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 Salon

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Der Erzähler
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BeitragThema: Salon    So Nov 09, 2014 6:10 pm

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Noreag

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BeitragThema: Re: Salon    So Nov 09, 2014 11:02 pm

Noreag hatte dem Surdaner von einem seiner Diener ausrichten lassen, dass dieser sich in den Salon begeben sollte. Noreag wartete bereits dort, mittlerweile wieder mit dem goldenen Brustharnisch bekleidet, in welchem das Glaubensbekenntnis und die Schöpfungsgeschichte eingeätzt worden war. Er stand mit dem Rücken zum Eingang und besah sich die große Stadt, welche er von hier aus betrachten konnte und von der aus sich Rauchschwaden aus den zahlreichen Manufakturen empor schlängelten.
Er benötigte Anaiahs Unterstützung für das was vor ihm lag. Er musste sie auf seiner Seite wissen, sich ihrer Unterstützung sicher sein und dafür würde er über Leichen gehen.
Als die Tür schließlich aufschwang drehte er sich nicht einmal um, sondern behielt seinen Blick weiter aus dem Fenster gerichtet.
"Es ist erbaulich, dass ihr so schnell gekommen seid. Ich hoffe euch ist bewusst, dass ihr hier nicht erwünscht seid? Die Prophetin meiner Gläubigen wurde von Surdanern sehr schlecht behandelt und seitdem dürstet sie nach Rache"
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Gast
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BeitragThema: Re: Salon    So Nov 09, 2014 11:12 pm

Der Surdaner, seines Zeichens noch immer ein gern gesehener Gast in diesem Hause, verneigte sich, zog die Lippen jedoch mit jeder Silbe von Noreag ein Stückchen mehr kraus. „Vergebt mir Gott Imperator, ich hörte von derlei Geschichten, nein, ich hörte nicht nur davon, ich kenne die abscheulichen Abschriften meines Neffen, führte er doch akribisch genau Buch über jede seiner unmenschlichen Taten. Was dort zu lesen ist wage ich hier in den, für euch heiligen Hallen nicht auszusprechen, doch erlaubt mir mich zu rechtfertigen.“
Er neigte erneut den Kopf und fasste sich, wie bereits mehrere Male mit Zeige und Mittelfinger an den Kopf, verharrte einen Augenblick und nahm das laute Schnaufen des Imperators schließlich als Erkennungszeichen dafür, dass er sprechen dürfte. „Mein Neffe sperrte mich ein, hinterging mich und seine gesamte Familie. Fünf Jahre lang hing ich in Ketten und sah von der Welt nicht viel mehr als alter Mörtel und trockenes Brot, sowie brackiges Wasser. Doch bei weitem, ich verstehe dass das kein Grund ist, den Gram eurer Prophetin hinzunehmen, deshalb…“
Er wandte den Kopf nach oben und sah dem Mann in die Augen. „konnte ich nicht intervenieren, nicht einschreiten als mein Neffe den Posten antrat der eigentlich mir zustand, war ich doch der weitaus geeignetere Kandidat für dieses Amt. Doch jetzt, auch nach seinem Tod, habe ich noch Gönner in unserer goldenen Stadt Aberon. Menschen die meine Heimkehr erwarten. Ich kann euch helfen die eigentlichen Drahtzieher, die Magier die den Angriff überlebt haben zu stellen und euch an diesen zu rächen, so wie es euch und eurer Religion gebühren sollte. Hinzu kommt, dass ich, solltet ihr mir nicht nur das Leben sondern auch noch Mittel und Möglichkeiten schenken, ich euch die Hilfe Surdas zusagen kann. Eine andere als die, die ihr durch das Vasallentum eben dieses Staates habt. Denn dieses Land wäre fortan, wenn ich es führen würde, kein Land mehr unter der Herrschaft eines fremden Invasors, sondern ein Land in der Obhut eines bekannten Nachbarn.“
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Noreag

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BeitragThema: Re: Salon    So Nov 09, 2014 11:26 pm

