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 Thronsaal

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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 12, 2014 10:37 pm

Für einen kurzen Moment lang hob Aurelius die Augenbrauen als der Wagen in den Thronsaal gefahren wurde, auf welchem der Kopf des Solandri drapiert worden war und mit Kränzen, Weidenholz und Flusskieseln bestückt worden war. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Aiko so viel Schneid haben würde, andererseits schienen die Drachenreiter diesen Schneid für ihn übernommen zu haben - die Schnitte am Hals des Solandri waren sauber und gleichmäßig, ein einziger Hieb, der ihm den Kopf von den Schultern geschlagen hatte und wenngleich auch die Augen des Toten geschlossen worden waren, glaubte Aurelius noch immer einen Hauch von dem Schrecken und der Überraschung in der starren Miene zu erkennen. Ein einziger Hieb, von hinten gesetzt - der Mann war offensichtlich groß gewesen, gemessen anhand der Proportionen, die er kennen konnte, das darauf hindeutete, dass er gekniet haben musste und anhand des Schaudern, das durch den gesamten Thronsaal ging, schien die Hinrichtung des Anführers der Solandri nicht allzu lang her zu sein. Ein Umstand, der Aurelius ein Lächeln auf die Lippen brachte, dem die Überraschung angesichts Aikos Handlung beiwohnte.
"Ich bin überrascht, das muss ich durchaus zugeben. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Ihr so etwas zulassen würdet - viel eher hatte ich erwartet, den Mann am Leben in Euren Kerkern vorzufinden, insbesondere gemessen anhand der Erzählungen der Händler und Männer, die Euer Reich bislang bereits haben kennen lernen dürfen", begann er dann mit der Antwort und ließ seinen Blick noch einmal über die Anwesenden wandern. Ihnen allen stand der Schrecken im Gesicht - es war also nicht irgendwo auf einem Schlachtfeld geschehen, es hatten viele Menschen gesehen ... sollte es wirklich sein, dass es hier geschehen war? Mitten im Thronsaal? "Nichts desto trotz bin ich glücklich und dankbar darum, dass unser beider Bemühungen dem Frieden und der Sicherheit der Menschen unser beider Länder gelten."
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 12, 2014 10:46 pm

"Immer und für alle Zeit" lautete Aikos Antwort auf Aurelius Aussage, dass sie beide Friedne und Sicherheit schützen und wahren wollten. Auf die andere Andeutung, dass er den Mann eher in Ketten erwartet hatte ging er garnicht erst ein - er war Aurelius keine Rechenschaft schuldig. "Doch dies war nicht der eigentliche Grund euer Einladung und hat sich ehrlich gesagt auch erst abgespielt, nachdem der Brief bereits verschickt wurde" erklärte Aiko schließlich und fuhr einfach weiter fort. "Valencia. Mir wurde von verschiedenen Seiten zugetragen was in diesem Land geschehen sein muss und auch wurde mir zugetragen, dass die ganze Situation zu eskalieren droht - womit ein Krieg unausweichlich wäre. Wir wünschen nicht, dass durch einen Krieg der Handel und der Wohlstand unseres Reiches gefährdet wird. Und da weder der König von Valencia noch ihr über Botne zu einer Einigung gekommen seid habe ich beide Parteien hier auf neutralem Boden zusammen gerufen. Ihr seid gekommen. Alejandro jedoch - nicht"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 12, 2014 11:13 pm

Schon seit dem Morgen war ihr schlecht gewesen bei dem Gedanken daran, dass auch sie im Thronsaal sein würde, wenn Fyonara hier auftauchte - bereits seit dem Morgen hatte sie versucht, Aiko davon zu überzeugen, dass er sie gehen ließ, damit sie gemeinsam mit Elijah auf Beirland ein wenig Ruhe finden konnte, aber er schien endlich wieder begriffen zu haben, dass er der König war und so war sie gezwungen gewesen, diesem Gespräch hier beizuwohnen. All ihre Muskeln waren angespannt, immer wieder waren ihre Augen von einer Seite zur anderen gehuscht als befürchte sie, der Attentäter könnte im nächsten Moment hinter ihr stehen - er war immer hier gewesen, hatte immer ein Auge auf die Gäste aus Fyonara gehabt, um sie zu beschützen, wie er es an der Hochzeit getan hatte, aber bislang hatte sie sein Gesicht weder in einem der Diener, noch in einer der Wachen entdecken können, die Aiko hier hatte ihren Platz einnehmen ließen. Für ein sichereres Gefühl in ihr sorgte es trotzdem nicht, so dass sie irgendwann nach Elijahs Hand gegriffen hatte, der neben ihr stand, um wenigstens darin Sicherheit zu finden, doch spätestens als die Türen aufglitten, wurde ihr auch eben diese Sicherheit genommen und sie stolperte einen halben Schritt zurück.
Es war wie ein Hammerschlag in ihrem eigenen Geist als sich Erinnerungsfetzen um Erinnerungsfetzen umeinander zu drehen begannen und ihr den Boden unter den Füßen wegrissen und nichts als dröhnende Kopfschmerzen zurückließen, die sie dazu trieben, halb in dem Stuhl zusammen zu sinken, den man für sie an dem Rand der Treppe gestellt hatte, während ihr Gesicht alle Farbe verlor. Da war etwas, das jetzt mit einem Mal Sinn ergab - etwas, wonach sie greifen konnte und etwas, das sie festhalten konnte. Etwas, das vertraut war und etwas in ihr hervorrief, das bislang zum Schweigen verdammt worden war, wenngleich sie auch nicht sagen konnte, von wem.
Sie sah sich selbst auf dem Boden sitzen und mit ein paar kleinen geschnitzten Holzfiguren spielen, von denen sie wusste, dass sie ihr wichtig gewesen waren, als sie die Schreie von draußen hörte und sich überrascht umwandte. Die festen Schritte von schweren Stiefeln erklangen laut in dem Flur, der zu ihrem Zimmer führte und immer wieder hörte sie ihre Mutter weinen, ihren Vater darum flehen, dass man sie einfach gehen ließ - dass man sie übersah und er sie fortschaffen würde, fort aus dem Land, damit sie in Sicherheit sein konnte. Sie begriff heute, worum es damals ging, doch das kleine Mädchen, das dort in dem Zimmer saß, wagte es kaum, sich zu bewegen und hielt die kleine Holzfigur fest in ihren Händen umschlossen ehe sich ein Seitentür leise öffnete. Jemand nahm sie auf die Arme, hielt das weinende Mädchen, das sie einst gewesen war, fest in den Armen umschlossen. "Wir machen einen Spaziergang, ja? Da draußen sind nur ein paar Gäste für Mutter und Vater, deswegen ist es so laut. Sie tun dir nichts", hörte sie eine leise Stimme sprechen, hörte sich selbst schluchzen. "Die sind wegen mir da, oder? Weil ich anders bin ..."
Nebel begann sich um die Szenerie zu spinnen, löste sie in Dunkelheit auf und ließ Adriana nur noch viel verwirrter zurück, als sie es zuvor gewesen war. Die Erinnerungen, die sie nun durchströmten, die Dinge, die sie gesehen hatte, die Stimme, die mit ihr gesprochen hatte und die kleine Holzfigur. Es war nichts mehr, das sich falsch anfühlte, wie die Erinnerung an den Turm und ihren Namen, die Lügen, die sie über all die Jahre hinweg gehört hatte als man ihr hatte weiß machen wollen, dass ihre Familie sie abgegeben hatte, weil sie Angst vor ihr gehabt hatten. Es war nicht wahr - sie hatten versucht, um sie zu kämpfen.
Das nächste Bild, das sie vor sich sah, war ein dunkles Haus am Rande der Stadt, baufällig und voll mit alten modrigen Dingen - Möbeln, die seit Jahren nicht mehr benutzt worden waren, Staub, der eine dichte Schicht am Boden gebildet hatte und in der sie sich selbst sitzen sah. Wie alt mochte sie gewesen sein? Vier? Sie weinte, das wusste sie, schluchzte haltlos und klammerte sich an jemandem fest während die Rufe von draußen immer lauter wurden. "Du musst mir jetzt zuhören, ja? Versprich mir das - du darfst niemals vergessen, wer du bist und wohin du gehörst. Du darfst niemals vergessen, dass du hier eine Familie hast, die dich liebt, Gracia." "Ich ... hab dich lieb ..." Das kleine Mädchen nickte ehe die Tür von Männern mit dunkler Rüstung aufgestoßen wurde und sie selbst sich unter einem Tisch versteckte. Der Mann, der bei ihr war, erhob sich und ein Schwert glitt aus der ledernden Scheide und dann wurde sie bereits gepackt. Sie hörte, wie die Klingen aufeinander trafen, hörte sich selbst schreien und wie er zu Boden geworfen wurde, von den fremden Männern festgehalten wurde.
"Ich versprech dir, dass ich dich befreie. Ich versprech dir, dass ich auf dich aufpassen werde!", hörte sie seine Worte noch ehe sich das alte Haus wieder in jenen Thronsaal verwandelte, in dem sie als erwachsene Frau saß, der mit einem Mal so schlecht war wie niemals zuvor in ihrem Leben. Der Mann, der dort vorn saß, war der Mann aus ihrer Erinnerung, selbst wenn sie beide damals jünger gewesen waren - er war es, sie kannte die Stimme, den ruhigen Tonfall und mit einem Mal begann all das Sinn zu ergeben. Ihre erfolgreiche Flucht, der Unterschlupf in Alagäsia, das Angebot des Attentäters und Valerian, Fyonaras Erscheinen in Valencia ... Sie hätte weinen können, hätte darüber lachen können, wie paradox all das doch war, doch in jenem Moment - in diesem einen wichtigen Augenblick blieb ihr nichts anderes übrig als weiter auf ihrem Stuhl zusammen zu sinken, weil sie sich nicht wagte, nach vorn zu treten.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 12, 2014 11:29 pm

