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 Gästezimmer

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Fr Okt 03, 2014 6:20 pm

"Es gibt Regeln Hisoka - gesellschaftliche Konventionen, die..." er verstummte, hätte beinahe erneut angefangen und dies würde mit Sicherheit kein gutes Ende nehmen. Nein, die Versöhnung mit seinem Bruder war nicht mit einem Gespräch getan. Sie war keine Angelegenheit, welche man zwischen Tür und Angel erledigen konnte. Das war Aiko von Anfang an klar gewesen, zumindest hatte er das gedacht, bis sich die leise Hoffnung wieder zurück geschlichen hatte. Er würde kämpfen müssen - um Hisoka und um einiges mehr. "Nein - nein du hast Recht. Ich habe mich ab und an für dich geschämt das stimmt - ich war peinlich berührt und um meinen Ruf bedacht. Das bringt meine Arbeit zwar mit sich, aber dennoch hätte ich zu dir stehen müssen. Aber in einem irrst du dich - du magst kein guter Politiker sein und von Finanzen verstehst du tatsächlich nicht das geringste, aber... deine Provinz war niemals so voller glücklicher Menschen wie während deiner Amtszeit. Deine rauschenden Feste und dein charisma sind es, die dich als Politiker unersetzlich machen. Schade, wenn du das niemals so gesehen hast" er zuckte mit den Schultern. "Nun werde ich jedoch versuchen dir ebenfalls ein besserer Bruder zu sein und... mich nicht mehr von dir zu distanzieren"
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Korgam Goldbreit

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Do Okt 09, 2014 11:57 pm

Es war keine Gegend die von Zwergen erbaut worden war, nein, definitiv nicht. Seine Sinne mochten noch immer von dem gewaltigen, atemberaubend und gleichzeitig todbringenden Flug benebelt sein, doch dies konnte er mit Gewissheit sagen. Es unterschied sich so immens viel zu seiner eigenen Kultur mit der er aufgewachsen war, dass er in dem Zimmer das man ihm zugeteilt hatte, immer wieder auf und ab ging und die seltsamen Möbel betastete, die Schnörkel die in diese eingearbeitet waren. Das Volk der Menschen hatte definitiv einen starken Hang zu dem Baumaterial Holz, wobei sie dabei allerlei Variationen fanden. Birke, Esche, Buche, Eiche, Fichte … es gab so viele Sorten, dass er nicht einmal die Hälfte davon mit Gewissheit benennen konnte, doch warum man ihn nutzte, konnte er nicht sagen.
Doch warum? Warum nutzte man es? Es bot nicht derart viel Widerstandskraft wie Stein und brannte bei fast jeder Gelegenheit wenn es trocken war. Und das alles wofür? Für den seltsamen, muffigen Geruch den Altes Holz mit sich brachte?
Seine Waffen, ebenso wie seine Rüstung hatte er sich patu nicht abnehmen lassen und nach einer Diskussion, die ein recht kurzes und überraschendes Ende genommen hatte, hatte der Haushofmeister Kormag schließlich erlaubt, seine Besitztümer, auch wenn sie militärischer Natur waren, in seinem Zimmer behalten zu dürfen.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Sa Okt 18, 2014 12:13 am

"Ihr könnt dort nicht rein - seine kaiserliche Hoheit empfängt keinen" die Wache kam nicht dazu zu Ende zu sprechen als die Tür aufflog und Elijah schließlich im Rahmen stand. Eine der Wachen folgte ihm und hielt Elijah am Arm fest ehe dieser auch nur einen Schritt weiter in den Raum machen konnte. "Eure kaiserliche Hoheit würdet ihr dieser Wache bitte sagen das sie mich loslassen soll, da ansonsten andere Wachen werden kommen müssen um mich wegen Mordes an... wie heißt du Junge?" "Edwald Stok aber wieso..." "Wegen dem Mord an Edwald Stok zu verhaften" Elijah leckte sich über die Lippen und sah zu dem Mann vor ihm, welcher zuvor an einem Schreibtisch gesessen und sich ein Glas Wein eingeschenkt hatte. "Herr ich habe wirklich etwas wichtiges mit euch zu besprechen, sonst würde ich euch mit Sicherheit nicht stören. Gott verdammt, ich bitte sogar darum das ihr mir eine kurzen Augenblick eurer Zeit gewöhnt Kaiser de Gaweia!"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Sa Okt 18, 2014 12:18 am

"Setz dich", war die einzige Antwort, die von Aurelius' Seite her kam, welcher lediglich kurz aufgeblickt hatte und seinen Blick über den jungen Mann hatte schweifen lassen, der soeben in das Gästezimmer gestürmt war, in welchem man ihn in Alagäsia einquartiert hatte. Er wusste sehr wohl, wer dort vor ihm stand - wusste, wer der andere war und worin seine Fähigkeiten und Fertigkeiten lagen, aber insbesondere wusste er um Chamberlains Abscheu gegenüber Fyonara und deren Kultur und Leben, was ein weiterer Grund dafür war, dass es ihn nun überraschte ihn ausgerechnet hier zu sehen, um ein Gespräch bittend, wo der andere doch bislang noch niemals eine Bitte geäußert hatte. Chamberlain war monatelang ein Spion für seine eigenen Reihen gewesen, hatte ihn auf dem Laufenden gehalten, was die Ereignisse in Alagäsia-Aurea, sowie Valencia anbelangten und den Grund, weshalb Fyonara nun hier war, hatte er mitunter Chamberlain zu verdanken.
Es war nur eine einzige kurze Deutung in Richtung der Tür um die Wache hinaus zu komplimentieren, die Chamberlain bereits hinterher wollte, um ihn zur Not mit Gewalt aus den Räumen zu befördern und Aurelius stieß ein leises Seufzen aus während er all jene Papiere fort schob, die ihn zuvor noch beschäftigt gehalten hatten und die doch weit weniger wichtig schienen als eben jenes Gespräch, das ihm nun bevorstand. Langsam lehnte er sich zurück und schwieg, darauf wartend, dass Elijah zu reden begann.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Sa Okt 18, 2014 12:27 am

