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 Thronsaal

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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Thronsaal   So Aug 24, 2014 8:20 pm

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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Sep 07, 2014 6:40 pm

Aiko hatte von einem Kirchendiener von der Ausrufung eines heiligen Krieges erfahren. Ein Feldzug nach Ryanti, welcher zahllose Leben kosten würde. Ein Beweis des Glaubens - die eigene Festigkeit der Bekentnisse entgegen Gott und dem Himmel. Ihm war schlecht geworden, wenn er an die Geschichte Adam Velaryons gedacht hatte, der auch für Ruhm und mit dem Namen Gottes auf den Lippen mit fünftausend Soldaten losgezogen war, nur um mit dreitausend Fanatikern des roten Gottes wieder zurück zu kehren - verbrannt und gezeichnet.
Aiko wusste wieso die Kirche all dies tat - es war keine Tat der Frömmigkeit. Keiner der hohen Kirchenherren glaubte so fest an Gott wie die Bauern. Für sie war Gott nichts anderes als ein legitimer Grund Macht anzuhäufen - eine Farce der Selbstbeweihräucherung. Und so hatte er, nachdem er mit Ileana und Coreen. Mit Alvias und Adriana gesprochen und sich beratschlagt hatte den Hohepriester höchst selbst nach Ceunon kommen lassen. Neben dem Kirchenmann waren auch die größten Adligen des Landes gekommen - Adam Velaryon für Teirm, Graham Drake und Rober LaFleur für Gil´ead und Feinster, ihr Vogt für Ilirea sowie Dras Leona und letztlich Parzival von Belatona für Belatona. Auch einige abgesandten Aureas hatten sich eingefunden. Sie alle standen am Rand des Saals während der heilige Vater langsam den langen Gang entlang schritt und dort, an der Fuße der Treppe unterhalb von Ileana und Aiko stehen blieb. Aiko trug die Mode der alagaésianischen Herren, so wie Ileana ein edles, aus Seide gewobenes Gewand nach Art der Auri trug. "Ich grüße euch, heiliger Stuhl" erhob Aiko seine Stimme, ganz in der Art der höflichen Begrüßung ohne ihn Vater nennen zu müssen. "Ich hoffe eure Reise nach Ceunon war nicht zu beschwerlich - denn äußerst wichtige Gespräche warten auf uns. Gespräche, wie das Königshaus und seine Gefolgschaft sich eurem heiligen Krieg widmen wird"
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Sep 07, 2014 6:54 pm

Der Heilige Vater war in einer Sänfte, welche mit Elfenbein, Gold, Silber und Edelsteinen geschmückt war und dessen Sitz zu großen Teilen aus Kissen bestand, bis zu der ersten Schwelle des Palastes von Ceunon getragen worden. Man hatte ihn gebührend empfangen, die Hofdiener hatten sich in einer Linie aufgestellt und ehrerbietungsvoll den Kopf geneigt. Der Heilige Vater hatten ihnen allen ein sanftes Lächeln geschenkt, hatte zwei, drei am Kinn gepackt, ihnen ein paar fürsorgliche Worte zu gemurmelt, ehe er schließlich den Thronsaal betreten hatte. Er hatte ihn nur einige, wenige Male gesehen, doch empfand er diesen Ort als durchaus beeindruckend und die Männer und Frauen die an diesem Meisterwerk von Raum gearbeitet hatten, sollten, dessen war er sich sicher, soweit sie noch lebten in den Dienst seines Glaubens gestellt werden, in welchem sie eine Berufung finden würden, die ihnen auch den Weg zum Jenseits erleichtern könnte.
„Ich grüße euch, König, Königin und all ihr versammelten Lords und Ladys.“ Er wartete einen kurzen Augenblick bis alle Anwesenden den Kopf senkten, ehe er sich auf den letzten freien Platz setzte, der direkt gegenüber des Königspaares gelegen war. Diese gesamte Befragung auf seinen heiligen Krieg war eine einzige Farce, Blasphemie die eine schwere Sünde darstellte, doch bei diesem Ausländischen Tunichtgut mit seiner fremden Religion und seinen Fremden gebrauchen hatte er nicht viel anderes erwarten können. „Nun…“ Begann er nach einer Zeit der Stille, in der man nur das leise Rascheln von Kleidung gehört hatte. „Ihr wolltet mit mir über das sprechen, was bereits lange überfällig war und wozu ich schließlich ausgerufen habe. Ich hoffe doch das auch das Königshaus sich mit einer hohen Geldsumme sowie Männern an diesem Unterfangen des Herrn beteiligen wird?“
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Sep 07, 2014 7:02 pm

"Werden wir nicht."
Dieses Mal war es Ileana, die die Antwort an Aikos Stelle gab und ihrem Ehemann lediglich ein sanftes, beinahe entschuldigend wirkendes Lächeln zukommen ließ ehe sie ihre Hand ausstreckte und sie behutsam auf die seine legte. Die letzten Tage waren nicht spurlos an ihr vorüber geschritten, noch immer war ihr Gesicht bleich und zeugte von den Anstrengungen und auch der Geist der jungen Königin war nachdem sie ihr Kind verloren hatte, noch immer trüb von der Trauer und den unzähligen Schuldzuweisungen, die niemand außer sie selbst sich machte. Sie war nicht im Stande gewesen, dieses Kind zu behalten, vielleicht hatte sie den Gott auch damit erzürnt, dass sie selbst es nicht zustande gebracht hatte, ihre eigene Position zu stärken und er verlangte nun von ihr, endgültig die zu werden, als die sie geboren worden war - vielleicht hatte sie irgendetwas falsch gemacht, dass sie es bislang nicht einmal geschafft hatte, die einzige Aufgabe zu bewältigen, die ihr als Frau in dieser Welt blieb. Doch von alledem wollte sie diesem alten senilen Wahnsinnigen nichts zeigen, der hier vor ihnen saß und in weit mehr Gold und Geschmeide gekleidet war als sie selbst es in diesem Raum vorfand.
Sie hörte, wie die Adligen die Luft einsogen und dennoch - es gab kein Zurück mehr, entweder sie bewiesen hier und jetzt, dass sie nicht vor der Kirche und allen anderen buckelten oder sie würden niemals ernst genommen werden.
"Einst war es Fürst Velaryon, der auf Euer Geheiß nach Ryanti ging, um dort dafür Sorge zu tragen, dass das Land voller von Euch bezeichneter Heiden konvertieren würde. Er ging mit zehntausend Mann und kehrte mit dreitausend Feinden zurück, die seinen Geist benebelten und Teirm in Brand steckten. Das, was geschah, war unser eigener Fehler und weder mein Gemahl, noch ich, werden dulden, dass wir diesen Konflikt weiter entfachen, indem wir nun Truppen nach Ryanti entsenden, um die Macht einer Instanz zu stärken, die ins Wanken geraten ist, durch die Zusammenkunft zweier Reiche und dem Aufleben einer neuen Religion. Wir verbieten es jedem Mann, jeder Frau und jedem Kind an diesem Kreuzzug teilzunehmen und sollten sich Adlige diesem Krieg verpflichten, so werden sie von diesem Zeitpunkt an als Verräter gelten, da sie den Befehlen ihres Königs trotzten, und sie werden dafür hängen."
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Sep 07, 2014 7:13 pm

