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 Magierakademie

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Feredir

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mo Dez 22, 2014 12:03 am

„Er freut sich lediglich dich wieder zu sehen meine Gute, unser letztes Treffen liegt ja schon einige Zeit zurück, wenn ich mich recht erinnerte.“ Seine Stimme fing an zu zittern, als die Hand seine bedeckte Scham erreichte und der Bart wurde durch das Lächeln skurril verzogen. „Er war derjenige der Yarna ausbildete Isis, wenn Jemand die Macht dazu hat etwas Derartiges anzurichten, dann er.“ Seine Hand glitt über ihren, nun entblößten Rücken und umklammerte sie. Kurz darauf drehte er sich zur Seite, sodass sie nunmehr unter ihm lag und mit einem erneuten Lächeln küsste er sie.
„Nun, du scheinst genauso erfreut darüber zu sein mich zu sehen.“ Er spürte an seiner Hand, die nun erneut zwischen ihren Beinen lag, eine leichte Nässe und einen Augenblick lang spielte er mit dem Gedanken, nicht einfach aufzustehen und jetzt zu gehen. Denn wenn es eines gab was noch amüsanter war als der reine Akt mit ihr, dann war es ihr dabei zuzusehen, wie sie in Rage alles um sich herum zertrümmerte, weil sie sich nicht besser zu helfen wusste. „Nenfaron war schon immer ein starker Kritiker von Yarna, nun zumindest habe ich das so wahrgenommen. Aber das sollen die beiden unter sich entscheiden, ich für meinen Teil…“ Er ließ den Gedanken Taten folgen, festigte seinen Griff einen Augenblick lang zwischen ihren Beinen, wandte sich dann jedoch urplötzlich zur Bettkante und schenkte sich, aus einer nahegelegenen Karaffe einen Becher Wein ein. „Befolge die Befehle die mir gegeben werden und genieße das Gute Leben.“
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Isis

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mo Dez 22, 2014 12:36 am

Isis verdrehte die Augen und krallte eine Hand in die Polsterung. Er spielte wieder mit ihr, er sah es einfach zu gerne, wenn sie wütend wurde, doch sie würde ihm nicht diese Genugtuung geben. Sie blieb ruhig, löste ihre Hand aus der Polsterung und richtete sich auf und schmiegte sich an Ferediers nackten Rücken. Einer ihrer Arme legte sich um seine Taille und machte sich an seinem Hosenbund zu schaffen, während ihr anderer Arm über seine Schulter griff und ihm den Kelch aus den Händen entwendete und fort warf. Sanft küsste sie seinen Hals und Nacken. Er würde ihr geben was sie wollte, dafür würde sie schon sorgen. Ihre Hand schloss sich um seinen kleinen Feredir und lächelnd bemerkte sie wie er genüsslich erzitterte.
"Ich hätte sowas von Nenfaron erwartet, doch ich kann mir einfach nicht vorstellen dass er das konnte, ohne dass es jemand merkt, ganz gleich wie viel er konnte, vor unserem Aufstieg.", erklärte Isis verträumt und küsste ihn stürmisch. In einigen geschmeidigen Bewegungen hatte sie sich auf seinen Schoss gesetzt und nun drückte sie ihn sanft zurück in die Kissen, ehe sie inne hielt. Ein überraschter Gesichtsausdruck wich einem wissenden Lächeln. "Jetzt weiß ich es.", flüsterte Isis. "Es war nicht Nenfaron, er würde nicht so offen gegen Yarna rebellieren, ganz gleich ob er nun diese Macht besitzt oder nicht. Nein, du warst es!", schlussfolgerte Isis plötzlich. "Du hast sie befreit und nun bekommt er den Ärger. Du sagtest doch eben selbst, dass du Yarnas Posten nur wegen der Unannehmlichkeiten nicht wolltest, die Macht aber durch aus hättest! ...Aber warum? Du kannst doch nicht nur Nenfaron in die Scheiße reiten wollen.", versuchte Isis zu verstehen und legte die Hand auf den kleinen Feredir, der zwischen ihren Beinen lag, halb um das Spiel nicht zu unterbrechen, halb als Drohung sie nicht anzulügen.
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Feredir

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mo Dez 22, 2014 12:58 am

„Natürlich.“ Johlte Feredir, gepaart mit einem halben Stöhnen als Isis mit einem Mal seine Scham ergriff, als sei es ein Stock mit dem man die Schafe treiben wollte. Einen Augenblick lang sah er sie nur entgeistert an, ehe er sich wieder eines besseres besann und mit einem raschen Handgriff ihre Hand von seinem besten Stück entfernte und daraufhin auf eine reichlich unschickliche Art und Weise den dünnen Stoff zerriss, den Isis Scham bedeckt hielt und sie mit einer raschen Bewegung auf den Rücken drehte. „Ich bin derjenige der die Ambitionen hegt Yarnas Platz einzunehmen, da ich generell in unserer Runde derjenige bin, der am ehesten nach Macht strebt.“ Er packte mit einer erstaunlichen Gewalt ihre Hände, drückte sie tief in die Polsterung des Bettes und stieß dann zu.
„Gott.“ Stöhnte er leise, küsste sie erneut. „Isis, ich zweifle langsam daran ob Yarna oder nicht eher du paranoid bist. Soll ich ehrlich sein?“ Er gab ihr einen sachten Schlag mit der flachen Hand, keineswegs um sie zu verletzten, sondern nur um ihre Aufmerksamkeit auf sein Gesicht zu richten. „Es kehrt mich einen Scheiß wer wen hintergeht, ich halte mich aus diesem ganzen Mist heraus.“
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Isis

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mo Dez 22, 2014 1:19 am

Isis stöhnte lustvoll. Es war immer ein wenig... härter wenn sie sich im Bett trafen, es war immer stürmisch. Ihr Kleid war ihr inzwischen vollends von den Schultern geglitten und ihre straffe Brust lag im Licht der Sonne, die den gesamten Raum erhellte. Ihr Kleid bedeckte so nur noch ihren Bauch und war damit ebenso nutzlos geworden, wie Feredirs herunter gerutschte Hose. Sie spürte ihn in sich, genoss die Stöße und wurde jäh aus alle dem herausgerissen, als Feredir sie schlug. Im ersten Moment perplex blieb sie noch ruhig, doch als seine Worte an ihre Ohren drangen, flammte die Wut in ihren Augen auf. Sie beugte sich zu ihm hinauf, küsste ihn und biss ihm in die Lippe, erst lustvoll, dann wütend bis sie Blut schmeckte. Als Feredir aus dem Konzept war, rollte sich Isis auf Feredir und hatte die Oberhand gewonnen.
Sie stützte sich mit den Händen auf seine Brust und bewegte das Becken rhythmisch. "Warum lügst du mich an?!", fauchte Isis und grub die Nägel in seine Haut. "Warum hast du mich hintergangen?! Nach all den Stunden die wir im Bett verbracht haben, wäre es dir egal gewesen, wenn Yarna auf mich los geht?!", fragte sie ihn wütend und merkte dass es ihm noch immer gefiel, als er die Hände auf ihre Schenkel legte und ein geradezu teuflisches Lächeln bereitete sich auf ihren Lippen aus. Sie war das Feuer in diesem Moment so sehr wie nur in wenigen anderen.
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Feredir