Noreag lauschte den Worten des anderen und fuhr sich langsam über das Kinn während seine blauen Augen den Dunklen seines Gegenübers begegneten. Er leckte sich über die Lippen während er für einen kurzen Moment die Augen schloss. Was er sagte mochte stimmen - Surda könnte ihm irgendwann einmal nützlich sein. Andererseits war er der Onkel des Mannes, der Anaiah so viel Leid zugefügt hatte und wenngleich er auch gefangen gehalten worden war. Er war Blut von dessen Blut. Zugleich hatte er noch immer ein Bündnis mit Fyonara welches er nicht zu brechen gedachte. Er öffnete langsam wieder die Augen und richtete sich schließlich zu voller größe auf. "Kommt her" befahl er schließlich und drehte sich langsam um, trat an den großen Tisch auf welchem eine Karte der Bekannten Welt lag. Langsam fuhr sein Finger über Surda. "Euer Land ist verdorbener Boden. Geleitet von Goldgierigen Männern, die ihre Seelen der Wüste verkauft haben. Mich interessieren keine Magier. Mich interessieren eure Worte nicht" er sah den anderen an und Feuer loderte in seinen Augen auf. "Ich werde bald bessere Verbündete haben als ihr es jemals sein könntet" mit diesen Worten griff er den Surdaner mit einer Hand am Kragen, mit der anderen an dem Gürtel aus Stoff und hob ihn mit unmenschlicher Kraft hoch, während er ihn in einer Drehung von sich schleuderte.
Glas brach und milliarden von kleinen Scherben flogen durch die Luft während Sahir in die tiefe stürzte und das letzte was Sahir sah war Noreag, welcher an der nun entstandenen Kante stand und dabei zusah wie der Mann unten aufschlug. Ein steinernes Schwert, gehalten von einer riesenhaften Statue stoppte schließlich den Fall des Surdaners, bohrte sich durch dessen Brustkorb, ehe er von der Fallkraft verlassen auf der Hälfte stecken blieb.
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Noreag

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BeitragThema: Re: Salon    Di Nov 11, 2014 10:37 pm

Bei seiner Rückkehr war die Front wieder repariert worden, so dass nun kein heißer Luftzug mehr in den Salon blies und seine Gedanken beruhigen konnte. Der Gott Imperator griff einen der Tische und warf diesen mit einem Wutschrei um, dass die goldenen Becher über dem Boden kullerten und klirrten. Er hatte versucht mit einigen der jüngsten Reiter zu reden, wobei kaum einer von ihnen gewusst hatte wer er war, geschweige denn das sie in Ehrfurcht erstarrt waren.
Er war wieder nach Ryanti zurück gekehrt und fühlte sich geschlagen, wenngleich er auch wusste das der Sieg eigentlich ihm gehörte.
Er biss die Zähne zusammen, während seine unruhigen Schritte auf dem marmorenen Boden klackten, während seine eisernen Absätze auf den Boden trafen und dort Funken stieben. Er wusste nicht was groß genug war und sich zerstören ließ um seine Wut zu besänftigen. Er brauchte einen weitaus besseren Plan
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Salon    Di Nov 11, 2014 10:48 pm

"Ich hätte hier noch den Kopf des Surdaners, den du aus dem Fenster geworfen hast, für dich, falls dir das reicht um dich abzureagieren", bemerkte Ryl'afay von dem Türrahmen aus, wo die schwarzhaarige Elfe mit einem süffisanten Lächeln auf den roten Lippen stand und bereits seit geraumer Zeit den Wutanfall ihres einstigen Meisters aus dunklen Augen beobachtet hatte, bislang jedoch keine Anstalten dazu gemacht hatte, sich hier einzumischen. Zwischen den Fingern ihrer rechten Hand fielen die strähnigen schwarzen Haare des Surdaners, dessen Kopf auf ihrer Kniehöhe baumelte und dessen tote, leere Augen zu Noreag blickten, wenngleich auch in dem toten Gesicht der Ausdruck des Schreckens und des Schmerzes wie eingefroren wirkte und sie während der letzten Stunden doch immer wieder belustigt hatte. Seelenruhig stellte sie den Kopf auf einer der Anrichten im Vorbeigehen ab und setzte ein paar Schritte in den Raum hinein, ihre Finger an dem Stoff einer der Gardinen abwischend ehe sie sich auf den letzten Sessel fallen ließ, den Noreag bislang noch stehen gelassen hatte und die Beine übereinander schlug.
"Vroengard ist nicht gut gelaufen, nehme ich an?", hakte sie dann schließlich nach und hob die fein geschwungenen Augenbrauen ein Stück weit in die Höhe, beließ es dann jedoch auch bei dieser Frage, weil sie wusste, wie es enden würde, wenn sie jetzt noch weiter darauf herumtrampelte, was ganz offensichtlich nicht nach seinen Erwartungen verlaufen war. Vroengard ... sie erinnerte sich noch dunkel an eben jenen Ort zurück, an die Reiter, die dort lebten und dass sie einstmals ebenfalls treu zum Orden gestanden hatte, den Befehlen gefolgt war, ohne sie jemals in Frage zu stellen, weil es für sie das Richtige gewesen war. Dass sie nun hier saß, vor ihrem einstigen Meister, war auf eine beunruhigende Art und Weise hin beinahe amüsant.
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BeitragThema: Re: Salon    Fr Nov 14, 2014 11:47 pm

