sein. Eine wahre Künstlerseele, aber von der Wirklichkeit hast du keine Ahnung. Unsere Welt ist nun einmal komplizierter als die einzige Kunst die du verstehst." erwiderte Nenfaron, der es mittlerweile Leid war mit Feredir zu diskutieren. Er war im Recht - nur er allein und er war es immer gewesen. Wenn es nach ihm gegangen wäre, wäre so vieles anders gelaufen. Aber so war es nicht gekommen und Nenfaron war klug genug im hier und Jetzt zu leben. "Pragmatismus Feredir. Lerne das Volk so zu spielen wie es ist und nicht wie du es dir wünscht. Das ist der letzte Rat den ich dir gebe" Antwortete Feredir und eine Blase aus Wasser schloss sich um Feredir, hob ihn langsam in die Luft und Nenfaron sah gelassen zu wie Feredir um sein Leben kämpfte und langsam erstickte - natürlich würde er nicht wirklich sterben. Er würde eher gelähmt werden und solange sein Körper nicht die Gelegenheit bekam sich in sein Element aufzulösen, so war gefangen. "Diese Welt funktioniert nicht so" meinte er noch, ehe Eiskristalle die Kuppel durchzogen und das Gebilde zu einem riesigen Kristall erstarte, welcher nach oben zu dem gläsernen Thron flog und über diesem stoppte, eine groteske Heiligenfigur bildete. "Mit ihm sind wir fertig" erklärte er leise. "Isis, geh - mit dir beschäftigen wir uns später. Mach dich sauber!"
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 11:43 pm

Oromis hatte zwar eigentlich anmerken wollen, dass er es nicht für die beste Idee hielt mit einem riesigen Drachen die Magierakademie direkt anzugreifen, sondern es eher angebracht war mit diesen Menschen zu reden. Doch Guineveres Herzzerreißendes Plädoyer über die Gunst des Augenblicks und die Pflicht eines Drachenreiters stets das Richtige zu tun - eine Tatsache, die sie erst eine viertel Stunde vorher in Erfahrung gebracht hatte  - hatte ihn dazu bewegt die Akademie doch direkt anzugehen um den Moment der Überraschung auszunutzen und so Feredir aus den Klauen der Großmeister zu befreien und ihren Geliebten zu retten.
Noch immer hielt Oromis die ganze Aktion für überstürzt, aber Guineveres Beharrlichkeit, sie würden ihn töten, wenn sie sich nicht beeilten hatte ihn dazu gebracht doch noch aufzubrechen und Nyaralin nur eine Nachricht zukommen zu lassen - dennoch war genug Zeit für einen Zauber gewesen, der der Elfenkönigin erlaubte alles aus Glaedrs Sicht mitzubekommen, falls es denn nötig sein sollte.
Ein Krachen erschütterte schließlich die Akademie, als Glaedr auf dem Dach des Gebäudes aufsetzte  - die große Kuppel war wirklich ein architektonisches Wunderwerk, da sie weder unter dem Gewicht zusammenbrach noch Risse bekam
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Do Jan 15, 2015 12:00 am