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mo Dez 22, 2014 1:28 am

„Du bist ein dummes Weibsstück das nicht weiß was gut für sie ist, es …“ Er hielt inne und stöhnte auf, klammerte seine Hände fester um die Oberschenkel der Frau die gerade auf ihm lag und den Rhythmus diktierte. „Und unsere Zeit im Bett, so gut sie auch sein mag, finde ich bei anderen ebenso. Du denkst du seist einzigartig aber weißt du was passiert wenn ein einzelner Windstoß folgt?“ Er umklammerte sie, stand mit ihr im Arm auf und drückte sie gegen die nächstgelegenen Wand. „Dein kleines Feuer erlischt.“ Auf ihre Theorie ging er nicht weiter ein, hielt er diese Alberei dich langsam für überflüssig und so küsste er sie stattdessen nur erneut.
„Wenn du wüsstest wie ich dich belogen habe, dann könntest du kaum ein Wort mehr von mir glauben, daher lehne ich es ab mich zu rechtfertigen, warum ich dies überhaupt tue. Ich könnte ohnehin nicht sagen wann das letzte Mal war.“ Er drückte sie stärker gegen die Wand und legte seine Lippen auf den dünnen Hals, an dem er, als er sich ihm näherte die feinen Adern und Sehnen pulsieren spürte.
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Isis

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mo Dez 22, 2014 1:48 am

"Pah, dein Windstoß?", echote Isis halb lachend, während Feredir sie gegen die Wand drückte und sie den kalten Marmor im Rücken spürte. Er wollte es nicht zugeben und sie wollte nicht weiter fragen und so gab sie es auf, ging in seinen kräftigen Stößen auf, gab sich den stürmischen Küssen hin, in denen sie noch immer sein Blut schmeckte. "Ich bin keine Kerze, die sich von einer lauen Briese das Licht auspusten lässt!", erwiderte Isis herausfordernd auf seine Worte. "Und im Bett findest du keine wie mich, warum sonst würden wir uns immer wieder darin finden?", fragte Isis herausfordernd und stöhnte leicht auf, als er ihren Hals küsste.

Sie lagen keuchend nebeneinander im Bett, verschwitzt und ausgelaugt. Isis lächelte zufrieden, während Feredir erschöpft neben ihr lag. Er mochte ein Großmeister sein, doch am Ende war er wie alle Männer; kurz vorm Einschlafen, wenn der Akt vorbei war. Isis langte auf den Tisch und entzündete die Zigarette zwischen ihren Fingern mit einem einzigen Blick. Sie sog den Rauch in ihre Lungen, hielt für einen Moment genüsslich die Luft an, ehe sie den Rauch wieder ausstieß. Langsam erhob sie sich von dem Bett und Flammen züngelten über ihren Körper, stellten das zerschlissene Kleid wieder her, während sie auf die Tür zu trat. Sie spürte die interessierten Blicke Feredirs im Rücken, denn für gewöhnlich blieb sie länger im Bett, häufig machten sie es noch ein zweites Mal, doch dieses Mal war es etwas anderes. Sie legte die filigranen Finger auf die Klinke und lugte in den Flur hinaus. Sie nahm einen weiteren Zug von ihrer Zigarette, ehe sie zu einer Person, die Feredir nicht sehen konnte, sagte: "Wir sind fertig. Du kannst zu uns rein kommen."
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Yarna

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mo Dez 22, 2014 10:24 pm

Die Geräusche waren eindeutig gewesen und einmal mehr hatte sich Abneigung und Missbilligung in ihrem feinen Gesicht abgezeichnet - Emotionen, die sie sich nur dann erlaubte, wenn niemand anderes sie sehen konnte. Es war Isis' Vorhaben gewesen, Feredir nach seinem Versagen noch einmal genauer auf den Zahn zu fühlen, doch wenn sie geahnt hätte, woraus genau der Plan der Großmeisterin des Feuers bestanden hatte, hätte sie sich wohl weit später auf den Weg in diese Hallen gemacht. Ihr jagte immer wieder ein eisiger Schauder über den Rücken, wenn sie darüber nachdachte, wie leichtfertig Isis sich immer wieder einigen Männern hingab, wie viel Freude und Lust sie dabei zu empfinden schien und fröstelnd strich Yarna sich über die Arme ehe sie ihre eigenen Gedanken weiter von sich fort schob. Es war für sie undenkbar sich mit einem Mann einzulassen, ihm auch nur mehr als ein Lächeln und einen Blick zu schenken und sich diesem Individuum weiter zu verschreiben, als es jene keusche Aufmerksamkeiten taten.
Umso dankbarer war sie Isis wenig später, als die Geräusche verebbten und es ihr erlaubten, wieder klare Gedanken zu fassen, die sie für das kommende Gespräch brauchte. Feredir war ebenso bei dem Zwischenfall im Wald dabei gewesen, wie es Nenfaron war, doch mehr als die Tatsache, dass ein Elf dort erschienen war und sie in die Flucht geschlagen hatte, hatte sie aus ihm nicht heraus bekommen, gleichgültig, wie sehr sie ihm auch zugesetzt hatte. Jetzt erhoffte sie sich von Feredir eine weitere Erläuterung darüber, wie es dem Mädchen überhaupt gelungen war, das Schloss zu verlassen und sich ihren Reisegefährten wieder anzuschließen, von denen sie sich sicher war, sie seien in dem Kerker der Stadt eingesperrt. Die diensthabenden Soldaten hingen bereits auf den Zinnen, die toten Augen auf die Kaserne gerichtet.
Noch einmal strich sich Yarna über ihr weißes Kleid und bannte alle Emotionen aus ihrem blassen Gesicht ehe sich ihre roten Lippen wieder zu einem sanften Lächeln formten, das an diesem Tag nicht so recht in ihr schmales Gesicht passen wollte, aus welchem die blauen Augen der Großmeisterin des Lichts finster funkelten. Langsam schritt sie nach vorn und trat an Isis vorüber, nur um wenig später den Raum zu betreten und ihren Blick hinüber zu Feredir zu lenken.
"Bekleide dich", sagte sie und ließ keinen Zweifel daran, dass diese Aufforderung keineswegs als Bitte geformt war.
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Feredir