"Ich hätte dutzende Gründe euch hier und jetzt die Kehle aufzuschlitzen" fauchte Elijah und zog ein Messer aus seinem Stiefelschacht und stieß dieses mit der Spitze voran in den Schreibtisch, packte dann noch aus einer weiteren Tasche ein seltsames, Korkenzieherförmigen Gegenstand sowie seinen Blitzspeier. Ein weiteres kleines Messer landete auf dem Schreibtisch ehe sich Elijah nach hinten fallen ließ und nunmehr entwaffnet die Arme vor der Brust verschränkte. "Wenn ich auch nur einen Funken Verstand hätte dann würde ich euch wirklich kalt machen" erklärte er und fuhr sich durch die kurzen Haare. "Erstens: Euer Sohn hat sich verhalten wie der letzte Vollhonk und mich in den Kerker gebracht" er klatschte noch ein Stück Papier auf den Tisch - jene Absolution auf welcher noch immer Aurelius Siegel und Unterschrift prangerte "Aber deswegen bin ich nicht hier. Ich hoffe nur ihr habt euch Jahrelang Vorwürfe gemacht und keine Nacht ruhig schlafen können für das was euer Land eurer Schwester angetan hat. Dafür, dass ihr sie beinahe umgebracht habt - Ryanti, Fyonara - die Flucht..." er schüttelte den Kopf. "Und ich hoffe für euch das ihr nicht einmal die geringste Ahnung habt was mein Plan war. Das ihr euch nicht einmal vorstellen konntet zu was ich fähig bin. Denn sollte es anders sein so werde ich mir meine Waffen wieder zurück nehmen"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Sa Okt 18, 2014 12:36 am

"Bist du fertig?", lautete die einzige Frage, die Aurelius im ersten Moment stellte und diese vollkommen ernst meinte während seine Augen weiterhin auf Elijah lagen, welcher noch immer sichtlich mit jener Wut zu kämpfen hatte, die von ihm Besitz ergriffen hatte und die er nur schwerlich im Zaum zu halten vermochte. Er war nicht zusammen gezuckt als Chamberlain die Waffe in den Schreibtisch gerammt hatte, hatte nicht einmal geblinzelt als die zweite und dritte Waffe folgte und eben diese nun Platz auf dem Holz, verteilt zwischen den Pergamenten, fanden und wenngleich auch sein eigenes Herz einen kurzen Satz bei der Erwähnung gemacht hatte, so hielt er sich trotz alledem damit zurück, es den anderen merken zu lassen, wissend, dass der andere gerissen genug war, um ihn damit ans Messer zu liefern und so stieß er ein resigniertes Seufzen aus, als er das Nicken seines Gegenübers wahrnahm. "Ich weiß inzwischen, was in Valencia geschehen ist und ich halte es keineswegs für gut. Castor ist jung und wenngleich das auch keine Entschuldigung für seine Taten ist, er wird nicht noch einmal eine wichtige Aufgabe übernehmen, insbesondere keine, die euer beider Sicherheit gefährdet", waren schließlich die ersten Worte die nach einer langen Pause über seine Lippen drangen ehe er die Augen schloss, um sich erneut auf das Gesprächsthema zu konzentrieren.
"Aber um zu dem Grund zu kommen, weshalb du hierher gekommen bist. Ich mache mir seit 21 Jahren Vorwürfe das zugelassen zu haben. Ich habe nicht eine einzige Nacht ruhig geschlafen, weil ihr das geschehen ist und all mein Tun war darauf ausgerichtet, eine Besserung der Situation zu schaffen. Magier nicht mehr jagen zu lassen, sie nicht mehr einsperren zu müssen und ihr damit eine Möglichkeit zu geben, nach Hause zu können, sofern sie das möchte. Alles, was ich seit jeher wollte, war sie zu beschützen, wie ich es versprochen habe."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Sa Okt 18, 2014 12:42 am

"Scheint als hätten wir zumindest eine Gemeinsamkeit" antwortete Elijah und schluckte während sich die Blicke dieser beiden ungleichen Männer begegneten. "Und ich werde niemals ruhen bis sie nicht in Sicherheit ist. Bis sie nicht mehr gejagt wird" erklärte er dem anderen und sank schließlich ein wenig in dem Stuhl zusammen stützte sein Gesicht in eine der Handflächen und sah den anderen aus einem nunmehr zerknautschten Gesicht an.
"Und sonderlich gut hat das mit dem keine Magier jagen ja nicht geklappt" erklärte er dem anderen spöttelnd und schüttelte den Kopf. "Ihr seid auch nur ein Dispot welcher vom Volk geleibt wird. Aber noch mehr als euch liebt euer Volk nur seine Vergangenheit. Seine Regeln, das was schon immer war. Ihr könnt sie in Fyonara nicht ewig beschützen" erklärte er schließlich und sah den anderen tief in die Augen als wollte er dessen Gedanken ergründen. Und wie lange wird es dauern bis deine Kinder von all jenen gejagt werden, weil du ihr Vater bist? Weil du es warst, der die Magie verbannt hat? Wie lange wird es dauern bis sie aus ihren Häusern getrieben werden, fortgerissen werden und eingesperrt werden - wie lange wird es dauern bis sie ihre Heimat eines Tages wiedersehen werden? Eine Heimat, die sie niemals kennen gelernt haben, Elijah? Ich unterstütze dich, wo immer ich es kann, Elijah. Aber stell deinen Plan nicht hinter einen höheren Zweck, den er nicht hat. Es ist für dich - um dein Vermächtnis zu schaffen und nichts anderes, denn für uns Magier wird sich nichts ändern Er zögerte, einige Sekunden. "Aber was wenn ich behaupten würde ich wüsste vielleicht eine Möglichkeit wie ich die Magie aus dieser Welt verbanne?"
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 19, 2014 8:27 pm

"Mag sein, dass ich lediglich ein Despot bin, Elijah. Dieses Urteil hast du gefällt und du bist wohl bei Weitem nicht der Einzige, der es so bezeichnet und sich damit im Recht befindet. Ich werde nicht damit beginnen, mich zu rechtfertigen oder dir die Gründe meines Handeln dar zu legen, denn du hast dein Tun auf dieselben Gründe ausgerichtet wie ich, so ungern du es auch hören magst", lautete Aurelius erste Antwort auf Elijahs Anschuldigungen, denen er ungerührt zugehört hatte und nach denen lediglich ein lang gezogenes Seufzen als Reaktion darauf gefolgt war, welches in dem großen Raum verklang, bevor sein Gesprächspartner erneut das Wort ergriffen hatte und jene Dinge ausgesprochen hatte, für die ihn dieses wie auch viele anderen Länder dieser Welt wohl am Ehesten hinrichten lassen würden - für Aurelius bedeutete es in jenem Augenblick lediglich einen einzigen kurzen Hoffnungsschimmer, von dem er nicht wusste, ob er berechtigt sein würde. Wenn die Magie aus der Welt gebannt war, würde es bedeuten, dass das Volk keinen Grund mehr besaß, Menschen zu richten und zu verfolgen, sie einzusperren und auszupressen, um neuen Jägern ihren Platz in der Welt einzuräumen.
"Glaubst du, dass du dazu in der Lage bist?", fragte er deswegen und beugte sich ein Stück weit vor, den Blick noch immer auf Elijahs Gesicht gerichtet, in welchem er hoffte, keine Lüge vorzufinden. "Ich will die Wahrheit von dir hören, keine Umschreibungen und Beschönigungen. Sag mir, dass du ehrlich glaubst, in der Lage zu sein, die Magie dieser Welt zu beseitigen und ich verspreche dir, du wirst meine Unterstützung erhalten bei deinem Vorhaben."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 19, 2014 8:34 pm