"Überlege dir deine folgenden Worte gut Ryl´afay" knurrte Noreag, welcher mittlerweile zu einer trügerischen Ruhe gekommen war. Er schritt langsam zu einem der noch immer intakten Stühle und ließ sich darauf sinken, ehe er das Kinn auf die geballte Faust aufsetzte und nachdenklich in das Feuer im Kamin starrte. "Die Zeiten in Alagaésia haben sich verändert und die Jünglinge erlernen nicht mehr das, was die Elfen einst mich lehrten. Was die Drachen mich lehrten. Von Frieden und Gnade war die Rede, von Neutralität und dem Schutz der Menschheit. Welch verblendete Narren" er schüttelte den Kopf, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder an Ryl wandte.
"Wage es nicht, dich hier nun unflätig auszulassen Ryl´afay. Ich habe dich in deinem jetzigen Körper geschaffen. Ich habe dir das wenige an Verstand zurück gegeben, was du noch besessen hast und ich habe dir Gestalt verliehen. Ich habe dich deines widerlichen Begleiters entledigt und wenn ich will, endest du genauso wie er! Also wähle deine Worte weise"
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BeitragThema: Re: Salon    Fr Nov 14, 2014 11:57 pm

Seelenruhig legte Ryl'afay ihre Arme auf dem Tisch, der zwischen ihnen beiden stand ab und musterte den einstigen Meister aus ihren dunklen Augen ehe sie sich mit einem leisen Seufzen dazu entschied, ihre Arme doch aufzustützen und ihr Kinn hinein zu legen. Gedankenverloren wog sie ihren Kopf für einen kurzen Moment lang von einer Seite zur anderen und pustete sich immer wieder eine einzelne schwarze Strähne von den vollen, roten Lippen, die sich inzwischen unlängst wieder zu einem Lächeln verzogen hatten. "Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann in das Grab führt ...", überlegte sie dann schließlich nur mit einem simplen Schulterzucken, welchem weit mehr Heiterkeit innewohnte als man es der einstigen Reiterin zuvor getraut hatte. "Und was meine Worte anbelangt ... ich bin nur das, was du aus mir gemacht hast. Das ist schließlich der Grund, aus dem ich wieder hier bin", schickte sie nur wenig später nach und schrägte den Kopf an, selbst wenn sie wusste, dass ihr weder ein unschuldiger Blick, noch ein liebes Lächeln hier weiterhelfen würden - dafür kannte sie ihn zuweilen bereits lang genug.
"Mh ...", machte sie nach einer Weile, nahm ihm kurzerhand die Möglichkeit zu einer Antwort, weil sie nicht ebenfalls als Häufchen Asche enden wollte, wie es so unzählig viele vor ihr bereits geworden waren, deren Leben ihr einstiger Meister mit nur einem kurzen Blinzeln beendet hatte. "Im Grunde möchte ich dir ja auch nur helfen. Immerhin war es ja einmal unser gemeinsamer Traum, bevor der Rest des Ordens dazu kam ... wenn du mich fragst, sorge dafür, dass sie wieder auf dich hören und sich alter Regeln erinnern. Allerdings ... wirst du das wohl nicht mit Blut und Tod bekommen, dann würden sie rebellieren", folgte nur wenig später die Erklärung ehe Ryl sich wieder zurücklehnte und ihre Arme wieder vor ihrer Brust verschränkte.
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BeitragThema: Re: Salon    Sa Nov 15, 2014 12:05 am