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mo Dez 22, 2014 10:34 pm

Feredir hatte kurz Luft geholt als er die mädchenhafte Gestalt von Yarna erblickt hatte und einen Augenblick lang hatte er geglaubte, sie würde ihm erneut seiner magischen Kräfte berauben, und das solange, bis ihr das schmerzerfüllte Röcheln zuwider war und sie zu den eigentlichen Themen kam. Doch es geschah nichts dergleichen und aus der anfänglichen Idee, sich nur ein Kissen auf seine Scham zu legen, wurde schnell das Unterfangen sich die dünne Decke so gut es eben ging um den Leib zu binden, denn seine Kleidung war in alle Himmelsrichtungen verstreut und das benutzen seiner Kräfte, wenn auch nur um eben diese aufzuheben, hätte die Herrin des Lichts sicherlich nicht geduldet.
„Was kann ich für dich tun, Yarna? Ich nehme kaum an dass du heute den Part übernehmen willst, den Isis normalerweise nach einer guten halben Stunde erneut einnimmt?“ Aus einem anfänglichen triumphierenden Lachen wurde allzu schnell eine ernste Miene, in der sich nicht nur Unsicherheit, sondern sogar ein wenig Angst erkennen ließ, denn derart hilflos wie jetzt hatte sie ihn selten erwischt. Er war ausgelaugt, vom Schweiß bedeckt und atmete noch immer schwer und in seiner aktuellen Verfassung, wäre er vermutlich nicht einmal eine Minute gegen sie angekommen.
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Yarna

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Sa Jan 03, 2015 8:57 pm

Yarna lächelte ein ihr ganz eigenes mädchenhaftes und vollkommen unschuldiges Lächeln während ihre Schritte sie weiter in den Raum hinein brachten und missgünstig verengte sie die Augen, als die Ausdünstungen der letzten paar Stunden an ihre eigene Nase drangen. Alles hier roch widerlich - nach Sex, Schweiß und verbrannten Stoffen und mit nur einer einzigen Bewegung ließ Yarna das Fenster sich öffnen und den kalten Wind Einzug in den Raum halten, in welchem sie erst mit der frischen Brise wieder zu atmen wagte. Sie empfand es als mehr als nur widerlich, dass die beiden sich regelmäßig und immer wieder miteinander trafen, um genau das hier zu tun und umso dankbarer war sie dafür, dass Feredir es wenigstens für notwendig gehalten hatte, sich mit Decke und Kissen zu bedecken und es ihr damit zu ermöglichen überhaupt den Blick in seine Richtung zu lenken. "Verzeih mir meine Störung, mein lieber Feredir ...", begann sie lächelnd und für einen kurzen Moment lang funkelten ihre blauen Augen wieder fröhlich, ganz so als habe sie nicht einmal begriffen, was vor einer kurzen Zeit erst geschehen war.
"Aber ... nachdem niemand auf meinen Ruf hörte, war ich besorgt, es könne dir etwas geschehen sein und das konnte ich unter keinen Umständen zulassen", führte sie fort und zuckte dann mit den Schultern, ließ ihr Lächeln fröhlicher und jugendlicher werden ehe sie kurzerhand auf der Bettkante ihren Platz einnahm und ihn von oben herab noch einmal musterte ehe sich ihr Gesicht wieder in jene Unschuldsmiene verwandelte, das es sonst stets darstellte. "Ganz so, wie auch du niemals zulassen würdest, dass mir etwas geschieht, nicht wahr?", fragte sie noch und seufzte dann schließlich als der andere eine ganze Weile lang schwieg.
"Du weißt, dass sie entkommen sind, oder? Und du weißt doch sicher auch, dass unsere Männer inzwischen am Waldrand sterben ..."
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Feredir

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BeitragThema: Re: Magierakademie   So Jan 04, 2015 12:02 am

„Verzieh mir, ich hätte mir etwas … Passenderes angezogen, wenn man mir deinen kurzfristigen Besuch denn angekündigt hätte.“ Einen Augenblick lang hatte er noch gewartet, denn so kühl und ruhig Yarna auch sein mochte, so wusste er doch das sie zu mächtigerem fähig war als er. Und eben dies war die letztlich ausschlaggebende Eigenschaft, wegen der er sich erst erhob, als Yarna sich gesetzt und ihren Blick einen Moment lang abgewandt hatte. Doch trotz allem hielt er die dünne Decke um seine nackte Taille, zumindest so lang, bis er den, ein paar Meter entfernten Schrank erreicht hatte, neben welchem ein großer Sichtschutz aufgestellt war. Nicht das er sich jemals besonders bieder oder scheu genannt hätte, doch gehörte es dieser Tage zum gutem Ton ein solches Möbelstück zu besitzen. Und gerade jetzt kam es ihm durchaus zugute.
„Yarna, du kennst meine Sichtweise. Du besitzt wesentlich mehr Macht als ich. Sollte ich also einen Streit anfangen, so würde dieser in fast jedem Fall schlecht für mich ausgehen. Verstehe mich nicht falsch, ich liebe das Risiko. Aber sollten es Risiken sein, die ich abschätzen kann und die mich nicht dauerhaft meiner Macht bereuen.“ Als er hervor trat, hatte er das Unterbeinkleid eines einfachen Beinlings, sowie ein graues Hemd mit einer aufwendigen Schnürung am Hals an, die noch nicht einmal zu Hälfte vollkommen geschnürt war.
„Und dass sie entkommen sind … die kleine Königstochter meinst du? Ja, ja das weiß ich, wie sollte ich es vergessen haben? Und das unsere Männer an den Grenzen zum Waldrand sterben … etwas neueres wäre es zu erfahren, das gerade Jemand seinen Nachttopf aus dem Fenster gekippt und Jemand anderen damit den ganzen Kopf besudelt hat.“
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   So Jan 11, 2015 4:35 pm

"Das ist eine absolute Katastrophe Tarva" erklärte Nenfaron leise und legte die ineinander verschränkten Hände vor den Mund, während er seine Augen zu der nunmehr magisch verriegelten Tür gleiten ließ. "Yarna hat sämtliche Fähigkeit der objektiven Richtfähigkeit verloren" erklärte Nenfaron leise und schüttelte den Kopf. "Es gab keine Beweise für Feredirs Schuld bis auf eine Vermutung von Isis - und dann will sie was tun? Sie entzieht ihm all seine Magie und will ihn hinrichten lassen. Ein wahres Wunder, dass er noch ein fitzelchen seiner Macht übrig hatte. Und jetzt ist er geflohen und das letzte Mal als ich ihn Orten konnte, war er nicht weit vom Elfenwald entfernt. Wenn dieser Windbeutel auf Rache aus ist, dann kann er uns wahrhaft Schaden. Ganz zu schweigen davon, was er Guinevere einflüstern könnte" Nenfaron schüttelte den Kopf und schwieg eine ganze Weile. "Ich hätte all das niemals zulassen dürfen. Ich war so ein Narr..." er hob den Blick und begegnete den grünen Augen seines gegenübers. "Sag doch auch mal was, du hast dich bisher ja schön aus allem raus gehalten!"
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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Re: Magierakademie   So Jan 11, 2015 4:48 pm