Noch immer fühlte Elijah sich nicht allzu wohl - hier in einem großen Thronsaal im Blickpunkt der allgemeinen Aufmerksameit die ihm über die Jahre unangenehm geworden war. Mochte er einst ein Schauspieler vor einem riesigen Publikum gewesen sein - so waren es Masken gewesen die er getragen hatte. Die er stets trug wenn er sich in der Öffentlichkeit bewegte. Nun jedoch Elijah Chamberlain zu sein, Adrianas Geliebter und an ihrer Seite ihm Thronsaal zu sein. Als er selbst - einzig und allein er selbst. Dennoch war er hier - wenngleich auch einzig und allein für Adriana. Es hätte keinen anderen Grund gegeben, der ihn hierher hätte bringen können - zu Aurelius de Gaweia dem Mann für den er im geheimen Arbeitete.
Doch wenn Elijah geglaubt hatte für ihn würde die Begegnung mit diesem Menschen unangenehm werden, so fiel ihm direkt Adrianas Reaktion ins Auge welche sich nunmehr auf den Stuhl hatte sinken lassen. Ihr Blick zu Aurelius und der seltsam entrücke Ausdruck brachte ihn dazu sich ebenfalls zu setzen und die ganze Sache so unauffällig wie möglich zu halten, was dank des Kopfes nicht einmal schwer war. "Ist alles in Ordnung mein Engel? Was ist los? Hast du den Mann schon einmal gesehen?"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 12, 2014 11:40 pm

Letzten Endes war es ihr eigener Körper, der sich für sie entschied und der ihr die Tränen in die Augen steigen ließ, die sie versuchte wieder fort zu blinzeln, selbst wenn ihre zitternden Schultern sie immer wieder verrieten. Es ging nicht - sie bekam sich selbst nicht wieder in den Griff, schaffte es nicht all ihre Selbstbeherrschung zurück zu gewinnen, die sie sonst so sehr ausgezeichnet hatte und als sie Elijah nun neben sich diese leise Frage stellen hörte, war es mit allem vorbei. Tränen rannen ihr über die bleichen Wangen, versickerten in den dunklen Strähnen, die ihr über die Schultern fielen und schließlich in Elijahs Oberteil, als sie ihren Kopf an seiner Schulter bettete. Dort vorn stand das, was sie sich immer gewünscht hatte, wonach sie sich immer gesehnt hatte - das, was sie immer gehofft hatte, eines Tages finden zu können - eine Familie, jemand, der für sie da sein konnte und vor dem sie nicht fürchten musste, etwas, das ihr einen Hauch von Heimat versprach und vor dem sie dennoch Angst hatte die Hände danach auszustrecken. Es war eine seltsame Mischung aus Verwirrung, Erleichterung, Wut und Glückseligkeit, die sie durchflutete und die die Tränen in ihren Augen einfach nicht versiegen lassen wollte. Nur ein paar Meter und trotzdem so eine riesige Distanz, in welcher sie von der Furcht zurück gehalten wurde.
"... ja ... vor 21 Jahren ...", flüsterte sie heiser und schluckte noch einmal schwer, während ihre Hand zu Elijah hinüber wanderte, sich an ihm festhielt und ihre Finger in seine Kleidung grub. Sie hatte sich so viel vorgenommen, wenn sie einem der Fyonarer noch einmal begegnen sollte - sie hatte sich ausgemalt, wie sie sie ermorden würde, wie sie endlich für Freiheit in diesem Reich sorgen würde - Freiheit für die Magier dort, die diesen Fluch trugen, aber nichts davon wollte sie jetzt noch tun. Es war nicht ein einziger Funken Hass übrig geblieben, der sie sonst genährt hatte.
"... er ist mein Bruder ..."
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 12, 2014 11:45 pm