Der alte Mann zog hörbar scharf die Luft ein, doch bevor dieser auch nur etwas sagen konnte schnitt Aiko ihm mit einer raschen Handbewegung das Wort ab. Noch immer saß er gelassen in seinem Stuhl und blickte nunmehr auf den Führer der Religion herab. "Kein Wort von euch, oh Heiliger" erklärte er dem anderen. "Wenngleich es eine Schande für den Herren ist, was ihr in seinem Namen tuen wollt" erneut ging ein Raunen durch die Reihe der Adligen. "Ich habe mir von eurer Prophezeihung und der Tötung an dem von euch genannten "Ryanti" berichten lassen. So sehr mein Herz auch um das verlorene Leben des Pastors trauert. Mir wurde berichtet, dass der Mann üble Verwünschungen in einer fremden Sprache ausgespien hat - eine vortreffliche Veranstaltung für das einfache Volk. Doch die Wahrheit, oh Heiliger ist, dass die Ryanti die gleiche Sprache wie ihr sprecht. Fürwahr besitzt das Volk Ryantis keine eigene Sprache. Wen immer ihr also habt hängen lassen - ob Mörder oder nicht - war kein Abgesandter Ryantis" er schüttelte den Kopf. "Ebenso wenig hat mich oder meine Frau eine Vision erreicht - wir sind von Gott auserwählte Herrscher. Gesalbt und anerkannt von Gott und Volk. Wir sind Magier - die Königin und ich. Wir sind von Gott auserwählte, mit den heiligen Gaben die ihr verehrt. Sollte Gott wollen, dass wir diesen Krieg führen und dafür tausende unserer uns anvertrauten in den Tod senden, so hätte er in seiner Allwissenheit und Herrlichkeit auch uns, den Führern des Volkes eine Vision gesandt" sein Blick war nunmehr kalt und kühl und lastete schwer auf dem Alten. "Führt einen Krieg alleine und nackt wenn ihr wollt. Denn weder Krieger noch Rüstungen werden euch und eurer Eitelkeit zugetragen werden. Wir werden dieses Land nicht unbeschützt lassen und unser geliebtes Volk ins Feuer senden. Wenn ihr diesen ach so gerechten Krieg austragen wollt, dann zieht höchstselbst nach Ryanti und beweist, dass Gott auf eurer Seite statt der unseren steht indem ihr allein durch sein Wort das Volk der Ryanti in den Schatten treibt!"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Sep 07, 2014 7:26 pm

Adriana lächelte still in sich hinein während sie mit verschränkten Armen nahe des Throns saß und unverkennbare Belustigung in ihren Augen aufglomm, die sich auf den alten Mann entlud, der hier nun vor Aiko und Ileana stand und dem das Königspaar gerade verbale Ohrfeigen verpasst hatte. Die Zauberin hatte Mühe damit ihr leises Lachen zu verbergen, das sich beinahe über ihre Lippen gebahnt hätte und hob lediglich die Augenbrauen ein Stück weit als sie den Blick in ihre Richtung gleiten spürte. Es war eine gute Entscheidung gewesen, zuvor noch einmal mit Aiko und Ileana zu sprechen - gut gewesen, dass sie es gewesen war, die Aiko mitgeteilt hatte, er müsse endlich die notwendige Stellung zu beziehen, damit niemand mehr an ihm zweifelte und die ständigen Verleumdungen aufhörten - dass nun die Kirche diejenigen gewesen waren, die es zuerst getroffen hatte, hatte der Hofmagierin nichts ausgemacht, denn schlussendlich waren die heiligen Männer es stets gewesen, die sie bislang argwöhnisch als Fremde bezeichnet hatten und sie am Liebsten verjagt hätten, war sie für sie doch noch immer der Inbegriff all dessen, was sie verteufelten - eine einzige Frau, ungebunden und alles andere als still.
Es war Elijahs Einfall gewesen, dass sie sich hier so sehr eingemischt hatte und im Stillen dankte sie dem anderen noch einmal während sie Arme auf die Lehnen ihres Stuhls ablegte und stolz das Kinn noch einmal hob und dieses Mal war es Abscheu, der in ihrem Blick aufflammte, als ihre bernsteinfarbenen Augen über das reiche Gewand des Mannes glitten, das dieser am Leib trug ehe ihre Aufmerksamkeit sich kurz hinüber zu Aiko lenkte und sie behutsam nach dem Geist des Freundes tastete, um eine einzige leise Frage zu stellen. 'Sag ... was ist die Strafe in diesem Land für Gotteslästerung? Er sollte sie ebenso erdulden müssen, bevor ihr einen neuen Vertreter erwählt.'
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Sep 07, 2014 8:08 pm

Im ersten Moment konnte er die Worte nicht fassen die er hörte. Er hatte mit Ausflüchten des Königshauses gerechnet, damit das er zu großen Teilen nur geldliche Unterstützung und keine große Armee von ihnen erwarten konnte, doch bekam er keins von beiden, alles was er in diesem Moment erhielt, waren Verleumdungen und Beleidigungen, Beschimpfungen und eine erstaunlich direkte Art der Drohung, die er dieser kleinen Schlampe von Königin gar nicht zugetraut hätte. „Beim Allmächtigen … was ihr hier von euch gebt ist Gotteslästerung! Blasphemie! ICH bin der auserwählte des Herrn und spreche in seinem Namen, keiner von euch tut das und niemand außer der Herr selbst richtet über mich! Verdorbenes Pack, seht sie euch an!“ Wies er die restlichen Adligen an und stand von seinem Platz mit einer solchen Wucht auf, dass sein Stuhl nach hinten kippte. „Jeder von euch der ihnen folgen wird, der dieser Blasphemie treu bleiben wird, wird in der Hölle schmoren. Ihr, allesamt werden auf ewig Qualen leiden wenn ihr eines irdischen Vertreter des Herrn derart beschmutzt!“ Doch alle blieben still, kein einziger äußerte sich zu seiner Aussage und so trat er schließlich allein den Gang zu der Tür an, doch zwei Wachen versperrten ihm den Weg durch eben diese.
„Ihr wagt es…“
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Sep 07, 2014 8:20 pm