Elijah zögerte einen Augenblick und überlegte sich wie er es dem anderen am besten Verständlich machen solle, er ging in Gedanken einige Möglichkeiten durch wie er es dem anderen am besten sagen konnte. "Ja ich glaube das ich dazu in der Lage bin. Das heißt - ich bin mir sicher das ich dazu in der Lage bin" gab er schließlich zur Antwort und setzte sich wieder ein wenig gerade hin als es zuvor der Fall gewesen war, da er - nun wo sie über ein ihm vertrautes Thema sprachen - allen Grund hatte einen aufgeweckten und ernsthaften Eindruck zu machen. "Ich habe Zugriff auf geheime Schriften und bereits einige Experimente durchgeführt. Ich glaube, dass die Magie nicht in unsere Welt gehört - nicht ursprünglich zumindest. Ich habe auch bereits Theorien und verschiedene Möglichkeiten erschaffen um einzelne Wesen oder sehr kleine Gebiete von der Einwirkung der Magie zu befreien. Wir reden hier von komplexen Wissenschaft-Esoterischen-Kompatibilitätsphasen und ihr werdet außer mir niemanden finden der dazu bereit und in der Lage ist"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 19, 2014 8:40 pm

"Wenn du dich dazu in der Lage glaubst und bereits Nachforschungen betreffend dieser Thematik angestellt hat, dann, Elijah, benötige ich niemand anderen außer dir. Es ist mir gleich, was du von mir hältst, ebenso sehr wie es dir gleich ist, was ich von dir halte - unser beider Interesse liegt bei ihr und für sie tue ich all das. Was immer es kosten wird, wenn es bedeutet, dass wir damit dieser Welt dienlich sein können und sie in Sicherheit leben kann, ist es das wert", antwortete Aurelius und nickte für sich selbst noch einmal, als wolle er sich selbst bestätigen, dass er hier und jetzt die richtige Entscheidung getroffen hatte, und langsam lehnte er sich wieder zurück, die Augenbrauen ein Stück weit hebend, um den anderen zu bitten weiter zu sprechen. Es interessierte ihn, was Elijah heraus gefunden hatte, wo er beginnen wollte und was der andere dafür benötigen würde, um seine Nachforschungen weiter zu führen. Chamberlain hatte Potenzial und den Willen seinen Plan umzusetzen, selbst wenn er zuweilen ein wenig launenhaft und ungehalten wirkte, aber das war nichts, wofür Aurelius ihn belangen würde - nicht, solange Elijah und er gemeinsam an einem Strang zogen und dasselbe Ziel verfolgten, so unsinnig diese Erkenntnis auch in Anbetracht ihrer beider Lebensweise sein mochte.
"Sprich frei heraus. Was hast du heraus gefunden und was benötigst du?"
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 19, 2014 8:59 pm

"Magie ist vielfältig" erklärte Elijah leise und fuhr sich durch das kurze, schwarze Haar. "Und ich denke es ist für dieses Gespräch zuträglich mich nicht in Einzelheiten zu verlieren daher werde ich versuchen alles was ich weiß so gut und so knapp wie möglich zu erklären" gestand er und die Finger seiner linken Hand wanderten einzeln und in schneller Reihenfolge zum Daumen. "Die Frage die ich mir stellen musste war: Wieso gibt es so viele Arten der Magie, das in beinahe jedem Land auf andere Art und Weise Zauber geworben werden. Und zweitens - wieso können manche Menschen diese Magie anwenden und andere nicht?" er lächelte schelmisch. "Interessant ist dabei, dass alle Magie auch durch pure Gedankenkraft Magie wirken können. Und ich denke da liegt das Geheimnis. Für Magie ist ein hohes Maß an Konzentration notwendig - was bedeutet, dass der Grund im Encephalon liegen muss" er feuchtete sich die Lippen an. "Um genau zu sein im oberen Bereich des Occipitallappen wenn ich Adrianas Beschreibung ihrer Kopfschmerzen nach starker Anstrengung folge". Elijah hatte unlängst und ohne es selbst zu merken mit seiner rechten Hand einen Stift gegriffen und zeichnete, oder besser gesagt skizzierte die entsprechende Teile, welche er bereits auf seinem Seziertisch gehabt hatte. “Dort muss eine Art… Entwicklung vorliegen die bei anderen Menschen nicht vorhanden ist – eine Mutation wenn man so will. Sie können auf Energieflüsse zugreifen, auf welche andere nicht zugreifen können. Und die verschiedenen Vorgehensweisen – pure Konzentration in Fyonara, der Herstellung geistiger Gleichnisse in Aurea oder das sprechen von Worten in Alagaésia – hilft bei der Visualisierung und bündelung dieser Kräfte. Wobei die alte Sprache eine Ausnahme darstellt – selbst jemand der diese Mutation nicht in gänze Aufweist kann die Worte nutzen, welche sich der Energie des Körpers bedienen welcher als Stellvertreter statt der normalen Magie angezapft wird, und dessen Energie zu einem späteren Zeitpunkt von der reinen Magie wieder hergestellt wird. Diese Art der Stellvertreter-Magie und die Aufzeichnungen die ich gefunden habe deuten darauf hin, dass es möglich ist mit der Magie zu experimentieren. Ich gehe sogar noch weiter – die reine Tatsache, dass nicht jeder Mensch magiebegabt ist sondern nur einzelne Mutationen legt nahe, dass Magie kein Bestandteil des menschlichen Lebens ist, was bedeutet das die Magie erst zu einem späteren zeitpunkt – nach entstehung der Menschen in unsere Welt übergetreten sein muss. Das häufige Vorkommen von Magiern in Aurea liegt wiederum an dem starken vorkommen magischer Quellen in ihrem Land, da sich der Mensch seiner Umgebung anpasst.“ Er gestattete sich kur Luft zu holen. „Und was ich benötige sind Forschungsobjekte – Magier, magische Artefakte – Räume zum experimentieren mit Lazarettstandart, wenn es geht dem einer Mediho nicht unähnlich. Ich benötige… Ruhe und jemanden der keine Fragen stellt. Opferbereitschaft für ein höheres Wohl und unbegrenzte Geldmittel“
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 19, 2014 9:11 pm