"Dein..." Elijah stockte kurz und ihm war als würden Wände einbrechen und tausende, vorher abgetrennt gespeicherte Gedanken zusammen führen - die Chance auf eine Begnadigung - der Attentäter der ihr nie etwas getan hatte. Fyonara, welches mit dem desolaten Alagaésia-Aurea frieden schloss. Das Einschriten der Fyonarer in Valencia. Ihre Hilfe die sie ihm hatten zuteil kommen lassen wollen. Dieser Mann dort vorne war der alleinige Herrscher dieses riesigen Reiches und wenn er wusste was mit seiner Schwester war - wenn er versuchen würde sie zu schützen: Sei es aus sentamentalität oder wahrer Liebe; dann ergab das alles einen Sinn.
"Hey es ist alles in Ordnung, alles wird wieder gut" fügte Elijah schließlich an und wischte der Geliebten die Tränen von den Wangen, während sich das Gespräch nunmehr um Valencia drehte, aber Elijah hörte schon lange nicht mehr zu. "Willst du raus gehen? Brauchst du frische Luft?"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 12, 2014 11:54 pm

Ihr blieb nichts anderes als langsam zu nicken, selbst wenn sie nicht wusste, ob ihre Füße sie überhaupt bis zur Tür würden tragen können - sie wollte hier raus, fort von all der Politik, die sie für sie in diesem Moment doch vollkommen an Bedeutung verloren hatte. Dieses Gespräch um Valencia, um Solandra und Luminoth war gar nicht mehr wichtig, es bedeutete ihr nichts mehr, nicht seit jener Zauber aufgebrochen war, der bislang ihre Erinnerungen zurück gehalten hatte und diese mit der Wucht eines Hammerschlags auf sie eingeprasselt waren - sie zurück in ihre eigene Vergangenheit gebracht hatten. All die Bilder ihrer eigenen Vergangenheit, die sie des Nachts gesehen hatte, die Lieder, an die sie sich erinnerte und die Worte, von denen sie inzwischen wusste, woher sie stammten, waren zu viel für ihren aufgewühlten Geist, der sich noch immer nicht damit zufrieden gab, die Offenbarung zu verdauen. Ihre Gedanken rasten, begannen sich zu fragen, was wohl werden würde, wenn sie ihm mitteilte, dass sie es wusste, dass sie sich erinnerte - ob es dann eine Chance für sie geben würde, eine Chance auf eine Familie - auf etwas, das sie nie gehabt hatte, einen Ort an den sie gehen konnte. Vielleicht würde sie endlich Frieden finden können, würde die Furcht verlieren können, die sie bislang gehabt hatte.
Langsam folgte sie Elijah bis hinüber zu den großen Türen des Thronsaals, wankte Schritt um Schritt nach vorn und atmete schließlich erleichtert auf, als ihr die frische Luft des Innenhofes um die Nase strich. "Ich ... das alles war ... wegen mir ... Elijah ...", brachte sie über die Lippen, ihre Stimme kaum mehr als ein leises, zittriges Wispern in dem kühlen Herbstwind. "Alles ... ich muss das klar stellen ... ich ... ich muss es ihm sagen ... ihm sagen, dass ich mich erinnere, wer ich bin ..."
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Alejandro Askari

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Di Okt 21, 2014 10:25 pm

Alejandro war überrascht gewesen, als das Schreiben des Kaiser-Königs bei ihm angekommen war. Ein Gipfeltreffen zwischen Aurelius, Aiko und Alejandro klag derart absurd, dass es hätte klar sein müssen, dass es irgendwann stattfand. Sie drei waren die Herrscher, der führenden Reiche, die wohl nur allzu bald auch die einzigen dieser Welt sein dürften. Wenn sie nicht zusammen arbeiten, oder zumindest in Koexistenz zueinander leben konnte, würden ihre Länder alle in Flammen auf- und darin untergehen. Außerdem passte es wohl ganz gut, denn Alagaesia war neutraler Boden, ein Land in der weder Fyonara noch Valencia die Gefangennahme durch den jeweils anderen fürchten musste... oder ein Attentat. Außer vielleicht auf Hoher See könnte man das wohl nirgendwo garantieren, denn entweder gehörte das Land schon Fyonara oder wurde von einer Partei gehasst.
Alejandro hatte sich darum sofort auf den Weg gemacht, denn er hatte keine Lust dass es ihm wieder angelastet wurde, wenn er nicht sofort erscheinen würde. Er hatte nur wenig Gepäck genommen und wenige Schiffe und war nur einen Tag später aufgebrochen. Doch als er in Ceunon angekommen war, hatte er erfahren müssen, dass er später dran war als Aurelius. Aber das war nicht zu ändern. Er hatte sich frisch gemacht, schlichte Kleider angelegt, für einen Moment über das aufsetzten seiner Krone gegrübelt und war in den Thronsaal aufgebrochen.
Mit dreien seiner Leibgardisten war er vor der Tür erschienen und hatte sie sich öffnen lassen. Der Thronsaal wirkte rein äußerlich ganz gewöhnlich, doch die Stimmung war so vollkommen anders, als er es gewohnt war. Es waren keine Adligen und Höflinge da, die sich um eine gute Sicht bemühten, nur Wachen die von den Wänden her, den Raum unter Beobachtung hielten. Kein Herold der laut den Namen des Eintreffenden verkündete, nur ein Tisch in der Mitte des Raumes, an dem bereits Aiko und eine ihm unbekannte Frau, welche mit dem Rücken zu ihm saß, saßen. Er befahl seinen Männern Abstand zu halten und am Eingang zum Saal zu warten, wollte er doch keinen falschen Eindruck machen. Er schritt auf den Tisch zu und setzte sich an einen der beiden leeren Stühle. "Guten Tag, Majestät, Mylady. Ich hoffe ich habe euch nicht zu lange warten lassen.", entschuldigte sich Alejandro und neigte leicht das Haupt, ehe sein Blick für einen Moment über die Frau wanderte. Es musste eine Elfe sein, den Ohren nach zu urteilen.
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Di Okt 21, 2014 10:47 pm