Er wollte also ein Schauspiel? Er wollte den Herren selbst anrufen, seine Meinung durch ein göttliches Wesen beglaubigen lassen und mit der Stimme einer entität sprechen, welche weit über das Denkvermögen eines jeden von ihnen hinausging? "Ich bin der von Gott gekrönter Kaiser-König" meinte Aiko langsam, welcher sich nun dazu herab ließ aufzustehen und mit langsamen Schritten auf den alten, panischen Mann zuzugehen. Er streckte eine Hand aus, und winkte ihn zu sich heran - eine Geste die dafür sorgte, das der Papst langsam in die Luft gehoben wurde und wie eine Puppe an ihren Fäden zu ihm schwebte. "Durch mich regieren die Könige - so sprach Gott höchst selbst zu eurem Vorgänger Pirus laut dem heiligen Buch, Kapitel 8 Vers 9" sagte Aiko mit lauter, gut vernehmlicher Stille. "Und es steht geschrieben - Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes, und wer sich ihm entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen! Kapitel achtzehnt Vers neunhundereinundzwanzig" zitierte er ruhig das heilige Buch Kypaldus. Der Alte wollte also dieses Spiel spielen, das konnte er auch - und dabei auch noch die von Gott gegebene Magie beweisen. "Wachen, führt diesen Mann hinaus auf die Straßen und entkleidet ihn. Jagt ihn durch die Stadt und verkündet, dass er falsche Aussage getätigt und sich gegen das Königspaar gewandt hat. Sagt, dass er sich gegen Gott selbst gewandt hat, seinen heiligen Schwur brach und nur seine eigene Macht stärken wollte. Er soll nackt sein, so dass jeder sieht wie er wirklich ist. Und bestraft ihn nach seinen eigenen Regeln, denn so steht geschrieben: Der Bruch eines heiligen Schwurs, wird mit heißem Eisen bestraft, welches dem Angeklagten bei geöffneten Mund in den Rachen gegossen werden soll!"
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 05, 2014 5:42 pm

Ein langer Schatten begann das helle Licht der Sonne, das auf die inzwischen bunten Blätter der Bäume schien, zu verdunkeln - ledrige, schwarze Schwingen wirbelten die trockenen Blätter und den Staub auf und unter der Wucht der riesigen Flügelschläge bogen sich die großen Bäume, die außerhalb der Hauptstadt der Menschen standen. Es war nur ein einziges lautes Brüllen des großen Drachen, das ihr Ankommen ankündigte und das dröhnend in den Ohren der Stadtbewohner verklang, die für einen kurzen Augenblick lang inne gehalten und ihren Blick hinauf zum Himmel gerichtet hatten, während der Drache zur Landung ansetzte und seine großen Klauen nur wenig später in die Erde grub während seine Reiterin von seinem Rücken sprang und auf dem Boden aufkam.
Langsam erhob sie sich wieder aus der Hocke und richtete sich zu voller Größe auf, strich sich die langen, dunklen Haare über die Schulter zurück, die ihr offen darüber fielen und ließ die dunkelblauen Augen noch einmal über die große Stadt gleiten, die sich vor ihr erstreckte. Es war lange her, dass sie zum letzten Mal hier gewesen war - 120 Jahre waren seither vergangen, seit sie den letzten Königen ihre Hilfe angeboten hatte und sich in das Reich der Menschen gewagt hatte, dass dies nun erneut der Fall sein wollte, vermochte sie selbst kaum zu glauben und noch einmal wandte sie sich zu ihrem Drachen, streichelte über die riesige Schnauze, die sich zur ihr hinab gebeugt hatte und lächelte ihm noch einmal zu. "Ich bin bald wieder hier", versprach sie ihm, selbst wenn sie wusste, dass sein Geist, welcher dem ihren so sehr glich, längst über ihr Vorhaben unterrichtet gewesen war und während sie Schritt um Schritt zu den Toren hin trat, die die Wachen geöffnet hatten, spürte sie, wie Anwar seinen Kopf reckte und sich hinüber zu dem Schloss streckte, das unweit der Mauern vor Jahrhunderten errichtet worden war.
Die Männer, die sie vor sich stehen hatte, als sie wenig später das Schloss erreichte, versperrten ihr zuerst mit den riesigen Lanzen den Weg und als Caladhiels Hand hinüber zu dem Heft ihres Reiterschwertes glitt, das sie am Gürtel der silbrigen Rüstung trug, die sie am Leib trug, schienen es sich die Männer anders zu überlegen und öffneten widerwillig die Tore. Sie benötigte keine Audienz, benötigte niemanden, der sie ankündigte und ihre Schritte waren fest als sie den großen Thronsaal betrat, der sich vor ihr erstreckte.
Man hatte den Saal geändert seit ihrem letzen Besuch und dennoch erübrigte sie der Anblick zu einem müden Lächeln als sie näher zu dem Thron glitt und schließlich davor stehen blieb, die mandelförmigen Augen über jenen Mann gleiten lassend, der dort auf dem Thron saß und der müder wirkte, als sie es erwartet hatte. "Unsere Späher berichten von einem Angriff der Solandri und Rauch, der über Luminoth aufsteigt. Dies ist der Grund für mein Erscheinen."
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 05, 2014 6:04 pm

Aiko war beeindruckt gewesen von dem sanften Riesen, welcher mit einer seltsam tumben Anmut auf dem Platz vor dem Schloss gelandet war - wenngleich tum auch der falsche Ausdruck war. Es wirkte schwerfällig, aber zugleich äußerst präzise und routiniert. Dieses gigantische, fühlende Wesen hatte ihm einen Schauer des Glücks über den Rücken gejagt und nachdem er gesehen hatte wie sich eine Gestalt dem Schloss genährt hatte, war er wieder zurück auf seinen Thron gegangen, welcher seltsam einsam neben Ileanas leerem Platz aussah. Er musste noch mit ihr reden, unbedingt aber es schien als würde ihm den ganzen Tag über ständig etwas dazwischen kommen. Seine müden Augen blickten schließlich auf Caladhiel, welche Stolz und voller Würde in den Saal geschritten kam. Er wusste aus Erzählungen wer diese Frau war. "Hochmeisterin Caladhiel, welch eine Eh-" weiter kam er nicht, als Caladhiel seiner unnötigen Höflichkeit ins Wort fiel und ihren Bericht abspulte. Aiko englitt seine Miene gänzlich.
"Seid... sind eure Späher sich da sicher? Ist es nicht Luminoth, welche Solandra angreifen? Das... bitte sagt mir, dass ihr euch nicht sicher sein könnt" Aiko glaubte mit einem Mal zu spüren wie die ganze Welt zu kippen begann und er selbst, nur ein kleines Steinchen den Halt verlor.
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 05, 2014 6:12 pm