Eine lange Zeit schwieg Aurelius und lauschte Elijahs Beschreibung von jener Theorie betreffend der Magie, die er bislang gewonnen hatte während seine eigenen Gedanken in seinem Geiste auf Wanderschaft gingen. Es gab unzählige Theorien, wie die Magie von Statten ging - einige der Menschen verfluchten die Magie als Strafe der Götter, andere ehrten sie als Gabe, wieder andere sagten, sie wäre Bestandteil dieses Lebens und Essenz allen Seins und Elijah saß nun hier vor ihm und begann ihm die Magie auf eine gänzlich andere Art und Weise zu erklären, wissenschaftlich und nachvollziehbar. Differenziert und objektiv - neu. "Wenn es die alte Sprache auch nicht magisch begabten Menschen jene Energiequelle zu nutzen, solltest du dort anfangen. Wenn die Magie an ein Wort gebunden ist, muss es auch für eben jene Energie ein Wort geben, mit dem man sie verbannen und endgültig vernichten kann. Ist sie erst verbannt, schwinden auch die Energievorräte Aureas und die Befähigung der Magier diese Gabe zu wirken", lautete schließlich seine Überlegung, begonnen bei der Erwähnung jener alten Sprache, die Elijah soeben getätigt hatte und die in seinem Gedächtnis geblieben war, einen Hinweis darauf lieferte, wie es möglich wurde, die Magie zu bannen.
"Wo willst du forschen? Wohin sollen dir die Magier und Artefakte, sowie die Ausrüstung gebracht werden? Es ist deine Entscheidung", führte er schließlich wieder eben jenes Thema an, das für Elijah gedanklich wohl bereits wieder abgehakt und verworfen worden war, gemessen an den Dingen, die bereits jetzt wieder in dem Geist des anderen umher glitten und ihn für andere Dinge gänzlich einnahmen.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 19, 2014 9:28 pm

Der Standort war ihm schon beinahe über die Zunge geglitten - schließlich war es einfach, gänzlich einfach und keinerlei Nachfrage - er besaß beinahe schon alles an Utensilien was er benötigte, massig Platz und einen Vertrauten der niemals Fragen stellen würde. "Fyonara" antwortete er schließlich und sah den anderen an. "Ihr werdet ein neues Haus bauen lassen, nicht überschwänglich protziges - etwas unauffälliges, was in der Masse untergeht. Ich benötigte zehn Wohnräume und zwei geheime Räume, welche nur über verborgene Schalter zu begehen sind. In einem der Räume werdet ihr mir eine Labor so ausstatten wie ich es wünsche, in einem anderen Raum einen riesigen Spiegel. Ihr werdet die Bauarbeiter danach beseitigen müssen. Ich werde das Haus vor Suchzaubern und ähnlichem abschirmen, damit es eure Jäger nicht aufdecken. In diesem Haus wird sich Adriana frei bewegen können. Dieses Haus wird ein magisches Portal zu meine Residenz haben. Ein Portal, welches von beiden Seiten zerstört werden kann um für eine schnelle Flucht - und das ist das wichtigste - absolute unabhängigkeit zu Sorgen. Fliegt einer von uns beiden auf wird das Portal zerstört und niemand wird mehr eine Verbindung herstellen können. Somit stellen wir die Fortführung des Plans sicher"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 19, 2014 9:45 pm

"Ich werde es ermöglichen. Ich werde euch nicht in die Hauptstadt lassen können, denn dort ist es zu gefährlich für euch - solltet ihr entdeckt werden ist es euer beider Tod, das muss dir bewusst sein. Die Jäger würden sie finden und gefangen setzen, das Volk würde aus ihrem Tod eine öffentliche Hinrichtung machen - ein Spektakel darüber, dass kein Magier den Jägern entkommen kann - sie würde grausam und langsam sterben und du würdest alledem zusehen müssen, bevor dich der Tod in der Arena erwarten würde. Bei alledem würde ich keine Möglichkeit haben, es zu verhindern und ich will mir nicht den Tod meiner eigenen kleinen Schwester ansehen müssen, Elijah. Achte auf sie, darauf, dass sie nicht das Haus verlässt und vertraue niemandem dort. Nicht einmal mir. Um ihretwillen und für euer beider gemeinsame Zukunft", war Aurelius Antwort auf Elijahs Worte, die von einem einfachen Nicken seinerseits quittiert und von einem beinahe bitteren Lächeln begleitet wurde, das nur für einen einzigen kurzen Moment über seine Züge geglitten war und sich sogleich wieder im Nichts verlor.
Jetzt, wo sein Ziel so greifbar war, erschien es ihm mit einem Mal vollkommen unwirklich, diesem Mann gegenüber zu sitzen und sich mit ihm über die genaueren Vereinbarungen zu unterhalten, seinen Forderungen und Wünschen statt zu geben. Elijah war mit seinem Vorhaben mit einem Mal zu der Hoffnung geworden, die er über all die Zeit gehabt hatte - all jene Familien vor dem Schicksal schützen zu können, das ihm selbst widerfahren war und wovon er sich niemals erholt hatte. Dem Wunsch, seine Familie zu schützen, etwas wiedergutzumachen, was er einst nicht hatte verhindern können, stärker zu werden, um nie wieder etwas dergleichen zulassen zu müssen und genügend Macht zu besitzen, um es eines Tages ganz zu verbieten. All sein Tun war seit jeher darauf ausgelegt gewesen - seit die Jäger in das Haus seiner Eltern gestürmt waren, um ein kleines Mädchen fortzureißen, dass nichts für ihre Begabung konnte.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 19, 2014 9:53 pm

Langsam nickte Elijah und stand auf während sein Blick an Stolz gewann und ihn von innen aufrichtete. Er sammelte seine Waffen, die zuvor auf dem Tisch gelegen hatten wieder ein und verstaute dieser wieder so gut, dass man sie nicht einmal an ihm vermutete. Er wandte sich um und hatte den Raum halb durchschritten, ehe er stehen blieb und seinen Atem kontrollierte.
"Ich liebe diese Frau mehr als mich selbst Aurelius de Gaweia" erklärte er leise und seine Schultern hoben und senkten sich synchron mit seinem Atem. "Sie ist keines meiner Werkzeuge, vielleicht als einziger Mensch auf dieser Welt. Ich bin ein gefährlicher Mann Aurelius - und in mir schlummern Mächte die ich selbst nicht einzuschätzen weiß. Ich werde jeden töten der ihr ein Leid antun will. Aber... sollte ich zu einer Gefahr für sie werden. Sollte mein Genie in Wahnsinn umschlagen. Dann zögert keine Sekunde und tötet mich. Wenn ihr zögert, mir Zeit gebt dann werde ich eine Möglichkeit finde euch und alles in meiner hohlen Hand zu Staub zu zermahlen. Tötet mich und rettet sie" flüsterte er leise. Er hatte die wirren Träume und die Dunkelheit in Valencia nicht vergessen. Er ging schließlich weiter, hatte die Hand bereits auf der Klinke als er sich doch noch einmal umdrehte. Valencia
"Ich weiß was ihr vorhabt und ich will dabei sein"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Di Okt 21, 2014 6:47 pm