Aiko zeigte ein kaum merkbares Lächeln in Richtung Alejandro ehe er diesem mit einem kurzen Handwink Alejandro einen der Stühle anbot. Tatsächlich hatte er darauf geachtet den Raum so karg wie möglich einzurichten. Jeder Prunk war entfernt worden, selbst die Fahne Alagaésia-Aureas war von den Wänden abgehangen worden. Die rot-goldenen Vorhänge durch formgleiche in beige ausgetauscht worden und bis auf die Löwenreliefs erinnerte kaum mehr etwas daran wer der Herrscher dieses Reiches war. Auf dem Tisch waren weder Getränke noch Speisen aufgetischt worden um keinerlei Unterbrechungen oder Ablenkung zuzulassen und bis auf die Karte der bekannten Welt und einigen kleinen Fähnchen welche am Rand der Karte lagen war er auch ansonsten gänzlich leer.
Langsam steckte Aiko die Fahne Alagaésia-Aureas in die Karte. Und sah dann seine beiden Gäste an. "Majestät Askari, eure Durchlaucht de Gaweia. Ich habe euch zu diesem Treffen einberufen in der Hoffnung eine friedliche Lösung für die Probleme zu finden, welche sich vor uns auftuen. Wir alle sind Herrscher und mag auch unsere Macht unterschiedlich gewichtet sein, so will ich das wir uns unter meinem Dach auf Augenhöhe und als Gleichgestellte begegnen." erklärte er und deutete mit seiner feingliedrigen Hand von Alejandro zu Aurelius. "Ich möchte somit euch beiden - dir und dir die Möglichkeit bieten auf einer sachlichen Ebene diesen Konflikt zu Ende zu führen. Zu diesem Zweck und als weitere Kontrollinstanz habe ich Lady Caladhiel die Hochmeisterin der Drachenreiter hinzu gezogen, welche mich ebenso kontrollieren wird wie euch beide. Somit ist Gleichheit garantiert" er nickte und sah dann auf die Karte, ehe er einzelne Fähnchen mit dem Wappen Valencias und Fyonaras verteilte. "Die Vorwürfe welche im Raum stehen lauten folgendermaßen: Du Alejandro sollst Abgesandte Fyonaras angegriffen, gefangen, festgehalten und zuweilen auch gefoltert haben. Dir Aurelius wird vorgeworfen einen Abgesandten auf - und ich zitiere: "bestialische Weise" geschlachtet zu haben sowie die Besatzung einer kleinen Brigade getötet zu haben. Ich selbst muss den Vorwurf geltend machen, dass meine Abgesandte auf schändliche Weise von dir Alejandro in unzüchtiger Absicht angegangen worden ist. Du sollst sie gegen ihren Willen festgehalten und es ihr verboten haben mir Nachricht zukommen zu lassen, ehe sie aus dem Land fliehen konnte" er endete.
"Wer will das Wort ergreifen?"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Di Okt 21, 2014 11:05 pm

Weshalb sie dieses Gespräch in diesem Reich führten, das fernab ihrer beider eigenen Reiche lag, war Aurelius noch immer schleierhaft, aber in Anbetracht der Belange, die er hier hatte neben dem eigentlichen Grund seiner Anwesenheit klären können, war er durchaus für die lange Reise und seine Abwesenheit in Fyonara entschädigt worden. Er hielt Aiko noch immer für einen schwachen Herrscher, nicht zuletzt aufgrund des Umstandes, dass eine Drachenreiterin am Tisch saß, die weit strenger und stärker wirkte, als es die ruhigen und einlullenden Worte des Königs Alagäsias taten, aber sei es drum - er akzeptierte es erst einmal so wie es war und hatte schweigend der Ankunft des valencianischen Königs beigewohnt, die Worte Aikos ebenso ruhig hingenommen und sich darüber sein eigenes Urteil gebildet. Das, was er jedoch bislang noch nicht gewusst hatte, war, was sich der König der Valenci Adriana gegenüber geleistet hatte und Zorn glomm in seinen Augen auf, sorgte dafür, dass sich seine Hände für einen kurzen Moment lang zu Fäusten ballten bis die Knöchel weiß unter der Haut hervor traten. Sie hatte mit keinem Wort erwähnt, dass ihr das geschehen war, dass der andere ihr etwas dergleichen angetan hatte und nun hier, während dieses Gipfeltreffen, davon erfahren zu müssen, machte den unerfreulichen Grund ihrer aller Anwesenheit für ihn um keinen Deut besser. Er wollte ihn zu Rede stellen, wahlweise mit einer Waffe zur Wahrheit zwingen, doch dafür war dies hier weder der passende Raum, noch der passende Zeitpunkt - Askari würde dafür später noch bluten müssen.
"Die Anschuldigungen sind wahr, die mir hier zu Lasten gelegt werden", erhob er schließlich die Stimme, wenngleich auch in seinem Ton noch immer jene unterdrückte Wut sprach, die er nur schwerlich im Zaum halten konnte und die sich in seinem Inneren ausbreitete. Wenn er gewusst hätte, was dort geschehen war, hätte er den Flottenadmiral noch weit schlimmer zurichten lassen als nur seine Haut auf die Segel seines Schiffes ziehen zu lassen. "Allerdings werde ich mich kaum dafür rechtfertigen in Anbetracht jener Dinge, die mit in Frieden gesandten Botschaftern geschehen sind, die nach Valencia gereist sind und in welchem Zustand ihnen die Rückkehr wieder ermöglicht wurde. Ich bin mir sicher, König Alejandro und ich werden eine Lösung unserer Differenzen finden, die für unser beider Völker von fruchtbarerer Natur sein wird."
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Alejandro Askari

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Di Okt 21, 2014 11:44 pm

Alejandro blieb völlig ruhig auf seinem Stuhl und beobachtete wie Aiko die Fähnchen auf seiner Karte verteilte. Eine Reiterin die über ihr aller Verhalten wachte, als wäre sie die Amme drei sich zankender Kinder. Wozu? Sie waren alle Herrscher ihrer eigenen Reiche, also war die Frage ob Aiko es sich und darum den anderen oder es von vornherein nur ihnen nicht zutraute, sich konstruktiv in einer diplomatischen und angemessenen Art und Weise mit einander zu reden und zu einer Einigung zu kommen. Und dann die Anschuldigungen, die entweder haltlos waren oder völlig unterschiedlicher Gewichtungen unterlagen. Es wirkte ein wenig abgekartet, als hätte er gar nicht vor sich wirklich mit ihm zu einigen und auf dieser Grundlage fiel es Alejandro im ersten Moment wirklich schwer sich nicht einfach vom Tisch zu erheben und zu gehen, um zu einer anderen Zeit mit jedem der Herrscher einzeln zu verhandeln.
Aurelius Reaktion ließ ihn jedoch stutzen. Dieser Mann schien entweder einen gewaltigen Hass gegen Adriana zu hegen, der sich äußerte sobald ihr Name auch nur genannt wurde, oder er stand in einer andere komplizierten Beziehung zu dieser Magierin. So oder so, hatte die Wut Alejandros Aufmerksamkeit erregt. "Ich werde mich zu den Anschuldigungen gegen mich, was die in Frieden gesandten Botschafter betrifft nicht äußern, geschweige denn rechtfertigen, in Anbetracht der Tatsache, wie viele Valenci durch die Hand eurer Leute starben und dem generellen Verhalten eurer Botschafter in meinem Reich.", erklärte Alejandro und blickte Aurelius in die Augen, ehe er sich Aiko zu wandte. "Was Adriana angeht, so blieb sie nicht nur freiwillig, sondern genaugenommen auf euren Befehl. Ihr habt vor meiner Botschafterin Francesca den Wunsch geäußert, dass ihr mehr oder alles über mein Land erfahren wollt, also wollte ich eben das ermöglichen und das beanspruchte Zeit. Sie hätte zu jedem Zeitpunkt den Wunsch äußern können zurück zu kehren, doch das deutete sie nicht einmal an. Was die Nachrichten anbelangt, so hatten wir nur keine Möglichkeit eine zu versenden. Und die Avancen, oder das unzüchtige angehen wie ihr es bezeichnet, gingen nicht nur von mir aus. Mir drängt sich die Frage auf, ob ihr überhaupt mit ihr über ihre Reise gesprochen habt, beziehungsweise, woher ihr eure Informationen bezieht."
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Di Okt 21, 2014 11:53 pm