"Wir sind uns sicher, dass es Solandra war und dass es Luminoth ist, das brennt. Aus eben diesem Grund bin ich nun hier. Das Reich der Menschen hat zuweilen bereits zu viele Opfer erdulden müssen, ebenso wie Ihr es habt, Aiko, und deswegen biete ich Euch die Hilfe meines Ordens an", antwortete sie vollkommen seelenruhig, dem weit Jüngeren ansehend, wie seine Welt geradewegs ins Wanken geriet und ins Nichts zu kippen drohte. Sie kannte das Gefühl der Hilflosigkeit und der Einsamkeit, die er in jenem Moment empfinden musste und wenngleich sie sich einst auch noch hatte von den Menschen distanzieren wollen, so war dies nun nicht länger möglich - das Reich der Menschen und seine momentane Führung hatte sich an lose Bündnisse heran gewagt, die sie nach und nach alles kosten würden.
Solandra, die schlichtweg wilde Barbaren waren, deren einziges Interesse ein Krieg mit Luminoth waren und die aus eben diesem Grund auch einen Teil der Männer, sowie der Schiffe aus Narda abgezogen hatten und ihnen damit gleichzeitig ebenso in den Magen geschlagen hatten. Dann folgte da Valencia - ein Haufen von verweichlichten Adligen, deren Militär nicht einmal standhaft genug sein würde, um längerfristige Bürgerkriege aufzuhalten und deren König nichts weiter war, als ein kleiner Junge, der nicht wusste, wohin er am Besten sein bestes Stück stecken sollte während er mit der anderen Hand eine Schaufel hielt, mit welcher er auf den Haufen Dreck schlug, das sein Land war und Ameisen zerschlug, die für ihn arbeiteten.
"Dieses Reich steht kurz vor dem Untergang und ich habe bereits einmal die Menschen im Stich lassen müssen. Es wird nicht noch einmal geschehen, aber Ihr verdient es, die Wahrheit über weitere Missionen unseres Ordens zu erfahren. Ich werde aufbrechen und dem ein Ende bereiten, Aiko - ebenso wie mein Orden jeden anderen angehen wird, der die Menschen bedroht. Unterstützt mich oder nicht, aber einstweilen scheinen die Drachenreiter die Einzigen zu sein, denen Ihr Euer Vertrauen schenken könnt und die nicht mit einem Dolch hinter Eurem Rücken zu warten scheinen."

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"When I thought that I fought this war alone
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 05, 2014 6:25 pm

Aiko blinzelte für einige Sekunden, während er spürte wie sein Herz einem kleinen Kolibri gleich in seiner Brust flatterte. Caladhiel hatte recht - dieses Reich stand kurz vor dem Untergang. Er hatte zusammen mit Ileana geglaubt, dass sie Bündnisse mit anderen Ländern schließen mussten um das neu entstandene Reich zu festigen. Und über all diese Bündnisse und Verhandlungen - über dieses Spiel mit Adligen und dem Armdrücken mit Djölmnir hatte er vergessen was um sie herum eigentlich war. Er sah an sich herab, sah all den Schmuck und die Symbole, die ihn als König auszeichneten. Er sah die Höflinge welche ebenso im Saal standen wie einige seiner Gardisten und langsam stand Aiko auf. Er nahm seine Krone ab, zog sich die Kette über den Kopf und legte beides auf den Thron neben das Zepter. Langsam schritt er die Stufen hinunter und zog sich währenddessen die Ringe von den Fingern und verstaute sie in seiner Tasche. Als er schließlich vor Caladhiel stand hatte er keinerlei Schmuck mehr an seinem Körper und bis auf die Rüstung schien sie beide nicht viel zu unterscheiden. Selbst die Form ihrer Augen war nahezu gleich und Caladhiels spitze Ohren hinter ihrem Haar verborgen.
Aiko streckte die Hand aus. "Danke" erklärte er leise. "Ich weiß, dass ihr glaubt wir Menschen würden nicht zu schätzen wissen was ihr für unser Land tut. Ich weiß, dass ihr glaubt wir wüssten nicht was für Opfer ihr bringen müsst. Ich habe mich mit euer Geschichte befasst und wenngleich ich wohl auch niemals nachempfinden kann wie viel Leid euer Orden hat erfahren müssen, so kann ich euch wenigstens versprechen das wir Menschen nicht vergessen werden. Lasst uns ein neues Bündnis schließen Caladhiel. Für die Menschen - lasst uns Seite an Seite kämpfen denn über all diese Zeit hinweg haben die Reiter und das Volk aus Alagaésia sich stets gegenseitig unterstützt. Sind Seite an Seite gestorben. Haben Seite an Seite gekämpft. Nun soll auch das Volk der Auri in diesen Bund mit einbezogen werden. Ihr steht nicht allein und solange mein Geschlecht fortbesteht ist für euch immer ein Platz an der Seite des Königshauses frei"
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 05, 2014 6:40 pm