Weich schmiegten sich Kissen an ihre warmen Wangen und ihre eigenen dunklen Haare kitzelten sie an der Nase, zwangen sie dazu die müden Augen langsam blinzelnd wieder zu öffnen und die warme Decke über ihr noch einmal höher zu ziehen, als könne sie dadurch die Ruhe der letzten Nacht noch einmal tiefer in sich einschließen, jenen Frieden, den sie empfunden hatte und die Sicherheit, die sie hier gehabt hatte - jene Gefühle, die sie bislang kaum gekannt hatte und die für ihre aufgeriebene Seele wie Balsam gewesen waren nach den Streitigkeiten mit Elijah in der vergangenen Nacht. Sie war Hals über Kopf geflüchtet, weil sie seine Worte nicht mehr länger ertragen hatte und erst zurück nach Beirland geflüchtet, wo sie lange Stunden an den Klippen gestanden und in die Ferne geblickt hatte, ihren eigenen Träumen nachgesonnen hatte ehe es der Regen und die Kälte gewesen waren, die sie wieder zurück nach Ceunon getrieben hatten - sie hatte in Beirland nicht mit Edmure reden wollen, hatte im Grunde nicht einmal mit jemandem aus dem Schloss sprechen wollen und letztlich war sie jenem Wunsch nachgegangen, der in ihr bereits seit Tagen bestand - dem Wunsch mit ihrem Bruder zu sprechen, den sie über eine viel zu lange Zeit nicht mehr hatte sehen können.
Langsam richtete sie sich auf und strich sich ein paar der dunklen Locken aus der Stirn ehe sie ihren Blick noch einmal streifen ließ und auf einer kleinen Anrichte ein silbernes Tablett mit Frühstück vorfand, das die Diener wohl zu früheren Stunden gebracht haben mussten und auf dem, unmittelbar neben einer gläsernen Wasserkaraffe, ein kleines, aus Holz geschnitztes Pferd fand, das ihr das Lächeln auf die Lippen brachte. Es störte sie nicht, dass sie im Augenblick hier allein war, als sie die Beine aus dem Bett schob und sich dann doch entschied, die Decke um ihre Schultern zu hängen und zu dem Tablett hinüber zu treten. Sanft glitten ihre Finger über das kleine Holzspielzeug auf dem Tablett und behutsam, als fürchte sie, sie könne etwas davon zerbrechen und ihre eigene Erinnerung damit zerstören, hob sie es ein Stück in die Höhe, erkannte die längst verblassten Farben und einmal mehr trieb die Erinnerung an ihre eigene Vergangenheit ihr die Tränen in die Augen.
Sie hatten so lange miteinander gesprochen, über das, was geschehen war und darüber, wie die Wahrheit gewesen war, wie es weitergehen sollte und über so viele Belanglosigkeiten - sie hatte alles berichtet, von Anfang bis Ende und sich nicht darum geschert, ob er es vielleicht gewusst hatte und ab und an hatte sie über ihre eigene Vergangenheit lachen müssen, während sie an anderen Momenten mit den Tränen gekämpft hatte. Er hatte ihr immer zugehört, sich Zeit genommen und sie festgehalten, wenn sie es gebraucht hatte, ihr eine andere Sicht gegeben, wenn ihr die rechte Sicht verborgen geblieben war und irgendwann musste sie wohl eingeschlafen sein, erschöpft von dem Streit und all den neuen Eindrücken, die es um sie herum gegeben hatte. Die Nacht war ruhig gewesen - es hatten keine Alpträume ihren Weg begleitet, niemand hatte sie stören können und sie hatte auch als sie erwacht war, keine Furcht empfunden, keine Sorge gehabt, man könne sie erwischt haben, weil sie jetzt wusste, dass der Attentäter ihr nichts hatte tun wollen.
Noch einmal drehte Adriana das kleine Holzspielzeug in ihren Händen, strich darüber während ein warmes Gefühl in ihr aufstieg - Wärme, die sie von innen heraus einzunehmen schien und ihr etwas berichtete, das sie bereits nie mehr für möglich gehalten hatte. Endlich angekommen zu sein, Zuhause zu sein - bei Menschen, die sie akzeptierten, wie sie war, sie bedingungslos liebten und in denen sie Stärke finden konnte.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 26, 2014 4:59 pm

Das Beruhigungsmittel war ohne Zweifel stark gewesen, denn das intensive Gefühl der Schläfrigkeit und der Benommenheit, spürte er auch jetzt noch. Um sich sah er recht wenig. Ein schlicht eingerichtetes Zimmer, an dessen Ende eine große, hölzerne Kommode stand. Aus dunklen Holz gefertigt, höchstwahrscheinlich die hier ansässige Buchengattung, denn einen derartigen Farbton hatte er bisher nicht gesehen. Darauf stand ein Zuber, dessen Holzfarbe einige Nuancen heller war und in dem zu einer guten Hälfte warmes Wasser vor sich hin dampfte. Recht von dem Bett, dass ohne Zweifel drei oder mehr Personen Platz bieten konnte, war ein kleines Fenster aus Buntglas, durch das kaskadenartig Licht schimmerte, welches in allen möglichen Farbtönen gebrochen und auf den, von einem reich bestickten Teppich verzierten Boden geworfen wurde. An der gegenüberliegenden Seite von Fenster hing ein großer Gobelin, der scheinbar ein historisches Schauspiel darstellte. Jedoch keine Schlacht, sondern mehrere Männer die einander die Hand reichten.
Er konnte keinen von ihnen erkennen, hielt sich somit auch nur einen Moment lang damit auf, ehe er langsam die Füße aus dem Bett schob, die Kälte, die der Boden ausstrahlte und auf seinen Körper warf, in diesem Moment nur allzu sehr begrüßte, denn er verscheuchte das betäubende Gefühl ein wenig. An dem Zuber angekommen, wusch er sich das Gesicht und legte dann beide Hände gegen die Holzschüssel. Der erste Schock den er gespürt hatte, war inzwischen verklungen. Alles was nun noch in seinem Kopf war, war eine Verwirrung und die nur allzu deutliche Frage darüber, was er jetzt tun sollte, wie er sich verhalten musste.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 26, 2014 5:44 pm