"Woher ich meine Informationen beziehe Alejandro liegt nicht in eurem Zuständigkeitsbereich" erklärte Aiko scharf und schüttelte den Kopf. "Und ich stehe nicht in der Pflicht einer Rechtfertigung - ich trage euch die Geschehnisse so vor, wie sie auch mir vorgetragen wurden und nehme eure Reaktion zur Kenntnis" antwortete Aiko scharf und sein durchdringender Blick haftete sich auf Askari, ehe er wieder zurück zu Aurelius glitt.
"Meinen Informationen zufolge wartet eine kleinere Armada kaum zwei Tagesreisen von Valencia entfernt Aurelius - ist diese Information korrekt, überholt oder entspricht sie nicht der Wahrheit ?" stellte er schließlich seine Frage an Aurelius.
"Immerhin könnte man davon ausgehen, dass dies die Vorbereitung auf einen Angriff bedeutet da nämlich" und diesmal wandte er sich an Alejandro, "da nämlich ein Prinz der in eurem Namen handelte einen Friedensschluss mit Fyonara ausschlug und die Verhandlungen platzen ließ. Wir stehen also kurz vor dem Ausbruch eines offenen Krieges - weshalb ihr gut daran tätet euch zu den in Frieden gesandten Botschaftern zu äußern statt euch wie ein bockiges Kind zu benehmen. Starrköpfigkeit bringt hier keinen von uns weiter"
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Mi Okt 22, 2014 12:03 am

Bislang vollkommen schweigend hatte Caladhiel dem Gespräch der drei ungleichen Männer mitangehört und lediglich den Kopf darüber geschüttelt, was hier von sich gegeben wurde - von jedem dieser Männer, die hier saßen und von denen sich einer besser als der andere fühlte. Die Elfe hatte immer wieder intervenieren wollen, sich aber letztlich doch dazu entschieden wieder zu schweigen, weil sie ihnen nicht hatte ins Wort fallen wollte, doch spätestens nachdem jetzt Aiko erneut das Wort ergriff, hob Caladhiel die Augenbrauen ein Stück weit und löste die Arme aus der Verschränkung. "Ihr tut gut daran, Eure Quellen offen darzulegen, wenn Ihr sie schon nutzt, um dem König Valencias solche Vorwürfe entgegen zu bringen, Aiko, und ich hoffe für Euch, dass Ihr diesen Quellen Euer uneingeschränktes Vertrauen und absolute Glaubwürdigkeit entgegen bringt, denn wenn nicht steht hier nun auch Euer eigenes Land sowie Eure eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. Das sollte Euch bewusst sein", erhob sie schließlich harsch die Stimme und schob damit ihre eigenen Worte äußerst unsanft zwischen die Worte der einzelnen Herrscher, die sich hier versammelt hatten und mit einer einzigen Bewegung erhob sich die Reiterin von ihrem Platz, nur um ein paar Schritte durch den Raum zu tun, als könne sie damit wirklich ihre eigenen Gedanken noch einmal sortieren.
"Und was Euren Ton anbelangt, Aiko. Bedenkt, wer vor Euch sitzt - als ich Euch sagte, Ihr seid zu weich, meinte ich damit nicht, dass Ihr einen anderen Herrscher wie ein kleines Kind maßregeln müsst. Denkt darüber nach, was Ihr sagt, selbst in Eurem momentanen Zustand", setzte sie nur wenig später nach ehe sie sich wieder den anderen Männern zuwandte und beide noch einmal einer genaueren Musterung unterzog. "Letztlich ist es Alagäsia-Aurea gleichgültig, was mit Euer beider Länder geschieht, doch das, was auf dem Spiel steht sind wichtige Handelsbeziehungen und damit auch der Wohlstand mehrerer Reiche als nur dem Eurer. Ihr werdet diesen Disput beilegen, um Euer beider Völker willen - jetzt und an diesem Tag."
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Mi Okt 22, 2014 12:24 am

"Ich habe euch eingeladen, da ich Wert auf eure Meinung lege Caladhiel. Allerdings werde ich nicht dulden, dass ihr hier meine Autorität oder die eines anderen Herrschers in diesem Raum anzweifelt und was meine Glaubwürdigkeit betrifft, so steht diese hier nicht auf dem Spiel. Was meine Quelle betrifft, so muss es Genügen wenn ich sie von einer meiner Botschafterin nahe stehenden Quelle habe, welcher sie sich anvertraute." erklärte er und warf Caladhiel einen Blick zu, welcher bedeutete das sie sich weitere Zurechtweisungen bis nach der Verhandlung aufsparen sollte und er gerne bereit war mit ihr seine Fehler vor weniger Publikum durchzugehen, wenn sie denn darauf bestand.
"Allerdings muss ich euch Recht geben. Sowohl mir als auch meinem Volk könnte ein Krieg reichlich egal sein. Jedoch hängt Wohlstand und Reichtum meines Landes davon ab das kein Krieg die Handelsrouten und ähnliches Blockiert. Daher werde ich mich für eine Lösung einsetzen, welche mir die Sicherheit meines Reiches gewährleistet. Womit wir letztlich zum Hauptunkt kommen: Aurelius de Gaweia seht ihr Grund für eine gewaltsame Auseinandersetzung?"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 23, 2014 9:57 pm

Wortlos hatte Aurelius beobachtet, wie die Elfe den jungen König zurechtgewiesen hatte und dieser im ersten Augenblick vollkommen verzweifelt versucht hatte, den letzten Rest seiner Autorität zu behalten, wenngleich ihm wohl darüber hinaus wohl nicht mehr auffallen mochte, dass die Elfe über eben jenen Versuch lediglich müde lächelte und den Kopf schüttelte. Es war amüsant, dieses Schauspiel hier zu beobachten und zu erfahren, wie sehr Aiko doch vor ihr buckelte - wie sehr er sich darum bemühte, ihr nicht auf die Füße zu treten und wie selbstsicher eben jene zuvor getroffenen Aussagen gefallen waren, die selbst ihm lediglich ein knappes Nicken entlockt hatten. Es stimmte - ein Krieg brachte niemanden weiter und eine Schlacht würde auch das Wohl der Menschen dieser Welt gefährden, doch die Schmach über die Gefangennahme seiner Abgesandten brannte noch immer tief in dem Bewusstsein seines Landes und wenngleich er selbst auch sich für einen Frieden aussprechen würde, so wusste er, dass sein Volk es nur schwerlich akzeptieren würde.
"Das kommt darauf an", antwortete er im ersten Moment als die Aufmerksamkeit wieder in seine Richtung glitt und lehnte sich ein Stück weit zurück, nur um den Blick hinüber zu dem König der Valenci zu lenken und diesen noch einmal genauer ins Auge zu fassen. "In erster Linie bin ich daran interessiert, aus welchen Gründen meine Abgesandten gefangen genommen wurden, weshalb einige von ihnen gefoltert wurden und aus welchem Grund ich lediglich einen Bruchteil meiner Männer zurück erhalten habe, die ich entsandt habe. Denn diese Fragen wurden zuweilen noch nicht beantwortet und ich behalte es mir vor bis zu einer eindeutigen Klärung dieser Angelegenheiten die Handelswege um Valencia zu sperren.", folgte nur wenig später die kurze Erklärung, die von einem knappen Lächeln begleitet wurde, das sich nur ein paar wenige Sekunden auf seinen Zügen haften blieb ehe selbiges sich wieder im Nichts verlor.
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Alejandro Askari