"Ich hatte dir ja gesagt, dass sie kommen würde ...", murmelte Yarna lediglich hin zu jener riesigen Kuppel aus Eis, die über ihrem gläsernen Thron schwebte und mit einem mädchenhaften Lächeln auf den Lippen erhob sie sich von ihrem Platz, den anderen Großmeistern, die sich hier versammelt hatten, lediglich ein kurzes Nicken zukommen lassend, welches dafür sorgte, dass sie sich in ihrem jeweiligen Element auflösten. Sie hatte gewusst, dass es soweit kommen würde, wenngleich der goldene Drache auf dem Dach der Akademie auch etwas gänzlich Neues war, mit dem sie bislang noch nicht gerechnet hatte - die Handlung jedoch ... nun, ihr Schützling war schon immer leicht für sie zu berechnen gewesen und Beriadans Einfluss auf sie schien noch nicht groß genug zu sein, als dass er eben das hätte verändern können und so seufzte Yarna lediglich vernehmlich und hielt die blauen Augen auf die großen Flügeltüren gerichtet, hinter denen die Stufen hinunter bis zur Akademie gingen. Sie würden kommen, das stand vollkommen außer Frage, allein schon wegen der Kuppel hinter ihr, die die gekrümmte Gestalt eines weiteren Großmeisters gebunden hielt.
Spielerisch ließ sie eine Kugel aus Licht um ihre schlanken Finger tanzen als die ersten Schritte wenig später erklangen und neigte den Kopf ein Stück weit bis ihre blonden Haare einen Teil ihres jugendlichen Gesichts verdeckten und als die Türen aufglitten, entließ sie jene Magie in ihren Händen in die Höhe, wo sie blendend weiß und grell ihr Licht verbreitete und die Eintretenden blendete. Das Letzte, was sie nun gebrauchen konnte, war ein aufsässiger Elfenmagier, der ihre Einrichtung zerstörte und ihr ihren Großmeister fortriss. "Na na", machte sie lediglich und schüttelte den Kopf. "Ihr seid doch nicht hier, um mit mir zu kämpfen, nicht wahr?"
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Do Jan 15, 2015 12:07 am

Oromis riss den Stab aus Eschenholz nach oben, und teilte das Licht, ehe es in einigen Fasern diffusen Nebels entglitt. EInige blaue Flecken tanzten noch immer vor Oromis Augen, während er mit langsamen Schritten, noch immer auf den Stab gestützt auf Yarna zuging.
"Guten Tag wünsche ich euch" erwiderte der Magier, ehe er kurz vor den großen Stufen stehen blieb und Yarna taxierte, ihre Macht abschätzte und zeitgleich versuchte seine eigene Macht zu verbergen, indem er einen Großteil an Glaedr übergehen ließ, welcher noch immer auf dem Dach stand.
"Meine junge Freundin hier hat euch eine Bitte vorzutragen Großmeisterin Yarna, Hüterin des Lichts. Uns scheint als würde dort oben über eurem Kopf ein Mann schweben, der unter dem Gastrecht der Elfen dieses Landes stand. Ich bin mir sicher, es ist auch in eurem Interesse das Missverständnis aus dem Weg zu räumen, ehe jemand ernsthaft zu Schaden kommt"
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Do Jan 15, 2015 12:15 am

"Es tut mir leid, falls er Euch Umstände bereitet haben sollte ...", antwortete Yarna mit Leidensmiene und schlug die Augen betroffen nieder ehe sie ein mitleidiges Seufzen von sich gab, nachdem der andere ausgesprochen hatte und so sehr es ihr auch zuwider war, sich mit dem Elfen zu unterhalten, so war dies im Augenblick die beste Möglichkeit, um zumindest den Drachen draußen in Schach zu halten und zu verhindern, dass Tausende von Unschuldigen sterben würden, die in der Stadt lebten. "Gewiss stand er unter Eurem Gastrecht und es tut mir leid, dass eine der meinen so grob in das Reich der Elfen eindrang - seid versichert, dass sie bereits dafür gemaßregelt wurde, aber Ihr müsst unsere Gründe verstehen. All unsere Wünsche und Hoffnung liegen auf Eurer jungen Freundin, die hier bei uns ist - wir bildeten sie aus und lehrten sie bis der Fürst der Elfen sie entführte und ihren Verstand durcheinander brachte. Nun nutzte Feredir seine Chance, um auch noch den letzten Rest in ihr durcheinander zu bringen und mehr Macht zu erhalten, als wir ihm bislang zustanden. Er ist dafür bekannt, seine Macht im Schoß von mächtigen Frauen zu suchen und das konnten wir nicht zulassen. Ich hätte es nicht ertragen, wenn mein junger Schützling verdorben worden wäre ...", führte sie fort und hob langsam wieder den Blick, sich an einem jugendlichen, glücklich wirkenden Lächeln versuchend ehe sie die Hand zu Guinevere ausstreckte.
"Ich wusste, dass du wieder zurück finden würdest. Dass du deine Heimat nicht vergessen würdest", sprach sie weiter und schien ernsthaft bestürzt, als die Jüngere ein paar Schritte weiter zurück wich und gar nicht erst daran dachte, nach vorn auf die andere zuzutreten. Yarna sah den Schrecken in ihrem Blick, welcher sich auf die Kuppel voller Eis gerichtet hatte und ließ ihren Blick folgen. "Oh ... das ...", machte sie und ihr Lächeln verblasste wieder in einer trauernden Miene. "Es ist die einzige Möglichkeit, wie wir haben Schlimmeres verhindern können."
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Do Jan 15, 2015 12:20 am