"Und du denkst wirklich, Yarna hätte ihn nicht absichtlich dorthin geschickt, Nenfaron? Feredir ist sprunghaft und jung, fähig genug, damit die Damen ihm verfallen und ihm alles berichten ... denkst du, sie hätte ihm auch nur einen Funken Macht gelassen, wenn sie ihn hätte wahrhaft umbringen wollen?", stellte Tarva die schlichte Gegenfrage auf die Worte des anderen und lehnte sich geduldig und ruhig weiter in ihrem Stuhl zurück, während ihre grünen Augen den Großmeister des Wassers musterten und sich ein mildes, sanftes Lächeln um ihre Lippen rankte. Sie hatte sich bislang rausgehalten, hatte ganz bewusst nicht in dem Spiel mitgewirkt, in dem sich die anderen immer weiter verstrickten und lediglich als außenstehende Beobachterin fungiert. Sie hatte Nenfarons Versagen mitangesehen, Yarnas Kontrollverlust bei dem Angriff auf Myrkur und Isis' Zorn, als Feredir sie alle viel zu offensichtlich verraten hatte - Tarva selbst hatte den Braten gerochen und dennoch nichts zu alledem gesagt, zumindest solange bis Nenfaron zuerst bei ihr aufgetaucht war und sie zu einer Meinungsäußerung zwang.
"Nenfaron ... ich hatte dich für klüger gehalten", erhob sie erneut die Stimme und schob sich mit einer Hand ein paar der kastanienbraunen Strähnen aus dem runden Gesicht. "Er ist im Elfenwald und er wird seine Chance nutzen, zumindest solange es für ihn interessant bleibt, dann wird er zu uns zurückkehren. Es ist Feredir - niemand kann den Wind bändigen, selbst Yarna nicht, so sehr sie es auch will."
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   So Jan 11, 2015 5:00 pm

Nenfaron legte den Kopf in den Nacken und formte leise und stumm unflätige Worte, die er niemals laut ausgesprochen hätte. Die Worte waren nur für ihn und nur für diese Situation. Nur langsam blickte er wieder zu Tarva, seine Stirn wie immer in Sorgenfalten. "Ich fürchte nur darum, was dieser Sturm sonst noch so alles mit sich reißen wird" erklärte er kopfschüttelnd der Gleichaltrigen und löste die Hände langsam aus der Verschränkung.
"Wenn all dies also wirklich Yarnas Plan ist, dann hat sie noch weitaus weniger Urteilsvermögen als ich angenommen habe. Ich habe das Gefühl, dass auch Feredir versucht seine Karten neu zu mischen. Allein die Tatsache, dass er in den letzten Monaten das Bett kaum mehr mit jemand anderem als Isis geteilt hat - ich bin mir sicher er wollte sie für sich gewinnen - oder zumindest Informationen erhalten. Irgend ein Spiel läuft hier und die Jünglinge sind kurz davor unsere ganze Organisation aus Eitelkeit hochgehen zu lassen"
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Yarna

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Di Jan 13, 2015 1:08 pm

Yarnas Blick ruhte auf dem verzerrten Bild, das vor ihr in der Luft schwebte und durch das immer wieder leise Worte eines fernen Ortes an ihre Ohren getragen wurden, immer wieder zog sich ihr Herz schmerzhaft zusammen und krampfte in ihrer Brust während ihre hellen blauen Augen jene Gesichter beobachteten, die sie bereits seit so langer Zeit kannte. Sie hörte die geflüsterten Worte und ballte die schlanken Hände zu Fäusten, grub die Nägel der schmalen Finger in ihre Handballen und wünschte sich nichts mehr, als dass sie die Macht hätte, hier und jetzt dort einzugreifen. Der Mann, der dort vor ihrem jungen Schützling stand und der von der Liebe und Vertrauen sprach, war ihr wohl bekannt - seit über 600 Jahren und stets hatte sie seine Affären kommen und gehen sehen, sich niemals dazu geäußert, doch jetzt, als sie Feredir und Guinevere dort in dem Schimmer jener weißen Lichtkugel sah und das Glück spürte, dass dem jungen Mädchen im Gesicht stand, da wurde ihr schlecht. Er war nicht gut für sie, er würde von der Liebe sprechen und sie um seinen Finger wickeln bis er das von ihr bekommen hatte, was er wollte - danach würde sie nicht mehr für ihn sein als eine von zahlreichen anderen. Er würde ihr die Unschuld nehmen, die sie so sehr versucht hatte, zu bewahren, und diese junge Seele damit ins Verderben reißen. Das Schlimmste an all diesen dunklen Vorstellungen war jedoch die Erkenntnis, dass es allein ihre Schuld war, weil sie Feredir dorthin gesandt hatte und damit Guinevere in seine Arme getrieben hatte.
Wut überkam die Großmeisterin des Lichts und fraß sich durch ihre Adern wie glühendes Feuer, schmerzte in ihrem ganzen Körper, der sich gegen das alles umfangene Gefühl widersetzen wollte und doch keine Gelegenheit mehr dazu erhielt. Tische und Stühle fielen Yarnas Wut zum Opfer, als sie sie sie umwarf, gegen Wände schleuderte und Glas folgte klirrend, zerbarst durch die aufgewendete Magie in tausenden von kleinen Scherben, zog kleine Risse in das lange, weiße Kleid, das sie am Leib trug während sie geistig nach dem einzigen Wesen rief, mit dem es ihr gestattet war, um diese Uhrzeit zu sprechen und der vielleicht verstehen würde, was in ihr selbst vor ging.