"Wie ich die Saat der Rebellion hasse, welche in den Jungen und Schwachen stets den besten Nährboden zu finden scheint" erwiderte er und presste seine Kiefer aufeinander, während er mit den Zähnen knirschte und ein tiefes Grollen den Palast erbeben ließ. "Was schlägst du also vor, wenn du doch scheinbar so viele Ideen und Pläne hast" hakte er nach und leckte sich über die Lippen, welche heiß und trocken waren, ehe der Blick seiner feurigen Augen wieder zurück auf Ryl gerichtet wurde. "Soll ich Caladhiel von meinen Plänen überzeugen? Ihr unseren Traum vor Augen führen? Was soll ich tun? Soll ich ihren Drachen mit dunkler Magie beeinflussen oder ihren Geist verdammen? Denkst du mir sind nicht auch tausende von Möglichkeiten, von Wegen und verbotenen Pfaden in den Sinn gekommen? Ich bin ein gottgleiches Wesen - eine unfehlbare Existenz deren eigenes Machwerk gegen die Pläne läuft" während er gesprochen und sich ereifert hatte, züngelte immer wieder das Kaminfeuer in weißen Stichflammen nach oben und hinterließ den Geruch von Schwefel und Magnesium
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BeitragThema: Re: Salon    Sa Nov 15, 2014 12:13 am

"Hab ich bereits erwähnt, dass ich die Wärme hier ziemlich angenehm finde?", fragte Ryl vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen und streckte demonstrativ ihre Hände in Richtung des Kamins aus, wo die weißen Flammen ihres einstigen Magiers nach vorn züngelten und beinahe begannen an ihren schlanken Fingern zu lecken, die sie wärmend aneinander rieb. Genießerisch schloss sie für einen kurzen Moment lang die Augen und seufzte wohlig während sie spürte, wie die Wärme in ihren Händen empor kroch und diese kribbeln ließ - ein Gefühl, welches ihr erneut ein heiteres Lächeln auf die Züge zauberte ehe sie mit einem Mal wieder innehielt. "Ach richtig. Wir waren ja bei dem Orden und seiner momentanen Führung", entsann sie sich und wandte sich wieder Noreag zu, rückte auf ihrem Stuhl näher zu dem Tisch hin und hob die Augenbrauen, als hoffe sie darauf, er würde selbst darauf kommen, was ihr eigentlich im Geiste herum ging und womit sie gedachte, es weit besser zu machen als mit Drohungen und Verrat. Als er nach einigen wenigen Augenblicken jedoch noch immer nicht reagierte, schnaubte Ryl unbegeistert und stützte eine Hand wieder auf den Tisch, ihr Kinn hinein legend während sie mit der freien Hand damit begann eine Strähne ihres langen, schwarzen Haares um einen Finger zu wickeln.
"Du könntest es mal versuchen, sie wirklich zu überzeugen. Nicht mit Drohungen oder dunkler Magie - spätestens Oromis würde das auffallen und dann würde es hier ... naja, sehr viel wärmer werden. Nimm dir ein wenig Zeit und kümmere dich darum - sei das, was sonst fehlt und spiel ein wenig den Nicht-Gott ..."
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BeitragThema: Re: Salon    Sa Nov 15, 2014 12:21 am

"Wag es nicht mich zu verspotten - wag es ja nicht" erwiderte Noreag so kalt, dass die ganze Wärme des Raumes mit einem mal zu verschwinden schien. "Was soll ich deiner Meinung nach tun? Zu ihr gehen und ihr das vorspielen, was sie sich von Anurin stets gewünscht hat? Ich soll sie mir gefügig machen indem sie Gefühle für mich entwickelt und in mir den Seelenverwandten sieht, den sie so lange gesucht hat? Ich soll ihr die Bürde abnehmen, welche die Führung des Ordens auf ihrer Schulter abgelegt hat? Ich soll sie trösten und mich um ihre Gefühlswelt kümmern? Ich soll in ihren Augen die Lücke schließen, die Anurin hinterlassen hat? Ihre Seelenwelt wieder ins Lot bringen?" er lachte bitter und voller Hohn, während er seine Augen auf Ryl gerichtet hielt, welche noch immer vor ihm lag wie der tiefe Grund eines kalten, dunklen Brunnens der ihn zu verschlingen suchte. Doch nicht ihn - nicht Noreag, den Gott Imperator. Die weiße Flamme.
"Ist es das, was du vorschlägst?"
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BeitragThema: Re: Salon    Sa Nov 15, 2014 12:30 am