"Und ich danke euch, dass ihr so vorausschauend und ehrlich gehandelt habt" erwiderte Oromis mit einem Lächeln im Gesicht, welches ihn mehr denn je wie den freundlichsten Mann der Welt aussehen ließ. "Und ich bin mir auch sicher, dass ihr nur das Beste für euren Schützling im Sinne hattet - doch nun, nachdem sie wieder zu ihrem Vater fand und die Familie wieder vereint wurde bin ich mir sicher, dass er sich um die weitere Erziehung seiner einzigen Tochter kümmern wird. Doch seid unbesorgt - euer Einsatz wird niemals vergessen werden. Dennoch befürchte ich, dass die Elfen ein höher stehendes Recht auf die Verurteilung dieses Mannes haben. Dennoch bin ich mir sicher, dass ihr auch eure Möglichkeit des RIchtsspruchs erhalten werdet, abhängig von dem Ergebnis zu dem die Elfen gelangen" erklärte er leise und stützte sich auf seinen Stab.
"Also bitte ich euch, ich wurde als Unterhändler gesandt und würde gerne weiteres Blutvergießen vermeiden"
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Do Jan 15, 2015 12:26 am

"Dieser Elf ist nicht ihr Vater, werter Drachenreiter, und das ist Euch durchaus bewusst. Ebenso wie die Elfen Euch nicht hierher gesandt haben, auch das ist mir durchaus bewusst, aber sei es darum - Ihr seid nicht hier, um Euch mit mir zu streiten und ich muss Euch für Eure Rechtschaffenheit danken. Es geschieht selten, dass jemand unseren Schützling zurück in unseren Schoß führt, ganz selbstlos, ohne dafür wahrhaft etwas zu verlangen", antwortete Yarna lediglich mit einem freundlichen und ehrlich dankbarem Lächeln auf den Lippen ehe sich die Türen hinter den beiden zu schließen begannen und aus den einzelnen Ecken des Raumes die Elemente der anderen Großmeister sich hervor zu schälen begannen. Feuer flammte um Isis' Thron auf, loderte erst in kleinen Funken ehe sich daraus eine Gestalt zu bilden begann, Wasser schwappte auf Nenfarons Thron und begann sich allmählich zu manifestieren und schattenhafte Reflexe bildeten eine diffuse, wirre Gestalt, nachdem Yarna das Licht des Raumes gedimmt hatte ehe das Beben der Erde einen langen Riss durch den Boden zog, aus dem sich in Ranken und Blättern die letzte Gestalt bildete. Nur ein einziger Platz blieb frei - Feredirs.
"Und ich bin mir sicher, Ihr möchtet auch sicher wieder zurückkehren, um die Elfen davon zu informieren, dass nun alles wieder seine Richtigkeit hat und wir nicht länger an einem Streit mit ihnen interessiert sind. Es wird Zeit, dass wir diesen sinnlosen Krieg und all das Blutvergießen endlich beilegen, denkt Ihr nicht?", fragte Yarna noch während sie langsam und Schritt um Schritt die Treppen hinunter trat und vor Oromis stehen blieb, den alten Elfen noch einmal wohlwollend musternd.
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Do Jan 15, 2015 12:39 am