Als sie die Tür Stunden später aufgleiten hörte, saß Yarna inmitten von Tausenden von Scherben, die von den Spiegeln und ihrem eigenen gläsernen Thron herrührten und Tränen rannen über die blassen Züge der Großmeisterin des Lichts. Sie hatte ihren Blick an einen weit entfernten Ort gerichtet und fahl nur noch schimmerten die Kugeln aus magischem Licht, die sie umgaben und den Raum mit Helligkeit fluteten. "... es tut mir leid ...", flüsterte sie und schloss die brennenden Augen, sich nicht zu Nenfaron umwendend, weil sie wusste, dass er hinter ihr stand und ihre Worte durchaus vernehmen konnte. Es war ihr gleichgültig, ob er sie in diesem Moment für schwach oder wahnsinnig hielt, ob er ihr ihre Schuld vergeben würde oder nicht. "... ich ... Ich hatte die Wahrheit heraus gefunden ... über die königliche Familie, deswegen wollte ich sie zerstören. Sie gehörten zu den Elfen und ich hasste sie dafür ... ich wollte jeden von ihnen tot sehen, deswegen der Anschlag", offenbarte sie mit zitternder Stimme und als sie sich zu ihm herum wandte, stand der Schmerz in dem jugendlichen Gesicht der Großmeisterin, die blonden, langen Haare fielen ihr wirr ins Gesicht, hatten unlängst ihr Leuchten verloren und die roten Lippen zitterten bei jedem neuen Wort, zu dem sie ansetzte. "Ich ... ich hasse sie dafür, dass sie mir meinen Bruder genommen haben ... nicht dich ... aber jetzt hat der Elf mir nicht nur meinen Bruder genommen, sondern auch noch meinen Schützling ... sie sollte etwas Gutes sein, alles, was ich noch zu stande gebracht habe neben all dem Verrat, Nenfaron ... sie sollte es besser machen als ich und mit allem, was ich tat, hab ich sie verloren."
Es tat weh jene Worte auszusprechen und sich dem kritischen Blick des anderen bewusst zu werden, jener Wertung von der sie wusste, er würde sie danach vernichten können, doch zum ersten Mal kümmerte es sie nicht. Die Einsamkeit war ihr schrecklich vorgekommen und sie hatte sie nicht länger mit Schrecken oder Belanglosigkeiten füllen können, dafür rührte der Kummer zu tief, der Wunden in ihre Seele geschlagen hatte. "Feredir ... ich habe ihn dorthin geschickt, damit er uns hilft. Auf sie achtet und nun ist er bei ihr und ich habe sie in seine Arme getrieben ... er wird sie verraten, er wird sich das von ihr nehmen, was er immer will und er wird ihr Herz brechen. Ich kann nichts tun, Nenfaron. Er wird mein kleines Wunder vernichten, nur um sich selbst zu bereichern ...", sprach sie weiter und blinzelte zu ihm hinauf, furchtsam vor seiner Reaktion und der Abweisung, die sie in diesem Augenblick befürchtete.
"Bitte ... ich flehe dich an ... alter Meister ... hilf mir. Es tut mir leid, was ich dir angetan habe ... ich habe geirrt ..."
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Di Jan 13, 2015 8:11 pm

Nenfaron hatte die Augenbrauen gehoben während er seinen Blick über das Chaos wandern ließ. Das Glas, welches überall lag warf die helle Sonne, welche durch die hohen Fenster drang in einem Meer aus Myriaden, bunten Sprenkeln durch den Saal. Die zerstörten Möbel, zweifellos ein Überbleibsel von Yarnas Gefühlsausbruch, lagen wie die Gerippe seltsamer, alter Tiere überall im Saal verteilt.
Eine Stille war eingekehrt, welche Nenfaron so nicht kannte - kein körperloses Flüstern war zu hören, kein Geraschel von den Kleidern jungfräulicher Dienerinnen. Selbst das Summen der magischen Lichter war beinahe verstummt und es waren nicht mehr als bemitleidenswerte Funzeln, welche nun noch über seinem Kopf schwebten.
Und in der Mitte all diesen Elends saß seine alte Schülerin - jenes Mädchen, dass ihn seiner Macht beraubt hatte, jene junge Frau, welche ihm seine Stellung entrissen und keinen Tag ausgelassen hatte um ihn zu erniedrigen und für einen Fehler büßen zu lassen, den er niemals begangen hatte.
Langsam und ohne ein Wort zu sagen wandte sich Nenfaron um, griff nach den großen Flügeltüren und schob diese unter einiger Körperkraft zu, ehe sie donnernd ins Schloss fielen.
Langsam glitt Nenfaron über das Meer aus Scherben und mit jedem Schritt schien sich das Glas zu verflüssigen, zu verdampfen und schließlich zu verschwinden. Er erklomm die Stufen zu dem gläsernen Thron und streckte die Hand nach der Bruchkante aus. Er spürte kaum, wie das Glas ihm ins Fleisch schnitt und ein tropfen bläuliches Blut hinaus troff, den Stuhl berührte. Eiskristalle bildeten sich auf dem Stuhl, ehe ein Gitter aus Eis begann die ehemalige Form des Throns anzunehmen und diesen so wieder herstellte.
Nenfaron drehte sich schließlich um und glitt mit gefestigten Schritten nach unten.
»Du hast mir all meine Macht entrissen und mich jeden Tag wie einen Sklaven behandelt. Du hast keine Situation ausgelassen um mich zu beschämen. Du hast die Königsfamilie, der wir die Treue schworen ermordet und abgeschlachtet. Isis ist deine neue, linke Hand. Wieso bittest du mich um Hilfe und nicht sie?« fragte Nenfaron leise, stand jedoch mittlerweile über Yarna gebeugt und hielt ihr seine Hand hin, auf welcher sich mittlerweile eine bläuliche Narbe gebildet hatte.
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Di Jan 13, 2015 8:22 pm

Sie hatte mit der Abneigung gerechnet, die ihr hier entgegen floss, jenen harschen, grausamen Worten, wie sie sie stets von ihm gehört hatte, gleichgültig, wie sie sich auch entschieden hatte. Nenfaron war niemals jemand gewesen, von dem sie ein weiches, gütiges Wort erhalten hatte, nicht ein einziges Mal war eine Sache gut gewesen, die sie getan hatte - nie war er zufrieden gewesen und auch jetzt spürte sie die Vorwürfe in seiner Stimme und seinen kalten Worten, an denen sie zu erfrieren drohte. Schaudernd wandte sie den Blick von den kalten Augen voller Kalkül ab und schüttelte den Kopf, schallte sich selbst eine Närrin überhaupt nach ihm gerufen zu haben, ihn überhaupt um Hilfe gebeten zu haben, als sie selbst nicht mehr weiter wusste.
Er würde nicht für sie da sein, ebenso wie er sie schon damals im Stich gelassen hatte, als der Elf sie hatte ermorden wollen - schon damals waren ihm all die anderen Dinge wichtiger gewesen als sie. Es war Myrkur gewesen, der diese Abwesenheit mit seinem Leben hatte bezahlen müssen und die Erinnerung an den Tod ihres geliebten Bruders schmerzte, an das Wasser, das danach gekommen war - zu spät um sein Leben noch zu retten, zu spät um sie noch vor dem zu bewahren, was aus ihr geworden war. Er hatte niemals darüber gesprochen, so sehr sie dieses Gespräch vielleicht auch gebraucht haben mochte - er hatte sie gefordert, ihr immer mehr abverlangt und sie hatte sich irgendwann vor ihm verschlossen, enttäuscht und verletzt.
"... weil sie dir ebenso wichtig ist wie mir, Nenfaron ...", lautete ihre Antwort auf seine Frage schließlich ehe sie kopfschüttelnd seine Hand ablehnte. Er würde sie nicht wollen, er würde ihr nur aus Zwang helfen wollen, sie nur aus Pflichtbewusstsein aufrichten wollen. Alle Worte einer Entschuldigung, eines Gefühls, welches sie ihm entlocken wollte waren abgewehrt worden und einmal mehr fühlte sie sich wie das sechzehnjährige Mädchen, das sie einst gewesen war und das nichts mehr gewollt hatte als einen einzigen Menschen, an den sie sich hatte wenden können. "... Isis ist nur an der Macht interessiert ... aber du hattest Recht ... vielleicht war es falsch, dich damit zu behelligen."
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Di Jan 13, 2015 8:34 pm