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 23, 2014 10:25 pm

Alejandro hatte sich wirklich zusammen reißen müssen um ein schallendes Gelächter in ein kleines Lächeln zu verwandeln. Mochte Fyonara eine militärische Nation sein, so hatte Valencia doch die Mittel ihre Flotte zu schlagen und hatte keinerlei Grund sich vor einem Blockade ihrer Handelswege zu fürchten. Dennoch wollte Alejandro einlenken, denn er wollte keinen Krieg, wollte weder die Menschenleben riskieren, noch die finanziellen Mittel dafür bereitstellen. Also würde er versuchen die Frage von Aurelius de Gaweia zufrieden stellend zu beantworten. "Zunächst einmal haben wir keine eurer Gesandten gefoltert. Ihr könnt entführte Verbrecher, nicht als eure Gesandte oder Geschenke ausgeben, nur um etwas gegen uns in der Hand zu haben. Elijah Chamberlain und Chem wie auch immer sein Name ist, sind Verbrecher, die befragt wurden um die Wahrheit zu finden.", erklärte Alejandro und gab damit alles preis, was sein Geheimdienst über verschiedene Wege hatte in Erfahrung bringen können. Die Folter hatte noch Informationen ergeben, die zwar durchaus interessant, für Aurelius aber unnötig waren, abgesehen davon dass davon auszugehen war, dass er sie bereits hatte.
Nun lehnte Alejandro sich etwas in seinem Stuhl zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. Er hatte Glück im Unglück gehabt, als Adriana mit einem derartigen Radau aus Vierra verschwunden war, so waren das Volk und die Aristokratie bisher noch nicht auf die Idee gekommen auf einen Krieg gegen Fyonara zu drängen. Darum musste die Koalition möglichst bald geschlossen werden, damit nichts mehr daran zu ändern war, und alle die Vorzüge sahen. Dennoch würde man wohl noch irgendeine Wiedergutmachung erwarten. "Eure drei Gesandten wurden Opfer des Prin... neuen Herzogs von Gandía, der frustriert war, durch die Gefangenschaft seines Vaters in euren Hallen war, wobei mir noch immer schleierhaft ist, weshalb ihr das getan habt. Er war in jedem Fall dafür verantwortlich, dass eure Gesandten unter striktere Sicherheitsvorkehrungen gestellt wurden, was mir im übrigen leid tut. Ein solches Verhalten ist barbarisch und führt, offensichtlich, zu nichts.", erklärte Alejandro dann und neigte leicht und entschuldigend das Haupt vor dem Kaiser.
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 23, 2014 10:35 pm

"Wie und inwiefern ich Abgesandte nutze und ob sie Verbrecher sind oder nicht, entscheide ich in erster Linie ich, König Alejandro. Was immer Euer Geheimdienst auch herausgefunden haben mag, ich kann Euch versichern, dass dies nicht den Tatsachen entspricht - Elijah Chamberlain befindet sich nun bereits seit Längerem in meinen Diensten. Fakt ist, dass er als einer unserer Abgesandten von Euch gefoltert und festgehalten wurde", setzte Aurelius dem anderen lediglich schroff entgegen und verengte für einen kurzen Moment lang die Augen, war ihm doch durchaus das amüsierte Zucken der Mundwinkel aufgefallen, die sein Gegenüber hatte sehen lassen und das letztlich nur einmal mehr dafür gesorgt hatte, dass er verärgert die Hände zu Fäusten ballte. Als ob es nicht genug war, was in Valencia ohnehin schon geschehen war - als ob es nicht genügte, dass Gaius und Castor festgehalten worden waren, Lyall beinahe gestorben war und Castor mit einem nachhaltigen Schaden aus Valencia abgereist war. Der Mann ihm gegenüber wagte es nun auch noch ihn zu verhöhnen, spionierte seinen Leuten nach und hatte sich zu allem Überfluss auch noch an seine Schwester heran gemacht, sie ebenfalls in seinem Land fest gehalten und gefangen gesetzt.
"Opfer eines Herzogs Eures Reiches ... so bezeichnet Ihr die Wahrheit nun also. Ebenso wie die Botschafterin Alagäsias offensichtlich auch Euer Opfer wurde, wenn ich Euren Ausführungen und den Anschuldigungen hier Glauben schenken darf. Euer Botschafter befand sich als Gast bei uns und hatte die Möglichkeit jederzeit zu gehen, sobald die Bündnisgespräche beendet wären, doch bislang hatten wir uns nicht einigen können. Elijah Chamberlains Geist und seine Ideen sollten für Euch eine Möglichkeit sein, weiter zu kommen, aber ich habe gesehen, wie uns eben diese Freundlichkeit von euch gedankt wird", fuhr er fort und schüttelte den Kopf, damit dieses einfache Gesprächsthema schlichtweg wieder fortwischend. Es brachte nichts, Alejandro sah es nicht ein und er war müde davon, einem störrischen Kleinkind erklären zu müssen, dass nun einmal nicht alles nach seiner Nase lief, nur weil er mit den Füßen auf den Boden stampfte.
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Alejandro Askari

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 23, 2014 10:54 pm

"Die Wahrheit? Und die soll lauten?!", giftete Alejandro zurück. Er wusste nicht was Aurelius von ihm wollte. Im Grunde genommen, hatte er sich für die festgesetzten Gesandten mehr als genug revanchiert; Die Besatzungen von drei Kriegsschiffen waren tot, sowie sein Flottenadmiral, der darüberhinaus auf wirklich abscheuliche Art und Weise ermordet worden war. Was bitte konnte er jetzt noch verlangen?! Und was ihm besonders gegen den Strich ging, waren die völlig ungerechtfertigten Anschuldigungen gegen ihn in Bezug auf Adriana. "Euer Majestät, mag man eure Gesandten nicht gut behandelt haben, mag es eine andere Wahrheit geben als die die euch präsentiert wird, was interessiert es euch!? Ihr habt über eintausend Mann Besatzung und Soldaten töten lassen, sowie meinen Flottenadmiral und friedlichen Gesandten gefangen gehalten und dann auf grausige Art und Weise ermorden lassen. Das sollte doch wohl mehr als genug Vergeltung sein!", fauchte Alejandro nun und ließ seinen Blick für einen Moment zu Caladhiel hinüber wandern. Zumindest sie musste doch sehen, dass es genug sein musste und Fyonara sich auch einfach zufrieden geben könnte, mit dem was sie getan hatten.
"Und was Adriana angeht, wäre ich dafür sie zu bitten für einen Moment dieser Unterredung beizuwohnen und sie selbst schildern zu lassen, wie sie die Zeit in meinem Reich verbracht und empfunden hat. Spricht sie mich schuldig bin ich gerne bereit eine Wiedergutmachung zu leisten, für alle mir vorgehaltenen Anschuldigungen.", erklärte Alejandro, nun etwas ruhiger und dem Blick auf die Reaktion von Aurelius gerichtet, als er Adriana aussprach und in Aussicht stellte, sie könnte hier erscheinen. "Dann wäre dieses leidige Thema endlich vom Tisch."
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 23, 2014 11:02 pm