Eine Weile lang blieb Caladhiel vor dem anderen stehen und ließ ihren Blick noch einmal über ihn wandern, über seine ausgestreckte Hand und die müden, geröteten Augen, die ihr entgegen blickten und die doch so sehr das Schicksal dieses Reiches verkörperten, wie nichts anderes zuvor. Vor Jahren noch hatte sie an der Seite der Menschen gestanden, hatte neben Alvias in der Schlacht gestanden und den König voller Hoffnung unterstützt, hatte gemeinsam mit ihm Fyham zurückgeschlagen, gleichgültig wie viel sie dafür hatten opfern müssen und wofür? Für einen Traum, den sie einmal gemeinsam gehabt hatten - für Worte, die sie früher einmal gehört hatte und die ihr Herz hatten höher schlagen lassen. Dann war die Dunkelheit über ihren Orden hereingebrochen und hatte sie zurückgetrieben, hatte sie furchtsam werden lassen und sie sich zurückziehen lassen, während sie einander immer weniger vertraut hatten. Dass nun Aiko hier vor ihr stand und ihr erneut eine Chance geben wollte, war gleichwohl ein Schimmer der Hoffnung, der sie in sich gefangen nahm und etwas in ihr aufbrechen ließ, das sie hinter Leid und Schmerz während der letzten Jahren vergraben hatte.
Sie griff nach der Hand des jungen Königs, erwiderte den festen Druck und nickte ihm zu, als wolle sie damit auch gleichzeitig jenes Bündnis besiegeln, das einst zwischen ihren beiden Völkern bestanden hatte. "Was wisst Ihr über dieses Land, Aiko?", fragte sie und als er zauderte und zu überlegen schien, schüttelte sie den Kopf. "Also nichts", brach sie seine stotternden Erklärungsversuche ab und hob eine Hand während der Blick der Elfe über die Höflinge glitt, die sich hier versammelt hatten. "Ihr wisst, was Euch gefiltert und schön geredet vor Augen geführt wurde. Ihr wisst, was Euch Adlige und Günstlinge glauben machen wollen und wohin sie Euch treiben wollen, aber Ihr kennt die Wahrheit und den Kern dieses Landes nicht. Begleitet mich - Solandra wird in ein paar Stunden noch immer Luminoth attackieren und ich brauche nicht sehr lange um dort zu sein. Ihr Menschen wisst nicht, was wir für euch tun, aber das muss sich nicht ändern. Wir tun es, weil dieses Land uns zuvor ebenso viel gegeben hat und jeder von uns tut es gern. Ihr müsst uns dafür nichts geben - es genügt, wenn Ihr, Aiko, dafür sorgt, dass dieses Reich in neuer Blüte erstrahlt. Es ist ebenso unsere Heimat wie die Eure."

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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 05, 2014 6:52 pm

Aiko blieb erneut für einige Sekunden Stumm, ehe sich ein ehrliches Lächeln auf seinem Gesicht abzeichnete. "Dann sollten wir keine Zeit verlieren" antwortete Aiko und Freude schien sein Gesicht auf zu brechen, es war noch nicht einmal Mittag und wenn er sich beeilte, dann wäre er auch noch rechtzeitig wieder zurück um Adriana erneut ins Gespräch zu nehmen. Vielleicht brauchte er diese Ablenkung, diesen Blick von Oben um auf neue Gedanken zu kommen. Sich den Kopf einmal frei zu blasen - vielleicht mochte dies helfen. In politischer als auch in privater Hinsicht. "Ich werde mir nur noch etwas wärmere Kleidung anziehen - ich könnte mir vorstellen, dass es auf eurem Drachen und vor allem in der Luft ziemlich kalt werden könnte" erklärte er noch und sah zu seinen Dienern. "Ihr indes werdet alle Briefe abschicken welche ich Geschrieben habe! Ich will, dass sie noch vor dem ersten Glockenschlag alle versendet wurden. Es ist extrem wichtig, dass ihr euch daran haltet. Ja? Gut" er sah noch einmal zu Caladhiel.
"Wartet ihr hier oder vor der Stadt?
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 09, 2014 10:21 pm

Mit einem einzigen Ton schlugen die großen Flügeltüren, die zum Thronsaal führten auf und offenbarten Caladhiels hochgewachsene Erscheinung, die noch immer die glänzende Rüstung der Drachenreiter trug und deren blaue Augen unmittelbar auf dem Bild lagen, das sich ihr hier bot. Eine ihrer Hände ruhte auf dem Heft des schwarzen Reiterschwertes an ihrem Gürtel und aus der Ferne war Anwars tiefes, dröhnendes Grollen zu vernehmen, das auch in ihrem eigenen Brustkorb tönte und ihre zweite Hand stieß einen gefesselten, grobschlächtigen Solandri vor sich her, der sie selbst um einen knappen Kopf überragte und in dessen blassem Gesicht, das sich unter dem wilden, roten Bart hervor tat, noch immer allzu deutlich der Schrecken stand, den die Reiterin in ihm geweckt hatte. Sie nahm keine Rücksicht darauf, dass er Zeit zu brauchen schien, um sich zu fangen, trat ihm stattdessen unnachgiebig nach und ließ ihm keine kurze Pause, während die silbrige Rüstung, die sie am Leib trug, bei jedem noch so kleinen Schritte leise Geräusche von sich gab, die sich unter die festen Schritte mischten, mit denen ihre Stiefel auf den steinernen Boden trafen. Doch statt sich dieses Mal an den Thron zu wenden, auf welchem sie Aikos Gestalt erkannte, trugen die Schritte der Elfe sie dieses Mal unmittelbar in Alvias' Richtung, vor welchem sie den Kopf neigte.
"Einst haben die Drachenreiter geschworen Euch zu unterstützen und an diesem Schwur halten wir fest. Es ist Alagäsia, das unter einem wackeligen Bündnis mit Solandra leiden muss, wenn erst Luminoths Verbündete Euch zu einer Handlung zwingen. Ihr seid es, der das Bündnis begann und Ihr sollt es sein, der über den Anführer ihrer Männer richten wird, den ich Euch hier brachte", erhob sie ihre Stimme, Djölmnir mit nur einer einzigen Handbewegung dazu zwingen, auf die Knie zu sinken, während sie hinter ihm stehen blieb, das Schwert ein Stück aus der Lederscheide ziehend, um dem Solandri zu beweisen, dass sie nicht zögern würde. "Ihre Truppen sind nach Anwars Ankunft versprengt worden. Wir haben beobachtet, dass sich ein großer Teil wieder zurück gezogen hat und nun versucht die Mauer zu überwinden, die beide Länder voneinander trennt. Sie dürften nun kein größeres Problem mehr darstellen."

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 09, 2014 10:29 pm

Aiko war im ersten Moment betroffen, dann mischte sich Brüskiertheit in seine Stimmung während er das Schauspiel bedachte, welches Caladhiel ihm hier gerade vorführte. Sie brachte Alvias Respekt entgegen und nicht ihm - und wenngleich er Alvias auch schätzte, seine Rolle bei Hofe war nun mehr ein fernes Relikt und würde er dies durchgehen lassen so würde dies eine Position weiter schwächen. Andererseits konnte er kaum die Reiterin brüskieren, der er all das zu verdanken hatte. Ihr werdet Entscheidungen fällen, die Ihr Euch ewig nachtragen werdet und die Euch nicht leicht fallen. Oft werdet Ihr Euch wünschen, ein anderer habe sie für Euch getroffen, weil sie Euch nachts nicht schlafen lassen. Aber das ist das Los, für das wir uns entschieden haben. Dieses Reich braucht eine starke Hand, die es führt - einen Anführer, auf den es sich stützen kann und der sich nicht weiterhin verbiegen lässt. Über all Eure Selbstzweifel, über all die Furcht und über all den Wunsch, es allen recht zu machen, habt Ihr vergessen, der König zu sein, der Ihr nun einmal seid, Aiko hallten ihre Worte in ihm nach und so durchbrach er die Stille, welche zuvor geherrscht hatte während Alvias selbst kurz zu zaudern schien. "Ich danke euch Hochmeisterin - und das ganze Reich ist euch zu Dank verpflichtet. Jedoch war Ser Alvias nur der Bote - ich bin der Mann der für dieses Bündnis verantwortlich ist - ich bin es dessen Vertrauen und Gutmütigkeit von den Barbaren betrogen wurde und ich bin es, der in diesem Land Recht und Urteil fällt. Also werde auch ich es sein, der über sien Schicksal entscheidet" erklärte er ruhig, aber bestimmt
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 09, 2014 10:37 pm