"Nein war es nicht" erwiderte er leise, während er ihr aufhalf und seinen Blick noch einmal über sie wandern ließ. Wenn sie ihn so ansah, aus ihren blauen Augen, dann gab er beinahe wieder nach. Er spürte wie etwas in seinem inneren zu schmelzen begann und er sie am liebsten in den Arm nehmen und sie trösten, wie er es früher einmal getan hatte. Bevor sie derart kalt und grausam geworden war. Bevor er sie verloren hatte. "Du kannst dich auf mich verlassen Yarna. Das hast du immer können. Wenn ich gegen dich hätte vorgehen wollen, dann hätte ich es bereits vor langer Zeit tun können. Ich hätte mir nur gewünscht, dass du es endlich einsiehst" er schüttelte den Kopf und machte sich daran, dass ganze Chaos hier in diesem Raum aufzuräumen und die Stühle mit Hilfe von Magie wieder zusammen zu setzen.
Vielleicht hatte sie recht, vielleicht war es an der Zeit, dass sie wieder zusammen arbeiteten anstatt sich zu bekämpfen. Vor allem jetzt, nachdem so viel auf dem Spiel stand. Und Yarna hatte recht, die Prinzessin war ihm wichtig, so wie die Prinzessin auch ihr wichtig war. Wenn sie nicht etwas unternahmen, würden sie sie beide verlieren. Und Nenfaron wusste noch gut, was das letzte mal geschehen war als...
Nenfaron bückte sich und nahm einen Ring auf, einen wunderschönen Ring aus Weißstahl mit einem reinen, kleinen Diamanten in der Mitte. Er hatte ihr diesen Ring einst geschenkt.
"Weißt du, auf dem Schlachtfeld. Damals vor über sechshundert Jahren" begann Nenfaron während er diesen Ring noch immer ansah. "Da hast du nicht nur einen Bruder, sondern ich einen Sohn verloren"
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Yarna

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Di Jan 13, 2015 8:48 pm

Erschrecken war in Yarnas Gesicht zu erkennen, deren Blick sich auf Nenfarons Rücken gerichtet hielt. Sie spürte, wie ihre Beine wackelig wurden, ihre Hände zu zittern begannen angesichts jener Offenbarung, die er ihr soeben gemacht hatte und die durch ihren Geist rauschte und all das durcheinander wirbelte, was sie bislang geglaubt hatte. Ihre Mutter hatte ihnen nie viel über ihren Vater erzählt, sie war eine einfache Frau, eine Schneiderin für die Reichen und solange Yarna denken konnte, hatte sie immer die wunderschönen Kleider der reichen Damen tragen wollen, die sie gesehen hatte. Solange sie denken konnte, hatte sie an einem anderen Ort leben wollen und hatte sich gemeinsam mit Myrkur ausgemalt, wer ihr Vater sein würde - ob er ein reicher Mann oder ein großer Krieger sein würde, der eines Tages zu ihnen zurückkehrte, um sie fort zu bringen, damit sie eine Familie werden konnten. Dieser Tag war niemals gekommen und irgendwann waren auch die Hoffnungen der beiden Geschwister daran verblasst.
Nun ihn vor sich stehen zu haben, ihr eigenes Herz in ihrer Brust schlagen zu spüren, heftiger als es das über eine so lange Zeit getan hatte - es tat weh, das war alles, was sie spürte. Schmerz darüber, dass Myrkur hatte sterben müssen ohne diese Wahrheit jemals zu erfahren - darüber, dass er sechshundert Jahre gewartet hatte bis er ihr das offenbart hatte und dass es hierzu erst hatte kommen müssen. "... warum ...?", fragte sie schließlich nur leise und viel mehr brachten ihre zitternden Lippen nicht mehr zu Stande. Sie wollte es nicht wahr haben, wollte nicht, dass dieser Mann, der sie doch offensichtlich im Stich gelassen und ihren Bruder und sie verraten hatte, sich nun als ihrer beider Vater entpuppte - den großen Krieger und Helden, den sie sich beide immer gewünscht hatte. "... warum jetzt ...? Warum nicht sechshundert Jahre vorher ...?"
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Di Jan 13, 2015 8:58 pm

"Weil die Zeit vor dem großen Krieg eine Schlangengrube war. Ich war einer der angesehensten Magier im Land und mir trachteten auch schon ohne den Krieg mit den Elfen genug Menschen nach dem Leben. Wenn bekannt geworden wäre, dass ich Kinder habe - das ich mein Herz verschenkt habe, dann wären dein Bruder und du in furchtbarer Gefahr gewesen. Das hätte ich mir niemals verzeihen können. Doch als deine magischen Fähigkeiten und die deines Bruders bekannt wurden, habe ich den Moment der Stunde genutzt um euch beide als Schüler aufzunehmen. Wenigstens so konnte ich bei euch sein, auch wenn ihr die Wahrheit niemals erfahren durftet. Ich habe mir nie zuvor Schüler genommen. Und dann kam der große Krieg und egal was mein Herz mir sagte, ich wusste, dass wir jeden fähigen Magier brauchten. Wenn wir diesen Krieg verlieren würden, soviel war mir klar, dann würde jeder den ich liebe sterben." er holte tief Luft, während er diese Geschichte erzählte, die er so lange hatte verschweigen müssen.
"Als dann dein Bruder starb, weil ich nicht rechtzeitig da war. Da ist auch für mich eine Welt zerbrochen und du, du warst so aufgelöst, so zerstört. Es wäre in keinster Weise ein passender Zeitpunkt gewesen. Dann kam der Abend des Rituals und ich wollte es dir sagen, fürchtete jedoch das du glauben würdest, ich wollte dich nur von alle dem abhalten. Und dann... erneut mussten wir über ein wankendes Reich wachen - und nachdem ich herausfand, dass die Königsfamilie elfischen Blutes ist... wäre dies heraus gekommen, so wäre der teuer erkämpfte Frieden umsonst gewesen. Also schwieg ich und um deine und meine Macht in diesen unruhigen Zeiten nicht zu gefährden schwieg ich auch über uns. Dann kam dein Putsch, und du - bereits nur voller Zorn auf mich hast mir alles genommen. Ich habe es geschehen lassen ohne einen Moment an Rache zu denken. Es war das mindeste, was ich dir geben konnte, nachdem meine Entscheidungen, so ehrlich und gutherzig sie auch waren, dir soviel Leid zugefügt haben." er schüttelte den Kopf.
"Und danach? Du hättest geglaubt, ich würde alles sagen nur um wieder ein wenig mehr Gunst zurück zu erhalten. Mein Geständnis wäre zu einem Verrat geworden. Also schwieg ich. Ich schwieg, bis ich nicht mehr schweigen konnte"
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Di Jan 13, 2015 9:12 pm