"Ich werde nicht Anfangen meine Hofmagierin hier auflaufen zu lassen nur weil ihr danach verlangt Alejandro. Sie ist keine Puppe die ihr heraus holen könnt wenn es euch passt. Desweiteren gibt es bei weitem wichtigeres als diese Angelegenheit - bei welcher letzten Endes nur AUssage gegen Aussage stünde." er lehnte sich ein wenig über den Tisch und sah die beiden Streithähne eine Zeit lang an.
"Ihr Alejandro wart es, welcher Männer die im Dienste Aurelius standen gefoltert habt" zählte er schließlich die Fakten auf "Was ein Kriegsgrund ist - wie ich anmerken möchte. Desweiteren hat Aurelius als Reaktion darauf einen Abgesandten von euch umbringen und zu euch zurück schicken lassen. Wie wir es drehen und wenden, ihr habt den Krieg provoziert Alejandro. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich nach eurem Gesandten ankam aber vor ihm mit einem Friedensvertrag nach Hause segelte. Allerdings will und werde ich nicht zulassen, dass ihr eine Seeblockade errichtete Aurelius. Dies würde auch meinen Handel schädigen und das werde ich nicht zulassen. Ich schlage einen Ausgleich vor. Unter welchen Konditionen?"
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Alvias Xeldaric

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Fr Okt 24, 2014 6:51 pm

Mit einem Mal wurde die leise Unterhaltung der drei Staatsoberhäupter unterbrochen, als die Tür zum Thronsaal aufflog. Avlias schritt herein, an Alejandros Leibwächtern in ihren Vollhelmen vorbei -  das Haar nach hinten gekämmt und zog am Kragen einen großen Bündel Fleisch hinter sich her, welcher blutspuren auf dem Boden hinterließ ehe er den Mann mit einer Kraft, die man dem nunmehr über fünfzigjährigen garnicht zugetraut hatte auf den Tisch wuchtete.
Alvias warf sowohl Alejandro als auch Aurelius einen scharfen Blick zu, welcher jedwede Worterhebung zunichte machte.
"Wer hat diesen Mann geschickt?" fragte er leise und ein bedrohlicher Unterton schwang in seiner Stimme mit. "Dieser Mann hat Elijah Chamberlain beinahe umgebracht und versuchte die Hofmagierin zu entführen. Sie haben das gesamte Zimmer verwüstet und zwei Wachen vor der Tür ermordet also wird mir jetzt jemand sagen wer diesen Mann geschickt hat oder ich werde euch beide Majestäten in den Kerker werfen lassen und mir ist es egal wie viele Truppen irgend einer von euch beiden hat. Ich habe Fyham geschlagen und die waren uns zehnfach überlegen. Also wirds bald?"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Fr Okt 24, 2014 7:05 pm

Es waren nur zwei Informationen, die es gebraucht hatte, um Aurelius alles vergessen zu lassen, was soeben Bestandteil dieses Gesprächs gehabt hatte - Valencia und Alejandro verloren sein Interesse, das mit einem Mal auf dem Mann lag, der auf den Tisch gewuchtet worden war und der japsend und wimmernd vor ihm lag, in den Kleidern der hiesigen Wachen. Sein Gesicht war in Mitleidenschaft gezogen worden, überall waren Kratzer und Schnitte, Blutergüsse und Schrammen und von ihm ging ein verbrannter Geruch aus unter dem Aurelius noch etwas anderes erkennen konnte. Es war nur eine einzige Handbewegung, die er tätigte und die zu dem Gürtel des Mannes glitt, wo er Überreste eines silbrigen Pulvers entdecken konnte, das ihm schlecht werden ließ. Das durfte doch nicht wahr sein. Der Mann dort vor ihm war einer der Jäger, die hierher gekommen waren. 'Marius', war der erste Gedanke, der in ihm aufstieg und der für den Zorn sorgte, der sich im ersten Moment über sein gesamtes Bewusstsein zog und der dafür sorgte, dass er sich von seinem Platz erhob und sich zu dem Jäger hinüber beugte. Er würde ihm jetzt nicht viel sagen, aber diese Antwort würde folgen - sobald der andere wieder ansprechbar war und er würde eigenhändig die Wahrheit aus ihm heraus prügeln.
"Einer der Jäger. Denen ich verboten hatte hierher zu kommen ... er wird uns momentan nichts sagen können, aber ich brenne ebenso darauf zu erfahren, wer ihn hinter meinem Rücken hierher geschickt hat", lautete schließlich seine grollende Antwort. Es war ihm gleichgültig, wer erfuhr, dass der Mann dort eigentlich zu ihm gehörte und ob Alejandro ihm jetzt etwas entgegen werfen würde - zur Not würde er auch diesen frisierten Pudel verprügeln bis er sein Maul hielt. "Was ist mit Chamberlain und Adriana? Wie geht es ihnen?"
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Alvias Xeldaric

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Fr Okt 24, 2014 7:13 pm

"Die Hofmagierin leidet unter einer leichten Vergiftung, die allerdings spätestens bis zum morgen verschwunden sein sollte. Meine Frau ist gerade dabei ihr einen Sud aus Kräuter aufzugießen. Es geht ihr nicht blendend, allerdings gibt es wohl keine Folgeschäden. Von Chamberlain kann ich dies eher weniger behaupten. Er war es, der den Kerl hier so übel zugerichtet hat, sieht allerdings selbst nicht besser aus. Seine linke Gesichthälfe ist zugeschwollen, er hat eine Platzwunde auf der Stirn und mehrere Schnitte im Gesicht. Zwei Rippen sind gebrochen ebenso wie ein Finger - nur der Kleine allerdings, das wird schnell heilen. Und er hat eine starke Gehirnerschütterung. Der Kerl hier ist doppelt so Breit wie dieser Hänftling" meinte er schließlich und warf den Blitzspeier auf den Tisch.
"Soweit ich das von ihm erfahren konnte hat dieses Ding hier den Kerl aufgehalten. Ich kann allerdings bis auf die seltsame Form nicht erkennen was daran besonders sein soll" fügte er hinzu und sah dann zu dem Jäger. "Ihr solltet eure Leute besser im Griff haben Gaweia - habt ihr eine Ahnung was für einen Schaden dieser Kerl hätte anrichten können? Das wird ein Nachspiel haben dafür sorge ich persönlich! In meiner Gegenwart greift niemand Magier an - und es ist mir egal das euer Volk das so will. Wenn dieser Mann nicht von euch geschickt wurde, dann verlange ich seinen Kopf. Wenn er jedoch euren Namen nennt" er trat einen Schritt zur Aurelius, sah diesem nun direkt in die Augen. "Dann regeln wir beide das persönlich."
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Fr Okt 24, 2014 7:23 pm