Langsam wandte sich Caladhiel um und ließ ihre Augen über ihn wandern, beobachtete den Zorn, den sie darin finden konnte und den er trotz alledem noch immer nicht in Worte fassen konnte. Aiko war zu weich, denn selbst nachdem er kennen gelernt hatte, wie es in diesem Reich aussah - selbst, wenn sie ihn bis an die Grenze getrieben hatte, so brachte er sie lediglich dazu müde zu lächeln und sich nicht für ihr eigenes Verhalten zu entschuldigen. "Wirklich? Ihr seid für ein Bündnis mit Solandra verantwortlich? Wenn mich nicht alles täuscht, habt Ihr nicht auf dem Thron gesessen als Euer Bote aufgebrochen ist, da Ihr zu jener Zeit noch Kaiser Eures eigenen Landes war, welches es seit jeher vorzog, unter sich zu bleiben. Haltet mich nicht zum Narren, Aiko. Es ist weder Euer Vertrauen, noch Eure Gutmütigkeit, die betrogen wurde, sondern die des Mannes, vor dem dieser Solandri hier kniet", schickte sie ihm dann lediglich mit harscher Stimme entgegen und schüttelte den Kopf, um dieses Thema endgültig abzugeben ehe sie ein letztes "Und ich schätze, es gibt Wichtigeres als Eure Ehre, die in diesem Augenblick zählen sollten. Die Sicherheit dieses inzwischen geeinten Reiches ist nur ein Bestandteil darin. Ich bot meine Unterstützung an und Ihr habt sie angenommen, auch daran möchte ich Euch erinnern." hintenan fügte, um damit endgültig ihre Meinung Kund zu tun und sich wieder dem Mann vor sich zuzuwenden, den sie auf die Knie gezwungen hatte und dessen Schultern sie noch immer zucken sehen konnte - ob nun vor Lachen oder vor Schrecken konnte sie in diesem Augenblick nicht einmal mehr wirklich sagen.

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 09, 2014 10:44 pm

"Nein" meinte Aiko schließlich und schüttelte den Kopf. "Ich mag noch nicht König Alagaésias gewesen sein als das Bündnis geschlossen wurde, jedoch war ich König als es gebrochen wurde und es ist das vereinte Königreich Alagaésia Aurea welches unter diesem Vertrauensbruch zu leiden hat." erklärte er und sah der Reiterin in die Augen - sie hatte von ihm verlangt, dass er Stellung bezog und er gedachte nicht die Worte welche er geschworen hatte zu beherzigen nun in den Wind zu schießen.
"Und um eben jene Sicherheit des geeinten Reiches sorge ich mich - Ser Alvias ist ein angesehenes Mitglied am Hofe aber es ist nicht an ihm Urteile zu fällen. Noch ist es an irgend einem anderen Adligen das Recht des Königs an seiner statt durchzusetzen" erklärte er langsam und ruhig.
"Ihr genießt die höchste Ehre und unser Vertrauen Hochmeisterin, aber weder ihr noch jemand anders wird mich dazu bringen die Willkür welche in dieses Reich einzug erhalten weiterhin zu unterstützen. Wenn wir ein geeintes und friedliches Reich wollen, so werden wir uns an Recht und Gesetz halten. Ich danke euch, dass ihr uns beisteht und euch soll auch eine Stimme bei der Urteilssprechung gehören wenn es euer Wunsch ist, so wie auch Alvias eine Stimme haben wird. Aber in diesem Reich spricht noch immer der König das Recht"
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 09, 2014 10:59 pm

"Das ist richtig", stimmte Caladhiel ihm lediglich knapp und mit einem einzigen letzten Blick in Aikos Richtung zu und machte einen Schritt zurück ehe sie ein einziges kurzes Nicken von sich gab, als wolle sie sich selbst noch einmal bestätigen. Der Orden der Drachenreiter war darauf eingeschworen, dieses Reich zu behüten und es vor allem Schlechten zu bewahren, die Menschen dieses Reiches zu verteidigen und für ihre Sicherheit zu sorgen - dafür gab jedes einzelne Ordensmitglied Familie, Rang und Namen auf, dafür kämpften sie stetig immer wieder aufs Neue und dafür töteten sie. Sie würde nicht vor einem Mann buckeln, der diesem Reich nichts außer Instabilität gebracht hatte und es weder vermochte, seine eigene Frau zu halten, noch eine Entscheidung darüber zu treffen, was mit einem Verräter getan werden sollte und aus eben diesem Grund ließ sie ihren Blick noch einmal hinüber zu Alvias wandern. Jenem Mann, neben dem sie in Schlachten gestanden hatte und den der Orden der Drachenreiter einst in sein Amt gehoben hatte, jenem Mann, unter dem es Alagäsia gut gegangen war und unter dem die Menschen nicht gelitten hatten.
Noch einmal nickte sie, schien verstanden zu haben und es verging lediglich eine einzige Sekunde, dann festigten sich ihre Finger um das Heft ihres Schwertes und mit dem Singen von Sternenstahl glitt das Schwert aus der Scheide hervor. Die schwarze Reiterklinge schien das Licht des Thronsaals nicht wiederzugeben, glänzte nicht darin, wie es die anderen Waffen taten, die all die anderen Ritter und Edelmänner trugen. Es war nur eine einzige Bewegung, die sie benötigte, ein einziger, kurzer Schwerthieb und die scharfe Schneide glitt durch das weiche Fleisch des Solandri, durchtrennte Haut, Muskeln und Knochen mühelos und der Kopf des Mannes aus dem wilden Volk glitt zu Boden, blieb dort in einer blutigen Lache liegen ehe auch sein Körper nach vorn fiel. "Ein König spricht Recht. Ein König diskutiert nicht über sein Reich und seine Macht. Merkt euch das, Aiko."