"Na, sind wir endlich wieder aufgewacht?", erklang erneut Coreens Stimme von der Tür her, wo sie mit verschränkten Armen lehnte und ihren Blick hinüber zu Castor lenkte, der noch immer sichtlich Probleme damit zu haben schien, sich in dem Raum überhaupt zu orientieren. Während der letzten Stunden hatte sie immer wieder nach dem anderen gesehen, nachdem sie die Verbände in Elijahs Gesicht gewechselt hatte und erneut einen Teil seiner Wunden mit Hilfe ihrer Magie versorgt und geheilt hatte, damit sie sich nicht das Gejammer des Künstlers anhören musste, wenn dieser aus seinem Dornröschen-Schlaf erwachen würde. Mit Aiko hatte sie in den letzten Stunden wenig sprechen können, hatte ihn lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass er den Reitern durchaus seinen Plan hätte mitteilen können, um so der Ohrfeige zu entgehen, die ihm noch immer zu schaffen machte und über die er sich noch immer ärgerte, die fyonarischen Gesandten waren in einem anderen Zimmer untergebracht worden, einer von ihnen bewachte gemeinsam mit ein paar Wachen Ceunons den König der Valenci, dessen Stirn ein hässliches Brandzeichen davon getragen hatte und Alvias bemühte sich gerade darum, die Reiter wieder zu beruhigen, die hierher gekommen waren und die über die aktuellen Ereignisse alles andere als glücklich waren. Gawain bewachte den Attentäter Fyonaras, damit dieser nicht erneut auf den Gedanken kam, Aiko oder einen anderen Adligen anzugehen und sie hatte alle Hände voll damit zu tun gehabt, damit nicht vollkommenes Chaos in dem Schloss einkehrte. Immer wieder hatte sie sich gefragt, ob es früher einmal einen Zeitpunkt gegeben hatte, an dem sie ebenso kopflos gewesen war, aber eingefallen war ihr keiner solcher Momente.
"Du hast dich gelinde gesagt ziemlich selbst blamiert und deinen Vater totunglücklich gemacht, aber da dich das nicht sonderlich zu interessieren scheint, sieh das einfach nur als kurze Erwähnung am Rande. Du musst jedenfalls ziemlich stolz auf dich sein, dich nach allem, was passiert ist, wieder so in den Mittelpunkt gedrängt zu haben. Jetzt bist du neben der ganzen Politik und dem Krieg zwischen den Ländern nämlich wieder Punkt eins auf der Agenda und niemand kümmert sich mehr um die Soldaten, die in Solandra oder in Valencia sterben, während du dich darüber echauffierst, dass es magisches Blut in deiner Familie gibt. Bist du wenigstens jetzt glücklich und zufrieden? Du hast dein Land blamiert, deinen Vater blamiert, deiner Tante sprichwörtlich ins Gesicht geschlagen und du hast alle weiteren Verhandlungen vernichtet. Wärst du mein Sohn hätte ich dich hochkant wieder heim geschickt, aber das kann dein Vater ja nicht, weil er befürchten muss, dass du den Mund aufmachst und eure Jäger daraufhin, deine gesamte Familie abmetzeln, während du lächelnd und stolz daneben stehst und am Besten noch fragst, ob denn nicht alle stolz auf dich sind."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 26, 2014 6:02 pm

Wie vor den Kopf gestoßen sah er sie im ersten Moment nur verwirrt an, denn als er die fremde Frau mit einem Mal vor sich gesehen hatte, hatte er viel erwartet, jedoch nicht etwas derartiges. Sein Temperament hatte sich nun jedoch beruhigt, sodass er nicht einfach alles ausblenden und somit vollständig verdrängen konnte, denn die Kritik die die Frau gerade an ihm übte, mochte noch so hart sein, doch erkannte er, dass sie nicht aus Verleumdungen, sondern auf Tatsachen gegründet war. Tatsachen die ihm in diesem Moment einen sinnbildlichen Hieb in die Magengruben versetzten, sodass er sich langsam von dem Zuber abwandte, Coreen immer wieder kurz ansah, jedoch nicht den Mut fand um etwas zu sagen.
Er hatte vor mehreren Menschen verschiedener Nationen, Personen die er nicht einmal kannte geweint und nicht allein der Trauer wegen. Er hatte geweint weil er überfordert war, wie ein Kind dem man eine Aufgabe gestellt hatte mit der es nicht zurechtkam, sodass es schließlich aus dem plötzlichen Frust heraus zu plärren anfing.
„Es … tut mir Leid.“ War das erste was ihm schließlich über die Lippen kam, auch wenn jede Bewegung der Stimmbänder unnatürlich schmerzte, vermutlich eine der Nebenwirkung des leichten Narkotikums das er bekommen hatte. Natürlich revidierte er seine Worte nicht, dass er sich betrogen fühlte und das er es noch immer nicht verstand, wie sein Vater etwas derartiges vor ihm verheimlicht hatte, wofür er sich jedoch schämte und was er ehrlich bereute war, wie er darauf reagiert hatte. Es war nicht einem Mann seines Volkes, nein, nicht einem Mann irgendeines Volkes würdig, denn er hatte bewiesen, dass er unverhoffte, plötzliche und irritierende Situationen so gut klären konnte wie ein Strauß. Er steckte den Kopf in den Sand. Und jetzt, da sein Kopf wieder an der Oberfläche sah, konnte er nicht mehr tun, als sich verdattert umzusehen.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 26, 2014 6:18 pm

"Japp, wäre mir an deiner Stelle auch ziemlich peinlich, wenn mich auf das Banalste jetzt eine Wildfremde hinweisen müsste, die gerade einmal für zwei Minuten im Raum war und gesehen hat, wie sich der große Castor die Augen ausgeheult hat, als wäre er ein Dreijähriger. Aber ganz im Ernst, ich bin wirklich nicht diejenige, bei der du dich dafür entschuldigen solltest. Ich hab mir nämlich nicht knappe zwanzig Jahre meines Lebens den Hintern für dich aufgerissen, damit es dir gut geht, nur um jetzt zu hören, dass ich so böse bin, weil ich versucht hab, meine Familie zu beschützen, Grünschnabel", lautete Coreens saloppe Antwort, die jetzt ein paar Schritte in den Raum hinein machte und sich dann einen der Stühle zurück zog, nur um sich wenig später darauf sinken zu lassen und ihre Augen noch einmal über Castors Gestalt gleiten ließ. Wenn sie darüber nachdachte, dass sie Fyonara für gefährlich hielt, dass sie es für bedenklich gehalten hatte, dass es ein Land gab, indem Magier eingesperrt wurden und dass sie angesichts der militärischen Ordnung in dem Lager in Fyham in der Erinnerung geschaudert hatte, dann war das, was sie nun in Form von Castor vor sich sitzen sah, eigentlich schon ziemlich peinlich. Der Junge hatte mit einer einzigen Handlung all ihre Furcht vernichtet und nichts anderes als Resignation und Kopfschütteln, teilweise sogar Mitleid in ihr herauf beschworen.
"Also, Grünschnabel, nachdem du nicht zum großen Soldaten taugst und am Besten das Militär eigenständig verlässt, bevor du gefeuert wirst und dich damit noch mehr blamierst. Nachdem du deine Familie verraten hast, nachdem du dich blamiert hast und uns mehr Macht zugestanden hast, als wir eigentlich haben. Wie sieht es aus? Willst du zumindest mal über den Tellerrand hinaus blicken oder möchtest du in deiner kleinen heilen Welt bleiben und weiterhin ignorieren, dass deine Tante Magierin ist? Die wird nicht weggehen, mein Lieber, egal, ob du willst oder nicht und wenn du sie umbringst, gehört sie noch immer zu deiner Familie. Das macht es also auch nicht besser", führte sie dann an und lehnte sich ein Stück weit zurück, sich mit einer Hand ein paar dunkle Strähnen aus der Stirn streichend ehe sie sich die Nasenwurzel zu massieren begann, eine Geste, die sie sich irgendwann im Alter von ihrem einstigen Meister abgeschaut und inzwischen verinnerlicht hatte.
"Mach den Mund auf, Castor. Dafür hast du ihn und ich komme mir reichlich dämlich vor, wenn mich der Sohn des Kaisers stumm wie ein Fisch anstarrt, weil ich ihm mal die Meinung geige."
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   So Okt 26, 2014 6:43 pm