"Ich verspotte dich nicht, Eragon - ich versuche dir nur zu helfen ... auf meine Art und Weise", lautete Ryl's Antwort, die von einem simplen Schulterzucken gefolgt wurde, mit dem sie diese kurze Diskussion bereits wieder abtat, selbst wenn sie der Wärme im Stillen noch einmal nachtrauerte, die sie bislang umfangen hatte. Der andere war über all die Zeit so furchtbar ernst geworden, verstand nur noch so wenig von ihren eigenen Interessen, dass selbst sie inzwischen das Interesse an ihm verloren hatte und die gemeinsamen Erinnerungen noch viel weiter in ihrem Geist zurückschob, als sie ohnehin bereits verborgen gewesen waren. Sie hatte einst Interesse an dem großen Reiter gezeigt, heute sah sie einen Blinden in einem Haufen Stummer vor sich, der verlangte, dass einer von ihnen ihm den Weg zeigte. "Du bist ohnehin von alledem hier gelangweilt also warum nicht? Eigentlich wäre das sogar eine ziemlich gute Alternative und wenn es nicht klappt ... dann kannst du ja immer noch für Tod und Schrecken sorgen und alle unterwerfen, wie es ein Gott Ryantis nun einmal sollte", setzte sie schließlich noch nach und schob ihre Unterlippe ein Stück weiter nach vorn, offensichtlich enttäuscht von dem Ausgang dieses Gesprächs während sie sich wärmend über die Arme strich in wohliger Erinnerung der Wärme.
"Und wenn es nicht funktioniert, kannst du mich für meinen Rat auch ebenso immer noch töten. Ich werde hier ja nicht weggehen und zu verlieren hast du nichts ... vielleicht wird es dir ja sogar gefallen, auch wenn ich das nicht glaube."
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BeitragThema: Re: Salon    Sa Nov 15, 2014 12:35 am

Noreag erhob sich schließlich und griff nach Ryls Kinn, zwang sie ihn anzusehen. "Hör mit gut zu, gefallene Reiterin" knurrte er und seine Stimme rollte wie eine Welle über ihren Geist hinweg. "Eragon ist gestorben - er ist irgendwo weit draußen in der Welt gestorben und aus seiner Asche entstanden die Intenitäten Noreag und der rote Gott selbst. Zwei Leiber für einen Geist, eine Welle an Macht die du dir nicht einmal ansatzweise vorstellen kannst" erklärte er und sein Blick bohrte sich geradezu in sie hinein. Sie machte ihn wahnsinnig. Sie verspottete ihn, führte ihn vor und tat all dies mit einer Leichtigkeit, die ihm schwindelig werden ließ. Es schien als habe die Respektlosigkeit Einzug in sein Leben erhalten, seitdem er nach Alagaésia gereist war. Einst hatte man um seinen Rat gefleht, vor seinem Zorn gezittert. Nun Ryl und Caladhiel zu sehen, die seinem Wesen gänzlich ignorant gegenüber standen. Das war zuviel.
"Vielleicht - vielleicht werde ich deinem Rat befolgen. Und wenn ich wieder komme - wenn ich dir deinen Drachen beschaffe, dann wirst auch du vor mir knien!"
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BeitragThema: Re: Salon    Sa Nov 15, 2014 12:42 am

Ryl war gänzlich ruhig geblieben, hatte sich weder von seinem Blick, geschweige denn von seiner Stimme wirklich einschüchtern lassen, denn im Grunde war es genau das, womit sie gerechnet hatte als sie hierher gekommen war. "Wenn du möchtest, dass ich dich Noreag nenne, hättest du das nur sagen müssen", sagte sie schließlich und befreite sich wieder aus seinem Griff, nur um wenig später von ihrem Platz aufzustehen und wieder Distanz zwischen sie beide zu bringen. Er war wirklich langweilig geworden, wenn sie nicht einmal mehr wirkliche Gespräche mit ihm führen konnte, aber er war nun einmal leider der Einzige, der ihr ihren Drachen zurückbringen konnte und damit war sie auf ihn angewiesen - vorerst zumindest. Ryanti jedenfalls würde für sie noch einige Überraschungen bereithalten und sobald er erst aus dem Haus war, und sie war sich sicher, dass er auf sie hören würde, würde sie alle Zeit der Welt haben, um sich mit ein paar anderen Menschen auszutauschen, die hier lebten und die ihm dienten. Einer davon war knappe zwei Jahre alt ... alle Kinder mochten Spiele wie Verstecken oder Fangen.
"Aber um auf deine Aussage zurück zu kommen. Ja, ich denke, damit kann ich sehr gut leben, sobald du mir meinen Drachen beschafft hast", sagte sie noch an der Tür und wandte sich über die Schulter zu ihm zurück, ein undeutbares Lächeln auf den Lippen ehe sie ein leiseres "Dann werde ich auch vor dir knien" hinterher schickte und sich dann doch umdrehte, um den Salon zu verlassen, im Vorbeigehen noch den Kopf des Surdaners an den Haaren greifend und jenen mit sich nehmend.
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