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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 09, 2014 11:07 pm

Aikos Augen weiteten sich für einen kurzen Moment, er hörte wie Ileana neben ihm mit sich kämpfen musste um sich nicht zu übergeben als der Kopf auf dem Boden aufkam und mit einem unschönen flatschen einen halben Meter rollte ehe er zum stehen kam. "Nehmt den Kopf und steckt ihn in ein Fass voller Eis" erklärte Aiko jedoch, der relativ schnell seine Fassung wieder gewann während Caladhiel sich umdrehte und ging. "Bereitet ihn so vor, dass wir ihn Fyonara geben können" erklärte er während sein Magen noch etwas rumorte. Der Tod des Solandri berührte ihn nicht, nicht einmal Ansatzweise jedoch schlug ihm etwas anderes auf den Magen - es war ein Test gewesen und er hatte ihn nicht bestanden.
Die Reiter waren wertvolle Verbündete, allerdings waren sie gefährlich und hart. EIne Tatsache, die ihm in all den Geschichten niemals aufgefallen war. Die Reiter waren wie Ärzte, die ein Körperteil ohne Reue abtrennten, um den Rest des Körpers zu retten. Wenn er dieses Reich schützen wollte, so musste er dafür sorgen in den Augen der Reiter kein schwarz gewordenes Bein darzustellen. "Und stellt den Körper in der Stadt drei Tage lang aus, ehe ihr ihn zurück nach Solandra schickt - schneidet ihm jedoch vorher das Herz raus. Die Solandri glauben ohne Herz kann er nicht in die ewigen Jagdgründe eingehen"
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Do Okt 09, 2014 11:49 pm

Kylian war so gut wie unbemerkt hinter seiner Meisterin in den Saal eingetreten und hatte sich nahe der Tür postiert. Caladhiel hatte gesagt, dass das heutige Ereignis eine wichtige Lektion in seiner Ausbildung war, wenn es darum ging wie mit Herrschern umgegangen und die Menschen Alagaesias vor deren Inkompetenz geschützt wurden. Kylian, noch immer so wissbegierig wie am ersten Tag, hatte es sich natürlich nicht nehmen lassen, diesem Aufeinandertreffen beizuwohnen, auch wenn er bereits ahnte in welche Richtung es verlaufen würde und ihm diese nicht wirklich gefiel. Er hatte sich die letzten Monate in seine Studien, Lehrstunden und Übungen vertieft, sich voll und ganz der Magie verschriebeen. Nur sporadisch hatte er Bücher überflogen, die sich mit den Menschen dieses Landes befassten, gleich in welcher Hinsicht. Darum war es wohl ganz gut, dass er aus seinem gewöhnlichen Trott herauskam und die Politik sah... sofern man das heutige Handeln seiner Meisterin im Nachhinein Politik nennen konnte.
Kylian stand neben Lucrezia Aretinus, die momentan die Leitung der Akademie für Magier notgedrungen hatte übernehmen müssen und seines Wissens große Probleme damit hatte, welche jedoch weniger in ihren fehlenden Fähigkeiten, sondern mehr in den fehlenden Mitteln, vor allem in Form von Personal, lagen. Jedes Mal wenn er zu ihr herüber sah, war sie Aiko einen bösen Blick zu, als würde sie hoffen, er würde sich jeden Augenblick spontan selbst entzünden. Kylian konnte über die verblendeten und leeren Reden dieses 'Königs' auch nur den Kopf schütteln. Mochten seine Worte noch so schön und hochtrabend klingen, jeder Reiter, und wenn er noch in der Ausbildung war, wusste dass sie nichts bedeuteten. Anstatt tatsächlich ein Urteil zu fällen, philosophierte er lediglich darüber, dass es doch sein Recht und nicht das von Alvias wäre, eines zu fällen. Er hatte einen Sekundenbruchteil bevor er geschah, schon gewusst, was Caladhiel tun würde, denn mochte er sie viel zu selten sehen, er kannte sie eben doch schon recht gut. Er hatte nur verwundert eine Augenbraue angehoben, als Aiko sein verspätetes und äußerst radikales Urteil gefällt hatte, vermochte jedoch nicht zu sagen, ob er sich wirklich verändern wollte, oder es nur eine Veränderung für den Moment war, ausgelöst durch den Toten auf seinem Boden.
Kylian lächelte Cali nicht zu, als sie auf ihn zu ging. Es war nicht der richtige Moment für ein Lächeln und nach dem Tot eines Mannes war ihm auch nicht danach zu lächeln, also verbarg er seine Abscheu gegen Gewalt hinter einer ausdruckslosen Miene. "Es bleibt abzuwarten, wie der König sich nun entwickelt...", meinte Kylian mit gedämpfter Stimme, als sie über die Schwelle des Thronsaales geschritten waren.
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BeitragThema: Re: Thronsaal   Fr Okt 10, 2014 12:06 am

Sie hatte nicht gewusst, was sie zu alledem sagen sollte - weder zu dem, was Caladhiel hier gerade losgetreten hatte, geschweige denn, was sie von Djölmnirs plötzlichem Tod und Aikos barbarischer Handlungsweise denken oder halten sollte. Sie hatte gewusst, dass der Solandri an diesem Tag hier sterben würde, sie hatte so oft bereits den Tod gesehen, dass sie nicht einmal mehr zusammen gezuckt war angesichts des Kopfes, der über den steinernen Boden gerollt war und nur wenige Schritte von ihr entfernt liegen blieb während die inzwischen leeren Augen des Solandri starr an die Decke blickten und sein Gesicht einen letzten Hauch von Überraschung und Schrecken vermittelte, den er wohl kurz vor seinem Tod empfunden haben mochte - bevor das Reiterschwert sein Leben so vollkommen unvermittelt beendet hatte. Das, worüber sie im Nachhinein schauderte, war nicht der Tod, sondern die Grausamkeit in Aikos Entscheidung und die Furcht darüber, was er wohl tun würde, wenn er erst begriff, dass seine Macht momentan immer weiter schwand und es letztlich doch immer die Entscheidung der Drachenreiter gewesen war, wer im Reich der Menschen regierte und wer es nicht tat. Damals hatten sie es mit einem einzigen Reiter vermocht, Erol zu stürzen, die Ratssitzung hatte Alvias damals zum König ausgerufen ... wenn sie gegen Aiko sprachen, würde er nicht lange an der Macht bleiben.
Behutsam tastete sie nach der Hand ihres Mannes und schenkte ihm ein kurzes Lächeln, von dem sie wusste, dass es nicht halb so aufrecht wirkte, wie sie es eigentlich beabsichtigt hatte. Aiko konnte doch hier nicht entscheiden, den Körper des Solandri drei Tage lang auszustellen, bevor sie ihn halb verwest durch die Sonne und das Getier der Stadt zurück nach Solandra schickten. "Stellst du ihn aus, Aiko, und sendest ihn dann mit einem Schiff zurück, verspreche ich dir hier und jetzt, es werden Krankheiten ausbrechen und selbst, wenn deine Seemänner zurückkehren, sie werden Seuchen in diese Stadt mitbringen, die Hunderte von Leben kosten werden. Aber es ist nicht an uns Urteile zu fällen und so gebe ich hier lediglich einen bescheidenen Ratschlag, mit welchem ich seine Majestät, so hoffe ich, nicht verärgere", erhob sie schließlich die Stimme und schüttelte noch einmal den Kopf. Sie hatte mit Vielem gerechnet, aber nicht mit so etwas - nicht damit, dass er jetzt grausam wurde. Sie wollte hier weg, bevor ihr noch schlecht angesichts dieser Widerwärtigkeit wurde. "Lass uns bitte gehen."
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 12, 2014 10:00 pm