Sie hätte sich niemals gegen ihn aufgelehnt, wenn sie die Wahrheit gekannt hätte, hätte niemals auch nur einen Finger gerührt, um sich an ihm für all das zu rächen, wenn sie geahnt hätte, was er während dieser Schlacht verloren hätte. All das, was geschehen war, war deswegen so geworden, weil er geschwiegen hatte, nicht mutig genug war, um ihr die Wahrheit über all das zu sagen und jetzt, wo sie vor ihm stand, fühlte sie sich einmal mehr schuldig an alldem, was sie getan hatte. Sie hatte ihn fortgestoßen und nie wieder an sich heran gelassen, weil sie erneut die Enttäuschung fürchtete und auch jetzt als sie vor ihm stand und seine so durchstrukturierten Worte hörte, begann sie sich zu fragen, ob sie ihm überhaupt etwas bedeutete. Da war nichts, kein Funke an Gefühl, keine kleine Geste - nur die reine, kalte Wahrheit, mit der sie allein zurecht kommen musste und die er ihr um die Ohren schlug, als wäre sie nicht mehr als eine Ohrfeige.
War sie wirklich derart schlecht und grausam, dass nicht einmal ihr eigener Vater es ertrug, ihr die Wahrheit zu offenbaren? Hatte sie es wirklich geschafft alle Wesen, die ihr etwas bedeuteten von sich fort zu schieben? Ihre Mutter war tot, gestorben während der Schlacht als eines der unzähligen zivilen Opfer, ihr Bruder war in der Schlacht für sie gefallen, ihrem Vater schien sie egal zu sein und ihr Schützling hatte sich von ihr abgewandt. Was blieb war sie allein und eben diese Erkenntnis war es, die ihr die Tränen in die Augen trieb.
"... nimm den Posten zurück ... es ist deiner und ich habe kein Recht darauf ...", wisperte sie leise und blinzelte gegen den fahlen Schimmer der künstlichen Lichter. Vielleicht hätte sie einfach in die Dunkelheit gehen sollen, selbst zerfallen sollen bis sich das Licht einen neuen Avatar gesucht hatte - vielleicht würde sie dann endlich Frieden finden. "... ich habe genug Fehler für alle Leben dieser Welt gemacht ..." Erneut schluckte sie schwer und schüttelte dann erneut den Kopf ehe ihr Blick den des Älteren suchte und sich ein bitteres Lächeln auf ihren Zügen abzeichnete. "Es tut mir leid ... das ich deine Tochter bin ... du hättest dir sicher jemand Besseren gewünscht als mich ..."
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Di Jan 13, 2015 9:22 pm

"Nicht eine Sekunde meines Lebens" antwortete er ihr auf die letzte Äußerung und sah ihr tief in die Augen. "Ich habe nie aufgehört über dich zu wachen" erklärte er ihr leise und schloss den Ring in seiner Hand ein, während er auf sie zutrat und es kaum ertrug, diesen Schmerz in ihren Augen zu sehen. "Und ich habe nie aufgehört dich oder deinen Bruder zu lieben. Aus der Ferne, auf meine eigene Art und Weise." er trat schließlich auf sie zu und nahm ihre Hand in die seine, legte den Ring hinein.
"Du hast diesen Ring bekommen, als du deine Gesellenprüfung abgelegt hast. Ich war selten so stolz auf dich wie an diesem Tag. Trage ihn bitte wieder." bat er sie leise und sah auch noch einmal auf seine alten Hände. "Ich war dir ein schlechter Vater. Ich habe dir niemals den öffentlichen Rückhalt geben können. Aber, du kannst du darauf verlassen, dass ich auch jetzt immer noch dir als Berater zur Seite stehen werde, wenn du uns weiterhin anführst. Ich bin zu alt für diesen Posten und zu schwach. DU bist es, die sie alle zusammen hält. Ich kann nicht das wieder gut machen, was ich in über sechshundert Jahren versäumt habe. Aber ich kann dir jetzt den Rückhalt geben den du brauchst. Und gemeinsam können wir Guinevere auch wieder holen"
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Di Jan 13, 2015 9:35 pm

"... alles, was ich jemals wollte, war von dir anerkannt zu werden ...", lautete ihre leise Erwiderung während sich ihre vor Tränen glänzenden Augen hinab auf den Ring gerichtet hielten, den er ihr einst geschenkt hatte und den sie bewahrt hatte, als wäre er ihr größter Schatz - einst aus Sentimentalität, weil sie geglaubt hatte, sie würde ihm etwas bedeuten, später aus reinem Triumph, weil es ein Zeichen seiner Unterlegenheit gewesen war, heute war er ein Geschenk ihres Vaters, ein Zeichen, woher sie kam und wohin sie gehörte, so seltsam es auch klingen mochte. Sie spürte seine alten Hände auf den ihren liegen, sah die Schwielen und Falten darauf, die ihr eine ganz eigene Geschichte erzählten - jene großen, starken Hände aus denen der Elf ihren Bruder und sie gerissen hatte. Er hatte all das vernichtet, wovon sie geträumt hatte, weil er diesen Krieg herauf beschworen hatte und einmal mehr begann sie ihn dafür zu hassen, was er getan hatte und welches Leid er über sie alle gebracht hatte. Über die großen, starken Hände vor ihr, die ihre Finger inzwischen umschlossen hielten. "... Vater ...", wisperte sie leise, um es sich noch einmal bewusst zu machen - bewusst zu machen, dass sie nicht länger allein sein würde, dass sie von jetzt an Hilfe finden würde.
"Er wird sie uns wegnehmen ... wir dürfen nicht länger warten, sonst wird er alles zerstören, um uns weh zu tun. Isis hatte es befürchtet und ich habe es nicht geglaubt. Er wird ihr weh tun - ich weiß es, so hat er es immer getan", wendete sich schließlich das Gesprächsthema und für einen kurzen Moment schloss sie die Augen und erinnerte sich an Vergangenes zurück. Wie sehr hatte sie sich gewünscht, bemerkt zu werden als sie in die Akademie kam, wie jugendlich und wild ihr Herz gewesen war als sie die älteren Schüler gesehen hatte und wie sehr hatte sie jene Mädchen bewundert, die ihre Aufmerksamkeit genossen. Zu ihnen hatte einst auch Feredir gehört und aus der Ferne hatte Yarna beobachtet, wie so viele Mädchen tränenüberströmt gewesen waren, wenn er sie fortgeschickt hatte, nachdem sie ihm ihre Unschuld gegeben hatten. Sie hatte nie so sein wollen.
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Nenfaron

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Di Jan 13, 2015 9:44 pm

"Ich weiß, aber in diesem Moment haben sie Unterstützung bekommen - Elfen aus einem anderen Land. Wir müssen abwarten und uns einen Plan aufstellen. Für Elfen gilt die Ewigkeit genauso wie sie für uns gilt. Sie haben keine Eile und es wird seine Zeit dauern, bis wir sie wirklich..." als er Yarnas Blick sah verstummte er. "Du meinst Feredir, nicht wahr?" fragte er schließlich und unterdrückte ein Seufzen. Sie hatte ja Feredir in geheimer Mission in den Wald geschickt, das hatte er ja gänzlich vergessen.
"In Ordnung, dennoch müssen wir taktieren bevor wir weitere Schritte einleiten. Wir sollten Tarva einbeziehen - der Wald ist noch am ehesten ihr Revier. Wenn wir jedoch Feredir und die Kleine da raus holen, dann muss es ohne Gewalt und ohne Aufsehen geschehen. Wir dürfen jetzt keinen Krieg vom Zaun brechen - wir wissen nicht wie stark die fremden Elfen sind und Feredir hat uns ja offensichtlich wirklich verraten. Ich glaube übrigens, dass er es wirklich war, der die junge Prinzessin aus ihrem Zimmer entführt hat. Ich war es nämlich entgegen deiner Annahme nicht" er fuhr sich durch das glatt gekämmte Haar. "Wo ist eigentlich Isis?"