Oromis lächelte sanft und entschlossen, während sein Blick auf der Jüngeren und deutlich kleineren Frau lag, welche ihn aus ihren blauen Augen musterte. Er spürte wie etwas in ihm ihr glauben wollte und sein Lächeln wurde breiter. Oh was für eine gewieftes junges Ding. Der alte Magier ließ seinen Blick noch einmal über die Anwesenden Elemente wandern und gab den Gedanken an einen Kampf sogleich auf. Feredir löste sich in Luft auf, als er tödlich verwundert wurde - Nenfaron zerfloss zu Wasser kam ihm die Erklärung der jungen Prinzessin noch einmal in den Kopf. "Wenn ihr wirklich bereit seid den Streit mit den Elfen beizulegen, so werde ich dies mitteilen. Jedoch habt ihr natürlich Recht - ich bin kein Abgesandter der Elfen. Faktisch gehöre ich nicht einmal zu ihrem Volk" erklärte er, während er spürte, wie Glaedr die Schutzzauber der Akademie abtastete. Es gibt sechs Großmeister - Feredir ist der Herr des Windes. Nenfaron, groß und mit gescheiteltem blonden Haar gebietet über das Wasser. Isis, mit flammend rotem Haar und Locken ist die Herrscherin des Feuers. Tarva, braune Haare und grüne Auge beschützt die Erde. Dunkelheit wird nicht da sein - aber wir werden auf Yarna treffen. Sie sieht aus wie ein Unschuldslamm, aber hüte dich vor ihr!
"Dennoch bin ich gewillt ihnen alles mitzuteilen was hier gesagt wurde" erklärte Oromis und schlug die Augen nieder. Ein Sirren glitt durch die Halle, ein goldenes Schwert blitzte auf und Blut spritzte über den Tisch, als das Reiterschwert durch Knochen und Haut glitt und den Kopf der Großmeisterin des Lichts abtrennte. Oromis hörte den Schrei eines Mannes, das erschrockene Luft holen und ein gewaltiger Schwall aus Licht ergoss sich in die Halle, leuchtete rötlich unter seinen Geschlossenen Lidern und blendete alle anderen. Ein lautes Pochen, ein Schwall an Energie und Gestein, das von der Decke krachte.
"Los Glaedr, Taschenspielertricks werden sie nicht lange aufhalten" rief er seinem Drachen zu und umgriff die zitternde Guinevere fester, während sich Glaedr in die Lüfte erhob. Ein Kristall glänzte in einer seiner Vordertatzen.
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Do Jan 15, 2015 9:55 pm

Der Staub senkte sich langsam auf die Magierakademie herab, deren gewaltiges, kuppelförmiges Dach unter der Last des Drachens zusammen gebrochen war und nun wie ein verletztes Tier vor der Stadt lag. Rinnsale aus Wasser flossen Blut gleich an den Außenwänden hinunter, wo einst Rohre das von Nenfaron kontrollierte Wasser durch die Akademie gepumpt hatten.
Noch immer lagen große Gesteinsbrocken in der nunmehr vom Mittagshimmel umkränzten Halle und der aufgewirbelte Sand setzte sich langsam auf den Felsen ab. Die angeschlagene, gewölbte Decke knackte und knisterte auch jetzt noch Besorgnis erregend und ein kleiner Stein löste sich aus der Decke und traf den unter ihm liegenden Felsblock. Raureif überzog den Stein vom Einschlagspunkt aus, bereitete sich in Windeseile aus und der Stein nahm eine seltsam bläuliche Farbe an - ehe er mit einem lauten Getöse auseinandersprang und weißen Nebel im Raum verteilte. Wasser, Eis und Nebel vermischten sich zu Nenfarons Gestalt und der Großmeister des Wassers trat aus dem Nebel, glitt die Treppe zum Thron hinauf, der wie durch ein Wunder unversehrt geblieben war und griff das darauf sitzende und in Schlaf versunkene Mädchen an der Schulter. "Aufwachen Yarna. Wir haben keine Zeit für eine Ohnmacht deinerseits" fluchte er leise und wandte sich über die Schulter - die anderen Großmeister hatten sich offenbar noch nicht regeneriert. "Komm schon Kleine, alles wird wieder gut. Der Schmerz vergeht - die Übelkeit wird verblassen" flüsterte er liebevoll zu der Jüngeren, während er seinen Blick in weite Ferne, hinüber zum Elfenwald wandern ließ.
"Sie haben es nicht anders gewollt"
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Yarna