Allein die erneute Wiederholung der Tatsache das seine Tante Magierin war, dass er überhaupt eine Tante hatte von der er noch nie etwas gehört hatte, ließ ihn schwer Atmen und einen Augenblick lang wandte er den Blick nur gen Boden. Er hatte inzwischen auf einer der Bettkanten seinen Platz gefunden, rutschte auf diesem immer wieder nervös hin und her, während er mit sich selbst rang. Essentieller Bestandteil dieses inneren Kampfes war die Frage, ob die Frau die Wahrheit sprach, oder ob sie ihn einfach nur mürbe machen wollte. Das er aus dem Militär aussteigen sollte, alles, was er sich in seinem Leben erhofft hatte einfach so an den Nagel hängen konnte wollte er nicht akzeptieren, doch die, durchaus stichhaltigen Argumente der fremden Frau konnte er nicht abtun, denn sie hatte einen so wahren Kern, dass er nach und nach immer mehr an sich zweifelte.
„Ich kenne euch nicht einmal, ich bin mir nicht sicher ob es wirklich klug ist mit euch, Jemanden den ich bisher zweimal in meinem Leben gesehen habe, über mein weiteres Leben zu sprechen.“ Doch der starre und zweifellos strenge Blick, der an einige der Statuen von ehemaligen Offizieren seiner Heimat erinnerte, ließ ihn diese Einstellung nur allzu schnell ablegen. „Es … es ist nun einmal ein Teil von mir, ein Teil von meiner Gesellschaft. Das Magier …“ Er kam nicht zum Ende, unterbrach sich selbst als er erneut über den Gedanken stolperte, dass sein Vater eine von ihnen schützte.
„Ich weiß nicht was ich tun soll. Das Militär ist mein Leben, man wird akzeptiert, geschätzt … man bekommt genaue Bedingungen was man tun soll, es ist … mein Vater hatte dort all seinen Ruhm ernten können, so viel aus sich machen können. Ich hatte gehofft, mir würde das gleiche Zuteil. Und meine Tante. Ich, ich weiß nicht. Ich will sie nicht töten, nur … ich weiß nicht.“
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Alejandro Askari

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Mo Nov 10, 2014 12:04 am

Alejandro kniete vor dem Fenster seines Zimmers, die Hände im Schoss gefaltet, den Rücken gerade und die müden Augen geschlossen. Seit er in diesem Zimmer war hatte er kaum geschlafen und viel Zeit im Gebet verbracht. Er betete zu den Moiren, dass sie ihm und seinem Volk ein gutes Schicksal woben; Er betete zu Nemesis, Fyonara und Alagaesia für ihren Hinterhalt zu bestrafen; Er flehte zu Athene den seinen im nahenden Krieg beizustehen und sie alle mit Weisheit zu segnen; Er beschwor Poseidon, dass das Meer sich in Stürmen erheben sollte und die Flotten der Feinde an der valencianischen Küste zerschellen lassen sollte; Er betete zu so gut wie jeder ihm bekannten Gottheit und ihren Gesandten, sie mögen ihm beistehen und seinen Feinden den Untergang bereiten, er versprach ihnen dafür Statuen und Opfergaben und versprach Zeus sogar einen Sohn seiner Familie als Priester, sowie den Moiren eine Tochter als Priesterin. Er fastete sogar um ihre Gunst auf sich zu ziehen. Er öffnete die Augen und blickte zum Mond auf, als würde er ihm ein Zeichen senden, ihm Antwort geben können. Mochte es ihm auch schlecht gehen, ihm war wichtig dass sein Volk überlebte... und dass es Adriana gut ging.
Alejandro wandte sich um. Er meinte etwas gehört zu haben und als auch Gaius sich erhob, wusste er, dass sein Verstand ihm keine Streiche spielte. Es war ein dumpfer Aufprall und ein leichtes Scheppern gewesen. Alejandro blieb auf den Knien, während ein erstickter Schrei durch die Tür drang. Gaius zog sein Schwert und machte einen Schritt auf die Tür zu, welche sich nun langsam einen Spalt weit öffnete. Als Gaius für nur einen Moment innehielt geschah alles ganz schnell: Die Tür sprang auf, Gaius wurde durch eine unsichtbare Macht gegen die Wand geschleudert und sackte bewusstlos zu Boden. In der Tür stand eine Gestalt in einem dunklen Umhang, die Kapuze über dem Kopf und ein Stück ins Gesicht gezogen, auf welchem eine weiße Maske ohne jede Kontur lag. Alejandro erhob sich vorsichtig und sah die Gestalt verwundert an. Im ersten Moment hatte er gedacht ein Mitglied der Águila Clandestino wäre gekommen um ihn zu befreien, doch so würden sie sich nicht kleiden. Zudem wäre ein Mitglied dieser Organisation wohl eher durch das Fenster gekommen, als durch die Tür. Als ihm das klar geworden war, fürchtete er um sein Leben, ehe die Gestalt einen Finger an die Stelle der Maske legte, an der die Lippen liegen sollte und ihm bedeutete mit zu kommen. Ein Zeichen der Götter.
Etwas wacklig erhob er sich und trat auf die Gestalt zu, die mit schnellen Schritten den Korridor entlang eilte. Alejandro konnte geradeso mit den Schritten mithalten. Er verfluchte sich, dass er das Essen nicht angerührt hatte. Inzwischen hatte Alejandro bemerkt, dass sich eine Frau unter dem Umhang verbarg, die nun vorsichtig um die Ecke lugte und weiter ging. Sie hechteten durch die Gänge, in denen kaum Wachen waren, als wüsste sie wo die Wachen zu dieser Zeit sein würden. Bis sie auf zwei Soldaten Fyonaras trafen, von denen scheinbar auch sie überrascht war. Sie bewegte die Hände, um die die Aura der Magie zuckte, welche ALejandro nicht unbekannt war, ehe ein Wind auffrischte und die Wachen gegen je eine Wand donnern ließen. Sie nahm einem der orientierungslosen Männer das Schwert ab und rammte es einem nachdem anderen mit mörderischer Präzision in den Hals. Doch dann ging es ohne Zwischenfälle weiter. Sie führte ihn über den Hof zu einem kleinen Ausfalltor, dessen alagesianische Wache sie durch einen Zauber schlafen ließ.
Als Alejandro sich ihm Tor umwandte um sich zu bedanken, bekam er die sanfte Stimme hinter der Maske zu hören. "Geht zur Akademie der Magier. Dort wird eine Lara auf euch warten, auf Valentino. Sie wird euch die Möglichkeit geben eine Nachricht an eure Heimat zu senden. Beeilt euch.", flüsterte die Frau mit ruhiger und beherrschter Stimme.
"Wie kann ich euch je dafür danken?", fragte Alejandro leise.
"Schadet Fyonara so lange und so schwer ihr und euer Reich es vermögen.", erwiederte die Frau und wandte sich ab. Alejandro nickte und rannte so schnell ihn seine Beine tragen konnten, in die Stadt.
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Di Nov 11, 2014 11:19 pm