"Energie - dieses Ding speichert sie und gibt sie ab. Chamberlain hat mir dieses kleine Ding bei unserem Gespräch vorgestellt. Bei der Rüstung, die der Jäger trägt, ist es kein Wunder, dass ihn das ausgeschaltet hat", war die erste Antwort, die von Aurelius Seite folgte, der den kleinen Blitzspeier Chamberlains nur einmal kurz angehoben und begutachtet hatte, sich genau daran erinnernd, dass Elijah mit eben jenem Ding vor ihm herum gewedelt hatte, als sie beide miteinander gesprochen hatten und der andere noch voller Drohungen war ehe sie sich geeinigt hatten. "Zieht Eure Konsequenzen, Alvias - sie stehen Euch zu und wer immer dafür verantwortlich ist, dessen Kopf werde ich Euch freiwillig liefern und sollte es mein Name sein, den der Jäger nennen wird, dann werde ich Euch auch meinen eigenen Kopf liefern. Ich werde diesen Angriff auf Euer Land und Eure Leute ebenso wenig hinnehmen wie Ihr, seid dessen versichert", fügte er schließlich nur wenig später an, den Blick des anderen ohne auch nur mit der Wimper zu zucken erwidernd. Wenn Marius hier seine Finger im Spiel hatte, um damit endgültig dafür zu sorgen, dass sich das Problem mit den Magiern und Alagäsia-Aurea endgültig löste, dann würde auch er dafür bluten. Er würde keinen Krieg mit einem Verbündeten beginnen, die ihm wichtig geworden waren und er würde in keinem Fall zulassen, dass irgendein Jäger noch einmal auf den Gedanken kam, sich diesem Reich auch nur auf Sichtweite zu nähern. Sie würden bluten - jeder der Jäger. Es wurde Zeit, dass die alten eingerosteten Reglemtierungen Fyonaras aufgeräumt wurden und er würde bei den Jägern beginnen, die viel zu lange geduldet worden waren und denen bislang keine größere Strafe zugekommen war, gleich was sie getan hatten.
Es waren nur einige wenige Schritte bis zur Tür hinüber und als einer der Männer, die dort Wache hielten, ihn aufhalten wollten, schob er dessen Hand schlichtweg fort. Er würde nicht diesem Gespräch weiterhin beiwohnen, das bislang doch zu keinem Ergebnis gekommen war, während ein paar Zimmer über ihm seine kleine Schwester und ihr Geliebter verletzt lagen und er noch immer nicht wusste, ob der Jäger, der geschnappt wurde, der Einzige seiner Sippschaft war. "Die Jäger reisen in der Regel nicht allein, sondern in kleinen Gruppen von bis zu sechs Männern, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein und ich ziehe es vor, vor Ort zu sein um sie zu stoppen, bevor ihr noch etwas zustößt. Das werdet Ihr sicherlich verstehen, zumal dieses Gespräch uns bislang keinen Deut weiter gebracht hat - im Augenblick ist mir die Angelegenheit weit wichtiger als unsere Verhandlung", lautete seine einzige Erklärung ehe er bereits durch die Tür war, welche nur wenig später hinter ihm zufielen.

tbc: bei den Verletzten.
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Fr Okt 24, 2014 10:44 pm

"Das darf doch alles nicht wahr sein" fluchte Aiko und sah Aurelius hinter her, welcher anscheinend um das Wohl von Chamberlain besorgt war. Warum - und inwiefern dieser in den Diensten des Kaisers stand wusste er noch nicht. Doch er würde es in Erfahrung bringen. Sein Blick glitt zu seinen Soldaten, welche versuchten die Fassung zu wahren hinüber zu den drei exakt gleich aussehenden Leibwächtern mit ihren verborgenen Gesichtern die in reih und Glied, absoluter Perfektion folgend Wache hielten.
"Die Sache ist noch nicht vorbei Alejandro" meinte er schließlich und warf Caladhiel einen kurzen Blick zu, ehe er sich wieder an den lockenköpfigen König wandte. "Ist euch eigentlich bewusst, dass de Gaweia nur zu gern einen Krieg mit euch beginnen würde? Es ist völlig egal ob ihr im Recht seid oder nicht, versteht ihr das denn nicht? Wenn er  euch angreifen will - dann werdet ihr fallen. Denkt an Fyham! Und vergesst nicht, dass Ryanti noch immer ein Verbündeter von Fyonara ist!"
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Alejandro Askari

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Fr Okt 24, 2014 11:28 pm

Auch Alejandro blickte Aurelius noch einen Moment nach, der ernsthaft besorgt um Adriana schien, was das Mysterium um diese Frau nur noch verdichtete und sie nur anziehender in seinen Augen machte. Doch war das ungeklärte Band, das zwischen diesen beiden Personen herrschte, auch ein Geheimnis, welches Alejandro nur zu gern lüften würde. Doch Aiko riss ihn aus all diesen Gedanken. Auf seine Bedenken hatte Alejandro erwidern wollen, dass Valencia mehr aushalten konnte als man meinen mochte, dass sie stets auf einen Angriff vorbereitet waren und nicht annähernd so desolat waren, wie es Fyham war, als es von Fyonara angegriffen worden war. Auch wollte er ihm entgegen setzten, dass Ryanti vermutlich kein besonders tiefes Bündnis mehr mit Fyonara pflegte und es sicher bald zu einem Eklat kommen würde. Doch all das hielt er zurück, denn wie eingebildet mochte es wirken, wenn er sich anmaßte über all das Bescheid zu wissen.
Alejandro hatte jedoch auch einen anderen Grund warum er zunächst nichts erwiderte und schon gar nicht, einen der Punkte zu widerlegen suchte; Fyonara mochte Valencia jetzt vielleicht nicht überrennen können, doch sollte ihre Expansion so von statten gehen, wie Alejandro meinte dass sie es würde, hätte dieses Reich irgendwann die Ressourcen um fortwährend Angriffe gegen sein Land zu führen. Keine Verteidigung hielt ewig. "Ich...", setzte Alejandro an und stockte erneut. Er würde sich auf enorm glattes Eis bewegen und für den Moment, war er sich nicht sicher ob Aiko nicht vielleicht ein Komplott gegen ihn schmiedete, um sich der Freundschaft Fyonaras zu versichern. Alejandro entschied sich erst noch zurück zu halten und nicht zu viel Preis zu geben, bis ihm klar war, wie Aiko mit dem gesagten umgehen würde. "Ich und meine Berater debattierten ebenfalls, ob es nicht klüger wäre sich gegen ein Land wie Fyonara eher zu erheben, ein Land dass immer weiter Expandieren würde und dazu noch Magier verfolgte. Doch wir verwarfen diesen Gedanken und stellten nach einigem hin und her fest, dass ein Bündnis lohnender wäre... Inzwischen würden einige ihre Meinung vielleicht revidieren.", erklärte Alejandro dann und versuchte sich so diplomatisch wie möglich auszudrücken.
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