Aiko spürte wie die Anspannung in seine Glieder kroch und er dort verspannungen entwickelte – wenngleich auch nicht ganz so stark wie in den Wochen zuvor – jene Wochen in denen er Allein hier gesessen und sich die Anschuldigungen der Adligen angehört hatte. Es waren ein paar Wochen ins Land gezogen seitdem sich Brandon in den Tod gestürzt hatte und mittlerweile kuschten die Adligen mehr vor ihm. Eine Tatsache, die nicht sein Verdienst war wie er zugestehen musste. Er hatte – angestachelt von Caladhiels Prüfung – die Adligen mit Anschuldigungen befeuert. Munition dafür hatte ihm seine Frau gegeben. Ileana hatte in der Zeit seiner Abwesenheit ihre Tage nur durch den Klatsch und Tratsch des Schlosses und alten Büchern ein wenig erhellen können und war so an vielfältige Informationen geraten. Hinterziehungen, Mord, Ehebruch – Gotteslästerung und dergleichen waren ans Tageslicht getreten und so bewaffnet hatte er die Adligen in Schach halten können.
Zwar war noch immer nicht alles zum Besten gewandt. Jedoch nahm sich Aiko wieder Zeit für seine Frau, sie verbrachten die Abende miteinander und ihre freie Zeit – so knapp sie auch bemessen war – ebenfalls. Am gestrigen Abend schließlich hatten sie zum ersten Mal seitdem sie das Kind verloren hatte miteinander geschlafen. Zwar hatten sie den größten Teil der Zeit nur nackt und aneinandergeschmiegt dagelegen aber Aiko hatte das Gefühl, dass es langsam bergauf ging. Schließlich warf er noch einen kurzen Blick zu Ileana, drückte sacht ihre Hand ehe die beiden den Rücken grade machten und die Tore aufgestoßen wurden. „Kaiser Aurelius de Gaweia – es freut mich euch in meinem Reich begrüßen zu dürfen. Ich hoffe die kleine Truppe welche euch aus Teirm hierher begleitete hat euch gut bewirtet und für eure Unterhaltung gesorgt. Meine Frau und ich sind leider zu beschäftigt um Gäste so wichtig sie auch sind persönlich abzuholen – aber ihr kennt das ja. Man muss regieren“ erklärte Aiko ohne einen Zweifel daran zu lassen auf wen diese Spitze deutete.
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 12, 2014 10:12 pm

Die Hallen, in welche sie nun traten, waren neu, war es doch bei ihrem letzten Gespräch noch Ilirea gewesen, das das Königspaar vor ihm für sich beansprucht hatte - Ceunon war größer, besser bewacht und in einer weit gesicherteren Lage als es Ilirea war, so dass Aurelius während ihres Weges von Teirm zur Hauptstadt des Reiches beinahe beruhigt wahrgenommen hatte, dass sich auch endlich Alagäsia-Aurea zu festigen begann. Es hatte lange gedauert bis sich Aurea hier endgültig eingefunden hatte und nach allem, was er von dem Verlauf dieses höfischen Lebens durch Nachrichten kennen gelernt hatte, schien Aiko auch endlich begriffen zu haben, dass er der König war und kein Bettler, der darum flehte, dass seine Wünsche erfüllt werden würden. Der junge König wirkte entspannter als es bei ihrer beider letztem Aufeinandertreffen gewesen war und der Scherz, welchem ihm so ohne Weiteres über die Lippen ging, brachte selbst Aurelius dazu ein knappes Lächeln zu vergeben, das auf seinen Zügen seinen Platz erhielt.
"Es freut mich zu sehen, dass es eurem Reich inzwischen wieder besser zu gehen scheint, Majestäten, und weder ich, noch meine Männer werden euch einen Vorwurf daraus machen, euer Reich einem Gast vorzuziehen", lautete schließlich seine Antwort, die von einem kurzen Nicken begleitet wurde ehe er sich wieder daran erinnerte, weshalb man sie nach Alagäsia-Aurea gebeten hatte. Valencia und offensichtlich ebenso die Zwistigkeiten aufgrund Solandras und Luminoths. "Ich hatte nicht damit gerechnet, euer Reich sobald schon wiedersehen zu können, umso erstaunter bin ich über eure Einladung gewesen, leider ließ mir diese weit mehr Spielraum für Überlegungen als mir liebt war."
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BeitragThema: Re: Thronsaal   So Okt 12, 2014 10:27 pm

"Ich habe eure letzten Schritte voller Interesse verfolgt Aurelius" meinte Aiko schließlich und winkte einen Diener heran, welcher einen Stuhl brachte und diesen für Aurelius vor die Treppe zum Königspaar hinstellte. "Eure Verbundenheit mit den Lumi war zwar nur ein Gerücht, allerdings konnte ich persönlich nicht zulassen, dass die Solandri ihr Wort gegenüber Alagaésia-Aurea brechen und ein anderes Land angreifen. Unsere Verbündeten die Drachenreiter haben ein Exempel statuiert und uns den Anführer der Wilden gebracht" nun trat ein Soldat in geschwärzter Rüstung hervor, welcher einen kleinen Wagen vor sich herschob. Auf diesem war eine Art barbarisches Bestattungsritual zu sehen - Kränze aus Wildblumen, aus Weidenholz geflochtene gehörnte Männer und Flusskiesel. Inmitten dieses bizarren Bestattungsritus war der Kopf von Djölmnir drapiert, mittlerwiele aschfahl und mit vor kälte blauen Lippen.
"Seht es als mein Geschenk an einen Mann dessen Freundschaft ich schätze"
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