Nenfarons Frage wurde relativ bald beantwortet, als ein Schwall reiner, trockenen Hitze über ihn und Yarna wallte. Mit einem Funkenwirbel landeten Feredir und Isis direkt vor ihnen. Isis wirkte kalkweiß, wankte zurück und erbrach sich mit würgenden Geräuschen auf den Boden des Saals, was Yarna und Nenfaron dazu bewegte die Nase zu rümpfen. Nenfaorn warf noch einen Blick auf Feredir, welcher flach auf dem Boden lag und dessen Gesicht eine rötliche Verfärbung ähnlich einer Verbrennung ersten Grades angenommen hatte. "Du kümmerst dich um Windbeutel" befahl er zu Yarna gewandt und straffte seine Erscheinung. Dann trat er zu Isis, welche sich mittlerweile aufgerappelt hatte und ließ seinen Blick über sie wandern. Sie hatte den Kerl alleine und ohne ihre Zustimmung aus dem Wald geholt - hatte einen großen Teil ihrer Macht eingebüßt, das Mädchen und auch die Elfen aufgeschreckt und möglicherweise einen Teil ihrer magischen Struktur dagelassen. Als Isis sich gerade aufgerappelt hatte traf sie ein eisiger Schlag Nenfarons und traf sie wie Wasser ein Lagerfeuer. Kälte durchströmte ihren Leib bis ins Mark und Nenfaorn schüttelte die Hand nur ungerührt kurz aus. "Du stinkst, wasch dich an der Schale und bete, dass ich dich nicht darin ertränke"
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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 12:42 am

Der Teleport war etwas anderes als das übliche Auflösen in den Wind, welches er in der Regel nutzt um kleinere Entfernungen zurück zu legen. Die letzte größere hatte er bei seiner Flucht zurücklegen müssen. Und schon dabei hatte er es gehasst auf diese Art und Weise zu reisen, denn der Körper zitterte danach wie Espenlaub und die Muskeln gehorchten einem in etwa so wie einem Betrunkenen. Zuerst sah er nicht einmal wo er überhaupt war. Er hatte noch Guineveres Schrei in seinem Kopf, welcher eine Weile lang nachklang. Und panisch sah er sich um. Doch da war keine junge Frau, kein Waldboden, kein nahe gelegener Fluss. Alles was hier zu sehen war, war kalter, karger Boden. Mit einem Muster gekachelt, bei dem ihm der Mageninhalt fast hochgekommen wäre. Und mit einem Mal erinnerte er sich. Er erinnerte sich an die schreckliche Innendekoration und als seine Sicht langsam aufklarte, sah er vor sich die Person, die er am meisten fürchtete.
Er wollte die Hand heben und sie wegschleudern, sich selbst teleportieren, doch für das eine fehlte ihm die Konzentration und die Kraft, für das andere schien er nicht fähig. Doch erst nachdem er ein paar Meter auf dem harten Steinboden zurückgerutscht war, erinnerte er sich an die Befähigung der jungen Frau. Und er verstand mit einem Mal, was geschehen war. Das einzige das ihn tröstete war, dass er Guinevere nirgends um sich herum sah, oder hörte.
„Yarna … ich…“ Murmelte er und stemmte sich an der Wand hoch, noch immer reichlich mitgenommen von den erneuten Entzug seiner Kraft durch die andere Großmeisterin und den Teleport. „Hab mich selten weniger gefreut dein Gesicht zu sehen. Wie mir scheint … habe ich deine Aufgabe nicht zur vollsten Zufriedenheit erfüllt?“ Er machte eine spielerisch Verbeugung, wobei er sich an der Mauer festhielt. Er war wieder hier, in der Akademie. Und gleichwohl wusste er, was dies über seine Zukunft aussagte.
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Yarna

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BeitragThema: Re: Magierakademie   Mi Jan 14, 2015 12:50 am

Yarna begutachtete die zitternden Gestalten, die hier soeben aufgeschlagen waren, missgünstig und sie überließ es Nenfaron nur allzu bereitwillig sich um Isis zu kümmern während ihre eigenen Schritte sie hinüber zu Feredir lenkten. Mochte Isis' Vorhaben auch noch so kurz gedacht sein, letzten Endes hatte sie damit genau das verhindert, was sie am Meisten befürchtet hatte und im Stillen war sie dankbar dafür, dass die Großmeisterin des Feuers so rasch gehandelt hatte. "Feredir ...", säuselte Yarna lediglich und überging die Beleidigung ganz einfach, die er ihr an den Kopf geworfen hatte und die ihr selten weniger bedeuteten. "Du hast uns verraten." Nicht viel mehr als diese eine einzige Feststellung drang über ihre Lippen während sie die Brauen zusammen zog und noch einmal den Kopf schüttelte, weil sie nicht wusste, wie sie am Besten mit ihm umgehen sollte. Sie hasste ihn für das, was er beinahe getan hatte, für den Verrat, den er begangen hatte, aber sie wusste ebenso, dass sie ihn nicht einfach würde töten können, ohne dabei zu riskieren, dass das Gleichgewicht dieses Landes aus den Fugen geriet.
"Du hast dich an die Prinzessin heran gemacht und sie um deinen Finger gewickelt und wofür das Ganze? Weil du dich selbst bereichern möchtest, so wie es stets der Fall war ... dir hätte bewusst sein müssen, dass wir dich beobachten und das nicht einfach zulassen würden", führte sie weiterhin fort, mit langsamen Schritten um ihn herum treten und und aus den Augenwinkeln bemerkend, wie Nenfaron sich der Situation wieder näherte. Im Stillen dachte sie bereits darüber nach, wie sie ihn dafür bestrafen könnte - wenn sie ihn tötete, würde er sich wieder zusammen setzen und verschwinden, seine Macht hatte sie ihm bereits einmal genommen ... was ihr allerdings blieb, war die Möglichkeit ihn lebendig zu beerdigen.
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