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Do Jan 15, 2015 10:10 pm

Schmerz war das Erste, was in ihrem Geiste erschienen war als sich ihre Gestalt inmitten des hellen Sonnenlichts sich wieder zusammensetzte, sich Gliedmaßen und Knochen sich neu dort zu bilden begannen, wo Oromis sie zuvor durchtrennt hatte. Niemals zuvor hatte sie den Schmerz gespürt, niemals zuvor hatte ihr jemand etwas angetan und als sich blinzelnd die hellblauen Augen Yarnas öffneten, war da zuerst nichts in ihrem Blick außer Staub und Gestein, Wasser, das von den Wänden tropfte und ihrer eigenen zitternden Gestalt, die sich auf dem gläsernen Thron, auf dem sie wieder erschienen war, in Erschöpfung und Schock zu krümmen begann. Allmählich nur begannen die hellblonden Haare der Hüterin des Lichtes sich wieder über ihre weißen Schultern zu ergießen und die zuvor noch weißen Lippen gewannen ihre Farbe zurück, als sie sie zitternd öffnete, doch was blieb, war eine dunkle Wunde auf ihrem Hals, an der Stelle, an der sich die Haut noch nicht wieder zusammen gezogen hatte und nicht ein einziger Ton wollte ihr über die Lippen dringen, die sonst so schnell in ihrer Entscheidung und in ihrem Urteil gewesen waren. Sie verspürte Furcht und Dunkelheit in ihrem Herzen, das schmerzhaft gegen ihre Rippen pochte als sie sich wankend von ihrem Thron entfernte und ein paar unkoordinierte Schritte hinüber zu Nenfaron machte.
Fahrig glitten ihre Finger seine akkurate Kleidung hinauf, ihre Nägel gruben sich in den Stoff, als sie versuchte, sich daran aufrecht zu halten und hilflos lehnte sie die Stirn gegen seinen Rücken. Sie war soeben getötet worden - zum ersten Mal seit über sechshundert Jahren und der Umstand, dass sie soeben mit ihrer eigenen Sterblichkeit konfrontiert worden war, erschütterte den Geist der Hüterin des Lichtes zutiefst. Das Schwert, der goldene Schimmer darauf, das Licht, das sich darauf wiedergespiegelt hatte, war alles, woran sie sich noch erinnerte - ihr eigenes Element, ihre eigene Kraft hatte sich gegen sie gewandt und sie getötet, selbst wenn sich ihr Körper wieder zusammen gesetzt hatte. Sie war soeben getötet worden. Von jemandem, dem sie nicht einmal etwas getan hatte. Von einem Elfen.
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Do Jan 15, 2015 10:22 pm

Nenfarons schlanke Finger glitten sanft über Yarnas Wange und ließen ihre Tränen zu Eis gefrieren, ehe Nenfaron sie von ihrer Haut klaubte. "Weine nicht" flüsterte er leise und fuhr ihr sanft über das goldene Haar. "Ich werde nicht zulassen, das soetwas nochmal passiert" erklärte er leise und drückte sie sanft. Er hatte tatsächlich Furcht verspürt - Angst und Entsetzen, als er gesehen hatte wie Yarna geköpft worden war. Natürlich - er hätte wissen müssen, dass sie sich genauso wie alle anderen auch wieder zusammen setzen würde. Doch in diesem Moment - als er sie sterben sah, glaubte er erneut den selben Schmerz zu spüren, wie vor sechshundert Jahren.
"Ich lasse dich nicht im Stich" flüsterte er und löste sich, als er hörte wie hinter ihm eine der Steine knisterte, knackte und die Form von Tarva annahm.
"Hallo Tarva, wärst du so freundlich das Dach wieder herzustellen - ich will Yarna Residenz vor der Abenddämmerung wieder hergestellt haben!" erklärte er ohne sich umzuwenden.
"Ich werde unsere Soldaten ausrüsten lassen"
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