"Legt sie auf das Bett. Vorsichtig und jetzt setzt Euch! Ich will kein Wort von Euch hören!", war Coreens erste Begrüßung, die sie Septim zukommen ließ, nachdem eine der Wachen ihr davon berichtet hatte, was offensichtlich vorgefallen war und wenngleich sie auch einen besorgten Blick auf die Wunde an der Schulter des Attentäters geworfen hatte, so waren die Verletzungen, die die Magierin davon getragen hatte, doch ungleich schlimmer. "Bringt frische Tücher und Wasser! Und weckt den König, sowie die Hofmagierin!", wies sie über die Schulter gewandt an eine der Wachen an und hob die Hand, als der Mann zu einem offensichtlichen Protest ansetzen wollte. "Wird's bald?! Es ist mir gleich, ob seine Majestät schläft! Ihr werdet ihn wecken und hierher schicken! Wenn er Beschwerden hat, kann er sie gern mir vorbringen!", wiegelte sie die Worte lediglich ab und schüttelte den Kopf. Seit Fyonara hier war, seit der Valenci-König hier war, hatte es lediglich Probleme gegeben und inzwischen hatte sie selbst kaum mehr Motivation noch immer dafür Sorge tragen zu müssen, dass alles in geordneten Bahnen weiter verlief, während sich stets und ständig andere an den Hals gingen, sich brandmarkten, ermordeten oder verstümmelten. Mit nur einigen wenigen Schritten war sie an der Seite der jungen Magierin und ließ einen kundigen Blick über die Wunde an ihrem Bauch gleiten, die der Attentäter in das weiße Fleisch geschnitten hatte und allein aufgrund des Blutverlusts blieb ihr erst einmal nichts anderes übrig als ein Stück des weißen Lakens abzureißen, um damit zumindest die Blutung zu stoppen bis man ihr ihre restlichen Utensilien gebracht hatte, die sie brauchte, um das junge Ding hier vor ihr am Leben zu halten.
"Seid ihr hierher gekommen seid, gibt es nur Mord und Verletzungen. Ich hoffe, ihr seid stolz auf euch ein junges Mädchen beinahe ermordet zu haben, das Eure Tochter hätte sein können. Wenn es das ist, was Euer Land bringt, dann kann ich gut darauf verzichten", grummelte sie lediglich und schüttelte noch einmal den Kopf, ehe sie ein tiefes Seufzen ausstieß, welches in dem großen Raum verhallte, in dem sie inzwischen ihren Platz gefunden hatte und den sie wohl für die nächsten Tage auch nicht mehr verlassen würde. "Ihr habt sie schlechter erwischt, als ich es erwartet hatte - und Eure Klinge ist stumpf geworden, die Haut ist ein wenig ausgefranst an den Rändern."
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Septim

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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Di Nov 11, 2014 11:25 pm

"Ich hatte meine Waffen nicht dabei" antwortete Septim ohne den Akzent der Fyonarer. "Seit ich in eurem Schloss unter Arrest gestellt wurde habe ich all meine Waffen abgegeben. Das waren Küchenmesser" erklärte er ihr und zeigte das Messer, welches er benutzt hatte. "Ich hatte nicht vor sie umzubringen" erklärte er ihr und legte den Kopf zurück während er spürte wie sich alles um ihn herum drehte. "Magie wird bei ihr nicht funktionieren. Ich habe sie immunisiert, nachdem sie versucht hat mich in ein Spanferkel zu verwandeln" erklärte er ihr und beruhigte seine Atmung. "Sie hat ein paar eurer Wachen getötet und ich hatte vor sie aufzuhalten. Es hieß sie oder ich. Und nein ich bin nicht stolz" erklärte er ihr und seine grauen Augen begegneten den ihren.
"War ich noch auf keinen meiner Morde" gab er zu und und fasste sich an die Hakennase und griff diese fester, ehe er noch einmal ausatmete und diese mit einem kräftigen Ruck zur Seite wieder in Form brachte, wobei er ein aufstöhnen unterdrückte
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BeitragThema: Re: Gästezimmer   Di Nov 11, 2014 11:35 pm

"Ich bin begeistert ... ich habe einen reumütigen Meuchelmörder neben mir sitzen ...", lautete die einzige Antwort, welche von Coreen noch folgte und die von einem finsteren Blick begleitet wurde, den sie dem anderen zukommen ließ ehe sie sich wieder abwandte, um sich auf Lucrezia zu konzentrieren. Sie kannte das junge Ding aus der Magierakademie und der Begleitung Adrianas, erinnerte sich noch allzu gut daran, dass es eben jenes junge Ding war, das sie vor vielen Monaten noch in den Kerker gebracht hatte und mit dem sie niemals wirklich grün geworden war - dass sie nun ausgerechnet ihr Leben retten musste, war beinahe so etwas wie Ironie des Schicksals. "Und was Euer Vorhaben, sie nicht zu töten, angeht ... dafür, dass Ihr sie am Leben lassen wolltet, habt Ihr sehr viel dafür getan, ihr junges Leben zu beenden. Angesichts der Schmerzen, die jetzt auf sie zukommen, hättet Ihr es wohl besser beendet und wärt ruhmreich in Eure Heimat zurückgekehrt", setzte sie noch wenig später hinzu und erhob sich von ihrem Platz, nur um eine der Waschschüsseln in dem Raum zu sich zu ziehen und ein weiteres Stück Tuch abzureißen, um es in das klare Wasser zu tauchen.
Es war ihr eigener kleiner Dolch, jenes Relikt aus uralter Zeit, das sie noch immer bei sich trug, den sie zwischen den Falten ihres eigenen Kleides hervor zog, um damit die Kleider der jungen Magierin auf dem Bett zu zerschneiden, um besser an die klaffende Bauchwunde zu kommen, die der Attentäter ihr zugefügt hatte und die ohne weitere Behandlung ohne Zweifel ihr Tod gewesen wäre. Laute Schritte, wüste Befehle und dunkle Verwünschungen auf dem Gang ließen sie aufhorchen und sich noch einmal spannen ehe sie die dunklen Augen hinüber zur Tür richtete, die nur wenig später aufflog und mehr als nur eine einzige Gestalt offenbarte. "Tragt es draußen aus! Adriana, kümmer dich um das reumütige Häufchen Elend mit dem Stilett in der Schulter. Der Rest - hinaus! Wir sprechen, wenn sie über den Berg ist!"
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